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rainbow

UNITED

Das Queere Magazin für Les-Bi- Schwul- Trans* & Inter*

Ausgabe 01/17

http://prepfacts.hiv/

PrEP

die Pille davor als Alternative zum Kondom? VAIR Gemeinsam bewirken

www.vair.at

VAIR Dates – Gemeinsam bewirken Unsere VAIR Dates sind nicht nur für Mitglieder, sondern auch für Interessierte zugänglich. Bei der Versammlungsbegrüßung werden laufende Projekte und deren Fortschritte präsentiert, aber auch anstehende Projekte die noch Unterstützung bedürfen angesprochen. Anschließend wird zu einer Diskussionsrunde eingeladen bei der sich jeder zwanglos einbringen kann. Nach Beendigung der Diskussionsrunde, bietet sich jedem die Möglichkeit eines geselligen Beisammenseins, um sich untereinander besser kennenzulernen.

Seite 8-9 VAIR – Die soziale Plattform in Österreich VAIRstehen, VAIRmitteln, VAIRhelfen, VAIR sein. VAIR ist eine Plattform, auf welcher einzelne Personen, Vereine und Organisationen miteinander kommunizieren, um soziale Projekte zu unterstützen oder auch ins Leben zu rufen. Hierbei kann es sich um einmalige, langfristige, regelmäßige, große aber auch kleine Projekte handeln: Sei es die Unterstützung einer Familie im Bekanntenkreis, das Sammeln von Spenden zur Anschaffung eines Rollstuhles oder aktive Flüchtlingsund Obdachlosenhilfe etc.

WirtschaftsBlatt Medien GmbH In Kooperation mit

Wir sind stets bemüht zu vermitteln, weiterzuleiten und aktiv zu helfen. Um auch finanziell Schwächeren den Zugang zur VAIR Mitgliedschaft zu ermöglichen ist eine Mitgliedschaft bei VAIR kostenlos. Die Finanzierung setzt sich derzeit rein aus Spenden von Unterstützern zusammen. Werde auch Teil von VAIR unter: www.vair.at/anmeldung

VAIR setzt sich zusammen aus:

Date

Social

Project

In dieser Ausgabe von Rainbow United stellen wir euch unser VAIR Date vor.

Wenn du also Ideen hast, etwas bewirken möchtest – aber nicht weißt wie, wenn du Menschen kennst die Hilfe dringend benötigen oder einfach Lust auf eine gesellige Runde mit interessanten Menschen hast, dann komm doch einfach zum nächsten VAIR Date – gerne auch mit Freunden. Alle anstehenden Termine findest du im RAINBOW UNITED - Termin Kalender. Wir freuen uns auf dich/euch. Euer VAIR Team

Verein für Akzeptanz, Inklusion und Respekt

rainbowUNITED Ausgabe 17/01 vom 15.02.2017

Text: VAIR Fotos: Lilaw Kawani

Preis: 0,75 Euro


EDITORIAL Hallo und herzlich Willkommen in einem wunderbaren und hoffentlich auch erfolgreichen Jahr 2017. In unserer ersten Ausgabe geht es wie immer um viele verschiedene Themen die den jeweiligen Vereinen ein Anliegen sind. Neu und ab jetzt immer dabei ist der Verein VAIR, der sich für Akzeptanz und Respekt einsetzt und für eine gemeinsame, bessere Zukunft einsteht.

in der Titelstory geht es um die „Wunderpille PrEP“, zu der es einiges zu sagen gibt. Aber seht einfach selbst. Ich wünsche euch viel Spaß beim lesen. Euer Nico Ps.: Wünsche, Anregungen oder Kritik, schreibt mir bitte unter „redaktion@rainbowunited.at“

Die Hosi hat ihre Gedanken zum neuen Amerikanischen Präsidenten zu Papier gebracht und

IMPRESSUM

Offenlegung laut §25 Mediengesetz Medieninhaber: Verein HOSI Tirol / ZVR: 071298153 Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel. & Fax: 0512/587 586 Mail: office@hositirol.at www.hositirol.at Mitglieder des Vorstands: Ing. Markus Aigner Jürgen Preisegger Mario Haas Brigitte Fender Nicole Katsch Gerd Staffler

Chefredaktion: Jürgen Preisegger (Nico) redaktion@rainbowunited.at Redaktions- und Erscheinungsort: Innsbruck Grafik/Layout: Gerd Staffler

Nächste Ausgabe: Redaktionsschluß: 20. April 2017 Erscheinung: 15. Mai 2017 Bankverbindung: Bank für Tirol und Vorarlberg IBAN: AT57 1600 0001 1918 1186 BIC: BTVA AT22

Druckerei: online Druck GmbH A 2351 Wr. Neudorf

Redaktion/Mitarbeiter&Mitarbeiterinnen: Jürgen Preisegger, Mag. Dr. Hans Jörg Hofer, Markus Möller, Matthäus Recheis, Mag.a Gabriella Wegscheider, Sven Alexander Hofer, Tilman Rammstedt, Angelika Schafferer, Gabi Schiffer, Connie Hilber, Mag. Lars Müller-Marienburg, VAIR, Löwenherz, Sven Alexander Hofer rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angleichung der Rechte Homosexueller und Transidenter Menschen an die in der Menschenrechtskonvention festgelegten Grundrechte, sowie die Beseitigung gesellschaftlicher Diskriminierung. Druckauflage 1000 Exemplare mit zusätzlicher Veröffentlichung auf www.rainbowunited.at (Onlineblättermagazin). Die Beiträge, sowie Anzeigenschaltungen geben die Meinung des Verfassers/der Verfasserin und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und/oder der Hosi Tirol wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist kein Hinweis auf deren Sexuelle Orientierung und/oder sexuelle Identität. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Ein Recht auf Abdruck besteht nicht. Bei allen Beiträgen behält sich die Redaktion das Recht auf Kürzungen vor. Vorbehaltlich Druckfehler.

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INHALT rainbow UNITED

GRÜNE Andersrum Tirol

Titelstory: PrEP 8-9 Die Pille davor als Alternative zum Kondom? Regenbogen Splitter Ein Jahr Keuschheit für 6 Blutspende Ein kleiner Schritt in die richtige 6 Richtung Schläge weil Schwul 7 United Cooking 30-31 Stadtplan & Adressen 32-33 Termine 34-35 Rainbow Shop 40

Hosi Tirol Trump Krabbelalter vorbei - 2 Jahre Jugendtreff JuB Generalversammlung HOSI CSD Innsbruck 2017 Queerattack!

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AFLZ „Working on it“

16-17

AIDS Hilfe Tirol Sind Schwule Kondommuffel? „Will kein arrogantes Arschloch sein!“ Plötzlich fast alle getestet?

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Fit for Love Check

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SoHo Tirol 4-5 28 36 37 38-39

Courage COURAGE aktiv für mehr Akzep- 10-11 tanz und Respekt für Vielfalt

Vielfalt Bürger_Inneninitiative EHE GLEICH! ~UPDATE~ „PLAN A“ von Bundeskanzler Christian Kern

Beziehungsstatus ... Es ist kompliziert

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Der richtige Ton Gedanken zum „Plan A“ der SPÖ

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Evangelische Kirche 500 Jahre Reformation=500 Jahre Diversity? Evangelisch LGBTQ* - so geht‘s

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VAIR Gemeinsam bewirken VAIR – Die soziale Plattform in Österreich VAIR DATES – Gemeinsam bewirken

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Löwenherz Meinungsbildung

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Hosi Tirol

Trump Am 20.1.2017 wurde Donald Trump als 45. Präsident der Vereinigten Staaten von Amerika angelobt. Obwohl er fast 2,5 Millionen weniger Stimmen als seine demokratische Herausforderin Hillary Clinton erreichte, machte es das Wahlmänner- und Wahlfrauensystem, das aus dem 19. Jahrhundert stammt, möglich, dass er diese Wahl für sich und sein Programm entscheiden konnte. Nun ist ein großer Teil der restlichen Welt ratlos und fragt sich, wie dieses Votum zustande kommen konnte. Immerhin befindet sich die amerikanische Wirtschaft im Aufschwung und die Arbeitslosigkeit in den USA ist auf ca. 4 Prozent gesunken. Oberflächlich betrachtet scheint die Verwunderung also durchaus angebracht zu sein. Sieht man sich die Situation in den Vereinigten Staaten jedoch genauer an, so wird sehr schnell klar, dass viele Menschen dort zwar Arbeit haben, letztendlich aber am Rande des Existenz-

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minimums leben müssen. Darüber hinaus gelang es Präsident Obama nicht, den vor achte Jahren versprochenen großen „Change“ tatsächlich einzuleiten. Vom anfänglichen „Yes, we can!“ ist nicht mehr viel übrig geblieben. Beunruhigender viel mehr noch ist die Tatsache, dass Präsident Obama die Befugnisse seines Amtes durch zahlreiche Verordnungen und Erlässe vorbei am Kongress derart ausdehnte wie kaum je ein Präsident vor ihm, womit er seinem Nachfolger nun eine Machtfülle hinterlässt, die dazu geeignet ist, die Demokratie von Innen her schwer zu beschädigen und zu diskreditieren. Wenn man dem neuen Präsidenten der USA gegenüber fair sein will, müsste man sogar klar und deutlisch formulieren: Präsident Obama hat bereits in seiner Amtszeit damit begonnen, demokratische Spielregeln zu umgehen und dem System zu schaden. Damit hat er dem jetzigen Präsidenten den

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www.hositirol.at Weg ins Amt trotz aller Skandale geradezu vorbildlich geebnet. Jetzt ausgerechnet Russland für die Niederlage alleine die ganze Schuld zuzuschieben, ist nicht nur unfair sondern in hohem Maße unanständig, weil es die eigene Verantwortung und das eigene Versagen völlig ausblendet. Russland mag zwar seinen Anteil an der jetzigen Situation haben, ist aber bestimmt nicht die alleinige Ursache dafür. Rein rational betrachtet tat es nichts anderes, was andere Konkurrenten nicht auch getan hätten. Darüber hinaus verhielt sich auch China in der Vergangenheit nicht freundlich den USA gegenüber, als es die Computersysteme amerikanischer Behörden angriff. Besonders interessant im Zusammenhang mit der Wahl von Donald Trump zum 45. Präsidenten der USA ist auch die Tatsache, dass ihn viele Homosexuelle gewählt oder auch unterstützt haben. Egal, ob man das nun kritisiert oder nicht, zeigt sich hier ganz deutlich, dass sexuelle Orientierung keine verlässliche Prognose hinsichtlich des Wahlverhaltens mehr zulässt. Verwundern kann dieses Phänomen allerdings wirklich nur diejenigen, die es sich in diversen ideologischen Seifenblasen bequem gemacht und die Realität aus den Augen verloren haben. Vergessen wird dabei nämlich nur allzu oft, dass auch Homosexuelle Konsumenten, Arbeitnehmer, Eltern, Tanten, Onkel etc. sind. Vielleicht hat die Unterstützung Donald Trumps durch einige Homosexuelle neben seinen Versprechen, die gleichgeschlechtli-

che Ehe nicht anzutasten und diese Gruppe zu schützen, auch damit zu tun, dass nach dem islamistischen Anschlag auf einen Club, der hauptsächlich von Homosexuellen und deren FreundInnen besucht wird, auch bei vielen Homosexuellen eine nicht ganz unberechtigte Skepsis gegenüber unkontrollierter Massenzuwanderung erwacht ist? Ich persönlich hätte Donald Trump jedenfalls bestimmt nicht gewählt und Frau Clinton unterstützt. Spätestens nach seinem Verhalten einem behinderten Journalisten gegenüber war mir klar, dass dieser Mann aus meiner Sicht für das Amt des Präsidenten nicht geeignet ist. Den Rest gaben mir dann noch Trumps frauenfeindliche Äußerungen, die er bereits Jahre vor seiner Kandidatur getätigt hatte.

