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rainbow

UNITED

Das Queere Magazin für Les-Bi- Schwul- Trans* & Inter*

Ausgabe 04/18

01. Dezember Welt-AIDS Tag Preis: 0,75 Euro

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Foto: Pixabay

In Kooperation mit

rainbowUNITED Ausgabe 18/04 vom 15.11.2018


EDITORIAL Hallo an Alle Willkommen zur vierten und letzten Ausgabe in diesem Jahr. Wir haben uns lange überlegt, ob wir schreiben sollen „Jetzt geht Kern“ oder „Jetzt kommt Rendi-Wagner“ oder „Merkel zieht sich langsam zurück“, haben uns dann aber entschlossen das es sinnvoller ist, den Welt Aids Tag zum Titel zu machen. Es gibt wie immer viele interessante Artikel und Buchtipps und so weiter. Mir bleibt nur Euch allen ein gutes restliches Jahr zu wünschen und natürlich ein schönes Weihnachtsfest und viel Erfolg im neuen Jahr. Euer Nico

IMPRESSUM

Offenlegung laut §25 Mediengesetz Medieninhaber: Verein HOSI Tirol / ZVR: 071298153 Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel. & Fax: 0512/587 586 Mail: office@hositirol.at www.hositirol.at Mitglieder des Vorstands: Ing. Markus Aigner Jürgen Preisegger Mario Haas Armin Götsch Thomas Lechleitner Gerd Staffler

Chefredaktion: Jürgen Preisegger (Nico) redaktion@rainbowunited.at Redaktions- und Erscheinungsort: Innsbruck Grafik/Layout: Gerd Staffler

Nächste Ausgabe: Redaktionsschluß: 20. Jänner 2019 Erscheinung: 15. Februar 2019 Bankverbindung: Bank für Tirol und Vorarlberg IBAN: AT57 1600 0001 1918 1186 BIC: BTVA AT22

Druckerei: online Druck GmbH A 2351 Wr. Neudorf

Redaktion/Mitarbeiter&Mitarbeiterinnen: Jürgen Preisegger, Markus Aigner, David Frischmann, Harv* Milk, Christine Roner, Matthäus Recheis, Gabi Schiffer, Connie Hilber, Dr.in Marija Petričević, Mag.a Katharina Raffl, Löwenherz, Michael Peintner rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angleichung der Rechte Homosexueller und Transidenter Menschen an die in der Menschenrechtskonvention festgelegten Grundrechte, sowie die Beseitigung gesellschaftlicher Diskriminierung. Druckauflage 1000 Exemplare mit zusätzlicher Veröffentlichung auf www.rainbowunited.at (Onlineblättermagazin). Die Beiträge, sowie Anzeigenschaltungen geben die Meinung des Verfassers/der Verfasserin und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und/oder der Hosi Tirol wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist kein Hinweis auf deren Sexuelle Orientierung und/oder sexuelle Identität. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Ein Recht auf Abdruck besteht nicht. Bei allen Beiträgen behält sich die Redaktion das Recht auf Kürzungen vor. Vorbehaltlich Druckfehler.

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INHALT rainbow UNITED Regenbogen Splitter United Cooking Stadtplan & Adressen Termine Queerattack Regenbogenshop

SoHo Tirol 8-9 24-25 26-27 28-30 31 32

Hosi Tirol Mitgliederinfo Was ist denn schon „normal“? oder „gay-like yourself“!

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GRÜNE Andersrum Tirol Zusammenhalten statt spalten 10-11

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Gleichbehandlungsanwaltschaft Richtungsweisende Entscheidung für intergeschlechtliche Menschen 20 Jahre Regionalbüro

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Löwenherz Junge lesbische und schwule Literatur

20-21

Courage Zu Kurz gedacht!

AFLZ Das AFLZ feiert 35 Jahre bestehen

Ehe offen – Gesellschaft zu…

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AIDS Hilfe Tirol Was bringt der HIV-Selbsttest? Kenne deinen Status Welt-AIDS Tag Die neue Homepage DVD TIPP Fit for love

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Immer am Laufenden! rainbowUNITED findest Du auch online zum Blättern auf unserer Webseite www.rainbowunited.at oder bestelle Dir dein persönliches Abo um 6,00 Euro pro Jahr (Versandkosten)

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Neben den gesamten Ausgaben findest Du auf unserer Webseite nützliche Informationen und alle Termine auf einem Blick

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Hosi Tirol Liebe Menschen die Ihr Mitglied bei uns seid oder in Zukunft werden solltet. Abermals hat die Post das Porto für Briefe drastisch angehoben. Deshalb haben wir uns dazu entschlossen die Zahlungs-Erinnerungen für die Mitgliedschaft nicht mehr einzeln zu verschicken, sondern in den zum Rainbow United beigelegten Briefen über den Stand bzw. Ablauf der Mitgliedschaft zu informieren. Das heißt, die Infos kommen immer so um den 15. Februar, 15. Mai, 16. August und 15. November. Solltest Du Angst haben den Termin zu verpassen, kannst du gerne auch früher

zahlen, die Mitgliedschaft verlängert sich immer um ein Jahr. z.B.: Deine Mitgliedschaft läuft bis 30. April 2019 die Post kommt Mitte Februar und du zahlst gleich im Februar, so läuft Deine Mitgliedschaft natürlich bis 30. April 2020. Keine Panik, wenn dann das nächste Magazin im Mai kommt und du draufkommst dass du noch nicht gezahlt hast, es gibt bei uns im Moment keine Mahnspesen, einfach einzahlen und Deine Mitgliedschaft wird um ein Jahr verlängert (Achtung während dem Ablauf bis zur Zahlung kannst du keine Mitgliedsvorteile nutzen!) WICHTIG: wurde 6 Monate nach Ablauf der Mitgliedschaft nicht gezahlt, werden Deine Daten gelöscht und Du musst neu um eine Mitgliedschaft ansuchen Diejenigen die bisher diese Erinnerungen per E-Mail erhalten haben, erhalten diese auch weiterhin per E-Mail.

St. Petersburg Festival Ballet präsentiert eine Feerie von Schönheit, Eleganz und Anmut

„Nussknacker“ Das beste Ballettmärchen aller Zeiten Musik: P. I. Tschaikowsky Choreographie: L. Iwanow und M. Petipa Künstlerische Leitung: Margarita Kamysh

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04.01.2019 | Innsbruck | Saal Tirol | 19.00 Uhr www.rainbowunited.at


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Was ist denn schon „normal“? oder „gay-like yourself“! Hallo Leute! Anstatt des angekündigten Artikels, in dem es darum gehen sollte, wie Normalität entsteht, geht es heute mehr um unser zwischenmenschliches Gespür, was für uns normal sein soll und kann. Empathie statt Vorurteile scheint das Thema zu sein, das längst überfällig, nun auf die Tagesordnung der gesellschaftlichen Wahrnehmung kommt, was die Unteilbar-Demonstrationen und viele andere Bewegungen eindrücklich zeigen. Auch wenn die politischen Entwicklungen den Anschein erwecken, daß das Recht des Stärkeren sein Come Back feiert, ist dies im reellen täglichen Miteinander spürbar und unerträglich geworden. Der Ton wird rauher. In den konservativen Kreisen sowie in den rechts-populistischen Bewegungen weltweit. Neben Beschimpfungen und Beschuldigungen gegenüber Ausländern, Frauen und religiösen Minderheiten sind meist auch

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wieder homo-feindliche Parolen zu hören. Das Wort „Perverse“ scheint wieder auf der Tagesordnung zu stehen. Das Verhältnis von „normal“ oder „anders“ sein, auch bezüglich seiner eigenen Sexualität, ist ein Konstrukt in veralteten Denkmustern und braucht eine neue Definierung hinsichtlich des eigenständigen Selbstwertes jedes einzelnen Individuums. Jeder hat seine Eigenarten und Fähigkeiten und diese sollten beachtet und geachtet werden. Scham und Schuld resultieren aus einer sozialen Bewertung innerhalb einer Gesellschaft. Viele Menschen, die vor oder in ihrem Coming Out stehen, zweifeln so sehr an sich selbst, daß sie einen massiven Einbruch ihres Selbstwertes erleben. Die Scham darüber „anders“ zu sein oder nicht „normal“ zu sein gegenüber der eigenen Familie oder Freunden wird oft so unerträglich, daß in dieser harten Phase

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Hosi Tirol der Auseinandersetzung mit sich selbst und der befürchteten Ablehnung und Verachtung, die Gefahr an Selbstmord zu denken, erheblich ansteigt.

indem sie darauf bestehen, auf gar keinen Fall mit dieser stigmatisierenden Begrifflichkeit versehenen Gruppe etwas zu tun zu haben.

Laut neuester Studien ist die Suizidrate bei LGBTI-Menschen um vier- bis siebenfach erhöht. Nicht die sexuelle Orientierung selbst ist demnach der Problemfaktor, vielmehr die Bewertung des Umfeldes. Die Erfahrungen von Ablehnung in der Familie, der Schule, am Arbeitsplatz oder in der Öffentlichkeit sind vielfältig und reichen von Mobbing und Gewalt, Rauswurf oder Flucht aus der Familie oder der Arbeitsstelle bis hin zu psychischen Erkrankungen wie Essstörungen, Sucht und Depression. Daß diese Bewertungen und Vorurteile in den Köpfen der Menschen, diese ungerechten und unmenschlichen Sichtweisen anscheinend „normal“ sind, ist ein emotionales Armutszeugnis für unsere Gesellschaft.

