„Das halbe Leben am Gletscher“

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

„Bisch ah a bissl afn Morkt?“

LAATSCH - Bei prächtigem Herbstwetter mit angenehmen Temperaturen fand am 25. Oktober der traditionelle „Lootscher Morkt“ statt. Kleine und große Besucherinnen und Besucher

aus nah und fern, darunter auch nicht wenige Schweizer, waren nach Laatsch geströmt. Es gab wiederum „Kas, Keschtn und Klamottn“, Brot, Speck und viele weitere Erzeugnisse aus der

Region sowie Handwerkszeug. Traktoren und landwirtschaftAuch allerlei feste und flüssige liche Maschinen. „Viecher“ gab Köstlichkeiten für den Gaumen es heuer nur wenige. Lediglich fehlten nicht. Für musikalische einige Esel ließen sich streicheln. Begleitung wurde ebenso gesorgt. SEPP Ausgestellt wurden außerdem

Berlin, Toronto, Schlanders SCHLANDERS - Klimawandel, Digitalisierung, Nachhaltigkeit: diese und weitere Themen zeigen, dass sich auf der Welt vieles verändert, ja verändern muss. „Es gibt aber nicht nur Veränderungsprozesse im Äußeren, sondern auch im Inneren der Menschen“, stimmten Holger Nauheimer und Brigitta Villaronga am 27. Oktober bei einem Presse-Kaffee in der BASIS in Schlanders überein. Holger Nauheimer ist der Gründer und Entwickler der Change Days-Bewegung, Brigitta Villaronga aus Deutschland, die seit einiger Zeit im Obervinschgau lebt und in der BASIS als Co-Workerin und Network-Pionierin tätig ist, hat das Festival „Berlin Change“ nach Schlanders geholt. 3 Tage lang setzten sich rund 70 Teilnehmerinnen und Teilnehmer aus Deutschland, Spanien, den Niederlanden, Kanada und anderen Ländern mit Veränderungsprozessen auf allen Ebenen auseinander. Nach Berlin, Toronto und anderen Städten wurde das Festival erstmals im Vinschgau veranstaltet, genauer

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DER VINSCHGER 20/22

gesagt in der BASIS. „Den Berg im Innern erkunden“ hieß das Motto. Der Grundtenor lautete: „Egal, wo wir leben und versuchen, als ‚Change Agents’ und Praktiker für Transformation etwas im bevorstehenden Chaos zu bewirken, es gibt nur einen Weg, um etwas zu bewirken: Die Veränderung zu sein, sie zu verkörpern, unsere Worte zu leben, während wir weiter klettern.“ Es gehe um Veränderungsprozesse und auch um das Bauen von Brücken. „Brücken zwischen Stadt und Land, zwischen Vergangen-

heit und Gegenwart, zwischen Traditionellem und Neuem“, so Villaronga. Auch in der Arbeitswelt seien Veränderungsprozesse im Gang. Sogenannte digitale Nomaden suchen sich zum Beispiel dort ihren Arbeitsort aus, wo sie sonst gerne Urlaub machen möchten. Dies wiederum kann zur Aufwertung von Regionen beitragen, auch im Sinne der touristischen Entwicklung. Die rund 20 Workshops, an denen man im Rahmen des Festivals teilnehmen konnte, wurden von „Veränderungsprofis“ aus

vielen Ländern und Gesellschaftsschichten gestaltet. Vom Ambiente der BASIS bzw. der ehemaligen Drusus-Kaserne insgesamt zeigten sich Holger Nauheimer und viele Teilnehmende begeistert. Das „Berlin Change Festival“ hat auch dazu beigetragen, die BASIS einmal mehr als internationale Denkplattform ins Rampenlicht zu rücken. Holger Nauheimer hat nicht nur die „Berlin Change Days“ aus der Taufe gehoben, sondern half auch der Gründung der „Toronto Change Days“ mit. SEPP


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