Blick auf die Almen

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

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Das Kasernen-Areal am vergangenen 9. Oktober: 1: Kommando-Gebäude, 2: Südriegel; 3: BASIS, 4: Nordriegel an der Kortscher Straße (in einem Teil davon befindet sich die BASIS-Kreativwerkstatt).

Abriss eingestellt Um 5 Uhr ging es los und am späten Vormittag hieß es Stopp. Schlanderser Bürgermeister im Kreuzfeuer der Kritik. SCHLANDERS - Was sich am 5. Oktober ab 5 Uhr in der Früh auf dem Gelände der ehemaligen Drusus-Kaserne abspielte, wird sicher in die Annalen der Schlanderser Dorfgeschichte eingehen. Den offiziellen „Auftakt“ der Aktion hatte Bürgermeister Dieter Pinggera am Abend zuvor mit der Anordnung „Abbruch von Kasernen“ gesetzt. Die Anordnung wurde am 4. Oktober um 17.38 Uhr digital unterzeichnet. Am Morgen danach - es war noch stockdunkel - fuhren mehrere Bagger und Lastkraftwagen auf und rissen nicht wenige Anrainer aus dem Schlaf. Auch eine stattliche Anzahl von Ortspolizisten war vor Ort. 2 der 4 großen Gebäude-Riegel wurden abgesperrt: einmal die sogenannte „Palazzina Comando“ mit der Marmorfassade an der Bahnhofstraße und einmal die „Palazzina Misurata“, der Südriegel. In der „Palazzina Servizi“ wo sich die BASIS befindet, und in der BASIS-Kreativwerkstatt in der „Pa-

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DER VINSCHGER 18/22

lazzina Tagliamento“ (Nordriegel) fielen die Leute ebenso aus allen Wolken wie die Anrainer der unmittelbaren Umgebung.

jährigen, aufwendigen und demokratischen Entwicklungsprozesses entstanden ist und vereinbart wurde.“ Der Abriss des Kommando-Gebäudes und des Südriegels bette sich in ein Nachnutzungskonzept ein, wie „Zeitpunkt wurde bewusst gewählt“ es der Gemeinderat und weitere Gremien Dass die Abbrucharbeiten an den zwei beschlossen hätten: „Wir tun das, was wir genannten Gebäude-Riegeln bei Nacht und beschlossen und auch immer kommuniziert Nebel beginnen würden, hatten nur sehr haben. Ein sehr großer Teil der Bevölkerung wenige gewusst. „Wir haben diese Vor- steht hinter dem Konzept.“ gangsweise bewusst gewählt, um Proteste aus gewissen Kreisen zu vermeiden und „Aus Gründen der öffentlichen Sicherheit“ einen ‚Aufstand’ zu verhindern. Dass wir damit nicht falsch lagen, zeigen die ProZur Frage „Warum jetzt und warum um testaktionen, zu denen es derzeit kommt“, 5 Uhr in der Früh?“ meinte Pinggera: „Der sagte Dieter Pinggera kurz nach 10 Uhr in gesetzliche Verwahrer der Liegenschaft, seinem Büro im Rathaus. Zu dieser Zeit war Georg Sagmeister, und Sonja Wallnöfer er bereits außerstande, alle Telefonate, mit vom Infrastrukturamt haben am 20. Sepdenen er bombardiert wurde, entgegenzu- tember bei einem Ortsaugenschein schwere nehmen. Den Medienvertretern erklärte strukturelle Mängel festgestellt.“ Zusätzlich er, dass mit den Abbrucharbeiten das um- zu Verfallserscheinungen seien Absperrungesetzt werde, „was im Rahmen eines lang- gen immer wieder aufgebrochen worden.


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