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DAS MAGAZI N VO N SWIS S - S K I / / DE Z E M B E R 2 0 1 7

GUT GERÃœSTET


Bitte Startnummer ziehen Audi quattro Ski Cup St. Moritz Verbier Davos

08. – 10.12.2017 19. – 21.01.2018 23. – 25.02.2018

Infos unter www.audi.ch/aqsc


Editorial Eine Erfolgsgeschichte wird bald 50-jährig Cristiano Ronaldo hat 2016 93 Millionen US Dollar mit Fussball verdient, 35 Millionen davon durch Sponsoring. Bei den bestverdienenden Sportlern der Welt rangiert der Schweizer Tennisprofi Roger Federer auf Rang 4. Er verdiente 64 Millionen Dollar, 58 davon mit Sponsoring. Die Top-Rangliste stammt vom amerikanischen Wirtschaftsmagazin Forbes. Ein Skifahrer oder eine Skifahrerin ist unter den Top Ten nicht zu finden. Das Brot im Skisport muss härter verdient werden. Wir haben in dieser Ausgabe deshalb keine «Auslegeordnung» der bestverdienenden Skifahrer gemacht, sondern zeigen auf, warum unsere Athleten auf und neben der Piste gut gerüstet daherkommen. Seit 1969 besteht der Ski Pool und bildet eine Symbiose mit den Sportartikellieferanten und Swiss-Ski. Im Pool vereint sind 59 Ausrüster im Hard- und Softwarebereich. 350 Athleten, Trainer, Physios, Ärzte und Funktionäre werden jedes Jahr neu ausgerüstet, von Kopf bis Fuss. Die grosse Zahl von Produkten subsummiert sich alle Jahre wieder auf die stolze Summe von über vier Millionen Franken. Im Vergleich zu den Einkünften der zehn

bestbezahlten Sportler dieser Welt mag diese Summe ein Klacks sein. Für die Sportartikellieferanten ist sie es nicht. Dass dieses besondere Sponsoring, das alle Athleten in einem SwissSki-Kader erfasst, unabhängig ob sie am Anfang oder im Zenith ihrer Karriere stehen, seit bald 50 Jahren funktioniert, macht die Win-win-Situation für alle Beteiligten selbsterklärend. Die Weltcupsaison hat begonnen – etwas verhalten noch. Aber wenn Sie dieses Magazin in Händen halten, zeigt sich der nahende Winter hoffentlich von seiner guten Seite. Die vorliegende Ausgabe soll jedenfalls die nötige Lust dazu vermitteln. Und noch in eigener Sache: Viele Jahre hat Thierry Wittwer wertvolle Übersetzungsdienste geleistet und dafür gesorgt, dass die Leserinnen und Leser aus der französisch- und italienischsprachigen Schweiz den Inhalt von Snowactive in ihrer Sprache haben lesen können. Vor knapp zwei Monaten hat er den Kampf gegen eine schwere Krankheit verloren und ist am 23. September verstorben. Den Hinterbliebenen entbieten wir unser herzlichstes Beileid!

J O S E P H WE I B E L CH EF R E DA K TO R S NOWACT I VE

HAUPTSPONSOR SWISS-SKI

SPONSOREN SWISS-SKI

FAHRZEUG PARTNER

OFFICIAL BROADCASTER

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Inhalt // Dezember 2017 Das Magazin von Swiss-Ski

F OKU S 8 // Eine Erfolgsgeschichte 59 Ausrüster im Hard- und Softwarebereich sowie zwölf Produzenten von Ergänzungsprodukten bilden die Basis des seit 1969 bestehenden Ski Pools. 12 // Die «ewige» Partnerschaft Der Bekleidungshersteller Descente rüstet seit 40 Jahren Swiss-Ski-Athleten aus. Fragen und Antworten zur «ewigen» Partnerschaft.

M E N S C HE N 18 // Backstage Speed-Trainer Andi Evers. Ein Mann, der überall markante Spuren hinterlässt. 26 // Nostalski Im Juli vor zwei Jahren hat sich das Leben der lebenslustigen Waadtländerin Laurence Roacht schlagartig geändert.

AK TIV

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32 // Olympische Winterspiele 30 Jahre nach den Sommerspielen in Seoul ist Südkorea im kommenden Februar zum zweiten Mal Austragungsort von Olympischen Spielen. Ein Porträt. 40 // Volkslangläufe Noch wenige Tage bis zur Verlosung von fünf Start-Packages für einen von fünf attraktiven Volkslangläufen. 48 // Ski-Club Olten Der Ski-Club Olten wurde vor 75 Jahren gegründet und ist der Stammklub von Akro-Königin Conny Kissling Lehmann.

S E RV IC E 52 // Audi quattro Ski Cup Der Audi quattro Ski Cup geht in seine dritte Runde. Drei von zehn Rennen des Skiwettbewerbs für ambitionierte Skifahrer sind in der Schweiz.

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Standards 01 // Editorial 04 // Panorama 16 // Mixed-Zone

DAS M AGAZIN VON SWISS -SKI // DEZEM BER 2017

GUT GERÜSTET

54 // Dreizehnmal aufgeschnappt 63 // Rätsel 64 // PS. 61 // La Voix Romande 62 // Sci svizzera italiana

Titelbild Der Ski Pool mit seinen Ausrüstern sorgt seit bald 50 Jahren dafür, dass alle Swiss-Ski-Kader jedes Jahr mit dem neusten und besten Material für die Ausübung ihrer Tätigkeit versorgt werden. Das entspricht einem Wartenwert von über vier Millionen Franken. Foto: Swiss-Ski

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S C HN E E VO N G E ST E R N

FOTO: DEST INATION DAVOS KLOSTERS / M ARCEL GIGER

Ein weisser Streifen zieht sich durch die grasgrüne Landschaft: Die Rede ist von Snowfarming. Aus einem 20 000 Kubikmeter grossen und mit Sägemehl abgedeckten Schneehaufen aus dem letzten Winter entsteht in Davos bereits im Herbst eine vier Kilometer lange Loipe. Diese Technologie wissen insbesondere Spitzenathleten zu schätzen. Die Langläufer müssen für ihr Training nicht mehr in den dunklen Norden fliegen, sondern können sich sozusagen vor der Haustür auf den Weltcup vorbereiten.

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F UNKELNDE EI SPLÄT T CH EN Schneefall bei strahlendem Sonnenschein: Das ist in der Biathlon Arena Lenzerheide der Snowfactory möglich. Eine fix installierte Anlage beschneit die Loipen und Schiessstände ab Ende Oktober – auch bei Plusgraden. Das Prinzip ist simpel: Mit einer fortschrittlichen Kühltechnik wird das Wasser in einem Wärmeaustauscher bis zum Gefrierpunkt gekühlt. Die Swiss-Ski Athleten können so bereits zum zweiten Mal die Weltcup Vorbereitung auf Schnee in der Schweiz absolvieren. 6

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FOTO: KEYSTONE

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DER SKI POOL FOKUS

EINE ERFOLGSGESCHICHTE

59 Ausrüster im Hard- und Softwarebereich (darunter 37 Individual- und Hardwareausrüster) sowie zwölf Produzenten von Ergänzungsprodukten bilden die Basis des seit 1969 bestehenden Ski Pools. Seit Mitte 2009 ist der Pool Swiss-Ski angegliedert und hat mit Christian Zingg seit dem 1. Juni dieses Jahres einen neuen Geschäftsführer. Von der Ausrüster-Seite her kommend, kennt er die Industrie sehr genau. Seit über 20 Jahren ist er ein Teil davon. Früher bei K2 Sports, die letzten Jahre als Commercial Manager bei Salomon.

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Christian Zingg, was ist der Reiz von der Seite des Ausrüsters auf die Seite des Bittstellers zu wechseln? Christian Zingg: Als Bittsteller würde ich meine neue Funktion im Ski Pool nicht betiteln. Ich arbeite für eine Organisation, die seit 40 Jahren eine Symbiose mit den Sportartikellieferanten und Swiss-Ski bildet und so nachhaltig gemeinsame Stärke manifestiert. Der Erfolg im Spitzensport ist das Interesse aller, möglich gemacht durch das Ausrüsten der Athleten mit Top-Produkten, unabhängig davon, ob ein Sportler am Anfang seiner Karriere oder im Zenit des Erfolgs steht. So gesehen betrachte ich mich eher als Teamplayer in dieser Gemeinschaft und weniger als Bittsteller. Wie kann man sich ein Verhältnis zu 59 Ausrüstern vorstellen? Müssen sie mit jedem einzeln und jährlich verhandeln? Grundsätzlich definiert der Pool mit seinem Konstrukt den Rahmen der gemeinsamen Partnerschaften. Im Bereich Hartwaren Ausrüster beginnt eine Pool-Periode immer in den geraden Jahreszahlen. Dies entspricht dann auch dem möglichen Wechseljahr für die Athleten. Was die Team-Ausrüster betrifft, so sind es hier Verträge über mehrere Jahre. Der Ski Pool hat auch in seiner früheren Zeit immer auf Nachhaltigkeit und langfristige Partnerschaften gesetzt. Dies macht meinen Start sicher etwas einfacher. Nachhaltigkeit beweist der Textilausrüster Descente. Er ist seit Beginn, also seit 40 Jahren mit dabei. Müssen Sie mit dem japanischen Bekleider überhaupt noch verhandeln oder wird der Vertrag stillschweigend verlängert? Die Welt dreht sich und das Marktumfeld ändert sich. Ganz klar ist es die Verantwortung vom Pool auch bei diesen Vertragsrunden genau zu evaluieren, ob die Leistungen und Bedürfnisse beider Seiten auch für die kommenden Jahre der besten Lösung entsprechen. Das Verhältnis zwischen Descente, dem Pool und Swiss-Ski ist sicher ein sehr tiefes und speziel10

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CHRISTIAN ZINGG IM PORTRÄT Geboren am: 23. Mai 1977 Zivilstand: Verheiratet mit Maria Imfeld Zingg Kinder: Mélie und Ella Sophia. Beruf: Eidg. dipl. Detailhandelsangestellter, Marketingfachmann EFZ, Verkaufsfachmann EFZ. Heutige Funktion: Geschäftsführer Ski Pool / Leiter Ausrüstung Swiss-Ski Bisherige Stationen: 2007 bis 2013; Amer Sports, zuletzt als Commercial Manager Salomon Winter Sports Equipment. 2001 bis 2007; Area Manager bei K2. 1993 bis 2001; Jelmoli (Verkaufsberater Sportartikel) Hobbys: Skifahren alpin und nordisch, Trail Running, Biken, Surfen Grösste Leidenschaft aktuell: Meinen zwei Töchtern (Ella 3 und Mélie 5) die Freude am Wintersport vermitteln.

les. Man kann sich kaum vorstellen wie stolz die japanische Manufaktur ist, Swiss-Ski als Pionier und Kernteam im alpinen Rennsport seit vier Jahrzehnten auszurüsten. Sie müssen sich aber immer auch mit der Möglichkeit auseinandersetzen, dass ein Ausrüster abspringt und die Suche nach einer adäquaten Nachfolgelösung beginnt. Das dürfte – insbesondere in der heutigen schnelllebigen Zeit – nicht immer ganz einfach sein. Auf der einen Seite stimmt das. Auf der anderen Seite ist der Markt heute stärkerem Druck als früher ausgesetzt. Wer Marktanteile erobern und verkaufen will, braucht eine präzise Positionierung. Nur wer eine klare Position im Markt hat kann auch turbulente Zeiten überstehen. Die Bedeutung des Rennsports ist im Alpinen wie auch im Nordischen ausser Frage. Somit ist der Ski Pool mit der Leistung von Swiss-Ski auch in schnelllebigen Zeiten sehr attraktiv. Ein wichtiger Fokus für den Pool ist der stetige Dialog mit den Marktteilnehmern. Wir sitzen alle im gleichen Boot. Sie sprechen über langfristige Engagements wie zum Beispiel Descente, Odlo, Reusch oder

X-Bionic mit X-Socks. Seit dem letzten Sommer gibt es jedoch einen zusätzlichen Ausrüster aus den USA: Under Armour. Muss man den kennen? Die Marke ist sicher noch nicht in aller Munde. Noch nicht! (schmunzelt). Under Armour ist einer der grossen, globalen Player. Direkt hinter Nike und Adidas ist sie die am schnellsten wachsende Marke, welche die Sprache der Jugend spricht. Als Produzent von Teamwear wollen sie vor allem im Bereich Fitness und Running in den Schweizer Markt investieren und sich positionieren. Sie sehen Swiss-Ski mit seinen Werten als ideale Plattform dazu und holen sich so ihre Glaubwürdigkeit. Zudem ist Under Armour eine medienaktiv agierende Marke – vor allem auf sozialen Kanälen. Ein Blick auf die lange Ausrüsterliste zeigt einerseits die Vielfalt an Produkten, die Athleten von Kopf bis Fuss ausrüsten; auf der anderen Seite fällt auf, dass der Ski Pool offenbar nur die alpinen und nordischen Kader von Swiss-Ski ausstattet. Müssen die Athleten in den anderen Sportarten selber schauen wie sie zu ihrer Ausrüstung kommen? Grundsätzlich gilt sowohl bei den Nordischen als auch Alpinen, dass die Athleten im Bereich der Hartwaren selber aktiv werden müssen. Der Pool garantiert dafür den Rahmen und stellt die Ausrüstung sicher, wenn ein Athlet nicht fündig wird. Sprechen wir über die Sportarten (Skicross, Freeski, Telemark, Aerials, Moguls, Snowboard), welche nicht über den Pool abgewickelt werden, so bestehen dort wo es Sinn macht Teamausrüster-Verträge. Auch hier müssen die Athleten selber für die Hartwaren-Ausrüster aktiv werden, nur gibt es keinen Pool im Hintergrund, der im Extremfall einen Athleten zuteilen kann. Während im Softwarebereich in der Regel klare Fronten herrschen, weiss man, dass es vor allem im alpinen und auch nordischen Bereich regelmässig auch zu Markenwechseln im Hardwaresektor kommt. Dann wenn Athlet A von der Skimarke B zu C wechselt. Das ist bekanntlich in den sogenannten «Wechsel-


Fokus // Ski Pool

jahren» gestattet? Sie haben mit allen im Pool vereinten Skimarken Verträge. Welche Rolle spielt Christian Zingg bei einem Markenwechsel? Der Ski Pool bestimmt mit den getätigten Ausrüstungsverträgen den Rahmen, in dem sich der Athlet bewegen kann. Wir schaffen ihm die Basisvoraussetzungen. Im Fall der Skimarken verhandeln die Athleten dann direkt mit den Lieferanten. Die Aufgabe vom Pool ist es, sicherzustellen, dass die Auswahl der Marke die bestmögliche Grundlage für die Athleten und ihren Erfolg bietet. Darüber hinaus ist es wichtig, dass der Athlet sich mit einer Marke identifizieren kann. Auch dies gehört dazu ... Wir brauchen die coolen Marken mit den richtigen Werten, welche unsere Athleten erfolgreich machen. Ein Markenwechsel darf grundsätzlich nur in einem Wechseljahr (gerade Jahreszahlen) getätigt werden. Nimmt der Athlet einen Wechsel während der laufenden Pool-Periode vor – also wenn kein Wechseljahr ist –, gibt es klare Regelungen für diese Situation. Zum Beispiel, dass der neue Ausrüster gegenüber dem aktuellen Ausrüster eine finanzielle Entschädigung an die Ausbildungskosten des Athleten erbringen muss. Wechselt ein Athlet ordnungsgemäss in einem Wechseljahr, so muss kein finanzieller Anteil bezahlt werden. Für den Beitritt in den Pool einer neuen Marke gibt es klare Bestimmungen. In den ersten zwei Jahren hat er den Status «Supporter» und rüstet die C- und B-Kader aus. Dieses Vorgehen verhindert, dass ein neuer Sponsor auf einfache Weise zu einem Ausrüstungsvertrag von einem Athleten kommt, für den vom Pool wie auch vom Ausrüster in der Vergangenheit bereits hohe Beträge investiert worden sind. Bei einem Direkteinstieg in den Weltcup muss die entsprechende Marke rückwirkend auf die letzten vier Jahre die Ausbildungskosten abgelten. Bisher gibt es lediglich zwei Beispiele dieses eher kostspieligen Verfahrens: Alpina mit Didier Cuche und in jüngerer Zeit rüstete Salomon Luca Aerni direkt mit Helmen und Skibrillen aus. Bleiben wir bei der Hardware. Schätzungsweise werden heute in der Schweiz im Jahr noch 190 000 Paar Skis verkauft. Vor 20 Jahren war die Zahl fast doppelt so hoch. Der Skisport verliert in der Schweiz also zunehmend an Bedeutung und damit auch an Attraktivität, könnte man denken. Und die Industrie hat dann vielleicht einmal nicht mehr das nötige Geld für die Unterstützung des Wintersports? Aus globaler Sicht sind die Zahlen im Bereich Hartwarenverkäufe stabil. Was den Schweizer Markt angeht, so ist es richtig, dass wir in den vergangenen Jahren einen Rückschlag erlitten haben. Dies hat zum einen mit dem veränder-

ten Verkaufsverhalten zu tun (Zunahme Mietgeschäft), zum andern mit den schwierigen Schneeverhältnissen und den herausfordernden Rahmenbedingungen in den Schweizer Skigebieten. Spannend ist aber zu sehen, dass das Segment vom Rennsport über die letzten Jahre wieder stark an Bedeutung gewonnen hat. Dies zeigen nicht zuletzt die Marktanteilentwicklungen der Marken, welche in den Rennsport investieren. Jedoch müssen sich alle Beteiligten auf neue Gegebenheiten einstellen und sich dem verändernden Marktumfeld anpassen. Was wir brauchen ist eine grundlegend positive Aufbruchstimmung. Und dies bei allen Playern im Wintersportmarkt. Wir glauben, dass der Erfolg und die Persönlichkeit unserer Athleten zuoberst stehen. Sie dienen als die ideale Botschafter für unseren Sport und unser Land mit unseren Werten. Neben sinkenden Stückzahlen machen die klimatischen Veränderungen zu schaffen. Die letzten drei Winter waren nicht wirklich nur erfreulich. Vor allem setzte der Schneefall, auch in den Bergen, erst sehr spät ein. Und das ist, weiss man aus Erfahrung, Gift für den Verkauf. Wie gehen Sie mit dieser Problematik um? Wie gesagt, wenn die Schneegrundlage in der Schweiz zum Skifahren fehlt, dann frage ich mich, wo anderswo kann man noch diesem Sport frönen? Wir müssen uns auf volatile Winter einstellen und unsere Geschäftsmodelle so anpassen, dass sie auch für die Zukunft nachhaltig sind. Dazu braucht es eine positive Einstellung und starkes Engagement. Nicht nur die Klimaveränderung beschäftigt uns, sondern in erster Linie die rasante Entwicklung in unserem Alltag. Dieser Speed macht auch vor den Medien nicht Halt. Sie haben beim neuen Ausrüster Under Armour das Wort Social Media in den Mund genommen. Es gibt Firmen, die schwören auf Werbung in den neuen digitalen Kanälen. Manchmal denkt man sich: Alle kennen Social Media, aber nur wenige schauen hin? Social Media ist unbestritten wichtig und auch von uns fokussiert. Ich glaube schon, dass da viele hinschauen. Aber die Frage ist, was bleibt davon «hängen»? Und da habe ich eine ganz klare Meinung dazu: Jeder von uns hat sich schon lange einen «bullshit»-Filter kreiert. Die Art und Weise wie wir auf Social Media mit Werbung konfrontiert werden steht im Fokus. Ein Beispiel: Die offizielle Social-Media-Kampagne von Marke X definiere ich als Werbung und blende diese sogleich in meinen Gedanken aus. Wenn aber das Swiss-Ski-Team oder Dario Cologna auf Social Medias einen coolen «Post» macht, wenn er etwa gegen seinen Bruder zu einem Sprint antritt, so schaue ich hin

und nehme auch die Marken wahr, die Dario Cologna trägt. Damit erhalten die neuen Medien eine Aufwertung, sofern die Marke das «How-To-Play» richtig anzuwenden weiss. Unkreative Werbung hat es somit schwer, werden die Werte und die Message aber von Swiss-Ski oder beispielsweise von Lara Gut transportiert, so entspricht dies einer komplett anderen Glaubwürdigkeit und wir sind alle zugänglicher. Anfang Oktober war der sogenannte Abgabetag für die Swiss-Ski-Athleten, der in der Vergangenheit nach aussen nicht wirklich eine strahlende Wirkung hatte. Wie ist Ihre Beurteilung nach der Premiere? Ich habe schon vor meiner Premiere viele Athleten, Ausrüster und verbandsinterne Kolleginnen und Kollegen nach ihrer Meinung darüber befragt: Was ist gut, was sollte man besser oder gar ganz neu machen? Von allen Seiten wurde vor allem die Art der Produktabgabe moniert. Wir dürfen nicht vergessen; jedes Jahr werden am Mass- und Abgabetag über 350 Athleten, Trainer, Physios, Ärzte und Funktionäre ausgerüstet. Das entspricht einem Warenwert von über vier Millionen Franken (rund 20 000 Franken pro Person). Ich wollte mit einem ersten Schritt die Wertschätzung für diese Produkte erhöhen. Wir haben dafür einen Bag konstruiert, in dem diese Vielzahl von Teilen sorgsam verpackt werden konnte. Zudem haben wir im Eingangsbereich eine Ausstellung mit den Textilwaren von Descente und Odlo geschaffen. Die Österreicher inszenieren ihren Abgabetag noch mit einem öffentlichen Event. Wäre das auch für Swiss-Ski eine Option? Wir evaluieren zurzeit, wie wir die beiden SkiPool-Events im Frühling (Masstag) und Herbst (Abgabetag) besser positionieren können. Dabei legen wir den Fokus ganz klar auf die Schaffung von Mehrwert für alle Beteiligten. JOSEPH WEIBEL

DER SKI POOL Der Ski Pool ist ein Zusammenschluss von Swiss-Ski und dem Verband Schweizerischer SportartikelLieferanten (SPAF). Der Pool bezweckt die Regelung der finanziellen und materiellen Unterstützung sowie Serviceleistung (Alpin) von Swiss-Ski und seiner alpinen und nordischen Kader. Der Ski Pool regelt die Werbung im Rahmen der Pool- und der Ausrüsterverträge und der -gegenstände. Die Interessensgemeinschaft (Stakeholder) des Ski Pools setzt sich aus den Ausrüstern und den verschiedenen Verbänden SPAF, SRS (Ski Racing Supplier Association), und Swiss-Ski, den Athleten, Coaches sowie Managements und den Weltverbänden FIS (Internationaler Skiverband), IOC (Olympisches Komitee) und IBU (Biathlon) zusammen.

