Aufschütten statt sanieren

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Wechsel an der Führungsspitze Jahreshauptversammlung der FF Morter mit Neuwahlen und Ehrungen MORTER - Die Jahreshauptversammlung am 18. Jänner im Kulturhaus von Morter war auch heuer wieder sehr gut besucht. Neben vielen Ehrengästen, Jugendmitgliedern und Mitgliedern außer Dienst konnte der Kommandant Leo Federspiel 37 von 42 aktiven Feuerwehrmännern und Feuerwehrfrauen begrüßen. Nach der Gedenkminute für den im 2019 verstorbenen Feuerwehrkameraden Konrad Gruber wurde Rückschau gehalten. Bei 51 Einsätzen, Übungen, Lehrgängen und Brandschutzdiensten wurden 1.431 Arbeitsstunden geleistet. Während die Brandeinsätze abnehmen, sind die technischen Einsätze im Zunehmen begriffen. Vor allem Unwettereinsätze und Suchaktionen sind vermehrt zu verzeichnen. Wie schon im Jahr zuvor, bescherten die Unwetter im vergangenen November den Feuerwehren zahlreiche Einsätze.

Im Bild (v.l.): Leo Federspiel, Werner Linser, Edith Tanner, André Gluderer, Manuel Haringer, Johann Platzer, Gerd Trenkwalder, Markus Müller, Christian Schwembacher, Thomas Tecini und Andreas Mall´

Schwembacher für ihre 15-jährige Tätigkeit die Urkunden und Verdienstkreuze in Bronze überreicht. Johann Platzer wurde für 40 Jahre aktiven Dienst geehrt. Er war unter anderem 17 Jahre Kommandant und hat in dieser Zeit wesentlich zum Aufbau und der Entwicklung der Feuerwehr Morter beigetragen. Die Erweiterung des Gerätehauses mit der Einweihung im Jahr 1986, die 100-Jahrfeier 1988 und die AnZahlreiche Ehrungen schaffung des neuen Tanklöschfahrzeuges im Jahr 1998 wurden Im Rahmen der Versammlung während seiner Amtszeit durchwurden viele Mitglieder für ihre geführt. BM Helmut Fischer und Verdienste geehrt. So erhielten Bezirksfeuerwehrpräsident ThoEdith Tanner, André Gluderer, mas Tecini überreichten dem Markus Müller, Manuel Haringer, Kameraden die Ehrenurkunde Gerd Trenkwalder und Christian und das Verdienstkreuz in Gold.

Hubert Tappeiner wurde wegen Erreichung der vorgesehenen Altersgrenze aus dem aktiven Dienst verabschiedet. Ihm wurde als Dank für seine langjährigen Dienste eine Floriani-Statue übergeben. Neuwahlen Der Kommandant Leo Federspiel und der Kommandant-Stellvertreter Andreas Mall stellten sich nicht mehr der Wahl. Zum neuen Kommandanten wurde André Gluderer gewählt, zum neuen Stellvertreter Markus Müller Markus. Die Ehrengäste dankten dem scheidenden Kommandanten und seinem Stellvertreter für ihre geleistete Arbeit.

Werner Linser (links) mit Hubert Tappeiner

Der Umbau der Feuerwehrhalle, die Umfunktionierung des bestehenden Balkons am Gerätehaus für die Unterbringung der alten Spritzenpumpe, der Austausch von zwei Einsatzfahrzeugen, die Erneuerung der Einsatzkleidung und das 130-Jahrjubiläum im Jahr 2018 wurden im Laufe ihrer zehnjährigen Amtszeit durchgeführt. Der Bürgermeister ging u.a. auf die Unwetter vom vergangenen November ein. Diese hätten wieder vor Augen geführt, „wie wichtig es ist, kompetente Feuerwehren zu haben.“ Eine gut funktionierende Feuerwehr stelle einen großen Wert im Dorf und RED für die Gesellschaft dar.

AUFGESPÜRT & AUSGEGRABEN (40)

Samt im Radio und Fernsehen „The Voice“ – Welcher Gedanke kommt Ihnen als erstes in den Sinn? Möglicherweise denken Sie an die gleichnamige Castingshow, die seit über acht Jahren auf SAT.1 und ProSieben läuft. Vielleicht auch an Sänger und Sängerinnen mit außergewöhnlichen Stimmen. Am bekanntesten dürften sicher die amerikanischen Entertainer Frank Sinatra und Whitney Houston sein. Allerdings muss man nicht so weit kreisen, um eine „Stimme“ zu finden. Auch ein im Vinschgau geborener Moderator, Autor und Schauspieler erhielt wegen seiner markanten, angenehm samtweichen Bass-Stimme diesen Beinamen: Elmar Gunsch. Lange war er nicht im Vinschgau. Sein Vater war als Vertreter für Miederwaren viel unterwegs. So wuchs er in Österreich und Deutschland auf. Dort arbeitete er zunächst als Schauspieler und später als Journalist und Moderator. Die „geborene Plaudertasche“, wie er sich selbst beschrieb, moderierte mit schmeichelndem Timbre und freundlich-elegantem Auftreten zahlreiche erfolgreiche Sendungen. Für die RAI präsentierte er „Der Kaffee ist fertig“, für das ZDF die „Lustigen Musikanten“, durch die

er zusammen mit Carolin Reiber führte. Doch Gunsch war vielseitig. Als Reporter berichtete er 1963 vom Besuch des US-Präsidenten John F. Kennedy in der Frankfurter Paulskirche, er schrieb Hörspiele, war Dozent für Stimmund Sprecherziehung, spielte in Sketchen für Kinder, machte unterhaltsame Wetterberichte salonfähig (sogar bei Schlechtwetter!) und rezitierte für Harald Schmidt deutsche Übersetzungen englischsprachiger Songs – unvergessen sein „Satisfaction“ von den Rolling Stones. 2013 verstarb Elmar Gunsch 81-jährig in Frankfurt am Main, der Stadt, in der er fünfzig Jahre lang gelebt hatte. Seine Stimme war sein Markenzeichen, auch wenn er in Interviews immer wieder bedauerte, nur darauf reduziert zu werden: „Es ärgert mich, wenn nie akzeptiert wird, was man sagt, sondern nur, wie Z man es sagt.“

DER VINSCHGER 05/20

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