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Im Aufschwung

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Die letzten Dinge regeln Ein „zu früh“, um sich mit dem Tod auseinanderzusetzen, gibt es nicht. LATSCH - „Das Thema Tod macht etwas mit uns, oft macht es uns Angst“, so Anita Tscholl. Die Koordinatorin der Caritas Hospizbewegung Vinschgau und des Wünschewagens war unlängst zu Gast im Latscher Seniorenwohnheim Annenberg, um darüber zu informieren, welche Dinge am Ende des Lebens wichtig sind zu regeln. Freilich, man könne den Kopf in den Sand stecken und sich um nichts scheren. „Aber ich kann das Leben mitgestalten und mitbestimmen“, so Tscholl. Sich Gedanken über das Lebensende und seine Konsequenzen zu machen, sei schließlich auch für Angehörige eine Entlastung. „Es gibt hierfür kein zu früh, sondern nur ein zu spät“, betonte Tscholl. Wichtige „letzte Dinge“ können bürokratische, gesundheitliche oder soziale Angelegenheiten sein. Das Leben habe sich geändert – und auch das Sterben. „Man ist länger alt“, brachte es die Referentin auf den Punkt. Ein plötzlicher Tod sei heute eher selten, Krankheiten wie Demenz usw. häufiger.

Eigenen Willen erklären, Angehörige entlasten Ein wichtiges Thema heute sei die Patientenverfügung. Jede entscheidungs- und handlungsfähige Person, sofern sie volljährig ist, kann eine solche machen. Insbesondere bei höherem Lebensalter, bei Erkrankung oder vor medizinischen Eingriffen werde es höchste Zeit. Die Person kann

und zwei bezeugenden Personen möglich. Empfehlenswert sei es, das vorgedruckte Formular des Landes-Ethikkomitees zu verwenden, riet die Referentin. Über Organspende Gedanken machen

Anita Tscholl informierte über Dinge, über die nicht immer gerne gesprochen wird.

nach angemessener ärztlicher Aufklärung ihren Willen erklären, welche Behandlungen sie wünscht. Dies betreffe aber stets nur den Fall, sobald die betroffene Person nicht mehr selbst entscheiden kann. „Es gibt viele Krankheiten, die langsam fortschreiten und wo wir uns bald nicht mehr verständigen können“, erklärte Tscholl. Mit der Patientenverfügung könne man darüber bestimmen, „was in Situationen passiert, wenn es keine Hoffnung mehr gibt“. Etwa kann man die künstliche Ernährung ablehnen. Man kann entscheiden, ob lebensverlängernde Maßnahmen durchgeführt werden oder nicht. Leidenslindernde Behandlungsmaßnahmen werden hingegen bei Bedarf immer durchgeführt, um das Leben bei einer schweren Erkrankung und in der Sterbephase zu erleichtern. „Leidens- und

Schmerztherapie ist ganz etwas anderes als lebensverlängernde Maßnahmen“, stellte Tscholl klar. Eine Patientenverfügung sei nicht nur wichtig, um den eigenen Willen mitzuteilen, wenn dies nicht mehr möglich ist, sondern sie vermindert auch den Entscheidungsdruck, der auf Angehörige und Gesundheitspersonal lastet. Eine Patientenverfügung muss schriftlich verfasst werden, als öffentliche Urkunde oder beglaubigtes privates Schreiben bei einem Notar oder als privates Schreiben, welches persönlich bei der Gemeinde hinterlegt wird. „Es hat viele Parallelen zum Testament, nicht umsonst heißt es im Italienischen testamento biologico“, so Tscholl. In Not- und Dringlichkeitsfällen ist auch eine vereinfachte Form, sprich Videoaufzeichnung oder mündlich vor Arzt oder Ärztin

Weitere wichtige Themen, die das Lebensende betreffen, sind das Testament, die Sachwalterschaft und die Organspende. „Ein Sachwalter wird vom Gericht eingesetzt und von diesem beaufsichtigt“, erklärte Tscholl. Er habe die Aufgabe, im Sinne des Menschen zu verwalten, meist gehe es um materielle Dinge, Bankgeschäfte etc. „Er wird dann eingesetzt, wenn man nicht mehr im Stande ist, größere Aufgaben zu übernehmen. Er muss nicht den Angehörigen Rechenschaft abliefern, sondern dem Gericht“, so Tscholl. Befassen solle man sich auch mit dem Thema der Organspende. In Südtirol gibt es u.a. den Verein A.I.D.O., der dazu Sensibilisierungsarbeit leistet. „Es ist eine freiwillige Entscheidung, aber wichtig, dass man darüber spricht und sich Gedanken macht“, so Tscholl. Um auf das Sterben vorbereitet zu sein, hat die Caritas Hospizbewegung die Themenmappe „Meins für Euch“ zusammengestellt. Diese bietet einen Leitfaden und eine wichtige Hilfe, um die letzten Dinge rechtzeitig zu regeln. Die Mappe ist in den Büros der Hospizbewegung erhältlich. MICHAEL ANDRES

Freies Bündnis Kastelbell-Tschars tritt wieder an KASTELBELL-TSCHARS - Das Freie Bündnis Kastelbell-Tschars setzt seinen politischen Weg fort und wird bei den Gemeinderatswahlen am 4. Mai erneut antreten. Die amtierenden Ratsmitglieder Benjamin Pixner, Benjamin Zwick und Daniel Kaufmann stellen sich wieder zur Wahl.

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Das Freie Bündnis versteht sich als unabhängige und alternative Kraft, „die sich für eine bürgernahe und transparente Kommunalpolitik einsetzt.“ In den vergangenen Jahren sei es der Fraktion gelungen, „wichtige Akzente in verschiedenen Bereichen aus Im Bild (v.l.): Daniel Kaufmann, der Opposition heraus zu setzen.“ Benjamin Pixner und Benjamin Zwick.

Die Motivation der drei Kandidaten sei es, „weiterhin eine offene und konstruktive Politik zu gestalten, die die Interessen aller Bürgerinnen und Bürger berücksichtigt. Wir stehen für eine sachliche und lösungsorientierte Zusammenarbeit und sind bereit für Verantwortung.“ RED


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