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MITIEILUNGEN UND UND.NACHRICHTEN NACHRICHTEN AUS MOOS, MOOS, ST. LEONHARD LEONHARD UND ST. MARTIN MARTIN MITTEILUNGEN

Juni 2002 2002 September

15.Jahrgang Jahrgang –- Nr. Nr. 35 34 15.

Feierliche Segnung des MuseumPasseier ein Stück Passeier für die Zukunft gerettet "Tankstelle der Tiroler Identität"

St. Leonhard - Bereits vor einem Jahr konnte das neu errichtete Museum am Sand hof, das Andreas Hofer als Anziehungspunkt in die Mitte stellt, besucht werden. Einige Arbeiten waren noch nicht abgeschlossen. Am Pfingstsamstag wurde die Segnung der gesamten Anlage, die auch einen Freilichtbereich umfasst, von Pater Theo Neuking vorgenommen. Albin Pixner, der Obmann des Museumvereines, konnte bei der Eröffnungsfeier neben dem Landeshauptmann und den Landesräten Bruno Hosp, Michl Laimer und Werner Frick auch Innsbrucks Bürgermeister Herwig von Staa begrüßen. Die Schildhofbauern, eine Fahnenabordnung der Tiroler Kaiserjäger und der Bergwerksknappen, hohe Exponenten des Tiroler Schützenwesens und die Böhmische der Musikkapelle St. Leonhard sorgten für einen bunten und festlichen Rahmen. Landeshauptmann Luis Durnwalder bezeichnete das neue Talmuseum als "Tankstelle der Tiroler Identität". Nachdem jahrzehntelang die wenigen Schätze, die vom persönlichen Besitz Andreas Hofers erhalten sind, im Gedenkraum des Sand hof-Stadels gehütet worden waren und Sepp Haller in St. Martin 1981 ein Heimatmuseum errichtet hatte, das wegen der beschränkten Ausstellungsfläche nicht alle gesammelten Dinge museumsgerecht zeigen konnte, fassten 1994 einige Volkskunde-Sachverständige im Tal die Er-

richtung eines größeren Objektes ins Auge. Die Wahl fiel dabei auf den Sandhof. Die Feier bot Gelegenheit, all jenen Personen zu danken, die zur Verwirklichung des Museums beigetragen hatten. Die Geschichte des Heimathofes von Andreas Hofer ließ Graf Friedrich von Pfeil, Mitglied der Tiroler Matrikelstiftung, die seit 1890 Eigentümerin des Anwesens ist, Revue passieren. "Ganz Tirol muss dankbar sein", sagte er und hob die Leistungen des Museumsleiters

Harald Haller, "der mit Maurerkelle und Beil genausogut umgehen könne wie mit der Feder" sowie des Obmannes, Albin Pixner, "der das Geld beschaffte", hervor. Auch Bürgermeister Konrad Pfitscher bezeichnete seinen ehemaligen Kulturassessor und den Volkskundler aus St. Martin, der beim Aufbau des Museums in St. Martin am Schneeberg schon Erfahrung gesammelt hatte, als die treibenden Kräfte bei der Verwirklichung des Projektes. Fortsetzung auf Seite 2


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Fortsetzung von Seite 1 "Hier hat man ein kleines Stück Passeier für die Zukunft gerettet", sagte Ideator Haller. Er betreut zudem ein ganzes Netz von AußensteIlen, so das Almmuseum Pfistrad, die Pfandler Alm, den Franzosenfriedhof, die Jaufenburg, den Schild hof Saltaus und das im Entstehen begriffene Mooser Bergmuseum. Albin Pixner ging auf die Baugeschichte ein, die 1997 begann. 1,9 Millionen Euro waren an Landesbeiträgen notwendig, wobei 423.000 Euro von der Gemeinde St. Leonhard und 154.000 Euro in Form von Spenden und Arbeitsleistungen von privaten Sponsoren kamen. Er stellte die Verlegung der Landesstraße außerhalb des bestehenden Parkplatzes in Aussicht. Mit zwanzigbis fünfundzwanzigtausend Besuchern im Jahr hoffe er im anwachsenden Konkurrenzkampf mit seinem Museum bestehen zu können. Die Raiffeisenkasse St. Leonhard legte dem .neuen Erdenbürger" ein Sparbuch mit 10.000 Euro in die Wiege. Matthias Gögele

( 21.usden Gemeindestuben

)

Friedhof St. Martin erweitert "Der Friedhof ist ein Ort, der für viele Menschen lange Zeit nur eine kleine Rolle spielt. Und plötzlich von einer Stunde auf die andere wird er zum letzten Ruheplatz eines lieben Verwandten oder Bekannten und damit eine Stätte

dig, da im alten Friedhofsteil kaum noch Platz für neue Gräber war. Durch die kostenlose zur VerfügungsteIlung des Grundes durch den Dekan Michael Pirpamer und den ehemaligen Pfarrgemeinderat konnte die Erweiterung anschlie-

'Bin Sendwirt iat: hob1llr a Jv[usewn eppis SlIats isci: giton. S Urlimliche fliag ins iatz niam t drvon. ln J{ollfr in Y[ndr in sem tuats recht woul er isch sischt oft lai trauriq woionin Lantl r(iro III. Y[memi dr 'Frmizous do oUI, oUl, Olll, out

Und iaiz hildlis englisch man woaß tut ui zwuiSellepöign des Jv[lIseum des hol 9wicht dr J{oufr dr ':;l'ndr kriag 'Fraidnfaltilr in SSicht. :Jfnna Lantfialer Erscheint dreimonatlich. - Eingetragen beim Landesgericht Bozen mit Dekret Nr. 11/87 vom 29.05.1987. Eigentümer und Herausgeber: Gemeinden Moos, St. Leonhard und St. Martin in Passeier. Vertreten durch den Bürgermeister von St. Leonhard, Dr. Konrad Pfitscher. Redaktionskomitee: Kurt Gufler (kg), Arnold Marth (am), Tanja Pamer (tp), Karl Lanthaler (kl), Josef Wilhelm (jw), Brigitte Spergser (bs), Vigil Raffl (vr), Gottfried Zagler (gz), Siglinde Jaitner (sj), Dr. Heinrich Hofer (hh) Druck: Hauger-Fritz, Schlanders-Meran Verantwortlich für den Inhalt im Sinne des Pressegesetzes: Oswald Waldner

Festansprache

durch Landeshauptmann

Luis Durnwalder

des Trostes", so der Bürgermeister Hermann Pirpamer in seiner Begrüßungsrede. Und gerade deshalb ist es gut, dass die Erweiterung so nahe an der Pfarrkirche geplant werden konnte. Diese Erweiterung war längst notwen-

REDAKTIONSSCHLUSS: Redaktionsschluss für die Herbst-Ausgabe des Passeirerblattes ist:

Samstag, 10. August 2002

Später eingereichte Texte können in Zukunft leider nicht mehr berücksichtigt werden! Text- und Bildbeiträge können bei den Redaktionsmitgliedern oder in den Bibliotheken St. Leonhard und St. Martin abgegeben werden.

Werbebeiträge MÜSSEN BEI MARTH ARNOLD, PAPIERPROFI - ST. LEONHARD abgegeben werden. Oie Redaktion

ßend an die Pfarrkirche und den bestehenden Friedhof errichtet werden. Die Kosten für diese Erweiterung beliefen sich auf über 2 Mrd. Lire, wobei dieses Vorhaben die Landesregierung finanziell mitunterstützt hat. Die Kosten sind deshalb so hoch, weil durch das bestehende Gelände aufwendige Mauerwerke notwendig waren. Im neuen Friedhofsteil stehen ca. 320 GrabsteIlen und 90 Urnengräber zur Verfügung. Weiters wurde ein Gebäude, in dem die WC's, der Aufbewahrungsraum, das Ossarium und alle vorgeschriebenen Nebenräume untergebracht sind, errichtet. Der neue Teil ist ca. 2000 m2 groß und es wurde 15.000 rn" Material ausgehoben. Der Landeshauptmann lobte in seiner Festansprache vor allem den gelungenen Zu bau und die rege Bautätigkeit der Gemeindeverwaltung in den letzten Jahren. Die Segnung und Einweihung erfolgte durch Herrn Dekan Michael Pirpamer als Beauftragter des Bischofs. Rosmarie Pamer


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Gemeinde St. Leonhard lädt zur Bürgerversammlung Am Freitag, den 22. März 2002, hat die Gemeindeverwaltung zur Bürgerversammlung ins Vereinshaus geladen. Im vollbesetzten Saal berichteten Bürgermeister Dr. Konrad Pfitscher, Vizebürgermeister Josef Gögele und die Assessoren Johann Haller, Alois Moosmair, Alfred Schiefer, Daniel Gufler und Josef Wilhelm anhand von Dias über die Arbeiten im abgelaufenen Jahr und über die zukünftigen Projekte. Im letzten Jahr hatte die Gemeindeverwaltung das neue Rathaus, die Umfahrungsstraße, den Raiffeisenplatz und die Raiffeisen- Tiefgarage eingeweiht. In diesem Jahr werden folgende Vorhaben abschlossen werden: Museum Passeier am Sandhof, die CarabinieriKaserne, der Sportplatz und Skaterplatz und das Konzept Jaufenburg. Neue oder zum Teil bereits in Angriff genommene Vorhaben sind: Umbau der Räume für das Weiße Kreuz, Bau von Altenwohnungen, Wohnbauzone Schweinsteg und Moarhof, Handwerkerzone Schweinsteg und Holzlände, Hoferschließungen über Karlegg, Bau einer Entsäuerungsanlage für das Trinkwasser, Friedhofserweiterung, Sanierung Kohlstatt, Umbau der Feuerwehrhalle in Walten, Infopunkt beim Wiesen-

hof, Verlegung des Recyclinghofes, Sanierung der Mülldeponie, Bau des Kraftwerkes an der Passer und viele andere kleinere Vorhaben. Während der Versammlung wurden zwei junge Sportler geehrt: Waltraud

Schiefer für ihre Teilnahme an den Olympischen Winterspielen 2002 und Christian Kobler als zweifacher Weltmeister im Full-Contact. jw

Neues vom Küchelberg- Tunnel Diesen Begriff verbindet man im Allgemeinen mit einem Berg traditioneller Tiroler Nachspeise, für Passeier ist er zu einem Inbegriff des Hindernisses und der Hoffnung zugleich geworden. Seit Jahrzehnten versuchen die Passeirer Meran zu überzeugen, diesen Weg unter der Stadt durch freizugeben, bisher vergebens. Nach dem Aufschrei von Verbänden, Vereinen und Gemeinden, 19 insgesamt, aus Passeier und dem Burggrafenamt im Juli 2001 ist es wieder ruhig geworden. Und doch, einiges hat sich bewegt. Die damalige Pressekonferenz in der Firma Maico im letzten Jahr hat erstmals Meran überzeugt, dass eine Lösung im Interesse von Meran und Passeier notwendig ist. In einer Arbeitsgruppe der politischen Vertreter Merans und des Burggrafenamtes wurde über die Vorgangsweise diskutiert. Auf der einen Seite die Front jener, die eine Eintragung des Tunnels in den Bauleitplan Merans und den Bau durch die Landesregierung forderten, auf der anderen Seite Vertreter Merans, die das Versprechen Bürgermeister AI-

bers einforderten, eine Volksbefragung durchzuführen. Landeshauptmann Durnwalder hat sich in der Zwischenzeit mehrfach klar für den Küchelberg ausgesprochen, aber nicht ohne Meran in den Entscheidungsprozess einzubinden. Außerdem fehlen dem Land zur Zeit Gelder für die vielen Straßengroßprojekte, und sicherlich werden zuerst jene durchgeführt, die die Zustimmung aller gefunden haben. Notgedrungen entschied sich also die politische Arbeitsgruppe, den Weg der Volksbefragung einzuschlagen. Als Termin dafür wurde Ostern 2003 festgelegt. Warum so lange warten? Merans Vertreter sind überzeugt, dass zwar unter den deutschen Bürgern in Meran eine große Mehrheit für den Tunnel ist, aber ohne Unterstützung durch die Italiener ist keine Gesamtmehrheit zu erreichen. Aus diesem Grunde soll eine Raumverträglichkeitsprüfung alle Auswirkungen der verschiedenen Varianten prüfen und schlussendlich überzeugen. Die Bezirksgemeinschaft Burggrafenamt hat mit dieser Aufgabe die Europäische Akade-

mie beauftragt, wobei das Land die Studie finanziert. Abgabetermin ist der November 2002. Als erster Schritt wurde in der Zeit vom 23. April bis 3. Mai eine Verkehrszählung auf den Straßen Merans durchgeführt und außerdem an zwei Tagen eine stichprobenartige Befragung der Verkehrsteilnehmer nach ihrer Herkunft und ihren Zielen. Damit sollen die neuesten Verkehrsentwicklungen in und um Meran erfasst werden. Nun werden die Experten, unter anderem Prof. Konrad Bergmeister, die Ergebnisse auswerten, der Bevölkerung vorlegen und ein Gesamtlösungspaket vorschlagen. Wenn es gelingt, genügend Argumente zu sammeln und die Bevölkerung zu überzeugen, hat die Volksbefragung gute Aussichten auf Erfolg, und wir wären unserem Ziel einen entscheidenden Schritt näher. Es ist wohl der einzige, wenn auch langwierige Weg. Gegen den Willen Merans ist dieses Vorhaben nicht durchsetzbar. Wir brauchen die Unterstützung aller. Bürgermeister Dr. Konrad Pfitscher


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EU - Forschungsprojekt auf den Waltner Mahdern ist abgeschlossen Am Freitag, den 5. April 2002, wurden im Vereinshaus von St, Leonhard in einer Abschlussfeier die Forschungsarbeiten und die Buchpräsentation "Südtirols Almen im Wandel" einem großen Publikum vorgestellt.

(EURAC und Leiter des Projektes) und Dr. Werner Noggler (Abteilung Forstwirtschaft). Die Studie belegt wissenschaftlich, was die meisten Bauern schon wissen: Die Bewirtschaftung der Almen fördert die Pflanzenvielfalt und die Heu-

qualität. Der Boden speichert das Wasser besser und verhindert das Abrutschen von Boden und Schnee. Der Moderator nahm die Auflösung des Quiz mit Preisverteilung vor. Beim anschließenden bäuerlichen Buffet, das von den Bäuerinnen unter der Anleitung der Obfrau Martha Pamer herrlich zubereitet und musikalisch von der Tanzelmusig umrahmt wurde, hatten die Teilnehmer die Möglichkeit, sich mit den Wissenschaftlern zu unterhalten. Am Samstag, den 6. April, fand in der Zeit von 8.00 bis 13.00 Uhr ein Tag der offenen Tür zu den Forschungsarbeiten auf den Waltner Mahdern statt. Infopunkte waren: Wald, Landwirtschaft, Wasser, KartographieNegetation, Boden/Erosion, Schnee/Schneegleiten und Passeirer Berge (Fotowettbewerb des Alpenvereins, Sektion Passeier. Dieses Angebot wurde speziell von Schulklassen genutzt. Nachzulesen sind die Forschungsergebnisse im Buch "Südtirols Almen im Wandel". (Erhältlich beim Papierprofi in St. Leonhard) jw

Zum Auftakt spielte die Winterspieler Tanzelmusig. Bürgermeister Dr. Konrad Pfitscher konnte neben vielen Ehrengästen, darunter Landesrat Berger und viele Fachleute, vor allem die einheimische Bevölkerung begrüßen. Der Vereinssaal war bis auf die letzten Plätze gefüllt. Moderator Michl Gamper ( Radio Tirol) und Assessor Josef Wilhelm führten durch das Programm. Dr. Ulrike Tappeiner, die Leiterin des Bereichs "Alpine Umwelt" an der Europäischen Akademie Bozen, nahm die allgemeine Einleitung zu den Forschungen auf den Waltner Mahdern vor. Untersucht wurde, so Tappeiner, wie sich Änderungen in der Almbewirtschaftung auf Pflanzenwelt, Wasserhaushalt, Lawinen- und Erdrutschgefahr auswirken. Dr. Paul Profanter (Abteilung Forstwirtschaft) berichtete über die Forschung aus der Sicht der Forstbehörde. Die Studie zeigt auf, dass es ungünstig ist, wenn Almflächen brachgelegt und der Natur überlassen werden. Bis dort ein geschlossener Wald entsteht, vergehen Jahrhunderte, und in dieser Zeit nimmt die Gefahr von Lawinen zu. Über die internationale Bedeutung der Forschung sprach Dr. Alexander Cernusca von der Universität Innsbruck. Die wichtigsten Forschungsergebnisse im Überblick mit Hinweisen auf die Quizfragen brachten Dr. Erich Tasser

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Die feierliche Eröffnung der Straße St. Leonhard Platt im Jahre 1902

Die wenigsten Passeirer wissen, dass es Kaiser Franz Josef I. persönlich war, der durch sein Machtwort anlässlich der Hoferfeier 1893 in Innsbruck den Bau der Passeirerstraße samt ihrer Verzweigungen nach Moos, Platt und später über den Jaufen "zum Laufen" brachte. Dem Kaiser wurde nämlich eine Bittschrift der Gemeinden St. Martin und St. Leonhard überreicht, wo diese den Ausbau der Straßen forderten. 1895 genehmigte der Tiroler Landtag diese Straßenprojekte. Treibende Kräfte im Hintergrund waren die Meraner Fremdenverkehrs- und Wirtschaftskreise. Nachdem im Jahre 1899 die Passeirerstraße anlässlich des Kaiserbesuches am Sand hof bis St. Leonhard fertig gestellt worden war, und Passeier damit Anschluss an die große Welt bekam, harrten drei weitere Straßenprojekte ihrer Verwirklichung. Einmal die Jaufenstraße, die wegen der Uneinigkeit der Passeirer bezüglich des Verlaufs nicht vom Fleck kam, weiters die Straße nach Moos, die im Sommer 1902 bis Zoll - ca. 2 - 3 km lang, fertig gebaut worden war (das war nur möglich geworden, weil die Raiffeisenkasse St. Martin 24.000 Kronen vorgestreckt hatte) und die Verbindung von St. Leonhard über Breiteben nach Platt mit eventuell späterem Weiterbau nach Pfelders. Nachdem das Projekt Platt - St. Leonhard das von Landesingenieur Mittembergher "überwacht" wurde, allgemeine Zustimmung erntete, begann man unverzüglich mit der Arbeit. Vorangetrieben durch den Obmann der Passeirer Straßenkonkurrenz, den Meraner Bürgermeister Dr. Weinberger, war im Sommer 1902 die neue, 7 km lange Straße mit einer durchschnittlichen Breite von 3.20 m und einer Steigung von 8 % fertig. 100 bis 200 meist italienische Arbeiter unter der Führung von Baumeister Nikolussi hatten "unter gewissenhafter Schonung der Wünsche und Interessen der Bevölkerung" gute und solide Arbeit geleistet. Der gesamte Kostenaufwand hatte 140.000 Kronen betragen. Die Projektbetreiber hatten Mut bewiesen, denn noch waren gar einige finanzielle Fragen offen geblieben. So die Beteiligung des Staates und Landes an den Mehrkosten, weiters die Erhaltungskosten und der geplante Weiterbau bis Lazins.

