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Die Hauptursache für minderwertiges Wiesenfutter ist die Abnahme oder das Verschwinden der guten Massengräser wie Knaulgras, Englisches Raygras und Glatthafer. Der immer frühere und häufigere Silageschnitt im Mai für hohe Megajoulewerte im Futter verbraucht die Lebenskraft der Gräser immer schneller.

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DI Johann Humer, Seite 4

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DÜNGUNG

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INHALT MANAGEMENT 04 Grünlanderneue­ rung –­ ­erfolgreich oder ­erfolglos? FUTTERQUALITÄT 08 Heubelüftung sichert Inhaltstoffe und ­Hygiene FUTTERERNTE 11 Kreiselzettwender ­überzeugen 18 Feldverluste bei der ­Futterbergung ­verhindern 20 Grassilagen: Schnitt­ höhe und Gülleaus­ bringung beeinflussen die Qualität 24 Schlagkräftige Gras­ silageernte: Worauf kommt es an? DÜNGUNG 14 Gülle und Bio-Grün­ land – wie passt das ­zusammen? 26 Technik für die ­unmittelbare Gülle­ einarbeitung

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GRÜNLANDERNEUERUNG

29 FIRMEN BERICHTEN Der nächste ­grünlandprofi erscheint im März 2016.

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SILAGEERNTE

FELDVERLUSTE IMPRESSUM UND OFFENLEGUNG

HERAUSGEBER Klaus Orthaber EIGENTÜMER UND VERLEGER SPV Printmedien GmbH., Florianigasse 7/14, 1080 Wien CHEFREDAKTEUR Klaus Ort­ haber (orthaber@­blickinsland.at) REDAKTION Ing. Bernhard Weber (weber@blickinsland.at), Stefan Nimmervoll (nimmervoll@blickinsland.at) ­­ ­ ANZEIGEN­LEITUNG Prok. Doris ­Orthaber-Dättel (daettel@blickinsland.at) ANZEIGENVERKAUF Petra Hufnagl (hufnagl@blickinsland.at), Michael Mazelle (mazelle@blickinsland.at), Verena Planker (planker@blickinsland.at), Rene Rohatsch (­rohatsch@blickinsland.at), Ingeborg Tucek (tucek@­ blickinsland.at), Eva-Maria Zweckmair (zweckmair@blickinsland.at) VERWALTUNG, ASSISTENZ Stefanie Brenner (brenner@blickinsland.at) REDAKTI­ ON UND HERSTELLUNG (ANZEIGEN­ANNAHME) Florianigasse 7/14, 1080 Wien. Telefon 01/5812890, Fax 01 5812890-23 FIRMENBUCHNUMMER FN 121 271 S. DVR 286 73 PRODUKTION Eva-Christine Mühlberger (grafik@blickinsland.at) DRUCK Leykam Druck GmbH & Co kg, 7201 Neudörfl, Bickfordstr. 21 VERLAGSORT Florianigasse 7/14, 1080 Wien P.b.b., ZUL.-NR. 02Z033612M. Alle Zuschriften und Chiffre-Briefe an BLICK INS LAND; Florianigasse 7/14, 1080 Wien. Für unverlangt eingesandte Manuskripte und Unterlagen besteht keine Gewähr auf Veröffentlichung oder Rück­ sendung. OFFENLEGUNG gemäß Mediengesetz § 25: Verleger: SPV Printmedien GmbH., Firmensitz: Florianigasse 7/14, 1080 Wien. Geschäfts­ führung: Klaus Orthaber, Gesellschafter: Klaus Orthaber. Erklärung über die grundlegende Richtung gem. § 25 (4) MedienG: Österreichisches Fach­ magazin für an Grünlandwirtschaft Interessierte.


Foto: © Einböck

Grünlanderneuerung – erfolgreich oder erfolglos? Die Grünlanderneuerung soll ausgedünnte, verunkrautete Futterwiesen mit abgesunkenen Erträgen durch Einsaat, Nachsaat oder Übersaat von Zuchtgräsern und Kleearten wieder in volle Leistung bringen. Die Grünlandbauern brauchen für gute Tierleistungen ertragreiche und hochwertige Futterwiesen mit dichten Grasbeständen. Vielen Futterwiesen fehlen heute für gute Milchleistungen megajoulereiche Futtergräser. Von Johann Humer

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nergiearmes Wiesenfutter verteuert die Futterkos­ ten weil es den teureren Kraftfuttereinsatz verursacht. Der Energiegehalt von Wiesen­ futter vermindert sich durch die Vielfalt an Ungräsern, Unkräu­ tern sowie durch eine überstän­ dige Futterernte. Viehbauern, die hochwertige Futtergräser am Futtertisch haben wollen, sollten die guten Wiesenfutterpflanzen schon mit einem diagnostischen Blick am Feld erkennen um sie nachhaltig durch Einsaaten zu forcieren. Dazu biete ich meinen bekannten „Gräserführerschein“ für Vorträge und Wiesenex­ kursionen an. Die Grünlan­ derneuerung soll ausgedünnte, verunkrautete Futterwiesen mit abgesunkenen Erträgen durch Einsaat, Nachsaat oder Übersaat von Zuchtgräsern und Kleearten wieder in volle Leistung bringen. Die Grünlandbauern brauchen für gute Tierleistungen ertragrei­ che und hochwertige Futterwie­ sen mit dichten Grasbeständen. Vielen Futterwiesen fehlen heute für gute Milchleistungen mega­ joulereiche Futtergräser. Energie­ armes Wiesenfutter verteuert die Futterkosten weil es den teureren Kraftfuttereinsatz verursacht. Der Energiegehalt von Wiesenfutter vermindert sich durch die Vielfalt

an Ungräsern, Unkräutern sowie durch eine überständige Futte­ rernte. Viehbauern, die hochwer­ tige Futtergräser am Futtertisch haben wollen, sollten die guten Wiesenfutterpflanzen schon mit einem diagnostischen Blick am Feld erkennen um sie nachhaltig durch Einsaaten zu forcieren. Dazu biete ich meinen bekannten „Gräserführerschein“ für Vorträ­ ge und Wiesenexkursionen an. In ertragsschwachen Wiesen mit hoher Artenvielfalt dominieren meist energiearme Wiesenfut­ terpflanzen. Häufige ertragsmin­ dernde Ungräser sind in Öster­ reich: Gemeine Rispe, Wolliges Honiggras, Flechtstraußgras, Weiche Trespe und Rasenschmie­ le. Auch Wiesen mit viel Ampfer, Hahnenfußarten, Doldenblütlern, Lückenfüllern wie Löwenzahn oder Giftpflanzen sind für das Vieh leistungshemmend. Die seit Jahren auffällig zunehmenden tödlichen Giftpflanzen in Fut­ terwiesen und die gleichzeitige Abnahme guter Futtergräser sind zumeist Indikatoren für jahrelan­ gen Stillstand in sachgerechter Düngung und das Fehlen eines regelmäßigen Samennachschubes hochwertiger Futtergräser. Viele Wiesen liefern nur mehr Bruchteile ihrer natürlichen Er­ tragsfähigkeit durch den laufen­ den Schwund guter Futtergräser und die Zunahme von Un­ kräutern ohne Futterwert. Neu

angelegte Futterwiesen bringen Trockenmasseerträge um 12 t TM /ha. Ohne guter Futtergräser sinkt der Viehfuttertrag langfris­ tig auf etwa 6 t TM /ha – infolge der Ausbreitung und Vielfalt ertragsschwacher und minder­ wertiger Wiesenpflanzen. So wie im Stall nur bestes Zuchtvieh beste Leistungen bringen kann, führen nur junge Zuchtgräser in der Futterwiese zu Spitze in Ertrag und Qualität. Ursachen des Rückganges guter Futtergräser Die Haupt­ ursache für minderwertiges Wiesenfutter ist die Abnahme oder das Verschwinden der guten Massengräser wie Knaulgras, Englisches Raygras und Glatt­ hafer. Der immer frühere und häufigere Silageschnitt im Mai für hohe Megajoulewerte im Futter verbraucht die Lebenskraft der Gräser immer schneller. Stark betroffen sind dabei spätblühen­ de und horstbildende Obergräser, weil ihnen die natürliche Ver­ mehrungsmöglichkeit genommen wird. In der Folge treten oft sehr anpassungsfähige niedrigwüchsi­ ge, qualitätsmindernde Ungräser und Unkräuter auf. Wer bei immer früherer Wiesenmahd im Frühjahr die Grünlanderneue­ rung unterlässt, muss sowie bei einseitig monotonen Fruchtfolgen mit immer geringeren Erträgen rechnen, weil bei einer alten

Graspflanze die Wurzeln immer weniger Nährstoffe aufnehmen können. Das sieht man am viel geringeren Mineralstoffgehalt alter Wiesen im Vergleich zu jungen Saaten sehr eindrucksvoll. Die Futteranalyse der Mineral­ stoffgehalte des Grases (aber nicht der Kräuter!) degenerierter Wiesen ist eine ganz einfach funktionierende Alarmglocke alte nährstoffarme Wiesen mit jungen Gräsern rechtzeitig aufzufrischen. Auch Maulwürfe, Engerlinge, Schnakenlarven und mechanische Verletzungen der Narbe durch Fahrspuren, Erntegräte und Wild­ schäden sind Gründe, warum Wiesen sowieso ständig ausgebes­ sert werden müssen. Der Rückgang wertvoller Fut­ tergräser und damit verbundene Ertragsabfall kann nur durch ständige Begrünung der lücki­ gen Grasnarben mittels Einsaat junger Zuchtgräser gestoppt werden. Nur der regelmäßige hochwertige Saatgutnachschub führt zum Aufschwung in Rich­ tung dichter Grasnarben und ist der Wegweiser für bestmög­ liche Wiesenerträge und der natürlichste Weg zu höheren Mineralstoffgehalten im Wie­ senfutter. Der Narbenschluß mit einer dichten Grasnarbe führt gleichzeitig zur natürlichen Unterdrückung der Unkräuter. Diese punktuelle Wiesenre­ paratur sollte ständig vom


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GRÜNLANDERNEUERUNG

Frühjahr an und nach jeder Ernte erfolgen. Solange Lückenfüller wie Löwenzahn die Lücken der Wiesennarbe besetzen und einen gelben Blütenflor bilden, anstatt dass Futterwiesen grasgrün sind, sind sie verbesserungsfähig. Um dauerhaft hochwertiges Futter zu ernten, ist der regelmä­ ßige Samennachschub von den örtlich besten, wuchsfreudigen Futtergräsern zu fördern. Des­ halb sollte man sie auch wirklich gut kennen. Gute Futtergräser können aber nur anwachsen und hohe Leistungen bringen, wenn sie vom Unkraut nicht bedrängt werden. Sie brauchen daher zum Aufwuchs viel Freiraum, also möglichst viel offenen Boden als Wuchsfläche und viel Licht, sowie genug Wasser und Nähr­ stoffe und keine parasitierenden Schädlinge. Die Grünlandver­ besserung wird erfolglos bleiben, wenn diese wichtigen Nebenbe­ dingungen und Voraussetzungen nicht erkannt und erfüllt werden.

nern die alte Wiesennarbe und bringen sie sauber in die oberste Bodentiefe ein. Das Saatgut wird in den offenen Boden oberflä­ chennahe in der obersten Boden­ schicht abgelegt. Der noch frisch bodenfeuchte und offene Boden bietet gute Aufgangsbedingun­ gen und hat keine Licht- und Wasserkonkurrenz durch die großteils eingearbeitete Altnarbe. Foto: © Wölfleder Die Keilzinken arbeiten auch auf sen auf offenen Boden immer Österreich 6–9 Grasarten. Diese steinigen Böden gut, da nicht tief gut an. Die Verunkrautung ist Mischungen gibt es in EU-Han­ bearbeitet wird. Der größte Vor­ gering, wenn man zusätzlich eine delsqualität und in höherer teil ist, dass Bodenbearbeitung Deckfrucht wie Hafer mit zirka ÖAG-Qualität. Die etwa 30% und Saat in einem Zug erledig­ 70kg/ha mitsät. Der Umbruch teurere ÖAG-Qualität verspricht bar ist. Die Wiesennarbe soll im Frühsommer mit folgender Ampferfreiheit und es werden vorher möglichst kurz gemäht Bodenbearbeitung für die Ansaat nur in Österreich 3–6 Jahre lang werden, damit die Pflanzenreste von etwa Mitte August bis Mitte geprüften und besten wüchsigen und Wurzelstöcke gut in den September führt zum gerings­ Zuchtsorten verwendet. Eine Boden eingearbeitet werden. Die ten Futterausfall. Erfolgt der sehr übersichtliche Darstellung Nachteile der Rototillersaat sind, Umbruch aber erst im Herbst, aller Standard- und ÖAG-Han­ dass bei einem Stopp während kann die Ansaat erst im Frühjahr dels-Saatgutmischungen fin­ der Saat das Gerät angehoben erfolgen. Beim Herbstumbruch den Sie unter diesem Weblink werden muss, da sonst Fräsmul­ verliert man aber den qualitativ https://blaetterkatalog.lagerhaus. den und Erdhaufen entstehen. wertvollsten ersten Aufwuchs im at/Lagerhaus/Feld-Forst-Wein/ Wenn der Altbestand viele Frühjahr. Die Ansaat im Früh­ Fachblatt-fuer-Gruenland-2014/ Unkräuter hatte, können sie teils jahr kann durchgeführt werden, blaetterkatalog/ auch wieder durchwachsen. Grünlanderneuerungsverfah­ wenn der Boden gut befahrbar ren im Überblick ist. Das ist im März bis April, Düngeempfehlungen für Wie­ Dauergrünlanderneuerung 1. Wiesenneuanlage nach Um­ wenn die ersten Gräser ergrü­ senneuanlagen Zur Einhaltung mittels Einsaat, Nachsaat bruch nen. Als Saattechnik verwendet der Richtlinien für die sachgeoder Übersaat Sie erfolgt 2. Wiesenneuanlage in einem man: Samenstreuer, Sämaschi­ rechte Düngung SGD6 empfehle umbruchslos mittels Schlitzsaat, Zug mit ROTOTILLER nen, Saatstriegel oder die Saat ich den LK-Düngerechner – Striegel oder Eggen. Einsaat, 3. Grünlanderneuerung mit­ per Hand bei Kleinflächen. ebenso eine Bodenuntersuchung Nachsaat, Übersaat oder Durch­ tels Einsaat, Nachsaat oder auf pH, Phosphor und Kali vor saat bedeutet dass man Wie­ Übersaat Saatgutmischungen für Wie­ der Anlage. Sie kostet grob nur sensaatgut in eine bestehende 4. Selbstvermehrung durch na­ senneuanlagen Für Neuan­ einen EURO je Jahr und Hektar Wiesennarbe sät. Je nach Boden­ türlichen Samenausfall lagen von Dauerwiesen nimmt und ist zweifellos die kosten­ bedeckung und Bodendurchwur­ man nur Dauerwiesenmischun­ günstigste Information zum op­ zelung durch die Konkurrenz Wiesenneuanlagen durch gen des Typs A,B,C oder D und timalen Nährstoffbedarf. Häufig der Altnarbe und dem möglichen Umbruch Wiesenneuanlagen bei Weideflächen die Dauerwei­ liegt der Düngebedarf pro Jahr Schädlingsbesatz im Boden bringen zuverlässig die besten demischungen G oder H. Für für viele 3- und 4- Schnittwiesen durch verschiedene Schadinsek­ Erträge und sind daher das Wechselwiesen die Mischungen je ha insgesamt bei: 100 kg N, ten und Mikroorganismen ist mit sicherste Wiesenanlageverfah­ WM oder WR. Die Futterwie­ 70 kg P2O5 und 200 kg K2O. einem sehr verschiedenen Erfolg ren. Die gesäten Arten wach­ senmischungen enthalten in Die beste Stickstoffverwertung von Keimung und Aufkommen erreicht man mit der Kombina­ der jungen Saat zu rechnen. tion von 50% Wirtschaftsdün­ ger-N und 50% Mineraldün­ Schlüsselpunkte bei Einsaa­ Wieseneggen ger-N. Diammonphosphat, DAP ten Die gute Wasserversorgung, stellt sich inzwischen in vielen genug offener Boden und ein Fällen als optimaler Mineraldün­ schädlingsarmer Boden sind bei ährt ger für Wiesen heraus. Er fördert Einsaaten die Schlüsselpunkte für ach bew ichbare! 10.000-f e Vergle in ke bt zusätzlich auch den Wuchs und den Erfolg. Von allen Verfahren Es gi die Dichte der Grasnarbe deut­ der Grünlanderneuerung haben NEU mit pneumatischem Sägerät für lich. 100 kg DAP/ha enthalten Einsaaten den höchsten Wasser­ ◆ Zwischenfruchtanbau am Acker ◆ optimale Düngung ◆ Grünland-Nachsaat und Neuansaat 21 kg N und 48kg P2O5. bedarf. Die großen Rivalen für die junge Saat sind: die Altnarbe Neuanlage in einem Zug mit und diverse Schädlinge im Boden. dem Rototiller Der Rototiller Ihr tieferes Wurzelsystem nimmt ist ein Saat- und Bodenbearbei­ der jungen Saat viel Wasser wie tungsgerät. Seine seicht rotierend Nährstoffe weg. Weitere Widersa­ Wölfleder GmbH, A-4771 Sigharting, Tel. 07766/2692-0 www.woelfleder.at arbeitenden Keilzinken zerklei­ cher der jungen Saat sind zahlrei­

