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UNITED

Das Queere Magazin fĂźr Les-Bi- Schwul- Trans* & Inter*

Ausgabe 02/18

Christopher Street Day in Innsbruck

Motto: Meilensteine Preis: 0,75 Euro

Seite 6-7

In Kooperation mit

rainbowUNITED Ausgabe 18/02 vom 15.05.2018


EDITORIAL Nun ist sie da, die zweite Ausgabe unseres Magazins. „Ausnahmsweise“ geht es im Titel einmal nicht um Wahlen und Politik, ich denke davon hatten wir in letzter Zeit genug berichtet, und die Entwicklung, dass sich Innsbruck gespaltet hat - und zwar in Grün (Platz1) und Blau (Platz 2), also rechts gegen links, ist meiner Meinung nach nicht die beste Nachricht…. Diesmal ist der CSD in Innsbruck an der Reihe und ich persönlich finde das auch gut so. Alles andere findet ihr beim lesen raus und dabei wünsche ich euch viel Spaß! Euer Nico

IMPRESSUM

Offenlegung laut §25 Mediengesetz Medieninhaber: Verein HOSI Tirol / ZVR: 071298153 Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel. & Fax: 0512/587 586 Mail: office@hositirol.at www.hositirol.at Mitglieder des Vorstands: Ing. Markus Aigner Jürgen Preisegger Mario Haas Armin Götsch Thomas Lechleitner Gerd Staffler

Chefredaktion: Jürgen Preisegger (Nico) redaktion@rainbowunited.at Redaktions- und Erscheinungsort: Innsbruck Grafik/Layout: Gerd Staffler

Nächste Ausgabe: Redaktionsschluß: 20. Juli 2018 Erscheinung: 16. August 2018 Bankverbindung: Bank für Tirol und Vorarlberg IBAN: AT57 1600 0001 1918 1186 BIC: BTVA AT22

Druckerei: online Druck GmbH A 2351 Wr. Neudorf

Redaktion/Mitarbeiter&Mitarbeiterinnen: Jürgen Preisegger, David Frischmann, Markus Aigner, Matthäus Recheis, Connie Hilber, Mag.a Katharina Raffl, Thomas Lechleitner, DSA Peter Hofer, Petra Müller rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angleichung der Rechte Homosexueller und Transidenter Menschen an die in der Menschenrechtskonvention festgelegten Grundrechte, sowie die Beseitigung gesellschaftlicher Diskriminierung. Druckauflage 1000 Exemplare mit zusätzlicher Veröffentlichung auf www.rainbowunited.at (Onlineblättermagazin). Die Beiträge, sowie Anzeigenschaltungen geben die Meinung des Verfassers/der Verfasserin und nicht unbedingt die Meinung der Redaktion und/oder der Hosi Tirol wieder. Die Abbildung oder Erwähnung einer Person ist kein Hinweis auf deren Sexuelle Orientierung und/oder sexuelle Identität. Für unverlangt eingesandte Beiträge und Bildmaterial wird keine Haftung übernommen. Ein Recht auf Abdruck besteht nicht. Bei allen Beiträgen behält sich die Redaktion das Recht auf Kürzungen vor. Vorbehaltlich Druckfehler.

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INHALT rainbow UNITED CSD 2018 - Meilesteine Regenbogen Splitter Nachrichten aus aller Welt OSPI - Die Schwestern United Cooking Stadtplan & Adressen Termine Regenbogenshop

Gleichbehandlungsanwaltschaft 6-7 25 8-9 26-27 28-29 30-31 32

Hosi Tirol Unbeschwertes Coming Out? 93 Chöre mit 2.700 Teilnehmenden

Löwenherz Lesbische und schwule Selbstbehauptung – große Literatur

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Courage 4 5

Erlebnispädagogik

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GRÜNE Andersrum Tirol

AIDS Hilfe Tirol Schwerpunkt Schwuler Sex 2018 Chemsex – zwischen Genuss und Sucht Fit for Love

Offenheit gegenüber LGBTI* 14-15 und die Grenzen der Meinungsfreiheit

Wohin geht die Reise 10 10 11

20-21

AFLZ Buchpräsentation - Lesben raus 22-23

SoHo Tirol Meilensteine im Rückwärtsgang 12-13

Immer am Laufenden! rainbowUNITED findest Du auch online zum Blättern auf unserer Webseite www.rainbowunited.at oder bestelle Dir dein persönliches Abo um 6,00 Euro pro Jahr (Versandkosten)

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Neben den gesamten Ausgaben findest Du auf unserer Webseite nützliche Informationen und alle Termine auf einem Blick

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Hosi Tirol

Unbeschwertes Coming Out? Eine kritische Bestandsaufnahme zur aktuellen Situation.

In unserer heutigen Zeit scheint die Gesellschaft aufgeklärt zu sein und es wirkt so als würde das Thema schwul, lesbisch, transsexuell, transident oder bisexuell zu sein, kein Problem mehr darstellen.

keine Einzelfälle. Und das, nachdem Rosa von Praunheims Kultfilm „Nicht der Homosexuelle ist pervers, sondern die Situation, in der er lebt“ jetzt schon 41 Jahre alt ist.

Wie ist die Lage denn tatsächlich im gefühlten, privaten Bereich? Wie wird das Coming Out von LGBTI-Menschen erlebt?

Grundsätzlich lässt sich dazu sagen, dass Menschen die angesichts vorherrschender Normen eine Diskrepanz in ihrer sexuellen Entwicklung erleben, oft in Bezug zur gesellschaftlichen Integration Schwierigkeiten erfahren hinsichtlich der Angst vor sozialen Konsequenzen, ihrer eigenen Positionierung, dem Selbstbild und der Gefühlswelt. Einsamkeit, das Gefühl allein gelassen zu werden ist oft die Folge von dem Erleben und Bewusstwerden der eigenen persönlichen Unterschiedlichkeit.

Egal ob du dich schon geoutet hast und dein Umfeld in Kenntnis gesetzt hast oder ob du dich erst mit dem Gedanken auseinandersetzt, ob und wie du diesen Schritt tun solltest. Es ist immer noch ein schwerer Schritt, sich zu öffnen und zu sich zu stehen. Alleine dieser Umstand, dass dies so ist und manche sich immer noch nach langen Jahren gar nicht trauen, ist bemerkenswert. Leben wir doch (noch) in einer liberalen Zeit in einem freien Bereich der Welt. Doch die Ressentiments innerhalb der eigenen sozialen Gemeinschaft scheinen nicht geringer geworden zu sein. Jede und jeder von uns hat natürlich ihre oder seine eigenen Geschichten dazu. Ein Bekannter erzählte mir erst vor kurzem, dass er sich nicht traut seinem Vater die Wahrheit zu sagen. Er habe Angst vor ihm, obwohl er sich tagtäglich um ihn kümmere. Ein anderer vertraute mir an, er befürchte daran schuld zu sein, dass seine Mutter schwer erkrankt ist, da er ihr seine Homosexualität gestand. Nicht selten berichten Menschen von Ihren Schicksalen, die das ganze Leben traumatisch beeinflussen können. Schuldgefühle, seinen Lieben durch das eigene „andersartig sein“ etwas „anzutun“, sind

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Entscheidend dabei ist nicht nur, wie mit diskriminierenden Menschen umgegangen werden kann, sondern vielmehr die eigenen Strategien, wie mit sich selbst umgegangen werden kann, und ihre Folgen. Wie gelingt es, sich emotional abzugrenzen und einen eigenen Standpunkt wahrzunehmen? Die Bandbreite der Verhaltensstrategien ist groß und anstatt Flucht oder Rückzug anzutreten, die vielfach in eine Isolation und somit in eine psychische, sowie im späteren Verlauf körperliche Belastung führen können, ist es ratsam, besser die Konfrontationen, gegenüber sich selbst und den anderen, zu ertragen und durchzustehen und die Akzeptanz, mit sich selbst und dem Umfeld, zu suchen. In kniffligen Angelegenheiten ist es ratsam psychotherapeutische Hilfe in Anspruch zu

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www.hositirol.at nehmen. Dort können Verhaltensmuster aufgedeckt und erkannt werden, die einem selbst ohne derartige Spiegelung sonst nicht gelungen wären, zu sehen. Das kann schwer sein, führt aber in vielen Fällen zu einem bewussteren und freieren Umgang mit sich selbst. Sich „eben nicht alleine lassen damit“ und das Gespräch mit Freunden suchen. Oder die Beratungsstellen aufsuchen, die viel Erfahrung haben mit eben diesem Themenbereich

und du dort erfahren wirst: Du bist nicht allein! Dies bietet auch die HOSI Tirol an mit ihrem kostenlosen Beratungsangebot „Das offene Ohr“. Oder eine lockere Möglichkeit ist einfach beim „Offenen Abend“ vorbei zu kommen, jeden Donnerstag ab 19 Uhr, um dort ganz unkompliziert bei einem super Essen ins Gespräch zu kommen. www.hositirol.at

93 Chöre mit 2.700 Teilnehmenden Various Voices ist das 14. Europäische LGBT*I Chorfestival und findet von 9. bis 13. Mai in München statt. Dazu werden 93 Chöre aus Europa, USA und Australien mit insgesamt 2.700 Teilnehmerinnen und Teilnehmern erwartet. Die musikalische Bandbreite der Chorkonzerte reicht von Musical-, Rock und Popsongs über Eigenkompositionen bis zu Politsongs, Kabarett-, Volksliedern und Klassik. Das Herzstück des Festivals sind die Chorauftritte in der Philharmonie und weiteren Konzertsälen des Gasteig Kulturzentrums. Als Höhepunkt findet am Samstag, den 12. Mai, ein großes Carmina Burana StraßenMitsing-Event für alle, die mitsingen oder zuhören möchten, auf dem Odeonsplatz statt. Alle Konzerte und fast alle Events sind offen für alle Besucher und Besucherinnen.

