Stylepark Magazin für Produktkultur ­ Nummer 22

Page 1

9 EURO

NUMMER ZWEIUNDZWANZIG

68390

STYLEPARK MAGAZIN FÜR PRODUKTKULTUR – WINTER 2010. THEMEN: A/ARCHITECTURE/ART – B/BEGINNINGS – C/CONTRIBUTORS/CORPORATE/ CULTURE – D/DETAIL – E/EXHIBITION – F/FAIR – G/GALA – H/HEADQUARTERS – I/IDEA – J/JOURNAL – K/KNOWLEDGE – L/LABEL – M/MATERIALS – N/NEWS – O/ONLINE – P/PARTY/PRODUCTS – Q/QUALITY – R/RESIDENCE – S/STORIES – T/TYPOGRAPHY – U/UNDERCOVER – V/VARIOUS – W/WELCOME – X/ – Y/YEARS – Z/ZOOM

A–Z 10 years of Stylepark


Auf Auf d der er O Orgatec rgatec p präsentierten wir mit AirPad die Evolution der Rückenlehne; die weltneue räsentierten w ir m it A irPad d ie E volution d er R ückenlehne; d ie w eltneue olume 8 iinterstuhl-Membran, nterstuhl-Membran, V Volume 8_2011 wohnliches Arbeiten, FreeBalance_2011 öko_2011 ffür ür w ohnliches A rbeiten, F reeBalance_2011 ffür ür ö koesign. W ir ffreuen reuen u ns, IIhnen hnen d n nomisches omisches D Design. Wir uns, die neuen Modelle auf dem ie n euen M odelle a uf d em „„Salone Salone IInternazionale nternazionale in M ailand u nd a uf d er „„The The O d del el M Mobile“ obile“ in Mailand und auf der Office Exhibition“ Dubai vorzustellen. ffice E xhibition“ iin nD ubai v orzustellen. IInterstuhl nterstuhl Büromöbel Büromöbel GmbH GmbH & Co. Co. KG KG . Brühlstraße Brühlstraße 21 21 . D 72469 72469 M Meßstetten-Tieringen eßstetten-Tieringen . Phone Phone +49 +49 7436 7436 871-0 871-0 . www.interstuhl.de www.interstuhl.de . iinfo@interstuhl.de nfo@interstuhl.de

Vom V om Sitzen verstehen wir mehr

Wo ein AirPad ist, ist viel Tranparenz und Raum für weitere Schönheiten

www.airpad-chair.net


EDITORIAL ZEHN JAHRE STYLEPARK

Wer nichts tut, der bleibt stumm. Wer tätig wird, der hat auf einmal etwas zu erzählen. Und wer wach und in Bewegung bleibt, der bekommt obendrein mit der Zeit eine lebendige Geschichte. Nach und nach wächst sie ihm zu, so wie ein Baum seine Jahresringe geduldig um ein verborgenes Zentrum herumlegt, einen nach dem anderen. Wobei, das weiß jedes Kind, die einzelnen Ringe sich durchaus voneinander unterscheiden, war doch das eine Frühjahr zu trocken, jener Herbst stürmisch und der Winter anno dazumal lang und kalt. Die Ringe messen die Zeit also nicht abstrakt; sie erzählen, was geschehen ist. Bei Unternehmen verhält es sich nicht viel anders. Auch sie wachsen, werden kräftiger und bilden dabei Jahresringe. Was eben noch als blasses, dünnes Pflänzchen aus dem Nichts emporwuchs, das ist mit einem Mal zu einem halbwegs stabilen Baum geworden. So oder ähnlich ist es auch Stylepark ergangen. Die seit Beginn dabei sind, reiben sich verwundert die Augen: Was? Zehn Jahre schon? Ach, was haben wir nicht schon alles gemacht! Und was hätten wir doch noch so gern erträumt, erdacht, organisiert, verworfen ... Nun, aufgeschoben ist nicht aufgehoben! So manches, was liegen geblieben ist, ist erst morgen reif, angepackt und umgesetzt zu werden. Plötzlich merken wir: Wir haben nicht nur unendlich viel vor uns, sondern schon etwas hinter uns. Mag die Unbekümmertheit des Anfangs auch gewichen sein – der Stamm unseres Unternehmensbäumchens ist kräftiger geworden, aber noch immer sehr flexibel. Und wir fühlen uns so beweglich und so neugierig wie nie zuvor.

Peter-Philipp Schmitt, Designkritiker der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“, hat die Entwicklung von Stylepark von Beginn an verfolgt. Um ganz genau zu verstehen, „wie alles begann“, wie es weiterging und was daraus geworden ist, traf er sich noch einmal mit Christian Gärtner, Robert Volhard und Antonia Henschel. Herausgekommen ist am Ende das großartige Porträt einer Firma, die ganz gut damit lebt, nicht ganz genau zu wissen, was sie gerade ist. Die kleinen und großen Schwankungen der Jahresringe breitet Antonia Henschel dann in einem opulenten Album voller Bilder aus, das sich nicht an der Chronologie der Ereignisse, sondern an relevanten assoziativen Begriffen orientiert. Denn wenn wir uns erinnern, sind es oft Kleinigkeiten – ein Duft, eine Fotografie, etwas abblätternde Farbe –, aus denen ein Moment der Vergangenheit wiederersteht, als sei er niemals entschwunden gewesen. Wir danken allen Kunden, Partnern, Mitarbeitern und Freunden für aufregende zehn Jahre, wünschen Ihnen viel Vergnügen bei der Zeitreise durch die Stylepark-Geschichte – und freuen uns auf die nächsten zehn Jahre! Ihr Stylepark Team

Weil uns die eigene Geschichte wichtig ist und Stylepark, wie gesagt, dieses Jahr zehn geworden ist, haben wir uns entschlossen, das Jubiläumsjahr mit einem Rückblick abzuschließen – in Form eines Sonderhefts.

STYLEPARK 3


www.bene.com

Herzlichen Gl端ckwunsch zum 10. Geburtstag.


EDITORIAL TEN YEARS OF STYLEPARK He who does nothing has nothing to say. He who becomes active all of a sudden has a story to tell. And he who stays awake and keeps moving is, in time, also rewarded with a vibrant history. It takes shape slowly but surely, much like the growth rings a tree patiently layers around the heart of its trunk, one after another with every passing year. And, as every child knows, each individual ring is distinct from the others, according to whether the spring was too dry, the fall was stormy or the winter that year was long and cold. The rings are thus not an abstract measure of time; they describe what happened. With companies, it’s not really any different. They too grow, become stronger and accumulate rings of experience with each year. What one day was just a pale and delicate sapling sprouting up from nothing has turned into a reasonably sturdy tree the next. That’s more or less how it was with Stylepark, as well. Those who have been on board since the beginning are rubbing their eyes in amazement: What? It’s already been ten years? Wow, to think of all the things we’ve done! Not to mention the things we would love to have dreamt up, thought out, organized and abandoned … Well, all is not lost that is delayed! Some things are left by the wayside today because the time to take them on and see them through won’t be ripe until tomorrow. Suddenly, we are aware not only of the endlessness of what lies ahead, but also of the fact that a great deal is already behind us. Though the carefree days of the beginning may have passed; the trunk of our company tree has grown stronger, yet is no less supple. And we are feeling more versatile and inquisitive than ever before.

Peter-Philipp Schmitt, design critic for the Frankfurter Allgemeine Zeitung, has been following the evolution of Stylepark from the very beginning. He met with Christian Gärtner, Robert Volhard and Antonia Henschel once again in order to truly understand “how it all began”, what happened next, and what has since become of it. The result is a fantastic portrait of a company that has no problem with the fact that it doesn’t know exactly how to define itself. The smaller and the larger fluctuations in the yearly growth rings are then presented by Antonia Henschel in an opulent album of pictures, which is oriented less to the chronology of events than to colors, forms, structures and associations. After all, our memories are often triggered by the smallest details – a scent, a photograph, paint peeling from the wall – that bring back a moment from the past as if it had never slipped away. Thank you to all our customers, partners, colleagues and friends for ten exciting years. We hope you enjoy this journey back in time through the history of Stylepark – and we are looking forward to the next ten years! Sincerely, Your Stylepark Team

Because our history is important to us and, as previously mentioned, Stylepark turned ten this year, we decided to bring the anniversary to a close with a look back – in the form of a special retrospective issue.

STYLEPARK 5


Leben Sie schรถn.