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DIE «EWIGE» PARTNERSCHAFT 1

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Ein Beispiel von Konstanz und Kontinuität: Descente, die Skibekleidungsfirma aus Japan, und Swiss-Ski feiern das Jubiläum ihrer 40-jährigen Zusammenarbeit. Reto Furrer, Präsident der Gregor Furrer & Partner Holding AG*, sagt mit Stolz: «Das ist meines Wissens der zweitälteste Sponsoring-Vertrag auf internationalem Niveau. Nur die Kooperation von Adidas mit Bayern München dauert noch länger.» Reto Furrer im Gespräch mit Snowactive-Autor Richard Hegglin.

Der Spitzensport hat in Japan generell eine hohe Bedeutung. Eine olympische Goldmedaille ist dort vermutlich noch wertvoller als in der Schweiz. Ein Athlet geniesst ein unglaublich hohes Ansehen. Es gibt für eine Firma keine bessere Methode, sich zu verbessern, als über eine Kooperation mit leistungswilligen Athleten. Daraus schöpft Descente die Motivation und ist stolz auf die Erfolge.

Ob im Kodak- (Bild 1 und 2), im Käse- (3), Swissair- (4), Swisscom- (5) oder im Olympiadress (6): Seit 40 Jahren rüstet die japanische Textilmanufaktur die alpinen Swiss-Ski-Athleten aus. Und der Stoff, aus dem die Träume sind, der stammt aus der Schweiz (Eschler AG aus Bühler AR).

Reto Furrer, was ist das Geheimnis dieser ungewöhnlich langen Zusammenarbeit? Reto Furrer: Die Basis bildet das Zusammenführen der Kulturen zweier Länder. Japaner wie Schweizer haben ein ausgeprägtes Bewusstsein für langfristige Partnerschaften, die auch nach Rückschlägen nicht sofort in Frage gestellt werden. In dieser Beziehung sind sich die Kulturen sogar sehr ähnlich. Descente hielt auch zum Schweizer Team, als es ihm nicht so gut lief. Und Swiss-Ski rückte auch in Erfolgszeiten von Descente nicht ab, als sich andere Bewerber anboten. Man staunt, dass die Zusammenarbeit von zwei Partnern mit doch recht unterschiedlichen Kulturen, Sitten und Lebensgewohnheiten über so lange Zeit so gut funktioniert. Die Mentalität ist wohl unterschiedlich, aber die Grundwerte sind fast identisch. Japan definiert sich über Spitzenqualität, extreme Präzision, hochwertige Technologie und dem ausgeprägten Willen, sich stets zu verbessern. Das sind Tugenden, die auch der Schweiz nachgesagt werden. Aber der Stellenwert des Skirennsports in Japan ist überschaubar, hat man den Eindruck.

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Medial wird Descente vor allem über die Anzüge wahrgenommen, obwohl das Angebot aus einem breiten Sportiment an Skibekleidung besteht. Wie schafft man diesen Beachtungstransfer? Der Anzug ist ein technisches Meisterwerk mit einer hohen Relevanz – und für die Firma eine Herausforderung. Das Logo ist darauf präsent, und wird dadurch auch im Kopf wahrgenommen, wie klassische Werbung eben funktioniert. Nicht zu unterschätzen ist auch die Präsenz der Athleten in der «normalen» Skibekleidung, in der man sie ebenfalls oft sieht, zumal wir auch die komplette OlympiaDelegation ausrüsten. Als die Zusammenarbeit mit Swiss-Ski begann, lebte der Skisport noch von den legendären Duellen Bernhard Russi gegen Franz Klammer. Russi meinte einmal, wegen Descente hätten sie viele Rennen gewonnen, aber auch einige verloren. Die Bedeutung des Anzugs war damals extrem. Wir pflegten zu jener Zeit eine enge Zusammenarbeit mit dem Aerodynamiker Hans Hess, einem Pionier in funktioneller Sportbekleidung, einem Genie. Die Basis bildeten die «Magicsuits», mit der die Kanadier in den siebziger Jahren für Furore sorgten. Das war in Wahrheit der Start von Descente in den Skirennsport, keine Werbe-Idee, sondern eine rein technische Lösung.

Damals herrschten noch rauhe Sitten, quasi Freestyle. Es wurde getrickst und gemauschelt, einige fuhren in plastifizierten Rennhäuten, es gab noch keine klaren Regeln. Man war sich noch gar nicht richtig bewusst, wie wichtig der Anzug ist. Heute ist das komplett anders. Fast jeder Sport lebt von der Aerodynamik. Selbst in der Formel 1 gewinnt man über die Aerodynamik, nicht mit den Motoren. In der Anfangsphase der aerodynamischen Experimente kam die Vermutung auf, dass ein nackter Rennfahrer theoretisch der schnellste sein müsste. Worauf der von ihnen erwähnte Spezialist Hans Hess konterte: «Habt ihr schon einen nackten Vogel gesehen.» Entsprechend machte man sogar Tests mit gefiederten Anzügen. Dieser Bezug zur Natur ist ein grundsätzlicher wissenschaftlicher Approach. Man schaut sich einen Fisch oder einen Falken an und versucht zu ergründen, warum diese Tiere so schnell sind. Die Erkennt-


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nisse aus der Bionik (Der Begriff setzt sich zusammen aus Biologie und Technik. Bionik beschäftigt sich mit dem Übertragen von Phänomenen aus der Natur in die Technik, die Red.) fliessen in die Entwicklung ein. Bis dann ein Regelwerk Normen schaffte und Leitplanken setzte bezüglich Luftdurchlässigkeit und so weiter. Was auch richtig war und der Fairness sowie der Sicherheit der Sportler diente. Nach einem Sturz in einem plastifizierten Anzug kam ein Athlet fast nicht mehr zum Stillstand. Allein die Herstellung des Stoffes, das Zusammennähen der einzelnen Stücke oder die Form der Anzüge entwickelte sich zu einer hochspezialisierten Wissenschaft. Absolut. Unsere Spitzenathleten werden alle gescannt. Die Daten werden in einen 3-D-Body-Scanner eingelesen, daraus wird ein Schnittmuster erstellt. Jeder Athlet erhält ein auf ihn abgestimmtes Einzelstück, um aerodynamisch das Optimum herauszuholen. Zusammen mit Tests im Windkanal ist diese Entwicklung auf ein unglaubliches Niveau gesteigert worden. Es geht schliesslich um Hundertstelsekunden. Viele Rennen werden so knapp entschieden. Bei Hundertsteln weiss man nie, wo man diese gewinnt oder verliert. Und ob sie von den Anzügen kommen. Deshalb pflegt man diesen gewaltigen Aufwand. Der Windkanal wird zur virtuellen Skipiste. Er vermittelt die Sicherheit, dass man sich bei der Entwicklung auf dem richtigen Weg befindet und liefert den wissenschaftlichen Beweis. In einer Rennsituation auf der Piste ist es schwierig, einen solchen Beweis erbringen zu können. Jeder Athlet braucht 20 bis 30 Anzüge pro Jahr. Das geht ins Geld. Das ist mit enormen Kosten verbunden. Descente investierte in den vergangenen 40 Jahren unglaubliche Mittel. Die sich wohl im zweistelligen Millionenbereich bewegten? Mindestens, über all die Jahre zusammengerechnet eher im dreistelligen ...

Sind das zum Teil absichtliche Provokationen, um Aufmerksamkeit zu erregen? Ja, ganz klar ja. WM oder Olympische Spiele bieten einmalige Möglichkeiten, ein riesiges Publikum zu erreichen. Da geht man bewusst einen Schritt weiter als sonst. Die erwähnte Jacke, die nicht jedem gefiel, war ein solches Beispiel. Oder der legendäre Silbermantel von Salt Lake City. Das war ebenfalls ein solcher Gag. Mit DoppelOlymiasieger Simon Ammann alias Harry Potter löste er weltweite Resonanz aus. In gewissen asiatischen Ländern sollen die Schweizer Anzüge Verkaufsschlager sein. Das ist so. In Südkorea werden mehr Nationalmannschafts-Jacken verkauft als in der Schweiz. Die Asiaten identifizieren sich gerne mit dem Spitzensport und tragen Bekleidung mit aufgenähten Logos, also unsere Originale. Der Kultur des Schweizers widerspricht das total. Höchst selten gibt einer 700 Franken für eine Jacke aus, die noch ein Audi-Logo drauf hat. Auch in China findet unsere Bekleidung immer mehr Resonanz. So finden die nächsten Olympischen Spiele für Sie an interessanten Orten statt, in Südkorea und China? Natürlich. Nächstes Jahr in PyeongChang, das ist Descente-Land. In Südkorea gibt es über 200 eigene Descente-Geschäfte. Die werden begeistert sein von den Schweizern. Wir planen dort verschiedene Aktionen. Das ist eine ideale Gelegenheit, um den Spitzensport und Descente noch besser darzustellen. Und 2026 ist vielleicht das Wallis Austragungsort der Olympischen Spiele. Wie stehen Sie als Walliser dazu? Als Walliser und als Schweizer selbstverständlich positiv. Ich habe eine junge Familie. Es wäre zu wünschen, dass diese Generation die Begeisterung erleben darf, die ein solcher Anlass auslöst, als Event wie auch im Vorfeld. Spitzensport ist doch für die Gesellschaft ein ideales Beispiel, wie man im direktem Vergleich auf höchstem Niveau respektvoll miteinander umgeht. Mir ist schleierhaft, wie man dagegen sein kann. Richard Hegglin

FOTO: Z VG.

Öffentliche Diskussionen entstehen zuweilen auch um die Anoraks oder Jacken, das indes aus modischer Perspektive. Ich erinnere an die WM 09 in Val D'Isère ... (lacht schallend) ... mit der «Jugo-Jacke», wie sie genannt wurde.

Silvan Niederöst, Amersports, Atomic Was erwartet Ihr Unternehmen vom Engagement im Swiss-Ski Pool? Wir wollen unseren Brand als kompetitiven, erfolgreichen und sympathischen Brand im Racing Milieu positionieren. Speziell in der Schweiz ist Racing ein Key-Success-Faktor für einen erfolgreichen Brand. Um dies in der Schweiz zielführend zu erreichen, wollen wir mit Athletinnen und Athleten zusammenarbeiten, welche perfekt zu uns passen. Dies erreichen wir, wenn wir im Swiss Ski Pool sind. Daher ist ein Mitmachen für uns wichtig. Seit wann engagiert sich Ihr Unternehmen? Wir sind schon seit vielen Jahren Partner im Swiss-Ski Pool. Wir schätzen den offenen Austausch. Gerade in der heutigen Zeit ist ein intensiver Austausch zwischen Ausrüster und dem Swiss-Ski Pool wichtig. Es stehen viele Herausforderungen an. Diese wollen wir gemeinsam «meistern» ... Wie tief geht Ihre Aktivität als Ausrüster? Wir rüsten Athletinnen und Athleten in allen Kaderstufen aus. Ein besonderes Augenmerk richten wir auf hoffnungsvolle, junge Athletinnen und Athleten. Wir möchten helfen, diese an die Weltspitze zu führen. Als gutes Beispiel gelten Carlo Janka und Daniel Albrecht. Atomic hat diese Athleten in jungen Jahren unter Vertrag genommen und bis an die Weltspitze geführt. Heute ist dies Mauro Caviezel und Niels Hintermann, welche schon Podestplätze im Weltcup erreicht haben. Zusätzlich stehen einige hoffnungsvolle Talente schon an der Tür zum Weltcup ...

Trotz auf die Spitze getriebener Technologie entstehen auch heute immer wieder Diskussionen, in denen die Aerodynamik der Anzüge hinterfragt wird – dies ist für den Ausrüster nicht immer angenehm? Dafür gibt es eine «Mechanik», die mir im Verlaufe der Zeit bewusst geworden ist. Wenn einer nicht gut fährt, gibt man meistens dem Ski schuld. Wenn zwei, drei oder vier schlecht fahren, trägt der Trainer die Schuld. Und wenn alle schlecht sind, sucht man die Ursache beim Anzug. Weil es noch der einzige gemeinsame Faktor ist. Es gab Fahrer, die besonders anspruchsvoll waren in Sachen Anzüge – zum Beispiel Didier Cuche. Didier war ein Tüftler, nicht nur bei den Anzügen, sondern beim Material generell. Dafür war er bekannt. Er versuchte überall mit aller Konsequenz das Optimum herauszuholen. Das ist verständlich. Schliesslich betreiben wir Spitzensport, und auf dem Podest hats zuoberst nur Platz für einen.

Das Engagement der Ausrüster

Reto Furrer (48) ist seit 2015 Präsident des Verwaltungsrates. *Die Gregor Furrer & Partner Holding AG ist 1980 in Zug gegründet worden. Unter ihrem Dach sind die Firmen Völkl Schweiz AG, Uvex Schweiz, Hi Trade AG, Chervo Schweiz AG, Furore Sports AG und die Gregor Furrer & Partner Dienstleistungs AG angesiedelt. Als Grossist vertreibt sie die Marken Völkl, Uvex, Marker, Descente, Chervo, Dalbello, Vaude und Diadora.

Wird dieses Engagement beim Endverbraucher entsprechend beworben bzw. kommuniziert? Selbstverständlich! Wir kommunizieren nicht das Engagement im Swiss-Ski Pool. Aber die Erfolge im Bereich Racing sind in der Kommunikation super wichtig. Gerade nach der abgelaufenen Weltcupsaison als erfolgreichste Marke im alpinen Skiweltcup (zum ersten Mal seit 27 Jahren stellt eine Skimarke beide Gesamtweltcupsieger!) und erfolgreichster Brand an den Weltmeisterschaften in St. Moritz ist das Engagement im Racing der wichtigste Bestandteil in der Kommunikation (sowohl bei den Endkonsumenten wie auch beim Handel).

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Christian Hilber, Reusch

Walter Dietiker, Fischer

Was erwartet Ihr Unternehmen vom Engagement im Swiss-Ski Pool? Wir schätzen die Zusammenarbeit mit dem SwissSki Pool und sind stolz die besten Athleten der Welt seit über 30 Jahren mit Handschuhen ausstatten zu dürfen. Erfolge und Medaillen der Athleten sind unser grösster Ansporn. Wir sehen es als Aufgabe und Auftrag herausragende Handschuhe zu entwickeln und dadurch den Athleten unsere bestmögliche Unterstützung zusichern zu können. Diesen Anspruch wollen wir für unsere Sportler gleichermassen wie für unsere Kunden gerecht werden, indem wir innovative, State-of-the-art-Handschuhe produzieren, die über jene Qualität verfügen und so sitzen müssen wie jene von Beat, Lara, Wendy und dem Rest der Top-Athleten.

Was erwartet Ihr Unternehmen vom Engagement im Swiss-Ski Pool? In einigen Sportarten gibt es «Werk Teams» – eine nicht vorstellbare Lösung für den Skirennsport. Dem Swiss-Ski Pool hat deshalb die enorm wichtige Position zur Sicherung von klaren und transparenten Strukturen für die unterschiedlichen LeistungsLevels aller alpinen und nordischen Wettkampfsportler. Speziell geschätzt sind die Efforts zu Gunsten der jungen Athleten – unseren zukünftigen Stars.

Seit wann engagiert sich Ihr Unternehmen? Seit etwas mehr als 30 Jahren. Wird dieses Engagement beim Endverbraucher entsprechend beworben bzw. kommuniziert? Das Engagement wird über Kataloge, Imagebroschüren, Social Media, ISPO-Stand mit Freude und Stolz kommuniziert.

Seit wann engagiert sich Ihr Unternehmen? Rennsport hat schon immer (Fischer Sports hat vor kurzem das 90-Jahr-Jubiläum gefeiert) zur Kernkompetenz und Brand-Philosophie gehört. Das Rennsport-Engagement besitzt nach wie vor einen hohen Stellenwert in der Marketing- und Kommunikations-Strategie – sowohl Alpine- als auch Langlauf- und Skisprung-Athleten helfen Markenbekanntheit und Kompetenz zu transportieren.

Engagements. Ein noch grösseres Bedürfnis ist es uns, junge Athleten zu unterstützen und mitzuhelfen bei der Skisport-Nachwuchsförderung. Wird dieses Engagement beim Endverbraucher entsprechend beworben bzw. kommuniziert? Unsere Kataloge, Newsletters sowie die Website etc, erwähnen und dokumentieren so oft wie möglich in Wort und Bild unser Racing-Engagement. Rennläufer und Athleten sind nicht nur Markenbotschafter und Imageträger, oftmals arbeiten sie für ein neues Produkt als Ideengeber und innovative Querdenker und testen als erste neue Materialien und neue Konstruktionen. Das Racing-Team unterstützt Fischer Sports interessante und relevante Themen und Stories an den Konsumenten zu kommunizieren.

Wie tief geht Ihre Aktivität als Ausrüster? Erfolgreiche Spitzensportler sind die Aushängeschilder eines grossen und breitgefächerten

René Urfer, Leki

Lucio Zallot, Head

Ueli Schaub, Nordica

Was erwartet Ihr Unternehmen vom Engagement im Swiss-Ski Pool? Wir erwarten faire Bedingungen für uns als Ausrüster und natürlich die Plattform unsere Produkte weltweit zu vermarkten.

Was erwartet Ihr Unternehmen vom Engagement im Swiss-Ski Pool? Das Wissen, dass Topathleten auf unsere Marke vertrauen. Wir erhoffen uns mit diesem Engagement einen höheren Bekanntheitsgrad sowie Ski- und Skischuh-Performance auf höchstem Niveau.

Seit wann engagiert sich Ihr Unternehmen? Das Engagement von Head geht zurück auf die sechsziger Jahre. Walter Haensli als Importeur hatte angefangen Fahrer und Fahrerinnen auszurüsten und den Renn-Service ins Leben gerufen. Er war Mitbegründer des Swiss-Ski Pool. In den sechsziger Jahren war Head die dominante Skimarke im Rennsport. Die Mehrheit der Schweizer Nationalmannschaft fuhr auf Head Ski. Wie tief geht Ihre Aktivität als Ausrüster? Unser Engagement geht sehr tief. Der Welt- und Europacup sind nur die Spitze des Eisbergs. Die besten Junioren fassen wir zusammen in einem Head Future Team. Didier Cuche ist der Pate. Daneben bieten wir via Sporthändler speziell präparierte Jugendrennski an für die breite Masse. Wird dieses Engagement beim Endverbraucher entsprechend beworben bzw. kommuniziert? Die Rennsport-Erfolge der letzten zehn Jahre sind bis zum Konsumenten vorgedrungen. Aber natürlich ist es unsere DNA und wir bewerben den Rennsport immer wieder.

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Seit wann engagiert sich Ihr Unternehmen? Seit der Ski Pool/Weltcup besteht, ohne Unterbruch.

Was erwartet Ihr Unternehmen vom Engagement im Swiss-Ski Pool? Leki ist ein sehr technisches und innovatives Produkt, mit dem Engagement und dem Ausrüsten der Athleten unterstreichen wir dies. Die Visibilität ist sehr hoch und der Markenname sehr präsent. Seit wann engagiert sich Ihr Unternehmen? Seit gut 20 Jahren sind wir im Ski Pool. Wird dieses Engagement beim Endverbraucher entsprechend beworben bzw. kommuniziert? Mit Inseraten und im Geschäft wird dies in einer Bildsprache stark kommuniziert.

