„Vieles wird sich ändern“

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Ein Tal krempelt die Ärmel hoch Trotz Coronavirus-Krise tut sich im Martelltal viel. MARTELL - November 2019, Martell Dorf: In ganz Südtirol kommt es zu extremen Unwettern. Auch das Martelltal ist stark davon betroffen. Bäume fallen zu Boden, eine ganze Reihe von Lawinen donnert zu Tal.

offizielle Eröffnungsfeier stattfinden, sofern es die CoronavirusKrise zulässt. Der Weg schließt am Plima-Schluchtenweg bei der Zufallhütte an und verbindet vier Almen im idyllischen Hintermartell, und zwar die Schafalm, die Peder-Stieralm, die Lyfi Alm und die Enzianalm. „Eine tolle Attraktion für das ganze Tal“, freut sich Altstätter. Der Almenweg entstand im Zuge eines LeaderProjekts der Europäischen Union.

Lawine mitten im Dorf Eine Lawine in Martell Dorf ging mitten durch die Häuser hindurch. Es war die sogenannte Eberhöfer-Lawine, die in der Vergangenheit schon oft das Dorf Martell streifte. Mehrere Menschen wurden evakuiert, Verletzte gab es glücklicherweise keine. Der Schaden jedoch war groß. Mittlerweile konnte auch im Wald oberhalb von Martell Dorf mit den Aufräumarbeiten begonnen werden.

Glasfaser bis ins hintere Tal Bürgermeister Georg Altstätter bei den Aufräumarbeiten oberhalb von Martell Dorf.

unsere heimischen Bauern“, betont Altstätter. Tausende Meter von Weide- und Wiesenzäunen mussten neu errichtet werden. Vor allem in Zeiten der Coronavirus-Krise sei es nicht einfach. „Die Arbeiten gestalteten sich Aufräumarbeiten schwierig aufgrund der Corona„Die Lawine hat Zäune und Bäu- Maßnahmen“, so der Marteller me mitgenommen“, blickt Bür- Bürgermeister. germeister Georg Altstätter im Gespräch mit dem der Vinschger „Krise ist fatal für zurück. Die Abteilung Wildbach- Wirtschaft und Tourismus“ verbauung vom Bevölkerungsschutz kümmerte sich dieser Tage Im Martelltal tue sich ohnehin um die Aufräumarbeiten, fleißige einiges. Auch in Zeiten der KriLandwirte bauten ihre Zäune se. „Wir sind ja glücklicherweise wieder auf. „Ein großes Danke vom Virus verschont geblieben, an die Landesämter, die Agentur nachgewiesene Infizierte gab und für Bevölkerungsschutz sowie an gibt es hier keine“, erklärt Alts-

Zu sehen gäbe es im Martelltal genug. Unter anderem wird bis Juni ein neuer Almenweg komplett fertig gestellt mitsamt Beschilderung. Im Juli sollte eine

Einheimische Bauern bauten ihre Zäune wieder auf.

Die Unwetter richteten große Schäden an.

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tätter. Für die Wirtschaft und den Tourismus sei die Situation jedoch fatal. „Es ist schwierig. Niemand weiß wann und wie der Sommertourismus starten kann“, so der Bürgermeister. Auch für die Schutzhütten und Almen sei die Situation nicht einfach. Man hoffe auf einheimische Gäste und darauf, dass auch die Touristen aus dem Ausland bald wieder kommen dürfen.

Auch sonst gibt es, trotz Corona, einige Neuigkeiten aus Martell. „Die Arbeiten in Sachen Glasfasernetz sind in weiten Teilen des Tals abgeschlossen“, so der Bürgermeister. In Ennewasser, Gand und Martell Dorf stehe das Glasfaser-Internet schon bereit. Auch im hinteren Martelltal laufen hierbei derzeit die Arbeiten. „In Zeiten wie diesen liegt die Zukunft wohl im Home-Office. Insbesondere für ein Tal wie Martell. Es ist doch ideal, wenn jemand nicht mehr täglich zur Arbeit nach Bozen oder Meran muss und stattdessen 1,2 Mal wöchentlich von daheim aus arbeiten kann“, bringt es Altstätter auf den Punkt.

Neuer Almenweg

MICHAEL ANDRES


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