VINSCHGER GESELLSCHAFT
Welche Spur werde ich hinterlassen?
Demenz im Fokus Gemeinsame Initiative der 5 Vinschger Seniorenwohnheime VINSCHGAU - Für Menschen, die
SCHLANDERS - Um persönliche Antworten auf diese umweltrelevante Frage zu geben, organisiert die Umweltschutzgruppe Vinschgau im Oktober in Schlanders eine Aktion: am Samstag, 12. Oktober, können Interessierte ihren persönlichen Fußabdruck berechnen und zwar von 9 bis 12.30 Uhr auf dem Kulturhausplatz in der Göflanerstraße in Schlanders. Die Berechnung des persönlichen Fußabdrucks dauert ca. 15 Minuten. Seit Jahrzehnten warnen Wissenschaftler vor dem Klimawandel und dessen Folgen. Diese Warnungen wurden vielfach nicht ernst genommen oder als überzogen abgetan. Wohl erst durch die „Friday for Future“-Bewegung hat das Thema in der Öffentlichkeit mehr Aufmerksamkeit erlangt. Bei dieser Veranstaltung können Interessierte erfahren, wie viel Tonnen CO2 sie jährlich verursachen. Die Teilnehmer/ innen sollen auf diese Weise in erster Linie für die Problematik sensibilisiert werden. Außerdem werden ihnen Alternativen zum gewohnten Lebensstil aufgezeigt, damit sie persönlich aktiv zum Klimaschutz beitragen können. Dazu sind alle Bürger/ innen eingeladen. Der Vorstand der Umweltschutzgruppe Vinschgau ist davon überzeugt, „dass jede(r) Einzelne etwas an ihrem/seinem Lebensstil verbessern kann und muss.“ Wenn viele Leute an vielen Orten viele kleine Schritte tun, dann werden sie das Gesicht der Welt verändern. RED
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DER VINSCHGER 34/19
unter Demenz leiden, wird jeder noch so kleine Teil des täglichen Lebens zur Herausforderung. Wie groß diese Herausforderung ist, konnten Besucher der 5 Vinschger Seniorenwohnheime am 1. Oktober anlässlich des Tages der Senioren am eigenen Leib erfahren. Die Seniorenwohnheime von Latsch, Schlanders, Laas, Schluderns und Mals hatten den Tag der Seniroen Präsident Alexander Janser (3.v.r.) dankte im Seniorenwohnheim in Latsch allen, genutzt, um das immer wichtiger die sich an den Initiativen zum Tag der Senioren beteiligt haben sowie werdende Thema Demenz in den auch den Sponsoren (VI.P und Raiffeisenkassen des Vinschgaus). Fokus zu rücken. „Zwar hat jeder schon einmal von Demenz gehört, Meran an. Unterstützt und mitdie meisten kennen auch jemangetragen wurden die Initiativen den, der an Demenz erkrankt ist, zum Tag der Senioren vom Verwie sich das Leben für die Beband der Vinschgauer Produzentroffenen aber anfühlt, kann sich ten für Obst und Gemüse VI.P sowie von den Raffeisenkassen kaum jemand vorstellen“, so der Grundtenor der Verantwortlichen des Vinschgaus. „Es ist uns ein der 5 Vinschger Heime. Mit der Anliegen, derartige Initiativen Aktion „Hands on dementia“ habe zu unterstützen, zumal wir als man daher versucht, die Folgen Genossenschaften im Tal vervon Demenz für alle spürbar zu ankert sind und die Zahl von Demenzerkrankungen im Steigen machen. So konnte in den 5 Hei- Auch im Bürgerheim in Schlanders men mit Hilfe eigens eingerichte- konnte man sich mit Hilfe einer begriffen ist. Demenz kann jeden ter Boxen ein ganzer Tagesablauf „Hands on dementia“-Box in die von uns treffen,“ sagte VI.P-Geschäftsführer Martin Pinzger. durchgespielt werden, und zwar Alltagschwierigkeiten von Menschen Alexander Janser, der Präsident mit den Herausforderungen, die hineinversetzen, die an Demenz sich dabei Demenzkranken bie- erkrankt sind. Ausprobiert hat das des Seniorenwohnheims in ten: vom Frühstück, bei dem man u.a. Robert Peer (AASA), im Bild Latsch, dankte den Sponsoren im kaum erkennen kann, was auf dem mit der Bürgerheim-Präsidentin Namen der Heime. Die DemenzTeller liegt, über das Ankleiden Monika Wellenzohn. erkrankungen gehören zu den mit Mobilitätseinschränkungen, größten Herausforderungen in das Sprechen und Schreiben mit sellschaft ASAA entstanden. Die der Seniorenbetreuung. Wie JanWortfindungsschwierigkeiten bis Fotoausstellung und „Hands on ser, der am 1. Oktober übrigens hin zum Zu-Bett-Gehen. Neben dementia“ gehörten zu den ers- seinen Geburtstag feierte, dem den „Hands on dementia“-Bo- ten Sensibilisierungsaktionen des der Vinschger am Rande bestätigxen konnten die Besucher der Netzwerks „Demenzfreundlicher te, stehe man in Latsch bezüglich fünf Wohnheime auch die beein- Vinschgau“. Ihm gehören neben des Seniorenwohnheims vor einer druckenden Bilder von Manuela den Seniorenwohnheimen der großen Entscheidung. Zumal das Tessaro zum Thema Alzheimer KVW Vinschgau, die ASAA, die 55-Betten-Heim zu klein geworbesichtigen. Das Fotoprojekt war Bezirksgemeinschaft Vinschgau den ist, über keinen Bettenaufzug im Auftrag der Alzheimer-Ge- sowie der Gesundheitsbezirk verfügt und auch anderweitig den neuen Herausforderungen angepasst werde müsste, gelte es grundsätzlich zu entscheiden, ob und in welcher Form eine Erweiterung am bestehenden Standort, der in einer Ensembleschutzzone liegt, überhaupt möglich und sinnvoll ist, oder ob es angebracht wäre, einen Neubau an einer anderen Stelle ins Auge zu fassen. Gesellige Runde im Seniorenwohnheim Annenberg in Latsch. SEPP