Immer am Laufenden! rainbowUNITED findest Du auch online zum Blättern auf unserer Webseite www.rainbowunited.at oder bestelle Dir dein persönliches Abo um 6,40 Euro pro Jahr (Versandkosten)

Text: Mag. Dr. Hans Jörg Hofer Foto: Variety.com / Shutterstock

WE &A B BO

Neben den gesamten Ausgaben findest Du auf unserer Webseite nützliche Informationen und alle Termine auf einem Blick rainbowUNITED Ausgabe 17/01 vom 15.02.2017

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REGENBOGEN Splitter

Ein Jahr Keuschheit für Blutspende Erlaubnis Irland - Auf der grünen Butterinsel dürfen Männer die mit Männern Geschlechtsverkehr haben nun Blutspenden, vorausgesetzt es läuft ein Jahr lang nichts das über das schmieren eines Butterbrotes hinausgeht. So ist es zwar generell auch für homosexuelle Männer möglich Leben zu retten, aber im Gegensatz zu heterosexuellen Menschen müssen sie dafür auf die schönste Nebensache abgesehen vom Butterbrot verzichten. Unabhängig davon ob geschützt, sauber, oder machohaft unaufgeklärt und gleichgültig gebuttert wird. Nur in Bulgarien, Italien, Lettland, Polen, Portugal und Spanien gilt die sexuelle Lebensweise nicht als Ausschlusskriterium für das Blutspenden. In Österreich dagegen ist Blutspenden für Männer die mit Männern Sex haben oder auch nur einmal hatten immer noch generell verboten. Ganz gleich ob der Genuss einmalig war oder

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Mann immer wieder mit einem anderen Mann frühstückt. Da hilft es auch nichts Irische Butter statt Almbutter zu nehmen. Und das iin Zeiten wo in Österreich die Lagerbestände an Blutkonservenein kritisch niedrieges Niveau erreicht haben,

Ein kleiner Schritt in die richtige Richtung Peru – am 09.01.2017 hat das peruanische Verfassungsgericht in Lima einem Schwulen Paar Recht zugesprochen welches auf Anerkennung ihrer Ehe geklagt hatte. Das Bündnis wurde schon 2012 in Mexico geschlossen und ist nun offiziell im peruanischen Standesregister eingetragen. Darüber hinaus wurde am 6. Jänner der Schutz der sexuellen Orientierung und Identität in das peruanische Strafgesetzwww.rainbowunited.at


REGENBOGEN Splitter buch aufgenommen. Daraus folgt dass Gewalttaten und Hassverbrechen, aus Motiven der Diskriminierung und Intoleranz, gegen zugehörige unserer Zuneigungsund Identitätengruppen unter erschwerenden Umständen betrachtet werden - auch im Internet. Ein großer Schritt im Vergleich zu Österreich.

Schläge weil Schwul Linz – Ende Dezember 2016 ist ein 26jähriger Mann von mehreren unbekannten jungen Männern in der Linzer Altstadt abgepasst und krankenhausreif zusammengeschlagen worden. Kurz zuvor habe einer der Täter ihn bedroht „Ich breche dir das Gesicht“ nur weil das Opfer den Täter angesehen hat. Blutverschmiert und mit Platzwunden an Kopf und Lippe wur-

de der junge schwule Linzer von Passanten gefunden und in ärztliche Versorgung übergeben. Im Folgenden erhielt er neben viel Zuspruch und Beistandsbekundungen auch Morddrohungen via Internet und deaktivierte daraufhin seine Profile in den sozialen Netzwerken. So führt die Gewalt neben Verletzungen auch zu teilweiser Isolation und Rückzug. In einem aufgeklärten Staat im 21. Jahrhundert dürfte dies nicht mehr an der Tagesordnung sein. Die Realität ist eine andere, wann reagiert Österreich und setzt Maßnahmen? Ein Anfang wäre, wie die Vereinigung Homosexueller in der Polizei (Gay Cops Austria) fordert, dass Gewalttaten mit Relevanz zu Homound Transphobie überhaupt gesondert statistisch erfasst und auch konsequenter bestraft werden.

Vandalismus - Wiener sind Kreativ statt ner des Trans-les-bi-schwulen Wahrzeieingeschüchtert chens der Gemeinschaft in Wien haben Wien - Das Community-Zentrum „TürkisRosa-Lila-Villa“ in Mariahilf im vierten Wiener Gemeindebezirk, ist im Dezember 2016 zum wiederholten Male Ziel eines vandalistischen Angriffs mit Mordaufrufen gegen Schwule geworden. Schon 2014 und 2015 haben Unbekannte die Außenwände der Institution mit Zeichen und Drohungen beschmiert, welche einer bestimmten faschistisch-extremistischen Gruppierung aus Serbien zugeordnet werden können. So wie zuvor wurde serbische Sprache in roter Farbe mit der offenbar immer gleichen Handschrift aufgetragen. Die Bewoh-

kreativ reagiert sie überklebten die Sprüche und Zeichen mit buntem Klebeband. Jedoch machten sie es so, dass man die Schrift noch sieht, um die Angriffe auf die Community erkennbar zu lassen. Es ist nicht alles bunter Sonnenschein für uns und das soll die Gesellschaft durch diesen mutigen Umgang mit den Vorfällen erkennen. Fortlaufend werden Menschen die das Haus verlassen beschimpft oder feige die Tür aufgerissen und homophobe Sprüche hineingerufen, sagt eine Bewohnerin des bunten Hauses. Es gibt noch sehr viel zu tun. Text: Markus Möller Fotos: pixabay.com

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Titelstory

PrEP – die Pille davor als Alternative zum Kondom?

Das Medikament Truvada wird seit Jahren erfolgreich in der HIVTherapie eingesetzt. Es kann aber auch vorbeugend gegen eine mögliche Infektion mit dem HIV-Virus eingenommen werden, da es das Einnisten des Virus im menschlichen Körper verhindern kann. Diese vorbeugende Einnahme wird als PrEP –Prä-Expositons-Prophylaxe („Vor-Risiko-Vorsorge“) bezeichnet. Wann die PrEp einnehmen? Bei einer dauerhaften PrEP wird täglich eine Tablette Truvada eingenommen. Damit könn(t)en sich Menschen mit häufigem HIV-Risiko vor einer Infektion schützen. Bei der anlassbezogenen PrEP wird das Medikament nur einige Tage lang eingenommen, zum Beispiel weil jemand im Urlaub auf Gran Canaria oder beim Fetischtreffen in Berlin ungeschützten Sex erleben möchte. Dabei muss mit Truvada rechtzeitig vorher begonnen und die Einnahme nach dem letz-

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ten Risiko noch einige Tage lang fortgesetzt werden. In London Rückgang von HIV-Infektionen! Im letzten Jahr wurden in vier auf sexuell übertragbare Infektionen spezialisierten Kliniken in London weniger schwule Männer mit HIV diagnostiziert. Der Rückgang fiel mit bis zu 50% deutlich aus. Die Vermutung der Experten: Die Verwendung der PrEP hat dazu wesentlich beigetragen. In Studien konnte die hohe Wirksamkeit der PrEP ein-

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Titelstory deutig nachgewiesen werden. Allerdings ist der Schutz nicht zu 100% gegeben. In Europa wurde Truvada als „Pille davor“ letztes Jahr zugelassen. Die Kosten dafür werden allerdings in Österreich, wie in vielen anderen Ländern, nicht von den Krankenkassen übernommen. Sie betragen pro Monat ca. 1000 Euro. Anders in Frankreich und in Norwegen. Dort werden für bestimmte Gruppen von Menschen, die von der Infektion besonders bedroht sind, die Kosten übernommen. In London erhält nur eine kleine Gruppe Truvada kostenlos. Allerdings haben sich viele Schwule dort das Medikament zu einem niedrigen Preis aus Indien schicken lassen. Das ist in England – anders als in Österreich - erlaubt. Eines der Probleme dabei: Enthalten die nachgemachten Pillen wirklich den identen Wirkstoff von Truvada? „Nebenwirkungen“ Darüber hinaus hat Truvada wie jedes Medikament Nebenwirkungen. Nur durch die Verschreibung und Einnahme unter ärztlicher Kontrolle kann man sicher sein, keine unliebsamen riskanten Überraschungen zu erleben. Für von HIV besonders betroffene Gruppen, wie zum Beispiel jene schwulen und bisexuellen Männern, die sich mit der Verwendung eines Kondoms schwer tun, wäre es wünschenswert und aus gesundheitspolitischer Sicht sinnvoll, dass auch in Österreich die Krankenkassen die Kosten übernehmen. Allerding schützt die „Pille davor“ nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Syphilis und Tripper sind bei Männern, die Sex mit Männern haben, auf dem Vormarsch. Nur das Kondom kann das Risiko sich mit dieser und einer Reihe anderer sexuell übertragbarer Erkrankungen zu infizieren, verringern. Beratung zu PrEP erhält man anonym und kostenlos bei der AIDS-Hilfe Tirol und bei der HIV-Ambulanz

