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Nr. 12 DEZEMBER 2016

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51. JAHRGANG

Streitthema Freilauf für alle Nutztiere

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BLICK INS LAND wünscht allen Lesern frohe Weihnachten und viel Erfolg

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Tractor of the year Der „Oscar“-Titel für Europas „Traktor des Jahres 2017“ geht an den Case IH Optum. Der beste Allzwecktraktor: New Holland T 5.120 Seite 37

2017!

Foto: Archiv

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BLICK INS LAND Jurymitglied seit 2000 3


IM GESPRÄCH

BERNHARD WEBER

SVB-Rabatt Erhofft hatten sich manche bis zu 167 Millionen Euro für alle, geworden sind es 88 Millionen für einen Großteil der Landwirte. Ihnen soll mit diesem Geld als Unterstützung gegen Preisverfall, Ernteausfälle und Einkommenseinbußen ein Teil der Sozialversicherung erlassen werden. Angeregt vom Bauernbund, profitieren von diesem Regierungsbeschluss immerhin acht von zehn bäuerlichen Betrieben, hieß es aus dem Agrarressort. Im Durchschnitt mit rund 850 Euro pro Betrieb. Angesichts massiver Widerstände von SPÖ-Gewerkschaftern ein beachtliches Ergebnis. Und der „SVB-Rabatt“ muss nicht zurückbezahlt werden. Geholfen wird damit den mehr als 100.000 Klein- und Nebenerwerbsbauern. Was nicht verwundert, sind diese doch das Rückgrat der heimischen Landwirtschaft. Zwei von drei Bauern bewirtschaften mit ihren Familien die Höfe oft neben einem 40-Stunden-Job. Ohne sie wäre eine flächendeckende Landwirtschaft in benachteiligten Regionen nicht machbar. Bitter ist der Beschluss für jene, die knapp über der mutwillig gezogenen Bezugsgrenze liegen. Sie gehen wie die obersten 10.000 Betriebe leer aus. Den Rabatt aus Solidarität für Letztere generell zurückzuweisen oder auf alle 132.000 Betriebe aufzuteilen, wie anfangs von zu vollmundig agierenden Spitzenfunktionären nun angedacht, ist aber fragwürdig. Krisen treffen weniger die lauten als die kleinen Betriebe besonders hart. Hier wäre Josef Prölls leider nicht realisierte Transparenz­ datenbank (für alle Österreicher) gefragt. Der hatte übrigens als (Agrar-)Politiker auch Beliebtheitswerte, von denen andere heute nur träumen können. 4

„Freilauf für alle Nutztiere ist eine Vision!“ Interview Ja! Natürlich, die Biomarke des Rewe-Konzerns, beschäftigt sich in ihrer ­jüngsten Kampagne mit dem Thema Tierwohl und freier Auslauf. Vor allem Zeitungsanzeigen mit „Muxl“, dem Rind, sorgen für Aufmerksamkeit – und Aufregung unter Bauern. BLICK INS LAND hat dazu MARTINA HÖRMER und ANDREAS STEIDL befragt.

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er Hauptakteur, Fleckviehrind „Muxl,“ der üblicherweise auf einem Bauernhof bei Bad Mitterndorf im Ausseerland lebt, muss neuerdings öfters mal vom Bauern und seinem sprechenden Schweinderl gesucht werden. Der Grund dafür: die forcierte Freilandhaltungs-Devise von Ja! Natürlich. Warum sich Muxl jeden Tag den Sonnenaufgang ansieht, wird da gefragt: Weil er es kann, lautet die Antwort! Wie es ihren natürlichen Bedürfnissen entspricht, will Ja! Natürlich künftig alle landwirtschaftlichen Nutztiere frei halten. Mit ausreichend Auslauf, jeder Menge Sozialkontakt zu Artgenossen und natürlich saftigem Futter frisch von der Weide. Eines Tages soll es allen Nutztieren so gut gehen wie Muxl, so die Ansage von Ja! Natürlich. Kein Wunder, erbost die neue Kampage daher wieder einmal konventionelle Landwirte im Land. Ähnlich, als einst das Schweinderl den Spritzmittel-Vertreter vom Hof gejagt hatte, und vor allem Ackerbauern darin ein allgemeines Foul gegen die Landwirtschaft sahen, sehen sich nun nicht wenige Stallhalter von Rindern, Schweinen oder Geflügel angegriffen, die ihren Tiere keinen Auslauf ins Freie bieten können oder wollen. BLICK INS LAND: Mit der neuen Tierwohl-Kampagne rund um Muxl ist Ihnen die Aufmerksamkeit auch vieler Bauern wieder gewiss. Nicht wenige meinen allerdings auf deren Kosten. Wie bewusst ist Ihnen die Provokation? Hörmer: Wir möchten gleich zu Beginn festhalten, dass wir mit unserer Werbung niemanden verärgern oder angreifen wollten. Die Hervorhebung der Leistung ist das Grundprinzip jeder Werbung. In dem genannten „Muxl“-Inserat heben wir die Leistungen unserer Bio-Bauern für unsere Marke Ja! Natürlich hervor. Und ja, wir sind überzeugt, dass Freilauf und fehlende Anbindehaltung Leistungen sind, die auch im Biobereich keine Selbstverständlichkeit darstellen und die es hervorzuheben lohnt.

Hörmer, Steidl: „Ständiger Auslauf ist keine Selbstverständlichkeit.“ Das bedeutet aber nicht, dass wir andere damit diskriminieren. Nur weil etwa in anderen Inseraten Bergbauernprodukte beworben werden, werden damit nicht gleichzeitig die Bauern aus Tallagen diskriminiert. „Artgerechte Haltung“ mit Freilauf für alle Tiere klingt dennoch ähnlich unrealistisch wie weniger als 2 Grad Erderwärmung bis 2050. Was stimmt Sie so optimistisch? Oder versprechen Sie den Konsumenten damit nicht etwas zu viel? Steidl: Es ist fachlich unbestritten, dass die Bewegungsfreiheit und die ständige Option zum Auslauf an die frische Luft Eckpfeiler einer artgemäßen Bio-Tierhaltung sind. In der Praxis ist das keine Selbstverständlichkeit, bei Ja! Natürlich aber alles andere als zu viel versprochen: Es ist nämlich absolute Grundvoraussetzung. Das ist eine besondere Leistung unserer Bio-Bauern, auf die wir sehr stolz sein können und die wir daher auch bewerben. Hörmer: Wir haben es uns zur zentralen Aufgabe gemacht, die

ZU DEN PERSONEN Mag. Martina Hörmer ist seit 2002 Geschäftsführerin von Ja! Natürlich, Dr. Andreas Steidl leitet das Qualitätsmanagement von Österreichs größter Bio-Marke.

Bio-Landwirtschaft voranzutreiben und immer wieder neue Meilensteine für höhere Tierhaltungsstandards zu setzen. Freilauf für ALLE Nutztiere ist eine Vision! Für Ja! Natürlich haben wir dies großteils erreicht, in anderen Bereichen müssen aber auch wir noch mehr tun. Unseren Kunden gegenüber treten wir mit ganzjährigem Freilauf in Vorleistung und verbinden damit die Hoffnung, dass unsere Mitbewerber unserem Beispiel folgen werden. So wie es auch bei den Gockeln der Fall war. Dort ist aus unserem Pionierprojekt „Eier mit Liebe gemacht“ letztlich eine freiwillige Branchenlösung entstanden, die dem sinnlosen Gockelsterben im Bio-Bereich ein Ende setzte. Dies ist weltweit einzigartig! Und das würden wir uns auch für den ganzjährigen Freilauf wünschen. Worauf können Ihre Kunden also vertrauen? Dass wir uns für höhere Tierwohl-Standards einsetzen und dass wir aus Überzeugung strenger handeln, als das Gesetz es vorschreibt. Gesetzlich eingeräumte Übergangslösungen haben bei uns ein Ablaufdatum, damit sie nicht ständig verlängert werden müssen. Vorreiter unter den Bio-Bauern sollen dadurch auch belohnt, ihre vorbildlichen Leistungen hervorgehoben werden. Bei der Haltung unserer Mutterkühe, Jungrinder, Hühner, Puten, Schafe und Ziegen sind die Bewegungsfreiheit und die ständige Option zum Auslauf

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IM GESPRÄCH an die frische Luft garantiert. Wie kontrolliert Ja! Natürlich die strengen Tierhaltungsauflagen bei seinen Lieferanten? Steidl: Für die Überwachung der Tierhaltungsbedingungen bei den Bauern braucht es keine eigenen Zusatzkontrollen. Dies lässt sich sehr effizient im Zuge der herkömmlichen Bio-Kontrolle miterledigen. Dabei zeigt sich einmal mehr, dass die Kontrolle eine Bestätigung – ein Zertifikat – für herausragende Leistungen ist.

Das stimmt so nicht. Bei vielen großen Warengruppen wie Obst und Gemüse, Brot und Gebäck, Milch, Eier und Fleisch liegen unsere Marktanteile weit darüber. Bei anderen, die es auch im Supermarkt gibt, sind wir aber gar nicht vertreten: Waschmittel, Tierfutter oder Wasser. Dies wird aber bei der Berechnung der Bioanteile mitgezählt. Und nicht alles was möglich ist, ist auch sinnvoll. Bio hat sich in den vergangenen Jahren sehr gut entwickelt. Wir merken, dass die Sehnsucht der Menschen nach qualitativ hochwertigen Produkten, die sie mit gutem Gewissen genießen können, immer größer wird. Unsere Aufgabe muss es daher sein, den Konsumenten den Mehrwert von Bio noch näher zu bringen, ihnen zu zeigen, wo der Unterschied liegt. Weil es eben nicht egal ist, was man isst.

Und wie wird den Bauern der Mehraufwand dafür abgegolten? Es gibt zwei Arten der Vergütung: einerseits beinhaltet ein attraktives Preisniveau eventuell variable Mehrkosten, andererseits stellt eine längerfristige Abnahmegarantie zu verlässlichen Zahlungsbedingungen ein gewichtiges Element der Planungssicherheit bei Investitionsentscheidungen dar.

Wie viele Bioproduzenten verträgt Österreich noch? Bio hat nach wie vor Wachstums­ potenzial, sowohl was die Produktpalette als auch die Produzenten angeht. Immer mehr Leute greifen zu Bioprodukten. Das bietet immer mehr Möglichkeiten, gemeinsam mit der Landwirtschaft Neues zu entwickeln.

Warum stagniert nach wie vor das Segment Bio-Schweinefleisch? Bei Ja! Natürlich wächst auch der Schweinebereich, sogar zweistellig, sowohl bei Frischfleisch als auch Wurst und Schinken. Wachstumsbegrenzend ist nur das knappe Angebot an heimischen Bio-Schweinen. Dabei steigt die Nachfrage stärker als die Produktion. Daran zeigt sich einmal mehr, dass in der Bio-Landwirtschaft der Wachstumsgeschwindigkeit Grenzen gesetzt sind. Die Umsetzung der Bio-Vorgaben und die besondere Art der Produktion brauchen ihre Zeit. 2018 verbietet die EU die Kastra­ tion von Ferkeln. Wie wird die Bio­ schweinehaltung damit umgehen? Steidl: Es geht um den Ausstieg aus der betäubungslosen Ferkelkastration, die sicherlich nicht ver6

Auch der „Moosdorfer Gockelhahn“ hat für Aufsehen in Europas Bio-Branche gesorgt. tretbar und zukunftsfähig ist. Bei der Frage nach Alternativen muss man zuallererst ans Wohl des Tieres denken. Bei der chirurgischen Ferkelkastration ist die Frage der fachkundigen Schmerzausschaltung und der anschließenden Schmerzbehandlung entscheidend. Es kommt auch auf den Zeitpunkt des Eingriffes an. Bei der Immunokastration wird über immunologische Wirkstoffe Einfluss auf den Hormonhaushalt genommen. Diesem Ansatz stehen wir sehr kritisch gegenüber, könnte er künftig doch auch für ganz andere Zielstellungen wie hormonell bedingte Wachstumsbeschleunigung herangezogen werden.

Welche Biosegmente entwickeln sich derzeit besonders gut, auch preislich? Hörmer: Wir wachsen über alle Warengruppen hinweg in Menge und Wert. 2016 ist ein sehr erfolgreiches Jahr. Nachdem die Nachfrage nach Bioprodukten in ganz Europa, aber auch in Amerika immer größer wird, steigen die Preise für Bio-Agrarprodukte generell und entkoppeln sich von der konventionellen Produktion. Beim Anteil im Regal hat Bio insgesamt die 10-Prozent-Hürde nie übersprungen. Woran liegt das?

Zurück zur Freilandhaltung. Nachdem Bauernvertreter generell oft über immer strengere Vorgaben schimpfen, müssten Ja! Natürlich doch die Bauern reihenweise abhanden kommen. Wie hat sich die Zahl der Ja! Natürlich-Lieferanten in den vergangenen zwei Jahren ent­ wickelt? Wir sind zufrieden. Wir beobachten, dass sich viele Bauern recht selbstbewusst weiterentwickeln, experimentieren, Neues anpacken, unbekannte Wege beschreiten. Die freuen sich auf entsprechende Kooperationsmöglichkeiten und auf die Anerkennung durch Absatzpartner. Die so agierenden Bauern haben ein gutes Gespür für ihre Kunden, den Markt, für gesellschaftliche Entwicklungen. Wir sehen viel Weitblick. Bei Ja! Natürlich sind ja mittlerweile sogar die Adventkränze bio. Was kommt als Nächstes? Bei uns gibt es eine ständige Weiter­entwicklung, kontinuierliche Qualitätsverbesserung und viele neue Ideen. Aktuell ganz neu sind Gold Rüben oder Maroni­brot.  W Interview BERNHARD WEBER

www.janatuerlich.at BL ICK I NS L A N D  12  /   2 016

Fotos: Ja! Natürlich

Mit einigen Projekten hat Ja! Natürlich als Pionier bisweilen den Takt vorgegeben. Sie sind stolz darauf? Hörmer: Das bereits erwähnte Pionierprojekt „Moosdorfer Haushuhn und Gockelhahn“ hat Bewegung in die gesamte Bio-Branche in Österreich, aber auch in die europäische Bio-Szene gebracht. Wir haben gemeinsam mit bäuerlichen Vermarktungspartnern viel Zeit und Energie in die Etablierung dieses Projektes investiert. Natürlich freuen wir uns sehr darüber und sind auch stolz, dass der Mitbewerb gefolgt ist und dass dieser Meilenstein letztendlich zur Verbesserung des Tierwohls in ganz Österreich geführt hat. Viele europäische Biovermarkter haben sich dieses Konzept schon angesehen und attestieren erneut Österreich eine Vorreiterrolle in der Bio-Vermarktung.


PERSPEKTIVEN

Biohof ist Vorbild beim Klimaschutz Klimaschutzpreis 2016 Landwirtschafts- und Umweltminister Andrä Rupprechter zeichnet die besten Klimaschutzprojekte aus. Aus insgesamt 173 Einreichungen wurden fünf Gewinner gekürt.

Foto: © BMLFUW/Robert Strasser, Labonca Biohof

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er Österreichische Klimaschutzpreis 2016 wurde in fünf Kategorien vergeben. Im Bereich „Landwirtschaft“ siegte der Labonca Biohof. Am Hof von Ulrike und Norbert Hackl in Burgau in der Steiermark leben 500 Schweine sowie Hühner und Ennstaler Bergschecken-Rinder, eine vom Aussterben bedrohte alte Rasse. Sie werden im Freiland gehalten und mit Bio-Getreide und Erbsen gefüttert. Die Schlachtung der Tiere erfolgt in einem eigenen Weideschlachthaus. Der Strom für den Betrieb kommt von einer großen Photovoltaikanlage. Das Biofleisch wird teilweise vor Ort weiterverarbeitet und direkt vertrieben oder an Gastronomieund Hotelleriebetriebe geliefert. Auch beim Online-Versand wur-

den neue Maßstäbe gesetzt: Mehrweg-Isolierboxen mit wasserbefüllten Kühlakkus werden von der Post CO2-neutral zugestellt und wieder auf den Hof zurücktransportiert. Umweltminister Rupprechter erklärte bei der Sieger-Gala in Wien: „Dieser Preis zeigt eindrucksvoll, dass viele Menschen, Betriebe und Gemeinden wichtige Beiträge für eine klimafreundlichere Zukunft leisten. Jede und jeder Einzelne kann maßgeblich zum Klimaschutz beitragen, sei es im privaten Umfeld oder auf lokaler Ebene, in der Landwirtschaft genauso wie bei einem Gewerbebetrieb oder in einem internationalen Großunternehmen.“  W

„Tür nach China nun geöffnet“

re Betriebe zu prüfen. Das war ein wichtiger Schritt und das erste Mal, dass eine solche Bewertung durchgeführt wurde.“ Fünf von sechs Betrieben sind bereit für den chinesischen Markt, so Rupprechter: „Es sind nur noch wenige Punkte zu klären, dann können sie nach China liefern.“ Entscheidend werde sein, dass sich die Betriebe nicht nur auf die formalen Bedingungen, sondern auch auf die chinesische Esskultur einstellen. „Schweineohren und -füße werden bei uns noch nicht mit der gleichen Sorgfalt behandelt wie etwa der Bauchspeck. Die Tür nach China haben wir nun geöffnet. Durchgehen müssen die Betriebe natürlich selber“, erklärt Rupprechter. „Unsere neue Exportservicestelle wird sie aber tatkräftig unterstützen.“W

Ostasien und hier vor allem China zählt zu den attraktivsten Wachstumsmärkten für Milch und Fleisch. Bislang verhinderten aber strenge veterinärmedizinische Bestimmungen den Export von österreichischem Schweinefleisch in diese Region. Landwirtschaftsminister Andrä Rupprechter setzt sich seit seinem Amtsantritt mit Nachdruck für die Öffnung des chinesischen Marktes ein. Nach seiner dritten China-Reise im November stehen die langen Verhandlungen nun kurz vor dem Durchbruch, betont der Minister: „Im Frühjahr war eine chinesische Delegation in Österreich, um unse12  /   2 016 BL ICK I NS L A N D

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MEINE SICHT LANDWIRTSCHAFTSMINISTER ANDRÄ RUPPRECHTER

Unterstützen in schwierigen Zeiten Das Jahr 2016 war nicht immer einfach – weder für viele unserer Bäuerinnen und Bauern noch für die Agrarpolitik. Ob Frost, anhaltender Regen oder vor allem die schwierige Marktlage: Die Landwirtschaft steht tagtäglich vor Herausforderungen. Gemeinsam haben wir dennoch wichtige Erfolge erzielt und arbeiten natürlich weiter intensiv für Österreichs Bäuerinnen und Bauern. Angesichts der schwierigen Einkommenssituation der bäuerlichen Familienbetriebe ist eine rasche Entlastung der Bäuerinnen und Bauern sehr wichtig. Nach monatelangen und extrem zähen Verhandlungen wurde in einem ersten Schritt ein Kompromiss mit dem Koalitionspartner beim SVB-Rabatt erzielt. In der Regierung wurde ein Rabatt in der Höhe von rund 90 Millionen Euro beschlossen, er gilt für den Großteil der Betriebe. Dies musste akzeptiert werden, um die Einigung mit dem Koalitionspartner nicht zu gefährden. Eine Ablehnung des Regierungsvorschlages hätte überhaupt keine Mittel für die Landwirtschaft bedeutet. Natürlich bin ich nicht hundertprozentig mit diesem Kompromiss zufrieden. Denn es ist unser erklärtes Ziel, eine Unterstützung für alle Betriebe zu erreichen. Die ÖVP hat diesen Beschluss in der Bundesregierung mitgetragen, weil damit eine Grundlage für weitere Verhandlungen geschaffen wurde (zu Redaktionsschluss waren die Verhandlungen zum SVB-Rabatt noch im Gange, Anm. d. Red.). Wir haben in diesem Jahr schon eine Vielzahl von Projekten erfolgreich umgesetzt. Gemeinsam mit Bauernbundpräsident Jakob Auer und Landwirtschaftskammerpräsident Hermann Schultes konnte ich durchsetzen, dass die staatliche Bezuschussung der Versicherungsprämien auf Dürre, Sturm und starke oder anhalten-

de Regenfälle ausgeweitet wird. Bis 2020 stehen zusätzlich rund 76 Millionen Euro zur Verfügung. Darüber hinaus haben wir eine Sonderrichtlinie in Kraft gesetzt, die bei Frostschäden eine kurzfristige und effiziente Unterstützung ermöglicht. Der Bund stellt dazu bis zu 50 Millionen Euro zur Verfügung, die betroffenen Länder verdoppeln diesen Betrag. Damit sind Entschädigungen von insgesamt 100 Millionen Euro möglich. Zudem sind von uns 2016 zahl­ reiche Maßnahmen in die Wege geleitet worden, um den Absatz von Agrarprodukten anzukurbeln. Mit der Anpassung des Bundesvergabegesetzes, dass beim Ankauf von Lebensmitteln für öffentliche Einrichtungen auch Qualitätskriterien („Bestbieter-Prinzip”) bei der Ausschreibung berücksichtigt werden müssen. Die neue Weingesetznovelle im österreichischen Weinbau optimiert die Vermarktung hochwertiger Weine durch verbesserte Herkunftsbestimmungen. Die erste Programmänderung Ländliche Entwicklung unterstützt ebenfalls unsere erfolgreiche Qualitätsstrategie durch Maßnahmen in den Bereichen Tierwohl sowie Vermarktung und Verarbeitung. Ein kurzer Rückblick auf meinen Jahresschwerpunkt führt zu einer erfreulichen Bilanz: „Best of Austria“ hat es geschafft, innovative Ideen und hochwertige Produkte aus Österreich in der Welt bekannter zu machen – unter anderem in Georgien, Russland, Ägypten, Kenia, im Iran und in den USA. Dazu hat auch das gemeinsam mit dem Gesundheitsministerium geschaffene Exportbüro einen Beitrag geleistet. Nun gilt es, konsequent weiterzuarbeiten und einen zukunfts­ orientierten Weg für unsere Bäuerinnen und Bauern fortzusetzen. 7