Folgende Chöre werden durch das Various Voices Förderprogramm unterstützt: Qwerty Queer, Midnight Descant, Dorothy’s Friends, Voice is my Life (Ukraine), 7 Renk Koro (Mersin/Türkei), Krakofonia, Voces Gaudii (Polen) und Doodles Prague (Tschechien), CoLeGas (Portugal), Coro Stranivari, Komos, Onphalos Voices (Italien) und Mallorca Gay Men´s Chorus, Voces LGBT de Madrid (Spanien). Informationen, Programm, Vorverkauf Mehr Informationen zu den teilnehmenden Chören, Events und Partys finden Sie auf www.various-voices.de oder https://www. facebook.com/VariousVoices2018/und im soeben erschienenen Programmheft. Der Kartenvorverkauf über MünchenTicket hat bereits begonnen. Text: David Frischmann

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CSD 2018

CHRISTOPHER STREET DAY

MEILEN STEINE

PARADE & PARKFEST

02.06.2018 RAPOLDIPARK - INNSBRUCK

Liest man CHRISTOPHER STREET DAY auf einem Plakat, denkt man an die großen Paraden in New York, Berlin oder Wien. Doch weit gefehlt, hier geht es um den CSD-Innsbruck. So wie es in Tirol Tradition ist, läuft alles ein bißchen anders, und genau das macht den besonderen Charme aus! Familiär, gemütlich, relaxt! Unterstützer und Unterstützerinnen aus Österreich, Italien, Deutschland und der Schweiz kommen zusammen, um auf Diskriminierung und Anfeindungen hinzuweisen, aufzuklären, Vorurteile abzubauen und sich solidarisch zu zeigen. Denn trotz aller Weltoffenheit, es gibt noch viel zu tun. Meilensteine Das Motto des heurigen CSD lautet „Meilensteine“. Nach der Aufhebung des Eheverbots durch den Verfassungsgerichtshof dachten sich die Verantwortlichen des Verein CSD Innsbruck es wäre an der Zeit mal die einzelnen Meilensteine sichtbar zu machen. So wird es beim Parkfest einzelne Plakate mit den diveresen Meilensteinen der LGBTIQ* Community geben. CSD Parade Die Parade startet auch heuer wieder um 14:00 Uhr beim Adolf-Pichler-Platz und

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führt durch die Maria-Theresien-Straße, wo es vor dem Rathaus bei der Anna Säule eine Zwischenkundgebung geben wird. Danach geht es weiter zum Stadtpark Rapoldi in Pradl. CSD Parkfest Im Rapoldipark angekommen werden zuerst alle Teilnehmenden von „Schwester Rosa La ola Grande“ und dem Obmann des Verein CSD Innsbruck „Markus Aigner“ begrüßt, bevor ein paar Worte von diversen politischen Vertretern und Vertreterinnen folgen. Danach geht’s schon los mit der ersten Live-Band „Copy & Taste“, welche den CSD Innsbruck schon lange die Treue hält. Das erste Mal dabei hingegen wird „Max Weyers“ sein, der mit Schlager die Menge einheizen wird. Und natürlich darf DJ Henrik nicht fehlen der das musikalische Programm des Parkfest abschließt. Diverse Infostände, reichlich Sitzgelegenheiten sowie eine kulinarische Insel wird es natürlich auch wieder geben - für das leibliche und seelische Wohl ist somit bestens gesorgt. Auch die Riesenkracke des ASKÖ wird wieder aufgeblasen damit die Kleinen sich austoben können. Sich informieren, Solidarität zeigen, tanzen oder einfach nur gemütlich auf der Wiese www.rainbowunited.at


CSD 2018

liegen, ALLE sind herzlich willkommen vorbeizuschauen. Bis 22:00 Uhr wird auf dem „Alpen-Woodstock“ gemeinsam gefeiert. CSD Afterparty Ab 21:00 Uhr lädt die HOSI Tirol zur offiziellen Afterparty, der QUEERATTACK! ins VAZHafen, Innrain 149, wo bis 4:00 Uhr noch abgetanzt und gefeiert werden kann.

Abend. Der Münchner Löwen Club e.V. wird den CSD Innsbruck dieses Jahr wieder mit seiner Anwesenheit unterstützen. Also raus aus dem Alltag und rein in die Fetischklamotten.

CSD Weekend Um dem CSD Samstag herum gibt es noch mehr Veranstaltungen die gemeinsam das CSD Innsbruck Weekend bilden.

Diskussionsabend der SOHO Tirol Auch am Freitag, um 19:30 findet eine interessante Diskussionsrunde mit dem SOHO Bundessprecher und Abgeordneten zum Nationalrat Mario Lindner statt. Als Ort wurde das neu eröffnete israelische Restaurant „HaPoel“ in der Universitätsstraße 18 gewählt.

CSD Opening So startet das CSD Innsbruck Weekend bereits am Donnerstag, den 31. Mai mit der CSD Weekend Opening Party in der HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43. Ab 17 Uhr startet der Abend an dem gegrillt wird. Eine riesen Auswahl an Grillgut - auch für vegetarisch und vegan lebende Menschen findet sich einiges - selbstgemachte Saucen und Salate lassen keine Wünsche offen. Natürlich gibt es auch viel und reichlich zu Trinken.

Katerfrühstück & Chill Out Am Sonntag, dem 3. Juni braucht es dann ein deftiges, vitaminreiches Frühstück. Deshalb kann man in der HOSI Tirol von 9 Uhr bis 14 Uhr dieses Bedürfnis decken. Ab 14 Uhr geht das Frühstück in das CSD Chill Out über, bei dem man das CSD Weekend ausklingen lassen kann. Einfach gemütlich im Gastgarten sitzen bei einem leckerem Trink oder Saft. Am Abend gibt es nochmal für Hungrige „Fleischlaibchen mit Kartoffelsalat“.

Gay Fetish Innsbruck Am Freitag, dem 1. Juni ab 20.30 Uhr lädt die HOSI Tirol anlässlich des Besuches des MLC München zu einem Männer – Fetisch

www.csd-innsbruck.at

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Text: Markus Aigner

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Die Schwestern

Was du schon immer über den Orden der Schwestern der Perpetuellen Indulgenz wissen wolltest. Wer seid ihr? Wir sind eine internationaler „Ordens“Gemeinschaft, die sich in erster Linie dem Dienst und der Hilfe für Menschen, die von HIV und AIDS betroffen sind, verschrieben hat. Diese Dienste und Hilfeleistungen verrichten wir in ehrenamtlicher, gemeinnütziger und selbstloser Weise in verfremdeten Schwesterngewändern, unseren Trachten, weil die Schwester/Nonne als Archetyp der Hilfe für die Notleidenden und der Barmherzigkeit gegenüber den Bedrängten steht. Woher stammt ihr? Unser Orden wurde zu Ostersamstag 1979 in San Francisco von einigen schwulen Männern aus der alternativ/ökologisch/ spirituell orientierten Tunten- und Lederszene (“Radical Faeries“) als politische Gruppe und Hilfsorganisation für kranke und hilfsbedürftige Schwule gegründet. Als dann die ersten Anzeichen der damals neuen Krankheit AIDS aufkamen, waren die Schwestern sofort helfend aktiv zur Stelle. Im Jahre 1982 produzierten die S.P.I. die weltweit erste Safer-Sex-Info-Broschüre, genannt „Play Fair“, und ebenfalls 1982 organisierten sie auch das weltweit erste Benefiz zugunsten von der neuen Krankheit betroffener Schwuler. Dieses Benefiz war das erste in einer langen Reihe von Benefizveranstaltungen der Schwestern bis heute. Die S.P.I. waren aber auch in anderen Bereichen Vorkämpfer neuer Projekte und Gruppierungen, so stammt z.B. die Idee zur ersten „Safety-Whistle“ (Trillerpfeifen-) Aktion in San Francisco von unserer Sister Roma! aus San Francisco, und so waren Schwestern unter anderem auch

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Mitbegründer und Vorkämpfer von ACT UP!, QUEER NATION und OUTRage! Auch die Regenbogenflagge, das internationale Symbol schwuler Gemeinschaft wurde von einer der Schwestern entworfen. Seit 1984 breitete sich der Orden der S.P.I. in den USA und dann weltweit aus. Es gibt heute Ordenshäuser der Schwesternschaft in den USA, Australien, Großbritannien, Frankreich, Deutschland, Uruguay und der Schweiz. Allen diesen nationalen Orden der S.P.I. ist gemeinsam, daß sie das älteste Haus der Perpetuellen Indulgenz in San Francisco als gemeinsames internationales Mutterhaus anerkennen, in intensivem Kontakt und Austausch untereinander stehen und sich international regelmäßig alle zwei Jahre zur großen Ordensversammlung, dem sog. „Konklave“ treffen. Warum kleidet ihr euch wie Nonnen? Weil wir welche sind, wenn auch in einem anderen Verständnis als dem der christlichen Kirchen. Wir nennen uns aber doch lieber Schwestern und legen keine ewigen oder etwa gar Keuschheitsgelübde ab. Vielmehr beinhaltet unsere Profeß (das Schwesterngelübde) die die Anerkenntnis, dass Humor und Sexualität die Wurzeln aller Spiritualität sind. Warum tragt ihr eine Tracht? Sie ist eine Art „Berufsgewandung“, die wir tragen, um unsere Aufgabe des selbstlosen Dienstes und der steten Hilfe für die schwullesbische Gemeinschaft zu verdeutlichen und um die Menschen mittels der Verfremdung dieser Tracht, vom Traditionellen ins teils extrem Schrille gleichzeitig auf uns aufmerksam zu machen. www.rainbowunited.at