Wie tief geht Ihre Aktivität als Ausrüster? Wir rüsten ebenso Fahrer auf Stufe Nachwuchs wie an der Spitze im Weltcup aus. Unser Bestreben im Nachwuchsbereich haben wir als Materialsponsor beim Grand Prix Migros während 20 Jahren eindrucksvoll unter Beweis gestellt. Noch immer vertrauen heute viele Jugendliche auf Nordica. Das Mutterhaus wird in Zukunft wieder vermehrt auf Schweizer Top-Athleten setzen. Wird dieses Engagement beim Endverbraucher entsprechend beworben bzw. kommuniziert? Beste Werbung sind für mich immer noch tolle Livebilder im Fernsehen und Podestbilder mit unseren Athleten. Wir setzen bei den begleitenden Massnahmen auf attraktive Kader-Angebote für jugendliche Rennfahrer und verbreiten Informationen und Newsletter auf traditionellen und Social-Media-Kanälen. Das passiert insbesondere und unmittelbar nach grossen Erfolgen. Ich erinnere mich gerne an den Sieg von Dominik Paris auf der Streif letztes Jahr – natürlich mit Nordica-Ski und -schuhen!

René Urfer, X-Socks Was erwartet die Firma von diesem Engagement? Imagetransfer, Unterstützung des Skirennsportes. Seit wann besteht das Engagement? Seit zehn Jahren. Wird dieses Engagement beim Endverbraucher entsprechend beworben? Mit Inseraten und Präsenz in den regionalen Kadern wird es beworben.


Fokus // Ski Pool

Beat Schuoler, Völkl Was erwartet Ihr Unternehmen vom Engagement im Swiss-Ski Pool? Als grösster Materialausrüster leistet der Pool einen wichtigen finanziellen Beitrag zu Swiss-Ski. Der Pool soll den Materialfluss an die Athleten steuern. Seit wann engagiert sich Ihr Unternehmen? Wir waren 1969 Gründungsmitglied. Wie tief geht Ihre Aktivität als Ausrüster? Weltcup, Europacup und Nachwuchs. Wird dieses Engagement beim Endverbraucher entsprechend beworben bzw. kommuniziert? Die Mitgliedschaft im Pool wird nicht gesondert beworben. Die Testimonials sind die Sportler.

Luca Aerni, Nationalmannschafts-Kader Alpin Was bedeutet es für dich, jedes Jahr neu ausgerüstet zu werden? Ich nehme das sehr wichtig! Ich weiss die grosse Qualität des Materials zu schätzen, umso mehr wir jährlich wieder neu ausgestattet werden. Ein grosser Teil davon sind meine «Arbeitskleider» und täglich im Gebrauch. Eine lange und intensive Saison kann da ganz schön Spuren hinterlassen. Was ist deiner Meinung nach das zentrale «Filetstück» bei der Teamausrüstung? Als erstes kommt für mich der Ski und gleich nachher der Renndress. Ohne dieses «Filetstück» kann ich keine Rennen fahren. Mit Bewunderung verfolge ich aber auch den ständigen Entwicklungsprozess, dem ein Renndress Jahr für Jahr neu ausgesetzt wird. Welchen Teil der Ausrüstung würdest du am meisten vermissen?

Die Daunenjacke. Nach einem Slalom- oder Riesenslalomlauf gibt es nichts Schöneres, als eine warme Jacke überzuziehen. Die Ausrüster von Luca Aerni Salomon (Ski, Helm, Bindung, Brille, Schuhe), Komperdell (Stöcke), Descente (Kleidung), Reusch (Handschuhe).

Die Sponsoren und Partner

HAUPTSPONSOR

VERBANDSSPONSOREN

FAHRZEUGPARTNER

PARTNER

EVENT PARTNER

OFFICIAL BROADCASTER

MEDIEN PARTNER

SWISS-SKI POOL

LIEFERANTEN

Burgerstein / Ruag / Hilti / Ferienverein / TechnoAlpin / Kameha Grand Zürich / Human Tecar / Trilux AG / Funke Lettershop GÖNNER

Crystal Club / Dr. Heinz Grütter-Jundt-Stiftung zur Förderung des alpinen Skisportes

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Mixed-Zone

Ein Juwel im Hintergrund

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er SWISS SKI POOL wurde im Jahr 1969 ins Leben gerufen. Das Ziel war damals, die für Training und Wettkampf notwendigen Mittel zu beschaffen und eine klare Ordnung auf dem Gebiet des Ausrüstungswesens festzulegen. Auf der einen Seite standen die Interessen des Skiverbandes, möglichst viele ihrer Athleten mit möglichst gutem Material auszurüsten, während auf der anderen Seite die Ausrüster ein Interesse daran hatten, ihr Material mit Hilfe der Athleten qualitativ zu verbessern und in der Öffentlichkeit bekannt zu machen. Das gemeinsame Interesse beider Seiten bestand darin, die Schweiz als Skination im internationalen Wettkampf zu unterstützen und zu fördern und letztlich ganz an die Spitze zu bringen. Da zwischen dem Skiverband und den Ausrüstern nicht nur gleichgelagerte, sondern auch unterschiedliche Interessen zu koordinieren waren, vergingen gut zehn Jahre bis ein umfassender Vertrag zwischen dem damaligen Skiverband und den Ausrüstern abgeschlossen werden konnte. Die Ausrüster wurden dabei durch ihren Verband, d. h. den Verband Schweizerischer Sportartikellieferanten (SPAF) vertreten. Zwischen dem SPAF und dem SSV wurde im Jahr 1980 ein Vertrag unterzeichnet. Mit diesem Vertrag gründeten der Skiverband (SSV) und der Verband Schweizerischer Sportartikellieferanten (SPAF) unter dem Namen «SWISS SKI POOL» eine einfache Gesellschaft, welche heute noch Bestand hat. Die Ausrüster verpflichteten sich, Geld und Material einzubringen, während der Skiverband sein Versprechen abgab, die Werberechte der Athleten in den Pool einzubringen. Dieser Grundvertrag sah vor, dass die Athleten des Skiverbandes künftig Ski, Skischuhe, Bindung, Stöcke, Helme und Brillen nur noch von Ausrüstern nutzen konnten, welche im Ausrüsterpool mitmachten. Umgekehrt verpflichteten sich die Ausrüster, sämtliche Athleten, welche einem nationalen Skikader angehörten, kostenlos auszurüsten. Diese Vereinbarung umfasste Ski alpin, Langlauf und Skisprung. Weiter gewährten die Ausrüster den regionalen Skiverbänden für den Nachwuchs Spezialkonditionen. Im Textilbereich, das heisst bei den Anzügen und bei den Handschuhen erhielt der SKI POOL das Recht, die

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Guido Mätzler ist praktizierender Rechtsanwalt in Sargans und seit gut 25 Jahren Präsident des Ski Pools.

DIE AUSRÜSTER VERPFLICHTETEN SICH, GELD UND MATERIAL EINZUBRINGEN, WÄHREND DER SKIVERBAND SEIN VERSPRECHEN ABGAB, DIE WERBERECHTE DER ATHLETEN IN DEN POOL EINZUBRINGEN.

Mannschaften gesamthaft auszurüsten und die entsprechenden Ausrüsterverträge abzuschliessen. Über den SKI POOL wurden seit 1980 sämtliche nationalen Kader gratis ausgerüstet und der Skiverband resp. heute SWISS-SKI erhielten jährlich einen zusätzlichen Cashbetrag in der Grössenordnung von knapp einer Million Franken. Der Grundvertrag zwischen SPAF und SSV resp. heute SWISS-SKI gilt jeweils für eine Poolperiode, also zwei Jahre. Er erneuert sich ohne Kündigung jeweils um eine weitere Poolperiode. Seit 1990 bin ich als Präsident des SPAF und damit auch als Präsident der Ausrüsterseite im SKI POOL engagiert. In diesen 27 Jahren gab es viele erfreuliche, aber auch einige weniger erfreuliche Situationen im SKI POOL und es hat sich einiges verändert. Insbesondere hat der Einfluss der internationalen Mutterhäuser stark zugenommen. Sowohl von Seiten der Ausrüster wie auch von Seiten von SWISS-SKI wurde der Pool öfters hinterfragt und auch die Kündigung des Grundvertrages wurde schon in Erwägung gezogen. Letztlich hat dann aber die Erkenntnis, dass die grosszügige Solidarität der Ausrüster auf der einen Seite und die funktionierende Zusammenarbeit mit SWISS SKI auf der andern Seite einen unschätzbaren Wert für den gesamten Nachwuchs der Schweizer Athleten darstellt, immer wieder dazu geführt, die bewährte Grundstruktur des SKI POOLs beizubehalten und weiterzuführen. Mit der Wahl von Christian Zingg zum neuen Geschäftsführer des SWISS SKI POOL hat SWISS-SKI ein starkes Zeichen für die Zukunft gesetzt. Unsere jungen Athleten haben damit weiterhin die Garantie, dass sie mit dem Sprung in ein nationales Kader den wesentlichen Aufwand für ihre Wettkämpfe (Material, Reisen, Unterkunft etc.) über SWISS-SKI und die Ausrüster finanziert erhalten. Dies stellt gegenüber anderen Sportarten eine grosse Privilegierung dar. Am Abgabetag vom 7. Oktober 2017 in Dübendorf wurden insgesamt 350 Athleten und Betreuer für die kommende Saison mit Material im Verkaufswert (von über vier Millionen Franken) ausgerüstet. Die Saison kann beginnen und wir hoffen, vom SKI POOL einen Teil zu einer erfolgreichen Saison beigetragen zu haben.


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M MENSCHEN

DER

EX PER TE

Mit Andi Evers leitet seit diesem Frühjahr ein Mann das Schweizer Speed-Team, der überall markante Spuren hinterlassen hat. Der 49-jährige Österreicher zählt zu den ausgewiesensten Experten. Die Erfolgsbilanz ist beeindruckend. Gehts nun auch mit Swiss-Ski so weiter? 18

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Menschen // Backstage // Andi Evers

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Menschen // Backstage // Andi Evers

Erfolg kommt nicht von selbst Das «Aber» bezieht sich auf das, woran alle Aktivitäten im Sport letztlich gemessen werden – dem Ergebnis. «Aber», ergänzt Feuz, «von selbst kommt der Erfolg nicht.» «Aber zählen tun einzig die Resultate», setzt Caviezel sein Statement fort. Und Janka präzisiert in seiner pragmatischen Art: «Die Vorschusslorbeeren sind da, aber abgerechnet wird im Winter.» Wie schnell Pläne und Ziele über den Haufen geworfen werden, erlebt Janka mit seinem Kreuzbandriss. Und ein weiteres Beispiel als 20

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Mahnmal: Als Ottmar Hitzfeld seinerzeit die Fussball-Nationalmannschaft übernahm, glaubten verschiedene Spieler, mit einem TopTrainer wie ihm würde der Erfolg zum Selbstläufer. Dann setzte es gegen Luxemburg eine 1:2-Blamage ab. Das potente «WC4» Einen nachhaltigen Markstein pflanzte Andi Evers seinerzeit mit Österreichs legendärer «WC4», dem wohl potentesten Powerteam, das es im Ski-Weltcup je gab. Hermann Maier, Michael Walchhofer, Benjamin Raich und später auch Mario Matt gehörtem ihm an, alles x-fache Seriensieger, Weltmeister und Olympiasieger. Doch wer stets bescheiden im Hintergrund blieb, war der Chef Andi Evers – im Zeitalter der Lautsprecher und Selbstdarsteller fast ein Anachronismus. «Seine» Erfolge und Auszeichnungen habe er nie gezählt, sagt er: «Es dürften etwa 100 Siege plus 20 Medaillen

Verantwortlicher Trainer der Speed-Gruppe 1/B: Simon Rothenbühler.

FOTOS: ST EPHAN BOEGLI

«

Über seinen Leistungausweis braucht man nicht zu diskutieren», sagt Beat Feuz, «aber ...» «Er ist sehr kompetent und hat ein gutes Auge, die Inputs sind positiv», findet Carlo Janka, «aber er hat eine ruhige, überlegte Art», beschreibt ihn Mauro Caviezel. «Der erste Eindruck ist sehr gut, aber ...»


Menschen // Backstage // Andi Evers

Immer im Team trainieren, aber gleichwohl versuchen, so individuell wie möglich auf den einzelnen Athleten einzugehen. Andi Evers

sein, bei denen ich als verantwortlicher Trainer für den Athleten zuständig war.» Nur einmal erstellte er eine solche Statistik: «Als ich 2012 als Trainer in die USA wechselte, brauchte ich für die Arbeitsbewilligung eine Zusammenstellung. Sonst mache ich so etwas nicht gerne, weil es ja nicht meine Erfolge sind, sondern die der Athleten.» Typisch Evers. Zurück in die USA In den USA führte er Steven Nyman nach sechsjährigem Unterbruch auf den Erfolgspfad zurück und Travis Ganong erstmals aufs Podest. Nach zwei Jahren musste er indes wieder gehen, «weil», so Evers, «der neue

Verbandspräsident sein Amt nicht mit einer Altlast anfangen wollte». Die «Altlast» bestand aus einem Gerichtsfall. Evers damalige Freundin hatte in einem ITUnternehmen 7,6 Millionen Euro unterschlagen. Als Partner, der davon profitiert hatte, verurteilte ihn das Gericht wegen Beihilfe: «Ich hatte die falsche Freundin zur falschen Zeit. Ich war schlussendlich selber schuld und hätte die Dinge hinterfragen müssen. Ich habe mich nicht darum gekümmert, was sie machte. Für mich war das eine sehr schwierige, aber auch lehrreiche Zeit.» Nach einem Zwischenjahr in der Ski-Akademie Waidhofen heuerte er in Liechtenstein an, wo

er Tina Weirather zur ersten WM-Medaille und dem Gewinn der Kristallkugel im Super-G führte. Bis in diesem Frühjahr der Schweizer Verband an ihn herantrat. «Als er», so Tina Weirather, «mir das sagte, riet ich ihm: Das musst du unbedingt annehmen, das ist ein tolles Angebot.» Weirather schätzte seine fachliche Kompetenz und die ruhige, zurückhaltende Art: «Ich habe nicht gerne, wenn ich ‹übercoacht› werde. Andi fand immer das richtige Mass.» Evers war schon lange auf dem «Radar» Swiss-Ski-Präsident Urs Lehmann hatte Evers schon lange im Auge. Bereits 2013 nach dem

Andi Evers zusammen mit den Trainern Manfred Widauer und Hansjürg Kunz (vlnr).

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Menschen // Backstage // Andi Evers

Wechsel von Männer-Speedchef Roland Platzer zu den Frauen befand er sich im Kandidatenkreis. Lehmann und Evers kennen sich seit fast 30 Jahren. Als Aktive fuhren sie noch gegeneinander. Und Anfang der neunziger Jahre verbrachten sie einst zwei Wochen in Japan. Evers weilte als Atomic-Testpilot dort. Lehmann war von Karl Frehsner für FIS-Rennen nach Morioka geschickt worden, weil dieser gemerkt hatte, dass die Piste, auf der 1993 die WM stattfand, auf die Fähigkeiten von Lehmann zugeschnitten war. Prompt wurde Lehmann ein Jahr später sensationell AbfahrtsWeltmeister. Zu jener Zeit neigte sich Evers Karriere bereits dem Ende zu. Der Österreicher galt als eines der grössten Talente. 1986 wurde er WM-Zweiter der Junioren, zu seiner Enttäuschung «nur» Vizeweltmeister: «Ich hatte damals die Rennen meiner Altersklasse dominiert und galt als Favorit. Zwei Tage vor der WM-Abfahrt zog ich mir aber eine Schienbeinprellung zu.» WM-Gold ging an den Westschweizer William Besse, der sechs Hundertstel schneller fuhr als Evers. «Mit ihm», anerkennt Evers, «hat der Richtige gewonnen. Das hat er ja später im Weltcup bewiesen, wo er viel erfolgreicher war als ich.» Selber nicht so erfolgreich Evers bestritt etwa ein Dutzend Weltcuprennen, schaffte aber nie einen Spitzenplatz. Drei Jahre lang war er praktisch nur verletzt, dann

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wurde er aussortiert. Hannes Trinkl, später Weltmeister, heute Renndirektor der FIS und als Aktiver Zimmerkollege von Evers, sagt: «Andi hatte einfach kein Glück in der Karriere. Dafür wurde er ein hervorragender Trainer, für mich der beste. Ich verstehe nicht, warum der ÖSV ihn nicht zurückgeholt hat.» Bevor Evers ins Trainer-Metier einstieg, arbeitete er, als gelernter Industrie-Kaufmann, eine Zeitlang im Marketing der Flachauer Bergbahnen. In der Zwischenzeit absolvierte er die Skilehrer-Ausbildung, zusammen mit einem gewissen Hermann Maier, der ebenfalls aus allen ÖSV-Kadern geflogen war. Die beiden Flachauer Evers und Maier hatten sich kurioserweise auf dem Fussballplatz und nicht auf der Skipiste kennengelernt. Evers gehörte auch in dieser Sportart zu den Besten, war Spielertrainer des lokalen Vereins und als Jugendlicher österreichischer Auswahlspieler. Maier und Evers fanden sich im Weltcup wieder Auf Umwegen fanden sich Maier und Evers im Ski-Weltcup wieder. Dank einer Spitzenzeit als Vorfahrer (!) im Flachauer Weltcup-Riesenslalom, den Urs Kälin gewann, erhielt der ausgemusterte Maier zur Belohnung einen Europacup- und danach Weltcup-Startplatz – im Alter von schon über 23 Jahren. Andi Evers begleitete ihn, nunmehr als Skitrainer, vom verkannten Nobody bis zum Weltmeister und Olympiasieger. Evers Philosophie: «Immer im Team

Jörg «Jojo» Roten ist Trainer der Speed-Gruppe A/1 und zudem als «Koordinator» für die Speedgruppen und Trainingspisten zuständig.


Menschen // Backstage // Andi Evers

trainieren, aber gleichwohl versuchen, so individuell wie möglich auf den einzelnen Athleten einzugehen.» Diese Philosophie deckt sich mit der neuen Strategie von Swiss-Ski. Aufstrebende Talente wie die Ex-Junioren-Weltmeister Ralph Weber oder Nils Mani können beim Trainingsaufbau nicht über den gleichen Leist geschlagen werden wie Beat Feuz oder Patrick Küng. Deshalb sind neu zwei Speed-Gruppen gebildet worden, eine A/1 mit Andi Evers und Jörg «Jojo» Roten als Trainern sowie 1/B mit Simon Rothenbühler und Vitus Lüönd. Franz Heinzer führt wie bisher das Europacup-Team.

Roten ist zudem als «Koordinator» für die Speedgruppen und Trainingspisten zuständig. Die Gesamtverantwortung liegt bei Evers. Nur er und Küng Ein Beispiel seiner Betreuungsphilosophie gab Evers gleich bei seinem Einstand Ende des letzten Winters. Zusammen mit Patrick Küng ging er eine Woche lang frei Skifahren, nur er und Küng. «Das tat gut», lobt der Ex-Weltmeister, «einmal von jemand anders zu hören, wie man Skifahren sollte. Ich habe viel gelernt, die einfachen Grundelemente von neuem aufzu-

bauen, und wieder Freude am Skifahren bekommen.» «Es ging», so Evers, «bei Paddy um ein technisches ‹Reset›, weil nicht mehr alles zusammengepasst hat. Gerne hätte ich das auch mit andern gemacht. Leider reichte die Zeit nicht.» Psychologische Kniffe und künstliche Gruppendynamik sind nicht Evers Ding: «Wenn die Jungs sich gegenseitig pushen, entsteht automatisch eine gute Dynamik. Letztlich gehts immer ums Gleiche: Rennen zu gewinnen, egal ob im Weltcup, der WM oder an Olympischen Spielen.» R I CHA RD H E G G L I N Simon Rothenbühler zusammen mit Mauro Caviezel bei der Pistenbesichtigung.

LINKS Das Speed-Trainerteam stellt sich vor: http://bit.ly/speed-trainer Urs Kryenbühl, Speed-Fahrer von Swiss-Ski, gibt Einblick ins Training auf dem Gletscher von Zermatt: http://bit.ly/urs_kryenbuehl

Advertorial

Bessere Sicht mit Vivid-Technologie Giro und Zeiss Optics entwickeln neue Optik, speziell für Sichtverhältnisse im Schnee. Giro Sport Design, ein führendes Unternehmen im Bereich Kopfschutz und fortschrittliche Optik für den Wintersport, stellt stolz die neue VIVID-

Technologie vor, die gemeinsam mit ZEISS Optics entwickelt wurde, dem global führenden Hersteller hochwertigster Optik. VIVID wurde von Giro als neue Technologie für den Winter 2017/2018 entwickelt. Diese patentierte Scheibentechnologie entstand aus Jahrzehnten der Forschung

aus Sichtverhältnissen im Schnee. Anhand der Forschungsergebnisse wurden Gläser entwickelt, die für höheren Kontrast, geringere Belastung der Augen, bessere Reaktionszeiten und präzises Sehen ohne Übersättigung der Farben sorgen, indem das vom Schnee ausgehende blaue

Licht wirkungsvoll filtert wird. VIVID ist ab Herbst 2017 für ausgewählte Giro Brillenmodelle verfügbar.

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Advertorial // knecht reisen

POWDERN BEI REVELSTOKES HELISKIING-PIONIER Selkirk Tangiers Heli Skiing (STHS) ist längst eine Institution im Freeride-Hotspot Revelstoke: Im Winter 2017/2018 feiert das vom Schweizer Peter Schlunegger gegründete Unternehmen bereits sein 40-jähriges Bestehen.

