Die Zeitung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter Oktober 2018
smalltalk INHALT S. 1 Dr. med. Jens Forberger im Gespräch S. 3 inesKIS: Das Ziel ist in Sicht S. 4 Eine Zeitreise mit Marianne Welandagoda S. 6 Die neue Leiterin HR Service Partner stellt sich vor S. 7 Bruno Baldauf bringt Steine zum Glänzen S. 8 Wir gratulieren
Editorial Liebe Leserinnen und Leser Lesen Sie gerne Interviews? Wenn ja, dürfte Ihnen diese Ausgabe gefallen: In der Titelgeschichte gibt der neue Chefarzt Orthopädie und Traumatologie, Dr. med. Jens Forberger, Auskunft über die Entwicklungen in seinem Fach und erzählt, wie er das Spital Männedorf in den vergangenen vier Jahren erlebt hat. Marianne Welandagoda (Station 4.0) arbeitet seit 45 Jahren am Spital Männedorf. Für den smalltalk blickt sie zurück auf fast ein halbes Jahrhundert Spitalgeschichte und erinnert sich an Anekdotisches, aber auch an ernstere Momente aus ihrem langen Berufsleben. Noch keinen Tag Berufserfahrung am Spital Männedorf hatte hingegen Annette Stübi, als sie dem smalltalk Red und Antwort stand. Annette Stübi ist die neue Leiterin HR Service Partner und tritt ihre Stelle Anfang Oktober an. Im Interview erklärt sie unter anderem, wie sie ihre Rolle als HR Service Partner versteht. Die Redaktion wünscht Ihnen eine abwechslungreiche und unterhalsame Lektüre. Marco Winz, Redaktor
Der neue Chefarzt Orthopädie und Traumatologie, Dr. med. Jens Forberger, in seiner Sprechstunde.
«Unser Team ist bestens gerüstet» Dr. med. Jens Forberger sagt im Interview, was er vom Wettbewerb unter den Spitälern hält, wie er mit der rasanten medizinischen Entwicklung umgeht – und verrät, warum er stolz ist, neuer Chefarzt Orthopädie und Traumatologie des SMA zu sein. (mwn.) Herr Dr. Forberger, herzliche Gratulation zur Wahl als Chefarzt Orthopädie und Traumatologie des Spitals Männedorf. Nicht alle sind mit diesen Fachbegriffen vertraut. Um was geht es in dieser Disziplin? Vielen Dank für Ihre Glückwünsche. Während die Orthopädie sich mit den Erkrankungen und Fehlbildungen des muskuloskelettalen Stütz- und Bewegungsapparates befasst, beschäftigt sich die Traumatologie mit dessen Schädigung aufgrund eines Unfalls. Diese beiden Bereiche gehen allerdings ineinander
über. So kann zum Beispiel ein Unfall eine Arthrose hervorrufen. Das Fachgebiet Chirurgie verändert sich laufend, nicht zuletzt dank der modernen Medizintechnik. Welches sind die aktuellen Entwicklungen in Ihrem Bereich? Sie haben recht. Die Technologien und die Operationstechniken entwickeln sich laufend weiter. Damit müssen wir uns auseinandersetzen. So sind aktuell vor allem neue Nahtverfahren bei Kreuzbändern, gelenkerhaltene Techniken an Hüfte und anderen Gelenken 1