Die Schwestern Woher stammt eure Ordenstracht? Unsere Trachten entstammen unserer Phantasie. Natürlich sind sie in Schnitt und Form von traditionellen (christlichen und buddhistischen) Ordenstrachten inspiriert, die heute jedoch nicht mehr getragen werden (die großen Hauben unserer Schwestern in Seattle, Los Angeles, Paris und Hamburg zum Beispiel). Werdet ihr angegriffen? Schwule und Lesben werden weltweit tagtäglich angegriffen, in manchen Staaten mehr, in anderen weniger. Sie werden mit vielerlei Schikanen in ihrem Recht zur freien Äußerung ihrer Eigenart eingeschränkt oder auch direkt körperlich angegriffen. Wir Schwestern werden recht selten angegriffen, und wenn, dann hauptsächlich wegen unseres für einige Leute provokanten Auftretens, unseren Auffassungen und unserer angeblichen Blasphemie ... Nun ist es aber so, daß gerade das Habit, welches, von Männern und Frauen getragen, die als „schrille“ Schwestern daherkommen, auf manche so provozierend wirkt, uns auch schützt: Einer Nonne, sei sie auch noch so seltsam und aberwitzig in ihrem Daherkommen, Gewalt anzutun, ist dann doch eine Sache, die gesellschaftlich mit einer recht gehörigen Portion Tabu belegt ist. Der Großen Göttin und ihrem gehörnten Begleiter sei Dank! Seid ihr (schwulen-) politisch? Ja. Jedoch verbietet uns unsere Ordensregel z.B. die Ausübung von explizit politischen Ämtern in Tracht. Wir verstehen unsere Art, politisch zu sein etwas anders als gemeinhin üblich. Wir sind durch unsere Art zu leben, durch unsere Art zu lieben, in unserer innersten Natur auch Vorkämpfer und Wegbereiter eines neuen ganzheitlichen Bewußtseins, eines auf Spiritualität, Liebe, Bewußtseinsentwicklung und Eigenverantwortlichkeit begründeten politischen Bewußtseins. Wir sind der Überzeugung, daß zuerst die Einzelnen sich ändern müssen, bevor die Gesamtheit gewandelt werden kann. Die Kunst bei unserer Arbeit besteht immer wieder darin, sexuelle Identität, freie Spiritualität, globales Bewußtsein, soziale Aktivität und demokratisches politi-

sches Handeln und Denken miteinander in harmonischer Weise zu verbinden. Wie viele von euch gibt es? Mehr als genug, dem Papst den Schlaf zu rauben, viel zu wenige, um all die notwendige Arbeit zu tun. Dennoch: Wir sind der weltweit einzige schwul-lesbische Schwesternorden, und wohl der einzige Orden überhaupt mit ständig steigenden Mitgliederzahlen! Erlebt ihr so was wie Schwesternphobie? Es gibt immer wieder Menschen, die glauben sie müßten uns mal so richtig sagen und auch zeigen, was für blöde, peinliche, aufgedonnerte, schreckliche, geschmacklose und blasphemische Dreckstunten wir sind. Manche erzählen uns auch gerne, was „damals bei Adolf“ mit uns passiert wäre. Immer wieder eine schlimme und bedenkliche Erfahrung, aber doch recht selten. Man lernt, damit zu leben und strebt, Dinge mit Humor und Liebe zum Besseren zu ändern. Falls Du Interesse an der Arbeit der S.P.I. hast, sie unterstützen oder bei ihnen mitarbeiten willst, wende dich bitte schriftlich an das Mutterhaus: erzabtei@perpetuelle-indulgenz.net

(v.l.n.r. "Schwester Daphne Sara Maria Sanguina Mater d'Or OSPI", "Schwester Bar-Bitch-Ka Colgate Mercedes S'Miles High OSPI" & "Schwester Rosa-La-Ola Grande von und zu Lutschmunda OSPI")

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AIDS Hilfe Tirol

Schwerpunkt Schwuler Sex 2018

Zwischen Alltag, Leistungsdruck und Drogen Wohin entwickelt sich der Sex zwischen Männern in den Industrieländern nach dem Ende der AIDS-Krise und teilweiser rechtlicher Gleichstellung. Droht der Absturz in Chemsex? Sex ohne Grenzen Schwuler Sex. Wir wissen alle, was damit gemeint ist: Alle haben hemmungslos geilen Spaß und sehen dabei gut aus. Oder war da noch etwas? „Sex als Ausleben von Sehnsüchten ist ein komplexes Thema; denn Sehnsüchte kommen in vielen Formen vor und der meisten mögen wir uns gar nicht bewusst sein. (…) Selbstzweifel, Gefühle von Minderwertigkeit, unstillbare Sehnsüchte, unerklärliche Traurigkeit, Einsamkeit können alle eine Rolle spielen; sie reflektieren eben ganz einfach auch Lebensgeschichte und – situation eines Menschen. (…) Um das inzwischen globalisierte, digitalisierte, hyperkommerzialisierte Leitbild schwuler Sexualität von den immergleichen, heißen Typen, die ständig tollen Sex haben, zu erhalten, muss diese Reali-

tät weitgehend ausgeblendet werden. Es bleibt ja oft gar keine Zeit, das Vertrauen aufzubauen, was nötig wäre, um die eigenen Hemmungen zu offenbaren und zusammen mit dem anderen zu überwinden. (…) Habe ich den Sex, um akzeptiert zu werden oder weil ich tatsächlich darin meine Erfüllung finde? Wieviel mache ich, um zu gefallen? Traue ich mich, das Risiko einzugehen, auf Ablehnung bei meinem eigenen Stamm zu stoßen? Kann ich ´nein´ sagen? Darf ich beim „hemmunglos geilen Sex“ plötzlich keine Lust mehr haben? Müde sein? Mich traurig fühlen? Traue ich mich, Gummis und Handschuhe zu benutzen inmitten von geilen Typen, die da längst keinen Bock mehr drauf haben?“ Die Textausschnitte stammen aus dem gleichnamigen Artikel von Jan Großer in der Ausgabe der Projekt Information März/April 2018.

Chemsex – zwischen Genuss und Sucht „Auch wenn es bei Chemsex häufig einfach nur um die Suche nach lust- und genussvollem schwulem Sex geht, geht es oft auch um den Einsatz von Drogen, um mit komplexen Problemen umzugehen, die genussvollen schwulen Sex verhindern, etwa die gesellschaftliche und internalisierte Homophobie, die Auswirkungen der HIV/AidsEpidemie auf die schwulen Kulturen und religiös oder kulturell begründete Scham, die häufig mit schwulem Sex verbunden ist. Chemsex beschreibt ein internationales Phänomen, das schwule Communities in vielen Städten der Welt überproportional stark betrifft und das zu einer erschreckend

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hohen Zahl von Todesfällen, Suchtproblemen, psychischen Problemen und medizinischen Notfällen führt.“ David Stuart in einem Interview. Der Australier prägte den Begriff Chemsex und forscht zum Thema Sex und Drogen.

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www.aidshilfe-tirol.at Beratung zu Sex, Risiko und Drogen in der AIDS-Hilfe Tirol: Was sind meine Sehnsüchte in der Liebe und in der Erotik? Welche Drogen - von Alkohol, Cannabis, Poppers bis hin zu Tina (Crystal Meth) - verwende ich, um Grenzen zu überschreiten und mein sexuelles Erleben zu vertiefen? Achte ich dabei gut auf

mich oder habe ich die Kontrolle über meinen Konsum verloren? Beratung anonym und kostenlos. Anonyme Beratung zur Wirkung und Risiken von Drogen und Drugchecking bei MDA Basecamp im Jugendzentrum Z6 in Innsbruck.

„Ich feire gerne Party. Und ich lass mich checken!“ Dragqueen Vanessa Community

Mindestens 1x im Jahr sich testen lassen auf sexuell übertragbare Infektionen. Fit for Love!

Der GROSSE FIT FOR LOVE CHECK Testung auf HIV – Syphilis – Tripper – Chlamydien. AIDS-Hilfe Tirol - der Checkpoint für die Gesundheit von Männern, die Sex mit Männern haben Anonyme Testung in der AIDS-Hilfe Tirol: Montag 17 – 18.30 Uhr, Dienstag 13.30 – 15 Uhr. Kostenloser Labortest auf HIV. Kostenpflichtiger Syphilis-Labortest . Schnelltest: Kostenpflichtiger HIV- Test mit Befund innerhalb von 30 Minuten. Neu: Kostenpflichtiger Tripper/Chlamydien-Labortest – Test mit Rachen – und Analabstrich möglich. Für Pinkeltest zur Feststellung einer Infektion in der Harnröhre vorher zwei Stunden kein Wasser lassen. Für einen HIV-Schnelltest mindestens eine halbe Stunde vor dem Ende der Testzeit zur Anmeldung kommen. Weitere Tests wie Check auf Hepatitis-B/C möglich und kostenpflichtig. rainbowUNITED Ausgabe 18/02 vom 15.05.2018

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SoHo Tirol

Meilensteine im Rückwärtsgang Sie nennen sich christlich sozial und soziale Heimatpartei. Mit der Erwähnung wichtiger gesellschaftlicher Werte ist es das dann gewesen, mit dem sozialen, dem gesellschaftlichen Zusammenhalt, dem Einstehen für jene, die sich nicht auf der Sonnenseite des Lebens befinden. Egal, ob von Geburt an, aufgrund von Schicksalsschlägen oder aus eigener Schuld. Wer kein sogenannter Fleißiger ist, ein Leistungsträger, einer, der sich Vorteile kaufen kann, ist nichts wert in der neuen Gesellschaft. Wer nichts hat ist auch nichts wert und die Reichen können sich den Anstieg ihrer Kontostände kaufen. Zusammen mit ihren willfährtigen Gehilfen, den käuflichen Medien, stellt die türkis-blaue Regierung alles auf den Kopf. Hetzt die Menschen gekonnt gegeneinander auf. Denn irgendjemandem muss man ja die Schuld geben, wenn man selber keinen Ausweg mehr findet. In Österreich wurde erstmals 1889 im Bergbau Seegraben ein Achtstundentag vereinbart. Als Provisorium für Fabriken wurde er 1918 unter der Leitung des Sozialpolitikers Ferdinand Hanusch (1866–1923) eingeführt und 1918 gesetzlich verankert. Seitdem wurde die Arbeitszeit weiter reduziert, am 1. Februar 1959 von 48 auf 45 Stunden und ab 1969 bis 1975 schrittweise auf 40 Stunden pro Woche. Ab 1985 gab es einzelne Branchen, die auch 38 Stunden pro Woche vereinbarten. (Quelle: Wikipedia) Während in fortschrittlichen Ländern die Arbeitszeit auf 6-Stunden am Tag bei weiterhin vollem Lohn gekürzt wird, sind in Österreich ab jetzt 12 Stunden-Arbeitstage ohne Mitsprache der ArbeitnehmerInnen möglich. Die Wirtschaft diktiert den Tagesablauf. Wer fleißig ist und mehr arbeitet, bekommt dafür weniger als zuvor, weil mit dieser Regelung die Überstundenzuschläge entfallen werden. Die Freiwilligkeit der ArbeitnehmerInnen wird beschränkt und sie werden zunehmend zu rechtlosen Produzenten, denen zudem kaum noch genug Lohn bezahlt werden soll, um auch Konsumenten sein zu können. Möglich sind zudem ab sofort 60-Stundenwochen. Nur die Zwänge des Wirtschaftswachstums

