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2020 JULI / AUGUST

»VON ATEMBERAUBENDER SCHÖNHEIT« ELLE

NACH DEM BUCH »MEIN LEBEN MIT DEN SCHAMANEN« VON CORINE SOMBRUN FILMFESTIVAL VENEDIG 2019

CÉCILE DE FRANCE

EIN F ILM VON

FABIENNE BERTHAUD

www.einegrößerewelt.de

AB 9. JULI IM KINO!


IHRE ENTDECKUNGEN VERÄNDERTEN DIE WELT

OSCAR® NOMINIERTE

ROSAMUND PIKE

©2019 STUDIOCANAL SAS AND AMAZON CONTENT SERVICES LLC. ALL RIGHTS RESERVED.

AB 16. JULI IM KINO


NEUERSCHEINUNGEN

BEVOR DER VORHANG AUFGEHT … Liebe Gäste und Freunde der Schauburg, Sie glauben gar nicht, wie sehr ich mich freue, Ihnen nach fast drei Monaten Schließung aller Kinos wieder eine geöffnete Schauburg und ein Monatsheft mit den neuen Filmen präsentieren zu dürfen. Wir haben die behördliche Schließung dazu genutzt, hinter den „Kulissen“ zu arbeiten und ein neues und komfortableres Kassenund Kinoverwaltungsprogramm installiert. Es erlaubt Ihnen nun den Online-Kauf platzgenauer Tickets und zwar ohne Aufpreis. Weiterhin haben wir unsere Klima- und Lüftungsanlagen so programmiert, dass Ihnen in den Kinosälen nur Außenluft zugeführt und keine Mischluft verwendet wird. Wir freuen uns, Sie nach der langen kinolosen Zeit wieder begrüßen zu dürfen und werfen hier im Juli/August Doppelheft der Schauburg einen Blick auf die Neuheiten und Events der kommenden zwei Monate. Mit cineastischen Grüßen

IMPRESSUM AUSGABE #131

AB 2. JULI SIBERIA 04

JEAN PAUL GAULTIER: FREAK & CHIC 06 UNDINE 07 SUNBURNED 07 AB 9. JULI EINE GRÖSSERE WELT 08 AB 16. JULI MARIE CURIE – ELEMENTE DES LEBENS 10 SIBYL – THERAPIE ZWECKLOS 11 AB 23. JULI ALS WIR TANZTEN 13 ANTON BRUCKNER–DAS VERKANNTE GENIE 13 AB 30. JULI AUF DER COUCH IN TUNIS 12 MASTER CHENG IN POHJANJOKI 14 AB 6. AUGUST WIR BEIDE 18 SEIN – GESUND, BEWUSST, LEBENDIG 19 AB 12. AUGUST TENET 20 AB 13. AUGUST IL TRADITORE – ALS KRONZEUGE GEGEN DIE COSA NOSTRA 19 WEGE DES LEBENS – THE ROADS NOT TAKEN 21 AB 20. AUGUST THE CLIMB 21 DIE OBSKUREN GESCHICHTEN EINES ZUGREISENDEN 22 DIE RÜDEN 23 SCHLINGENSIEF – IN DAS SCHWEIGEN HINEINSCHREIEN 23 AB 27. AUGUST EXPERIMENT SOZIALISMUS – RÜCKKEHR NACH KUBA 24 YALDA 24 SPECIAL DELIRIA ÖVER KARLSRUHE

Schauburg Kino HERAUSGEBER Herbert Born, Marienstr. 16, 76137 Karlsruhe Tel: 0721 35 000 11 Fax: 0721 38 00 47 born@schauburg.de schauburg.de REDAKTION Herbert Born, Wolfram Hannemann (www.wolframhannemann.de) GESTALTUNG Dušan Tomić

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Alle Starttermine sind unverbindlich. Programmänderungen sind nicht beabsichtigt, aber manchmal unvermeidbar. Das kostenlose Filmmagazin des Schauburg Filmtheaters, erscheint monatlich.


AB 2. JULI

SIBERIA EXPERIMENTALFILM, DRAMA | ITALIEN, DEUTSCHLAND, MEXICO 2020

Die Suche eines Mannes nach sich selbst als experimentelles Filmprojekt des renommierten Regisseurs Abel Ferrara. Clint (Willem Dafoe) ist ein vom Leben gezeichneter Mann. Um endlich seinen inneren Frieden zu finden, hat er sich in eine einsame Hütte in den verschneiten Bergen zurückgezogen. Dort betreibt er ein kleines Café, in das sich nur selten Reisende oder Einheimische verirren. Aber selbst in der Abgeschiedenheit findet Clint keine Ruhe. Eines schicksalhaften Abends bricht er mit seinem Hundeschlitten auf, getrieben von der Hoffnung, sein wahres Ich zu finden. Eine Reise durch seine Träume, Erinnerungen und Fantasien beginnt. Die poetische, filmische Reise eines Mannes in sein eigenes Unterbewusstsein – das ist „Siberia“. Der preisgekrönte US-Regisseur und Drehbuchautor (hier zusammen mit Christ Zois) Abel Ferrara schickt in diesem experimentellen Filmprojekt den Oscar-nominierten Willem Dafoe („Motherless Brooklyn“, „Grand Budapest Hotel“, „Pasolini“) auf eine moderne Odyssee.

REGIE Abel Ferrara  DARSTELLER Willem Dafoe, Dounia Sichov, Simon McBurney LAUFZEIT 91 Minuten  FSK ab 16 Jahren  VERLEIH Port au Prince (24 Bilder)

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NEUERSCHEINUNG


ENTDECKEN SIE DIE GESCHICHTE DER VERRÃœCKTESTEN SHOW DER WELT

AB 2. JULI IM KINO


AB 2. JULI

JEAN PAUL GAULTIER: FREAK & CHIC DOKUMENTATION | FRANKREICH 2018

Dokumentarfilm über den Modeschöpfer, der neue Blicke auf das Verständnis für Mode und Schönheit, aber auch auf das Leben Jean Paul Gaultiers selbst freigibt. Nicht nur für Modeliebhaber ein MustSee! Jean Paul Gaultier. Einer der bemerkenswertesten Modeschöpfer unserer Zeit, hat mit der prunkvollen „Fashion Freak Show“ in Paris für weltweites Aufsehen gesorgt. Der Dokumentarfilm folgt der aufregenden, zweijährigen Entstehung von Gaultiers glamourösem Kabarett und lässt den Zuschauer in das exzentrische, oft provokative Universum des ikonischen Genies eintauchen: visionäre Designs, high-style Choreographien, Originalmusik, extravagante Kostüme und eine aufwändige Inszenierung in der Hauptstadt der Mode – welche immer wieder die Grenzen der Modeszene ausloten. „Jean Paul Gaultier: Freak & Chic“ wirft einen Blick hinter die Kulissen des bislang skandalösesten Projekts des Modeschöpfers. Regisseur Yann L'Hénoret („Macron: Hinter den Kulissen des Sieges“) hat Gaultier über zwei Jahre lang begleitet und den Entstehungsprozess des Musicals dokumentiert. Herausgekommen ist dabei ein verschwenderisches, filmisches Erlebnis, das den Geist dieser unvergleichlichen Show auf der legendären Pariser Varietébühne Folies Bergère einfängt. Nile Rodgers, der u.a. mit Diana Ross, David Bowie, Madonna und Daft Punk zusammengearbeitet hat, entwarf den Soundtrack für die „Fashion Freak Show“. REGIE Yann L'Hénoret  LAUFZEIT 96 Minuten  FSK ab 6  VERLEIH Studiocanal

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NEUERSCHEINUNG


AB 2. JULI

SUNBURNED DRAMA | DEUTSCHLAND, NIEDERLANDE 2019

AB 2. JULI

UNDINE DRAMA, ROMANZE | DEUTSCHLAND, FRANKREICH 2020

Deutschlands renommierter Filmemacher Christian Petzold nimmt sich des „Undine“-Mythos an und arbeitet bei seinem modernen Märchen wieder mit seinem „Transit"-Traumpaar Paula Beer und Franz Rogowski zusammen.

Nachdem sie in „Endzeit“ die Folgen einer globalen Umweltkatastrophe auslotete, beschäftigt sich Caroline Hellsgard in ihrem dritten Film „Sunburned“ mit einer intimeren Katastrophe: Dem Teenagersein. Sie zeigt die 13jährige Claire, die sich im Laufe eines Familienurlaubs in Spanien von ihrer Mutter und Schwester emanzipiert und dabei auch noch mit der Realität von Flüchtlingen konfrontiert wird.

Undine (Paula Beer) lebt in Berlin. Ein kleines Appartment am Alexanderplatz, ein Honorarvertrag als Stadthistorikerin, ein modernes Großstadtleben wie auf Abruf. Als ihr Freund Johannes (Jacob Matschenz) sie verlässt, bricht eine Welt für sie zusammen. Der Zauber ist zerstört. Wenn ihre Liebe verraten wird, so heißt es in den alten Märchen, muss sie den treulosen Mann töten und ins Wasser zurückkehren, aus dem sie einst gekommen ist. Undine wehrt sich gegen diesen Fluch der zerstörten Liebe. Sie begegnet dem Industrietaucher Christoph (Franz Rogowski) und verliebt sich in ihn. Es ist eine neue, glückliche, ganz andere Liebe, voller Neugier und Vertrauen. Atemlos verfolgt Christoph ihre Vorträge über die auf den Sümpfen gebaute Stadt Berlin, mühelos begleitet Undine ihn bei seinen Tauchgängen in der versunkenen Welt eines Stausees. Doch Christoph spürt, dass sie vor etwas davonläuft. Undine muss sich dem Fluch stellen. Diese Liebe will sie nicht verlieren. „Undine“ ist Christian Petzolds faszinierende Neuinterpretation des Mythos der geheimnisvollen Wasserfrau Undine, die nur durch die Liebe eines Menschen ein irdisches Leben führen kann: Ein modernes Märchen in einer entzauberten Welt, die Geschichte einer Liebe auf Leben und Tod. „Unsere Undine ist eine Stadthistorikerin in Berlin. Sie gibt Führungen in der Senatsstelle für Stadtentwicklung. Sie ist gerade verlassen, verraten worden. Von einem, der Johannes heißt. Eigentlich, so will es der Mythos, müsste sie sich rächen, an Johannes. Ihn töten. Undine wehrt sich gegen den Mythos. Sie will nicht zurück, in den Fluch, in den Wald, in den See. Sie will nicht gehen. Sie will lieben. Sie lernt einen anderen kennen. Von dieser Liebesgeschichte erzählt „Undine“, so Regisseur Christian Petzold.