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che im Boden lebende Schädlinge und Wurzelparasiten, sowie allelopathische keimhemmende Wurzelexsudate der Altnarbe, die auch die jung gesäten Keimlinge der wüchsigsten Saatgräser hem­ men oder gar dezimieren. Ertragsschub von Einsaaten Langjährige eigene Erfahrun­ gen in Niederösterreich zeigen, dass Grünlanderneuerungen bei nur einmaliger Saat eher selten gelingen. Die Erfolgsrate gelungener Einsaaten liegt nach meinen Erfahrungen in NÖ etwa bei 50 % für die einzelne Einsaat. Keine der verschiedenen Ein­ saat-Sätechniken zeigen reprodu­ zierbare, evidenzbasierte bessere Ansaaterfolge. Der Erfolg für bessere Erträge ist bei einmaliger Einsaat am geringsten. Wenn nach 3 Jahren keine spürbare Er­ tragsverbesserung eingetreten ist, muß man davon ausgehen, dass die Einsaat erfolglos war. Häufig werden Wiesen in NÖ meist in ei­ nem Abstand von 3 bis 8 Jahren eingesät. Damit sieht man, dass viele Wiesen noch ein enorm hohes ungenutztes Potential für bessere Futterwiesenerträge haben. Erst die mehrmals wieder­ holte Einsaat mit zirka 20 kg/ha Saatgut je Jahr, zeigte in meinen Praxisversuchen einen unerwar­ tet enormen Ertragsschub. Dazu brauchte es drei Jahre hinterein­ ander die jährliche Einsaat. Erst wer den enormen Ertragsschub wiederholter Einsaaten mit eigenen Augen wie ich und meine Versuchsbetriebe gesehen haben, dem wird das schlummernde enorme ungenutzte Ertragspoten­ tial vieler Wiesen bewusst. Nach eigener Einschätzung könnte so

Offener Boden – Vorausset­ zung für gute Einsaatwirkun­ gen Voraussetzung für eine gute Einsaatwirkung ist ein offener Boden, wo die Samen Platz zum Keimen und Wachsen haben. Erst Einsaaten in Wiesenaltnarben wenn die jungen Grassämlinge genug Licht erreicht, kommt es – Provisorium und Kompro­ zum Wachstumsschub. Ist aber miss Einsaaten in bestehende die Saatfläche zudem noch mit Wiesen sind deshalb ein Provi­ vielen Graswurzelstöcken der sorium oder Kompromiss, weil alten Wiese bewachsen, verbrau­ alle Nachsaat-Techniken keine gleichmäßige Saatgutablage haben chen sie das meiste Licht und Bodenwasser. Den zarten jungen und es an der zuverlässlichen Gräsertrieben fehlen leicht Licht Keimlingsentwicklung mangelt. Es fehlt das klassische ordentlich wie Wasser. Je nachdem wie viele vorbereitete Saatbett, wie man es Wurzelstöcke der alten Grasnarbe die junge Saat bedrängen, wird sie im Ackerbau hat. Somit ist kein sich gut oder gar nicht entwickeln. zuverlässiger Samenaufgang in 1 bis 2 Wochen gewährleistet, so Ich erkläre mir damit den oft un­ wie man das bei einer klassischen befriedigenden Einsaaterfolg bei Grünlanderneuerungen im klima­ Wiesenneuanlage mit Umbruch, tisch wärmeren Niederösterreich. Bodenvorbereitung und präziser Samenablage kennt. Zusätzlich Dazu kommt noch der höhere muß mit einer stärkeren unkal­ Schädlingsbesatz im Boden durch kulierbaren Dezimierung von das wärmere Klima in NÖ. Saatgut und Keimlingen durch Je öfter Wiesen eingesät werden, Schädlinge im Boden gerechnet umso eher fällt der Samen auf werden, je wärmer die Lagen sind, offenen Boden und kann keimen. wie Versuche in England zeigen. Mit der geduldig wiederholten Trotz ihrer geringen Effizienz werden Einsaaten von vielen Grünlandbauern, vor allem in den Bergregionen durchge­ führt. Erklärbar ist das, weil die klassische Bodenbearbeitung für eine Neuanlage in den bergigen Lagen, mit den heutigen immer schwereren Bodenbearbei­ tungsgeräten, in dem oft recht hängigen und steinigen Gelände schwer möglich ist. In kühleren regenreicheren Lagen haben Ein­ saaten bessere Chancen, da mehr Bodenfeuchte zur Verfügung steht und der Schädlingsdruck deutlich niedriger ist. die Ertragsleistung von Futter­ wiesen um 50% vielleicht bis sogar 100% verbessert werden, nämlich von 6t TM/ha auf etwa 10t bis 12t TM/ha.

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Saat baut sich außerdem ein gewisses Samenpotential gesäter und noch ungekeimter Samen im Boden auf. Der Boden fungiert bekanntlich als eine besondere Samenbank. Ähnlich wie für alle Samenunkräuter ist der Boden scheinbar ein unerschöpflicher Samenspeicher. Man denke allein an den riesigen Samenvorrat die der Ampfer in vielen Wiesenbö­ den hat. Wenn keine günstigen Keim- und Wachstumsbedingun­ gen herrschen, besteht mit der Samenbank die Chance, dass ein Teil der ungekeimten Gräsersa­ men auch noch Monate bis Jahre nach der Saat keimen (Schlafsaat), so wie bei vielen Unkrautarten. Deshalb hat die regelmäßige Saat eine hohe Bedeutung, weil in der Regel mit einer einzigen Saat bei bewachsenen Wiesen selten ein guter Aufgang gelingt. Die richti­ gen Einsaatzeitpunkte Am ehesten sind in Niederös­ terreich Einsaaten im Sommer erfolgversprechend. In der Regel ist der Sommer die nieder­ schlagreichste Jahreszeit in

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Österreich und der Futternach­ wuchs der Altnarbe ist nicht so stark wie im Frühjahr. Wichtig sind Einsaaten dann im Frühjahr, wenn die Grasnarbe zu lückig und zu wenig dicht ist. Beispiele, wo in der Wiesennarbe leicht offener Boden auftreten kann sind: Enger­ lingsbefall, Wildschäden, Auswin­ terung, selektive Unkrautbekämp­ fung, Lücken unter großwüchsigen Unkräutern wie Ampfer, Hahnenfuß, Spitzwegerich, Bärenklau und Löwenzahn. Die niedrige Erfolgsrate von Frühjahres-Einsaaten belegen nachfolgende wissenschaftliche Untersuchungen. Niedriger Mitteleinsatz bei Selbstvermehrung durch natürlichen Samenaus­ fall Eine Möglichkeit damit verkrautete Wiesen wieder zu ihrem Gräsergerüst mit guten Futtergräsern kommen, ist das natürliche Aussamen der Wie­ sen. Die wenigen Erfahrungen, die bislang vorliegen sind eher ermutigend. Interessanterweise vermehren sich dabei weniger die Problemkräuter sondern viel­ mehr unsere wichtigen und ertra­ greichen Obergräser. Dazu muss eine Wiese bis Anfang Juli un­ gemäht bleiben. Damit nicht der Bestand schon vorher zusammen­ bricht ist nur eine sehr mäßige Düngung sinnvoll. Mehr als 20 bis 40 kg N/ha sollte nicht überschrit­ ten werden. Empfehlenswert ist es, mit einem Streifen am Wiesen­ rand, oder einer kleineren Fläche zu beginnen. Man hat zwar nicht den vollen Leistungseffekt von Zuchtgräsern, dafür halten sich Aufwand und Futterausfall aus dem ersten Schnitt in Grenzen, da vor allem keine Technik für die Unkrautbekämpfung oder Saat notwendig ist. Sinnvoll ist das Verfahren vor allem für Betriebe, die nicht unbedingt Spitzenerträ­ ge anstreben, aber dennoch eine Verbesserung ihrer Futtererträge und -Qualitäten erreichen wollen, wenn auch auf einem niedrigerem Investitionsniveau. l Mehr darüber auf http://de.slideshare. net/JohannHumer/grnlanderneue­ rung-erfolgreich-oder-erfolglos-2015 DI Johann Humer war Grün­landexperte in der LK Nieder­österreich.

Fotos: © agrarfoto.com

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Heubelüftung sichert ­Inhaltsstoffe und Hygiene Heu und Grummet sind auf dem Lager mikrobiologisch relativ stabil, wenn der Wassergehalt im Futter unter 14 Prozent liegt. Eine Heubelüftung schafft hier einen großen Qualitätsvorsprung. Unter besten Wetterbedingungen hat frisch eingefahrenes Bodenheu einen Wassergehalt von mindestens 20 Prozent und ist noch nicht lagerstabil. Vor allem die ersten drei Tage nach der Einfuhr sind kritisch, weil das noch verfügbare Wasser einen mikrobiologischen Vermehrungskampf um die leicht verfügbaren Nährstoffe ermöglicht. Von Reinhard Resch

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b 70°C droht Selbstent­ zündung: Für den Land­ wirt ist diese massive Ak­ tivität von Bakterien und Pilzen als Temperaturanstieg auf bis zu 80°C erkennbar. Übersteigt die Temperatur im Heustock 70°C, so ist die Feuerwehr zu alarmie­ ren, weil eine Selbstentzündung droht! Erhitztes Heu bleicht stark aus und riecht brandig bis tabakartig. Die Futterqualität ist minderwertig, obwohl es oft ger­

ne gefressen wird. Betriebe ohne Heubelüftung können das feuchte Erntegut bei der Einlagerung mit Koch- oder Viehsalz bestreuen, um das Wasser aus dem Futter zu binden und das Erhitzungspro­ blem zu entschärfen.

Rohprotein und Zucker, aber auch Vitamine besser erhalten als die Bodenheutrocknung. Ziel der energetisch aufwendigen Belüftung ist es, den Restwas­ sergehalt im Futter innerhalb von 72 Stunden unter die Marke von dreizehn Prozent Wasser Belüften bewahrt wertvolle zu bringen. Die Belüftungs­ Inhaltsstoffe Eine gut ausgeleg­ dauer kann man verkürzen, te Heubelüftung, insbesondere wenn man das Futter mit einem mit Luftanwärmung/-entfeuch­ Mähaufbereiter mäht und die tung, kann das Nachschwitzen Belüftungsluft anwärmt und/ des Heustockes auf ein Minimum oder entfeuchtet. Die Ergebnisse reduzieren. Eine Heubelüftung aus den österreichischen Heu­ kann wertvolle Inhaltsstoffe wie projekten zeigen, dass bei einem Rohfasergehalt von 310 Gramm je Kilogramm Trockenmasse (Mittelwert 1. Aufwuchs) das Belüftungsheu um 0,1 bis 0,2 MJ NEL je Kilogramm Trocken­ masse höhere Energiedichten aufwies als boden­getrocknetes Raufutter. Belüftungseffekt umso größer, je niedriger der Rohfasergehalt im Futter Der Qualitätseffekt der künstlichen Heutrocknung war in den Heu­ projektuntersuchungen gegen­ über der Bodentrocknung umso besser, je niedriger


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INFO: 01 / 250 68


10 FUTTERQUALITÄT

der Rohfasergehalt des Futters war. Im Vegetationsstadium Ähren-/Rispenschieben kann der Belüftungseffekt in Abhängigkeit vom Pflanzenbestand im Durch­ schnitt bis zu plus 0,5 MJ NEL je Kilogramm Trockenmasse betra­ gen, während der Effekt im Stadi­ um Blüte auf plus 0,2 MJ NEL je Kilogramm TM tendiert. Werden Futterbestände in der Samenreife oder noch später geerntet, gibt es hinsichtlich Energiekonzentration keinen positiven Belüftungseffekt mehr. Trotzdem kann sich die künstliche Heutrocknung auf die Futterhygiene noch immer positiv auswirken. Heu mit einem Rohfasergehalt über 300 Gramm pro Kilogramm Trockenmasse hat in der Rinderfütterung eine gute Wertigkeit als Strukturlieferant, wenn es keine Lagerverpilzung aufweist. Bau sorgfältig bis ins Detail planen Der Bau einer Be­ lüftungsanlage erfordert eine gewissenhafte Detailplanung, weil die eingesetzte Energie das Futter so schnell und kostenspa­ rend wie möglich trocknen soll. Wichtig ist die Abstimmung von

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M

lüftung finden Sie in der ÖAGBroschüre „Empfehlungen für die Belüftungstrocknung von Heu“ (Info 4/2014), erhältlich unter www.oeag-gruenland.at. Ing. Mag. Matthias Kittl ist in Ös­ terreich bei Fragen zur Planung von Heutrocknungsanlagen be­ hilflich (Kontakt: heuberatung@ lk-salzburg.at) Heuqualität bewerten Gute Heuqualität präsentiert sich der zu erwartender Erntemenge und Milchkuh durch aromatischen Boxenausmaß (Schütthöhe). Die Geruch, sattgrüne Färbung, Dimensionierung der Belüftungs­ Staubfreiheit und gut konservier­ anlage (Leistung Lüftermotor, tes Blattwerk. Diese Eigenschaf­ Dachabsaugung, Luftentfeuchter, ten erfasst man am besten durch Heizofen) sowie die Konfigu­ die sensorische Bewertung von ration der Anlagensteuerung Geruch, Gefüge, Farbe und Ver­ entscheiden über Wirkungsgrad unreinigung. Heubelüftung und und Kosteneffizienz der Heube­ die Luftentfeuchtungstrocknung lüftung. Der Lüfter sollte auf der ermöglichen wesentlich besse­ Süd- oder Südwestseite und nicht re Qualitäten. Die chemische in unmittelbarer Nähe von Dün­ Untersuchung auf Trockenmasse, gerlagerstätten montiert werden. Nährstoffe, Zucker, Futterener­ Der Wassergehalt des Erntegutes gie, Mengen- und Spurenelemen­ sollte für Kaltbelüftungsanlagen te sowie eine mikrobiologische nicht mehr als 25 Prozent Wasser, Untersuchung auf Schimmelpilze, für Warmbelüftungen und Luf­ Hefe und Bakterien sind empfeh­ tentfeuchteranlagen 40 Prozent lenswert, weil die Analysewerte Wasser nicht übersteigen. Mehr eine exakte Auskunft über die über die Technik der Heube­ Futterqualität geben können.

