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UNITED rainbow

Das Queere Magazin fĂźr Les-Bi- Schwul- Trans* & Inter*

Ausgabe 03/19

Preis: 0,75 Euro

? h c lo r e m m So

In Kooperation mit

rainbowUNITED Ausgabe 19/03 vom 16.08.2019


EDITORIAL Hallo an Alle, willkommen zur dritten Ausgabe unseres Vereinsmagazins im Jahr 2019. Sommerloch? Ja, man könnte meinen, dass es in letzter Zeit nicht viel Neues gab, doch haben wir einige Errungenschaften wie Gendergleichstellung, die tatsächliche Ehe für Alle und auch der Adaption von RuPauls Drag Race ins Deutsche Fernsehen zu verzeichnen. Gleichzeitig gibt es allerdings auch wieder Rückschläge wie zB. die Änderungen in der Sexualpädagogik oder das nicht enden wollen des Sexismus in unserer Gesellschaft. Auch gibt es die ersten lang erwarteten Infos zur Zukunft der Queerattack! Ich wünsche euch viel Spaß beim Lesen der Beiträge!

IMPRESSUM

Offenlegung laut §25 Mediengesetz Medieninhaber: Verein HOSI Tirol / ZVR: 071298153 Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel. & Fax: 0512/587 586 Mail: office@hositirol.at www.hositirol.at Mitglieder des Vorstands: Ing. Markus Aigner Jürgen Preisegger Stefan Kleinhans Armin Götsch Thomas Lechleitner Eva Fuchs

Chefredaktion: Stefan Kleinhans (Steve) redaktion@rainbowunited.at Redaktions- und Erscheinungsort: Innsbruck Grafik/Layout: Stefan Kleinhans Druckerei: online Druck GmbH A 2351 Wr. Neudorf

Nächste Ausgabe: Redaktionsschluß: 20. September 2019 Erscheinung: 15. November 2019 Bankverbindung: Bank für Tirol und Vorarlberg IBAN: AT57 1600 0001 1918 1186 BIC: BTVA AT22

Redaktion/Mitarbeiter&Mitarbeiterinnen: Stefan Kleinhans, Nicola Heissig, Peter Hofer, Mag.a Constanze Pritz-Blazek, Petra Müller, Matthäus Recheis, Lars Müller-Marienburg, Löwenherz, Eva Obermüller rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angleichung der Rechte Homosexueller und Transidenter Menschen an die in der Menschenrechtskonvention festgelegten Grundrechte, sowie die Beseitigung gesellschaftlicher Diskriminierung. Druckauflage 1000 Exemplare mit zusätzlicher Veröffentlichung auf www.rainbowunited.at (Onlineblättermagazin). Die Beiträge, sowie Anzeigenschaltungen geben die Meinung des Verfassers/der Verfasserin und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und/oder der Hosi Tirol wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist kein Hinweis auf deren Sexuelle Orientierung und/oder sexuelle Identität. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Ein Recht auf Abdruck besteht nicht. Bei allen Beiträgen behält sich die Redaktion das Recht auf Kürzungen vor. Vorbehaltlich Druckfehler.

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INHALT rainbow UNITED Regenbogen Splitter United Cooking Stadtplan & Adressen Termine Queerattack Regenbogenshop

AFLZ 6 20-21 22-23 24-25 26-27 28

Hosi Tirol Die Wahrheit als Maske

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Courage Sexualpädagogik- unter Aus-

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AIDS Hilfe Tirol Falls etwas passiert, kann nicht viel passieren.

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Interview mit Vanessa Community Mach mit: Stopp Feigwarzen und Analkrebs! Fit for Love

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SoHo Tirol

Gleichbehandlungsanwaltschaft Online-Befragung von LGBTIQ-Personen

Sexismus einmal eingehender betrachtet

Entfällt diesmal leider Evangelische Kirche

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„Trauung für alle“? - Ja! Aber...

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schluss der Expert_innen?

GRÜNE Andersrum Tirol Geschlechtsneutrale Sprache hat tatsächlich erwünschte Auswirkungen

Löwenherz 10-11

Special zu Anne Lister

Immer am Laufenden! rainbowUNITED findest Du auch online zum Blättern auf unserer Webseite www.rainbowunited.at oder bestelle Dir dein persönliches Abo um 10,00 Euro pro Jahr (Versandkosten)

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WE &A B BO

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Neben den gesamten Ausgaben findest Du auf unserer Webseite nützliche Informationen und alle Termine auf einem Blick

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Hosi Tirol

Die Wahrheit als Maske

„We‘re all born naked, and the rest is drag“ Eine Phrase vom Filmemacher und DragraceBegründer Ru Paul, die auf den ersten Blick, fälschlicherweise, als nette Wortspielerei abgetan werden könnte. Doch betrachten wir sie im Kontext einer revolutionär politischen Bewegung, so eröffnet sich ihre ungeheure Tiefe. Eine Tiefe, derer sich unsere Gesellschaft bis heute nicht anzunehmen wagt. Trotz laufend fortschreitender Queer- und Liberationsbewegungen stecken wir immer noch fest in den Kinderschuhen, was das Erkennen- und Ausleben unserer eigenen Persönlichkeit betrifft. Wer in der Hitze des Sommers nicht ab und an unbekleidet durch die Straßen schlendert, stellt sich dar. Auf diesen weitgehend ignorierten Fakt verweist Ru Paul mit obigem Zitat in seinem Lied ‚Born naked‘. Dass es in der westlichen Zivilisation als Vergehen, ja gar als rechtlicher Verstoß gilt, nackt, also unverkleidet, aufzutreten, unterstreicht diese Aussage rot und dick. Wir sind gesetzlich dazu verpflichtet, uns darzustellen, uns zu schmücken, uns zu verdecken. Laufen die einen unbemerkt in Anzug und Krawatte umher, so genießen andere die Blicke der Masse durch modefremde Selbstinszenierung. Doch ist das Eine nicht weniger eine Verkleidung als das Andere. Der Anzug lediglich langweilig und bereits totgetragen.

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Ähnlich, wie Paul Watzlawick im Bereich der nonverbalen Kommunikation bereits feststellte, ist es nicht möglich, nicht zu kommunizieren. Denn das Signal der Ablehnung, des ‚nicht interagieren-Wollens‘, sagt oft mehr aus, als uns lieb ist. So auch auf der nonverbal präsentativen Ebene - bei der Kleidung, durch die wir uns darzustellen gelernt haben. DRAG steh sinngemäß für ‚DRessed As a Girl/Guy‘, doch möchte man verstehen, dass es sich hier nicht lediglich um den LGBTQBereich handelt, so müssen die historisch sozialen Umstände beachtet werden. In einer Gesellschaft, die vor Reglementierung und Definition nur so strotzt, muss (wie das jede Bewegung muss) mit einem Extrem, einer krassen Kontroverse angefangen werden, damit die Thematik möglichst eindeutig sichtbar wird. Wörtlich übersetzt bedeutet das Wort Drag nämlich ‚Widerstand‘. Wenn Drag an dieser ersten Etappe des Widerstands nun stehenbleibt, so haben wir erneut nichts weiter, als eine Eingliederung: Männer stellen sich dar, wie die Gesellschaft Weiblichkeit definiert und umgekehrt. Wer mit Druck versucht, anders zu sein, orientiert sich im selben Maße an der aktuellen Mode, wie die Mitläufer es tun - nur eben genau gegenteilig.

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www.hositirol.at Drag trägt das Potenzial zu einer viel tiefgreifenderen Befreiung in sich!

Ich sage: Wenn dir jemand auf die linke Wange schlägt, dann schlage ihm auf die rechte!