Die Gemeinde Platt-Pfelders, die bis dahin nur durch einen "rauen" Fußweg mit St. Leonhard verbunden war, konnte nun mit Recht auf einen Aufschwung des Fremdenverkehrs hoffen.

Stadt gehörten - in "geschmackvoller Weise" dekoriert worden. Die Triumphpforte zeigte die Wappen Österreichs, Tirols und von Meran. Bei ihrer Ankunft wurden die Festgäste kurz vor Breite-

Zur feierlichen Einweihung am 17. August 1902 kamen einige, die im Lande Tirol Rang und Namen hatten. (Viel Prominenz war durch die Kaisergeburtstagsfeiern verhindert). Sie reichte von einer hochrangigen militärischen Vertretung, (F.M.L. Hoffmann zu Donnersberg), Regierungsvertretern (Bezirkskommissär v. Ballarini), Landesregierungsvertretern (Landesausschussmitglied Dr. Pusch), bis hin zu Vertretern der Gerichtsbarkeit. Gekommen war auch viel "Geistlichkeit", darunter die Dekane von Meran und St. Leonhard, sowie der Abt von Marienberg. Zahlreich war die Riege der Bürgermeister. Meran, Obermais, Untermais, Tirol, Riffian, Kuens, dazu noch die Passeirer Gemeinden waren durch ihre Vorsteher vertreten. Stark vertreten war natürlich auch der Deutsch-Österreichische Alpenverein, Sektion Meran, der ja in Hinterpasseier sehr aktiv war. Schon am Vorabend ging es festlich zu. St. Leonhard, Breiteben und Platt waren festlich dekoriert worden. Die Meraner Bürgerkapelle ließ es sich nicht nehmen, in St. Leonhard zu konzertieren. Die Hauptfeier fand dann am nächsten Tag in Breiteben statt. Die Häuser waren von den dort weilenden Meraner Sommerfrischlerfrauen - darunter einigen die zur besseren Gesellschaft der

ben durch die Sommerfrischlerkinder, die als Zwerge verkleidet waren, von einem an der Straße gelegenen Felsen herab mit Blumen überschüttet. Um 10 Uhr begann die Feldmesse, die vom Dekan und Landtagsabgeordneteten Abt Treuinfels von Marienberg zelebriert wurde. Böllerschüsse, Absingen der Kaiserhymne, Generaldecharge der Passeirer Schützenkompanie sollten die Freude über Vollendung des Straßenprojektes unterstreichen. Unübersehbar die einheimische Bevölkerung, die der Feier beiwohnte. Nachdem um 11 Uhr an der Saldernbachbrücke die eigentliche Einweihung stattgefunden hatte, begaben sich die geladenen Gäste nach Platt, wo im Schulhaus ein dreistündiges Festmahl - mit vielen festlichen Reden, Toasten usw. - geboten wurde. Die Gemeinde Platt-Pfelders ließ es sich dabei nicht nehmen, den Meraner Bürgermeister Weinberger und Landesingenieur Mittempergher wegen ihrer großen Verdienste um die Straße zu Ehrenbürgern zu ernennen. Nun trat man den Heimweg an und an vielen Stationen des Tales wurde der festliche Tag noch gebührend gefeiert. "Meraner Zeitung" und "Burggräfler" vom 27. und 29. 8. 1902 gz


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Altbewährtes neue entdeckt:

Die Tracht

Die erneuerte Passeirer Wintertracht der Frauen

Diese Tracht wird aus einem feinen, nicht zu dicken Wollstoff (Loden) gearbeitet. Die Farbe für Rock und Oberteil ist schwarz. Schafwolle ist und war immer ein im Tal genutztes Produkt und deshalb für die im Tal getragene Kleidung ideal. Der .Tschoap" wird figurbetont, die Ärmel oben weit in Falten zusammengereiht und vorne schlank mit einer Samtstulpe versehen, gearbeitet. Der schwungvolle Ausschnitt, mit einer Samtrüsche verziert, ist das wesentliche detailgetreue Merkmal dieser Wintertracht. Das kleine Halstuch liegt in drei Falten gelegt im Ausschnitt. Aus derselben Seide wird die in Handarbeit gefältelte Schürze getragen. Im Zuge "Erneuerte Südtiroler Trachten" wurde diese Tracht nach alten Fotos und Aufzeichnungen in der Zeit Andreas Hofers von Frau Gertrud Pesendorfer erarbeitet, in Passeier vorgestellt und daraufhin von der Trachtenschneiderin Cilli Götsch (1913 - 1997) angefertigt. Drei Trachten wurden vorerst genäht und Passeier hatte seine bodenständige, verlorengeglaubte Tracht wieder. Waltraud Götsch Paviolo Hier im Bild sehen wir zwei schneidige Madlen (Santi Cilli und Santi von Frau Cilli Monika aus Walten um 1955) in den beschriebenen, Götsch genähten Trachten. Eine davon feiert heuer ihren BOsten Geburtstag, wozu ihr die Beauftragte für das Trachtenwesen des Passeiertales für den Heimatpflegeverein, herzlich gratuliert.

Eine alte Tradition erwacht wieder zum Leben Es ist schon lange her, dass im alten Steinofen beim Egger in Stuls das letzte Mal gebacken wurde. Aber am 23.März 2002 war es nach über 20 Jahren wieder einmal so weit dass die ganze Luft vom herrlichen Duft frischgebackenen Brotes erfüllt wurde. Der KVW sorgte schon öfters dafür, dass schmackhaftes Bauernbrot für einen guten Zweck verkauft werden konnte. Diesmal stellte sich der Eggerhof für eine solche Aktion zur Verfügung. Da dort aber schon so lange Zeit nicht mehr gebacken worden war, brauchte es jemanden mit viel Erfah-

Im Bild Pflug Peter und Maria - Eggergrub

in Stuls

rung. Die Part I Moide schien die Richtige zu sein. Sie arbeitete mit viel Engagement und Freude mit und war, da sie jede Menge Backerfahrung mitbrachte und über die Backregeln gen au Bescheid wusste, beinahe unersetzlich. Dabei hat man dem fertigen Brot gar nicht angesehen, wie viel Arbeit dahinter steckte, und vor allem was für gute Zutaten: denn ein Teil des Mehls wurde sogar noch aus dem eigenen Korn gewonnen. Und so ging es beim Backen zu: Schon am Montag hat der Egger Karl die Stube kräftig eingeheitzt, damit es für den Teig warm genug zum Gehen war, wofür ja mehrere Tage nötig sind. Nachdem der Zuber "geteakelt" worden war, konnte die Säure angesetzt werden. Am Vorabend des Backtages wurde das Feuer im Steinofen angeheizt, damit am nächsten Tag in der Früh zeitig und mit der richtigen Backtemperatur begonnen werden konnte. Bereits um 6 Uhr früh, als die "Schragne" schon längst aufgestellt waren, sah man die Partl Moide schon beim Broatn. Aber erst als man mit der .Ofnzussl" den Steinofen gereinigt hatte, wurden die ersten Paarler in den Backofen geschoben. Einige Frauen des KVW-Ausschusses waren der Egger Maria und dem Karl auch eine große Hilfe, denn beim Backen durfte man keine Zeit verlieren, der Ofen bleibt ja nicht immer heiß! Als der letzte Zelten den Steinofen verließ, war die Erleichterung natürlich groß, und als man feststellte, dass das Gebäck gelungen war, freute man sich noch mehr. Im Großen und Ganzen ein gelungenes Ereignis, über dessen Wiederholung sich wohl einige freuen würden. Für den KVW Stuls Thomas Pixner


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Passeier vor 100 lZlhren

Interessante

und kuriose Zeitungsnotizen aus dem Passeiertai vor 100 Jahren. "Aufgelesen" und kommentiert von Gottfried Zagler

Schöne Primiz in St. Leonhard "Schönes Tirolerland - Halte hoch den Priesterstand" verkündete eine Inschrift auf dem 13 Meter hohen Triumphbogen an der Dorfbrücke von St. Leonhard dem zahlreich aus ganz Passeier herangeeilten Volk bei der Primizfeier von Anton Tschöll. Nicht weniger als 47 Priester und Theologen beteiligten sich an dem Einzuge in die Kirche. Das festlich geschmückte Vaterhaus zum Kolber war der Ausgangspunkt der Prozession, welche sich von da aus unter Triumphpforten und beflaggten Häusern und Gassen in die Kirche bewegte. Zum festlichen Mahl beim Brühwirt waren nicht weniger als 100 Personen geladen. Am Abend gab es dann ein Feuerwerk. "Burggräfler" vom 23. 7. 1902 Feierliche Eröffnung der neuen Veranda beim Stroblwirt in St. Leonhard Am Sonntag den 29. Juli, fand beim Stroblwirt die feierliche Eröffnung - es spielte die Musikkapelle St. Leonhard - der großen Veranda und des daran anschließenden Saales, welche einige hundert Personen fassen dürfte, statt. "Burggräfler" vom 2. 8. 1902 Aufschwung für Breiteben und Platt Seitdem die neue Straße von St. Leonhard nach Breiteben gebaut wurde, verkehren viele Touristen und Sommerfrischler in bei den Orten, und auch die Baulust zeigt sich an verschiedenen Stellen. So wurde zwischen Breiteben und St. Leonhard ein zweistöckiges Haus neu errichtet, und kurz vor Platt lässt der Meraner Kaufmann Zitt ein Sommerhäuschen bauen. Bis jetzt sind es meistens Meraner Familien, die Breiteben und Platt bevölkern. Das "Platter Badi" ist ja weit und breit bekannt und braucht wegen seiner Vorzüge keine weitere Empfehlung ..... Das Kirchlein ist eines der freundlichsten in weiter Umgebung und zeigt im Inneren guten Geschmack in Skulptur und Malerei. Die Sommergäste besuchen das Kirchlein gerne und sprechen dem Pfarrer berechtigtes Lob aus ... "Burggräfler" vom 2. 8. 1902 Übers Wetter Anfang Juli war es schön und heiß. Mitte Juli kam endlich etwas Regen und in der 2. Julihälfte war es wieder andauernd schön und warm. Ende Juli

Wärmegewitter. Das schöne Wetter dauerte auch in der ersten Augusthälfte an. Ein, zwei Gewitter mit Hagel taleinwärts brachten keine größeren Schäden. In der Mitte des Monats gab es etwas Regen, ansonsten immer schön. Am 20. August gingen dann heftige Gewitter über den Vinschgau und das Bur,ggrafenamt nieder, die große Schäden - Ausbruch des Naifbaches, Überschwemmung in der Masulschlucht - anrichteten. Anfang und Mitte September wieder etwas Regen, sonst meist schön und warm. Unwetterschäden mit einem Toten Das Unwetter am 20. August richtete auch am Eingang ins Passeiertal große Schäden an. Dem Sägewerksbesitzer Martin Flarer wurde vom Masulbach das ganze Hab und Gut weggeschwemmt. Der elf jährige Sohn des Kleinhäuslers Sarner hinter Riffian wurde vom wilden Bach weggerissen und erst ein paar Tage danach aus der Passer geborgen. Einen großen materiellen Schaden erlitt auch der Masulschmied, Franz Siebenförcher. Sein ganzer Besitz, erst vor einigen Jahren nach einem Brand neu gebaut, ging verloren. Wohnhaus, Schmiede, 2 Futterhäuser, Felder, Kühe und Schweine wurden Opfer des wütenden Baches. Der zweiundsiebzigjährige Schmied ist jetzt völlig mittellos. "Burggräfler" vom 17.9. 1902 "Meraner Zeitung" vom 22.8.2002-04-10

recht verdauen, mit Fleischnahrung gings besser. Da der Strutzer ein frommer Mann war, kam er zu den damals noch streng eingehaltenen Fleischfasttagen - jedes Mal in ein Dilemma zwischen seinem Gewissen und seinem Magen. Um sich aus der Klemme zu ziehen, geht er in Passeier zu seinem Ortsseelsorger und verlangt eine Dispens, die ihm aber wegen seines robusten, gesunden Aussehens rundweg abgeschlagen wird. So leicht ließ sich der Mann jedoch nicht einschüchtern. Er ging schnurstracks nach Meran, von wo er dann mit einem Dispensbrief in der Tasche glücklich heimkehrte. Trotzdem gab es ein Dilemma. Der Brief galt nicht für Passeier. Da er jedoch nicht weit von Saltaus daheim war, so wusste er sich zu helfen. Gleich in der Nähe von Saltaus ist die Gerichtsgrenze und an manchen Fasttagen sah man .den Strutzer auf einem Stein sitzend schon auf Meraner Seite ein Stück kalten Braten verzehrend. Den neugierigen Wanderern erzählte er die Geschichte von der Dispens. "Meraner Zeitung" vom 25. 7. 1902 Ein neues Marterle oberhalb Schweinsteg Bei Stauden (oberhalb Schweinssteg) befindet sich jetzt ein Marterle mit folgender Inschrift: Er war auch ein guter Christ der plötzlicher hier verunglückt ist; Er, Anton Jäger, von Marling war im 59. Lebensjahr; ging ans Kaiserfest froh und munter, stürzte abends 6 Uhr da hinunter. Drum Wanderer, der Du vorübergehst, und auch vor diesem Marterl stehst, bet doch ein Vaterunser hier, denn gehen kann es Dir wie mir.

Heftiges Gewitter am Jaufen - Gefahr für Walten Heute Mitternacht ging ein starkes Gewitter über das ganze Tal nieder. Besonders stark wütete es am Jaufen. Der Jaufenbach beschädigte die äußere Stürmerbrücke und wenn man noch untätig zuschaut und nicht Schutzbauten errichtet, bedroht er in Zukunft sogar Dorf und Kirche. So trat die .Pircher-Gieß" über das Ufer und überschüttete einen Teil der Wiese "Staket". "Burggräfler" vom 30.7. 1902

Anton Jäger ist im September 1899, als er beim Heimgang vom Kaiserfest war, im Schlafe (???) abgestürzt. "Meraner Zeitung" vom 10. 8. 1902

Ein gewissenhafter Passeirer "Strutzer" (Gelegenheitsmetzger, wie sie damals sehr häufig in Passeier anzutreffen waren) umgeht das Fleischfastenverbot auf seine Weise Ein bekannter Passeirer Strutzer hatte sich den Magen verdorben (was bei den Mengen an Speisen, die dieser zu verspeisen pflegte, kein Wunder darstellte). Mehlspeisen konnte er nicht mehr

Der neue Saltausersee als Touristenattraktion Die ohnehin abwechslungsreiche Fahrt ins Passeiertal hat einen neuen Anziehungspunkt erhalten. Lockt schon der kleine Teich auf dem Sportplatz, sanft schaukelnd die kleinen Kielboote zu kreuzen, um wie viel mehr wird der neue See seine Fortsetzung auf Seite 8


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Fortsetzung von Seite 7 Sportsfreunde finden. Durch die Wucht des Niederganges des Masulbaches am 21. August erfolgte im Passerbett eine ausgedehnte tiefe Erdaushöhlung, zu der das niederkommende Schuttmaterial einen weiteren festen Damm schuf. Der See liegt zwischen Riffian und Saltaus und misst in der Länge über einen halben Kilometer. Die Tiefe soll bis zu 10 Meter betragen. In 3 Minuten gelangt man von der Straße aus zum Wasser. Sollte sich die Meinung derer, die den See gesehen haben, dass ein Ableiten des Wassers oder Durchreisen der Dämme ausgeschlossen erscheint, bewahrheiten, so entsteht bald an dieser neuen Zier Merans ein Restaurant und bald wirds dort lustige Kahnfahrten geben. "Meraner Zeitung" vom 31.8.1902 Über einen alten rüstigen Kaiserjäger In Stuls lebt ein gewisser Jakob Raffl, vulgo Schnalser. 1823 gebo-

Zwickauer spendieren Gipfelkreuz Seit der Jubiläumsfeier ,,100 Jahre Zwickauerhütte" im Juli 1999 bestehen gute Kontakte zwischen Pfelders bzw. dem Tourismusverein Hinterpasseier und der Stadt Zwickau in Deutschland. Deshalb kommen heuer im Juli mehrere Besucher aus Zwickau mit verschiedenen Persönlichkeiten und dem Chor des Steinkohlenbergbauvereins Zwickau ins Passeiertal. In diesem Rahmen wird den Gästen ein reichhaltiges Programm geboten. Als Zeichen der Verbundenheit und als Dank für "ihre Hütte" werden die Zwickauer auf dem im Norden der Hütte gelegenen Scheiberkogel ein Gipfelkreuz errichten. kl

ren, ist er bald 80 Jahre alt, seinem Aussehen nach - er besitzt noch vollen Haar- und Bartschmuck und alle Zähne - wirkt er wie ein Fünfzigjähriger. Er hat 13 Jahre als Kaiserjäger gedient, davon 10 Jahre unter Feldmarschall Radetzky in Italien. Jetzt, mit 80 Jahren, macht er in Stuls noch Dienste als Bauernknecht und zwar noch so zur Zufriedenheit seines Dienstgebers, dass dieser ihm 80 Kronen zahlt. "Meraner Zeitung" vom 19.9.1902 Über das St. Leonharder "Badi" Das Badl in St. Leonhard liegt wirklich reizend ganz im Grünen. Man atmet dort staubfreie, ozonreiche Luft. Von St. Leonhard eine schwache halbe Stunde entfernt, steigt man auf leider sehr holprigen, steinigen Fußweg hinan, denn bis da hinauf gibt es noch keine Fahrtstraße. Später wird dann die Jaufenstraße direkt vorbeiführen. Jetzt herrscht noch die gemütliche Ruhe einer idyllischen Sommerstation, die so wohltuend auf den ganzen Organismus, besonders auf

die Nerven, haben auch ser ziemlich und andere hält. "Meraner

wirkt. Dieselbe Wirkung die Bäder, da das Wasviel Eisen, Schwefel, Kali mineralischen Salze entZeitung"

vom 25.7.1902

Pfelderer Kirchtig Dass man auch vor 100 Jahren es in Pfelders verstand, den Kirchtag gebührend zu feiern, davon berichtet uns die Meraner Zeitung. Am Annatag wird hier im Ort das Patrozinium gefeiert. Dazu finden sich alle jene Stammgäste ein, die gewohnt sind, Pfelders zu ihrer Sommerfrische zu machen. Eine ländliche, gar originelle Prozession auf den Almwiesen herum mit den Gesängen der Bergler, Böllerschießen fast den ganzen Tag, in den Wirtshäusern "Gstraunenes" mit gedämpften Erdäpfeln, Knödel und Geselchtes, lustiger Tanz bis tief in die Nacht, das ist der Kirchtag in Pfelders. "Meraner Zeitung" vom 25.7.1902

Programm für die Einweihungsfeier des Gipfelkreukzes am Scheiberkogel Freitag, 19. Juli 2002

Empfang unserer Gäste aus Zwickau auf dem großen durch die Böhmische mit original .Passeirer Tracht".

