VINSCHGER GESELLSCHAFT
Ein Ausnahmejahr ist zu Ende KORTSCH - Bei strahlendem Sonnenschein und unter Wahrung des nötigen Abstandes fanden kürzlich die Abschlussfeier und Diplomverleihung an der Fachschule für Hauswirtschaft und Ernährung im Schulhof in Kortsch statt. Neun Absolventinnen und Absolventen der 3. Klasse Hauswirtschaft erhielten aus den Händen des Schulleiters Andreas Paulmichl und der Fachlehrkräfte das Berufsdiplom als Fachkraft für hauswirtschaftliche Dienstleistungen und zehn Schülerinnen und Schüler der 3. Klasse Ernährungswirtschaft das Berufsdiplom als Fachkraft für Ernährungswissenschaft. Die 13 Absolventinnen und Absolventen der 4. Klasse sind nun im Besitz eines Berufsdiploms als Spezialisierte Fachkraft für Agrotourismus und Großhaushalte. Einige der Absolventen starten ins Berufsleben, einige werden die vierte Klasse absolvieren, bzw. das fünfte, maturaführende Jahr besuchen. - Schulleiter Andreas
Die dritten Klassen (Fachrichtung Hauswirtschaft und Ernährung) mit der Klassenlehrerin Susanne Federspiel
Buchpreise für Andrea Kostner und Anna Maria Fleischmann (4. Klasse)
Paulmichl konnte neben den Schülerlinnen und Schülern auch deren Eltern sowie Direktorin Monika Aondio, die Lehrpersonen, das Haus- und Heimpersonal und Bezirksbäuerin Ingeborg Rechenmacher begrüßen. In einer Wort-Gottes-Feier mit dem Prior von Marienberg, P. Philipp Kuschmann, wurde für das vergangene Schuljahr, das alles andere als leicht war, gedankt. P. Philipp rief die Anwesenden auf, an die schönen Erinnerungen und Be-
ihrer dreijährigen Ausbildung wurde der Schülerin Anna Maria Raich ein Geldpreis des Südtiroler Bauernbundes von der Bezirksbäuerin überreicht. Buchpreise für besondere Leistungen gingen an die Klassenbesten und für die beste Diplomprüfung. Zum Abschluss hatte das Küchen- und Hauspersonal verschiedene Köstlichkeiten und einen Umtrunk im Freien vorbereitet. INGE
gebenheiten des letzten Jahres zu denken und zuversichtlich nach vorne zu schauen. An die Herausforderungen des Fernunterrichtes und an die Isolation der jungen Menschen erinnerte die Bezirksbäuerin in ihren Grußworten. Dennoch lebe man in Frieden und Sattheit, das dürfe man nicht vergessen. Von allen Seiten erhielten Schüler und Lehrpersonen gute Wünsche für einen erholsamen Sommer. Für sehr gute Leistungen während
RATGEBER WIRTSCHAFT
Alternativer Verlustbeitrag zur Unterstützung der Wirtschaft Die Regierung Draghi hat ein neues Gesetzesdekret zur Unterstützung der Wirtschaft („sog. Decreto sostegni bis“) verabschiedet. Neben der Auszahlung einer weiteren Rate des bereits im „Decreto sostegni“ vorgesehenen Verlustbeitrages wurde ein neuer zusätzlicher Verlustbeitrag vorgesehen. Unternehmen und Freiberufler, ganz egal ob Einzelunternehmen oder Gesellschaften oder Landwirte z.B. haben Anrecht auf den neuen Beitrag. Ausgeschlossen sind hingegen die öffentlichen Körperschaften, Banken und andere Finanzintermediäre sowie alle, deren MwSt.-Nummer am 26.05.2021 nicht aktiv war. Die Erträge des Jahres 2019 dürfen außerdem 10 Mio Euro nicht überschritten haben. Der Verlustbeitrag steht dann jenen Subjekten zu, welche im Zeitraum 1.4.2020 bis 31.3.2021 im Vergleich zum Zeitraum 1.4.2019 bis 31.3.2020 einen Umsatzrückgang von mindestens 30% erlitten haben. Für die Ermittlung des Verlustbeitrages muss ausgehend vom jährlichen Umsatzrückgang der durchschnittliche monatliche Umsatzrückgang ermittelt werden, welcher dann die Bemessungsgrundlage für den eigentlichen Verlustbeitrag darstellt. Der Verlustbeitrag hängt vom Umsatz und von der Tatsache ab, ob bereits ein Verlustbeitrag aufgrund des „Decreto sostegni“ ausbezahlt
wurde. Wurde dieser nicht erhalten, dann ist der neue Beitrag wie folgt gestaffelt: · 90% für Umsätze bis zu 100.000 €; · 70% für Umsätze zwischen 100.000 € und 400.000 €; · 50% für Umsätze zwischen 400.000 € und 1 Mio. €; · 40% für Umsätze zwischen 1 Mio. € und 5 Mio. €; · 30% für Umsätze zwischen 5 Mio. € und 10 Mio. €; Wurde hingegen bereits ein Verlustbeitrag lt. „Decreto sostegni“ ausbezahlt, dann wird der Beitrag wie folgt berechnet: · 60% für Umsätze bis zu 100.000 €; · 50% für Umsätze zwischen 100.000 € und 400.000 €; · 40% für Umsätze zwischen 400.000 € und 1 Mio. €; · 30% für Umsätze zwischen 1 Mio. € und 5 Mio. €; · 20% für Umsätze zwischen 5 Mio. € und 10 Mio. €; Die automatisch ausgezahlte 2. Rate des Verlustbeitrages wird dabei abgezogen. Um den Verlustbeitrag zu bekommen, muss ein eigenes Ansuchen an das Finanzamt verschickt werden. Das sind wirklich Beiträge die sich sehen lassen können und nach diesen schwierigen Zeiten des Lockdowns und der Einschränkungen sicherlich helfen…man muss sich halt aktivieren. WALTER GASSER
Walter Gasser gasser@gspeo.com Kanzlei Gasser Springer Perathoner Eder & Oliva Naturns - Lana - Bozen
DER VINSCHGER 21/21
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