Südtirol als Zukunftswerkstatt

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VINSCHGER GESELLSCHAFT

Mit 100 in die Zukunft „Weiße Flagge“ für das Oberschulzentrum „Claudia v. Medici“ Mals MALS - Alle Kandidatinnen und

Kandidaten der FOWI, des SOGYM und der Sportoberschule haben die staatliche Abschlussprüfung bestanden. Die Traumnote 100 gab es für zwei Schüler der Fachoberschule für Wirtschaft. Heuer galt es, eine besondere Herausforderung zu meistern: rechtzeitige Einstellung auf die neuen schriftlichen Prüfungsformen und auf die neue Form des Prüfungsgespräches. Erörterungen, Analysen und Lösungsstrategien im Schreiben einerseits, Gespräch über Erfahrungen aus der Arbeitswelt, fächerübergreifende Kompetenzen und politische Bildung und Bürgerkunde andererseits. Trotz kurzer Übungszeit kamen die Schülerinnen und Schüler damit insgesamt gut zurecht, dank guter Vorbereitung und zielführender Zusammenarbeit zwischen den Klassenräten der Abschlussklassen und der Prüfungskommissionen. Auf ihr Traumergebnis angesprochen, meinten Max Ebensperger und Tobias Paulmichl unisono: „Wir haben uns dieses Ziel selbst gesteckt, wir sind nicht besser oder schlechter als andere, haben aber in der Schule und in unserem per-

Abschlussklasse der Fachoberschule für Wirtschaft (FOWI): Max Ebensperger (1.v.l.) und Tobias Paulmichl (4. v. l.)

Maturantinnen und Maturanten des OSZ Mals (Sportoberschule und Sozialwissenschaftliches Gymnasium)

sönlichen Umfeld beste Voraussetzungen gefunden, uns unserer eigenen Fähigkeiten und Talente bewusst zu werden, sie zu nutzen und zu stärken. Fleiß, Konsequenz, Belastbarkeit, Offenheit, einander weiterhelfen, gegenseitige Wertschätzung, eine gute Lernatmosphäre und schulischer

Gemeinschaftssinn zählen wir ebenso zu den Faktoren unseres Erfolges. Wir sind unseren Eltern, der Schule und unseren Freunden dankbar. Zum Glück haben wir auch die Gabe, uns für alles zu interessieren. Langeweile gibt es für uns nicht, gleich ob in technischen, literarischen, sprachlichen

oder wirtschaftlichen Bereichen. Wissensdurst und Interesse gehören zur Basis für jeden Erfolg.“ Nach einer Erholungspause wolle man zu neuen Ufern aufbrechen, so die beiden. Max wird in München Medizin studieren und Tobias lässt sich noch einige RED Optionen offen.

AUFGESPÜRT & AUSGEGRABEN (28)

Körper + Tinte + Michael Mittermaier = Jugendsünde Nach dem Hitzeschub mit Temperaturen bis 40 Grad und einer ersten Abkühlung soll es in den kommenden Wochen für neue Rekorde reichen. Die Kleidung ist entsprechend kurz und knapp, Mann und Frau zeigen Haut. So lässt sich leicht beobachten, dass die Anzahl tätowierter Menschen schon seit vielen Jahren zunimmt. Einer Studie der ISTAT zufolge besitzen in Italien über 17 % mindestens ein Tattoo, Tendenz steigend. Ob abstrakte Ornamente oder Kindernamen auf Füßen – Formen, Farben und Orten sind fast keine Grenzen gesetzt. Dabei hat ein Motiv, das vor zwanzig Jahren zum ersten großen Tattoo-Trend wurde, eine interessante Karriere hinter sich: das so genannte Steißbeintribal, wahrscheinlich wesentlich besser bekannt unter dem derben Namen Arschgeweih. In der zweiten Hälfte der 1990er Jahre wurde es zusammen mit der Bauchfreimode populär. Symmetrische Muster, die an keltische oder neuseeländische Symbole erinnern sollen, wurden meist großflächig – und fast ausschließlich auf weiblichen Körpern – oberhalb des Gesäßes tätowiert. Sie trugen exotische Namen wie Liquid Dragon, Ellipse of Hope und Desperate Eagle. Erfunden wurde

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DER VINSCHGER 25/19

der Ausdruck dafür wahrscheinlich von einem Wiener Tätowierer, aber vor allem der bayerische Komiker Michael Mittermeier war an der Verbreitung des Begriffs beteiligt. Das Tattoo wurde so häufig gestochen, dass ihm 2005 das von der Süddeutschen Zeitung herausgegebene „Lexikon des frühen 21. Jahrhunderts“ einen eigenen Artikel widmete. Sogar der Duden nahm das Wort auf, ordnete es in passender Nachbarschaft zwischen „Arschgeige“ und „arschkalt“ ein und versuchte es dann möglichst nüchtern zu erklären: „geweihähnliche Tätowierung am unteren Rücken“. Damit begann aber auch schon der Niedergang. Wenn ein Motiv nicht mehr Individualität garantiert, dann geht ein wichtiger Zweck der Körperverzierung verloren. Ob heute Vorlagen wie das Unendlichkeitszeichen, vulgo „Assi-Propeller“, zum neuen Z Megatrend taugen, wird sich zeigen.


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