Die Zeitung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter April 2018
smalltalk INHALT S. 1 Herausforderung «ambulant vor stationär>> S. 3 Standardisierte Behandlungspfade S. 4 Daniela Braun (Station 4.2) im Gespräch S. 5 Die Ernährungsberatung stellt sich vor S. 6 Stichwort Fluktuation S. 7 Thomas Weber – unterwegs auf zwei Rädern S. 8 Herzliche Gratulation!
Editorial Liebe Leserinnen und Leser Ich bin immer fasziniert, wenn ich mit Menschen zusammentreffe, die eine wahre Passion, eine Leidenschaft haben. Welche Leidenschaft das ist, spielt dabei keine Rolle. Jemand kann Rosen züchten oder Bierdeckel sammeln, Modellschiffe bauen oder alles über Vulkane wissen wollen. Oder sich zum Ziel setzen, einmal so zu singen wie Adele. Hauptsache ich spüre das Feuer, die Begeisterung. Und so ist es mir ergangen, als ich mich mit Thomas Weber von der IPS zum smalltalk-Gespräch getroffen habe. Ich bin nun nicht wirklich Fan von Alice Cooper, aber als Thomas Weber mir auf seinem Handy spontan den Song «Poison» vorspielte, liess ich mich von seiner Begeisterung gerne anstecken. Dabei drehte sich unsere Gespräch nur am Rande um Rockmusik. Es ging um seine Leidenschaft für das Velofahren und für Velos. Was er dem smalltalk darüber erzählt hat, erfahren Sie auf Seite 7. Marco Winz, Redaktor
Die ambulante Welt wird immer wichtiger.
«ambulant vor stationär» am SMA Seit Anfang Jahr gilt die Devise «ambulant vor stationär». Die neuen Vorgaben wirken sich unmittelbar auf den Spitalbetrieb aus – und erfordern entsprechende Massnahmen. (mwn.) Wie sich Lukas B. aus Herrliberg seinen Leistenbruch zugezogen hat, weiss er bis heute nicht. Nachdem er die Schwellung an seiner linken Leiste bemerkt hatte, suchte er jedoch Ende Januar den Hausarzt auf. Dieser überwies ihn für einen, wie er sagte, kleinen Eingriff ans Spital Männedorf. - Bis Ende 2017 wäre dieser Eingriff am Spital Männedorf stationär erfolgt. Das heisst, Lukas B. wäre am Morgen eingetreten, am gleichen Tag operiert worden, hätte anschliessend eine Nacht im Spital verbracht und wäre dann nach Hause entlassen worden. Umfassende Information Seit Anfang 2018 ist das nicht mehr so. Denn die Operation eines Leistenbruch gehört zu denjenigen Eingriffen, für die gemäss einer
neuen Vorgabe der Zürcher Gesundheitsdirektion (GD) die Devise «ambulant vor stationär» gilt. Für Lukas B. heisst das, dass er am Morgen ins Spital eintritt und dann operiert wird. Anschliessend verbringt er ein paar Stunden auf der Überwachungsstation und tritt, wenn alles in Ordnung ist, am selben Tag wieder aus. Am eigentlichen Behandlungsablauf verändere sich dadurch nicht sehr viel, sagt Dr. med. Georg Liesch, Leitender Arzt der Chirurgischen Klinik, der den Leistenbruch von Lukas B. operiert hat. Aber, so fügt er an: «Der Wechsel bringt einen höheren Zeitaufwand für den Operateur am Operationstag mit sich. Denn nun müssen alle Fragen im Zeitraum nach der OP und vor dem Austritt geklärt werden. Früher lag der Patient noch einen Tag auf der Station und 1
Fokus
«In Anbetracht der Fortschritte in der Medizin ist eine Verschiebung in den ambulanten Bereich tatsächlich sinnvoll. Zudem entspricht ein möglichst kurzer Spitalauf enthalt heute den Bedürfnissen der meisten Patienten. Allerdings sollte die Umsetzung so erfolgen, dass sie die Spitäler, die sich ohnehin in einem rauen Umfeld behaupten müssen, nicht zusätzlich belastet. Der VZK (Verband Zürcher Krankenhäuser) und damit auch das SMA haben