Parkplatz

in Pfelders

Samstag, 20. Juli 2002

Für alle guten und trainierten Wanderer: 11.00 Uhr: halbtägige Führung durch das höchstgelegene Bergwerk Europas, den "Schneeberg" (2.030 m, ca. 2-stündiger Aufstieg), Besichtigung des Schauraumes, der Knappensiedlung und kurze Stollenbegehung.

Für alle geschichtlich ~nteressierten: 20.00 Uhr: Einzug der Musikkapelle Rabenstein und Chor des Steinkohlebergbauvereins Zwickau mit anschließendem Dämmerschoppen.

Sonntag, 21. Juli 2002

Für alle guten und trainierten Wanderer: 06.00 Uhr: Aufstieg zur Zwickauer Hütte (2.989 m, ca. 3 Std. Gehzeit, zu bewältigende Höhenmeter: 1.360) 14.00 Uhr: Einweihungsfeier des neuen Gipfelkreuzes auf dem Scheiberkogel mit anschließendem Buffet, Umtrunk und musikalischer Umrahmung. Für alle, die in Pfelders verweilen wollen: 08.00 Uhr: Heilige Messe mit anschließender Prozession 10.00 Uhr: Frühschoppen mit der Musikkapelle fy100s in Passeier 14.00 Uhr: Nachmittagsspaziergang ins wunderschöne Lazinsertal mit seiner atemberaubenden Naturlandschaft, Besichtigung der hiesigen Flora.


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Passeirer Blatt / Juni 2002

Dia-Wettbewerb

.Passeirer Berge in den Jahreszeiten" Preise: 3 Hauptpreise und 10 Sachpreise im Gesamtwert von ¤ 1.500.gestiftet von:

Foto Juwelier Staschitz Papier Profi Raiffeisenkasse Passeier

Weiters verlosen wir unter ALLEN Einsendern einen schönen Sachpreis. Die Dias sind innerhalb 30. November 2002 abzugeben bei der - Raiffeisenkasse Passeier in St. Leonhard oder Moos - Papier Profi St. Leonhard oder per Post zu schicken, an den: Alpenverein St. Leonhard Passeirerstraße Nr. 1 1-39015 St. Leonhard in Passeier (BZ)

Teilnahmereglement: 1) Die Teilnahme ist kostenlos und ALLEN Passeirern und Gästen des Passeiertales offen. 2) Jeder Teilnehmer kann bis zu 5 Dias einreichen. 3) Die Dias dürfen nicht älter als 2 Jahre und müssen in einwandfreiem Zustand sein. 4) Die eingereichten Dias werden nicht zurückgegeben. ALLE Rechte gehen auf den AVS St. Leonhard über. Bei Veröffentlichung des Bildes wird der Name des Fotografen angeführt. Die prämierten Bilder können ausgestellt oder für Druckunterlagen (z.B. Kalender) verwendet werden. 5) Die Dias müssen in geschlossenem Kuvert gemeinsam mit dem ausgefüllten Teilnahmeschein eingesandt bzw. eingereicht werden und einzeln mit Kurztitel versehen sein. 6) Die Gewinner werden schriftlich benachrichtigt. 7) Die Entscheidung der Jury ist nicht anfechtbar. 8) Die Prämien werden ausschließlich in Sachpreisen vergeben. 9) Beispiel für mögliche Motive: Sonnenauf- und Sonnenuntergänge, Panoramablicke, Wasserfälle, Berg- und Almwiesen, Schneelandschatten. Gipfelkreuze, ... jedoch KEINE Makro und Personenaufnahmen.

Internationale Jahr der Berge 2002 "Der Alpenverein auf allen Gipfeln"

unter diesen Motte sind alle Bergfreunde eingeladen, am 14. Juli auf den Stuller Madern an der gemeinsamen Bergmesse der AVS - Mitglieder des Passeiertales, teilzunehmen.

Zum Jahr der Berge

Heuer begehen wir das Internationale Jahr der Berge. Verschiedene Aktionen werden durchgeführt, welche den seelischen und materiellen Wert der Berg veranschaulichen wollen. Wir im Bergbauerntal Passeier behüten einen großen Schatz: Hunderte von gepflegten Bergbauhöfen, oft versehen mit dem Namen des Hofes, legen Zeugnis ab vom Stolz und

von der Freude der Besitzer. Diese Freude überträgt sich spontan auch auf die vielen Wanderer, die unserer Berglandwirtschaft nur Bewunderung abringen können. Die Redaktion des Passeirer Blattes dankt den Bauern und Bäuerinnen für die teils mustergültige Pflege ihrer Hofsteilen.

Tschauphütt (Ignaz Gruber)

Wans (Ignaz Gruber)

hh

-~'!;


Passeirer Blatt / Juni 2002

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Tolles Kinderfest in St. Martin Am 21. April war es wieder so weit. Der Katholische Familienverband, Ortsgruppe St. Martin, veranstaltete zusammen mit der Bibliothek St. Martin zum dritten Mal ein Kinderfest und lud dazu die Familien des ganzen Tales ein. Mit der tatkräftigen Unterstützung des VKE, der mit seinem Spiel bus gekommen war, gab es ab 14 Uhr für die sehr zahlreich erschienenen Kinder kein Halten mehr. Die Hüpfburgen, die schräge Rollbahn

usw. wurden sofort in Beschlag genommen. In den Mal-, Schmink-, Holz- und Gipsecken konnten die geduldigeren Kinder ihrer Phantasie und Geschicklichkeit freien Lauf lassen. Auch das Seifenblasen, Seilziehen und Stelzengehen fand seine Liebhaber. Natürlich fehlte auch die Verpflegung mit leckeren Speisen nicht. Viele fleißige Frauen hatten den ganzen Nachmittag über alle Hände voll zu tun, die

Impressionen vom Fest

hungrigen Mäuler zu stopfen. Das launische Aprilwetter meinte es gut mit uns Passeirern und ließ den ganzen Nachmittag über die Sonne scheinen. Als um 19 Uhr auf sanftem Druck hin die letzten Kinder das Gelände verlassen hatten, konnten die Veranstalter zufrieden Bilanz ziehen. Die Veranstaltung war mehr als gelungen und findet im nächsten Jahr sicherlich ihre Fortsetzung. gz


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Passeirer Blatt / Juni 2002

Interview mit Frau Gertraud Pircher der Vorsitzenden der KFS Ortsgruppe St. Martin Pb: Das diesjährige Kinderfest war ein großer Erfolg. Was hat den Familienverband bewogen, ein solches Fest zu veranstalten? In St. Martin gibt es schon das Dorffest im September. So schön dieses Fest auch ist, sind wir der Meinung, dass die Kinder dabei etwas zu kurz kommen. Wir wollen daher den Familien, und speziell den Kindern, ein eigenes Fest anbieten. Die Eltern, besonders auch Männer, sollten animiert werden, einen Nachmittag lang selbst mit den Kindern zu spielen. Für einige Eltern war dieser Nachmittag sicherlich ein Aha-Erlebnis. Sie waren erstaunt, was ihre Kinder alles selbst zuwege bringen.

Pb: Die Organisation eines solchen Festes ist sehr aufwendig. Gibt es genügend Unterstützung durch Helfer? Wertvoll waren die Unterstützung von VKE und der Öffentlichen Bibliothek. Wir würden uns natürlich mehr Helfer wünschen, um verschiedene Angebote besser und intensiver betreuen zu können. Pb: Man plant sicherlich eine Neuauflage dieses Festes. Soll diese in der gleichen Form ablaufen, oder will man sich etwas Neues einfallen lassen?

Taufelterntag in St. Leonhard Am 27.04.2002 war es wieder so weit! Die Katholische Frauenbewegung von St. Leonhard lud die Taufkinder des letzten Halbjahres mit ihrer Familie zum gemeinsamen Taufelternnachmittag ein. Der kleine Saal im Vereinshaus von St. Leonhard wurde dem Anlass entsprechend vorbereitet. Mit selbstgebackenen Kuchen, Häppchen sowie Kaffee verwöhnten wir Frauen die geladenen Familien. Die älteren Geschwister der Taufkinder wurden von unseren Mitarbeiterinnen betreut, damit die Eltern gemütlich beisammensitzen konnten. Pater Benedikt, unser Kooperator, trug auch zum guten Gelingen unseres Festes bei. An 22 Elternpaare

wurden die Taufurkunden sowie das Büchlein "Meine Taufe" überreicht. Wir beendeten den Nachmittag in geselliger Runde. Am Pfingstmontag luden wir alle Kinder mit Eltern zum Kindersegen um 15 Uhr in die Pfarrkirche ein. Danach gab es für die Kleinen eine Erfrischung. Wir, die Katholische Frauenbewegung, möchten uns an dieser Stelle bei der Raiffeisenkasse Passeier für die jährlichen Beiträge bedanken. Die Bastelrunde bedankt sich recht herzlich bei der Volksbank für die gespendete Stereoanlage. Für die Katholische Frauenbewegung Ulrike Pfitscher

Wir würden gerne auch etwas Neues machen, eventuell in Form eines Projektnachmittags, der unter einem einheitlichen Motto stehen könnte, z.B. einen Tag eintauchen in das Mittelalter. Das wäre meiner Meinung nach sehr reizvoll. Wir würden uns ein Fest wünschen, wo die Kinder nicht mit der Erwartung kommen, möglichst ohne große Anstrengung unterhalten zu werden. Kinder sollten die Gelegenheit haben, sich in ein Spiel zu vertiefen und ihrer Phantasie freien Lauf zu lassen. Das Interview führte Gottfried Zagler

KLEINANZEIGER: Neue Internetseite Neue Internetseite www.passeier.org Infos, Fotos und Links zum Thema Passeiertal. Enthalten sind Fotos (über 600), Panoramakarten, Telefonnummern von St. Leonhard und Moos, Informationen und Links zu Wetter, Verkehr, Literatur, Alpinwesen, Kultur, wichtige Termine, Tourismus und vieles mehr. Jeder im Passeier, der über eine eigene Home page verfügt, kann kostenlos einen Link setzen. Gäste und Einheimische können Fotos über Passeier als kleines Album anlegen. Die Seite ist noch im Aufbau.

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Passeirer Blatt / Juni 2002

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Schwimmkurse in Stuls Der April stand in Stuls im Zeichen des Wassers. Im Rahmen der unterrichtsergänzenden Tätigkeit durften die Grundschüler von Stuls heuer ein besonderes Angebot nutzen: 36 Kinder beteiligten sich mit großer Begeisterung an Schwimmkursen im Hotel Kronhof. Der Schwimmlehrer, Luis Schwienbacher aus St. Martin, löste das anfängliche Problem der Angst einiger Kinder schnell durch spielerische Übungen. So erlernten fast alle Schüler das Schwimmen und hoffen nun auf einen warmen Sommer, um oft ins Freibad gehen zu können. Ein Dank gilt den Müttern, die sich als fleißige "Friseurinnen" der nassen Haare nach dem Schwimmen angenommen haben.

Auch 19 Erwachsene nutzten das Angebot des KVW, einen der beiden Schwimmkurse zu absolvieren. Die Schwimmkurse waren ein großer Erfolg. Man kann sich jetzt "Schwimmer" nennen, und wenn sich auch so manch einer noch nicht ins tiefe Wasser traut, so hatten doch alle jede Menge Spaß. Danken möchten wir der Familie Halbeisen dafür, dass sie so freundlich das Hallenbad. Zur Verfügung stellte. Im Herbst wird das Stuller Schwimmprogramm fortgesetzt: Schwimmkurse für Anfänger, Wassergymnastik und Verbesserung des Schwimmstils für Erwachsene stehen auf dem Programm. Wir freuen uns schon darauf. Lehrer der Grundschule und KVW Ortsgruppe Stuls

Im Bild Stuller Schüler Luis Schwienbacher

mit Schwimm/ehrer

Neue Sandlandschaft für den Kindergarten St. Leonhard

Bei uns im Kindergarten St.Leonhard fand in den letzten Jahren immer wieder eine Umgestaltung unseres Gartens statt. Zum anfänglichen Weiden haus wurden ein Zelt und eine Pergola errichtet, verschiedene Hecken und Bäumchen gepflanzt und eine Kräuterschnecke errichtet. Um den Kindern aber immer wieder neue Erfahrungsund Erlebnismöglichkeiten zu bieten, gingen wir vor kurzem daran aus der alten, viereckigen Sandkiste eine tolle, für Kinder reizvolle und anregende Sandlandschaft zu machen. Wir konnten dabei verschiedene, für Kinder sehr wichtige Elemente vereinen, wie Sand, Wasser, Erde, Kies.

Unsere Sandlandschaft lädt ein im Sand zu spielen, zu bauen, zu experimentieren. Sand ist eines der elementarsten Spielmaterialien der Kinder und sehr wichtig für die Sinneserfahrung und für die Feinmotorik. Richtig wertvoll und interessant wird das Spiel mit Sand erst im Zusammenhang mit Wasser. Die Kinder können kneten, formen, greifen, aber auch so richtig schön "matschen", was unheimlich wichtig für die gesunde Entwicklung der Kinder ist. Anhand einer "Schwengelpumpe" haben die Kinder nun die Möglichkeit, das Wasser in ihr Spiel einzubinden. Ganz bewusst haben wir uns für eine Schwengelpumpe entschieden, bei der entsprechende Muskelkraft benötigt wird, um die gewünschte Wassermenge zu transportieren. Das Wasser kann einen kurzen Bachlauf hinunterfließen und in der Kiesgrube versickern. Durch eigene Erfahrungen erleben die Kinder das Wasser als ein wichtiges Element der Natur, sie entdecken es mit all ihren Sinnen und lernen dessen Eigenschaften und Besonderheiten kennen. Somit möchten wir den Grundstein für eine lebenslange Wertschätzung legen. Weiters regt unsere

neue Sand landschaft zu den verschiedensten und vielfältigsten Bewegungserfahrungen ein. Die Kinder können über einen Baumstamm oder über unterschiedlich hohe Holzpfähle balancieren, über die Hügel hinauf und hinunterlaufen, von einem großen Stein zum anderen hüpfen. Die Kinder lernen so sich selbst und ihre Fähigkeiten kennen und können diese ausbauen. Durch die naturnahe Bepflanzung und deren Pflege wollen wir den Kindern große Achtung und Wertschätzung der Natur gegenüber vermitteln. Unser Ziel ist es, keinen fertigen, sterilen Garten zu haben, sondern er soll naturbelassen und ein bisschen "wild" sein, viele Erfahrungs- und Bewegungsmöglichkeiten bieten, in den Kindern Neugierde und Experimentierlust wecken und vor allem mit allen Sinnen erlebbar sein. Wir glauben wirklich, unseren Garten als einen "Garten der Sinne" bezeichnen zu können, in dem die Kinder sehen, tasten, hören, riechen und schmecken. Mit jeder neuen Erfahrung lernt das Kind seine Umwelt und sich selbst besser kennen. In diesem Sinne möchten wir uns im Namen aller Kindergartenkinder bei allen, die uns tatkräftig unterstützt haben, recht herzlich bedanken: dem Projektleiter Herrn Michael Gasser, den Gemeindearbeitern, dem Baggerfahrer David, der Baufirma Profil Bau, der Forstbehörde und besonders bei der Gemeindeverwaltung. Das Kindergartenteam von St. Leonhard


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Passeirer Blatt / Juni 2002

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Passeirer beim Gauderfest Im Zillertal Das größte und älteste Frühlingsfest Tirols, das sogenannte Gauderfest in Zell am Ziller, findet traditionell am ersten Mai-Wochenende statt. Drei Tage lang wird dem Gambrinus gehuldigt. Er ist der Patron der Bierbrauer und -trinker. Der sogenannte Gauderbock wird extra zu diesem Anlass gebraut. Auch heuer nahmen wieder zahlreiche Passeirer an dieser großen Veranstaltung teil. Und zwar zum einen die Pseirer Ranggier, die den Gauder- Hogmoar ermittelten, und der Goaserverein, der am Festumzug teilnahm. Die Ergebnisse der Ranggier können sich sehen lassen: in der Kategorie 1012 Jahre erkämpfte sich Bortolotti Alexander den 1. und Pichler Michael den 3. Preis. In der Kategorie 12-14 Jahre erzielte IImer Daniel den 1. Preis. Bei den Senioren in der 3. Klasse erzielte Prünster Hubert den 2. Preis. Beim großen Festumzug mit 2200 Trachtlern aus mehreren Ländern zogen auch 200 Südtiroler in ihren Trachten mit. Der Goaserverein Passeier beteiligte sich mit der Hochwilde Böhmischen an diesem Großereignis. Eine

Reihe von Musikgruppen sorgten an den drei Tagen im riesigen Festzeit und im Freien für Stimmung. Diese Stimmung ließen sich auch der Landes-

V./.n.r.: Hermann

Pirpamer, Landeshauptmann

hauptmann von Tirol, Wendelin Weingartner, mit dem Bürgermeister und der Vizebürgermeisterin von St. Martin nicht entgehen (Bild). vr

Wende/in Weingartner

und Rosmarie

Pamer

Seminar zum Thema: Urlaub auf dem Bauernhof

Auf Einladung der Bäuerinnen und des Ortsbauernrates von St. Martin wurde im vergangenen Jahr ein Spezialisierungslehrgang für Anbieter und Neueinsteiger im Bereich "Urlaub auf dem Bauernhof" abgehalten. Es konnten namhafte Referenten wie Elisabeth Kienzl von der Landeshotelfachschule .Kaiserhof" in Meran sowie Dr. Roland Unterhofer, Dr. Hans Kienzl, Dr. Paul Psenner und Dr. Ulrich Höllrigl von der Weiterbildungs'GmbH des Süd-

Die Teilnehmer der Abschlussveransta/tung

tiroler Bauernbundes gewonnen werden. Aus St. Martin standen Dr. Harald Haller und Isidor Plangger für Fragen zur Verfügung. Grund dafür, ein derartiges Seminar abzuhalten, war zum einen, den geänderten Ansprüchen der Gäste gerecht zu werden und zum anderen einen Nebenerwerb für die Bauernfamilien unseres Tales zu schaffen. An zehn Nachmittagen wurde den 19 Teilnehmern aus dem Passeiertal sehr

viel Wissenswertes und Interessantes zur besagten Thematik vermittelt. Hauptsächlich ging es darum zu lernen, den Urlaubern die Einzigartigkeit des eigenen Bauernhofes und des Berufs des Bauern und der Bäuerin zu vermitteln. Aus- und Weiterbildung sowie die Fähigkeit, Althergebrachtes zu bewahren und Neues umzusetzen, gehören ebenfalls dazu. Die Voraussetzung für gutes Gelingen ist aber nach wie vor gerne Bauer oder Bäuerin zu sein. In den Vorträgen von Dr. Harald Haller und Isidor Plangger wurde den Teilnehmern die Geschichte Südtirols, speziell jene des Passeiertals an hand einer Diashow nähergebracht. Ein herzliches Vergelt's Gott gilt vor allem den Referenten für die lehrreichen Einblicke in unsere Heimatgeschichte und die interessante Vorstellung des Talmuseums, aber auch den Kursteilnehmern, welche mit sehr viel Fleiß und Ehrgeiz bei der Sache waren. Zum Abschluss des Seminars wurde im Ultental ein landwirtschaftlicher Betrieb besichtigt, welcher Urlaub auf dem Bauernhof anbietet. Beim gemütlichen Beisammensein in der Bauernstube wurde über das Gelernte diskutiert und der Wunsch geäußert, auch in Zukunft derartige Seminare abzuhalten. Christine Gufler, Mich! Verdorfer


Passeirer Blatt / Juni 2002

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Altersheim Kapelle St. Martin Ein Schmuckstück!