So funktioniert Ausgrenzung in einer Gesellschaft.

Macht bedeutet zu bewerten und zu urteilen. Auch die weltweiten rechts-populistischen Entwicklungen zeigen eine menschenverachtende Tendenz hin zu Ablehnung gewisser Bevölkerungsgruppen durch das Bewerten und Benennen in stigmatisierende Kategorien. Daß das, was „stärker macht und zusammen schweisst“, ein gemeinsamer Feind ist, scheint hier die agressive Vorgehensweise zu sein, in der das Leid anderer billigend in Kauf genommen wird. Durch diese Bewertung erhält die Ablehnung eine Machtfunktion, in der sich gerne viele Menschen einreihen wollen,

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Davon sollte sich niemand abhalten lassen, selbst zu denken und seine Meinung zu äußern. Ob es darauf hinausläuft kein „Perverser“ sein zu wollen, nicht mit Ausländern in Verbindung gebracht werden zu wollen oder jemand beweisen muß, nicht von jüdischer Herkunft abzustammen, was ein Vorzeichen für die bisher dunkelsten Zeiten der Menschheitsgeschichte war, macht in der Funktion der Ausgrenzung aus der Gesellschaft keinen großen Unterschied. Das Prinzip ist das selbe. Dahinter steckt ein kollektives Trauma: Die Angst davor, abgelehnt zu werden, wenn du nicht den Vorstellungen anderer entsprichst. Nicht mehr geliebt zu werden. Nicht mehr dabei zu sein. Sich mit seinen Gefühlen öffnen und mitteilen schafft liebevolle Begegnungen. Wir können es anders machen, indem wir es anders vorleben. Bei jedem Mensch dem wir begegnen, sollten wir uns fragen, wer dahinter steckt anstatt ihn zu beurteilen und somit zu verurteilen. Zu sich selbst zu stehen und stolz auf sich sein zu können, ist es wert, einen neuen Weg zu gehen, nämlich seinen ei-

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www.hositirol.at genen. Die alten Pfade der mangelnden Liebe zu sich selbst zu verlassen. Mich selbst und andere mit den Problemen nicht alleine zu lassen und mich trauen, Hilfe zu beanspruchen. Den Menschen mit seinen Gefühlen und Bedürfnissen wahrzunehmen anstatt ihn auszugrenzen.

Also: Seid nicht „normal“ sondern seid „ihr selbst“, so wie ihr seid. Stolz zu sein auf seine Eigenheiten und diese, und sich selbst, nicht ganz zu ernst zu nehmen. Sich selbst und den anderen in liebevoller Weise begegnen können. Lachen zu können über sich selbst und miteinander. DAS sollte das normalste der Welt sein. Dies könnt ihr auch gerne machen, in der Hosi Tirol gibt es jeden Donnerstag den Offenen Abend, ab 19:00 Uhr, einfach vorbei kommen, was leckeres essen und nette Menschen treffen.

Text: David Frischmann Foto: Pixabay

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REGENBOGEN Splitter

Buntes aus aller Welt ÖVP und FPÖ bestätigen Ehe-Öffnung: Freude in der Community Bereits im Dezember 2017 hat der Verfassungsgerichtshof (VfGH) geurteilt, dass die Ehe für gleichgeschlechtliche und die Eingetragene Partnerschaft für heterosexuelle Paare geöffnet werden muß. Doch erst heute haben ÖVP und FPÖ bekanntgegeben, dass sie diesen Beschluß auch ohne Einschränkungen umsetzen wollen. In der Community sorgt diese Ankündigung für Freude.

die Schweiz auf Platz 21. Insgesamt wurden dieses Jahr 197 Staaten und Territorien bewertet. Die Liste wird seit 2012 jedes Jahr erstellt. Dabei werden anhand von 14 Kriterien die rechtliche Lage und Fragen wie LGBTI-Marketing, die Akzeptanz von Homosexualität durch die Bevölkerung, der religiöse Einfluß oder Morde an Angehörigen sexueller Minderheiten bewertet. Zum ersten Mal wurden auch die Rechte von Transgender-Personen in die Wertung miteinbezogen.

Adam Rippon erregt bei den Oscars Aufsehen mit seinem Fetisch-Smoking Mit seiner Teilnahme bei den Olympischen Spielen in Pyeongchang hat sich der offen schwule Eiskunstläufer Adam Rippon ins Bewußtsein der amerikanischen Bevölkerung gebracht. Mit seiner Kleiderauswahl bei der Oscar-Verleihung hat er gezeigt: Dort will er noch lange bleiben. Im Internet sorgt dieses Outfit für Aufregung. Das Blog der Dating-App Hornet kommentierte, Adam Rippons Smoking-Harness-Kombination sei die perfekte Wahl, „wenn du um acht bei den Oscar-Parties sein mußt und um zehn bei der Leder-Party im Eagle“.

Denkmal für verfolgte Homosexuelle erneut geschändet In Berlin ist das Denkmal für die im Nationalsozialismus verfolgten Homosexuellen am Wochenende wieder von Unbekannten beschädigt worden. In die Steinplatte vor dem Sichtfenster des Denkmals wurden die Buchstaben „HIV“ eingebrannt, teilte der Lesben- und Schwulenverband BerlinBrandenburg (LSVD) mit. Es ist nicht das erste Mal, dass das Denkmal in seiner mehr als zehnjährigen Geschichte zum Ziel von Vandalenakten wurde. Bereits drei Monate nach der Einweihung am 27. Mai 2008 wurde das Sichtfenster, durch das eine Kuß-Szene in Dauerschleife zu sehen ist, das erste Mal eingeschlagen.

Kanada und Schweden sind die besten LGBT-Urlaubsziele Kanada und Schweden sind die besten Urlaubsländer für Angehörige von sexuellen Minderheiten – zumindest, wenn es nach dem Spartacus Gay Travel Index geht. Deutschland hat die Öffnung der Ehe auf den dritten Platz katapultiert, Österreich liegt mit einem Punkt weniger auf Platz 15,

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New York: Neue Skulptur ehrt die LGBTCommunity Eine neue temporäre Skulptur in New York soll die LGBTQ-Community ehren. Die farbigen Tafeln am Hudson River, die an die Regenbogenflagge erinnern, sollen dabei mit dem Sonnenlicht interagieren. Noch bis August 2019 präsentiert „Viewfinding“

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REGENBOGEN Splitter von Sarah E. Brook auch kurze Textzitate von 26 Autoren der Community. Brook geht es mit ihrem Werk vor allem darum, die LGBTQ-Community im öffentlichen Raum sichtbarer zu machen, erklärt die geborene New Yorkerin. Bei der Auswahl der Autoren legte Brook Wert auf ein breites Spektrum: Einige von ihnen haben noch keine Arbeiten veröffentlicht, andere haben den Lambda-Literaturpreis für LGBT-Autoren bekommen. Dänemark erlaubt schwulen Männern die Blutspende Dänemark lockert seine Bestimmungen zur Blutspende von schwulen und bisexuellen Männern. Wie Gesundheitsministerin Ellen Trane Nørby letzte Woche bekanntgegeben hat, können ab nächstem Jahr Männer, die Sex mit Männern haben, unter bestimmten Voraussetzungen Blut spenden. Zu den Bedingungen für eine Blutspende gehört, dass die Spender in den vier Monaten vor der Spende keinen Sex mit Männern gehabt haben – mit einer Ausnahme: „Wenn man in einer monogamen Beziehung lebt, soll die Blutbank sagen können, dass die viermonatige Quarantäne nicht notwendig ist. Denn dann liegt kein riskantes sexuelles Verhalten vor“, sagte die Ministerin der Tageszeitung Politiken. Nordirland: Gläubige Bäcker müssen keine LGBT-Torte backen Es ist ein schwerer Rückschlag im Kampf gegen die Diskriminierung sexueller Minderheiten: Der Oberste Gerichtshof des Vereinigten Königreichs hat entschieden, dass ein nordirischer Bäcker nicht diskriminierend gehandelt hatte, weil er

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sich weigerte, eine Torte zur Ehe-Öffnung in Nordirland herzustellen. LGBT-Aktivist Gareth Lee hat im Jahr 2014 bei der „Ashers Baking Company“, die sechs Konditoreien in Nordirland betreibt, einen besonderen Kuchen bestellt: Darauf sollte ein Bild der Sesamstraßen-Figuren Ernie und Bert zu sehen sein, mit dem Slogan „Unterstützt die Ehe-Öffnung“ und dem Logo von Lees LGBT-Gruppe „Queerspace“. Die Bestellung wurde zunächst auch aufgenommen – doch die Inhaber der Konditorei-Kette, Amy und Daniel McArthur, stornierten sie kurz darauf wieder. „Wir wollen nichts unterstützen, was unserem biblischen Glauben widerspricht“, begründeten sie die Ablehnung. Christopher Bailey verabschiedet sich mit Regenbogenkollektion von Burberry Beim britischen Kult-Label Burberry ging am Samstag eine Ära zu Ende: Nach 17 Jahren verläßt Chef-Designer Christopher Bailey das Label. Gefeiert wurde anläßlich der London Fashion Week mit einer großen Modeschau im Westen Londons, die der Designer zu großen Teilen der LGBT-Community widmete. Location der Abschieds-Modeschau war ein altes Kraftwerk, das in Regenbogenfarben erstrahlte. Und diese mischte Bailey, der seit langem die LGBT-Community unterstützt, auch mit dem legendären braunschwarzen Burberry-Karo. Das Ergebnis, der „Rainbow Check“, zierte einige Produkte, darunter auch eine Kappe, einen Shopper oder Sneakers. Quelle: ggg.at

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GRÜNE Andersrum Tirol

Heute wollen wir zum Einstieg zwei in der Community oft unbesproche Themen in den Fokus rücken, Trans* und die Community selbst. Wir haben in der Vorbereitung gemerkt, dass wir vieles selbst nicht wissen oder manches nicht direkt verstehen. Warum ist das so? Was ist der Unterschied zwischen den vielen Begriffen, (Selbst) Beschreibungen, Beziehungen, was passt wann und für wen. Wir haben in der Auseinandersetzung viel gelernt, voneinander und über uns selbst. Und dafür möchten wir allen Beteiligten noch mal ausdrücklich danken.