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der Klinik in Innsbruck. PEP – Die Pille danach! PEP bedeutet Post-Expositions-Prophylaxe („Nach-Risiko-Vorsorge“). Die „Pille danach“ kann nach einer möglichen HIV-Risikosituation verhindern, dass sich der HIV-Virus im Körper einnisten kann. Dies bedeutet, dass ein HIV-Medikament einen Monat lang eingenommen werden muss. Neben Nadelstichverletzungen im medizinischen Bereich wird die PEP vor allem nach bestimmten sexuellen Risikosituationen eingesetzt. Dazu gehört vor allem auch ungeschützter Analverkehr. Idealerweise sollte mit der Therapie innerhalb von ein paar Stunden bis zu maximal 2 – 3 Tagen nach der möglichen Risikosituation begonnen werden. Man kann dazu die Notfallambulanz jedes Krankenhauses in Tirol aufsuchen. In Innsbruck ist dafür die HIV-Ambulanz an der Klinik zuständig. Wenn möglich sollte man auch seinen Sexualpartner mitbringen. „Unterhalb der Nachweisgrenze“ Immer häufiger taucht in Datingprofilen dieser Begriff auf. Durch eine wirksame HIV-Therapie kann ein HIV-Positiver unterhalb der Nachweisgrenze liegen. Damit ist gemeint, dass die Anzahl der Viren im Blut durch Medikamente über einen Zeitraum von mindestens sechs Monaten unter die Nachweisgrenze abgesenkt werden konnte. Die betreffende Person ist dann fast nicht mehr ansteckend. Unter diesen Bedingungen ist ungeschützter Sex mit Sex mit Kondom vergleichbar und gilt als Safer Sex. Wenn jemand seine Medikamente absetzt steigt die Virenkonzentration – und damit die Infektiosität – wieder an. HIV kann dann wieder auf den Sexualpartner übertragen werden Text: Matthäus Recheis Foto: flipboard.com

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Courage

COURAGE aktiv für mehr Akzeptanz und Respekt für Vielfalt „Schwuchtel!“, „Homo!“, „Transe!“, „Lesbe!“ – diese Schimpfwörter kennen die meisten Jugendlichen aus ihrem sozialen Umfeld. Sprache wird meist als Medium verstanden, mit dem Menschen die Wirklichkeit beschreiben. Wie über Personen, Dinge oder Sachverhalte gesprochen wird, welche Namen und Bezeichnungen wir ihnen geben, sagt aber häufig mehr darüber aus, welchen Wert und welchen Platz sie in der Gesellschaft haben und hat mit der Wirklichkeit nichts zu tun. Grund für diskriminierende Einstellungen und Verhaltensweisen sind Vorurteile, Zerrbilder und Ängste, die häufig in Unkenntnis und Unsicherheit wurzeln. Dennoch ist Sprache ein machtvolles Instrument, um Wirklichkeit „herzustellen“. Wenn wir sprechen handeln wir immer auch, und wir beeinflussen die Meinungen der Menschen in unserem Umfeld. Oft ohne groß darüber nachzudenken können wir einzelne Personen oder bestimmte Gruppen beleidigen, ausgrenzen, herabwürdigen oder lächerlich machen. Dies geschieht in allen Lebensbereichen: In der Schule, bei der Arbeit, im Alltag oder in den Medien. Mit Absicht oder unbewusst, überlegt oder unüberlegt verwenden wir bestimmte diskriminierende Ausdrücke und geben sie so weiter. Wissensbörse CHECK IT OUT! Die Beratungsstellen COURAGE wollen sich aktiv für mehr Akzeptanz und Respekt für Vielfalt engagieren und treten nun, nach einem erfolgreichen Start in Wien, mit ihrem Projekt CHECK IT OUT! auch in Tirol in Aktion. Viele wissen wenig über das Leben und Lieben von Schwulen, Lesben, Trans*Gender und Inter*sexuellen. Über heterosexuelle Beziehungen und Sex zwischen Mann

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und Frau wird ja oft gerne getratscht und geprahlt, aber über andere Formen von Sexualität und Partnerschaft wird häufig geschwiegen – meist aus Angst selbst diskriminiert zu werden. Sex und Liebe sind jedoch bunt und vielfältig - und jeder Mensch hat das Recht auf Respekt für seinen eigenen individuellen Weg.

In 2stündigen Workshops werden Jugendliche ab 14 Jahren über die Themen Homo- und Bisexualität, Trans*Identitäten und Intergeschlechtlichkeit, sowie über alles was mit diesen Themenkreisen verbunden ist, wie etwa Queerness, Partner*innenschaften und Sexualität, sowie Regenbogenfamilien u.v.m. informiert. Die Referent*innen holen die Jugendlichen in ihren Lebenswelten ab. Interaktiv werden die vielen Vorurteile und Zerrbilder in Hinsicht auf Schwule, Lesben, Bisexuelle und Trans*- und intergeschlechtliche Personen auf ihre Wirklichkeit überprüft. Schwerpunkt ist die Sensibilisierung der Jugendlichen, welche erst ein selbstbewusstes Auftreten gegen Homo-, Bi-, Trans- und Interphobie, sowie den Einsatz für Respekt und das Leben von Vielfalt ermöglicht. Zielsetzung des Jugendprojekts CHECK IT OUT! ist es, die leider noch immer weit verbreiteten homo-, bi-, trans*- & interphoben Einstellungen und die daraus resultiewww.rainbowunited.at


www.courage-beratung.at renden Diskriminierungen, sowie Gewalt gegen Homo- und Bisexuelle, Trans*- und Inter-Personen zu mindern. CHECK IT OUT – „frag Dich cool!“ Die Beratungsstelle COURAGE Innsbruck will durch die Vermittlung von Wissen und interaktives, spielerisches Hinterfragen von eigenen Vorstellungen und Meinungen über Homosexualität und Trans*Identitäten etc., ein grundlegendes Umdenken und den Abbau von Diskriminierung bewirken. Der Respekt für vielfältige Lebens- und Liebesformen soll gefördert werden. Erfahrene Referent*innen (je eine Frau und ein Mann) der Beratungsstelle informieren professionell und bieten einen geschützten Raum für alle Fragen! • Ist Homosexualität ansteckend? Kann sie geheilt werden? • Werden Lesben wieder hetero, wenn sie einen „echten“ Mann kennen lernen? • Was ist eigentlich ein „echter“ Mann, eine „echte“ Frau? Was bedeutet das im Zusammenhang mit Queer und Trans*Gender? • Ist AIDS nur für Schwule eine Gefahr? • Werden die Kinder von Schwulen und Lesben auch homosexuell? …

Antidiskriminierungsarbeit, Gewaltprävention & Sexualaufklärung Ziel ist es nicht, Jugendliche zu „bekehren“ oder von irgendwas zu überzeugen, sondern Respekt für Vielfalt zu ermöglichen. Die Expert*innen regen Diskussionen an, in denen die Themen Antidiskriminierung und Gewaltprävention, aber auch Rollenklischees und Sexualaufklärung je nach den Bedürfnissen der Gruppe bearbeitet werden. In der Wissensbörse des Jugendprojekts CHECK IT OUT! sollen sachliche Informationen vermittelt, sowie Lesben, Schwule, Bisexuelle und Trans*Gender- und intergeschlechtliche Personen und deren Lebensbedingungen und Lebensformen sichtbar gemacht werden. Vorurteile, Zerrbilder und Vorstellungen von Homosexualität, Transidentitäten und Intergeschlechtlichkeit werden angesprochen und hinterfragt. COURAGE für mehr Akzeptanz und Respekt Die Partner*innen-, Familien- und Sexualberatungsstellen COURAGE sind professionelle Beratungsstellen für gleichgeschlechtliche, trans*gender und intergeschlechtliche Lebensweisen. COURAGE steht in den Themenbereichen Sexualitäten und Beziehungen, gleichgeschlechtlichen L(i)ebensweisen, Trans*Gender und Trans*Identitäten, Intersexualität, Regenbogenfamilien, sowie Gewalt und sexuellen Übergriffen allen Rat- und Hilfesuchenden professionell und kostenlos zur Verfügung. Mit dem Jugendprojekt CHECK IT OUT! wird eine weitere wichtige Wissenskampagne für die Gleichwertigkeit der verschiedenen Ausdrucksformen menschlicher Sexualität und geschlechtlichen Identitäten sowie den damit verbundenen unterschiedlichen Lebensformen innerhalb der Gesellschaft gestaltet. Mehr Information und kostenlosen Workshop buchen unter: http://www.courage-beratung.at/checkit-out/workshops ACHTUNG begrenztes Kontingent!!! Text: Mag.a Gabriella Wegscheider Bilder: Beratungsstelle Courage Literaturquellen: über COURAGE erhältlich

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Vielfalt

Bürger_Inneninitiative EHE GLEICH! ~UPDATE~ Initiative weiterhin im Petitionsausschuss des österreichischen Parlaments Nachdem die bisherigen Stellungnahmen

einzuholen, da diese für die Vollziehung der

zur Bürger_Inneninitiative EHE GLEICH!

Eheschließung am Standesamt zuständig

entweder gar nichts aussagen (Bsp. Stel-

sind. Damit bleibt die Möglichkeit, online

lungnahme Bundesministerium für Europa,

weiter für die Eheöffnung zu unterschrei-

Integration und Äußeres, das mitteilt, nicht

ben erhalten (wer das noch nicht getan hat,

zuständig zu sein) oder die Eheöffnung

sollte das unter www.ehe-gleich.at schnell

für gleichgeschlechtliche Paare zumin-

nachholen)!

dest nicht ablehnen, hat der Petitionsausschuss des österreichischen Parlaments in

Auch wir vom Verein Vielfalt werden uns

seiner Sitzung am 18. Jänner einstimmig

weiter für die Eheöffnung einsetzen, denn

beschlossen, zur Eheöffnung für gleichge-

es gibt keinerlei sachlich zu rechtfertigen-

schlechtliche Paare eine weitere Stellung-

de Begründung, die Ehe gleichgeschlecht-

nahme, nämlich des Fachverbandes der

lichen Paaren vorzuenthalten!

Standesbeamtinnen und Standesbeamten

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www.rainbowunited.at


www.vielfalt.or.at

„PLAN A“ von Bundeskanzler Christian Kern Während die Bürger_Inneninitiative EHE

„Ehe für alle gleich“ und hält fest, dass das

GLEICH! weiterhin im Petitionsausschuss

Eheverbot für gleichgeschlechtliche Paare

verbleibt und Stellungnahmen (wie be-

(§ 44 ABGB) aufzuheben ist. Auch das sog.

schrieben, siehe vorige Seite) eingeholt

„Levelling-up“, also die Ausweitung des

werden, hat Bundeskanzler Christian Kern

Schutzes vor Diskriminierung wegen sexu-

derweilen seinen „PLAN A“ präsentiert. Da-

eller Identität oder Orientierung außerhalb

rin findet sich, unter vielen anderen Punk-

des Arbeitsplatzes ist eine klar definierte

ten, die Forderung: „Wir wollen können

Forderung des „PLAN A“ von Seiten des

dürfen“, die für die Rechte von LGBTIQ+

Bundeskanzlers.

Menschen in Österreich steht. Auch konkrete Maßnahmen nennt der „PLAN A“

Nun bleibt abzuwarten, ob Herr Bundes-

unseres Bundeskanzlers. So soll die sexu-

kanzler Christian Kern und seine Partei zu

elle Orientierung als Schutzgrund in den

diesen Forderungen auch innerhalb der

Gleichbehandlungssatz der Bundesverfas-

Regierung stehen und sie durchsetzen

sung (Art. 7 Abs. 1 B-VG) aufgenommen

werden.

werden. Unter Punkt zwei fordert Kern die

Text: Sven Alexander Hofer Fotos: ehe-gleich.at

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GRÜNE Andersrum Tirol

Monogamie Man ist ein Leben lang mit demselben Menschen zusammen und dabei unglücklich. Manchmal macht man Tanzkurse.

