VINSCHGER GESELLSCHAFT
Unvergesslich
„Schöner Dienst mit Herz und Wirkung“ Schülerlotsen sind nicht mehr wegzudenken
Nadine (links) und Steffi (im Beiwagen). PRAD - Am Samstag, 21. Juni, erlebten Nadine und Steffi eine ganz besondere Überraschung: Einige Südtiroler Mitglieder des Motorradclubs Bandidos kamen mit ihren Maschinen – inklusive Beiwagen – nach Prad und luden die beiden Mädchen zu einer unvergesslichen Mitfahrt ein. Die Überraschung war ein voller Erfolg! Die beiden gehandicapten Mädchen strahlten vor Freude und genossen sichtlich jede Sekunde dieses einzigartigen Erlebnisses. RED
Drei Aufgussmeister von einer Familie
PARTSCHINS - Gleich drei zertifizierte Sauna-Aufgussmeister von einer Familie: Diesen südtirolweiten „Rekord“ kann die sportliche Familie Kaserer aus Partschins für sich verbuchen. Vater Klemens sowie seine beiden Söhne Janek und Julian haben erfolgreich die Prüfung zum zertifizierten Sauna-Aufgussmeister der AISA (Associazione Italiana Saune & Aufguss) bestanden, und das als Familie. Damit ist das Kleinfeinhotel „Anderlahn“ in Partschins um eine außergewöhnliche Attraktion reicher. Mit großem Engagement, viel Leidenschaft und mitreißenden Rhythmen bringen die drei Aufgussmeister frischen Wind in die hauseigene Saunalandschaft. RED
VINSCHGAU - Im Herbst startet das Mobilitätsprojekt zwischen Kindergarten und Schule, gemeinsam mit dem Amt für Mobilität (siehe der Vinschger Nr. 4/2025), um die Straßen zu Schule und Kindergarten noch sicherer zu gestalten. Einen wesentlichen Beitrag dazu leisten bereits die Schülerlotsen. Sie sind nicht mehr wegzudenken in den Dörfern bzw. Gemeinden, wo sie ehrenamtlich ihren Dienst leisten. Im Gegenteil, es herrsche weiterhin Herbert Habicher „im Einsatz“ in Schlanders. Bedarf und alle, die sich für diese Aufgabe entscheiden, seien herz- Gelegenheit, sich bei allen Schü- selbst zu machen.“ In den meisten lich willkommen, betont Major lerlotsen zu bedanken. „Es wäre Fällen sind es eben Rentnerinnen Christian Carli, der Kommandant schön, wenn sich noch mehr von und Rentner. Habicher fügt hinzu, des gemeindeübergreifenden ihnen finden ließen“, ergänzen sie. dass sie zu zweit sind und sich Ortspolizeidienstes, auf Anfrage. Ein Schülerlotse, der bereits seit im Zwei-Wochen-Rhythmus abIn einigen Gemeinden gibt es fünf Jahren als solcher arbeitet, ist wechseln. Schülerlotsen. „Überall dort, wo Herbert Habicher aus Schlanders, wir Schulwege haben, können Jahrgang 1958, ein Lehrer in Ren- „Der Dienst funktioniert gut“ sie gut gebraucht werden“, sagt te. Er sagte dem der Vinschger: Carli. Versichert würden sie teils „Diese Aufgabe ist für mich etwas Wer mit 45 Jahren noch nicht über die Gemeinden, in Naturns, sehr Schönes. Man kann nicht nur in Rente ist, ist Sabine Dietl aus Prad und Mals zum Beispiel ist den Kindern – und oft auch ihren Mals. Sie übt diesen Dienst geder Rettungsverein Weißes Kreuz Eltern – ein Stück Sicherheit im nauso mit Freude aus. Im Dorf dafür zuständig. Geschult werden Straßenverkehr geben, sondern Mals gibt es 22 Schülerlotsen, sie von den Ortspolizisten. Der kommt auch in Kontakt mit den die über das Weiße Kreuz orDienst ist ehrenamtlich. Schülerinnen und Schülern. Be- ganisiert sind. Ihre Motivation, sonders am Herzen liegt mir der diesen ehrenamtlichen Dienst tägliche Morgengruß. Es ist er- zu übernehmen, sei, den KinWeitere Schülerlotsen sind willkommen staunlich, wie viele freundlich dern Sicherheit auf der Straße zurückgrüßen – das tut einfach zu gewährleisten. Es war nicht Auch Barbara Gstrein und gut. Und manchmal ergibt sich leicht, Menschen dafür zu finden. Evi Brugger, Projektbegleiterin- sogar ein kleiner ‚Ratscher‘ am Es fehlte weder an Bereitschaft nen der Kindergartendirektion Straßenrand. Ich kann allen Pen- noch an Begeisterung, sondern in Schlanders, sind von diesem sionistinnen und Pensionisten an der Machbarkeit, da BerufsDienst überzeugt und nutzen die nur empfehlen, diese Erfahrung tätige kaum infrage kommen und auch nicht alle Pensionisten. Nun ist sie froh, dass der Dienst seit anfangs Februar dieses Jahres in dieser Form durchgeführt werden konnte. Er funktioniere sehr gut. Neben der Schulung in der Straßenverkehrsordnung gibt es auch einen Erste -Hilfe -Kurs. Die Ausrüstung bekommen sie vom Weißen Kreuz und als Dankeschön die Mitgliedschaft „Weltweit Plus“, was sehr geschätzt wird, sagt sie abschließend. Sabine Dietl im Porträt und bei der Arbeit in Mals.
36 DER VINSCHGER 12/25
DANIELA DI PILLA