Aber wenn man seinen Vornamen und seinen Personenstand ändern möchte, sollen plötzlich psychologische Gutachten nötig sein? Und häufig verwechseln diese Gutachter*innen den Besuch auch noch mit einer Therapiesitzung. Wer mal kurz nachdenkt weiß, dass man die Geschlechtszugehörigkeit nicht von außen feststellen kann. Warum glauben dann Leute heute immer noch, man könne Transsexualität wegtherapieren? Es ist ein Unding, was im Gesetz von Leuten verlangt wird, die einfach nur ihren Namen und ihre Geschlechtsidentität in Einklang miteinander bringen wollen.

Geschlechtliche Selbstbestimmung ist für die meisten von uns so selbstverständlich, dass „Du bestimmst nicht mein Geschlecht“ als Aufhänger unserer Gespräche zunächst mal relativ ungewohnt klang. Wer soll denn besser wissen, welches Geschlecht ich habe, als ich selbst? Aber genau das ist das Problem, welches wir derzeit – noch – haben. Es ist relativ einfach, mit ein bisschen Glück und verständigen Ärzt*innen eine Hormonersatztherapie zu beginnen, mit der sowohl weitreichende als auch dauerhafte körperliche Veränderungen einhergehen.

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www.tirol-andersrum.at Uns geht es aber noch um was anderes. Etwas, das uns dann nachdenklich gemacht hat. Immer wieder kamen äußerst kritische bzw. diskriminierende Stimmen innerhalb der Community zum Vorschein, wenn es um Unterschiede geht, Trans* fällt da explizit hinein. Uns wurde erklärt, dass Trans* sich um sich selbst kümmern sollen, diese der Community gegenüber zu kritisch sind, etc. Da muss man nochmal einen Gedanken dran verschwenden und auch hier kommt man wieder auf die Stonewall Riots in New York 1969 zu sprechen. Am 28. Juni 1969 in der Christopher Street waren es eben nicht allein Schwule und Lesben, die für Aufruhr gesorgt haben. Es waren auch trans* Personen dabei, bzw. Menschen, die sich und die wir heute als trans* bezeichnen würden. Marsha P. Johnson und Sylvia Rivera wird heute häufig zugeschrieben, bei den Aufständen gegen die Polizeigewalt nicht nur in der vordersten Reihe gestanden, sondern sogar den berühmten ersten Pflasterstein geworfen zu haben. (Anm: Wir lehnen physische Gewalt explizit ab. Hier handelt es sich um eine Rückschau auf historische Ereignisse.) Marsha P. Johnson und Sylvia Rivera waren Drag Queens, die sich für Gay Rights eingesetzt haben. Drag Queens waren zu jener Zeit sowohl schwule Männer, die hin und wieder Fummel trugen, aber auch Frauen, die als Buben zur Welt gekommen sind. Die Trennung von schwul & lesbisch, bisexuell & trans* wie wir sie heute kennen, war damals nicht so gegeben. Es war in jenen Tagen und Nächten eine große und gemischte Gruppe, die eine solidarische Gemeinschaft gebildet hat und zusammen füreinander eingetreten ist. Wir als Community sollten uns immer wieder bewusst machen, an wen wir uns erinnern und wessen gemeinsames Erbe wir

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weiterführen wollen. Das sind eben nicht nur die Mittelklasse-Homosexuellen gewesen. Es waren die Dykes, die Fags, die Butches und Femmes, die Kings, Queens und Queers und es waren Transvestites, Transgenders, Trans* jeder Hautfarbe. Darum freuen wir uns jetzt schon auf den nächsten CSD und zuvor auf Halloweenund Weihnachtsqueer, wo wir uns miteinander versammeln. Zum Feiern, Kennenlernen, Austauschen. Und um ein Zeichen zu setzen. Für uns selbst und alle anderen. Darauf sind wir stolz. Es ist wichtiger denn je, dass wir eng zusammenstehen, angesichts der aktuellen gesellschaftlichen und politischen Entwicklungen. Rechte Gruppierungen und rechtsextreme Parteien haben uns alle im Visier. Das lassen wir uns nicht gefallen. Deshalb ist es so wichtig zusammenzuhalten, uns zu solidarisieren und uns gemeinsam zu wehren. Heute und an jedem Tag! Zusammenhalten und nicht spalten.

Text: Harv* Milk Bilder: Grüne Andersrum

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Frauenzentrum AFLZ

DAS AUTONOME FRAUENLESBENZENTRUM FEIERT 35 JAHRE BESTEHEN Das Autonome FrauenLesbenZentrum in Innsbruck ist vor 35 Jahren entstanden und ein von Frauen selbstorganisierter Verein, der sich für die „Emanzipation der Frau“ einsetzt. Der Verein ist in den Rahmen jener gesellschaftlichen Veränderungen einzuordnen, die als „Zweite Frauenbewegung“ in die Geschichte eingegangen sind. In den 1970er Jahren gründete eine ursprünglich im Arbeitskreis Emanzipation und Partnerschaft (AEP) beheimatete Gruppe von „radikaleren“ Frauen das Autonome Frauenzentrum. In den Anfängen verfügte das Zentrum über keine eigenen Räumlichkeiten, sodass sich die Frauen zunächst in Privatwohnungen trafen. Nach einiger Zeit versammelte sich die Gruppe einmal wöchentlich im Kommunikationszentrum in der Innstraße (KOZ), später in dessen Nachfolgeinstitution KOMM (Alternatives Kommunikations- und Kulturzentrum). Im November 1982 wurde in der Höttinger Gasse in Innsbruck das Frauencafé Laufmasche eröffnet. Die Räumlichkeiten standen den Frauen von Donnerstag bis Sonntag zur Verfügung, an den restlichen Tagen wurden diese anderweitig genutzt. Am 10. Dezember 1983 wurde das „Autonome Frauenzentrum“ in der Michael-Gaismair-Straße offiziell eröffnet. Damit war ein eigener autonomer Ort für feministische Aktivitäten geschaffen. Mit der Eröffnung dieses Raumes wird im Allgemeinen die Gründung des „Autonomen Frauenzentrums“ festgelegt. Ziel des Zentrums war es, einen „Rahmen zur losen Organisation der

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Frauenbewegung“, zur „Koordinierung vorhandener Fraueninitiativen und -projekten“ und generell einen „Kommunikationsort“ für unterschiedlichste Frauen zu schaffen. Schon bald entstand innerhalb des Zentrums auch ein Café, ursprünglich „Frauenbeisl“, später „Frauencafé“, seit 1995 „Anchorage“, welches bis heute unter diesem Namen geführt wird. 1990 erfolgte der Umzug in die Liebeneggstraße, wo das AFLZ bis heute beheimatet ist. 1999 wurde das Autonome Frauenzentrum in Autonomes FrauenLesbenzentrum umbenannt. Ein wesentliches Kennzeichen der Struktur innerhalb dieses Frauenraumes ist und war stets die weitgehend ehrenamtliche Selbstverwaltung. Daneben gab und gibt es eine kleine Gruppe, die sich um den „Erhalt des Zentrums“ an sich kümmert. Bis 1993 war dies der „Weiberrat“, danach „das Plenum“. Seit 1. Dezember 1983 verfügte das Autonome Frauenzentrum über eine Vereinszeitung: „Kniesebein“. 1985 wurde diese in „Zyklotron“ (1985-2005) umbenannt. Die Zeitungen wurden zum Diskussionsforum des Zentrums und geben Einblicke in die jeweiligen, in feministischen und vor allem lesbischen Kontexten, aktuellen Themen (siehe www.frauenlesbenzentrum.at). Rund um das erste Jahrzehnt im neuen Jahrtausend gestalteten die Frauen des Zentrums den „Weibertalk“ beim lokalen Radiosender FREIRAD. Aktuell äußern sie sich regelmäßig im von der HOSI-Tirol (Homosexuelle Initiative Tirol) herausgegebe-

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www.frauenlesbenzentrum.at nen Magazin rainbow UNITED. In den Anfängen engagierten sich die Frauen sehr stark zum Thema Gen- und Reproduktionstechnik, die Aktivistinnen besetzten sogar die gynäkologische Abteilung der Klinik Innsbruck. Friedensbewegung und Kritik am vorherrschenden patriarchal ausgerichteten Wirtschaftsmodell des Neokapitalismus waren und sind Inhalt der Feminismen. In den 80er Jahren in Form von Selbsterfahrungsgruppen, Selbstverteidigungsgruppen - WEN DO - Selbstbestimmung über ihren Körper und ihr Leben. Seitdem das Zentrum seit 1983 über eigene Räumlichkeiten verfügt, treffen sich dort zahlreiche und unterschiedliche Frauen und Frauengruppen. So vielfältig und reichhaltig wie die aktiven Frauengruppen war auch das von den Frauen des Zentrums organisierte Veranstaltungs-, Bildungs- und Kulturprogramm. So fanden im Laufe der Jahre zahlreiche Veranstaltungen, Workshops, Seminare, Lesekreise, Diskussionen, Ausstellungen und Filmabende zu zeitgenössischen und im damaligen feministischen und lesbischen Kontext aktuellen Themen dort statt. Die Vielfalt und das breite Spektrum der Veranstaltungen hier aufzuzeigen, scheint schlichtweg nicht machbar.