Knecht Sportreisen I Schaffhauserstrasse 130 I CH-8302 Kloten T +41 (0)44 800 77 68 I snow@knecht-reisen.ch I www.powderdreams.ch

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FOTOS: ZVG. , SELKIRK-TANGIERS. COM

So lange schon fliegen Powder-Fans aus aller Welt mit dem Heliskiing-Pionier auf die traumhaften Gipfel der Selkirk und Monashee Mountains. Die beiden HeliskiGebiete zwischen dem Revelstoke Mountain und Glacier Nationalpark gehören zu den besten der Welt. Mit mehr als 400 Abfahrten und Dutzenden Varianten bieten sie schier unzählige Möglichkeiten für die Zeit im Pulverschnee. Schon die Namen der Selkirks und der Monashees lassen die Augen von Heliskiern und -boardern aufleuchten. Durchschnittlich 18 Meter feinsten Pulverschnees fallen im Winter dort auf rund 1800 Metern Höhe. Die Wetterbedingungen sind relativ stabil, die Hänge der Gletscher atemberaubend und die herrlichen Abfahrten durch die Bäume ein Traum für Tiefschnee-Süchtige. Das Gebiet von Selkirk Tangiers ist fast so gross wie der Kanton Graubünden. Während sich in der Ostschweiz allerdings an einem Tag mehrere Tausend Skifahrer tummeln, gibt es in

der Selkirk-Region nur wenige Dutzend. Welch Luxus! Voller Komfort im Coast Hillcrest Hotel Die Basis von Selkirk Tangiers befindet sich im komfortablen Coast Hillcrest Hotel. Von dort aus, mit Blick auf Revelstoke und das Columbia River Valley, starten die Helikopter jeden Morgen in die Berge. Einige Gästegruppen werden zu anderen Start- und Landeplätzen chauffiert, um die Zeit bis zur ersten Abfahrt zu verkürzen. Ein weiterer Vorteil der Busverbindung zum zwei-

ten STHS-Stützpunkt, Albert Canyon: Man ist nicht so stark abhängig von den Witterungsbedingungen. Kann der Heli mal nicht vom Coast Hillcrest Hotel aus fliegen, hat Selkirk Tangiers noch eine weitere Option. Die Anzahl an Downdays pro Saison – Tage, an denen der Hubschrauber nicht abhebt – wird dadurch deutlich reduziert. Grosse Flexibilität Selkirk Tangiers Heli Skiing bietet Heliskiing-Pakete mit drei Gruppen à elf Personen, aber auch Varianten in kleinen

SELKIRK TANGIERS DREAM STAR PACKAGES

Sie wollen Ihr eigenes Tempo fahren, entweder ganz entspannt oder richtig sportlich? Sie möchten die wunderschönen Berge in British Columbia gemeinsam mit Freunden oder der Familie geniessen? Für das Powder-Erlebnis Ihrer Träume sind die Dream Star Packages genau das Richtige! Sie bedeuten Freeriden vom Feinsten: privates Heliskiing mit Selkirk Tangiers in Revelstoke, dem PulverschneeEldorado. Warten Sie nicht auf den Helikopter – der Helikopter wartet auf Sie! Ein A-Star-Helikopter steht Ihrer privaten Vierergruppe exklusiv zur Verfügung. Je nach Wetter und

Schneelage entscheiden Sie, wo im Gebiet von Selkirk Tangiers Sie powdern wollen: weitläufige Alpinabfahrten, steile Hänge oder unvergessliches Tree Skiing. Sie bestimmen den Rhythmus, alle Ihre Wünsche werden erfüllt!

und sogar privaten Gruppen an. Die Aufenthaltsdauer reicht von drei bis sieben Tage.

Erstklassiges Skifahren und Snowboarden auch bei schlechtem Wetter Für die Gäste von Selkirk Tangiers ist das benachbarte Skigebiet ein enormer Vorteil. Das ausgezeichnete Revelstoke Mountain Resort sowie das Stadtzentrum von Revelstoke sind nur zehn Autominuten vom Coast Hillcrest Hotel entfernt. Kann der Helikopter bei sehr schlechtem Wetter ausnahmsweise nicht von einem der Stützpunkte aus fliegen, wechselt man einfach zum Skifahren oder sogar zum Catskiing auf den Gipfel des Revelstoke Mountain. Einige der mehr als 50 Abfahrten im grossartigen Skigebiet sind wirklich anspruchsvoll und abseits der Pisten findet man fantastisches Off-Piste-Terrain. Die Höhenmeterdifferenz von 1713 Metern im Resort bedeuten zudem Rekord in Nordamerika!

Die Dream Star Packages für Ihre drei- bis siebentägige Heliski-Reise können Sie über Powder Dreams buchen. Der Preis für eine Gruppe von vier Personen mit drei Tagen Heliskiing, Aufenthalt im Coast Hillcrest Hotel im Doppelzimmer mit Dusche/WC und Vollpension sowie 15000 Höhenmetern beträgt ab CHF 29990.

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Menschen // Nostalski // Laurence Rochat

Sport wird immer zu meinem Leben gehören 26

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FOTOS: UELI KÄNZIG/BASPO. / KEYSTONE

Laurence Rochat noch als aktive Langläuferin an der Nordischen Ski-WM in Sapporo 2007 beim 30-Kilometer-Lauf.


Menschen // Nostalski // Laurence Rochat

Man kennt die 38-jährige Waadtländerin Laurence Rochat als Frohnatur. Die frühere Langläuferin, die 2002 in Salt Lake City mit der Damen-Staffel OlympiaBronze gewann und damit ihren sportlichen Höhepunkt erlebte, hat eine schwierige Zeit hinter sich. Am 8. Juli 2015 hatte sich das Leben der Head of Hospitality in der Uhrenfirma Audemars Piguet schlagartig geändert.

«E

s ist wie wenn dir jemand den Stecker rauszieht», erzählt Laurence Rochat von dem Schicksalsschlag, den sie im Sommer 2015 ereilt hat, als ihr Partner, der Spitzenkoch Philippe Rochat, auf dem Rennrad zusammenbrach und starb. «Du hast nachher keine Wahl, du musst es akzeptieren», erzählt die Siegerin des Engadin-Skimarathons 2007 von jenem tragischen Ereignis. «Wir hatten gemeinsame Pläne – und die waren innerhalb einer Sekunde weg», blickt sie zurück. Das sei ihr bisher schwierigster Wettkampf gewesen, «wenn du den Mann des Lebens verlierst», sagt die frühere Spitzenathletin, die sich heute auch für Kunst und Kultur interessiert. Die Verarbeitung der Trauer sei ein langer Prozess gewesen. «Du weisst nie, wie es am anderen Morgen ist», sagt Laurence Rochat, die sich eine Woche nach dem Tod von Philippe wieder in ihre Arbeit gestürzt hat, «bis ich explodiert bin». Schlafen und Sport hätten ihr geholfen, ihre Freunde, die von Philippe und die Familie. «Aber auch wenn dich das Umfeld unterstützt, den schwierigen Weg musst du allein gehen»,

sagt Rochat, die heute bewusster und achtsamer lebt. «Ich geniesse heute das Leben jeden Moment noch mehr.» Gut für die Balance Laurence Rochat arbeitet viel, deshalb ist der Sport – «er wird immer zu meinem Leben gehören» – für sie wichtig. «Es ist wichtig für die Balance und Sport heisst für mich auch in der Natur sein.» Mit dem Rennrad, dem Bike und natürlich im Winter mit den Langlaufski ist sie unterwegs. Aber auch Golf und etwas Skifahren gehören dazu. «Und für die Seele mache ich regelmässig Yoga.» Wieder richtig ins Leben zurückfinden, sich wieder an allem freuen können, das waren Ziele, die sie letzten Sommer mit ihrer Reise nach Kanada, in die Region Quebec, anstrebte. «Da konnte ich Laurence sein, in der Schweiz kenne ich viel Leute», sagt sie dazu. Und dieser Aufenthalt – oft auch in der Stille der Natur − hatte für sie vorwiegend positive Auswirkungen. «Es war das erste Mal seit zwei Jahren, dass ich wieder mehr Energie in meinem Körper spürte.» Grenzen kennengelernt «Dank dem Spitzensport habe ich meine Grenzen und meinen Körper kennen- gelernt.» Ihre Tätigkeit als Langläuferin hat ihr schönere und weniger schöne Erlebnisse beschert. Zu den schönsten Momenten an einem Tag gehört der Gewinn der Staffel-Bronzemedaille mit ihren Teamkolleginnen Brigitte Albrecht-Loretan, Andrea Huber und Natascia Leonardi Cortesi. «Es war wie ein Traum, einen solchen Tag zu erleben», blickt sie auf dieses aus Schweizer Sicht historische Langlauf-Ereignis zurück. «Ich habe dieses Leben wirklich geliebt, und ich habe sehr viele gute Erinnerungen. Aber auch die vielen Trainingsstunden draussen in der Natur, in den Wäldern des Nordens, habe ich gerne gehabt», sagt sie. Jeden Tag habe sie als Sportlerin geniessen können. Weniger gute Erinnerungen hat sie an Verletzungen und Krankheiten. «Als Athletin bist du eine Rennmaschine, du bist anfälliger für Infekte, wenn du nur ein bisschen kalt hast, wirst du krank.» Projektleiterin für ein Hotel Nach dem Einstieg ins Berufsleben hat Laurence Rochat rückblickend auch festgestellt, wie frei sie als Sportlerin war. Am 1. Mai 2010, einen Monat nach ihrem Rücktritt, ist sie bei ihrem vorherigen Sponsor Audemars Piguet ins Berufsleben eingestiegen. «Du bist plötzlich 100% im Büro und musst Termine einhalten, und bist nicht mehr autonom wie als Einzelsportlerin», nennt sie den grossen Unterschied. Positiv seien aber die Projekte, die sie als Head of Hospitality mit ihrem 25-köpfigen Team in Angriff nehmen kann. «Dabei habe ich genau gleich wie im Sport Ziele, die ich erreichen will», so die kontaktfreudige Waadtländerin, die alle

Besuche in der Fabrik in Le Brassus organisiert. «Pro Jahr kommen 2000 Leute aus der ganzen Welt ins Vallée de Joux.» Ganz besonders angetan hat es ihr ein Projekt, das in zwei Jahren vollendet sein wird: «Ich bin Projektleiterin für das neue Hôtel des Horlogers in Le Brassus», sagt sie nicht ohne Stolz. Anstelle des bisherigen Hotels, das abgerissen wurde, entsteht unter der Bauherrschaft von Audemars Piguet ein modernes Fünfsterne-Hotel mit rund 50 Betten. Botschafterin für «Sion-Valais 2026» Dieses Projekt ist auch der Grund, dass Laurence Rochat neben ihrer anspruchsvollen beruflichen Tätigkeit nicht noch zahlreiche andere Funktionen wahrnehmen kann. Denn die Freizeit nutzt sie für ihr Seelenwohl, allein in der Natur oder mit Freunden, zum Beispiel im Obergoms, dort, wo sie vorher auch mit Philippe häufig war. Ganz lassen konnte sie Tätigkeiten neben ihrem Beruf aber doch nicht: sie ist Botschafterin für die Olympischen Winterspiele Sion-Wallis 2026. «Ich mache das als ehemalige Athletin, weil für mich Olympische Spiele ein Erlebnis waren, und es ist der Traum für jeden jungen Sportler, einmal bei den Spielen dabei zu sein.» Ausserdem wäre es gut, wenn der Sport in der Schweiz wieder einmal «im Mittelpunkt» wäre, sagt sie. «Olympische Spiele sind eine Triebfeder für den Nachwuchs, den Tourismus und auch die Wirtschaft», ist Laurence überzeugt. Die Kandidatur Sion 2026 hat am 18. Oktober mit der Zustimmung des Bundesrats für eine finanzielle Beteiligung des Bundes eine wichtige Hürde genommen. Geht wieder gerne essen Die am 1. August 1979 geborene Bauerntochter ist eine gewiefte Gastgeberin, aber auch eine stolze Schweizerin. «Es ist schon speziell, wenn man am Nationfeiertag Geburtstag hat», sagt die «offene Combière» (Einwohnerin des Vallée de Joux, Anmerkung der Redaktion). «Für mich ist die ganze Schweiz wichtig, auch die Deutschschweiz und die übrigen Landesteile. Für mich gibt es keinen Röstigraben», so die Romande, die heute auch wieder gerne ins Restaurant Hôtel de Ville in Crissier essen geht, dort wo ihr allzufrüh verstorbener Lebenspartner Philippe Rochat als Spitzenkoch mit seiner Brigade höchste Gault-Millau-Weihen hat entgegennehmen können. «Ich kenne dort noch viele Leute, aber nach dem Tod von Philippe und von seinem Nachfolger Benoît Violier war es für mich lange schwierig dorthin zu gehen», blickt Laurence Rochat zurück. Das Leben hat Laurence Rochat in jüngster Zeit gute und weniger gute Zeiten beschert. Aber etwas mehr als zwei Jahre nach dem unerwarteten Tod ihres Lebenspartners hat sie wieder zu sich und ins Leben zurück gefunden, hat wieder mehr Energie und strahlt Freude aus. K U RT H E N A U E R

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Top Performance in jeder Lage: Schöffel ZipIn! Athlet: Benni Raich, ehemaliger, österreichischer Skirennfahrer (zweifacher Olympiasieger, dreifacher Weltmeister)

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Aktiv // Olympia // Austragungsorte

30 Jahre nach den Sommerspielen in Seoul ist Südkorea im kommenden Februar zum zweiten Mal Austragungsort von Olympischen Spielen. Die etwa 3000 Sportlelt messen sich in zwölf rinnen und Sportler aus aller Welt Wettkampfstätten. Die Medaillenentscheidungen auf e enentscheidungen Schnee finden im Gebirgs-Cluster mit PyeongChang s ster im Zentrum, die Hallen-Eisbewerbe im Küsten-Cluster e erbe in Gangneung statt.

PYEONGCHA ERWARTET UNS 32

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Aktiv // Olympia // Austragungsorte

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Aktiv // Olympia // Austragungsorte

AngehÜrige der Schweizer Delegation im olympischen Dorf vor dem Gebäude mit der Nummer 105.

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as olympische Feuer brennt. Am 1. November und somit exakt 100 Tage vor Beginn der Winterspiele kam die eine Woche davor in Olympia (Griechenland) entzĂźndete Fackel in SĂźdkorea an. Nun beďŹ ndet sie sich auf der Reise durch 17 Städte und Provinzen des Gastgeberlandes, ehe sie an der ErĂśffnungsfeier vom 9. Februar 2018 ins Olympiastadion getragen wird und am 25. Februar anlässlich der Schlusszeremonie an gleicher Stätte wieder gelĂśscht wird. Die eigens fĂźr die zwei Feiern temporär errichtete Arena bietet Platz fĂźr 35 000 Zuschauer und beďŹ ndet sich

Der Hotelmanager in Jeongseon nimmt die Schweizerfahne entgegen.

lediglich fßnf Busminuten vom olympischen Dorf in PyeongChang (nicht zu verwechseln mit der nordkoreanischen Hauptstadt PjÜngjang) entfernt. In unmittelbarer Nähe ist auch die Medal Plaza, wo die Schweizer Athletinnen und Athleten hoffentlich viele Medaillen in Empfang nehmen werden. Maximal eine Stunde Fahrzeit Schon jetzt steht fest, dass die 23. Olympischen Winterspiele als Spiele der kurzen Wege in die Geschichte eingehen. Sämtliche Wettkampfstätten sind hÜchstens eine Stunde Fahrzeit

von PyeongChang, dem Zentrum der Spiele, entfernt. Die Stadt und der dazugehÜrige Landkreis im Nordosten Sßdkoreas zählen ungefähr 44 000 Einwohner, liegen in der Provinz Gangwon-do im Taebaek-Gebirge und sind als Naherholungsgebiet fßr Bewohner der nahegelegenen Städte wie Seoul attraktiv. Durch die HÜhe von 700 bis 1600 Metern ßber dem Meeresspiegel gibt es lange und schneereiche Winter – und fßr die Athletinnen und Athleten im Zusammenhang mit dem prestigeträchtigen Grossanlass keine Probleme wegen der HÜhen-Akklimatisation.

DIE WET TKAMPFSTĂ„T TEN IM ĂœBERBLICK Von den zwĂślf Wettkampfstätten besteht die Hälfte seit einigen Jahren. In einer oder zwei Phasen wurden sie umgebaut beziehungsweise erweitert. Sämtliche Arbeiten sollten bis Dezember abgeschlossen sein. Die neu erstellten Anlagen sollen nachhaltig genutzt werden.

PYEONGCHANG-GEBIRGS-CLUSTER  Alpensia-Skisprung-Zentrum ĹĄ=XVFKDXHU ĹĄ6HLW$XVEDXDE$SULO ELV'H]HPEHU ĹĄ&RQWLQHQWDO&XSXQG Alpensia-Biathlon-Zentrum ĹĄ=XVFKDXHU ĹĄ6HLW$XVEDXDE1RYHPEHU XQGDE$SULO ĹĄ:HOWFXSXQG:0 Alpensia-Langlauf-Zentrum ĹĄ=XVFKDXHU ĹĄVHLW$XVEDXDE-XQL XQGDE$SULO ĹĄ1DWLRQDOH0HLVWHUVFKDIWHQ XQG

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Olympic Sliding-Zentrum ĹĄ=XVFKDXHU ĹĄ5RGHO%REXQG6NHOHWRQ%DKQ ĹĄ1HXEDXDE'H]HPEHU ĹĄ6SĂ‹WHUH1XW]XQJ7UDLQLQJVVWĂ‹WWH IÄžUQDWLRQDOH6SRUWPDQQVFKDIWHQ XQGDXVOĂ‹QGLVFKH$WKOHWHQ :HWWNDPSIVWĂ‹WWHIÄžU(LVNXQVWODXI XQG6KRUW7UDFNWKHPDWLVFKHV (QWHUWDLQPHQW=HQWUXP Yongpyong Alpin-Zentrum ĹĄ=XVFKDXHU ĹĄ5LHVHQVODORP6ODORPXQG7HDP(YHQW ĹĄ6HLW$XVEDXDE6HSWHPEHU ĹĄ:HOWFXSXQG


Aktiv // Olympia // Austragungsorte

Das House of Switzerland beďŹ ndet sich noch im Rohbau.