Beim Bau des Altenzentrums St. Benedikt St. Martin ist es gelungen, eine Hauskapelle im Altersheim zu realisieren, welche am 27. Oktober 2001 vom Abt von Marienberg, Hoch. H. Bruno Tauner, dem hl. Benedikt und der hl. Scolastica geweiht wurde. Die Planung und Bauleitung oblag Herrn Arch. Dr. Gilbert Dejori. Um dem Raum viel natürliches Licht zu geben, wurden viele

Fenster eingeplant. Für die Innenausstattung wurde Frau Dr. Arch. Friedegard Glettner beauftragt. Sie hielt das Konzept bewusst einfach, um das "Leben" in den Fenstern, die Betrachtung von Farben und Rhythmen, die Meditation nicht zu stören. Für die künstlerische Gestaltung der Fenster konnte Prof. Johannes Szyszkowitz aus Graz gewonnen werden. Seine Idee war das Leben in 12 Phasen aufzuschlüsseln. Die Zahl 12 ist mythologisch, sowohl biblisch alttestamentarisch als auch im christlichen eine heilige Zahl. Kurz die Beschreibung dieser 12 Phasen: UNSCHULD: Säugling im Arm der Mutter, Geborgenheit. Kleinkind entdeckt Blumen und Schmetterlinge, Begeisterung. Kleines Mädchen in seiner Vorstellungskraft, Phantasie. ORGANISCHES WACHSEN: Junge baut Modell, entdeckt bewusst die Gesetze der Welt. Gibt seiner Vision Gestalt.

WACHSAMKEIT: Fahrt in die Welt, erfahrene Fischer erzählen aus dem Leben. Werte der Welt kennen lernen, Horizonte öffnen, zuhören, aufnehmen können. IDENTITÄDTSFINDUNG: Ein Mensch in der Stille, Symbol der inneren Vertrautheit. Die eigenen Wurzeln erkennen, die eigene Geschichte akzeptieren. SCHÖPFERISCHE KRAFT: Musikant spielt in der Gruppe. Durch schöpferische Kraft am Leben teilnehmen, Ausdruck der Lebensfreude und Einsatz der Persönlichkeit. ARBEIT UND KULTIVIERUNG: Wohnraum mit Blick durch das offene Fenster, Alltag, Arbeit und Kultur einfließen und lieben lernen. Läuterung, an sogenannten kleinen Dingen das Leben erfahren. BEGEGNUNG: Junger Mann schenkt einer Frau eine Blume. Austausch von Sympathie, Menschen an sich heranlassen, auf den Nächsten zugehen, den anderen annehmen. ENTSCHEIDUNG: Eine Mutter verabschiedet das Kind, Freiheit geben. Ein Mensch sitzt am Krankenbett, Verzicht. Ein Mensch vertieft sich in die Arbeit, Gewissenhaftigkeit. IDEAL: Ein Pilger sieht das Ziel und Ende seiner Reise. Sehnsucht nach Verbindung zum Ewigen. Ehrfurcht vor höheren Werten. VERANTWORTUNG: Eine Frau deckt den Tisch. Ein älterer Mensch erzählt den Kindern Geschich-

ten, Versorgung, Erziehung. Männer beschäftigen sich am Bau, dem irdischen Leben Schutz geben. SELBSTERNEUERUNG: Menschen verschiedener Rassen sitzen beieinander, Toleranz gegenüber anders Denkenden. Schwester und Bruderschaft der Menschheit. LIEBE: Eine Gestalt neigt sich einer anderen Vereinsamten zu. Vergeben und Vergebung annehmen. Eine Frau sitzt unter der Sonne und dem Regenbogen. Glaube an Erlösung, Erwartung auf göttlicher Erfüllung. Weinendes Kind wird getröstet. Erlösung, Erfüllung, Liebe als Botschaft Christi. Madonna mit dem Kind, der Kreis schließt sich mit der Verbindung zum ersten Bild. Ausgeführt wurden die künstlerischen Entwürfe von der Firma Spechtenhauser aus Schlanders, wobei Prof. Johannes Szyszkowitz immer anwesend war und selbst auch Hand angelegt hat. Gemeinsam lassen die Bilder die Kapelle zu einem Gebetsraum werden, wo man Geborgenheit spürt und auf der Suche nach überpersönlichen Wahrheiten aktive Antworten auf das Leben bekommt. Allen Beteiligten ein Vergelt's Gott, besonders unserem Hochw. H. Dekan Michael Pirpamer für seine wöchentlichen Messen in der neuen Kapelle. Bürgermeister

Hermann Pirpamer

In Psatr sog man a sou timgge

linkshändig

Ploudr

tiefe Lacke im Bach

Plouderer

Angeber

Pfoate

Hemd

Gäarhobe

Vormund

schtrieln

suchen

gfruintit

verwandt

blensen

weinen

Für die Mithilfe bei der Suche nach Passeirer Dialektwörtern möchte ich mich bedanken. Alle die Lust haben mitzuhelfen, bitte ich, mir weiterhin Wörter zuzusenden oder persönlich in der Bibliothek St. Martin abzugeben. Adresse: 39010 St. Martin - Bibliothek Tel. 0473/64 16 76


Seite 15/ Nr. 34

Passeirer Blatt / Juni 2002

"Lernen im 3. Jahrtausend" Am Montag, den 29. April 2002 fand im Vereinshaus von St, Martin ein Vortrag zum Thema "LERNEN IM 3. JAHRTAUSEND" statt, organisiert vom Elternrat der Grund- und Mittelschule im Rah-

Im Bild Holzer

die Referentin

Frau Prof.

Ursula

men der Eltern- und Lehrerfortbildung. Referentin dieses Abends war Prof. Ursula Holzer, anerkannte Managementtrainerin und selbständiger Coach, die seit 25 Jahren sehr erfolgreich in den Bereichen Lehrerweiterbildung und Lernberatung tätig ist. Frau Holzer lebt in Wien, arbeitet in ihrem Studio in Bozen und genießt dank ihrer langjährigen Erfahrung und ihres fachlichen Wissens hohe Anerkennung. Sogleich bezog Frau Holzer das zahlreiche Publikum (etwa 100 Personen, davon zahlreiche Lehrer/innen) in den Abend mit ein, indem sie auf dessen Fragen und Wünsche fachgerecht, mit viel Information, vor allem aber sehr praxisbezogen einging. "Mit der richtigen Lerntechnik und positiven Einstellung, kombiniert mit ausreichenderBewegung und einer gehirngerechten Ernährung ist jegliches Lernen zu schaffen", motivierte Frau Holzer. Sie erklärte das Funktionieren und Zusammenspielen unserer zwei Gehirnhälften und zeigte anhand praktischer und anschaulicher Beispiele mit viel Begeisterung auf, wie wir uns z.B. Zahlen und

Abläufe mit Ziffern-Symbolen ganz leicht merken können. Die Erkenntnis der verschiedenen Lerntypen kann zudem nicht nur für Eltern, sondern auch für Erzieher/innen sehr hilfreich sein, um auf jedes Kind besser eingehen zu können. Zum Thema Ernährung verwies Frau Holzer auf die Notwendigkeit von Wasser, Vitaminen und Mineralstoffen. Zucker und weißes Mehl sollten vermieden werden. Weitere Schwerpunkte wie Gedächtnistraining, welche Musik fördert bzw. hemmt beim Lernen, wie lange und wann soll gelernt werden, Schlaf, MindMapping, Motivation, Mentaltechniken, Bewegung sowie Umgang mit Stress wurden angesprochen. Prof. Ursula Holzer begeisterte neben ihrer Kompetenz mit ihrer aufgeschlossenen Persönlichkeit und Professionalität das Publikum. Beweis dafür ist sicherlich, dass der Vortrag in den darauffolgenden Tagen von vielen Anwesenden sehr geschätzt und gelobt wurde. Der Elternrat

Rückschau des Sozialsprengels Passeier

Die Hauptaufgabe des Sozialsprengels war auch im Jahr 2001 im Bedarfsfall dem Bürger fachliche Unterstützung und Hilfe bei der Bewältigung familiärer oder sozialer Probleme und Schwierigkeiten anzubieten. Die Hauptbereiche des Sozialsprengels sind die Finanzielle Sozialhilfe, die Sozial-Pädagogische Grundbetreuung und die Hauspflege. Unter Finanzielle Sozialhilfe fallen z. B. Pflegebeiträge für Fremdunterbringung für Minderjährige, Kosten und Tarife für Behinderte in Heimen, Tagesmutterdienst, um nur einige zu nennen. Die Sozial Pädagogische Grundbetreuung betreut Minderjährige , Familien aber auch Einzelpersonen. Im Jahr 2001 wurden 63 Minderjährige betreut, im Jahr 2000 waren es nur 36. Bei den Minderjährigen gab es vor allem Erziehungsschwierigkeiten, schwerwiegende Probleme mit einem Elternteil und Schulprobleme. Die Zunahme ist vor allem auf die Teilnahme an den Nachmittagsprojekten zurückzuführen. Ein wichtiges Projekt des Sozialsprengels war und ist nämlich die Nachmittagsbetreuung von Kindern im Grundschulalter in St. Leonhard und ab Herbst auch in St Martin. Hier fanden die Kinder Hilfe, Verständnis, individuelle Unterstützung und Anregung für die Freizeitgestaltung.

Im Jahr 2001 hat der Sozialsprengel 27 Familien betreut, im Jahr 2000 waren es 23. Die Hauspflege fand sowohl zu Hause als auch in Tagesstätten statt. Darunter fällt auch das "Essen auf Rädern". Alle Bereiche haben zugenommen. Im Jahr 2001 wurden 119 Personen betreut, 45 mehr als im Jahr zuvor. Unter den Leistungen der Hauspflege fallen z.B. Körperpflege, Haushaltshilfe, persönliche Betreuung, sanitäre Leistungen usw. Ein wichtiger Faktor, der noch zu erwähnen wäre, ist dass der Sprengel mit vielen anderen Diensten, Institutionen sowie Organisationen zusammenarbeitet, so z.B. mit den Kindergärten und Schulen, dem Jugendservice, dem psychologischen Dienst, dem Dienst für Abhängigkeitserkrankungen, dem Liebeswerk Meran, den drei Gemeinden des Tales, dem Frauenhaus Meran, dem Blindenzentrum Bozen, .... Zu erwähnen gilt es den Wechsel an der Führungsspitze: Frau Dr. Ockl ist seit Oktober die Leiterin des Sozialsprengels; im Hauspflegedienst ist vorerst Frau Haller Waltraud mit der Koordinierung der Tätigkeiten beauftragt worden. Dr. Alexandra Ockl

/~

~Pf<ENGEL I

PASSEIER /

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Passeirer Blatt / Juni 2002

Seite 16 / Nr. 34

Verspielt Passeier den Schneeberg?

Wo liegt eigentlich das höchstgelegene Bergwerk Europas? Eine geographische

Fortsetzung

des Berichtes,

Verluste Schritt tür Schritt Der Bau des Poschhausstollens und der Brand des großen Arbeiterwohnhauses am Schneeberg im Jahre 1967 waren nur der Anfang dessen, was heute

und eine historische Frage

erschienen

2002, Passeirerblatt:

Es wäre daher höchst an der Zeit, dass sich die Passeirer Gemeinden, die Tourismuseinrichtungen, die Kulturvereine und alle heimatverbundenen Bürgerinnen und Bürger endlich dafür verwen-

Der St.-Martins-Stollen ist der Hauptstollen am Schneeberg, von dem bengebäude mit mehr als 120 km Stollen und Schächten erschlossen Herrenhaus eingestürzt und kann deshalb nicht befahren werden, alle löcher wurden 1985 von zwei "wildgewordenen" Baggern zugeschüttet. Grubengebäude des Passeirer heute: Wo ist das geschichtsträchtige

munter weiterbetrieben wird: die Passeirer verlieren eines ihrer ältesten historisehen Denkmäler Schritt für Schritt, ohne dass man im Tal viel merkt oder sich gar darüber aufregt. Schlimm ist vor allem, dass es keine Institution gibt, die sich dafür einsetzt, die Dinge ins rechte Licht zu rücken. 1985 war ein weiteres Schicksalsjahr für den Schneeberg, als das Bergwerk nämlich endgültig geschlossen und die Liegenschaft dem Land Südtirol übertragen wurde. Damals war es einer der ersten Verwaltungsakte, den die Südtiroler Landesregierung hinsichtlich des höchstgelegenen Bergwerks Europas setzte, indem sie zwei "wildgewordeneu Bagger zum Schneeberg schickte, um alle Stollenmundlöcher zuzuschütten, die Materialseilbahn abzutragen, das Frauenhaus und viele andere Baulichkeiten abzureißen - angeblich aus Sicherheitsgründen, wie es hieß. Und es ist sicher dem damaligen Hüttenwirt des CAI, Aldo Sartori, zu verdanken, dass nicht auch die noch bestehenden Grundmauern des Kirchleins Maria Schnee weggebaggert worden sind. So wurde und wird der Schneeberg den Passeirern schrittweise und konsequent weggenommen.

in März-Ausgabe

aus das gesamte Gruwäre. Er ist hinter dem anderen StollenmundBesucher fragen sich Schneeberges?

deten, dass die historischen Stätten des Bergwerks am Schneeberg an den originalen Orten restauriert würden, anstatt zuzusehen, wie an anderen Orten Attrappen davon erbaut werden. Wie lange lassen sich die Passeirer eigentlich noch ihres historischen Erbes bestehlen? Wie heißt es noch einmal in der Landesbroschüre? - Im Schaustollen werden die Erzabbauund Fördermethoden vom Mittelalter bis in die unmittelbare Gegenwart anschaulich dargestellt - ersetzt der Schaustollen in Ridnaun etwa das

Grubengebäude am Schneeberg mit seinen 105 Stollen und Schächten in einer Gesamtlänge von mehr als 120 km? - Oie noch heute funktionstüchtige Originalanlage aus den Zwanziger Jahren bietet einen realistischen Eindruck der Erzaufbereitung - ersetzt die Aufbereitungsanlage in Maiern etwa das 800 Jahre alte Bergwerk am Schneeberg mit seinen Poch- und Waschwerken, den Schmieden, den Wassertonnenaufzügen, den Unter- Tage-Bremsanlagen, ...? - Das Leben der Knappen ist im Arbeiterhaus dokumentiert - ersetzt ein Arbeiterhaus das Knappendorf St. Martin am Schneeberg mit den Knappenkauen, dem Herrenhaus, dem Gasthaus, dem Frauenhaus, dem k. k. Freizeitschießstand, dem Spital, dem Maria-Schnee-Kirchlein, ...? - In Ridnaun ist das höchstgelegene Bergwerk Europas fast zur Gänze erhalten - ja, wenn es sein muss, hat Ridnaun sogar die Höhenlage des Schneeberges! Was muss den Passeirern eigentlich noch alles genommen werden, bis sie endlich merken, welche Werte sie verlieren? Rückeroberung möglich Viel zu wenige Menschen, Vereine, Gruppen und politische Vertretungen des Passeiertales haben sich bisher für den Schneeberg stark gemacht. Es waren vor allem einige Mitglieder des Knappenvereins Passeier und deren Freunde, die meist freiwillig und ehrenamtlich das eine oder andere Objekt des ehemaligen Bergwerks gerettet, gesichert oder saniert haben, oft auch unter Einsatz von privatem Kapital: Anton

Das Frauenhaus am Schneeberg - hier bei der Prozession am 8. September "aus Sicherheitsgründen", wie es hieß, einfach weggebaggert worden.

1925 - ist 1985


Passeirer Blatt / Juni 2002

Seite 17/ Nr. 34

Es ist sicher zu wenig, wenn sich nur der Passeirer Knappenverein - hier bei der Barbarafeier in Moos 2001 - für die Erhaltung und Restaurierung eines der bedeutendsten Erbstücke des Passeiertales, des ehemals höchstgelegenen Bergwerkes Europas am Schneeberg, einsetzt. Das Grubengebäude, die Poch- und Waschwerke, die Schmieden, die Schienentransportanlage, das Herren- und das Gasthaus, das Spital, das schöne Kirchlein, ... sind Kulturgüter von europäischem Rang, für die sich mehr Einsatz von Seiten des Landes und der Gemeinden lohnen würde. Die Initiative und der ständige Schub dafür aber müssen von den Passeirern kommen.