Ein Blick auf die Homepage lohnt sich. Auch gegenwärtig finden jährlich im Autonomen FrauenLesbenzentrum zahlreiche Bildungs- und Kulturveranstaltungen zu aktuellen Themen statt. Das autonome Zentrum war immer auch ein Ort, an dem Demonstrationen, Kundgebungen und andere Aktionen organisiert wurden, an dem gesellschaftliche und politische Entwicklungen kritisch hinterfragt worden sind und Ideen entwickelt wurden, die Anliegen der Frauen in die Öffentlichkeit zu bringen. Früher wie heute war den Frauen neben der Arbeit auch das lustvolle und lustige Beisammensein ein Anliegen. Schon bevor die Frauen eigene Räumlichkeiten hatten, wurden die ersten Feste veranstaltet. Zum 35jährigen Bestehen des AFLZ findet ein besonderes Programm statt: 06.12.2018 20.00 Uhr: Stefanie Sargnagel + Puneh Ansari lesen aus ihren Büchern Kartenvorreservierung per E-Mail an info@ frauenlesbenzentrum.at wegen beschränkter Plätze unbedingt erforderlich; Spendenempfehlung 10,-- für Mitfrauen 5,-- eine Kooperation mit dem AEP (Arbeitskreis, Emanzipation, Partnerschaft); Einlass ab 18:30 (reservierte Karten können bis 15 Minuten davor abgeholt) 07.12.2018 ab 19.30 Uhr: Das Autonome FrauenLesbenZentrum feiert sein 35jähriges Bestehen mit einem vielfältigen Programm: Lesung, Musik, Kabarett und vieles mehr.

Öffnungszeiten Freitag -19.30-24.00 Dienstag - 19.00-23.00

08.12.2018: Zum Abschluss Kinovision Women Only

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Text: Petra Müller, Christine Roner Bilder: AFLZ Innsbruck

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AIDS Hilfe Tirol

Was bringt der HIV-Selbsttest?

Seit kurzem gibt es die Möglichkeit sich selbst zu Hause auf HIV zu testen. Den sogenannten HIV-Selbsttest kann man um etwa 30 Euro in der Apotheke kaufen. Was ist dabei zu beachten? Der HIV-Selbsttest kann erst 12 Wochen nach dem letzten Risikokontakt eine HIVInfektion mit Sicherheit ausschließen. Über die 12 Wochen, die vor dem Test liegen, hat der Selbsttest keine Aussagekraft. Wichtig ist es, sich genau an die bebilderte Anweisung des Beipacktextes zu halten. Wenn der Test ein positives Ergebnis anzeigt, bedeutet dies jedoch noch nicht, dass man tatsächlich HIV-positiv ist. Ein positiver HIV-Selbsttest muss erst durch einen Bestätigungstest überprüft werden. HIV-Tests sind nämlich sehr sensitiv und reagieren manchmal auch überempfindlich. Das heißt, er kann auch ein falsch positives Ergebnis anzeigen. Bei einem positiven Ergebnis kann man sich an die AIDS-Hilfe Tirol wenden, um sich über die nächsten Schritte beraten zu lassen: 0512/563621. Die österreichischen AIDS-Hilfen haben übrigens eine eigene Beratungsmöglichkeit zum HIV-Selbsttest eingerichtet: HIV-Selbsttesthelpline: 0800 252 289 (Mo–Fr, 10–17 Uhr). Diese Hotline ist kostenlos aus österreichischen Festund Mobilfunknetzen. Die AIDS-Hilfe Tirol bietet den Bestätigungstest kostenlos an. Der HIV-Labortest in der AIDS-Hilfe Tirol ist nach wie vor kostenlos und bietet bereits 6 Wochen nach einer möglichen Risikosituation ein sicheres Ergebnis. Der HIV-Schnelltest in der AIDS-Hilfe Tirol kostet 30 Euro, wird von einem Arzt durchgeführt und das Ergebnis liegt innerhalb von 30 Minuten vor. Die Risikosituation sollte 12 Wochen zurück liegen. Sowohl bei der Testung als auch bei der Beratung bleibt man in der AIDS-Hilfe Tirol anonym.

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Kenne deinen Status! Kostenloser HIV-Check bei der HOSI Tirol Donnerstag, 29. November 2018 20 – 21.30 Uhr. Kostenloser HIV- und Syphilis-Schnelltest mit Sofortbefund bei der HOSI Tirol mit Dr. Peter Berger und Dr. Fritz Aull von der AIDS-Hilfe Tirol. Eine Aktion von AIDS-Hilfe Tirol und HOSI Tirol im Rahmen der Europäischen Testwoche.

Am 1. Dezember ist Welt-AIDS Tag.

Die rote Schleife tragen – als Zeichen für Solidarität mit HIVpositiven Menschen.

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Fragen zu sexueller Gesundheit? Die neue Homepage der AIDS-Hilfe Tirol ist online! Die neue Homepage der AIDS-Hilfe Tirol - mit allen wichtigen Informationen rund um das Thema HIV und sexuelle Gesundheit. Mit zwei besonders wichtigen Rubriken: Mann&Mann – alle wichtigen Infos und Links für Männer, die Sex mit Männern haben. Und der Rubrik Notfall – was ist zu tun, wenn man ungeschützten Sex hatte?

DVD-Tipp Rasmus und Benjamin – zwei Burschen und AIDS Als der fesche Rasmus 1982 in den Zug nach Stockholm steigt, lässt er seine kleinstädtische Heimat für immer hinter sich. Er lebt sein Schwulsein in der Szene der schwedischen Hauptstadt. Und er verliebt sich in Benjamin. Der sympathische Bur-

sche ist ein Zeuge Jehovahs. Doch die unbeschwerte Zeit ist schnell zu Ende. Immer mehr junge Männer erkranken in ihrem Umfeld und sterben. Auch Rasmus wird schwer krank. Die ausgezeichnete schwedische Fernsehserie „Don‘t Ever Wipe Tears Without Gloves“ aus dem Jahr 2012 erzählt in drei Teilen von schwuler Liebe und dem Sterben an AIDS. Aus der Zeit, bevor die wirksame HIV-Therapie zur Verfügung stand. Texte: Matthäus Recheis

Der GROSSE FIT FOR LOVE CHECK Testung auf HIV – Syphilis – Tripper – Chlamydien. Wer als Mann Sex mit Männern hat, sollte sich einmal im Jahr auf diese Infektionen checken lassen – auch ohne Symptome! AIDS-Hilfe Tirol - der Checkpoint für die Gesundheit von Männern, die Sex mit Männern haben Anonyme Testung in der AIDS-Hilfe Tirol: Montag 17 – 18.30 Uhr, Dienstag 13.30 – 15 Uhr. Kostenloser Labortest auf HIV. Kostenpflichtiger Syphilis-Labortest . Schnelltest: Kostenpflichtiger HIV-Test mit Befund innerhalb von 30 Minuten. Kostenpflichtiger Tripper/Chlamydien-Labortest.