JOURNAL

GMEINER MEINT

http://gmeiner-meint.blogspot.com/

HANS GMEINER, FREIER JOURNALIST, SALZBURGER NACHRICHTEN

„Mit voller Hose ist gut stinken“ In Österreich gibt es eine besondere Form der industriellen Landwirtschaft. Sie hat freilich nichts mit dem zu tun, was man unter industrieller Landwirtschaft gemeinhin versteht. Hauptkennzeichen der österreichischen Variante ist, dass sie von landwirtschaftsfremden Industriellen und Wirtschaftskapitänen betrieben wird. Die eingesessenen Bauern ärgert das zunehmend. In den vergangenen Jahren sorgten die branchenfremden Agrar-Investoren aus der Wirtschaft oft für Verärgerung, weil sie Grundstückspreise in für normale Bauern unerschwingliche Höhen trieben, um ihre Träume zu erfüllen. Genossen sie bislang ihren Besitz möglichst diskret und unter Ausschluss der Öffentlichkeit, so sind es nun immer öfter Investoren, die meinen, sie müssten der Öffentlichkeit und der eingesessenen Landwirtschaft zeigen, wie man es macht und wie es geht. Über eine perfekte Marketing-Maschinerie präsentieren und inszenieren sie sich in oft missionarischem Eifer als Vorzeigebauern, die alles besser wissen und machen die eingesessene Bauernschaft oft nichts denn dumm und unfähig aussehen lassen. „Mit voller Hose ist gut stinken“, heißt es am Land gerne in solchen Fällen. Die Familie Dichand macht das seit langem mit dem Csardahof im Burgenland, bei dem nach wie vor ein gewisser Werner Lampert als Geschäftsführer im Firmenbuch steht. In Oberösterreich fühlt sich ein Großfleischhauer aus dem Alpenvorland seit einiger Zeit berufen, den Bauern auf seinem „Musterhof“, einem riesigen und teuer renovierten Vierkanter, zu zeigen, wie „Hofkultur“ geht. „Artgerechte Haltung ist uns nicht genug“, heißt es werbewirksam auf der Homepage und „Wir geben jedem Tier deutlich mehr Zeit zum Heranwachsen“. 8

In stylischen Bildern wird vom Metzgersohn und seiner Freundin eine Landwirtschaft gezeigt, die sich nur leisten kann, wer einige Millionen auf der Seite hat. Das ist zwar durchaus beeindruckend, dass sie aber auf Kosten der Bauern Image machen, ficht sie wohl nicht an. Auch eine Salzburger Brauerei hat die Landwirtschaft als Image-Vehikel entdeckt, sich im Innviertel ein Gut zugelegt und macht auf bio. „Durch diese Form der Landwirtschaft können sich die Böden erholen und die Humusschicht kann wieder aufgebaut werden“, lässt man in ganzseitigen Zeitungsinseraten wissen, ganz so, als ob anderen Bauern das nicht auch ein Anliegen wäre. Die normalen Bauern in diesem Land, die keine Millionen auf der hohen Kante haben, die mit der Agrarpolitik und Preisen hadern, mit der Allmacht des Handels und mit all den Vorschriften und Auflagen, die für sie oft nichts denn Qual sind, stößt das zunehmend sauer auf. Da wird auf ihre Kosten der breiten Öffentlichkeit vorgegaukelt, was in der Realität, zumal in jener eines durchschnittlichen österreichischen Landwirts, nicht umsetzbar ist. Da ist es kein Wunder, dass für sie in der Öffentlichkeit der Rechtfertigungsdruck immer größer wird. Den Bauern ist die Schadenfreude nicht zu verargen, wenn einer dieser selbsternannten, millionenschweren Superbauern einen Super-Flop hinlegt. Geschehen kürzlich im Mühlviertel, wo ein Bauindustrieller dem Vernehmen nach um mehr als zehn Millionen Euro einen Musterhof hinstellte, der angeblich alle Stückerl spielt. Er haute ganz groß auf die Pauke. „Ethisch ist das neue Bio“, tönte er. Jetzt legte sein Bauunternehmen die größte Pleite des Jahres in Oberösterreich hin. Schuld könnten, vermuten manche, die Millionen-Kosten für den Bauernhof sein.

Lesermeinung … … am besten per E-Mail an leserbriefe@blickinsland.at Anonyme Schreiben werden nicht veröffentlicht. Zum Kommentar „Jahrhundertchance fürs Berggebiet“ von Minister Rupprechter in BIL 11/16 Anlässlich der Vorstellung der Pläne für den Neubau des Schulungsund Forschungszentrums Rotholz schwärmte Landwirtschaftsminister Rupprechter von der Weiterentwicklung der Wettbewerbsfähigkeit der österreichischen Landwirtschaft. Ein klassischer Fall chronischer Realitätsverweigerung. Dem Herrn Minister dürfte entgangen sein, dass genau das Gegenteil der Fall ist. Der Anteil öffentlicher Gelder an den Einkünften aus Land- und Forstwirtschaft, der im Durchschnitt aller Betriebe 2011 noch bei 61,3 Prozent lag, stieg bis 2015 auf 78 Prozent. Diesen Zahlen zufolge hat die Subventionsabhängigkeit von Österreichs Landwirtschaft innerhalb der vergangenen fünf Jahre um 27,2 Prozent zugenommen. Die Wettbewerbsfähigkeit aber ist im selben Ausmaß gesunken. Es handelt sich also um eine Weiterentwicklung nach unten. Was sagen Sie dazu, Herr Minister? Dipl.-HLFL-Ing. Wolfgang Müller, per E-Mail Zum Kommentar „GENAU BETRACHTET“ von Bernhard Weber in BIL 11/16 Wenn schon genau betrachtet, so hätte ich schon die Bitte, das Thema Einheitswert und SV-Beiträge auch wirklich journalistisch aufzubereiten, anstatt irgendwelche Meinungen und Ideen diverser Grünpolitiker unkommentiert nachzuschreiben! Es ist ja unbestritten und auch logisch, dass vor allem die von der Bonität „schlechteren“ Lagen durch Einberechnung von GAP-Zahlungen und Tierbestand (die ja unter den Regionen sehr ähnlich sein können) die größeren Einheitswerterhöhungen bekommen werden. Die Forderung nach einer „gerechten“ Reform der Einheitswerte klingt für mich wohl eher nach einer Drohung, denn die einzig wirklich gerechte Form der Einkommensbesteuerung wäre eine Buchführungspflicht für alle! Ob dies den Strukturwandel bremsen kann, bezweifle ich doch sehr. Im Gegenteil, gerade für viele Kleinund Mittelbetriebe wäre dies wohl der letzte Grund, aufzuhören. In un-

serem Gebiet mit Hektar-Sätzen um 1000 Euro fließt bei so manchem Betrieb derzeit das Fördergeld 1:1 an die SVB als Beiträge! Ich schätze an BLICK INS LAND immer eine vernünftige und ehrliche Sachkritik zu agrarpolitischen Themen. Es wäre interessant, die EHW-Änderungen detailliert aufzuarbeiten und dann Buchführungsergebnissen gegenüberzustellen. So könnte man das Thema dann einmal wirklich „genau betrachten“. Und nicht gleich wieder in billige Polemik verfallen. Johannes Zehetner, Kallham, per E-Mail Zum Artikel „Kompetenzen überschritten“ in BIL 11/1 Nachdem ich selbst bei der AGES-Tagung zur Ernährungssicherung anlässlich des Welthungertages war, bin ich zumindest ein wenig erstaunt über die Berichterstattung auch in BLICK INS LAND. Das Programm war nämlich durchaus ausgewogen und hat auch behandelt, was Herrn Piatty angeblich abgegangen ist – die wahren Ursachen des Welthungers, etwa sehr kompetent von Dr. Josef Schmidhuber von der FAO behandelt. Möglicherweise hat er dabei aber Konzepte dargelegt, die vielen Leuten aus der Grün- und NGO-Szene suspekt erscheinen mögen. Sehr spannend war auch der Beitrag des Brasilianers Pedro Luiz Oliveira de Almeida Machado, ein Absolvent der BOKU. Er arbeitet im nationalen Agrarforschungsprogramm Embrapa und hat dargelegt, wie es Brasilien innerhalb von 40 Jahren vom Land mit Lebensmittelbewirtschaftung zum drittgrößten Agrarexporteur geschafft hat. Auch das wieder mit Strategien, die im Grünlager nicht so toll empfunden werden – allerdings haben sie funktioniert. Meinen Bericht über die Tagung findet man auf LK online (www.lko.at; „Welthungertag-kein-Grund-zum Feiern“). Insgesamt empfinde ich die Berichterstattung zu dieser Tagung also nicht ganz ausgewogen und ehrlich gesagt: die Recherche dazu bisweilen ein wenig dürftig. DI Christian Krumphuber, LK Oberösterreich, per E-Mail

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JOURNAL

Käsekaiser: Seit 20 Jahren Krönung für höchste Qualität Zum Jubiläum im Wiener Palais Ferstel würdigte ein besonderer Gast die diesjährigen Preisträger mit seiner Anwesenheit: „Kaiser Robert Heinrich I.“, bekannter Komödiant der satirischen TV-Talkshow „Wir sind Kaiser“. Die davor von einer unabhängigen, 80-köpfigen Jury aus 191 Einreichungen, darunter 22 Innovationen, ermittelten Käsekaiser-Sieger in zehn Kategorien von Frisch- und Weichkäse über Schnitt- und Hartkäse bis hin zu Bio-Käse, Spezialitäten, Innovation und beliebtester österreichischer Käse in Deutschland wurden wieder mit den begehrten Gold-Statuen geehrt. Maximal 100 Punkte können insgesamt erreicht werden, die Siegerkäse liegen bei deutlich mehr als neunzig Punkten. „Die Prämierung mit dem Käsekaiser, der höchsten heimischen Auszeichnung, steht für absolute Top-Qualität“, so Peter Hamedinger, AMA-Marketing-Manager für Milch und Milchprodukte. „Vor 20 Jahren hatten wir aus 65  Einreichungen zu wählen.

DIE SIEGER Hartkäse: Erzherzog Johann, Obersteirische Molkerei Bio-Käse: Wiesenmilch ­Alm­käse, ­Kärtnermilch Innovationen: Schärdinger Österkron höhlengereift; Ennstal Milch Käsespezialitäten: Schärdinger Affineur Le Rosé, Berglandmilch Käse in Deutschland: ­Schärdinger Kärntner ­Rahmleib, Berg­landmilch

Frischkäse: Bio Ziegenfrisch­ käse Natur, Käserei Stift Schlierbach Weichkäse: Schärdiger ­Kaisertaler, Ennstal Milch Schnittkäse mild-fein: ­Almkönig, SalzburgMilch Schnittkäse g’schmackig: Alma Kräuterschatz; Rupp Schnittkäse würzig-kräftig: Ländle Klostertaler, Vorarlberg Milch Dreimal so viele Einreichungen heute und die gekürten Käse sind Beweis für die traditionelle

und gleichzeitig lebendige Käse­ kultur in unserem Land“, betonte Michael Blass, Geschäfts­

führer der AMA-Marketing. Das Können der Käsemeister, unter­ nehmerischer Weitblick und enorme Kreativität kennzeichnen die heimische Molkereiwirtschaft. Im Laufe der Jahre sei die heimische Käseproduktion nicht nur enorm auf 200.000 Tonnen gewachsen, mittlerweile werden auch mehr als 100.000 Tonnen Käse exportiert. In Deutschlands Käsetheken hat Österreich mit seinen Spezialitäten sogar I­ talien hinter sich gelassen und 2011 das Käsenachbarland Schweiz überholt. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Käse ist in den vergangenen 20 Jahren hierzulande von 15,1 auf 21,5 Kilogramm gestiegen. Für Käse geben die Österreicher jeden Monat 15,10 Euro aus. Unangefochten die beliebteste Käsesorte ist übrigens Gouda, vor Gervais-­ Frischkäse und Emmentaler. Der Anteil an Bio-Käse im Lebensmittelhandel beträgt knapp 9 Prozent. www.amainfo.at

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Die AMA-Marketing zeichnet seit 1996 alljährlich die besten Käse des Landes aus. Heuer sogar durch einen ­beinahe „echten“ Kaiser. Insgesamt freuten sich zehn Gewinner über die begehrte Trophäe.


BLICK NACH NIEDERÖSTERREICH

IM FOKUS NÖ. AGRARLANDESRAT STEPHAN PERNKOPF

Starke Worte einer starken Bäuerin

Biobetriebe deutlich gestiegen Biolandbau Rund 5.100 Biobetriebe bewirtschaften in Niederösterreich eine Fläche von 162.000 Hektar. Damit ist fast jeder vierte bäuerliche Biobetrieb Österreichs im Land unter der Enns beheimatet.

Fotos: © Bio Austria/Michaela Theurl

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aut Agrarlandesrat Stephan Pernkopf sind allein in den vergangenen zwei Jahren 600 weitere Betriebe umgestiegen. Die Landesregierung unterstützt gemeinsam mit Bio Austria diese Entwicklung, unter anderem im Bereich der Beratung. Pern­ kopf: „2016 werden dafür rund 330.000 Euro aufgewendet. Auch in der Ausbildung setzt man verstärkt auf Bio: Die LFS Hohenlehen betreibt einen anerkannten Biobetrieb, an der LFS Edelhof wurde ein Bioinfozentrum angesiedelt“. Im kommenden Jahr wolle man eine neue Vermarktungsoffensive starten, die auch über die Landesgrenzen hinausreichen solle, kündigte der Landesrat an. Es gelte, auch auf der Absatzseite den Bioanteil zu steigern. Derzeit liege dieser bei Frischeprodukten im Lebensmittelhandel bei durchschnittlich 8 Prozent. Hier sei also noch ein entsprechendes Potenzial vorhanden, meint Pernkopf. „Das Interesse an Bio wächst stetig – und damit auch seine Bedeutung am Markt und in der Gesellschaft“, ist auch Bio Austria-Obfrau Gertraud Grabmann überzeugt. „Mittlerweile verzeichnen wir in Österreich rund 21.000 Biobetriebe, die eine Fläche von 552.000 Hektar bewirtschaften. Das sind 18 Prozent aller Betriebe und gut ein Fünftel der landwirtschaftlichen Nutz­ fläche.“ Auch Direktor Werner Roher von der Fachmesse „Bio Österreich“ Mitte November in Wieselburg bestätigt diesen Trend: „Nach dem erfolgreichen Start unserer Messe im Jahr 2015 mit rund 160 Ausstellern waren heuer bereits 12  /   2 016 BL ICK I NS L A N D

185 Aussteller vertreten.“ Die Fachmesse mit 6.500 Besuchern habe sich damit rasch als neue Kommunikationsplattform für die Biobranche etabliert. W

Komitee wirbt für Agrar-FH Prominente Vertreter aus Wirtschaft und Politik rund um den Absolventenverband der Höheren Bundeslehr- und Forschungsanstalt „Francisco Josephinum“, darunter der Traktorenhersteller Hermann Lindner, TU-Professor Bernhard Geringer und „runtastic“-Gründer Florian Gschwandtner, forcieren die Gründung eines agrarischen Fachhochschul-Studienganges „Agratechnologie“ in Wieselburg. Einer der Initiatoren ist Agrarlandesrat Stephan Pernkopf, selbst Absolvent des FJ, der betont: „Wir brauchen in Österreich agrarische FH-Studiengänge.“ Die Bundesregierung habe bereits 2013 festgeschrieben, dass der Anteil an FH-Studierenden steigen soll, auch um die Durchlässigkeit zwischen wissenschaftlicher und praxisorientierter Ausbildung zu forcieren. Pernkopf: „In Wieselburg ist die Kompetenz für erfolgreiche Forschung und Lehre vorhanden. Der Standort verfügt auch über die beste technische Ausstattung.“ Durch Nutzung der bestehenden Infrastruktur ließe sich ein derartiger FH-Studienlehrgang rasch realisieren und auch kostengünstig führen. Um Unterstützer wird online geworben: www.josephiner.at W

Der Herbst ist nicht nur die Zeit, um die letzten Feldfrüchte einzubringen, sondern bis in den Advent hinein auch die Zeit der Bauernratskonferenzen. Dort werden Informationen weitergegeben, neue Aktionen besprochen und oft auch hitzig diskutiert. Und natürlich enden die Diskussionen nicht im Sitzungssaal, sondern werden anschließend noch intensiver an der Wirtshausschank weitergeführt. Und genau inmitten dieser angespannten, aufgeladenen Stimmung hat vor wenigen Tagen Bezirksbäuerin Veronika Heinz aus Lilienfeld aufrüttelnd das Wort ergriffen. Ich möchte ihre Rede auszugsweise wiedergeben: „Natürlich ist mir bewusst, dass nicht nur Feierstimmung auf den Betrieben und in der wirtschaftlichen Situation allgemein herrscht. Doch: Lege den Schlüssel zu deinem Glück niemals in die Tasche eines anderen! Diese alte Feststellung hat gerade heute große Bedeutung. Schauen wir auf die angespannte Lage: Nicht nur die Landwirtschaft,  die Wirtschaft allgemein schwebt derzeit nicht gerade auf Erfolgskurs. Verschärft wird die Situation durch die Reaktion einiger Betriebsführer, die alles andere als zur Beruhigung dient. Ich frage mich aber, was Neiddebatten zur Erhöhung der Produktpreise in der Landwirtschaft beitragen sollen. Wenn wir erfolgreich weiterkämpfen wollen, werden wir das nur über die gebündelte Kraft schaffen. Es laufen zum Beispiel schon viele Projekte zur Konsumenteninformation und Aktionen, die seit vielen Jahren unermüdlich von uns betrieben werden. Jedoch vermisse ich die Beteiligung gerade jener, welche von diesen Kampagnen am meisten profitieren sollen – die produzierenden Bäuerinnen und Bauern. Es würde schon genügen, wenn wir die bestehenden Aktionen alle gemeinsam unterstützen.