3803.,1 6HVVHO XQG 6RID 'HVLJQ 3LHUUH 3DXOLQ 6WLFKZRUW 63 .DWDORJ ZZZ OLJQH URVHW GH


A/ ARCHITECTURE/ STYLEPARK MAGAZIN FÜR PRODUKTKULTUR

8 STYLEPARK


STYLEPARK 9


A/ ART/

FURNITURED WAYS AN INSTALLATION BY MARK BORTHWICK IN COLLABORATION WITH E15 AT IMM COLOGNE 2003

10 STYLEPARK


&JO 4QJU[FO ,PDI LPNCJOJFSU GFJOTUF ;VUBUFO [V FJOFN 'FTUFTTFO &JO "SDIJUFLU [V FJOFS ,ÔDIF

%FS 6OUFSTDIJFE IFJ·U (BHHFOBV %JF 7BSJP ,PDIHFS¼UF 4FSJF LPNCJOJFSU JOOPWBUJWF 5FDIOJL NJU [FJUMPTFN %FTJHO 0C (BT PEFS *OEVLUJPOT ,PDIGFME &MFLUSP (SJMM 5FQQBO :BLJ PEFS %BNQGHBSFS q KFEFT EFS JOTHFTBNU (FS¼UF CJFUFU NPEFSOTUF 1SPGJ 5FDIOJL CFJ FJOGBDITUFS )BOEIBCVOH 4JF TJOE QFSGFLU BVGFJOBOEFS BCHFTUJNNU VOE JOEJWJEVFMM LPNCJOJFSCBS %JF CFTUFO 7PSBVTTFU[VOHFO FUXBT &JO[JHBSUJHFT [V LSFJFSFO /PDI CFWPS [VN FSTUFO .BM HFLPDIU XJSE *OGPSNJFSFO 4JF TJDI VOUFS $U .JO B E 'FTUOFU[ EFS 5 $PN NPCJM HHG BVDI BCXFJDIFOE PEFS VOUFS XXX HBHHFOBV DPN


B/ BEGINNINGS/

ROBERT VOLHARD STEFFEN ORBEN CHRISTIAN GÄRTNER FRANKFURT 2001

12 STYLEPARK


WAS EIGENTLICH IST STYLEPARK? WIE ALLES BEGANN ODER ZEHN JAHRE IN BEWEGUNG Auf Stylepark stieß ich das erste Mal im Dezember 2002. Genauer: Ich wurde gestoßen. Mit einem Brief, dessen Zeilen meine journalistische Neugierde auch heute nicht unbedingt wecken würden: „Stylepark ist eine Produktdatenbank für Einrichtungsprodukte, die über das Internet genutzt wird und Informationen zu derzeit über 7500 Produkten von Herstellern Nutzern zur Verfügung stellt.“ Weil dem Verfasser offenbar klar war, was er mit seinen Zeilen auslösen könnte – oder vielleicht auch nicht –, fügte er hinzu: „Das klingt beim ersten Hinhören nicht sonderlich spannend. Aber wo ist es möglich, sich zum Beispiel 129 Stühle, die stapelbar sind, oder 39 Pendelleuchten, die mit Energiesparlampen ausgestattet sind, anzuschauen und dann noch den Händler um die Ecke zu finden, wo man sich das dann auch anschauen kann?“ Mittlerweile, so hieß es in dem Brief weiter, „recherchieren bei Stylepark über 35 000 Nutzer pro Monat“. Briefe dieser Art landen bei Journalisten sonst oft sofort im Müll. Dieser nicht. Warum? Ich weiß es nicht mehr – auch wenn ich durchaus ein womöglich leicht merkwürdiges Faible für stapelbare Stühle, allerdings nicht für Pendelleuchten habe. Vielleicht blieb ich an den vielen Namen hängen, die rechts unter „Aufsichtsratsvorsitzender“ und „Vorstand“ als „Gründer“ des Unternehmens verzeichnet waren. Es waren sechs. Sechs! Sechs? Vielleicht schaute ich aber auch damals einfach in unser Archiv und fand den bereits zwei Jahre alten Artikel einer Kollegin, den sie als Teil einer Serie mit dem Titel „Gründerzeiten“ für die Rhein-Main-Ausgabe der „Frankfurter Allgemeinen Zeitung“ verfasst hatte. Die „Frankfurter Stylepark AG“, die, wie die Autorin schrieb, „Architekten ihre Arbeit erleichtern“ will, war die Nummer 17 der insgesamt 19 Folgen der Serie über Start-ups. Die Gründer von Stylepark waren allerdings damals schon überzeugt davon: „Wir sind kein typisches Start-up.“ Und das sei nicht nur so, „weil sich ihre Affinität zu Computern hauptsächlich auf deren Aussehen beschränkt“. Bei ihnen dauere die Vorbereitungszeit einfach länger. Tatsächlich: Damals, im Oktober 2000, als der wohl erste Zeitungsartikel überhaupt über Stylepark erschien, war das Unternehmen „Produktdatenbank“ schon ein gutes halbes Jahr alt – und trotzdem noch lange nicht im Netz zugänglich. Nun war es gewiss anfangs mühevoll, den Kontakt zu Herstellern zu knüpfen. Doch das allein war es nicht: Schon in diesem Text verbarg sich eine Besonderheit, die mir nicht entgangen sein konnte. Stylepark legte Wert auf Qualität, nur gutes Design sollte berücksichtigt werden. Das lässt sich ganz pragmatisch erklären, wie sich herausstellen sollte, es war aber auch ein Grundbedürfnis der Firmenerfinder.

WIE ALLES BEGANN – DIE „LEGENDE“ „Am Anfang stand ein Dampfbad“. Dieser Satz findet sich so oder so ähnlich als Einleitung gleich in mehreren Zeitungsund Magazinartikeln. So bekam, was sich einstmals in der Vorgeschichte zu Stylepark zutrug, zwar auch „einen nahezu legendären Status“. Doch diesem Anfang wohnte nicht unbedingt der Zauber inne, den mancher vielleicht an dieser Stelle vermuten würde. Vielmehr suchte der angehende Architekt von der Eidgenössischen Technischen Hochschule Zürich, Robert Volhard, einfach nur nach einer Leuchte, der weder die Hitze noch die Feuchtigkeit eines Dampfbads etwas anhaben konnten. Tagelang wälzte er Kataloge. Ohne Erfolg. Die Mühsal lohnte sich dennoch: Denn, wie es in einem der Texte heißt, allmählich witterte er, dass das Dampfbad ihn auf Umwegen auf eine Marktlücke gestoßen hatte – auf eine Internet-Suchmaschine für Architekten. Das war die ursprüngliche, sehr technische Idee: Papierne Kataloge sollten in eine Internet-Datenbank überführt werden. Nicht wahllos, sondern nur die jeweils besten Produkte. Damit war klar, dass nicht die Architekten für den Service zahlen würden, sondern die auserwählten Hersteller. WIE ALLES BEGANN – DER NAME Zunächst aber mussten Investoren gewonnen und ein Name gefunden werden. Ersteres war offenbar leichter. Robert Volhard kann sich noch genau erinnern, wann er den ersten Geldgeber angesprochen hat. Es war auf der Hochzeit seiner besten Freundin am 11. September 1999. Dort traf er auch Christian Gärtner wieder, den er gleich mit für die Idee begeisterte. Christian Gärtner, der eigentlich auf dem Weg in den Urlaub nach Rom und dann in eine gewiss gut dotierte Stelle beim Wirtschaftsprüfungs- und Beratungsunternehmen KPMG war, fuhr nicht in den Urlaub nach Rom und kündigte seine Stelle bei KPMG bereits am dritten Tag. (Heute, sagt Robert Volhard scherzhaft, erinnere nur noch das „G“ für Gärtner an Christians Zeit bei KPMG.) Bald war ein Papier für weitere Investoren fertig, nur der Name fehlte noch für ihr Unternehmen. „Edificon“ war ein erster Vorschlag, doch wer weiß schon, was das bedeutet. „Wohnberatung“, als Rückgriff auf eine Dienstleistung des Deutschen Werkbundes in den Fünfzigerjahren, hätte vielleicht seinen Reiz gehabt, wurde aber offenbar nicht einmal diskutiert.

STYLEPARK 13


B/ BEGINNINGS/ Dass dann ausgerechnet ein anderer Internetdienstleister, und zudem einer der größten, die „Pixelpark AG“, den Weg wies, findet Robert Volhard heute eher peinlich. Allerdings sei ein Park – frische Luft, Entspannung – ja schon mal nichts Schlechtes, und womöglich der perfekte Ort, um kreativ zu sein. Architekturpark, Architektenpark, Designpark – die Vorschläge waren sämtlich nicht cool genug. „Und wir wollten ja cool sein“, sagt Christian Gärtner. Und stylisch. Das war’s. Nur gut, dass auf das damals unter Start-ups fast unvermeidbare „.com“ am Ende des Firmennamens verzichtet wurde. Das leicht nach rechts geneigte STYLEPARK ist übrigens an den berühmten Hasselblad-Schriftzug angelehnt. Der schwedische Hersteller von Mittelformatkameras gilt als Symbol für Solidität und Klassizität – und hat es ja immerhin mit seinen angeblich besten Kameras der Welt schon auf den Mond geschafft. WIE ALLES BEGANN – DAS „ALTE“ STYLEPARK Stylepark war gleich am Anfang groß – vielleicht sogar noch ein bisschen größer als heute. Fast 35 Mitarbeiter tummelten sich damals an der Brönnerstraße im Zentrum von Frankfurt. Die Geldgeber wollten es so. Rückblickend waren das viel zu viele Leute, was schmerzlich erst bemerkt wurde, als der Großteil von ihnen wieder gehen musste. Der Einschnitt war ein Neuanfang, der zeigt, dass das Unternehmen mehr sein wollte und inzwischen auch mehr geworden ist als eine Datenbank. Eine Erweiterung war auch nötig, denn im Herbst 2003 gab es plötzlich einen zweiten digitalen Katalog der Kataloge für Architekten – gegründet als Konkurrenz von einem Teil der einstigen Stylepark-Gründer. Statt einer Plattform für Design im Internet gab es nun zwei. Unzweifelhaft ein Schlag ins Kontor. Übrig blieben in Frankfurt genau eine Handvoll Mitarbeiter sowie Robert Volhard und Christian Gärtner (die beiden Vorstände), die sich gemeinsam aufmachten, ein „neues Stylepark“ zu erfinden. Dazu allerdings war ein Anstoß von außen nötig, auch wenn längst allen klar war, dass im Internet allein keine Zukunft lag. Das erkannte aber auch Karl W. Henschel für Stylepark, der sich zusammen mit seiner Tochter Antonia und ihrer Agentur Sign Kommunikation dafür aussprach, neue Formate auszuprobieren. Und das nur wenige Wochen vor der Möbelmesse in Köln, dem „siechenden Ort des Design-Diskurses“. Was sich danach abspielte, hätte mancher der Heutigen wohl gerne erlebt. Die, die es erlebt haben, waren allerdings froh, als es vorbei war. Die Organisation von „Barock 2004“ führte die kleine Restmannschaft an die Grenzen ihrer Möglichkeiten und wurde dennoch der Triumph der gesamten Kölner Möbelmesse.