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SoHo Tirol

Ehe offen – Gesellschaft zu… Aus Angst vor Flüchtlingen machten viele bei der Nationalratswahl 2017 ihr Kreuz bei einer der beiden rechtspopulistischen Parteien Österreichs. Jetzt offenbart sich, dass dieses Kreuz nicht nur symbolisch einen Haken hat. Was uns die Angst vor den Flüchtlingen – denn um nichts anderes ging es den beiden Parteien inhaltlich im Wahlkampf - tatsächlich kostet, ist derzeit noch lange nicht abzusehen. Hier eine Zusammenfassung der sprichwörtlichen Spitze des Eisberges, die sich knapp ein Jahr nach der Regierungsangelobung von Türkis-Blau am 18.12.2017 offenbart. Überstundenzuschläge Wer fleißig ist und mehr arbeitet, bekommt dafür weniger als zuvor. Die Freiwilligkeit der ArbeitnehmerInnen wird beschränkt. 8 Stunden-Arbeitstag Während in fortschrittlichen Ländern die Arbeitszeit auf 6-Stunden am Tag bei weiterhin vollem Lohn gekürzt wird, sind in Österreich ab jetzt 12 Stunden-Arbeitstage ohne wirkliche Mitsprache der ArbeitnehmerInnen möglich. 40-Stundenwoche Möglich sind zudem ab sofort 60-Stundenwochen. Nur die Zwänge des Wirtschaftswachstums entscheiden über die Wochenarbeitszeit von ArbeitnehmerInnen. erholsame Arbeitspausen Verkürzt wurden die Ruhezeiten im Tourismus von bisher 11 auf nur mehr 8 Stunden. Von dieser Pause abzuziehen ist noch die zumutbare Wegzeit von 1 ½ Stunden pro Weg. Notstandshilfe Um arbeitslose Millionäre daran zu hindern, das System auszunutzen, will TürkisBlau nun die Notstandshilfe streichen. Das bedeutet, dass jeder langzeitarbeitslose

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Mensch in Österreich, dessen Besitz mehr als 4200 € wert ist, diesen Besitz an den Staat abgeben muss. Aktion 20.000 Noch bevor die Aktion 20.000, mit deren Hilfe ältere Arbeitslose der Wiedereinstieg in die Arbeitswelt ermöglicht werden konnte, richtig gegriffen hat, jedoch bereits nachdem man sehen konnte, dass diese vom politischen Gegner erdachte Aktion greift, wurde sie ersatzlos gestrichen. faire Löhne Die Erweiterung der Mangelberufsliste von 11 Mangelberufen auf jetzt 27 und der in Aussicht gestellten Erweiterbarkeit auf 80100 lässt erwarten, dass durch den Zuzug von ArbeitnehmerInnen aus Nicht-EU-Billiglohnländern die Situation am österreichischen Arbeitsmarkt bewusst verschärft wird. Somit sind Dumpinglöhne nicht nur für die zugezogenen Arbeitskräfte, sondern auch für ÖsterreicherInnen wahrscheinlich. ausgewogenes Budget Der große Wurf des sogenannten Nulldefizits, an dem schon andere – fähigere – vor dieser Regierung gescheitert sind, sieht eine eindeutige Umverteilung des Volksvermögens von unten nach oben vor. Wobei geflissentlich übersehen wird, dass es sich bei der Mehrheit der ZahlerInnen um gerade jene handelt, die ohnehin bereits die größten Brocken der Steuerlast zu tragen haben und die geringsten Beträge aus den Gemeinschaftstöpfen ausbezahlt bekommen. Gesundheit Noch ehe das Gesetz zur rauchfreien Gastronomie Anfang 2018 in Kraft treten konnte, wurde es von Türkis-Blau ersatzlos wieder gekippt. Leidtragende sind besonders die MitarbeiterInnen in der Gastronomie sowie deren Gäste. Wie verworren die Situ-

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ation wird, zeigt jenes Beispiel: Ein 16-jähriger Gastrolehrling darf im verrauchten Lokal arbeiten, aber nicht selbst rauchen. Seine ihn nach der Arbeit abholende Mutter darf im Auto jedoch auch nicht rauchen, solange ihr schützenswertes Kind sich im Fahrzeug befindet. Sicherheit Während der BVT sich seiner Aufgabe widmet, unter anderem die Verstrickungen der FPÖ und deren Burschenschafter mit dem Rechtsextremismus aufzudecken, wurden in einer aufsehenerregenden Aktion bei einer Durchsuchung brisante Unterlagen beschlagnahmt und möglicherweise sogar kopiert. Laut Innenminister Kickl habe dies nichts mit der Umfärbung des BVT zu tun. Volkswille Die FPÖ hat sich immer damit gebrüstet, die einzige Partei Österreichs zu sein, die für die direkte Demokratie einsteht. Welches Demokratieverständnis sie selbst dabei hat, bewies sie – und mit ihr auch der Koalitionspartner ÖVP - sehr eindrucksvoll. Das Volksbegehren, welches zur Nagelprobe für die Glaubwürdigkeit der FPÖ wurde, ist das „Don´t Smoke“-Volksbegehren. Fast 900 000 Unterschriften gelten für die Blauen nicht als ausreichend. Offensichtlich ist die FPÖ zwar für mehr direkte Demokratie, aber was genau demokratisch ist, das will nur sie alleine bestimmen dürfen.

redend.“ Ein weiteres Zitat aus besagtem Artikel ist folgendes: “Der Standard” hat Kurz’ Programm so kommentiert “Wer am wenigsten hat, soll weniger bekommen.” Und: “Wie die Umverteilung von Arm zu Reich finanziert werden soll? Darüber schweigt das Programm.” (beide Zitate: kontrast; 17.9.2017) In der TV Sendung „Maischberger“ äußerte er sich am 17.1.2018 dergestalt, dass er schon immer gegen Hetze gegen Rechts gewesen sein. Ebenso wie gegen Hetze gegen Reiche. Das glaubt man ihm nach obiger Aufzählung aufs Wort! Nun mag uns so manche/r mehr oder weniger geneigte LeserIn vorwerfen, hier nur einseitig die negativen Aspekte herausgepickt zu haben. Wir können jedoch nur antworten, dass es uns nicht gelungen ist, viel Positives zu finden obschon sich gerade Türkis einige der einflussreichten Medien gekauft hat, wodurch nur wenig Wahrheit in deren Propagandaähnlichen Kommentaren steckt. Und dass wir endlich heiraten dürfen ist keinesfalls ein Verdienst unserer werten Regierung! Wer bereits versucht hat, das Aufgebot zu bestellen und bereits verpartnert ist, wird wie wir, sein türkis-blaues Wunder erleben!

Gleichbehandlung der Kinder Zwar führt die Türkis-Blaue Regierung einen Kinderbonus ein, von diesem profitieren kann man jedoch erst ab einem Mindesteinkommen von 2300 € Brutto. Ein für AlleinerzieherInnen in den seltensten Fällen erwirtschaftbarer Lohn. Bereits im Wahlkampf sagte Neobundeskanzler Sebastian Kurz am 17.9.2017 in einem Interview im „kontrast“: „Die Frisörin und der Kellner bekommen nichts. SelbstText: Gabi Schiffer und Connie Hilber

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Gleichbehandlungsanwaltschaft

Richtungsweisende Entscheidung für intergeschlechtliche Menschen Intergeschlechtliche Menschen werden mit einer körperlichen Diversität geboren, die unterschiedliche geschlechtsbestimmende Ebenen umfassen kann, sodass sich zB Chromosomen, Gonaden, Hormone und/oder die inneren und äußeren Geschlechtsmerkmale nicht alle in eine als „weiblich“ oder „männlich“ definierte Richtung entwickeln. Die durch unterschiedliche Kombinationen der geschlechtsbestimmenden Merkmale entstehende geschlechtliche Vielfalt wird als Inter*, Intersex oder Intergeschlechtlichkeit bezeichnet. Dennoch blieb intergeschlechtlichen Personen, die sich nicht als „weiblich“ oder „männlich“ identifizieren, eine adäquate rechtliche Anerkennung ihrer Geschlechtsidentität durch die Standesämter bisher verwehrt. Diese Praxis ist aktuell in Änderung begriffen. Der Verfassungsgerichtshof (VfGH) hielt in einem richtungsweisenden Erkenntnis am 15.06.2018 fest, dass intergeschlechtliche Menschen, auf Grundlage von Art 8 der Europäischen Menschenrechtskonvention (EMRK), ein Recht auf eine ihrer geschlechtlichen Identität entsprechende Bezeichnung im Personenstandsregister und weiteren Urkunden haben. Die EMRK gewährleistet verfassungsrechtlich das Recht auf Achtung des Privat- und Familienlebens und schützt damit die menschliche Persönlichkeit in ihrer Identität, Individualität und Integrität sowie ihre unterschiedlichen Ausdrucksformen. Praktisch bedeutet dies, dass die rechtliche Erfassung des Geschlechts dazu geeignet sein muss, die individuelle Geschlechtsidentität auch intergeschlechtlicher Menschen zu reflektieren. Eine Änderung des Personenstandsgesetzes 2013 ist dafür nicht notwendig,

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da der im Gesetz verwendete Begriff des Geschlechts „so allgemein [ist], dass er sich ohne Schwierigkeiten dahingehend verstehen lässt, dass er auch alternative Geschlechtsidentitäten miteinschließt“. Als Beispiele für mögliche, durch die Personenstandsbehörden einzutragende Bezeichnungen des Geschlechts nennt der VfGH „divers“, „inter“ und „offen“. Des Weiteren führt der Verfassungsgerichtshof aus, dass aufgrund der vielfältigen Formen der Geschlechtsentwicklung und der besonderen Sensibilität der geschlechtlichen Zuordnung Art 8 EMRK intergeschlechtlichen Menschen ebenso ermögliche, ihr Geschlecht aus legitimen Gründen und insbesondere bei mangelnder Selbstbestimmungsfähigkeit nicht anzugeben, eine einmal erfolgte Geschlechtsangabe zu korrigieren oder die erfolgte Geschlechtseintragung ersatzlos zu löschen (VfGH vom 15.06.2018, G77/2018). Die Gleichbehandlungsanwaltschaft begrüßt die Anerkennung des Rechts intergeschlechtlicher Menschen auf eine ihrer geschlechtlichen Identität entsprechende Bezeichnung im Personenstandsregister. Diskriminierungen aufgrund von Intergeschlechtlichkeit im Bereich der Arbeitswelt und beim Zugang zu Gütern und Dienstleistungen fallen unter das Verbot der Geschlechterdiskriminierung des Gleichbehandlungsgesetzes. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft berät und unterstützt diskriminierte Menschen bei der Durchsetzung ihres Rechts auf Gleichbehandlung vertraulich, unabhängig und kostenlos.

