VINSCHGER GESELLSCHAFT
Welt Multiple Sklerose Tag VINSCHGAU - Am 30. Mai findet der Welt Multiple Sklerose Tag statt. Für die Multiple Sklerose Vereinigung Südtirol, die auch viele Patentinnen und Patienten im Vinschgau mit Therapien, psychologischer Beratung und auch Beratungen in öffentlichen Angelegenheiten betreut, ist dieser Tag besonders wichtig, um auf die Krankheit Multiple Sklerose (MS) aufmerksam zu machen. MS ist eine chronische Erkrankung des zentralen Nervensystems. Es handelt sich um eine Autoimmunkrankheit: Das Immunsystem greift die Isolierschicht der Nervenfasern an. Im Gehirn, an den Sehnerven oder im Rückenmark entstehen Entzündungen, die narbig abheilen und entsprechende Funktionsstörungen hinterlassen. Nervenhüllen und Nervenfasern werden beschädigt, so dass Impulse der Nerven schlechter oder nicht mehr weitergeleitet werden. Zu Beginn der Krankheit sind Seh- und Gefühlsstörungen (Taubheits- und Kribbelgefühle in Armen und Beinen) am häufigsten. Weitere Krankheitszeichen sind Gang- und Gleichgewichtsstörungen sowie Kraftlosigkeit. Im weiteren Verlauf der Erkrankung können zusätzliche Beschwerden dazukommen. Die Ursache der Krankheit ist noch nicht geklärt. MS ist nicht ansteckend und keine eigentliche Erbkrankheit. Die Krankheit bricht meistens zwischen dem 20. und 40. Lebensjahr aus. Frauen sind etwa doppelt so oft betroffen wie Männer. Der Verlauf der Krankheit ist nicht vorhersehbar, sie hat „1000 Gesichter“ und kann von Patient zu Patient unterschiedlich verlaufen. Dank der heutigen Medizin wird die Lebenserwartung kaum reduziert. Eine Heilung ist bis heute leider nicht möglich. Die Multiple Sklerose Vereinigung steht Betroffenen, Angehörigen, Fachpersonen, Freiwilligen und Interessierten für Fragen rund um MS zur Verfügung. Ein breites Spektrum an Dienstleistungsangeboten hilft im Leben mit MS. Weitere Infos im Internet (www.ms-sm-bz. org). RED
40 DER VINSCHGER 10/25
Laufen für eine gute Sache
Beim Aufwärmen kurz vor dem Start. MORTER - Für die 41 Kinder der Grundschule Morter war der 16. Mai ein besonderer Tag. Sie beteiligten sich an der youngCaritasAktion „LaufWunder“, die seit 15 Jahren an verschiedenen Schulen des Landes stattfindet. Es handelt sich um einen Solidaritätslauf für einen guten Zweck. Mit dem Gesamterlös wird auch heuer wieder das „Klimaschutzpaket“ des Schenken-mit-Sinn-Projektes der Caritas unterstützt, das zur Verbesserung der Lebenssituation der Menschen in Äthiopien und Mosambik beiträgt. „Laufen macht Spaß, Laufen tut gut“ sangen die Kinder kurz vor dem Start beim Kulturhaus in Morter. „Das Wunder seid ihr, denn ihr lauft für Kinder, denen es weniger gut geht“, sagte Daniel Donner, der Leiter von youngCaritas. Die Schulleiterin Sandra Kuppelwieser dankte den Kindern, Lehrpersonen, Eltern und Großeltern
Daniel Donner und Sandra Kuppelwieser.
sowie der Freiwilligen Feuerwehr Morter und allen Freiwilligen für die Mithilfe bei der Aktion. Mit Begeisterung absolvierten die Kinder mehrmals eine vorab festgelegte, einen Kilometer lange Strecke durch das Dorf. Für jede gelaufene Runde stellten persönliche Sponsoren der Kinder einen vorab vereinbarten Betrag zur Verfügung: je größer die Zahl der abgestempelten Runden, desto höher der Endbetrag. Für die Sicherheit während des Laufs sorg-
Es geht los.
ten Eltern und Feuerwehrleute, die als Streckenposten fungierten. Stärken konnten sich die Kleinen mit Säften, Äpfeln und Keksen. In das Caritas-Hilfsprojekt waren die Kinder bereits im Vorfeld an der Schule eingeführt worden. Beim Solidaritätslauf geht es laut der youngCaritas vor allem darum, „Kinder und Jugendliche zu sensibilisieren und zu motivieren, sich für Gleichaltrige im globalen Süden einzusetzen, die unter schwierigen Bedingungen aufwachsen. Sie lernen, dass durch die globale Vernetzung unsere Handlungen weltweit große klimatische Auswirkungen haben.“ Neben der Grundschule Morter beteiligte sich am 16. Mai auch die Mittelschule Mölten an der Aktion. Am 11. Juni werden die Schülerinnen und Schüler des Sozialwissenschaftlichen Gymnasiums in Bozen Laufrunden für das Hilfsprojekt drehen. SEPP
Für jede Runde gab es einen Stempel.