Kurz gefasst Für Heuquali­ täten mit guten Proteingehal­ ten und Energiedichten über 5,7 MJ NEL/kg TM ist der Erntezeitpunkt speziell beim 1. Aufwuchs ein entscheidender Faktor. Langsames Fahren und eine niedrige Zapfwellendreh­ zahl beim Zetten und Schwaden reduziert die Blattverluste. Energie- und kosteneffiziente Belüftungstechnik, insbesondere Luftanwärmung und -entfeuch­ tung, verbessert die Schlagkraft und die Qualität von Heu und Grummet. Raufutter von guter Qualität muss futter­hygienisch unbedenk­ lich sein, egal ob energie- oder strukturreich. Jeder Landwirt muss in der Lage sein, das hofei­ gene Raufutter mit der Sinnen­ bewertung und einer Laborana­ lyse qualitativ einzustufen. Erst wenn die Qualität durch die Bewertung bewusst wird, können Schwachstellen im Management zu Erfolgsfaktoren umgewandelt werden. l Ing. Reinhard Resch LFZ Raumberg-­ Gumpenstein Referat Futter­konservierung und Futterbewertung

Krone Mähkombinationen überzeugen Profis

it dem Easy Cut B 890 ergänzt Krone seine Mähwerkspalette um eine schlagkräftige Mähkombination ohne Aufbereiter. Höhere Flächenleistung bei verringerter Verstopfungs­ gefahr ist durch den optimierten ­Mähscheibenabstand die Folge. Da­ rüber hinaus besticht der Mähholm durch zahlreiche weitere Features. So ist der geschlossene, rundum ver­ schweißte Mähholm auf Lebensdauer geschmiert. Serienmäßig rüstet Kro­ ne alle EasyCut-Mähwerke mit der Mähscheibensicherung SafeCut und Messerschnellverschluss aus. Dank der patentierten Ausgleichsschwinge arbeitet das Mähwerk immer auf beiden Seiten mit gleichem Auflage­ druck. So ist auch auf welligem oder hügeligem Gelände beste Bodenan­ passung selbstverständlich. Zudem können alle EasyCut-Mähwerke auch in Transport- und Arbeitsstel­ lung geparkt werden. Stephan Burgstaller aus Gramastet­ ten (Oberösterreich) ist überzeugt

Stephan Burgstaller: „Das EC B 890 in Drei schlagkräftige und leichte Kombination mit dem EC F 320 ist das Mähwerkskombinationen von 7,46,– optimale Gespann auf unserem Betrieb.“ 9,70m hat Krone im Programm.

Adolf Reumair: „Wir sind mit dem EC B 970 auch in extremen Hanglagen sehr zufrieden mit der Leistung.“

von seiner Mähkombination EC B 890. „Vorne das EC F 320 und hinten das EC B 890 ist mit unse­ ren 120 PS Traktor das optimale Gespann für unseren Betrieb. Die Gewichtsverteilung ist optimal und auch in Hanglagen ist diese Kombination sicher zu fahren. Die Flächenleistung hat uns voll überzeugt. Vorher hatten wir ein Trommelmähwerk im Frontanbau, doch das EC F 320 mit den aktiv angetriebenen Schwadformern ist mehr als eine echte Alternative. Es gibt keine Stopfer und das Mähgut

malen Arbeitsbreite von 9,70m auf unseren Betrieb passt. Doch die Gewichtsverteilung ist ein Traum und das Mähwerk ist besonders leichtzügig. Auch sehr steile Flächen sind sicher zu fahren. Die Handha­ bung ist absolut simpel und einfach. Das An- und Abbauen, ob Front oder Heckmähwerk, geht leicht und alleine und man ist schnell mit dem Traktor wieder auf der Wiese. Das Abstellen in Transportposition spart eine Menge Platz am Hof.“

wird sauber zwischen den Rädern abgelegt. Durch das Abstellen mit den Stützen in Transportposition benötigt die Mähkombination nur sehr wenig Platz. Und Platz ist eh immer zu wenig.“ Adolf Reumair aus Ungenach (Oberösterreich) ist mit seiner Mähkombination EC B 970 in Kombination mit dem EC F 320 M voll zufrieden. „Wir sind mit diesem Mähwerk auch in extremen Hanglagen unterwegs und da hatte ich am Anfang meine Zweifel, ob dieses Mähwerk mit einer maxi­

Internettipp: www.krone-austria.at


Foto: © Krone

Kreiselzettwender überzeugen Allen Unkenrufen zum Trotz sieht es nicht danach aus, als ob Mähwerke mit Aufbereiter den Kreiselheuer überflüssig machen. Im Gegenteil, der hohe Leistungsbedarf der Mähwerk-Aufbereiter-Kombination und die Einschränkungen im Hinblick auf Bienenschäden in blühenden Futterbeständen bevorteilen den Kreiselzettwender wieder. Seine gute Zettarbeit, verbunden mit guter Flächenleistung, überzeugt nach wie vor die meisten. Von Ruedi Hunger

hangabwärts zum Unterlaufen kommt, werden unterschiedliche Dämpfungselemente eingebaut. reiselzettwender werden Beim Ausheben arretiert der An­ unterschiedlich angebaut. baubock automatisch. Die ein­ Nur wenige, kleine und fachste gezogene Anbauvariante leichte Zetter sind noch mit ist die Ackerschiene. Als Option einem starren Anbaubock aus­ dazu gibt es beispielsweise bei gerüstet. Stützfuß und Halterung Krone eine Knickdeichsel. für die Gelenkwelle sowie min­ Beim Zetter mit einem Trans­ destens eine beweglich Anbau­ portfahrwerk tritt das Problem lasche gehören zur Mindestaus­ der Vorderachsentlastung am rüstung. Ein schwenkbarer Traktor nicht auf, daher können Anbaubock erlaubt das Fahren trotz größerer Arbeitsbreiten von Kurven, das erhöht die Be­ relativ kleine Traktoren ver­ weglichkeit. Damit es nicht zum wendet werden. Mit einem Aufschaukeln und beim Zetten Zweipunktbock werden nur die

K

Unter­lenker des Traktors für den Anbau beansprucht. Krone und Fella nutzen bei sehr großen Arbeitsbreiten für Transportfahr­ ten die Möglichkeit der „Längs­ fahrt“. Damit keine Verspannun­ gen auftreten, werden einzelne Räder ausgehoben (Krone). Profi-Maschinen verfügen über einen Tragrahmen auf einer lan­ gen Fahrwerkdeichsel. Da das Ei­ gengewicht im Bereich von zwei bis fünf Tonnen liegt, verfügt das Fahrwerk über breite Reifen und eine, im Transport-Modus, spur­ treue Zwangslenkung (Krone). Die Ein- und Ausklappabläufe

sind weitgehend automatisiert. Transportfahrgestelle unterschei­ den sich unter anderem durch die Anordnung der Räder, vor oder hinter dem Kreisel. Vielfalt der Namensgebung Die offizielle Bezeichnung lautet Kreiselzettwender (Kunze: Lexi­ kon der Landtechnik). Im Sprach­ gebrauch hat sich in der Schweiz die Bezeichnung „Kreiselheuer“ (Ursprung Fahr) eingebürgert. Die Hersteller benutzen zum Teil andere Produktenamen, so ist bei Claas ein Kreiselzettwender schlicht ein Wender, bei

LEIDENSCHAFT FÜR LANDWIRTSCHAFT

FELLA-Werke GmbH | Fellastraße 1–3 | 90537 Feucht | Deutschland | www.fella.eu FELLA STEHT SEIT ÜBER 95 JAHREN FÜR LEISTUNGSSTARKE LANDTECHNIK Wir entwickeln mit Leidenschaft schlagkräftige Lösungen für die Landwirtschaft von heute — und morgen. Unser Unternehmen führt die weltweit größte Auswahl an Mähwerken, Heuwendern, Schwadern und Aufbereitern. Setzen Sie auf Innovation, Langlebigkeit und Effizienz. Vertrauen Sie auf FELLA.


HERSTELLER

Modell Claas GmbH Max Spread Volto (Baureihe) 700 800/800T 900/900T 1100/1100T 1320T Kompakt Volto (Baureihe) 45, 52 58, 64 75T, 77 Fella-Werke Alpin TH 401DS/DN 431/601DN 3-Punkt TH 4504/5204 7706/8608 Trans TH 800/901 11008 13010 Gezogen TH (H=Hydro) 790/790H 1100/1300H 1550/1800H Lely Holding Lotus Stabilo 520/600 675/770 (+) 900 (+) P / Profi 770P/900P 1020/1250 1500 300 Combi 600 Stabilo Combi Kuhn S.A. Giroheuer GF (3-Punkt)  422/ 502  582/ 642 5202/5902 6502/7802 7902/8702 Gezogen GF/TGII/GII 10802 13002 17002 7802/7902 8702 Krone Maschinenfabrik 3-Punkt KW 4.62/5.52 6.02/6.72 7.82/7.92 8.82/11.22 Angehängt KW + Fahrwerk 5.52T 7.82T 13.02T 15.02T Gezogen KWT 7.82/8.82 11.22 1600 2000 Pöttinger Alpen-HIT 4.4 N/4.4H 6.6 HIT 470/540 (4–8 Kreisel) 610N/690N 800 NZ/AZ 8.81/8.91 8.91T HIT 10.11T (gezogen) 12.14T

Arbeitsbreite In Meter

Anzahl Kreisel

KreiselDurch­ messer m

Streu­ arme / je Kreisel

Gewicht kg (je nach Aus­ rüstung)

 6.70  7.70  8.70 10.70 13.00

 6  6  8 10 10

1.50 1.70 1.50 1.50 1.70

 6  6  8 10 10

     890  980/1240 1140/1440 1480/1780      2400

4.50/5.20 5.80/6.40 7.50/7.70

4/4 6/6 6/8

1.5/1.5 1.3/1.5 1.5/1.3

6/6 5/6 6/5

440/490 720/730 660/940

    4.00 4.30/5.70

  4 4/6

kW    20 20/25

  5 6/5

    305 385/498

4.50/5.20 7.70/8.60

4/4 6/8

22/22 60/70

6/6 6/6

574/ 606 946/1172

7.70/ 8.60     10.20     12.70

6/8   8  10

30/40    40    66

6/6 6/6 6/6

1237/1608      1860      2160

7.70/7.70 10.20/12.7 15.0/17.5

 6/6  8/10 12/14

30/30 34/45 58/75

6/6 6/6 6/6

 790/ 890 1090/1305 1960/2038

5.20/6.00 6.75/7.70    9.00

4/4 6/6   8

6/8 6 (7) 5 (6)

690/ 820 960/1000    1300

7.70/ 9.00 10.2 /12.5     15.00 3.00 6.00

6/ 8 8/10   12 2 4

37–40 40–70    73 ab 26 ab 44

6/6 7/7   7 8 8

1450–2200 2225–3100 3630/4300 330 930

4.20/5.00 5.75/6.40 5.20/5.90 6.50/7.80 7.80/8.70

4/4 6/6 4/6 6/6 8/8

kW (ab)    29 36/44 40/44 44/51 51/59

6/6 5/6 7/5 6/7 5/6

 470/ 505  700/ 840  660/ 811  920/1085 1150/1250

10.80 13.00 17.20 7.70/7.80 8.70

10 12 16 6/8 8

40 59 73 30 30

6 6 6 7/5 6

1920 2550 3140 1430/1515 1580

4.60/5.50 6.00/6.70 7.80/7.90 8.80/11.00

4/4 6/6 6/8 8/10

kW (ab) 25/37 37/44 48/48 55/66

6/7 5/6 7/5 6/6

570/680 750/860 980/1090 1180/1550

 5.50  7.80 13.10 15.25

 4  6 12 14

18 37 44 51

7 7 6 6

 680 1030 1870 2110

7.80/8.80 11.00 15.25 19.60

6/8 10 14 18

37/37 40 60 80

7/6 6 6 6

1280/1480 1810 3490 4950

4.45/4.45 6.0 4.70/5.40 6.00/6.85 7.85/7.85 7.81/8.86 8.86 11.00 13.20

4/4 6 4/4 6/6 6/6 8/8   8   10   12

5/5   5 6/7 5/6 7/7 5/6   6   6   6

320/295 520 384/420 670/725 780/825 1050/1250 1550 1980 2300

kW

Ø 1.30 1.42/1.67 1.30/1.42 1.67/1.67 1.30/1.42 1.42 1.42 1.42

Zusatzausrüstung Neues Gutflusskonzept durch nachlaufende Geometrie (29.3°) der Streuarme. Bis 10 Kreisel für den Dreipunktanbau. T-Modell-Variante mit Breitspurfahrwerk. Ballonreifen und Tastrad möglich. „Permalink“ Kraftübertragung Dreipunktanbau (Ausnahme T-Modell) oder gezogen (Ackerschiene). „Permalink“ Fingerkupplung, Kraftflusslenker CKL zur Stabilisation (Kurven, Hang).

Leichter Heuwender für den alpinen Einsatz. Randstreueinrichtung, Streuwinkelverstellung, integrierte Pendel­bremse, Tastrad-Option. Dreipunkt-Heuwender mit Randstreueinrichtung und Streuwinkeleinstellung. Pat. Druck-Zug-System, Pendelbremse Hitch- oder Ackerschienenanbau und Transportfahrwerk, kompakte Transportstellung. Automatische Sicherheitsabschaltung der Kreisel. Hydr. Randstreueinrichtung Gezogener Großflächenheuwender. Seitliche Längsklappung in gezogene Transportstellung. Umstellung über hydr. Folgesteuerung. Streuwinkeleinstellung

Dreipunkt-Zettwender Nachlaufvorrichtung für stabilen Lauf der ­Maschine, folgt dem Traktor stets mittig, spurtreu am Vorgewende, autom. Verriegelung beim Ausheben. Gezogene Zettwender mit Transportrahmen, Unten- oder Obenanhängung kompakte Transportstellung. Spezielle Transportbereifung. Zettwinkel 10°–17° Kombimaschine für zwei Arbeitsabläufe (Zettwenden und Schwaden). Zettwinkel 10°–17°, 4 Einstellpositionen

Dreipunktanbau, 540 U/min., Schräglauf einzeln verstellbar od. zentrale hydraulische Verstellung, „Digidrive“ - Fingerklauenkupplung, dauergeschmierte Kreiselgetriebe. Einstellbare Kreiselneigung, Reduziergetriebe für Nachtschwaden (W). Aufgesattelt (Kat. 2), Zugdeichsel & 1000 U/min (13002/17002); kompakte Transporteinheit. Zentrale Einstellung der Kreiselneigung; Haltegurtstabilisierung (17002); serienmäßig mit Signalisation- und Beleuchtungseinrichtung

„OctoLink“ 8-Fingerkupplung kraftschlüssig, wartungsfreie Kreiselgetriebe, zentrale Grenzstreueinrichtung, Zinken mit unterschiedlich langem Schenkel, 9.5 mm Zinken, Zinkenarme aus Rohrprofil.