man konnte einfach vorbeigehen, wenn etwas war.» Tatsächlich ist der Stellenwert einer guten Aufklärung im Vorfeld und der Informationen für die ersten Tage zu Hause nun wichtiger geworden. Organisatorische Anpassungen Diese noch grössere Bedeutung der rechtzeitigen und umfassenden Information der Patienten gilt für sämtliche der rund ein Dutzend vom Wechsel betroffenen Eingriffe. Zudem sind da und dort organisatorische Anpassungen notwendig. So etwa beim Einsetzen eines Herzschrittmachers. Dr. med. Thilo Heimes, Leitender Arzt Kardiologie, dazu: «Für ein Röntgen und für die Blutentnahme laden wir nun die Patienten zu einem sepa-
deshalb ihre Position bereits im Sommer 2017 der GD dargelegt. Ebenso wichtig ist es jedoch, die zusätzliche Herausforderung im Spitalalltag sofort anzugehen (Red.: s. Kästchen). Denn alle Patienten sollen sich auch bei ihrer neu ambulanten statt stationären Behandlung stets gut informiert, sicher – und weiterhin ‹kompetent umsorgt› fühlen.» CEO Dr. med. Stefan Metzker
raten Termin im Vorfeld ein.» «Und», so Thilo Heimes weiter, «erfolgt der Eingriff nun relativ früh am Morgen, sodass die Patienten vor der Entlassung am späten Nachmittag einige Stunden überwacht werden können». Damit wird aber auch deutlich, dass die vermehrte Verschiebung von stationären hin zu ambulanten Eingriffen vor allem auch für die Überwachungsstation (ÜWS) relevant sind. Beate Mühlenbächer, welche die ÜWS leitet, stellt denn auch fest, dass die Morgentermine im OP jetzt noch begehrter seien und fügt hinzu: «Es bleiben nun Patienten, die früher nach etwa zwei Stunden auf die Station wechselten, länger bei uns. Das ist eine organisatorische Herausforderung.» Damit wird zugleich deutlich, dass auch die OP-Planung nun noch
«ambulant vor stationär» – was ist das? Seit dem 1. Januar 2018 gilt für die Listenspitäler im Kanton Zürich und damit auch für das SMA die Devise «ambulant vor stationär». Gemeint ist damit eine neue Vorgabe der Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich (GD). Gemäss dieser sollen eine ganze Anzahl von Eingriffen seit Anfang Jahr nicht mehr stationär, sondern ambulant durchgeführt und als solche verrechnet werden. Ausnahmen sind jedoch möglich. Beispielsweise wenn der Patient sehr schwer erkrankt ist. Die neue Vorgabe soll dazu beitragen, den Anstieg der Gesundheitskosten zu dämpfen. Gemäss den Vorgaben der GD sind es in einer Übergangsphase im ersten Jahr rund 100 Eingriffe, die neu ambulant statt stationär durchgeführt werden. Diese Verschiebung bedeutet für das SMA für 2018 geschätzte Mindereinnahmen von rund 300 000.- CHF. Grund dafür ist die im Grundversicherungsbereich nicht kostendeckende Abgeltung der ambulanten Spitalleistungen. 2
etwas anspruchsvoller geworden ist. Damit solche und weitere Auswirkungen der Verschiebung von Fällen analysiert und bewältigt werden können, wurde eine Projektgruppe mit Vertretern aus den betroffenen Disziplinen ins Leben gerufen. Für die Leiterin der Arbeitsgruppe, PQM-Chefin Daniela Kaiser, bedeutet «ambulant vor stationär» vor allem eins: «Mit den neuen Vorgaben der GD steigt der Zwang zu Effizienz weiter an», erklärt sie.
