Nauders bald mit im Boot?

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VINSCHGER THEMA

Bürgermeister Heinrich Noggler (links) und der Skigebietsbeauftragte Franz Prieth.

„Es wird nur Gewinner geben“ Verhandlungen für Beitritt zu Skiarena Vinschgau vor dem Abschluss. Am Fusionsprojekt Schöneben AG und Haider AG wird weiter gearbeitet. Entscheidung in punkto Langtaufers-Kaunertal naht. GRAUN - Es deutet alles darauf hin,

dass das Skigebiet Nauders ab der kommenden Wintersaison zur Skiarena Vinschgau gehört. „Die bisherigen Verhandlungen verliefen sehr gut. Es wurde offen und im gegenseitigen Respekt verhandelt, sodass ich sehr zuversichtlich bin, dass der Skikartenverbund zustande kommt,“ sagte der Gemeindereferent Franz Prieth auf Anfrage des Ratsmitgliedes Konstantin Punt bei der Sitzung des Grauner Gemeinderates am 11. April. Er wolle nichts vorwegnehmen, „aber ich bin mir ziemlich sicher, dass wir ab der Saison 2017/2018 einen Kartenverbund von Nauders bis Sulden haben werden“, sagte Prieth. Es seien nur noch wenige Details zu klären. Der Beitritt von Nauders werde von allen Seiten als wichtig erachtet. Es werde keine Verlierer geben, sondern nur Gewinner. Die Skiarena Vinschgau, gegründet 2016, ist ein Verbund von 5 Skigebieten im Vinschgau (Schöneben, Haider Alm, Watles,

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DER VINSCHGER 14/17

Sulden und Trafoi), deren Skilifte und Pisten mit einem einzigen Skipass genutzt werden können. Die Nauderer Bergbahnen hatten die 16-jährige, grenzüberschreitende Zusammenarbeit mit der Schöneben AG im Sommer 2014 aufgekündigt. Wie auch Erich Pfeifer, der Präsident der Ortler Skiarena, dem der Vinschger bestätigte, sei man mit den Verhandlungen für einen Beitritt von Nauders zur Skiarena Vinschgau auf einem guten Punkt. Zu den Verhandlungsinhalten bzw. konkreten Ergebnissen wollte sich auch Pfeifer vorerst nicht näher äußern, „weil noch ein weiteres Treffen ansteht.“ Im Gang sind mittlerweile auch Verhandlungen für einen Beitritt von Nauders zur Ortler Skiarena.

on der zwei Skiliftgesellschaften Schöneben AG und Haider AG informierte der Skigebietsbeauftragte Franz Prieth. Die Schätzberichte und Bewertungen der zwei Skigebiete, erarbeitet von einem Wirtschaftsberatungsbüro in Meran, seien mittlerweile eingetroffen und den beiden Verwaltungsräten vorgelegt worden. Nun sei das Wirtschaftsberatungsbüro mit weiteren Arbeiten im Zusammenhang mit dem Fusionsprojekt beauftragt worden. So seien zum Beispiel die Statuten neu zu formulieren. Zu den weiteren Schritten gehören nun laut Bürgermeister Heinrich Noggler und Prieth die Beschlussfassung in den zwei Gesellschafter-Vollversammlungen, die im Juli stattfinden werden, sowie eine anschließende Beschlussfassung im Gemeinderat. „Es sind am Ende die Aktionäre, Wie steht es um die Fusion der Schöneben AG mit die bei den Vollversammlungen der Haider AG? im Sommer entscheiden werden“, so Prieth. Er hält es für realistisch, Auch über den derzeitigen das Fusionsprojekt zum Stichtag Stand der Dinge in punkto Fusi- 1. Dezember 2017 abzuschließen,

sofern es natürlich vorab von den Gesellschaftern und dem Gemeinderat befürwortet wird. Fest stehe, dass es ohne Fusion keine skitechnische Verbindung der zwei Skigebiete geben wird. Das ursprüngliche Projekt wurde mittlerweile den Vorgaben des Umweltbeirates angepasst und diesem für eine neuerliche Begutachtung vorgelegt. Prieth: „Bevor die endgültige Projektierung in Auftrag gegeben wird, die mit erheblichen Ausgaben verbunden ist, wollen wir sicher sein, dass alles passt.“ Allein die Kosten für den Bau der Verbindungsbahn waren ursprünglich auf fast 14 Millionen Euro geschätzt worden. 75% der Ausgaben sollen vom Land gedeckt werden. Aufgrund der nun überarbeiteten und laut Prieth zugleich auch attraktiveren Verbindungs-Variante ist mit Mehrkosten zu rechnen. Entsprechend steigen werden auch die notwendigen Eigenmittel in Höhe von ca. 4 Millionen Euro, aufzubringen von den Gesell-


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