VINSCHGER GESELLSCHAFT
Josefi-Watten SCHLANDERS - Auf ungewohntes Terrain wagte sich der Chor der Pfarrkirche Schlanders am Josefitag. Einige Junge und jung Gebliebene hatten ein Josefi-Preiswatten angeregt und sich dafür mächtig ins Zeug gelegt. Der Erfolg gab ihnen Recht. 36 Paare hatten sich gemeldet, quer durch alle Altersgruppen, aus der näheren und weiteren Umgebung. Die Jüngste war Lilly Schuster mit 10, der Älteste Willi Strobl mit 91 Jahren. Der Saal des Kasino in der Basis Vinschgau war bis auf den
letzten Platz besetzt, die Spieler ausdauernd, gut gelaunt und diszipliniert. Ausgetragen wurden 6 Spiele. Mittels Punktewertung wurden die 4 Halbfinalisten ermittelt. Andreas Schuster sorgte für einen reibungslosen Spielverlauf. Die Chorgemeinschaft bemühte sich mit einem umfangreichen Kuchenbuffet und einer Gulaschsuppe um das leibliche Wohl der Spielerinnen und Spieler. Dank der folgenden Sponsoren winkten schöne Preise. Wir bedanken uns herzlich bei Kurt Leggeri, Franz
Walzl, Athesia, Zahnstudio Müller, Zahnstudio Barbara Knoflach, Fa. Reccla, Goldene Rose, Goldener Löwe und Bäckerei Pilser. Einen herzlichen Applaus verdient das Organisationskomitee: Jakob Raffeiner, Ulli Verdross und Renate Holzner. Die Ergebnisse: 1. Platz: Andreas Schöpf/Erich Pernthaler, Die zwei erstplatzierten Teams. 2. Platz: Blidmund Kristler/Erwin Tumler, 3. Platz: Franz FleischMarx, Herbert und Marlene Raff- mann/Adolf Tappeiner, 4. Platz: einer, Brigitte Müller, Heini Mül- Freddy Wallnöfer/Hannes Pichler. ler, Dr. Andreas Knoflach, Despar Market Rungg, Getränkemarkt GERDA FRISCHMANN
LESERBRIEFE
Neues Dorfzentrum in Naturns
im Einklang mit der Natur sein durften – ein wahres Paradies. Die bunt blühende BlumenwieEs ist schon erstaunlich, was sich se, die Wildbienen und der liedie SVP und im Besonderen der bevoll bepflanzte Kräutergarten Herr Bürgermeister Christanell sind nur drei der vielen schönen Ecken, durch welche man erZeno da erlauben, nämlich den kennen kann, wie viel Herzblut bestehenden Rathausplatz, das hinter diesem „Platzl“ steckt. Eigentum der Steuer zahlenden Nun soll dieser Ort, welcher Bürger von Naturns, an private Immobilienfirmen zu übertra- ELMAR KARL MÜLLER, NATURNS, 01.04.2023 liebevoll, freiwillig und durch gen mit dem Vorwand, dass harte Arbeit erbaut worden ist, es dadurch der Öffentlichkeit dem Erdboden gleich gemacht nichts kostet, diesen zu ver- „A Platzl, des Leit zommwerden. Ich, als Gast an diesem bauen. Erstens braucht Naturns bring, terf nimmer sein. besonderen Ort, kann diese Entdieses Großprojekt nicht, wie A Platzl voller Vielfalt scheidung nicht nachvollziehen. von allen Wirtschaftsverbänden Meiner Meinung nach braucht und Lebensfreude weart auch in den Medien mitgeteilt besonders der Vinschgau solche Orte. Orte, wo Jung und und zweitens steht die Naturn- hingrichtet“ ser Bevölkerung nicht hinter Alt zusammenkommen köndiesem, auch wenn der Herr Als Besucherin dieses wunder- nen, wo man sich austauschen Bürgermeister mitteilt: „Der vollen Ortes in Tschengls bricht kann und gemeinsam das Leben Großteil der Naturnser steht es mir das Herz zu sehen, dass feiern kann. Denn wie bereits hinter den Bebauungsplänen“. dieser Lieblingsplatz von vielen bekannt ist, fehlt es vor allem Die Naturnser Bevölkerung be- nun ruiniert werden soll. Es ist an Orten für Jugendliche. Sie steht nicht nur aus SVP-Mitglie- ein Ort, welcher nun für einige brauchen einen Platz zum Abdern und deren Politikern. Da es Jahre Geborgenheit für Jung schalten, zum beisammen sein zu diesem Vorhaben bereits seit und Alt geboten hat, ein Ort der und zum Chillen. Dieser Platz April 2022 einen Vorentwurf Vielfalt, ein Ort, an dem gelacht, in Tschengls bietet dafür die von einem namhaften Architek- gesungen, gefeiert, gegessen perfekten Voraussetzungen und ten gibt, was vom Bürgermeister und gespielt worden ist. Es ist nun soll einfach alles abgebaut heruntergespielt wird als dessen ein Ort, wo Mensch und Tier und zerstört werden? Nicht nur Eigeninitiative, kann man davon ausgehen, dass die Vorbereitungen und Planungen weit fortgeschritten sind, denn wer denkt und plant heutzutage noch umsonst. Auch zur Äußerung des Herrn Bürgermeister „Es sollte uns ums Dorf gehen und nicht um Einzelinteressen“, möchte ich kurz anmerken, wer glaubt wird selig, denn in Naturns gab 14 DER VINSCHGER 07/23
es und gibt es genug Beispiele, wo das nicht zutrifft. Wenn die SVP-Politiker in Zukunft in Naturns noch glaubwürdig und wählbar sein wollen, dann rate ich ihnen eine demokratische Bürgerbefragung abzuhalten, denn Naturns ist unser Dorf und nicht nur eures.
junge Leute, sondern auch Kinder und Familien kamen hier auf ihre Kosten. Beim Grillen mit Freunden und der Familie wurde das Fleisch und das Gemüse mit den Kräutern aus dem Kräutergarten verfeinert. An Sommerabenden wurde der selbst gebaute Pizzaofen angeschmissen und Pizza gebacken. Viele schöne Momente wurden hier gefeiert. Unerklärlich ist es mir, dass hier auch vonseiten der Gemeinde nicht mehr Interesse und Einsatz gezeigt wird. Die Gesellschaft braucht solche Festplätze, wo man zusammenkommen kann, a „Glasl trinken konn“ oder „a Hetz hoben“ kann. So scheint es mir, als würde der Profit wiedermal im Vordergrund stehen. Ein Ort, an welchem kein Profit gemacht werden kann, hat in unserer Gesellschaft wohl leider keinen Platz mehr. VIVIANE HOHENEGGER, TSCHENGLS, 04.04.2023