Irgendwo am spanischen Mittelmeer verbringt die Familie den Urlaub: Die 13jährige Claire (Zita Geier), ihre ältere Schwester Zoe (Nicolais Borger), dazu die Mutter Sophie (Sabine Timoteo). Der Vater ist zu Hause geblieben, die Familie scheint nicht nur deswegen am Rand der Auflösung, ohne Halt und Nähe. Während sich die Mutter mit einem Animateur vergnügt, bandelt auch Zoe mit einer Urlaubsbekanntschaft an und fühlt sich umso mehr von ihrer jüngeren Schwester genervt, die für sie noch ein Kind ist. Völlig auf sich allein gestellt zieht sich Claire immer mehr zurück, macht einsame Spaziergänge am Strand, bis sie schließlich den aus Senegal stammenden Amram (Gedion Oduor Wekesa) kennen lernt. Das Flüchtlingskind schlägt sich mit dem Verkauf von Sonnenbrillen und Ähnlichen durch, hofft jedoch vor allem darauf, mit seinem Vater vereint zu sein, der im Senegal zurückgeblieben ist. Langsam entwickelt sich zwischen Claire und Amram eine Beziehung, die irgendwo im unbestimmten, weitläufigen Bereich zwischen Freundschaft, Neugier, Vergucken und auch Ausbeutung angesiedelt ist. Denn Geld ist immer im Spiel, anfangs ein paar Euro, später auch die gestohlene Kreditkarte der Mutter, mit der Claire Amram aus der Bredouille helfen will. Bald jedoch wird Claire ihre Hilflosigkeit bewusst, beginnt sie zu verstehen, dass ihre kleinen Probleme nichts sind, im Vergleich zu der existenziellen Not, in der sich Amram befindet. Und so trifft sie eine folgenschwere Entscheidung. Klassisches Terrain des deutschen Kinos betritt Caroline Hellsgård mit ihrem dritten Film, erzählt eine typische Coming-of-AgeGeschichte, das langsame, komplizierte Loslösen eines jungen Menschen von den Eltern, bzw., wie in diesem Fall, von der dominanten Mutter, die mit ihren eigenen (Ehe-)Problemen beschäftigt ist.

REGIE Christian Petzold​  DARSTELLER Paula Beer, Franz Rogowski, Jacob Matschenz​  LAUFZEIT 89 Minuten  FSK ab 12 Jahren  VERLEIH Piffl​

REGIE Carolina Hellsgård DARSTELLER Zita Gaier, Gedion Oduor Wekesa, Sabine Timoteo LAUFZEIT 94 Minuten FSK ab 12 Jahren VERLEIH Camino

NEUERSCHEINUNG

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AB 9. JULI

EINE GRÖSSERE WELT DRAMA | FRANKREICH, BELGIEN 2019

Geister, die den Körper verlassen und auf Reisen gehen, vielleicht sogar Verstorbene treffen? So erzählt der Film die wahre Geschichte der Französin Corine Sombrun, die nach dem Tod ihres Mannes in die Mongolei reist, um ethnografische Tonaufnahmen zu sammeln. Sie nimmt an einer schamanischen Séance teil und begreift, daß sie selbst eine Schamanin ist. Cécile de France ist in der Hauptrolle eine Wucht. Es beginnt mit einer leidenschaftlichen Liebeszene. Mann und Frau schlafen miteinander. Doch weil die Kamera so nah an ihren Körpern ist und ein weißes Laken sie wie eine Welle umspielt, hat diese Szene etwas Unwirkliches. Und in der Tat: Die Frau wacht am Morgen allein auf, sie hat geträumt, der Platz neben ihr ist leer. Denn ihr Mann ist verstorben. Corine, so der Name der Frau, ist seitdem nicht mehr dieselbe. Sie arbeitet als Tontechnikerin in einem Musikstudio. Doch als ihr wieder einmal ein Fehler unterläuft, schickt ihr Chef sie kurzerhand in die Mongolei, um ethnografische Tonaufnahmen zu sammeln, Gesänge vor allem, aber auch Trommeln. Corine darf sogar an einer schamanischen Séance teilnehmen. Doch schon bei den ersten Trommelschlägen fangen ihre Hände zu zittern an. Corine fällt in Trance, sie wähnt sich im Jenseits und läuft auf eine Tür in der Ferne zu. Der Zuschauer ist so irritiert wie Corine selbst. Ihr wird eröffnet, dass sie selber eine Schamanin sei und nun lernen müsse, mit den Geistern umzugehen. Regisseurin Fabienne Berthaud („Barfuss auf Nacktschnecken“) nähert sich dem Thema ihres Films mit großer Ernsthaftigkeit. Da ist kein falscher Ton, keine Unaufrichtigkeit. Großen Anteil daran hat auch die wunderbare Cécile de France. Einmal steht sie allein in der mongolischen Steppe und schreit mehrmals laut „Merde!“ – was ihren inneren Konflikt drastisch auf den Punkt bringt. Eine große Rolle spielt auch die Landschaft: weit, karg, schön, von den Menschen unverbaut, weil sie noch immer in Zelten leben. PROGRAMMKINO.DE / MICHAEL RANZE REGIE Fabienne Berthaud  DARSTELLER Cécile de France, Narantsetseg Dash, Tserendarizav Dashnyam  LAUFZEIT 100 Minuten  FSK ab 12 Jahren  VERLEIH MFA (Filmagentinnen)

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NEUERSCHEINUNG


INTERNATIONAL COMPETITION

UNTERSTÜTZT VON


AB 16. JULI

MARIE CURIE –  ELEMENTE DES LEBENS DRAMA, ROMANZE, BIOGRAFIE | GROSSBRITANNIEN, UNGARN 2019

Es ist ein ungewöhnliches Projekt, das Regisseurin Marjane Satrapi aufbietet. Einerseits ist es ein echtes Leben, das sie porträtiert, andererseits die Umsetzung einer experimentellen Graphic Novel. Die Vorlage stammt anders als bei Satrapis vorherigen Filmen „Persepolis“ und „Huhn mit Pflaumen“ nicht von ihr selbst. „Radium ist ein außergewöhnliches und merkwürdiges Element. Es verhält sich nicht so, wie man es erwartet“, sagt Marie Curie zu ihren Studenten. Sie spricht dabei nicht nur über das von ihrem Mann Pierre und ihr entdecktes Element, sie spricht auch über sich selbst. Denn außergewöhnlich ist auch sie. Eine Frau, die für die Wissenschaft lebt und sich zum Ende des 19. Jahrhunderts zahlreichen Widerständen gegenübersieht, aber niemals aufgibt. Das Leben von Marie Curie wurde zuletzt vor vier Jahren mit Karolina Gruszka verfilmt. In der neuen Produktion schlüpft Rosamund Pike in die Hauptrolle. Pike spielt mal zurückhaltend, mal resolut, mal energisch, mal verzweifelt. Beeindruckend ist die Szene, in der sie in totaler Verzweiflung immer wieder nach ihrem verstorbenen Mann fragt. Nur eine kurze Szene, aber eine, die ihrer Ehrlichkeit wegen von den Füßen fegt. Während die Graphic Novel von Lauren Redniss in seiner Kombination aus Bild und Text fast schon experimentell anmutet, ist Marjane Satrapis Film sehr geradlinig. Er deckt praktisch das gesamte Leben seiner Hauptfigur ab, mit Rückblicken in ein traumatisches Ereignis der Kindheit bis zum Tod im Jahr 1934. Als interessanter Kunstgriff muss gelten, dass man die Entdeckung der Radioaktivität auch in ihrer weitreichenden Form zeigt – mit Blicken in die Zukunft. Im Cleveland des Jahres 1957 wird ein krebskranker Junge mit Strahlentherapie behandelt, auf Hiroshima fällt 1945 die Atombombe, und 1986 kommt es zur Katastrophe in Tschernobyl. In der Aufzählung erscheint es, dass die Radioaktivität mehr geschadet denn genutzt hat. Aber der Film hält es wie Pierre Curie, der das Licht der Erkenntnis der Dunkelheit des Unwissens vorzieht. PROGRAMMKINO.DE / PETER OSTERIED REGIE Marjane Satrapi DARSTELLER Rosamund Pike, Sam Riley, Anya Taylor-Joy LAUFZEIT 110 Minuten FSK ab 12 Jahren VERLEIH Studiocanal