14 STYLEPARK

WIE ALLES BEGANN – DAS „NEUE STYLEPARK“ „Stylepark in Residence“ war vermutlich das Beste, was die „imm cologne“ im vergangenen Jahrzehnt zu bieten hatte – wahrscheinlich gerade deshalb, weil sie nichts damit zu tun hatte. Die Messe konnte nur zusehen (und staunte wohl auch), mit welch geringen Mitteln sich ein Designereignis der Extraklasse entwickeln und umsetzen lässt. Für mich als Frankfurter war es das erste Mal, dass ich die Frankfurter Stylepark AG wirklich wahrnahm – und das ausgerechnet in Köln. Auf 2500 Quadratmetern im Gebäude der ehemaligen Königlichen Eisenbahndirektion direkt am Rheinufer und genau gegenüber von den eigentlichen Messehallen präsentierten sich gerade mal 19 Hersteller. Das war, nun ja, nicht viel. Doch es war trotzdem kaum zu fassen. Dort, in der „Residence“ hatte ich meinen ersten persönlichen Stylepark-AhaMoment – und er hatte natürlich mit dem deutschen Designer Konstantin Grcic zu tun. Seine „Conversation Pieces“ aus Nymphenburger Porzellan symbolisierten einen Aufbruch in ein neues Zeitalter (Barock?), den die Kölner Möbelmesse bis heute verschlafen hat. Fast schien es, als sprächen die Figuren genau darüber. Sagt das Püppchen zum Adonis: „Ich habe meine unfassbare Schönheit noch nie als Belastung empfunden.“ Der mickrige Kerl aus reinweißem Porzellan ist leicht verunsichert und fragt: „Muss ich an meinem Aussehen arbeiten?“ Die kleinen Figuren mit ihren aufgeklebten Sprechblasen, die in einer hellblauen Vitrine im oberen Stockwerk dutzendfach nebeneinander standen, das war für mich „Barock 2004“. Das waren, wie im Geleitwort versprochen, „Aufbruch und Lebensfreude, Kreativität und Provokation, Spaß am Experiment und an der unkonventionellen Kombination, an Vorhang und Fanfare“. Und genau das ist Stylepark noch immer. WAS IST STYLEPARK? Wie gut, wenn sich ein Beruf in einem Wort fassen lässt, wenn man sich und seinen Kindern erklären kann, für wen oder was man eigentlich arbeitet. Was genau ist Stylepark, Herr Gärtner? Könnten Sie uns das bitte mal mit einem Wort sagen? Es folgen – geschätzte vierzig Sekunden Schweigen. Dann, als Antwort: „Stylepark ist eine multimediale Plattform zum Nachdenken und Kommunizieren von Design- und Gestaltungskultur“. Und was sagen Sie, Herr Volhard? „Stylepark ist ein Kommunikator, Kurator und Berater im Design- und Gestaltungsbereich.“ Was Stylepark ist, ist bis heute nur schwer in Worte zu fassen. In einem Wort gehe es überhaupt nicht, da sind sich Christian Gärtner und Robert Volhard einig. Das einstige Kerngeschäft – die Datenbank im Internet – ist allerdings mittlerweile zu einem von mindestens vier Teilbereichen – Online, Print, Event, Consult – geworden. Kerne gibt es nun also viele, die alle umeinander, nicht aber um ein Zentrum kreisen, es sei denn, und das klingt für mich folgerichtig, das Stylepark-Team ist der eigentliche Nukleus.


In Zeitungsartikeln über Stylepark aus der Frühzeit war das Unternehmen nie mehr als ein Produkt im Internet. Da hieß es mal, Stylepark sei eine „Promotionsbörse im Internet“ (Dorothee Müller), die „Internet-Plattform für modernes Möbeldesign“ (Elke Trappschuh) oder auch ein „InternetStart-up mit Größenwahn“ (Christine Demmer). Das änderte sich, als die Frankfurter ihr Alleinstellungsmerkmal als „die Plattform für Design im Internet“ (Christian Gärtner) verloren. Es änderte sich aber vor allem durch „Stylepark in Residence“ in Köln. Schon im ersten Jahr, mit „Barock 2004“, als mehr als 30.000 Besucher sich von Herstellern wie e15, Swarovski, Flos und Moroso sowie von Designern und Architekten wie Jürgen Mayer H., Patricia Urquiola, Tom Dixon und eben Konstantin Grcic in den heruntergekommenen Beamtenbutzen der ehemaligen Bundesbahndirektion in Köln durch teils aufwendige Inszenierungen begeistern ließen, begann die neue Zeitrechnung. „Stylepark“, sagt Christian Gärtner, „fühlte sich auf einmal völlig anders an.“ Drei Jahre sei man wie ein Kleinkind gewesen, habe laufen und sich mühsam artikulieren gelernt. Nun war es an der Zeit, loszuplappern und loszurennen. Grundlage waren und blieben allerdings die wertvollen Kontakte zu internationalen Herstellern und Designern aus der Gründerzeit: Schnell gehörten im Jahr 2000 Unternehmen wie Driade, Edra, Dornbracht und Villeroy & Boch zum Kundenkreis. Stylepark war ein echter Selbstläufer, Firmen bewarben sich aus ganz Europa. Denn war zum Beispiel ein Hersteller für Badarmaturen erst gewonnen, wollte der direkte Konkurrent natürlich auch unter Vertrag genommen werden. Darauf konnte das „neue“ Stylepark im fünften Jahr seines Bestehens aufbauen. Hinzu kam, dass schon seit 2002 ein regelmäßiger Newsletter als Verbindung zu den Internetnutzern eingeführt worden war, 2004 erschien das erste „Stylepark Quarterly“ auf Papier, maßgeblich initiiert und betreut von Antonia Henschel und ihrer Agentur Sign Kommunikation. An sie war die Frage gerichtet worden, was man denn noch so alles machen könnte. Daraus entstand der Printbereich von Stylepark, ein weites Feld, auf dem die Familie Henschel seit dem Jahr 1972 Erfahrung hat. „Das Internet“, sagt Antonia Henschel, „bleibt für mich immer unfertig.“ Bei einer Zeitung, einem Buch sei das nicht so. Und es sei wahnsinnig wichtig für ein Unternehmen wie Stylepark, etwas auf den Tisch legen zu können. 2005 folgte noch das „Magazin für Produktkultur“ – ein „weiterer wichtiger Kommunikationsbaustein von Stylepark“, wie es im ersten Editorial zu Recht heißt. Die Qualität und Quantität der Artikel, auch und gerade auf der stetig aktualisierten Internetseite unter dem Menüpunkt „News & Stories“, der seit 2008 zu einem redaktionell unabhängigen Bereich ausgebaut wurde, sind inzwischen ganz sicher einzigartig im deutschsprachigen Raum. Die Autoren sollen dabei den Weg vom fertigen Produkt zurück zur ursprünglichen Idee, zur Entwicklung, zu den Hintergründen und kulturellen Facetten seines Designs verfolgen. Denn: Geschichten wollen und sollen erzählt werden.

AUF NEUEN WEGEN? „Storytellers“ – das Erzählen von Geschichten ist ein Leitgedanke von Stylepark und war es auch schon lange bevor Konstantin Grcic 2006 zu seiner Version von Tausendundeiner Nacht nach Köln einlud. Auf alten Teppichen wurde ein letztes, ein drittes Mal „Stylepark in Residence“ gefeiert, zumindest im Bau der alten Bahndirektion. Es war ein weiterer Höhepunkt, an dem die Messe keinen Anteil hatte. Im Gegenteil: Die Verantwortlichen der „imm cologne“, so schien es, hatten die Stadt damals endgültig als möglichen Ort für begleitende Designveranstaltungen aufgegeben. Wieder hatte Stylepark eine Reihe seiner besten Kunden ausgewählt. Selbst Nils Holger Moormann, der sich in jenem Jahr erstmals für Mailand und gegen Köln entschieden hatte, war vertreten. Durch eine verschlossene Tür konnte man ihn Italienisch büffeln hören. So war der Mann aus Aschau da, ohne da zu sein (den Neuheiten-Hype auf Messen mag er ja eh nicht) – für mich ein weiterer Stylepark-Aha-Moment. Auch wenn Christian Gärtner das Wort nicht mag (er nennt den Begriff „ungeschickt“): „Kuratieren“ beschreibt genau (und da stimmt Christian Gärtner sofort zu), womit Stylepark von Anfang an zu tun und auch zu kämpfen hatte. Wer ist es wert, in die Datenbank aufgenommen zu werden? Wer ist es wert, bei „Stylepark in Residence“ gezeigt zu werden? Und wer ist es wert, Konzepte für eine Stadt der Zukunft zu entwickeln? Das „Gespenst der Qualität“ geht um bei dem „Curator of Design“. Und, ja, selbstverständlich geht auch Stylepark Kompromisse ein. Nicht immer ist alles High-End, wie es so schön heißt. Doch es reicht stets nahe heran. Und welchen Wert ein Projekt haben kann, zeigt sich dem Außenstehenden manchmal erst spät. Merten, eine Firma, die jahrzehntelang kaum etwas mit Design am Hut hatte, ist so ein Beispiel. Für Stylepark war das Projekt eine Herausforderung, und die Zusammenarbeit (Consulting) ging weit über den runden Schalter, der von – ja, schon wieder – Konstantin Grcic entworfen wurde, hinaus. Nicht etwa Nebenprodukt, sondern fast Hauptprodukt der Stylepark-Merten-Beziehung wurde ein Magazin mit Namen „Switch“, das sich mit der Kultur des Ein- und Ausschaltens befasste. Für die Auseinandersetzung des möglichen Designs künftiger Schaltergenerationen bekam das Heft sogar Designpreise (den „red dot communication design award 2007“, „Best of Corporate Publishing“ und ein Diplom der „Berliner Type“). Merten war vielleicht die bislang interessanteste, weil unwahrscheinlichste Beratungsarbeit von Stylepark, die leider ohne greifbares Ergebnis blieb. Zwar hat schließlich Stefan Diez für und mit Merten das gesamte Produktprogramm gestalterisch neu ausgerichtet, doch nach der Übernahme des 100 Jahre alten Mittelständlers durch den französischen Konzern Schneider electric verschwanden die Konzepte in irgendwelchen Schubladen.