Denn wenn wir unser Berufsbild nach innen und nach außen geeint unter Beweis stellen, könnten wir unsere Kraft und unseren Einsatz so nutzen, dass wir nicht an den Rand kommen. Im Moment habe ich aber das Gefühl, dass manche Betriebsführer tatsächlich der Meinung sind, durch Neid, Hetze, unterste Kritik und Beschimpfungen untereinander eine positive Betriebsentwicklung zu schaffen. So driftet die bäuerliche Gesellschaft unübersehbar auseinander. Schon am Wirtshaustisch nach der Kirche wird streng getrennt. So mancher Funktionär hat keine Lust mehr darauf, sich den Sonntag mit permanenten Anschuldigungen verderben zu lassen und vermeidet den Stammtisch. Aber die selbst ernannten Propheten, die alles besser machen würden, wachsen wie Schwammerl aus dem Boden. Geändert hat sich freilich noch nichts, obwohl das Kündigen von Abnehmer- und Genossenschaftsverträgen vor Jahren von diesen Propheten noch als die einzig wahre Lösung versprochen wurde … Kann es sein, dass wir vor lauter Schwarzsehen schon ganz darauf vergessen haben, dass es Menschen gibt, die uns um unseren Wohlstand beneiden? Dass wir gesund und von größeren Umwelt­ katas­trophen verschont geblieben sind? Dass wir in keinem Kriegsland zu Hause sind und kein Erdbeben uns heimgesucht hat? Diese Liste ließe sich endlos fortsetzen. Die größten Feinde des Menschen sind seine negativen Gedanken. Für mich gilt in dieser schwierigen Zeit daher, was Henry Ford einst sagte: Zusammenkommen ist ein Beginn, Zusammenbleiben ein Fortschritt, Zusammenarbeiten ein Erfolg!“ Beeindruckende, starke Worte einer starken Bäuerin. Ich wünsche uns allen einen friedvollen Advent und ein Weihnachtsfest im Kreis unserer Familie. 11


REPORTAGE

Die drängendsten Agrarprobleme am Kap: Klimawandel und Dürre sowie die Landrestitution an die schwarze Bevölkerungsmehrheit

Zwischen Bangen und Hoffen Südafrika Landwirte rund um das „Kap der Guten Hoffnung“ kämpfen nicht nur mit den weltweit tiefen Agrarpreisen, zu schaffen machen ihnen zunehmend der Klimawandel und das dunkle Erbe der früheren Kolonialzeit sowie das Ende der Apartheit 1994. Entwicklungen, die Hoffnung geben, findet man dennoch zwischen Johannesburg und Kapstadt.

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m Vergleich zu anderen Ländern am schwarzen Kontinent floriert die Agrarwirtschaft Südafrikas. Rund 36.500 Farmen zählt der 54 Millionen Einwohner-Staat mit 1,22 Millionen Quadratkilometer, wobei gerade mal rund 14 Prozent der Fläche landwirtschaftlich genutzt wird: 16,7 Millionen Hektar, gleich viel wie in Deutschland. 80 Prozent der Felder und Weiden gehören seit gut 300 Jahren weißen Farmern, meist Nachfahren der Buren aus Holland oder Frankreich, dazu nahezu alle Weingüter in der Kapregion. Dazwischen: Subsistenzwirtschaft schwarzer Kleinbauern. Rund 1,3 Millionen sollen es sein. Bis dahin massiv unterdrückt, pocht die schwarze Bevölkerung, nach wie vor mehrheitlich in bitterer Armut lebend, seit dem Ende der Apartheit vor gerade mal 22 Jahren auf ihre Rechte. Und auf Landrückgabe. Der Afrikanische National Kongress, ANC, der damals mit seiner Polit-Ikone Nelson Mandela den Umsturz erwirkte, fordert die Restituierung von 25 Prozent der Agrarflächen an die „Colored People“. Nach Jahren der Euphorie hat sich mittlerweile längst Ernüchterung breitgemacht. Den meisten vom Staat mit Land versorgten Neufarmern fehlt es an Ausbildung und Kapital, der ANC

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selbst versinkt in Korruption. Allein gegen Präsident Jacob Zuma, einst Mitstreiter Mandelas, laufen knapp 800 gerichtliche Klagen wegen Bestechung, Amtsmissbrauch und Betrug, auch mit unanständigen Agrargeschäften. Vor allem im Norden des Landes geht auf den Farmen die Angst um. Wie im Nachbarland Simbabwe, einst Afrikas Kornkammer, das der Langzeit-Präsident Robert Mugabe durch willkürliche Land­ rückgabe an den Rand des Ruins getrieben hat, häufen sich auch in Südafrika Attacken gegen weiße Besitzer. In den vergangenen 15 Jahren wurden mehr als 8.000 Fälle verzeichnet, 924 Farmer in

dieser Zeit getötet. Dazu kommt massenhafter Diebstahl von Ernte und Vieh. Laut dem südafrikanischen Magazin „Agri“ verschwinden jedes Jahr 55.000 Rinder und 85.000 Schafe. Die steigende Agrarkriminalität war im Mai auch Thema einer großen Farmer-Konferenz mit Vertretern von UNO und FAO in Sambia. Bei offiziellen Gesprächen mit Politikern und Beamten wird das Thema „Farm killings“ dagegen übergangen. Dazu kommt der Klimawandel. Einst fruchtbares Land verödet, angesichts anhaltender Hitze-Perioden und weil die Niederschläge ausbleiben. Längst ist auch Südafrikas Versorgungssicherheit davon

Schüleraustausch vereinbart: Max Hiegelsberger, Alan Winde

bedroht. Dabei wären in Südafrika zwei Ernten pro Jahr oft kein Problem. Staatliche Hilfen gibt es für die Farmer keine, schon gar nicht für Beregnung. Das Agrarministerium in der Provinz West-Kap unterstützt mit Fachberatung über klimaschonende Bewirtschaftungsmethoden, erzählt Joyene Isaacs, Chefin der Agrar-Abteilung. Das meiste Geld benötigt man indes für die Landrückgabe. Um die Gemeinschaft der weißen und schwarzen Landbevölkerung zu verbessern, hat die Regierung von Westkap 2005 ein Vorzeigeprojekt initiiert: die jährliche Wahl der besten Landarbeiter. Gemeinsam mit einer Supermarkt-Diskontkette wurden Anfang November auf dem Traditionsweingut Nederburg nahe Paarl bei einem fröhlichen Gala­ abend für 700 fast überwiegend farbige Gäste die besten Traktorfahrer, Melker oder Erntehelfer mit den „Western Cape Prestige Agri Awards“ gekürt. Der diesjährige Gewinner, Anton Alexander, begann vor 20 Jahren als Traktorfahrer, schaffte es zum Vorarbeiter und erhielt neben einem iPad einen Übersee-Ausbildungscheck im Wert von 4.200 Euro. „Die Leute sind stolz auf das, was sie tun. Mit unserem Preis holen wir sie vor den Vorhang“, so Alan Winde, der dem „Ministerium für wirtschaft­ liche Chancen“ vorsteht und quasi BL ICK I NS L A N D  12  /   2 016

Fotos: © fotolia (2), Weber

Von Bernhard Weber


REPORTAGE

Bester Landarbeiter Anton, Biofarmer Angus mit Viehherde und Boland-Schüler Christian (re.), der in Südafrika keine Zukunft sieht. für ein „lebenswertes Südafrika“ eintritt. Sein Credo lautet: „Better together“, also Zusammenarbeit. Der Agrarminister gehört zum Team der weißen, deutschstämmigen Premierministerin der Kap-Provinz, Helen Zille. Die frühere Journalistin und Apartheit-Gegnerin war bis 2015 Vorsitzende der liberalen, um Ausgleich bemühten Demokratischen Allianz, DA. Chancengleichheit, „Black Economic Empowerment“, fordert der ANC. Wer ein Unternehmen gründet, soll Schwarze auf allen Ebenen beschäftigen. Das geht auch der DA, neuerdings mit schwarzem Parteichef, in manchen Bereichen zu schnell, zu weit angesichts einer mehrheitlich schlecht ausgebildeten Bevölkerung. Wie tief der Spalt zwischen weißen Farmern und schwarzer Bevölkerung ist, zeigt sich beim Besuch der Boland-Agrarschule in Paarl. 350 Schüler, 14 bis 19 Jahre alt, drücken dort um 50.000 Rand/ Jahr, umgerechnet 3.500 Euro, die Schulbank. Bloß 14 Schüler sind Farbige. Ihr Schulgeld zahlen Sponsoren, oft die Arbeitgeber ihrer Eltern. Nach dem Unterricht folgt sportlicher Drill, betont der Direktor. Christian Offer, 18, ist Sohn eines Rinderfarmers. Nein, Probleme mit den schwarzen Mitschülern habe er keine. „Ich habe sogar mit einem das Zimmer geteilt.“ Nach seiner Abschlussprüfung zieht Familie Offer aber nach Namibia. Die Farm in Westkap wird verkauft, im Nachbarland will man mit Kobe-Rindern einen Neustart wagen. Warum Namibia? „Weil es dort noch so ist, wie es in Südafrika früher war“, sagt Christian. Seinen 60 schwarzen Arbeitern die Möglichkeit eingeräumt, wirtschaftlich auf eigenen Beinen zu stehen, hat dagegen der Wein12  /   2 016 BL ICK I NS L A N D

gut-Besitzer und Philanthrop David Sonnenberg. Sie dürfen einen Teil seiner Rebflächen selbst bewirtschaften und verkaufen mittlerweile 30.000 Flaschen ihrer „Thokozani“-Weine, zwei Drittel davon unter der Exklusiv-Marke „Ovasion“, an die Supermarktkette Woolworth, einst im Mitbesitz seines Vaters. Diese Transformations-Weine würde Sonnenberg, der auf „Diemersfontein Estate“ 750.000 Flaschen produziert, gerne auch nach Österreich verkaufen: „Leider ignoriert uns Wein & Co konsequent“. Westkap gehört neben Bayern, Georgia in den USA, Sao Paolo in Brasilien oder Shandong in China wie auch Oberösterreich zum Verbund der „Power-Regionen“. Bei einem Besuch von Oberösterreichs Agrarlandesrat Max Hiegelsberger Anfang November in der Kap-Provinz wurde ein Schüler-Austauschprogramm auch mit der Boland-Schule vereinbart. Acht junge Südafrikaner werden im Sommersemester 2018 an die HBLAs St. Florian

und Elmberg geholt, samt Praxisangebot an Fachschulen. Ab 2019 sollen oberösterreichische Schüler im Gegenzug in Südafrika studieren. Hiegelsberger: „Von diesem Austausch und weiteren Kooperationen sollen beide Seiten profitieren.“ High-tech-Austausch mit Oberösterreich gibt es bereits: das Infosystem „DORIS“ hilft am Kap bei Flächendigitalisierung und Bewässerung. Auch beim Aufbau eines Genossenschaftswesens, um günstig an Maschinen und Kapital zu kommen, würde man die Kleinbauern in Südafrika gerne unterstützen, betonten Hiegelsberger und sein oberster Agrarbeamter Hubert Huber bei einem Treffen mit deren Verbandspräsidentin der Provinz Gauteng, Vuyo Mahlati, in Pretoria. Aber auch Österreicher können von Südafrikanern lernen, nicht nur in Sachen Weinbau und Marketing, wie seit dem Wein­ skandal vor rund 30 Jahren. Mitch van der Bos, Sohn holländischer Einwanderer, hat 2001 am Stadtrand von Johannesburg

Seine Pinzgauer liefern ihm beste Steaks: Mitch van der Bos (li.)

eine Pinzgauerzucht aufgezogen. Mit Genetik aus Österreich besitzt er heute eine Herde von 450 Rindern, davon 380 Kühe. Milch und Fleisch verarbeitet er selbst, vermarket ab Hof und im eigenen Farmrestaurant. „Die Steaks sind besser als von Angus-Rindern“, schwört er. 150 weitere Züchter hat er bereits überzeugt. Angus McIntosh, Anfang 40, hat früher als Investmentbanker in London gejobbt. Nach seiner Rückkehr hat er bei Stellenbosch rund 130 Hektar Land für seine Biofarm erworben. Darauf grasen mittlerweile nicht nur 300 Rinder, sondern auch 60 Schweine und 3600 Legehennen. In den Salztrog der Wiederkäufer streut er Gräsersamen. „Precisious Animal Farming“, die Rinder düngen und säen das Weideland. Die Vision von Ja! Natürlich in Österreich wird hier gelebt. Das Fleisch geht an die Restaurants im familien­ eigenen Nobel-Weingut Spiers mit Top-Marketing rund um den Weinverkauf. Dabei werden selbst prämierte Weine in Südafrika um 2 bis 6 Euro je Flasche gehandelt. High-tech haben Agrana sowie Kornspitz-Backaldrin nach Südafrika gebracht. Agrana veredelt in „Joburg“ Früchte für Joghurt, ein florierender Wachstumsmarkt. Backaldrin hat mit dem mittlerweile verstorbenen Ex-Intertrading-Chef Gernot Preschern den Backwarenmarkt im südlichen Afrika erobert und liefert dafür Gewürze und Getreide auch aus Oberösterreich gen Süden. Namibia, Botswana und Simbabwe stehen zudem im Focus der Firma. Das Thema Ausbildung ist auch für Backaldrin-Geschäftführer Harald Deller vorrangig: „Wir bilden auch moderne Bäcker aus, denn die gibt es hier nicht.“ W 13


JOURNAL

Die Vogelgrippe ist zurück! Geflügelpest Die Vogelgrippe breitet sich in Europa weiter aus. Der hochpathogene H5N8-Erreger wurde bereits in zehn Ländern nachgewiesen, neben Österreich in der Schweiz, in Deutschland, Frankreich, Dänemark, Schweden, Rumänien, Ungarn, Polen und Russland. Von Werner Windhager, Roland Achatz

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Referenzlabor Mödling Das Probenaufkommen am Nationalen Referenzlabor ist derzeit enorm: Weit über 600 Verdachtsproben, davon knapp 70 Wildgeflügel, wurden dort analysiert. Der Amtstierarzt schickt die Proben nach Mödling, wo sie zunächst in der Pathologie untersucht werden. Erste Tupferproben gehen rasch weiter in die Molekularbiologie zu vertiefenden Untersuchungen. Innerhalb eines Tages liegt so das Ergebnis vor, ob es sich tatsächlich um einen AI-Fall handelt. Im Falle eines positiven Laborergebnisses wird per DNA-Typisierung der genaue Erregerstamm bestimmt. Bei 20 Wildgeflügel-Proben in Vorarlberg und einer Tafelente am Grabensee konnte so zweifelsfrei der positive Befund bestätigt werden. Die Länderbehörden können somit rasch Schutz- und Überwachungszonen einrichten, um eine weitere Verbreitung zu vermeiden. 14

In Mödling werden derzeit täglich dutzende Verdachtsproben analysiert. Anders als im Jahr 2006 liegt mit H5N8 ein Erregerstamm vor, der für den Menschen ungefährlich ist, jedoch im Nutzgeflügelbestand erheblichen Schaden anrichten kann. Österreich ist seit 2002 in ein europaweites Screeningprogramm für Aviäre Influenza eingebunden. Tierseuchen-Detektive Die Tierseuchendetektive der AGES sorgen mit modernster Diagnostik für den Schutz vor Zoonosen und ansteckenden Tierkrankheiten in Nutztierbeständen. Denn der „Frei von“-Status Österreichs bei

vielen Tierseuchen wie z.B. die Aujeszky‘sche Krankheit, Brucellose, Rinderleukose, IBR/IPV ist ein wichtiger Wirtschaftsfaktor. Kernaufgaben sind die Erkennung, Verhütung und Bekämpfung von volkswirtschaftlich bedeutenden Tierseuchen sowie die Abklärung von Zoonosen, also von Tier auf Mensch übertrag­baren Krankheiten. Dazu führt das AGES Geschäftsfeld Tiergesundheit 32 nationale Referenzlabors. Mit gezielter Überwachung und schneller Diagnose können Krankheitsfälle in Österreich rasch entdeckt und Bekämpfungsmaßnah-

men eingeleitet werden. In der Veterinär-Forschung der AGES stehen die Weiterentwicklung von innovativen Untersuchungsmethoden und praxistauglichen sowie tierfreundlichen Probenentnahmetechniken im Vordergrund. Mit dem „Zentrum für biologische Sicherheit“ wurde 2015 am Standort Mödling ein BSL3+ Labor auf dem aktuellsten Stand der Technik in Betrieb genommen. Gleichzeitig mit Errichtung des neuen Labors wurde ein „Biorisk Office“ etabliert, das bundesweit Auskünfte über den Versand von infektiösen Proben erteilen kann. Das Hochsicherheitslabor dient der Untersuchung von Zoonoseerregern der Risikogruppe 3 sowie anzeigepflichtigen infektiösen Tierseuchen, die den Nutztierbestand gefährden können. Denn immer wieder treten Tierseuchen in Europa auf, die bislang auf andere Kontinente beschränkt waren. Beispiele dafür sind das Blauzungenvirus, die Afrikanische Schweinepest oder die Rinderpocken. W Mag. Werner Windhager, Mag. Roland Achatz, beide: Fachbereich Risikokommunikation der Österreichischen Agentur für Gesundheit und Ernährungssicherheit, AGES, Wien.

In Risikogebieten gilt eine verstärkte Überwachung von Hausgeflügel.

www.ages.at/themen/krankheitserreger/vogelgrippe/ BL ICK I NS L A N D  12  /   2 016

Fotos: © HELMUT FOHRINGER / APA / picturedesk.com

m 8. November 2016 hat die Vogelgrippe oder auch „Aviäre Influenza“, AI, oder Geflügelpest die Alpenrepublik erreicht. Bei totem Wassergeflügel, Reiher- und Tafelenten im Bodensee-Gebiet wurde der hochpathogene Subtyp H5N8 nachgewiesen. In der Folge wurde auch ein Putenbetrieb in Vorarlberg positiv getestet. 1.100 Tiere mussten getötet werden. War man bei den Wildvögeln zuerst von einem Vergiftungsverdacht ausgegangen, ergaben die Untersuchungen am Nationalen Referenzlabor für AI am Institut für veterinärmedizinische Untersuchungen der AGES in Mödling den Nachweis vom AI-Virus des hochpathogenen Subtyps H5N8. In einem zweiten Verdachtsfall bei einem Hühnerbetrieb konnte Entwarnung gegeben werden. Am 24. November wurde ein weiterer Fall von H5N8 bei einer Tafelente, die tot am Salzburger Grabensee gefunden worden war, bestätigt. In Teilen Vorarlbergs, Salzburgs, Oberösterreichs und der Steiermark wurden Risikogebiete eingerichtet, in denen eine verstärkte Überwachung von Hausgeflügel und Wildvögeln durchgeführt wird.


TIERHALTUNG

5-Punkte-Check für Legehennenhalter Eiproduktion Erzeuger wie Vermarkter von Hühnereiern müssen eine Vielzahl rechtlicher Bestimmungen beachten. Ob nur eine Meldung oder auch eine Registrierung und Zulassung notwendig ist, ist nicht nur von der Anzahl der Tiere abhängig.