«ambulant vor stationär» – was tun? • kontinuierlich Prozesse verbessern, welche die Verschiebung in den ambulanten Bereich berücksichtigen • ambulante Leistungen zeitnah und lückenlos erfassen • sorgfältig klären, ob Patienten unter die Ausnahmeregel(n) (stationäre Behandlung mit entsprechender Verrechnung erlaubt) fallen und damit konsequentes und lückenloses Melden mit dem entsprechenden «Ausnahmeformular» (Prüfung durch die Gesundheitsdirektion des Kantons Zürich)
Orientierung und Sicherheit für alle Standardisierte Behandlungspfade begünstigen die Kommunikation und Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen. Davon profitieren auch die Patienten und Angehörigen. (mwn.) «Behandlungspfade» gestartet wurde. Für vorerst ein paar wenige Arten von stationären chirurgischen Eingriffen (u.a. Hüftgelenksersatz und Spontangeburt) wurden, vom Eintritt bis zum Austritt, die Prozesse definiert, festgehalten und für verbindlich erklärt. Das Pilotprojekt erwies sich als interdisziplinäre Herausforderung, die sich jedoch lohnte. So zeigte es sich, dass einheitliche Behandlungspfade nicht nur den Patienten Sicherheit vermitteln. Sie bieten beispielsweise auch den Pflegenden auf den Stationen Orientierung und fördern die schlanke Zusammenarbeit zwischen den Berufsgruppen. Pflegeexpertin Julia Khatri spricht in diesem Zusammenhang sogar von einem Beitrag zum «Kulturwandel in der Zusammenarbeit zwischen der Ärzteschaft und den Pflegenden».
«Herzlichen Dank an alle Mitwirkenden, insbesondere an den Ärztlichen Dienst, den Pflegedienst, die Dispo, die Patientenaufnahme und die OP-Pflege.» Julia Khatri
Wie sieht mein Tagesablauf aus? Wann muss ich weshalb welche Medikamente einnehmen? Welches sind die nächsten Schritte in meiner Behandlung? Das sind nur ein paar Fragen, die sich unsere Patientinnen und Patienten während ihres Spitalaufenthalts stellen. Dabei geht es nicht nur um die praktischen Informationen an sich. Dahinter steht letztlich das grundlegende Bedürfnis nach Sicherheit. Und nur wer sich sicher fühlt, fühlt sich sich wirklich gut aufgehoben.
Kulturwandel Einheitliche Behandlungspfade tragen wesentlich dazu bei, den Patientinnen und Patienten dieses Sicherheitsgefühl zu vermitteln. Denn wo alle an der Behandlung Beteiligten mit den Prozessen vertraut sind und über den gleichen Wissensstand verfügen, können die Patienten und ihre Angehörigen mit klaren und einheitlichen Informationen bedient werden. Dies ist mit ein wichtiger Grund, weshalb am Spital Männedorf Anfang 2016 das Pilotprojekt
Gute Erfahrungen Aufgrund der guten Erfahrungen im Pilotjahr wurden 2017 für weitere Eingriffe Behandlungspfade definiert. Beispielsweise für Hernienoperationen, Blinddarmentfernungen und Kaiserschnitte. Ausserdem fanden Schulungen für die Ärzteschaft und die Pflegenden statt. Heute, gut zwei Jahre nach dem Pilotstart, sind die Behandlungspfade etabliert und Julia Khatri darf immer mehr positive Rückmeldungen entgegennehmen. Grund genug, im gesamten Haus künftig weitere Behandlungspfade zu evaluieren, wo nötig die Prozesse zu verbessern und diese zu standardisieren. Denn standardisierte Behandlungspfade tragen nicht zuletzt auch dazu bei, das Spital Männedorf auf seinem Weg zu einem effizienten und schlanken Spitalbetrieb weiter voranzubringen. 3
Im Gespräch
«Für eine gute Pflege braucht es Kopf, Hand und Herz» Weil sie ihren Kopf fordern und Neues lernen wollte, hat Daniela Braun ein Masterstudium in Pflege absolviert. Im Interview erzählt sie, was sie am Pflegeberuf fasziniert – und was das neu erworbene Wissen für ihren Alltag bedeutet. (mwn.)