STYLEPARK 15


B/ BEGINNINGS/ AUF ALTEN WEGEN? Auch wenn Stylepark als Produktdatenbank im Internet geplant war und sich zu einem „unabhängigen und professionellen Dienstleister, Vermittler, Berater, Kurator und Kommentator anspruchsvollen Designs“ entwickelt hat, Robert Volhard ist sich sicher, dass die Gründer dieses Mehr, also alles, was über die reine Datenbank hinausgeht, schon von Anfang an angedacht hatten. „Achtzig Prozent der Ideen von vor zehn Jahren haben wir nunmehr ausgeschöpft, zwanzig Prozent sind noch ungenutzt. Und an neuen Ideen herrscht auch kein Mangel.“ Design in der Gesellschaft zu verorten, war also keine Errungenschaft des „neuen“ Styleparks. Veranstaltungen zum Thema Design richtete das Unternehmen bereits vor 2003 aus. Mit „Barock 2004“ erklommen die Frankfurter nur früh einen Gipfel, an den sie erst wieder mit der TDA (eine schreckliche Abkürzung, die sich Gott sei Dank nur in Insiderkreisen für die „The Design Annual“ durchgesetzt hat) heranreichen sollten. Es war eine Eigenproduktion, für die „Stylepark in Residence“ in seiner bisherigen Form schon allein aus Gründen der Arbeits- und Kostenökonomie aufgegeben werden musste, auch wenn 2007 noch einmal eine Art Fortsetzung, eine kleine Veranstaltung im Kölnischen Kunstverein in der Nähe des Neumarkts, stattfand. Das Motto: „Touchy-Feely“. Es ging um das Erlebbarmachen von Materialien und ergab sich aus der jahrelangen Auseinandersetzung mit den Rohstoffen für Designer und Architekten. Konsequenterweise hat Stylepark neben der Produkt-Datenbank mittlerweile auch eine Material-Datenbank (und einen Bereich für ArchitekturSysteme) im Internet aufgebaut. Mit „Stylepark in Residence“ hätte man sich selbst Konkurrenz gemacht. Und man hätte sich infrage gestellt. Denn „The Design Annual“ in Frankfurt wollte keine Off-Veranstaltung sein, die in Konkurrenz zu einer etablierten Möbelmesse stattfindet. Im Begleitprogramm für angeblich junges Design droht nämlich nicht nur eine Messe wie die „imm cologne“ unterzugehen. Das oftmals diffuse und anspruchslose Drumherum hält auch die guten Hersteller davon ab, sich in einer Fabrikhalle oder Galerie irgendwo in der Stadt und damit im Off zu präsentieren. Mit „The Design Annual“ wollte Stylepark darum das Beste aus beiden Welten kombinieren: „Den Charme und die Frische einer OffVeranstaltung und die Professionalität und Marktorientierung einer Fachmesse.“

16 STYLEPARK

Die erste „Design Annual“ in Frankfurt führte in eine künstliche Stadt: Unter dem Motto „inside: urban“ gingen die Besucher wie durch Gassen oder fuhren gar mit einem Fahrrad durch die kleinen, kurvenreichen Straßen. Messestände im herkömmlichen Sinn waren nicht vorgesehen, die Hersteller waren hinter teils hohen Wänden fast verborgen, was den Spaziergang noch intimer machte. Wer sich präsentieren durfte, das hatte Stylepark zusammen mit weiteren Kuratoren entschieden – unter ihnen Patrizia Moroso, Philipp Mainzer und Nils Holger Moormann. Natürlich wurde auf der „Design Annual“ auch diskutiert, in einer eigens eingerichteten „speakers corner“, zum Beispiel über Urbanität und die Krise des öffentlichen Raums. Es gab Vorträge, Partys und die Hoffnung, dass sich etwas Dauerhaftes etablieren könnte. Zweimal noch lud Stylepark gemeinsam mit der Messe Frankfurt in die Festhalle ein, doch wie schon bei „Stylepark in Residence“ war nach dem dritten Mal Schluss. Die als jährlich stattfindender Event konzipierte Veranstaltung, in der auch ich eine womöglich künftige ernsthafte Konkurrentin zur Kölner Möbelmesse gesehen hatte, musste geradezu ein Ende finden, als sie mehr und mehr ihre Unabhängigkeit verlor. Wieder in der Festhalle, aber am Rande der eigens in den Sommer verlegten Konsumgütermesse „Tendence“, war Stylepark 2008 gezwungen sich einzugestehen, dass ihr ursprüngliches Konzept konterkarriert wurde. So wirkte der letzte Auftritt mehr als surreal, dafür sorgten schon die beiden Künstler Tobias Rehberger und Claus Richter, die auf der Empore der Festhalle ein riesiges Zirkus-Wunderland aus Pappmaché und hölzernen Kulissen passend zum Motto „inside: showtime“ geschaffen hatten. EIN BLICK IN DIE ZUKUNFT Seither wartet die Design-Community sehnsüchtig auf das nächste Stylepark-Großevent. Doch das will wohlüberlegt sein. Selbst die Kölner Messe ist inzwischen (und gewiss auch dank Stylepark) aufgewacht und versucht sich an eigenen Off-Veranstaltungen außerhalb des Messegeländes. In Mailand wiederum ist es schwer, einen passenden Ort zu finden. Frankfurts Messe hat sich vorläufig vom Thema Design verabschiedet und setzt auf ihren Konsumgütermessen wieder überwiegend auf Masse statt auf Klasse. Zugleich hat Stylepark mehr als genug zu tun und ist so gefragt wie nie zuvor. Rechtzeitig zum Zehnjährigen hat der einstige Start-up denn auch seine Volljährigkeit erreicht, wenn nicht gar überschritten. So konnte in diesem Jahr in Venedig in der Scuola Grande di Santa Maria della Misericordia gleich doppelt gefeiert werden – und das zugleich mit einer spektakulären Schau auf der Architektur-Biennale.


Stylepark wagt schon lange den Blick in die Zukunft. Wie werden wir wohnen? Wie leben? Wie uns fortbewegen? Fragen, die auf vielen Veranstaltungen im Laufe der Jahre diskutiert und – zumindest in Ansätzen – auch beantwortet wurden. Für den Automobilhersteller Audi lag es also nahe, Stylepark als Kurator, Organisator und Moderator für einen Wettbewerb zu gewinnen, an dessen Ende der höchstdotierte deutsche Architekturpreis vergeben werden sollte. Stylepark wählte dafür Architekturbüros aus, die Modelle entwerfen und Vorhersagen treffen sollten, welche Gestalt eine Stadt in der Zukunft (genauer: im Jahr 2030) haben müsste, um sich den veränderten Mobilitätsansprüchen ihrer Bewohner anzupassen. In Venedig schließlich präsentierten fünf Büros ihre Entwürfe, und eine international besetzte Jury kürte den Berliner Jürgen Mayer H. zum Gewinner. An der Fortsetzung des „Audi Urban Future Award“ wird schon gearbeitet.