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Foto: © agrarfoto.at

nsbesondere sind bei der Haltung von Legehennen die tierschutzrechtlichen Bestimmungen und bei der Vermarktung der Eier die Vorschriften nach dem Lebensmittelrecht bzw. den Vermarktungsnormen einzuhalten. Zusätzlich muss, unabhängig von der Anzahl der Tiere, eine Meldung an die Bezirkshauptmannschaft im Rahmen der Geflügelpest-Verordnung erfolgen. Folgende fünf Punkte sind besonders zu beachten: 1. Geflügelpest-Verordnung Die Meldung an die Behörde, dass am Betrieb Geflügel gehalten wird, erfolgt in der Regel automatisch über die AMA-Tierliste. Wird kein Mehrfachantrag gestellt, muss binnen sieben Tagen eine Tiermeldung an die Bezirkshauptmannschaft erfolgen. Mit dem Tierschutzgesetz und der darauf basierenden 1. Tierhaltungsverordnung wurde die EU-Richtlinie zur Festlegung von Mindestanforderungen zum Schutz der Legehennen umgesetzt. In Österreich ist die Käfighaltung von Legehennen seit nunmehr 1. Jänner 2009 verboten. Für ausgestaltete Käfige gibt es noch Übergangsbestimmungen. Für Kleinsthaltungen wird empfohlen, die Größe der Stallfläche und der Auslauffläche sowie die Anzahl an Legenestern großzügiger zu bemessen. Bei Freilandhaltung ist bei konventioneller Haltung den Tieren eine Mindestgrünlandfläche von 8 Qua-

12  /   2 016 BL ICK I NS L A N D

dratmeter pro Tier anzubieten, bei biologischer Haltung 10 Quadratmeter je Tier. Um die Rückverfolgbarkeit der für den menschlichen Verzehr bestimmten Eier bis zum Stall zu gewährleisten, ist jedes einzelne Ei mit einem Erzeugercode zu kennzeichnen, aus dem die Art der Legehennenhaltung abgeleitet werden kann. Werden Eier nach

Güteklassen vermarktet, erfolgt dies ausschließlich über sogenannte Packstellen. Eipackstellen benötigen sowohl eine Zulassung nach dem Lebensmittelrecht als auch eine nach den Vermarktungsnormen. 2. Betrieb registrieren lassen Seit 2004 gilt die EU-Verordnung 5/2001, die bis auf wenige Ausnahmen vorsieht, dass jedes Ei

mit einem Erzeugercode zu kennzeichnen ist. Dieser Erzeugercode wird durch die jeweilige Landesregierung ausgestellt. Das bedeutet, der Legehennenbetrieb muss bei der Landesregierung einen Antrag auf seine Registrierung stellen und erhält nach positivem Kontrollbericht per Bescheid den Erzeugercode zuerkannt. Durch eine Vor-Ort-Kontrolle der Behörde wird die Einhaltung der ge-

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Von Gerda Maria Weber

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TIERHALTUNG von diesen „bäuerlichen Kleinpackstellen“ jedoch nach Güteund Gewichtsklassen sortierte Eier auch an andere Unternehmen (wie Packstellen, Groß- und Zwischenhandel, in andere Mitgliedstaaten etc.) geliefert, kann die Ausnahmeregelung nicht in Anspruch genommen werden und es ist auch die lebensmittelhygienerechtliche Zulassung erforderlich.

setzlichen Vorschriften, insbesondere die Haltungsform, überprüft.

4. Packstellenzulassung Bei der Packstellenzulassung handelt es sich um eine zweiteilige Zulassung. Die lebensmittelhygienerechtliche Zulassung gemäß der Lebensmittelhygiene-Zulassungsverordnung, BGBl. II231/2009, erfolgt über

die Landesregierung, ebenso die technische Zulassung gemäß der Verordnung über Vermarktungsnormen für Eier. Um den Packstellenbetreibern die hygienerechtliche Zulassung zu erleichtern, wurde von der LK Österreich eine bundesweite „Einreichunterlage für die Zulassung als Packstelle“ erstellt. Diese Unterlage ist bei jeder Landesregierung oder bei den jeweiligen Geflügelreferenten der Landwirtschaftskammern erhältlich und ermöglicht eine vollständige Antragstellung. 5. Ausnahmen für Kleinpackstellen Für bestimmte „bäuerliche Kleinpackstellen“ ist eine Ausnahmeregelung in der Lebensmittel-Einzelhandelsverordnung vorgesehen, wobei die folgenden Voraussetzungen erfüllt sein müssen: Sortierung von Eiern

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ausschließlich aus eigener Haltung, wobei die Anzahl der Legehennenplätze 2000 nicht überschreiten darf und der belieferte Betrieb ein Einzelhandelsbetrieb ist, in dem die Eier als solche unmittelbar an den Endverbraucher abgegeben werden oder eine eventuelle weitere Verarbeitung nur auf direkten Wunsch des Endverbrauchers erfolgt oder die Eier zu Erzeugnissen weiterverarbeitet werden, die nicht dem Regelungsbereich der Verordnung (EG) Nr. 853/2004 unterliegen. Somit ist eine lebensmittelhygienerechtliche Zulassung nicht notwendig, wenn der Betrieb unter 2000 Legehennen hat und die nach Güte und Gewicht sortierten Eier ausschließlich an Einzelhändler wie Lebensmittelgeschäfte, Wirte, Heurigenbetriebe, Bäckereien oder Konditoreien abgibt. Werden

Folgende technische Einrichtungen muss eine Packstelle aufweisen: Eine Durchleuchtungsanlage meist in der Sortiermaschine integriert (bei kleineren Hühnerbeständen erfüllt auch eine adaptierte Taschenlampe den Zweck) zum Auffinden von Lichtsprüngen und Einschlüssen im Ei. Dazu ein Luftkammermessgerät (Schablone ist ausreichend), eine Anlage zum Sortieren der Eier nach Gewichtsklassen (bei Kleinstbeständen sollte die eichfähige Waage ausreichen) und eine eichfähige Waage. Die Räumlichkeiten und technischen Einrichtungen müssen in einem guten Zustand sowie sauber und frei von Fremdgerüchen gehalten werden. W DI Gerda Maria Weber ist Mitarbeiterin im Tierzuchtreferat der LK Kärnten.

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Foto: © agrarfoto.at

3. Eier mit oder ohne Stempel Nicht gestempelt werden müssen Eier aus Kleinbetrieben mit weniger als 350 Legehennen, die weder nach Gewicht oder Güteklasse sortiert und unverpackt sind und ausschließlich ab Hof oder von Tür zu Tür direkt an den Endverbraucher verkauft werden. Unter Abgabe an den „Endverbraucher“ wird die Abgabe direkt an die Konsumenten/Haushalte verstanden. Eier, die hingegen an den Lebensmittelhandel, die Gastronomie, an Gemeinschaftsverpfleger, Bäckereien oder Fleischhauereien verkauft werden, müssen mit Erzeugercode gestempelt und außerdem nach Güte- und Gewichtsklassen sortiert und gekennzeichnet abgegeben werden. Sobald ein Betrieb nach Gewicht und Qualität sortiert, braucht er unabhängig von der Zahl der ­L egehennen eine Zulassung als Packstelle.


BIOLANDBAU

Wie viel Bio ist zu viel? Biolandbau Getrieben von weit besseren Preisaussichten als bei konventionellen Produkten suchen Landwirte wieder vermehrt ihr Heil in der ökologischen Produktion. In Österreich kamen laut Bio Austria zuletzt 1.500 neue Biobauern dazu.

Foto: © agrarfoto.at

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on den rund 21.000 Biobetrieben im Land werden mittlerweile 552.000 Hektar bewirtschaftet. 18 Prozent aller Betriebe und 21 Prozent der Nutzfläche sind damit bio. Doch nicht nur im „Bionier“-Land Österreich boomt die Branche. Auch in Deutschland spricht man von einer „enormen Nachfrage nach Umstellungen“, so Felix Prinz zu Löwenstein, der Vorstandsvorsitzende des Bundes Ökologischer Lebensmittelwirtschaft, BÖLW, im Vorfeld der baldigen Branchenmesse Bio Fach Mitte Februar in Nürnberg. Dass Bio auch in der Bundesrepublik „aus der ‚Jesussandalen-Ecke‘ herauswächst“, so Löwenstein wörtlich, wird eingefleischte Biobefürworter auch in Österreich freuen. Rein ökonomisch betrachtet birgt diese Entwicklung aber auch Gefahren für die Alpenrepublik, warnen andere. Denn trotz Vorreiterrolle in der EU ist man hierzulande bei den Frischeprodukten im Lebensmitteleinzelhandel noch nicht über acht Prozent Marktanteil hinausgekommen. Einen guten Teil des Wachstums hat bisher der deutsche Markt absorbiert. Dort verhielt es sich zuletzt nämlich gerade umgekehrt. „Die Zahl der Biohöfe hat sich zwar auch verdoppelt, der Markt aber vervierfacht“, so Löwenstein. Die Angebotslücke bei inländischer deutscher Ware wurde von Jahr zu Jahr größer. Die Öko-Kunden waren also auf Importe angewiesen, nicht selten aus Österreich. So warben etwa Molkereien in Grenznähe zu Österreich, aber auch zu Dänemark händeringend um Biomilchlieferanten. Dass sich Deutschlands (Bio-)Bauern allerdings nicht ewig ihr Geschäft von Ausländern wegnehmen lassen würden, war absehbar. Die Bioberater wurden zuletzt geradezu überrannt, was auch den altein­ gesessenen Funktionär Löwenstein staunen ließ. „Wir mussten Bauern sagen, dass sie sich zuerst um eine Molkerei bemühen müssen, bevor wir ihnen eine Umstellung empfehlen können.“ Deutschlands bislang unterversorgte Molkereien werden also immer weniger darauf angewiesen sein, ihre Milch von österreichischen Höfen abholen zu müssen. In anderen Sektoren liegt die Bio-

viele Produkte, wo nur der Rohstoff aus Österreich kommt“, so Gasselich. Und hat der deutsche Käser, Metzger oder Müller künftig die Auswahl, wird er wohl nach dem Prinzip „regional und bio“ eher heimische Rohstoffe verarbeiten. W

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Eigenversorgung dagegen noch in weiter Ferne. Aber auch das deutsche Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft hat das schlummernde Potential erkannt. Noch vor der nächsten Bio Fach werde Agrarminister Christian Schmidt offiziell das Ziel von „20 Prozent Bio in Deutschland“ verkünden, heißt es. Ein konkreter Zeitplan werde damit zwar nicht verbunden sein – bei aktuell acht Prozent Biofläche komme aber allein das Vorhaben einer Revolution gleich. Gedanken über die möglicherweise schon bald umkämpften Absatzmärkte macht man sich auch in Österreichs Bio-Szene. „Ja, wir sind vor allem bei Milch und bei Fleisch ein Exportland“, meinte Bio Austria-Obfrau Gertraud Grabmann auf der Bio Österreich Mitte November in Wieselburg, „aber unser Horizont am deutschen Markt ist noch lange nicht erreicht.“ Der Bio Austria Landesobmann von Niederösterreich und Wien, Otto Gasselich, dazu: „Wichtig wird die Weiterentwicklung der verarbeitenden Industrie sein. Wir dürfen nicht wie die konventionelle Landwirtschaft nur Rohstofflieferant sein.“ Allerdings könne man schlagkräftige Verarbeiter hierzulande momentan an einer Hand abzählen. „Es gibt zu 17

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OBSTBAU

„Wir müssen unsere Produktion komplett neu ausrichten“ Interview RUPERT GSÖLS über Sorgen und Nöte (nicht nur) der steirischen Apfelbauern. phenfonds der sprichwörtliche Tropfen auf den heißen Stein oder auch eine substanzielle Entlastung der Betriebe? Für viele Betriebe ist es ein letzter Hoffnungsfunke, um weiterzutun. Einige Betriebsmittel oder Baumschnitt-Arbeiten im Winter kann man damit finanzieren. Noch werden auf vielen Betrieben die Äpfel aus 2015 verkauft. Aber nach der Frostentschädigung, die im Dezember überwiesen werden soll, kommt ein Jahr lang nichts mehr. Da ist für viele der Gang zur Bank notwendig.

Waren auch die Russland-Sanktionen ein Thema? Ja, und dass die Aufhebung der Sanktionen für uns zu spät kommen wird. Polen und Russland erweitern derzeit massiv ihre Apfelflächen. Die Russen wollen sich künftig selbst versorgen. Welche Auswirkungen haben die Sanktionen tatsächlich auf die momentane Preissituation? Europa hat heuer die drittgrößte Apfelernte der vergangenen zehn Jahre eingefahren. Was früher nach Russland gegangen ist, muss nun auf anderen Märkten untergebracht werden. Allein Polen hat ein Drittel seines Absatzes verloren.

Apfelbauer Rupert Gsöls Ist Österreichs kleinstrukturierte Apfelwirtschaft angesichts der immer globaleren Warenströme überhaupt in der Lage, noch mitzuhalten? Nicht mit den Standardsorten. Wir müssen unsere Produktion neu ausrichten und das Hochpreissegment bedienen. Dazu brauchen wir andere Premium-Sorten, als wir sie heute haben. In Österreich läuft der Absatz der meisten Äpfel über die großen Handelsketten. Welche Optionen bleiben da den kleineren Produzenten?

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In Österreich stehen 20 Anbieter vier großen Abnehmern gegenüber. Diese übernehmen 90 Prozent der Ware. Der Handel spielt jedes Jahr dasselbe Türklinken-Spiel: Wer hinein will, muss noch einen Cent weniger bieten als derjenige, der gerade hinausgegangen ist. Wie man das durchbrechen kann, hat die Biobranche gezeigt. Hier ist es gelungen, das Angebot zu bündeln. Drei Anbieter bedienen vier Händler. Da sind die Vorzeichen dann anders. Also muss die Konsolidierung der Packhäuser weitergehen? Die steirische Obstwirtschaft hat zuletzt sehr viele Änderungen erlebt. Wir von der OPST-Gruppe haben mehr Transparenz in Richtung der Erzeuger eingefordert. Da haben einige Packhäuser nicht mitmachen können und sind ausgestiegen. Das hat zu einer Spaltung geführt. Dazu kam der Konkurs der Steirerfrucht. Uns ist nichts anderes übriggeblieben, als das Unternehmen zu übernehmen. Und dann hat im Frühjahr der Spätfrost zugeschlagen. Sind die Hilfsgelder aus dem Katastro-

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Rupert Gsöls ist Obmann der Steirischen Erwerbsobstbauern, Präsident des Bundes-Obstbauverbandes Österreich und Apfelbauer in Raabau bei Feldbach.

Dass für an sich versicherbare Schäden der Katastrophenfonds angezapft wurde, sorgt nach wie vor für Kritik … Es hat ein Versicherungsprodukt gegeben, das aber nicht leistbar war. Das hat sich geändert. Genau in jener Woche, in der die Frostkatastrophe passiert ist, wurde die staatliche Prämienunterstützung vom Ministerrat und vier Wochen später vom Parlament beschlossen. Zum Zeitpunkt der Katastrophe gab es also noch keine verbindliche Zusage. Auch in den Köpfen der Bauern ist die neue Situation noch nicht angekommen gewesen. Wird die Durchversicherungsrate nun steigen? Ein Betrieb, der jetzt angezählt ist, wird sich absichern müssen, weil er eine weitere derartige Katas­ trophe finanziell nicht überstehen würde. Wie müssen Obstbauern generell auf den Klimawandel reagieren? Wir müssen dem Handel auch Liefersicherheit garantieren können. Ein Vorbild dafür ist etwa Südtirol. Dort werden 90 Prozent der Flächen frostschutzberegnet. In der Südoststeiermark, wo 80 Prozent unserer Äpfel herkommen, geht das aber nicht. Diese Region wird laut Klimaforschern künftig sehr stark der Versteppung ausgeliefert sein. Daher müssen wir eine Wasserbereitstellung für die gesamte Landwirtschaft ermöglichen. W Interview STEFAN NIMMERVOLL

www.obstland.at BL ICK I NS L A N D  12  /   2 016

Foto: © Bundes-Obstbauverband Österreich

BLICK INS LAND: Sie kommen gerade von einem Gespräch mit Bundeskanzler Kern über die Situation des Obstbaus in der Steiermark. Worüber haben Sie gesprochen? Gsöls: Dass wir heuer tatsächlich nur 20 Prozent Ernte haben. Wir haben uns für die Unterstützung aus dem Katastrophenfonds bedankt. Immerhin hat er das mit unterschreiben müssen. Darüber hinaus haben wir ihn als Sympathieträger für den Apfel gewinnen können.


DIREKTVERMARKTUNG

Auszeithöfe für Körper und Seele

Fotos: © Green Care Österreich, Fotolia

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er Verein Green Care Österreich hat dazu ein neues Produkt geschaffen. Dieses ermöglicht es bäuerlichen Bewirtschaftern, ihren Hof zu einem gesundheitsfördernden Ort zu machen. Interessierte Landwirte müssen dafür den LFI-Zertifikatslehrgang „Green Care – Gesundheit fördern am Hof“ absolvieren und neben spezifischen pädagogischen Angeboten einen positiven Betriebscheck aufweisen. Ansprechen will man damit vor allem Gäste, für die Einfachheit und Authentizität im Vordergrund stehen: in der Natur allgemein sowie im Speziellen beim Kontakt zu Tieren oder bei der regionalen Kost. „Jene, die sich ihre Zeit selbst einteilen möchten, Zeit mit den Gastgebern oder anderen Gästen verbringen, aber ebenso Ruhe finden wollen, um Entschleunigung und Erdung zu finden, um damit ihr körperliches, seelisches und soziales Wohlbefinden zu stärken, sind auf den Auszeit­höfen richtig“, sagt Robert Fitzthum, Obmann des Vereins Green Care Österreich. Der Auszeithof fußt auf dem LFI-Zertifikatslehrgang „Green Care  – Gesundheit fördern am Hof“, in dem die Teilnehmer in vier Modulen (168 Unterrichtseinheiten über einen Zeitraum von etwa sechs Monaten) darauf vorbereitet werden, für Menschen, die auf der Suche nach Erholung und Stärkung ihrer gesundheitlichen Ressourcen sind, pädagogische Angebote auf ihren Betrieben anzubieten, indem sie das speziell vor Ort vorhandene gesundheitsförderliche Potenzial des Hofes in seiner Vielfalt und Unterschiedlichkeit nutzen und mit den bestimmenden Faktoren für Gesundheit  – das sind Zeit, Raum/Struktur, Beziehungen, Aktivitäten  – zu einem attraktiven Angebot verknüpfen. Etwa 30 Personen haben die ersten beiden Zertifikatslehrgänge bereits abgeschlossen. Ein weiterer Lehrgang starte Ende November in Oberösterreich, für Februar ist Lehrgang Nr. 4 in Kärnten geplant. Bei 12  /   2 016 BL ICK I NS L A N D

Dem positiven Betriebscheck folgt die Hoftafelübergabe. Für die Gästezielgruppe wird anhand der Marke „Green Care – Auszeithof“ klar ersichtlich, dass es sich um speziell ausgebildete Bäuer­innen und Bauern handelt. Darüber hinaus können die Betreiber die Systemzer­tifizierung über die externe, unabhängige Stelle SystemCERT anstreben, um zu einem zertifizierten „Green Care  – Wo Menschen aufblühen“-Mitgliedsbetrieb zu werden.

der Umsetzung des pädagogischen Angebots steht den Betrieben der Green Care-Koordinator ihres Bundeslandes beratend zur Seite. Finanzielle Unterstützung erfolgt durch die „Investitionsförderung für Diversifizierung hin zu nichtlandwirtschaftlichen Tätigkeiten“ im Ausmaß von 30 Prozent der eigentlichen Kosten. Auszeithof-Betreiber können auch Kooperationen mit anerkannten Experten oder Einrichtungen des Gesundheits- und Sozialwesens sowie des Tourismusbereichs eingehen, solange für den Gast klar ist, dass es sich dabei um externe Dienstleistungen handelt. Green Care-Projektmanager Clemens Scharre: „Wichtig schon bei der Planung ist zu überlegen, welche Möglichkeiten, die dem Gast Stabilität und Ruhe bringen, bietet der Betrieb und wie kann man diese Potenziale in einem gesundheitsfördernden Programm umsetzen.“

Die ersten Green Care-Auszeithöfe findet man in Kärnten, konkret den Peintnerhof in Niedergail sowie den Biohof Neuwirt in Hüttenberg. Ende November kamen der Wieserhof in St. Peter ob Judenburg und der Kronerhof in Waldbach dazu. Obmann Fitzthum ist überzeugt, dass das neue Produkt auf großes Interesse bei den Landwirten stoßen wird, zumal diese Berufsgruppe nicht nur eine starke soziale Ader hat, sondern viele Mitglieder auch über entsprechende soziale und pädagogische Ausbildungen verfügen. Auch für bestehende „Urlaub am Bauernhof“-Betriebe sieht er im „Auszeithof“ ein interessantes Angebot, sich weiterzuentwickeln. Erste Gespräche seien bereits geführt worden, um auszuloten, wie die Umsetzung funktionieren könnte, so Fitzthum. Der Bedarf an sozialen Green Care-Dienstleistungen sei jedenfalls vorhanden, so Fitzthum, denn mehreren Studien zufolge wird die Mehrheit der Krankenstandstage in Europa durch beruflichen Stress ausgelöst. „In Österreich benötigen immer mehr Menschen psychologische Hilfestellung. Seit der Eröffnung der ersten psy­ chiatrischen Rehabilitationsklinik 2002 sind zehn weitere entstanden.“ Nicht außer Acht zu lassen sei auch der körperliche Aspekt: Mehr als 1 Mio. Österreicherinnen und Österreicher über 15 Jahren sind als fettleibig einzustufen. W www.greencare-oe.at

Agrar­ immobilien Kauf und Verkauf, Rückpacht Agrarimmobilien waren seit Jahren eine sehr gute Geldanlage. Viele Landwirte haben ihr Geld in Ackerflächen, Grünland oder Wälder investiert. Einerseits um den eigenen Betrieb zu vergrößern, andererseits auch als Geldanlage. Manche landwirtschaftliche Betriebe haben jedoch leider keine Hofnachfolger. Die Kinder arbeiten auswärts oder studieren und kommen dann nicht mehr auf den elterlichen Hof zurück. Dann stellt sich natürlich für den Landwirt die Frage: „Was soll ich mit meiner Landwirtschaft machen?“ Eine Möglichkeit wäre, den Betrieb zu verkaufen und zurück zu pachten. Die Vorteile liegen klar auf der Hand: Der Betrieb kann bis zur Pension weiterbewirtschaftet werden. Hinzu kommt, dass der Erlös aus dem Kaufpreis dem Verkäufer zugute kommt und auch eventuell die Kinder davon schon einen Nutzen haben. Seit vielen Jahren vermittelt das AWZ-Agrarimmobilien Team erfolgreich Ackerland, Grünland, Wälder, Bauernsacherl und Landwirtschaften in ganz Österreich. Größter Wert wird dabei auf den persönlichen Kontakt gelegt. Die engagierten AWZ-Agrarimmobilienberater verfügen über eine landwirtschaftliche Ausbildung, den Willen zur fachlichen Weiterbildung und haben eine Leidenschaft für Agrarimmobilien. AWZ Immo-Invest GmbH & Co KG Landstraße 3 4615 Holzhausen Tel.: 0664 – 89 84 000 E-Mail: office@awz.at www.Agrarimmobilien.at

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Green Care Österreich Menschen auf der Flucht vor dem Alltagsstress, Burn-out-Gefährdete, Menschen, die sich und ihrer Gesundheit, oder Unternehmer, die ihren Mitarbeitern etwas Gutes tun wollen, können künftig auf heimischen Bauernhöfen eine „Auszeit“ nehmen.