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und Operationstechniken mit minimalem Weichteilschaden zu erwähnen. Forschungsarbeiten auf dem Gebiet der Knorpelreparation sind ebenfalls sehr interessant, wobei man hier nicht zu euphorisch sein sollte, da die Entwicklungen sehr lange dauern. Wo sehen Sie die Angebotsschwerpunkte, und planen Sie eventuell Neuerungen? Wir bewegen uns in einem sehr dynamischen Umfeld. Denken Sie etwa an die aktuellen Diskussionen rund um das Thema «ambulant vor stationär». Dank unserem chirurgischen Know-how, unserer Erfahrung und unserer Top-Infrastruktur ist unser Team bestens gerüstet, diese Herausforderungen zu meistern. Dennoch werden Kooperationen mit Partnern, die uns ergänzen, notwendig werden. Schwerpunkte mit Ausbaumöglichkeiten sind die Wirbelsäulenchirurgie sowie die Kunstgelenke und deren Revision. Aufgrund des hohen Durchschnittsalters der regionalen Bevölkerung wird die Nachfrage nach solchen Eingriffen und Therapien weiter ansteigen. Ein weiterer Schwerpunkt könnte unter anderem aufgrund der Expertise von Dr. Mathias Völlink die Sportmedizin werden. Aber wir müssen auch flexibel bleiben. Unser Alltag besteht aus Neuerungen und ist durch einen steten Wandel geprägt. Im Moment befasse ich mich beispielsweise mit der Evaluation von Implantaten, Instrumenten und deren Anpassung. Neuerungen bergen aber auch die Gefahr, aufgrund fehlender Langzeitergebnisse nicht unbedingt die bessere Wahl zu sein. Das heisst, man muss nicht immer gleich auf jeden Innovationszug aufspringen. Spitäler stehen heute in einem Wettbewerbsverhältnis zueinander. Was muss die Orthopädie/Traumatologie des Spitals 2
«Grundvoraussetzung um erfolgreich zu bleiben, ist für mich in erster Linie die Qualität.» Dr. med. Jens Forberger ist seit Juli 2018 Chefarzt Orthopädie und Traumatolgie. Zudem leitet er bis zum Stellenantritt des neuen Chefarztes Viszeralchirurgie im Juli 2019 die gesamte Klinik für Chirurgie ad interim. In seiner Funktion als Chefarzt Orthopädie und Traumatologie leitet er ausserdem die Physiotherapie. Jens Forberger verfügt über den Facharzttitel Chirurgie mit Schwerpunkt Allgemeinchirurgie und Traumatologie und den
Männedorf leisten, um in diesem Wettbewerb zu bestehen? Genau, und diese Konkurrenz ist in der Region Zürich, vor allem in meinem Fachbereich, besonders stark ausgeprägt. Grundvoraussetzung um erfolgreich zu bleiben, ist für mich in erster Linie die Qualität unserer chirurgischen Leistungen. Stimmt diese, können Service und Kontinuität weitere gute Grundlagen bilden. Im übrigen gilt für mich die Devise «Konkurrenz belebt das Geschäft». In diesem Sinne ist der Wettbewerb ein Ansporn für uns. Die Hausärzte in der Region sind wichtige Partner für das Spital. Was ist Ihnen bei dieser Zusammenarbeit wichtig? Tatsächlich sind unsere treuen Zuweiserinnen und Zuweiser wichtige Partner. Um die Zusammenarbeit aufrechtzuerhalten und zu intensiveren, sind Transparenz, ein regelmäs-
Facharzttitel Orthopädie und Traumatologie des Bewegungsapparates. Er ist seit Juni 2014 im Spital Männedorf als Leitender Arzt Chirurgie tätig. Zuvor war er Oberarzt Orthopädie und Traumatologie an der Schulthess Klinik und mehrere Jahre Oberarzt Chirurgie/Traumatologie am Stadtspital Triemli. Sein Medizinstudium absolvierte Jens Forberberger an der Universität Göttingen (D), 2009 promovierte er an der Universität Zürich.