Unterschied macht. Zwei Tanzkurse, dienstags und freitags. Mittwochs wirft man irgendwas gegen die Wand, was manchmal zerspringt.

Serielle Monogamie Man ist erst mit dem einen Menschen zusammen und dabei unglücklich und dann mit jemand anderem. Kurz hofft man glücklich zu werden, bevor man dann wieder unglücklich ist. Und so weiter. Zwischendurch ruft man jemanden an, mit dem man am wenigsten unglücklich war, und sagt, dass man einen Riesenfehler gemacht hat. Das ist ein Riesenfehler.

Ménage-à-trois Man liebt sich zu dritt und ist dabei sehr unglücklich, weil die anderen beiden den Tanzkurs ohne einen machen, obwohl sie behaupten, dass sie einen auch gefragt hätten, aber daran würde man sich ja wohl erinnern. Das Ganze riecht eher nach billiger Retourkutsche wegen des verunglückten Tandemurlaubs damals. Außerdem unpraktisch: Auf Fertigkartoffelbreipackungen steht zwar, dass es angeblich drei Portionen sind, es reicht aber meistens nur für zwei.

Offene Beziehung Man ist unglücklich mit einem Menschen zusammen und darf dafür mit anderen schlafen, was selten passiert und wenn, macht es einen sehr unglücklich. Der „bessere Hälfte“ versucht einen dann zu trösten, schaut dabei aber komisch. Fernbeziehung Man ist die Woche über alleine und unglücklich, dann fährt man sehr weit, um woanders mit jemandem unglücklich zu sein. Dann fährt man wieder zurück. Bigamie Man ist mit zwei PartnerInnen zusammen und mit beiden unglücklich, wenn auch aus unterschiedlichen Gründen. Das findet man ein paar Minuten lang interessant, bis einem auffällt, dass es keinen großen

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Polyamorie Man ist mit vielen PartnerInnen auf unterschiedliche Weise zusammen und mit allen unglücklich, sodass man denkt, noch mehr PartnerInnen zu brauchen, weil man schließlich noch mehr Bedürfnisse hat, bis www.rainbowunited.at


www.tirol-andersrum.at man irgendwann beschließt, dass man mal eine Zeit „nur für sich“ benötigt, um herauszufinden, „wer man wirklich ist“, und dann reist man alleine für eine Woche irgendwohin, um „in Ruhe über sich nachzudenken“, ist allerdings schon nach fünf Minuten damit fertig, weil man viel weniger komplex ist, als man dachte. Den Rest der Woche schaut man sehr unglücklich in Gewässer oder knapp daran vorbei. Enthaltsamkeit Man hat keinerlei PartnerInnen und keinerlei Sex und ist deshalb aus anderen Gründen unglücklich. Also klar, Tanzkurs. Immer Tanzkurs. Salsa, Tango, afrikanisch, alles. Hilft ja nix. Narzissmus Man liebt sich selbst und ist dabei unglücklich, weil man sich nie von hinten sieht, was einen misstrauisch macht, weil man nicht weiß, was man da anscheinend vor sich selbst verbirgt, auch wenn man sich versichert, dass es da nichts gebe, aber das Misstrauen verschwindet nie ganz, und man fängt an, heimlich seine eigenen Whatsapps und Internetverläufe zu lesen, doch je weniger man findet, desto misstrauischer wird man, und desto verletzender wird das Misstrauen, bis man irgendwann beschließt, dass man etwas Besseres verdient hätte als sich selbst. Dann nickt man traurig und versichert sich, mit sich befreundet zu bleiben, auch wenn man weiß, dass das gelogen ist. Von Tanzkursen ist abzuraten. Es sieht albern aus, mit sich selbst zu tanzen. Zoophilie Man liebt Tiere und ist dabei verständlicherweise sehr unglücklich. Die Tiere wahrscheinlich noch mehr. Ausnahme bilden Regenwürmer. Botanophilie Man liebt eine Pflanze. Man liebt sie sehr. Man will den Rest des Lebens mit ihnen verbringen. Dann kommt der Winter und sie sterben. Man ist sehr unglücklich.

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Theophilie Man liebt Gott und ist sehr unglücklich darüber, dass er nie zurückruft, oder wenn, dann immer nur symbolisch und das war am Anfang ja noch irgendwie romantisch, aber langsam will man mal ein klares Bekenntnis. Außerdem liebt Gott alle Menschen gleich, was eine tolle Eigenschaft ist, aber in einer Beziehung wünscht man sich halt doch irgendwie the special one zu sein, da kann man sich nicht helfen. Man meldet sich zum Tanzkurs an, und wer wieder nicht auftaucht, ist Gott. Oder halt nur symbolisch. Super.

Polytheophilie Man liebt viele Götter. Auch die seltsamen mit Hämmern oder Rüsseln. Denn hey: Immerhin sind es Götter. Unglücklich ist man trotzdem, weil die meisten von ihnen beruflich sehr eingespannt sind. Außerdem verlangen viele davon andauernd Opfer und man hat beileibe schon genug geopfert im Leben für andere Beziehungen. Nekrophilie Man liebt Tote. Weil die einem in Ruhe zuhören und nicht ständig Tanzkurse machen wollen. Außerdem sind viele davon sehr gut angezogen. Allerdings sind sie halt tot, was einen etwas unglücklich macht. Choreophilie Man liebt Tanzkurse. Vielleicht liebt man sie etwas mehr als angemessen, aber das ist im Vergleich sehr okay. Alles ist ziemlich gut. Und ziemlich reicht meistens. Text: Tilman Rammstedt Bilder: Grüne Andersrum

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Frauenzentrum AFLZ

„Working on it“

Ein Film-Abend im AFLZ zu Geschlechter und sexuelle Identitäten Queer ist allgegenwärtig. Das Thema begegnet uns in Büchern, Filmen, und Menschen. Die Queer Community Berlins versteht unter Queering die Praxis, Erfahrungen, Empfindungen, Wissen, Zwänge und Begehren neu zu denken und eventuell umzuarbeiten. Und in Berlin wurde der Film „Working on it“ in einem interaktiven Studio gedreht. Er zeigt das jeweils individuelle und differenzierte Umgehen mit geschlechtlichen Definitionen. Die fünfzehn ProtagonistInnen des Films stellen sich die Fragen: Wie können wir den alltäglichen Diskurs zum Umgang mit Geschlecht und Identität führen? Wie wird das Thema auf der Straße, im Kino, im Fernsehen und in den Beziehungen konstruiert? Wie können wir den Zuschreibungen und Suggestionen begegnen? Was macht Geschlecht aus? Wer entscheidet über Geschlecht? Was heißt es, in öffentliche Bilder von Sexu-

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alität und Weiß-Sein einzugreifen oder eine neue Sprache für mehr als zwei Geschlechter zu erfinden? Brigitta, Renate, Pauline, Elfe, Tünya, Sam, Andriana, Jasco, Annekäthi, Beatrice, Elahe, Jannik, Steffen, Doro und Ins zeigen ihre queeren Gegenentwürfen zur Alltagskultur sowohl in den Interviews als auch in Performances, Kostümierungen, Ton- und Bildbeiträgen. Einige Interviewte sind politisch oder kulturell aktiv oder arbeiten in diesem Bereich. Alle aber sind täglich gezwungen, sich mit den Kategorisierungen von Geschlecht und Sexualität auseinanderzusetzen und ihre eigenen Strategien zu reflektieren. Die ProtagonistInnen sprechen von sexistischen Erfahrungen im Beruf, von der Entfremdung durch die Wahrnehmung der Anderen, vom „Betroffenenstempel“, der von ExpertInnen vergeben wird. Ob butch oder femme, ob homo- oder intersexuell, Normativität und Geschlechterwww.rainbowunited.at


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kategorisierung sind allgegenwärtig und immer wieder stellen sich die Fragen: Was bediene ich, was zerschlage ich, welche Rolle spiele ich? Und: Warum muss ich mich mit den engen Vorstellungen der Mehrheitsgesellschaft in der Arbeit, beim Einkaufen, in der Freizeit, einfach immer auseinandersetzen? Drag King-Workshops, Weiblichkeit als Herstellungsprozess, Körperpraxen und Maskulinisierung werden offen, kritisch und mit Humor diskutiert, inszeniert und verbildlicht. Durch den ganzen Film zieht sich ein freier und kreativer Zugang, der wohltut. Und das merken wir bei jeder Frage, jeder Position, jeder Strategie, jeder Inszenierung, jeder Performance. Wir sind zu dritt an diesem Film-Abend im AFLZ und holen uns Anregungen und Antworten. „Working on it“, 2008 in Berlin gedreht, garantiert (immer noch) Aha-Erlebnisse und macht Lust, die Themen Geschlechter und sexuelle Identitäten weiter zu denken. Denn im Film heißt es: „Wir haben auch noch keine Erfolgsstrategie. Aber wenn wir die Lösung gefunden haben, schreiben wir sie auf T-Shirts!“

Working on it. Karin Michalski, Sabine Baumann, 2008 Berlin, Peacock Film. www.workingonit.de

Öffnungszeiten Dienstag - 18.00-23.00 Freitag - ab 20.30 Uhr www.frauenlesbenzentrum.at Text: Angelika Schafferer - Fotos: AFLZ

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AIDS Hilfe Tirol

Sind Schwule Kondommuffel?

Immer häufiger findet sich in Datingforen der Hinweis auf Bareback - der Wunsch nach Sex ohne Gummi. Findet Sex nur mehr ohne Schutz statt? Laut einer großen Studie in Deutschland zur Sexualität von Männern, die (auch) mit Männern Sex haben, empfinden die Hälfte der HIV-negativen Burschen und Männer den Gummi als störend beim Sex. Trotzdem verwenden im Vergleich zu heterosexuellen Männern Schwule nach wie vor deutlich häufiger Kondome. Eine Abnahme des Kondomgebrauchs hat die Studie innerhalb von festen Beziehungen festgestellt. Nur mehr 19% aus dieser Gruppe benutzen einen Gummi. Sex ohne Gummi wird als intimer erlebt. Auch jüngere Burschen verwenden weniger häufig Kondome wie ältere Männer und gehen häufiger Risiken ein. In der Altersgruppe der 16 – 19 jährigen lebt aber auch ein Teil noch sei-

ne Sehnsucht nach Männern weniger aus. Unter anderem finden dort deshalb noch weniger HIV-Infektionen statt. Die höchste Anzahl der HIV-Neuinfektionen findet sich in der Gruppe der 25 bis 29jährigen Männer, die Sex mit Männern haben. In Tirol werden bei jungen positiven Schwulen auch immer wieder Infektionen mit Syphilis im Rahmen der Kontrolluntersuchungen entdeckt. Während diese Gruppe einen regelmäßigen Check auf sexuell übertragbare Infektionen macht, fehlt bei vielen Burschen und Männern noch der regelmäßige Check: Wenn weniger Gummis verwendet werden, steigt nämlich auch die Zahl der Neuinfektionen mit Syphilis und Tripper an.