Daniela Braun, wer sind Sie? Ich bin 31 Jahre alt und wohne in Winterthur. Ich bin eine offene und vielseitig interessierte Person. Ich ging gerne zur Schule, war lange Mitglied im Turnverein Neftenbach, liebe die Natur und singe in einem Chor. Wie kamen Sie zum Pflegeberuf? Nach dem Gymi wollte ich zuerst Medizin, Biologie oder Psychologie studieren. Mein Weg brachte mich jedoch auf den Pflegeberuf. Nach einem halbjährigen Spitalpraktikum wurde ich auf das neue Fachhochschulstudium Pflege aufmerksam, das alle meine Interessensgebiete kombinierte. Und so kam es, dass ich mit dem ersten Jahrgang, der in Winterthur Pflege studierte, meine Ausbildung an der ZHAW aufnahm.
stellen und die Fragen rund um den Übertritt eines Patienten vermehrt ins Blickfeld. Auch der Beratung pflegender Angehöriger schenke ich heute mehr Beachtung als vorher. Die Pflege ist einerseits eine stark menschenorientierte Tätigkeit. Anderseits findet aufgrund der veränderten Ausbildungen eine gewisse Verkopfung oder Theoretisierung statt. Wie geht das zusammen?
Ich sehe hier keinen Widerspruch. Für eine gute Pflege braucht es Kopf, Hand und Herz. Die Hand steht für die praktische Arbeit mit dem Patienten und die pflegetechnischen Verrichtungen. Das Herz für die Aufmerksamkeit und die menschliche Zuwendung. Und der Kopf steht für das Fachwissen und eine Gesamtsicht auf den Patienten und den Be2017 haben Sie dann den Master trieb. Es stimmt schon, in den letzten in Pflegewissenschaft gemacht. Nach mehreren Jahren in der Pra- Daniela Braun: «Von gut ausgebildeten Pflegefachpersonen Jahrzehnten hat tatsächlich eine Professionalisierung in der Pflege stattxis hatte ich damals das Bedürfnis, profitiert der Patient.» gefunden. Das hat aber nichts mit meinen Kopf nochmals zu fordern einer Verkopfung oder Theorielastigkeit zu und grosse Lust Neues zu lernen. Ich konnte Was nehmen Sie aus dem Studium mit für tun. Von gut ausgebildeten Pflegefachpersodann mein Pensum auf 40 Prozent reduzie- sich und Ihren Berufsalltag? ren und nahm an der Uni Basel das Pflege- (überlegt) Was die konkrete Umsetzung des nen profitiert schliesslich wieder der Patient. wissenschaft-Studium auf. Dieses dauerte Gelernten in die Praxis angeht, bin ich ehrlich drei Jahre. Die Kombination aus Praxis und gesagt noch am Suchen und Üben. Das Studi- Nach dem Abschluss Ihres Studiums haForschung war sehr intensiv, aber auch span- um hat mich jedoch sicher für eine erweiterte ben Sie jetzt wieder mehr Freizeit. nend. Ich konnte meinen Wissenshorizont Sicht auf den Patienten und das Gesundheits- (lacht) Ja, darüber freue ich mich sehr. Jetzt erweitern und habe viele interessante Leute wesen sensibilisiert. Damit rücken für mich habe ich wieder mehr Zeit zum Wandern oder zum Beispiel interne und externe Schnitt- zum Segeln auf dem Bodensee. kennengelernt. 4 6
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Portrait
Oben v.l.n.r.: Sabina Raschle ist dem SMA seit 10 Jahren treu geblieben und weilt noch bis Ende August im Mutterschaftsurlaub. Anna Maria Bramböck zog nach dreijähriger Berufserfahrung in verschiedenen Institutionen von Österreich in die Schweiz und erweitert uns zu einem internationalen Team. Karin Dubi ist nach ihrer Erstausbildung als Koch und diversen Jobs vor 21 Jahren im Spital Männedorf angekommen und leitet die fünf Mitarbeiterinnen.