Kleiner, mittlerer und großer Kreiseldurchmesser, Anbau T-Modelle an Ackerschiene, manuelle Grenzstreueinrichtung, Streuwinkelverstellung

Schwenkbares Transportfahrwerk oder Längstransportstellung (1600/ 2000), Unterlenkeranbau mit Zweipunktbock oder Ackerschienenanbau, vorderes Stützrad optional, hydr. Grenzstreueinrichtung.

Grenzstreueinrichtung manuell einzeln verstellbar. Zinken mit ungleich langem Schenkel, Dämpfungsstreben (6.6) N/NZ 3-Punktanbau, Variante Unterlenker. AZ gezogen, Unterlenker-Ackerschiene T gezogen, Unterlenker Zinken mit ungleich langem Schenkel. DynaTech-Kreiseleinheit – ziehender Effekt Gezogen, Zugöse oder Zugpendel


Foto: © Fella

Grenzstreueinrichtung Kleine und leichte Kreiselzettwender sind mit einer manuell (einzeln oder zentral) verstellbaren Grenz­ streueinrichtung ausgerüstet, welche eine Links-/Rechts-Schräg­ stellung ermöglicht und damit das Mähgut vom Feldrand nach innen zettet. Größere Zetter sind heute mit einer hydraulisch verstell­ baren Grenzstreuvorrichtung versehen. Claas benutzt ein Rand­ streutuch und verzichtet auf das Schwenken des ganzen Wenders. Beim Lely Lotus-System werden lediglich die Zinken des äußersten Rotors in eine andere Stellung gebracht. Pöttinger schwenkt bei den großen Modellen nur die beiden rechten Außenkreisel um 15° nach hinten. Auch Vicon schwenkt bei 1404C-ProLine-Ma­ schinen nur die äußeren drei Kreisel auf der rechten Maschi­ nenseite. SIP wiederum schwenkt alle „Z“-Typen mit einer zentra­ len, hydraulischen Schwenkvor­ richtung.

Krone und zum Teil auch Pöttin­ ger verwenden Rohrprofile als Zinkenarme, Fella ein verzinktes Flach­stahl-­Profil mit serien­ mäßiger Zinkenverlustsicherung. Auch Kuhn setzt Flachstahlarme ein. Die Kreiselneigung wird meistens in mehreren Stufen ­mittels Lochleiste und Bolzen den Bedürfnissen angepasst.

Gelenkverbindungen Kreisel­ wettwender mit mehr als zwei Kreiseln werden seit jeher in irgend­einer Weise eingeklappt. Je nach Baugröße und Hersteller wird der kraftschlüssige Antrieb über Einfach- und Doppel­ kreuzgelenke oder alternative Fingerkupplungen sichergestellt. Fingerkupplungen erlauben einen größeren Schwenkbereich (bis 180°). Claas nennt die Verbin­ dung „PermaLink“-Fingerkupp­ lung, Krone „OctoLink“-Finger­ kupplung. Pöttinger verwendet Einfach- oder Doppelgelenke sowie die Fingerkupplung mit der Bezeichnung „Powerkupplung“. Kuhn hat der Fingerklauenkupp­ lung den Namen „Digidrive“ gegeben. Fella baut im Antriebs­ strang eine Sechskantwelle und Doppel-Kreuzgelenke ein. Mittels einem eigens entwickelten Sicherheitssystem schaltet Fella Kreisel und Kreiselarme den Antriebsstrang ab, sobald Pöttinger und Claas haben die Maschinenteile ein- oder hochge­ bisher übliche Kreiselform klappt werden. Lely rüstet seine überarbeitet und Kreisel im An­ Lotus-Modelle 600, 900 und gebot, die geschwungene, nach­ 1020 mit doppelten Kreuzgelen­ laufende Zinkenarme aufweisen. ken aus, ebenso SIP. Beide Hersteller betonen, dass die gezogene Arbeitsweise Kreisel- oder Winkelgetriebe leichtzügiger und futterschonend Mit Ausnahme der kleinen und arbeitet. Die geschwungenen einfachen Kreiselzettwender, DynaTech-Zinkenarme von Pöt­ sind die einzelnen Kreiselgetrie­ tinger sind aus Flachstahl. be geschlossen und haben eine

Lebensschmierung, dadurch sind sie auch wartungsfrei. Rahmenbauarten Krone ver­ wendet für den Tragrahmen ein Rechteckprofil. Fella verbaut ein Vierkant-Rahmenrohr, ebenfalls Claas bei der Max Spread-Bau­ reihe und in der Kompaktklasse ein Rohrprofil. Ein Rohrprofil ver­ wenden auch Lely und Pöttinger. Zinken Alleinstellungsmerkmal von Lely ist der abgewinkelte Hackenzinken. Pöttinger rüstet die Zettkreisel mit „Heavy duty“-Zinken aus. Fella hat 9.5 mm Zinken mit gleichlangen Schenkeln, Krone hingegen mon­ tiert 9.5 mm starke Zinken mit unterschiedlich langen Schenkeln, auch die Zinkenpaare von Kuhn und SIP weisen ungleiche Längen auf. Claas wiederum verwendet gleichschenklige Federzinken, dies erleichtert die Ersatzteil­ haltung, da sie an jedem Kreisel verwendet werden können. Fazit Dort wo Futterbau zum „Hochleistungssport“ wird, kann des Zetten mit dem Kreiselzettwender zum Engpass werden. Bei der Produktion von hochwertigem Raufutter, sei es Silage oder Dürrfutter, hat eine sorgfältige Futterwerbung große Bedeutung. Entsprechend groß ist in der Grünfuttererntetechnik auch die Bedeutung des Krei­ selzettwenders. Im aktuellen Angebot der Hersteller können alle Bedürfnisse eines Land­ wirtschaftsbetriebes abgedeckt werden. l Ruedi Hunger ist Agrarjournalist in der Schweiz.

Medl Land­ technik | mit ­JF-Stoll

E

nde November 2014 über­ nahm die Firma Medl Landtechnik GmbH den Ver­ trieb der JF-Stoll-Produkte für Österreich. Zwischen Medl und der Kongskilde Gruppe besteht bereits eine langjährige erfolg­ reiche Zusammenarbeit. Da­ her entschloss sich Kongskilde jetzt, den Vertrieb zu bündeln und auch die JF-Stoll-Grün­ landtechnik in die Hände der Firma Medl zu geben. Firma Medl ist ein erfolgreiches Han­ delsunternehmen und wird zusammen mit dem Fachhan­ del eine umfangreiche Bera­ tung der Kunden beim Ver­ kauf von Neumaschinen sowie zuverlässigen Service und Ersatzteilversorgung sicher­ stellen. Weiters hat Medl jetzt auch JF-Stoll-Feldhäcksler im Vertrieb sowie die komplette Konkskilde-Bodenbearbeitung und Getreidetechnik Palette. INFORMATION: Medl GmbH, 07413/6376, office@ medl-­land­tech­nik.­com, www. medl-land­tech­nik.­com

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Fella ein Heuwender. Krone und Vicon verwenden die offizielle Kreiselzettwender-Bezeichnung. Was bei Pöttinger ein Zettkreisel ist, lautet bei Lely Zettwender und bei Kuhn Giroheuer.


Gülle und Bio-Grünland – wie passt das zusammen? In der Biologischen Landwirtschaft hat die Gülle seit jeher mit einem schlechten Image zu kämpfen. Mit ­diesem flüssigen Wirtschaftsdünger werden oft Humusabbau und Gülleflora in Verbindung gebracht. Aber sind diese vorgebrachten Vorurteile im Dauergrünland berechtigt? Diese Frage wurde unter anderem im Rahmen eines fünfjährigen Feldversuches am Bio-Institut der HBLFA Raumberg-Gumpenstein überprüft. Wiese oder Weide eingestellt hat. Das Dauergrünland liefert durch absterbende Wurzeln und er Gülle wird deshalb Blätter jährlich mehrere Tonnen humusabbauende Wir­ organisches Material, das es dem kung unterstellt, da sie im Boden und seinen Lebewesen Vergleich zum Festmist deutlich zur Verfügung stellt. Daher ist weniger Kohlenstoffverbindun­ es nicht notwendig und auch gen aufgrund des fehlenden schwer möglich, die Humusge­ Strohs aufweist. halte über die Wirtschaftsdünger im Grünlandboden zu erhöhen. Gülle im Bio-Dauergrün­ In der Milchviehhaltung zählt land Der Humusaufbau ist ein der Liegeboxenlaufstall zu einem zentraler Punkt, dem seit der der tiergerechtesten Haltungs­ Entwicklung der Biologischen systeme und er setzt sich immer Landwirtschaft ein sehr großes mehr durch. Bei diesem System Augenmerk geschenkt wird. fällt über teilspalten- bzw. plan­ Diese Forderung muss unbedingt befestigte Böden mit Schrap­ auf Ackerboden verfolgt werden, per-Entmistung Gülle an. Stroh die im Schnitt über 2 % Humus ist im Dauergrünland ein sehr verfügen. Dauergrünlandböden teures Betriebsmittel. Können funktionieren hier etwas anders. die Zukaufsmengen reduziert Diese verfügen im Schnitt über werden, macht sich dies auch 10 % Humus, der sich über die ökonomisch positiv bemerkbar. Jahrhunderte auf einem Stand­ Somit geht es nicht mehr um ort durch die Dauerkultur einer die Frage, wie kann Gülle am

D

Versuch am Bio-Institut Über fünf Jahre (2009–2013) wurde auf einer 740 m hoch gelegenen Dauergrünlandfläche (Humus­ gehalt 10 %) des Bio-Instituts im steirischen Ennstal ein Versuch zur Optimierung der Gülledüngung durchgeführt. In Im Rahmen eines Versuches galt einer Parzellenanlage sollten es zu klären, ob im Dauergrün­ dabei vier unterschiedliche land die zusätzliche Einbringung Varianten überprüft werden. von organischem Material, neben Einen Versuchsfaktor bildete die einer Gülledüngung, Vorteile Behandlung der Bio-Milchvieh­ mit sich bringt. Dazu wurde in gülle. Dafür wurde eine Gülle der hier beschriebenen Untersu­ nicht behandelt und die andere chung der vierte Aufwuchs einer mit Urgesteinsmehl aus Diabas Wiese auf der Fläche gemulcht (30 kg/m³) versetzt. Den zweiten und so zusätzliches organisches Zeitpunkt N-Menge in kg/ha Material in das System einge­ bracht. Dabei sollten Fragen Frühling 25 geklärt werden, ob es zu einer nach 1. Schnitt 35 Veränderung des Pflanzenbe­ nach 2. Schnitt 30 standes kommt, die Erträge sich nach 3. Schnitt 10 verändern und Änderungen in der Futterqualität feststellbar Tabelle 1: Aufteilung der sind. ­N-Menge aus Gülle pro Jahr Bio-Grünlandbetrieb vermie­ den werden, sondern es geht darum, wie kann dieser flüssige Wirtschaftsdünger effizient am Betrieb eingesetzt werden, um langfristig fruchtbare Böden zu garantieren.

Fotos: © Starz

Von Walter Starz


BIO-GRÜNLAND 15

Englisches Raygras, Wiesenrispengras und Weißklee dominierte Bestände sind gülle- und vielschnittverträglich, sofern die Grundsätze einer ordnungsgemäßen Nutzung und Düngung beachtet werden. Faktor bildete die Nutzung. Hier wurde die eine Hälfte der Parzellen viermal geschnitten und die andere dreimal. Bei den Dreischnitt-Flächen kam der vierte Schnitt, wieder als gehäckseltes Material, auf die Fläche. Durch diese Methode sollte überprüft werden, ob die zusätzliche Einbringung von or­ ganischem Material (Grasmulch des 4. Aufwuchses) einen Effekt auf den Pflanzenbestand, den Mengenertrag und die Futter­ qualität hat. In beide Nutzungen kamen sowohl die unbehandelte als auch die behandelte Gülle als Dünger zum Einsatz, weshalb es zu vier Versuchsvarianten kam. Zur Feststellung des Ertrages wurden zu jedem Schnitt alle Parzellen (Größe= 4,5 x 5 m) zum selben Zeitpunkt mit einem Motormäher (Schnitthöhe 5 cm) beerntet. Ein Teil des Futters kam von jeder Parzelle in den Trockenschrank, um den Tro­ ckenmasseertrag festzustellen. Ein weiterer Teil wurde scho­ nend getrocknet und kam zur Analyse der Futterinhaltstoffe in das hauseigene chemische Labor der HBLFA Raumberg-Gum­ penstein. Beim vierten Schnitt wurde das Material auf den zu mulchenden Parzellen gemäht, gewogen, ein Probenteil für die Analysen entnommen, das

Schnittgut in einem Proben­ häcksler zerkleinert und als Mulchmaterial wieder gleichmä­ ßig auf den Parzellen ausge­ bracht. Die Gülle-Düngung auf den Par­ zellen erfolgte mit Gießkannen, die über einen selbst gebauten Prallteller verfügen. Dadurch lässt sich die veranschlagte Ausbringmenge (100 kg Stick­ stoff aus Gülle je ha und Jahr, aufgeteilt auf 4 Termine, siehe Tabelle 1) genau auf den einzel­ nen Parzellen ausbringen.

im Bestand von 24 auf 6 Flä­ chenprozent ab. Im Gegenzug kam es zu einer Zunahme von Englischem Raygras von 8 auf 22 Flächenprozent. Diese Be­ obachtung verdeutlicht, welche Grasarten mit intensiven Nut­ zungen gut zurechtkommen. Auf der Höhenlage des Versuchs­ standortes gelten vier Schnitte als sehr intensive Nutzungsform. Knaulgras, als starkwüchsiges Obergras, hält langfristig vier Nutzungen nicht gut aus und geht mit den Jahren im Bestand zurück. Dagegen kommt das Gülleflora? Ampfer, Bärenklau Englische Raygras mit häufiger und Wiesenkerbel sind typische Nutzung sehr gut zurecht und Arten, die zur „Gülleflora“ kann sich bei intensiver Nutzung gezählt werden. Doch ein Über­ gut behaupten. Bei den übrigen handnehmen bzw. Ausbreiten Arten und Artengruppen gab es dieser Arten konnte während kaum Veränderungen. So blieb der Versuchszeit nicht beobach­ der Anteil des Problemgrases tet werden. Die Kräuter nahmen Gemeine Rispe während der in allen Varianten nicht mehr als Versuchszeit konstant. Als Le­ 13 % der Fläche ein. Da in die­ guminose trat auf den Parzellen sem Versuch kein Unterschied der Weißklee auf. Auf der Seite zwischen den vier geprüften der Kräuter war die dominieren­ Varianten festgestellt wurde, de Art der Kriechende Hahnen­ wird nur die Entwicklung der fuß. Beide Arten kommen mit Bestände von Versuchsbeginn einer intensiven Schnittnutzung bis Versuchsende betrachtet. gut zurecht, da sie einen an der Bei der Beurteilung der Flä­ Bodenoberfläche wachsenden che zum ersten Schnitt in den Kriechtrieb besitzen, der bei Jahren 2009 und 2014 fällt nur der Nutzung wenig geschädigt eine gegensätzliche Änderung wird. Dass die Nutzung, also die bei zwei Grasarten auf (siehe Anzahl der Schnitte pro Jahr, Abbildung 1). Knaulgras nahm und weniger die Wirtschaftsdün­

gerform einen großen Einfluss auf die Zusammensetzung des Pflanzenbestandes hat, konnte bereits in einer anderen Untersu­ chung des Bio-Instituts beobach­ tet werden. Im letzten Versuchsjahr konnte über das Jahr hinweg eine Ab­ nahme des Grasanteiles beob­ achtet werden. Damit langfristig die nicht vielschnittverträglichen Grasarten ersetzt werden kön­ nen, wären begleitende Über­ saaten mit Wiesenrispengras und weiterem Englischem Raygras anzuraten. Beide Grasar­ ten sind an eine intensive


