…die können was!
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Endlich sauberes Wasser für die „Müllmenschen“ KALKUTTA - Wenngleich die Nöte vieler Menschen, die auf den Müllhalden von Bagar bei Kalkutta leben, nach wie vor groß sind, gibt es auch immer wieder Zeichen der Hoffnung. Dafür sorgen nicht zuletzt jene Hilfsprojekte, die Petra Theiner aus Prad zusammen mit den „Südtiroler Ärzten für die Welt“ durchführt. Vor Ort koordiniert werden die Hilfs aktionen vom Salesianer-Bruder Mathew George. Wie dieser kürzlich an Petra Theiner berichten konnte, steht als nächstes Projekt eine Wasserversorgungs-Anlage auf dem Programm. Dadurch soll es innerhalb der nächsten Monate gelingen, viele Menschen in den Slums mit sauberem Trinkwasser zu versorgen. Auch über viele weitere kleine, aber für die Menschen vor Ort sehr wichtige Hilfsaktionen, die im Laufe des heurigen Jahres mit Hilfe der Spenden aus Südtirol in Bagar umgesetzt werden konnten, informierte der Salesianer-Bruder. So erhielten z.B. 155 unterernährte Babies und ihre Mütter an jedem letzen Sonntag im Monat Lebensmittelpakete. Für über 100 Kinder bzw. Studenten konnten die Schulgebühren bezahlt werden. Auch Textbücher und Uniformen wurden ihnen zur Verfügung gestellt. Im Februar konnten 20 renovierte Gemeinschaftstoiletten eröffnet werden. Was hierbei noch fehlt, ist fließendes Wasser. Für über ein Dutzend Menschen, darunter vor allem Kinder und Frauen, konnten die Kosten für Operationen übernommen werden. Viele kranke Menschen wurden in Krankenhäuser gebracht. Außerdem konnten im Februar
Nähmaschinen an 28 Frauen verteilt werden, die ihren 8-monatigen Schneiderkurs absolvierten. Viel Zuspruch erfährt auch das in Bagar gegründete Computerzentrum, wo über 100 Schüler Kurse besuchen. Abschließend dankt Mathew George für die Hilfe aus Südtirol: „Wir konnten alle diese Dinge nur mit der soliden und großzügigen Unterstützung der Menschen aus Südtirol für die Ärmsten der Armen in Bagar tun. Wir können ihnen dafür nicht genug danken.“ Petra ihrerseits bedankt sich von Herzen bei allen Spendern. Besonders derzeit sei es wichtig, die Menschen vor Ort zu unterstützen, indem man ihnen vor allem das zur Verfügung stellt, was bei uns so selbstverständlich ist: sauberes Trinkwasser. Sepp Spendenkonto: Südtiroler Ärzte für die Welt; Kennwort: Projekte Petra Th einer; Volksbank (IBAN: IT 95 U05856 11601 050570000333 BIC: BPAAIT2B050) Südtiroler Sparkasse (IBAN: IT35 E06045 11600 000005003779 BIC: CRBZIT2B090) Raiffeisenkasse (IBAN: IT 25 U 08081 11610 000306005349 BIC RZSBIT21B03
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Schulen spenden
Bei der Spendenübergabe. LATSCH - Kürzlich durfte sich Toni Pizzecco über einen angenehmen Besuch freuen: eine Gruppe von Schülern, begleitet von der Lehrperson Barbara Pichler, überraschte ihn im Ärzteambulatorium Latsch mit einer Geldspende für seine Organisation „Südtiroler Ärzte für die Welt“. Am vergangenen 27. März war der bekannte Gedächtnistrainer Gregor Staub auf Einladung des Oberschulzentrums Schlanders und der Mittelschule Latsch zu einer
Vortragsreihe nach Latsch gekommen. Bei der Abendveranstaltung wurde um eine freiwillige Spende für die bekannte Organisation des Latscher Gemeindearztes gebeten. Die Vertreter der Schulen konnten nun den stattlichen Betrag von 584 Euro an Pizzecco übergeben. Das Geld kommt dem Krankenhaus Attat in Äthiopien zu Gute, wo es in das dort laufende Ernährungsprojekt für unterernährte Kinder einfließen RED wird.
LESERBRIEFE
NACHRUF Er war ein Kleinod, ein ruhiges und mitunter lauschiges Plätzchen - nebenan die Hektik - der Busbahnhof! Wir erinnern uns an den kleinen öffentlichen Zinshauspark, der nicht mehr ist! Jugendliche trafen sich dort, um miteinander zu reden, geschützt vor den all zu neugierigen Blicken der Erwachsenen in der Abenddämmerung. Andere wiederum besuchten ihn tagsüber, setzten sich auf die Parkbänke und schleckten genüsslich ihr Eis. Wie viele Mütter haben seine Ruhe genossen und dabei ihren Kindern beim Herumtollen und Spielen zugeschaut. Hutschen konnte man übrigens dort auch! Gemütlich und ruhig war dieses Plätzchen mit hohen Bäumen, die
Frieden und Sicherheit vermittelten. Immer hatte der Park zum Verweilen eingeladen, auch wenn die Zeit drängte und knapp war. Es war jedes Mal ein Genuss, ihn zu durchschreiten. Und nun gibt es ihn nicht mehr! Schlimm, wenn eine Gemeindeverwaltung nicht den Wert solcher Kraftorte mit Entspannungscharakter in einem Dorf erkennt. Wenn sie achtlos der Bevölkerung weggenommen werden, wenn eine solche grüne Insel inmitten eines urbanen Zentrums, ein Juwel, einfach so verkauft wird, an ein Hotel mit Privatinteressen? Es bleiben nur noch Empörung, Ohnmacht und Unverständnis zurück! CHRISTINE HAINZ, SCHLANDERS, 08.06.2017
DER VINSCHGER 22/17
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