Unten v.l.n.r.: Melanie Zaugg zog nach langjähriger Berufstätigkeit im Kanton Bern Anfang 2017 an den Zürichsee und zählt nach einer Babypause im Sommer 2017 seit November definitiv zum Team. Karin Weiss engagiert sich seit 3 Jahren am SMA, nachdem sie mehrere Jahre im Homecare-Bereich gearbeitet hat und mit dem Motorrad um die Welt gereist ist. Karolin Rose studierte nach der deutschen Ausbildung als Diätassistentin an der Berner Fachhochschule Ernährung und Diätetik und hat durch ihre Nebentätigkeit im Hiltl ein grosses Fachwissen über vegetarische und vegane Ernährung.
Mit Humor und Flexibilität durch den Alltag Für uns Ernährungsberaterinnen ist das Behandeln und Verhindern von Mangelernährung die zentrale Aufgabe. Doch bei weitem nicht die Einzige. Bei Fragen rund um die Ernährung sind Sie bei uns goldrichtig! Unsere Kerntätigkeit ist die Beratung und Begleitung von Patienten mit verschiedensten ernährungsabhängigen Krankheiten oder mit Fragen betreffend Ernährung. Ziel der Ernährungstherapie ist es, eine auf die individuelle Situation abgestimmte Energie-, Nährstoff- und Flüssigkeitszufuhr zu gewährleisten sowie bestehende Mängel zu beheben. Dafür ist das Vermitteln von Fachwissen wie auch die Begleitung des Prozesses, in dem die Patientin, der Patient zu einer neuen Gewohnheit findet, wesentlich. Im Spitalalltag steht das Verhindern und Behandeln der Mangelernährung im Vordergrund. Durch das zunehmende Bewusstsein der Mangelernährung und deren negativen Folgen auf den Krankheitsverlauf und die Hospitalisationsdauer hat unsere stationäre Tätigkeit in den letzten Jahren markant zugenommen. Daneben beraten wir durch
interne oder externe Ärzte und Ärztinnen zugewiesene Patienten im Einzelsetting und halten Vorträge und Schulungen für Patienten und Spitalpersonal. Im Rahmen der Adipositassprechstunde begleiten wir Betroffene von der Abklärungsphase über den Aufenthalt im Spital (Operation) bis hin zur Nachbehandlung. Mit der grossen Veränderung im Team haben wir die Stationsverantwortung, die auch eine Fachverantwortung darstellt, eingeführt. Da alle Teammitglieder in einem Teilpensum angestellt sind, handelt es sich dabei um eine geteilte Verantwortung und im Alltag unterstützen und vertreten wir uns deshalb gegenseitig. Ein regelmässiger Austausch ist unentbehrlich und daher trifft sich unser Team einmal pro Monat zu einer Teamsitzung. Nie langweilig Unser Alltag ist sehr abwechslungsreich. Wir
arbeiten eng mit Ärzten, Pflegepersonal und anderen Gesundheitsfachpersonen zusammen, nehmen an Stationsrapporten teil und leiten Essensbestellungen und Informationen an die Diätküche und/oder den Roomservice weiter. Jeden Morgen starten wir mit einem Team-Rapport, wo Kapazitäten geklärt und aktuelle Informationen ausgetauscht werden. Danach bearbeitet jedes Teammitglied seine eigenen Patienten und Pendenzen und dokumentiert für die anderen nachvollziehbar die getane Arbeit. Stationäre Patienten begleiten wir bei Bedarf auch über den Spitalaufenthalt hinaus – teilweise in Zusammenarbeit mit dem Homecare-Dienst. Die Patientenarbeit selbst wird nie langweilig, da jeder Patient andere Voraussetzungen und Bedürfnisse mitbringt. Gefordert sind nebst unserem Fachwissen auch Einfühlungsvermögen, die Fertigkeit, Inhalte zielpublikumsgerecht zu vermitteln und Fremdsprachenkenntnisse sowie Offenheit für fremde Kulturen. Mit einer grossen Portion Humor, Flexibilität und gegenseitiger Hilfsbereitschaft gelingt es uns immer wieder von neuem, den anhaltenden Workload zu bewältigen. Team Ernährungsberatung 5