16 BIO-GRÜNLAND

chung einen deutlichen Einfluss auf die Mengenerträge. Wie aus Tabelle 3 ersichtlich, hatte die 100% gemulchte Variante (Mulch) 90% beim Schnittertrag mit 9.590 kg Kräuter TM/ha einen um 1.584 kg 80% TM/ha niedrigeren Ertrag als Leguminosen 70% die nicht gemulchte Variante 60% (Schnitt). Wird das gemulchte Knaulgras 50% Material zur 3-mal geschnittenen Englisches Raygras Mulch Variante dazu kalkuliert 40% (Schnittertrag + Mulchmaterial), Gemeine Rispe 30% treten keine Unterschiede mehr 20% Restliche Gräser auf. Dasselbe Bild konnte beim 10% Rohprotein- und Energieertrag Lücken beobachtet werden. Diese Er­ 0% gebnisse zeigen, dass der Ertrag 2009 2014 auf diesem Standort nicht weiter gesteigert werden konnte. Die Abbildung 1: Veränderungen im Pflanzenbestand während des Versuchszeitraumes. Behandlung der Gülle mit Stein­ mehl zeigte keinen Einfluss auf den Ertrag.

Pflanzenbestand

Jahreserträge

Über die Versuchsjahre hinweg zeichnete sich ein Bild von ten­ denziell abnehmenden Erträgen 12.000 (siehe Abbildung 2). Dies konnte sowohl bei der Vierschnitt-Vari­ 10.000 ante als auch bei der gemulchten Variante beobachtet werden. Ein 3-Schnie 8.000 Grund dafür könnte in der Ent­ 3-Schnie + Mulch wicklung der Pflanzenbestände 6.000 zu finden sein. Es kam im letzten 4-Schnie Versuchsjahr, bis zum Herbst hin, 4.000 zu einer Zunahme der Legumi­ nosen und Abnahme der Gräser. 2.000 Wie bereits erwähnt, stellt die 0 Nutzung den hauptsächlichen Faktor dar, der die Entwicklung 2009 2010 2011 2012 2013 der Dauergrünland­bestände be­ einflusst. Vier Nutzungen sind für Abbildung 2: TM-Erträge in den einzelnen Versuchsjahren für die gemulchte Variante (3-Schnitte), viele Arten zu intensiv und daher die rein schnittgenutzte Variante (4-Schnitte) sowie die gemulchte Variante inkl. dem Mulchmaterial müssen in solchen Systemen (3-Schnitte + Mulch) begleitende Übersaaten vorge­ Tabelle 2). Die geringe Menge im nommen werden, die vielschnitt­ Parameter Einheit 2009 2010 2011 2012 2013 p-Wert ersten Jahr kann darauf zurück­ verträgliche Grasarten enthalten. Mulchmenge kg/ha 616 2015 2710 1324 1357 <0,0001 geführt werden, dass der erste Dadurch bleiben die Bestände N aus Mulch kg/ha 20 57 67 40 40 <0,0001 Schnitt im Jahr 2009, witterungs­ dicht und ertragreich. P aus Mulch kg/ha 3 10 13 7 7 <0,0001 bedingt, etwas später durchge­ führt wurde und dann der vierte Die Energiedichte war beim K aus Mulch kg/ha 11 41 47 28 31 <0,0001 Aufwuchs weniger Zeit zum ersten und vierten Schnitt mit Wachsen hatte. Ansonsten lagen knapp über 6 MJ NEL/kg TM Tabelle 2: Gewogene Mulchmenge und die N-, P- und K-Mengen in den Mulchmengen in den einzelnen Untersuchungsjahren (p-Wert < die Mulchmengen im Mittel der am höchsten (siehe Tabelle 4). Versuchsjahre 2010–2013 bei Die Rohproteingehalte nahmen 0,05 bedeutet messbaren Unterschied) 1.851 kg/ha. Über das Mulchma­ vom ersten Schnitt mit 133 g/ Nutzung sehr gut angepasst und die Häufigkeit der Nutzung und terial wurden aber auch beacht­ kg TM bis zum vierten Schnitt liefern hohe Erträge. Würde zu nicht rechtzeitig durchgeführte liche Mengen an Stickstoff (N), mit 179 g/kg TM zu, was mit diesem Zeitpunkt keine Übersaat Über- bzw. Nachsaaten, die zur Phosphor (P) und Kalium (K) der Zunahme von Weißklee erfolgen, könnten sich in den sogenannten „Gülleflora“ führen. wieder rückgeführt. Diese Men­ einhergeht. Zum vierten Schnitt Lücken ungewünschte Arten, wie gen entsprechen einer üblichen hin sank die Rohfaser auf 205 g/ Ampfer, Bärenklau und Wie­ Was ist im Mulchmaterial? Gülledüngung von 15 m³/ha. kg TM. Dies ist ebenfalls ein senkerbel, ausbreiten oder die Die Mulchmenge des vierten Zeichen dafür, dass krautige Gemeine Rispe überhand neh­ Aufwuchses unterschied sich von Steigt der Ertrag? Die Nut­ Pflanzen stärker im Bestand men. Es sind also in erster Linie 2009 bis 2012 signifikant (siehe zung hatte in dieser Untersu­ vertreten waren. Die Phosphor­

kg TM/ha

14.000


gehalte waren zu allen Schnitt­ terminen sehr hoch und stiegen bis zum Herbst hin auf 5,1 g/ kg TM signifikant an. Auch diese Entwicklung zeigte die Tendenz zu krautreicheren Beständen im Spätsommer und Herbst. Die Werte für Kalium lagen im üblichen Bereich. Passt somit Gülle zum Bio-­ Grünland? Das zusätzliche Einbringen von organischen Materialien zeigte in dieser Untersuchung keinen Einfluss auf den Pflanzenbestand oder den Ertrag. Obwohl durch das Mulchgut des vierten Wiesenauf­ wuchses noch zusätzlich an die 45 kg Stickstoff zu den 100 kg N aus der Gülle kamen, führte dies zu keinem Mehrertrag bzw. hö­ heren Grasanteil auf der Fläche. Grünland-Standorte zeichnen sich durch hohe Humusgehalte und somit durch hohe Mengen an gespeichertem Kohlenstoff aus. Dies verdeutlicht, dass Dauergrünlandböden in Zeiten der Klimadiskussion wichtige CO2-Speicher darstellen. Was in diesem Versuch anschau­ lich gezeigt wurde, war der starke Einfluss der Nutzung auf einzelne Arten im Dauergrün­ land. Wird im Dauergrünland in­ tensiviert, so müssen immer auch begleitende Übersaaten durchge­ führt werden. Englisches Raygras und Wiesenrispengras sind die zwei bedeutendsten Grasraten, die sich an eine intensive Nut­ zung anpassen können. Daher gilt es, beide Arten gezielt zu fördern und mittels Übersaaten in den Bestand zu bekommen. Auch der Bio-Betrieb benötigt

intensiv genutzte Wiesen, da hier ein Grundfutter mit hohen Ener­ gie- und Eiweißkonzentrationen gewonnen wird. Nur dadurch kann ein möglichst hoher Anteil an Milch aus dem Grundfutter erreicht und gleichzeitig Kraft­ futter eingespart werden. Aus den Ergebnissen dieser Untersuchung lassen sich somit folgende Schlüsse ziehen: – werden die Grundsätze einer ordnungsgemäßen und bedarfsgerechten Düngung beachtet, ist die Gülle ein ­wertvoller Wirtschaftsdünger am Dauergrünland – die Aktivierung des Humus steht im Grünland im Vorder­ grund, da bereits ein sehr hoher Anteil kohlenstoffrei­ cher Verbindungen im Boden vorhanden ist – regelmäßige und kleine ­Düngergaben helfen dabei, den Humus im Dauergrünland­ boden aktiv zu halten und dabei sind 10–15 m³ Gülle/ha und Gabe ausreichend – auf bisher gut bewirtschafteten Wiesen führt das Mulchen des letzten Aufwuchses zu keinem höheren Ertrag – ökologisch und ökonomisch wäre es anzuraten den letzten Aufwuchs als schonende Herbstbeweidung über die Wiederkäuer zu nutzen, wenn eine Schnittnutzung nicht mehr möglich oder sinnvoll ist – Bei sachgerechter Nutzung und Düngung passt Gülle und Bio-Grünland zusammen! l DI Walter Starz, Bio-Institut, HBLFA Raumberg-Gumpenstein

Ein­ heit Mulch Schnitt kg TM/ Schnittertrag 9.590 11.174 ha Schnittertrag kg TM/ + Mulch­ 11.191 11.179 ha material MJ Energie­ NEL/ 56.717 66.383 ertrag ha Rohprotein­ kg TM/ 1.387 1.658 ertrag ha Parameter

SM p-Wert Gülle

UB Gülle

p-Wert

<0,0001 10.423 10.341 0,6565

Gießkanne mit eigens angefertigtem Prallteller zur Gülleausbringung in Versuchsparzellen 1. Parameter Einheit Schnitt MJ NEL/ Energie 6,13 kg TM Roh­ g/kg TM 133 protein

2. Schnitt

3. Schnitt

4. Schnitt

5,89

5,75

6,14

< 0,0001

152

155

179

< 0,0001

p-Wert

Rohfaser g/kg TM

265

255

260

205

< 0,0001

Phosphor g/kg TM Kalium g/kg TM

3,8 20,8

4,6 20,7

5,1 21,6

5,1 19,7

< 0,0001 < 0,0001

Tabelle 4: Futterinhaltstoffe für jeden Schnittzeitpunkt und über alle Varianten hinweg. Beim 4. Schnitt sind die analysierten Werte des Mulchmaterials inkludiert (p-Wert < 0,05 bedeutet messbaren Unterschied).

Beste Schnittqualität

Perfektes Streubild

+

Sauberste Recharbeit

+ =

0,9522 11.263 11.108 0,4411

<0,0001 61.615 61.485 0,9016 <0,0001 1.527

1.518

0,7435

Tabelle 3: Mengen- und Qualitätserträge sowohl für den Faktor Mulchung oder Schnittnutzung sowie Güllebehandlung mit Steinmehl (SM) oder ohne Behandlung (UB, p-Wert < 0,05 bedeutet messbaren Unterschied)

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Feldverluste bei der Futterbergung verhindern Mit der Konservierung von Raufutter als Vorrat für die Winterperiode sind hohe Kosten für Herstellung und Lagerung verbunden. Der Nährwert von Silage und Dürrfutter soll durch Feldverluste nicht geschmälert werden. Von Ruedi Hunger

D

ie Qualität des Winter­ futters wird wesentlich durch den ersten Schnitt beeinflusst. Erfolgt die Nutzung des ersten Schnittes verspätet, muss mit merklichen Qualitäts­ einbußen gerechnet werden. Verschiebt sich die Nutzung des ersten Schnittes um ein Nutzungs­stadium (AGFF Merk­ blatt), muss mit Verlusten in

jener Höhe gerechnet werden, die ein Regentag bei Dürrfutter verursacht. Während „früher“ zuerst siliert und erst anschließend Dürr­ futter gemacht wurde, ist diese Meinung abgelöst worden durch die Ansicht, dass der Schnittzeit­ punkt für Heu und Silage der­ selbe sein soll. Optimale Schnitthöhe Ein qualitätsbetonter Schnitt darf nicht zu tief erfolgen. Mit sieben

Zentimeter langen Stoppeln wird zusätzlich ein positiver Neben­ effekt erzielt, indem das gemähte Gras nicht auf dem Boden aufliegt. Dadurch können die nachfolgenden Kreiselmaschinen das Futter sauber aufnehmen und verschmutzen es weniger. Die Schweiz ist ein „Aufberei­ ter-Land“, das erfordert aber eine dem Grasbestand ange­ passte Einstellung. Zu scharf eingestellte Aufbereiter schlagen insbesondere den Leguminosen

Neben den eigentlichen Feldverlusten treten auch bei der anschließenden Konservierung noch ­Lagerverluste auf. Tabelle 1 zeigt, wann, wo und in welcher Größenordnung Verluste auftreten. Verlustarten und TS-Verluste bei verschiedenen Konservierungsarten Verlustquelle Atmungsverluste Bröckelverluste Schlechtwetterverluste Dürrfutter-Lagerverluste Sickersaftverluste Gärverluste im Silo Fütterungsverluste TS-Verluste in %

Künstliche Grastrocknung

Nasssilage

Anwelksilage

(+) – –

(+) – –

+ (+) – bis +

++ + bis ++ +

5

20–30

Belüftungsheu

Bodenheu normal verregnet

+ + – bis + +

+ ++ – bis + +

++ ++ bis +++ +++ ++

– + (+)

(+)

+

++

10–20

15–25

20–30

>30

die wertvollen Blätter ab oder verletzen sie so, dass sie bei der nachfolgenden Bearbeitung mit Kreiselmaschinen abfallen. Kreiselmaschinen sorgfältig einstellen Zu Unrecht wird oft dem Schwader die Hauptschuld der Feldverluste zugewiesen. Hohe Zinkengeschwindigkeiten müssen tunlichst vermieden wer­ den und die Fahrgeschwindigkeit ist der Futtermenge anzupassen. Was Mähwerk, Aufbereiter oder Kreiselzettwender vorgängig zerbröckelt haben, kann ein Schwader nicht zurückholen. Sind solche Feldverluste sichtbar, besteht die große Versuchung, den Schwader tiefer einzustellen. Neben den Verlusten, die er eh nicht mehr korrigieren kann, kratzt er dafür zusätzliche erdbe­ lastete Pflanzenteile zusammen. Zurück bleibt eine beschädigte Grasnarbe in der Wiesenunkräu­ ter den gesuchten Platz finden. Wer mit dem Schwader den letzten Halm zusammenkratzt, reduziert die Futterqualität stark.