Raich, Viktor Canova, Aldo Sartori, Haraid Haller, Heinz Widmann u. a. In der ersten Begeisterung wurde sogar ein Aktionskomitee Schneeberg gegründet. Dieses hat zusammen mit dem Knappenverein zwischen 1988 und 1993 in Eigenregie das Kirchlein Maria Schnee, das seit 1955 in Schutt und Asche lag, wieder aufgebaut. Harald Haller hat mit viel persönlichem Engagement historisches Wissen über den Schneeberg gesammelt und manches vor der Zerstörung gerettet, Abhandlungen verfasst und die obere Schmiede, die laut Vorhaben des Landes abgerissen werden sollte, als Schauraum eingerichtet und in ein kleines Museum verwandelt. Der Hüttenwirt Heinz Widmann organisiert alljährlich mit Fachkräften, die er persönlich anwirbt, die Führungen am Passeirer Schneeberg, schreibt Werbetexte und setzt sich für die Instandhaltung und Markierung der Wege ein. Er und seine Frau Margit sind ganz besonders auch darum bemüht, die Schutzhüttegut zu führen und den Besuchern gastronomisch jederzeit eine reichhaltige und preiswerte Auswahl an Speisen und Getränken zu bieten. Und es sind böswillige Unterstellungen, wenn gesagt wird, dass die Preise am Schneeberg höher sind als in anderen Gasthäusern des Tales. Ganz im Gegenteil: der Aufwand, der den Hüttenleuten durch die Zustellung mit dem Hubschrauber entsteht, ist beachtlich höher als in anderen Betrieben und wird nicht, wie böse Zungen behaupten, vom Land bezahlt, sondern vom Hüttenwirt selbst. Harald Haller ist auch Mitglied des Fachbeirates im Landesbergbaumuseum, und Karl Lanthaler sitzt im Verwaltungsrat desselben, aber eben als einziger Vertreter des Passeiertales. In Passeier geschieht mehr oder weniger alles

auf freiwilliger Basis. Ganz im Gegensatz zu dem, was in Ridnaun passiert: dort werden von der Museumsverwaltung jährlich alle notwendigen Instandhaltungsarbeiten erledigt, die Wege ausgebaut und verbessert, die Organisationstätigkeiten von der Direktion und vom Sekretariat gelenkt und geleitet, Führer bezahlt, Busse eingesetzt, notwendige Materialien angekauft, ja sogar über eigene Betriebsfahrzeuge verfügt das Museum Ridnaun. Um also weiteren Fehlern vorzubeugen und zusätzliche Versäumnisse zu vermeiden, müsste sich in Passeier ehestens eine neue starke Aktionsgruppe konstituieren, die sich mit allen Mitteln und bei allen zuständigen Stellen dafür einsetzt, dass die Gelder, die die Südtiroler Landesregierung für das Landesbergbaumuseum jetzt und in Zukunft bereitstellt, bedarfsgerecht und nach Notwendigkeit auf die drei Bereiche Schneeberg-Passeier, Ridnaun und

Prettau aufgeteilt werden. Dann muss die Aktionsgruppe dafür sorgen, dass der dem Schneeberg zugewiesene Anteil für die Wiedereröffnung wenigstens des St.-Martin-Hauptstollens, für die Restaurierung des Seemoos-Wassertonnenaufzuges, für die Wiederherstellung wenigstens eines Pochwerkes, für die Anlage eines Lehrpfades und für die Erweiterung des Museums in St. Martin am Schneeberg als dringendste Maßnahmen eingesetzt wird. Die Errichtung einer Materialseilbahn und die Versorgung der Schützhütte mit elektrischem Strom, sowie alle Instandhaltungsarbeiten an den Gebäuden müssen weiterhin von den zuständigen Ämtern der Südtiroler Landesregierung direkt verwaltet, aber auch ohne weitere Verzögerungen realisiert werden. Der Museumsbereich SchneebergPasseier ist Schaustück und Aushängeschild des ehemals höchstgelegenen Bergwerks Europas mit seiner mehr als 800jährigen Geschichte und muss von der Landesregierung als zentraler Bereich des Landesbergbaumuseums erkannt, eingestuft und behandelt werden. Die Verwaltung des Geldanteiles Passeier und die Regie über alle dortigen Maßnahmen aber müssen bei der Aktionsgruppe Passeier liegen. Nur so können die an der Darstellung des ehemals höchstgelegenen Bergwerkes Europas bisher begangenen Fehler schrittweise korrigiert, die Mängel am originalen Ort des Geschehens, nämlich am Schneeberg in Passeier, langsam behoben und die geographischen und geschichtlichen Tatsachen ins rechte Licht gerückt und den Besuchern realistisch und wahrheitsgetreu näher gebracht werden. Die Rückeroberung des Schneeberges nach Passeier ist möglich, wenn es die Passeirer wollen. Dazu ein kräftiges aber entschiedenes: Glück auf! Walter Innerhofer, Schenna


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Passeirer Blatt / Juni 2002

Jugendservice Passeier informiert Mädchen lernen sich zu schützen! Junge Frauen und Mädchen fühlen sich oft hilflos und der Gefahr ausgeliefert, und deshalb organisierte der Jugendservice Passeier im April einen Selbstverteidigungskurs, bei dem 20 Mädchen aus dem ganzen Passeiertal teilnahmen. Die Teilnehmer wurden von Alois Schwienbacher in 2 Gruppen unterteilt. Für die Jüngeren unter ihnen wurde ein altersgerechtes Programm erstellt, sodass es für alle Anwesenden ein toller Kurs wurde. Der Kurs wurde jeweils an 4 Montagen abgehalten, wobei es für Luis sehr wichtig war, zu Beginn jeder Stunde mit den Mädchen den Sinn, Inhalt und den Ablauf der Selbstverteidigung zu besprechen. Darauf konnte der praktische Teil beginnen, es wurden Übungen auf dem Boden, an den Schlagpolstern usw. durchgeführt. Nach den 4 Wochen wurden die Mädchen mit dem Wissen entlassen, dass auch sie sich in gefährlichen Situationen wehren können.

Kann denn Kiffen Sünde sein?

Die neue Landesstudie für Jugendliche ließ Entsetzen nicht nur bei den Politikern sondern auch bei den Eltern aufkommen, denn der Konsum von Haschisch habe sich, so die Landesstudie, in den letzten Jahren auch in den Tälern verdoppelt. Deshalb wurde über dieses Thema am 30. April im Vereinshaus von Moos heiß diskutiert. Rund 20 Jugendliche waren zu dem vom Jugendservice Passeier und Sozialsprengel Passeier organisierten Vortrag gekommen. Dr. Peter Koler, ein erfahrener Referent, leitete die Diskussionsrunde und konnte den Jugendlichen mit seiner lockeren r Art konkrete Informationen weitergeben und sie motivieren, an der Diskussion teilzunehmen. Dabei machten einige Jugendliche darauf aufmerksam, dass es mit der Informationsarbeit zu diesem Thema für Jugendliche, aber auch für Eltern im Argen liege. Deshalb beschlossen der Sozialsprengel und der Jugendservice Passeier, im Herbst 2002 auch für Eltern einen Informationsabend zu diesem Thema zu organisieren.

Die Jungschar St. Martin bei der Kinderkonferenz in Ritten! Das Jahresthema der Katholischen Jungschar ist im Jahre 2002 "Kinder und ihre Rechte". Daraufhin organisierte die Landesleitung der Jungschar eine Kinderkonferenz, bei der die Kinder ihre Wünsche und Rechte darlegen konnten. Um diese jedoch ausarbeiten zu können, wurden alle Jungschargruppen aus Südtirol eingeladen, ein Wochenende im Haus der Familie in Ritten zu verbringen. In St. Martin wollten 2 Jungschargruppen im Alter zwischen 8 und 11 Jahren dabei mitarbeiten. So starteten ca. 20 Kinder und 5 Betreuerinnen am 13. April auf den Ritten, wo sie schon von anderen Kindern und Organisatoren erwartet wurden.

Nachdem sich die Kinder in den Zimmern eingerichtet hatten, versammelten sich alle im großen Arbeitssaal, wo sie dann in verschiedene Arbeitsgruppen eingeteilt wurden. Nach zweitägiger Arbeit konnten die Wünsche und Rechte der Kinder auf Papier gebracht werden und in Anwesenheit des Direktors für Jugendarbeit Klaus Notdurfter und der Landesrätin Frau Kasslater Mur genehmigt werden. Am Ende des Wochenendes feierten alle zusammen mit dem Jugendseelsorger Eugen Rungaldier eine schöne Kindermesse. Jugendservice Passeier


Passeirer Blatt / Juni 2002

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Vollversammlung des Jugendtreff St. Martin motiviert werden. Abgeschlossen wurde die Vollversammlung mit einer Diskussion zu den Öffnungszeiten des Jugendtreff, wobei sich viele Jugendliche an der Diskussion beteiligten. Schlussendlich waren bei den Jugendlichen Öffnungszeiten an Sonntagen erwünscht. Der neue Ausschuss des Jugendtreff St. Martin nahm sich deshalb vor, auf diese und weitere Wünsche der Jugendlichen und Eltern im nächsten Jahr einzugehen. Alles in allem wurde es trotz der wenigen Teilnehmer ein sehr interessanter Nachmittag, den alle Anwesenden mit einer "Spaghettata" ausklingen ließen. Hiermit möchte sich der Jugendtreffausschuss auch bei den Köchinnen Elisabeth Ilmer und Annemarie Schmidhammer recht herzlich für ihre Mitarbeit bedanken. Tanja Schweigl

Wie jedes Jahr organisierte auch in diesem Jahr der Jugendtreff St. Martin eine Jahresvollversammlung. Heuer sollte sie am 11. Mai 2002 im Vereinshaus von St. Martin stattfinden. Um 16.00 Uhr begann der Trägerverein mit dem Tätigkeitsbericht des Jugendtreff, worauf der Rechenschaftsbericht 2001 verlesen und genehmigt wurde. Auch der Jugendservice Passeier stellte seinen Tätigkeitsbericht 2001 vor. Aufgrund einer gut vorbereiteten Diashow herrschte an diesem Nachmittag eine lockere Athmosphäre. Anwesend waren dabei einige Jugendliche, leider wenige Eltern, die Jugendassessorin von St. Martin Rosmarie Pamer und der Jugendassessor von St. Leonhard Wilhelm Josef. Einige anwesende Personen konnten wieder für die Mitarbeit im Ausschuss

30 Jahre Musikkurse 10 Jahre Musikschule Passeier Kultur und Heimatpflege Passeier mit 130 eingeschriebenen Schülern die Kurse weiterführte. Ab Herbst 1984 übernahm die Musikkapelle St. Leonhard die Organisation der Kurse und ab 1992 wurde die Musikschule Passeier ins Leben gerufen. Nach den Leitern der Vorgängerkurse Obkircher Hans, Heimatpflegeverein und Siegmund Hofer, waren Alexander Veit (fünf Jahre), Stefan Gstrein (drei

Die Musikschule Passeier feiert heuer ihr 10jähriges Bestehen als Schule des Institutes für Musikerziehung Bozen. Gegründet bereits 1972 als Musikkurse Passeier von einem privaten Komitee unter der Trägerschaft des Südtiroler Kulturinstitutes, folgte die Fortsetzung ab dem Schuljahr 1978/79 durch das Institut für Musikerziehung. 1980 zog sich das Institut von der Leitung der Kurse zurück, sodass der Verein für

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Im Bild Schüler der Musikschule

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Passeier beim Singspiel

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auf der Wolke" (Foto Bernadette

Pfeifer)

Jahre) und Luise Pamer (zwei Jahre) die Leiter der Musikschule. Aufgrund des Jubiläums wurde in St. Leonhard zweimal das Singspiel .Florian auf der Wolke" aufgeführt. Da zwischen den Musiklehrern der Grundschule St. Martin und der Musikschule Passeier ein Projekt gestartet wurde, bot das Singspiel Gelegenheit zur Zusammenarbeit. In langen Proben wurden ein- bis dreistimmige Lieder eingelernt, die von einer hochmotivierten Schülerband begleitet wurden. Gleichzeitig wurde auch an einer Choreografie und an Solopartien gearbeitet. Die Texte und das Bühnenbild wurden von den Grundschülern vorbereitet. Das Singspiel erzählt vom kleinen Florian, der sich gerne in eine andere Welt fortträumt. Auf seiner musikalischen Reise erzählen ihm verschiedene Vögel Geschichten, die sie gesehen und erlebt haben. Die Kinder spielten und sangen mit viel Begeisterung und Freude in der vollbesetzten Aula. Daneben fand auch ein besinnliches Adventkonzert in der Pfarrkirche statt, an dem der Kirchen- und Männerchor, eine Zithergruppe, die .Passeirer Vielsaitign" und Schüler der Musikschule mitgewirkt haben. Weiters öffnete die Musikschule im März für eine Woche ihre Tore, wo zu Schnupperstunden eingeladen wurde . Ein weiterer Höhepunkt wird das Abschlusskonzert im Juni sein, welches mit einem kleinen Fest das Jubiläumsjahr ausklingen lassen wird.


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Passeirer Blatt / Juni 2002

Der besondere Fund Spuren aus der Steinzeit liegen meist im Boden verborgen. Deshalb sind es in der Regel reine Zufälle, die zum Auffinden eines frühgeschichtlichen Fundstückes führen. Zu einem solchen Zufallsfund gehört zweifelsohne jener Feuerstein, den am 6. April 2002 der 10 jährige Martin Pöll in Ulfas entdeckte.

Martin Pöll freut sich über das steinzeitliehe Fundstück

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Gefunden hat Martin das 2,5 cm lange und 2 cm breite Feuersteinstück im Umfeld des Wohnhauses beim " Räumen" auf einem "Scherhaufen" . Weil der Bub ähnliche Steinstücke in der Schule beim Geschichtsunterricht und beim Besuch des Ötzimuseums in Bozen gesehen hatte, steckte er das Stückchen in die Hosentasche und brachte es am nächsten Tag mit in die Schule. In der Folge wurde das Fundstück dem Fachmann für Frühgeschichte Matthias Innerhafer zur Begutachtung übergeben. Seiner Meinung nach handelt es sich beim Feuersteinstück um einen sogenannten Stirnkratzer. Darauf weisen die Form und die noch deutlich sichtbaren Bearbeitungsspuren an der Vorderseite hin. Verwendung fand dieses Gerät ausschließlich im Mesolithikum ( Mittlere Steinzeit ). Unter anderem diente es zum Abschaben von Fleischresten auf Knochen oder zum Zuspitzen und Rundmachen von Pfeilschäften. Das Alter dieses frühgeschichtlichen Werkzeuges schätzt Innerhafer mit mindestens 7000 Jahren. Eine spätere Nutzung erfuhr das Feuersteinstück im vergangenen Jahrtausend als sogenannter Schlagstein zum Feuermachen. Darauf weisen die beiden abgenutzten Kanten auf den Längsseiten des Fundstückes hin. Funde von Feuersteinabschlägen zählen im Raum Hinterpasseier zu absoluten Raritäten. Streufunde gelang es bisher lediglich im Raum Stuls, am Schneeberg und am Seebersee ausfindig zu machen, weiß der Fachmann für Ur~- und Frühgeschichte zu berichten. Die Freude bei Martin über das seltene Fundstück kann sich jeder vorstellen. Die Kostbarkeit wird fortan in einem eigens vom Vater gefertigten "Schatzkistchen" aufbewahrt. Das Strizonjoch und die Gegend um Ulfas sind nachweislich seit etwa 3000 Jahren begangen. Hinweise darauf ge-

ben uns ein am Strizonjoch gefundenes Bronzebeil sowie ein Eisenbeil von Ulfas. Sieht man von Feuersteinfunden auf der Silberhütthöhe bei Stuls ab so konnten im Hinterpasseier bis zum heutigen Tag lediglich am Schneeberg und am Seebersee einzelne Feuersteinstücke entdeckt werden. Umso mehr freuen wir uns über deinen Fund Martin und wünschen dir weiterhin viel Glück bei deiner Steinsuche!

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Seite 21 / Nr. 34

Vollversammlung des Tourismusvereins von St. Leonhard

Am 19.03.2002 wurde die ordentliche Vollversammlung des Tourismusvereins von St. Leonhard abgehalten. Eine große Mehrheit der Mitglieder fand sich ein, um einer Vollversammlung der besonderen Art beizuwohnen. Schon bei der Einladung wurde dies angekündigt und der Abend sowie das Programm wurden sehr abwechslungsreich gestaltet. Nach der Begrüßung der Mitglieder und der Ehrengäste durch den Präsidenten Herrn Nikolaus Gurschier und dem Geschäftsführer Herrn Werner Albrecht, wurden über PowerPoint, alle Daten vom vergangenen Jahr 2001 und das Tätigkeitsprogramm 2002 sowie der Kostenvoranschlag für das Finanzjahr 2002 sowie mehrere Zukunftsvisionen mittels Flash Movie präsentiert. Alle Stimmberechtigten genehmigten einstimmig die vorgelegten Protokolle, Berichte und Finanzpläne des Tourismusvereins von St. Leonhard. Die Ankunft und das Nächtigungsplus im Vergleich vom Jahr 2000 zu 2001 liegt unter dem Landesdurchschnitt von ca. 4 % und beträgt in St. Leonhard 1.4 % +. Auch die Finanzierung der Tourismusvereine die die eigentlichen Produktpfleger im gesamten Land vor Ort sind, war ein großes Thema bei dieser Vollversammlung. Hierzu richten wir einen Appell an die Landesregierung um ei-

nen soliden Finanzierungsbeitrag (Tourismussteuer) 'für die Tourismusvereine in Zukunft zu garantieren, denn nur ein gutes Produkt, wie instandgehaltene und saubere Wanderwege und ein gepflegtes Umfeld, kann dann auch von der SMG gut verkauft werden, so Werner Albrecht. Anschließend wurde Herrn Christian Kobler (alter u. neuer Full- Contact Weltmeister aus St. Leonhard) eine Urkunde und ein Blumenstrauß vom Tourismusverein für die Anerkennung seiner Leistungen überreicht.

Nach den Grußworten des BM Dr. Konrad Pfitscher und des Präsidenten der Raiffeisenkasse Passeier Dr. Siegfried Innerhofer, die die geleistete Arbeit des Tourismusteams besonders hervorhoben, spielte die Theatergruppe von St. Leonhard 2 Sketche über eine Anfrage im Tourismusbüro. Anschließend waren alle Gäste zu einem Buffet und Umtrunk im Hotel Bergland geladen. Werner Albrecht Direktor - Geschäftsführer des Tourismusvereins von St. Leonhard

Wildbeobachtung einmal ganz anders

Im März dieses Jahres stand für die Schüler der Grundschule Pfelders ein besonderer Schultag auf dem Pro-

gramm. Zusammen mit der 3 A der Mittelschule Obermais aus Meran und unter der fachkundigen Führung der Förster Erwin und Friedl der Forststation St. Leonhard machten wir uns ausgerüstet mit den wichtigsten Utensilien auf den Weg zur Lazinser Alm. Unser Blick richtete sich stets hinauf auf die Berge und deren Hänge um doch endlich Wild zu entdecken. Beim Zeppichl stellten wir das erste Mal unsere Ferngläser mit besonders scharfen Objektiven auf. Da entdeckten wir auch schon die ersten Gämsen. Weiter Richtung Lazinserhof hielten wir nochmals an und entdeckten weitere Gämsen, welche sich von uns beim Verzehren des spärlichen Grases nicht stören ließen. Erwin erzählte uns alles Wissenswerte über diese Wildtiere. Nun machten wir uns weiter auf den Weg zur Lazinser Alm. Denn dort erzählten uns die Förster hielte sich in der Höhe eine Steinbockkolonie auf, welche auf der "Durchreise" im Pfelderer Tal immer eine kleine Verschnaufpause machten.