DREI TRAINER UND IHRE EINDRĂœCKE

)27266:, 66 6.,

Im Gebiet um PyeongChang werden, abgesehen von den Hallen-Eisbewerben, sämtliche Medaillenentscheidungen ausgetragen. Zu den Wettkampfstätten in diesem Cluster zählen der hinsichtlich Olympia ausgebaute Alpensia Olympic Park (Skispringen, Biathlon, Langlauf, Nordische Kombination, Bob, Rodeln, Skeleton und Big Air), das bestehende Yongpyong Alpine Centre (Slalom, Riesenslalom und der neu ins olympische Programm aufgenommene Teambewerb), das aus dem Boden gestampfte Jeongseon Alpine Center mit der von Bernhard Russi gebauten Piste (Abfahrt, Super-G und Kombination) sowie der beliebte und erweiterte Phoenix Snow Park (Freestyle/Snowboard ausser Big Air). In all diesen Sportstätten fanden im letzten Winter zu Testzwecken Weltcup-Rennen statt – womit sich die Sportlerinnen und Sportler mit den Gegebenheiten vor Ort vertraut machen konnten. Mehrere Film-Drehorte Im Gegensatz zu Seoul, wo 1988 Olympische Sommerspiele stattfanden, ist das etwa 130 Kilometer von der sĂźdkoreanischen Hauptstadt entfernte PyeongChang wenig populär. Dabei wurde die Stadt von der New York Times zu einem der 52 Top-Reiseziele des Jahres 2016 erkoren. Die Sprungschanze (Film ÂŤTake OffÂť und Unterhaltungsprogramm ÂŤInďŹ nitiy ChallengeÂť), das Yongpyong Resort (TV-Serie ÂŤWinter SonataÂť) und der Phoenix Snow Park (TV-

Jeongseon Alpin-Zentrum ĹĄ=XVFKDXHU ĹĄ$EIDKUW6XSHU*XQG.RPELQDWLRQ ĹĄ1HXEDXDE0DL ĹĄ6SĂ‹WHUH1XW]XQJ:Ă‹KUHQGGHU :LQWHUVDLVRQDOV6NLJHELHWXQG LQGHUÄžEULJHQ-DKUHV]HLWDOV 0DUNWSODW]IÄžUORNDOH6SH]LDOLWĂ‹WHQ VRZLHDOVQDWÄžUOLFKHV$QEDXJHELHW IÄžU.UĂ‹XWHU*HPÄžVHXQG%OXPHQ Phoenix Snow Park ĹĄ)UHHVW\OH $HULDOV0RJXOV6NLFURVV +DOISLSH6ORSHVW\OH XQG6QRZERDUG 3DUDOOHO5LHVHQVODORP+DOISLSH 6QRZERDUGFURVV6ORSHVW\OH

ĹĄ=XVFKDXHU ĹĄ6HLW$XVEDXDE0Ă‹U]

Berni SchĂśdler (Chef Skisprung und Nordische Kombination), Hans Flatscher (Cheftrainer Ski alpin Frauen) und Ralph Pfäffli (Cheftrainer Skicross) weilten im olympischen Vorwinter bereits mit ihren Athletinnen respektive Athleten in der OlympiaRegion. Nachstehend schildern sie ihre EindrĂźcke und äussern sich zum prestigeträchtigen Grossanlass. Berni SchĂśdler: ÂŤDas schafft Ruhe und gibt ZuversichtÂť Ĺ?,P$OSHQVLD2O\PSLF3DUNHUZDUWHQXQVVFKÄ…QH 6NLVSUXQJXQG/DQJODXI$QODJHQZHOFKHVSDQQHQ GHXQGORKQHQGH:HWWNĂ‹PSIHJDUDQWLHUHQĹžVDJW 6FKÄ…GOHUĹ?'LH6FKDQ]HQKDEHQ&KDUDNWHUXQGVLQG VHKUHLQGUÄžFNOLFKĹž%HLP7HVWHYHQWLQGHUOHW]WHQ 6DLVRQVHLHQVLHVHKUJXWSUĂ‹SDULHUWJHZHVHQXQG KĂ‹WWHQVLFKEHUHLWVLQRO\PSLDWDXJOLFKHP=XVWDQG SUĂ‹VHQWLHUWĹ?$XFKGDV/DQJODXIVWDGLRQVDKJXWDXV (VLVWWDJKHOOEHOHXFKWHWĹ&#x;ZDVHLQHVSH]LHOOH $WPRVSKĂ‹UHHU]HXJWĹž $OOJHPHLQKLQWHUOLHVVGHUOHW]WMĂ‹KULJH$XIHQWKDOW LQ6ÄžGNRUHDEHL6FKÄ…GOHUĹ?VHKUJXWH(LQGUÄžFNH JHSDDUWPLWHLQLJHQJXWHQ5HVXOWDWHQLQVEHVRQGHUH YRQ7LP+XJ 5Ă‹QJHXQGGLH5HG 0DQNHQQW GLH*HJHQGGDV2UJDQLVDWLRQVNRPLWHHGLH 'LVWDQ]HQ'DVVFKDÄłW5XKHXQGJLEW=XYHUVLFKWĹž Hans Flatscher: ÂŤEine grosse und doch kleine BaustelleÂť Ĺ?$XIHLQZHLWHUHV=XVDPPHQWUHÄłHQPLWYLHOHQ 6SRUWDUWHQPLWPRWLYLHUWHQHUIROJVKXQJULJHQ 0HQVFKHQXQGDXIHLQXQYHUJHVVOLFKHV6SRUWIHVW LQ6ÄžGNRUHDĹžZLHHV6FKÄ…GOHUIRUPXOLHUWIUHXW VLFKDXFK)ODWVFKHU,P9RUGHUJUXQGVWHKHQIÄžULKQ DEHUPÄ…JOLFKH0HGDLOOHQĹ?%HLHLQHU:LQWHUVSRUW QDWLRQZLHGHU6FKZHL]]Ă‹KOWQLFKWQXUGHURO\PSL VFKH*HLVWZLUSHLOHQ(GHOPHWDOODQĹž:LHYLHOHVLQ 6RWVFKLZXUGHDXFKLQ3\HRQJ&KDQJGDV-HRQJVHRQ $OSLQH&HQWHULQV1LHPDQGVODQGJHEDXWĹ?0LW$XV

GANGNEUNG-KĂœSTEN-CLUSTER  Gangneung Hockey-Zentrum ĹĄ=XVFKDXHU ĹĄ1HXEDXDE0Ă‹U] Gangneung Oval ĹĄ=XVFKDXHU ĹĄ(LVVFKQHOOODXI ĹĄ1HXEDX2NWREHUELV0Ă‹U]

QDKPHGHU3LVWHXQGGHU*RQGHOEDKQGLHSULPD VLQGVWDQGEHLGHU2O\PSLD+DXSWSUREHQRFKQLFKWV )ÄžUV+RWHOJDEHVHLQULHVLJHV)XQGDPHQWXQG HVKDWWHYLHOH.UĂ‹QH)ÄžUXQVHUH9HUKĂ‹OWQLVVHHLQH JURVVH%DXVWHOOHLP9HUJOHLFK]X6RWVFKLHLQ-DKU YRUGHP*URVVDQODVVLQGHVHLQHNOHLQHĹž )ODWVFKHUVWHOOWH]ZDU2SWLPLHUXQJVSRWHQ]LDOIHVW JOHLFKZRKOKĂ‹WWHQGLH6ÄžGNRUHDQHUGHQ-RE]XIULH GHQVWHOOHQGHUOHGLJWĹ?,FKELQÄžEHU]HXJWGDVVVLHEHL GHQ7HVWHYHQWVYLHOOHUQWHQXQGEHLGHQ2O\PSLVFKHQ 6SLHOHQQRFKPHKUNRPSHWHQWHXQGURXWLQLHUWH/HXWH PLWZLUNHQĹž9RQGDKHUJHEHHVNHLQHQ*UXQG]XU 6RUJHLP*HJHQVDW]]XUSROLWLVFKHQ6LWXDWLRQĹ?GLH VLFKKRÄłHQWOLFKEDOGEHUXKLJWĹž Ralph Pfäffli: ÂŤDer olympische Geist lĂśst ein Kribbeln ausÂť 5XKHZÄžQVFKWVLFKVHOEVWYHUVWĂ‹QGOLFKDXFK3IĂ‹ÄľL 'LHSROLWLVFKHQ:LUUHQDXVJHNODPPHUWLVWHU ÄžEHU]HXJWĹ?GDVVPHLQH$WKOHWHQQLFKWVDXVGHQ 6RFNHQKDXHQZLUGĹž$OVRZHGHUGLHYLHOHQDQGHUHQ 6SRUWOHUQRFKGLH]DKOUHLFKHQ0HGLHQYHUWUHWHUXQG GDVEHHLQGUXFNHQGH'UXPKHUXP 6ÄžGNRUHDHULQQHUWH3IĂ‹ÄľLVWDUNDQ-DSDQĹ?PRGHUQ XQGPRQGĂ‹QLQGHQ*URVVVWĂ‹GWHQWUDGLWLRQHOOXQG Ă‹UPOLFKHULQGHQOĂ‹QGOLFKHQ5HJLRQHQ(VLVWHLQ JHVFKĂ‹IWLJHV7UHLEHQGLH/HXWHVLQGIUHXQGOLFKXQG KDEHQHLQ)DLEOHIÄžU:LQWHUVSRUWMD6SRUWLP$OOJH PHLQHQĹž'LHVHUVHLGRUWNHLQ)UHPGNÄ…USHUZLHPDQ LQ6RWVFKLPDQFKPDOJHPHLQWKĂ‹WWH 'HQ3KRHQL[6QRZ3DUNEH]HLFKQHW3IĂ‹ÄľLDOV Ĺ?NOHLQHVÄžEHUVFKDXEDUHV6NLJHELHWPLWYLHOHQ/LIWHQ XQGPHKUHUHQJURVVHQ+RWHOV(VZDU7DJXQG1DFKW HWZDVORVĹ&#x;DXFKDXIGHQ3LVWHQ'HU6FKQHHLVW VSH]LHOOJURENÄ…UQLJXQGPHLVWHQVDOWĹž'LH:LQG JHQHUDWRUHQ]HLJWHQGDVVRIW:LQGKHUUVFKW 2EZRKOGLH:LQWHUVSLHOHQRFKPHKUDOVGUHL0RQDWH HQWIHUQWVLQG'LH9RUIUHXGHEHL3IĂ‹ÄľLLVWVFKRQ JURVVĹ?'HURO\PSLVFKH6SLULWOÄ…VWEHLPLUVWHWVHLQ .ULEEHOQDXVĹž DI

Kwangdong Hockey-Zentrum ĹĄ=XVFKDXHU ĹĄ1HXEDX-XQLELV)HEUXDU ĹĄ6SĂ‹WHUH1XW]XQJ6SRUWKDOOH GHU8QLYHUVLWĂ‹WXQG6SRUWDQODJH IÄžUGLHDOOJHPHLQH%HYÄ…ONHUXQJ

Gangneung Ice Arena ĹĄ=XVFKDXHU ĹĄ(LVNXQVWODXI6KRUWWUDFN ĹĄ1HXEDX-XQLELV'H]HPEHU Gangneung Curling-Zentrum ĹĄ=XVFKDXHU ĹĄ6HLW$XVEDX'H]HPEHU ELV-DQXDU DEZEMBER 2017

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Aktiv // Olympia // Austragungsorte

Serie «Autumn in My Heart») sind als Drehorte bekannt. Ausserdem bildet der Name Alpensia eine Kombination aus den deutschen Wörtern Alpen, Asia und Fantasia und bedeutet «die fantastischen Alpen von Asien». Ob sich der Alpensia Olympic Park auch für die Schweizer Delegation als fabelhaft erweist? Ungefähr 40 Kilometer nordöstlich von PyeongChang entfernt befindet sich Gangneung. Die Stadt an der Ostküste ist bekannt für ihren Kaffee. In über 300 Orten brühen geschulte Baristas Kaffee auf. Die Kaffeestrasse in der 220 000 Einwohner zählenden Stadt kennt man im ganzen Land: 2016 war sie einer der Gewinner der Korea Tourism Awards. Während den Olympischen Spielen werden hier in Meeresnähe im Gangneung Olympic Park nun die sportlichen Sieger ermittelt. Dies in den Sportarten Eishockey, Eisschnelllauf, Eiskunstlauf, Short Track und Curling. Zum ganzen Komplex in Gangneung gehört – wie auch in Pyeongchang, wo sich zusätzlich das International Broadcast Center und das Haupt-Medienzentrum befinden – ein olympisches Dorf. Auf die exotische Umgebung und die spannenden Winterspiele dürfen sich die weltbesten Sportler zweifellos jetzt schon freuen. ANITA FUC HS

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OLYMPISCHES DORF UND DREI EXTERNE UNTERKÜNFTE Mehrheitlich ist PyeongChang für die Olympischen Spiele bereit und befindet sich im Zusammenhang mit den noch zu erledigenden Arbeiten im Zeitplan. Diesen Eindruck erhielt eine Delegation von Swiss Olympic und Swiss-Ski bei einem Besuch der Olympia-Region in der zweiten Oktober-Woche. Dabei besichtigte sie unter anderem auch die Unterkünfte für die erwarteten zirka 180 Sportlerinnen und Sportler sowie ihre Betreuer. Das Hauptquartier der Swiss-Ski-Delegation bildet das PyeongChang Olympic Village, «wo aktuell die finalen Arbeiten durchgeführt werden», wie Madeleine Erb, Leiterin Sportsekretariat Swiss-Ski, bei einem Augenschein feststellte. Im olympischen Dorf sind die Langläufer, Biathleten, Skispringer, Nordisch-Kombinierer und die Big-Air-Spezialisten der Snowboarder – diese sind erstmals an den

Winterspielen startberechtigt – untergebracht. Sie wohnen mit ihren Betreuern im Gebäude mit der Nummer 105 und belegen im ersten bis elften Stock Appartements mit 2- und 3-Bett-Zimmern. Zusätzlich haust die Swiss-Ski-Vertretung in drei externen Unterkünften. Die Techniker der alpinen Skirennfahrer in Doppelzimmern des bestehenden Dragon-Hotel in Yongpyong – es ist lediglich fünf Autominuten vom PyeongChang Olympic Village entfernt –, die alpinen Speedfahrer in einem, sich noch im Bau befindenden Hotel in Jeongseon, die Freestyler und die übrigen Snowboarder in Appartements in Bokwang. Das House of Switzerland wird in Fussdistanz zum Dragon-Hotel erstellt und befindet sich, wie Madeleine Erb bemerkte, «aktuell noch im Rohbau». (af) Blick in eines der 2-Bett-Zimmer im olympischen Dorf.


Kolumne // Medizin

Medizinische Betreuung fernab des Olympia-Dorfes

Dr. med. Walter O. Frey Chefarzt Swiss-Ski Leitender Arzt Balgrist Move>Med Zürich

Der Gedanke des Friedens und der Völkerverständigung sollte neben der sportlichen Höchstleistung für den Erfinder der modernen Olympischen Spiele der Neuzeit das anzustrebende Ziel sein: Athleten verschiedener Sportarten und unterschiedlicher Nationen treten gegeneinander an. Sie wohnen alle gemeinsam im sogenannten olympischen Dorf. Durch das dabei entstehende persönliche Netzwerk soll nachhaltig das Gefühl des «olympischen Spirit» geweckt werden. Die Realität in PyeongChang 2018 sieht anders aus. Die AlpineSpeed-Truppe wird zeitlich nach Geschlechtern getrennt, zuerst sind die Männer, dann die Frauen im Einsatz. Sie wohnen jeweilen in einem Hotel fernab im «Nowhere», aber dafür gleich an der Talstation der Bahn ins Skigebiet. Für sie ähneln Wohnort und Wettkampfbedingungen einem Weltcupanlass an einem verlassenen Ort. Eine ähnliche Situation werden die ebenfalls ausserhalb des olympischen Dorfes wohnenden Freestyler, Snowboarder und Alpinen der technischen Disziplinen antreffen. Daher bin auch ich als Schweizer Teamarzt vom Olympischen Dorf, meinen Kollegen und der medizi-

nischen Infrastruktur rund eine Autofahrstunde entfernt. Was Medikamente, Labor- und Physiotherapiegeräte anbetrifft, muss ich vollständig autonom handeln können. Der tägliche teaminterne fachliche und kameradschaftliche Gedankenaustausch bleibt aus. Die Physiotherapeutin und ich bilden das Medical Team. Unser engstes Netzwerk sind die Ärzte und Therapeuten der anderen Nationen. Auch das sind wir vom Weltcup her gewohnt. Sorgen macht mir, dass keine Rettung der verletzten Athleten von der Piste weg direkt mit dem Helikopter möglich ist. Südkorea verfügt nur über Marine-Helikopter zum Retten von Personen aus dem Meer. Als die Winterspiele an Südkorea, einem nicht klassischen Wintersportland, vergeben wurden, war klar, dass es Abstriche vom olympischen Ideal geben wird. Was wären die Alternativen gewesen? Stundenlange, zermürbende Anfahrtswege oder Abfahrtspisten an ungeeigneten Orten. Dann lieber den «olympischen Spirit» zurückstellen und dafür bei fairen Wettkampfverhältnissen starten. Aus medizinischer Sicht senken wir damit zudem das Verletzungsrisiko. Und das ist für mich prioritär. DEZEMBER 2017

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Advertorial // Hotelplan

Die ehemalige Goldgräberstadt Breckenridge und der moderne Skiort Keystone bieten ein schier endloses Skivergnügen und lassen sich ideal miteinander kombinieren. Ein besonderes Highlight ist das legendäre Skigebiet Arapahoe Basin.

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Breckenridge «Breck», wie die Einheimischen sagen, ist kein auf dem Reissbrett geplanter Ferienort, sondern eine lebhafte, historisch gewachsene Kleinstadt und der Hauptort des Summit County. Entlang der abends wunderschön beleuchteten Main Street befinden sich originelle Läden, Coffee Shops, Bars und Restaurants. Die kulinarische Auswahl reicht vom stilvollen Gourmetrestaurant bis zum rustikalen Saloon. Brecken-

ridge hat auch ein echtes Stück Geschichte zu bieten: Gegründet wurde es 1859, nachdem hier erstmals Gold gefunden worden war. Schnell entwickelte sich aus dem Goldsucher-Camp eine lebhafte Kleinstadt. Über 350 historische Gebäude zeugen noch heute davon und versprühen einen Hauch Wildwest-Flair. 1961 wurde das Skigebiet eröffnet. Das Skigebiet Breckenridge reicht bis auf 3962 Meter über Meer hinauf, was es zu einem

der höchsten in Nordamerika macht. 18 Sessellifte und ein Bügellift erschliessen die rund 180 Abfahrten. Das Gebiet erstreckt sich über fünf zusammenhängende Skiberge. Die Abfahrten sind für Skifahrer jedes Könnens geeignet, wobei die Mehrzahl auf Fortgeschrittene und Könner ausgerichtet ist. Wer nicht nur Ski fahren möchte, hat in Breckenridge auch andere Vergnügungsmöglichkeiten wie Langlauf, Entspannung im Breckenridge

FOTOS: ZVG.

FRISCHER PULVERSCHNEE UND HISTORISCHES STÄDTCHEN


Spa, Schneemobil-Touren und geführte Touren durch das historische Stadtzentrum oder zu ehemaligen Goldminen. Keystone Auch der nahegelegene Ort Keystone bietet ein spannendes Skigebiet. Dieses besticht durch lange Abfahrten und ein grosses Freeride-Gebiet. Zwei Gondelbahnen und 11 Sessellifte erschliessen über 120 Abfahrten, wovon der Grossteil als mittel bis schwer eingestuft ist, es hat aber auch leichte und Anfängerpisten sowie Terrain Parks.

Eine Spezialität von Keystone für Freeride-Fans ist das «Cat Skiing»: Eine Pistenraupe bringt eine kleine Gruppe Skifahrer mit Guide in unverspurtes Gelände. Am Dercum Mountain wird zudem auch Nachtskifahren angeboten. Arapahoe Basin Arapahoe Basin, kurz «ABasin», ist seit über 70 Jahren eine Legende in Colorado. Die Pisten des faszinierenden kleinen Skigebiets reichen bis fast auf 4000 Meter hinauf und sind von Oktober bis Mitte Juni geöffnet. Hier trifft

man mehrheitlich erfahrene Skifahrer und Snowboarder, die ein authentisches SchneeAbenteuer suchen. Unterkünfte gibt es in Arapahoe Basin selber keine. Daher ist es ein ideales Tagesausflugsziel, das man zum Beispiel von Breckenridge aus in nur 20 Minuten mit dem kostenlosen Shuttlebus oder im Auto problemlos erreichen kann. Nebst den fantastischen Abfahrten ist auch das Barbeque auf dem Parkplatz immer wieder ein Highlight, bei dem die Amerikaner abends ihren perfekten Skitag ausklingen lassen.

TIPP: Unterkunft in Breckenridge: The Village at Breckenridge Resort*** Weitere Infos unter: travelhouse.ch/z-27271

Travelhouse-Katalog «Winterträume Kanada & USA», bestellbar auf travelhouse.ch/kataloge Buchung und Beratung unter info@travelhouse.ch oder unter 043 211 71 81

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FOTO: Z VG.

Aktiv // Langlauf // 5 Top-Volksläufe im Fokus

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Aktiv // Langlauf // 5 Top-Volksläufe im Fokus

Graubünden wird zu Recht als «Langlauf-Perle der Schweiz» bezeichnet. 1700 Kilometer Loipen stehen Geniessern und Wettkämpfern bereitt. Graubünden un nd Snowactive stellen in einer gemeinsamen Aktion fünf «Klassik kerr» in den Fokus und verlo osen Start-Packages für einen der fünf Volkslangläufe – mit einer letzte en Teilnahmemöglichkeit in diesen Tagen.

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Aktiv // Langlauf // 5 Top-Volksläufe im Fokus

Wer langläuft, kann nichts falsch machen Langlaufen ist im Trend. Spätestens seit Dario Colognas Erfolgen hat die gesunde Sportart in der Schweiz einen Aufschwung erlebt. Er gehört nach wie vor zur Weltspitze. Er weiss aber auch, wie sich Hobbysportler in die Ausdauersportart «verlieben» können. Wir haben mit dem Bündner über Langlauftechnik, Sport und Spass gesprochen.

Welche Tipps geben Sie Hobby-Läufern? Das Wichtigste ist, dass sie Freude haben am Sport, an der Bewegung in der Natur, am Gleiten auf dem Schnee, am wohligen Körpergefühl hinterher. Und wichtig ist auch, dass man nicht zu viel auf einmal will, dass man Schritt für Schritt vorwärts geht. Wer gleich eine Weltcup-Strecke in Angriff nimmt und da einen neuen Streckenrekord aufstellen will, ist wohl schlecht beraten.

War dies der Startschuss für Ihre grosse Karriere? Ja, das kann man so sagen. Irgendwie hat es mich gepackt damals. Ich habe mit Ehrgeiz zu trainieren begonnen. Ein Jahr später bin ich bei den Schweizer Jugend-Meisterschaften aufs Podest gelaufen. Seither ist Langlauf meine Leidenschaft.

Wie wichtig ist die Ausrüstung? Das Material muss passen. Bei den Ski, Schuhen und Stöcken lässt man sich am besten von einem Fachmann beraten. Für Einsteiger in der klassischen Technik empfiehlt sich ein Fellski. Der eignet sich für alle Bedingungen – und man muss sich keine Gedanken übers Wachsen machen.

Was raten Sie Leuten, die mit Langlauf beginnen wollen? Empfehlenswert ist, die Technik von Grund auf zu erlernen. Ob klassisch oder Skating: wer richtig gleitet, hat bestimmt mehr Spass. Es gibt – gerade in Graubünden – viele Langlaufschulen und auch viele gute Lehrer. Ein paar Stunden Unterricht sind sicher förderlich.