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WILDTIERHALTUNG

„Heikel ist nur der Zaun“ Hirschzucht Der Wassermann-Wirt in Greisdorf bei Stainz in der Weststeiermark gilt als erste Adresse für alles, was mit dem Thema Hirsch zu tun hat – nicht nur gastronomisch, auch was die bäuerliche Wildtierhaltung im Gehege betrifft.

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tieren. „Hirsche einfach in der Decke zu verkaufen, bringt nur wenig ein“, ist Wassermann überzeugt. Selbst Jäger, kennt der Farmwildhalter die wiederkehrenden Argumente einiger Waidmänner, dass freilebendes Wild noch gesünder sei als jenes vom Bauernhof. „Allerdings äsen die überall, auch auf Wiesen und Äckern, wo eben erst gedüngt oder gespritzt wurde. Meine Hirsche dagegen sind bio-zertifiziert, weil sie sich nur auf meinen eigenen Weiden aufhalten.“

Heimisches Wildfleisch aus landwirtschaftlicher Haltung kostet übrigens mehr als doppelt so viel wie das von im Wald erlegten Exemplaren. Dafür sei das Fleisch

eines etwa durch eventuelle Fehlschüsse und Nachsuche gestressten Tieres mit jenem eines gezielt auf der Weide geschossenen Hirsches nicht vergleichbar, betont Wassermann. Und schon gar nicht mit Tiefkühlware aus Neuseeland, die in der Gastronomie oft zum Einsatz käme. „Dort wird das Wild regelrecht gemästet und ist daher billig, kommt aber an unsere Qualität nicht heran.“ Er bereue es keinen Tag, dass er in die Wildtierhaltung eingestiegen sei, meint der Wassermann-Wirt. Schon lange vor der wachsenden Nachfrage nach „Regionalität“ sei es ihm mit der eigenen Fleischproduktion gelungen, für sein Wirtshaus einen authentischen und wirtschaftlich einträglichen Schwerpunkt zu setzen. „Indem unser Gast die Tiere hinter dem Haus sieht, können wir ihm glaubhaft vermitteln, dass wir tatsächlich nachhaltige Produkte aus der Region verwenden.“ W STEFAN NIMMERVOLL

www.wassermann-wirt.at

INTERVIEW BLICK INS LAND: In Österreich gibt es 1.600 landwirtschaftliche Betriebe, die Wildtiere halten. Ist da für Neueinsteiger noch Platz? Grabner: Ich schätze das Potential für diese sehr positiv ein. Einerseits gibt es genug passende Flächen. Andererseits kommt mehr als ein Drittel des benötigten Wildfleisches nach wie vor aus dem Ausland. Welche Voraussetzungen muss man erfüllen? Farmwildhaltung passt besonders für Betriebe mit schwierigen, hügeligen Flächen oder gar Steillagen. Ein Vorteil ist die geringe Arbeitszeit, die für die Betreuung notwendig ist. Neueinsteiger sollten sich aber vorab ausführlich informieren. Weitere Voraussetzungen für den Erfolg sind eine konsequente Umsetzung und Bemühungen in der Direktvermarktung. Im Vorfeld sind auf der Bezirkshauptmannschaft auch einige behördliche Genehmigungen einzuholen, etwa wenn Waldflächen

mit eingezäunt werden oder die Anmeldung des Geheges beim Veterinäramt zu erledigen ist. Rudolf Grabner

Wie viel Fachwissen braucht es? Und ist es schwer, von Rindern oder Schafen auf Wild umzustellen? Man muss sich mit den Bedürfnissen der jeweiligen Wildart vertraut machen. Das betrifft die Haltung und Fütterung ebenso wie das Verhalten der Tiere. Jedes Gehege ist diesbezüglich gut zu planen, mit Einbeziehung von Ruheflächen, Äsungsflächen, Zufütterungs- und Wasserstellen sowie eventueller Fangeinrich-­ t­ungen. Und wie steht es um den Verdienst? Farmwildhaltung kann durchaus mit der Mutterkuh- oder Schaf-

haltung mithalten. Es lassen sich gute Stundenlöhne erzielen. Abhängig ist der Verdienst aber von den Verkaufserlösen. Angesichts billiger ausländischer Ware – ist Farmwild aus Österreich überhaupt konkurrenzfähig? In der Gastronomie sind bestimmte Edelteile besonders stark gefragt. Die kommen vor allem aus Neuseeland mit konstanter Qualität und in großen Mengen als Tiefkühlware auf den Markt. Daneben wird Jagdwild aus Osteuropa zu günstigen Preisen eingeführt. Wir müssen auf Regionalität und Qualität setzen, dann ist auch Wildfleisch vom Bauern absolut konkurrenzfähig. Interview STEFAN NIMMERVOLL DI Rudolf Grabner ist Geschäftsführer des Bundesverbandes Österreichischer Wildtierhalter.

www.wildtierhaltung.at

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Fotos: © Wassermann

enn man sich dem Gasthaus Wassermann am Reinischkogel nähert, grüßen von allen Seiten die Hirsche. Auch der Weg in die urige Gaststube ist mit Hinweistafeln und Metallfiguren des Königs der Waldtiere gesäumt. Dessen edles Fleisch findet man aber nicht nur in den Pfannen und auf den Tellern, sondern auch gleich hinter dem Haus, wo die stolzen Geweihträger äsen. Seit Jahrzehnten sei das Gasthaus ein beliebtes Ausflugsziel für Tagesgäste aus der nahen Landeshauptstadt Graz, erzählt (Land-) Wirt Anton Wassermann: „Dabei waren auch Landwirtschaft und Weinbau stets wichtige Bestandteile unseres Betriebes.“ Stiermast und Schweinehaltung wurden wegen der Arbeitsintensität Mitte der 1980er Jahre aufgegeben. Es folgten vier Jahre „Nachdenkpause“, ehe sieben Stück Damwild auf die Weiden geholt wurden. Heute hält Anton Wassermann auf zehn Hektar eingezäuntem Grünland 45 Rothirsche und auf einem zweiten, kleineren Betrieb 30 Damhirsche. Damit liegt er weit unter der Besatzzahl, die für diese Fläche erlaubt wäre. Die einjährigen Tiere werden auf der Weide geschossen und im hauseigenen Schlachthof fachgerecht aufgearbeitet. Damit ist es der Familie Wassermann gelungen, die Landwirtschaft als Bestandteil ihres „Bioalm“-Konzeptes mit relativ geringem Aufwand weiter zu betreiben. „Mit der Wildfleisch-Veredelung in der eigenen Küche erzielen wir die bestmögliche Wertschöpfung“, so Wassermann. Auch bei den meisten anderen Wildtierhaltern macht die Direktvermarktung die Hirschhaltung wirtschaftlich. Teuer seien die Anschaffung der ersten Zuchttiere und die Einzäu­ nung gewesen. „Sonst fallen relativ wenig Kosten an“, sagt der Wildtierhalter. Zuchthirsche zur Blutauffrischung werden etwa über die Wildtierbörse getauscht. Auch der Arbeitsaufwand halte sich in Grenzen. „Heikel ist nur die Instandhaltung des Zaunes.“ Im Winter bekommen die Tiere etwas Biogetreide zugefüttert, „ansonsten brauchen sie nicht allzu viel Betreuung“, meint Wassermann. Wer wirklich mit der Wildtierhaltung verdienen wolle, müsse dagegen viel Zeit in die Aufarbeitung und den Verkauf des Wildbrets inves-


STALL & HOF

Futterband statt Futtertisch Feedstar Mit einem neuen Komplettkonzept will die Firma Eder aus Bayern der Bandfütterung in Rinderställen zu einer Renaissance verhelfen. STEFAN NIMMERVOLL hat den Hersteller sowie einen Rinderbetrieb in Oberbayern besucht.

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ie Zeit sei wieder reif für kostengünstige, platzsparende Lösungen, wird betont. Das neue Komplettkonzept unter dem Namen „Eder feedstar“ ist laut Geschäftsführer Georg Pfeilschifter der Versuch, die Low Cost-Lösung von damals auf einen neuen, automatisierten Stand zu bringen und zudem einzelne Bestandteile betriebsindividuell in bestehende Ställe einzupassen. Das System besteht grundsätzlich immer aus einem Futterband, das den breiten befahrbaren Futtertisch ersetzt. Darauf wird die jeweilige Futterration direkt aus dem Mischwagen aufgebracht und den Tieren praktisch vor die Nase serviert. „Anders als Mitbewerber verwenden wir kein Umlaufband, sondern ein Bandrückführungssystem“, erklärt Pfeilschifter. Mittels Seil wird das Band in eine Aufrollstation zurückgezogen. Etwaiges Restfutter wird damit nach dem

Fressvorgang automatisch abtransportiert und in einem Trog gesammelt. „Der Futtertisch bleibt somit immer trocken und sauber.“ In Gruppen könne man damit sogar leistungsgerecht füttern, indem ein Bereich des Bandes für Trockensteher, ein anderer für Laktierende befüllt werde, wenn die Grundration dieselbe ist. Auch eine Zudosierung über zwischengeschaltete Stationen sei möglich.

Über die Steuereinheit als Kommandozentrale kann den Tieren beliebig oft Futter vorgelegt werden. „Mehrmalige Futtervorlage animiert die Tiere zu einer höheren Leistung“, sagt Pfeilschifter. Neben der Zeitersparnis führt man bei Eder einen wesentlich geringeren Platzbedarf ins Treffen. Damit eigne sich der feedstar für Umbauten bestehender Ställe ebenso wie für Neubauten mit kleineren Außenmaßen. Pfeilschifter: „Bei einem Neubau kosten 200 Quadratmeter Stallfläche rund 80.000 Euro. Genau diesen Platz kann ein Futterband einsparen. In den Investitionskosten für einen feedstar mit enthalten ist ein neuer Futtermischwagen im Wert von 30.000  Euro“, schielt man nicht nur auf Betriebe, die mit der simplen Umrüstung vielleicht noch ein paar Jahre Milch produzieren wollen. In Skandinavien würden gerade die innovativsten Betriebe auf

die feedstar-Technik setzen. „Dort hat sich bereits durchgesetzt, dass es nicht notwendig ist, mit dem Traktor über den Futtertisch zu fahren. W

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DÜNGUNG

„Gewässerschutz ist nicht gottgegeben“

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er belgische Milchbauer Pieter Dezeure hat ein Problem. Er hat in seinem Stall in Vinkem Platz für 140 Kühe. Eingestallt sind derzeit aber nur 90. Der Grund dafür: Die Quote. Produktionsrechte für mehr Tiere zu kaufen, wäre für ihn bei den aktuellen Milchpreisen nicht wirtschaftlich. Das mag sich nach Vergangenheit anhören, denn Milchquoten gibt es ja seit April 2015 keine mehr. Sehr wohl verteilt die Region Flandern in Belgien aber Düngerrechte. Und diese sind teuer. Für Pieter Dezeure momentan zu teuer. „Wer bezahlt, kann melken“, erklärt der junge Landwirt. 127 Stickstoffproduktionsrechte braucht jede Kuh. 3,50 Euro kostet ein solches Recht, das Dezeure einem anderen Bauern, der aus der Tierhaltung aussteigen will, abkaufen müsste. Ähnliches gilt in der intensiven Agrarregion auch für Schweine und Geflügel. Die Regionalregierung will damit die Qualität des Grundwassers verbessern und die Gesamtzahl der Nutztiere beschränken. Dazu kommt in Flandern mit seinen immer knapperen Agrarflächen noch ein weiterer Aspekt: Jener Anteil an Gülle, der rechnerisch nicht auf der eigenen Fläche ausbringbar ist, muss kostenpflichtig nachbehandelt werden. „Wir haben 55 Hektar Ackerland. Das 22

geht sich mit den Höchstgrenzen nicht aus“, verweist Dezeure auf ein Problem, das er mit vielen anderen flämischen Landwirten teilt. Alle Nährstoffe, die nicht im eigenen Stall-Hof-Acker-WiesenKreislauf verwendbar sind, werden staatlicherseits als Problemabfall betrachtet und müssen vom Hof gebracht werden. In einem industriellen Ablauf wird der feste Anteil dann separiert und kompostiert. Die Rindergülle wird „denitrifiziert“, also mit Luft behandelt, wodurch der enthaltene Stickstoff in die Luft übergeht. Erst die Restflüssigkeit kann dann wieder auf die Felder gebracht werden. „Der gesamte Ablauf muss jedoch mittels GPS überwacht werden. Und das können fast nur noch Lohnunternehmer bewerkstelligen.“ Alleine die Bearbeitung koste ihm 14 Euro pro

Kubikmeter Flüssigmist. Dessen Behandlung sei somit mittlerweile der teuerste Faktor in seiner Milchproduktion, beklagt Dezeure. In Österreich mit seiner größtenteils flächengebundenen Tierhaltung ist man von solchen Systemen noch weit entfernt. Dennoch hat es etwa in der Steiermark heuer gehörige Aufregung um reduzierte Nährstoffgrenzwerte gegeben. Völlig wegschieben kann man die Problematik daher auch hierzulande nicht. So appellierte der Präsident der LK Oberösterreich, Franz Reisecker, an die Bauern für mehr Engagement beim Gewässerschutz. „Auf der Traun-Enns-Platte, einem wichtigen Ferkel- und Schweineproduktionsgebiet, ist es uns bisher nicht gelungen, die Nitratwerte im Grundwasser zu senken.“ Daher sei es wichtig, dass hier möglichst viele Bauern an Beratungen teilnehmen. Weil Schweinehaltung „auch in sensiblen Regionen weiterhin möglich sein muss“, rät auch der Leiter der Beratungsstelle für Schweineproduktion, Johann Stinglmayr, den Betrieben, mehr Augenmerk auf Themen wie richtige Güllelagerung und effizientes Güllemanagement zu legen, etwa bei den Ausbringungszeiten, wenn man die Veredelungsintensität beibehalten wolle: „Gewässerschutz ist nicht gottgegeben. Jeder Einzel-

ne muss mitarbeiten.“ Stinglmayr hofft, dass für vorbeugende Maßnahmen noch genügend Zeit bleibe. „Die Politik wird uns jedenfalls mit Argusaugen beobachten. Wir werden belegen müssen, dass unsere Gülle ein wertvolles Düngemittel und kein Abfall ist.“ Was passieren könnte, wenn man den Gülleproblemen nicht Herr werde, kann man in Flandern, aber auch in Deutschland begutachten. Dort ist die Landwirtschaft gerade mit einer Klage der EU-Kommission wegen Verstößen gegen die EU-Nitratrichtlinie konfrontiert. Die boomende Nutztierhaltung in den Hochburgen der Schweineproduktion in Nordrhein-Westfalen und Niedersachsen etwa weiß nicht mehr, wohin mit ihrer Gülle – und auch die Politik hat jahrelang keine Antworten auf die massive Konzentration und das Wachstum der Großbetriebe gefunden. Nun sagen immer öfter andere den Landwirten, was sie noch dürfen und was nicht. „Eine ähnliche Entwicklung muss in Österreich unbedingt verhindert werden“, so Kammerpräsident Franz Reisecker. Allerdings kennt er auch seine Berufskollegen: „Das Problem ist, dass wir immer noch Betriebe mit intensiver Nutztierhaltung haben, die nebenbei noch Handelsdünger ausbringen.“ W STEFAN NIMMERVOLL

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Fotos: © fotolia, Nimmervoll

Gülleüberschuss In Belgien oder Deutschland werden die Auflagen an die Tierhaltung und das Güllemanagement immer restriktiver. In Österreich hofft man auf die Vernunft der Veredlungsbetriebe.


GÜLLETECHNIK

Technik für unmittelbare Gülleeinarbeitung Die Gülleausbringung wird von Teilen der Bevölkerung kritisch betrachtet. Nicht nur weil der Güllegeschmack für viele Nasen ein „penetranter Gestank“ ist, sondern auch weil viele betreffend Ammoniakemissionen hellhörig geworden sind. Selbst zahlreiche Wissenschaftler und Politiker stehen einzelnen Gülleausbringpraktiken kritisch gegenüber. Von Ruedi Hunger

Foto: © agrarfoto.at

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nter diesen Vorzeichen kommen vermehrt Ausbringtechniken zum Einsatz, die Gülle immer näher zum oder in den Boden bringen. Ein Blick nach Europa zeigt, dass überall, wo hohe Nutztierdichten vorhanden sind, die Vorschriften verschärft werden. Einen Vorgeschmack auf das, was auf uns zukommen könnte, erhält man bei einem Blick nach Dänemark, wo die „bodennahe“ Gülleausbringung mittels Schleppschlauch bereits verboten ist. An seine Stelle treten Schleppschuhsysteme und Schlitzgeräte. Ähnlich ist es in den Niederlanden, wo zusätzlich rigorose Kontrollen über die Ausbringmengen durchgeführt werden. Es wird gefordert, dass Gülle innerhalb vier Stunden eingearbeitet wird, damit rücken Kombinationen von Fässern mit Scheibeneggen oder Güllegrubber ins Rampenlicht. Mit Ausbreitung des Strip-Till-Verfahrens besteht eine gute Gelegenheit, diese Technik mit der Gülleausbringung zu kombinieren. 12  /   2 016 BL ICK I NS L A N D

Der Schuh läuft auf dem Boden Parallel zur Verschärfung der allgemeinen Situation, werden Stickstoff-Dünger tendenziell immer teurer. Allein daraus wird erforderlich, dass die auf dem Betrieb vorhandenen eigenen Hofdünger möglichst effizient, sprich verlustarm, ausgebracht werden. Ein Schleppschuhgestänge bedeutet oft den Einstieg in die Gülleeinarbeitung. Während der Schleppschlauch die Gülle „bodennah“ über dem Boden ausbringt, kann ein Schleppschuh dank seiner Kufe die Gülle passiv, je nach Boden zwischen 0 und 3 cm tief, in den Boden bringen. Durch ihre Form schieben die Kufen auf Grünland die Pflanzen zur Seite und bringen die

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Grünlandinjektoren Schlitzgeräte mit Grünlandausrüstung injizieren die Gülle 4 bis 8 cm tief in den Boden. Damit erhöht sich die erforderliche Zugkraft. Diese wiederum wird zusätzlich durch die Arbeitsbreite beeinflusst. Der Schnitt in den Boden stellt eine nicht zu unterschätzende Verletzung der Grasnarbe dar. Die im

Vorteile

Kurzscheibenegge

+ Große Arbeitstiefe möglich + Bodenbearbeitung und Düngen in einem Arbeitsgang + Gute Vermischung von Boden und Gülle + Breitflächige Einarbeitung

+ Hohe Flächenleistung + Weitgehend unempfindlich gegen Steine + Geringer Verschleiß + Breitflächige Einarbeitung + Tiefer(er) Leistungsbedarf

Nachteile

Grubber

Abstand zwischen 18 und 20 cm angeordneten Injektionseinheiten sind pendelnd am Tragrahmen angebaut. Sie können nach oben ausweichen und Boden­un­ ebenheiten in begrenztem Maß folgen. Der „Bodenkontakt“ wird durch Federdruck oder hydraulisch aufrechterhalten. Auf dem Markt sind Arbeitsbreiten zwischen 3 und 12  m. Geringe Arbeitsbreiten erfordern mehr Überfahren, was aus Sicht des Bodenschutzes und den damit verbundenen hohen Fassgewichten kritisch zu beurteilen ist. Neben einem  – gegenüber Schleppschlauch oder Schleppschuh – wesentlich höheren Gewicht eines Schlitzgerätes, muss pro Meter Arbeitsbreite mit einem zusätzlichen Leistungs­bedarf von 5 bis 6 kW (6 bis 8 PS) gerechnet werden.

