SVP lässt Federn

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VINSCHGER GESELLSCHAFT RATGEBER MODE

Modenschau H-W 2023

Eine Sportler-Reise nach Äthiopien …wo die Menschheit begann und der Kaffee erfunden wurde.

Der Aufwand war groß, die Mühe sowieso. Doch am Ende wurden wir mehrfach belohnt, durch die gute Stimmung, Freude und positive Energie am Abend beim Schupfer in Schlanders. Unsere wunderbaren Models, Frauen verschiedenster Figurtypen. Allesamt jedoch, mit spezieller und herzlicher Ausstrahlung. Ein einziger Herr als Model, wagte sich in den Reigen von zwölf Damen, war mutig und aussagekräftig gleichermaßen. Die geschätzten Gäste übrigens, waren ein toller Mix aus jungen, junggebliebenen und „gestandenen“ Leuten, wie es die engagierte Chefin vom Schupfer, Fr. Monika auf den Punkt brachte. Mit der Auswahl verschiedenster Kollektionen, hat Mode Leo einmal mehr gezeigt, dass es neben bewährter Klassik vor allem überraschend andere und sehr spezielle Mode anbietet. Made in italy und exclusiv im Vinschgau ist für uns ein wichtiges Kriterium bei Auswahl der Firmen. Ein ganz großes Dankeschön nochmals an Fam. Wieser, die spontan deren schönen Gasträume zur Verfügung stellte. An DJ Otti Mc Love. An die Models und Damen backstage. An Fr. Sabine als ideenreiche und überzeugte Mitarbeiterin auf Augenhöhe, bei Mode Leo in Latsch. Herzlichst, Ihre Claudia Leoni Modefachfrau, Farb-, Typ- und Stilberaterin bei Mode Leo Latsch

Alexandra Gross (links, in Gelb), Mathias Zierhut (liegend vorne links) und Tobias Lechthaler (liegend rechts) hatten einen bunten Haufen zu beschäftigen.

kamen aus Äthiopien, dem ältesten Staat Afrikas. Ihre Reise dauerte über Generationen. Tobias Lechthaler, der reisefreudige Sportlehrer aus Kortsch, schaffte den Flug mit Ethiopian Airlines von Mailand in die Hauptstadt Addis Abeba in gut 6 Stunden. Es folgten 4 Stunden Wirbelsäule-Massage durch die Fahrt über Straßen, die nur Streifen in der Landschaft waren, voller Löcher und voller Ziegen, Rinder und Esel. Die Temperatur hat den Kortscher nicht unbedingt überrascht. Während seiner Reise zwischen 28. Juni und 14. Juli konnte er sich an den 36°C im Vinschgau akklimatisieren. „Es war spannend“, fand Tobias, „ich wusste nicht, was auf mir zukam.“ In Attat waren die üblichen Anpassungsprozesse zu überstehen. Das 3-Wochen-Sommer-Camp war von Georg Gasser, Geschäftsführer der Sporthilfe, organisiert worden. Tobias wollte es unbedingt einmal

miterleben. Schließlich hatte er mehrfach Erfahrungen gesammelt mit den Leichtathletik-Camps im Vinschgau. Vorgesehen war die Beschäftigung von Gruppen quer durch alle Altersstufen vorwiegend mit Spielen. Organisiert und eingerichtet worden war das Camp von den Südtiroler Ärzten für die Welt. „Meine Ansprechpartnerin war Monika Gross, die Projektmanagerin. Das sportliche Programm haben wir – ich, Alexandra Gross und Matthias Zierhut – abgewickelt.“ Betreut wurden die rund 70 teilnehmenden Jugendlichen pro Woche von Seminaristen, angehenden Priestern, die fähig waren aus dem „Amharischen“ ins Englische zu übersetzen. Amharisch ist nach dem Oromo die äthiopische Sprache mit der zweitgrößten Zahl an Muttersprachlern. Außerdem wird sie von sehr vielen Einwohnern Äthiopiens als Zweitsprache gesprochen. Abgewickelt wurde das Programm in einer Struktur und auf einem Freigelände neben

dem Krankenhaus von Attat. Unterlagen dazu waren vom Verband Südtiroler Sportvereine (VSS) zur Verfügung gestellt worden. Claudia Nista aus Mals hätte sich bei der FIBA, der Federazione Italiana Badminton, stark gemacht und einige Badminton-Sets auf die Welt gebracht. „Als Leichtathletiktrainer sind mir sofort die vielen Talente aufgefallen, nicht nur die im Ausdauerbereich, wie man erwarten könnte.“ Das Motto des Camps stammte nicht unbedingt aus dem Sport; es lautete: „Camps Family of Love“. Das Krankenhaus wurde 1969 von Missionsschwestern aus Deutschland erbaut. An der Spitze der Initiative stand Schwester Inge Jansen, Jahrgang 1935. Sie lebt immer noch in Attat. Mittlerweile wird das Krankenhaus von Rita Schiffer geleitet. Sie arbeitet seit 1997 in Äthiopien und ist Preisträgerin des Else Kröner Fresenius-Preis

In Attat: die Straße zum Krankenhaus.

Spielen, bis das Tor zusammenbricht.

Ein Dank ging auch nach Mals.

KORTSCH IM VINSCHGAU/ATTAT IN ÄTHIOPIEN - Die ersten Europäer

GÜNTHER SCHÖPF

Latsch, Zentrum - Marktstr. 12 Tel. 0473 623 250, www.leoni.bz.it Durchgehend geöffnet Mo. - Fr. 9.30 - 18.30 Uhr Sa. 9.30 - 13.00 Uhr

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