VINSCHGER GESELLSCHAFT
2 Millionen Fahrgäste im Jahr VINSCHGAU - Am 5. Mai vor 15 Jahren fuhr erstmals wieder die Vinschger Bahn von Meran nach Mals. Mit der Wiederinbetriebnahme der Bahn wurde 2005 eine neue Ära eingeläutet. Es war der Anfang einer Erfolgsgeschichte. 15 Jahre später erfreut sich die Bahn bei Pendlern, Schülern und Gästen größter Beliebtheit. Mittlerweile werden rund zwei Millionen Fahrgäste pro Jahr gezählt. Mit der Elektrifizierung der Bahn wird das nächste Kapitel in der Geschichte der Vinschger Bahn aufgeschlagen. „Der große Erfolg der Vinschger Bahn war vor 15 Jahren kaum abzusehen. Heute ist die Bahn aus dem täglichen Leben des Tales nicht mehr weg zu denken“, sagt Mobilitätslandesrat Daniel Alfreider. Die Bahn sei nicht nur ein wichtiger Baustein in der nachhaltigen Mobilität, sondern auch „Motor für die Gesellschaft, die Wirtschaft und den Tourismus
im ganzen Tal.“ Aber auch auf das übrige Land strahlte der Erfolg der Vinschger Bahn aus. STA-Präsident Martin Ausserdorfer: „Ausgehend von der Begeisterung für die neue Bahn setzte in Südtirols öffentlicher Mobilität ein Innovationsschub ein. So wurden zahlreiche Bahnhöfe um- und ausgebaut, moderne Busse angekauft, Buslinien verstärkt und Seilbahnlagen aufgewertet. Mit den elektrischen Niederflurzügen bekam Südtirol außerdem Zuggarnituren, die heute als Symbolbild für die gesamte öffentliche Mobilität gelten.“ Die Arbeiten zur Elektrifizierung der Bahn (siehe der Vinschger Nr. 12/13 2020) sollen Ende 2022 abgeschlossen sein. Sechsteilige Zuggarnituren werden dann durch das Tal fahren und den Fahrgästen mehr Platz und mehr Komfort bieten. Außerdem wird es dann möglich sein, ohne Umstieg und ohne technische Einschränkungen direkt von Mals nach Bozen und weiter nach Innsbruck bzw. nach Lienz und Ala zu fahren. LPA/SEPP
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DER VINSCHGER 16-17/20
Mit Abstand und Maske Corona-Ratssitzung im Josefshaus - Weg frei für holzius
Um die Corona-Vorschriften einhalten zu können, fand die Sitzung des Laaser Gemeinderates im Josefshaus statt. LAAS - Um die Sicherheitsvorgaben im Zusammenhang mit dem Coronavirus erfüllen zu können, fand die Sitzung des Laaser Gemeinderates am 29. April nicht im Rathaus statt, sondern im großen Saal des Josefshauses, wo der Abstand zwischen den „maskierten“ Ratsmitgliedern gewährleistet werden konnte. Das bestimmende Thema war natürlich die Corona-Krise. Bürgermeister Andreas Tappeiner dankte der Bevölkerung für die Disziplin bei der Einhaltung der Einschränkungen und Vorschriften. Was die Fallzahlen betrifft, so sei der Vinschgau bis jetzt Gott sei Dank nur relativ leicht betroffen. Zurückzuführen sei das unter anderem auch darauf, „dass der Vinschgau ein eher abgeschiedenes, touristisch nicht hochentwickeltes und damit auch nicht stark frequentiertes Tal ist.“
sich der Bürgermeister, „dass in unserem Wohn- und Pflegeheim bis jetzt kein Fall aufgetreten ist.“ Tappeiner und die Gemeindereferentin Verena Tröger informierten auch über die Ausgabe von Lebensmittelgutscheinen. Für die Gemeinde Laas stellt der Staat hierfür knapp 22.500 Euro bereit. Die Ausgabe der Gutscheine erfolgt nach eigenen, ziemlich restrektiven Kriterien. „Bis jetzt haben 6 bis 7 Familien diese Kriterien erfüllt“, informierte Tröger. Ansuchen dürfen alle Personen bzw. Familien, die in der Gemeinde ansässig sind. Raimund Niederfriniger brachte das Thema der ausgesetzten innergemeindlichen Busverbindungen aufs Tapet. Laut dem Bürgermeister werde daran gedacht, die Busdienste in Kürze wieder anlaufen zu lassen. Zur Frage von Priska Lechner Kuntner, wie es heuer mit der Sommerbetreuung von Kindern Wirtschaft leidet stark ausschaut, sagte Tröger, „dass Die Wirtschaft allerdings lei- man zum derzeitigen Zeitung de stark. Zu spüren sei das laut noch nichts Genaues weiß.“ Es Tappeiner auch insofern, als dass werde daran gedacht, die Kinder Firmen und Unternehmen stark in Kleingruppen und unter der an öffentlichen Aufträgen interes- Einhaltung weiterer Vorgaben siert seien. Besonders froh zeigte zu betreuen. „Der Druck und
auch das Bedürfnis sind massiv“, so Tröger. Neuer Betriebssitz für holzius
Einstimmig genehmigt hat der Gemeinderat den Durchführungsplan für den Bau der Produktionshallen und des Verwaltungsgebäudes der Firma holzius (Vollholzhaus) in der Gerwerbezone in Eyrs. Das Unternehmen, das rund 40 Mitarbeiter/innen beschäftigt, verlegt seinen Sitz von Prad nach Eyrs. Wie BM Andreas Tappeiner vorausgeschickt hatte, ist es mittlerweile zu einer gütlichen Vergleichsvereinbarung zwischen dem Unternehmen und einem Anrainer des neuen Betriebsgeländes gekommen. Der Anrainer hatte u.a. zu Bedenken gegeben, dass die Produktionshallen einen Teil seiner Obstwiese beschatten könnten. Der Betrieb entsteht auf einer Grünwiese. Die Fläche ist 16.000 Quadratmeter groß. Die Baudichte beträgt 6 Kubikmeter pro Quadratmeter, die maximale Höhe ist mit 12 Metern festgelegt. Die Betriebshallen werden in Richtung Westen errichtet. Wie der Bürgermeister und auch der Gemeindereferent Benedikt Zangerle erklärten, habe sich der Firmenchef Herbert Benedikt Zangerle, Niederfriniger von Anfang an Anton Perfler bemüht, das Umfeld miteinzuund Gottlieb binden bzw. sämtliche BelastunFleischmann (v.l.) gen für die Anrainer möglichst vor dem Modell niedrig zu halten. An der eindes holziusschlägigen Abstandsgrenze von Betriebssitzes (in 5 Metern gelte es laut Zangerle brauner Farbe), festzuhalten, „denn wenn ein größerer Abstand vorgeschrieben wie er in der Gewerbezone in wird, könnte das zu einem PräzeEyrs entstehen soll. denzfall werden.“ SEPP