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entscheiden über die Wochenarbeitszeit von ArbeitnehmerInnen. Extrem sind auch die Auswüchse, wenn man die Verkürzung der Arbeitspausen im Tourismus von bisher 11 auf nur mehr 8 Stunden betrachtet. Von dieser Pause abzuziehen ist noch die zumutbare Wegzeit von 1 ½ Stunden pro Strecke. Um den Menschen Sand in die Augen zu streuen will man nun von rechts wegen arbeitslose Millionäre daran hindern, das System auszunutzen, indem man ihnen die Notstandshilfe streicht. Das bedeutet ganz nebenbei aber auch, dass jeder langzeitarbeitslose Mensch in Österreich, dessen Besitz mehr als 4200 € wert ist, diesen Besitz an den Staat abgeben wird müssen. Und Wirtschaftstreibende, die in Österreich künftig dabei erwischt werden, Schwarzarbeiter anzustellen, müssen nur noch etwa 850 € Strafe bezahlen. Damit ist, um es in den Worten des SPÖ-Parteivorsitzenden Christian Kern zu sagen, der Strafzettel billiger als das Parkticket. Dass Menschen, die „schwarz“ arbeiten, jedoch später jene sind, die entweder keine oder eine so niedrige Pension bekommen, dass alle Steuerzahler sie mitfinanzieren müssen, daran denkt diese Regierung keinen Augenblick. Das Versprechen des Herrn Kurz „Wir müssen die Steuerfluchtrouten schließen“ wird in, fast möchte man schon sagen, beeindruckend ineffizienter Weise umgesetzt. Denn es soll künftig weniger Steuerprüfer geben. Das bedeutet natürlich auch weniger Steuerprüfungen. Weniger Prüfungen bedeutet, dass aus den Steuerfluchtrouten regelrechte Steuerfluchtboulevards werden. Zudem kündigte die Regierung massive Kürzungen beim AMS an, um ein „echtes Nulldefizit“, an dem schon so viele Regierungen mit mehr Experten vor ihnen scheiterten, zu erreichen. Die AMS Beiträge sind Versicherungsbeiträge. Auch wenn es sich dabei um eine Pflichtversicherung handelt, haben die Beitragszahler ein Recht auf entsprechende Auszahlungsbeträge. Und gerade weil das so ist, steht die Regierung in der Pflicht, genau dafür Sorge zu tragen.

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Ja, die Menschen und ihr Leben gelten wenig, in dieser christlich-sozialen-Heimat Koalition. Man merkt das auch an oftmals kleinen Aktionen, die gesetzt werden. Auch wenn diese vordergründig manchmal Applaus verdienen, sind sie bei genauerer Betrachtung nichts als hässlicher Schein. Nach einem Winter vieler Niederschläge, teilweise extremer Kälte und sonstiger Wetterkapriolen war es zum Beispiel eine erfreuliche Nachricht, dass Innenminister Kickl sich auf seine Verantwortung gegenüber den Schwächsten konzentrierte und die längst überfällige Maßnahme zur Öffnung von Asylquartieren für frierende Obdachlose am letzten Tag des meteorologischen Winters verkündete. Die hier gezeichnete Wirklichkeit ist nur ein Teil, der „Meilensteine im Rückwärtsgang“, den Türkis-Blau uns passieren lassen. Weshalb das möglich ist, ohne einen großen Aufschrei, Widerstand und die Absetzung der Regierung nach Ende der Schonfrist von 100 Tagen, welche am 27.3. endete, zur Folge zu haben, erklärt sich ganz einfach damit, dass diese Regierung der eigentliche Herr über die alles andere als unabhängigen Medien ist. Zuerst kaufte sie diese durch die Schaltung sündteurer Anzeigen auf Kosten der Steuerzahler, die während des Wahlkampfes geschaltet wurden, dann übernahm sie sogar das einzige noch unabhängige Medium Österreichs, den ORF. Es begann mit einer journalistischen Unkorrektheit. Infrastrukturminister Hofer wurde in der TV-Berichterstattung als Gast des Verkehrsministergipfels in München nicht namentlich genannt. Die Folge davon ist die völlig überzogene Reaktion, welche letztlich das wohl objektivste österreichische Medium – den ORF – als solches zerschlagen und ebenfalls auf Regierungslinie bringen könnte. Bisher sind in der ORF Führungsspitze noch alle politischen Parteien gleichermaßen vertreten. Das hatte zur Folge, dass sich jeder Politiker, der in die Fänge des ORF geriet, von diesem unfair behandelt fühlte. Jetzt soll die GIS dem Privatsender OE24 zur Verfügung gestellt werden. Dass dieser mehr

als Türkis-Affin ist, beweisen nicht nur die großzügig einseitige Berichterstattung, sondern auch die ebenso einseitige Berichterstattung des dazugehörigen Blattes „Österreich“. Jetzt plant die Regierung, es Herrn Fellner durch einen sagenhaft unlauteren Zuschuss zu danken. Nachdem sie sich die 2/3-Mehrheit im ORF durch den Rauswurf einiger politisch Andersdenkender oder gar politisch neutraler Stiftungsräte gesichert haben, sind wohl nur die beiden Regierungsparteien zufrieden. Denn politisch einseitig gefärbte Medien bringen politisch einseitige Nachrichten. Nun mag mir so manche/r mehr oder weniger geneigte LeserIn vorwerfen, hier nur einseitig die negativen Aspekte herausgepickt zu haben. Ich kann jedoch nur antworten, dass es mir nicht gelungen ist, viel Positives zu finden. Und ich möchte der Regierung nicht die Möglichkeit nehmen, sich für diese via gekaufter Medien groß feiern zu lassen. Außerdem hat sich gerade Türkis einige der einflussreichten Medien gekauft, wodurch nur wenige Wahrheit in deren Propagandaähnlichen Kommentaren steckt. Als BürgerInnen sind wir jedoch berechtigt, die Wahrheit nicht nur zu erkennen, sondern auch (noch) zu äußern. Wer sich fragt, wie solche Maßnahmen von der breiten Masse unkommentiert im Alltagsgeschahen untergehen können, muss sich nur die strategisch stets immer dann wiederkehrende „Kopftuch-IslamAusländer-Debatte“ in Erinnerung rufen. Sie kommt immer genau dann auf die Tagesordnung, wenn ein anderes, wirklich Nachteile für die BürgerInnen bringende Maßnahme umgesetzt werden soll. Das Kopftuch des neuen Schweigekanzlers überdeckt alle anderen Themen und hindert uns daran, die wirklich wichtigen Informationen medial von den weniger wichtigen zu trennen. Wundert sich noch jemand, dass trotz EuGH Urteil die „Ehe für alle“ immer noch nicht umgesetzt ist. Text: Connie Hilber

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Gleichbehandlungsanwaltschaft

Offenheit gegenüber LGBTI* und die Grenzen der Meinungsfreiheit Nach wie vor besteht am Arbeitsplatz

noch nicht überall gegeben ist. Eine_r

ein hohes Maß an Diskriminierung ge-

von drei Betriebsrät_innen berichtete

genüber LGBTI*-Personen. Dies zeigen

davon, dass respektlose Witze oder an-

zwei im Vorjahr veröffentlichte Studien

dere Verächtlichmachungen vorgekom-

bzw. Umfragen leider sehr deutlich:

men sind, jede_r Sechste kennt Fälle

Im Juli 2017 wurde die deutsche Stu-

von Beschimpfungen und Abwertungen

die „Out im Office?!“ veröffentlicht. Sie

und jede_r Siebte Mobbing und Aus-

basiert auf Erhebungen des Instituts

grenzung.

für Diversity- & Antidiskriminierungsforschung in Kooperation mit der Hoch-

Freie

Meinungsäußerung

darf

das

schule Fresenius und der deutschen

Gleichbehandlungsgesetz nicht verlet-

Antidiskriminierungsstelle des Bundes.

zen

Die zentralen Befunde dieser Studie zeigen, dass lesbische und schwule

Nicht selten wird versucht, abwerten-

Beschäftigte zunehmend offener mit

de bzw. diskriminierende Äußerungen

ihrer sexuellen Orientierung umgehen.

gegenüber LGBTI*-Personen mit Be-

Zugleich ist aber die Zahl der Beschäf-

zug auf das Recht auf freie Meinungs-

tigten, die angeben, bereits Diskriminie-

äußerung zu rechtfertigen. Wegen der

rungen am Arbeitsplatz erlebt zu haben,

großen Praxisrelevanz präsentiert die

unverändert hoch.

Gleichbehandlungsanwaltschaft in die-

In Österreich wurden im März 2017 un-

ser Ausgabe ein spannendes Urteil zum

ter dem Titel „Sexuelle Orientierung und

Thema Diskriminierung auf Grund der

Identität im Betrieb“ von der AK Wien

sexuellen Orientierung in der Arbeits-

und dem ÖGB die Ergebnisse einer On-

welt, das die Grenzen der freien Mei-

line-Umfrage von Betriebsrät_innen ver-

nungsäußerung klarstellt und daher

öffentlicht. Auch wenn diese Befragung

für viele Betroffene von Interesse sein

nicht repräsentativ ist, gibt sie doch

könnte.

wichtige Einblicke zum Umgang mit LGBTI*-Personen am Arbeitsplatz in

Die Homosexualität eines Handelsan-

Österreich. Die Umfrage zeigt nämlich,

gestellten war in der Filiale, in der er

dass in vielen Unternehmen Offenheit

beschäftigt war, allgemein bekannt.

für LGBTI* herrscht, sie zeigt aber auch,

Zwei Arbeitskolleginnen unterhielten

dass ein offener Umgang bei weitem

sich in seiner Anwesenheit über eine

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www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at TV-Tanzsendung und den Auftritt von

ropäischen

zwei gleichgeschlechtlichen Tanzpart-

tion (MRK) verankerte Recht auf freie

Menschenrechtskonven-

nern. Eine Arbeitskollegin meinte dazu:

Meinungsäußerung geschützt sei. Das

„Schwule haben in der Öffentlichkeit

Oberlandesgericht Wien (OLG Wien vom

nicht zu tanzen, das schickt sich nicht.“

25.6.2013, 9 Ra 37/13x) folgte diesem

Ihre Gesprächspartnerin Frau K war

Einwand allerdings nicht, sondern stell-

auch dieser Meinung und ergänzte:

te vielmehr fest, dass nicht jede Äuße-

„Schwule brauchen sich in der Öffent-

rung im Sinne des Art 10 Abs 1 der MRK

lichkeit auch nicht zu küssen. So ein

als zulässig erachtet werden kann, weil

Verhalten hätte zur damaligen Zeit zu

diese Bestimmung sonst sinnentleert

Konsequenzen geführt“.

wäre. Außerdem stehe das Recht auf freie Meinungsäußerung unter Geset-

Der Handelsangestellte wandte sich an

zesvorbehalt und könne zum Schutz

die

Gleichbehandlungsanwaltschaft,

Anderer durch Gesetz eingeschränkt

um seine Rechte nach dem Gleichbe-

werden. Das Recht auf freie Meinungs-

handlungsgesetz

In

äußerung rechtfertige somit keinesfalls

der Folge wurde ein Verfahren vor der

Äußerungen, die dem Gleichbehand-

Gleichbehandlungskommission einge-

lungsgesetz widersprechen. Die von

leitet.