„Will kein arrogantes Arschloch sein!“ John Grant, schwul, HIV-positiv Der erfolgreiche Songwriter und Sänger wuchs in einer Gegend in den USA auf, wo Schwul Sein unvorstellbar war. Er entwickelte so einen starken Selbsthass, der in die Selbstzerstörung führte. Selbstablehnung kann das Risiko für eine HIV-Infektion erhöhen. John Grant über den Moment, wo er aufwachte: „Ich fing an, nachts Straßenschilder anzufahren und dachte mir dann, irgendwann wird das ein Kind sein. Das ist aber auch eine Gabe vom Himmel, das überhaupt einsehen zu können. Bei mir hat das irgendwie geklappt. Ich hatte auch eine Menge Geschlechtskrankheiten wie Syphilis, die man zum Glück heilen kann. Ich habe Sex wie eine Droge behandelt, als Flucht vor mir selbst und habe mir durch dieses Verhalten HIV eingehandelt. Da war ich aber schon clean und weg von den Drogen. Aber offen-

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sichtlich wollte ich unbedingt ein zerstörerisches Verhalten für mich behalten. Wenn ich schon Drogen und Alkohol aufgeben muss, dann behalte ich halt den Sex für mich und war HIV- positiv. Ein wirklich toller Einfall von mir. Das war dann der Punkt wo ich sagte, ich muss damit aufhören, mit meinem Leben so umzugehen, als sei ich nichts wert. Ich musste verstehen, warum ich so ticke, warum ich mich so wertlos behandelte. Ich arbeite noch heute daran und man lernt nie aus. Ich glaube, daran www.rainbowunited.at


www.aidshilfe-tirol.at arbeite ich auch den Rest meines Lebens. Das lohnt sich, weil man dadurch gesunde Beziehungen mit Leuten eingehen kann. Wenn man sich selbst liebt, kann man auch andere lieben und sich für andere Opfern. Ein selbstloses Leben ist eine gute

Sache. Ich will kein arrogantes Arschloch sein, dem alles scheißegal ist.“ Interview Krone online 2.1.2017. Tipp Alben: Queen Of Denmark (2010); Grey Tickles, Black Pressure (2015)

Plötzlich fast alle getestet? Das Datingforum Grindr hat seit einiger Zeit die Möglichkeit eingeführt, seinen HIVStatus und das Datum seines letzten Tests anzuführen. Eine gute Aktion, um auf den HIV-Test hinzuweisen. Aber sind wirklich so viele Burschen und Männer plötzlich getestet wie dort angegeben wird? In der letzten großen Studie dazu aus Deutschland hatte mehr als die Hälfte der Befragten kein aktuelles Testergebnis. Jeder Dritte, vor

allem die Jüngeren, hatte sich überhaupt noch nie testen lassen. Wer seine sexuelle Orientierung als problematisch empfindet, lässt sich vielleicht auch deshalb nicht auf HIV testen. Eine HIV-Infektion rechtzeitig zu entdecken ist wichtig, um durch eine rechtzeitige Behandlung seine Gesundheit zu erhalten und die Infektion nicht unwissentlich weiter zu geben.

FIT FOR LOVE CHECK Anonyme Testung: Montag 17 – 18.30 Uhr, Dienstag 13.30 – 15 Uhr. Kostenloser Labortest auf HIV- und Syphilis. Kostenpflichtiger HIV-Test mit Befund innerhalb von 30 Minuten. Für einen Schnelltest mindestens eine halbe Stunde vor dem Ende der Testzeit zur Anmeldung kommen. Weitere Tests wie Check auf Hepatitis-B/C möglich und kostenpflichtig. FIT FOR LOVE – DIE BERATUNG Was bedeutet für mich lustvoller Sex? Wie kann ich eine gute Beziehung zu mir und anderen entwickeln? Welche Risiken für sexuell übertragbare Infektionen gehe ich beim Sex und in der Liebe ein? Was kann ich für meine sexuelle Gesundheit tun? Könnte eine PrEP für mich sinnvoll sein? Wann sollte ich an die PEP denken? Ich habe mich in einen positiven Burschen verliebt. Kann ich mit ihm ungeschützten Sex haben? Vereinbare zu diesen und anderen Fragen einen eigenen Termin mit einer Beraterin/einem Berater der AIDS-Hilfe Tirol. Professionelle Beratung - anonym und kostenlos. rainbowUNITED Ausgabe 17/01 vom 15.02.2017

FIT FOR LOVE ANGEBOTE FÜR POSITIVE Beratung für HIV-positive Menschen, deren PartnerInnen, Familien und Freunde. Qigong für HIV-positive Menschen. Gesprächskreis für HIV-positive Schwule und Bisexuelle. Unterstützung bei finanziellen Problemen und Diskriminierung. Informationen bei der AIDS-Hilfe Tirol.

Text: Matthäus Recheis Bilder: Aids-Hilfe Tirol

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SoHo Tirol

Der richtige Ton Gedanken zum „Plan A“ der SPÖ Zitat – Plan A: „Hasspostings und Falschmeldungen sind inzwischen ein (mit-)bestimmender Faktor für „Meinungsbildung“ und politische Debatten geworden. Mit Demokratie hat das reichlich wenig zu tun. Der Diskurs scheint manchmal komplett aus dem Ruder zu laufen. Zeit, ihn wieder auf die richtige, konstruktive Bahn zu bringen.“ Der Präsidentschaftswahlkampf war beschämend. Das ist kurz und bündig unsere bescheidene Meinung zu diesem Thema. Was sich allerdings in den sozialen Medien und Zeitungsforen (nicht notwendig, eine bestimmte Zeitung zu nennen – es waren alle beteiligt) abgespielt hat, ist unter jeder Kritik. Meinungsfreiheit ist ein hohes Gut, das es zu schützen gilt. Allerdings endet diese dort, wo andere Menschen beleidigt oder gemobbt werden, auch dort, wo – oft bewusst – Falschmeldungen verbreitet werden. Das heißt, dass Onlineforen moderiert werden MÜSSEN. Offensichtlich ist es in der vermeintlichen Anonymität des

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Internets leichter, gute Manieren über Bord zu werfen. Eine „gute“, also sachbezogene Diskussion war in diesem Wahlkampf vielfach nicht mehr möglich. Zitat – Plan A „Um den entglittenen Diskurs wieder einzufangen, benötigt es eine Reihe von Maßnahmen – nicht nur auf juristischer, sondern auch auf der emotionalen Ebene. Die Antwort auf das Phänomen kann eben nicht nur in Strafen und der Entfernung von Postings liegen, sondern muss auch Gegenrede und positive Narrative verstärken.“ Die Autorinnen verstehen diesen Absatz so, dass so genannte „kritische“ Kommentare, im speziellen auf einigen Facebook Seiten, derzeit rasch gelöscht werden, während der blanke Hass für alle frei ersichtlich oft tagelang stehen bleibt. Das ist nicht die Art von Moderation, die gemeint ist. Meinungen sind vielfältig, und sollten in ihrem ganzen Spektrum respektiert werwww.rainbowunited.at


www.soho.or.at den. Auch wenn sie nicht dem Programm des Seitenbetreibers entsprechen. Das würde helfen, zu verhindern, dass auf einer Seite der Hass hochgeschaukelt wird. Und wenn die Argumente gut sind, braucht man Gegenstimmen nicht zu löschen und die Verfasser blockieren. Zitat – Plan A: „Social – Media – Plattformen dürfen nicht nach eigenem Ermessen entscheiden, ob und wann eingegriffen wird. Hier setzen wir klare Regeln und ziehen sie zur Verantwortung. Das gilt auch für Fake News.“ Das besagt ganz eindeutig, dass Seitenbetreiber sehr wohl dafür verantwortlich sind, was veröffentlicht wird. Die virale Verbreitung von Fake News ist nicht hinnehmbar. Das Internet bietet nie da gewesene Möglichkeiten, sich Informationen zu verschaffen. Und diese Möglichkeiten werden für Meinungsbildung und Wählerstimmen bewusst missbraucht. Eine Lüge bleibt eine Lüge. Ob sie nun ausgesprochen oder geschrieben wird. Unwahrheiten ziehen oft unangenehme Konsequenzen nach sich. Das macht aus so mancher Lüge de facto ein Verbrechen, welches es zu ahnden gilt. Zitat – Plan A: „Daher der Plan: Um im politischen Diskurs in den sozialen Netzwerken wieder zu einer respektvollen Gesprächskultur zurückkehren zu können, müssen entsprechende Maßnahmen gesetzt werden. Diese reichen von der Einrichtung einer unabhängigen Melde- und Beratungsstelle über die Ausbildung von „digitalen Zivilcourage – Messengers“ bis hin zu einer effizienteren Strafverfolgung bei Verhetzung und Cyber – Mobbing.“

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Hoffentlich bleibt es nicht nur bei der Ansage. Mobbinggesetze haben nicht nur im persönlichen Kontakt der Betroffenen zu gelten. Sie sind auch für medial Geäußertes anzuwenden. Zum Abschluss noch ein Erfahrungsbericht: Ich habe im Zuge der Flüchtlingsdiskussion auf der ORF Seite mitdiskutiert. Meine Argumentation war, dass sich 2015 die Flüchtlingswelle schon Ende 2014 angekündigt hat, da Gelder für die Flüchtlingsversorgung gestrichen wurden. Einer meiner Diskussionsgegner hat sich am Ende mit „halt dein Maul du grüne Schlampe“ – allerdings als Privatnachricht – verabschiedet. Eine solche Beleidigung hätte ich mir bei einem persönlichen Gespräch – also von Angesicht zu Angesicht – wohl eher nicht anhören müssen. Ahnden kann ich die geschriebene Beleidigung jedoch nicht.

Text: Gabi Schiffer, Connie Hilber Fotos: aus dem Plan A

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Evangelische Kirche

500 Jahre Reformation=500 Jahre Diversity? Hat die kirchliche Reformation etwas mit einer bunten, vielfältigen Gesellschaft zu tun? Wir gehen dieser Frage nach.

