Vinschger Vorstoß

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Hilfe für die Ärmsten der Armen Mit viel Dankbarkeit von Kalkutta zurückgekehrt KALKUTTA/PRAD - Mit viel Hoffnung und Dankbarkeit ist die Praderin Petra Theiner vom Verein „Hoffnung auf einen besseren Morgen“ von Kalkutta zurückgekehrt. Hatte sie früher über Jahre hinweg die Wintermonate in Kalkutta verbracht, um selbst mitzuhelfen, so konnte sie während der vergangenen Jahren aus familiären Gründen, aber auch pandemiebedingt, nicht nach Kalkutta reisen. Heuer im Jänner war es endlich soweit. Sie besichtigte alle vom Verein finanzierten Projekte. In Kalkutta leben geschätzte 10 Millionen nicht registrierter Menschen entlang der Kanäle und Bahngleise, am Fuß von Müllbergen und unter Plastikplanen an Straßen. Obwohl sie jahrelang nicht mehr nach Indien reisen konnte, hatte Petra alles unternommen, um den notleidenden Menschen aus der Ferne zu helfen. Sie sammelte Spendengelder, in erster Linie bei Vorträgen in Südtirol. Von den Früchten dieser Bemühungen konnte sich Petra nun ein konkretes Bild vor Ort machen.

Petra Theiner vom Verein „Hoffnung auf einen besseren Morgen“ konnte sich kürzlich selbst ein Bild davon machen, wie die Spenden aus Südtirol für die Ärmsten der Armen eingesetzt werden.

ins Leben gerufen. Außerdem Hilfe zur Selbsthilfe wurden kleine Schulen errichtet, damit auch Mädchen und Buben Was die Menschen am drineine Chance auf Bildung haben. gendsten brauchen, sei sauberes Zu den weiteren Hilfsinitiativen Wasser. Petra: „Deshalb werden gehört eine regelmäßige Essens- wir weiterhin viele Brunnen bauausgabe für Kinder. Dankbar und en.“ Das von Südtirol bezahlte mit viel Hoffnung im Herzen ist Rettungsauto sei nicht mehr wegPetra zurückgekehrt. Mit Father zudenken und habe schon viele Matthew George, ihrem jahrelan- Menschen gerettet. Wichtig ist gen Vertrauenspartner vor Ort, hat auch eine soziale Absicherung, sie einen Mann gefunden, der - wie „denn Millionen von Menschen, sie - die Notleidenden unabhängig die auf den Straßen leben, haben ihres Glaubens unterstützt und ge- niemals die Möglichkeit, in ein nau weiß, wo es Hilfe braucht, was Krankenhaus zu kommen.“ Im überhaupt möglich und sinnvoll Elendsviertel Bagar, das unterhalb ist und wie man Hilfe vermittelt. einer riesigen Mülldeponie liegt, Die Menschen, die in Rohren oder konnten 24 Wasserbrunnen, 21 unter Plastikplanen wohnen und Toiletten und auch ein GemeinViele Projekte und Initiativen in Zeiten des Monsuns nicht ein- schaftsraum errichtet werden, in Dank der Spenden aus Südtirol mal mehr dies ihr Heim nennen dem bereits 100 Frauen das Nähen konnten zum Beispiel Wellblech- können, bekommen vom Ver- gelernt haben. Derzeit erhalten 20 häuser und einfachste Lehmhütten ein „Hoffnung auf einen besseren Frauen Nähunterricht. Besucht für die Ärmsten der Armen sowie Morgen“ nur die „Zutaten“, so etwa hat Petra auch das Hoffnungsdorf, Brunnen in den Slums am Fuße Materialien und Hilfestellungen ihr derzeit größtes Projekt. Es der Müllberge errichtet werden. beim Bau einer Unterkunft. Bauen befindet sich rund 200 Kilometer Schon vor einigen Jahren wurde aber müssen sie sich alles selbst. außerhalb von Kalkutta. In 10 ein Programm für Näherinnen Das ist Petra sehr wichtig. Dörfern wurden 10 Wassertanks

gebaut. Die Familien der ersten 6 Häuser hat Petra besucht. Für die nächsten 35 Häuser durfte sie den Grundstein legen. Ein Gemeinschaftsbrunnen befindet sich vor der Fertigstellung. Das von Südtirol finanzierte Berufsbildungszentrum gibt vielen jungen Menschen die Chance, eine Ausbildung zu absolvieren. Der Verein will alle Projekte weiterfinanzieren. Ein großer Wunsch von Petra ist es, mit Hilfe von Südtirol 7 Dorfschulen zu bauen, die Renovierung einer Schule findet derzeit statt. 5 Promille willkommen Unterstützen kann man den Verein mit Spenden (Sparkasse: IBAN: IT 59 Q 06045 58720 000000000111 BIC: CRBZIT2B030; Raiffeisenkasse: IBAN: IT 70 R 08183 58720 000300238210 BIC: RZSBIT21027) oder mit den 5 Promille der Steuerabgaben (Steuernummer des Vereins: 91063910219). RED

Heeey, Mensch! GLURNS/LATSCH - Der Mensch muss lernen, nicht der Hund. Das ist der Grund, warum die Vorträge, die Lorenz „Lou“ Blaas am 21. April um 20 Uhr in der Turnhalle in Glurns und am 28. April um 20 Uhr im CulturForum in Latsch hält, den Titel „Heeey, Mensch!“ tragen. „Lou“ (im Bild) sieht sich in diesem Sinn nicht als Hundeflüsterer, sondern als einer, der

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reflektiert und darüber nachdenkt, wie der Mensch und der Hund einander verstehen können. Sein Credo lautet: „Versuche den Hund zu verstehen, dann wird auch der Hund bereit sein, dich zu verstehen.“ Die Informationsabende, die sich sowohl an Hundebesitzer als auch an Nicht-Hundebesitzer richten, werden in Zusammenarbeit mit dem Tierschutzverein

Vinschgau organisiert. Der Eintritt ist frei, freiwillige Spenden kommen dem Tierschutzverein zu Gute. Den letzten Vortrag hatte „Lou“ übrigens im Frühjahr 2019 gehalten. Dann kamen die Corona-Jahre. Bei den Abenden in Glurns und Latsch wird er daher auch mit neuen Erfahrungen, Erlebnissen und interessanten Fallbeispielen aufwarten. SEPP


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