Frau K erhobene außerordentliche Re-

wahrzunehmen.

vision wurde vom Obersten Gerichtshof Nachdem die Gleichbehandlungskom-

nicht zugelassen.

mission (GBK II/N-136/11) festgestellt hatte, dass der Handelsangestellte von

Diese rechtliche Klarstellung ist für die

Frau K auf Grund seiner sexuellen Ori-

Arbeit

entierung belästigt worden war, machte

von besonderer Bedeutung, weil sich

er gerichtlich einen Schadenersatzan-

Personen, die diskriminierende Äuße-

spruch geltend. Das Arbeits- und Sozi-

rungen machen, immer wieder auf das

algericht Wien sah eine Belästigung auf

Recht auf freie Meinungsäußerung be-

Grund der sexuellen Orientierung nach

rufen.

dem Gleichbehandlungsgesetz als ge-

im

Gleichbehandlungsbereich

Text: Mag.a Katharina Raffl

geben an und sprach ihm einen Schadenersatz in der Höhe von 1.000,- Euro zu. Gegen diese Entscheidung wurde Berufung eingelegt. Diese Berufung stützte sich vor allem auf das Argument, dass Frau K durch das in Artikel 10 der Eu-

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Löwenherz

»Lesbische und schwule Selbstbehauptung – große Literatur« Garrard Conley: Boy Erased Autobiografische Erzählung Dt. v. André Hansen. CH/D 2018, 250 S., geb., € 25.70 Was bleibt, wenn einem alles genommen, wenn sogar die Identität ausradiert werden soll? Im sog. Bible Belt der USA: Ein Bekannter outet den 19-jährigen Garrard Conley gegen seinen Willen vor den Eltern als homosexuell. Seit Jahren schon kämpft Conley gegen die Scham, die ihm als einzigem Sohn eines Baptistenpredigers eingeimpft worden ist. Er selbst ist tief verwurzelt in einer christlich-fundamentalistischen Gemeinde, die die Bibel beim Wort nimmt, in der nichts geduldet wird, das nicht der unabänderlichen Norm entspricht. Stimmt er einer Konversionstherapie zu, einem kirchlichen Programm, das ihn in zwölf Schritten von seiner Homosexualität »heilen«, von unreinen Trieben säubern und aus ihm einen Ex-gay machen soll, oder riskiert er, seine Familie, seine Freunde zu verlieren?

Négar Djavadi: Desorientale D 2017, 400 S., geb., € 22.70 In ihrem autobiographischen Debütroman erzählt Négar Djavadi aus der Sicht ihres Alter Egos Kimiâ Sadr die Geschichte ihrer Familie, die aus Iran stammt. Ein zweiter Erzählstrang betrifft Kimiâ selbst und ihre Schwangerschaft. Die klappt nur mit Hilfe der Medizin und der Mann dazu ist auch nur geliehen Kimiâ liebt Frauen. In Teheran geboren und seit zehn Jahren im Pariser Exil,

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hat Kimiâ stets versucht, ihr Land, ihre Kultur, ihre Familie auf Abstand zu halten. Doch die Geister der Vergangenheit holen sie wieder ein, um in einem überwältigenden Bilderreigen die Geschichte der Familie Sadr in drei Generationen vor ihr abzuspulen: die Drangsale im Leben der Ahnen, ein Jahrzehnt der politischen Revolution, die Winkelgassen der Adoleszenz, berauschende Rockmusik, das schelmische Lächeln einer blonden Bassistin. Und dann gibt es, im dunklen Kern dieses atemberaubenden Romans über den Iran von gestern und das Frankreich von heute, noch eine furchtbare Geschichte zu erzählen.

Garth Greenwell: Was zu dir gehört Dt. v. Daniel Schreiber. D 2018, 240 S., geb., € 22.62 Ein schwuler amerikanischer Expat betritt die öffentlichen Toiletten des Kulturpalasts von Sofia, Bulgarien. Dort unten geht eigentlich niemand einfach nur so hin. Er trifft dort auf Mitko, der Charisma ausstrahlt und Gefahr. Der Amerikaner bezahlt Mitko für Sex und trifft ihn danach immer wieder, gefangen in seinem Begehren und in einer schwulen Beziehung, in der Zärtlichkeit jederzeit in Gewalt umzuschlagen droht. Und während er sich seiner komplizierten Vergangenheit stellen muss, kann er weder seinem Verlangen entkommen noch den Privilegien als Ausländer, die ihn von Mitko trennen. »Was zu dir gehört« ist ein schwuler Roman über die Macht von Scham und Sehnsucht sowie über eine Liebe entgegen jeder Wahrscheinlichkeit.

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www.loewenherz.at mehr Löwenherz-Themen auf: http://www.loewenherz.at/themenseiten.php Neu: Löwenherz-Themenseiten haben jetzt Filterfunktionen!

Sophie Herrndorf: Frag nicht nach gestern D 2018, 208 S., Broschur, € 15.32 Nach ihrem Aufenthalt in einem deutschen Gefängnis soll die 19-jährige Leonie nun den Rest ihrer Zeit in einem Resozialisationsprojekt in Finnland absitzen. Dort leben acht junge Frauen gemeinsam mit einer Sozialarbeiterin auf einem Hof an einem abgelegenen See. Leonie ist sehr skeptisch und beschließt abzuhauen, doch während sie ihre Fluchtpläne schmiedet, gibt sie vor, sich mit den Gegebenheiten zu arrangieren. Dabei lernt sie ihre Mitgefangenen besser kennen und freundet sich mit einigen an. Besonders zu Mia baut Leonie ein enges Verhältnis auf, denn Mia scheint ganz anders zu sein als die anderen, und so drängt sich Leonie die Frage auf: Warum ist Mia überhaupt im Camp? Doch die Antwort behält Mia für sich. Im Laufe der ersten Monate wird Leonie klar, dass Mia mehr für sie bedeutet, als sie sich eingestehen will.

den Gefängnissen der Machthaber gefoltert wird, streift er durch die Slums seiner Stadt. Nach Hause zu gehen wagt er nicht, denn seine Großmutter hat sein unaussprechliches Geheimnis entdeckt: ihn im Bett mit einem anderen Mann. Während die wichtigsten Beziehungen in seinem Leben zu zerbrechen drohen, muss Rasa seinen Platz in einer Gesellschaft finden, die ihn vielleicht niemals akzeptieren wird.

Saleem Haddad: Guapa Dt. v. Andreas Diesel. D 2017, 400 S., Broschur, € 17.47 24 Stunden, die alles im Leben des jungen schwulen Rasa verändern: In einem namenlosen Land im Nahen Osten erschüttern gewaltsame Proteste die politische Ordnung. Der Arabische Frühling steht am Scheideweg zwischen Militärdiktatur und islamischem Regime. Und auch Rasas Welt gerät völlig aus den Fugen. Auf der Suche nach seinem besten Freund, der in

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Courage

Ein Einblick in die Erlebnispädagogik- als Handlungsfeld Sozialer und Pädagogischer Arbeit Erlebnispädagogik verbindet gemeinsames Erleben und Abenteuer, mit sozialem, individuellem Lernen auf Grundlage von Spielen oder sportlichen Aktivitäten. Als Handlungsraum werden Naturlandschaften gewählt. Handlungsmöglichkeiten können erweitert werden in dem gemeinsames, kooperatives Handeln in den Vordergrund gestellt wird. Soziales Lernen fördert auf spannende Art und Weise das Entdecken bisher unbemerkter, in der Person schlummernder Fähigkeiten. Dabei kann den Teilnehmer*innen auch zugemutet werden, sich auf neues, ungewohntes Lernterrain vorzuwagen. Dies natürlich immer unter Einhaltung der Freiwilligkeit und unter Berücksichtigung der individuellen Grenzen und Schaffung eines Rahmens, der die Sicherheit der TeilnehmerInnen gewährleistet. Im Vordergrund steht der Spaß der motivierend wirkt, so dass auch neue Herausforderungen bewältigt werden können. Die Gruppendynamik wirkt auf einen Kreis von Personen mit sehr individuellen Voraussetzungen und Erfahrungsschätzen. Diese Personen stellen sich als Team den gestellten Aufgaben. Dabei werden die individuellen Stärken genutzt und gleichzeitig muss Rücksicht auf die Schwächen der Akteur*innen genommen werden. Daraus ergibt sich ein Prozess der Abstimmung von unterschiedlichem Engagement und selbst dosierter Gewichtung des physischen, kognitiven, und emotionalen Einsatzes der Beteiligten.

