VINSCHGER GESELLSCHAFT
Die Jagd im Vinschgau Hegeschau in Schlanders zieht zahlreiche Interessierte an. Zahlen und Fakten über das Jagdjahr. SCHLANDERS - Mit einem Weid-
Rehwildabschuss stagniere seit mannsheil begrüßte Bezirksjägereinigen Jahren. meister Günther Hohenegger die zahlreichen Gäste bei der offiNeues Steinwildprojekt ziellen Eröffnung der Hegeschau des Jagdbezirks Vinschgau am 15. Entnommen wurden auch 35 März im Kulturhaus Karl SchönStück Steinwild: 15 Böcke, 14 herr in Schlanders. Einleitend Geißen und 6 Jährlinge. Hohenannte er die wichtigsten Zahlen negger dankte dabei dem Kound unterstrich, dass die Abordinator des Steinwildprojektes, schusspläne größtenteils erfüllt Albrecht Plangger, dem Rechtsanwerden konnten. „Was das Rotwalt und Vertreter des Südtiroler wild betrifft, konnten wir im letzJagdverbandes, Guido Marangoni, ten Jahr die Abschusspläne zu 89 den Jagaufsehern sowie dem Amt für Wildtiermanagement. „Nur Prozent erfüllen“, so Hohenegger. dank ihres beherzten Einsatzes Der Abschussplan sah demnach eine Entnahme von 470 Hirschen können wir das Steinwild für und 1.324 Stück Kahlwild vor, eine Entnahme nutzen“. Aktuell erlegt wurden 429 Hirsche und sei man dabei ein neues Stein1.173 Stück Kahlwild, insgesamt wildprojekt auf Landesebene zu also 1.602 Stück Rotwild. „Erlegt Zahlreiche Jäger/innen waren mit dabei. starten, Trägergemeinde des Projekts werde Schnals sein. Erlegt wurden 322 Alttiere, 246 Schmaltiere, 319 Hirschkälber und 286 Wärmebildtechnik Böcke, 117 Geißen und 129 wurden weiters unter anderem Wildkälber. Beim männlichen etabliert, aber … Jährlinge, womit der Abschuss- 106 Feldhasen und 22 SchneeRotwild wurden 324 T-Hirsche plan zu knapp 91 Prozent erfüllt hasen, 370 Füchse (davon 184 mit und 105 Jährlingshirsche erlegt“, In letzter Zeit habe sich die wurde. „Die Gamsbestände sind dem Fuchsregulierungsdekret), zählte der Bezirksjägermeister vermehrte Nutzung der Wärme- alpenweit im Rückgang. Dies 42 Spielhähne, 11 Schneehühner auf. Der Schwerpunkt der jagdli- bildtechnik auf der Jagd etabliert. aufgrund mehrerer Faktoren, und 197 Murmeltiere. Auch ein chen Entnahme liege zunehmend „Jedoch gelte es auch hier, wie nicht zuletzt wegen dem Klima- Wildschwein konnte erlegt werbeim Kahlwild. Im vergangenen bei allen anderen Punkten in wandel. Glücklicherweise sind den – und zwar im Jagdrevier Jahr wurden die Abschüsse des der Rotwildbejagung, sensibel wir aktuell von Krankheiten wie Glurns, dem kleinsten Revier. männlichen Rotwilds leicht an- zu agieren. Die Bejagung in Ein- zum Beispiel der Gamsräude „Aufgrund des negativen Verträggehoben. „In unserem Bezirk ständen und an Orten, an denen verschont“, so Hohenegger. Im lichkeitsgutachtens konnten die haben wir in den vergangenen sich das Wild sicher fühlt, sollte Vinschgau sei eine gute Alters- Steinhühner 2024 nicht jagdlich Jahren stark auf ein ausgegliche- auch mithilfe dieser Technik ein struktur und ein ausgeglichenes bewirtschaftet werden“, so der nes Geschlechterverhältnis hin- Tabu bleiben“, fand Hohenegger Geschlechterverhältnis hervor- Bezirksjägermeister. gearbeitet und den Abschluss auf klare Worte. Auch sollte dar- zuheben. „An dieser Stelle gedie produktive Klasse intensiviert. auf geachtet werden, dass die bührt den Gamspirschführern Jagdhornbläser spielen auf Diese Maßnahme sollte sich auch Schüsse nicht zu weit abgegeben ein Dankeschön für die gute in den kommenden Jahren positiv werden und das Wild Zonen hat, Bewirtschaftung dieser WildGrußworte überbrachten bei auf die Rotwildbestände auswir- „in denen es sich das ganze Jahr art“, so Hohenegger. Was das der Hegeschau u.a. der Direktor ken“, unterstrich Hohenegger. So zurückziehen kann und sich Rehwild betrifft, wurden 260 des Südtiroler Jagdverbandes, Bemännliche und 252 weibliche nedikt Terzer, sowie der Vertreter gebe es im Vinschgau 53 Prozent sicher fühlt“, betonte der Jäger. Neben dem Rotwild wurden Tiere erlegt. Der Abschussplan des Landes, Günther Unterthiner weibliches Rotwild und 47 männliches. 383 Gämse erlegt, darunter 127 entsprach damit 85 Prozent. Der (Direktor der Abteilung Forstdienst). Die Matscher Jagdhornbläser Weisskugel sorgten für die musikalische Umrahmung bei der Eröffnung. Weiters musikalisch begleitet wurde die Hegeschau, die 2 Tage lang zu besichtigen war, von den Jagdhornbläsergruppen St. Hubertus Schlanders, Schworz Wond Latsch und St. Eustachius Mals. Bezirksjägermeister Günther Hohenegger
28 DER VINSCHGER 06/25
Zwei engagierte Jäger: Abi Plangger (links) und David Frank.
Die Matscher Jagdhornbläser Weisskugel.
MICHAEL ANDRES