VINSCHGER THEMA
Ein Abschied, der schmerzt „Ich bin hier verwurzelt und wäre gerne geblieben, aber …“. Generalvikar nimmt Stellung. PRAD/STILFS - Besonders „einheitlich“ zeigte „Mehr Menschlichkeit wäre gefragt“ sei ein „geselliger Mensch mit Herz und sich die Seelsorgeeinheit Ortlergebiet mit Humor.“ Seit 2019 sei er Prader Bürger, „mit Auch von den Obrigkeiten in der Kir- dem Herzen aber Stilfser“. Auch mit kleinen den 5 Pfarreien Prad-Agums, Lichtenberg, Sulden, Stilfs und Trafoi bei der Verab- che würde er sich manchmal „mehr Fein- Geschenken und Liedern aus Kindesmund schiedung des langjährigen Pfarrers Florian gefühl, Menschlichkeit und Verständnis wurde Florian Öttl überrascht. Mitgestaltet Öttl nicht. In Prad wurde dem Pfarrer am erwarten“, so Florian Öttl. Es gehe nicht haben den Abschiedsgottesdienst bzw. den Hochunserfrauentag für sein Wirken ge- an, Entscheidungen über die Köpfe von anschließenden Umtrunk der Chor, Mario dankt, in Lichtenberg und Sulden hatte es Menschen hinweg zu treffen. Florian Öttl Pinggera an der Orgel, die Musikkapelle schon zuvor Abschiedsfeiern gegeben und dankte allen Gläubigen in den 5 Pfarreien, Prad, Abordnungen von Vereinen und viele am 18. August würdigten die Gläubigen allen Wegbegleitern und ganz besonders freiwillige Hände. der Pfarreien Stilfs und Trafoi in Stilfs das auch den Vereinen. Die Dankesworte des langjährige Wirken von Florian Öttl, der Bürgermeisters Rafael Alber, der den Got- „Ich muss mich fügen“ ab dem 1. September die Seelsorgeeinheit tesdienst zusammen mit weiteren WehrDie Kritik an der Entscheidung, den Hinterpasseier leiten sowie als Pfarrer von leuten aufgrund eines Brandalarms (siehe Moos, Pfelders, Platt, Rabenstein und Stuls Bericht auf Seite 6) verlassen musste, verlas langjährigen Pfarrer zu „versetzen“, war die Vizebürgermeisterin Michaela Platzer. auch bei der Verabschiedungsfeier in Stilfs wirken wird. Laut Rafael Alber „verdrießt es alle“, dass mehrfach und deutlich zu hören. Er habe Pfarrer Florian Öttl seine bisherigen Pfar- zwar noch auf ein Wunder gehofft, „aber Kritik an „Obrigkeiten in der Kirche“ reien verlassen muss. Bei Entscheidungen ich muss mich fügen und beugen“, sagte Die von den „Obrigkeiten“ in Bozen ver- dieser Art hätten aber leider andere das Florian Öttl vor den zahlreichen Gläubifügte Entscheidung, „mich in mein Heimat- Sagen und nicht die Bevölkerung vor Ort. gen. Er dankte allen, die ihn so akzeptiert tal zurückzuschicken, hat weh getan, denn Die Gemeinde Prad werde Florian Öttl als und angenommen haben, „wie ich bin“. Es zu Hause war ich hier“, sagte Florian Öttl offenen, herzlichen, humorvollen, geselli- falle ihm schwer, Stilfs nach 25 Jahren und beim Gottesdienst in Prad, wobei er sich gen und bei Bedarf auch ernsten Pfarrer in Trafoi mit dem Wallfahrtsort Heilige Drei neben seinem 7-jährigen Wirken in Prad Erinnerung behalten. Als „harten Brocken“ Brunnen nach 15 Jahren verlassen zu müsund Lichtenberg auch auf seine weiteren und „Schock“ bezeichnete Elisabeth Pir- sen. Besonders in Stilfs habe er Wurzeln Tätigkeiten bezog. Die Pfarreien Stilfs und cher im Namen der Seelsorgeeinheit die in geschlagen. Insgesamt blicke er auf eine Sulden hatte er bereits 1999 übernommen. Bozen gefällte Entscheidung, dass Florian wunderschöne Zeit zurück. Er habe stets 2009 kam die Pfarre Trafoi dazu und seit Öttl seine bisherigen Pfarreien verlassen versucht, den An- und Herausforderungen dem 1. September 2017 war Florian Öttl muss: „Niemand kann diese Entscheidung gerecht zu werden, „so gut es gegangen zudem Pfarrer von Prad-Agums und Pfarr- nachvollziehen und verstehen.“ Elisabeth ist.“ Zusätzlich zur Tätigkeit als Pfarrer seelsorger von Lichtenberg. Worum es ihm Pircher dankte dem Pfarrer im Namen aller habe er die Dorfgemeinschaft auch anderin erster Linie gehe, sei die Menschlichkeit. 5 Pfarreien für sein Wirken. Florian Öttl weitig mitgestalten dürfen. So war Florian
Bei den Abschiedsgottesdiensten in Prad (links) und in Stilfs.
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