siger kollegialer Austausch und direkte und einfache Kontaktmöglichkeiten von zentraler Bedeutung. Des Weiteren sollten unsere Strukturen und Prozesse klar sein und abgebildet werden. So etwa der Prozess von der Zuweisung über das Röntgen, die Sprechstunde der Chirurgen und Anästhesisten, über die OP-Disposition bis hin zur Operation. Schliesslich möchten wir auch mit zeitnahen und tadellosen Berichten zu einer guten Zusammenarbeit beitragen. Die Vision des Spitals Männedorf lautet «kompetent umsorgt». Was bedeutet das für Sie persönlich? (schmunzelt) Ich fühle mich kompentent umsorgt, wenn mein Gegenüber in der Familie oder im Berufsalltag meine Bedürfnisse aufnimmt, diese ernst nimmt und wenn möglich erfüllt. Ich denke, dasselbe gilt im Grundsatz auch für unsere Patientinnen
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inesKIS – der Countdown läuft In diesen Wochen arbeiten zahlreiche Mitarbeitende weiterhin mit Hochdruck am neuen Klinikinformationssystem (inesKIS). Hier nochmals die wichtigsten Bestandteile und die nächsten Meilensteine im Überlick. und Patienten. Auch wenn das in der Praxis natürlich etwas vielschichtiger ist, das ist klar. Als Chefarzt sind Sie nicht nur Chirurge, sondern eben auch «Chef». Wie darf man sich heute die Zusammenarbeit in einem Chirurgenteam vorstellen? Grundsätzlich heisst Chef sein für mich, ein hohes Mass an Verantwortung zu übernehmen und einen strukturellen und fachlichen Rahmen vorzugeben. Dieser Rahmen soll eine Bewegungsfreiheit gestatten, die den Erfahrungen und Kompetenzen des einzelnen entspricht. In unserem Team pflegen wir einen unkomplizierten Umgang ohne hierarchische Barrieren und ohne Blaming-Kultur (Red.: Beschuldigungen). Das oberste Ziel dabei ist stets das Wohl unserer Patientinnen und Patienten und die gemeinsame Weiterentwicklung unseres Bereichs. Zudem versuche ich, die Qualitäten meiner Mitarbeitenden zu erkennen und sie so einzusetzen, dass ihre Stärken voll zum Tragen kommen. Aber auch die Ausbildung ist mir ein wichtiges Anliegen und ich versuche, die Karriereplanung junger Mitarbeitender aktiv zu unterstützen.
Sie sind seit rund vier Jahren am Spital Männedorf tätig. Welche Erfahrungen haben Sie in dieser Zeit gemacht? Ich arbeite sehr gerne hier und empfinde es als grosses Privilieg. Ich bin stolz darauf, zu einem grossen Team zu gehören, aber auch auf den überaus attraktiven Arbeitsort. Ich schätze die kollegiale Atmosphäre und die unkomplizierte berufsübergreifende Zusammenarbeit sehr. In diesen vier Jahren habe ich zudem erfahren, dass sich hier etwas realisieren lässt, was mir am Herzen liegt – ich möchte es einfach mal als «menschliche Medizin» bezeichnen.
Das InesKIS integriert bisherige Insellösungen und stellt zugleich neue Module (z.B. für die ambulante Planung) zur Verfügung. Mit dem Go-live im März 2019 wird damit dem SMA ein umfassends und aktuelles Klinikinformationssystem zur Verfügung stehen. Und das sind die wichtigsten Bestandteile: • klinische Dokumentation (heute Medfolio, KG, Scanning, Spracherkennung) • Klinische Planung (heute RAP/DIS; ausgenommen OP-Planung – folgt Anfang 2020) • Leistungserfassung (heute Wigasoft) • Interdisziplinäre Unterstützung • Dezentrales Fallmanagement
Die nächsten Meilensteine 24. Okt. 2018: 8 Berufsgruppen nutzen erstmals das neue Tool für die ambulante Planung 27. Nov. bis 21. Dez. 2018: Die Personen (Super-User) aus den verschiedenen Kliniken, welche die Schulungen übernehmen, werden in die Software eingeführt 14. Jan. bis 1. März 2019: Alle künftigen Anwenderinnen und Anwender lernen das inesKIS gründlich kennen 4. März 2019: Go-live!
Andreas Grandits ist Projektmanager inesKIS. Bei ihm laufen alle Fäden zusammen.
Mobil mit dem neuen SMArtNet Seit Mitte Juli ist das neue SMArtNet online. Mit zahlreichen Neuerungen und in einem frischen Design. Die Umstellung verlief weitgehend problemlos und die neue Version hat sich im Alltag bewährt. Auf eine wichtige Neuerung möchten wir Sie nochmals aufmerksam machen:
Neu kann man sich einfacher von zuhause oder unterwegs einloggen 1. SMA-Website öffnen www.spitalmaennedorf.ch 2. Die Funktion «Login» wählen 3. Benutzername und das gewohnte Passwort des Windows-Accounts eingeben > Und los geht’s! 3
Im Gespräch
Marianne Welandagoda (links) in jungen Jahren. Quelle: Prospekt Krankenpflegeschule Männedorf am Zürichsee (ca. 1972).
