dankte Direktor Sagmeister und seinem „großartigen Team“ für 6 erfolgreiche Jahre und sprach stolz von „einem kleinen Vorsprung“ an Erfahrungen gegenüber den anderen Destinationseinheiten eben durch das Wirken von Vinschgau Marketing. Bahnbrechende Veränderung „Eine bahnbrechende Innovation besteht niemals nur in der Verbesserung einer bestehenden Idee. Dies kann sogar langfristig Innovation verhindern. Das Großartige einer Erfindung besteht also darin, sich eine Welt vorstellen zu können, die noch gar nicht existiert“, erklärte Moderatorin Niederegger. Sie bezog sich auf Henry Ford, der für Pferdekutschen nicht bessere Pferde vorsah, sondern sie durch „Pferdestärken“ ablöste. „So kam es, dass Verschönerungsvereine von Tourismusvereinen abgelöst wurden und dass 2018 die Destinationseinheit West die Vinschgau Marketing ablöst“, folgerte die Moderatorin und nannte die Reorganisation im Südtiroler Tourismus eine „bahnbrechende Veränderung“. Sie leitete über auf das Abschiedsreferat von Kurt Sagmeister, der die Gründe erläuterte, warum es zur DME West kommen musste, und auf das Gastreferat „Erfolg durch Veränderung“ des Sportpsychologen und Mentalcoach
Friedrich Steiner, Mals, zeigte Mut unter psychologischer Anleitung durch Hans-Dieter Hermann.
der deutschen Fußballnationalmannschaft, Hans-Dieter Hermann. Ihn fragte sie: „Wie können wir diese Veränderungen (im Tourismus) mutig angehen?“ Der hatte bemerkenswert einfache Antworten aus der Welt des Spitzensports, die jederzeit auch auf die Veränderungen für Vinschgau Marketing herunter zu brechen waren. Es geht in erster Linie darum, das gerne zu tun, was man tut. So was nenne man Motivation. Bei allen Mitarbeitern gehe es natürlich um die Sinnfrage und die sei nichts anderes als deren Selbstwertgefühl. Hermann ging auf die Erfolgskriterien ein, die fast immer „weiche Faktoren“ seien wie „motivierendes Sozialklima, praktische, fachliche und emotionale Unterstützung, Vertrauen der Führungskräfte
und Stabilität“. „Und das haben Sie ja erreicht durch das Team, das sie zur neuen Organisation mitnehmen konnten“, meinte der Referent zu Kurt Sagmeister. Der praktische Teil des Vortrages zum Thema Mut und Selbstsicherheit bestand aus einem Wurftest mit Angabe der Erfolgsquote, den ein Malser Hotelier mit Bravour bestand. Man müsse sich immer wieder in unsichere Gewässer wagen, um sich dem Mut zu nähern, war eine Feststellung es Psychologen. Und wenn man Fehler mache, stehe es einer Führungskraft gut an, auch über sich selbst lachen zu können.
ten schritt, erwiesen Landesrat Richard Theiner und Bezirkspräsident Andreas Tappeiner ihren Respekt und dankten allen Beteiligten für das erfolgreiche Wirken von Vinschgau Marketing. Landesrat Theiner mahnte in der bevorstehenden Änderung an, sich nicht nur auf die günstigen Südtiroler Rahmenbedingungen zu verlassen, sondern sich immer zu fragen: Was wollen wir? Wohin wollen wir? Bezirkspräsident Tappeiner nannte Vinschgau Marketing einen Keim, der gereift und gewachsen sei. Es sei nachvollziehbar, dass man diesen einen Baum in ein Gebiet mit mehreren Bäumen - die IDM Südtirol - einbettet, um sich - wie Professor Hermann erklärte hatte - gegenseitig zu stützen. GÜNTHER SCHÖPF
Baum unter Bäumen Bevor man zu den ausgesuchten Vinschger Köstlichkei-
Vom Hoffnungsträger zum Destinationsmanager der Vinschger: Sie waren Direktor von Vinschgau Marketing, was sind Sie ab Jänner 2018? Wir wird Ihr Arbeitstitel lauten? KURT SAGMEISTER: Leiter des Destinationsmanagement West von IDM Südtirol.
Sie sollen einmal gesagt haben, Ihre Motivation sei das Produkt Vinschgau. Gibt es das 2018 noch? Das gibt es natürlich noch, ich habe mit Meran sogar ein weiteres, tolles Produkt dazu bekommen.
Wird jemand Ihre Rolle bei Vinschgau Marketing einnehmen? Weiß man schon einen Namen oder wird es VM gar nicht mehr geben? Vinschgau Marketing wird zwar nicht umgehend liquidiert, hat aber keine Tätigkeit mehr. Insofern gibt es auch keinen Nachfolger. Die restlichen Mitarbeiter haben sich über einen öffentlichen Wettbewerb auch für das Team des Destinationsmanagement West qualifiziert.
Welche Rolle spielt das Büro in Glurns in Zukunft? Welche Bereiche werden noch von Glurns aus betreut? Gut die Hälfte der Mitarbeiter sitzt zukünftig in Glurns. Die Bereiche sind bunt gemischt; in manchen Bereichen braucht es Gebietskenntnis in manchen weniger. Das wird aber immer über das Wissen des gesamten Teams ausgeglichen. Daher spielt Jänner 2012: Kurt Sagmeister es eigentlich keine Rolle; was in beginnt seine Arbeit in Glurns. welchem Büro erledigt wird.
Ist die TourismusRunde in Latsch Ihre Abschiedsveranstaltung? Als Direktor von Vinschgau Marketing im gewissen Sinne schon. Da sich die Veranstaltung etabliert hat und es auch in Meran etwas Ähnliches gibt, wird es sicher auch im nächsten Jahr etwas in dieser Form geben. Vielleicht können wir hier ja schon die ersten Synergien realisieren. INTERVIEW: GÜNTHER SCHÖPF
DER VINSCHGER 41/17
5