Kann jemand, der heute noch nie auf Langlaufski gestanden ist, im März den Engadin Skimarathon bestreiten? Wer nicht ganz unsportlich ist und sich die Technik-Grundlagen aneignen kann, der ist sicher imstande, den Engadiner gleich in der ersten Langlauf-Saison zu schaffen. Es empfiehlt sich aber schon, vorher anständig zu trainieren und sich auch Zeit zu nehmen für einige längere Laufeinheiten. Sonst werden die 42 Kilometer länger als erwartet.

Sie haben in Camps öfters mit Hobby-Langläufern zu tun. Gibt es Dinge, die viele falsch machen? Falsch? Ich würde sagen: viele machen vieles richtig. Wer langläuft, kann eigentlich gar nichts falsch machen (er lacht). Langlauf gehört zu den Sportarten, die sich bis ins hohe Alter ausüben lassen. Und Langlauf wird ja auch von Gesundheitsexperten empfohlen, weil der Körper ganzheitlich gefordert und gefördert wird. 42

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Gibt es Hobby-Sportler, die besonders talentiert sind für Langlauf? Wer Ski fährt, hat sicher Vorteile. Aber auch Eishockey-Spieler oder Inliner finden sich auf den schmalen Latten erfahrungsgemäss schnell zurecht. Der Skating-Stil ist ja artverwandt. Ich kenne einige Hockey-Spieler, die richtig gut langlaufen.

In Graubünden gibt es erstaunlich viele Volksrennen. Können Sie eines besonders empfehlen? Der Engadin Skimarathon ist das mit Abstand populärste Volksrennen – und für viele HobbyLangläufer ja auch das erklärte Saisonziel. Aber auch die kleineren, familiären Events finden auf schönen Strecken statt und sind bestens organisiert. Welche Bündner Rennen sind Sie selber schon gelaufen? Als Junior habe ich den Mini-Planoiras in Lenzerheide gemacht. Auch beim Passlung bin ich als Gymi-Schüler einmal gestartet. Den Surselva-Marathon konnte ich vor zwei Jahren gewinnen, bei meinem Comeback nach der Tour de Ski. Bei der Sertig Classic in Davos bin ich noch nicht gestartet. Die findet zwar praktisch vor meiner Haustür statt, aber zu einem Zeitpunkt, wo meist Grossanlässe stattfinden: Weltmeisterschaften oder wie 2018 die Olympischen Spiele. Sie haben den Engadin-Skimarathon vergessen ... Ja, natürlich, den Engadiner habe ich in diesem Jahr zum dritten Mal gewinnen können. Ein Sieg beim Engadiner hat in der Schweiz viel Prestigewert und ist deshalb besonders wertvoll. Mein schönster Erfolg war aber der erste im Jahr 2007 – an meinem 21. Geburtstag. Werden Sie bei der 50. Austragung am 11. März 2018 wieder dabei sein? Wahrscheinlich nicht. Leider! Ein Tag vorher findet in Oslo am Holmenkollen das WeltcupRennen über 50 km statt. Da habe ich noch Rechnungen offen ... MA C H U B E R

FOTO: SWISS -SKI

Dario Cologna, erinnern Sie sich noch an Ihr allererstes Langlauf-Rennen? Das war ein JO-Rennen im Münstertal, wo ich aufgewachsen bin. Ich war zwölf Jahre alt und hatte bis dahin andere Sportarten betrieben: vor allem Fussball und Skifahren. Beim Langlauf-Rennen habe ich mitgemacht, weil es praktisch vor der Haustüre stattfand. Es lief dann recht gut. Ich weiss noch, dass ich Fünfter geworden bin.


Aktiv // Langlauf // 5 Top-Volksläufe im Fokus

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Aktiv // Langlauf // 5 Top-Volksläufe im Fokus

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Sie haben sich eine Teilnahme bei einem Volkslanglauf-Rennen zum Ziel gesetzt? Sie sind ambitioniert und mÜchten noch mehr Wettkampf-Luft schnuppern? Oder sind Sie Beginner und wßnschen sich ein klares Ziel zur Motivation? Graubßnden und das Magazin Snowactive verlosen fßnf exklusive Startpackages an einem der traditionellen VolkslanglaufRennen in der grÜssten Langlaufregion der Schweiz. Zu gewinnen gibt es: s 1 Startplatz fßr einen der fßnf nachfolgend aufgefßhrten Volksläufe s âBERNACHTUNGFÓR0ERSONENINKLUSIVE(ALBPENSION in der jeweiligen Destination (fßr die Nacht vor dem Volkslauf) s 0AAR,ANGLAUFSKIVON!TOMICODER3ALOMON s 3PORTUHRVON355.4/

Graubßnden und das Magazin Snowactive verlosen fßnf exklusive Startpackages an einem der traditionellen Volkslanglauf-Rennen in der grÜssten Langlaufregion der Schweiz. Die Gewinner werden im Magazin Snowactive porträtiert und schildern den Lesern nach dem Volkslauf ihre Erfahrungen und Erlebnisse.

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Wann: 14. Januar 2018 Start und Ziel: Biathlon-Arena Lantsch/Lenz Strecken: 21 km und 10 km !NZAHL4EILNEHMERca. 300 Besonderes: Der traditionsreiche Planoiras (33. Austragung) ďŹ ndet nur zwei Wochen nach der Tour de Ski statt. Das Ambiente des Weltcup-Highlights dĂźrfte noch spĂźrbar sein.

www.lenzerheide.com/planoiras

FOTO: Z VG.

J ETZT GL E I C H AN M EL D EN !


Aktiv // Langlauf // 5 Top-Volksläufe im Fokus

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SURSELVA-MARATHON

PASSLUNG

SERTIG CLASSIC

ENGADIN-SKIMARATHON

Wann: 28. Januar 2018 Start und Ziel: Sedrun Strecken: 25 km und 12,5 km Anzahl Teilnehmer: ca. 250 Besonderes: Die angenehm coupierte Strecke führt dem Rhein entlang und teilweise über das ehemalige NEATBahn-Trassee. Am Start sind oft auch einige der besten Schweizer Langläufer.

Wann: 11. Februar 2018 Start und Ziel: Scuol und Martina Strecke: 16,2 km Anzahl Teilnehmer: ca. 100 Besonderes: Der Passlung im Unterengadin gehört zu den Klassikern unter den Volksläufen. Im Februar findet er bereits zum 43. Mal statt.

Wann: 18. Februar 2018 Start und Ziel: Davos-Langlaufzentrum und Sertig Sand Strecke: 13,1 km (klassisch) Anzahl Teilnehmer: auf 250 begrenzt Besonderes: Auf der Strecke hinauf ins beschauliche SertigSeitental sind fast 400 Höhenmeter zu überwinden. Der Klassisch-Lauf ist nicht zu unterschätzen!

Wann: 11. März 2018 Start und Ziel: Maloja und S-chanf Strecken: 42,2 km und 21,1 km Anzahl Teilnehmer: ca. 13 000 Besonderes: Da der legendäre Engadiner zum 50. Mal ausgetragen wird, ist ein Teilnehmerrekord wahrscheinlich. Die Vorbereitungen auf ein grosses Volkssportfest laufen bereits auf Hochtouren.

www.surselva-marathon.ch

www.engadin.com/langlauf

www.sertig-classic.ch

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Advertorial // La Diagonela

Fünf Jahre La Diagonela

FOTOS: LA DI AGONELA / MAGNUS ÖST H

La Diagonela ist der grösste Volkslauf in klassischer Technik in der Schweiz. Die 65 Kilometer lange Strecke bietet alles, was das Langlaufherz begehrt und wird dem Anspruch von Topathleten und Breitensportlern gleichermassen gerecht. Ein unvergessliches Wintersporterlebnis in einer natürlichen und unvergleichbaren Umgebung und auf perfekt präparierten Loipen ist garantiert.

Die Strecke führt von Zuoz über La Punt und Celerina zum St. Moritzersee, weiter über den Stazersee nach Pontresina, dem Flugplatz Samedan entlang, zurück nach Zuoz. Dort sowie in La Punt findet ein Rahmenprogramm für Zuschauer mit Speaker statt. Im Ziel auf dem historischen Dorfplatz von Zuoz werden die Läuferinnen und Läufer mit musikalischer Unterhaltung, Speaker und Festbetrieb gebührend gefeiert. Die kleine, gemütliche Schwester La Pachifica führt über 30 Kilometer von Pontresina nach Zuoz. Wer in der klassischen Technik schnuppern möchte, für den ist die La Cuorta über elf Kilometer mit Start und Ziel in Zuoz die optimale Möglichkeit. Die elf Kilometer sollten jedoch nicht unterschätzt werden: Darin finden sich die berüchtigten Golanhöhen des EngadinSkimarathons, und von S-chanf

ins Dorfzentrum Zuoz ein fordernder Aufstieg, welcher auch bei Spitzenathleten für Spannung sorgt. La Diagonela ist Bestandteil der internationalen, renommierten Rennserie Visma Ski Classics. Sie gilt daher als offizielles Qualifikationsrennen für die grossen Rennen wie der Vasalauf und der Birkebeiner. Durch Ski Classics sind die besten Langdistanzathleten der Welt an der La Diagonela vertreten. Dies garantiert eine internationale Ausstrahlung und Hobbysportler haben die einzigartige Gelegenheit, sich mit den besten der Szene zu messen. 2018 feiert La Diagonela bereits sein erstes Jubiläum – fünf Jahre klassisches Langlaufrennen im Engadin. 20.1.2018 Jetzt anmelden unter www.ladiagonela.ch

LA DI AGON ELA 65 KI LOMETER La Diagonela ist Rätoromanisch und bedeutet auf Deutsch «die Diagonale». Es ist eine Anspielung auf die Diagonaltechnik im klassischen Langlaufstil sowie auf die Streckenführung, welche diagonal durch das Engadin verläuft. Übrigens: Im Kanton Graubünden sprechen noch rund 60000 Personen rätoromanisch.

LA PACHI FI CA 3 0 KI LOMETER La Pachifica ist die kleine Schwester der La Diagonela und bedeutet auf Rätoromanisch «die Gemütliche».

LA CU OR TA 11 KI LOMETER La Cuorta ist ein Spassrennen für Langlaufeinsteiger, Kinder, Jugendliche und Familien. La Cuorta heisst auf Rätoromanisch «die Kurze».

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Aktiv // Blick auf den Ski-Club Olten

Der Ski-Club Olten wird 75 Jahre alt

Eine Ode an die Kameradschaft

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as ist noch nicht alles. Der Ski-Club Olten baute 1970 ein eigenes Skihaus in Sörenberg. Das «Steinetli», so der Name, entwickelte sich zu einer «Goldgrube» und führte vor allem in jüngerer Zeit zu einem ansehnlichen Kapital. Conny Kissling wurde hier gross Und damit immer noch nicht genug. Die Skiakrobatin Conny Kissling Lehmann hat ihre 48

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Wurzeln ebenfalls in Olten. Ihre Erfolge in dieser Disziplin sind fast beispiellos und die Liste ist lang. Sie errang 106 Weltcupsiege. Sie gewann neun Medaillen an Weltmeisterschaften und Olympischen Winterspielen und gilt noch heute als die beste Freestyle-Skierin schlechthin. Sie lernte beim Ski-Club Ski fahren und gründete später den Oltner Akro-Skiclub, eine Untergruppe des Ski-Clubs Olten. «Damals verfügten wir noch nicht über allzu viel finanzielle Mittel. Conny wurde deshalb von einigen Mitgliedern zusätzlich gefördert», erinnert sich Benno Buser. Die ehemalige Akrobatin und Oltnerin ist dem Skisport auch heute – zumindest indirekt – noch verbunden. Sie ist verheiratet mit dem aktuellen SwissSki-Präsidenten Urs Lehmann, der seinerseits 1993 in Morioka Abfahrtsweltmeister wurde. Zurück zur Entstehungsgeschichte. An Schnee dachte man im Gründungsjahr 1942 noch nicht. Der Zweite Weltkrieg war voll im Gange und ging natürlich auch an der neutralen Schweiz nicht spurlos vorbei. In solchen Zeiten rücken die Menschen gerne zueinander. Mit der Gründung des Ski-Clubs Olten wurde die-

sem Ansinnen gerecht. Und so kam es, dass der Flachland-Skiclub dereinst mit 770 Mitgliedern zu einem der grössten Schweizer Skiclubs gedeihen sollte. Diese Rekordzahl ist natürlich längst Geschichte. Aber 1990, also vor weniger als 30 Jahren, waren es über 500 und im Jubiläumsjahr zählt er immer noch um die 270, wie Ehrenpräsident Benno Buser sagt. Ein Mann, der selber immer noch im Verein und im Vorstand aktiv tätig ist. Weg vom Leistungssport Das waren noch Zeiten, als der Club 1979 einen Damen-FIS-Slalom in Sörenberg durchführte. Auf dem Podest standen bekannte Namen: Petra Wenzel, Hanni Wenzel und Erika Hess. Der Ski-Club Olten hat sich lange Zeit dem Leistungssport verpflichtet. Von dieser Verpflichtung habe man zwischenzeitlich Abschied genommen. Spätestens als der Nordwestschweizerische Skiverband aufgelöst und in den Regionalverband Schneesport Mittelland integriert wurde, habe sich diese Tendenz verstärkt und fortan habe man sich noch verstärkt dem Breitensport zugewandt, sagt

FOTOS: ZVG.

Wahrscheinlich war es im Frühling 1942 noch mehr Winter als dies heute gewöhnlich der Fall ist. Jedenfalls war es winterlich genug, um an die Gründung eines Skiclubs zu denken – genau genommen des Ski-Clubs Olten. Einer, der überaus erfolgreich sein sollte. Die Gründer wussten damals noch nicht, dass sich dieser Verein aus dem Flachland dereinst zu einem der grössten Schweizer Skiclubs entwickeln würde.


Aktiv // Blick auf den Ski-Club Olten

DAS FEST

Das OK der 75-Jahr-Jubiläumsfeier vom Ski-Club Olten vereint mit den zwei ältesten Ehrenmitgliedern auf dem Bild vereint (von links): Benno Buser, Monika Marti, Jöggu Christen, Marcela Schmuziger, Andreas Scheidegger, Iris Eichelberger, Roli Giger (OK-Präsident) Röbi Brandl, Claudia Lämmli, Friedrich Gönner. Sitzend Vreni Buser, Felix Jäggi, die 1982 beziehungsweise 1967 zu Ehrenmitgliedern ernannt wurden.

Der Ski-Club Olten hat geladen und rund 170 Personen sind gekommen zum grossen Jubiläumsfest in der «Schützenmatt»-Halle in Olten. Festlich gedeckt war der Tisch, schmackig das kalte und warme Buffet; und auch der kleine aber feine Unterhaltungsblock war überaus unterhaltsam. Es sollte kein Fest der langen Reden sein, sondern gemütliches Beisammensein war geplant. Und dieses Unterfangen ist dem organisierenden Team von elf Clubmitgliedern ebenfalls ganz gut gelungen. Das attestierte auch Stadträtin Iris Schelbert, die sogar richtig ins Schwärmen kam und aus ihrem eigenen Ski-Nähkästchen plauderte. Mit humorvollen Worten dokumentierte sie ihre ersten Versuche auf Ski mit sieben Jahren bis hin zur Neuzeit mit den kurzen und taillierten Ski, die sie zwar nicht gleich zur guten Skifahrerin gemacht hätten, aber «dafür ist die Lust am Skifahren auch heute noch unge-

brochen». Diesen Wintersport betreibe sie am liebsten in Berggebieten, die auch im Sommer schön aussehen würden. Die Oltner Direktorin für Bildung und Sport hatte sich ausserdem auch gut über den Jubilar informiert und zeigte sich erfreut über die Aktivitäten, «die auch heute noch unübersehbar und wohl auch spürbar sind». Der Club wurde gegründet, um Kameradschaft zu leben und einer Leidenschaft zu frönen. Daran habe sich bis heute nichts verändert, habe sie an diesem festlichen Abend schnell gespürt. Ebenfalls zu den Gratulanten gehörte Iris Eichelberger, Vorstandsmitglied von Schneesport Mittelland. Sie überbrachte nicht nur die Grüsse des Regionalverbands, sondern auch von Swiss-Ski und überreichte den Skiclub-Verantwortlichen den Jubiläumspokal von Swiss-Ski.

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Aktiv // Blick auf den Ski-Club Olten

Erwin Schenker, Max Cotting senior, Berty Schätzle, Felix Jäggi, Paul Kipfer, Ferdi Streit, Karl Zemp, Antoinette Lüchinger, Edgar Gribi, Jörg Moll, Fritz Brandl, Vreni Buser, Röbi Buser, Sämi Loosli, Nelly Marti, Ernst Schmitter, Benno Buser.

eine Jugendorganisation im Entlebuch regelmässig in den Genuss von Fördergeldern für die Realisation von Musicals. Fünf Mal im Jahr organisiert der Ski-Club ausserdem einen Skitag für Kinder. 40 bis 50 Jugendliche sind jeweils mit einem bescheidenen Selbstkostenbeitrag mit dabei. «Den grossen Teil der Kosten trägt der Fonds», sagt Buser. Mit diesem Fonds will man auch künftig kulturell oder sportlich motivierte Jugendprojekte fördern.

Ehrenpräsident Benno Buser. Der langjährige Ski-Club-Präsident ist noch heute im Vorstand aktiv. Dieser ist als Team konstituiert und jedes Mitglied betreut ein festes Ressort. Der Club führt eine Abteilung Skitouren, Fussball und Unihockey. Seine Aktivitäten im Winter waren natürlich noch vor Jahren viel aktiver, führte lange Zeit eine JO-Bewegung und besitzt seit 1970 ein eigenes Skihaus. Im Laufe der Jahre wurde das Skihaus immer mehr auch fremdvermietet und führte dazu, dass der Club zu einem ansehnlichen Vermögen kam. «Wir haben mit einer bestimmten Summe einen Förderfonds errichtet und unterstützen damit die Jugend. Nicht nur im Sportbereich, sondern ganz allgemein.» Unter anderem kommt auch

Starke Persönlichkeiten Der Ski-Club Olten verdankt seine starke Präsenz auch vielen Persönlichkeiten, die in den vergangenen 75 Jahren den Verein geprägt und vor allem mitgetragen haben. Sie alle wurden für ihre Verdienste zum Ehrenmitglied ernannt und sind so fest in dieser eindrucksvollen Geschichte verankert. Präsidenten gab es in diesem Dreiviertel-Jahrhundert auch nur eine gute Handvoll, was durchaus für die Nachhaltigkeit im Verein spricht. Erwin Schenker war 1942 der erste Präsident. Ihm folgten Namen wie Edy Meyer, Kurt Käser, Otto Studer, Paul Kipfer, Jörg Moll, Max Cotting, Carlo Della Giacoma, Armin Winkler und Benno Buser.

DIE EHRENMITGLIEDER

Die Zukunft des Ski-Clubs Olten soll weiterhin und in erster Linie dem Freizeit- und Breitensport gewidmet sein. «Wir haben starke Abteilungen für Sommer- und Winteraktivitäten. Diese werden wir weiterhin fördern und dem frönen, was unsere Väter einst mit der Gründung beabsichtigt haben: Die Pflege der Kameradschaft», so Benno Buser. JOSEPH WEIBEL

DAS SKIHAUS Über zwei Jahrzehnte habe das Skihaus Steinetli in Sörenberg das Vereinsgeschehen nachhaltig mitgeprägt, heisst es in der 50-Jahr-Chronik des Vereins. Zehntausende hätten in diesen Jahren das Skihaus als Unterkunft benützt und auch schätzen gelernt. Ab 1971 wurde ein ganzjähriger Hüttenbetrieb eingeführt. Eine tüchtige Schar Hüttenwarte, steht in der Chroni weiter, hätte für den reibungslosen Hüttenbetrieb gesorgt. Die Skihütte wurde zu einer viel frequentierten Begegnungsstätte, aber auch eine willkommene Einnahmequelle durch die Vermietung an Gruppen und Schulen. Die Clubmitglieder waren vorab an Clubrennen, Osterweekends und anderen sportlichen Veranstaltungen anzutreffen. Heute dient die Skihütte vor allem der Drittvermietung und einigen festen Clubanlässen.

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Advertorial // knecht reisen

Selkirk Tangiers Heli Skiing:

40-Jahr-Jubiläum – Das ist ein Fest!

FOTOS: Z VG.

Seit vier Jahrzenten führt Selkirk Tangiers Heli Skiing (STHS) seine Gäste durch die Selkirk und Monashee Mountains. Für Powder-Fans ist das riesige Gebiet des Anbieters aus der «Heliskiing-Welthauptstadt» Revelstoke in British Columbia das Traumziel schlechthin. Es grenzt an den Mount Revelstoke und den Glacier Nationalpark. Der durchschnittliche Schneefall beträgt hier 15 bis 20 Meter pro Jahr!

Das Unternehmen wurde 1978 von Peter Schlunegger gegründet, der Heliskiing im Gebiet von Revelstoke einführte. Die Unmengen an Pulverschnee und das unvergleichliche Terrain zogen den Schweizer förmlich an. Schnell erkannte Peter Revelstokes Potenzial, ein wahres Heliski-Mekka zu werden.