Im Jahr 2017 feiern die Evangelischen religiöse Überzeugung innerhalb des Chrisin Österreich und in der ganzen Welt 500 tentums. Sie haben es wohl nicht für mögJahre Reformation. Am 31.10.1517 hat Lu- lich gehalten, dass es einmal andere Relither seine aufsehenerregenden 95 Thesen gionen (außer Christentum und Judentum) gegen den Ablasshandel veröffentlicht. Er in unseren Breiten geben könnte. Und die wollte auf Missstände in der bestehenden Frage nach LGBTQ* hatten sie schlichtweg Kirche hinweisen und zu einer Diskussion nicht im Blick. Sie waren Kinder ihrer Zeit. anregen, wie man die Missstände abstellen kann. Es folgten über 100 Jahre mit Freiheit und Verantwortung seit 1517. teilweise extrem harten Auseinanderset- Evangelische Kirchen in Österreich zungen – inklusive dem 30jährigen Krieg. www.evangelisch-sein.at Das Ergebnis: Im früher religiös einheitlichen Mittel- und Westeuropa gab es nun Auf den zweiten Blick gibt es durchaus verschiedene Konfessionen. eine Verbindung. Ich glaube, die „evangeWar dies der Grundstein für eine bunte, lische“ Denkweise hat durchaus dazu beimoderne Gesellschaft wie wir sie uns wün- getragen, dass die Gesellschaft freier und schen – mit Gleichberechtigung für alle, bunter werden konnte. Für Martin Luther unabhängig von Geschlecht, Hautfarbe, se- und die anderen Reformatoren war klar: xueller Orientierung oder Identität? Stehen Das persönliche Gewissen ist immer wich500 Jahre Reformation also auch für 500 tiger als Vorschriften von Staat oder KirJahre Diversity? che. Auch Luther selbst hat sich auf sein Nicht auf den ersten Blick. Die Reforma- Gewissen berufen, als er Kaiser und Papst toren dachten natürlich vor allem an ihre widersprochen hat. Wenn die Reformation

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www.sichtbar-evangelisch.at es also Menschen erlaubt, frei über sich selbst und über Gott nachzudenken und dann Entscheidungen nach dem Gewissen zu fällen, dann sehe ich darin den Beginn einer Entwicklung. Zusammen mit anderen „neuen“ Ideen wie Aufklärung, Demokratie und Emanzipation konnte es dazu kommen, dass sich Frauen und Männer irgendwann getraut haben, auch als LGBTQ* sie selbst zu sein. Weil es diese Verbindung zwischen evangelischer Denkweise und einer bunten Gesellschaft gibt, sollte für eine Kirche, die sich auf Gewissensfreiheit beruft, selbst-

verständlich sein, LGBTQ* bei der Befreiung von den Vorstellungen und Vorurteilen der anderen und bei ihrem selbstbewussten Leben zu unterstützen. Wir müssen da – auch als evangelische Kirchen – noch deutlicher werden. Wir können 2017 wohl noch nicht 500 Jahre Diversity feiern. Aber wir feiern die Menschen, die den Weg dorthin eröffnet haben. Lars Müller-Marienburg war bis 2016 evangelischer Pfarrer in Innsbruck. Seitdem arbeitet er als Superintendent für die Evangelische Kirche in Niederösterreich.

Evangelisch LGBTQ* - so geht‘s Schwul und ehrenamtlicher Mitarbeiter der evangelischen Kirche sein – passt das zusammen? Am Anfang war ich mir nicht ganz so sicher. Ich komme aus einer sehr unreligiösen Familie und wusste wenig über die evangelische Kirche zu dem Thema. Aber spätestens nach meinem Konfirmandenjahr (bei den Katholiken ähnlich der Firmvorbereitung) weiß ich es: Ja es passt – und wie gut sogar! Ich wusste von Anfang an: Das mit Schwulsein geht grundsätzlich schon. Ich wusste von meinem Taufpfarrer, welcher homosexuell ist und mit seinem Partner zusammen im Pfarrhaus wohnt. Aber die Reaktionen meiner Mitarbeiterkollegen konnte ich nur erahnen. Und dann war es soweit. Nach drei Jahren intensiver Mitarbeit in der Evangelischen Jugend der Wink mit dem Zaunpfahl: ein befreundeter Pfarrer (er wusste schon dass ich schwul bin) fragte mich ob ich nicht zusammen mit ihm einen Workshop zum Thema Homosexualität leiten wolle. Gesagt getan, und so fing das mit dem Coming Out an. Und ganz ehrlich: Entspanntere Reaktionen kann man sich fast gar nicht vorstellen. Und jetzt ein gutes Jahr später ist es nirgendwo mehr Thema. Sicher gibt es auch rainbowUNITED Ausgabe 17/01 vom 15.02.2017

Leute bei uns, die auf dieses Thema eine sehr konservative Sicht haben. Aber diese sind Gott sei Dank vollkommen in der Unterzahl. Ein Resümee zum Schluss: It‘s okay to be gay...... or whatever you are... :)

Philipp ist 18 Jahre alt. Er arbeitet als ehrenamtlicher Jugendleiter in einer Evangelischen Pfarrgemeinde im Bundesland Salzburg mit und ist Mitglied der Diözesanen Jugendleitung Salzburg-Tirol. Text: Mag. Lars Müller-Marienburg Fotos: Anton von Werner - Скан картины

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VAIR Gemeinsam bewirken

VAIR – Die soziale Plattform in Österreich VAIRstehen, VAIRmitteln, VAIRhelfen, VAIR sein. VAIR ist eine Plattform, auf welcher einzelne Personen, Vereine und Organisationen miteinander kommunizieren, um soziale Projekte zu unterstützen oder auch ins Leben zu rufen. Hierbei kann es sich um einmalige, langfristige, regelmäßige, große aber auch kleine Projekte handeln: Sei es die Unterstützung einer Familie im Bekanntenkreis, das Sammeln von Spenden zur Anschaffung eines Rollstuhles oder aktive Flüchtlings- und Obdachlosenhilfe etc. Wir sind stets bemüht zu vermitteln, weiterzuleiten und aktiv zu helfen. Um auch finanziell Schwächeren den Zugang zur VAIR Mitgliedschaft zu ermöglichen ist eine Mitgliedschaft bei VAIR kostenlos. Die Finanzierung setzt sich derzeit rein aus Spenden von Unterstützern zusammen. Werde auch Teil von VAIR unter: www.vair.at/anmeldung

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VAIR Dates – Gemeinsam bewirken VAIR DATES – Gemeinsam bewirken

Unsere VAIR Dates sind nicht nur für Mitglieder, auch fürnicht Interessierte zuUnseresondern VAIR Dates sind nur für Mitgänglich. Bei der Versammlungsbegrüßung glieder, sondern auch für Interessierte werden laufende Projekte und deren Fortzugänglich. Bei der Versammlungsbegrüschritte präsentiert, aber auch ßung werden laufende Projekteanstehende und deren Projekte die noch Unterstützung bedürfen Fortschritte präsentiert, aber auch ansteangesprochen. wird zu einer hende ProjekteAnschließend die noch Unterstützung bedürfen angesprochen. Anschließend Diskussionsrunde eingeladen bei der wird sich zu einer Diskussionsrunde eingeladen bei jeder zwanglos einbringen kann. Nach Beder sich der jeder zwanglos einbringen kann. endigung Diskussionsrunde, bietet sich Nachdie Beendigung der Diskussionsrunde, jedem Möglichkeit eines geselligen Beibietet sich jedem einesbesgesammenseins, um die sichMöglichkeit untereinander selligen Beisammenseins, um sich untereiser kennenzulernen. nander besser kennenzulernen. Wenn du also Ideen hast, etwas bewirken Wenn du also Ideen hast, etwas bewirken möchtest – aber nicht weißt wie, wenn du möchtest – aber nicht weißt wie, wenn du Menschen kennst die Hilfe dringend benöMenschen kennst die Hilfe dringend benötigen oder einfach Lust auf eine gesellige tigen oder einfach Lust auf eine gesellige Runde hast, Rundemit mitinteressanten interessanten Menschen Menschen hast, dann zum nächsten nächsten dannkomm kommdoch doch einfach einfach zum VAIR VAIRDate Date––gerne gerneauch auchmit mitFreunden. Freunden. Alle du im Alleanstehenden anstehenden Termine Termine findest findest du RAINBOW Kalender. RAINBOWUNITED UNITED -- Termin Kalender. Wirfreuen freuenuns unsauf aufdich/euch. dich/euch. Wir Euer VAIR Team Euer VAIR Team

Verein für Akzeptanz, Inklusion und Respekt Text: VAIR Fotos: Lilaw Kawani

Text: VAIR Fotos: Lilaw Kawani

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Löwenherz

»Meinungsbildung« Patsy l´Amour LaLove (Hg.): Selbsthass und Emanzipation Das Andere in der heterosexuellen Normalität. D 2016, 240 S., Broschur, € 17.37 Nicht nur Heterosexuelle betonen möglichst häufig, wie tolerant und liberal die Gesellschaft doch mittlerweile geworden sei - gerade in Bezug auf Schwule, Lesben und Transmenschen. Auch diesen ist die Normalität ein großes Anliegen, zu der es zu gehören scheint, dass alles, so wie es ist, in bester Ordnung sei. Die Feindseligkeit aber ist immer noch vorhanden. Am deutlichsten spürbar im Coming-out, das auch heute für die meisten ein Problem darstellt. So weit kann es also nicht her sein mit der Normalität der Anderen. Anderssein wird abgewertet, was sich nicht zuletzt auf die Anderen und ihren Umgang mit sich selbst auswirkt. In diesem Sammelband beschäftigen sich 17 AutorInnen mit dieser Ablehnung und dem selbstbewussten Beharren auf dem Anderssein.

Elmar Kraushaar: Störenfried Texte aus 40 Jahren. D 2016, 240 S., Broschur, € 17.37 »Störenfried«, »Nestbeschmutzer«, »Altlinker« - im Laufe seiner Karriere musste sich der Autor und Journalist Elmar Kraushaar diese sowie viele andere »Ehrentitel« gefallen lassen, doch inzwischen gibt er sich mit »Chronist der Schwulenbewegung« zufrieden. Denn vier Jahrzehnte schwules Leben hat er im breiten Spektrum der deutschen Medienlandschaft dokumentiert: vom Spiegel über Frankfurter Rundschau und Die Zeit bis zur taz und den zahlreichen Homozeitschriften, die es seit den 1970er Jahren gab. Aids-Krise und

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Homo-Ehe, Politik und Kultur, CSD und AfD und immer wieder sein Steckenpferd: »der schwule Lifestyle« - die Themen dieser Textauswahl bieten einen Einblick in das, was die Schwulenbewegung in ihrer Vielfalt und Unterschiedlichkeit ausmacht.

Carolin Emcke: Gegen den Hass D 2016, 208 S., geb., € 20.56

Als eine der wichtigsten lesbischen Intellektuellen der Gegenwart äußert sich Emcke in ihrem Essay »Gegen den Hass« zu den großen Themen unserer Zeit: Rassismus, Fanatismus, Demokratiefeindlichkeit. In der zunehmend polarisierten, fragmentierten Öffentlichkeit dominiert vor allem jenes Denken, das Zweifel nur an den Positionen der anderen, aber nicht an den eigenen zulässt. Diesem dogmatischen Denken, das keine Schattierungen berücksichtigt, setzt Carolin Emcke ein Lob des Vielstimmigen entgegen - weil so auch die Freiheit des Abweichenden zu schützen ist. Allein mit dem Mut, dem Hass zu widersprechen, und der Lust, die Pluralität auszuhalten und zu verhandeln, lässt sich Demokratie verwirklichen, eine humanistische Haltung und eine offene Gesellschaft verteidigen.