Text: Dr.in Marija Petričević

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20 Jahre Regionalbüro Tirol, Salzburg und Vorarlberg der Gleichbehandlungsanwaltschaft Das Regionalbüro Tirol, Salzburg und Vorarlberg der Gleichbehandlungsanwaltschaft feiert heuer sein 20-jähriges Bestehen. Aus diesem Anlass werden ausgewählte Kurzfilme zu den Themen Vorurteile, Diskriminierung und Gleichbehandlung in Kooperation mit Tricky Women gezeigt.

Wann & Wo Innsbruck: Bregenz: Salzburg:

14.11.2018, 14 Uhr, Leokino 21.11.2018, 14 Uhr, Metro Kino 28.11.2018, 14 Uhr, DAS KINO

Eintritt frei! Dauer ca. 60 Minuten. Anschließend Get-together mit Vernetzungsmöglichkeit. Kartenreservierung obligatorisch per Mail an ibk.gaw@bka.gv.at oder telefonisch unter 0512-343032.

Text: Mag.a Katharina Raffl Fotos: Andrea Schneider

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Löwenherz

»Junge lesbische und schwule Literatur« Katrin Frank: Knutschpogo: Verliebt bis in die Haarspitzen D 2018, 178 S., Broschur, € 16.40 Schräge Blicke beim Betreten der Mädchentoilette und dreiste Nachfragen nach ihrem Geschlecht bestimmen den Alltag der androgynen Lexi. Die 14-Jährige kämpft in der Nachwendezeit mit den Tücken des Erwachsenwerdens und der Langeweile ihrer thüringischen Kleinstadt. Als sie die Punkerin Rosa und deren Clique kennenlernt, hat Lexi plötzlich ganz andere Probleme, von denen pöbelnde Nazis noch das geringste sind. Begeistert stürzt sie sich in eine ihr unbekannte Welt aus Pogotanzen, Aktivismus und Dosenbier. Dabei entdeckt sie nicht nur ihre Liebe zum Punk, sondern auch zu Rosa. Doch die ist mit Armin liiert. - Ein witziger, authentischer Roman über das Großwerden zwischen West- und Ostdeutschland.

Chinelo Okparanta: Unter den Udala Bäumen Dt. v. S. Finck u. M. Hummitzsch. D 2018, 336 S., geb., € 26.52 Chinelo Okparantas erster Roman ist Kriegs- und Liebesroman zugleich. Die Coming-out-Geschichte des Mädchens Ijeoma beginnt 1968 in Nigeria. Die Bevölkerung leidet unter dem immer brutaler werdenden Krieg und einer unvorstellbaren Hungersnot. Ijeomas Vater kommt bei einem Bombenangriff ums Leben. Ihre Mutter kann nicht mehr für sie sorgen, und sie wird in ein entferntes Dorf zu Freunden der Familie geschickt.

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Dort lernt sie Amina kennen, die gleichalt und auch alleine ist. Zwischen Ijeoma, einer christlichen Igbo, und Amina, einer muslimischen Hausa, beginnt eine Freundschaft, die zur lesbischen Liebe wird. Als diese aus ethnischen und gesellschaftlichen Grunden unmögliche Beziehung entdeckt wird, muss Ijeoma zurück zu ihrer Mutter, die sie streng religiös erzieht. Ijeoma ist verzweifelt und findet bei der älteren Ndidi Trost, die sie mit der geheimen homosexuellen Szene der Gemeinde bekannt macht. Doch der gesellschaftliche Druck und die Angst davor entdeckt zu werden, sind zu groß, und so heiratet sie Chibundu, einen Freund aus Kindheitstagen.

Adam Silvera: Am Ende sterben wir sowieso Dt. v. Katharina Diestelmeier. D 2018, 336 S., geb., € 18.50 Am 5. September, kurz nach Mitternacht, bekommen Mateo und Rufus den Anruf non der »Death Cast«, die die undankbare Aufgabe hat, ihnen die schlechten Neuigkeiten zu überbringen: Sie werden heute sterben. Noch kennen sich die beiden nicht, doch aus unterschiedlichen Gründen beschließen sie, an ihrem letzten Tag einen neuen Freund zu finden. Die gute Nachricht lautet, dass es dafür eine App gibt: Sie heißt »Last Friend« und durch sie werden sich Rufus und Mateo begegnen, um ein letztes großes Abenteuer zu erleben - und um gemeinsam den Rest des Lebens an einem einzigen Tag zu verbringen - auch wenn es bedeutet, sich zum ersten Mal in einen anderen Jungen zu verlieben.

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www.loewenherz.at mehr Löwenherz-Themen auf: http://www.loewenherz.at/themenseiten.php Neu: Löwenherz-Themenseiten haben jetzt Filterfunktionen!

Daniel Zomparelli: Die Welt ist schlecht und du bist echt unausstehlich Storys. Dt. v. Nicola Heine u.a. D 2018, 208 S., Broschur, € 18.50 Mal schreiend komisch, dann wieder tief traurig, aber immer überraschend: In diesen turbulenten, originell miteinander verwobenen Stories suchen Männer nach Liebe, klauen Büromaterial, verabreden sich über Grindr, backen Obstkuchen, lassen sich therapieren, haben Dreier mit Geistern und vor allem eines: Angst vor dem Glück. Zugleich überbordend und kühl, sarkastisch und einfühlsam beschreibt Daniel Zomparelli in seinem ersten Erzählband Männer am Rande des Nervenzusammenbruchs - ein tragikomisches Buch über Sehnsucht, flüchtigen schwulen Sex und dysfunktionale Beziehungen im Zeitalter von Selfies, Hashtags und Dating-Apps.

Auf der Suche nach Antworten trifft sie in den Dünen auf Tinka, der sie sich sofort auf unheimliche Weise verbunden fühlt. Das Mädchen mit der seltsamen Ausrüstung weiß viel mehr, als sie wissen dürfte und verschwindet immer wieder spurlos. Als Alina mit Hilfe der »Lonelies«, ihrer neuen Freundes-Clique, versucht, den Rätseln der kleinen Insel auf die Spur zu kommen, macht sie eine krasse Entdeckung.

Ella Blix: Der Schein D 2018, 470 S., geb., € 18.50 Die beiden lesbischen Autorinnen Tania Witte und Antje Wagner haben unter dem Pseudonym »Ella Blix« ihr schriftstellerisches Können vereint und diesen Jugendroman mit einer lesbischen Nebenfigur und einem Jungen, der Kleider entwirft und trägt, aber wider alle Erwartung nicht schwul ist. - Alina ist neu auf dem Internat Hoge Zand auf einer kleinen Ostseeinsel. Eines Nachts sieht Alina ein dunkles Schiff am Horizont, das seltsame Blitze über das angrenzende Naturschutzgebiet schießt.

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Courage

Zu Kurz gedacht!

Warum (Familien-)beratung so wichtig ist Beratung im allgemeinen, ist immer dann besonders sinnvoll, wenn sich Menschen in schwierigen Situationen befinden bzw. vor schweren Entscheidungen stehen. Meist geht es um „Neuorganisation“ von Lebensbereichen, Kommunikation, Partnerschaft, Sexualität, Familie, Erziehung, Scheidung, Trennung, Trauer, Tod und Sterben. Beratung kann das geistige, seelische, körperliche und soziale Wohlbefinden (wieder) stärken und in diesem Sinne als Beitrag zur Gesundheitsvorsorge verstanden werden. (vgl. lebensberater.at) Familienberatung ist Gesundheitsvorsorge In der heutigen Zeit steigt der berufliche, psychische, soziale und familiäre Druck auf viele Menschen in Österreich immer mehr an. Psychische Belastungszustände, Angstzustörungen, Depressionen, Panikattacken, Schlafstörungen, Symptome des Burn out, aber auch die Zunahme von Aggression und Gewaltformen sind mögliche Folgen, die neben den individuellen Einschränkungen hohe volkswirtschaftliche Kosten verursachen. Auch Familienplanung, Schwangerschaft und Elternschaft stellen für viele Menschen eine immer größer werdende Herausforderung, manchmal sogar Überforderung dar. „Familienberatungsstellen sind im Sinne des Familienberatungsförderungsgesetzes vom Bund anerkannte Beratungsstel-