Die Anfänge von STHS waren eine Zeit der Erkundungen, in der ständig Gebiete kartographiert, Risiken eingeschätzt und Helikopter durch hochalpines Gelände navigiert werden mussten. In jedem Jahr kamen neue Runs hinzu – genauso wie neue Freunde und unzählige Geschichten. So wuchs der Betrieb im Laufe der Zeit an. Das Unternehmen nahm weitere Guides und Helikopter hinzu und bezog 1999 seinen heutigen Standort im Coast Hillcrest Hotel. Ein Sprung in die Gegenwart: Das Geschäft floriert. Selkirk

Tangiers ist zu einem der führenden Heliski-Anbieter der Welt herangewachsen. Ihr exklusives Terrain umfasst mehr als 400 Runs mit zahllosen Möglichkeiten, den «PowderSpielplatz» rund um Revelstoke zu erkunden. Die weiten Gletscher, die hochalpinen Bowls und die eindrucksvollen Wälder lassen Gäste immer wieder zurückkehren. Peter hat sich inzwischen zurückgezogen, aber seine Leidenschaft für die Berge bleibt. Genau diese Leidenschaft spornt heute das Team von Selkirk Tangiers Heli Skiing an.

Unter der Leitung von Geschäftsführer Eriks Suchovs arbeiten die Teammitglieder hart dafür, die Erwartungen ihrer Kunden zu übertreffen. Die gemeinsame Begeisterung für Schnee und Berge sowie der Wunsch, einzigartige Erlebnisse zu schaffen, ist die Triebfeder ihrer täglichen Arbeit. Wir laden Sie ein, Selkirk Tangiers Heli Skiing in diesem Winter zu besuchen. Profitieren Sie von der 40-jährigen Erfahrung des Anbieters und geniessen Sie unvergessliche Tage im Tiefschnee-Dorado Revelstoke!

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Service // Audi quattro Ski Cup

Mit Leidenschaft auf Schnee Audi quattro Ski Cup in drei Schweizer Destinationen

S SERVICE

Audi auf Schnee? Nicht ganz. Aber der deutsche Automobilhersteller ist ganz stark mit dem Wintersport verbunden. Beim Engagement im Skisport legt Audi den Fokus aber nicht nur auf den Spitzensport, sondern auch auf den Hobby- und Amateurbereich. Zum Beispiel seit drei Jahren mit dem Audi quattro Ski Cup, eine äusserst gelungene Mischung von Wettkampfstimmung und Plausch. Drei von zehn Austragungsorten dieser Rennserie für jedermann sind in der Schweiz. 52

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uch in dieser Wintersaison schaut Audi gemeinsam mit seinen Wintersportpartnern zuversichtlich in die Zukunft. Mit einem Ziel: nachhaltiger Erfolg durch Nachwuchsförderung und Begeisterung für das Thema Skisport im Hobby- und Amateurbereich. Daher unterstützt die Ingolstädter Automanufaktur nicht nur zahlreiche nationale Skiverbände mit eigenen Fahrzeugen, sondern auch mit regelmässigen Event-Highlights und Aktionen vor Ort und unterstreicht damit seine Präsenz im alpinen Skizirkus.

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Engagement. Und das so erfolgreich, dass die Eventserie von ursprünglich fünf mittlerweile auf zehn Stationen in Frankreich, Italien, der Schweiz und Österreich ausgeweitet wurde. Dabei sorgt echte Wettkampfatmosphäre an traumhaften Wintersportorten für ein unvergleichliches Erlebnis, wie sie sonst nur alpinen Skistars vorbehalten ist. Jeder Lauf wird professionell kommentiert und ein original Starthaus und Zielbogen aus dem Ski Weltcup sorgen auf dem perfekt präparierten Riesenslalomkurs mit automatisierter Zeitmessung für ein authentisches Rennerlebnis.

Amateur Skirennserie mit Weltcup-Feeling Mit dem Audi quattro Ski Cup zeigt die Marke auch im Amateurbereich leidenschaftliches

Von Profis unterstützt Ausserdem stehen Skilegenden wie Didier Cuche, Mike von Grünigen oder Fränzi Aufden-


Service // Audi quattro Ski Cup

Qualifikationsrennen in drei Schweizer Skimetropolen Teilnahmeberechtigt beim Audi quattro Ski Cup sind alle Skifahrer ab 18 Jahren, die eine rote Piste bewältigen können. Es gibt vier Kategorien, bei denen die ersten drei Klassierten attraktive Preise gewinnen können. Die Besten der Besten qualifizieren sich zudem für das Weltfinale in Kitzbühel (AUT) und vertreten dort das Team Schweiz. Hier treffen sie dann auf die Landessieger der anderen teilnehmenden Nationen.

FOTOS: ZVG.

Grande Finale in Kitzbühel Ende März 2018 steht das absolute Highlight der kommenden Rennsaison an: Die Skimetropole Kitzbühel, Heimat des legendären Hahnenkamm-Rennens, erwartet die Sieger der Qualifikationsläufe zum Weltfinale des Audi quattro Ski Cup. Wie der letzte umjubelte Saisonabschluss 2016/2017 in Madonna di Campiglio, der prestigeträchtigen Weltcup-Station in den Dolomiten, verspricht auch das kom-

blatten den Teilnehmern mit Techniktipps ps er und Analysen zur Seite. Und am Stand der Skiexperten kann man zudem echtes Profifier Equipment von Rossignol testen. Ein weiterer Höhepunkt des Rahmenprogramms ist die ie Audi driving experience auf Eis und Schnee, wo ie die Verbindung von «quattro»-Technologie rund Wintersport eindrücklich erfahren werden kann. hMit über 3000 Teilnehmerinnen und Teilnehmern in der Saison 2016/2017 traf der Audi quattro Ski Cup auf eine überwältigende Resonanz – und das gerade mal zwei Jahre nach dem Start der Amateur-Skirennserie. Erneut beweist Audi ein feines Gespür für die Wünsche seiner Zielgruppe, im Automobil- wie im Wintersportbereich.

mende Weltfinale 2017/2018 in Tirol ein Anlass voller packender Skiaction und ein AudiEventfeuerwerk der alpinen Extraklasse zu werden. Wer sein sportliches Können unter Beweis stellen möchte, kann sich jetzt noch für das VIPProgramm in Verbier und Davos unter audi.ch anmelden. Natürlich kann man auch während den jeweiligen Daten und ohne Voranmeldung einfach vorbeikommen und kostenlos am Rennen (ohne VIP-Programm) teilnehmen.

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08.–10. Dezember 2017 19.–21. Januar 2018 23.–25. Februar 2018

Informationen zu allen Audi quattro Ski Cups in der Schweiz in der Saison 2017/18 gibt es unter www.audi.ch/aqsc

DIE ZUKUNFT AUF DER STRAS STRASSE SE Audi denkt nicht nur beim Skisport an die Zukunft. Mit dem Audi e-tron wird 2019 ein vollelektrisch angetriebener SUV auf den Schweizer Strassen eingeführt. Interessierte können sich jetzt schon den Vorsprung für 2500 Franken reservieren. Mehr unter audi.ch/etron

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Olympiakandidatur Sion 2026 – die Flamme neu entfachen

Mit dem Grundsatzentscheid des Bundesrats, die Bewerbung für die Olympischen und Paralympischen Winterspiele 2026 in der Schweiz zu unterstützen, geht Sion 2026 in eine weitere Runde. Der Entscheid zeigt, wie seriös seitens der Initianten gearbeitet wurde. Immer mit dem Ziel, nachhaltige Spiele in angemessener und überschaubarer Grösse in der Schweiz auszurichten. Die grosse Stärke des Konzepts liegt darin, dass es sich auf zahlreiche bereits existierende Sportstätten stützt. Von den 19

Austragungsorten (alle Disziplinen zusammengenommen), werden 2020 bereits 16 Wettkampfstätten vorhanden sein. Jürg Stahl, Präsident von Swiss Olympic und Vize-Präsident der Kandidatur, sagt: «Der Entscheid erlaubt es uns, unsere Arbeit fortzusetzen und die Kandidatur noch weiter zu verbessern. Der Slogan Raviver la flamme – die Flamme neu entfachen – widerspiegelt unsere Vision: Wir wollen die Bevölkerung für die Austragung der Spiele gewinnen und den Schweizer Sport noch besser positionieren, indem wir zeigen, dass eine Veranstaltung wie die Olympischen und Paralympischen Spiele positive Veränderungen herbeiführen kann.»

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Die beliebten Breitensportprojekte starten in die neue Saison

Es ist soweit: Schneesportbegeisterte können sich wieder für den Grand Prix Migros und Famigros Ski Day anmelden. Das grösste Kinder- und Jugendskirennen der Welt – der Grand Prix Migros – geht in die 46. Runde, die letzten 15 Jahre davon unter dem Namen des Hauptsponsors Migros. In diesem Winter warten wiederum 13 Ausscheidungsrennen und ein grosses Saisonfinale auf die jungen Skirennfahrerinnen und Skirennfahrer. Als Highlights warten ein Nachtrennen in Davos und Rivella als neuer Supplier.

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Beim Famigros Ski Day erleben Familien einen Schneesporttag für wenig Geld: nur 85 Franken kostet die Teilnahme beim Familienskirennen. Im Preis inbegriffen sind die Tageskarten für alle Startenden, Mittagsverpflegung und vieles mehr. Da der Ski-Tag von Famigros so beliebt ist, findet er von Dezember bis März neu nicht weniger als 17 x in der ganzen Schweiz statt. Jetzt anmelden unter: www.gp-migros.ch und www.famigros-ski-day.ch.


FOTO : DIE NU MME R E INS .C H

No. 1 – ein Magazin von Sportler/-innen für Sportler/-innen

Photo © GEPA Pictures | Wendy Holdener with LEKI Poles

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«No. 1 ist ein Projekt von und für Liebhaber: Einige der besten Schweizer Sportjournalisten und Artdirektoren nehmen sich die Zeit, um ein Sportmagazin zu kreieren, das sie selber gerne lesen würden», stellt Ursina Haller, ehemalige Snowboarderin und Mitbegründerin von No. 1, die Idee vor. Im Beirat der Redaktion sitzen ausschliesslich aktuelle und ehemalige Spitzensportler, wie Snowboarder Iouri Podladtchikov, Skirennfahrerin

Dominique Gisin oder Freeskier Andri Ragettli. Das rund 140 Seiten umfassende Heft soll im Herbst 2018 einmalig erscheinen. Für die Produktion des Hefts werden mindestens 100 000 Franken benötigt. Dieses Geld wollen die Initianten nun via Crowdfunding (ab 27. November) sammeln.

Mehr Infos unter: www.dienummereins.ch

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Konkurrenzfähige Schweiz Während Skifahren bei unseren Nachbarn in Österreich und Deutschland teurer wird, fährt man hierzulande generell günstiger Ski. Das zeigt eine Untersuchung des Ski-Portals Snowplaza. Den Grund ortet Snowplaza beim Verzicht vieler Bergbahnen auf eine Preiserhöhung wegen der harten Konkurrenz sowie beim Franken, der gegenüber

dem Euro an Wert verloren hat. Die teuersten Destinationen für 6-Tages-Skipässe liegen aber trotzdem nach wie vor in der Schweiz. Allerdings wurden Saison-Abos, wie sie Saas-Fee anbietet, nicht berücksichtigt.

Quelle: hotelrevue, Oktober 2017

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knecht reisen wird noch sportlicher

Die FIS alpinen Skiweltmeisterschaften St. Moritz 2017 wurden nicht nur erfolgreich durchgeführt, sondern auch genutzt, um über vielfältige Innovationen ein positives Vermächtnis für die Region zu schaffen. Ob und wie das gelungen ist, zeigt der Bericht «Nachhaltigkeit + Innovation = Vermächtnis (NTV)», unter der Leitung von Jürg Stettler von

Nach dem Motto «Im Team sind wir am stärksten» bündelt knecht reisen seine Sport-Programme im neuen «House of Sport» in der Klotener Filiale. Das Team des Ski- und Heliski-Programms «Powder Dreams» zieht aus der Zürcher Innenstadt ebenso ins neue Sport-Hauptquartier, wie die Golf-Abteilung mit ihrem «Golf Dreams»-Angebot aus Windisch. Unter der Führung von Cyrill Zimmermann werden von nun an alle Sport-Angebote zentral aus Kloten gesteuert und weiter ausgebaut. Neben Ski und Golf bündelt das «House of Sport» das TrainingslagerProgramm insbesondere für Fussballteams, die Reisen zu Spitzensport-Events rund um den Globus im Rahmen des Sport-live- und des SanSiro-Reisen-Programms sowie die neuen Sportreisen für Aktivurlauber.

der Hochschule Luzern, und Hansruedi Müller, ehemaliger Professor der Uni Bern. Eine sogenannte NIV-Charta bildete den verbindlichen Rahmen für das Handeln von Organisationen, Behörden, Verbänden und anderen Akteuren an der WM in St. Moritz. Daraus wurden 22 Projekte in den Bereichen Umwelt, Wirtschaft, Gesellschaft und Management lanciert. 19 Projekte konnten ganz oder teilweise erfolgreich umgesetzt werden und haben unter anderem zur Tourismusentwicklung, Skisportförderung und einem umweltschonenden Umgang mit den Ressourcen, der Landschaft und dem Abfall beigetragen. Die Erfahrungen der Ski-WM 2017 sollen nun auch für künftige Sportgrossveranstaltungen wertvolle Erkenntnisse liefern, insbesondere für Olympische Spiele oder Weltmeisterschaften. mgt.

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Vor Kurzem ist der Katalog für die Langlauf- und Skitouren-Saison 2017/2018 von «Cross Country Ski Holidays» vom Band gelaufen. 27 Hotels und 17 Regionen in Österreich, Deutschland, Italien und der Schweiz präsentieren sich darin mit ihren spezifischen Leistungen. «Cross Country Ski Holidays» ist eine Angebotsgruppe zum Thema Langlaufen und geht dieses Jahr in die vierte Wintersaison. Sie besteht aus Regionen und Hotels, die sich auf Gäste spezialisiert haben, die abseits der Skipisten, Wintersport inmitten einer grandiosen Bergwelt betreiben möchten. Dazu gehören auch Skitouren: «Cross Country Ski Holidays» hat das Thema im letzten Winter aufgegriffen. Ab der kommenden Saison wird das Angebot vertieft und erweitert. Die Basis für sichere Touren wird in SkitourenCamps gelegt, die in den spezialisierten Regionen abgehalten werden.

Annerösli Zryd: In unserem Beitrag zu «100 B it 100 JJahr h BOSV» in der letzten Ausgabe erschien auch die Abfahrtsweltmeisterin von 1970, Annerösli Zryd, im Rahmen dieser Berichterstattung über das Jubiläum des Berner Oberländer Skiverbands (BOSV). In diesem Kurzartikel wurde die ehemalige Rennläuferin aus Adelboden glatt um 10 Jahre älter gemacht. Selbstverständlich ist Zryd erst 68 Jahre alt. Wir entschuldigen uns für diesen Lapsus.

Neuer Katalog von «Cross Country Ski Holidays»

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Mit dem Skistock im Fondue rühren Letztes Jahr war es die Garderobe «Piz» aus rezyklierten Skispitzen oder die Trophäe «Skinnz» aus einer alten Skibindung, dieses Jahr sind es Fonduegabeln aus ausgedienten Skistöcken: Hergestellt werden die originellen Gadgets im Massnahmenzentrum im zürcherischen Uitikon und zwar von verurteilten Straftätern im Alter von 15 bis 26 Jahren. Die Käsefonduegabeln «Girabla» kosten im 6erSet 42 Franken, sind ca. 27 Zentimeter lang und werden bunt gemischt verpackt. Für die Produktion sucht das Massnahmenzentrum Uitikon alte Skistöcke sowie Ski und Bindungsköpfe – ganz nach dem Motto: Immer her damit. Bitte melden bei Marc Stadelmann, Leiter der Produktentwicklung und Vermarktung, Telefon 044 498 23 05, marc.stadelmann@ ji.zh.ch, www.mzu.zh.ch

Katalog anfordern unter «Cross Country Ski Holidays», www.langlauf-urlaub.com, info@langlaufurlaub.com, Telefon 0043 654 280 480 19

Korrigenda

Thomas Dummermuth: Im Artikel über das BOSV100-Jahr-Jubiläum wurde das Bild auf Seite 28 irrtümlich mit dem Namen Johnny Wyssmüller betitelt. Das Bild zeigt Thomas Dummermuth, OK-Präsident der 100-Jahr-Feierlichkeiten. Titelbild: In der letzten Ausgabe wurde das Titelbild fälschlicherweise als Foto von Swiss-Ski gekennzeichnet. Das Bild der Nachwuchsfahrerin Selina Egloff hat jedoch Thomas Kiener aus Savagnier anlässlich eines Skirennens in Les Collons VS geschossen.

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Advertorial // Atomic

Atomic Rester mit Servotec:

Auf der Rennstrecke geboren, für die Piste gebaut

FOTO: Z VG.

Beim Rennlauf geht es darum, so schnell wie möglich zu sein, und trotzdem kontrolliert zu fahren. Das erfordert einen agilen wie stabilen Ski. Die neue Redster-Serie kombiniert beides auf noch nie dagewesene Art und Weise. Möglich macht das die jüngste Innovation von Atomic: Servotec – direkt aus dem Weltcup und das neue Nonplusultra für alle Pistenskifahrer

Redster G9: Der erste Ski mit Servolenkung Mit den neuen Redster-Ski bekommen die Aspekte Höchstgeschwindigkeit und Kontrolle auf dem Rennkurs eine ganz neue Dimension. Das jüngste Atomic-Aushängeschild und eines der Highlights der Serie ist der Redster G9. In ihm steckt die neueste Weltcup-Renntechnologie von Atomic – Servotec. Der Name kommt vom Begriff «Servolenkung». Denn im Grunde ist es das: die Servolenkung für den Ski. Mit Servotec lässt sich der Ski schneller durchdrücken, was ihn in der Schwungeinleitung und Steuerphase agiler und reaktionsfreudiger macht. Bei höheren Geschwindigkeiten und Schussfahrten ist der Ski laufruhig und liegt stabil auf der Piste. Der Redster G9 ist zusätzlich mit einem High-Speed-Sidecut, einer Full-Sidewall und einem Power-Woodcore ausgestattet und ist Titanium-powered. Servotec kommt in allen TopRedster-Modellen zur Anwendung, inklusive dem Redster G9 für lange Riesenslalomschwünge, dem S9 für kurze

Slalomschwünge und dem X9 für beides. So kommen nicht nur Weltcup-Athleten, sondern alle Skifahrer in den Genuss dieser aussergewöhnlichen Kombination aus Agilität und Stabilität. Skischuh Redster CS 130: Top Performance und Kontrolle Das perfekte Setup mit den neuen Redster-Ski komplettieren Atomics neue RedsterSkischuhe. Wer mit Höchstgeschwindigkeiten unterwegs ist, braucht einen High-Performance-Skischuh für präzise Kraftübertragung. Gleichzeitig ist einfaches Handling massgeblich, um die Kontrolle zu behalten. Der Redster CS 130, der Top-Schuh in der Club-Sport-Serie, optimiert beides. Seine anatomisch präzise, schmale Passform basiert auf Weltcup-Technologie und garantiert optimalen Halt. Ausserdem kommt der Schuh mit einer Progressive-RaceShell auf den Markt, deren dickeres, aber weicheres Material für einen progressiveren Flex und bessere Dämpfung sorgt. Die neue Redster-Serie

ist bereits Weltcup-erprobt und der CS 130 hat alles, was Skifahrer zum kontrollierten, schnellen Skifahren brauchen. Redster-Kampagne mit Marcel Hirscher und Audi Atomic beschreitet nicht nur neue Wege in Sachen Produktinnovation, die Marke hat auch eine digitale Multi-ChannelKampagne für die RedsterSerie in petto. Hauptdarsteller der Kampagne ist Marcel Hirscher, fünffacher Gesamtweltcup-Sieger in Serie, der auf den neuen Redster-Ski und in seinem Audi RS6 gezeigt wird – beide sind auf der Rennstrecke geboren und für die Piste bzw. Strasse gebaut. Atomic und Audi sind zu diesem Anlass eine einzigartige Partnerschaft eingegangen, um den Launch der neuen Redster-Ski zu unterstützen. Die Kampagne wird im Herbst 2017 gestartet. Weltcup-Know-how und Pro Service im APC Zusammen mit anderen TopAthleten war Marcel Hirscher stark in die Entwicklung seiner neuer Redster-Rennmaschinen involviert. Und der Redster-

Schuh hat vergangene Saison sogar schon eine Super-GKristallkugel an den Füssen von Aleksander Aamodt Kilde gewonnen – undercover! Daher herrscht viel Optimismus beim gesamten Atomic-Rennteam, was die neue Redster-Ausrüstung betrifft. Diese wurde übrigens offiziell bei den Weltmeisterschaften in St. Moritz im Februar 2017 präsentiert. Eine Sache, die alle AtomicAthleten gemeinsam haben, ist ihre erste Anlaufstelle im Atomic-Headquarter: das Atomic Pro Center (APC). Es ist die erste Weltcup-Rennabteilung der Welt, die allen FIS-Athleten offensteht (von Junioren über Masters bis zu den Pros). Hier bekommen alle FIS-Rennfahrer Beratung und Unterstützung auf Weltcup-Niveau vom technischen Team hinter Marcel, Mikaela (Shiffrin) und dem Rest der professionellen Athleten. Die gleiche FIS-Produktauswahl und der kompetente Renn-Service werden im Übrigen auch von ausgewählten Atomic-Händlern mit APCZertifizierung angeboten. #weareskiing DEZEMBER 2017

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Sci Svizzera italiana

Una stupenda giornata di sci sulle nevi di Airolo.