Wenn es uns als körperliches Individuum durch universelle Gesetze verwehrt bleibt, maskenlos zu existieren, so läuft die NeuzeitHippybewegung mit ihrer absoluten Egoauflösung einer nicht durchführbaren Utopie, einem Traum entgegen. Ein Mensch, der sich mit allen Kräften darum bemüht, ohne Rolle aufzutreten, der schafft sich eben damit eine neue, stark definierte Rolle/Persönlichkeit, die jedwede Auskostung des eigenen Ichs ablehnt.

Damit will ich nicht ermutigen, „lasst uns in den Park gehen und Leute verprügeln.“ Ganz im Gegenteil. Wir müssen uns lediglich bewusst sein, dass der Widerstand, Gewalt selbst anzuwenden unter Umständen ein brutalerer Akt sein kann, als diese zu unterbinden- wenn Zivilcourage durch ein fremdbestimmtes, Gewalt verbietendes, Regelwerk verhindert wird, zum Beispiel.

„Wenn dich einer auf die linke Wange schlägt, dann halt ihm auch die andere hin“ (Matthäus 5,39), so heißt es in der Bibel. Obgleich diesem Satz wohl eine tiefe Weisheit innewohnt, wurden mit ihm Unterdrückung und Gehorsam gefördert, denn er ermutigt zu einem ungesunden Masochismus. Dieses devote Macht- und Verantwortung abgebende Verhalten ist es, das uns seit jeher in Krieg und soziale Ungleichheit gestürzt hat, denn wer keine Verantwortung übernehmen will, der antwortet auch nicht. Er frägt lieber. Lässt sich die Antworten präsentieren und wählt, vermeintlich zufrieden, das geringere Übel. Sollte nämlich etwas schieflaufen, so müssen wir uns auf diese Weise wenigstens nicht beschämt im Spiegel betrachten. Wir haben dann die Möglichkeit, die Schuld auf die Politik zu schieben, während der Politiker die Schuld lieber dem Volk und seinen Begierden zuschreibt. Letztendlich sitzen wir doch alle im selben Boot. Unser Wirtschaftskonstrukt, das jeden verkauften Apfel vom Bauern zur Indusrie, über den Markt zum Kunden führt, ermöglicht es uns (in diesem konkreten Beispiel) als solch Kunde drei andere Institutionen für die unethische Produktion zu beschuldigen bevor wir unser eigenes Verhalten zur Rechenschaft ziehen müssen.

In diesem Sinne ist jeder Modemitläufer ein Wächter dieses diskriminierenden Systems. Jeder Einzelne von uns, ob Politiker oder Putzkraft, trägt das Potenzial, ebenso wie die Verantwortung in sich, sein Inneres nach außen zu kehren. Und seinen Mitmenschen vorzuleben, wie man es nun bewerkstelligen kann, sich nicht in die vorgegebene „So - Sei - Idee“ (Society) einpferchen zu lassen. Und diesen Satz muss man sich erst mal auf der Zunge, schmackhaft, zergehen lassen, denn er meint Folgendes: Jeder, der es in solch vielschichtiger und manipulativer Umgebung, seinem Wesen nicht nur treubleiben, sondern seine wahren Begierden mit allen Facetten ausleben schafft, der leistet einen beträchtlichen Beitrag zur Befreiung einer Spezies, aus ihren eigenen Klauen. Wenn du tust, was du wirklich willst, dann willst du auch, was du da tust. Und wenn du dem Außen zeigst, was du wirklich willst, so wird es wollen, was du da zeigst. Denn nicht unser Wesen verlangt nach Krieg. Lediglich die konstante Unterdrückung seiner Selbst durch andere UND sich selbst verlangt hungernd danach, Freiheit zu (be)kriegen.

Text: Nicola Heissig

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Hosi Tirol REGENBOGEN Splitter

In ganz Budapest hängen die Plakate und führen zu teilweise extremen Reaktionen Ob in der Budapester U-Bahn, auf Plakaten, an Haltestellen oder auf Facebook: Die Regenbogen-Plakate für Vielfalt und die Akzeptanz geschlechtlicher und sexueller Minderheiten mit dem Hashtag #loveislove fallen auf. Dahinter steckt Coca-Cola – und als der Getränkekonzern am Sonntag schließlich ein Posting mit fröhlichen schwulen und lesbischen Paaren auf Facebook veröffentlichte, kochte das konservative Ungarn. Von den mehr als 10.000 wütenden Reaktionen war jede neunte negativ, etwa ein wütender Smiley. „Ich trinke nie wieder Coca-Cola“, schrieb ein User, und auch ein anderer kündigte an, die amerikanische Brause künftig zu boykottieren. Doch mehr als 8.000 der Emoji-Reaktionen und damit der überwiegenden Mehrheit gefiel das Posting „Die homosexuelle Lobby hat Budapest bereits im Griff“ Auch Istvan Boldog, Parlamentsabgeordneter und stellvertretender Sprecher der rechtskonservativen Fidesz-Partei von Premierminister Viktor Orban, forderte einen Boykott von CocaCola. Aus dem Umfeld der Partei gab es für diese Forderung zwar keine breite Unterstützung – doch distanzieren wollte man sich auch nicht. Es hieß lediglich, Ungarn könnten frei wählen, ob sie Coca-Cola trinken wollen.

Im deutschen Bundesland Nordrhein-Westfalen ist jedes zwölfte Ehepaar, das sich im letzten Jahr das Ja-Wort gab, schwul oder lesbisch. Das geht aus den Zahlen des Statistischen Landesamts hervor. Je 4.100 schwule und lesbische Paare gaben sich letztes Jahr das Ja-Wort So haben im bevölkerungsreichsten Bundesland Deutschlands im letzten Jahr knapp 97.000 Paare geheiratet. Davon waren 88.422 Paare heterosexuell und 8.221 Paare gleichgeschlechtlich. Das entspricht einem Anteil von 8,5 Prozent an allen Eheschließungen. Mit jeweils etwa 4.100 Paaren gibt es gleich viel schwule wie lesbische Homo-Ehepaare. Für gut drei Viertel der Männer und Frauen war die im Jahr 2018 geschlossene Ehe die erste. Die Zahlen zeigen auch, dass die Öffnung der Ehe keinen Einfluss auf heterosexuelle Eheschließungen haben, diese sind nämlich im letzten Jahr um gut zwei Prozent gestiegen. Damit ist ein Argument der GleichstellungsGegner durch harte Zahlen widerlegt worden. Oft ist die Ehe das „Upgrade“ einer bereits geschlossenen Lebenspartnerschaft Viele gleichgeschlechtliche Ehen wurden von Paaren geschlossen, die bis dahin in einer Eingetragenen Lebenspartnerschaft gelebt haben und den amtlichen Status ihrer Beziehung so aufgewertet haben. Im Schnitt sind schwule und Lesben übrigens älter als ihre heterosexuellen Geschlechtsgenossen, wenn

sie vors Standesamt treten: Schwule Männer sind im Schnitt 49,2 Jahre alt, während heterosexuelle Männer 33,5 Jahre alt sind. Bei Frauen liegt die Differenz bei 45,3 Jahren bei den gleichgeschlechtlichen Ehepartnerinnen versus 31.1 Jahre bei den heterosexuellen Bräuten.