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Jede/r trägt bei, was möglich und gewollt ist. Das Bewältigen gemeinsamer Aufgaben und Problemstellungen in der Gruppe, bringt auch Konflikte mit sich, denen sich die Teilnehmenden stellen müssen. Auf Basis der unterschiedlichen Herangehensweisen und individuellen Passungen des Aktivitätslevels werden diese bewältigt. Erlebnispädagogisches Handeln soll spontane Entwicklungen unter Berücksichtigung der Bedürfnisse und Wünsche der teilnehmenden Personen möglich machen. Es kann Raum für Persönlichkeitsentwicklung geschaffen werden, der sich zwischen den Polen Autonomie und Gemeinschaft Platz schafft. Die Teilnehmer*innen können einerseits Mut entwickeln, aber auch ihre ganz persönlichen Grenzen erkennen und annehmen lernen. Alle genannten Faktoren begünstigen die Förderung von Handlungskompetenz, Erlebensfähigkeit (Körpergefühl, Genuss, Gefühle, Bedürfnisse), Selbstwertgefühl, Kommunikationsfähigkeit, Interaktionsfähigkeit, Sensibilität, so wie Selbstkontrolle. Die anleitende Person hat eine Reihe von Herausforderungen zu bewältigen. Es müssen individuelle Lernwege zugelassen und gefördert werden. Dabei muss die anleitende Person den Prozess begleiten, während die Teilehmer*innen Inhalte entwickeln und die Ergebnisse erarbeiten. Anleitung bedeutet gute Planung, eine verständliche Präsentation der Inhalte, gute Begleitung so wie Beobachtung in der Aktion und ausreichend Raum zur Reflexion im Zuge der Nachbereitung. www.rainbowunited.at


www.courage-beratung.at Erlebnispädagogik versucht vorhandene Strukturen in der Natur zu nutzen und natürliche Gegebenheiten erlebbar zu machen. Dabei kann sich die Person als Teil der Natur wahrnehmen und mit ihr in Resonanz gehen. Es wird davon ausgegangen, dass in der Natur angeeignete Erfahrungen besonders prägend sind und sich der Aufenthalt in natürlichen Landschaften stark positiv auf die Psyche des Menschen auswirkt.

Ziel unseres YOUNG TRANS* INTER* CAMPs ist es, Räume und Möglichkeiten zu schaffen, sich ungezwungen auszuprobieren, einfach „ich selbst“ zu sein und dabei ernst genommen und respektiert zu werden. Anmeldung unter: www.courage-beratung.at/projekte Restplätze verfügbar!

Methodisch kommen Abenteuerspiele, Rituale und Teilaspekte verschiedenster Sportarten zur Anwendung. Auch für Personen mit besonderen Bedürfnissen und als Möglichkeit der Inklusion kann erlebnispädagogisches Arbeiten eingesetzt werden.

Ganz im Sinne der erlebnispädagogischen Herangehensweise hat die COURAGE* für das Jahr 2018 etwas Einzigartiges geplant: Das YOUNG TRANS* INTER* CAMP Das YOUNG TRANS* INTER* CAMP wird vom 19. bis 22. Juli 2018 im wunderschönen Neutal, mitten im Herzen Burgenlands stattfinden. Es ist das erste österreichische Freizeitcamp für Trans* Inter* Kinder und Jugendliche im Alter zwischen 10 und 22 Jahren. Wir bieten einen geschützten Rahmen und laden zu altersgerechten Gruppenarbeiten und Workshops sowie gemeinsamen Freizeit- und Sportaktivitäten ein. Das Camp ist für alle deutschsprachigen Trans* und Inter* Kinder und Jugendliche offen! Das Team vor Ort wird aus 10 bis 15 geschulten Fachpersonen (Psychotherapeut*innen, Sozialpädagog*innen, Berater*innen etc.) bestehen, welche erfahren sind in der Begleitung von transident/ genderdysphorisch empfindenden bzw. intergeschlechtlichen Kindern und Jugendlichen.

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KONTAKT: COURAGE Innsbruck Salurner Straße 15 / 2. St./ (Casino-Hilton-Passage) A 6020 Innsbruck Tel.: +43(0)699/166 166 63 innsbruck@courage-beratung.at www.courage-beratung.at

Text: DSA Peter Hofer/ COURAGE Bilder: Peter Hofer, ParaDox [CC BY-SA 2.5 (https:// creativecommons.org/licenses/by-sa/2.5)], from Wikimedia Commons Literatur: über COURAGE erhältlich

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GRÜNE Andersrum Tirol

Für die meisten ist der Sommer Hauptreisezeit. „Die ganze Welt steht uns heutzutage offen“ klingt verführerisch und ist dank immer besserer und günstigerer Transportmöglichkeiten sowie fallenden Preisen für Unterkünfte auf den ersten Blick wahr… jedoch steht sie manchen offener als anderen. LGBTIQ*s sollten sich vor einer Reise genau darüber informieren, wie liberal die Traumdestination ihnen gegenüber eingestellt ist. Leider gibt es noch immer zahlreiche Länder, in denen wir wegen der unterschiedlichsten Gründe auf Vorurteile treffen oder gar verfolgt werden. Und wer will schon, in der hoffentlich schönsten Zeit des Jahres, ständig über die Schulter blicken müssen. In vielen Ländern und Städten der Welt ist das zum Glück mittlerweile nicht mehr nötig. Bei weitem nicht überall stoßen LGBTIQ*s auf Intoleranz und Gewalt. Wer sich auf den eigenen Reisen nicht verstecken möchte, sollte das Ziel jedoch nicht gänzlich unbedacht wählen. Die Auswahl an Orten, wo Offenheit und Toleranz gelebt werden, wächst glücklicherweise beständig. Verschiedene Organisationen und Reiseanbieter*innen haben es sich zur Aufgabe gemacht, regelmäßig die LGBTIQ*freundlichsten Destinationen zu ermitteln. Sowohl positive als auch negative Punkte

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fließen in die Bewertung ein und am Ende gibt es für uns jährlich neue Listen mit (best)möglichen Reisezielen. Verglichen wird beispielsweise der grundsätzliche Umgang mit Diskriminierung, ob wir dort heiraten dürfen und ob Gleichstellung im Adoptions- sowie Arbeitsrecht besteht. Negativ wirkt es sich hingegen aus, wenn Prides verboten werden oder spezieller Polizeischutz erforderlich ist, LGBTIQ*s häufig von negativen Erfahrungen berichten oder Homosexualität gar unter Strafe steht. Letzteres betrifft unfassbarer Weise 72 Staaten. In 13 Ländern droht sogar die Todesstrafe.

Keinerlei bis minimale Befürchtungen muss man hingegen in 125 Staaten haben, was durchaus erfreulich ist – selbstverständlich wären 100% das Ideal. Bei den Negativbeispielen hat sich im Ranking zum vergangenen Jahr nicht viel verändert und

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www.tirol-andersrum.at die „üblichen Verdächtigen“ Afghanistan, Kamerun, Katar, Libyen, Malawi, Jemand, Ver. Arab. Emirate, Iran, Saudi-Arabien, Somalia und Tschetschenien bilden das Ende der Liste. Aber es gibt diesbezüglich auch Überraschungen. So stützt zum Beispiel Bermuda um etliche Plätze ab, wo die Ehegleichstellung kürzlich gestoppt wurde, obwohl der Oberste Gerichtshof diese Ende 2017 einführen wollte. Davon betroffen ist vor allem die Kreuzfahrtbranche, welche die durchaus beliebten „Hochzeiten auf See“ unter der Flagge Bermudas (immerhin 10% aller Kreuzfahrten) nicht mehr anbieten kann. Aber kommen wir zu den positiven Beispielen. Die Gesamtpunktzahl (10) erreichen heuer gleich zwei Länder, Kanada und Schweden. Direkt dahinter folgen mit 9 Punkten Belgien, Dänemark, Deutschland, Finnland, Frankreich, Großbritannien, Holland, Island, Neuseeland, Norwegen und Spanien. Vor allem die Tatsache, dass einige davon ein Verbot von Diskriminierung aufgrund der sexuellen Orientierung in ihrer Verfassung festgehalten haben, bescherte Extrapunkte.

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Es gilt: LGBTIQ*s, die weltweit pro Jahr immerhin um die 165 Milliarden Euro als Tourist*innen ausgeben, sollten sich vor einer Reise grundsätzlich, im Sinne der eigenen Sicherheit und Unversehrtheit, genau über die gesellschaftliche und Gesetzeslage im Zielland erkundigen. Und für alle heterosexuellen Urlauber*innen sollte sich die Frage stellen, ob sie ihr Geld ruhigen Gewissens in Staaten tragen können, deren Regierungen, Gesetzte und Bewohner*innen Intoleranz in hohem Maße bedienen. Last but not least, Österreich befindet sich im diesjährigen Ranking mit 8 Punkten auf Platz 15, gemeinsam mit Gibraltar, Griechenland, Grönland, Irland, Luxemburg und Uruguay. Text: Thomas Lechleitner Bilder: Grüne Andersrum

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Frauenzentrum AFLZ

Lesben Raus! Buchpräsentation mit Journalistin Stephanie Kuhnen Innsbruck, am 24.02.2018 – Etwa zehn Prozent der Europäer*innen leben laut Dalia Research 2016 anders als „ausschließlich heterosexuell“. In Österreich sind es 6,2 Pro-zent, die sich als lesbisch, schwul, bisexuell oder transgeschlechtlich (LGBT) bezeichen. Dabei überwiegen Lesben deutlich, doch eine steigende lesbische Präsenz blieb bislang aus. Bei der Buchpräsentation von Stephanie Kuhnen am 24. Februar 2018 im autonomen FrauenLesbenZentrum Innsbruck wurde über die Sichtbarkeit lesbischer Frauen diskutiert. In der aktuellen Publikation gibt Journalistin und Herausgeberin Stephanie Kuhnen 28 Autor*innen eine Stimme, die das Thema lesbischer Sichtbarkeit aus unterschiedlichen Perspektiven beleuchten und den Fragen nachgehen, wo denn lesbische Frauen und Transgender sichtbar werden, welche Vor- und welche Nach¬teile eine erhöhte Sichtbarkeit mit sich bringt, was zur „Unsichtbarkeit“ führt und wie mehr Sicht¬bar¬keit in allen Bereichen der Gesellschaft hergestellt werden kann.