Nun waren wir gespannt, ob wir sie wohl auch zu Gesicht bekommen würden, denn um diese Zeit lagen sie ruhig in der Mittagssonne. Die Förster versuchten mit den Ferngläsern sie ausfindig zu machen. Aber da sich die Steinböcke der Umgebung sehr gut anpassen, schien es fast unmöglich ihren Ruheplatz ausfindig zu machen. Doch da entdeckte Walter, ein Schüler der 4. Klasse mit seinem Fernglas ein wunderschönes Exemplar: ein Steinbock mit seinem mächtigen und imposanten Gehörn. Nicht genug! Etwas weiter oben entdeckten wir drei weitere Steinböcke. Wir konnten beinahe nicht genug bekommen. Besonders die Mittelschüler staunten über dieses einmalige Erlebnis. Die Zeit drängte und wir mussten uns von unseren neuen "Freunden" in der Höhe verabschieden. Noch lange Zeit danach blieben sie unser Lieblingsthema. Grundschule

Pfelders


Passeirer Blatt 1 Juni 2002

Seite 22 1 Nr. 34

Die Verbraucher-und Budgetberatungsstelle Meran informiert:

Handys- Was tun bei defekten

Nach den jüngsten Erhebungen gibt es in Italien mehr als 35 Millionen Handys. Wir bekommen immer häufiger Meldungen über Handys, die einen Mangel aufweisen. Mit dem neuen Gewährleistungsrecht, welches ab 23. März 2002 in Kraft getreten ist, haben die Kunden jetzt größere Möglichkeiten zu ihrem Recht zu kommen. So beträgt die Gewährleistungsfrist nunmehr zwei Jahre ab Kauf. Die Anzeige des Mangels hat innerhalb von 60 Tagen ab Entdeckung des Defekts zu erfolgen. Für die ersten sechs Monate ab Kauf liegt die Beweislast beim Händler, also es wird von vornherein angenommen, dass der Mangel bereits beim Zeitpunkt der Übergabe vorhanden war. Die Konsumenten müssen mittels Einschreiben mit Rückantwort die Reparatur in einer angemessenen Zeitspanne (innerhalb mindestens 1 Monat) verlangen. Falls

Nachlese 111 Alkohol ist ein weit verbreitetes Genuss- und Suchtmittel. Er kann, wenn er in entsprechender Menge und in der passenden Situation getrunken wird, Genuss und Entspannung bringen. Ob und wieviel Alkohol konsumiert wird, liegt in der Verantwortung jedes Einzelnen. Erwachsene aber auch Jugendliche wissen um die aufheiternde und enthemmende Wirkung Bescheid und finden auch immer wieder Gelegenheiten um mit Alkohol die Stimmung zu verbessern. Der maßvolle Umgang mit dem Konsumgut Alkohol erscheint schwierig und gelingt des öfteren nicht. Der Gesetzgeber ist aber recht deutlich: Jeder der an öffentlichen bzw. für jedermann zugänglichen Orten in betrunkenem Zustand angetroffen wird, wird laut Art 688 SGB mit einer Geldstrafe bis zu 200 Euro oder mit einer Freiheitsstrafe bis zu 6 Monaten (bei einer vorhandenen Vorstrafe durch Delikte an Personen) bestraft. Die Erfahrung hat gezeigt, dass dies auch bei uns geahndet wird. So bleibt nur zu hoffen, dass die Strafen für Jugendliche und Erwachsene gleichermaßen Anwendung finden und Wirkung zeigen. sj

die Reparatur nicht zum Erfolg führt, haben die Konsumenten Anspruch auf Umtausch durch ein gleiches, funktionierendes Gerät. Erfolgt keine Reparatur oder Umtausch oder wird die zumutbare Zeit überschritten, kann der

Geräten?

Verbraucher den Vertrag auflösen und das Geld zurückverlangen. Wir haben eigens ein Infoblatt zum Thema Handys ausgearbeitet. Es enthält Hinweise z.B. welchen Tarif man wählen sollte, was man beachten muss, wenn man vom Ausland aus telefonieren möchte und was man beim Verlust eines Handys machen sollte u.s.w. Das Infoblatt kann bei unserer Beratungsstelle in Meran, Freiheitsstr. Nr.62, 12.Stock mitgenommen werden. Tel: 0473/270204. Weiters liegt es auch im Sozialsprengel in St. Leonhard auf. Sprechstunden werden im Sprengel jeden 2. und 4. Dienstag im Monat von 15.00 bis 16.00 Uhr (nur unter Vormerkung Tel:0473/659018 bzw 0473 659263) angeboten. Birgit Kienzl - Mitarbeiterin der Verbraucherzentrale

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Seite 23 / Nr. 34

Passeirer Blatt / Juni 2002

Rege Tätigkeit des Bildungsausschusses St. Martin In den vergangenen Monaten ist es dem Bildungsausschuss gelungen, viele verschiedene Personen anzusprechen und sie zur Teilnahme an verschiedenen kulturellen Veranstaltungen zu bewegen. Ende Februar startete der Bildungsausschuss mit Feldenkraisabenden im Turnraum im Altersheim. Feldenkrais geht davon aus, dass wir über das Bewusstwerden von Bewegung die Qualität in jedem Bereich unseres Lebens verbessern können. Gewohnheitsmäßige Verhaltensweisen, die zu Einschränkungen, Verspannungen oder Schmerzen führen, können so verändert werden. Die Feldenkrais-Methode ist für alle Menschen geeignet, die neue Wege im Umgang mit sich selbst suchen. Passend in die Fastenzeit stand im März eine angeleitete Fastenwoche auf dem Programm des Bildungsausschusses. Die Referentin, Frau Sanin Dorothea aus Tramin, welche bereits über 10 Jahre Erfahrung in diesem Bereich hat, traf sich täglich abends mit den Teilnehmerinnen, um ihnen Tipps zu geben, zum Erfahrungsaustausch und um mit ihnen Gymnastikübungen, Meditationen und Massagen zu machen.

Am 16. März lud der Bildungsausschuss alle Interessierten zum Kabarett "Richtlinien des 21. Jahrhunderts (gemeinsam über die Zukunft nachdenken)" in das Gasthaus .Pfandler Alm" ein. Der Kabarettist rJietmar Gamper aus Lana amüsiert- die Zuschauer, brachte sie durchaus zum Lachen und bezog auch das Publikum mit ein in sein Programm (siehe Foto). "Was früher daneben ging, muss in Zukunft nicht unbedingt gelingen", so Dietmar Gamper während seiner Aufführung .• Am 10. April kam die Rechtsanwältin Frau Dr. Alexa Pobitzer in den Vereinssaal St. Martin, um zum Thema "Wir Frauen und unsere Rechte" zu referieren. Durch eine Eheschließung und die Gründung einer Familie sowie erst recht durch eine Scheidung ergeben sich gerade für eine Frau auf rechtlicher Ebene viele Änderungen zu ihrem bisherigen (Rechts-)Leben. Jede Frau sollte diese Bestimmungen kennen. Die Referentin gab einen kurzen Überblick zu den wichtigsten Bestimmungen des Namens-, Ehe-, Familien-, Scheidungsund Erbrechts als Einführung. Dieser

diente wiederum als Grundlage für ein anschließendes Gespräch. Die Referentin verstand es durch einfache Beispiele das schwierige und umfangreiche Thema verständlich zu machen. Auch von der organisierten Dia-VisionsShow zum Thema ,,381 Tage unterwegs - die Geschichte einer faszinierenden Reise um die Erde" am 28. April im Vereinssaal von St. Martin hat der Bildungsausschuss ein positives Feedback erhalten. Der Südtiroler Kochkünstler und Buchautor Raimund Frötscher entschloss sich im Sommer 1998 kurzerhand, alles liegen und stehen zu lassen, um mit seiner kurz zuvor in Israel kennengelernten Freundin und heutigen Frau für eine längere Zeit einfach um die Welt zu reisen. Mit dabei einen Rucksack und eine einfache Autofokus Kamera. Die Reise dauerte schlussendlich 381 Tage. Daraus entstand eine Dia-Visions-Show, bestehend aus 900 Bildern, die mit sensibel ausgewählter Musik, unterstützt von 6 Projektoren, über CD gesteuert vorgeführt wurde. Es gab Livekommentare von Raimund Frötscher. In der Vorführungspause wurde indischer Tee serviert und eine angenehme Atmosphäre geschaffen. Auszug aus dem Faltblatt von ,,381 Tage unterwegs": Viel zu spät begreifen viele, die versäumten Lebensziele, Freuden, Schönheit und Natur, Gesundheit, Reisen und Kultur. Darum Mensch, sei zeitig weise! Höchste Zeit ist's! Reise, reise. (Wilhelm Busch) Der Bildungsausschuss dankt allen für die Teilnahme an den angebotenen Veranstaltungen und wird sich auch in Zukunft um ein besonderes, ansprechendes Programm bemühen. Carmen Koffer

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Seite 24 I Nr. 34

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Passeirer Blatt / Juni 2002

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Passeirer Blatt / Juni 2002

Abschlussfeier des Grundseminars . für Hauswirtschaft In "Frankenberg"

Den eigenen Haushalt locker bewältigen und sich und die Lieben verwöhnen - das waren die Hauptziele, die 24 junge Frauen (leider noch keine Männer) dazu bewegten, von Oktober bis Mai das Grundseminar für Hauswirtschaft an der Fachschule für Hauswirtschaft Frankenberg in Tisens zu besuchen. An jeweils zwei Abenden pro Woche trafen sich die Teilnehmerinnen in der Fachschule, um in Kleingruppen schmackhaftes, gesundes Essen zuzubereiten, Reinigungsgeräte auszuprobieren, Mixgetränke selbst herzustellen, Zimmerpflanzen umzutopfen, einfache Kleidungsstücke zu nähen oder rationelle Arbeitstechniken anzuwenden. Arbeiten, die eigentlich jede/jeder täglich macht, die aber durch die richtige Technik oder durch kleine Tipps und Tricks leichter von der Hand gehen und sogar Spaß machen. Das Grundseminar ist mit Wahlfächern, wie z. B. Homöopathie, Heilkräuter, Kücheneinrichtung, Kinderkrankheiten und

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Oie Fachlehrerin für Ernährung und Hauswirtschaft Andrea Urban

Säuglingspflege sehr praxisorientiert. Bei den 5 Projektabenden werden Grundlagen der Ernährung und Hauswirtschaft sowie aktuelle Themen wie z.B. Alternative Ernährungsformen erarbeitet und diskutiert und Vergleichsverkostungen durchgeführt. Am Freitag, 17. Mai fand auf Frankenberg die Abschlussfeier des Grundseminars statt, bei der die Teilnehmerinnen ihre Gäste mit einem viergängigen Menu und einer kleinen Modeschau mit selbstgenähten Werkstücken überraschten. Die Teilnehmerinnen zeigten sich von dem Seminar begeistert und möchten das nächste Jahr weitere Aufbaukurse besuchen. Aufgrund der großen Nachfrage in den letzten Jahren wird auch im Herbst 2002 wieder ein Grundseminar für Hauswirtschaft starten. Die Anmeldungen werden ab sofort entgegengenommen. Zielgruppe sind berufstätige junge Frauen und Männer. Tel. 0473 920962 - e-mail: Fs.frankenberg@schule.suedtirol.it

Termine für Veranstaltungen in St. Leonhard 18.06. 21./22.06. 25.06. 28./29. 02.07. 03.07 . 06.07. und 07.07. 09.07. 12./13.07. 16.07. 20./21. 23.07. 25.07. 26./27./28. 30.07. 01.08 03./04.08. 06.08. 09./10.08. 11.08. 13.08. 14.08. 15.08. 16.08. 18.08. 20.08. 27.08.

Konzert - Tourismusverein Fußballer

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Christophorusfeier

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Passeirer Blatt / Juni 2002

Eine Rose für das Leben

K.:,s.'ea schelllcell.

Im Rahmen der diesjährigen Rosen· Verkaufsaktion am Pfingstwochenende, wurden in Kuens, Riffian, Vernuer, Saltaus, Schweinsteg, Tall, St. Martin, St. Leonhard, Walten, Stuls, Moos, Platt, Pfelders und Rabenstein ¤ 8743,00 und bei der Modeschau auf dem Raiffeisenplatz in St. Leonhard ¤ 936,18 für die Südtiroler Krebshilfe gesammelt! Ein großes Vergelt's Gott allen, die auf diese Weise krebskranke Mitmenschen unterstützen! Gegen Krebs genügt nicht nur allein medizinische Hilfe ... auch menschlicher, psychologischer und finanzieller Beistand sind notwendig! Die Südtiroler

Krebshilfe steht dir zur Seite. Tel. 0473445757- Meran.

Rettungsvereine üben den Ernstfall

Am Samstag, den 27. April 2002, organisierte die Freiwillige Feuerwehr Walten gemeinsam mit dem Weißen Kreuz Passeier auf Initiative des Abschnittsinspektors Michael Schwarz eine Gemeinschaftsübung. Anlass dazu war der vor allem in den Sommermonaten ständig zunehmende Verkehr auf der Jaufenstraße. An dieser Großübung beteiligten sich insgesamt 140 Personen, darunter die Wehren von Walten, St. Leonhard und St. Martin, ebenso Freiwillige des Feuerwehrbezirksstützpunktes Meran, Männer des Weißen Kreuzes Passeier und der Bergrettung St. Leonhard. Angenommen wurde ein Verkehrsunfall, bei dem ein mit 30 Personen besetzter Bus in einer Kurve in Außerwalten von der Straße abkam, die Leitplanken durchbrach und 100 m über einen steilen Hang stürzte. Um 14 Uhr startete die Übung mit der Alarmierung der Notrufzentrale 118, die alle weiteren Schritte einleitete. Auf Grund der Vielzahl der Verletzten wur-

den das Weiße Kreuz Passeier, die FF Walten, St. Leonhard und St. Martin, sowie die Bergrettung alarmiert. Innerhalb kürzester Zeit rückte die Feuerwehr Walten, die durch Sirenenalarm zum Einsatz gerufen wurde, mit 3 Fahrzeugen aus. Sofort wurde von Männern der örtlichen Feuerwehr die Unfallsteile gesichert, der Verkehr geregelt, sowie ein dreifacher Brandschutz aufgebaut. Die Einsatzleitung wurde von der Feuerwehr Walten übernommen, wobei sie vom mobilen Einsatzleitfahrzeug des Bezirkes unterstützt wurde. Nach dem raschen Eintreffen der FF St. Leonhard und St. Martin transportierten diese die hydraulischen Rettungsgeräte zum Unfallfahrzeug. Mittels Spreizer und Hydraulikschere machte man sich daran, die im Fahrzeug eingeklemmten Personen zu befreien. Zur Bergung einiger aus dem Fahrzeug geschleuderten Personen seilten sich Männer des Bergrettungsdienstes Passeier im extrem steilen Gelände ab. Männer des Weißen Kreuzes nahmen

die Erstversorgung der Verletzten in Absprache mit dem Notarzt Dr. Mitterhofer an der Unfallsteile vor. Diese wurden nach dem Grad ihrer Verletzungen eingeteilt, auf Rettungsbahren geladen und in Geländeautos der Feuerwehren über einen steilen Wiesenweg zu einem nahegelegenen Parkplatz an der Jaufenstraße transportiert. Dort hatten in der Zwischenzeit Männer der FF Meran drei Rettungszelte aufgestellt, in denen die insgesamt 26 Verletzten von einem weiteren Notarzt und Männern des Weißen Kreuzes versorgt und in die umliegenden Krankenhäuser verteilt wurden. Dank der Mithilfe der "Schminktruppe" des Weißen Kreuzes Naturns konnten die Unfallszenen wirklichkeitsgetreu nachgestellt werden. Nach Beendigung der Übung wiesen die Verantwortlichen in mehreren Stellungnahmen auf die Wichtigkeit der koordinierten Zusammenarbeit aller Rettungsvereine hin und bedankten sich bei allen Teilnehmern für die Mitarbeit. Mit großem Interesse wurde der Übungsablauf vom Bezirkspräsidenten Hubert Eisendie, dem Bezirksinspektor Max Pollinger, sowie dem Abschnittsinspektor Michael Schwarz neben einer Vielzahl von Schaulustigen verfolgt. In den darauffolgenden Tagen fand auch eine Übungsnachbesprechung mit allen beteiligten Kommandanten, dem Abschnittsinspektor, Verantwortlichen des Weißen Kreuzes Passeier und des Bergrettungsdienstes, sowie Bediensteten der Notrufzentrale und dem Notarzt Dr. Mitterhofer statt. Dabei wurde die Vorgehensweise analysiert, auf eventuelle Fehler hingewiesen und Positives hervorgehoben. Freiwillige Feuerwehr

Walten


Passeirer Blatt / Juni 2002

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50 Jahre Musikkapelle In den 50 Jahren ihres Bestehens entwickelte sich die Musikkapelle Walten nach Überwindung zahlreicher Probleme zu einem Wahrzeichen des kleinen Dorfes. Zu ihrem 50jährigen Geburtstag wird ein dreitätiges Zeltfest organisiert welches vom 26. - 28.07.2002 auf dem Festplatz von Walten stattfindet. 50 Jahre ist es nun her, als ein paar junge Burschen den Schritt wagten in Walten eine Musikkapelle zu gründen. Die Hauptinitiatoren für die Gründung der Musikkapelle waren Franz Haller (Santi), Johann Platter (Stürmer) und Johann Lanthaler (Wans). Die Idee, eine Musikkapelle zu gründen, wurde in Walten mit Begeisterung aufgenommen. Es meldeten sich auf Anhieb 20 Burschen, welche mit großer Freude und viel Einsatzwillen an die Sache heran gingen. Die Kapelle hatte es in ihren ersten Jahren keineswegs leicht. Es mussten große finanzielle Mittel zur Deckung der hohen Kosten aufgebracht werden. Um die Kosten für die Anschaffung von Instrumenten und Notenmaterial decken zu können, spendeten viele Waltner Bürger Geld, viele Bauern stellten sogar ihr Schlagholz zur Verfügung. Sehr interessant ist die Tatsache, dass die Musikanten für jede Probe bezahlen mussten. Die Proben, welche zumeist 2 mal in der Woche stattfanden, kosteten 2000 Lire, unabhängig davon ob man daran teilnahm, oder nicht. Als Probelokal diente der Musikkapelle in den ersten sieben bis acht Jahren die Waschküche des "Stürmerhofes",