– Bei zunehmender Arbeitstiefe steigt der Zugkraftbedarf stark an – Je nach Bauart, hohes Gewicht – Hoher Verschleiß – Unkraut zwischen den Reihen wird ebenfalls mit Gülle „versorgt“

– Max. 10 bis 15 cm Arbeits­ tiefe möglich – Für tiefere Lockerung ist ein zweiter Arbeitsgang erforderlich – Unkraut zwischen den Reihen wird ebenfalls mit Gülle „versorgt“ – Einsatzgrenzen bei hartem Boden und viel Ernte­ rückständen

Ackerlandinjektoren Zum Einsatz kommen Ein-, Zwei- oder Mehrbalken-Geräte. Zudem wird zwischen starren und gefederten Zinken- oder Scheibeninjektoren unterschieden. Vermehrt werden auch Zinkeninjektoren oder Güllegrubber für ein Schlauchzuführsystem angeboten. Mit der Scheibenegge erfolgt eine flächendeckende Einarbeitung der Gülle, dazu wird der Boden nicht in einer Rille aufgeschnitten, sondern durch die schräg angestellten Scheiben horizontal komplett gelockert. Die vor der ersten Scheibenreihe applizierte Gülle wird 5 bis 12 cm tief eingearbeitet. Für bereits vorhandene Kurzscheiben­ eggen gibt es beispielsweise von Vogelsang den Nachrüstsatz „SynCult“. Mit einem Güllegrubber wird Gülle direkt in den lockeren Strip-Till-Technik

+ Unterschiedliche Bauweisen machen auch große Arbeitsbreiten möglich + Geringerer Zugkraftbedarf bei tiefem Arbeiten + Gülle wird tief eingearbeitet + Hoher Bodenbedeckungsgrad reduziert die Erosion + Bearbeitete Streifen sind weitgehend frei von organischen Rückständen + Tiefes Düngerdepot fördert Wurzelwachstum – Tiefes Gülledepot ist in nassen Jahren ­problematisch – Kaum Durchmischung von Boden und Gülle – Gülle kann in Hanglagen aus der Rille laufen – Einsatzgrenze in sehr schweren Böden – Eignung ist speziell für Reihenkulturen ­gedacht – RTK-Lenksystem ist für nachfolgende Saat in die Reihe notwendig

Tabelle: Nichtbodenwendende Einarbeitungsverfahren für Gülle – ihre Vor- und Nachteile 24

Erdstrom hinter der Schar eingeleitet und 5 bis 15 cm tief eingearbeitet. Güllegrubber werden zwei- oder dreibalkig angeboten. Zudem besteht die Möglichkeit, diese mit Walzen oder Striegel als Nachlaufwerkzeuge auszurüsten. Strip-Till kombiniert In Verbindung mit dem 2-phasigen Strip-Till-Verfahren werden vermehrt Reihenelemente mit Gülleinjektoren ausgerüstet. So kann beispielsweise der 4-, 6- oder 8-reihige Kuhn Striger-Zinken mit einem Auslaufschlauch von Garant/Kotte ausgestattet werden. Die Gülle wird in einer Tiefe von 10 bis 20 cm abgelegt und wieder mit Erde überdeckt. Für die nachfolgende Kultur wird somit ein tiefes Düngerdepot angelegt, was in nassen Jahren problematisch sein kann. Dank hoher Erdüberdeckung wird der Keimling nicht geschädigt, erstarkende Wurzeln erschließen später das Nährstoff­ depot. Fazit Auch wenn die Injektions-­ Technologie noch nicht in großen Stückzahlen im Einsatz steht, unterstützen in einigen Ländern staatliche Förderprogramme den Trend zur sofortigen Einarbeitung der Gülle. Der Wertstoff „Gülle“ soll durch bodennahe Ausbringung, Ein­arbeitung oder Gülle-Strip-Till für den Pflanzenbau optimal nutzbar gemacht werden. Dem Vorteil der reduzierten Emissionen stehen hohe Fahrzeug­gewichte und entsprechende Kosten gegenüber. Zudem wird mit dieser Technik das Ausbringen der Gülle von vielen Betrieben zum Lohnunternehmer abwandern. W Ruedi Hunger ist Agrarjournalist in der Schweiz.

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Foto: © Hunger

Gülle in begrenztem Umfang in den Boden. Das klingt alles gut, aber in Hanglagen und kupiertem Gelände kommt es ohne Pendel­ ausgleich zu Problemen, so dass es auch mit dem Schleppschuh zu Futterverschmutzungen und oberflächlichem Ablegen der Gülle kommt. Der holländische Güllespezialist Bomech baut einen Schleppschuhverteiler für den Dreipunktanbau bzw. Gülleverschlauchungen.


BODENBEARBEITUNG

Welches Gerät für welchen Zweck? Mulchtechnik Mulchen nach Mais zur Verbesserung der Qualität der nachfolgenden Bestellung und zur Minimierung des Fusariumbefalls in der Folgefrucht ist vor allem in pfluglos wirtschaftenden Betrieben eine effektive und weit verbreitete Maßnahme.

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uch durch die zunehmende Ausbreitung des Maiszünslers hat das Mulchen des Maisstrohs zusätzlich an Bedeutung gewonnen. Aber welche Maschine bringt die beste Wirkung? In einem Praxistest ist man dieser Frage auf den Grund gegangen. In dem Test wurden gezielt Geräte mit deutlich unterschiedlichen Werkzeugformen eingesetzt, von der reinen Schneidwalze über Sichelmulcher mit und ohne Gegenschneide sowie Schlegelmulcher mit Y-Messer und Gebläseschaufel, kleinem und großem Plattenschlegel oder kleinem und großem Hammerschlegel, mit Arbeitsbreiten von 2,8 bis 5,8 Meter von Herstellern aus Dänemark über Frankreich bis Kanada. Alle Geräte wurden sowohl in Silomaisstoppeln als auch im CCMStroh eingesetzt. Insbesondere der CCM-Mais hatte zum festgesetz26

ten Termin den üblichen Reifegrad noch nicht erreicht, sein Stroh war noch grün, sehr feucht und dementsprechend zäh. Für den Test wurde das CCM mit einem Mähdrescher mit Bandlaufwerk geerntet, um die Spurtiefe zu minimieren. Für die Bewertung der Geräte wurden die Qualität der Zerkleinerung, die Intensität der Zerkleinerung und der Zapfwellen-Leistungsbedarf herangezogen. Für die Ermittlung der Qualität der Zerkleinerung wurde die Stoppellänge gemessen und das Maisstroh mit Hilfe einer Boniturskala bewertet. Die Boniturpunkte definierten sich nach a) schlechter Zerkleinerung (wie vorher), b) sichtbare Beschädigung (leichte Beschädigung über dem ersten Knoten), c) gut (erster Knoten beschädigt) bis d) sehr gut (bis zum Bestockungsknoten zerstört). Die Intensität der Zerkleinerung wurde mittels Siebanalyse des Maisstrohs ermittelt, der Zapfwellen-Leistungsbedarf mit Hilfe einer Zapfwellen-Messnabe erfasst. Weitere Vorgaben für den Einsatz der Geräte waren u.a. eine

Mindestgeschwindigkeit von 8 km/h und eine möglichst tiefe Bearbeitung. Die mit Abstand geringste Zerkleinerungswirkung zeigte die reine Schneidwalze mit ihren quer zur Fahrtrichtung auf dem Walzenumfang angeordneten Hartmetall-Schneidmessern. Sie konnte unter den gegebenen Voraussetzungen weder im Silomais noch im CCM-Stroh eine für die Maiszünslerbekämpfung ausreichende Bearbeitung des Erntematerials gewährleisten. Die Messer der Schneidwalze konnten das außerordentlich zähe Maisstroh nicht durchtrennen. Unter trockeneren Verhältnissen und bei abgereiftem, spröden Maisstroh ist das Gerät aber durchaus in der Lage, die Strohmatte zu durchschneiden und auch mit Hilfe des Walzenkörpers Stoppelreste und Stängel zu zerquetschen. Die Bearbeitungsintensität hängt bei diesem Gerät also sehr stark von den Bodenbedingungen und von den Eigenschaften der Ernterückstände ab.

Die zapfwellenangetriebenen Geräte zerkleinerten die Ernterückstände erwartungsgemäß deutlich intensiver. Bei den beiden Sichelmulchern zeigte das Gerät mit Gegenschneide in der Tendenz eine etwas intensivere Zerkleinerung, was allerdings auch durch einen erhöhten Zapfwellenleistungsbedarf erkauft werden muss. Generell ist bei allen zapfwellengetriebenen Geräten zu beobachten, dass die Intensität der Zerkleinerung im CCM-Stroh geringer war als bei den Silomaisstoppeln, da erheblich mehr Material verarbeitet werden muss. Die Sichelmulcher hatten unter den gegebenen Verhältnissen etwa den gleichen Leistungsbedarf wie die Schlegelmulcher. Der Schlegelmulcher mit Y-Messer und Gebläseschaufel zeigte bei geringer Materialauflage im Silomais eine sehr intensive Zerkleinerung. Fast alle Erntereste waren kleiner als 5 cm, so dass davon auszugehen ist, dass eine Maiszünsler-Larve darin nicht überleben kann. ÜberraschenderBL ICK I NS L A N D  12  /   2 016

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Von Markus Demel, Hans Kirchmeier und Norbert Uppenkamp


BODENBEARBEITUNG weise sank die Zerkleinerungsintensität allerdings erheblich im „unbefahrenen“ CCM-Stroh. Der Schlegelmulcher mit kleinem Plattenschlegel hatte als einziger Mulcher keine Gegenschneide oder Zerkleinerungsleiste. Die fehlende Gegenschneide soll durch eine sehr hohe Drehzahl ausgeglichen werden. Letztlich lag dieses Gerät beim Silomais im oberen, beim CCM im unteren Mittelfeld. Auffällig bei den Ergebnissen des Schlegelmulchers mit großem Plattenschlegel war der sowohl im Silomais als auch im CCM geringste Zapfwellen-Leistungsbedarf. Dieses Gerät zeigte im Silomais mit der vergleichsweise hohen Schnitthöhe nur eine geringe Zerkleinerungsintensität, im CCM-Stroh konnte eine sehr gute Zerkleinerung festgestellt werden. Beide Geräte mit Gegenschneide und großem Hammerschlegel zeigten die besten Boniturwerte, wobei Letzeres deutlich intensiver zerkleinerte. Der große Rotordurchmesser im Zusammen mit der großen Schlegelmasse mag ein entscheidender Grund dafür sein, dass die Zerkleinerungsintensität im CCM-Stroh weniger stark abfiel als bei vielen anderen Geräten. Diese sehr intensive Stroh-

zerkleinerung muss allerdings mit einem überdurchschnittlich hohen Zapfwellenleistungsbedarf erkauft werden. Fazit Welches Gerät also für welchen Zweck? Generell können Schlegelmulcher sehr vielfältig einsetzbar sind. Insbesondere wenn sehr hohe Anforderungen an die Zerkleinerungsqualität und -intensität gestellt werden, wie bei der pfluglosen Bestellung nach Körnermais oder CCM, sind Schlegelmulcher mit Hammerschlegeln und Gegenschneiden die besten Geräte. Wird nach Silomais pfluglos angebaut, ist sicherlich auch ein Schlegelmulcher mit Y-Messer und Gebläseschaufeln einsetzbar, eventuell auch Sichelmulcher, die sich besonders durch ihre großen Arbeitsbreiten auszeichnen. Wird gepflügt, sind die Anforderungen generell deutlich geringer. Hier können allerdings vorbereitende Maßnahmen, insbesondere bei langen Maisstoppeln, das Pflügen erheblich vereinfachen und das Verrotten des untergepflügten Materials beschleunigen.  W Dr. Markus Demel und Hans Kirchmeier, beide: Bayerische Landesanstalt für Landwirtschaft; Dr. Norbert Uppenkamp, LK Nordrhein-Westfalen.

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FORSTTECHNIK

Die erste Kette aus dem Haus Husqvarna

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Innovation Kaum zu glauben, aber Husqvarna produziert erst seit Kurzem selbst Sägeketten, während Motorsägen bereits seit 1959 das Werk im gleichnamigen Ort verlassen. Nun sorgt Husqvarna mit der neuen X-Cut Sägekette für ein perfektes Zusammenspiel aller Motorsägenkomponenten. Ende Oktober 2016 stellte Husqvarna im Werk in Huskvarna (Schweden) die erste eigene Motorsägenkette vor. Nachdem die Sägekette etwa 50 % der Leistung einer Motorsäge bestimmt, entschied sich Husqvarna, selbst in die Herstellung dieser wichtigen Komponente einzusteigen. Mit der X-Cut soll die maximale Leistung aus den Motorsägen geholt werden. Bei der Entwicklung wurde vor allem auf eine noch bessere Schnittleistung und eine längere Lebensdauer geachtet. Der größte Vorteil der neuen Husqvarna-Kette liegt aber im geringeren Wartungsaufwand – die X-Cut bleibt deutlich länger scharf und muss weniger häufig nachgefeilt werden. Zudem muss sie weniger häufig nachgespannt werden.

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„Die X-Cut ist ein Meilenstein in der Geschichte von Husqvarna. Wir versorgen Holzfäller bereits seit 1959 mit erstklassigen Motor­ sägen. Mit den neuen Ketten und Schienen können wir die ganze Erfahrung von Husqvarna einbringen und damit Leistung und Produktivität auf ein neues Niveau bringen“, bestätigt Pavel

Hajman, Präsident der Husqvarna Division. Die erste Kette SP33G (0.325”, Halbmeisel, 1,3 mm) kommt Anfang 2017 in Österreich auf den Markt und ist auf die Husqvarna 400er-Modelle bis hin zur 550 XP ausgelegt. Weitere Ausführungen folgen. Höhere Schnittleistung Zur Maximierung der Schneideffizienz wurde die X-Cut-Kette so entwickelt, dass sie schneller und sauberer schneidet und über einen ausgewogenen Winkel des Schneidezahns verfügt. Die spezielle Form des Schneidezahns transportiert das Holz besonders gut aus dem Stamm. Das macht die Kette nicht nur schärfer, sie bleibt dadurch auch länger scharf.

Längere Lebensdauer Die Kette wird aus mikrostrukturiertem Stahl mit einer Chrombeschichtung gefertigt. Prozesse wie Wärmebehandlung, Induktionshärten und Sandstrahlen machen die X-Cut zusätzlich widerstandsfähig. Mehr Komfort durch Vorrecken Die X-Cut ist bereits ab Werk vorgedehnt. Dadurch hält sie besonders gut die Form und muss weniger oft nachgespannt werden. Die ausschließlich in Schweden gefertigte X-Cut Kette verspricht einiges – am besten, man überzeugt sich selbst. INFORMATION: www.husqvarnagroup.com

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FORSTWIRTSCHAFT

Qualität steht im Vertrag: Gemessen werden die Raummeter mit 1 Meter langen Scheiten.

Rechtlich gilt das letzte geschriebene Wort Von Sylvia Scherhaufer

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orweg sei angemerkt: Verkauft ein Waldbesitzer sein Brennholz im Rahmen seiner betrieblichen Tätigkeit, so ist er Unternehmer im Sinne des Unternehmensgesetzbuches. Der Käufer ist in der Regel Endverbraucher. Der Verkauf unterliegt daher dem Konsumentenschutzgesetz. Das bedeutet vor allem, dass unklare Vertragsbestimmungen immer zugunsten des Konsumenten ausgelegt werden. Eine möglichst klare, kurze schriftliche Vereinbarung über den Vertragsinhalt ist daher unbedingt zu empfehlen. Aber auch ein mündlich abgeschlossener Kaufvertrag ist gültig. Sollte es zu Problemen in der Abwicklung kommen, ist aber eine schriftliche Vereinbarung – auch eine E-Mail ist völlig ausreichend – aus Beweisgründen besser als ein mündlicher Vertrag. Besonderes Augenmerk sollte man auf die Beschreibung der Qualität des Brennholzes, wie etwa Feuchtigkeit oder Wassergehalt sowie auf die Vermessung der gelieferten Menge legen. Üblicherweise wird Brennholz in Raummeter verkauft. Gemessen werden die Raummeter mit 1 Meter langen Scheiten. Die Lieferung erfolgt auf Wunsch des Kunden jedoch meist in der ofenfertigen Länge von beispielsweise 33 Zentimeter Scheiten. Durch das Ablängen verringern sich die Raummeter, wenn man

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die Scheite wieder schlichtet. Auf diesen Umstand sollte der Verkäufer unbedingt vor Abschluss des Vertrages hinweisen, am besten schriftlich. Auch auf der Bestellung und der Rechnung sollte er den vereinbarten Liefergegenstand genau beschreiben. Eine mögliche Formulierung wäre zum Beispiel zehn Raummeter Brennholz Buche, gemessen am Stoß mit 1-Meter-Scheiten, geliefert abgelängt auf 33-ZentimeterScheite. Rechtlich ist das letzte geschriebene Wort maßgeblich, sollten sich mehrere Schriftstücke widersprechen, wie etwa im Zuge eines E-Mail-Dialogs. Sollte daher die Bestellung des Kunden von dem zuvor geschriebenen Angebot abweichen, ist es wichtig, noch einmal den Vertragsgegenstand schriftlich richtigzustellen und erst danach das Brennholz auszuliefern. Andernfalls gilt die Bestellung des Kunden als neues Angebot, das vom Waldbesitzer durch die Lieferung angenommen wird. Vertragsinhalt ist der Wortlaut in der Bestellung des Kunden. Darüber hinaus ist es empfehlenswert, die genauen Umstände der Lieferung wie Zeit und Ort, zum Beispiel „abgekippt in der Einfahrt“, und den Kaufpreis festzuhalten. Bei Einhaltung der drei wichtigsten Punkte sollte kein Raum mehr für Diskussionen mit dem Kunden bleiben: genaue Beschreibung des Vertragsgegenstandes betreffend Qualität, Menge und Preis; Aufklärung

des Kunden über die Ermittlung der Raummeter; genaue Vereinbarung der Lieferumstände, wie Zeit und Ort. Dazu ein Beispiel: Kunde A möchte 12 Raummeter Buchenbrennholz, ofenfertig als 33-Zentimeter-Scheite kaufen. Bauer B klärt A auf, dass die Vermessung der Raummeter aus praktischen Gründen nur mit 1-Meter-Scheiten erfolgen kann. Erst danach erfolgt der Zuschnitt auf 33-Zentimeter-Scheite, was beim neuerlichen Schlichten und Vermessen weniger Raummeter ergibt. Kaufgegenstand sind zwölf Raummeter Buchenbrennholz, gemessen mit 1-MeterScheiten, geliefert abgelängt auf 33-Zentimeter-Scheite. Wenn A in einem weiteren Mail die Bestellung von zwölf Raummetern Buchenbrennholz, ofenfertig à 33-Zentimeter-Scheite übermittelt, ist das ein neues Angebot. B muss daher vor einer Lieferung nochmals klarstellen, dass der Kaufgegenstand „zwölf Raummeter Buchenbrennholz, gemessen mit 1-Meter-­ Scheiten, geliefert abgelängt auf 33-Zentimeter-Scheite“ ist. Andernfalls sind die zwölf Raummeter Buchenbrennholz, ofenfertig in 33-Zentimeter-Scheiten Vertragsgegenstand und die Differenz zwischen den gemessenen zwölf Raummetern je 1 Meter zu den tatsächlich gelieferten Raummetern in 33 Zentimeter darf man nicht verrechnen. W Mag. Sylvia Scherhaufer ist Juristin und Rechtsexpertin in der LK Niederösterreich.