Wir
Fluktuationsrate über 20 Prozent Langjährige Mitarbeitende werden je länger je mehr zu einer raren Spezies. Nicht nur im SMA, sondern in allen Branchen und Betrieben. Im SMA sind per Ende 2017 die Mehrzahl der Mitarbeitenden (65 Prozent) seit weniger als 5 Jahren hier tätig. Was steckt hinter diesem Phänomen? Googelt man den Begriff Fluktuation, so bekommt man je nach Fachgebiet eine etwas andere Definition. «In der Sozial- und Wirtschaftswissenschaft bezeichnet Fluktuation im übertragenen Sinne die Austauschrate des Personals in Unternehmen sowie die Eintritts- bzw. Austrittsrate von Personen in eine Organisation oder Gruppe. Es ist damit eine Kurzform des Begriffs Fluktuationsrate, die die Veränderung pro Zeiteinheit bzw. Abrechnungszeitraum misst.» Sonderfall Gesundheitswesen Ergänzt man die Google-Suche noch mit dem Begriff Gesundheitswesen, so ist schnell die Rede von hoher Fluktuation. Bei einer KMU-Studie von Price Waterhouse Cooper aus dem Jahr 2016 hatten nur gerade 17% der befragten KMU eine Fluktuation über 10%. Von diesen 17% dürfte die
Mehrheit aus der Gesundheitsbranche sein. Im Gesundheitswesen wird schon seit Jahren von einer Fluktuation um 20% gesprochen. Wieso ist das so? Hauptgrund ist die Arbeitsmarktsituation. In keiner anderen Branche herrscht ein so klarer Arbeitnehmermarkt. Die Arbeitgeber müssen um die Mitarbeitenden kämpfen und für die Mitarbeitenden attraktiv bleiben. Was macht einen Arbeitgeber attraktiv? Diese Frage müssen unsere Mitarbeitenden beantworten. Natürlich werden die Antworten auf die Frage individuell anders ausfallen. Um die Tendenzen erkennen zu können, braucht es regelmässige Mitarbeiterbefragungen. Im SMA ist die nächste grosse Befragung für Mai/Juni 2018 geplant. Ich bitte alle Mitarbeitenden jetzt schon um ihre Teilnahme.
Fluktuation im SMA 2010–2017 (in %)
Wie bleiben wir am Ball? Eine Befragung alle drei Jahre reicht jedoch nicht aus, um am Ball zu bleiben. Deshalb gibt es bei uns noch das Einführungs- und Austrittsmonitoring, d.h. die Online-Befragung nach drei Monaten im Haus sowie beim Austritt. Gemäss Auswertung der Austrittsbefragung 2017 haben wir folgende Stärken und Schwächen: Top: die Aufnahme im Team; gegenseitige Unterstützung/Zusammenarbeit; Ferienregelung; Verpflegungsmöglichkeiten Flop: Kommunikation/Feedbackkultur; regelmässige MA-Gespräche; Besprechung von Wünschen/Perspektiven; abteilungsübergreifender Informationsfluss Zu den Flops laufen schon Projekte, über die wir in den kommenden Monaten berichten werden. Die Ergebnisse der neuen Mitarbeiterbefragung werden uns dann sicher vor neue Herausforderungen stellen! Dr. phil. Nicola Fielder Leiterin HR
Auswertung Austrittsmonitoring 2017
35 30 25
Ja
84%
Nein
16%
20 0 15
40
60
80
«Würden Sie das Spital Männedorf als Arbeitgeber weiterempfehlen?»
