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Wälder unter Stress

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Profis in der Pflege auf der Bühne MALS - Einen anschaulichen, konkreten und realistischen Einblick in die Arbeit des Pflegepersonals in Wohn- und Pflegeheimen erhielten die Schülerinnen und Schüler des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums am Oberschulzentrum Mals sowie weitere Interessierte bei einer nicht alltäglichen Vorführung am 29. Mai in der Aula Magna des OSZ. Knapp 40 Mitarbeiterinnen des Wohn- und Pflegeheims St. Sisinius in Laas und des Altenund Pflegeheims in Schluderns hatten sich im Zeitraum von November 2023 bis Mai 2024 unter dem Motto „Licht in mein Dunkel - Teamarbeit im Pflegeberuf“ in 8 Workshops mit unterschiedlichen Inhalten befasst. Die Palette reichte von Selbstverantwortung und Umgang mit Stress bis hin zu

Gruppenbild im Anschluss an die Abschlusspräsentation.

Teambildung, Kommunikation, Zielfindung und Fremdwahrnehmung. Dass sie nicht nur Profis in der Pflege sind, sondern sich auch auf der Bühne nicht zu verstecken brauchen, haben die Pflegerinnen bei der Abschlusspräsentation eindrucksvoll bewiesen. Mit Hilfe von Rollenspielen, Zwiegesprächen, Spielszenen und Reflektionen lie-

ßen sie das Publikum nicht nur am Alltag in Wohn- und Pflegeheimen teilhaben, sondern zeigten auch auf, wie man Probleme und schwierige Situationen überwindet, wie hilfreich die Arbeit im Team ist und wie man persönlich zu einem positiven Arbeitsklima und damit auch zum Wohlbefinden der betreuten Menschen

Mit selbst entwickelten Rollenspielen, Zwiegesprächen und Spielszenen ließen die Pflegerinnen das Publikum am Alltag in Wohn- und Pflegeheimen teilhaben.

beitragen kann. „Die Arbeit in der Pflege ist eine erfüllende, aber auch herausfordernde Aufgabe“, hatte die Direktorin Sibille Tschenett vorausgeschickt. Sie dankte allen Pflegerinnen für die Teilnahme am Projekt, das im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements stattgefunden hat. Einen besonderen Dank zollte sie der pensionierten Pflegerin Herta Höchenberger für ihr Mitwirken und ihr ungebrochenes Engagement. Schuldirektor Werner Oberthaler sprach allen Mitwirkenden ein Riesenkompliment aus: „Ihr habt es geschafft, die Dinge auf den Punkt zu bringen und uns ein realistisches Bild des Pflegeberufs mit seinen Sonnen- und auch Schattenseiten zu zeigen.“ SEPP

STRASSENSPLITTER (9)

Falscher Graf, richtige Straße

ELN, LESEN ÜB

übertragen. Der nicht unerhebliche Betrag wurde allerdings nie zurückerstattet. So blieb das Gericht bis 1825, die Burg sogar bis 1956 im Besitz der Familie. Ihren baulichen Vergrößerungen verdankt sie heute ihr Aussehen. Da sich die Hendl immer wieder an den militärischen Aktionen der Habsburger Kaiser beteiligten, war es ihnen möglich, ihren Besitz mit zahlreichen Burgen, Schlössern, Häusern, Höfen und Weingütern auszuweiten. Ihren Stammsitz Schloss Goldrain ließen sie zu einem Renaissanceschloss ausbauen, das ihr Prestige noch weiter steigerte. Im Ort ist dem mittlerweile erloschenen Geschlecht mit der Graf-Hendl-Straße ein Weg gewidmet. Einen Arthur HAUEN, G Graf Hendl gab es SC R ∙ übrigens tatsächlich. Er taucht unter anderem als Schriftleiter verschiedener Druckerzeugnisse Z auf.

ELN, LESEN ÜB

UE CHA N, GR ∙S

Im November 1883 wurde in Berlin ein Mann wegen schwerer Urkundenfälschung und wiederholten Betruges in Haft genommen. Er hatte mehreren jungen Damen die Heirat versprochen und sie so in raffinierter Weise um ihre Ersparnisse gebracht. Es handelte sich um einen Südtiroler Bäckergesellen, der bei den Kaiserjägern gedient und sich dabei so viel äußeren Schliff angeeignet hatte, dass er seine Rolle überzeugend spielte. Er gab sich nicht weniger als Arthur Graf Hendl zu Goldrain, Freiherr Hochgalsaun von Kasten aus, Besitzer mehrerer Anwesen und Güter. Der Hochstapler war für die Justiz kein Unbekannter und wurde schließlich zu drei Jahren Gefängnis verurteilt. Den Namen, den er unerlaubterweise geführt hatte, stammte von einem alten und geschätzten Tiroler Grafengeschlecht. Ob die Hendl ursprünglich aus der Schweiz stammten, wie oft behauptet, ist umstritten. Aber schon vor ihrer Erhebung in den Adelsstand waren sie als Verwalter mehrerer landesherrlicher Güter hochangesehen. Im 16. Jahrhundert verlagerte sich dann ihr Lebensmittelpunkt in den Vinschgau. Unter Erzherzog Ferdinand I. wurde ihnen 1531 für 12.000 Gulden das Gericht Kastelbell als Pfandlehen

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