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Brennholzverkauf Viele Holzofenbesitzer beziehen ihr Brennholz direkt von den Waldbauern. Worauf sollten die Verkäufer von Brennholz achten, damit es nicht zu Streitigkeiten über Qualität, Preis oder Lieferbedingungen kommt?


FORSTWIRTSCHAFT

Haftungsfragen bei der Holzernte Recht Holzerntearbeiten gehören statistisch und praktisch zu den gefährlichsten Tätigkeiten in unserer Arbeitswelt. Wer haftet, wenn im schlimmsten Fall etwas passiert?

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Haftung im Wald Mit dem Forstgesetz 1975 wurde das Betreten des Waldes zu Erholungszwecken jedermann gestattet. Der Wald ist somit Erholungsraum für alle Personen. Für die Waldbesitzer ist der Wald aber Produktions- und Arbeitsstätte. In vielen Situationen sind Konflikte vorprogrammiert. Um die Waldbewirtschaftung zu erleichtern, wurden neben den Einschränkungen des Eigentums auch Privilegien im Forstgesetz verankert. Das Haftungsprivileg erleichtert für den Waldbesitzer und für von ihm beauftragte Personen bei der Holzernte die rechtliche Situation enorm. Gegen bei der Holzernte unbeteiligte Personen haftet der Waldeigentümer oder jene Personen, welche die Arbeit ausführen, nur bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz. Siehe dazu auch die Begriffsdefinitionen im Infokasten auf Seite 34. Wird die Fläche gesperrt, so wird überhaupt nur mehr bei Vorsatz gehaftet. Die Hinweistafeln sind an jenen Stellen, wo öffentliche Straßen und Wege, markierte Wege, Güterwege, Forststraßen sowie Schirouten und -loipen in die gesperrte Fläche führen, anzubringen. Die Kennzeichnung muss mit der näher bezeichneten Hinweistafel „Befristetes 12  /   2 016 BL ICK I NS L A N D

Forstliches Sperrgebiet“, „Gefahr durch Waldarbeit“ und den betreffenden Zeitraum „von…bis…“ erfolgen. Eine Fläche kann bis zu vier Monate ohne Bewilligung der Behörde gesperrt werden. Niemand soll für einen Schaden einstehen müssen, den der Geschädigte dadurch erleidet, dass er rechtswidrig in einen Gefahrenbereich eindringt. Wer sich einer ihm bekannten oder erkennbaren Gefahr aussetzt, dem wird Selbstsicherung zugemutet. Bei einer gewissenhaften Kennzeichnung ist eine Haftung gegenüber Personen, die den Wald zu Erholungszwecken besuchen, eher die Ausnahme. Bei Personen, die ebenfalls an der Holzernte beteiligt sind, gelten andere Haftungsgrundsätze. Speziell bei der Aufarbeitung von großen Schadholzmengen oder im bäuerlichen Wald kennt der Jurist hochinteressante Konstellationen, die individuell bewertet werden müssen. Für Nachbarschaftshilfe, Zusammenarbeit mit dem Maschinenring oder Nebeneinanderarbeiten mit Arbeitnehmern eines anderen Forstunternehmers gelten

Aktion!

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allende Bäume, große Maschinen, aber auch harmlos wirkende Stämme unter Spannung entwickeln Energien, die zu schweren und tödlichen Verletzungen führen. Waldarbeiten bergen stehts viele Gefahren. Und Arbeitnehmer im Forst stehen unter besonderem Schutz. Gemäß den Arbeitnehmerschutzgesetzen ist der Arbeitgeber für die Gesundheits- und Unfallvorsorge verantwortlich. Konkrete Maßnahmen für Holz­ erntearbeiten wird man in den Gesetzestexten vergeblich suchen. Die Gefahren müssen für jeden Arbeitsplatz ermittelt und Gegenmaßnahmen, kurz Evaluierung genannt, festgelegt werden. Jeder Arbeitsplatz, jedes Arbeitsmittel, jeder Arbeitsstoff, jedes Arbeitsverfahren und auch die psychischen Belastungen sind zu bewerten. Im Maßnahmenblatt werden die erforderlichen Maßnahmen für die sichere Arbeitsausführung niedergeschrieben. Die gesetzliche Situation bringt es mit sich, dass der Arbeitgeber große Verantwortung zu tragen hat. Verantwortung steht in direktem Zusammenhang mit Haftung.

jeweils andere Haftungsvoraussetzungen. Arbeitgeber – Arbeitnehmer Die Sorgfaltspflicht für Arbeitgeber beginnt bei der Auswahl der richtigen Mitarbeiter. Gefährliche Arbeiten oder Arbeiten, die laut Gesetz einen Fachkundenachweis verlangen, dürfen nur erfahrene und geschulte M it a rb e it e r ausführen. Beispiele dafür: Aufräumarbeiten von Schadholz; Kräne ab einer bestimmten Größe dürfen nur von Personen mit einem Kranschein bedient werden. Unter Berücksichtigung des Ausbildungsstandes ist eine umfassende Belehrung, Einschulung und Unterweisung durchzuführen. Die Einhaltung der gebotenen Sicherheitsmaßnahmen ist vom Arbeitgeber zu kontrollieren und zu überwachen. Wichtig ist eine lückenlose Dokumentation aller vom Gesetz verlangten Maßnahmen und Funktionen. Auch die Kontrolle der Arbeitssicherheit muss nachweislich erfolgen. In Anlehnung an die Baustellenevaluierung, die seit Jahrzehnten auf Baustellen praktiziert wird, entstand für den forstlichen

Bereich die „Nutzungsortevaluierung“. Dabei wird dokumentiert, wer die Gefahren vor Ort erhoben hat, mit welchen speziellen Gefahren zu rechnen ist und wer die Aufsicht und somit die Verantwortung für die Sicherheit vor Ort hat. Auch die Kontrolle durch den Arbeitgeber wird auf der Nutzungsortevaluierung schriftlich festgehalten. Im Falle eines Schadens haftet jedermann für seine Handlungen bzw. Unterlassungen und hat für Schäden, die er anderen zufügt, einzustehen, wenn sein Verhalten ursächlich (kausal) für den eingetretenen Schaden rechtswidrig und schuldhaft war. Im Klagsfall wird das Gericht mit Hilfe eines Sachverständigen zu einer Entscheidung kommen. Im Verwaltungsstrafrecht können Arbeitgeber, verantwortliche Beauftragte und Arbeitnehmer belangt werden. Im Verwaltungsstrafrecht muss noch kein Schaden eingetreten sein, die alleinige Missachtung von gesetzlichen Auflagen genügt, um die Strafe auszusprechen. Haftungsprivileg und Regressforderung Tritt ein Schaden ein, so kann das für alle Beteiligten auch strafrechtliche Konsequenzen haben. Wirklich teuer wird es für einen Schuldigen im Zivilrechtsverfahren. Zivilrechtlich kann jeder jeden klagen. Wobei der Arbeitgeber bzw. seine beauftragten Aufsichtspersonen wiederum ein Haftungsprivileg genießen. Sie haften zivilrechtlich bei schuld-

Forst- u.www.soma.at 03170/225 SchneeLand- u. Forsttechnik ketten

So ma

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FORSTWIRTSCHAFT haftem Verhalten gegenüber den Arbeitnehmern nur bei Vorsatz. Die entstandenen Unfall- und Folgekosten werden vom zuständigen Sozialversicherungsträger übernommen. Dieser behält sich jedoch vor, die entstandenen Kosten bei grober Fahrlässigkeit und Vorsatz zu regressieren. Gründe für Regressforderungen können vielfältig sein: Beginnend beim mangelhaften Umbau von Maschinen und Geräten, fehlender Evaluierung und Unterweisung bis hin zu mangelhafter Kontrolle der Arbeitssicherheit spannt sich der Bogen schuldhaften Verhaltens. Im Zusammenhang mit der Holzernte wird auffallend oft mangelnde Fachkenntnis, falsches Arbeitsverfahren oder falsche Arbeitsmethodik als Begründung für Regressforderungen angeführt. Bei der Holzernte ereignen sich meist schwere Unfälle. Je nach Höhe der Unfall- und Folgekosten werden Beträge von einigen Hunderttausend bis mehreren Millionen Euro regressiert. Meist sind Regresskosten für den betroffenen Forstunternehmer bzw. Forstbetrieb existenzbedrohend. Vorgesetzte in Klein- bzw. Mittelbetrieben sind mit den Pflichten, die sie als Arbeitgeber erfüllen müssen, meist überfordert. Als Hilfestellung sieht der Gesetzge-

ber Mitarbeiter mit besonderen Funktionen, wie z. B. Ersthelfer, Sicherheitsvertrauenspersonen, vor. Zusätzlich sind Präventivkräfte zu benennen. Präventivkräfte (Sicherheitsfachkraft und Arbeitsmediziner) beraten die Arbeitgeber, informieren über gesetzliche Notwendigkeiten und forcieren auf direktem Weg Arbeitssicherheit und Gesundheitsvorsorge. Für Klein- und Mittelbetriebe bis 50 Arbeitnehmer steht die AUVA-Sicher kostenlos zur Verfügung. Fazit Ohne Sicherheitsbewusstsein geht nichts. Und Gesetze und Normen regeln das Leben. Arbeitnehmerschutzvorschriften sind sicher gut gemeinte Vorbeugemaßnahmen, wirklich sicher arbeitet aber nur, wer ein Sicherheitsbewusstsein entwickelt. Sicherheit soll nicht zu bürokratischem Ballast werden, sondern als sinnvoll und notwendig von jedem gelebt werden. Ausbildung und richtige Arbeitsmethoden bauen auf Arbeitssicherheit und nachhaltiger Leistung auf. Wer gut ausgebildet die schwere und gefährliche Forstarbeit ausführt, hat mehr vom Leben. W DIETER SEEBACHER

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BEGRIFFSDEFINITIONEN Arbeitsplatzevaluierung Ermittlung von Gefahren und Festlegen von Gegenmaßnahmen. Unterweisung Unterweisung beinhaltet verhaltens- und handlungsbezogene Anweisungen und kann auch als Schulung verstanden werden. Unterweisung zielt auf ein richtiges Verhalten an einem konkreten Arbeitsplatz oder bei einer bestimmten Tätigkeit ab. Verschulden Vorwerfbarkeit rechtswidrigen Verhaltens; schuldhaft handelt, wer ein Verhalten setzt, das er hätte vermeiden sollen und auch hätte vermeiden können. Leicht fahrlässig Dieses Verhalten beruht auf einem Fehler, der gelegentlich auch einem sorgfältigen Menschen unterläuft. Grob fahrlässig Grob fahrlässig handelt, wer auffallend sorglos einen Fehler begeht, der einem ordentlichen Menschen in dieser Situation keinesfalls unterläuft, wobei der Eintritt des Schadens nicht nur als möglich, sondern geradezu als wahrscheinlich vorauszusehen ist. 34

Vorsätzlich Vorsätzlich handelt jemand, dem die Rechtswidrigkeit bewusst ist, er den schädlichen Erfolg vorhersieht und seinen Eintritt billigt. Regress Ersatzanspruch erheben Überlassung Eine Überlassung im Sinne des ArbeitnehmerInnenschutzgesetzes (ASchG) liegt vor, wenn Arbeitnehmer Dritten zur Verfügung gestellt werden, um für sie und unter deren Kontrolle zu arbeiten. Der Beschäftige vor Ort tritt mit allen Pflichten an Stelle des eigentlichen Arbeitgebers. Koordination Werden Arbeitnehmer mehrerer Arbeitgeber in einer Arbeitsstätte oder auf einer auswärtigen Baustelle beschäftigt, müssen die Arbeitgeber bei der Durchführung der Sicherheits- und Gesundheitsschutzbestimmungen zusammenarbeiten (Koordination). Insbesondere haben sie die Tätigkeiten auf dem Gebiet der Gefahrenverhütung zu koordinieren und einander, Arbeitnehmer und Belegschaftsorgane, über Gefahren zu informieren. BL ICK I NS L A N D  12  /   2 016


FORST

Waldbau braucht Ziele Auslesedurchforstung Anfangsbestand ist nicht gleich Endbestand: Die Bäume wachsen von selbst, sie werden doch immer dicker und höher. Wozu eigentlich aufwändige und kostspielige Durchforstungen? Und warum können Bestände nicht im Endverband begründet werden? Von Günther Rössler

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keit der stabilsten, vitalsten und qualitätsmäßig besten Bäume) und Vornutzungsfunktion (Sicherung der Flächenproduktivität durch Anfall von Vornutzungen). Bevor Maßnahmen im Wald gesetzt werden, soll man sich über das Ziel klar sein: Wie soll sich der

betreffende Bestand entwickeln? Gerade Fichtenbestände sollen möglichst rasch verkaufbare Dimensionen liefern; weiters soll die Umtriebszeit, also der Zeitraum zwischen Bestandesbegründung und Schlägerung, möglichst kurz sein. Außerdem ist entschei-

Foto: © Forstamt Ottenstein

äumchen, die in Überzahl gepflanzt wurden, erfüllen im Laufe ihres Bestandeslebens wichtige Aufgaben. Sie haben eine Reservefunktion (auch

bei Ausfall anderer Pflanzen soll der Bestandesschluss erhalten bleiben), Erziehungsfunktion (ab einer gewissen Entwicklungsstufe ist Konkurrenz notwendig, um stärkere Äste zu verhindern und die Astreinigung zu fördern), Auswahlfunktion (Auswahlmöglich-

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FORSTWIRTSCHAFT trophalereignissen nicht ausreichen sollte, gewährleisten die bereits erreichten größeren Dimensionen jedenfalls höhere Erlöse. In dichten Stangenhölzern, in denen eine Stammzahlreduktion versäumt wurde, ist eine Auslesedurchforstung nicht zielführend. Man findet nicht genügend Bäume, die den Kriterien, insbesondere Stabilitätskriterien, von Z-Bäumen entsprechen, um die starke Freistellung nutzen zu können. In solchen Beständen kann man danach trachten, die jeweils relativ stabilsten Bäume durch kurz aufeinander folgende schwache Eingriffe zu fördern. Vielfach wird bei diesen Beständen das geplante Umtriebsalter aufgrund von Schädigungen durch Wind und Schnee nicht erreicht werden.

Stammzahlreduktion Stammzahlreduktionen sind Baumentnahmen in der Jugendphase vor der Durchforstung, bei denen kaum verkaufbare Holzsortimente anfallen. Diese Pflegeeingriffe kosten Zeit und Geld, sind aber notwendige Investitionen in die Zukunft, um einen Bestand zu erziehen, der in ferner Zukunft einen maximalen Ertrag bringen soll. Als Richtwert sollen bei einer Bestandesoberhöhe von maximal fünf Metern – dies gilt auch für Naturverjüngungen  – nicht mehr als 2500 einigermaßen gleichmäßig verteilte Bäume auf einem Hektar stehen. Das entspricht einem Baumabstand von durchschnittlich zwei Metern. Es hätte wenig Sinn, mehr Bäume zu pflanzen, die bald wieder nutzlos entnommen werden müssen. Dieser Standraum ist bis zum Erreichen des Stangenholzalters für eine entsprechende Entwicklung der Kronen ausreichend und gewährleistet gute Voraussetzungen für die folgenden Durchfors­ tungseingriffe. Wenn Bestände bereits mit diesen oder geringeren Stammzahlen begründet werden, sind bis zur ersten Durchforstung keine kostspieligen Maßnahmen notwendig. Im Zuge der Stammzahlreduktion ist es auch möglich, die Baumartenmischung zu steuern und eine negative Auslese (Vorwüchse unerwünschter Baum­ arten, Zwiesel und Ähnliches mehr) durchzuführen. Auswahl der Z-Bäume Eine sichtbare Differenzierung der Bäume setzt mit dem Übergang ins Stangenholzalter bei 12 bis 15 Meter Oberhöhe ein. Das ist der Zeitpunkt, zu dem die für den Endbestand geeigneten Bäume erkannt werden können. In der Praxis werden diese Bäume als Z-Bäume, als „Zukunftsbäume“, bezeichnet. Die Auswahlkriterien sind Vitalität, Stabilität, Qualität und Verteilung im Bestand. 36

Die Anzahl der Z-Bäume wird auch vom angestrebten Zieldurchmesser bestimmt: Je stärker dieser ist, desto geringer muss die Z-Baumanzahl sein. In rechtzeitig auf die vorhin empfohlene Stammzahl reduzierten Beständen sollte es möglich sein, 200 bis 350 geeignete Fichten auszu­wählen. Diese Bäume haben wegen des verfügbaren Standraumes gut ausgebildete Kronen und günstige H/D-Werte, also das Verhältnis von Baumhöhe zu Durchmesser. Bei H/D-Werten um oder unter 80 gilt ein Baum als stabil, bei Werten um oder über 100 besteht hingegen hohe Bruchgefahr. Bei der Auswahl von Z-Bäumen geht im Zweifel Stabilität vor Qualität. Je nach Bestandessituation können Mischbaumarten zur Förderung der Diversität ebenfalls zu Z-Bäumen werden. Eine Markierung der Z-Bäume hilft mit, diese vor Ernte- und Rückeschäden zu bewahren und erleichtert die Übersicht. Je nach Geländesituation und gewähltem Ernteverfahren ist die Anlage von Rückegassen sinnvoll, Z-Bäume sollen nicht direkt an diesen stehen. Förderung der Z-Bäume Die ausgewählten Z-Bäume sind konsequent von Konkurrenten freizustellen. Eine Entnahme der ein

bis zwei, in Ausnahmefällen auch mehrerer der stärksten Konkurrenten sichert dem Z-Baum ausreichenden Wuchsraum. Der Nebenund Zwischenbestand kann, muss aber nicht durchforstet werden. Durch die starke Förderung der Z-Bäume bleibt die Kronenausbildung unbehindert und der Zuwachs wird optimiert. Es wäre ein Fehler, Ersatzbäume als Reserve für Z-Bäume auszuwählen, weil diese schnell zu Konkurrenten der Z-Bäume würden. Bis zur Hälfte der Umtriebszeit erfolgen noch ein (bis zwei) weitere Durchfors­t ungseingriffe. Schon beim zweiten Eingriff sind die Z-Bäume dem restlichen Bestand so deutlich überlegen, dass sich eine Kennzeichnung eigentlich erübrigt. Es besteht dann auch keine Gefahr mehr, dass sie sich bis zur Endnutzung nicht günstig weiterentwickeln würden. Nega­ tives Umsetzen („Absteigen“) von Z-Bäumen findet nur statt, wenn entweder zu gering vitale Bäume ausgewählt oder die ausgewählten zu schwach gefördert werden. Gefährdungen biotischer Art können nie ausgeschlossen werden, die Widerstandsfähigkeit gegen abiotische Einflüsse wird bei konsequent geförderten Z-Bäumen hingegen maximiert. Wenn die erreichbare Stabilität bei Katas­

Konsequenzen Die Gesamtwuchsleistung wird durch die Durchforstung nur wenig beeinflusst, wie unsere Durchforstungsversuche beweisen. Bei größerem Standraum wird von wenigen Bäumen mehr Zuwachs geleistet, die dickeren Bäume leis­ten durch ihre größeren Kronen trotz geringerer Anzahl in Summe etwa die gleiche Masse. Falls jedoch nicht oder schwach durchforstete Bestände von Schäden betroffen sind, kann sich dieses Verhältnis durch entstehende unbestockte Lücken sogar umkehren. Nur durch rechtzeitige und konsequente Förderung von Z-Bäumen können labile Bestandesphasen vermieden werden. Das Hauptziel der Auslesedurchfors­ tung ist die Lenkung des Zuwachses auf ausgewählte Z-Bäume und damit die Produktion von wertvollem Sägeholz anstatt von schwachen Industriesortimenten. Das Höhenwachstum ist von der Leistungsfähigkeit (Bonität) des Standortes abhängig und wird nicht durch den Standraum beeinflusst. Die Holzqualität wird neben der Dimension von der Aststärke und der Jahrringbreite bestimmt, wobei ein größerer Stand­raum zu stärkeren Ästen und größeren Jahrringen führt. In den empfohlenen Bereichen überwiegen jedoch die positiven Konsequenzen der Zuwachs­steigerung bei weitem. Gerade hohe Kosten und niedrige Holzpreise bei schwächeren Sortimenten machen konsequente Pflege notwendig, um rasch kostendeckende oder gewinnbringende Sortimente zu produzieren. W DI Günther Rössler ist Mitarbeiter des Bundesforschungszentrums für Wald, BFW, in Wien.