Ariane Rüdiger: »Es gibt noch viel zu tun ...« Macher und Macherinnen der LGBTIQ-Bewegung. D 2016, 224 S., Broschur, € 17.37 Zwar werden die Medien nicht müde, homosexuelle »Prominente« zu porträtieren, doch wie sieht es mit den Helden und

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www.loewenherz.at mehr Löwenherz-Themen auf: http://www.loewenherz.at/themenseiten.php Neu: Löwenherz-Themenseiten haben jetzt Filterfunktionen! Heldinnen, Vorkämpferinnen und Vorkämpfern, Aktivisten und Aktivistinnen im lesbisch-schwulen Alltag aus? Also eben nicht die Anne Wills und Hape Kerkelings, sondern Leute, die an der Basis arbeiten? Die Generation derer, die mit ihrem Engagement zu diesen Veränderungen beitrugen, kommt ins Pensionsalter und verschwindet aus dem Blickfeld ihrer Zeitgenossen und Zeitgenossinnen. Durch die Veränderungen wird die lesbische, schwule und queere Welt zukünftig von den Ideen und Projekten jüngerer Menschen geprägt werden, die anders aufgewachen sind, mit anderen Medien kommunizieren und häufig der Identitätspolitik der 1970er und 1980er kritisch gegenüberstehen. 35 Interviewpartner und -partnerinnen beantworten Fragen nach der Kontinuität des Szenelebens, dem Dialog der Generationen und ihren Visionen für die Zukunft.

gerlichkeit und Paarbeziehung basiert. So werden vor allem im Mainstream Queers of Color und Queers mit abweichenden Lebensentwürfen marginalisiert. In diesem Buch soll die Gewissheit hinterfragt werden, dass eine einheitliche schwule Identität existiert: bewegungsgeschichtlich und mit Blick auf aktuelle gesellschaftliche Auseinandersetzungen um neue Kampfbegriffe wie »Homonationalismus« und »rassistische Gentrifizierung«.

Maria T. H. Vivar, Petra Rostock u.a. (Hg.): Über Heteronormativität Auseinandersetzungen um gesellschaftliche Verhältnisse und konzeptuelle Zugänge.D 2016, 300 S. Broschur, € 30.74

Zülfukar Cetin, Heinz-Jürgen Voß und Salih Alexand: Schwule Sichtbarkeit schwule Identität Kritische Perspektiven. D 2016, 140 S., Broschur, € 20.46 Vorangetrieben von Schwulen selbst wurde seit dem 19. Jahrhundert das Konzept schwuler Identität durchgesetzt. Noch heute gelten »Sichtbarkeit« und »Identität« weithin als Schlüsselbegriffe politischer Kämpfe Homosexueller um Anerkennung und Respekt. Jedoch wird aktuell immer deutlicher, dass auf diese Weise vor allem in der heterosexuellen Fremdwahrnehmung ein Ordnungsregime entsteht, das auf Geschlechternorm, Weiß-sein, Bür-

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Das Buch verbindet zeitdiagnostische und empirische Analysen mit konzeptuellen Debatten über Heteronormativität. Es lädt zu einer Auseinandersetzung darüber ein, inwiefern ein Reformulieren des Konzepts erforderlich ist, um die konstitutive Verwobenheit geschlechtlich-sexueller mit weiteren - rassistischen, ökonomischen, (post-)kolonialen - Dimensionen von Herrschaftsverhältnissen analytisch zu fassen. Die Beiträge fragen u.a.: In welchem Zusammenhang stehen z.B. die partiellen Erfolge schwuler und lesbischer Bewegungen mit neoliberalen Inwertsetzungen von Differenzen? Wie verbinden sich rassistische Politiken - etwa der Ethnisierung von Homophobie - mit Strategien der Normalisierung einiger, vorwiegend weißer und der Mittelschicht zuzuordnender nicht-heterosexueller Lebensweisen?

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Hosi Tirol

Krabbelalter vorbei - 2 Jahre Jugendtreff JuB Im Februar 2015 wurde die Jugendgruppe der Hosi Tirol unter neuer Leitung, mit neuem Format sowie anderem Termin wieder belebt. Seit dem sind zwei ereignisreiche Jahre vergangen. „Nach ca. einem Quartal, also relativ schnell hatte sich die Sache herumgesprochen und wir konnten mehr und mehr interessierte Jugendliche und Teilnehmende verzeichnen. Natürlich schwankt die Zahl der Anwesenden, aber zu Spitzenzeiten haben bis zu 38 junge Menschen gemeinsam eine tolle Zeit. Dabei ist die Herzensorientierung, die Herkunft oder die Geschlechteridentität absolute Nebensache: ich kann behaupten wir sind für alle da und von allem ist jemand dabei. Genau so hatte ich mir das erhofft!

Das Programm der regelmäßigen Treffen im Hosi Vereinszentrum war und ist vielfältig: es gab gemeinsame Ausflüge, Klettertouren, Selbstverteidigungstraining, Schwimmen, Billiardspielen oder aber Workshops zu Kommunikation, Mobbing, Gesundheit und ähnlichen relevanten Themen. Wir Kochen & Essen gemeinsam, spielen Gesellschaftsspiele oder schauen privat in geschlossener Runde Lieblingsfilme unter Freunden. Nicht nur beim fixen monatlichen Treffen am DRITTEN Samstag JEDES Monats ab 15.00 Uhr. Auch die Mitarbeit im Verein der Jugendlichen will ich sichtbar machen! Sie halfen

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engagiert bei diversen Veranstaltungen im Lokal, den Vorbereitungen und beim Ablauf, dem Auf- und Abbau des CSD-Weekends Innsbruck und regelmäßig bei der Queerattack! Im HAFEN. Bei der CSD-Parade durch die Stadt sind viele immer ganz vorne mit dabei, selbst gestaltete Transparente inklusive. Und diese Beteiligung setzt sich fort, und ich bin schon ein bisschen stolz auf den Eifer den sie beim Ehrenamt an den Tag legen!

Mittlerweile gibt es ein Team aus der Gruppe, welches die Planung und Gestaltung der Treffen gemeinsam übernimmt. Außerdem einige konkrete Veränderungen was Facebook Präsenz Medialität und die Kommunikationskanäle anbelangt. Weiterhin ist das gemeinsame Essen, tätig sein und Projekte rund um die Communityarbeit der Hosi ein zentraler Punkt der Treffen, sowie auch Gespräche und einfach Faxen machen zu gleichen Teilen. Selbstverteidigung kleine Theaterprojekte / Impro- und Drag-Workshop (für Queens & Kings) seien als kleine Appetithappen erwähnt. Ich möchte mich an dieser Stelle für die Teilnahme und das Interesse am Angebot bei Euch, meinen Jung-Bunten bedanken und freue mich auf das kommende Jahr!“ Markus Möller Leiter/ Organisator der Hosi Jugend – Tirol Text: Markus Möller Fotos: Archiv Hosi Tirol

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UNITED Cooking Diesmal gibt es in der Kochecke gleich ein ganzes winterliches Menü.

Rote Linsensuppe Besonders im Winter schmeckt eine wärmende Linsensuppe. Linsen gibt es in den unterschiedlichsten Sorten, allerdings werden die meißten importiert. in den letzten Jahren wurde jedoch begonnen, die Tradition des Linsenanbaus wieder zu beleben, so daß man auch heimische Linsen erhält. Man nimmt 300 g 400 g 100 g 350 g 350 g 1l

rote Linsen Kartoffeln Zwiebeln Karotten Lauch klare Gemüsesuppe etwas Sahne Salz, Pfeffer, Lorbeerblätter und einen Schuß Essig

Die Linsen einweichen. Dann die Zwiebeln, die Kartoffeln und die Karotten Schälen und in grobe Würfel schneiden. Den Lauch putzen und in grobe Ringe schneiden. Das Gemüse in etwas Öl anbraten, die Linsen und 2 bis 3 Lorbeerblätter dazugeben, mit der Gemüsesuppe aufgießen, und kochen lassen bis das Gemüse durch ist. Die Sahne unterrühren und mit Salz, Pfeffer und Essig abschmecken.

Gebackener Kürbis mit Bandnudeln in Käsesauce Man nimmt 500 g 1 TL 2 TL 1 TL

Hokkaidokürbis gemahlenen Koriander Oregano Chiliflocken (wer es nicht scharf mag einfach weglassen) 2 Knoblauchzehen

200 g Bandnudeln 100 g Frischkäse 50 g Bergkäse 2 Knoblauchzehen 1/8 l klare Gemüsesuppe Olivenöl, Petersilie, Salz und Pfeffer

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Den Kürbis gründlich waschen, abtrocknen, zerteilen, entkernen in Spalten schneiden und in einen feuerfeste Form legen (Hokkaidokürbisse muß man nicht schälen). Die Gewürze und den sehr fein gehackten www.rainbowunited.at


UNITED Cooking Knoblauch mit dem Olivenöl zu einer Paste vermischen und damit die Kürbisspalten einstreichen. Bei 200 Grad im Backofen ca. 25 Minuten backen. Währenddessen den Knoblauch in einer großen Pfanne mit Olivenöl zerdrücken und kurz anrösten, dann mit der Gemüsesuppe

aufgießen und den Frischkäse einrühren. Die gekochten Bandnudeln dazugeben und mit Pfeffer würzen. Die Nudeln auf einem Teller anrichten, geriebenen Bergkäse und Petersil drüberstreuen und mit dem Ofenkürbis servieren.

Brownies Man nimmt 3 130 g 250 g 4 EL 40 g 100 g 1/8 l 250 g 1 TL

Eier Zucker Sauerrahm Kakaopulver fein geriebene Schokolade gemahlene Mandeln Öl Mehl Backpulver

100 g grob gehackte Haselnüsse 100 g grob gehackte Schokolade 100 g grob zerzupftes Marzipan Das Eiklar mit einer Priese Salz zu einem steifen Schnee schlagen und beiseite stellen. Die Dotter mit dem Zucker schaumig schlagen dann Sauerrahm, Kakao, Mandeln, Öl und Schokolade unterrühren. Mehl und Backpulver mischen und mit dem Eischnee vorsichtig unter die Masse heben. Dann den Teig auf ein mit Backpapier ausgelegtes Blech streichen und mit den Haselnüssen, der Schokolade und dem Marzipan bestreuen. bei 180 Grad im vorgeheizten Ofen ca.

