Hoffen auf Normalität

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Klare Botschaften „Wir Schützen stehen für Heimat, Glaube, Kultur und Freiheit.“

Alle 19 Schützenkompanien des Bezirks Vinschgau waren beim Bezirkstag im Kulturhaus in Mals vertreten. MALS - Alles war aufgrund der Corona-Einschränkungen zwar nicht möglich, einiges aber doch. Der eine oder andere mag sich zwar an den Diwan gewöhnt haben, „aber der Diwan ist nicht der Platz für uns Schützen und Marketenderinnen. Wir dürfen nicht stehen bleiben, sondern müssen nach vorne schauen“, sagte Major Hansjörg Eberhöfer beim Bezirkstag der Vinschger Schützen am 26. März im Kulturhaus in Mals. Gerade in Zeiten, „in denen uns Tag für Tag Freiheit genommen wird“, heiße es dagegenhalten. „Die Freiheit wird uns von Leuten genommen, die über uns stehen und dagegen müssen wir uns wehren.“ Zum Auftrag der Schützen gehöre der Einsatz für Volk und Heimat, für Glaube und Kultur, „vor allem aber für Freiheit und Unabhängigkeit.“ Der Bezirk brauche jede einzelne Kompanie: „Jede Kompanie hat Stärken, die es zu fördern und auszubauen gilt“, so Eberhöfer. Im Vordergrund stünden gutes Auftreten, Zusammenhalt, Fleiß, Motivation und der tägliche Einsatz für die Werte, welche die Schützen seit jeher hochhalten.

gen der Sanität, der Umwelt, der Regulierung der Wildtiere, der Treibstoffpreise, der Renten und der Energie: „Der Staat schreibt uns hohe Strompreise vor, obwohl Südtirol weitaus mehr Strom erzeugt als es selbst verbraucht.“ Rückblickend auf 2021 erinnerte Raffeiner u.a. die Gedenkveranstaltungen „60 Jahre Feuernacht“, an die Klausurtagung der Bezirksleitung auf der Göflaner Alm und an die Initiative und den Einsatz des Schützenbundes für das Ehrenamt, sprich für die Rückholung des Landesregisters der Südtiroler Vereine von Rom nach Bozen. Den Bericht des Kommandanten des Bataillons „Josef Stecher“, Andreas Thoma, der nicht anwesend

Für Musik sorgten die Malser Weisenbläser

sein konnte, trug Hansjörg Eberhöfer vor. Zu den Höhepunkten des Jahres 2021 zählte laut dem Bericht von Thoma die Vorführung des Dokumentarfilms „Südtirol - Zwischen Hoffnung und Gewalt“ mit Zeitzeugen im Juni in Mals anlässlich des Gedenkens „60 Jahre Feuernacht“. Das große Ziel sei und bleibe stets dasselbe: „Ein freies Tirol.“ Auch die Bezirksmarketenderin Kunigunde Wielander, die Jungschützenbetreuerin Esther Tappeiner, der Bezirksschießreferent Markus Kofler, der Major-Stellvertreter Gottfried Lechthaler, seines Zeichens auch Hauptmann der Kompanie Mals, sowie weitere Bezirksleitungsmitglieder warteten mit Berichten auf.

Für mehr Entscheidungsfreiheiten Peter Raffeiner, der Kommandant des Bataillons „Martin Teimer“, forderte mehr Entscheidungsfreiheiten für Südtirol in vielen Bereichen, etwa in Fra8

DER VINSCHGER 06/22

Ein Teil der Tätigkeiten konnte pandemiebedingt nicht durchgeführt werden. „Das wird sich heuer hoffentlich ändern,“ zeigte man sich unisono überzeugt. 605 Mitglieder Die Mitgliederzahl der 19 Kompanien von Graun bis Tschars beläuft sich derzeit auf 605. Im Jahr 2020 waren es 595 gewesen. Zumal Ausrückungen im Vorjahr kaum möglich waren, ging die Auszeichnung „Kompanie des Jahres“ (Wimpel) nicht an die Kompanie mit den meisten Ausrückungen, sondern an die Kompanie Kortsch, die schon seit einiger Zeit fleißig exerziert, denn sie wird beim 26. Alpenregionstreffen vom 13. bis zum 15. Mai 2022 in St. Martin in Passeier den Südtiroler Schützenbund vertreten. Andreas Pixner, der Hauptmann der Schützenkompanie „Franz Höfler“ Lana, informierte über die Hintergründe des Einsatzes des Schützenbundes für „das in Not geratene Südtiroler Ehrenamt“ und stimmte die Schützen und Marketenderinnen auf den Unabhängigkeitstag am 4. Juni in Meran ein (iatz! Freiheit und Unabhängigkeit). „Garant für die Heimat“

Im Bild (v.l.): Major-Stellvertreter Gottfried Lechthaler, Heinrich Mair, der Hauptmann der Kompanie Kortsch, der Fähnrich Benedikt Karnutsch und Major Hansjörg Eberhöfer. Die Schützenkompanie Kortsch wird beim 26. Alpenregionstreffen, das im Mai 2022 in St. Martin in Passeier stattfindet, den Südtiroler Schützenbund vertreten.

Die Schützen sollten der Tradition verbunden bleiben, aber auch offen für Neues sein, „ohne dabei jedem Trend hinterherzulaufen“,


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