ZU GUTER LETZT Was ist eigentlich Stylepark, Frau Henschel? Antonia Henschel lacht. „Das kriegen wir heute noch nicht auf die Reihe.“ Die vielen Diskussionen darüber erinnern sie allerdings an das Gleichnis von den blinden Männern und dem Elefanten: Eine Gruppe von Blinden – oder von Männern in einem völlig dunklen Raum – untersucht einen Elefanten, um zu begreifen, um welches Tier es sich handelt. „Und dann hält einer von ihnen den Rüssel in der Hand und der andere den Schwanz, und wirklich weiter hilft ihnen das auch nicht.“ Peter-Philipp Schmitt

„Stylepark“, sagt Christian Gärtner, „hat nun fast das Erwachsenenalter erreicht.“ Für ihn steht außer Frage, dass das Unternehmen sich in den nächsten zehn Jahren zu einem Moderator in Sachen Design für Produzenten und Gestalter, Architekten und nicht zuletzt auch für ihre Kunden entwickeln wird. Er spricht von einer Rundumbetreuung, die im Grunde jeden mit einschließen kann, der ein ausgeprägtes Interesse für Design hat. „Unsere Aufgabe ist es, vor allem den Dialog zwischen Herstellern und Architekten noch weiter zu verbessern.“ Wie entsteht ein Produkt? Wie kann es vermarktet werden? Wie kommt es beim Kunden an? Und was wünscht sich der Kunde eigentlich für Produkte in seinem Haus? Darauf gelte es die jeweils richtigen Antworten zu finden. Auch Robert Volhard sieht in Stylepark nicht mehr allein eine Plattform: „Wir müssen noch deutlicher eine Haltung im Design entwickeln und diese auch kundtun.“ Stylepark als Kommentator – das würde sowohl den Printbereich als auch das Internet betreffen. Schon jetzt ist die Datenbank mehrsprachig angelegt: Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch und Russisch. Die Daten, Beiträge und die Artikel von „News & Stories“, die an der Brönnerstraße eingelesen, geschrieben oder redaktionell betreut werden, gibt es bislang aber nur auf Deutsch und Englisch. Auch zielen sie inhaltlich auf den deutschsprachigen Markt, beschäftigen sich mit eher mitteleuropäischen und amerikanischen Themen. Wie wäre es also künftig mit einer eigenen Stylepark-Redaktion in Moskau? Oder gar in Beijing? Robert Volhard könnte sich das durchaus vorstellen.

STYLEPARK 17


B/ BEGINNINGS/

ROBERT VOLHARD STEFFEN ORBEN SPIRIDOULA TSATSA SEBASTIAN BÄTHIES ESTHER SCHULZE DIMITRIOS TSATSAS CHRISTIAN GÄRTNER FRANKFURT 2004

18 STYLEPARK


WHAT EXACTLY IS STYLEPARK? HOW IT ALL BEGAN, OR: TEN YEARS IN MOTION I ran into Stylepark for the first time in December 2002. Or, to be more precise, it ran into me. The text of the letter probably wouldn’t arouse my journalistic curiosity any more today than it did then: “Stylepark is an Internet database for interior furnishings that currently provides users with access to manufacturer information for over 7,500 products.” Clearly aware of the effect these lines might – or might not – have, the author added, “That may not sound particularly exciting at first. But where else is it possible to browse 129 chairs that are stackable, for example, or 39 pendant lamps equipped with energy-saving bulbs, and then identify a distributor just around the corner where you can look at the real thing?” Meanwhile, as the letter continued, “over 35,000 users research at Stylepark every month”. Letters of this kind to journalists are usually swiftly forwarded into the wastebasket. Not this time. Why? I’m not really sure anymore – although I certainly do have what may very well be an odd penchant for stacking chairs, yet not for pendant lamps. Perhaps it was the number of names listed as company “Founders” that caught my eye, there on the right underneath “Director of the Supervisory Board” and “Board of Directors”. There were six of them. Six! Six? But perhaps I also simply had a look in our archive, which was easily accessible even back then, and found an article that a colleague had written two years earlier for the Rhine-Main edition of the “Frankfurter Allgemeine Zeitung”, as part of a series entitled “Gründerzeiten” (Founding Eras). The “Frankfurt-based Stylepark AG”, which, as she wrote, aims to facilitate the “work of architects”, was featured in No. 17 of a series of 19 installments on start-ups. Even then, the founders of Stylepark were already sure of one thing: “We’re not a typical start-up.” And that was not only “because their affinity for computers is primarily limited to their appearance”. In their case, the start-up phase was simply longer. Indeed: At the time, in October 2000, when the first newspaper article on Stylepark appeared, the “product database” project had already been underway for a good six months, and yet it was still far from being available on the web. Granted, establishing contact with manufacturers was certainly difficult at the beginning. But that wasn’t the only obstacle: Even this text revealed a peculiarity that couldn’t be overlooked. Stylepark attached great importance to quality; only good design was to be taken into consideration. As it turned out, there was a pragmatic explanation for that, but it was also a fundamental requirement for the company’s founders.

HOW IT ALL BEGAN: THE “LEGEND” “In the beginning, there was a steam bath.” This sentence, in more or less the same wording, can be found at the beginning of a number of newspaper and magazine articles. And thus, what once occurred in Stylepark pre-history has attained “a nearly legendary status”. Yet this beginning was not necessarily as magical as one might be led to imagine. Robert Volhard, architecture student at the Federal Institute of Technology ETH Zurich, was simply looking for a lamp that could withstand the heat and moisture of a steam bath. For days he waded through catalogs, to no avail. The effort paid off in the end however, because, as the story goes, he gradually caught scent of the fact that the sauna had taken him on a detour to discovering a market niche – an Internet search engine for architects. That was the original, very technical idea: To transfer catalog on paper to a database on the Internet. Not indiscriminately, but rather a selection of the best products. As such, it was clear that it wouldn’t be the architects who would pay for the service, but the selected manufacturers. HOW IT ALL BEGAN: THE NAME First of all, investors would have to be brought on board and a name would have to be chosen. Apparently, the former proved to be easier. Robert Volhard can still remember exactly when he approached the first investor. It was at his best friend’s wedding on September 11, 1999. There, he also ran into Christian Gärtner, who he immediately won over with the idea. Gärtner, who was actually on his way to a holiday in Rome and then on to a certainly well-paid position with the accounting and consulting firm KPMG, ended up not going to Rome and quitting his job at KPMG on the third day. (Today, as Volhard likes to joke, the “G” stands for Gärtner and is the only thing left of Christian’s time with KPMG.) A proposal for further investors was soon ready, and the only thing missing was a name for their company. “Edificon” was a first suggestion, but who really knows what that means. “Wohnberatung” (or “Consulting for New Living”), in reference to the services of the German Werkbund in the 1950s, might have had a certain flair, but apparently never made it onto the table.

STYLEPARK 19


B/ BEGINNINGS/ The fact that the spark of inspiration came from another Internet service provider, of all things, and even from one of the biggest, Pixelpark AG, is somewhat of an embarrassment to Robert Volhard today. Still, a park implied fresh air and relaxation, which were undeniably good things, and it was quite possibly a place perfectly suited to creativity. Architekturpark, Architektenpark, Designpark – none of the suggestions were cool enough. “And we did want to be cool”, says Christian Gärtner. And stylish. There it was. Fortunately, the .com at the end of the company name, nearly obligatory for start-ups, was left off. Incidentally, the slightly rightward slanting STYLEPARK logo is inspired by the famous Hasselblad font. The Swedish manufacturer of medium-format cameras stands for solidity and classicism. After all, its cameras, reputed to be the best in the world, have even been sent to the moon. HOW IT ALL BEGAN: THE “OLD” STYLEPARK Stylepark was big from the start – perhaps even a little bigger than today. There were nearly 35 employees milling about at the Brönnerstrasse office in downtown Frankfurt. That’s how the investors wanted it. In retrospect, there were too many people, and that became painfully clear only when it was necessary for most of them to go. The cutbacks were a new beginning, which demonstrated that the company wanted to be – and indeed has meanwhile become – more than a database. The expansion was also a necessity, because in the fall of 2003, a second digital catalog for architects suddenly appeared online. It was created by a group of former Stylepark employees as competition to the original. Rather than one Internet platform for design, there were now two. Without a doubt, this was a slap in the face.

HOW IT ALL BEGAN: THE “NEW” STYLEPARK Stylepark in Residence was probably the best thing the imm cologne has had to offer in the past decade – most likely due to the fact that it was completely independent. The trade fair was only able to observe (with amazement, presumably) with what humble means it was possible to develop and realize a first-class design event. Even as a resident of Frankfurt, it was in Cologne, of all places, that I first became aware of the Frankfurt-based Stylepark AG. On the banks of the Rhine directly across from the official fair venue, in a building formerly occupied by the Royal Railway Office, an exhibition covering 2,500 square meters featured just 19 manufacturers. That was, well, not exactly a lot. And yet, it was hardly conceivable. It was there, in the “Residence”, that I had my first personal Stylepark epiphany, and it naturally came in relation to the German designer Konstantin Grcic. His “Conversation Pieces” for Nymphenburg porcelain represented a departure into a new (Baroque?) era, which the imm cologne had thus far been sleeping through. It was almost as if that was precisely what the figures were talking about. As the doll says to Adonis: “I have never felt my inconceivable beauty to be a burden.” Caught somewhat off guard, the puny fellow in pure white porcelain asks, “Do I need to work on my appearance?” The small figures with their attached speech bubbles, which were displayed by the dozens in a light blue showcase on the top floor, were what defined Barock 2004 for me. As promised in the preface to the exhibition, here were an “awakening and zest for life, creativity and provocation, the joy of experimentation and unconventional combination, of the curtain and the fanfare”. And Stylepark is still just that. WHAT IS STYLEPARK?

Just a handful of employees and the two directors, Robert Volhard and Christian Gärtner, were left in Frankfurt, and together they set out to invent a “new Stylepark”. Even though it had meanwhile become quite clear to everyone that there could be no future on the Internet alone, an impulse from the outside was still necessary. Karl W. Henschel also recognized this fact and, together with his daughter Antonia and their agency Sign Kommunikation, he encouraged Stylepark to test new formats. This was just a few weeks before the furniture fair in Cologne, that “wasteland of design discourse”. The result was something many of the current employees would love to have experienced. Those who were there, however, were glad when it was over. The organization of “Barock 2004” took what was left of the team to the limits of their means and still turned out to be the triumph of the entire Cologne international furniture fair.

