VINSCHGER GESELLSCHAFT
Spendenaufruf
Taufers blickt nach vorne Auftakt des Bürgerbeteiligungsprozesses „Zukunftswerkstatt Taufers“ TAUFERS IM MÜNSTERTAL - Mit
Christoph Felderer ist am 15. Juni 2021 im Alter von 46 Jahren beim Laufen an einem Herzinfarkt verstorben. ST. VALENTIN A.D.H. Die Gemeinde Graun und die Raiffeisenkasse Obervinschgau rufen zu einer Spendenaktion für die Hinterbliebenen der Familie Felderer Christoph (St. Valentin auf der Haide) auf. Am 15. Juni ist Christoph Felderer im Alter von 46 Jahren beim Laufen an einem Herzinfarkt verstorben. Er hinterlässt die Ehegattin, zwei minderjährige Kinder (5 und 8 Jahre) und einen erwachsenen Sohn. Der Verstorbene war als Verkäufer tätig. Die Familie lebt auf dem elterlichen Bauernhof, der vom Bruder des Verstorbenen bewirtschaftet wird. Die Gattin hätte unter normalen Umständen in Kürze wieder angefangen zu arbeiten und eine Teilzeitstelle angetreten. Ein schmerzlicher Moment, eine schwierige Zeit, wo die Familie große Unterstützung und neue Hoffnung braucht. Spenden können über die Spendenkonten des „Bäuerlichen Notstandsfonds EO“ unter dem Kennwort „Familie Felderer Christoph (St. Valentin)“ eingezahlt werden. Kennwort: „Familie Felderer Christoph (St. Valentin)“: Raiffeisen Landesbank IBAN IT30 D 03493 11600 000300011231 Südtiroler Sparkasse IBAN IT67 D 06045 11600 000000034500 Südtiroler Volksbank IBAN IT15 U 05856 11601 050570004004 Jeder gespendete Euro kommt zu 100% der Familie Felderer zugute. Die Spenden an den BNF können von Privatpersonen und von Betrieben in der Einkommenssteuererklärung abgesetzt werden (www. RED menschen-helfen.it).
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DER VINSCHGER 24-25/21
einem breit angelegten Bürgerbeteiligungsprozess unter dem Motto „Zukunftswerkstatt Taufers“ soll in Taufers im Münstertal das Gemeindeentwicklungsprogramm erarbeitet werden. Die Erstellung solcher Entwicklungsprogramme in Zusammenarbeit mit der Bevölkerung ist im Landesgesetz „Raum und Landschaft“ festgeschrieben. Taufers war schon Ende 2018 als eine von 7 Pilotgemeinden ausgewählt worden, die im Hinblick auf das neue Landesgesetz bei der Ausarbeitung der neuen strategischen Planungsinstrumente unterstützt wurden. „Unabhängig vom neuen Gesetz wurde in Zusammenarbeit mit der Eurac und mit der Einbindung von Bürgerinnen und Bürgern die Broschüre ‚Zukunft Taufers 2030+’ erarbeitet“, schickte die Bürgermeisterin Roselinde Gunsch am 8. Juli bei der Auftaktveranstaltung der Zukunftswerkstatt voraus. „Zukunft Taufers 2030+“ als Diskussionsgrundlage Die in der Broschüre enthaltenen Überlegungen, Ideen und Vorschläge seien als reine Diskussionsgrundlage und als Denkanstöße für das zu erarbeitende Gemeindeentwicklungsprogramm anzusehen. „Beschlossen ist noch nichts. Die Arbeiten am Programm gehen erst jetzt richtig los“, so die Bürgermeisterin. Begleitet wird der Bürgerbeteiligungsprozess „Zukunfts-
Das Gemeindeentwicklungsprogramm soll vorgeben, wohin sich die Gemeinde Taufers im Münstertal in Zukunft entwickeln soll.
werkstatt Taufers“ von Christian Theiner (Eurac Research) und dem Architekturbüro Gerstgrasser (Naturns). Erarbeitet werden soll das Programm von verschiedenen Arbeitsgruppen, die sich mit den unterschiedlichen Handlungsfeldern befassen. Die Koordination obliegt einer Steuerungsgruppe. Der erste Schritt ist ein Workshop mit Jugendlichen, die eigens mit eingebunden werden. Weitere Arbeitsgruppen werden sich mit Themen auseinandersetzen, wie sie schon in der Broschüre „Zukunft Taufers 2030+“ behandelt wurden. Die Palette reicht vom sanften Tourismus und der Mobilität bis hin zu verkehrsberuhigtem Wohnen in historischen Fassaden, zu einer alpinen Kräuter-, Gewürze-, Obst- und Gemüsevielfalt, zum Vereinswesen, zu Kooperationen mit der Val Müstair und Nachbargemeinden, zur veredelten Molkerei- und Naturprodukten und zu weiteren Handlungsfeldern, wie sie für das zukünftige Mar-
kenprofil von Taufers erarbeitet worden sind. Viele Handlungsfelder Laut Markus Gerstgasser ist das Gemeindeentwicklungsprogramm, das sich aus mehreren Fachplänen zusammensetzt, als urbanistisches Planungsinstrument für 10 Jahre und mehr zu verstehen. Mit dem Plan werden die Leitlinien für die Entwicklung der Gemeinde in den Bereichen Wohnen, Mobilität und Verkehr, Wirtschaft, Soziales, Siedlungsgrenzen, Landwirtschaft und in weiteren Bereichen vorgegeben. Die Gemeindeverwaltung wünscht sich, dass sich möglichst viele Bürgerinnen und Bürger aktiv an der „Zukunftswerkstatt“ beteiligen. „Es geht um die Zukunft unserer Gemeinde“, so die Bürgermeisterin. „Parteipolitische Auseinandersetzungen sind fehl am Platz“, sagte sie am Rande der gut besuchten Auftaktveranstaltung. Nicht auszuschließen sei, dass es in punkto Landwirtschaft zu einer ähnlichen Debatte kommen könnte, „wie wir sie schon in der Gemeinde Mals erlebt haben.“ Mach mit!
Aufgeteilt in Gruppen befassten sich interessierte Bürgerinnen und Bürger bei der Auftaktveranstaltung der „Zukunftswerkstatt“ in der Schulturnhalle mit der Zukunft ihrer Gemeinde.
Wer seine Ideen für die Zukunft von Taufers äußern bzw. einbringen will, kann diese per E-Mail an die Gemeinde schicken (machmit@gemeinde.taufers.bz.it). S EPP