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NEUERSCHEINUNG


AB 16. JULI

SIBYL – THERAPIE ZWECKLOS DRAMA, ROMANZE | FRANKREICH, BELGIEN 2019

Die schöne Virginie Efira spielt eine Psychotherapeutin, die kurzentschlossen ihren Job an den Nagel hängt, um endlich einen Roman zu schreiben. Köstliches Schmankerl: Sandra Hüller als hysterische deutsche Arthouse-Regisseurin, die gern mal in die Luft geht. Sibyl (Virginie Efira) arbeitet als Psychotherapeutin. Sie wohnt mit ihrem Lebensgefährten und zwei Kindern, eins davon aus einer früheren Beziehung, zusammen in Paris. Eines morgens

kommt die junge Frau auf die Idee, sich ihrer eigentlichen Leidenschaft, dem Schreiben, zu widmen. Sie reicht alle ihre Patienten an Kollegen weiter, schmeißt den Job und wartet auf Inspiration. Nur eine lässt sich nicht abweisen: Margot (Adèle Exarchopoulos), eine junge Schauspielerin, die von Igor (Gaspard Ulliel), einem Kollegen, schwanger ist. Der ist allerdings mit Mika (Sandra Hüller) liiert, einer deutschen Regisseurin, mit der beide zusammen gerade einen Film drehen. Margot ist kurz vor einem Nervenzusammenbruch, sie braucht Hilfe. Sibyl taucht immer tiefer in ihr kompliziertes Leben ein, und plötzlich flutscht es auch mit dem Schreiben. Denn: Sie nimmt die Therapie-Gespräche heimlich mit dem Handy auf und schreibt sie einfach ab. Regisseurin Justine Triet bricht die Linearität ihrer Geschichte auf, in dem sie immer wieder Rückblenden von Sibyls gescheiterter Beziehung einwirft, manchmal nur kurze Erinnerungen aufblitzen lässt, von leidenschaftlichem Sex zum Beispiel, oder mit Einschüben die Richtung wechselt. Gleich zu Beginn muss sich Sibyl von einem Mann, der den ganzen Film über nicht mehr auftauchen wird, in einem Sushi-CircleRestaurant mit einem Wortschwall zuschütten lassen. Eine erste Irritierung. Gelegentlich sehen wir sie bei Treffen der Anonymen Alkoholiker, obwohl wir sie zuvor noch nie betrunken gesehen haben. Hat sich Sibyl vielleicht selbst in die Rolle einer Figur in ihrem Roman geträumt, in eine andere Variante ihrer selbst, der Alkoholikerin und zurückgewiesenen Geliebten vielleicht? Vielleicht ist aber auch alles ganz real, und Virginie Efira zeigt uns nur mehrere Facetten einer starken Frau: die fähige Therapeutin, die leidenschaftliche Liebhaberin, die gute Mutter, die erfolgreiche Schriftstellerin. PROGRAMMKINO.DE / MICHAEL RANZE

REGIE Justine Triet DARSTELLER Virginie Efira, Adèle Exarchopoulos, Gaspard Ulliel LAUFZEIT 101 Minuten FSK ab 12 Jahren VERLEIH Alamode (Filmagentinnen)


AB 30. JULI

AUF DER COUCH IN TUNIS DRAMA, KOMÖDIE | FRANKREICH, TUNESIEN 2020

Inspiriert von der Aufbruchsstimmung des Arabischen Frühlings erzählt der komödiantische Debütfilm von Regisseurin Manele Labidi (Darstellerin in Jim Jarmuschs „Paterson“) von einer selbstbewussten jungen Frau, die nach dem Studium in Frankreich zurück in ihre tunesische Heimat kehrt, um eine Psychologiepraxis zu eröffnen. Im Alter von zehn Jahren ist Selma mit ihren Eltern von Tunis nach Frankreich ausgewandert, ist dort zur Schule gegangen und hat studiert. Von einem Autoverkäufer wird sie nun bei ihrer Rückkehr als Immigrantin beschimpft, ihr Onkel ist nicht der einzige, der sich darüber wundert, als sie kundtut, eine Praxis als Psychoanalytikerin eröffnen zu wollen. „Wir haben Gott, wir brauchen diesen Quatsch nicht“, sagt er. Doch siehe da: der eine oder die andere hat doch allerlei auf dem Herzen, was bei aller für dieses Volk so typischen Plapperfreudigkeit jedoch besser nicht öffentlich angesprochen wird, sondern vielleicht eben doch nur hinter verschlossenen Türen bei einer neutralen Person des Vertrauens. Wobei es auch Klienten gibt, die bei den Stichworten „Dame aus Frankreich“ und „Couch“ an ein erotisches Angebot denken, oder prüfen, ob nicht irgendwo Abhörtechnik versteckt ist. Nun ja, ans Leben in ihrer Ursprungskultur muss sich die selbstbewusste Selma nach und nach erst gewöhnen. Eine wie sie, die sich in Latzhosen kleidet, tätowiert ist, nichts von einem Kopftuch hält, nahezu den ganzen Film hindurch raucht und nicht den leisesten Gedanken an Kinder, geschweige denn eine Familiengründung verschwendet, fällt bei aller angesagten Veränderungseuphorie im Nachgang des Arabischen Frühlings auch in einem Wespennest wie Tunis auf. Von Beginn an macht Spielfilmdebütantin Manele Labidi deutlich, die Geschichte vom Aufbruch eines lange Jahre von Stillstand geprägten Landes mit Humor erzählen zu wollen. Selmas Klienten ebenso wie ihre aus einem alkoholtrinkenden Onkel, einer unzufriedenen Tante und einer rebellischen, die junge tunesische Generation repräsentierende Cousine bestehende Verwandtschaft stehen dabei für die unterschiedlichen Stimmen und Haltungen in dieser post-arabischen Welt. PROGRAMMKINO.DE / THIMAS VOLKMANN REGIE Manele Labidi  DARSTELLER Golshifteh Farahani, Majd Mastoura, Aïsha Ben Miled  LAUFZEIT 89 Minuten  FSK ab 6 Jahren  VERLEIH Prokino (Studiocanal)

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NEUERSCHEINUNG


AB 23. JULI

AB 23. JULI

ALS WIR TANZTEN

ANTON BRUCKNER– DAS VERKANNTE GENIE DOKUMENTARFILM | DEUTSCHLAND 2020

ROMANZE, DRAMA | SCHWEDEN, GEORGIEN 2019

Der schwedische Regisseur Levan Akin folgt seinen Wurzeln zurück nach Georgien. Mit seinem meisterhaften Film „Als wir tanzten“ liefert er nicht nur eine intime Milieustudie und Auseinandersetzung mit der Heimat seiner Vorfahren, sondern zugleich auch einen der schönsten und berührendsten Coming-ofAge-Geschichten der vergangenen Jahre. Der georgische Volkstanz steht nicht nur in altehrwürdiger Tradition, sondern ist im Falle der männlichen Tänzer auch gleichermaßen Ausdruck von Maskulinität. Da fällt der von Statur eher filigrane Merab (Levan Gelbakhiani) etwas aus dem Rahmen und muss sich daher sogar doppelt anstrengen im National Georgian Ensemble, denn seine Tanzschritte und Bewegungen muten federleicht an, und dafür eben weniger viril, energisch und kraftvoll. Nicht genug, dass der Tanzlehrer den jungen Eleven mit Kritik überhäuft, tritt prompt auch der unbekümmerte Irakli (Bachi Valishvili) der Klasse als neues Mitglied bei. Er entwickelt sich zu Merabs stärksten Konkurrenten und zu seinem größten Begehren. „Als wir tanzten“ funktioniert einerseits durch einen sublimen Realismus und andererseits über die heimlichen, viel sagenden Blicke des famosen Hauptdarstellers Levan Gelbakhiani, der in den Tanzdarbietungen schlichtweg hinreißt und auch sonst mit ebenso nuanciertem, unaufdringlich-authentischen Spiel begeistert wie einst Timothée Chalamet in „Call Me By Your Name“. Auch ist es, wie schon in Luca Guadagninos Film(en), die eindringliche Inszenierung von Körperlichkeit, die zum dramaturgischen Brennpunkt avanciert. Dies passiert mittels großartiger Tanzsequenzen; Tänzen, in denen sich die inneren Aufrühre des Protagonisten deutlich widerspiegeln und zu desperaten, hoffnungsvollen und schlussendlich befreienden Ausdrucks- und Kommunikationsakten werden. Der greise, konservative Tanzmentor im Film äußert einmal, dass georgischer Tanz „ein Schrei unserer Gene“ sei und die Wahrung ehrwürdiger Riten und alt tradierter Denkmuster repräsentiert. Dieses kleine Meisterwerk hingegen scheint vielmehr ein aufbegehrender Schrei dagegen. PROGRAMMKINO.DE / NATHANAEL BROHAMMER REGIE Levan Akin  DARSTELLER Levan Gelbakhiani, Bachi Valishvili, Ana Javakishvili, Giorgi Aladashvili, Tamar Bukhnikashvili  LAUFZEIT 112 Minuten  FSK ab 12 Jahren  VERLEIH Salzgeber