Abstufung: – keine Verluste; (+) geringe Verluste; + mittlere Verluste; ++ hohe Verluste; +++ sehr hohe Bröckelverluste minimie­ Verluste. (Quelle: Silo-Zytig Nr. 81, Ueli Wyss, ALP) ren Im Jahr 2006/07 hat die


FUTTERERNTE 19

Verbesse­ rung | im Grünland

Forschungsanstalt Agroscope Reckenholz-Tänikon ART Resultate von Erhebungen über Futterverluste bei der Dürr­ futterernte gemacht. Dies mit dem Resultat, dass gesamthaft 12 bis 17 Prozent des geernte­ ten Ertrages als Bröckelverluste abgebucht werden müssen. Diese Größenordnung wird durch mehrere Erhebungen von 2000 bis 2009 bestätigt. Das sind hohe Verluste, die umso­ mehr ins Gewicht fallen, als es sich um wertvolle Pflanzenteile handelt. Eine weitere Verlustquelle ist der Pick-up von Ladewagen und Pressen. Fehlende Zinken verursachen unnötige Futter­ verluste. Zu tief eingestellte Pick-up-Zinken „kratzen“ am Boden, verletzen die Grasnarbe und nehmen Schmutz auf. Eine

einmalige Tiefeneinstellung für die ganze Futterernteperiode ist nicht zielführend. Bergungsverluste niedrig ­halten Vor einigen Jahren ­wurden von der ART Futterver­ luste beim Pressen erhoben. Solche entstehen während der Ballenbildung und bei der Ballenablage. Dabei zeigte es sich, dass Rundballenpressen Bröckelverluste in der Höhe von 0.5 bis 2.6 % TS verursachen. Umgerechnet entsprechen diese Verluste in etwa 2.5 bis 13 Li­ ter Milch pro Rundballe. Diese Zahlen zeigen, dass sich die TS-Verluste keineswegs nur aus Rohfaser und Rohasche zusam­ mensetzen, sondern dass der Anteil Rohprotein recht hoch ist.

möglichst bis zur Fütterung erhal­ ten bleiben. Eine Konservierung ohne Verluste ist nicht realistisch. Ziel muss aber eine möglichst tiefe Verlustrate sein. l Ruedi Hunger ist Agrarjournalist in der Schweiz.

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ntspricht Ihr Bestand nicht mehr der idealen botani­ schen Zusammensetzung, dann kann bei frühzeitigem Erken­ nen eine Nach- oder Übersaat den Ertrag und die Qualität verbessern. Wichtig für das Ge­ lingen einer Nach-/Übersaat: – Im Alpenraum bevorzugt im Frühjahr durchführen; Sommersaat nur bis 25. Au­ gust oder Mitte September bei Nachsaatgutmischungen ohne Klee – Bodentemperatur min. +10°C – zeigt sich durch Ergrünen der Grasnarbe – Nachfolgende Niederschläge – Frühzeitiger Schnitt (bei ca. 15 cm) des Folgeaufwuchses – Gute Saattechnik, Maß­ nahmen setzen welche die Neuansaat fördern – Düngung nur durchführen wenn unbedingt notwen­ dig, da Altnarbe gefördert werden würde Die Saat Qualitätssaatgutmi­ schungen für Nach- oder Über­ saat: NA mit und ohne Klee: für Weiden, eher extensiv genutz­ tes 3-Schnittgrünland in allen Lagen NI mit und ohne Klee: für Mehrschnittwiesen (4–5 Schnit­ te). Kann auch zur Nachsaat von Intensivfeldfutter, Kleegras und Wechselwiesen, die in eine mehrjährige Grünlandnutzung übergeführt werden sollen, ein­ gesetzt werden. NATRO: für stark geschädigte Dauerwiesen auf extrem trockenen Stand­ orten (bis zu 3 Schnitten) NAWEI: für lückige, stark ge­ schädigte Dauerweiden auf ex­ trem trockenen Standorten. Für Grünland in Regionen mit Nei­ gung zur Sommertrockenheit. INFORMATION: www.diesaat.at

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E


Grassilagen: Schnitthöhe und Gülleausbringung beeinflussen die Qualität Für eine gute Silagequalität spielen das Ausgangsmaterial und die Einhaltung der Silierregeln eine entscheidende Rolle. Hohe Rohaschegehalte beziehungsweise Verschmutzungen im Futter k­ önnen sich mehrfach negativ auf die Silagequalität auswirken.

S

ie führen zu einem tiefe­ ren Nährwert im Futter, steigern das Risiko einer Buttersäuregärung und wirken sich negativ auf den Futterver­ zehr und die Verdauung im Pansen aus. Besonders durch eine tiefe Schnitthöhe wird das Futter stärker verschmutzt. Da­ mit weniger Futter auf dem Feld liegen bleibt, werden auch die Zetter, Schwader und Pick-ups tiefer eingestellt, was wiederum die Futterverschmutzung fördert. Daten aus dem österreichischen Silageprojekt zeigen klar, dass die Schnitthöhe einen hoch signifikanten Einfluss auf den Rohasche- und Buttersäuregehalt hat (Resch, 2008). Mit der Ausbringung der Gülle gelangen viele Bakterien (z.B. Clostridien) auf den Boden beziehungsweise auf das Futter. Je höher der Pflanzenbestand ist, umso größer ist die Gefahr, dass man Güllereste mitsi­ liert. Bei der Ausbringung der Gülle mit dem Schleppschlauch gelangt die Gülle zwar nicht direkt auf die Pflanzen, doch bei nicht ausreichend verdünn­ ter Gülle, hohen Beständen und anhaltender Trockenheit nach

Ausbringung sind Futterver­ schmutzungen bedingt durch die Güllereste, die als Stroh­ reste auf dem Gras liegen, zu befürchten. Schlechte Silage­ qualitäten sind die Folge. Nach Lorenz und Steffens (1996) wiesen Silagen von Futter, welches mit dem Breitverteiler gegüllt wurde, rund doppelt so hohe Gehalte an Buttersäure im Vergleich zum Schleppschuh­ verfahren auf.

mischung 430, 1. Hauptnut­ zungsjahr, 5. Schnitt) mit einem Frontmähwerk unterschiedlich hoch geschnitten. Ein Teil der Parzelle wurde bei einer Höhe von 8 cm und ein anderer Teil bei einer Höhe von 4 cm geschnitten. Ein Teil des Futters beider Varianten wurde direkt mit einem Ladewagen geerntet und anschließend in Laborsilos zu 1.5 l Inhalt (3 Silos pro Vari­ ante) einsiliert. Der andere Teil des Futters wurde gezettet und Nach den Untersuchungen von erst am nächsten Tag mit einem Beck (2011) konnte kein gesi­ höheren T-Gehalt einsiliert. cherter Unterschied zwischen Im Weiteren wurde von jeder den beiden Gülleausbring­ Variante unbehandeltes oder mit varianten Breitverteiler und Siliermitteln behandeltes Futter Schleppschlauch hinsichtlich einsiliert. Obwohl der Einsatz der Clostridienkeimzahlen im von Milchsäurebakterienpräpa­ Schnittgut festgestellt werden. raten bei nassem Futter nicht Hingegen wirkte sich hier die empfohlen wird, wurden unter Schnitthöhe des Futters stark diesen schwierigen Bedingungen auf die Clostridien aus. neben einem Siliersalz auch zwei unterschiedliche Milchsäure­ In unseren Versuchen sollten die bakterienprodukte getestet. Zusammenhänge zwischen der Schnitthöhe und der Silagequa­ Nach einer Lagerdauer von lität sowie zwischen verschiede­ 160 Tagen wurden die Silos nen Gülleapplikationsverfahren geöffnet und die Gehalte an und der Silagequalität untersucht Rohnährstoffen, Ammoniak, werden. Gärsäuren und Ethanol sowie die pH-Werte in den Silagen Im Herbst 2006 wurde an der analysiert. Zur globalen Beurtei­ schweizerischen Agroscope in lung der Silagequalität wurden Posieux (630 m Seehöhe) eine die DLG-Punkte berechnet Kunstwiesenmischung (Standard­ (DLG 2006).

Versuch mit unter­schied­ lichen Gülle­applikations­ verfahren An der Agroscope in Tänikon, Schweiz, wurden im Herbst 2012 Kleinparzellen (2.9 x 6 m) mit einer Klee-GrasMischung und einem Gras-Rein­ bestand angelegt, jeweils drei Wiederholungen pro Variante. Die folgenden vier Hauptverfah­ ren wurden verglichen: 1. Gülle – Breitverteiler 2. Gülle – Schleppschlauch 3. Gülle – Schleppschuh 4. Mineralische Düngung (unterschiedliche N-Gaben) Die Düngung erfolgte jeweils zu zwei Zeitpunkten (früh und spät nach dem Schnitt) und es wurde unverdünnte und verdünnte Gülle eingesetzt. Im Jahr 2013 wurden vom ersten, dritten und vierten Aufwuchs von den vier Verfahren vom Gras-Reinbe­ stand – zwei Applikationster­ mine und unverdünnte Gülle – Grasproben genommen und das Futter in 1.5 l Laborsilos (3 Silos pro Verfahren) einsiliert. Das Futter wurde nicht angewelkt. Neben den Rohnährstoffen wur­ den im Ausgangsmaterial auch die Clostridien (Filtrationsme­ thode, Jakob, 2011) bestimmt. Nach einer 90-tägigen Silierdau­ er wurden die Rohnährstoffe und die Gärparameter bestimmt.

Foto: © Pöttinger

Von Ueli Wyss


SILAGEQUALITÄT 21

Versuch mit zwei unter­ schiedlichen Schnitthöhen Gehalte im Ausgangsmaterial Die Schnitthöhe beeinflusste den Rohaschegehalt des Aus­ gangsmaterials sehr stark. Die Variante tiefe Schnitthöhe wies im Vergleich zum hoch geschnit­ tenen Futter fast 100 g mehr Rohasche auf (Tab. 1). Dies wirkte sich entsprechend auf den NEL-Gehalt aus. Dieser betrug 5.2 bzw. 6.0 MJ pro kg TM. Untersuchungen von Schröpel (2004) zeigen, dass die Roh­ aschegehalte bei Tiefschnitt von Schnitt zu Schnitt, insbesondere bei Herbstschnitten, im Futter stark zunehmen. In unseren Untersuchungen führ­ ten die hohen Rohaschegehalte durch den Verdünnungseffekt beim Rohprotein-, Rohfaser- und Zuckergehalt zu tieferen Werten. Der Vergärbarkeitskoeffizient (VK), der mit den Parametern TM-Gehalt, Zuckergehalt und Pufferkapazität berechnet wird, ist ein guter Massstab für die e

r

f

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g

r

e

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Silierbarkeit (Weissbach und Ho­ nig 1996). Beim direkt einsilier­ ten Futter lagen die Werte bei 25 beziehungsweise 26. Das Futter ist dadurch als schwer silierbar einzustufen (VK < 35). Hingegen wies das Futter sehr hohe Nitratgehalte auf. Es ist

bekannt, dass vor allem bei intensiver Düngung im Herbst­ gras hohe Nitratgehalte auftreten können (Wyss 2002). Durch das leichte Anwelken des Futters nahm der Rohaschege­ halt beim Tiefschnitt um fast 90 g ab und die Werte waren mit

Anwelkgrad direkt einsiliert leicht angewelkt Schnitthöhe 8 cm 4 cm 8 cm 4 cm TM-Gehalt % 17.4 17.9 24.4 22.3 Rohasche g/kg TM 145 237 140 150 Rohprotein g/kg TM 216 180 215 205 Rohfaser g/kg TM 230 215 227 238 Zucker g/kg TM 72 59 75 71 Nitrat g/kg T 9.5 10.5 9.6 11.6 VK   25 26 32 31 NEL MJ/kg TM 6.0 5.2 6.1 5.8 APDE g/kg TM 108 93 108 104 APDN g/kg TM 144 120 143 137 Zucker: ethanollösliche Kohlen­ hydrate VK: Vergärbarkeitskoeffizient NEL: Netto Energie Laktation APDE: Absorbierbares Protein im Darm, das auf Grund der verfügbaren Energiemenge aufgebaut werden kann. APDN: Absorbierbares Protein im Darm, das auf Grund des abgebauten Rohproteins aufgebaut werden kann.

Tab. 1. Gehaltswerte und Nährwerte des Ausgangsmaterials vor dem Einsilieren e

r

m

i

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P

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140 beziehungsweise 150 g zwi­ schen dem Hoch- und Tiefschnitt sehr ähnlich (Tab. 1). Dies bedeutet, dass erdige Verunrei­ nigungen durch den Abtrock­ nungsprozess auf den Boden gefallen sind. Die NEL-Gehalte des Futters unterschieden sich dennoch um 0.3 MJ. Dies ist darauf zurückzuführen, dass das tiefer geschnittene Futter höhere Rohfaser- und tiefere Rohproteingehalte aufwies. Die Schnitthöhe beeinflusste auch den Abtrockungsprozess des Futters. Das höher geschnittene Futter wies einen leicht höheren T-Gehalt als das tief geschnittene Futter auf. Durch das leichte Anwelken wurden auch die Ver­ gärbarkeitskoeffizienten erhöht. Doch das Futter galt immer noch als schwer silierbar. Gehaltswerte in den Sila­ gen In allen Silagen waren die TM-Gehalte tiefer als im Aus­ gangsmaterial. Ein Grund dafür ist die Tatsche, dass

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SILAGEQUALITÄT 23

20 % deuten auf eine fehlerhafte Silagequalität hin. Den höchsten und somit schlechtesten Wert wies die Variante Tiefschnitt – TM-Gehalt < 20 % und den tiefsten Wert die Variante Hoch­ schnitt TM-Gehalt > 20 % auf. Die Gärgasverluste wurden durch den Anwelkgrad, nicht aber durch die Schnitthöhe beeinflusst. Die berechneten DLG-Punkte wurden sehr stark durch die hohen Essigsäuregehalte beein­ flusst. Mit 20 beziehungsweise 28 Punkten wiesen die beiden direkt einsilierten Silagen eine sehr schlechte Qualität auf. Et­ was besser sah es bei den beiden leicht angewelkten Silagen aus. Diese erreichten 49 und 52 DLG-Punkte, was auch nur einer verbesserungswürdigen Quali­ tät entsprach. Die Schnitthöhe beeinflusste in unserem Versuch die DLG-Punkte nicht. Dass mit steigendem Rohaschegehalt die Silagen mehr Buttersäure und dementsprechend eine schlech­

tere Silagequalität aufweisen können, zeigen Ergebnisse von Resch (2008). Effekte der Siliermittel Da ­bereits die unbehandelten Sila­ gen keine oder nur geringe Men­ gen an Buttersäure aufwiesen, konnte der Siliermitteleinsatz in dieser Hinsicht keine Verbes­ serung erzielen. Dennoch gab es Effekte, die den Siliermitteln zugeschrieben werden können. Die detaillierten Ergebnisse sind der Publikation von Wyss (2009) zu entnehmen. Versuch mit unterschiedli­ chen Gülleapplikationsver­ fahren: Ausgangsmaterial Das Futter der drei Aufwüchse wies unterschiedlich hohe TM-Gehalte auf (Abb. 1). Diese betrugen im Durchschnitt 22, 30 und 33%. Die Vergärbarkeitskoeffizienten des Futters betrugen im Durch­ schnitt der drei Aufwüchse 42, 45 und 49. Das bedeutet, das Futter war mittelschwer bis

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leicht silierbar. Die Rohasche-, Rohprotein- und Rohfasergehalte betrugen 72, 80 und 77, 120, 116 und 143 sowie 254, 224 und 207 g/kg TM für die drei Aufwüchse. Die Anzahl an Clostidien war insgesamt relativ tief (Abb. 1). Die höchsten Werte wurden bei den beiden Verfahren Breit­ verteiler und Schleppschlauch, jeweils bei der späten Gülleappli­ kation, festgestellt. Bei allen drei Aufwüchsen regnete es zwischen der Gülleapplikation und dem Schnitt. Die Niederschlagsmen­ gen waren bei der späteren Applikation tiefer als bei der frühen. Die höchsten Nieder­ schlagsmengen wurden beim ersten Aufwuchs gefolgt vom vierten Aufwuchs gemessen. Nach Zangerl (1989) findet man im frischen Gras zwischen 10 bis 1000 Clostridien pro Gramm.

