VINSCHGER GESELLSCHAFT
Gemischte Gefühle bei Mischzonen GLURNS - Die Sitzordnung im Versammlungssaal des Rathauses war eindeutig. Zur Linken des Bürgermeisters Erich Wallnöfer hatte sich die Oppositionspartei „SVP“ formiert, zur Rechten seine Regierungsfraktion „Für Glurns“. Einstimmig wurde der für Heinz Riedl (Für Glurns) nachgerückte Fliesenleger Daniel Moriggl als neuer Gemeinderat aufgenommen und begrüßt. Bürgermeister Ratssitzung am 25. Februar mit Bürgermeister Erich Wallnöfer, Sekretär Georg Wallnöfer ging dann zum Ver- Sagmeister, den Vertretern der Südtiroler Volkspartei, verjüngt durch die kleine waltungsalltag über, indem er die Mara (links); ihnen gegenüber die Vertreter der Liste „Für Glurns“. wichtigsten Punkte der Niederschrift anführte und den Rats- man zumindest Verluste vermei- Landesbeitrag erst abgerechnet mitgliedern vorschlug, Fragen zur den. Vor allem im Hinblick auf werden, wenn ein sogenanntes Verwaltungstätigkeit des Stadt- den trockenen Winter. In diesem Mischgebiet M1 ausgewiesen sei. rates im Zeitraum 28. Dezember Zusammenhang wurde auch ein Entsprechend sei auch die Ge2022 bis 2. Februar 2023 zu stellen. Leck in der Leitung des Fernheiz- meindestraße zurück zu widmen. Nach der einstimmigen Genehmi- werks erwähnt. Der Bürgermeis- Valentin Eberhöfer (Für Glurns) gung des Protokolls der letzten ter erachtete es für notwendig, fragte, wie das in Zukunft weiRatssitzung ersuchte er den Rat, sämtliche Wasserleitungen auszu- tergehen soll. Die Antwort des mit der 1. Bilanzänderung des tauschen. Allerdings seien die an Bürgermeisters: „Das kann ich Jahres 2023 mehrere Maßnahmen den Bezirk eingereichten Projekte auch nicht sagen. Das hängt mit auf dem Dringlichkeitswege zu ge- der Eigenverwaltung (BNR) nicht dem neuen Raumordnungsgenehmigen. Zur 2. Bilanzänderung angegangen worden, wodurch gab es Gesprächsbedarf vor allem nur die notwendigsten Arbeiten zum Thema Trinkwasserleitung. durchgeführt würden. Auch die Für den Abschnitt Laubengasse 2. Bilanzänderung wurde einstimwurde ein Staatsbeitrag in der mig genehmigt. Punkt 6 der TaHöhe von 80.000 Euro genehmigt. gesordnung sah die Genehmigung 240.000 Euro waren für die Trink- eines Entwurfes vot: Einführung wasserleitung Stadtgebiet veran- der neuen Zonenbezeichnung schlagt worden und müssten aus „Mischgebiet M1“ und AbändeEigenmitteln aufgebracht werden. rung zweier Erweiterungszonen Bürgermeister Wallnöfer sprach C1 & C2“ und „Gemeindestraße von „einem großen Thema Trink- Typ B“ in „Mischgebiet M1“. Da es Daniel Moriggl, 41, Handwerker mit wasser“. Da es keine neuen Quel- keine B- und C-Zonen mehr gäbe – Arbeitsplatz in der Schweiz, len zum Erschließen gäbe, müsste erklärte Wallnöfer – könne ein ersetzt Heinz Riedl.
setz zusammen, das auch ständig geändert wird“. Stefan Winkler (SVP) wollte wissen, warum es keine B- und C-Zonen mehr gibt. Die Abstimmung zu diesem Punkt ergab eine Gegenstimme (Valentin Eberhöfer) und eine Enthaltung. Ohne längere Diskussionen wurden dann bei Punkt 7 Martin Prieth, Magdalena Holzknecht und Stefan Winkler als Revisoren für die Abschlussrechnung 2022 der Eigenverwaltung bestätigt. Ebenfalls lebhaft wurde es bei Punkt 8 „Änderung der Hausnummerierung im Etschdamm“. Dort waren Stadel veräußert und zu Wohnungen ausgebaut worden, was eine Neunummerierung notwendig mache. Zwar ziehe dies einige Änderungen bzw. Umschreibung von Dokumenten nach sich, aber Kosten würden den Bürgern daraus keine entstehen, erklärte Mitarbeiterin Petra Windegger. Zum abschließenden Punkt Allfälliges kam eine Vielzahl von Themen zur Sprache wie die Verkehrswegeregelung im Nationalpark, die Notwendigkeit einer Kita, ev. zusammen mit der Gemeinde Taufers, der Stand der Umbauarbeiten am ehemaligen Widums zu einer Seniorenstruktur für betreutes Wohnen, die Energiegenossenschaften und das Anbringen von Photovoltaik auf der Mülldeponie. GÜNTHER SCHÖPF
Kellerbachviertel zeigt Herz NATURNS - Angespornt vom Erfolg der ersten Auflage 2021 hatte sich das Komitee des Naturnser Kellerbachviertels entschlossen, auch 2022 eine Weihnachtsaktion für einen guten Zweck durchzuführen. Bei beiden Veranstaltungstagen (10. Dezember und Neujahrstag) trugen viele Bewohnerinnen und Bewohner der kleinen Siedlung zum Gelingen der Spendenaktionen bei. Am 10. Dezember stellten Maria Pawuls und Ingeborg Stainer, Vorstandsmitglieder des Vereins Kinderherz, ihren Verein vor. Für eine zweite Spendenaktion am Neujahrstag hatte man sich ent-
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troffen. Am 27. Jänner konnte das Komitee einen Scheck in Höhe von 1.000 Euro an den Verein Kinderherz und einen zweiten Scheck (1.870 Euro) an Günther Mirrione übergeben. Die „tapfere kleine Kriegerin Isabel“ hat den Kampf gegen die schwere Krankheit leider am 10. Februar verloren. Das Komitee drückt Das Komitee der Kellerbacher Weihnachtsaktion 2022 bei der den Eltern Carolina und Günther Spendenübergabe (v.l.): Alois Pixner, Alois Laimer, Dario Hoffer, Maria Pawlus und den drei Geschwistern sein (Vorstandsmitglied Verein Kinderherz), Hansjörg Prantl (Vorsitzender des Mitgefühl aus. - Die Speisen, Komitees), Günther Mirrione und Fritz Baumgärtner; Dietmar Fliri fehlt im Bild. Getränke und vieles mehr waren bei beiden Veranstaltungen von schlossen, nachdem das Komitee fahren hatte: die kleine Isabel (3 Spendern im Kellerbachviertel von einem schweren Schicksals- Jahre) litt an einer sehr schweren kostenlos zur Verfügung gestellt schlag der Familie Mirrione er- Krankheit. Alle zeigten sich be- worden. RED