Text & Fotos: ggg.at

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www.hositirol.at gleichbehandlungsanwaltschaft.gv.at

Gleichbehandlungsanwaltschaft

Einladung zur Teilnahme an einer Online-Befragung von LGBTIQ-Personen Eine Studie über die Arbeitssituation von LSBTIQ-Personen aus 2018 zeigt, dass nur 6 % der Befragten sich im Falle einer Diskriminierung an eine Beratungseinrichtung wenden. Der Gleichbehandlungsanwaltschaft ist es ein Anliegen 1. die Bekanntheit des Gleichbehandlungsrechts gezielt zu erhöhen und 2. die Informations- und Öffentlichkeitsarbeit der Gleichbehandlungsanwaltschaft wirkungsvoller zu gestalten. Die Gleichbehandlungsanwaltschaft lädt Sie – als Partner_in im Kampf um den Schutz vor Diskriminierung – herzlich dazu ein, an der Stakeholder_innen-Befragung 2019 teilzunehmen. Link zur Umfrage: https://de.surveymonkey.com/r/Stakeholder-Survey19-1

Die Befragung wird am 15.9.2019 abgeschlossen. Als kleines Dankeschön verlosen wir unter allen Teilnehmer_innen das Buch: „Auf dem Weg zur Gleichbehandlung“, Konstatzky/Feigl, 2018. Text: Mag.a Constanze Pritz-Blazek, Gleichbehandlungsanwaltschaft

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Courage

Sexualpädagogik- unter Ausschluss der Expert_innen?

Die Ausgangslage war anhaltende Kritik an einem Verein, der im Zuge seines sexualpädagogischen Wirkens an Schulen problematische Ansichten und Inhalte verbreitete. Nachdem dies an die Öffentlichkeit gelangte wurde vom damaligen Bildungsminister eine Empfehlung ausgegeben, nicht mehr mit diesem Verein zusammen zu arbeiten. Von der aktuell nicht mehr existenten türkis/blauen Bundesregierung, wurde im Anschluss eine generelle Verbannung von externen Vereinen aus dem Sexualkundeunterricht an Schulen gefordert. Argumentiert wurde dies unter anderem mit dem vom Staat vorgegebenen „Indoktrinationsverbot“. Im Vorfeld wurde vom damaligen Bildungs- und Wissenschaftsminister eine Akkreditierungsstelle in Aussicht gestellt. Die Errichtung einer solchen Stelle kann durchaus Sinn machen, jedoch nur unter der Vorraussetzung, dass Expert_innen der Sexualpädagogik hier eingebunden werden. Die momentane Situation sieht jedoch so aus, dass am 03. Juli 2019 mit den Stimmen von ÖVP und FPÖ der Antrag im Nationalrat angenommen wurde, KEINE externen Vereine zur Sexualerziehung an Schulen mehr zuzulassen. (?!) Mit Argumenten wie, man wolle eine Ideologisierung der Sexualerziehung hintanhalten, die Eltern hätten Interesse dass sexuelle Erziehung zu Hause stattfinden würde, oder man wolle das Thema wieder in die Hände der Lehrer_innen legen, welche ihre Schüler_innen besser kennen usw., wird einer generellen Verbannung des Themas Sexualpädagogik aus den Schulen Vorschub geleistet.

Warum kommt die geplante Regelung einer de facto Verbannung gleich? Die Lehrer_innen sind für die Schüler_innen, aufgrund nachvollziehbarer Gründe nicht die ersten AnsprechpartnerInnen, was das Thema Sexualität anbelangt. Abgesehen davon sind die

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Schul-Pädagog_innen meist auch nicht hinreichend dafür ausgebildet und diejenigen, die den Schüler_innen die Noten geben. Hier entsteht ein Rollenkonflikt. Ein externes Sexualpädagogisches Angebot ist eine wichtige Ergänzung zu der Arbeit der Lehrer_innen und unterstützt diese bei schwierigen Fragen. Externe Kräfte finden häufig besser einen Zugang zu den Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen finden, da sie eben nicht, als dem Schulsystem zugehörig, wahrgenommen werden. Viele Vereine, die Sexualpädagogik an Schulen anbieten, verfügen über jahrelange Expertise. Unter anderem aus den Bereichen Beratung und Therapie zu den Themen Sexualität, Partnerschaft, Diversität, LGBTIQ, u.a.. Sie bringen neben reichlich Erfahrung auch wissenschaftlich fundiertes Wissen ein. Auch Schulen und Bildungsdirektor_innen, sowie Bildungslandesrät_innen in den Bundesländern Österreichs verweisen auf gute Erfahrungen in der Zusammenarbeit mit verschiedenen Vereinen. Es wird sogar empfohlen, die Wahl der Zusammenarbeit, im Sinne der Schulautonomie, den Schulen zu überlassen. Außer Frage steht, dass es Qualitätskriterien für sexuelle Bildung geben muss, die an Schulen arbeitende Vereine erfüllen müssen. Ein großer Teil der Vereine die sexualpädagogische Inhalte anbieten, sind deshalb in ständigem Austausch und dazu angehalten die hohe Qualität der Sexuellen Bildung sicherzustellen. Wesentliche Aspekte als Orientierungshilfe zur Qualitätssicherung in der Sexualpädagogik sind lt. „Plattform Sexuelle Bildung“: 1. Ein sexualfreundlicher Zugang, der Kinder und Jugendliche in ihren Bedürfnissen, Erfahrungen, Fähigkeiten und Ambivalenzen ernst nimmt,

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www.courage-beratung.at 2. ein sexualpädagogischer Zugang, der Lustfreundlichkeit mit Gewaltprävention zusammen denkt sowie 3. ein diskriminierungskritischer und inklusiv ausgerichteter sexualpädagogischer Ansatz, der die unterschiedlichen Lebensbedingungen von Kindern und Jugendlichen berücksichtigt. (mehr dazu unter sexuellebildung.at).

Sexuelle Bildung und Ideologie? Oder worum dreht sich´s? Mit dem Argument eine „Ideologisierung“/“Indo ktrination“ in der Sexualerziehung vermeiden zu wollen, wird mit dem geplanten Verbot einiges zugedeckt. Vermeintliche Bedenken bezüglich sexualpädagogischer Inhalte resultieren sicherlich aus einer Überforderung, die auch darauf zurückzuführen ist, dass viele Menschen keine Sprache für Sexualität haben. Genau das soll Sexualpädagogik durch Fachpersonen ändern. Vielfach wird das Argument der „Frühsexualisierung“ ins Rennen geführt. Dabei geht es eigentlich darum in altersadäquater Form Grundlagen der Sexualität zu vermitteln, sodass sie von den Adressat_innen- im Fall der Schulen -Kindern und Jugendlichen- verstanden werden können. Dabei ist es wichtig auch Themen wie gleichgeschlechtliche Liebe, Transgender*/ (geschlechtliche) Identitäten*, Intersexualität, Homophobie und viele weitere, aufzugreifen. Vor diesen Themen müssen Kinder nicht „geschützt“ werden, sondern sie müssen ihnen begreifbar gemacht werden. Wichtig dabei: all dies ist ein Beitrag zum Kinderschutz, da aufgeklärte Kinder weitaus weniger gefährdet sind, Opfer sexueller/sexualisierter Übergriffe zu werden! Sie können besser darüber urteilen, wo erwachsene Sexualität hingehört und können Grenzüberschreitungen konkret erkennen und benennen. Hier liegt der besondere Wert einer frühen, altersgemäß vermittelten Aufklärung. Hinsichtlich der Tatsache, dass Kinder und Jugendliche, aufgrund des Zugangs zu Medien, schon viel früher mit sexuellen Themen konfrontiert werden, trägt all dies auch zu einer höheren Medienkompetenz bei. Es geht hier nicht um Ideologien, sondern darum, eine qualitätsvolle Sexuelle Bildung sicher zu stellen, die Kinder und Jugendliche dort abholt, wo sie- nicht nur zu Hause- sondern auch in ihren weiteren Lebenswelten, stehen!