Silagequalität auf, was teilweise auf die tiefen TM-Gehalte beim Einsilieren zurückzuführen sein dürfte (Abb. 2). Beim dritten und vierten Auf­ wuchs wies das Verfahren Breit­ verteiler – späte Applikation die höchsten Buttersäuregehalte und das Verfahren ohne Düngung die tiefsten Gehalte auf. In sieben von acht Vergleichen wiesen die Silagen, wo die Gülle zum späten Termin appliziert wurde, höhere Buttersäuregehalte im Vergleich zur frühen Gülleappli­ kation auf. Insgesamt schnitt das Verfahren Breitverteiler in Bezug auf die Silagequalität am schlechtesten ab. Damit werden die Ergebnisse der Untersuchung von Lorenz und Steffens (1996) bestätigt. l Literatur beim Verfasser

Silagequalität Alle Silagen vom ersten Aufwuchs wiesen hohe Buttersäuregehalte und dementsprechend eine schlechte

Ueli Wyss ist Experte am Agroscope – Institut für Nutztierwissenschaften INT, Posieux, Schweiz.


Fotos: © Reform, Krone

Schlagkräftige Grassilageernte: Worauf kommt es an? Eine qualitativ hochwertige Grassilage ist der Grundstein für eine hohe Futteraufnahme der Kühe. Dadurch lässt sich eine hohe Milchleistung aus dem Grundfutter erzeugen, was zu niedrigen Produktionskosten je Liter Milch führt. Bei der Bereitung der Grassilage greifen viele Produktionsschritte ineinander. Von Alfons Fübbeker

tern und Breitverteilhauben erfolgen. In der Regel sollte beim ersten und zweiten Schnitt orauf besonders das breit verteilte Gras noch ­geachtet werden sollte, einmal gewendet werden, da es um eine Top-Silage zu sonst zu einer ungleichmäßigen erzeugen, ist in den folgenden Abtrockung kommt. Wird auf Tipps erläutert: das Wenden verzichtet, werden Feuchtenester einsiliert, die trotz – Der richtige Schnittzeitpunkt Vermischung bei der Bergung die ist neben einem hochwertigen Futterqualität senken können. Pflanzenbestand entscheidend für eine hohe Futterqualität. – Die Feldliegezeit sollte so kurz Dieser ist zu Beginn des Ähren­ wie möglich gehalten werden, je­ schiebens optimal. Die Schnitt­ doch ist ein Trockenmassegehalt höhe sollte bei Dauergrünland von mindestens 30 Prozent anzu­ nicht niedriger als fünf cm und streben. Dies ist bei „normalen bei Ackergras nicht tiefer als Witterungsbedingungen“ selten sieben cm sein. Dadurch ist der das Problem. Wesentlich häufiger Messerverschleiß geringer und wird das Futter mit Anwelkgra­ die Futterverschmutzungen auch den von über 40 % zu trocken. durch die anderen Arbeitsgänge In den vergangenen Jahren lag werden reduziert. Des Weiteren der Anteil dieser zu trockenen ist aufgrund der höheren Restas­ Silagen beim ersten Schnitt in similationsfläche ein schnelleres Niedersachsen zwischen 30 und Nachwachsen der Grasnarbe 50 %. Bei den Folgeschnitten gegeben. ist dieser Anteil noch größer, da die Aufwuchsmenge geringer ist. – Für ein gutes Anwelken ist es Zu trockenes Gras führt dazu, richtig und empfehlenswert, alle dass es sich wesentlich schlechter Grasbestände möglichst früh am verdichten lässt, was dann einen Morgen zu mähen und breit zu schlechteren Gärverlauf und streuen. So lässt sich die zur Ver­ häufig auch Nacherwärmungen fügung stehende Anwelkzeit opti­ zur Folge hat. mal nutzen. Dies kann durch den parallelen Einsatz von Mähwerk – Eine schlagkräftige Technik und Kreiselheuer oder mit Hilfe ist mit entscheidend für ein von Mähwerken mit Aufberei­ Gelingen der Silage. Sie ermög­

W

licht es, den Anwelkprozess so zu steuern, dass das Gras mit optimalen TS-Gehalten einsiliert wird. Beispielsweise kann man bei gutem Wetter durch vorzei­ tiges, schlagkräftiges Schwaden und das Erstellen möglichst großer Schwaden den Anwelk­ prozess abbremsen. Hingegen sollte bei schlechteren Witte­ rungsbedingungen erst kurz vor dem Bergen geschwadet werden, um so die zur Verfügung stehen­ de Anwelkzeit optimal auszu­ nutzen. Das Einschalten eines Lohnunternehmers ist insbeson­ dere dann erwägenswert, wenn die eigene Schlagkraft nicht ausreicht, wenn die Grenze der Arbeitsbelastung erreicht ist oder wenn Neuinvestitionen anstehen und das Geld sinnvoller in ande­ ren Bereichen angelegt wird. – Bei der Silierkette (vom Mähen bis zum Silo) ist eine gute Abstimmung entsprechend der Schlagkraft sehr wichtig. Die erforderliche Schlagkraft hängt in erster Linie von der zu verarbeitenden Fläche, von der Witterung und von der Auf­ wuchsmenge ab. Allein aufgrund der letzten beiden Faktoren kann die Anwelkgeschwindigkeit in der Praxis um das Vierfache differieren. Eine hohe Schlag­ kraft ist durch den Einsatz einer

großen Maschine oder den zeitgleichen Einsatz mehrerer kleinerer Maschinen erreichbar. Bei den Mähwerken, Schwadern und Häckslern sind meistens sehr schlagkräftige Ausführun­ gen im Einsatz. Hingegen ist die Schlagkraft der Kreiselheuer, der Rundballenpressen oder der Ladewagen nicht immer ausrei­ chend. In solchen Fällen ist es ratsam, zusätzliche Maschinen einzusetzen. – Beim Bergen sind kurze Schnittlängen einzuhalten. Dadurch kommt es zu einem höheren Zuckeraustritt, einer schnellen pH-Wert-Senkung und das Gras lässt sich besser ver­ dichten. All dies führt zu einer gärstabilen Silage. Je trockener das Gras ist, desto kürzer muss es geschnitten bzw. gehäckselt werden. Der Häcksler hält im Vergleich zum Ladewagen kurze Schnittlängen besser ein und hat deshalb besonders bei höheren TS-Gehalten Vorteile. – Das Abladen vom Gras sollte auf dem Silo in einer gleichmä­ ßigen Schicht von max. 40 cm erfolgen. Ideal sind Lade- bzw. Silierwagen mit Dosierwalzen. Dann ist eine gute Verdichtung möglich. Ausreichend breit angelegt ist ein Silo, wenn das


SILAGEERNTE 25

– Das Walzfahrzeug (Radla­ der, Schlepper) sollte ein hohes Eigengewicht aufweisen, welches durch Betonklötze, Anbaugeräte oder Wasser in den Reifen preis­ günstig erhöht werden kann. Bei sehr hoher Bergeleistung ist häufig ein zweites Walzfahrzeug erforderlich. Beim Walzfahrzeug ist ein hoher Reifendruck (über zwei bar) vorteilhaft, da er für einen höheren Punktdruck (kg/ cm²) sorgt. Aus Sicherheitsgrün­ den sollte bei höheren Silos ohne Seitenwände ein Zwillingsreifen an der Schlepperseite verwendet werden, mit der an den Silokan­ ten gearbeitet wird. – Die Walzarbeit muss mit langsamer Fahrgeschwindigkeit durch zwei bis vier Überfahrten

je Fahrspur erfolgen. Nur so ist eine ausreichende Verdichtung und darüber hinaus ein sicheres Überfahren des Silos durch die Lade- bzw. Silierwagen (kein Ab­ rutschen) gewährleistet. Falls bei der Walzarbeit ein Engpass auf­ tritt, ist es besser, die Silierkette kurz warten zu lassen, als das Risiko einer Nacherwärmung in Kauf zu nehmen. Eine Nacher­ wärmung führt zu Energieverlus­ ten und die Futteraufnahme geht deutlich zurück, wodurch we­ sentlich höhere Kosten als beim Warten der Silierkette entstehen. Reicht die Walzkapazität nicht aus, ist es sinnvoll, die Walzar­ beit überbetrieblich erledigen zu lassen. – Bereits in den ersten Stunden nach Beendigung des Einsilierens beginnt der Gärprozess. Da die­ ser nur unter Luftabschluss op­ timal abläuft, ist der Silohaufen schnellstmöglich und luftdicht abzudecken. Der Gärprozess ist dig beendet, erst dann darf die frühestens vier bis sechs Wochen Silage geöffnet und verfüttert nach dem Einsilieren vollstän­ werden. l

Foto: © Fella

Abladen und Walzen parallel er­ folgen kann. Bei einer ungleich­ mäßigen Grasablage auf dem Silo und zum besseren Ausfüllen der Silokanten empfiehlt es sich, einen Siloverteiler am Walzfahr­ zeug einzusetzen.

Alfons Fübbeker ist Landtechnikexperte in der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, Deutschland.

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Technik für die unmittelbare Gülleeinarbeitung Die Gülleausbringung wird von Teilen der Bevölkerung kritisch betrachtet. Nicht nur weil der Güllegeschmack für viele Nasen ein „penetranter Gestank“ ist, sondern auch weil viele betreffend Ammoniakemissionen hellhörig geworden sind. Selbst zahlreiche Wissenschaftler und Politiker stehen einzelnen Gülleausbringpraktiken kritisch gegenüber. Von Ruedi Hunger

U

nter diesen Vorzeichen kommen vermehrt Ausbringtechniken zum Einsatz, die Gülle immer näher zum oder in den Boden brin­ gen. Ein Blick nach Europa zeigt, dass überall, wo hohe Nutztierdichten vorhanden sind, die Vorschriften verschärft werden. Einen Vorgeschmack auf das, was auf uns zukommen könnte, erhält man bei einem Blick nach Dänemark, wo die „bodennahe“ Gülleausbringung

mittels Schleppschlauch bereits verboten ist. An seine Stelle treten Schleppschuhsysteme und Schlitzgeräte. Ähnlich ist es in den Niederlanden, wo zusätzlich rigorose Kontrollen über die Ausbringmengen durchgeführt werden. Es wird gefordert, dass Gülle innerhalb vier Stunden eingearbeitet wird, damit rücken Kombinationen von Fässern mit Scheibeneggen oder Güllegrub­ ber ins Rampenlicht. Mit Ausbrei­ tung des Strip-Till-Verfahrens besteht eine gute Gelegenheit, diese Technik mit der Gülleaus­ bringung zu kombinieren.

Relative NH3 -Verluste, abhängig von der Ausbringtechnik

Der Schuh läuft auf dem 0 und 3 cm tief, in den Boden Relative NH3 -Verluste, abhängig vonihre der Form schie­ Boden Parallel zur Verschärfung bringen. Durch Ausbringtechnik der allgemeinen Situation, wer­ ben die Kufen auf Grünland die den Stickstoff-Dünger tendenziell Pflanzen zur Seite und bringen immer teurer. Allein daraus wird die Gülle in begrenztem Umfang 100% dass die auf dem erforderlich, in den Boden. Das klingt alles Betrieb vorhandenen eigenen gut, aber in Hanglagen und ku­ 70% Hofdünger möglichst effizient, piertem 40% Gelände kommt es ohne sprich verlustarm, ausgebracht Pendelausgleich zu12% Problemen, werden. Ein Schleppschuhgestän­ so dass es auch mit dem Schlepp­ ge bedeutet oft den Einstieg in schuh zu Futterverschmutzungen Breitverteilung Schlauch Schuh Injektion die Gülleeinarbeitung. Während und oberflächlichem Ablegen der (Quelle: LK Niedersachsen / Traction-Magazin) der Schleppschlauch die Gülle Gülle kommt. Der holländische „bodennah“ über dem Boden Güllespezialist Bomech baut ausbringt, kann ein Schleppschuh einen Schleppschuhverteiler für dank seiner Kufe die Gülle den Dreipunktanbau bzw. Gülle­ passiv, je nach Boden zwischen verschlauchungen. NH3-Verluste, abängig vom Einarbeitungsverfahren Pflug

100%

Zinkenrotor

1,2%

1,6%

70% 40%

Scheibenegge

3,2%

12%

Schlauch

Schuh

(Quelle: LK Niedersachsen / Traction-Magazin)

4,5%

Injektion

Breitverteilung

25% (Quelle: LK Niedersachsen / Traction-Magazin)

Fotos: © Hunger

Grubber Breitverteilung


Nachteile

Grubber + Grosse Arbeitstiefe möglich + Bodenbearbeitung und Düngen in ei­ nem Arbeitsgang + Gute Vermischung von Boden und Gülle + Breitflächige Einar­ beitung – Bei zunehmender Arbeitstiefe steigt der Zugkraftbedarf stark an – Je nach Bauart, hohes Gewicht – Hoher Verschleiß – Unkraut zwischen den Reihen wird ebenfalls mit Gülle „versorgt“

Kurzscheibenegge + Hohe Flächenleistung + Weitgehend unempfind­ lich gegen Steine + Geringer Verschleiß + Breitflächige Einarbeitung + Tiefer(er) Leistungsbedarf

Strip-Till-Technik + Unterschiedliche Bauweisen machen auch grosse Arbeitsbreiten möglich + Geringerer Zugkraftbedarf bei tiefem Arbeiten + Gülle wird tief eingearbeitet + Hoher Bodenbedeckungsgrad reduziert die Erosion + Bearbeitete Streifen sind weitgehend frei von organischen Rückständen + Tiefes Düngerdepot fördert Wurzelwachstum – Max. 10 bis 15 cm Arbeits­ – Tiefes Gülledepot ist in nassen Jahren tiefe möglich ­problematisch – Für tiefere Lockerung ist – Kaum Durchmischung von Boden und Gülle ein zweiter Arbeitsgang – Gülle kann in Hanglagen aus der Rille laufen erforderlich – Einsatzgrenze in sehr schweren Böden – Unkraut zwischen den – Eignung ist speziell für Reihenkulturen ­gedacht Reihen wird ebenfalls mit – RTK-Lenksystem ist für nachfolgende Saat in Gülle „versorgt“ die Reihe notwendig – Einsatzgrenzen bei hartem Boden und viel Ernte­ rückständen

Tabelle 1: nichtbodenwendende Einarbeitungsverfahren für Gülle – ihre Vor- und Nachteile eingeleitet und 5 bis 15 cm tief eingearbeitet. Güllegrubber werden zwei- oder dreibalkige angeboten. Zudem besteht die Möglichkeit, diese mit Walzen oder Striegel als Nachlaufwerk­ zeuge auszurüsten.