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len zur Förderung der individuellen körperlichen und psychischen Gesundheit sowie der Stabilität von Ehen, eingetragenen Partnerschaften, Lebensgemeinschaften und der Vielfalt der heutigen Familienformen“ (dachverband-familienberatung.at). Die Familienberatungsstellen Österreichs bieten kostenlose und vertrauliche Beratungen für alle hilfesuchenden Menschen an. Wenn Rückhalt, Hilfe und Unterstützung im eigenen sozialen Netzwerk nicht mehr ausreicht, können sich dort professionelle Berater*innen dieser Menschen, Paare, Familien und Gruppen annehmen und mit ihnen gemeinsam Lösungen zur Verbesserung der belastenden Familienund Lebenssituationen erarbeiten. Durch das Familienberatungsförderungsgesetz hat sich der Bund verpflichtet, professionelle Familienberatung zu fördern und kostenfreie und anonyme Unterstützung in vielfältigen Krisen wie zum Beispiel bei Erziehungsproblemen, Familien- und Paarkonflikten, Trennungen, Kindesmisshandlungen, (häuslicher und/oder sexueller) Gewalt, schulischen Problemen, Arbeitslosigkeit, psychischen Problemen, Behinderung, Migration, (Cyber-) Mobbing, Sucht, Diskriminierungen u.v.a.m zu gewährleisten. Hilfe, Information und Aufklärung Neben der konkreten Hilfestellung in akuwww.rainbowunited.at


www.courage-beratung.at ten Lebenskrisen, geht es aber auch um eine umfassende Präventionsarbeit durch Information und Aufklärung, beispielsweise in Bezug auf Diskriminierung(en), Kontakt zu sogenannten „Sekten“ oder auch radikalisierenden Gruppierungen sowie nicht zuletzt in Bezug auf jede Form von Gewalt. Im Jahr 2017 wurden in den fast 400 Familienberatungsstellen in Österreich 230.000 Kinder, Jugendliche, Frauen, Männer, Paare und Familien in 475.000 Gesprächen beraten und betreut. Bereits jetzt erhalten jedoch längst nicht alle Hilfesuchenden immer sofort die Unterstützung die erforderlich wäre und müssen zum Teil lange Wartezeiten in Kauf nehmen. 2017 betrug das Budget für die fast 400 Familienberatungsstellen 13,1 Millionen Euro. Um die psychosoziale Gesundheit in Österreich zu gewährleisten, würden lt. DachverbandFamilienberatung pro Jahr jedoch rund 20 Millionen Euro an Förderungen benötigt! Kürzung des Budgets um 1 Million Euro!!?? Im Regierungsübereinkommen von ÖVP und FPÖ heißt es (parlament.gv.at): „Familien sind das Fundament unserer Gesellschaft. […] Familie gibt Halt, Sicherheit und Geborgenheit in jeder Lebenslage. Wichtige Aufgabe der Politik ist es daher, die erforderlichen Rahmenbedingungen anzubieten, damit die Familien in Österreich weiter gestärkt werden, um den Alltag und die Herausforderungen des Lebens bestmöglich meistern zu können.“ Und dennoch wurden die Fördergelder für Familienberatungsstellen weiter gekürzt. „Eine Kürzung des Budgets um eine Million Euro ist familienpolitisch ein verheerendes Signal und den vielen notleidenden Familien und Menschen in unserem Wohlfahrtsstaat Österreich gegenüber unverantwortlich.“ so Mag. Johannes Wahala vom Dachverband Familienberatung und Leiter der Beratungsstellen COURAGE. Falsches Signal an Betroffene* und an beratend Tätige* Die Auswirkungen der Budgetkürzung verkehrt die Aufgabe der Politik ins Gegenteil: 18.000 Menschen, Paare, Familien sind davon betroffen! 26.000 Beratungsstunden müssen eingespart werden! rainbowUNITED Ausgabe 18/04 vom 15.11.2018

Österreich braucht weiterhin eine ausgewogene, gerechte und unterstützend wirkende Familienpolitik. Die fast 400 Familienberatungsstellen leisten einen unverzichtbaren Beitrag zur Familienförderung in Österreich. Bitte unterstützen Sie die Online-Petition: https://www.openpetition.eu/at/petition/online/ruecknahme-der-kuerzungim-budget-fuer-familienberatungsstellen-in-oesterreich Folgende Beratungsinhalte decken drei Viertel der Beratungsgespräche in Familienberatungsstellen ab (familienberatung. gv.at): • Trennung, Scheidung, Besuchsrecht, Unterhalt (18,8%) • Erziehung, Kinderbetreuung, Schule, Ablösung von Kindern (14,2%) • Paarkonflikt, Kommunikation, Rollenverteilung, Sexualität (13,9%) • Psychische Probleme (10,9%) • Gewalt in der Familie, Missbrauch, Misshandlung (9,3%) • Schwangerschaft, Empfängnisregelung, Wunschkind (5,9%) • u.v.a.m. Wichtig und richtig wäre es die Budgetkürzung der Familienberatung zurückzunehmen und für eine an den Bedarf angepasste Erhöhung für die psychosoziale Versorgung von Familien in Österreich zu sorgen.

KONTAKT: COURAGE Innsbruck Salurner Straße 15 / 2. St./ (Casino-Hilton-Passage) A 6020 Innsbruck Tel.: +43(0)699/166 166 63 innsbruck@courage-beratung.at www.courage-beratung.at

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UNITED Cooking Im Winter gibt es traditionell Nüsse und das Angebot an Obst und Gemüse läßt weiterhin keine Wünsche offen. Deswegen diesmal ein Rezept mit Nüssen, eines mit Lauch und natürlich darf die festliche Weihnachtsgans natürlich nicht fehlen.

Nußgugelhupf Man nimmt 75 g 25 g 25 g 4 300 g

ganze Haselnüsse weiche Butter Staubzucker Eier Mehl

125 g gemahlene Haselnüsse 1/8 l Milch 1/2 Packung Backpulver Salz, Staubzucker Ganze Haselnüsse grob hacken. 1 El zur Verzierung beiseite stellen. Für den Teig Butter, Zucker und 1 Prise Salz schaumig schlagen. Eier nacheinander jeweils 1 Min. unterrühren. Mehl, Backpulver und Nüsse mischen und abwechselnd mit der Milch unterrühren. Teig in eine gut gefettete, mit Mehl ausgestäubte Gugelhupfform (22 cm Ø) strei-

chen. Im heißen Ofen bei 180 Grad (Umluft 160 Grad) auf der untersten Schiene 60-65 Min. backen. Kurz in der Form ruhen lassen. Dann stürzen und vollständig auskühlen lassen. Mit Staubzucker bestäuben. Haselnüsse vorsichtig auf den Gugelhupf streuen.

Lauch Risotto Man nimmt 1/2 l 1 1 1 1 El 100 g 100 g 30 g 40 g

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Gemüsebrühe Zwiebel Knoblauchzehe Stange Lauch Olivenöl Risotto Reis Erbsen Grana Padano Schinken Petersilie, Salz, Pfeffer, Weißwein, Butter

500 ml Gemüsesuppe erhitzen und warm halten. Zwiebel und Knoblauchzehe fein würfeln. Lauch putzen, längs halbieren, waschen und in 1 cm große Stücke schneiden. Olivenöl in einem Topf erhitzen. Zwiebeln, Knoblauch und die Hälfte des Lauchs darin 3 Minuten dünsten. Den Risotto-Reis zugeben und unter Rühren kurz mitdünsten. Mit etwas Weißwein ablöschen und vollständig einkochen. Gerade so viel heiße Suppe zugießen, dass der Reis bedeckt ist. Offen bei mittlerer Hitze unter häufigem Rühren 20–25 Min.

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UNITED Cooking garen. Dabei immer wieder etwas heiße Suppe zugießen, sobald sie vom Reis fast aufgesogen ist. Am Schluß Erbsen und den restlichen Lauch untermischen. Den Käse reiben und den Schinken in Streifen schneiden. Blätter von 4 Stielen glatter Petersilie hacken. 1⁄2 El Butter und die Hälfte des Käses unter den Risotto mischen. Mit Salz und Pfeffer würzen. Mit restlichem Käse, Petersilie und Schinken bestreut servieren.

Gänsekeulen mit Orangensauce Man nimmt 1l 172 l 2 15 6 1

Orangensaft Gänsefond Lorbeerblätter, Piment schwarze Pfefferkörner Gänsekeulen à ½ Kilo Zwiebel

Den Orangensaft mit Gänsefond, Lorbeer, Pfeffer, Piment und Salz in einem großen Topf einmal aufkochen. Gänsekeulen zugeben, zugedeckt bei milder Hitze 45 Minuten garen. Keulen herausnehmen, mit der Hautseite nach oben auf ein Backblech legen und mit der Hälfte des OrangenBeifuß-Fonds angießen. Im vorgeheizten Backofen auf der untersten Schiene bei 180 Grad 1 Stunde garen. Inzwischen Zwiebel fein würfeln. Sellerie und Karotten putzen, schälen und in kleine Würfel schneiden. 30 g Gänseschmalz in einem Topf erhitzen, Zwiebeln bei starker Hitze 5-6 Minuten braten. Restliches Schmalz, Karotten und Sellerie zugeben und 5-6 Minuten braten. Mit je 150 ml Portund Rotwein ablöschen und stark einkochen. Restlichen Port- und Rotwein zugeben, stark einkochen. Tomatenmark unter Rühren 30 Sekunden mitrösten. Mit dem restlichen Orangen-Beifuß-Fond und genau so viel Wasser auffüllen, stark einkochen. rainbowUNITED Ausgabe 18/04 vom 15.11.2018

200 g 150 g 60 g 0,3 l 0,3 l 1 EL

Staudensellerie Karotten Gänseschmalz Rotwein Portwein Tomatenmark Speisestärke, Salz

Die Sauce durch ein feines Sieb in einen Topf gießen. Wer besonders viel Orangen Geschmack haben möchte kann hier noch mit etwas frischen Orangensaft aufgießen. Die Gänsekeulen aus dem Backofen nehmen, in Alufolie wickeln. restlichen Fond vom Backblech mit einem Pinsel lösen und in die Sauce rühren. Speisestärke in wenig Wasser anrühren, Sauce damit binden und 2-3 Minuten leicht kochen lassen, eventuell leicht mit Salz und Pfeffer nachwürzen.