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20 bis 25 Minuten backen. Kurz abkühlen lassen und in ca. 5 cm. große Quadrate schneiden. Am besten schmecken die Brownies noch lauwarm mit etwas Vanilleeis oder Schlagobers. Viel Spaß beim Nachkochen Euer Nico

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Stadtplan 1

GRUPPEN

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1 HOSI-Tirol Homosexuelle Initiative Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 Infofon: 0676/44 22 934 office@hositirol.at www.hositirol.at

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1 Redaktion Rainbow UNITED c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck redaktion@rainbowunited.at www.rainbowunited.at 13 1 Verein CSD-Innsbruck c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 office@csd-innsbruck.at www.csd-innsbruck.at 2 SoHo Tirol Salurnerstraße 2/4/403 6020 Innsbruck Tel: 0699/12903606 soho-tirol@gmx.at www.soho.or.at 3 Grüne Andersrum Tirol Museumstraße 11 6020 Innsbruck Tel: 0664/1869128 tirol-andersrum@gruene.at www.tirol-andersrum.at

FRAUEN 4 Autonomes Frauen Lesben Zentrum & Café Anchorage Liebeneggstraße 15 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/58 08 39 info@frauenlesbenzentrum.at www.frauenlesbenzentrum.at

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© OpenStreetMap

8 Visionmove Institut für Bewegung und Entwicklung 5 Beratungsstelle Dipl. Physiotherapeutin Courage Mag.a Angela Popelar Salurnerstraße 15, 2. Stock Schmiedgasse 9/1 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 86 22 41 Tel: 0669/166 166 63 innsbruck@courage-beratung.at visionmove@gmx.at www.courage-beratung.at 9 Gleichbehandlungsanwaltschaft, Regionalbüro 6 Männerberatung Tirol, Salzburg, Vorarlberg Mannsbilder Leipziger Platz 2 Anichstraße 11 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck Tel: 0512/343032 Tel/Fax: 0512/57 66 44 Fax: 0512/343032-10 beratung@mannsbilder.at ibk.gaw@bka.gv.at www.mannsbilder.at

BERATUNG

www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at

7 Psychotherapiepraxis Dr. Ulrike Paul Neuhauserstraße 13a 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 90 48 52 praxis@ulrikepaul.at www.ulrikepaul.at

VAIR Verein für Akzeptanz, Inklusion und Respekt Technikerstraße 5/5 6020 Innsbruck www.vair.at

NEU

www.rainbowunited.at


Adressen 10 Psychologische Beratungsstelle für Studierende Schöpfstraße 3 6020 Innsbruck www.studentenberatung.at Evangelische Auferstehungskirche Pfr.in Assunta Kautzky Gutshofweg 8 6020 Innsbruck Tel: 0512-34 44 11

GESUNDHEIT

CLUBBING

12 Aids-Hilfe Tirol Kaiser-Josefstraße 13 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/563 621 tirol@aidshilfen.at www.aidshilfe-tirol.at

17 Queerattack! VAZ Hafen Innrain 149 6020 Innsbruck Termine auf www.hositirol.at

13 Dr. med. Petra Lugger Fachärztin für Chirurgie - Viszeralchirurgie, Gesundheitswissenschaftlerin pfarramt.innsbruck@auferstehungskirche.at MEDICENT Innsbruck www.auferstehungskirche.at Innrain 143 6020 Innsbruck Verein Vielfalt Tel: 0512/90 10 50 40 Verein zur Unterstützung Mobil: 0664/23 45 828 und Vernetzung von LGBT* mail: chirurgie@dr-lugger.at und Regenbogenfamilien in www.dr-lugger.at Vorarlberg und Tirol Adolf-Pichler-Straße 11/5 6330 Kufstein | Österreich LOKALE Tel: 0650 91 49 630 www.vielfalt.or.at 14 Dom Café-Bar office@vielfalt.or.at Pfarrgasse 3 6020 Innsbruck www.domcafe.at

RECHT

11 Rechtsanwältin Dr. Tanja Sporrer LL.M. European Law Rechtsanwältin und Europarechtsexpertin Templstraße 22 6020 Innsbruck Tel: 0512/ 58 11 64 Fax: 0512/58 11 65 office@ra-sporrer.at www.ra-sporrer.at

15 M+M Bar Innstraße 45 6020 Innsbruck www.mm-bar.at 16 Uni-Café Innrain 55 6020 Innsbruck 18 EASY Bar Salurnerstraße 18 6020 Innsbruck

18 Bacchus Salurnerstraße 18 6020 Innsbruck www.bacchus-tirol.at

UNTERKUNFT Alpenhotel Tirolerhof Clemens-Holzmeister Str. 38 A-6166 Fulpmes Tel: +43 5225 62422 Fax: +43 5225 62422161 info@tirolerhof-fulpmes.at www.tirolerhof-fulpmes.at Haus Romeo Blaiken 71 6351 Scheffau am Wilden Kaiser Tel: 05358/43 131 Fax: 05358/43 131 32 info@hausromeo.at www.hausromeo.at Villa-Bella-Vista Reith 245 6391 St. Jakob in Haus Tel: 05354/88 792 info@villa-bellavista.com www.villa-bellavista.com

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Termine FEBRUAR 2017 Donnerstag, 16.02.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Wiener Schnitzel vom Schwein mit Erdäpfelsalat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 17.02.2017 ab 19:00 Uhr Bi-, Pan & Polyamory - Treff HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 18.02.2017 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 23.02.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Paprikahendl mit Spätzle und Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 25.02.2017 22.00 bis 04.00 Uhr QUEERATTACK! - FASCHING Motto „Wir leben Bunt“ mit DJn Miss Mabuka VAZ Hafen, Innrain 143, Innsbruck

MÄRZ 2017 Donnerstag, 02.03.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Spinatknödel mit Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 03.03.2017 ab 20:30 Uhr GAY FRIDAY (MEN only) Motto: Back to the 80‘s HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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Donnerstag, 09.03.2017 ab 19:00 Uhr Generalversammlung der HOSI Tirol ab 20:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Erdäpfelgulasch mit Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 10.03.2017 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 16.03.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Wiener Schnitzel vom Schwein mit Erdäpfelsalat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 18.03.2017 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 23.03.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Spaghetti Carbonara mit grünem Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 25.03.2017 22.00 bis 04.00 Uhr QUEERATTACK! Motto „Just Wihte Party“ mit DJ Henrik VAZ Hafen, Innrain 143, Innsbruck

AIDS-Hilfe Tirol „ON AIR“ Radiosendung der AIDS-Hilfe Tirol auf Radio Freirad jeweils von 20 bis 21 Uhr 23. 2. 2017 23.3. 2017 27.4. 2017 25.5. 2017 CSD -Spezial!

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Termine APRIL 2017 Donnerstag, 06.04.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Naturschnitzel mit Reis und Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 07.04.2017 ab 20:30 Uhr GAY FRIDAY (MEN only) Motto: Bärennacht HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 13.04.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Spinat mit Rindfleisch Röstkartoffeln und Spiegelei HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 14.04.2017 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 15.04.2017 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 20.04.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Wiener Schnitzel vom Schwein mit Erdäpfelsalat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 27.04.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Hirtenmaccaroni mit Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 29.04.2017 ab 22.00 bis 04.00 Uhr QUEERATTACK! Motto „80 90iger Rock“ mit DJ Tito VAZ Hafen, Innrain 143, Innsbruck

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MAI 2017 Donnerstag, 04.05.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Gemischter Abend, bei dem jede(r) auf das Herzlichste willkommen ist! Start der Grillsaison! - Es gibt reichlich Leckeres vom Grill und vom Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 05.05.2017 ab 20:30 Uhr GAY FRIDAY (MEN only) Motto: HOSI meets FETISH der Szene Männer Treff in Innsbruck Raus aus dem Alltag und rein in die Fetischklamotten Für jeden Gast in Fetishwear ein Freigetränk GRATIS Coole Musik, tolle Atmosphäre HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 11.05.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Gemischter Abend, bei dem jede(r) auf das Herzlichste willkommen ist! Es gibt reichlich Leckeres vom Grill und vom Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 12.05.2017 ab 20:00 Uhr TRANSGENDERTREFF HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 18.05.2017 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Gemischter Abend, bei dem jede(r) auf das Herzlichste willkommen ist! Es gibt reichlich Leckeres vom Grill und vom Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 20.05.2017 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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Hosi Tirol Generalversammlung der HOSI-Tirol Am 9. März 2017 findet in den Räumlichkeiten der Hosi-Tirol, Kapuzinergasse 43 – 6020 Innsbruck, die Generalversammlung des Vereins statt. Beginn ist wie jedes Jahr 19:00 Uhr. Eingeladen und stimmberechtigt sind alle ordentlichen Mitglieder. Wir hoffen auf zahlreiches Erscheinen - ab 20:00 geht’s dann über in den gemütlichen Teil und es gibt (im Rahmen des offenen Abends, an dem die Hosi wie immer für alle geöffnet ist) hausgemachtes Kartoffelgulasch mit Salat Text: Hosi Tirol Bilder: Archiv Hosi Tirol

AUSTRIA goes FETISH

jeweils ab 20.30 Uhr Für jeden Gast in Fetishwear ein Freigetränk GRATIS

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05.05.17 03.11.17


www.hositirol.at Auch dieses Jahr findet der „Alpen-CSD“ wieder im Rapoldipark statt, wie immer mit einer Parade mitten durch die Altstadt. Auf der eigens für diesen Tag aufgebauten Bühne werden wieder einige Bands für gute Stimmung sorgen und am späteren Abend Deejays zum Tanzen animieren. Zum Abschluß gibt es wieder die QUEERATTACK! im VAZ- Hafen wo bis vier Uhr in der Früh gefeiert werden kann.

2017

CSD INNSBRUCK Donnerstag, 25.05.2017 ab 17:00 Uhr OFFENER ABEND – CSD Opening Party Gemischter Abend, bei dem jede(r) auf das Herzlichste willkommen ist! Ab 19 Uhr gibt es wieder Leckeres vom Grill und vom Salatbuffet. HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 27.05.2017 14:00 – 15:00 Uhr CSD Innsbruck Parade Start beim Adolf-Pichler-Platz, Zwischenkundgebung vorm Rathaus bei der Annasäule Ankunft ca. 15 Uhr im Rapoldipark Infos unter www.csd-innsbruck.at rainbowUNITED Ausgabe 17/01 vom 15.02.2017

Samstag, 27.05.2017 12:00 - 22:00 Uhr CSD Innsbruck Parkfest im Rapoldipark Infos zum Programm unter: www.csd-innsbruck.at Samstag, 27.05.2017 21.00 bis 04.00 Uhr QUEERATTACK! Motto „PRIDE Night“ die offizielle CSD Afterparty mit DJn Miss Mabuka VAZ Hafen, Innrain 143, Innsbruck Sonntag, 28.05.2017 CSD Innsbruck - Chill Out HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck


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Rainbow UNITED 2017/1 Nr. 9  

rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...