10 5 0 2010 6
20
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N AN E G FRA ber e W as Thom Was war Ihr Traumberuf? Ich wollte ursprünglich Koch werden, weil das ein kreativer Beruf ist. Nennen Sie drei Eigenschaften, die auf Sie zutreffen. Ich bin spontan, offen und loyal. Worüber können Sie sich freuen? Über freie Zeit freue ich mich immer sehr. Ganz oben auf meiner Music-Playlist stehen … Rocksongs aus den 80er- und 90er-Jahren. Zum Beispiel «Poison» von Alice Cooper finde ich hammer. (Red.: Die unmittelbare Live-Demo auf dem Handy ist wirklich beeindruckend) Ihr nächstes Ferienziel? Im Frühling verbringe ich 10 Tage Veloferien auf Mallorca. Wie halten Sie’s mit Social Media? Da bin ich nicht sehr aktiv. Von Facebook habe ich mich abgemeldet. Einzig bei STRAVA, der Social-Media-Plattform für Sportler, bin ich mit dabei. Das ist ein cooles Netzwerk. Wie sieht Ihr Leben in 15 bis 20 Jahren aus? Vielleicht lasse ich mich ein paar Jahre früher pensionieren. Ich hoffe, dass ich dann noch fit und gesund bin. Das ist mein grösster Wunsch. Denn hier bei uns auf der IPS sehe ich tagtäglich zu viel, um nicht zu wissen, dass nichts selbstverständlich ist.
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Jubliarinnen & Jubilare April, Mai und Juni 2018
45 Jahre
en ulier t a r Wir g erzlich! h ganz
5 Jahre
Marianne Welandagoda Station 4.0
Carmen Bernet, Station 4.3 Georg Hirsch, Rettungsdienst Myrtha Kaltenbrunner, Pflege Notfallstation Dr. med. Beat Frank, Ärztlicher Dienst Notfallstation Justin Brunner, Rettungsdienst Snezana Kadrija, Station 3.1
10 Jahre
Dr. med. Stefan Zachmann Gynäkologie & Geburtshilfe
Simone Gröbli, Room-Service
10 Jahre
Nicole Mändli, Onkologie Zentrum Nelly Lanz Station 3.1
Suzanna Salijeva, Room-Service Rahel Streiff, Station 5.4
SMA-Agenda April
SMA-Facebook-Seite einfach finden Wir haben einen QR-Code kreiert, mit dem Sie direkt auf die SMA-Facebook-Seite kommen. Eine zusätzliche App ist nicht erforderlich. Die Kamera auf dem Smartphone genügt. Und so funktioniert‘s: 1. Kamera Ihres Smartphones/Handys öffnen. 2. QR-Code mit der Kamera ins Visier nehmen und schon gelangen Sie automatisch auf unsere Facebook-Seite. 3. Seite mit «Gefällt mir» markieren und unseren Spital-Aktivitäten folgen. Seit Ende 2017 ist das Spital mit einer offiziellen Seite auf Facebook präsent. Hier posten wir alles Mögliche aus dem Spital – verspielter und vielfältiger als dies auf der Webseite möglich ist. Als Mitarbeitende können Sie auf Facebook näher dran sein und mitgestalten. Schon viele haben beim einen oder anderen Post mitgewirkt und damit zu einer vielfältigen Fanpage beigetragen. Wir freuen uns über Ihre Ideen oder Anregungen für die SMA-Fanpage und darauf, mit Ihnen allerlei via Facebook zu teilen.
Fr 6.– So 8. EXPO Meilen Podium Gesundheit: Brennpunkt Gluten und Laktose Di 10. Gemeindesaal Männedorf Do 12. Restaurant Löwen, Meilen Do 12. Informationsveranstaltung für Mitarbeitende Sa 14. Tag des Sanitätsnotrufs Mi 18. Informationsveranstaltung für Belegärztinnen und -ärzte
Mai Mi 2.– Fr 4. Sa 5. Sa 12. Do 24. Do 31.
SBK-Kongress WHO-Tag der Händehygiene Tag der Pflege Kaderworkshop Eröffnungsanlass MRI Meilen
Juni Do 6. Do 14. Fr 22.
Generalversammlung Tag der Blutspende Zuweiseranlass Seehüsli
Ihr MarKom-Team IMPRESSUM: Herausgeber: Spital Männedorf AG, Asylstrasse 10, 8708 Männedorf Redaktion: Marco Winz (mwn.), Martina Meyer (mmz.) Gestaltung: Designport GmbH, Zürich Kontakt: medien@spitalmaennedorf.ch «smalltalk» ist die Zeitung für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter des Spitals Männedorf und erscheint fünfmal jährlich.