Der Tag der offenen Tür im Wasserkraftwerk Naturns fand regen Zuspruch.
Auch Führungen im Krafthaus standen auf dem Programm.
Offene Tür im Kraftwerk NATURNS - Das Wasserkraftwerk Naturns ist aufgrund des enormen Gefälles das größte Hochdruckwasserkraftwerk in Südtirol. Die durchschnittliche Jahresproduktion des 1963 nach fünfjähriger Bauzeit in Betrieb genommenen Kraftwerks liegt bei 304.000.000 kWh. Zur Stromproduktion wird hauptsächlich das Wasser des Stausees Vernagt im Schnalstal genutzt. Der Stausee hat ein Fassungsvolumen von 42 Mio. Kubikmetern. Zuflüsse des Stausees sind der Schnalser-, Mastaun-, Penauder-, Graf- und Pfossenbach. Das Wasser gelangt durch einen 15 km langen Druckstollen bis zum Wasserschloss am Naturnser Sonnenberg. Von dort schießt es über eine 2 Kilometer lange, sichtbare Druckrohrleitung in den Maschinenraum des Kraftwerks, wo 3 doppelte Pelton-Turbinen angetrieben werden. Produziert wird vorwiegend Spitzenstrom. Über
von 30 Jahren landesweit rund 400 Millionen Euro in Maßnahmen zur Verbesserung und Erhaltung von Landschaft und Umwelt in den betroffenen Standort- und Ufergemeinden investiert. Andreas Bordonetti, Technischer Direktor von Alperia Greenpower, führte in die technischen Details des Wasserkraftwerks Naturns ein. Heute sei das Kraftwerk ein architektonisch interessantes Beispiel Im Bild (v.l.): Andreas Bordonetti, Technischer Direktor von Alperia zeitgenössischer IndustriearchiGreenpower, Alperia-Präsident Wolfram Sparber und Bürgermeister tektur. Auch auf die Funktion als Andreas Heidegger. Arbeitgeber verwies Bordonetti. Über 50 Mitarbeiter sind derzeit diese und viele weitere Details fe, dass diese Vision umgesetzt im Tätigkeitsgebiet von Alperia rund um das Wasserkraftwerk werden kann, denn es wäre ein Greenpower im Vinschgau beNaturns konnte sich die Bevölke- klassisches Beispiel einer Um- schäftigt. SEPP rung am 21. Oktober auf Einladung welt-Investition. Alperia-Präsident von Alperia bei einem Tag der Wolfram Sparber verwies darauf, offenen Tür informieren. Führun- dass Alperia in einem Zeitrahmen gen im Wasserkraftwerk gehörten ebenso zum Programm wie ein Kastanienfest, Spielmöglichkeiten für die Kinder und die Vorführung Schuhe- Lederwaren von BMW-Elektromotorrädern. Bürgermeister Andreas Heidegger erinnerte an die wirtschaftliche Bedeutung des Kraftwerks sowie an Verbesserungsmaßnahmen, die von den Etschwerken der Städte Meran und Bozen sowie dem jetzigen Betreiber, Alperia Greenpower, bisher durchgeführt wurden.
Tamburin
Vision für 2023 Im Hinblick auf die Neuver gabe der Konzession im Jahr 2023 äußerte Heidegger den Wunsch, die Hochspannungsleitung durch Kompatsch und weitere Ortsteile mit Hilfe von Umweltgeldern unterirdisch zu verlegen. Er hof-
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Glurns - Hauptplatz - Tel. 0473 835 133 DER VINSCHGER 36/17
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