«Ich habe die Freude am Beruf nie verloren» Im Sommer konnte Marianne Welandagoda (Station 4.0) auf fast unglaubliche 45 Jahre in der Pflege am Spital Männedorf zurückblicken. Im smalltalk-Gespräch erzählt sie von lebhaften Erinnerungen und prägenden Erfahrungen und spricht darüber, wie sie den Wandel in der Pflege erlebt hat. (mwn.)
Nachträglich herzliche Gratulation zu Sicherlich wurde mir gesagt, dass es einer diesem fast unglaublichen Jubiläum. KönPatientin schlecht geht und dass ich öfter nen Sie sich an Ihren ersten Arbeitstag nachsehen sollte, aber viel mehr wusste ich erinnern? nicht. Also schaute ich oft nach der Frau. Sie An einen der ersten Arbeitstage kann ich war im Gesicht schon bläulich-weiss, ich kann mich noch gut erinnern. Das war auf dem mich immer noch an ihr Gesicht erinnern. heutigen 3.0, bereits Kurz darauf hauchte sie damals eine mediziniihr Leben aus. Ich war sche Station. Jedenvöllig schockiert. Der falls läutete es in einem Arzt kam vorbei, ich Zimmer und ich wurde weiss auch noch, wer es geheissen nachzuschauwar. Er nickte bloss und en, was die Patientin schaute mich kurz an. wünschte. Dazu muss ich Das war‘s. Ich kann mich sagen, dass ich natürnicht erinnern, dass ich lich noch keine Ahnung danach irgendwelche von Spital und Pflege Unterstützung oder Gehatte, denn ich hatte spräche hatte, es wurde 45 kein Vorpraktikum absoleinfach zur Kenntnis geJahre viert. Nun, die Patientin nommen. wünschte den Topf - ich war völlig überfordert, Sie haben also Jubilarin Marianne Welandagoda lief aus dem Zimmer und damals Ihre Ausbil(Station 4.0) fragte die Diplomierte, dung begonnen? was ich machen sollte. Ja ich begann die AusDie Antwort lautete kurz und bündig: Setz sie bildung 1971 in Männedorf. Die drei Jahauf den Topf. Das hab ich dann irgendwie ge- re zuvor war ich zuerst im Ländli in der schafft. Haushaltsschule, dann in einer Familie in der Romandie und anschliessend noch in Aufregende und intensive Tage jedenfalls … England in einem Altersheim, wo ich jedoch Ja, sehr. Und ein Erlebnis aus dieser ersten nichts mit Pflege zu tun hatte. 1971 waren Zeit ist bei mir für immer hängengeblieben. wir Kurs 15 und wohnten alle zusammen im Damals war es üblich, dass um punkt 12 Uhr Schwesternhaus an der alten Landstrasse. alle zum Mittagessen gingen und eine Pfle- An die drei Jahre erinnere ich mich gerne. gende die Station «hütete». An einem be- Wir hatten viele lustige Erlebnisse und nahstimmten Tag war dann ich an der Reihe. men gegenseitig Anteil. 4
Damals haben die Ländeli-Schwestern das Zepter geführt und es gab die dem Spital angegliederte Schule. Ja genau und die Schwestern kontrollierten auch öfter unsere Zimmer im Schwesternhaus. Auch kontrollierten sie, ob wir rechtzeitig wieder im Zimmer waren. Aber damit kamen wir schon zurecht. Allerdings gab es einen grossen Unterschied zu heute. Damals waren die allermeisten von uns Schülerinnen evangelische Christen und diejenigen, welche das nicht waren, das waren die «Exoten». Heute ist das halt umgekehrt. Wir hatten mindestens zwei davon in unserem Kurs, doch das Verhältnis untereinander war gut. Und wie war das Verhältnis zu den Lehrerinnen? Unser Kurs hatte es sehr gut mit den Ländli-Lehrerinnen. Oft hatten wir es auch lustig zusammen. Auf unsere viertägige Diplomreise nach Paris nahmen wir unsere Lehrerin Schwester Erika mit. Sie genoss die Reise in vollen Zügen und übernachtete mit uns in einer Jugendherberge. Unter uns nannten wir sie immer das «Tanti». Was ist anders heute im Arbeitsalltag in der Pflege im Vergleich zu den 70er- und 80er-Jahren? Sicher der Schichtbetrieb. Früher arbeiteten wir von 7 bis 12 Uhr und dann von 15 bis 19 Uhr. Jemand hütete die Station von 12 bis 15 Uhr und konnte dann um 16 Uhr nach Hause. Und eben, das machte man schon im 1. Lehrjahr. Auch machte man bereits im 2. Semes-