Betont unsentimental und erzählerisch konventionell, aber gleichzeitig sehr detailliert und hintergründig schildert Regisseur Reiner Moritz den Werdegang des österreichischen RomantikKomponisten Anton Bruckner. Der Organist und Musikpädagoge Anton Bruckner (1824 – 1896) zählt heute zu den bedeutendsten Komponisten der Romantik. Besonders berühmt ist Bruckner für seine Werke der Kirchenmusik (u.a. drei große Messen) und seine komplexen Sinfonien. Doch erst spät erhielt er diese Anerkennung: Zeitlebens von Kritikern ebenso wie von Komponistenkollegen verkannt, wurde Bruckner die ihm zustehende Würdigung erst lange nach seinem Tod zuteil. Regisseur Reainer Moritz folgt in seiner musikhistorischen Doku „Anton Bruckner“ Bruckners wichtigsten Lebensstationen und ordnet die Bedeutung seines Werks für die Musikgeschichte des 20. Jahrhunderts ein. Moritz geht mit seiner Doku keine Risiken ein und schildert den Werdegang des Ober-österreichers Bruckner betont schlicht sowie streng chronologisch. Aber er geht gleichsam sehr detailliert vor und arbeitet konzentriert all jene Prägungen und essentiellen Ereignisse im Leben des Anton Bruckner heraus, die seine Persönlichkeit ebenso wie seine kompositorischen Fähigkeiten formten. Dazu zählen seine Jahre als Sängerknabe im Stift Sankt Florian (eines der größten barocken Klöster Österreichs), die Zeit in Kronstorf (Raum Linz), während der Bruckner seine Liebe zu Bach entdeckte, sowie seine langjährige Tätigkeit als Organist im Linzer Alten Dom. All diese Wirkungsstätten sucht Moritz auf und vermittelt dem Zuschauer so einen authentischen Eindruck dieser für Bruckner, der Zeitlebens von einem großen Anerkennungsstreben angetrieben war, so wichtigen Orte. In den (vor allem akustisch) gelungensten Momenten hört man einige der größten Schöpfungen Bruckners in den beeindruckenden Bauten und Gotteshäusern, in denen er selbst wirkte: Zum Beispiel wenn der aktuelle Hofkapellmeister Hans Haselböck an der Orgel im Stift Sankt Florian spielt. Oder der russische Dirigent Valery Gergiev gemeinsam mit den Münchner Philharmonikern in der Stiftskirche die Sinfonien Bruckners erklingen lässt. Auf diese Weise verschmelzen Vergangenheit und Gegenwart auf wunderbare Weise. PROGRAMMKINO.DE / BJÖRN SCHNEIDER REGIE Reiner E. Moritz MITWIRKENDE Münchner Philharmoniker LAUFZEIT 95 Minuten VERLEIH Arsenal

NEUERSCHEINUNG

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AB 30. JULI

MASTER CHENG IN POHJANJOKI KOMÖDIE, DRAMA, ROMANZE |FINNLAND, CHINA 2019

Kino und Kochen gibt gemeinhin ein gutes Rezept für ein gelungenes Unterhaltungsmenu – wie diesmal der Publikumspreis bei den Nordischen Filmtagen Lübeck bestätigt. Erzählt wird vom chinesischen Koch, den es mit seinem kleinen Sohn nach Finnland verschlägt. Vor allem eine einsame Cafe-Besitzerin stellt fest: Liebe geht durch den Magen. „Heute ist Wursttag!“ verkündet die Tafel der „Sirkka Bar“ im abgelegenen Dörfchen Pohjanjoki. Für die Gäste des rustikalen Cafes keine Überraschung, schließlich ist hier immer Wursttag. Der chinesische Tourist Cheng und sein kleiner Sohn Nunjo sind nicht wegen des Essens gekommen, der Vater sucht hier jenen finnischen Freund, der ihm einst in Shanghai einen großen Gefallen tat. Zu seiner großen Enttäuschung scheint niemand einen Mann namens Fongtron zu kennen. Gestrandet im nordfinnischen Nirgendwo, findet sich in der Café-Besitzerin Sirkka eine gastfreundliche Frau, die dem Duo spontan ein Zimmer anbietet. Die gute Tat wird bald belohnt als ein Bus mit chinesischen Touristen ankommt. Die Reisenden rümpfen die Nase über die finnische Hausmannskost, da kommt der Vorschlag von Herrn Cheng gerade recht: Er schlägt den Gästen spontan ein Menü mit Nudeln und Hühnchen vor. Der gelernte Küchenmeister zaubert in Kürze ein erstklassiges Essen, von dem nicht nur Touristen begeistert sind. Nach anfänglicher Skepsis kommen auch die Einheimischen zunehmend auf den Geschmack der asiatischen Köstlichkeiten. „Als wäre er von den Toten auferstanden!“, schwärmt eine Finnin begeistert vom neuen Ess-Effekt auf den Gatten. Als Bruder des berühmten Aki stand Mika Kaurismäki meist im Schatten des coolen Kultregisseurs. Erfolge, wie die MusikDoku „Mama Africa“, könnten sich nun aber wiederholen, siehe der Publikumspreis bei den Nordischen Filmtagen Lübeck. Die Story selbst mag recht schlicht und ziemlich vorhersehbar sein, doch sie wird charmant erzählt und überzeugend gespielt. Die hierzulande unbekannten Anna-Maija Tuokko und Chu Pak-hong sammeln als charmantes Liebespaar schnell Sympathiepunkte, derweil die knorrigen Nebenfiguren für reichlich Heiterkeit und Situationskomik sorgen. PROGRAMMKINO.DE / DIETER OSWALD REGIE Mika Kaurismäki DARSTELLER Chu Pak-hong, Anna-Maija Tuokko, Kari Väänänen LAUFZEIT 114 Minuten FSK ab 6 Jahren VERLEIH MFA (Filmagentinnen)

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NEUERSCHEINUNG


MET OPERA IM KINO 23. AUGUST

12. JULI

Giacomo Puccini

Georges Bizet

LA BOHÈME

CARMEN

Mit Angela Gheorghiu und Ramon Vargas

Mit Elı̄na Garanča und Roberto Alagna

26. JULI

06. SEPTEMBER

Gioachino Rossini

Giuseppe Verdi

DER BARBIER VON SEVILLA

LA TRAVIATA Mit Diana Damrau und Juan Diego Flórez

Mit Joyce DiDonato, Peter Mattei und Juan Diego Flórez

09. AUGUST

Richard Wagner

PARSIFAL Mit Jonas Kaufmann und René Pape

Änderungen vorbehalten

www.metimkino.de

/METimKino

PHOTOS: METROPOLITAN OPERA

FREUEN SIE SICH AUF UNSER SOMMER-OPERNFESTIVAL 2020 Immer sonntags, bei uns im Kino!

/METimKino

Marienstraße 16 76137 Karlsruhe T. 0721 3500018 www.schauburg.de

Sonntag Matinee 11 Uhr

GROSSBILDWAND


Seltene Genrekost beim „Deliria Italiano“- Weekend am 16. & 17. Oktober in der Schauburg – präsentiert mit authentischen 35mm Filmbandkopien, selbstverständlich! Umgarnt wird dieser kleine Ausflug von fachkundigen Einführungen, Trailershows und Verlosungen. 1965 löste Sergio Leone („Für eine Handvoll Dollar“) mit dem Prototypen des Italowestern eine Lawine aus. Die nicht zimperliche Darstellung von Gewalt, Sex und anderem amoralischem Spektakel führte zu einem Siegeszug sondergleichen – der italienische Film erhielt nun dauerhaften Einzug in große Kinohäuser, sowie in die Bahnhofskinos. Nachdem innerhalb weniger Jahre 350 Italowestern (in jeglichen Qualitätsstufen) heruntergekurbelt waren und das Genre sich erschöpfte, erfanden die Italiener den Poliziottesco, eine Art Thrillergenre, dessen Zentrum Antihelden jenseits von Gut und Böse zeigte – meist mit einem funky Soundtrack ausgestattet. Neben den Gialli, den Zombiefilme (bis Mitte der 80er) schafften es unter anderem auch die berüchtigten Kannibalenfilme unglaubliche Zuschauermassen anzuziehen. Über Jahrzehnte wurden hier Filme wie am Fließband produziert und das einzige was sie einte, war das wachsende Unbehagen der deutschen Jugendschützer. Die Genrefreunde des Forums „Deliria Italiano“ präsentieren bei uns in der Schauburg Mitte Oktober eine kleine und sehr feine Auswahl des abtrünnigen italienischen Kinos. Wir starten 1965 mit „Sieben goldene Männer“ (16.10. um 20.15

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SPECIAL

Uhr) – eine schwungvolle Gaunerkomödie, die die „Swinging Sixties“ wiederbelebt. Ein paar Schurken reißen einen Straßenzug in der Nähe eines Geldinstituts auf – selbstverständlich wird in Richtung Goldbarren gegraben. Spannende, locker-flockige Bankraubgeschichte. „Suspiria“ (16.10. um 22.15) setzte 1977 Maßstäbe. Ähnlich wie Sergio Leone in „Spiel mir das Lied vom Tod“ die Tonspur mit der Bildebene majestätisch verschmolz, so tat es auch Dario Argento in seinem alptraumhaften Hexenkult-Verwirrspiel - nur dekonstruktiver und experimenteller. Unsere große SchauburgBildwand wird zum Synthie-Score der Band „Goblin“ in grünen und roten Farben wabern – zur Aufführung kommt eine seltene Technicolor-Kopie. SUSPIRIA ist der letzte bekannte Film, der dieses ursprüngliche Farbverfahren nutzte und ist gleichzeitig der populärste Titel der italienischen 70er Jahre Horror-Welle. Nicht verpassen! Zurück nach 1969 – der Erfolg der Italowestern ebbte nicht ab. Das Genre begann allerdings in Richtung Parodie abzudriften, „Friedhof ohne Kreuze“ (17.10. um 15 Uhr) ging einen anderen Weg: Statt blauen Bohnen, zynisch abgeklärten Kopfgeldjägern und den üblichen Stereotypen dominieren hier die ruhigen Töne


und ambivalenten Figuren, die dem düsteren Drama mit seinem melancholischen Charakter existentialistische Substanz verleiht. Ein Glücksfilm für den Italowestern, der damals sicherlich eher als Perle vor die Säue vorgeführt wurde. Wir zeigen die letzte erhältliche 35mm Technicolor-Filmkopie in deutscher Sprache. Den Abschluss macht eine italienisch – englisch - deutsche Superproduktion: „Treffpunkt Todesbrücke“ (17.10. um 17 Uhr) mit Sophia Loren, Burt Lancaster & Richard Harris. Der zu Unrecht in Vergessenheit geratene Katastrophenfilm spielt in einem Zug von Genf nach Stockholm. Ein schwedischer Terrorist, der sich mit einem tödlichen mutierten Pest-Bakterium infiziert hat, ist an Bord und will gestoppt sein. Der Zug muss zudem über die einsturzgefährdete Cassandra-Brücke umgeleitet werden... •