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dend, dass die Bäume stabil sind und nicht schon vor Erreichen des Abtriebsalters vom Wind oder Schnee gebrochen werden. Nachfolgend die wichtigsten Regeln zur Erziehung von leistungsfähigen und stabilen Fichtenbeständen. Naturgemäß vereinfacht ein solches Schema die tatsächlichen Möglichkeiten der Bestandesbehandlung. Dieses Schema soll als Hilfe zur Entscheidungsfindung verwendet werden, es kann jedoch nicht die vor Ort zu treffende Entscheidung vorwegnehmen. Diese muss sich am Standort, am Zustand des Bestandes und am Betriebsziel orientieren.


LANDTECHNIK

Die Traktoren des Jahres TOTY 2017 Der „Oscar“ für Europas „Traktor des Jahres“ geht an Case IH und dessen neue B ­ aureihe Optum. Verliehen wurde der begehrte Titel im November in Bologna.

Fotos: © Case IH, Deutz-Fahr, New Holland

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ine unabhängige Agrarmedien-Jury aus zwei Dutzend Ländern Europas, darunter BLICK INS LAND für Österreich, hatte wieder aus 15 Finalisten die besten Traktorenmodelle gekürt. CNH Industrial, der Mutterkonzern von Case IH, konnte sich gleich über zwei Auszeichnungen freuen: neben der höchsten Auszeichnung für den Optum 300 CVX erhielt der T5.120 von New Holland den Titel „Best Utility“-Allzwecktraktor. Den Sieg in der Kategorie „Best of Spezialized“ ging an den Weinbau- und Plantagentraktor „Tony 9800 TR“ von Antonio Carraro. Und für das schönste Design wurde in Bologna das Modell „6215 RCshift“ von Deutz-Fahr ausgezeichnet. Die Jury, allesamt professionelle Fachjournalisten, begutachtet seit genau 20 Jahren alljährlich die neuesten Traktorenmodelle, teilweise unmittelbar bevor diese auf dem Markt angeboten werden. CNH Industrial-Chef Andreas Klauser freute sich in Bologna mit seinem Team über die begehrte Trophäe. 12  /   2 016 BL ICK I NS L A N D

Der Siegertraktor Der Optum 300 CVX läuft im CNH-Traktorenwerk St. Valentin in Österreich vom Montageband. Mit der zwei Modelle umfassenden Baureihe – es gibt auch noch eine 270 PS-Variante  – füllt Case IH die Lücke zwischen den Baureihen Puma CVX und Magnum CVX. Das Siegermodell mit 300 PS überzeugte die Jury nicht nur mit einer robusten Vorderachse, einem funktio-

nellen, leistungsstarken Motor und einem exzellenten Leistungsgewicht, sondern auch mit diversen Features für Kunden, die einen kompakten und dennoch äußerst wendigen Traktoren benötigen, sowie einem sehr gefälligen Design. Bester Allrounder Der T5.120 von New Holland als bester Allrounder wiederum besticht durch seine vielfältigen Einsatzmöglich-

keiten auch auf kleineren Betriebe mit Ackerbau und Viehzucht und besonderen Komfort für den Traktorfahrer. Laut Hersteller zählen die T5-Modelle zu den meistverkauften Traktoren der Marke in Europa und erfüllen die Tier-4B-Abgasnorm. Golden Design Für das schönste Design holte die Jury den Deutz-Fahr 6215 RCshift vor den Vorhang. Grund ist das aus leistungsstärkeren Serien bekannte Giugiaro-Design. Schon 2012 und 2014 brillierte Deutz-Fahr mit seinem Traktorenstyling aus dem renommierten Design-Studio Giugiaro in Turin. Der Spezialist Bei den Spezialtraktoren ging der Sieg an Antonio Carraro für dessen Top-Modell Tony 9800 TR mit hydrostatischem Getriebe für umkehrbare Fahrtrichtung mit vier elektronisch gesteuerten Geschwindigkeitsbereichen. W BERNHARD WEBER

www.tractoroftheyear.org 37


LANDTECHNIK

Lindgrüne Maisernte Claas Auf den Flächen eines der größten Agrarbetriebe in Sachsen-Anhalt präsentierte Claas Traktoren und Erntemaschinen der absoluten Oberklasse.

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bekannt gewordenen Walzentechnologie. Mit diesem Corncracker-Konzept wird der Silomais noch intensiver aufgeschlossen, dessen Oberfläche vergrößert. Übrig bleiben „Stücke wie Nadeln“ in ungewöhnlich großen Schnittlängen, welche die Pansentätigkeit der Kühe anregen sollen. In Versuchen wurde bereits nachgewiesen, dass der pH-Wert im Magen der Kühe damit steigt, die Tiere gesünder seien und mehr Milch geben, weil mit Shredlage das Wiederkäuen angeregt werde. Bei Claas ist man von dem 2010 in den USA entwickelten System so überzeugt, dass man dem Start-Up-Unternehmen die gesamte Technologie abgekauft hat. Mit der Komfortvariante des „Cargos 700“ Transportwagen können alle Funktionen mit Loadsensing-Technologie direkt angesteuert werden. Für die optimale Ausrichtung des Wagens sorgt eine hydraulische Knickdeichsel, die das Fahrzeug je nach Aufgabe in die richtige Neigung bringt.

Die Fahrsilos stilgerecht verdichtet der „Xerion 5000“. Das Flaggschiff von Claas mit 22 Tonnen Eigengewicht wird – trotz etwas höherer Stundenkosten – immer beliebter, weil es etwa das Verdichten in einem Arbeitsschritt erledige, wofür Standardtraktoren drei Mal soviel Zeit benötigen. Für die Körnermaisernte setzt man auf „Lexion“ und „Tucano“ samt neuen Maisgebissen. Die Pflücker „Corio“ und „Corio Conspeed“ fallen mit ihrem sehr flachen Arbeitswinkel von 17 Grad auf, was das Wegspringen der Kolben auf ein Minimum reduzieren soll. Die Maispflanzen werden bei höheren Fahrgeschwindigkeiten sanft eingezogen. In trockenen Beständen steigt damit der Durchsatz ohne Kolbenverluste oder Bruchschäden. W STEFAN NIMMERVOLL

www.claas.at

Foto: © Claas

it mehr als 1.600 Hektar Maisfläche gehört die „Agrarunternehmen Barnstädt e.G.“ zu den ganz Großen in Zentraleuropa. Neben 485 Hektar Körnermais und 670 Hektar Silomais als Futterbasis für 32.000 Schweine und 3.500  Rinder in den Ställen des Betriebes geht die Ernte von 470 Hektar Mais in die Biogasanlagen eines Partnerbetriebes. Wer derartig viele Flächen bewirtschaften will, ist gerade zu den Arbeitsspitzen beim Anbau, während der Ernte und bei Bodenbearbeitung und neuerlicher Aussaat auf schlagkräftige Technik ange-

wiesen. Vom Feldhäcksler über Mähdrescher und Transportwagen bis zur Silageverdichtung – wer möchte, kann längst die gesamten Ernteabläufe in Claas-Lindgrün bewerkstelligen. Vorneweg mit der neuen Baureihe „Jaguar 900“: Hier wurde an den kleinen, aber feinen Details gefeilt. Der hydrostatische Vorsatzantrieb passt die Drehzahl am Vorsatz automatisch an die Schnittlänge an. Das Ergebnis sind ein sehr gleichmäßiger Gutfluss und eine gleichbleibende Häckselqualität. Bewährt hat sich der mechanische Antrieb mit konstanter Drehzahl, auch in einer leistungsverzweigten Mischung der beiden Systeme. Die Gegenschneide wird nun wesentlich schneller als bisher hydraulisch festgeklemmt. Automatisch wird bei entsprechender Einstellung der Gegenschneide auch der Trommelboden angepasst. Die wahre Ansage von Claas findet aber unter der Haube des Häckslers statt, mit der als „Shredlage“

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ie Getriebe-Technologie des Preisträgers spricht für sich: 5 Gänge, 6 Lastschaltstufen und 50  km/h schon bei 1.450 Motorumdrehungen bzw. 40  km/h schon bei 1.160 Motorumdrehungen. Dank der vollautomatischen Schaltung fährt sich die neue Serie 6 RCshift beinahe wie ein Stufenloser, ohne jedoch auf die Vorteile des Lastschaltgetriebes verzichten zu müssen. Die neue Serie 6 deckt den Leistungsbereich 156 und 226 PS ab und ist auch in den Getriebevarianten Powershift sowie mit stufenlosem TTV Getriebe ab sofort erhältlich. Der neue Deutz 6.1 Stufe IV Motor erfüllt nicht nur die Abgasnorm Tier4Final, sondern bietet eine höhere Drehmomentreserve und startet mit einem höheren Drehmoment  – und das bei 5 % weniger Kraftstoff- und AdBlue-Verbrauch als sein Vorgänger. Das neue patentierte Kühlsystem kann komplett geöffnet und damit leicht gewartet werden. Die neue Serie 6 ist optional mit den modernsten DeutzFahr Precision Farming Systemen auszustatten. Einzigartig in Größe und Funktion ist das zentrale Kontroll- und Steuerungselement: der iMonitor 2.0 mit 12“. INFORMATION: www.deutz-fahr.at

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er Saalfeldner Hersteller produziert seit diesem Jahr zwei neue Stallmiststreuer-Typen – die Großstreuer SM 850 (Einachser) und SM 1050 (Tandem). Diese Miststreuer werden serienmäßig verzinkt und mit einem neuen, robusten Feinstreuwerk mit vier stehenden Schneckenstreuwalzen mit geschraubten Fräsklingen ausgestattet. Bei der Neuentwicklung ist es gelungen, maximale Streugenauigkeit und Leichtzügigkeit zu erreichen. Die Brückengröße beträgt 4,50 m x 1,90 m. Das zul. Gesamtgewicht ist auf 9.500 kg bzw. 11.500 kg ausgelegt. INFORMATION: www.mb-otto-gruber.at

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Lovol | MaterMacc, der Sä­spezialist

S

eit seiner Gründung in den 80er-Jahren zeichnet sich MaterMacc durch fortschrittliche Technologien aus und hat sich insbesondere auf die Herstellung und Planung von Einzel­kornsämaschinen spezialisiert. Die kompakte 6-reihige Einzelkornsämaschine (Reihenabstand 70/75 cm) mit hydraulischem Teleskoprahmen MS  8130 ist dank des speziellen Leuchtensets auch für den Straßentransport geeignet und zeichnet sich durch das Säelement 8000 mit Doppel­ scheibensäschar aus, das ideal für wenig bearbeitete Böden ist, ebenso aber

auch auf bearbeiteten Böden eingesetzt werden kann. Die Maschine ist mit einem Saatgutbehälter von 50 l und einem Düngertank von 850  l Fassungsvermögen ausgestattet und verfügt neben der Standardausrüstung auch über eine Kardanwelle mit Freilauf, ein Zentralgetriebe mit 21 Gängen, einen hydraulischen Spuranreißer, V-Andruckrollen und den Sämonitor MCS  8000. MaterMacc wird seit 2015 vom Konzern Lovol Arbos kontrolliert. INFORMATION: www.lovolarbos.com

Bauernfeind | Qualität aus ­Österreich

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ie Firma Bauernfeind steht für höchste Rohrqualität. Durch die Produktion von SN12 und SN16 Rohren mit verstärkter Innenwand von 3 bzw. 4 mm (dickere Verschleißschicht, höher als Normvorschrift) erhöht sich die Lebensdauer auch bei starker Beanspruchung durch Geröll, Schotter, Sand oder dergleichen. Geeignet sind diese Rohre optimal für den Haus- und Stallbau, Hangentwässerung, Straßenbau und aufgrund der Säurebeständigkeit und Muffendichtheit auch optimal für Gülleleitungen möglich. Bauernfeind hat sich darauf spezialisiert, individuell für Kunden angepasste Schächte und Retentionstanks zu fertigen. Die Anzahl, Größe, Länge und Art der Zu- und Abläufe ist dabei frei wählbar. Ebenfalls können Bögen und Abzweiger mit Sondergraden gefertigt werden. Bestellt werden können auch Rohre mit Schrägschnitt oder Dränagen mit spezieller Schlitzung. INFORMATION: www.bauernfeind.at oder unter Tel. 07277/2598.

MSD | Kokzidioseimpfung bei Legehennen

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ie Kokzidiose als parasitäre Darmkrankheit verursacht weltweit erhebliche Schäden und Tierverluste. Da Kokzidien allgegenwärtig sind und in der Umwelt sehr widerstandsfähig, ist eine Vorbeugung unerlässlich. Die Kokzidiose-Impfung bei Legehennen ist seit mehr als 20 Jahren eine bewährte Methode der Prophylaxe. Die Tiere erhalten in den ersten Lebens­ tagen eine kontrollierte Menge von attenuierten (wenig krankmachenden) Impfkokzidien. Deren Vermehrung ist im Vergleich zu Feldkokzidien stark verringert, so dass das Tier eine Abwehr entwickeln kann, ohne selbst zu erkranken. Die Impfkokzidien müssen sich im Tier und in der Außenwelt vermehren, bis ein Schutz vorhanden ist, der lebenslang andauert. Kokzidien sind streng artspezifisch und es besteht keine Kreuz­immunität zwischen den Kokzidienarten. Deshalb muss ein Kokzidiose-Impfstoff alle 8 Kokzidien-Stämme, die für die Legehenne bedeutsam sind, umfassen. Bei der Kokzidioseimpfung hängt der Erfolg nicht nur von einer fachgerechten Impfstoffverabreichung ab, sondern auch maßgeblich vom weiteren Herdenmanagement. Der Impfstoff muss gleichmäßig aufgenommen werden, damit alle Tiere der Herde zeitgleich eine vollständige Immunität entwickeln. Die Tiere müssen Kontakt zum ausgeschiedenen Kot haben, damit die Wiederaufnahme der Impfkokzidien stattfinden kann. Einzelheiten zur Anwendung erhalten Sie bei Ihrer/-m Tierärztin/ Tierarzt. INFORMATION: www.msd-tiergesundheit.de

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ter. Für den 3,16 m breiten Frontmäher gilt, dass sie direkt in die Unterlenker der Kategorie II des Traktors angebaut werden. Der Anbaubock in gezogener Ausführung entkoppelt die Bodenanpassung von der Traktor-Fronthydraulik, wodurch das Mähwerk sehr schnell an verschiedene Traktoren angebaut werden kann. Eine Besonderheit dieser Aufhängung ist zudem, dass es durch den nach vorn versetzten Zugpunkt an der Mäheinheit eigenständig zu einer dynamischen Entlastung durch die Vorwärtsfahrt kommt. D.h. der Auflagedruck regelt sich durch die nach hinten und oben wirkende Kraft zusätzlich zur manuellen Grundeinstellung. Mit dem neuen Konzept des geschobenen oder gezogenen Anbaubockes bietet Krone bei den oben genannten Frontmähwerken mit Aufbereiter somit eine individuell vom Kunden favorisierte Mähwerksaufhängung für unterschied­ liche Bedingungen und Anforderungen. INFORMATION: www.krone-austria.at

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2250; 6200 A; 6800, FH; 1950 H; 6420A 50 km/h FH+FZ, DL, Klima

Fiat 45-66; 50-66 Heck, 566; 65-93 DT; 70-66; 780 Ford 2110; 3000; 5640 SL FH+FZ; 4100; 4630A Steyr 540; 545; 964a; 970a; 8055; 8060; 8070; 8080 H; 8120 H; 4085 Profi, FH+FZ, DL, Klima; 6165 CVT, 2010, 3.000 Bstd., FH+FZ; 6125 Profi Landini + Lindner Landini Vision 105 FH+FZ; Lindner 520 SA; 620; Lindner 1500A Massey Ferguson 230; 3630; 3080; 7465 Dyna VT, stufenlos, FH+FZ; 5465 Dyna4 FH+FZ, DL 1+2 Leiter, FL Konsole, Klima; MF 35X

Deutz + Case Deutz DX 3.50 H; DX 3.50 H, Starcab; Deutz Agro Star 6.11; CASE IH 210 ; CASE 840A FH+FZ Lamborghini Premium 850 DT, 95 PS, 3 dw, LS; Sprint 684-85 DT, 83 PS, 3 dw, LS; Crono 564-60; Cronos674-70 Diverse Merlo; Stapler HC 18 R; Same Delfino 35; Same Explorer 602 H; Fendt Xylon 524; Fendt Vario 512, Bj. 13, FH; Fendt Vario 410, Bj. 05, 50 km/h; JCB 541-70; Weidemann Hoflader 1705 DM, Bj. 1999 mit 4 Arbeitsgeräten; Fendt 275H, 1990; Weidemann 1350 MÄHDRESCHER & LANDMASCHINEN Case Axial 2166, Rotor,Klima, Häcksler; Fendt 5270 CAL, 5 Schüttler, Hangausgleich, Häcksler; Claas DO 68, SW 3,00 m; Claas DO 88 Classic; Claas DO 98SL, SW 4,20 m; Claas 570 Lexion; JD 1450 CWS; JD 9540 WTS, SW 4,20 m; Fiat Laverda 3400; SW 3,60 m;Clason 133, SW 3,00 m; New Holland TX 64 hydro, SW 4,00 m; NH TX 65;NH TX 67 SW 6,10 m; NH TC5070; NH CX 840, SW 7,32 m; NH TC5.80; Case Axial 2388 Flow, SW 6,10 m; TX 65 mit klappbarem 5,40m Geringhoff; TF 76 Rotor; Deutz Fahr 4080 HTS

Kontakt Traktoren: Daniel Frauscher, 0664/306 86 95 Kontakt Mähdrescher: Franz Eidenhammer, 0664/220 87 70

Mein Herz ist frei für die ehrliche Liebe! BAUERNTOCHTER, 26/169, bin zärtlich, treu, keine Discomaus und möchte mich ganz einfach in einen netten, aufrichtigen Mann verlieben. „Petra“, Institut Hollerer, 0732/77 36 81 Privat: Forstwirtin mit schönem Jagdhaus, gutaussehend, blond, verwitwet, weltoffen, gebildet und trotzdem bodenständig sucht adäquaten Herrn ab ca. 65–75 Jahren, der ebenfalls gute Gespräche mit Freunden liebt, gerne in und mit der Natur lebt und vielleicht sogar die Liebe zu Azaleen und Rhododendren teilt? Zuschriften an Blick in Land Nr. 1612010

Josef, einfacher 44-jähriger Landwirt, Mutterkuhhaltung, ehrlich und treu, humorvoller Nichtraucher und Nichttrinker, schlank, 167 groß – sucht ebensolche Frau vom Lande, die ortsungebunden und kinderlos ist. Wenn du dich angesprochen fühlst melde dich. Zuschriften bitte an: Blick ins Land Nr. 1612084

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BL ICK I NS L A N D  12  /   2 016


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12/16 BLICK INS LAND  

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