ter allein Nachtdienst: Dieser dauerte von 19 Uhr abens bis 7 Uhr morgens und das drei Wochen lang. Das muss ganz schön anstrengend gewesen sein. Ja, allerdings waren die Nachtdienste nicht immer so streng wie heute. Doch einmal hatte ich vier Magenspülungen in einer Nacht. Damals machte man bei Tablettenintoxikation noch Magenspülungen. Kaum hatte ich alles abgewaschen, kam schon die Nächste. Die reine Pflege ist vermutlich nicht so anders, doch damals wurden vor dem Frühstück alle Betten frisch gemacht. Zudem war ein Tag in der Woche reserviert, um alle Betten frisch zu beziehen, das war jeweils ein Riesenstress. Die Blutentnahmen am Morgen machte meistens die Stationsschwester, fast immer eine Diakonisse. Alle Notfälle kamen direkt auf die Station und auch alle Punktionen wurden auf der Station gemacht. Das vermisse ich manchmal. Dafür war die Dokumentation an einem sehr kleinen Ort. Es erschien nicht so wichtig, auch fehlte bestimmt die Zeit dazu. Wenn man zwei Tage frei hatte, musste man am Abend zuvor anrufen und den Rapport abnehmen. Das war die Doku. Welches waren rückblickend die wichtigsten Ereignisse oder Meilensteine in Ihrer Berufslaufbahn? Das mündliche Examen in Medizin und Chirurgie habe ich noch lebhaft in Erinnerung. Wir wurden einzeln je 15 Minuten von den
Professoren Maier und Ricklin abgefragt. Hinten im Raum sassen die Diakonissen und Medizinstudenten. Meilensteine waren vielleicht die Einführung des Bezugspflegesystems und des PC sowie all das, was dazu gehört. Da habe ich mich manchmal nicht so wohl gefühlt. Auch die immer wiederkehrenden Schulungen für ein besseres interdisziplinäres Verständnis empfinde ich als nicht wirklich nötig. Es bleibt letztlich ja doch beim alten, da der Mensch ein Mensch mit Fehlern bleibt. Nach zwei Jahren Vollzeit habe ich dann in den folgenden Jahren und Jahrzehnten Teilzeit gearbeitet. Während dieser ganzen Zeit habe ich die Freude am Beruf nie verloren.
wusste ich in meinem Herzen, dass ich Krankenschwester werden sollte. Eigentlich war dieser Beruf zuunterst auf meiner Liste. Doch ich begann dann die Ausbilddung und es zeigte sich bald, dass dies genau der Beruf war, der mir Freude machte und mich erfüllte. Dafür bin ich sehr dankbar.
Pflegefachfrauen sind auf dem Arbeitsmarkt begehrt. Waren Sie nie versucht, andere Spitalluft zu schnuppern? Doch, das hätte ich sehr gerne. Da sich jedoch schon bald Nachwuchs anmeldete, war es das Einfachste, in Männedorf Teilzeit weiter zu arbeiten.
Sie sind nun im Pensionsalter. Was für Pläne haben Sie und was wünschen Sie sich für die nächsten Jahre? Leider habe ich im Juni beim Joggen den Ellbogen gebrochen und kann immer noch nicht arbeiten. Ich wünsche mir, dass er bald richtig verheilt und ich nochmals im Spital arbeiten kann. Doch die endgültige Pension rückt sicher näher. Grosse Pläne habe ich nicht. Was meine Zukunft anbelangt, wünsche ich mir auch Weisheit von oben. Sicher möchte ich weiterhin für Menschen da sein und gerade auch Christen beistehen, die in einer schwierigen Situation sind. Und das tönt jetzt sehr fromm, aber wenn ich etwas anderes sage, ist es nicht ehrlich: Ich wünsche mir, dass mein Leben Gott Ehre macht.