Petition unterstützen Die geplante Regelung hat noch keine gesetzliche Grundlage! Wir können noch etwas tun! Die Initiative #redmadrüber hat eine Petition zum Thema gestartet: „Wir fordern die Beibehaltung und den Ausbau einer qualitätsvollen Sexualpädagogik unter Einbindung von Experten und Expertinnen!“ hier kann die Petition unterzeichnet werden: https://mein.aufstehn.at/petitions/redmadruber-initiative-fur-qualitatsvolle-sexualpadagogik KONTAKT: COURAGE Innsbruck Salurner Straße 15 / 2. St./ (Casino-Hilton-Passage) A 6020 Innsbruck Tel.: +43(0)699/166 166 63 innsbruck@courage-beratung.at www.courage-beratung.at Foto/ Text: DSA Peter Hofer/ COURAGE

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GRÜNE Andersrum Tirol

„Hen“ verringert Vorurteile Seit 2015 findet sich im offiziellen schwedischen Wörterbuch ein neutrales Pronomen. „Hen“ soll für mehr Gerechtigkeit in der Gesellschaft sorgen. Laut aktuellen Experimenten kann es tatsächlich Vorurteile verringern und Einstellungen verändern. Seit Jahrzenten ist es ein Thema, aber im Alltag fällt es vielen noch immer schwer: geschlechtersensibel zu formulieren. Es scheint umständlich und wie wirksam es ist, blieb umstritten. Befürworter*innen sind überzeugt, dass es tatsächlich einen Unterschied macht, wenn man z.B. auch von „Chefinnen“ und nicht nur von „Chefs“ spricht. Frauen werden sichtbare und unbewusste Vorurteile aufgeweicht. Etwas weniger umständlich ist oder besser wäre es, wenn es neutrale Ausdrücke gäbe, die nicht automatisch einem Geschlecht zugeordnet werden.

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Außerdem wären damit auch jene „mitgemeint“, die sich weder als Frau noch als Mann fühlen oder in anderer Hinsicht von der Norm abweichen. Andere Bilder im Kopf Einen Schritt in diese Richtung ist man vor vier Jahren in Schweden gegangen. Man hat neben den Pronomen „er“ und „sie“ („han“ und „hon“) eine dritte neutrale Variante („hen“) offiziell eingeführt. Diese kommt dann zum Einsatz, wenn das Geschlecht nicht relevant oder unbekannt ist oder für Personen, die weder als Mann noch als Frau bezeichnet werden wollen. Der Einführung war eine jahrelange Debatte vorangegangen. Mittlerweile sei das neutrale Fürwort weitgehend akzeptiert und werde auch in allen Medien verwendet, schreiben Margit Tavits (Washington University in St. Louis) und Efrén O. Pérez ( University of California) in ihrer aktuellen Studie. Darin haben sie am Beispiel von „hen“ untersucht, ob www.rainbowunited.at


www.tirol-andersrum.at eine solche neutrale Formulierung wirklich Einstellungen bzw. Vorurteile in den Köpfen der Menschen verändern und in weiterer Folge die Gerechtigkeit im öffentlichen Leben befördern kann. Überprüft wurde das in drei Teilstudien mit insgesamt mehr als 3000 Menschen aus unterschiedlichen Hintergründen. Tavits und Pérez gaben vor, den Zusammenhang von visueller Wahrnehmung, Leseverständnis und politischen Einstellungen zu untersuchen. Sie ließen die Proband*innen in einem ersten Schritt eine Grafik beschreiben, die eine androgyne Person und ihren Hund zeigt. Welches Pronomen sie verwenden sollten, war dabei vorgeschrieben: „han“, „hon“ oder „hen“. In der nächsten Aufgabe ging es darum, eine fiktive Geschichte über eine politische Person fortzusetzen und einen Namen für diese zu finden. Außerdem wurden mit verschiedenen Befragungsmethoden die Einstellungen gegenüber Frauen oder LGBT-Personen auf ihre Bedeutung in der Gesellschaft erhoben.

Nicht nur männliche Helden Ergebnis: Deutlich mehr Teilnehmer*innen, die das neutrale bzw. das weibliche Pronomen verwenden mussten, dachten sich einen weiblichen oder neutralen Namen für die fiktive Figur aus. Nach der Verwendung des männlichen Pronomens folgte hingegen fast immer ein männlicher Name. Und auch bei den Einstellungen scheinen die Pronomen einen Einfluss zu haben. Nach neutralen und weiblichen zeigten die Studienteilnehmer*innen mehr Offenheit gegenüber Frauen und Toleranz gegenüber Menschen mit anderen sexuellen Identitäten. Laut Tavits und Pérez könnte es natürlich auch sein, dass sich die teilnehmenden Personen, die „hen“ verwenden mussten, eher so verhielten, wie es sozial erwünscht wäre. Das wurde in einer größeren Stichprobe zusätzlich abgetestet und ließ sich ausschließen. Für Tavits und Pérez ist die Studie eine Bestätigung dafür, dass selbst so kleine sprachliche Neuerungen Bewusstsein schaffen, Vorurteile verringern und so die Gesellschaft verändern können.

Text: Eva Obermüller Bilder: Grüne Andersrum

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Frauenzentrum AFLZ

Sexismus - einmal eingehender betrachtet Im Artikel der letzten Ausgabe haben wir „Feminismus – einmal eingehender betrachtet“ und Sexismus verdient es ebenfalls, genauer unter die Lupe genommen zu werden. Sexismus ist eine von der Vorstellung, dass ein Geschlecht dem anderen von Natur aus überlegen sei, getragene Diskriminierung, besonders von Frauen durch Männer. Somit ein „Oberbegriff“ für eine breite Palette von Einzelphänomenen, zu denen auch sexuelle Belästigung zählt. In der Debatte über verbale Diskriminierung und Übergriffe von Männern gegenüber Frauen ist heute wie selbstverständlich von „Sexismus“ die Rede. In Deutschland wurde der Ausdruck vor allem durch das gleichnamige Buch der Feministin Marielouise Jurreit aus dem Jahr 1976 populär. Sie bediente sich dabei einer von der US-amerikanischen Frauenbewegung geprägten Begriffsanalogie zum Rassismus, welche die institutionalisierte Unterdrückung und Benachteiligung von Frauen beschrieb. Es gibt allerdings auch eine Reihe von Vorläufern. So erkannte etwa die Romanistin und Frauenrechtlerin Käthe Schirmacher (18651930) – eine der ersten Frauen in Deutschland, die einen Doktortitel erwarb – schon 1907 ein „Geschlechtsvorurteil in der Sprache“, das sie als Sexualismus bezeichnete. Die französische Schriftstellerin Simone de Beauvoir (1908-1986) sprach vom „Sexus“ als einem gesellschaftlichen Konstrukt von