SPECIAL

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AB 6. AUGUST

WIR BEIDE DRAMA, KOMÖDIE | FRANKREICH, LUXEMBURG, BELGIEN 2019

Die heimliche Romanze zweier Nachbarinnen wird durch ein Ereignis vor eine große Herausforderung gestellt. Top-besetzter, einfühlsamer Film über eine große Liebe. Nach außen hin ist Nina nur die nette Nachbarin von gegenüber, aber für Madeleine ist sie die Liebe ihres Lebens. Schon seit Jahren führen die beiden eine geheime Beziehung und träumen davon, gemeinsam ein neues Leben in Rom zu beginnen. Doch Madeleine kann sich nicht überwinden, ihrer Familie die Wahrheit zu sagen. Für ihre erwachsenen Kinder ist sie die aufopferungsvolle Witwe, die ihrem Ehemann nachtrauert. So bleibt die Liebe der beiden Frauen im Verborgenen und das heimliche Schleichen über den Flur zwischen den Apartments ihr Alltag. Doch dann führt ein unerwartetes Ereignis dazu, dass die Türen geschlossen bleiben. Nina muss alles riskieren, um zu Madeleine durchzudringen. Authentisch und einfühlsam beschreibt Regisseur Filippo Meneghetti eine große Liebe im Verborgenen. Martine Chevallier überzeugt als zaghafte Familienmutter, die sich gesellschaftlichen Konventionen beugt, während Barbara Sukowa als energische Kämpferin brilliert, die bereit ist, für die Liebe alles aufs Spiel zu setzen. Regisseur Filippo Meneghetti über die Idee zu seinem Film: „Die Inspiration für die komplexen Lebensentscheidungen meiner Protagonistinnen und ihre Unfähigkeit, sie gegenüber ihren Familien vollständig zuzugeben, beruht auf verschiedenen Menschen, die ich gekannt habe und deren Lebenswege mich tief beeindruckt haben. Das Überraschende ist, dass ich viel später, als ich mit meiner Koautorin am Drehbuch arbeitete, von einem Paar hörte, das fast genauso wie Nina und Madeleine lebte, um ihre Beziehung vor ihren Familien geheim zu halten. Das Leben imitiert die Kunst, nehme ich an.“ REGIE Filippo Meneghetti  DARSTELLER Barbara Sukowa, Martine Chevallier, Léa Drucker  LAUFZEIT 96 Minuten  FSK ab 6  VERLEIH Weltkino

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NEUERSCHEINUNG


SONNTAG, 09. AUGUST UM 16.00 UHR — SONDERVORSTELLUNG — mit Regisseur Bernhard Koch und Gästen

AB 6. AUGUST

SEIN – GESUND, BEWUSST, LEBENDIG DOKUMENTATION | DEUTSCHLAND 2020

Regisseur Bernhard Koch knüpft an seinen erfolgreichen Meditationsfilm „Stopping – Wie man die Welt anhält“ an und zeigt, wie ein heilsames Leben gelingt. Wir alle wollen ein gutes Leben, wissen aber nicht genau, was das bedeutet: Gesundheit, Glück, Erfüllung? Vieles nehmen wir für zu selbstverständlich. Erst in Krisen erkennen wir, wie zerbrechlich und wertvoll das eigene Leben ist. Wir fühlen uns ausgeliefert. Dabei haben wir unser Wohlergehen selbst in der Hand. Der Film „Sein – gesund, bewusst, lebendig“ zeigt, wie wir das Leben verändern und gestalten können, um heilsame Prozesse anzustoßen. Im Film wagen fünf Menschen das Projekt Selbstheilung. Sie ändern ihren Lebensstil radikal und übernehmen die Verantwortung für ihren Geist und Körper. Ranja kommt durch Yoga in Verbindung mit sich, Stephan entdeckt die Kraft der Heil- und Wildkräuter und Mona wird schmerzfrei durch vegane Ernährung. Dominique findet Lebenskraft durch Sport und Bewegung und Chris lebt Achtsamkeit und Meditation. Allen gemeinsam ist, dass sie durch die Veränderung mehr Glück und Lebendigkeit empfinden. Wer mit einem Element beginnt, macht sich auf die schönste Reise des Lebens: zum eigenen SEIN. „Sein“ ist zugleich eine praktische Anleitung. Expert*innen geben Tipps zu Yoga, Bewegung, Fasten, Ernährung, Entspannung und Meditation. Der Weg zur Gesundheit beginnt oft damit, eine Alltagsgewohnheit abzulegen und führt zur Umstellung des gesamten Lebensstils. Dr. Andreas Michalsen führt an, dass das Wissen über Ernährung wahre Medizin darstellt und ein elementarer Schlüssel zur Heilung fast aller Krankheiten ist. Dr. Tobias Esch legt dar, dass Entspannung aktiv praktiziert werden und somit als Gegenpol zu unserem hektischen Leben dienen kann. Dr. Francoise Wilhelmi de Toledo belegt durch zahlreiche Studien messbare Auswirkungen auf den Stoffwechsel und die Stimmung durch Fasten. Dr. Elke Jäger hat entdeckt, dass Bewegung auch bei schweren Krankheiten wie Krebs positiv unterstützend wirkt und sogar eine Steigerung der Leistungsfähigkeit möglich ist. Mit Stephan Engelhardt, Dominique van Lith, Mona Nicolai, Christian Seiler, Ranja Weis und Fred von Allmen, Niklaus Brantschen, Dr. Patrick Broome, Dr. Heidi Braunewell, Andrea Chiappa, Dr. Tobias Esch, Ursula Flückiger, Hubert Hohler, Dr. Elke Jäger, Dr. Eva Lischka, Dr. Andreas Michalsen, Dr. Christine Müller, Ursula Popp, Josef Ulrich, Dr. Francoise Wilhelmi de Toledol. REGIE Bernhard Koch  LAUFZEIT 116 Minuten  FSK ohne Altersbeschränkung  VERLEIH Spuren Pfade Filme (Filmagentinnen)

AB 13. AUGUST

IL TRADITORE – ALS KRONZEUGE GEGEN DIE COSA NOSTRA DRAMA, ROMANZE | DEUTSCHLAND, FRANKREICH 2020

Als einer der ersten durchbrach Tommaso Buscetta das Schweigegelübde der Mafia. Welchen Preis er dafür zahlte, zeigt Marco Bellocchios Doku-Drama, das auf nachdenkliche Weise die Schwierigkeiten beschreibt, der Mafia entgegenzutreten. Anfang der 80er Jahre flieht Tommaso Buscetta (Pierfrancesco Favino) zusammen mit seiner Familie nach Rio de Janeiro. Er hat genug von den immer brutaler werdenden Auseinandersetzungen der Mafia-Familien Siziliens, die durch den lukrativen Drogenhandel enorme Reichtümer angehäuft haben und keine Skrupel mehr kennen. Doch die Freiheit währt nicht lang, er wird verhaftet, gefoltert und schließlich nach Italien ausgeliefert. In Palermo sieht er sich dem neuen Staatsanwalt Giovanni Falcone (Fausto Russo Alesi) gegenüber, ein furchtloser Mann, der der Mafia den Kampf angesagt hat. Und das bislang Unvorstellbare passiert: Der Mafiose packt aus.. Im Laufe seiner langen Karriere hat sich Marco Bellocchio immer wieder mit der Mafia, ihren Strukturen, aber auch ihrem Einfluss auf Teile der italienischen Gesellschaft beschäftigt, die an sich gar nicht unmittelbar mit ihr zu tun haben. Allgegenwärtig wirkt gerade auf Sizilien die Mafia, dementsprechend schwer ist es, ihr etwas entgegenzusetzen, zumal sie Verbindungen bis in die politische Klasse, bis in die Hauptstadt Rom pflegt. Spröde wirkt sein Film zwar, betont schlicht und unaufdringlich gefilmt, aber nur so kann es gelingen, die Verführungskraft der Mafia zu unterlaufen. Ihre Skrupellosigkeit zu entlarven gelingt Bellocchio besonders in einem erschütternden Moment, wenn er den Mord an Falcone zeigt, der zusammen mit seiner Frau und seinem Leibwächter auf der Autobahn mit Tonnen Sprengstoff in Stücke gerissen wurde, der Reaktion der inhaftierten Mafiose gegenüberstellt, die Champagnerkorken knallen lassen. Buscetta selbst wurde im Laufe seines Lebens immer skeptischer, was den Kampf gegen die Mafia anging. Zu hilflos erschienen ihm die Staatsanwälte, zu wenig engagiert die politische Klasse, die wohl in Teilen auch heute noch Verbindungen zur Mafia unterhält. Marco Bellocchios Film wird daran nichts ändern, doch ohne Filme wie diesen, in denen der Mafia etwas entgegengesetzt wird, wird es erst recht keinen Wandel geben. REGIE Marco Bellocchio  DARSTELLER Pierfrancesco Favino, Fausto Russo Alesi, Maria Fernanda Cândido, Luigi Lo Cascio, Alessio Praticò, Gabriele Arena  LAUFZEIT 145 Minuten  FSK ab 12  VERLEIH Pandora

NEUERSCHEINUNG

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AB 12. AUGUST IN ANALOGER 70MM-PROJEKTION