„Wesentlich für lesbische Sichtbarkeit ist zunächst die Frage nach dem Selbst¬verständnis von Lesben, das mit der Eigenbezeichnung beginnt. Diese reichen von „Lesbe“ zu „Dyke“, von „frauenliebend“ zu „homosexuell“ mit und ohne Transhintergrund etc. Wie sprechen wir von einem „wir“ und wer gehört alles dazu? Lesben* sind nicht einfach die „andere“ Hälfte von homosexuell. Sichtbarkeit braucht aber auch Schutz und Sicher-

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heit. „Out and proud“ ist nicht für jede Frau, jederzeit und in jeder Region möglich, wenn es Anfeindungen und Benachteiligung gibt. Auch aus eigener Erfahrung kann ich sagen: je sichtbarer, desto härter weht der Gegenwind, immer noch und wieder. Das darf man nicht beschönigen. Von einer Normalisierung weiblicher Homosexualität sind wir gesellschaftlich noch sehr weit entfernt, und es ist unwahrscheinlich, dass das als Minderheit überhaupt erreichbar ist. Neben dem politischen Erstreiten von Diskriminierungsfreiheit und Teilhabe ist es daher immanent wichtig, gemeinsame Räume zu haben, um sich gegenseitig zu bestärken, Visionen und Selbstverständnisse zu bilden. Und letztlich damit an eine Zivilgesellschaft zu appellieren, dass eine tatsächliche Vielfalt eine Demokratie erst stark macht.“ so Autorin und Herausgeberin Stephanie Kuhnen im Innsbrucker AFLZ über lesbische Sichtbarkeit und den Wert einer vielfältigen Gesellschaft. Das autonome FrauenLesbenZentrum ist ein selbstorganisierter Frauenraum, ein Zentrum mit Café und vielfältigen Veranstaltungen, das vor über dreißig Jahren gegründet wurde und der „Zweiten Frauenbewegung“ zuzuordnen ist. Auch mit der Arbeit des Zentrums selbst wird LesbischSein sichtbarer gemacht. Zur Publikation: Stephanie Kuhnen (Hg.) (2017): Lesben raus! – Für mehr lesbische Sichtbarkeit. www.rainbowunited.at


www.frauenlesbenzentrum.at Mit Beiträgen von Christoph R. Alms, Gwendolin Altenhöfer, Monika Barz, Gabriele Bischoff, Birgit Bosold, Maria Braig, Carolina Brauckmann, Maria Bühner, Traude Bührmann, Lovis Cassaris, Stephanie Gerlach, Max Helmich, Doris Hermanns, Angela Jäger, Manuela Kay, Ria Klug, Juliane Kronen, Stephanie Kuhnen, Mariella Müller, Eva von Redecker, Babette Reicherdt, Jenny Renner, Corinne Rufli, Lili Sommerfeld, Gabi Stummer, Pia Thilmann, Simone Tichter und Judith Völkel.

Zur Person: Die Journalistin und Fundraiserin Stephanie Kuhnen, Jahrgang 1969, lebt seit 1997 in Berlin. Sie arbeitet schwerpunktmäßig zu den Themen Genderpolitiken, Lesbengeschichte und -kultur, lesbische und schwule Biografien, LSBTIQ-Menschenrechte und antifeministischer Rechtspopulismus. Zuletzt erschienen im Querverlag „Lesben raus! – Für mehr lesbische Sichtbarkeit“ (September 2017) hergestellt werden? Mit Beiträgen von Christoph R. Alms, Gwendolin Altenhöfer, Monika Barz, Gabriele Bischoff, Birgit Bosold, Maria Braig, Carolina Brauckmann, Maria Bühner, Traude Bührmann, Lovis Cassaris, Stephanie Gerlach, Max Helmich, Doris Hermanns, Angela Jäger, Manuela Kay, Ria Klug, Juliane Kronen, Stephanie Kuhnen, Mariella Müller, Eva von Redecker, Babette Reicherdt, Jenny Renner, Corinne Rufli, Lili Sommerfeld, Gabi Stummer, Pia Thilmann, Simone Tichter und Judith Völkel

Öffnungszeiten Dienstag -19.00-23.00 Freitag - 19.30-24.00 rainbowUNITED Ausgabe 18/02 vom 15.05.2018

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REGENBOGEN Splitter wieder zu beschneiden. Dabei spielt offenbar die ÖVP-Nationalratsabgeordnete Gudrun Kugler eine wichtige Rolle – und das Geld von Carlos Slim, dem Mehrheitsaktionär der Telekom Austria, und einem russischen Oligarchen, der die FPÖ unterstützt. ITALIEN Zum ersten Mal in Italien hat ein Standesamt ein Neugeborenes mit zwei Müttern eingetragen. Das Standesamt von Turin hat bei insgesamt drei Kindern homosexueller Paare beide Elternteile als Mutter beziehungsweise Vater registriert. SCHWEIZ In der Schweiz interessiert sich die rechtspopulistische SVP für das Schicksal von LGBT-Flüchtlingen – allerdings wohl vor allem, um damit ihre Vorurteile gegen alle anderen Flüchtlinge bestätigen zu können. DEUTSCHLAND In Rostock ermittelt die Polizei gegen einen Mann, der im Internet zu einem Brandanschlag gegen eine Gay- Bar aufgerufen haben soll. Das berichtet die Schweriner Volkszeitung (SVZ). Grund dafür: Das Lokal hat ein Mitglied der rechtspopulistischen „Alternative für Deutschland“ (AfD) rausgeschmissen. USA Die US-Küstenwache, eine der fünf Teilstreitkräfte des Militärs, stellt sich gegen das Verbot von Trans-Personen in der eigenen Organisation. Man fühle sich verpflichtet, Trans-Personen die Möglichkeit zu geben, in der Küstenwache zu dienen, erklärte Kommandant Admiral Paul Zukunft vor US-Abgeordneten. EUROPA In ganz Europa versuchen christliche Fundamentalisten, die Rechte für Lesben, Schwule, Bisexuelle oder Transsexuelle

DEUTSCHLAND In Berlin hat das zuständige Ordnungsamt zwei der beliebtesten Darkrooms im Nollendorfkiez geschlossen. Grund dafür sind dass die Behörden nach dem Brand in der „Steam Works“-Sauna die Sicherheitsbestimmungen strenger kontrollieren. Bei dem Feuer im Februar 2017 waren drei Männer ums Leben gekommen. ÖSTERREICH Dass auf der FPÖ-nahen Plattform unzensuriert.at immer wieder gegen Schwule gehetzt wird, ist nichts Neues. Dementsprechend menschenverachtend sind deshalb auch die Kommentare der User zu einer Meldung über das Coming Out von Conchita als HIV-positiv. Nun fordern die Grünen Konsequenzen von der Regierungspartei. USA Barbara Bush, die ehemalige First Lady der USA, ist tot. Sie starb am Dienstag im Alter von 92 Jahren. Die Ehefrau des früheren republikanischen US-Präsidenten George H. W. Bush und Mutter von George W. Bush hatte sich zuvor gegen weitere medizinische Behandlungen entschieden. Ihre Position gegenüber sexuellen Minderheiten war für eine konservative Republikanerin überraschend offen. Quelle: ggg.at

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REGENBOGEN Splitter

CHRISTOPHER STREET DAY

MEILEN STEINE

PARADE & PARKFEST

02.06.2018

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UNITED Cooking Ab jetzt gibt es wieder frischen Spargel, jede Menge Kräuter und natürlich die so geliebten Erdbeeren!

Dillsauce Man nimmt 100 g 2 EL 0,3 l 250 g 1 Bund

Butter Mehl Wasser oder Suppe Sauerrahm (1 Becher) frischer Dill Salz, Pfeffer, Zitronensaft

Die Butter zerlassen und das Mehl darin anschwitzen, dann mit heißem Wasser oder Suppe aufgießen und gut rühren, damit sich keine Klumpen bilden. Dann den gehackten Dill dazugeben und einige Minuten kochen lassen. Nun den Rahm ein-

rühren - mit Salz, Pfeffer und Zitronensaft abschmecken und danach nur mehr warmhalten, nicht mehr kochen lassen! Paßt besonders gut zu Lachs oder gekochtem Rindfleisch mit Kartoffeln.

Spargelsalat mit Rucola Man nimmt 700 g 150 g 70 g 150 g 1 6 EL 3 EL 2 TL

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weißer Spargel Rucola Pinienkerne getrocknete Tomaten, in Öl eingelegt große ungespritzte Zitrone Olivenöl Balasamico Essig Zucker Salz und Pfeffer

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UNITED Cooking Den Spargel schälen und die holzigen Enden entfernen. Den Rucola waschen und trocknen. Die Tomaten aus dem Glas nehmen, abtropfen lassen und in Streifen schneiden. Die Zitrone abwaschen und die Schale abreiben den Saft der Zitrone auspressen. Einen großen Topf ca. 3 cm hoch mit Wasser füllen. Wasser zum Kochen bringen. Den geschälten Spargel in den Topf geben und mit reichlich Salz und Zucker würzen. 15 Minuten kochen, bis der Spargel weich ist, danach das Wasser abgießen und den Spargel abkühlen lassen.

Eine kleine Pfanne erhitzen. Pinienkerne bei mittlerer Hitze ohne Öl anrösten. Olivenöl, Balsamico Essig, Zitronensaft und Zitronenschale in einer kleinen Schüssel vermengen. 1 TL Zucker hinzugeben und umrühren, bis sich der Zucker aufgelöst hat. Mit Salz und Pfeffer abschmecken. Die Stangen des abgekühlten Spargels jeweils dritteln. Spargelstücke, Rucola und getrocknete Tomaten auf zwei Tellern anrichten. Mit den gerösteten Pinienkernen garnieren und mit dem Dressing beträufeln.

Erdbeerroulade Man nimmt 5 20 g 70 g 40 g 40 g 500 g 250 ml

Eier geschmolzene Butter Kristallzucker glattes Mehl Stärkemehl Erdbeeren Schlagobers

Das kalte Eiklar in einer ebenfalls kalten Schüssel mit Kristall- und Vanillezucker sowie einer Priese Salz zu einem cremigen Schnee schlagen. Die Eidotter untermengen, Butter einrühren und mit Stärkemehl versiebtes Mehl vorsichtig unter den Schnee ziehen. Die Masse auf ein mit Backpapier ausgelegtes Backblech etwa fingerhoch aufstreichen. Im vorgeheizten Backrohr bei 220°C 8-10 Minuten backen, bis die Oberfläche gerade angetrocknet ist.

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Herausnehmen und auf ein mit Staubzucker bestreutes Geschirrtuch stürzen, dann das Backpapier vorsichtig abziehen. Die Roulade locker einrollen, in Backpapier wickeln und darin auskühlen lassen. In der Zwischenzeit die Erdbeeren in Stücke schneiden und das Schlagobers mit dem Zucker steif schlagen. Das ausgekühlte Biskuit wieder aufrollen, mit Erdbeermarmelade bestreichen und mit Schlagobers und den Erdbeerstücken belegen. Zu einer schönen Roulade einrollen und mit Zucker bestreuen.