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Weiblichkeit, an die typisch patriarchalische Forderungen gestellt würden (Häuslichkeit, Kinderpflege, sexuelle Unterwerfung). In der modernen Forschung ist von Geschlechterstereotypen die Rede, wenn Menschen anderen allein auf Grund ihres Geschlechts bestimmte Fähigkeiten oder Rollen zuschreiben. Üblicherweise steht beim Sexismus die Distanzierung oder Abwertung des Gegenübers im Vordergrund, so dass der Ausdruck eine deutlich negative Wertung beinhaltet. Allerdings gibt es bei genauerer Betrachtung verschiedene Formen von Sexismus, die manchmal in sehr subtiler Form auftreten können. Dabei handelt es sich um wohlmeinende oder „benevolente“ Formen des Sexismus, die ebenfalls dazu benutzt werden, um den ungleichen Status zwischen Geschlechtern zu betonen oder aufrecht zu erhalten. Beim wohlwollenden Sexismus steht die Rolle des männlichen Beschützers im Vordergrund. Frauen werden als hilfsbedürftig, kindlich oder inkompetent dargestellt. Auch wenn die Frau als wunderbares Wesen idealisiert wird, die dem Mann beispielsweise moralisch überlegen ist oder die Ansicht, dass sich ein Mann ohne die emotionale Stütze einer Frau und ihrer Fürsorge nicht entfalten könne, ist sexistisch, da es der Frau eine ganz bestimmte Rolle zuweist. Feindseliger Sexismus bedient demgegenüber meist Klischees, die von Männern als bedrohlich wahrgenommen werden, etwa www.rainbowunited.at


www.frauenlesbenzentrum.at das der Feministin oder der Karrierefrau. Aus Furcht, durch sie an Macht oder Einfluss zu verlieren, konstruieren Männer bestimmte Negativbilder und werten die Betreffende damit ab. Auch sexuelle Attraktivität kann instrumentalisiert werden, indem man die Frau auf ihre körperlichen Attribute reduziert. Untersuchungen zeigen, dass beide Formen, der feindselige und der wohlwollende Sexismus, überraschend eng miteinander zusammenhängen. Das bedeutet: Wer das Wesen der Frau in positiver Richtung verklärt, ist meist auch eher bereit, negativsexistisch aufzutreten. Letzteres wird mitunter nur als Wohlwollen getarnt. Und dann gibt es noch den „modernen Sexismus“. Dieser Begriff beschreibt eine Haltung, die bestehende Diskriminierung leugnet. Etwa wenn Männer angeben, die Ungleichheit zwischen den Geschlechtern sei doch längst überwunden und Frauen würden gar nicht mehr benachteiligt. Laut aktuellen Studien glauben rund 60  Prozent der

Deutschen, Diskriminierung von Frauen sei hier zu Lande kein Problem mehr. Mit dieser Begründung lehnen sie häufig alles ab, was Diskriminierung zu verhindern helfen soll. Wo es kein Problem gibt, muss man schließlich auch nichts dagegen unternehmen. Möglicherweise ist der „klassische Sexismus“ in der Gesellschaft nicht mehr so fest verankert wie früher und wird mitunter nicht mehr ganz so offen zur Schau gestellt. Doch sind auch die subtileren Formen äußerst bedenklich. Sie dienen am Ende auch dazu, bestehende Macht- und Abhängigkeitsverhältnisse zu stützen und bedauerlicherweise haben hier in vielen Lebensbereichen immer noch die Frauen das Nachsehen.

Text: Petra Müller/Gerti Eder Bilder: AFLZ Innsbruck

Öffnungszeiten Freitag -19.30-24.00 Dienstag - 19.00-23.00 rainbowUNITED Ausgabe 19/03 vom 16.08.2019

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AIDS Hilfe Tirol Falls etwas passiert, kann nicht viel passieren.

Die Dragqueen Vanessa Community über ihre Erfahrungen mit der PrEP. Vanessa Community ist eine Dragqueen aus Tirol und bei queeren Events inzwischen in ganz Österreich unterwegs. Sie ist Botschafterin für Safer Sex der AIDS-Hilfe Tirol. Was unter Safer Sex alles verstanden werden kann, hat sich inzwischen auch durch die Prä-Expositions-Prophylaxe (PrEP) erweitert. Dabei wird ein Medikament bereits einige Zeit vor dem sexuellen Kontakt eingenommen, um eine Infektion mit dem HI-Virus zu verhindern. Vanessa datet sich als Mann mit Männern. Als Patrick, der hinter der queeren Kunstfigur steht. Er nimmt die PrEP. Für welchen Einnahmemodus hast du dich entschieden? Für die tägliche Einnahme einer Tablette oder die fakultative Einnahme bei Bedarf? „Ich habe mich zuerst für die on demand Methode entschieden. Aber in Tirol ist es oft recht schwierig ein Sexdate gut zu planen. Man ist jetzt im Chat drinnen und sucht gerade für jetzt ein Date und nicht dann erst in zwei Tagen. Das war das Problem. Ich habe gemerkt, dass es nicht wirklich funktioniert mit der on demand Methode. Wobei, es würde schon ausreichen, wenn man die PrEP bis zu zwei Stunden vor einem Risikokontakt zu nehmen beginnen würde. Aber es ist natürlich immer besser, wenn mehr Zeit wenn mehr Zeit zwischen Einnahme und sexuellem Kontakt liegt.“ Hast du bei dir Nebenwirkungen durch das Medikament bemerkt? „Es wird von der Klinik in Innsbruck ganz gut kontrolliert, ob es da irgendwelche Nebenwirkungen gibt, ob die Niere und die Leber es gut vertragen. Das einzige, das ich aber auch schon von vielen PrEP-Usern gehört habe, ist, dass man in den ersten ein, zwei Wochen ein leichtes Grummeln im Magen hat. Aber das war nicht der Rede wert.“

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Was hat sich durch die PrEP für dein Risikomanagement verändert? „Nun, für mich hat sich nur ein bisserl was verändert. Ich bin nämlich nicht der klassische PrEP-User. Ich verwende PrEP und Kondom. PrEP ist gut, wenn mal beim Schutz mit Kondom irgendwas dazwischen kommen sollte. Und die PrEP schützt halt vor einer HIV-Infektion aber nicht vor anderen sexuell übertragbaren Infektionen. Die hängen noch immer wie ein Damoklesschwert über einem. Seit die PrEP einen Boom erlebt, merke ich, dass die Leute viel weniger das Kondom verwenden.“

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www.aidshilfe-tirol.at Viele PrEP-Benützer berichten, dass sie sich durch die PrEP jetzt freier in ihrer Sexualität fühlen. Du auch? „Ich fühle mich aber auf jeden Fall freier. Wenn man ein schnelles Date hat, und da passiert irgendwas, bis zu Sperma im Mund, weil es jemand nicht mehr zurückhalten kann, dann ist man schon innerlich beruhigter. Es kann irgendwas passieren, aber schließlich kann dann nicht so viel passieren.“ Wem würdest du nach deinen Erfahrungen die PrEP empfehlen? „Ich würde es auf allen Fällen den Jungen empfehlen. Obwohl es da für mich keine Altersgrenze gibt, weil man auch im hohen Alter noch sexuell aktiv sein kann.

Aber gerade in der Phase, wenn man – wie man früher gesagt hat – sich die Hörner abstoßen will, oder etwas probieren will, sollte man auf jeden Fall die PrEP nehmen.“

Vielen Dank für das Gespräch! Das Interview führte Matthäus Recheis. Die vollständige Fassung ist im Magazin plus/ minus im Heft 01-19 der österreichischen Aidshilfen erschienen. Kostenlose und anonyme Beratung zu PrEP in der AIDS-Hilfe Tirol.

Text: Matthäus Recheis Bild: Privat

Mach mit: Stopp Feigwarzen und Analkrebs! Jeweils verschiedene Varianten des Humanen Papillomvirus (kurz HPV) sind für Erkrankungen von Feigwarzen bis hin zu Analtumoren verantwortlich. Wer als schwuler oder bisexueller Mann anonym an einer Studie der Virologie in Innsbruck teilnimmt, kann sich jetzt kostenlos auf den HP-Virus in der AIDS-Hilfe Tirol testen lassen. Nach etwa einer Woche erhält man den Befund in der AIDS-Hilfe. Man erfährt, ob, und wenn ja, mit welcher Vari-

ante des HP-Virus man sich infiziert hat. Eine besonders aggressive Variante kann zum Beispiel zu einem Analtumor führen. Nach einer ersten Studie sind homo- und bisexuelle Männer davon besonders betroffen. Bei der Befundrückgabe erfährt man zudem, was man tun kann, damit die Infektion möglichst keine schlimmen Folgen nach sich zieht. Ein Angebot der AIDSHilfe Tirol in Kooperation mit der Virologie der Universitätsklinik Innsbruck.