TENET

ACTION, THRILLER, SPIONAGE |USA 2020

Das Film-Großereignis für den Sommer 2020 steht vor der Tür: Kultregisseur Christopher Nolan ist nach „Dunkirk“ (2017) zurück und serviert seinen neusten Meilenstein auch im hochauflösenden analogen 70mm Format: Die Schauburg ist natürlich „exklusiv“ mit von der Partie! Filmemacher Christopher Nolan ist dafür bekannt seine Drehbücher strikt geheim zu halten. Schauspieler erhalten oft erst direkt vor den Dreharbeiten Einblicke in die Details – wohlgemerkt nur in Anwesenheit des Regisseurs. Digitale Skripte werden nicht verschickt, um Leaks vorzubeugen. Demnach ist auch für den Spionage-Thriller „Tenet“ im Vorhinein nur wenig über die Story bekannt: Ein russischer Oligarch (Kenneth Branagh) muss gestoppt werden, da er über die Macht verfügt einen 3. Weltkrieg auszulösen. Eine Operationseinheit schickt einen Agenten (John David Washington) mit besonderen Fähigkeiten aus, um die Machenschaften aufzudecken und zu entschärfen. Er besitzt die übersinnliche Gabe der „Inversion“, also Ereignisse vorherzusagen und auch ungeschehen machen zu können. Zusammen mit einem Kollegen (Robert Pattinson) muss er mit dieser Wunderwaffe und dem Codewort „Tenet“ in den Kampf ziehen. Das Wort „Tenet“ bedeutet Dogma, Grundsatz, Glaubenssatz, Theorem oder Lehre und ist ein Palindrom, kann also vorwärts wie rückwärts gelesen werden. Sicherlich ein Indiz auf die Komplexität der Geschichte, in der Zeit invertiert werden kann (zum Beispiel eine Kugel zurück in die Pistole schiessen). Nach den philosophischen Großtaten „Inception“ (über Bewusstseinsebenen und deren Manipulation), „Memento“ (rückwärts erzählt) und „Interstellar“ (über Zeitlöcher) geht es in „Tenet“ um verschachtelte Zeitebenen. Wie in den anderen Werken wird auch hier eine actiongeladene Rahmenhandlung dienen, um ein dringlich-existentialistisches Motiv zu befördern. Blockbusterkino mit Tiefgang! Bitte beachten Sie auch unsere vorausgehende Christopher Nolan Werkschau. Soweit möglich, präsentieren wir auch diese Auswahl an Filmen in analoger Projektion. REGIE Christopher Nolan  DARSTELLER John David Washington, Robert Pattinson, Elizabeth Debicki  LAUFZEIT 130 Minuten  VERLEIH Warner

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NEUERSCHEINUNG


AB 20. AUGUST

THE CLIMB DRAMA, KOMÖDIE | USA 2019

Eine richtig gute, durchaus anspruchsvolle Komödie mit leicht französischem Touch und sehr viel Buddy-Charme über zwei Freunde vollkommen unterschiedliche Charaktere, die im wahrsten Sinne des Wortes durch dick und dünn gehen.

AB 13. AUGUST

WEGE DES LEBENS – THE ROADS NOT TAKEN DRAMA |  GROSSBRITANNIEN, USA 2020

Eindringliches Drama über einen innerlich zerrütteten Mann, der sein Leben wie ein Puzzle zusammensetzt. Inszeniert von der legendären feministischen Regisseurin Sally Potter. „Wege des Lebens“ folgt 24 bedeutsamen Stunden im Leben von Leo (Javier Bardem) und dessen Tochter Molly (Elle Fanning), die mit dem zunehmend kritischen mentalen Zustand ihres alleinstehenden Vaters kämpft. Während sie sich durch einen stressigen Tag in New York City schlängeln und versuchen, den normalen Alltag zu bewältigen, verliert sich Leo immer wieder in zwei Lebensrealitäten, die er so hätte erleben können: Von der leidenschaftlichen Ehe mit seiner Jugendliebe Dolores (Salma Hayek) in Mexiko bis hin zu einem Leben in Einsamkeit auf einer abgelegenen griechischen Insel, wo das zufällige Aufeinandertreffen mit zwei jungen Touristinnen schmerzliche, unbequeme Einsichten ans Licht bringt. Der neue Film von Regisseurin und Drehbuchautorin Sally Potter („The Party“, „Orlando“) webt einen opulenten filmischen Bilderteppich, auf dem Leos parallele Lebenswelten – nur für ihn sichtbar – mehr und mehr aufgehen in Momente voller Tragik, Glück, Bedauern und Komik. Einzig seine Tochter Molly beginnt langsam, ein wenig von Leos geheimen Leben zu erahnen. Der mit einem Oscar® und einem Golden Globe® ausgezeichnete Javier Bardem stellt in „Wege des Lebens“ seine einzigartige Wandelbarkeit unter Beweis. An seiner Seite sind Elle Fanning sowie die Oscar®-nominierten Salma Hayek und Laura Linney zu sehen. REGIE Sally Potter  DARSTELLER Javier Bardem, Elle Fanning, Salma Hayek LAUFZEIT 85 Minuten  FSK ohne Altersbeschränkung  VERLEIH Universal

Mike, der Sportler, radelt vorweg – Kyle müht sich ab, auf der steilen Bergstrecke den Anschluss nicht zu verlieren. Er will bald heiraten und nutzt den Fahrradurlaub in Frankreich, um sich in Form zu bringen. „Es kommt auf die Trittfrequenz an“, meint Mike und fügt gleich noch hinzu, er habe mit Kyles zukünftiger Frau Ava geschlafen. Im nächsten Moment gerät er mit einem Autofahrer aneinander, der ihn krankenhausreif prügelt. Die gemeinsame Reise nach Frankreich hat unerwartete Folgen: Mike heiratet Ava, Kyle und Mike treffen sich nicht mehr – die Freundschaft scheint beendet. Erst Jahre später, auf Avas Beerdigung, sehen sich die beiden wieder. Kyle kommt gerade rechtzeitig, um zu verhindern, dass Mike in seiner Trauer und Wut die Friedhofsmitarbeiter angreift, die ihm aus gewerkschaftlichen Gründen verwehren wollen, Sand aufs Grab seiner verstorbenen Frau zu schaufeln. Und so geht es weiter in dieser zeitweilig stark turbulenten Komödie um zwei Freunde, die trotz aller Vorfälle, Widrigkeiten und Dussligkeiten immer wieder zueinanderfinden. Die beiden scheinen geradezu symbiotisch verbunden zu sein, obwohl oder vielleicht auch weil sie so unterschiedlich sind. Immer dann, wenn die Situation in Albernheit oder Rührseligkeit zu kippen droht, gibt’s eine Überraschung, wie zum Beispiel eine Prügelei. Oder es fällt einfach einer um oder bricht ins Eis ein. Die Filmemacher Michael Angelo Covino und Kyle Marvin spielen jeweils ihr Alter Ego – mit sehr viel Witz und gelegentlicher Ironie sowie mit einem feinen Gespür dafür, weder die Humor- noch die Dramaschrauben zu fest anzuziehen. Sie erweisen sich als wahre Meister darin, ihre Bilder bis ins letzte Detail durchzuchoreographieren, um sie irgendwann komplett umzuwerfen. Ob fließender Übergang oder harter Bruch: die Filmemacher beherrschen ihr Handwerk. Und so, wie sie sich am Anfang auf ihren Fahrrädern abgestrampelt haben – es kommt schließlich auf die Trittfrequenz an – so strampeln sie auch am Ende. Nur dass sie nun zu dritt sind. REGIE Michael Angelo Covino  DARSTELLER Michael Angelo Covino, Kyle Marvin, Gayle Rankin, Talia Balsam, George Wendt  LAUFZEIT 97 Minuten FSK ab 12  VERLEIH Prokino

NEUERSCHEINUNG

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AB 20. AUGUST

DIE OBSKUREN GESCHICHTEN EINES ZUGREISENDEN DRAMA, KOMÖDIE|SPANIEN, FRANKREICH 2019

Eine Zugreise wird für eine Verlegerin und einen Psychiater zu einem Delirium voller Perversionen, Wahnsinn und Raffinesse. Das Spielfilmdebüt von Regisseur Aritz Moreno verspricht surreales Kino at its best! Die Verlegerin Helga Pato wird während einer Zugfahrt von dem Psychiater Ángel Sanagustin angesprochen. Um die Zugfahrt etwas angenehmer zu gestalten, beginnt er, ihr seine Lebensgeschichte und insbesondere von seinem ungewöhnlichsten Fall zu erzählen: Die Geschichte des Patienten, der Soldat war: Im Krieg begegnete er einer Ärztin, die ein Kinderkrankenhaus unter den widrigsten Umständen erhalten möchte und dabei auf eine zwielichtige Gestalt stößt, die Verstörendes erblickt. Nach dem MatroschkaPrinzip wird Helga Pato in immer tiefere Schichten der Erzählung hineingezogen. Das zufällige Zusammentreffen mit dem Psychiater wird unwiderruflich die Zukunft der Verlegerin als auch die der Figuren aus den Geschichten bestimmen, die in einer Serie von unvorhersehbaren Ereignissen verwickelt sind, die sich Schicht für Schicht ineinander verweben, bis sie einen wahnsinnigen Höhepunkt erreichen. In bester Tradition surrealistischen Filmemachers ist „Die obskuren Geschichten eines Zugreisenden“ eine schräge, bizarre und bisweilen zutiefst beunruhigende Komödie. Regisseur Aritz Moreno hat einen brillanten, atypischen Film geschaffen, in dem die Kunst des Erzählens selbst zum Hauptprotagonisten wird. Der Film schwelgt in den endlosen Möglichkeiten mehrerer Handlungsstränge, die sich nahtlos in die visuelle Energie einfügen, ohne dass sich der Zuschauer darin verliert. Gespickt mit genialen Dialogen und schwarzem Humor ist der Film ein düsteres, aber faszinierendes Delirium voller Obsessionen, Perversionen, Wahnsinn und Raffinesse. Der Film wurde mit vier Nominierungen für den spanischen Filmpreis Goya bedacht, u.a. in den Kategorien Bester Nachwuchsregisseur und Bestes adaptiertes Drehbuch. Bei den Premios Feroz, einer Auszeichnung in Spanien, die den Golden Globes gleichzusetzen sind, gewann der Film den Preis als Bester Film in der Kategorie Komödie. REGIE Aritz Moreno  DARSTELLER Luis Tosar, Pilar Castro, Ernesto Alterio LAUFZEIT 103 Minuten  FSK ab 18  VERLEIH Neue Visionen

