150 Jahre Bierkeller Latsch

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Das Interesse an der Informationsveranstaltung über die Bedeutung und die Rolle der Eigenverwaltungen war groß.

Mehr als nur Almen, Wald und Weide Info-Abend zeigt, welchen Stellenwert die Eigenverwaltungen haben. Nachholbedarf in der öffentlichen Wahrnehmung. Landesverband bietet vielseitige Unterstützung. BURGEIS - In Südtirol gibt es insgesamt 117 Eigenverwaltungen Bürgerlicher Nutzungsrechte. Die Bezirke mit den meisten Eigenverwaltungen sind der Vinschgau von Naturns bis Reschen und das Pustertal. Die Bedeutung, die den Eigenverwaltungen zukommt, wird nicht selten unterschätzt bzw. in der Öffentlichkeit zu wenig wahrgenommen. Dass die Aufgaben der Fraktionen weit über die Verwaltung von Almen, Weiden und Wäldern hinausgehen, zeigte sich am 8. März bei einer Informationsveranstaltung in der Fachschule Fürstenburg, zu der die Raffeisenkasse Obervinschgau eingeladen hatte. Vizedirektor Andreas Paulmichl, seines Zeichens auch Präsident der Eigenverwaltung Laatsch, konnte im Namen der Schuldirektorin Monika Aondio viele Fraktionspräsidenten, Mitglieder der Verwaltungskomitees sowie Sekretäre und Sekretärinnen begrüßen.

Oswald Angerer

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DER VINSCHGER 05/22

Der Landesverband wächst Oswald Angerer, Präsident der Eigenverwaltung Laas und Vorsitzender des Landesverbandes der Südtiroler Eigenverwaltungen, blickte im Eröffnungsreferat auf die Entstehung des Verbandes zurück. Es war der Latscher Fraktionspräsident Matthias Oberhofer, auf dessen Initiative im Jahr 2009 der Arbeitskreis der Eigenverwaltungen im Südtiroler Bauernbund gegründet wurde. Auch die Herausgabe des Buchs „Gemeinschaftlicher Besitz – Geschichte und Gegenwart der Bürgerlichen Nutzungsrechte in Südtirol und Trentino“ hatte Oberhofer angestoßen. 2019 übernahm Oswald Angerer den Vorsitz des Arbeitskreises. In Gesprächen mit dem Obmann und Direktor des Bauernbundes, Leo Tiefenthaler und Siegfried Rinner, wuchs die Überzeugung, „dass die Tätigkeiten der Eigenverwaltungen mittlerweile

Georg Miribung

Egon Mutschlechner

umfangreich sind und die Beratungsmöglichkeiten des Bauernbundes sprengen“, blickte Angerer zurück. Es seien nicht nur Almen, Wald, Weide und Kulturgründe zu verwalten, sondern viele weitere Tätigkeiten bzw. Aufgaben zu bewältigen. Angerer: „Es gibt Fraktionen, die Stromwerke haben, Photovoltaikanlagen, Parkplätze, Skigebiete, Steinbrüche usw.“ „Da schrillten die Alarmglocken“ Als auf Initiative von Landeshauptmann Arno Kompatscher Anpassungen am Landesgesetz Nr. 16 von 1980 vorgenommen werden sollten, „und es dem Landeshauptmann vor allem darum ging, eine unentgeltliche Abtretung von Gründen der Eigenverwaltung an die Gemeinde festzuschreiben, schrillten die Alarmglocken und so haben wir am 24. August 2020 in Bozen den Landesverband der Eigenverwaltungen

Markus Moriggl


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