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Fernsehen zum Nachsehen

Als modernes trimediales Medienunternehmen muss der ORF seine hochqualitativen Produkte auch über die klassischen Verbreitungswege hinaus anbieten und künftig auf allen relevanten Multimedia-Plattformen präsent sein. Es geht darum, den Bedarf des Publikums abzudecken, zusätzlich zum linearen Fernsehen Sendungen/Beiträge zeitgleich oder nachträglich nutzen zu können. Mit der ORF-TVthek (http://TVthek.ORF.at) bietet der ORF ein modernes und innovatives Public Service an, welches dem Publikum dies ermöglicht. Zuschauer/innen können ihre Lieblingssendungen noch einmal genießen, Verpasstes nachholen oder auch ortsunabhängig über den Laptop nutzen. Das Angebot der ORF-TVthek umfasst mehr als 70 TV-Sendungen, die regelmäßig on Demand bereitgestellt werden (7-Days-Catch-Up). Der Fokus liegt auf öffentlich-rechtlichen Kernangeboten wie Informations-, Magazin-, Regional-, Kultur-, Sport-, Service-, Religions-, Dokumentations- sowie Unterhaltungssendungen. Dazu kommen zahlreiche Livestreams – von Parlamentsübertragungen bis zu Sportevents. Die Live-Streams und Video-on-Demand-Angebote der Videoplattform wurden im Jahr 2010 mit einem Monatsschnitt von 5,2 Mio. Abrufen von Videofiles intensiv genutzt. Stärkster Monat war der Dezember 2010 mit 6,3 Mio. Video-Abrufen. Ziel ist, dem Publikum ein möglichst breitgefächertes und umfassendes Sendungsangebot auf der ORF-TVthek anzubieten. Daher ist geplant, 2011 weitere Eigen-/Auftrags-/Koproduktionen des ORF, für die der ORF Onlinerechte hält, in die ORF-TVthek zu integrieren. Insgesamt soll das Angebot dadurch auf ca. 100 Sendungen/Formate anwachsen, bis zu 50 Prozent des ORF-TV-Programms umfassen, und die ORF-TVthek damit als Online-Serviceplattform für das Publikum vervollständigen. Die neu hinzukommenden Sendungen reichen dabei von „Sport aktuell“ über Sendungen des ORF-Kinderprogramms bis zu Unterhaltungsformaten (z.B. „Millionenshow“, österreichischer „Tatort“, „Soko Kitzbühel“).


ORF-TVthek auch auf mobilen Endgeräten Die steigende Verbreitung von Smartphones macht das Angebot von TV-Content durch Medienunternehmen für die mobile Nutzung immer wichtiger. Nach dem Start der Videoplattform ORF-TVthek wurde daher der nächste Schritt der Multimedia-Strategie des ORF umgesetzt, ORF-Contents für die Zuseherinnen und Zuseher als zusätzliches Service auch für mobile Endgeräte zugänglich zu machen. Ab 17. Dezember 2010 hieß es zunächst „Fernsehen, wann und wo Sie wollen“ für alle Besitzer/innen von iPhones und iPads. Im Laufe des ersten Quartals 2011 wurden die auf der ORF-TVthek angebotenen Sendungen auch über weitere wichtige Smartphones und Tablets abrufbar. Mit ORF.at immer bestens informiert Um dem Publikum auch im Internet ein medienadäquates, zeitgemäßes Public-Value-Service zu präsentieren, informiert das ORF.at-Netzwerk (http://ORF.at) in Form einer Überblicksberichterstattung aktuell über alle relevanten regionalen, nationalen und internationalen Ereignisse und Entwicklungen, bietet sendungsbegleitende Inhalte sowie Informationen zum Unternehmen und seinen Programmen und macht Livestreaming- und OnDemand-Angebote verfügbar. Wie intensiv das ORF-Onlineangebot vom Publikum genutzt wird, zeigen die Zahlen: ORF.at erzielte 2010 pro Monat im Schnitt rund 39 Mio. Visits (zusammenhängende Besuche), es wurde durchschnittlich von 4,7 Mio. Unique Clients (einzeln identifizierbare Endgeräte wie PCs, Laptops, Handhelds etc.) pro Monat auf ORF.at zugegriffen, und es wurden 257 Mio. Pageimpressions (Seitenaufrufe) im Monat verzeichnet. Im Rahmen ihrer Überblicksberichterstattung informieren die Onlineangebote des ORF aktuell über das in- und ausländische Geschehen von Politik über Kultur bis zu Wissenschaft und Sport. Zu den Schwerpunkten der Berichterstattung zählten dabei 2010 z.B. die Bundespräsidentenwahl, die Landtagswahlen, Entwicklungen in der EU und ihren Mitgliedstaaten (deutsche Bundespräsidentenwahl, griechische Finanzkrise etc.), aber auch die


Ölkatastrophe im Golf von Mexiko, der Vulkanausbruch in Island, die Flut in Pakistan und das Erdbeben in Haiti. sport.ORF.at gestaltete u.a. Schwerpunkte zu den Olympischen Winterspielen und der Fußball-Weltmeisterschaft, im Kulturbereich standen u.a. das Filmfestival Viennale und der Bachmann-Preis im Mittelpunkt zahlreicher Storys. Die ORF.at-Angebote werden außerdem schrittweise technisch modernisiert und in ihrer Usability optimiert, um den User/innen bestmöglichen Bedienkomfort zu bieten. 2010 wurden mit news.ORF.at und sport.ORF.at die meistgenutzten Sites auf den neuesten Stand gebracht, dabei wurden z.B. die Farbkontraste zwischen Schrift und Hintergrund verstärkt und Bild- und Textgrößen an moderne Bildschirmauflösungen angepasst. Beide Angebote wurden barrierefrei gestaltet und entsprechen den Web Content Accessibility Guidelines 2.0 (WCAG 2.0), dem international anerkannten Standard für barrierefreie Webinhalte. Auch das für eine praxisnahe Anhebung der Barrierefreiheit wichtige Feedback aus der österreichischen Barrierefreiheits-Community ist in die Umsetzung mit eingeflossen. Außerdem wurden auch help.ORF.at und die Seiten der Hilfsaktionen Licht ins Dunkel und Nachbar in Not technisch erneuert und barrierefrei gestaltet. Auch die Benutzerfreundlichkeit und Übersichtlichkeit des Webauftritts von Ö1 wurde verbessert.

Eva Elsigan, ORF-Onlinedirektion


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