Der GROSSE FIT FOR LOVE CHECK Testung auf HIV – Syphilis – Tripper – Chlamydien. Wer als Mann Sex mit Männern hat, sollte sich einmal im Jahr auf diese Infektionen checken lassen – auch ohne Symptome! AIDS-Hilfe Tirol - der Checkpoint für die Gesundheit von Männern, die Sex mit Männern haben Anonyme Testung in der AIDS-Hilfe Tirol: Montag 17 – 18.30 Uhr, Dienstag 13.30 – 15 Uhr. Kostenloser Labortest auf HIV. Kostenpflichtiger Syphilis-Labortest . Schnelltest: Kostenpflichtiger HIV-Test mit Befund innerhalb von 30 Minuten. Kostenpflichtiger Tripper/Chlamydien-Labortest.

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Evangelische Kirche

Evangelisch ist bunt

Trauung für alle“? - Ja! Aber... Das Ringen um die Trauung auch für gleichgeschlechtliche Ehepaare endet mit einem Kompromiss Der 9. März 2019 hat die Synode (also das „Kirchenparlament“) der Evangelischen Kirche in Österreich entschieden: Gleichgeschlechtliche Ehepaare sind bei Gottesdiensten anlässlich der Eheschließung heterosexuellen Ehepaaren gleichgestellt. Wirklich ganz gleichgestellt? Die Entscheidung ist ein Kompromiss und die Antwort ist ein gut österreichisches: „Ja – aber.“ Zunächst das „Ja“: Gleichgestellt sind die Paare bei der Art der Feier. Diese sollen (abgesehen von den Lesungen aus der Bibel) für homosexuelle und heterosexuelle Paare gleich sein. Sie sind öffentlich, also in der Kirche oder (wie es in unserer Kirche möglich ist) auch an anderen Orten wie einem Festsaal oder im Freien. Es gibt die selben Elemente wie Predigt, Traufragen, Ringwechsel und die Segnung des Paares. Das „Ja“ der Gleichstellung gilt auch für die Bezeichnung: Für alle Ehepaare handelt es sich um „Dank- und Segnungsgottesdienste“.DasWort„Trauung“ kommt nicht mehr vor.

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Es gibt aber auch das „Aber“: Obwohl die Gottesdienste gleich sind, wurde festgehalten, dass es Unterschiede gibt. Heterosexuelle Paare haben eine Ehe. Homosexuelle Paare eine „eheanaloge“ Partnerschaft. Außerdem muss sich eine Pfarrgemeinde aktiv für diese Feiern entscheiden. Ohne Beschluss der Gemeinde, kann es auf ihrem Gebiet keine Gottesdienste für gleichgeschlechtliche Paare geben, selbst wenn es der/die Pfarrer/in der eigenen Gemeinde möchte oder ein/e Pfarrer/in aus einer anderen Gemeinde die Segnung durchführen würde. Diesem Beschluss waren mehrere Monate des Ringens, ja teilweise des Kämpfens, vorausgegangen. Alle Pfarrgemeinden konnten Stellungnahmen zur Trauung für alle abgeben. Es gab verschiedene Initiativen pro und contra. Auf Facebook wurde unter #evangleischistbunt von einigen Straight Allies eine kleine Campagne gestartet, wo Menschen mit Regenbögen oder anderen bunten Farben eine Pro-Zeichen gesetzt haben. Am Ende haben zwei Drittel der Pfarrgemeinden

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für eine Trauung für alle votiert. Das Drittel, das gegen die Trauung für alle war, hat aber sehr vehement seine Position vertreten, dass die Synode dieses Drittel nicht überstimmen wollte sondern nach einem Kompromiss gesucht hat. Ist diese Entscheidung nun ein Erfolg für gleichgeschlechtliche Ehepaare und die Sache der LGBTQI* in der Evangelischen Kirche? So kompliziert wie die Entscheidung an sich ist, so unterschiedlich waren auch die Reaktionen. Es gab Enttäuschung bei glühenden Befürworter/inne/n einer evangelischen „Trauung für alle“ im Sinne einer wirklichen Gleichstellung. Für sie ist das „aber“ zu groß und die jetzige Regelung weiterhin diskriminierend. Für die Gegner ist aber schon dieser Kompromiss zu weit gegangen.

Michael Bünker, der Bischof der Evangelischen Kirche A.B. in Österreich hat gesagt: Die Entscheidung ist ein „wesentlicher Schritt in Richtung Gleichberechtigung homosexueller Paare“. Das finde ich zu optimistisch. Wenn überhaupt ist es Schritt der evangelischen Kirche auf homosexuelle Paar zu, die vor Gott schon längst gleichberechtigt sind.

Text: Lars Müller-Marienburg

Bilderklärung: Die Pfarrgemeinde Wien-Floridsdorf zeigt Farbe für die Trauung für alle Bild der Campagne #evangelischistbunt

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Löwenherz Mit »Gentleman Jack« ist die erste große lesbische historische Fernsehserie auf DVD (produziert von HBO) erschienen. Sie handelt von der im 19. Jahrhundert lebenden Anne Lister, einer englischen Gutsbesitzerin, Industriellen – und einer der egoistischsten und schillerndsten lesbischen Verführerinnen, deren Tagebücher seit über hundert Jahren zu den Klassikerinnen lesbischer Literatur zählen. Der Stoff ist nicht zum ersten Mal verfilmt worden, auch die BBC hat bereits einen Spielfilm über Anne Lister gedreht – zwar ohne die lesbischen Affären zu verschleiern, allerdings bei weitem nicht in der Offenheit über den ziemlich abgründigen Charakter der Protagonistin.

Wäre sie ein Mann gewesen, müsste man sie einen Frauenheld nennen, Schwerenöter oder Heiratsschwindler, Lüstling oder einfach nur Wüstling. Frauen pflasterten ihren Weg - und so war sie so etwas wie eine lesbische »Frauenheldin«. Anne Lister (17911840) betete Frauen an, begehrte, belog und betrog sie, ging ihnen an die Wäsche und ans Geld. Noch unerhörter als ihr Liebesleben sind ihre Tagebücher: In pornografischer Deutlichkeit schildert die englische Landadlige ihre zahllosen lesbischen Abenteuer, mal liebeskrank, mal zynisch, so fesselnd wie obszön, so verstörend wie amüsant. Anhand dieser einmaligen Quellen zeichnet Angela Steidele erstmalig das faszinierende Porträt dieser schillernden Persönlichkeit, die allen Vorstellungen vom keuschen präviktorianischen Zeitalter widerspricht. Angela Steidele: Anne Lister Eine erotische Biografie. D 2018, 360 S., Pb, € 12.40 Gentleman Jack Eight-part BBC period drama starring Suranne Jones as landowner Anne Lister. Based on her own diaries, the show follows Lister as she returns to Halifax, West Yorkshire in 1832 to find her ancestral home at Shibden Hall has fallen into a state of disrepair. In an effort to improve its fortunes, Anne attempts to regain control of and reopen her family‘s coal mines while also entering into a series of controversial relationships with other women.