Würden Sie Ihren Beruf heute wieder wählen? Ja, auf jeden Fall! Als ich sechzehn war, hatte ich keine Ahnung, was einmal aus mir werden sollte. Schauspielerin vielleicht, ein Job auf einer Pferderanch in Amerika hätte mich auch interessiert. Das waren meine Ideen damals. Doch im Haushaltslehrjahr im Ländli kam ich zum Glauben an Jesus Christus. Und dann
Angenommen eine jüngere Kollegin fragt Sie, worauf es ankommt, damit man im Pflegeberuf möglichst lange zufrieden ist. Uups, was soll ich da sagen? Das würde jedenfalls ein längeres Gespräch geben. Ich würde genau hinhören, nachfragen und dann je nachdem Ratschläge geben. Und bei solchen Gesprächen kommt eigentlich immer mein Glaube mit ins Spiel.
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Wir
«Sobald ich ein Spital betrete, fühle ich mich wohl» Annette Stübi trat per 1. Oktober die Nachfolge von Jeanette Slade als HR Business Partner an. Smalltalk hat vor ihrem Eintritt mit ihr gesprochen. (Interview: Dr. Nicola Fielder) Frau Stübi, woher kommt Ihre Motivation, in einem Spital zu arbeiten? Seit meiner kaufmännischen Ausbildung am USZ habe ich fast ausschliesslich in Spitälern gearbeitet. Nach einem kurzen Abstecher in die Krankenversicherung hat es mich zwischen meinen Auslandaufenthalten immer wieder zurück ans Unispital gezogen. Meine HR-Laufbahn habe ich dann in der Klinik Im Park gestartet und in der Klinik Hirslanden fortgesetzt. Auch während den letzten mehr als 10 Jahren Spitalabstinenz hat mein Herz nie aufgehört, für das Spital zu schlagen. Sobald ich ein Spital betrete, fühle ich mich wohl und der Geruch geht mir durch Leib und Seele. Die Arbeit im HR im Spital bedeutet für mich, am Puls des Lebens zu sein. Wieso gerade Spital Männedorf? Lustig ist, dass ich im Spital Männedorf zur Welt kam. Dass ich nun bald im Spital Männedorf arbeiten werde, verdanke ich einem glücklichen Zufall und dem Moment, als ich das zweite Mal (abgesehen von meiner Ge6
burt) meinen Fuss über die Schwelle des Spitals Männedorf setzte. Die Atmosphäre, die ich wahrgenommen habe, war sehr angenehm und die Mitarbeitenden waren sehr freundlich. Zudem hat das Spital Männedorf eine gute Grösse und das HR-Team war mir auf Anhieb sympathisch. Was freut Sie bei der Arbeit im HR, wann ist ein Tag für Sie gelungen? Ich bin gerne in Kontakt mit Menschen und kann mich gut auf die verschiedensten Persönlichkeiten einstellen. Wenn es mir gelingt, dass sich jemand verstanden fühlt, wenn ich mithelfen kann eine Lösung zu finden, wenn eine Frage zufriedenstellend beantwortet wurde oder wenn ein Team ein neues Teammitglied begrüssen darf, dann macht die Arbeit Freude. Eine gute und wertschätzende Zusammenarbeit im HR-Team, mit der Linie und den Mitarbeitenden machen einen gelungenen Tag aus. Gemeinsam Ideen entwickeln, Ziele verfolgen und auf Gelungenes zurückblicken, runden das Ganze ab.