Arriva l’inverno si scia nella Svizzera italiana

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a FSSI, Federazione sci Svizzera italiana, ha compiuto 75 anni lo scorso 10 maggio e in questo lungo periodo ha potuto svolgere le sue attività appoggiandosi sulle strutture esistenti in Ticino e Moesano. Se è vero che alcune realtà sono scomparse adattandosi all’evoluzione climatica, è altrettanto vero che oggi ancora una ventina di stazioni sciistiche offrono le condizioni ideali per praticare gli sport sulla neve in condizioni ottimali, si tratti di sci alpino, freestyle, snowboard o sci di fondo. Ed è proprio sulle piste di casa che sono nati e cresciuti alcuni dei più illustri esponenti della FSSI che hanno poi saputo meritarsi una pagina di notorietà anche a livello internazionale, così come altri lo stanno tuttora facendo. In ordine puramente casuale presentiamo qui i centri attualmente attivi nella Svizzera italiana, partendo dalla stazione nordica di Bedretto che con i suoi 10 chilometri di piste è una certezza per i fondisti, accanto al Centro nordico di Campra che offre ben 30 km e si sta ammodernando con strutture all’avanguardia per confermarsi un centro d’allenamento di

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carattere internazionale. Anche San Bernardino propone una vasta carta di piste per lo sci di fondo con 33 km circa adatti a tutte le esigenze. Sempre più dipendenti dalle condizioni d’innevamento ci sono poi le piste di Campo Blenio, Dalpe e Prato Leventina. Per lo sci alpino o lo snowboard spicca l’offerta della Leventina, con su tutti la stazione di Airolo-Pesciüm che grazie ai sette impianti di risalita offre circa 30 km, oltre a una serie di infrastrutture per lo sci o il freestyle, pure in fase di ammodernamento e potenziamento. Poco distante c’è poi Cioss Prato in valle Bedretto con i suoi due piccoli impianti di carattere famigliare a 1600 metri di quota. Completano l’offerta della regione lo sci lift di Lüina, quello di Dalpe e quello di Prato Leventina, mentre poco più a sud ci si deve fermare a Carì, dove i quattro impianti spaziano dai 1400 ai 2000 metri coprendo circa 20 km di piste in un altro scenario montano da cartolina. Lo sci ha una bella tradizione anche in Valle di Blenio, dove la stazione del Nara ha a disposizione cinque impianti che, con sufficiente innevamento, garantiscono 30 km di piste. Più a nord c’è invece lo sci lift di Campo Blenio, un altro luogo adatto alle famiglie grazie anche al tappeto mobile e al piattello. In Mesolcina è attualmente operativo il comprensorio sciistico Pian Cales-San Bernardino

con due impianti e due chilometri di piste per lo sci e lo snowboard che affiancano l’offerta del fondo. Spostandoci nel locarnese, c’è la possibilità di sciare a due passi dalla città: sei impianti per circa sei chilometri di piste tra Cardada e Cimetta. Inoltrandoci nelle valli, tra i 1400 e i 2400 metri di altitudine, si situa invece la stazione sciistica di Bosco Gurin-Grossalp, dove i cinque impianti garantiscono quasi ogni inverno condizioni ottimali per lo sci su 30 km. Altri luoghi adatti alle famiglie e ai bambini le troviamo poi a Neggia nel Gambarogno, a Mogno in valle Lavizzara, a Rossa in Val Calanca, a Pian San Giacomo in Mesolcina e a Novaggio nel Malcantone. Ticino e Moesano offrono una vasta scelta per la pratica dello sci e di questo ne possono approfittare tutti gli appassionati, gli sci club e le famiglie, sfruttando anche le attività complementari sorte nel tempo, come i sentieri sulla neve, i circuiti per le racchette, le piste di ghiaccio, i punti di ristoro e di divertimento, le scuole sci o altre attrazioni per giornate indimenticabili sulla neve. E L I A S T A MP A N O N I

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Sono una ventina le stazioni sciistiche nella Svizzera italiana che aspettando la neve si apprestano ad affrontare una nuova stagione sugli sci.


La Voix Romande. Sechste Ski-24 in Les Mosses – Show pur!

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eseelt von Innovationsgeist haben Ende März 2013 rund zwölf Langlaufanhänger das Ski-24-Rennen (www.ski-24.ch) aus der Taufe gehoben. Als Skigebiet mit hervorragender Infrastruktur wählten sie die wunderbare Umgebung des Espace Nordique in Les Mosses. Auf einer eher alpinen Topographie und mit dem Kopf in den Sternen, mit den Ski jedoch fest in den Loipen, ist diesen Pionieren ein eiskaltes Wagnis gelungen. Der Auslöser hierfür war eine Nacht im finnischen Lappland während eines ausserordentlichen Abenteuers 2011. Nach fünf Jahren des Erfolgs, der Anstrengungen und der hervorragenden Leistungen weiss man seit dem Anmeldebeginn am 1. November, dass die sechste Ausgabe des 24-StundenRennes am 31. März und 1. April 2018 stattfinden wird. OK-Präsident Frédéric «Fredo» Grandjean kann es kaum erwarten, loszulegen! Als treibende Kraft der Veranstaltung und Fachmann für die Feinheiten ist Fredo auch Trainer bei Ski-Romand. Er kann sich auf die engagierten Multitalente in seinem Team verlassen und weiss, dass die Beliebtheit dieser Veranstaltung wieder zahlreiche Teilnehmer nach Les Mosses locken wird. Ein kurzer Rückblick zeigt, dass das Ski-24Rennen seit seinen Anfängen steigende Teilnehmerzahlen verzeichnen konnte: 2013 haben insgesamt 470 Männer und Frauen aller Altersklassen teilgenommen. 2014 und 2015 waren 590 bzw. 700 Konkurrenten am Start. 2016 gab es einen leichten Rückgang (650). Dies war laut Frédéric Grandjean dem Osterwochenende und der Patrouille des Glaciers geschuldet. Ein Szenario, das sich übrigens auch bei der nächsten Ausgabe im März/April 2018 wiederholen wird. In der letzten Saison trafen 850 Teilnehmer in Les Mosses aufeinander.

Aldo H. Rustichelli ist ein ausgewiesener Kenner der Skisportszene, namentlich auch in der welschen Schweiz. Er hat viele Jahre die französischsprachige Ausgabe von Snowactive (und früher «Ski») mit seinen Texten über die Romandie, das französischsprachige Wallis und den Neuenburger und Berner Jura bereichert. Die welsche Schweiz wird mit der «Stimme der Romandie» in jeder Ausgabe eine Plattform erhalten.

Ein Beleg dafür, dass dieser Event, der in der Nordic-Ski-Landschaft einzigartig ist, sozusagen zu einer Pflichtveranstaltung geworden ist. Das Teilnehmerfeld wird grösser. Die verschiedenen Jugend-Kategorien lassen die Disziplin aufleben. Vielleicht sind bald schon 1000 Teilnehmer am Start. Dieses Ziel steht jedoch, so der OK-Präsident, nicht als wichtigstes Kriterium im Vordergrund. Auch wenn der unverzichtbare Pollux und seine Pistenraupe für hervorragend präparierte Loipen stehen. Ob Klassisch oder Skating – Langlauf ist ein Sport für jeden. Sobald man sich eine Startnummer überzieht, ändert sich der Gemütszustand, so die Fans der angesagten Wettkämpfe. Es ist ein besonderer Wettkampf, bei dem die Fantasie über die Realität zu siegen scheint. Vor allem nachts. Das geht so weit, dass eine Teilnahme beim Ski-24 einer Therapie gleichkommt. Denn die Stimmung ist et-

was ganz Besonders. Ein Beispiel: Ein Ehepaar aus Paris, Inliner-Fans, ist bei seiner ersten Teilnahme 2013 dem Charme von Les Mosses erlegen. Das Rennen spricht unbestreitbar den Langlaufamateur an, ohne jedoch die Cracks zu benachteiligen, die sich mit Freunden messen wollen. Diese Disziplin lockt immer mehr Sportler an, denn sie hat ihre Vorteile bereits unter Beweis gestellt. Ein Hauch Vintage, jedoch mit leistungsstärkerer Ausrüstung, trägt dazu bei, dass eine Philosophie wiederbelebt und das Image des Langlaufs verbreitet wird. Und zwar dermassen, dass Frédéric Grandjean zusammen mit der tatkräftigen Lena Pichard (ehemals Langläuferin im Schweizer Kader) die Fri'Nordic Show auf die Bretter stellt, die vom 23. bis 26. November auf dem GeorgesPython-Platz in Freiburg stattfindet. Es werden rund 6000 Zuschauer erwartet. Sofern man in Zusammenarbeit mit den umliegenden Eisbahnen auch genug Schnee zusammen bekommt. Am 17. und 18. März 2018 finden dann im Gebiet Les Mosses/La Lécherette die Helvetia Nordic Games statt. Sie bilden das Finale der Helvetia Nordic Trophy, bei dem die Crème de la Crème zukünftiger Champions zusammenkommt. Auf dem Programm stehen ein Funparcours und andere Aktivitäten, bei denen das Gleichgewicht, die Widerstandskraft und die Agilität der Teilnehmer getestet werden. An der Spitze dieser Veranstaltung stehen bekannte Gesichter: Lena Pichard im Vorsitz (Vize-Präsidentin des SC Goupil Alpes Vaudoises), Frédéric Grandjean, technischer Verantwortlicher (Vize-Präsident des Glisse Club Romont) und Rémy Fischer, regionaler Koordinator (Präsident SC Goupil Alpes Vaudoises). Wir wünschen diesen Nordic-Ski-Begeisterten einen wohlwollenden Winter.

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Service // Jürg Hess // Buch-Neuerscheinung

Skibindungen im Wandel der Zeit Was hat die Stadt Kandahar in Afghanistan mit dem Skisport zu tun? Diese Frage beantwortet Jürg Hess aus Bad Ragaz in einer Buch-Neuerscheinung.

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Durch seinen Vater erlernte er schon als kleines Kind das Skifahren. 1953/54 wurde in Bad Ragaz die Gondelbahn Pardiel eröffnet. Er war Mitglied des SC Bad Ragaz und 27 Jahre als Mitarbeiter des Jugendskilagers Lenk tätig. Er gilt als markante Persönlichkeit in seiner Wohngemeinde. Sein erstes Paar antike Ski hat er schon als Schüler aus dem Sperrmüll nach Hause gebracht. Seit 1980 hat er so richtig mit dem Sammeln von Gegenständen begonnen. Mittlerweile muss er viele Utensilien auslagern. Sein Hobby führt er mit der Pflege bis ins Detail. Fast zu jedem Gegenstand weiss er eine Geschichte. Den Skibindungen hat er sich speziell verschrieben. H A NS BI G L E R

Der Bad Ragazer Jürg Hess schreibt in seinem Buch «Die Skibindungen im Wandel der Zeit» über deren Entwicklung.

BESTELLUNG Das Buch wird in einer Kleinauflage gedruckt und ist für 48 Franken (exkl. Versand) bei Jürg Hess, Bad Ragaz, erhältlich. hess_juerg@bluewin.ch

FOTO: H ANS BI GLER

ie Kandahar-Skibindung war eine starke Schweizer Marke. Produziert wurden sie in Ste-Croix im Waadtländer Jura. Dank dem englischen Skipionier Sir Arnold Lunn wurde Kandahar im Skisport zu einem Begriff. Es gibt in Mürren am Schilthorn eine Kandahar-Piste. Auch in Garmisch finden die Weltcuprennen auf einer Kadahar-Strecke statt. Lunn gründete 1924 einen Skiclub, der als vornehmster Skiclub auf der Welt gilt. Ein Roman für sich ist die Namensgebung des Clubs. Diese geht nämlich auf eine Episode aus der britischen Kolonialzeit 1880 zurück. In seinem Vorwort schreibt er, dass seine 208-seitige Zusammenfassung aus seinem Bedürfnis entstand, die Lücken an Informationen zur Entstehungsgeschichte der Skibindungen zu schliessen. Die Basis zu seinem Buch bildet eine Seminararbeit des österreichischen Mittelschullehrers Gottfried Wolfgang, späterer Trainer und Generalsekretär der Olympischen Winterspiele 1964 in Innsbruck. Jürg Hess hat zusammen mit Claude Gütlin, der ihm bei den graphischen Arbeiten zur Seite stand, über 100 Bilder von Bindungen, Abbildungen von Patentschriften oder Werbungen an geeigneter Stelle eingefügt. Der pensionierte Coiffeurmeister aus dem Sarganserland besitzt selber in seinem Haus eine grosse Sammlung von vielen wertvollen Utensilien aus allen Epochen des Skisports. Öfters wird er kontaktiert, um für Ausstellungen, Museen oder andere Veranstaltungen nostalgisches Material auszuleihen. Im Januar 2016 wurde er vom nationalen Radiosender SRF 1 zu einer längeren Hintergrundsendung eingeladen.


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ALLGEMEINE TEILNAHMEBEDINGUNGEN AN WETTBEWERBEN

Zur Teilnahme an den Verlosungen im Magazin ÂŤSnowactiveÂť ist jede in der Schweiz und Liechtenstein wohnhafte Person berechtigt, unter Ausschluss der Mitarbeitenden von ÂŤSnowactiveÂť, Swiss-Ski sowie Prosell AG, deren PartnerďŹ rmen und der beauftragten Agenturen. Die Teilnahmefrist wird fĂźr jeden Wettbewerb separat deďŹ niert.

Leicht

Sofortgewinner werden mit Hilfe eines Zufallsalgorithmus ausgelost und umgehend benachrichtigt. Die Ziehung des Hauptpreises erfolgt nach Ablauf der Teilnahmefrist. Nur korrekte und vollständige Angaben von Zustellungsdaten (Name, Adresse, Ort) berechtigen zur Preiszustellung. Die Preise werden den Gewinnern per Post an die angegebene Adresse zugestellt. TeilnahmemÜglichkeiten: Post, Email oder Online.

Es ist weder eine Barauszahlung noch ein Umtausch der gewonnenen Preise mÜglich. Die Teilnehmer willigen ein, dass die ßbermittelten Daten durch Snowactive und deren Partner fßr Marketingaktivitäten weiterverwendet werden kÜnnen.

Ăœber den Wettbewerb wird keine Korrespondenz gefĂźhrt. Der Rechtsweg ist ausgeschlossen.

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PS. Eine Ode an Olympia – plus drei Kaffee

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ch gebe zu, ich bin in der Sache befangen. Ich oute mich gerne als flammender Befürworter von Olympischen Spielen und hoffe, dass diese 2026 im Wallis, den benachbarten Kantonen und St. Moritz stattfinden werden. Ich hatte das Glück, schon einige Spiele als Journalist erleben zu dürfen und bin nach wie vor fasziniert von diesem Ereignis – aller negativer Auswüchse zum Trotz. Ich würde es jedem Sportinteressierten gönnen, ebenfalls einmal in diese einmalige Atmosphäre eintauchen zu können. Sie bietet unvergessliche Erlebnisse und Eindrücke. Man trifft nicht nur auf Gauner und Betrüger, wie aufgrund der Berichterstattung in den vergangenen Wochen zuweilen der Eindruck entstehen könnte. Man begegnet Menschen wie du und ich, leidenschaftlichen Sportlern, engagierten Funktionären, begeisterten Fans. Wem ich hingegen nie begegnet bin, sind all jene Berufskollegen oder Politiker, die jetzt in lauten Tönen nur das Negative hervorheben. Die vielbeschworene Trennung von Sport und Politik ist zur Farce geworden. Sport ist, wenn es um Olympische Spiele geht, nur noch Politik. Leider. Adolf Ogi machte in der Aargauer Zeitung keinen Hehl aus seiner Enttäuschung, wie Exponenten seiner Partei Bundesrat Guy Parmelin oder Swiss-Olympic-Präsident Jürg Stahl in den Rücken fallen. Eine Olympia-Lokomotive wie er wäre im Moment wichtiger denn je.

Richard Hegglin war als Agenturjournalist während vier Jahrzehnten für den Skisport unterwegs und sass 20 Jahre im FIS-Weltcup-Komitee. Heute schreibt er für Snowactive und diverse Tageszeitungen.

Ich lasse mir gerne Naivität unterstellen. Ich bin felsenfest überzeugt, dass Olympische Spiele in der Schweiz zu vertretbaren Kosten auf weitgehend bestehenden Anlagen organisiert werden können. Und zwar genau im Sinne der «Agenda 2020», die redimensionierte Spiele anstrebt. Die Kritik am Gigantismus von Sotchi ist relativ. Ein grosser Teil floss nicht in die olympische, sondern die touristische Infrastruktur, um das St. Moritz des Ostens auf das Niveau westlicher Top-Destinationen zu hieven. «Unser» St. Moritz verschlang, wenn man das Standardwerk «Schnee, Sonne und Stars» aufmerksam liest, seit Beginn der Entwicklung ebenfalls einen satten Betrag – aber auf anderthalb Jahrhunderte verteilt. Und wenn die Milliarde Franken, die der Bundesrat kürzlich als Unterstützung Sion 2026 zusicherte, auf die zehn Jahre bis 2026 verteilt wird, sieht dieser Betrag wenig dramatisch aus. Dividiert man die Jahrzehntkosten durch die sieben Millionen Erwachsenen in der Schweiz,

macht das pro Person vierzehn Franken aus – pro Jahr notabene. Was drei Tassen Kaffee entspricht. Bei einer Kostenüberschreitung wären es vielleicht vier ... Liebe Politiker. Lasst mal die ideologischen Grabenkämpfe. Macht etwas für die leistungswilligen jungen Sportler, für die Olympische Spiele im eigenen Land das Grösste wären. Der Tourismus und die Wirtschaft würden ebenfalls profitieren. Die Organisatoren sind sich der Verantwortung für einen schonungsvollen Umgang mit Natur und Umwelt bewusst. St. Moritz hat das mit den Skiweltmeisterschaften bewiesen. Der NachhaltigskeitsSchlussbericht gibt ihr gute Noten. Aber das interessiert kaum jemand. Reto Furrer, selber Walliser und einer der wichtigsten Player im Wintersport (siehe Beitrag über Descente) sagt: «Es ist mir schleierhaft, wie man gegen Olympische Spiele sein kann.» Er glaubt, dass das angeschlagene Image von FIFA und IOC mitverantwortlich ist für die negative Grundhaltung. Deshalb wird generell allen Verbänden und allen grossen Projekten im Sport mit Skepsis begegnet. Das Wallis hat am 10. Juni 2018, wenn über einen Kredit von 61,8 Millionen abgestimmt wird, die Gelegenheit, ein klares Bekenntnis für Olympische Spiele abzugeben. Das hätte Signalwirkung für die ganze Schweiz. Sonst bleibt dieser Traum für eine weitere Generation eine Illusion. Es wäre jammerschade.

IMPRESSUM Snowactive Dezember 2017, 51. Jahrgang; erscheint 6-mal jährlich ISSN 1661-7185 Herausgeber und Verlag Strike Media Schweiz AG, Gösgerstrasse 15, 5012 Schönenwerd, Telefon 062 858 28 20, Fax 062 858 28 29 in Kooperation mit Swiss-Ski, Postfach, 3074 Muri, Telefon 031 950 61 11, Fax 031 950 61 12 Redaktion Snowactive Gutenbergstrasse 1, 4552 Derendingen, Telefon 058 200 48 28 Verlagsleitung Wolfgang Burkhardt Redaktionsausschuss Joseph Weibel (Leitung; j.weibel@snowactive.ch), Röbi Brandl, Wolfgang Burkhardt, Erika Herzig (Leitung; erika.herzig@swiss-ski.ch), Regula Lazzaretti (regula.lazzaretti@swiss-ski.ch), Annalisa Gerber (Sponsoring; annalisa.gerber@swiss-ski.ch)

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Fotoredaktion Erik Vogelsang Inserate Prosell AG, Schönenwerd, Rebekka Theiler (r.theiler@prosell.ch), Wolfgang Burkhardt (w.burkhardt@prosell.ch) Übersetzungen Marcel Gasser, Le Landeron Konzept, Design und Produktionsverantwortung Brandl & Schärer AG, Olten, Röbi Brandl, Kurt Schärer Aboservice Prosell AG, Schönenwerd, info@prosell.ch, Telefon 062 858 28 28 Jahresabonnement CHF 49.– für ein Jahr, CHF 89.– für zwei Jahre (inkl. MwSt.) Copyright Strike Media Schweiz AG, Gösgerstrasse 15, 5012 Schönenwerd Nachdruck Nur mit ausdrücklicher Genehmigung der Redaktion gestattet www.snowactive.ch, feedback@snowactive.ch, info@snowactive.ch

Adressänderungen Alte und neue Adresse an Swiss-Ski, Postfach, 3074 Muri, Telefon 031 950 61 11, Fax 031 950 61 12

Das Team von Strike Media Schweiz wird ausgerüstet von:


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Stubai Glacier, Austria / Photo: Mirja Geh

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Snowactive Dezember 2017 Deutsch  

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