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Wälder unter Stress

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

„Wir wollen überleben“ Landesrat Luis Walcher sagt Unterstützung für Projekt „Ortler Ronda“ zu. „Nationalpark und Bettenstopp sind Hemmschuhe“. SULDEN - Mit einer ganzen Reihe von Anliegen, die der Bevölkerung von Sulden bzw. der gesamten Gemeinde Stilfs und darüber hinaus unter den Nägeln brennen, wurde am 22. Mai der für Land- und Forstwirtschaft sowie für den Tourismus zuständige Landesrat Luis Walcher in der Turnhalle in Sulden konfrontiert. „Es ist gut, dass der neue Landesrat direkt vor Ort von den Leuten hört, was gut läuft und was nicht funktioniert“, sagte Am Podium (v.l.): Alois Lechner, Georg Lechner, Franz Heinisch, Fabian Wunderer, SVP-Bezirksobmann Albrecht Luis Walcher, Albrecht Plangger und Roland Brenner. Plangger, der die gut besuchte Informationsversammlung zu- „Ohne Skigebiete gemeinsamen Koordinator, der sammen mit den SVP-Ortsgrup- sind die Dörfer tot“ sich in Rom um das ‚Spezialpropen Sulden, Stilfs, Gomagoi/ jekt’ Hintergratbahn und weitere Trafoi, Prad und Lichtenberg „Wir wollen nicht ein Kronplatz Themen kümmert, die den Natioorganisiert hatte. Überzeugt gab werden, aber wir wollen über- nalpark betreffen.“ sich Walcher, dass die Land- leben.“ So eröffnete Erich Pfeifer, wirtschaft und der Tourismus Präsident und Geschäftsführer „Nur Probleme einander brauchen: „Das eine der Seilbahnen Sulden GmbH, mit dem Nationalpark“ kann ohne das andere nicht“. die Diskussion. Er bezog sich auf Nicht die landesweit rund 36 das Projekt „Ortler Ronda“ und In Sachen Nationalpark wurde Millionen Nächtigungen seien den damit zusammenhängenden harsche Kritik laut. Mit Ausnahdas Problem, sondern die un- Bau der Hintergratbahn. Diese me der Pflege von Wanderwegen gleiche Verteilung. Martell zum Bahn sei die Zukunft von Sul- habe sich seit der Übernahme der Beispiel - dort hatte sich der den. Der Staatsrat in Rom habe eigenständigen Verwaltung des Landesrat im Vorfeld der Ver- das Projekt nur aufgrund eines Südtiroler Anteils des Nationalsammlung zusammen mit dem Formfehlers gestoppt. „Sulden parks seitens des Landes im Jahr Bürgermeister Georg Altstätter und die ganze Gemeinde stehen 2015 nichts Positives getan, hieß umgesehen - sei ein klassisches hinter dem Vorhaben,“ so Pfeifer. es aus dem Publikum: „Wir haben Beispiel einer schwach entwi- Ohne Skigebiet und ohne Touris- nur“. Besonders deutlich wurde ckelten Gemeinde, obwohl sie mus gebe es für Sulden, das auf Stephan Gander: „Der Nationalnicht als solche eingestuft sei. In 2.000 Höhenmetern liegt, keine park ist ein Hemmschuh.“ Wegen Martell und andern Gemeinden Zukunft. Diese Meinung teilte des immer noch fehlenden Parksollten touristische Entwick- auch Landesrat Walcher. Er reg- plans gebe es keine Planungslungsmöglichkeiten zugelassen te an, in Sachen „Ortler-Ronda“ sicherheit und somit auch kaum werden. Die Bettenstopp-Rege- direkte Verhandlungen mit dem Perspektiven für junge Leute. lung sei insgesamt näher anzu- zuständigen Ministerium in Rom Der Bettenstopp sei ein weiterer schauen. aufzunehmen: „Es braucht einen Hemmschuh.

Das Publikum brachte eine ganze Reihe von Problemen und Anliegen aufs Tapet.

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Es braucht Perspektiven In Sulden und weiteren Dörfern im Ortlergebiet gebe es fast ausschließlich im Bereich Tourismus Chancen und Entwicklungsmöglichkeiten. Kritik übte Gander auch an der IDM. Während die östliche Landeshälfte stark beworben werde, gehe das Ortlergebiet weitgehend unter. Luis Walcher sicherte zu, sich um die aufs Tapet gebrachten Probleme und Anliegen zu kümmern. In vielen Punkten teilte er die Ansichten der Diskussionsteilnehmer und sprach sich z.B. dafür aus, dass die Schaffung zusätzlicher Gästebetten in Sulden ermöglicht werden sollte. Zu Ohren gebracht wurden dem Landesrat noch viele weitere Anliegen. Die Palette reichte von der Beseitigung der Straßen-Engstelle „Laganda“ und der Instandhaltung des ländlichen Wegenetzes bis hin zur Auflagenflut bei der Veredelung landwirtschaftlicher Produkte, zu den Problemen im Zusammenhang mit den Großraubtieren Wolf und Bär, zu Verzögerungen bei der Öffnung der Passstraße auf das Stilfserjoch im Frühjahr, sowie zu unzureichenden politischen Rahmenbedingungen für eine Rückkehr junger Menschen, die im Ausland studieren. Detail am Rande: Die Einwohnerzahl der Gemeinde Stilfs ist von einst rund 1.700 auf SEPP ca. 1.200 gesunken.


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