Strip-Till kombiniert In Ver­ bindung mit dem 2-phasigen Strip-Till-Verfahren werden vermehrt Reihenelemente mit Ackerlandinjektoren Zum Gülleinjektoren ausgerüstet. So Einsatz kommen Ein-, Zweikann beispielsweise der 4-, 6oder Mehrbalken-Geräte. oder 8-reihige Kuhn Striger-Zin­ Zudem wird zwischen starren ken mit einem Auslaufschlauch und gefederten Zinken- oder von Garant/Kotte ausgestattet Scheibeninjektoren unter­ werden. Die Gülle wird in einer schieden. Vermehrt werden Tiefe von 10 bis 20 cm abgelegt auch Zinkeninjektoren oder und wieder mit Erde überdeckt. Güllegrubber für ein Schlauch­ Für die nachfolgende Kultur zuführsystem angeboten. Mit wird somit ein tiefes Dünger­ der Scheibenegge erfolgt eine depot angelegt, was in nassen flächendeckende Einarbeitung Jahren problematisch sein kann. der Gülle, dazu wird der Boden Dank hoher Erdüberdeckung nicht in einer Rille aufgeschnit­ wird der Keimling nicht ge­ ten, sondern durch die schräg schädigt, erstarkende Wurzeln angestellten Scheiben horizon­ erschließen später das Nährstoff­ tal komplett gelockert. Die vor depot. der ersten Scheibenreihe appli­ zierte Gülle wird 5 bis 12 cm Fazit Auch wenn die Injektions-­ tief eingearbeitet. Für bereits Technologie noch nicht in großen vorhandene Kurzscheibeneg­ Stückzahlen im Einsatz steht, gen gibt es beispielsweise von unterstützen in einigen Ländern Vogelsang den Nachrüstsatz staatliche Förderprogramme den „SynCult“. Trend zur sofortigen Einarbei­ tung der Gülle. Der Wertstoff Mit einem Güllegrubber wird „Gülle“ soll durch bodennahe Gülle direkt in den lockeren Ausbringung, Ein­arbeitung oder Erdstrom hinter der Schar Gülle-Strip-Till für den Pflan­

zenbau optimal nutzbar ge­ das Ausbringen der Gülle von macht werden. Dem Vorteil der vielen Betrieben zum Lohnun­ reduzierten Emissionen stehen ternehmer abwandern. l hohe Fahrzeug­gewichte und ent­ sprechende Kosten gegenüber. Ruedi Hunger ist Agrarjournalist Zudem wird mit dieser Technik in der Schweiz. WWF Österreich, ZVR: 751753867; Foto: Brent Stirton/Getty Images//WWF-Canon;Kreation: www.in-wonderland.at

Grünlandinjektoren Schlitz­ gerät mit Grünlandausrüstung injizieren die Gülle 4 bis 8 cm tief in den Boden. Damit erhöht sich die erforderliche Zugkraft. Diese wiederum wird zusätz­ lich durch die Arbeitsbreite beeinflusst. Der Schnitt in den Boden stellt eine nicht zu unterschätzende Verletzung der Grasnarbe dar. Die im Abstand zwischen 18 und 20 cm ange­ ordneten Injektionseinheiten sind pendelnd am Tragrahmen angebaut. Sie können nach oben ausweichen und Boden­un­ ebenheiten in begrenztem Maß folgen. Der „Bodenkontakt“ wird durch Federdruck oder hy­ draulisch aufrechterhalten. Auf dem Markt sind Arbeitsbreiten zwischen 3 und 12 m. Geringe Arbeitsbreiten erfordern mehr Überfahren, was aus Sicht des Bodenschutzes und den damit verbundenen hohen Fassge­ wichten kritisch zu beurteilen ist. Neben einem – gegenüber Schleppschlauch oder Schlepp­ schuh – wesentlich höheren Ge­ wicht eines Schlitzgerätes, muss pro Meter Arbeitsbreite mit einem zusätzlichen Leistungs­ bedarf von 5 bis 6 kW (6 bis 8 PS) gerechnet werden.

Vorteile

GÜLLETECHNIK 27

Nur noch 880 Berggorillas kämpfen ums Überleben! Wir danken dem Verlag für die Unterstützung durch das Gratisinserat.


FIRMEN BERICHTEN 29

Einböck | PNEUMATICSTAR-PRO Mehr aus dem Grund­futter | herausholen

D

ie Herstellung von einwand­ freiem, qualitativ hochwerti­ gem Grundfutter erfordert Pro­ fessionalität und viel Erfahrung. Das trifft vor allem bei der Silie­ rung von Gras zu. Das Bonsilage-Programm von Schaumann bietet für jeden Einsatzbereich das passende Silier­ mittel. In umfangreicher Forschungs­ arbeit wurden die effizientesten Bakterien­stämme ausgewählt und produktspezi­ fisch kombiniert. Das Ergebnis sind Premium-Silagen, die sich durch Vorteile, wie reduzierte Trockenmasse­verluste, höhe­ re aerobe Stabilität, geringere Clostridienkeimzahl und mini­ mierten Proteinabbau auszeich­ nen. Die verbesserte Verdaulichkeit der Rohfaser führt zu einer hö­ heren Energiekonzentration im Futter und bildet so die Basis für hohe Leistungen und Renta­ bilität. Die Wirkung von Bonsilage wurde von unabhängigen For­ schungseinrichtungen mehrfach geprüft und bestätigt. Als Folge tragen sämtliche Bonsilage-Pro­ dukte das DLG-Gütezeichen. Erfolgreiche Silagebereitung er­ fordert kompetente Beratung in allen Bereichen des Silierma­ nagements. Die Schaumann-Fachberater in­ for­ mieren über die verschie­ d e n e n   E i n s at zb e r e i c h e   d e r Bon­silage-Produkte. Tausende zu­frie­dene Anwender machen Bonsilage zu Europas Siliermittel Nummer 1. INFORMATION: www.schaumann.at

G

ezielte Grünlandpflege und Nachsaat auch nach dem ers­ ten Schnitt steigert die Grundfut­ terqualität um ein Vielfaches. Die Problemstellung ist seit vielen Jahren dieselbe: Bei intensiv ge­ nutzten Wiesen nimmt das natür­ liche Potential an Grassamen ab. Das wirksamste Mittel dagegen ist regelmäßige Grünlandpflege und -nachsaat. Wichtig ist das He­ rausarbeiten von Verfilzungen. Dadurch wird das Grünland zur noch intensiveren Bestockung angeregt. Mit dem aufgebauten pneumatischen Sägerät werden Lücken mit wertvollen Futter­ gräsern in einem Arbeitsgang geschlossen. Effizient und wirt­ schaftlich. Besser geht es nicht. INFORMATION: Firma Einböck, Tel. 07764/6466-0, info@ein­ boeck.at; www.einboeck.at

bußen die Vorteile eines hydrost­ atischen Antriebes im Arbeits­ modus und eines mechanischen Antriebes im Straßenmodus. Die Features des neuen Fahrzeugs lassen aufhorchen: ein neues, patentiertes hydromechanisches Schaltgetriebe, eine Armlehne mit integriertem, aktiven Joystick samt den wichtigsten Hydraulik­ funktionen, Fahrtrichtungswech­ sel im Arbeitsmodus, Wechsel der Lenkungsarten, PTO-Modus und Tempomat-Funktion. Hohe Nutzlasten und kompakte Ab­ messungen, große Ladeflächen und enorme Wendigkeit, kom­ fortable Straßen­einsätze und hohe Geländegängigkeit – all dies sind Dank des Muli T10  X HybridShift keine Gegensätze mehr – der neue Transporter aus dem Hause Reform vereint das Beste aus 2 Welten! INFORMATION: www.reform.at

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eben unseren bewährten Pendelstreuern PS und den Zwei­scheiben­streuern AC2 mit Kunststoffbehältern haben wir jetzt auch Zweischeiben­ streuer mit Metallbehältern im Sortiment: Serie AC2 M (800–­ 1200 l) und Serie AC2 GC (1500–2500  l). Und für gro­ ße Flächen das Modell DP44 mit Arbeitsbreiten bis zu 44  m und Behälter­größen von 1900– 3500 l, mit manueller oder elekt­ rischer Bedienung oder mit GPS-­ Controller und Wiege­zellen. Zu allen Modellen bieten wir ein umfangreiches Zubehör an. INFORMATION: www.kaupp-landmaschinen.de


30 FIRMEN BERICHTEN

F&F-System | Baletite und Silo­titePro – Der Feldtest

D

ie Baletite – eine Netzersatz­ folie – wird anstatt dem Netz beim Ballenpressen verwendet. Die Mantelfolie Baletite hält den Ballen zusammen und anschlie­ ßend wird der Ballen mit einer SilotitePro-Wickelfolie gewickelt. bpi.formipac hat jedoch erkannt, dass Baletite  – wie alle neuen Entwicklungen  – von unabhän­ gigen Experten geprüft werden muss, um diese Vorteile zu be­ weisen. 2013 zog formipac Dr. Dave Da­ vies von Silage Solutions Limited hinzu, um das neue Wickelsystem formell zu prüfen. Im Juli 2013 begann Dr. Davies die Studie zur Prüfung des F&F-Systems in Eng­ land, wo er die Produktion von 44 Siloballen von einem Kleegras­ feld, das am Vortag geschnitten wurde und circa 24 Stunden vor­ gewelkt war, beobachtete. Es kam dabei eine McHale Fusion zum Einsatz, wo man mit Mantelfolie und auch Netz arbeiten kann. Alle Ballen wurden 6-fach gewickelt. Um sicherzugehen, dass ähnliches Gras in den jeweiligen Verfahren siliert wird, wurde die Halteme­ thode immer nach circa 8 Ballen zwischen Netz und Baletite ausge­ tauscht. Anfang Februar 2014 wurden 12 Ballen jeder Gruppe 206 Tage nach dem Silieren geöffnet und auf Silagequalität überprüft. Zu­ sammenfassend hat diese Studie auf dem bewirtschafteten Hof folgende Werte bei F&F-Ballen­ aufgezeigt:

7,5 % weniger TM-Verluste bei F&F-Ballen als bei Netzballen, dank der verbesserten Gärung 80  % weniger TM-Verluste bei F&F Ballen als bei Netzballen auf Grund der Schimmelentwick­ lung auf dem Ballen TM-Verluste wurden bei F&F-Bal­ len, verglichen mit Netzballen, um insgesamt 52 % gesenkt. Diese Verlustsenkungen durch das F&F-Wickelsystem bedeuten, dass der Landwirt auf diesem Hof mehr Futter gewinnen konnte. Dabei ist es wichtig anzumerken, dass die erfolgreichere Futter­ konservierung für einen Milch­ bauern auch einen deutlichen Finanzvorteil bietet: im Durchschnitt 7,35  kg TM mehr pro Ballen dank des F&F-Systems da 1 kg Trockenmasse = 11,8 Me­ tabolisierbare Energie (MJ ME), bedeutet dies, dass der Landwirt 86,73 MJ ME pro F&F-Ballen (7,35 kg TM x 11,8 MJ ME) ge­ winnt zur Produktion von einem Liter Milch benötigt man: ± 5,8  MJ/ Liter MJ ME somit boten die durchschnittlich gewonnenen 86,73 MJ  ME pro F&F-Ballen zusätzlich 15 Liter Milchproduktion (86,73  /  5,8  = 15 Liter). In anderen Worten: 15  Liter Milch sind zusätzlich möglich, da man weniger Schimmelbildung mit F&F-Ballen hat. INFORMATION: Johannes Frauscher, Tel. 0664 3072275.

Schimmelverlust pro Kg FM 30 25

23,92 Kg

20

Schimmelverlust pro Kg FM.

10 5 0

Durchschnittlicher getesteter Ballen =850 Kg.

5,45 Kg

Abdichtungen | von Gülle­lagunen

A

ngeboten werden unter ande­ rem Kunststoff-­Abdichtungen für Güllelagunen, Speicherteiche, Biotope, Pools, Flachdächer; Sa­ nierung von ­ Altgüllegruben und Abdichtungen für Regenwasserbe­ hälter. Und aufgrund langjähriger Erfahrung kennt Fa. Fuchs die ­ Vorteile von Kunststoffabdichtun­ gen , die in jeder Größe angeboten werden, ganz genau: Zunächst ist Kunststoff die preisgünstigste Variante, dazu kommt der rasche Einbau, bei Bedarf sind auch ein Rückbau oder eine Erweiterung jederzeit möglich. INFORMATION: Manfred Fuchs, Tel.: 0664/223 45 53, 03334/31 66, manfred.fuchs@fuchs-abdich­ tungen.at, www.fuchs-abdichtun­ gen.at

Impos-Sorti­ ment | erneut erweitert!

D

ie Marke Impos sorgt mit bester Qualität und bestem Preisleistungsverhältnis für zu­ friedene Landwirte. Rundbal­ len­ netze und Silofolien werden 2015 mit dem bekannten Sorti­ ment angeboten. Bei Bindegarn wurde das Sortiment stark er­ weitert. So sind jetzt Bindegarne von den Typen 130, 150, 400 und 750 als Impos erhältlich. Gerade im letzten Jahr mit den großen Mengen an Stroh sowie den ho­ hen Temperaturen während der Ernte konnten Impos-­Bindegarne zeigen, dass sie auch bei schwie­ rigen Bedingungen funktionieren. Bei Stretchfolie wurde mit der neuen „Impos eco“ das Sortiment erweitert. Weiter wird die bekann­ te Qualität als „Impos basis“ an­ geboten. Durch diese Erweiterung

des Angebots steht für jeden Land­ wirt die richtige Stretchfolie im La­ gerhaus zur Verfügung. Impos-Fo­ lien sind coextrudiert und werden ausschließlich mittels Blasverfah­ ren produziert. Dadurch ergeben sich beste Werte bei Reißfestigkeit und Gasdichtheit. INFORMATION: Ihr Berater im Lagerhaus informiert Sie über Impos-Folie, Rundballennetz und Bindegarn.

Kuhn Kreisel­ schwader | mit hoher Schlagkraft

A

ls Weltmarktführer in der Futter­ernte­technik tritt Kuhn mit einer breit aufgestellten Pa­ lette von Ein-, Zwei- und Vier­ kreiselschwadern auf und bietet somit für jeden Landwirt die in­ dividuell passende Maschine. Be­ reits bei den Einkreisel-Modellen ist ab einem Kreiseldurchmesser von 3,20 m das höchst zuverläs­ sige MASTER­D RIVE-Ge­t rie­b e serienmäßig verbaut. Die Kuhn-Vorteile: – Stabilift: integrierter Hydraulik­ zylinder, der beim Ausheben des Kreisels automatisch die karda­ nische Pendelaufhängung verrie­ gelt. Das bedeutet eine besonders hohe Bodenfreiheit von 50 cm bis ungefähr 75  cm in der Arbeits­ stellung für zwei Schwaden, einen niedrigeren Maschinenschwer­ punkt beim Überfahren von Schwaden für mehr Fahrstabilität und eine Schonung der Grasnarbe beim Absetzen der Kreisel. – Stabidrive: spezielle Unterlen­ ker-Anhängung mit geneigter Schwenk­achse, was zwei Auswir­ kungen bei der Kurvenfahrt hat: Es liegt mehr Gewicht auf dem in der Kurve außen befindlichen Un­ terlenker. Das in der Kurve innen befindliche Rad des Schwader­ fahrwerks wird stärker belastet. INFORMATION: www.kuhncenter.at.


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