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www.loewenherz.at mehr Löwenherz-Themen auf: http://www.loewenherz.at/themenseiten.php Neu: Löwenherz-Themenseiten haben jetzt Filterfunktionen! Die Tagebücher von Anne Lister sind in der englischen Originalfassung lieferbar – sie wurden übrigens codiert verfasst, sodass sie üblicherweise als die „Geheimen Tagebücher der Anne Lister“ bekannt wurden. Den literarischen Durchbruch verdankt die Rezeption der Figur Anne Listers den beiden Werken von Angela Steidele: Deren „Anne Lister. Eine erotische Biografie“ stellt das außergewöhnliche Leben dieser eigenwilligen Frau konsequent unter den Aspekt ihres lesbischen (und unbremsbaren) Begehrens. Und ihr großer Roman „Zeitreisen“ spiegelt die letzte Reise Anne Listers mit ihrer Freundin in den Kaukasus an den eigenen Erfahrungen, als Angela Steidele mit

Sally Wainwright (R): Gentleman Jack UK 2019, OF, 465 Min., € 29.99

ihrer Freundin auf gleicher Route mehr als hundert Jahre später die Strapazen dieser Unternehmung nachempfand. Ein großes Thema, von dem es sich lohnt, sich intensiv damit zu beschäftigen. Mehr dazu auf der Löwenherz-Themenseite: www.loewenherz.at/anne-lister

Dieser Film - basierend auf dem Buch von Jane English - zeigt eine überraschende Seite der Welt, die Jane Austen und die Bronte-Schwestern in ihren Büchern beschrieben haben. Es zeigt das leidenschaftliche, dramatische Leben von Anne Lister, die als die erste moderne Lesbe Großbritanniens anzusehen ist. In ihren geheimen Tagebüchern macht sie aus ihrer Liebe für Frauen keinen Hehl. In ihrer Zeit war eine offene homosexuelle Beziehung eigentlich undenkbar. Und dennoch ließ sie sich nicht beirren. Die Grundbesitzerin aus Yorkshire verweigerte sich einer Vernunftehe und suchte stattdessen nach einer weiblichen Gefährtin. Vor der Öffentlichkeit musste sie ihre Lebensweise verbergen - anvertrauen konnte sie sich nur ihrem Tagebuch, das sie mit einem Geheimcode verschlüsselte.

James Kent (R): Die geheimen Tagebücher der Anne Lister UK 2010, OF, dt.SF, dt.UT, 90 min., € 14.99

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UNITED Cooking Pilzrezepte gibt es wie Sand am Meer, denn die Vielfalt der Speisepilze in Österreich ist enorm. Es gibt mehrere Hundert Arten von essbaren Pilzen in unseren Wäldern. Trotzdem ist beim Sammeln und Kochen der wohlschmeckenden Waldfrüchte Vorsicht geboten, denn manche

Pilzarten oder Schwammerln sind giftig. Die bekanntesten Vertreter sind sicherlich die kleinen gelben Eierschwammerl oder die vorzüglich schmeckenden Herrenpilze. Pilzrezepte sind meist kalorienarm und reich an Mineralstoffen

Schwammerlgulasch Man nimmt 1 Kg 1 EL 500 ml 1 1 Schuß 4 EL

Mix aus Steinpilz, Eierschwammerl

Paprika edelsüß Rindsuppe Zwiebel Pflanzenöl Mehl Kümmel, Petersilie Salz, Pfeffer Schwammerlmix putzen und feinblättrig schneiden. Die Zwiebel feinwürfelig schneiden und in Pflanzenöl anrösten. Nun die Schwammerl dazugeben und so lange mitrösten, bis die Flüssigkeit verdampft ist. Nun den Paprika darüberstreuen und kurz mitrösten (nicht zu lange, damit er nicht bitter wird) Anschließend mit Rindsuppe aufgießen, mit Kümmel würzen und die Schwammerl zugedeckt weichdünsten. Zum Schluß mit Gewürzen abschmecken

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UNITED Cooking

Pilzrisotto Man nimmt 700 g 750 ml 2 1

Pfifferlinge Gemüsebrühe Zwiebeln Knoblauchzehe Salz, Pfeffer, Lorbeer 400g Risottoreis 130 ml Weißwein Petersilie

beerblatt und das Steinpilzpulver hinzu und alles wird durchgemischt. Der Reis wird den Topf gegeben kurz mitgedünstet. Nun wird alles mit dem Weißwein abgelöscht. Leeren Sie das Wasser aus dem Kocher in ein Gefäß und mischen Sie mit dem Suppenpulver eine Brühe an. Ein viertel Liter davon wird nun in den Topf geleert. Nun wird noch alles mit Salz und Pfeffer gewürzt.

Die Pilze werden gründlich gewaschen, trocken getupft und in mundgerechte Stücke geschnitten. Die Zwiebel Der Reis sollte nun für ungefähr 20 Minuten kochen und und der Knoblauch werden geschält und fein gehackt. die restliche Brühe nach und nach hinzugefügt werden. In einer Pfanne mit einem Schuss Öl werden nun die Erhitzen Sie in einem Wasserkocher einen dreiviertel Pilze für wenige Minuten angebraten und mit Salz und Liter Wasser. Währenddessen wird einen Topf mit et- Pfeffer gewürzt. Sobald alles gar ist, wird der Reis auf 4 was Öl erhitzt und die Zwiebeln sowie der Knoblauch Tellern angerichtet, die Pilze darauf verteilt und alles mit darin glasig angebraten. Anschließend kommt das Lor- der gehackten Petersilie garniert.

Maronencreme Man nimmt 250 g 3 2 3 El 260 ml 2 El 20 g 1 Tl

Maronen Blätter Gelatine Eier Rum Sahne Puderzucjer Butter Zitronenzesten

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Die Amarettinis mit etwas Amaretto übergießen. Die Erdbeeren Putzen und klein schneiden. Das Obers schlagen und mit dem Topfen und dem Zucker verrühren. Zuerst einige Amarettinis in ein Glas schichten, dann eine Schicht Creme und darauf die Erdbeeren verteilen. Noch eine weitere Schicht Amarettini - Creme - Erdbeeren drüber geben. Das Dessert mit etwas Creme und einem Amarettini dekorieren. 2 Stunden im Kühlschrank durchziehen lassen.

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Stadtplan 1 15 14 7

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© OpenStreetMap

GRUPPEN

1 Verein CSD-Innsbruck c/o HOSI Tirol 1 HOSI-Tirol Kapuzinergasse 43 Homosexuelle Initiative Tirol 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 Kapuzinergasse 43 office@csd-innsbruck.at 6020 Innsbruck www.csd-innsbruck.at Tel/Fax: 0512/587 586 office@hositirol.at 2 SoHo Tirol www.hositirol.at Salurnerstraße 2/4/403 6020 Innsbruck 1 Redaktion Tel: 0699/12903606 Rainbow UNITED soho-tirol@gmx.at c/o HOSI Tirol www.soho.or.at Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck 3 Grüne Andersrum Tirol redaktion@rainbowunited.at Ing.-Etzel-Straße 9 www.rainbowunited.at 6020 Innsbruck

Tel: 0664/1869128 tirol-andersrum@gruene.at www.tirol-andersrum.at

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4 Autonomes Frauen Lesben Zentrum & Café Anchorage Liebeneggstraße 15 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/58 08 39 info@frauenlesbenzentrum.at www.frauenlesbenzentrum.at

GESUNDHEIT & BERATUNG 5 Beratungsstelle Courage Salurnerstraße 15, 2. Stock 6020 Innsbruck Tel: 0669/166 166 63 innsbruck@courage-beratung.at www.courage-beratung.at www.rainbowunited.at


Adressen 6 Männerberatung Mannsbilder Anichstraße 11 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/57 66 44 beratung@mannsbilder.at www.mannsbilder.at 7 Psychotherapiepraxis Dr. Ulrike Paul Neuhauserstraße 13a 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 90 48 52 praxis@ulrikepaul.at www.ulrikepaul.at 8 Visionmove Institut für Bewegung und Entwicklung Dipl. Physiotherapeutin Mag.a Angela Popelar Schmiedgasse 9/1 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 86 22 41 visionmove@gmx.at 9 Gleichbehandlungsanwaltschaft, Regionalbüro Tirol, Salzburg, Vorarlberg Leipziger Platz 2 6020 Innsbruck Tel: 0512/343032 Fax: 0512/343032-10 ibk.gaw@bka.gv.at www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at