20 STYLEPARK

How convenient it is when a profession can be defined with one word, when one can easily explain to one’s self and to one’s children who or what one actually works for. What exactly is Stylepark, Mr. Gärtner? Could you please tell us in one word? Some forty seconds of silence follow. Then the response, “Stylepark is a multimedia platform for the consideration and communication of design culture.” And what would you say, Mr. Volhard? “Stylepark is a communicator, curator and consultant in the field of design.” What Stylepark is, remains to this day difficult to capture in words. One word isn’t enough, both Christian Gärtner and Robert Volhard agree. What once was the core of their business, the Internet database, has meanwhile become one of at least four complementary areas: online, print, events and consulting. There are now many electrons, all circling around one another but not necessarily around one center, unless – and this seems logical to me – the Stylepark team is the real nucleus.


In early newspaper articles on Stylepark, the company was never described as anything more than a product on the Internet. Stylepark was once said to be a “promotional exchange on the Internet” (Dorothee Müller), the “Internet platform for modern furniture design” (Elke Trappschuh) or even an “Internet start-up with delusions of grandeur” (Christine Demmer). That changed when the Frankfurt company lost its unique status as “the Internet-based platform for design”. Above all, however, it changed with Stylepark in Residence in Cologne. The new era had already begun with its first year, when over 30,000 visitors to Barock 2004 were enthralled by an elaborate exhibition staged in a run-down office block formerly occupied by railway functionaries, which featured manufacturers such as e15, Swarovski, Flos and Moroso, and designers and architects like Jürgen Mayer H., Patricia Urquiola, Tom Dixon and Konstantin Grcic. “Stylepark”, says Christian Gärtner, “suddenly felt completely different.” For three years, he said, one had been like a little child, painstakingly learning to walk and to articulate. Now it was time to start talking and take off. The valuable contacts to international manufacturers and designers from the early days were and continue to be the foundation today: In the year 2000, companies like Driade, Edra, Dornbracht and Villeroy & Boch were quickly recruited as clients. Stylepark was a true self-starter; companies from all over Europe were interested. For example, once one manufacturer for bathroom fixtures had signed on, their competitors would naturally want a contract as well. In the fifth year of its existence, the “new” Stylepark was able to build on that. What’s more, in order to establish a connection with Internet users, a regular newsletter had been introduced in 2002, and in 2004 the first Stylepark “Quarterly” appeared in print, to a large extent initiated by and produced under the supervision of Antonia Henschel and her agency Sign Kommunikation. The question had been put to her as to what other types of projects could be undertaken, and thus Stylepark’s print division was born into the broad field of publishing, in which the Henschel family had been gathering experience since 1972. “The Internet”, says Henschel, “always seems unfinished to me.” It’s different with a newspaper or a book. And it is incredibly important for a company like Stylepark to have something to put on the table. In 2005, the Magazine for Product Culture followed as “another important communications component for Stylepark”, as it is rightly described in the first editorial.

Both in terms of quality and quantity, the articles appearing as well as, and in particular under “News & Stories” on the continually updated website (which, since 2008, is an editorially independent unit) – are certainly meanwhile unique in the German-speaking realm. The concept is that authors trace the path from the finished product back to the initial idea, to the development, background and cultural facets of its design. Because, after all, stories are meant to be told. FORGING NEW TRAILS? Telling stories is one of Stylepark’s guiding principles and already had been for a long time before the invitation to “Storytellers” in Cologne, featuring Konstantin Grcic’s 2006 version of 1001 Nights. On old oriental carpets, Stylepark in Residence was celebrated for the third and the last time – at least for the last time in the former Railway Office building. It was to be another highlight in which the trade fair had no stake. On the contrary: It seemed that the parties responsible for the imm cologne had given up once and for all on the city as a possible location for parallel design events. Once again, Stylepark had selected a number of its best clients. Even Nils Holger Moormann was represented, who for the first time that year had decided to exhibit in Milan rather than Cologne. He could be heard practicing his Italian behind a closed door. Without actually being there, the man from Aschau (who doesn’t particularly like the novelty hype at trade shows, anyway) was present, in what amounted to yet another Stylepark epiphany for me. Although Christian Gärtner doesn’t really like the term “curating”, which he calls “clumsy”, he won’t hesitate to agree that it describes exactly what Stylepark has been doing and struggling with from the very beginning. Who is worthy of being entered into the database? Who is worthy of being shown at Stylepark in Residence? The “specter of quality” is haunting the “curator of design”.

STYLEPARK 21


B/ BEGINNINGS/

TRAILS WELL TRAVELLED?

It was an in-house production, yet work and cost considerations made it necessary to give up Stylepark in Residence, at least in form. A sort of sequel, albeit on a smaller scale, was nevertheless held in Cologne in 2007, at the Kölnischer Kunstverein near Neumarkt, this time under the motto “Touchy-Feely”. Focusing on experiencing materials, it was the product of many years of investigating raw materials for designers and architects. As a complement to its product database, Stylepark had meanwhile built up an online materials database, which also included a section for architectural systems. With Stylepark in Residence, Stylepark would essentially have been creating its own competition, and it would have been calling itself into question. The Design Annual in Frankfurt wasn’t intended to be an off event staged as competition for an established furniture trade fair. An accompanying program for so-called young design not only can threaten to overshadow an established fair such as the imm cologne, but the often diffuse and unsophisticated nature of spinoff events can also deter good manufacturers from presenting in “off” locations such as factory halls or galleries elsewhere in the city. With The Design Annual, Stylepark wanted to combine the best of two worlds: “Both the freshness and charm of an off event and the professionalism and market orientation of a specialized trade fair.”

Despite the fact that Stylepark was initially conceived as an Internet product database and has only since developed into an “independent professional service provider, mediator, consultant, curator and commentator of sophisticated design”, Robert Volhard insists that the founders had envisioned more – everything going beyond the mere database – from the very beginning. “Of the ideas from ten years ago, 80% have by now been fully exhausted; 20% are as yet unused. And there is no shortage of new ones, either.” Establishing a place for design in society is therefore not an achievement of the “new” Stylepark alone. Even before 2003, the company was already organizing design events. With Barock 2004, Stylepark reached an early peak that wasn’t recaptured until the “TDA” (a horrible abbreviation for The Design Annual that, thankfully, has only taken hold in insider circles).

The first Design Annual in Frankfurt took the shape of an artificial city: Under the motto “inside: urban”, visitors were invited to explore alleyways on foot or even ride bicycles through tiny, winding streets. Rather than using traditional trade fair stands, manufacturers were tucked away and sometimes nearly concealed behind high walls, which made the visitor’s walk through the fair more intimate. Stylepark, together with other curators including Patrizia Moroso, Philipp Mainzer and Nils Holger Moormann, decided which firms would be represented. Naturally, there were discussions at The Design Annual, and a specially designated “speakers’ corner” provided a forum for such topics as urbanity and the crisis of the public realm, for example. There were presentations, parties and the hope that something lasting could be established.

And naturally, Stylepark makes compromises. Not everything can be high-end, as they say. Yet it always comes close. The value of a project sometimes only becomes apparent to the observer at a late stage in the game. One such example is Merten, a company that for decades had hardly anything to do with design. The project was a challenge for Stylepark, and their (consulting) collaboration with Merten went far beyond the circular switch designed by – yes, yet again – Konstantin Grcic. Not a mere by-product, the magazine “Switch” was more like the main product of the StyleparkMerten relationship. The journal, which focused on the culture of turning on and off, won awards for its discussion of design options for future generations of switches (“red dot communication design award 2007”, “Best of Corporate Publishing” and a diploma from “Berliner Type”). While it was perhaps Stylepark’s most interesting – and unlikely – consulting project thus far, the Merten collaboration unfortunately produced no tangible results. Although Stefan Diez finally undertook the realignment of the entire Merten product range, his concepts disappeared into a drawer when the 100-year old mediumsized company was taken over by the French concern Schneider Electric.

Twice more, Stylepark and the Messe Frankfurt issued invitations to the Festhalle. Yet as previously with Stylepark in Residence, the third year was the last. The annually intended event, in which even I had seen the possibility of serious future competition for the Cologne fair, was virtually forced to its end as it progressively lost its independence. Returning to the Festhalle in 2008, on the fringes of the summer consumer product fair Tendence, Stylepark was forced to acknowledge that its own original concept had been compromised. The last presentation seemed more than just surreal, not least thanks to the artists Tobias Rehberger and Claus Richter who, in keeping with the theme “inside: showtime”, had created a gigantic circus wonderland on the gallery of the Festhalle with paper mâché and wooden scenery.

22 STYLEPARK


A GLIMPSE INTO THE FUTURE Since then, the design community has been anxiously anticipating the next big Stylepark event. But that will require very careful consideration. Even the Cologne fair has meanwhile woken up (surely thanks in part to Stylepark) and is trying its own hand at off events outside of the exhibition grounds. In Milan, by contrast, appropriate locations are difficult to come by. Frankfurt’s exhibition organization has for the time being taken leave of the theme of design and are now betting on quantity rather than quality with their consumer product fairs. At the same time, Stylepark has more than enough to do and is sought-after as never before. Just in time for its tenth anniversary, the one-time start-up has come of age, if not outgrown it. Thus there were two reasons to celebrate this year at the Scuola Grande di Santa Maria della Misericordia in Venice, and that in conjunction with a spectacular exhibit at the Architecture Biennale. Stylepark has long dared to glimpse into the future. How will we live? Where will we live? How will we get around? These are questions that have been discussed at many events over the course of the years and have, at least to a certain extent, been answered. For the automobile manufacturer Audi, Stylepark was therefore a logical choice for the role of curator, organizer and moderator of a competition that would conclude with the presentation of the most highly remunerated German architectural award. Stylepark selected the architectural firms that were to design models and make predictions as to what form the city of the future (or, more precisely, of the year 2030) would have to take in order to accommodate the changed mobility demands of its inhabitants. The five firms finally presented their concepts in Venice, and an international jury proclaimed Jürgen Mayer H. the winner. Work has already begun on the next edition of the Audi Urban Future Award.

