VINSCHGER GESELLSCHAFT Flüchtlingseinrichtung schließt Neuigkeiten gebe auch es in Sachen Flüchtlingsunterkunft in Schlanders, berichtete Tassiello. Mit Ende Jänner werde diese nach sechs Jahren schließen. Tassiello und weitere Räte zeigten sich erfreut darüber. Es sei in der Vergangenheit zu großen Problemen gekommen, auch durch die Flüchtlinge selbst. Die Gemeinde sei kaum unterstützt worden, lediglich Freiwillige leisteten wichtige ehrenamtliche
Arbeit. Vom Land, aber auch der angespannten Coronavirus-Lage. Führung der Einrichtung zeigte „Unsere derzeitigen Inzidenz-Zahman sich enttäuscht. Jene, die len gehören zu den höchsten des hier eine Arbeit haben und sich Landes“, betonte er. Fehlende Dis„gut benommen“ haben, dürften ziplin und eine niedrige Durchin Schlanders bleiben, erklärte impfungsrate seien die Gründe Tassiello. Die restlichen müssen hierfür. Es sei traurig, wenn es „in Schlanders verlassen. Man wolle einem wohlhabenden Land wie nicht so enden wie „Teile Bozens“, Südtirol, wo gleich mehrere Impfstoffe ausreichend zur Verfügung hieß es. stehen, zu solchen Situationen kommt“, schimpfte Pinggera. AlZu viele Umgeimpfte lein in Schlanders waren (Stand Klare Worte fand Bürgermeis- 18. November) 1.093 impfbare ter Dieter Pinggera angesichts der Personen (ab 12 Jahren) nicht
geimpft. Dies entspreche 19,2 Prozent an Ungeimpften. Bei den über 60-Jährigen seien es 11,2 Prozent Ungeimpfte, womit man leicht besser als der Südtiroler Schnitt von 11,5 Prozent sei. Bei den unter 60-Jährigen in der Gemeinde Schlanders seien jedoch ganze 25 Prozent ungeimpft, hier liege der Südtiroler Schnitt bei 22,6 Prozent. Pinggera appellierte an die Bevölkerung, sich impfen zu lassen. MICHAEL ANDRES
Studie für zwei 40-Tonnen-Seilbahnen LAAS - „Es braucht ein schlüssiges und von einer breiten Mehrheit getragenes Gesamtkonzept“. Das sagte Oswald Angerer, der Präsident der Fraktion Laas, vor etwas mehr als einem Jahr zum Abschluss einer mehrstündigen Diskussion in der Produktionshalle der Lasa Marmo. Im Mittelpunkt standen die Themen Marmorabbau und Marmortransport. Die Lasa Marmo hatte u.a. dafür plädiert, eine neue, ca. 3,7 Kilometer lange Forststraße für die Erschließung des Jennwandbruchs zu
Fraktionspräsident Oswald Angerer
errichten. „Eine Straße in diesem Gebiet kommt für uns nicht in Frage“, bestätigte Oswald Angerer am Wochenende auf Anfrage des der Vinschger. Nachdem die Schrägbahn im Herbst 2019 aus Sicherheitsgründen sillgelegt werden musste und der Abtransport der Blöcke über die Straße mit Belastungen verbunden ist, in erster Linie für die Anrainer, werde nun an eine Seilbahn-Lösung gedacht. Ende Oktober hat das Verwaltungskomitee der Eigenverwaltung beschlossen, den Techniker Erwin Gasser mit der Ausarbeitung einer Machbarkeitsstudie „zur Errichtung von zwei Materialseilbahnen zu je 40 Tonnen für den Abtransport der Marmorblöcke aus den Brüchen im Laaser Tal“ zu erstellen. Eine Seilbahn soll vom Weißwasserbruch zur Talstation der Schrägbahn führen. Eine zweite Seilbahn könnte dann bei der Bergstation der ersten „andocken“ und in Richtung Jennwandbruch führen,
Sollte es tatsächlich zu einer Seilbahn-Variante kommen, hätten sowohl die Schrägbahn (im Bild), als auch die Straße als Transportmittel ausgedient.
„sofern dieser Bruch in Zukunft erschlossen wird“, präzisiert Angerer. In den vergangenen Monaten habe es Aussprachen mit der Gemeindeverwaltung, mit politischen Vertretern des Landes, den Bruchbetreibern und den Verantwortlichen des Nationsparks gegeben. Der Fraktionspräsident sieht in einer Seilbahn-Lösung die umweltfreundlichste TransportVariante. „Angesichts des Klimawandels sind wir aufgerufen, auch im Kleinen die richtigen Schritte in Richtung mehr Umweltschutz zu setzen.“ Für die Studie wurden Gesamtausgaben in Höhe von ca. 50.000 Euro genehmigt. Zu einem der größten Knackpunkte der angedachten Seilbahn-Variante dürfte die Finanzierung werden. Und auch auf die Reaktion der Nachbargemeinde Schlanders, der Fraktion Göflan und der Göflaner Marmor GmbH darf man gespannt sei. Der Göflaner Marmor wird über die Straße zu Tal SEPP gebracht.
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