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Stadtplan 1 15 14 7

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© OpenStreetMap

GRUPPEN

1 Verein CSD-Innsbruck c/o HOSI Tirol 1 HOSI-Tirol Kapuzinergasse 43 Homosexuelle Initiative Tirol 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 Kapuzinergasse 43 office@csd-innsbruck.at 6020 Innsbruck www.csd-innsbruck.at Tel/Fax: 0512/587 586 office@hositirol.at 2 SoHo Tirol www.hositirol.at Salurnerstraße 2/4/403 6020 Innsbruck 1 Redaktion Tel: 0699/12903606 Rainbow UNITED soho-tirol@gmx.at c/o HOSI Tirol www.soho.or.at Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck 3 Grüne Andersrum Tirol redaktion@rainbowunited.at Ing.-Etzel-Straße 9 www.rainbowunited.at 6020 Innsbruck

Tel: 0664/1869128 tirol-andersrum@gruene.at www.tirol-andersrum.at

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4 Autonomes Frauen Lesben Zentrum & Café Anchorage Liebeneggstraße 15 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/58 08 39 info@frauenlesbenzentrum.at www.frauenlesbenzentrum.at

BERATUNG 5 Beratungsstelle Courage Salurnerstraße 15, 2. Stock 6020 Innsbruck Tel: 0669/166 166 63 innsbruck@courage-beratung.at www.courage-beratung.at

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Adressen 6 Männerberatung Mannsbilder Anichstraße 11 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/57 66 44 beratung@mannsbilder.at www.mannsbilder.at 7 Psychotherapiepraxis Dr. Ulrike Paul Neuhauserstraße 13a 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 90 48 52 praxis@ulrikepaul.at www.ulrikepaul.at 8 Visionmove Institut für Bewegung und Entwicklung Dipl. Physiotherapeutin Mag.a Angela Popelar Schmiedgasse 9/1 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 86 22 41 visionmove@gmx.at

RECHT 11 Rechtsanwältin Dr. Tanja Sporrer LL.M. European Law Rechtsanwältin und Europarechtsexpertin Templstraße 22 6020 Innsbruck Tel: 0512/ 58 11 64 Fax: 0512/58 11 65 office@ra-sporrer.at www.ra-sporrer.at

GESUNDHEIT 12 Aids-Hilfe Tirol Kaiser-Josefstraße 13 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/563 621 tirol@aidshilfen.at www.aidshilfe-tirol.at

13 Dr. med. Petra Lugger Fachärztin für Chirurgie - Viszeralchirurgie, Gesund9 Gleichbehandlungsanwaltschaft, Regionalbüro heitswissenschaftlerin MEDICENT Innsbruck Tirol, Salzburg, Vorarlberg Innrain 143 Leipziger Platz 2 6020 Innsbruck 6020 Innsbruck Tel: 0512/90 10 50 40 Tel: 0512/343032 Mobil: 0664/23 45 828 Fax: 0512/343032-10 mail: chirurgie@dr-lugger.at ibk.gaw@bka.gv.at www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at www.dr-lugger.at 10 Psychologische Beratungsstelle für Studierende Schöpfstraße 3 6020 Innsbruck www.studentenberatung.at Evangelische Auferstehungskirche Pfr.in Assunta Kautzky Gutshofweg 8 6020 Innsbruck Tel: 0512-34 44 11

AUSGEHEN 14 Dom Café-Bar Pfarrgasse 3 6020 Innsbruck www.domcafe.at 15 M+M Bar Innstraße 45 6020 Innsbruck www.mm-bar.at

17 Cafe-Bar DANZN Maximilianstraße 5 6020 Innsbruck ChillIn Oskar Pirlo-Straße 11 6330 Kufstein www.chillin.at

18 Queerattack! VAZ Hafen Innrain 149 6020 Innsbruck Termine auf www.hositirol.at

UNTERKUNFT Alpenhotel Tirolerhof Clemens-Holzmeister Str. 38 A-6166 Fulpmes Tel: +43 5225 62422 Fax: +43 5225 62422161 info@tirolerhof-fulpmes.at www.tirolerhof-fulpmes.at Haus Romeo Blaiken 71 6351 Scheffau am Wilden Kaiser Tel: 05358/43 131 Fax: 05358/43 131 32 info@hausromeo.at www.hausromeo.at Villa-Bella-Vista Reith 245 6391 St. Jakob in Haus Tel: 05354/88 792 info@villa-bellavista.com www.villa-bellavista.com

16 Schickeria Maria-Theresien-Straße 49 pfarramt.innsbruck@auferstehungskirche.at 6020 Innsbruck www.auferstehungskirche.at www.schickeria.party rainbowUNITED Ausgabe 18/04 vom 15.11.2018

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Termine NOVEMBER 2018 Donnerstag, 15.11.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Hirtenmaccaroni mit Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 17.11.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 22.11.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Boef Stroganoff mit Bandnudeln und Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 24.11.2018 ab 18:00 Uhr LeZZdoit - Girls ONLY HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 29.11.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND + HIV Testtag Es gibt Wiener Schnitzel vom Schwein mit Nicos Kartoffelsalat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

DEZEMBER 2018 Samstag, 01.12.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 06.12.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Schinkenfleckerl mit Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 06.12.2018 ab 20:00 Uhr Stefanie Sargnagel + Puneh Ansari lesen aus ihren Büchern Infos auf Seite 12 und 13

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Freitag, 07.12.2018 / ab 19.30 Uhr Das AFLZ feiert sein 35jähriges Bestehen Infos auf Seite 12 und 13 08.12.2018 Kinovision Infos auf Seite 12 und 13 Mittwoch, 12.12.2018 ab 18:00 Uhr LeZZtalk - Girls ONLY HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 13.12.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt wahlweise Speckknödel oder Spinatknödel HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 15.12.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 20.12.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Schweinsbraten mit Knödel und Kraut HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 22.12.2018 ab 18:00 Uhr LeZZdoit - Girls ONLY HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Sonntag, 23.12.2018 22.00- 04.00 Uhr QUEERATTACK! Motto: X-MAS Tirols TranSchwuLesBische Clubnacht VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck Donnerstag, 27.12.2018 GESCHLOSSEN Die HOSI Tirol bleibt bis zum 03.01.2019 geschlossen!

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Termine

DIE LES-BI-SCHWULE CLUBNACHT TIROLS Gratis r ritze p s n r e St für alle d Limite inks e Dr m o c l We

X-MAS

www.HosiTirol.a

23.12. 2018

22.00-04.00 Eintritt € 7,00 i Vorverkauf € 4,00 i HOSI-Tirol Mitglieder - GRATIS

Vorverkaufskarten erhältlich während der Öffnungszeiten im HOSI Tirol Zentrum Kapuzinergasse 43 - Innsbruck

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Termine JÄNNER 2019 Donnerstag, 03.01.2019 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Wiener Schnitzel vom Schwein mit Nicos Kartoffelsalat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 05.01.2019 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Mittwoch, 09.01.2019 ab 18:00 Uhr LeZZtalk - Girls ONLY HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 10.01.2019 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt wahlweise Spaghetti Carbonara oder Bolognese HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 17.01.2019 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Chili con Carne mit Brot HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 19.01.2019 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag, 02.02.2019 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 07.02.2019 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Kartoffelgulasch mit Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Mittwoch, 13.02.2019 ab 18:00 Uhr LeZZtalk - Girls ONLY HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 14.02.2019 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Reisfleisch mit Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 16.02.2019 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 21.02.2019 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt wahlweise Schinkenrahmspatzln oder Kasspatzln mit Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 24.01.2019 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Putenrahmgeschnetzeltes mit Spätzle und Salat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag, 23.02.2019 ab 18:00 Uhr LeZZdoit - Girls ONLY HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag, 26.01.2019 ab 18:00 Uhr LeZZdoit - Girls ONLY HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Radiosendungen der Aids Hilfe Tirol Radio FREIRAD (www.freirad.at) 22.11. / 27.12. / 24.01. jeweils 20 - 21 Uhr

Donnerstag, 31.01.2019 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt Wiener Schnitzel vom Schwein mit Nicos Kartoffelsalat HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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Februar 2019

www.rainbowunited.at


Wir wĂźnschen allen ein Frohes Fest und einen guten Rutsch ins neue Jahr rainbowUNITED Ausgabe 18/04 vom 15.11.2018


Regenbogenshop

„WINTER Edition“

€ 2,00 Magnetband (1865) 1,3 x 42 cm Versandkosten € 3,50

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€ 25,00 Strandtuch (4250) 70 x 140 cm Versandkosten € 5,50

€ 15,00 Handtuch (7210) 50 x 100 mm Versandkosten € 5,50

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DIREKT ZUM ONLINE SHOP Du kannst die Artikel unter www.rainbowunited.at/shop bestellen Dort findest du das gesamte Sortiment - auch erhältlich in der HOSI-Tirol, Kapuzinergasse 43, 6020 Innsbruck - jeweils Donnerstag ab 19 Uhr

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Rainbow UNITED 2018/4 - Nr. 16  

Rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...

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Rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...

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