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NEUERSCHEINUNG


AB 20. AUGUST

AB 20. AUGUST

DIE RÜDEN

SCHLINGENSIEF – IN DAS SCHWEIGEN HINEINSCHREIEN DOKUMENTATION | DEUTSCHLAND 2020

DRAMA | DEUTSCHLAND

Vier hoch aggressive Häftlinge sollen unter Aufsicht einer taffen Trainerin mit gefährlichen Hunden arbeiten. Ein ebenso faszinierender wie schwieriger Film und ein Ausflug in die Untiefen der menschlichen Seele. Absolut sehenswert! In einer Arena aus dunklem, vernarbtem Beton treffen vier junge Gewaltstraftäter auf drei kampflustige Hunde mit metallenen Maulkörben. Testosteron pur also, wäre da nicht Lu, die angstfreie, hochkonzentrierte Hundetrainerin, die sich der Herausforderung stellt, Feuer mit Feuer zu löschen. Lu siedelt ihr so riskantes wie von den Strafvollzugs-Autoritäten misstrauisch überwachtes Projekt jenseits der Fragen nach Täter und Opfer, Schuld und Sühne an. Sie lässt sich ein, auf das Unaussprechliche, das Unkontrollierbare und das Ungewisse, in das es führt. Die Täter, die Tiere, sie selbst. So wird sie zur Provokation und ihr Ansatz zum Sprengsatz für ein System, das noch immer glaubt, man könne Gut und Böse wirklich auseinander sortieren. Connie Walther hat ihren Film gemeinsam mit der profilierten Hundetrainerin Nadin Matthews konzipiert, unterstützt von echten (entlassenen) Strafgefangenen und mit tatsächlich aggressiven Hunden. In streng kadrierten, oft düsteren Bildern, die manchmal geradezu mystisch überhöht werden, ohne dass sie gänzlich ins Esoterische hinübergleiten, begleitet von schlichten Piano- und Synthesizerklängen, präsentiert Connie Walther einen artifiziell gestalteten Film mit vielen realen Bezügen. Das Prinzip der angstfreien Kommunikation scheint sich hier zu bewahrheiten. Kein Machtgehabe, kein Geschrei, kein diktatorisches Verhalten, stattdessen Aufmerksamkeit, Zuhören und Gelassenheit? Eine Resozialisierung setzt Sozialisierung voraus. Je mehr die Handlung fortschreitet, desto mehr geht es um Solidarität, um Mitleid und um die Sorge für sich selbst und füreinander, um den Blick auf den anderen. Vielleicht liegt am Ende der größte Fortschritt darin, dass die Männer in der Lage sind, ernsthaft über sich selbst und den anderen zu sprechen, statt sich anzubrüllen oder Faxen zu machen. REGIE Connie Walther  KONZEPT Nadin Matthews  KAMERA Birgit Gudjonsdottir  MUSIK Hans-Joachim Roedelius, Arnold Kasar  LAUFZEIT 107 Minuten  VERLEIH Real Fiction

Dass der viel zu früh verstorbene Regisseur mit zunehmender Bekanntheit immer häufiger nur als Pausenclown wahrgenommen wurde ist eine Tragik, die in Bettina Böhlers Porträt mitschwingt, der sehr persönlichen Würdigung eines vielschichtigen, suchenden, streitbaren Menschen. Der Künstler in seinen eigenen Worten, könnte der Untertitel von Bettina Böhlers Montagefilm auch lauten. Während viele biographische Porträtfilme möglichst viele Wegbegleiter und Freunde des Porträtierten interviewen, je nach Sujet Wissenschaftler und Historiker befragen, die das Schaffen einordnen, wählt Böhler einen anderen Weg: Als erfahrene Editorin, die mit Christian Petzold, Valeska Griesbach oder Nicolette Krebitz zusammengearbeitet hat, aber auch etliche Filme von Christoph Schlingensief in Form brachte, liegt es wohl nahe, sich nicht an einen klassischen biographischen Film zu wagen, sondern sich in die Archive zu stürzen. Ausschließlich auf Archivmaterial stützt Böhler sich in ihrer ersten langen Regiearbeit, hatte augenscheinlich Zugang zu praktisch allem was von und über Schlingensief gefilmt wurde – und das ist eine ganze Menge. Schon als Kind begann Schlingensief mit den Nachbarskindern eigene Filme zu drehen, schaffte es zwar nicht auf eine Filmschule, aber bald zur Berlinale, wo sein zweiter Film „Menü Total“ für erhebliche Verstörung und leere Kinos sorgte. Doch ab da lief es rund, mit enormem Tatendrang drehte Schlingensief einen Film nach dem anderen, wurde zur Ikone des Undergrounds und gerade im richtigen Moment für die Berliner Volksbühne entdeckt. Mit seinem geschickt montierten Material versteht es der Film immer wieder, die Vielschichtigkeit Schlingensiefs anzudeuten. Erst seine ganz besondere Art machte Schlingensief so berühmt, aber genau diese Art machte es allzu leicht, die Substanz seiner Kunst zu übersehen. So oder so, der Verlust von Christoph Schlingensief, der mit nur 49 Jahren an Krebs starb, wiegt schwer. Ohne es aussprechen zu müssen, ohne dass es Freunde und Wegbegleiter direkt sagen, wird am Ende von Bettina Böhlers „Schlingensief – In das Schweigen hineinschreien“ überdeutlich: Er fehlt. REGIE & BUCH Bettina Böhler  LAUFZEIT 124 Minuten  FSK ab 12  VERLEIH Weltkino

NEUERSCHEINUNG

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AB 27. AUGUST

EXPERIMENT SOZIALISMUS – RÜCKKEHR NACH KUBA DOKUMENTATION | DEUTSCHLAND 2020

Dokumentarfilm, der die gegenwärtigen Reformen in Kuba thematisiert und der sowohl die junge wie alte Generation von Einwohnern zu Wort kommen lässt. Kuba 2019 - der Exilkubaner Arsenio kehrt zurück in seine Heimat und entdeckt das von den Folgen politischer Machtspiele geplagte sozialistische Land: Fidel ist tot, der Staat ist pleite. Mit neuen Reformen, den "Lineamientos", will sich das marode Land aus der Krise retten. Kubas Planwirtschaft öffnet sich der Welt, das Volk soll endlich mehr Freiheiten bekommen - dabei hält der alte Kader der Partei am Modell des kubanischen Sozialismus fest. Schonungslos offen berichten die junge und alte Generation Kubas dem Ich-Erzähler Arsenio ihre Hoffnungen, ihre Wünsche und was sie über den Sozialismus und die Politik in der Welt denken. 2011 startete Kuba neue Wirtschaftsreformen – die “Lineamientos”. Sie sind ein Leitfaden, um das sozialistische Wirtschaftsmodell zu aktualisieren und das Land bis 2030 aus der anhaltenden Krise zu retten. Um zu überleben, muss sich die Karibikinsel den Herausforderungen auf dem Weltmarkt anpassen. Der kubanische Sozialismus soll dabei zwingend erhalten und weiterentwickelt werden. Viele europäische Ökonomen sehen die Reformen jedoch als das schleichende Ende des kubanischen Sozialismus. Die schrittweise Öffnung des kubanischen Marktes, gelockerte Beziehungen zu den USA und Fidels Tod stärken in Europa die Meinung, dass Kuba sich rasant verändern wird. Es gibt einen regelrechten Tourismusansturm auf die sozialistische Insel, um den vermeintlichen Charme der Castro-Ära noch zu erleben, bevor er zerfällt. Der Film vermittelt die Sichtweise der Kubaner sowie die der westlichen Welt auf die Kultur und Geschichte Kubas und deren Wirkung bis in die Gegenwart. Das kontroverse Thema rund um Kubas Entwicklung soll einem gemischten Publikum diverse Ansätze für generationsübergreifende Gespräche bieten, um gegenseitigen Respekt und Verständnis füreinander zu fördern und voneinander zu lernen. Ganz besonders spannend sind die Unterschiede in den Blickweisen der jungen und alten Generation Kubas auf die Zukunft ihres Landes. REGIE Jana Kaesdorf  LAUFZEIT 83 Minuten  FSK ab 12  VERLEIH Sun Also Rises (Filmagentinnen)