“Stylepark”, says Christian Gärtner, “has now nearly reached adulthood.” For him, there is no question that in the next ten years, the company will develop into a moderator in the field of design for producers and designers, architects and, not least of all, for their customers, as well. He describes an allaround customer service that basically can be adapted for anyone with a marked interest in design. “Above all, it is our job to further improve the dialogue between manufacturers and architects.” How is a product developed? How can it be marketed? How does it come across to customers? And what types of products do customers want to have at home? From that point on, the essential thing is to consistently provide the right answers. Robert Volhard also envisions Stylepark as being more than just a platform: “We need to cultivate a more distinct position on design and then also make it known.” Stylepark’s role as commentator would have an effect on both the print and the Internet sectors. The database has already been launched in several languages: German, English, French, Italian, Spanish and Russian. Thus far, however, the information, contributions and articles from “News & Stories” that are uploaded, written or edited at the Brönnerstrasse offices are only available in German and English, and with their focus on primarily Central European and American themes, they are also directed towards a German-speaking market. How about a Stylepark editorial office in Moscow in the future? Or even in Peking? Robert Volhard could quite well imagine that. LAST, BUT NOT LEAST What exactly is Stylepark, Ms. Henschel? Antonia Henschel laughs. “I don’t think we’ll be able to cover that today.” Yet the many discussions to that effect call to her mind the anecdote about the blind men and the elephant: A group of blind men – or men in a pitch-dark room – are examining an elephant, trying to identify what type of animal it is. “And one of them is holding the trunk and another the leg and, in the end, neither one of them is really getting anywhere with the information at hand.” Peter-Philipp Schmitt

STYLEPARK 23


C/ CONTRIBUTORS/

ANTONY RIZZI TOBIAS REHBERGER JAIME HAYON CLAUS RICHTER GIULIO RIDOLFO STEFAN DIEZ MARTINO BERGHINZ PATRICIA URQUIOLA

24 STYLEPARK


ROBERTO PALOMBA ARNE QUINZE PIERO LISSONI KAZUYO SEJIMA NICOLE BERGANSKI FRANÇOIS AZAMBOURG MICHAEL PETERS TOYO ITO

STYLEPARK 25


C/ CONTRIBUTORS/

SASKIA DIEZ KONSTANTIN GRCIC PHILIPP MAINZER CLAUDIA NEUMANN ANTONIA HENSCHEL MARKUS FRENZL MAX RATJEN JÜRGEN MAYER H. THOMAS WAGNER

26 STYLEPARK


STEFAN KARP JOCHEN DENZINGER SANDRA HOFMEISTER KNUT VÖLZKE KARL W. HENSCHEL HANNES WETTSTEIN NILS HOLGER MOORMANN MARK MÜLLER FABIAN HAHN

STYLEPARK 27


C/ CORPORATE / CORPORATE PUBLISHING PROJECTS

GRAPHIC DESIGN ANTONIA HENSCHEL SIGN KOMMUNIKATION SWITCH BOOK IF GOLD AWARD 2006 SWITCH MAGAZINE RED DOT AWARD 2007 DIPLOMA FROM BERLINER TYPE 2008 BEST OF CORPORATE PUBLISHING 2008 BEST OF CORPORATE PUBLISHING 2009 OPPOSITE PAGE: PUBLICATIONS ON THE AUDI URBAN FUTURE AWARD 2010 IF COMMUNICATION AWARD 2010

28 STYLEPARK


STYLEPARK 29


C/ CULTURE/ STYLEPARK MAGAZIN FÜR PRODUKTKULTUR

30 STYLEPARK


STYLEPARK 31


D/ DETAIL/ CASE STUDY PROJECT

PIXY.PIECES INSTALLATION BY JÜRGEN MAYER H. IN COOPERATION WITH BISAZZA AT DESIGNMAI BERLIN 2003

32 STYLEPARK


hgschmitz.de

Innovative Haustechnik einfach steuern – zu Hause und unterwegs Das Gira Interface ist die Benutzeroberfläche des Gira Home Servers 3. Mit ihm lässt sich die intelligente KNX / EIB Elektroinstallation eines Gebäudes auf einfachstem Wege überwachen und steuern, ob mit dem 47 cm [18,5"] Touchdisplay eines Gira Control 19 Clients, per Laptop oder iPhone. Mit einem Finger kann der Nutzer Licht, Jalousien oder die Heizung regulieren – für das gesamte Gebäude. Die neue Produktfamilie Gira Control ermöglicht zudem die Nutzung als Wohnungsstation für die Türkommunikation. Das Gira Interface wurde für Design, Benutzerfreundlichkeit und Bedienbar keit mit dem iF gold award 2008 und dem Plus X Award 2009 ausgezeichnet. Mehr Informationen unter: www.gira.de/interface Abbildung oben: Gira Control 19 Client, Glas Schwarz, Abbildung unten: Gira HomeServer App auf dem iPhone, Gira Interface [Interface-Design: schmitz Visuelle Kommunikation]


E/ EXHIBITION/ AUDI URBAN FUTURE AWARD 2010 SCUOLA GRANDE DI SANTA MARIA DELLA MISERICORDIA VENICE 2010

34 STYLEPARK


ALISON BROOKS ARCHITECTS BIG – BJARKE INGELS GROUP CLOUD 9 J. MAYER H. STANDARDARCHITECTURE EXHIBITION DESIGN BY RAUMLABORBERLIN WWW.AUDI-URBAN-FUTURE-AWARD.COM

STYLEPARK 35


E/ EXHIBITION/ THE DESIGN ANNUAL – INSIDE: URBAN FRANKFURT 2006 THE DESIGN ANNUAL – INSIDE: PRIVATE IDENTITY FRANKFURT 2007 STYLEPARK IN RESIDENCE – TOUCHY-FEELY COLOGNE 2007

36 STYLEPARK


2X4 KONSTANTIN GRCIC PATRICIA URQUIOLA AND MARTINO BERGHINZ KHASHAYAR NAIMANAN VS. ARNE QUINZE DOMINIQUE PERRAULT FRANÇOIS AZAMBOURG STEFAN DIEZ INSTANT – UNITED_BOTTLE MATERIALWORKS – PAPER LAB GIULIO RIDOLFO

STYLEPARK 37


F/ FAIR/ THE DESIGN ANNUAL FESTHALLE MESSE FRANKFURT

INSIDE: URBAN DESIGN BY KRAM / WEISSHAAR 2006

38 STYLEPARK


INSIDE: PRIVATE IDENTITY DESIGN BY MARTINO BERGHINZ 2007

STYLEPARK 39


F/ FAIR/ THE DESIGN ANNUAL FESTHALLE MESSE FRANKFURT

40 STYLEPARK


INSIDE: SHOWTIME DESIGN BY TOBIAS REHBERGER AND CLAUS RICHTER 2008

STYLEPARK 41


G/ GALA/ AWARD CEREMONY AUDI URBAN FUTURE AWARD 2010 SCUOLA GRANDE DI SANTA MARIA DELLA MISERICORDIA VENICE 2010

42 STYLEPARK


Docking-Station mit bestem Klang Die ideale Docking-Station im JUNG Design für Ihren MP3-Player, iPod und Ihr iPhone! Das Musik-Center und die dazugehörigen Lautsprechermodule lassen sich einzeln oder kombiniert montieren – hochwertiger Klang ist in jedem Fall durch die integrierten Bassreflexröhren garantiert. Praktisch ist zudem die Akkuladefunktion für mobile Geräte mit Mini-USB-Anschluss. JUNG Produkte erhalten Sie nur bei Ihrem Elektroinstallateur, der nach DIN VDE 0100 ausschließlich autorisiert ist, Elektrogeräte zu montieren und in Betrieb zu nehmen. Kompetente Elektrofachbetriebe finden Sie unter www.mein-elektroinstallateur.de. ALBRECHT JUNG GMBH & CO. KG · www.jung.de


H/ HEADQUARTERS/ STYLEPARK HEAD OFFICE FRANKFURT AM MAIN

44 STYLEPARK


GESTALTUNGSFREIHEIT ACERO PUR EDELSTAHL-TÜRSTATION 2,5 MM STARK

PURE ELEGANZ Puristisch und unverwüstlich, das sind Eigenschaften, die gerade bei einer Türstation attraktive Vorteile darstellen. Eine einfache, klare Formensprache ohne überflüssige Details kombiniert mit einer hochwertigen, starken und robusten Edelstahlplatte – einfach pur. So klar und reduziert, dass die Acero pur Edelstahl-Türstation das Aushängeschild anspruchsvollster Architektur darstellt. Über die Vielzahl an Individualisierungsmöglichkeiten bietet sie zudem maximale Flexibilität. Freie Wählbarkeit der Abmessungen sowie einfache Integration umfangreicher Funktionsmodule und Klingeltasten bis hin zu individuellen Gravuren machen Acero pur zur perfekten Individual-Lösung. Interessiert?