… und was ärgert Sie? Es braucht sehr viel, bis mich etwas ärgert. Ich mag es jedoch nicht, wenn man nicht offen und klar kommuniziert. Ich spreche Themen gerne direkt an und suche gemeinsame Lösungen. Wie verstehen Sie die Rolle eines HR Business Partners? Ich verstehe meine Rolle als HR Business Partner so wie die Funktionsbezeichnung sie beschreibt, nämlich als Partner für die Linienvorgesetzten und die Mitarbeitenden. Dies beinhaltet die Beratung und das Coaching der Vorgesetzten und Mitarbeitenden in Bezug auf die verschiedensten HR-Themen. Dabei möchte ich Sparring-Partner sein und einen anderen Blickwinkel einbringen. Die Funktion beinhaltet zudem, bei der Weiterentwicklung von HR-Prozessen und bei der Erarbeitung und Einführung von Führungsinstrumenten oder bei Prozessveränderungen mitzuwirken. Wo finden Sie den Ausgleich zum Arbeitsalltag? Bei meiner Familie am Greifensee. Ich habe einen 5-jährigen Sohn und eine 8-jährige Tochter, da läuft immer etwas. Neben der Familie bleibt auch noch etwas Zeit für Sport und fürs Lesen. Ich treffe mich sehr gerne mit meinen Freunden, etwa zu einem gemütlichen Abendessen oder zu einem Theateroder Konzertbesuch.
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N AN E G FRA auf d l a oB Brun Was war Ihr Traumberuf als Kind? Paläontologe Nennen Sie drei Eigenschaften, die auf Sie zutreffen. manchmal ungeduldig, pünktlich, zuverlässig Wie können Sie sich am besten entspannen? Beim Opalschleifen und beim Klettern Ihr Lieblingsgericht? Risotto Ihr Lieblingssong? «Wish you were here» von Pink Floyd Was machen Sie mit einem geschenkten Tag? Mit meinen Zwillingen und meiner Frau verbringen Das möchte ich unbedingt einmal sehen oder erleben … Bei Woodstock 1969 dabei sein
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Jubliarinnen & Jubilare Oktober bis Dezember 2018
10 Jahre
35 Jahre
Bea Bucher Notfallpflege
30 Jahre
Isabelle Haymoz Gemperle Endoskopie und Blutspendedienst
10 Jahre
Inge Kristensen Labor
10 Jahre
10 Jahre
Dominique Meyer Ärztesekretariat Radiologie
20 Jahre
Flurina Mährle-Pfister Pflegedienst Onkologie Zentrum
10 Jahre
liche Herz on! ulati t a r G
Monika Müller-Marson Anästhesiepflege
10 Jahre Esther Bärtsch Station 4.0
Verena Weber Rechnungswesen
SMA-Agenda
5 Jahre
Oktober
Yvonne Gysin, Notfallpflege Bianca Beau, Radiologie Isabell Weissmann, Notfallpflege Rahel Greiner, Station 4.2 Djenita Mrdjanovic, Patientenadministration Silvia Salzmann, Urogynäkologie Catarina Marques, Station 5.4 Nicole Bürkli, OP-Pflege
Claudia Jenny Empfang
Rahel Schärer, Anästhesiepflege André Hug, Rettungsdienst David Bergstrom, Notfallpflege Theodora Fina Rikkerink, Endoskopie Regula Szabo, Noftallpflege Mandy Dumrese, Notfallpflege
Brustkrebsmonat Do 4. Informationsveranstaltung für Mitarbeitende Di 23. – Fr 26. Jobmesse CareFair (Messe Zürich) Do 25. Mitarbeiterfest (Halloween-Party Sportplatz Widenbad) Mi 31. Informationsveranstaltung für Belegärztinnen und -ärzte
November Do. 8. Nationaler Zukunftstag Do. 8. – So 11. Expo Stäfa Podium Gesundheit: Herzinfarkt – was nun? Di 22. Restaurant Löwen, Meilen Do 24. Restaurant Ratshaus, Rapperswil Do 29. Kaderworkshop
Dezember Sa 15. Di 18.
Patientenweihnacht Weihnachtsaktion für Mitarbeitende
IMPRESSUM: Herausgeber: Spital Männedorf AG, Asylstrasse 10, 8708 Männedorf Redaktion: Marco Winz (mwn.), Martina Meyer (mmz.) Gestaltung: Designport GmbH, Zürich Kontakt: medien@spitalmaennedorf.ch «smalltalk» ist die Zeitung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spitals Männedorf und erscheint viermal jährlich.