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NEUERSCHEINUNG

AB 27. AUGUST

YALDA DRAMA, THRILLER | FRANKREICH, DEUTSCHLAND, SCHWEIZ, LUXEMBURG 2019

Eine zum Tode verurteilte Frau erhält in einer TV-Show die Chance auf Begnadigung. Der Film prangert gekonnt Missstände wie Frauenfeindlichkeit und die Rückständigkeit des islamischen Rechts an. Am Yalda-Feiertag, der persischen Wintersonnenwende, ist Maryam (Sadaf Asgari), eine zum Tode verurteilte 25-jährige, zu Gast in einer populären iranischen TV-Show. Ihr gegenüber im Studio sitzt Mona (Behnaz Jafari), die immer wie eine große Schwester für sie war. Maryam hat mit Monas Vater, dem 65-jährigen Nasser, in einer Zeitehe gelebt. Nun steht sie wegen des angeblichen Mordes an Nasser am Pranger. Vor laufender Kamera und vielen Millionen Zuschauern muss Maryam um ihr Weiterleben bangen. Stets in der Hoffnung, dass Mona in der Lage ist zu verzeihen. Massoud Bakhshi möchte mit „Yalda“ auf die steinzeitlichen Traditionen und das rückständige politische System seiner iranischen Heimat aufmerksam machen. Dass er seine Botschaften und die unmissverständliche Kritik an der inhumanen iranischen Rechtsprechung in diese Geschichte um eine auf Quote und Aufmerksamkeit angelegte Reality-TV-Show einbettet, ist äußerst geschickt. Denn so arbeitet er mit Hilfe von Entsprechungen und Parallelen all jene Ungerechtigkeiten heraus, die in diesem Land vor allem Frauen über sich ergehen lassen müssen. So steht zum Beispiel die Tatsache, dass sich die Zuschauer mittels einer SMS (schuldig? unschuldig?) ins Geschehen einbringen können, für die Willkür der iranischen Gerichte und Behörden. Wenn Bakhshi Maryams Schicksal in den Mittelpunkt rückt, dann verweist er darüber hinaus überdeutlich auf die patriarchalen Strukturen im Iran. Ein Staat, in dem Frauen häufig mit Hass und Missachtung zu kämpfen haben. Und mit dem Format der TV-Show, die rein auf Massentauglichkeit ausgelegt ist und ihre „Kandidaten“ vorführt, prangert Bakhshi auch noch den unreflektierten (TV-)Konsum der Menschen sowie die gewinnorientierten Medienmacher und Senderchefs an. Lob gebührt Bakhshi, da er sich nie eindeutig auf die Seite einer der Frauen schlägt. Er überlässt es dem Zuschauer sich eine eigene Meinung zu bilden. Damit zwingt er den Betrachter zur Reflexion und einer kritischen Betrachtung des Geschehens. REGIE Massoud Bakhshi  BESETZUNG Sadaf Asgari, Behnaz Jafari, Fereshteh Sadre Orafaiy, Forough Ghajabagli  LAUFZEIT 89 Minuten  FSK ab 12  VERLEIH Little Dream Entertrainment


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Wenn Wenn jemand jemand zehn zehn Jahre Jahre lang lang mit mit einem einem Sams Sams unter unter einem einem Dach Dach wohnt, wohnt, verwandelt verwandelt sich sich derderjenige jenige langsam langsam aber aber sicher sicher selbst selbst in in einein Sams. Sams. SoSo geht geht es es auch auch Herrn Herrn Taschenbier... Taschenbier...

Der Der kleine kleine Tiger Tiger und und derder kleine kleine BärBär sind sind diedie dicksten dicksten Freunde. Freunde. Eines Eines Tages Tages entdecken entdecken siesie eine eine Holzkiste Holzkiste mit mit derder Aufschrift Aufschrift `Panama‘, `Panama‘, diedie nach nach Bananen Bananen duftet. duftet. Kurz Kurz darauf darauf machen machen siesie sich sich aufauf eine eine abenteuerliche abenteuerliche Reise. Reise.

TIMM TIMMTHALER THALERODER ODERDAS DAS VERKAUFTE VERKAUFTELACHEN LACHEN

JAHR: JAHR: 2012 2012 / LÄNGE: / LÄNGE: 100100 MIN.MIN. / FSK: / FSK: 0 0

Kinoadaption Kinoadaption derder erfolgreichen erfolgreichen Serie Serie nach nach James James Krüss Krüss umum einen einen Jungen, Jungen, derder sein sein Lachen Lachen verkauft, verkauft, unter unter derder Regie Regie von von Andreas Andreas Dresen. Dresen. JAHR: JAHR: 2017 2017 / LÄNGE: / LÄNGE: 102102 MIN.MIN. / FSK: / FSK: 0 0

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LASSIE LASSIE– –EINE EINE ABENTEUERLICHE ABENTEUERLICHEREISE REISE

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KUDDELMUDDEL KUDDELMUDDELBEIBEIPETTERSSON PETTERSSON UND UNDFINDUS FINDUS

FloFlo und und seine seine Hündin Hündin sind sind unzertrennlich. unzertrennlich. Doch Doch dann dann verliert verliert Flos Flos Vater Vater seinen seinen JobJob und und siesie müssen müssen in in eine eine kleine kleine Wohnung Wohnung ziehen, ziehen, wowo keine keine Hunde Hunde erlaubt erlaubt sind. sind.

EinEin Wurf Wurf drolliger drolliger Hundewelpen: Hundewelpen: FürFür dasdas Dalmatinerpaar Dalmatinerpaar Pongo Pongo und und Perdita Perdita scheint scheint dasdas Glück Glück perfekt. perfekt. Wäre Wäre dada nicht nicht Cruella Cruella dede Vil. Vil. Pelze Pelze sind sind ihre ihre Leidenschaft Leidenschaft – besonders – besonders Mäntel Mäntel ausaus Dalmatiner-Welpenfell. Dalmatiner-Welpenfell.

JAHR: JAHR: 2020 2020 / LÄNGE: / LÄNGE: 100100 MIN.MIN. / FSK: / FSK: 0 0

JAHR: JAHR: 1961 1961 / LÄNGE: / LÄNGE: 79 79 MIN.MIN. / FSK: / FSK: 0 0

Kater Kater Findus Findus wünscht wünscht sich sich sehnlichst sehnlichst groß groß zuzu sein. sein. Sein Sein Wunsch Wunsch geht geht in in Erfüllung, Erfüllung, doch doch ganz ganz anders anders alsals erwartet. erwartet. JAHR: JAHR: 2009 2009 / LÄNGE: / LÄNGE: 70 70 MIN.MIN. / FSK: / FSK: 0 0

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DerDer Beauftragte Beauftragte derder Bundesregierung Bundesregierung fürfür Kultur Kultur undund Medien Medien hathat diedie SCHAUBURG SCHAUBURG vonvon 1976 1976 bisbis 2018 2018 jährlich jährlich fürfür einein hervorragendes hervorragendes KinderKinderundund Jugendfilmprogramm Jugendfilmprogramm ausgezeichnet. ausgezeichnet.


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DIE DIE MELODIE MELODIE DESDES MEERES MEERES

Ein Wurf Ein Wurf drolliger drolliger Hundewelpen: Hundewelpen: Für das Für das Dalmatinerpaar Dalmatinerpaar Pongo Pongo und Perdita und Perdita scheint scheint das Glück das Glück perfekt. perfekt. WäreWäre da nicht da nicht Cruella Cruella de de Vil. Pelze Vil. Pelze sind sind ihre ihre Leidenschaft Leidenschaft – besonders – besonders Mäntel Mäntel aus Dalmatiner-Welpenfell. aus Dalmatiner-Welpenfell.

Ronja Ronja und Birk und Birk versöhnen versöhnen ihre ihre zweizwei verfeindeverfeindeKaterKater Findus Findus wünscht wünscht sich sich sehnlichst sehnlichst großgroß zu zu ten Räuberfamilien ten Räuberfamilien miteinander. miteinander. Verfilmung Verfilmung sein.sein. Sein Sein Wunsch Wunsch gehtgeht in Erfüllung, in Erfüllung, dochdoch ganzganz des Kinderbuchs des Kinderbuchs von Astrid von Astrid Lindgren. Lindgren. anders anders als erwartet. als erwartet. JAHR: 1984 JAHR: 1984 / LÄNGE: / LÄNGE: 120 MIN. 120/ MIN. FSK: 0/ FSK: 0 JAHR: 2009 JAHR: 2009 / LÄNGE: / LÄNGE: 70 MIN. 70/ MIN. FSK: 0/ FSK: 0

JAHR: 1961 JAHR: 1961 / LÄNGE: / LÄNGE: 79 MIN. 79/ MIN. FSK: 0/ FSK: 0

Der kleine Der kleine Drache Drache Kokosnuss Kokosnuss und seine und seine Freunde FreundeMit Hilfe Mit Hilfe seiner seiner Freunde Freunde versucht versucht EmilEmil einem einem Irischer Irischer Animationsfilm Animationsfilm um Bruder um Bruder und und Oscar Oscar und Matilda und Matilda machen machen sich sich auf, das auf,wertdas wert- Betrüger Betrüger auf die aufSpur die Spur zu kommen. zu kommen. Perfekte Perfekte Schwester, Schwester, die die diemagische die magische WeltWelt retten retten wollen. wollen. vollevolle Feuergras, Feuergras, das gestohlen das gestohlen wurde, wurde, wiederwieder- Neuauflage Neuauflage des Erich des Erich Kästner Kästner Klassikers Klassikers mit mit Gewinner Gewinner des Europäischen des Europäischen Filmpreises Filmpreises in der in der zufinden. zufinden. deutscher deutscher Starpower Starpower (Maria (Maria Schrader Schrader & Jürgen & Jürgen Kategorie Kategorie Bester Bester Animationsfilm. Animationsfilm. Vogel). Vogel). JAHR: 2014 JAHR: 2014 / LÄNGE: / LÄNGE: 83 MIN. 83/ MIN. FSK: 0/ FSK: 0 JAHR: 2014 JAHR: 2014 / LÄNGE: / LÄNGE: 95 MIN. 95/ MIN. FSK: 0/ FSK: 0 JAHR: 2001 JAHR: 2001 / LÄNGE: / LÄNGE: 111 MIN. 111/ MIN. FSK: 0/ FSK: 0

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EXKLUSIV IN DER SCHAUBURG in analoger 70 mm Projektion


2020 JULI / AUGUST

Wie einmal Master Cheng den Finnen die Kochkunst näherbrachte und dabei für sich selbst die Liebe fand

Eine lakonisch-romantische Komödie von MIKA KAURISMÄKI

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Programmheft des Schauburg Cinerama Filmtheaters Karlsruhe  

Das Programmheft des Schauburg Cinerama Filmtheaters in Karlsruhe für die Monate Juli und August 2020

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Das Programmheft des Schauburg Cinerama Filmtheaters in Karlsruhe für die Monate Juli und August 2020