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Walten In Passeier

danach durfte man für die Proben die Räumlichkeiten des Widums benutzen. 1963 zog man in den heutigen Vereinssaal der damals neu errichteten Volksschule von Walten und erst ab 1986 konnte die Musikkapelle in ein eigenes Probelokal, das im Dachboden der Volksschule errichtet wurde, einziehen. Die Musikkapelle beteiligte sich schon sehr bald an Marschwettbewerben und spielte zu zahlreichen kirchlichen Anlässen auf. In' den 70er Jahren wurde die Kapelle aber von einer Krise erfasst und mit zahlreichen Problemen konfrontiert. Sie galt sogar schon als aufgelöst. Es war nicht zuletzt der Verdienst von Ferdinand Haller (Stadeie Ferdl), dass sich die Kapelle noch einmal aus dieser Krise ziehen konnte und dass diese schwierigen Jahre gemeistert wurden. In den 80er Jahren brachte der neue Kapellmeister Ehrenreich Haller neuen Schwung in die Musikkapelle. Er engagierte sich vor allem auf dem Gebiet der Jugendarbeit. So wurden der Kapelle zahlreiche junge Talente zugeführt. Der Klangkörper wuchs während seiner Amtszeit von 22 Mann auf 40 Mitglieder. Erstmals traten auch Mädchen der Kapelle bei. In den 90er Jahren machte die Musikkapelle Walten wohl die größten Fortschritte in ihrer Geschichte. Unter der Führung des Kapellmeisters Adolf Augscheller, des Stabführers Andreas Lanthaler und des Obmanns Andreas Augscheller entwickelte sich die Musikkapelle zu einem Verein, der in ganz Süd-

tirol höchstes Ansehen genießt. Im Bereich "Musik in Bewegung" gehört die Musikkapelle Walten heute wohl zu den führenden Kapellen in Südtirol. Der außerordentlich große Erfolg, den die Kapelle in den letzten Jahren bei zahlreichen Marschwettbewerben hatte, ist ohne Zweifel dem Stabführer Andreas Lanthaler zuzuschreiben. Trat die Kapelle im Jahre 1990, dem ersten Jahr unter seiner Stabführung, noch in der Stufe A an, so wagte man sich im Jahre 2000 als erste Kapelle Südtirols an die höchste Schwierigkeitsstufe E. Entgegen den eigenen Erwartungen gelang es der Musikkapelle Walten sogar diesen internationalen Marschwettbewerb mit "ausgezeichnetem Erfolg" zu gewinnen. Mit dem 3-tägigen Zeltfest vom 26. 28.07.2002 macht sich die Musikkapelle Walten selbst ein Geschenk. Der Vorstand der Kapelle hat sich hierfür ein sehr abwechslungsreiches Programm ausgedacht. Nähere Informationen über das Festprogramm können aus der Programmbroschüre entnommen werden. Anlässlich des 50jährigen Jubiläums gibt die MK Walten eine Festschrift, welche vom Obmann Andreas Augscheller verfasst wird, heraus. Sie wird verschiedene interessante Hintergrundinformationen und Geschichten zur Kapelle und des Dorfes beinhalten. Ebenso wird in dieser Festschrift eine Chronik über die 50 Jahre der Musikkapelle Walten enthalten sein. Anton Augscheller


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Preiswatten In St. Leonhard watteten am Sonntag, den 21. April 2002 128 Paare. Neben den Aktionen, die die einzelnen SKJOrtsgruppen in ihren Pfarreien durchführen, z. B. Jugendmessen gibt es immer wieder Aktionen für den ganzen Bezirk. Die Zusammenarbeit zwischen den Ortsgruppen, dem Bezirksteam und dem Jugendservice Passeier ist gut. Auf verschiedenen Ebenen werden Angebote für Jugendliche gemacht. Im religiösen Bereich z. B. das Geistliche Jugendkonzert in Moos; im gesellschaftlichen Bereich: z. B. das Open Air Anfang Juni auf der Festwiese in St. Martin und im sozialen Bereich: z. B. das Adventsingen im Krankenhaus in Meran oder das SKJ-Preiswatten im Vereinshaus in St. Leonhard. Aufgrund des nicht all zu hoch gesetzten Einsatzes konnten sich außer Profis auch einige Amateure dazu überwinden ihr Glück beim Kartenspielen zu versuchen. Durch den fleißigen Einsatz der SKJOrtsgruppe von St. Leonhard konnte man den Beteiligten mit Getränken, Brötchen und Kuchen den Nachmittag etwas versüßen. Gegen 23.00 Uhr standen dann die Gewinner fest. Ennemoser Sepp und Egger Brigitte konnten den ersten Preis (400 Euro + 2 Ge-

für einen guten Zweck

schenkskörbe) mit nach Hause nehmen. Auf die Plätze zwei und drei folgten Pöhl Matthias und Pfandler Markus und Ennemoser Franz und Gufler Anton. Den vierten Platz belegte Hofer Gotthard und Hofer Christine. Diese Veranstaltung ist ein gelungenes Beispiel für die gute Zusammenarbeit in der SKJ-

",j,

Die Sieger von SKJ-Preiswatten

Die SKJ-Passeier

in St. Leonhard

Segnung des SKJ-Jugendraumes Der 12. Mai 2002 war nicht nur für alle Mütter ein besonderer Tag, sondern auch für die SKJ - Pfelders. Man feierte nämlich die Segnung des Jugendraumes in der Grundschule von Pfelders. Noch Anfang dieses Jahres beschloss die Gemeinde Moos in Pfelders den schon vorhandenen Jugendraum neu einzurichten. "Ein besonderer Dank gilt

Passeier. Der Reinerlös vom Preiswatten, die freiwillige Spende vom Geistlichen Jugendkonzert in Moos und eine Spende von der SKJ-Passeier, insgesamt 1.000 Euro wird wieder der Diözesancaritas überreicht werden.

der Gemeinde, die das Projekt ermöglicht und finanziell unterstützt hat. Für die Planung und Koordination sorgte unser Sportassessor Luis Pichler. Deshalb gilt ihm auch ein besonderer Dank", so Ortsjugendvorsteherin Manuela Gufler in ihrer Rede. Unter den Ehrengästen befanden sich neben dem Bürgermeister von Moos Wilhelm Klotz,

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In Pfelders den Gemeindeassessoren Luis Pichler und Benedikt Pamer, der Vertreterin des Bezirksteam Passeier Thea Gufler und dem Pfarrgemeinderat Pfelders auch der Bezirksjugendseelsorger Siegfried Pfitscher, der gleichzeitig die Segnungszeremonie hielt. Manuela Gufler nutzte die Gelegenheit auch ihm für seine tatkräftige Unterstützung in den Pfarrgemeinden und der Bezirksjugend Passeier ein herzliches "Vergelt's Gott" auszudrücken und eine kleine Anerkennung zu überreichen. Auch der Bürgermeister Wilhelm Klotz und der Gemeindeassessor Luis Pichler hielten zu diesem Anlass eine Ansprache: "Ein besonderes Anliegen der Gemeinde ist es, dass sich unsere Jugend hier im Jugendraum treffen kann, um eine Gemeinschaft zu bilden". Zur Feier des Tages hatte die SKJ Pfelders Muttertagskerzen vorbereitet, die erst gesegnet und dann an die Mütter verteilt wurden. Im Anschluss an die feierliche Ansprache gab es eine gelungene Feier mit Büffet und einem kleinem Umtrunk für alle Ehrengäste und Pfelderer. Für die SKJ-Pfelders Manuela Guf/er


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Osterkonzert der Musikkapelle Andreas Hofer

Am Ostersonntag hat die Musikkapelle .Andreas Hofer" wieder zum traditionellen Osterkonzert geladen. Im voIlbesetzten Vereinshaus von St. Leonhard eröffnete die Musikkappelle die Konzertsai-

Tätigkeit der Kapelle. Dabei hob er besonders die Initiativen im Bereich der Jugendarbeit hervor, wo mit den Jungmusikanten im Probelokal bereits mehrere Male das gemeinsame Musizieren

, ..

son 2002. In vielen Teil- und Vollproben hat der Kapellmeister Georg Höllrigl zusammen mit den Musikanten ein gefälliges, abwechslungsreiches Programm einstudiert, das einen Bogen von der klassischen Musik über gehobene Unterhaltungsmusik, echte Volksmusik bis hin zu moderner Blasmusik spannte. Vom Publikum wurden die Stücke "Israel Shalom" und "Sparkling Drums" mit Schlagzeugsolist Manuel Thoma mit besonderer Begeisterung aufgenommen. Bei seiner Begrüßung berichtete der Obmann Franz Haller kurz über die

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geübt wurde und wo die angehenden Musikanten mit großer Begeisterung teilgenommen haben. Ebenso wurde den Schülern der Grundschule die Tätigkeit der Musikkapelle sowie die einzelnen Instrumente vorgestellt, um gerade bei den Kindern das Interesse am aktiven Musizieren zu wecken, und sie zum Besuch der Musikschule in St. Leonhard anzuregen. Weiteres stellte der Obmann einige Höhepunkte des Programms der Musikkapelle für die kommenden Monate vor, wie die Teilnahme am Wertungsspiel in Algund, der

St. Leonhard

Gegenbesuch bei der Musikkapelle Pater Haspinger in Gsies, ein Ausflug an den Gardasee, ein Konzert in Lana, die Teilnahme an der Jubiläumsfeier zum 50-jährigen Bestehen der Musikkapelle Walten, ein Jugendlager in der Egghof Kaser in Schönau, die Teilnahme am Herbstfest in Riffian und am Dorftest in St. Martin. Außerdem erinnert er daran, dass am 3. und 4. August in St. Leonhard von der Musikkapelle .Andreas Hofer" das 2. große Musikfest veranstaltet wird und dass wieder auf einen großen Zustrom an Einheimischen und Gästen gehofft wird. Im Rahmen der Osterkonzerte werden bereits seit vielen Jahren an verdiente Musikanten Ehrungen verliehen. Auch heuer konnte der Obmann wieder die Ehrung von drei Mitgliedern der Musikkapelle kundtun und der ObmannsteIlvertreter des Verbandes der Südtiroler Musikkapellen VSM, Herr Luis Laimer überreichte an Toni Fauner das Verdienstabzeichen in Bronze für seine 15jährige Mitgliedschaft, an Leonhard Pixner das Verdienstabzeichen in Silber für die 25-jährige Mitgliedschaft und schließlich an Albert Pixner das große Verdienstabzeichen in Gold für die 50jährige aktive Mitarbeit in der Musikkapelle. Den Frauen der Geehrten wurde ein Blumenstrauß überreicht, um ihnen ein kleines Dankeschön sowie die Anerkennung für das im Laufe der vielen Jahre gezeigte Verständnis für die Belange der Musikkapelle auszusprechen. Mit einem flotten Marsch als Zugabe verabschiedete sich die Musikkapelle "Andreas Hofer" von den Konzertbesuchern.

"Von Alm zu Alm in Walten"

Weisenbläsertreffen und 11.Volksmusikanten-Wandertag Traditionelle Volksmusik in freier Natur genießen, Wandern und Geselligkeit, dies ist das Motto dieser Veranstaltung. Schon im vergangenen Jahr wurde der Volksmusikanten-Wandertag das erstemai durchgeführt. Trotz des Regenwetters haben es sich viele Natur- und Musikbegeisterte nicht nehmen lassen dabei zu sein, so dass trotz des schlechten Wetters noch ein fröhliches und geselliges Treffen zustande kam. Heuer findet an diesem Wandertag gleichzeitig das "Weisenbläsertreffen" statt. Christine Fauner vom Südtiroler Volksmusikkreis hat in Zusammenarbeit mit den Passeirer Musikkapellen, dem VSM und den Wirtsleuten der Almen dieses Treffen organisiert.

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Programm

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Am Sonntag den 7. Juli 2002 Feierliche Begegnung um 10.30 Uhr beim Wanserhof in Walten umrahmt von Bläserweisen und Liedern des Passeirer Jägerchores. [ Anschließend singen und spielen verschiedene Volksmusik~ gruppen auf dem Wanserhof, der nahegelegenen Wanser"- ~..: ~ talalm und Seeberaalm. ~ ~ Die Seeberg- und Wansertalalm sind vom Wanserhof aus über einen schönen Rundgang, dem "Jägersteig" erreichbar. Eine genaue Wegbeschreibung erhalten Sie beim Wanserhof. Für die Wanderung empfehlen wir leichte Wanderschuhe mit fester Sohle. Oie Veranstalter und Wirtsleute freuen sich auf Euer Kommen!


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Passeirer Blatt / Junt 2002

Johannesprozession nach Wans 100-jährige Schützentradition

Die Leser werden sich wundern, dass die Schützen von Walten heuer das 100jährige Bestehen der Schützen kompanie feiern, fand doch erst vor zwei Jahren ihr 50jähriges Wiedergründungsjubiläum in Walten statt. Sie werden sich auch fragen, was dies mit der Johannesprozession zu tun hat. So wie jedes Jahr wird die Bevölkerung von Walten am 23. Juni 2002 zu Ehren des HI. Johannes von Nepomuk die feierliche Prozession nach Wans abhalten. Die Waltner Schützen wollen gemeinsam mit Abordnungen der Schützenkompanien des Tales, Ehrenformationen und der Bevölkerung in einer schlichten Feier nach der Prozession jenes Tages vor 100 Jahren gedenken, an welchem anlässlich dieser Prozession die erste Schützenfahne gesegnet wurde und Walten eine eigenständige Schützenkompanie erhielt. Die von der Bezirksrichtersgattin Rosa Delago aus Meran gespendete Fahne wurde vom damaligen Dekan, Hochw. Gottfried Pernter OT, im Kirchlein von Wans gesegnet und dem damaligen Schützenhauptmann Andreas Lanthaler, "Bauer zu Wans", übergeben. Seit diesem Tag kann man mit Sicherheit von einer eigenständigen Schützenkompanie in Walten sprechen. Als nach dem ersten Weltkrieg mit der Machtübernahme der Faschisten in Italien und der Entnationalisierungspolitik in Südtirol alles geächtet wurde was zum tirolerischen Wesen des Landes gehörte, hörte auch das Schützenwesen in Walten auf zu existieren. Ende der 40er Jahre schlossen sich in Walten einige vom Schützengeist beseelte Männer um Georg Klotz zusammen und gründeten die Schützenkompanie wieder. Die Johannesprozession nach Wans hat eine über hundert Jahre alte Tradition, wenngleich sie auch nicht mehr so großartig begangen wird, wie Friedrich Haider sie in seinem 1968 erschienen Buch: "Tiroler Brauch im Jahreslauf" beschreibt: "Die volkstümlichste Johannisfeier aber wird noch immer in Walten am Jaufen abgehalten. Früher war es freilich viel großartiger. Da nahm das ganze Passeier teil. Von Pens im Sarntal kam die Musik und vom Schneeberg eilten die Knappen herbei. Heute ist es ein reines Dorffest. Eigentlich geschieht alles zu Ehren Johannes' von Nepomuk, aber Mitte Mai ist hier die Witterung oft noch so ungünstig, dass man die Prozession zumeist nicht durchführen kann. Wie zu Fronleichnam zieht der Umgang von der

Kirche aus. Nach Überschreiten des Waltner Baches geht es zum ersten Evangelaltar in einem schönen Lärchenwaideie, sodann weiter dem Bach entlang hinein zum Einödhof Wans. Ungefähr dreihundert Meter vor diesem Hof wird der Waltner Bach wieder überquert. Unterhalb der Brücke liegt in der gemähten Wiese eine schön verzierte

Passeirer Schützen

Wanser haben ihr eigenes, auf der gegenüberliegenden Seite wiedergegebenes Kirchtagslied." In der zweiten neu bearbeiteten Auflage von 1985 schreibt der Autor allerdings folgendes: "Aber heute ist es soweit, dass die Wanser ihre Bachprozession verlieren werden. 1985, am 23. Juni, wurde sie zwar noch durchgeführt,

nach einer Johannesprozession

Bahre, und im Bach, auf großen Steinen, eine lebensgroße Statue des heiligen Johannes von Nepomuk. Zwei Bretter bilden die Verbindung zu diesen Steinen und dem Heiligen, zu dem sich zwei Priester begeben, ihn aufheben, vorsichtig zur Bahre bringen und drauflegen. Der Chor singt das "Wanser Kirchtagslied". Vier Burschen in Tracht tragen nun die Statue wie bei einem Begräbnis in der Prozession mit. Beim vierten Evangelium stellen sie die Bahre auf bereitgestellte Stöcke. Das letzte, kurze Wegstück wird etwas steiler. Droben, beim Wanser Kirchi, wird der heilige Johannes von Nepomuk niedergesteilt und unter seinem Angesicht erfolgt an die Gläubigen eine mahnende Predigt. Mit einem heiligen Amt schließt die Feier. Einmal, so erzählte mir ein Geistlicher bei den köstengefüllten Kirchtagskrapfen, die es anscheinend gab, war auch der Generalvikar von Bozen anwesend. Ihm schien die Waltner Bachprozession keinen Eindruck gemacht zu haben, und er wollte sie einstellen. Da sagte ihm ein Waltner Bauer: "Wenn aber der Bach kimmp, nacha geasche du inni, den Bach aufzuhöbn." Der Generalvikar fuhr wieder Bozen zu. Die Waltner haben nie mehr etwas davon gehört, dass ihre Bachprozession eingestellt werden sollte. Deshalb pilgern sie am Sankt-Johanns-Tag immer noch nach Wans und holen ihren Ortspatron aus dem Wasser. Die

beim "Rieblkochn"

oberhalb

von Wans

allerdings - wie seit einiger Zeit - ohne den Johannes aus dem Bach zu holen. Angeblich wollen die Leute nicht mehr die weite, besonders für Fahnenträger mühsame Prozession mitmachen. Dies, glaube ich, ist nur ein vorgeschobener Grund. Viele Leute meinen halt, wenn man uns die Johanneszeremonie genommen hat, ist uns auch an der übrigen Prozession nicht viel gelegen. Nimmt man das eine, soll auch das andere hin sein." Gott sei Dank hat der Autor mit dieser Annahme nicht recht behalten, denn die Prozession findet seit 1985 fast in ihrer ursprünglichen Form statt. Zu Zeiten des Kuraten Franz Simmerle wurde diese einzigartige Prozession tatsächlich zu einem gewöhnlichen Bittgang umfunktioniert. Die Schützenkompanie Walten will, getreu dem Grundsatz, Hüter des christlichen Glaubens, der Tradition, des Brauchtums und der Kultur zu sein, diese Prozession mitgestalten. Es handelt sich um eine Besonderheit unseres Dorfes, die über das Tal hinaus geschätzt wird. Die Schützenkompanie Walten lädt alle Passeirerinnen und Passeirer ein, diesen außergewöhnlichen kirchlichen Brauch mitzutragen und mit neuem Leben zu erfüllen. Die Prozession geht von der Kirche in Walten aus, am: Sonntag, den 23. Juni 2002 um 8.00 Uhr. Wolfram Klotz Schützen hauptmann


Passeirer Blatt / Juni 2002

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Rege Tätigkeit der Katholischen Jungschar Wie in den vergangenen Jahren gibt es auch heuer wieder eine gemischte Jungschargruppe in Platt, die mehr ist als nur eine sinnvolle Freizeitbeschäftigung für die Kinder. Unter der Begleitung von zwei erwachsenen Personen Frau Alberta Z. und Frau Roswitha P erleben die Kinder nicht nur schöne Bastelstunden, sondern feiern auch gern zusammen mit den Ministranten der Pfarrei. Es werden unter anderem Adventfeiern und Faschingsfeiern abgehalten, Weihnachtsfeiern für ältere Leute werden gestaltet oder man beteiligt sich an der Muttertagsfeier. Die Zusammenkünfte der Katholischen Jungschar finden im Jugendraum des Ortes, den die SKJ-Ortsgruppe gerne zur Verfügung stellt, statt. Die dazu nötigen Geldmittel kommen von der Raika Passeier, vom Land und vom Bildungsausschuss der Gemeinde Moos. Auf diesem Wege sei allen Förderern der Jungschar und den Jungscharführerinnen ein aufrichtiges Dankeschön gesagt! Pfarrer Siegfried

.