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Stadtplan 1

GRUPPEN

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1 HOSI-Tirol Homosexuelle Initiative Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 office@hositirol.at www.hositirol.at

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1 Redaktion Rainbow UNITED c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck redaktion@rainbowunited.at www.rainbowunited.at 1 Verein CSD-Innsbruck c/o HOSI Tirol Kapuzinergasse 43 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/587 586 office@csd-innsbruck.at www.csd-innsbruck.at 2 SoHo Tirol Salurnerstraße 2/4/403 6020 Innsbruck Tel: 0699/12903606 soho-tirol@gmx.at www.soho.or.at 3 Grüne Andersrum Tirol Ing.-Etzel-Straße 9 6020 Innsbruck Tel: 0664/1869128 tirol-andersrum@gruene.at www.tirol-andersrum.at VAIR Verein für Akzeptanz, Inklusion und Respekt Technikerstraße 5/5 6020 Innsbruck www.vair.at

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FRAUEN 4 Autonomes Frauen Lesben Zentrum & Café Anchorage Liebeneggstraße 15 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/58 08 39 info@frauenlesbenzentrum.at www.frauenlesbenzentrum.at

BERATUNG 5 Beratungsstelle Courage Salurnerstraße 15, 2. Stock 6020 Innsbruck Tel: 0669/166 166 63 innsbruck@courage-beratung.at www.courage-beratung.at 6 Männerberatung Mannsbilder Anichstraße 11 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/57 66 44 beratung@mannsbilder.at www.mannsbilder.at

© OpenStreetMap

7 Psychotherapiepraxis Dr. Ulrike Paul Neuhauserstraße 13a 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 90 48 52 praxis@ulrikepaul.at www.ulrikepaul.at 8 Visionmove Institut für Bewegung und Entwicklung Dipl. Physiotherapeutin Mag.a Angela Popelar Schmiedgasse 9/1 6020 Innsbruck Tel: 0699/10 86 22 41 visionmove@gmx.at 9 Gleichbehandlungsanwaltschaft, Regionalbüro Tirol, Salzburg, Vorarlberg Leipziger Platz 2 6020 Innsbruck Tel: 0512/343032 Fax: 0512/343032-10 ibk.gaw@bka.gv.at www.gleichbehandlungsanwaltschaft.at

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Adressen 10 Psychologische Beratungsstelle für Studierende Schöpfstraße 3 6020 Innsbruck www.studentenberatung.at Evangelische Auferstehungskirche Pfr.in Assunta Kautzky Gutshofweg 8 6020 Innsbruck Tel: 0512-34 44 11

GESUNDHEIT 12 Aids-Hilfe Tirol Kaiser-Josefstraße 13 6020 Innsbruck Tel/Fax: 0512/563 621 tirol@aidshilfen.at www.aidshilfe-tirol.at

ChillIn Oskar Pirlo-Straße 11 6330 Kufstein www.chillin.at

CLUBBING

19 Queerattack! VAZ Hafen 13 Dr. med. Petra Lugger Innrain 149 Fachärztin für Chirurgie 6020 Innsbruck - Viszeralchirurgie, GesundTermine auf www.hositirol.at heitswissenschaftlerin pfarramt.innsbruck@auferstehungskirche.at MEDICENT Innsbruck www.auferstehungskirche.at 17 Bacchus Innrain 143 Salurnerstraße 18 6020 Innsbruck Verein Vielfalt 6020 Innsbruck Tel: 0512/90 10 50 40 Verein zur Unterstützung www.bacchus-tirol.at Mobil: 0664/23 45 828 und Vernetzung von LGBT* mail: chirurgie@dr-lugger.at und Regenbogenfamilien in www.dr-lugger.at Vorarlberg und Tirol UNTERKUNFT www.vielfalt.or.at LOKALE Alpenhotel Tirolerhof office@vielfalt.or.at Clemens-Holzmeister Str. 38 14 Dom Café-Bar A-6166 Fulpmes Pfarrgasse 3 Tel: +43 5225 62422 RECHT 6020 Innsbruck Fax: +43 5225 62422161 www.domcafe.at info@tirolerhof-fulpmes.at 11 Rechtsanwältin www.tirolerhof-fulpmes.at Dr. Tanja Sporrer 15 M+M Bar LL.M. European Law Innstraße 45 Haus Romeo Rechtsanwältin und 6020 Innsbruck Blaiken 71 Europarechtsexpertin www.mm-bar.at 6351 Scheffau am Wilden Templstraße 22 Kaiser 6020 Innsbruck 16 Uni-Café Tel: 05358/43 131 Tel: 0512/ 58 11 64 Innrain 55 Fax: 05358/43 131 32 Fax: 0512/58 11 65 6020 Innsbruck info@hausromeo.at office@ra-sporrer.at www.hausromeo.at www.ra-sporrer.at 17 EASY Bar Salurnerstraße 18 Villa-Bella-Vista 6020 Innsbruck Reith 245 6391 St. Jakob in Haus 18 Schickeria Tel: 05354/88 792 Maria-Theresien-Straße 49 info@villa-bellavista.com 6020 Innsbruck www.villa-bellavista.com www.schickeria.party 20 Cafe-Bar DANZN Maximilianstraße 5 6020 Innsbruck rainbowUNITED Ausgabe 18/02 vom 15.05.2018

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Termine MAI / JUNI 2018 Donnerstag, 17.05.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 19.05.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 24.05.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 31.05.2018 ab 17:00 Uhr CSD OPENING - OFFENER ABEND Komm vorbei und feiere mit uns den Start des CSD Weekends Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und ein leckeres Salatbuffet. HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 01.06.2018 ab 19:30 Uhr Diskussionsabend der SOHO Tirol Mit dem SOHO Bundessprecher und Abgeordneten zum Nationalrat Mario Lindner. Restaurant HaPoel, Universitätsstraße 18, Innsbruck Freitag, 01.06.2018 ab 20:30 Uhr GAY FETISH INNSBRUCK - men only Als Gäste begrüßen wir wieder unsere Freunde des MLC-München, allen voran den amtierenden Bavarian Mr. Leather 2018 Robert Heckmann Raus aus dem Alltag und rein in die Fetischklamotten. HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 02.06.2018 14.00 - 15.00 Uhr CSD Innsbruck 2018 – Parade Vom Adolf-Pichler-Platz über Maximilianstr., Maria-Theresienstr., Museumstr. zum Rapoldipark Zwischenkundgebung vor dem Rathaus bei der Anna-Säule

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Samstag, 02.06.2018 12.00 - 22.00 Uhr CSD Innsbruck 2018 – Parkfest Genauere Infos siehe Seite 6 und 7, www.csd-innsbruck.at oder im CSD Programmheft Rapoldipark, Leipzigerplatz, Innsbruck Samstag, 02.06.2018 21:00 - 4:00 Uhr QUEERATTACK! – offizielle Afterparty des CSD Innsbruck Tirols Clubnacht für les-bi-schwul, transX & friends VAZ Hafen, Innrain 149, Innsbruck Sonntag, 03.06.2018 ab 9:00 Uhr CSD Katerfrühstück Nach dem anstrengenden CSD Wochenende braucht es ein deftiges, vitaminreiches Frühstück! HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Sonntag, 03.06.2018 ab 14:00 Uhr CSD Chill Out Beim gemütlichen Chillen das CSD Wochenende ausklingen lassen. Für Hungrige gibt es am Abend Fleischlaibchen mit Kartoffelsalat. HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 07.06.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Freitag, 08.06.2018 20:00 - 22:00 Uhr TRANSGENDERTREFF Umziehmöglichkeit vorhanden HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 14.06.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

www.rainbowunited.at


Termine Samstag, 16.06.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag, 21.07.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 21.06.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 26.07.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 28.06.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

JULI 2018 Donnerstag, 05.07.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 07.07.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

AUGUST 2018 Donnerstag, 02.08.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Samstag, 04.08.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck Donnerstag, 09.08.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 12.07.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 16.08.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Freitag, 13.07.2018 20:00 - 22:00 Uhr TRANSGENDERTREFF Umziehmöglichkeit vorhanden HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Samstag, 18.08.2018 ab 15:00 Uhr JuB aktiv –die Jugendgruppe HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Donnerstag, 19.07.2018 ab 19:00 Uhr OFFENER ABEND Es gibt reichlich schmackhaftes vom Grill, hausgemachte Saucen und Salatbuffet HOSI Tirol, Kapuzinergasse 43, Innsbruck

Radiosendungen der Aids Hilfe Tirol Radio FREIRAD (www.freirad.at) 24.05. / 28.06. / 26.07. / 23. 08 jeweils 20 - 21 Uhr

rainbowUNITED Ausgabe 18/02 vom 15.05.2018

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Regenbogenshop

„CSD Edition“

€ 2,00 Magnetband (1865) 1,3 x 42 cm Versandkosten € 3,50

€ 6,00 Gürtel (7610) ca. 3,5 mal 120 cm Versandkosten € 3,50

€ 25,00 Strandtuch (4250) 70 x 140 cm Versandkosten € 5,50

€ 15,00 Handtuch (7210) 50 x 100 mm Versandkosten € 5,50

Versandkosten € 3,50

Hosenträger (7520) Universalgröße Versandkosten € 3,50

€ 3,50 Schlüsselband (1520) 90 cm lang, mit Karabiner Versandkosten € 3,50

€ 2,00

€ 15,00 Federboa (7640) ca. 180 cm lang

€ 12,00

Hawaikette (7650) Umfang 100 cm Versandkosten € 3,50

DIREKT ZUM ONLINE SHOP Du kannst die Artikel unter www.rainbowunited.at/shop bestellen Dort findest du das gesamte Sortiment - auch erhältlich in der HOSI-Tirol, Kapuzinergasse 43, 6020 Innsbruck - jeweils Donnerstag ab 19 Uhr

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Rainbow UNITED 2018/2 - Nr. 14  

Rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...

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Rainbow UNITED ist das periodisch erscheinende Vereinsmagazin der HOSI Tirol. Gemäß den Statuten bezweckt der gemeinnützige Verein die Angle...

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