Weitere Infos zu Acero pur in der neuen Broschüre. Einfach E-Mail an: info@ritto.de mit dem Betreff: 349w Acero pur INTELLIGENTE GEBÄUDEKOMMUNIKATION Ritto GmbH | Tel. +49 2773 812-0 | Fax +49 2773 812-999 | info@ritto.de | www.ritto.de


I/ IDEA/ CONSULTING MERTEN RUNDER SCHALTER KONSTANTIN GRCIC

CONSULTING MERCK OLED MERCK HANNES WETTSTEIN

46 STYLEPARK


Ein guter Tisch verliert selbst im größten Chaos nichts von seiner Ästhetik und Funktionalität.

www.brunsmiteisenberg.de

Axel Koschany, Architekt BDA, Koschany + Zimmer Architekten KZA

WINEA PRO. Das Tischsystem. Ein Tisch, entwickelt in Kooperation mit 12 namhaften deutschen Architekten. Ein System, bei dem weniger mehr ist: Weniger Gestaltungs-Schnickschnack – mehr Funktion und Komfort. Ein System, das auf Nachhaltigkeit und Langlebigkeit setzt: multifunktional einsetzbar, rundum ergonomisch, jederzeit erweiterbar, umbaubar, rückbaubar. www.wini.de


J/ JOURNAL/

48 STYLEPARK


STYLEPARK MAGAZIN FÜR PRODUKTKULTUR BACK ISSUES AVAILABLE

STYLEPARK 49


K/ KNOWLEDGE/

50 STYLEPARK


WWW.STYLEPARK.COM

STYLEPARK 51


L/ LABEL/ POSTER TOKYO TDC AWARDS 2004

52 STYLEPARK


STYLEPARK 53


M/ MATERIALS/

MATERIAL EXHIBITION SEARCH AND FEEL STYLEPARK IN RESIDENCE COLOGNE 2007

54 STYLEPARK


N/ NEWS/ STYLEPARK GOES MOBILE

STYLEPARK 55


O/ ONLINE/

56 STYLEPARK


STYLEPARK 57


O/ ONLINE/

58 STYLEPARK


STYLEPARK 59


P/ PARTY/ KUNSTVEREIN MUSIC BY DJ WELLER, FRANKFURT 2004 STYLEPARK IN RESIDENCE – STORYTELLERS MUSIC BY DJ ERLEND ØYE, COLOGNE 2006 THE DESIGN ANNUAL – INSIDE: PRIVATE IDENTITY MUSIC BY JAN DELAY AND JULIAN SMITH, FRANKFURT 2007 SPARKLING, MUNICH 2004

60 STYLEPARK


STYLEPARK 61


P/ PRODUCTS/

62 STYLEPARK


STYLEPARK 63


Q/ QUALITY/ QUALITY IS OUR STRONGEST ASSET

64 STYLEPARK


STYLEPARK 65


R/ RESIDENCE/ STYLEPARK IN RESIDENCE COLOGNE BAROCK 2004 FUSION 2005 STORYTELLERS 2006 TOUCHY-FEELY 2007

66 STYLEPARK


STYLEPARK 67


S/ STORIES/

68 STYLEPARK


WWW.STYLEPARK.COM

STYLEPARK 69


T/ TYPOGRAPHY/

SPRAY-PAINTED TYPE BAROCK 2004

TYPE MODIFIED WITH A FAX MACHINE STORYTELLERS 2006 HAND DRAWN TYPE TOUCHY-FEELY 2007 BY ANTONIA HENSCHEL

70 STYLEPARK


U/ UNDERCOVER / DESIGNERS’ SATURDAY DESIGN BY KNUT VÖLZKE LANGENTHAL 2008

STYLEPARK 71


V/ VARIOUS/ SALON SCHMITZ STYLEPARK AND NEUMANN+LUZ AT IMM COLOGNE 2008

72 STYLEPARK


STYLEPARK 73


W/ WELCOME/ A SELECTION OF INVITATION CARDS * editors, experts, excentrics, authors, manufacturers and curators of design. the story will go on at the third edition of stylepark in residence. we are pleased to invite you to another special event. for further information please check www.stylepark.com

out of the box*

-arium* *e15, nya nordiska and stylepark meet j. mayer h. ICSID design congress 2003 / designaspekte 6 -13 september 2003, sa - fri 10 .00 - 22.00 h ernst -august- carrĂŠe, ernst -august-platz 10, 30159 hannover rsvp

pixy.pieces* *bisazza mosaics and stylepark present j. mayer h. 1. designmai berlin 2003 3 - 18 may 2003, mo - fri 10 - 20 h, sat 10 - 16 h, sun 14 - 18 h stilwerk, kantstrasse 17, 10623 berlin

a piece cakeof We are looking forward to see you at Designers’ Saturday 13. Edition

74 STYLEPARK

urquiola*


Save 11. an the Date d “Happ 12. April 16.00 y Hour” Hall 11– 17.00 h .1 C73

chandelier* *wir freuen uns, sie in der stylepark architects lounge anlässlich der light + building in halle 1.2 zu food, drinks und lektüre begrüssen zu dürfen

springrose* stylepark in residence* * for the fourth time we are pleased to invite you to stylepark in residence during imm cologne – 2007 in a new location with an all new concept.“touchy-feely” brings you the wonderful worlds of patricia urquiola, a preview on the design annual 2007 and other inspiring presentations at kölnischer kunstverein.

*springrose party. on the occasion of the salone internazionale del mobile milano and euroluce 2003 we are pleased to invite you to our cocktail party. please bring this invitation.

spots* *berker, serien.lighting, sign and stylepark are delighted to invite you to a party on the occasion of light & building 2004 18. april 2004 20.00 h - open end, drinks and snacks, music by weller the party will be held at frankfurter kunstverein steinernes haus markt 44 60311 frankfurt am main Photography by Ingmar Kurth Printed by Caruna

sparkling*

STYLEPARK 75


X/ TENTH ANNIVERSARY PARTY VENICE 2010

76 STYLEPARK


STYLEPARK 77


Y/ YEARS/

TENTH ANNIVERSARY DESIGNERS’ SATURDAY DESIGN BY STEFAN DIEZ LANGENTHAL 2010

78 STYLEPARK


STYLEPARK 79


Z/ ZOOM/

STYLEPARK AT LIGHT+BUILDING DESIGN BY KNUT VÖLZKE FRANKFURT 2010

80 STYLEPARK


STYLEPARK 81


IMPRESSUM STYLEPARK MAGAZIN FÜR PRODUKTKULTUR – WINTER 2010

Verlag Trademark Publishing, Westendstr. 87, 60325 Frankfurt am Main, www.trademarkpublishing.de Herausgeber Stylepark AG, Brönnerstraße 22, 60313 Frankfurt am Main, www.stylepark.com Redaktion Claudia Beckmann, Daniel von Bernstorff, Christian Gärtner, Antonia Henschel (V.i.S.d.P.G.), Nancy Jehmlich, Armin J. Noll, Esther Schulze, Dimitrios Tsatsas, Robert Volhard Berater der Redaktion Karl W. Henschel Anschrift der Redaktion Stylepark Magazin, Brönnerstraße 22, 60313 Frankfurt am Main T +49 (0)69 29722 222, F +49 (0)69 29722 223, magazin@stylepark.com Mitarbeiter dieser Ausgabe Anja Jahn, Ingmar Kurth, Jürgen Mayer H., Constantin Meyer, Steffen Orben, Sabine Reitmaier, Peter-Philipp Schmitt, Thomas Wagner, Knut Völzke Art Direction Antonia Henschel, SIGN Kommunikation GmbH, Frankfurt am Main Produktion Oliver Selzer, Remo Weiss, SIGN Kommunikation GmbH, Frankfurt am Main Druck pva, Druck- und Medien-Dienstleistungen GmbH, Landau/Pfalz Anzeigenverkauf Jessica Hamburger, T +49 (0)69 29722 246, hamburger@stylepark.com Anzeigenverwaltung und Disposition Nicole Gründler, Stylepark AG, T +49 (0)69 29722 212, gruendler@stylepark.com Abonnement Das STYLEPARK Magazin erscheint vierteljährlich; Abonnement: Einzelpreis 9,- EUR zzgl. Versandkosten, Jahresabonnement 32,- EUR inkl. Versandkosten; online abonnieren unter www.leserservice.de Vertriebsbetreuung Einzelverkauf SI special-interest MD & M Pressevertrieb GmbH & Co. KG, Nordendstr. 2, 64546 Mörfelden-Walldorf, T +49 (0)6105 975 060 Das Magazin ist über ausgewählte Zeitungskioske erhältlich. ISSN 1860-5737 Die im STYLEPARK Magazin veröffentlichten Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. Nachdruck – auch auszugsweise – nur mit schriftlicher Genehmigung des Verlages. Für unaufgefordert eingesandte Manuskripte und Fotos übernehmen weder Herausgeber noch Redaktion oder Verlag die Verantwortung. Bei Briefen an die Redaktion wird das Recht zur – auch auszugsweisen – Veröffentlichung vorausgesetzt. Anzeigen und Werbebeilagen sind außerhalb der Verantwortung des Herausgebers.

82 STYLEPARK


SAHCO 2011 EXCLUSI V I T Y RE DEF I N E D Visit us at the imm cologne 18 . – 2 3 . 01. 2 011 H a l l 11.1, B o o t h D 0 24 E 0 2 5 0 9. 0 0 – 18 . 0 0 h

w w w. s a h c o. c o m


Die Moderne der edlen Materialien. Fliesenkollektion RICH HISTORY – auf der Brßcke zwischen gestern und morgen.

www.villeroy-boch.com