10 Psychologische Beratungsstelle für Studierende Schöpfstraße 3 6020 Innsbruck www.studentenberatung.at Evangelische Auferstehungskirche Pfr.in Assunta Kautzky Gutshofweg 8 6020 Innsbruck Tel: 0512-34 44 11 pfarramt.innsbruck@auferstehungskirche.at

www.auferstehungskirche.at

12 Aids-Hilfe Tirol Kaiser-Josefstraße 13 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/563 621 tirol@aidshilfen.at www.aidshilfe-tirol.at 13 Dr. med. Petra Lugger Fachärztin für Chirurgie - Viszeralchirurgie, Gesundheitswissenschaftlerin MEDICENT Innsbruck Innrain 143 6020 Innsbruck Tel: 0512/90 10 50 40 Mobil: 0664/23 45 828 mail: chirurgie@dr-lugger.at www.dr-lugger.at

RECHT 11 Rechtsanwältin Dr. Tanja Sporrer LL.M. European Law Rechtsanwältin und Europarechtsexpertin Templstraße 22 6020 Innsbruck Tel: 0512/ 58 11 64 Fax: 0512/58 11 65 office@ra-sporrer.at www.ra-sporrer.at

AUSGEHEN 14 Dom Café-Bar Pfarrgasse 3 6020 Innsbruck www.domcafe.at 15 M+M Bar Innstraße 45 6020 Innsbruck www.mm-bar.at

17 Cafe-Bar DANZN Maximilianstraße 5 6020 Innsbruck ChillIn Oskar Pirlo-Straße 11 6330 Kufstein www.chillin.at

18 Queerattack! VAZ Hafen Innrain 149 6020 Innsbruck Termine auf www.hositirol.at

UNTERKUNFT Alpenhotel Tirolerhof Clemens-Holzmeister Str. 38 A-6166 Fulpmes Tel: +43 5225 62422 Fax: +43 5225 62422161 info@tirolerhof-fulpmes.at www.tirolerhof-fulpmes.at Haus Romeo Blaiken 71 6351 Scheffau am Wilden Kaiser Tel: 05358/43 131 Fax: 05358/43 131 32 info@hausromeo.at www.hausromeo.at Villa-Bella-Vista Reith 245 6391 St. Jakob in Haus Tel: 05354/88 792 info@villa-bellavista.com www.villa-bellavista.com

16 Schickeria Maria-Theresien-Straße 49 6020 Innsbruck www.schickeria.party

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Termine AUGUST 2019 Donnerstag, 15.08.2019 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 22.08.2019 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 29.08.2019 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

SEPTEMBER 2019 Donnerstag, 05.09.2019 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 07.09.2019 10:00 - 17:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 12.09.2019 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Lesung & Buchvorstellung der Tiroler Autor Markus Jäger präsentiert seine Werke Samstag, 14.09.2019 ab 18:00 Uhr LeZZdoit - Girls ONLY HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 19.09.2019 ab 19:00 Uhr Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 21.09.2019 10:00 - 17:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 26.09.2019 ab 19:00 Uhr Es gibt das traditionelle Weißwurst-Essen mit Brezen HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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Termine OKTOBER 2019

NOVEMBER 2019

Donnerstag, 03.10.2019 ab 19:00 Uhr Offener Abend an dem Alle herzlichst Willkomen sind! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag, 02.11.2019 10:00 - 17:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag, 05.10.2019 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 10.10.2019 ab 19:00 Uhr Offener Abend an dem Alle herzlichst Willkomen sind! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 12.10.2019 ab 18:00 Uhr LeZZdoit - Girls ONLY HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 17.10.2019 ab 19:00 Uhr Offener Abend an dem Alle herzlichst Willkomen sind! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 05.10.2019 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 24.10.2019 ab 19:00 Uhr Offener Abend an dem Alle herzlichst Willkomen sind! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 31.10.2019 ab 19:00 Uhr Offener Abend an dem Alle herzlichst Willkomen sind! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

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Donnerstag, 07.11.2019 ab 19:00 Uhr Offener Abend an dem Alle herzlichst Willkomen sind! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 09.11.2019 ab 18:00 Uhr LeZZdoit - Girls ONLY HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 14.11.2019 ab 19:00 Uhr Offener Abend an dem Alle herzlichst Willkomen sind! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 16.11.2019 10:00 - 17:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 21.11.2019 ab 19:00 Uhr Offener Abend an dem Alle herzlichst Willkomen sind! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 28.11.2019 ab 19:00 Uhr Offener Abend an dem Alle herzlichst Willkomen sind! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck ab 21:00 Uhr HIV TESTING DAY in der HOSI Tirol: Donnerstag, 28. November, 20 – 21.30 Uhr. Mit BeraterIn und Arzt der AIDS-Hilfe Tirol. Kostenloser und anonymer HIV-Schnelltest mit Sofortbefund. In der AIDS-Hilfe Tirol kostet der HIV-Schnelltest sonst 30 Euro. Der HIV-Labortest (Ergebnis 2 – 3 Tage später) ist nach wie vor dort kostenlos.

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QUEERATTACK! Termine Die Queerattack! wird fortgefĂźhrt

Nachdem wir uns mit der CSD-AftershowParty mit schwerem Herzen von unserer alten Heimat dem VAZ-Hafen trennen mussten, geht die Suche nach einer alternativen Location langsam dem Ende zu.

Bis zum Erscheinen dieser Ausgabe gibt es leider noch keine konkreten Neuigkeiten, diese kĂśnnt ihr allerdings unter

hositirol.at/queerattack & der Queerattack! Seite auf Facebook erfahren. Wir bitten noch um ein bisschen Geduld.

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Termine

DIE LES-BI-SCHWULE CLUBNACHT TIROLS

tritt n i E S I T GRA alle für ten bis r e i k s a M 24 Uhr

HALLOWEEN

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Details unter

hositirol.at/queerattack

Eintritt € 7,00 i Vorverkauf € 4,00 i HOSI-Tirol Mitglieder - GRATIS

Vorverkaufskarten erhältlich während der Öffnungszeiten im HOSI Tirol Zentrum Kapuzinergasse 43 - Innsbruck

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Regenbogenshop

„AUTUMN Edition“

€ 2,00 Magnetband (1865) 1,3 x 42 cm Versandkosten € 3,50

€ 6,00 Gürtel (7610) ca. 3,5 mal 120 cm Versandkosten € 3,50

€ 25,00 Strandtuch (4250) 70 x 140 cm Versandkosten € 5,50

€ 15,00 Handtuch (7210) 50 x 100 mm Versandkosten € 5,50

Versandkosten € 3,50

Hosenträger (7520) Universalgröße Versandkosten € 3,50

€ 3,50 Schlüsselband (1520) 90 cm lang, mit Karabiner Versandkosten € 3,50

€ 4,00

€ 5,00 Sonnenbrille Uni-Größe

€ 12,00

Fächer Ca. 20cm lang

Versandkosten € 3,50

DIREKT ZUM ONLINE SHOP Du kannst die Artikel unter www.rainbowunited.at/shop bestellen Dort findest du das gesamte Sortiment - auch erhältlich in der HOSI-Tirol, Kapuzinergasse 43, 6020 Innsbruck - jeweils Donnerstag ab 19 Uhr

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Rainbow UNITED 2019/3 - Nr. 19  

Rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...

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Rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...

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