In

Platt

Die Faschingsfeier der Jungschar zusammen mit den Ministranten in Platt am Samstag, 09. Februar 2002.

Ein Jahrzehnt Fastensuppe Es ist ein kleines Jubiläum, was wir mit der Aktion Fastensuppe heuer begehen konnten. Im Jahre 1992 liefen verschiedene Projekte für Pater Anton Graf. Unter anderem tat sich eine Frauengruppe aus Lana mit der Aktion .Fastensuppe" hervor. Frau Rita Reinstadler, Schwester von Pater Anton Graf, überlegt nicht zweimal, suchte sich ein paar hilfsbereite Frauen und wagte sich an diese Aktion. Frau Rita sagte: "Moos, die Heimatpfarrei meines Bruders will doch nicht im Schatten stehen. Was Lana kann, können wir auch." Peter Lanthaler wurde dieses Vorhaben unterbreitet und er wurde um seine Hilfe gebeten. Er sagte gleich freudig zu, denn wo es um eine gute Sache geht, ist der Peter immer da. Die Religionslehrerin malte mit den Kindern die passenden Plakate und viele Mooser Bürger folgten der Einladung. Zweimal hat uns Peter Lanthaler als Küchenchef zur Seite gestanden. Nun ist es Edith Gufler, die den Kochlöffel schwingt und den Küchenhilfen ihre Anweisungen gibt, damit zwei Suppen und die Fastenknödel um 11 Uhr zum Servieren fertig sind, wenn sich Jugend und Alter sowie ganze Familien zum Festmahl einfinden. Die KBM ist seit eh und je zur Stelle, die Tische im Saal aufzustellen und um bei der freiwilligen Spende das Vergelt's Gott zu sagen. Ebenso die Religionslehrerin, welche die Vorarbeit mit den Plakaten macht. Die letzten Jahre Aktion Fastensuppe liefen nicht mehr für ein Projekt des Pater Anton, sondern für rumänische Waisenkinder, eine Aktion, die Peter Lanthaler ins Leben gerufen hat und die großen Anklang fand. Allen Mitarbeitern sei zu diesem kleinen Jubiläum im Namen von Frau Rita Graf und der solidarischen Frauenbewegung von Moos ein herzliches Vergelt's Gott gesagt. PS. Diese Aktion in der Fastenzeit gehört für die Hungernden in der Welt und sollte doch nicht zweckentfremdet werden denn dafür gibt es andere Möglichkeiten genug. Anna Lanthaler

Gemeinsame Übung der FF Platt und des BRD Platt Am Montag, 06. Mai haben die Feuerwehr Platt und der Bergrettungsdienst Platt gemeinsam für den Ernstfall geprobt. Dabei wurde ein Unfall bei der Holzarbeit nachgestellt. Da der Verletzte aus steilerem Gelände zu bergen war, kam der BRD zum Einsatz. Der BRD verfügt über Rettungsmaterial, um einen Verletzten vom Berg oder, wie in diesem Fall, aus unwegsamem Gelände abzutransportieren. Während zwei BRD Männer zum Verletzten abstiegen und diesen erstversorgten, bereiteten die anderen den Abtransport vor. Schon bald war klar, dass zusätzliche Hilfe benötigt wurde. Der Verletzte war durch einen Baumstamm eingeklemmt und dieser konnte nur von der Feuerwehr und deren Material angehoben werden. Weiters war die Feuerwehr erforderlich, um die Verankerung für den Flaschenzug des BRD zu errichten. Jetzt konnte der Baumstamm angehoben und die Verarztung des Verletzten fortgeführt werden. Danach wurde er auf eine Bahre gelegt und mittels Flaschenzug nach oben gezogen. Damit war die Bergung abgeschlossen und der Verletzte könnte in ein Krankenhaus gebracht werden. Nach dieser Übung wurde noch kurz darüber diskutiert, was gut geklappt hat, und was hätte besser gemacht werden können. Wir konnten erfahren, wie wichtig es ist, wenn die Rettungsorganisationen (BRD, FF, WK ..) neben ihren eigenen auch miteinander Übungen abhalten. Es können immer wieder Unfälle passieren, bei denen den Verletzten nur durch eine gute Zusammenarbeit mehrerer Rettungsorganisationen schnell und richtig geholfen werden kann. FF und BRD Platt


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Hilfsorganisation "Aktiv Hilfe für Kinder" informiert: Fastensuppe: Die Hilfsorganisation "Aktiv Hilfe für Kinder" möchte sich auf diesem Wege nochmals für die gelungene Aktion Fastensuppe bei allen Beteiligten in St. Leonhard, Moos, Stuls und Rabenstein von ganzem Herzen bedanken. Die dabei erzielten Gelder konnte der Präsident des Vereins, Peter Lanthaler, bei seinem letzten Besuch in Rumänien im April den Bedürftigen persönlich übergeben. Folgendes Dankschreiben mit dem Titel "Ein Hoffnungsschimmer aus Südtirol" möchten wir hiermit in Auszügen an die Bevölkerung des Passeiertales weitergeben:

"... In diesem Geiste der Unterstützung und der Nächstenliebe haben uns großzügige Menschen und Vereine aus dem Passeiertet, Südtirol, auf unsere Bitte hin, eine Spende im Wert von 6.400 ¤, durch Herrn Peter Lanthaler aus St. Leonhard, am 25. April 2002 überreicht. Somit kann der erste Teil der Arbeiten beginnen. Im Namen der betreuten Kinder und unserer Mitglieder bedanken wir uns ganz herzlich für diese große Unterstützung! Eine große Sorge fiel damit von unserem Herzen ab! In unsere Gebete schließen wir alle Spender mit ein! Gott möge es allen vergelten!" Reschitza, den 26. April 2002 Erwin Josef Tigla Präsident der Asociatia Caritativa Patenschaften: Auf diesem Wege möchten wir Ihnen außerdem ein weiteres Projekt unserer Hilfsorganisation vorstellen: In Rumänien gibt es unzählige Familien, die nicht in der Lage sind, ihren Kindern die notwendige Grundversorgung zukommen zu lassen. Daher möchten wir Patenschaften zwischen hilfsbereiten Personen und bedürftigen Kindern aus Rumänien organisieren. Durch einen monatlichen Beitrag von ¤ 25 könnte einem Kind die Chance für eine bessere Zukunft gegeben werden.

Durch Ihre Unterstützung könnte dem betroffenen Kind - eine regelmäßige und ausreichende Ernährung (auch Gemüse und Obst) - eine medizinische Grundversorgung - nötige Kleidung - Hilfestellung für den Schulbesuch garantiert werden. Abgesehen von der monatlichen Spende wären, falls erwünscht, auch persönliche Kontakte mit den Patenkindern möglich. Diese könnten in Form eines Briefwechsels, eines Austauschs von kleinen persönlichen Geschenken sowie durch Besuche stattfinden. Durch solche Patenschaften könnte eine Bereicherung für beide Seiten stattfinden und Ihre Hilfe bekäme einen Namen und ein Gesicht. Sollten Sie an einer Patenschaft interessiert sein, so geben wir gerne genauere Informationen weiter! Allgemeines: Wir möchten nochmals darauf hinweisen, dass sämtliche Fahrtspesen für die Hilfstransporte unserer Organisation zur Gänze durch Spenden der Region gedeckt sind. Für die bis jetzt geleisteten HilfesteIlungen und Spenden möchte sich die Hilfsorganisation Aktiv Hilfe für Kinder aufs Herzlichste bedanken. Der Vorsitzende der Hilfsorganisation Aktiv Hilfe für Kinder Peter Lanthaler


Passeirer Blatt / Juni 2002

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Mitgliederversammlung der Raiffeisenkasse St. Martin

Am 27. April fand im Vereinssaal von St. Martin die Mitgliederversammlung der örtlichen Raiffeisenkasse statt. Nach den Grußworten des Obmannes Albert Pichler behandelte die Versammlung die Tagesordnung, darunter die Genehmigung der Bilanz zum 31.12.2001. Die Raiffeisenkasse verwal-

tete zum Jahresende rund 37 Millionen Euro an Einlagen und anderen Sparformen (+ 3%); die Ausleihungen an Kunden betrugen rund 28 Millionen Euro (+ 10%). Der erwirtschaftete Reingewinn von rund 520.000 Euro wurde zum Großteil den Reserven, zur Aufstockung des Eigenkapitals, zugeführt. Dieses

Dr. Rudalf Raich, Andreas Pixner, Gearg Marth, Alfred Hafer, Albert Pichier, Alais Auer, Walter Pichier und Serafin Auer.

beträgt nun rund 8 Millionen Euro. Die zahlreichen örtlichen Vereine wurden im vergangenen Jahr tatkräftig von der Raiffeisenkasse in mannigfaltiger Weise finanziell unterstützt und zwar durch Spenden, Beiträge, Sponsorierungen und andere Werbemaßnahmen. Die Ausgaben dafür betrugen rund 60.000 Euro. Die Anzahl der Mitglieder ist inzwischen auf 628 angestiegen. Mit Genugtuung stellte der Direktor Walter Pichler fest, dass sämtliche im Jahre 2001 gesteckten Ziele erreicht werden konnten. Die Neuwahl des Aufsichtsrates brachte folgendes Ergebnis: Präsident ist weiterhin Dr. Rudolf Raich; ihm zur Seite stehen als effektive Aufsichtsräte die Herren Manfred Ennemoser und Otto Gufler. Als Ersatzmänner wurden gewählt: Martin Fahrner und Klaus Pirpamer. Der Obmann dankte allen Mitgliedern und Kunden, dem Vorstand, dem Aufsichtsrat und den Mitarbeitern für den großen Einsatz und die geleistete Mitarbeit. Im Rahmen der Mitgliederversammlung wurde folgenden Mitgliedern zur 30jährigen Mitgliedschaft gratuliert und eine Erinnerungsmedaille überreicht: Andreas Pixner (Saltaus), Georg Marth (Baumkircher Säge), Serafin Auer (Ried), Alfred Hofer (Maler) und Alois Auer (Sackler).

Modeschau in St. Leonhard

Die Kaufleute von St, Leonhard organisierten heuer zum vierten Mal ihre traditionelle Modeschau. 10 Fachgeschäfte beteiligten sich an dieser Modeschau, welche heuer unterm Sternenhimmel am Raiffeisenplatz stattfinden konnte. Mit dieser Modeschau haben die Fachgeschäfte ihre aktuelle Frühjahrsmode und Accessoires bei ihren Kunden und Gästen präsentiert. Für die perfekte Organisation, Show und Moderation konnten wir die Agentur Queen aus Österreich für uns gewinnen. Weiters möchten wir uns bei unseren jüngsten Models und Müttern, bei der Gemeindeverwaltung, Feuerwehr, sowie ganz besonders bei unseren Sponsoren für die finanzielle Unterstützung bedanken. Man hat durch die große Besucherzahl gesehen, dass diese Modeschau für ALLE ein unvergesslicher Abend war. Obmann der Kaufleute Arnold Marth


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PasseirerBlatt / Juni 2002

Bau- und

Energiemesse . In St. Martin

Anlässlich einer kleinen Feier wurde von der Südtiroler Volksbank im Supermarket Winkler in St. Leonhard das 3.000ste POS-Gerät installiert.

Heuer wird in der westlichen Landeshälfte zum 5. Mal die Energiemesse veranstaltet. In diesem Jahr ist es der Gemeindeverwaltung von St. Martin gelungen, diese Messe ins Tal zu holen und dadurch allen einheimischen Betrieben die Möglichkeit zu bieten ihre Produkte auszustellen.

zum Thema Energie rund ums Haus

Im Bild v.l.n.r.: Niederlassungsleiter Winkler.

Andreas Räll, Karl Winkler, Roland Scandolera

und Gabi

FREtTAC

SAMSTAC SONNTAG

St. Martin in Passeier in der neuen Sporthalle

Die Veranstaltung findet am 11./12./ 13. Oktober 2002 in der neuen Sporthalle von St. Martin und im Aussenbereich statt. Die Organisation haben das Umweltassessorat der Gemeinde und der Energieberater Herr Berthold Prünster. Das Hauptaugenmerk der Messe ist der Bereich energiesparendes Bauen und natürliches Wohnen. Gleichzeitig finden auch verschiedene Vorträge und Exkursionen zu verschiedenen Themen rund ums energiebewusste Bauen und natürliche Wohnen statt. Themenbereiche sind: Solaranlagen, Heizen mit der Sonne, Fenster, Regenwassernutzung, verschiedene Dämmmaterialien, Holzhäuser, Holzheizungen, Ganzhausheizung mit dem Kachelofen, Wärmebrückenvermeidung, natürliche Materialien, Lehmbau, Lehmputze, natürliche Farben, Lüftungswärmerückgewinnung, Winddichtigkeit u.v.m. Bei der letzten Messe in Latsch haben ca. 5000 Besucher von diesem Angebot Gebrauch gemacht. Wollen auch Sie Ihre Produkte den Interessierten vorstellen so bekommen Sie weitere Informationen bei Energieberater Berthold Prünster Tel./Fax 0473 241388 oder Handy 338 6778425. Berthold Prünster

2002 in St. Leonhard Donnerstag, 25. Juli Donnerstag, 1. August Freitag, 16. August 2. Passeirer Flohmarkt Donnerstag, 1. August Entlang der Kohlstatt und am Raiffeisenplatz

Dörflschau: Abendshopping,

Verkostungen,

Vorführungen,

Attraktionen


Passeirer Blatt / Juni 2002

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(

liIusikgruppen aus dem Passeiertal

)

Von "Quo Vadis" bis "Chili"

Eine Passeirer Kultband und was davon übrig blieb Zehn Jahre sind es nun schon her, dass sich die Passeirer Gruppe .Ouo Vadis" aufgelöst hat. Für viele jenseits der 30 ist die Erinnerung an diese Band jedoch wachgeblieben. Noch immer kursieren da und dort in Südtirol Kassetten mit ihren Liedern. Das Geständnis einer Vierzigjährigen, das sei nach wie vor ihre Lieblingsband, mag überraschen,

Die Urformation

im Jahre 1983

dürfte jedoch kein Einzelfall sein. "Ich mochte besonders die selbstgeschriebenen Dialekttexte, die Gruppe gab unserem Lebensgefühl Raum. Noch heute kenne ich die Texte aus der Kassette "Muet zin denkn" auswendig," beichtete sie mir. "Quo Vadis" war zweifelsohne eine der wichtigen Südtiroler Bands in den Achtzigern. Peter Santoni, der von Anfang an bei der Gruppe .Ouo Vadis" dabei war, mag sich mit der nostalgischen Verklärung nicht aufhalten. "Viele haben dieses Ende bedauert, doch es war halt Zeit etwas Neues zu beginnen", meint er lakonisch. "Ich und der Stefan Oberprantacher sind die einzigen die noch aktiv sind, wir wurden damals vom Musikvirus infiziert", erzählt Peter. Jeder, der den Peter kennt, weiß dass er mit dieser Aussage bestimmt nicht übertrieben hat. Er ist nämlich einer, dessen Lebensinhalt die Musik ist. Begonnen hat alles im Jahr 1980. Fünf junge Männer, Pep i Platter, Oswald Gufler, Hansjörg Bacher, Peter Hofer und Peter Santoni, Durchschnittsalter

18 - 19 Jahre, alle ohne richtige musikalische Vorbildung, hatten sich zusammengetan, um bei einer "Jazzmesse" in der Pfarrkirche St. Leonhard zu spielen. Der Auftritt kam bei der Dorfjugend sehr gut an. Der Erfolg motivierte und da musikalischer Geschmack und persönliche Chemie in der Gruppe übereinstimmten, beschloss man zusammenzubleiben. Jede Woche wurde fleißig geprobt und man fieberte schon weiteren Auftritten entgegen. Spielen wollte man die gängigen "modernen" Hits, aber auch hin und wieder eigene Lieder im Stil der bekannten österreichischen Liedermacher. Dass man schließlich mehr in Richtung Eigenproduktion "ging", hat man dem Pepi Platter zu verdanken. Er war der intellektuelle Kopf der Gruppe und er brachte zu den Proben immer wieder wunderschöne Dialekttexte mit, die dann in einem gemeinsamen "Prozess" von der Gruppe vertont wurden. Monatelang wurde an einzelnen Liedern gefeilt und geprobt. Der intellektuelle Anspruch und die Professionalität mit der in den Proben gearbeitet wurde, waren wohl das Besondere an "Quo Vadis". So entstanden Lieder, deren Tiefgang und Aktualität uns heute noch überraschen.

Konzert in Mals 1989 mit Karin

Die ersten Konzerte in den Vereinshäusern des Passeiertales organisierte die Gruppe selbst. Das war damals nicht leicht, da die ältere Generation dieser Art von Musik ein gehöriges Stück Misstrauen entgegenbrachte. Für ihren Geschmack war diese zu laut, zu wild, zu alternativ.

"Quo Vadis" waren sicherlich keine Popmusikrebellen, bei ihren Konzerten wurde jedoch spürbar, dass ein Teil der Jugend im Tal den Wertvorstellungen ihrer Eltern nicht mehr kritiklos folgte. In ganz Südtirol bekannt wurde die Band 1983, als sie beim 1. Südtiroler Nachwuchsfestival für Rock- und Popmusik in Algund teilnahm und dabei den ersten Preis gewann. An diesen Erfolg schloss sich eine Konzertreihe, zusammen mit dem Gossensaß City Express, durch die größeren Ortschaften Südtirols an. Der Höhepunkt war sicherlich das Konzert in Bozen, wo 500 Jugendliche begeistert den Passeirern zujubelten. Der Erfolg gab den Anstoß, die Kassette und LP "Muet zin Denken" zu produzieren. Innerhalb eines kurzen Zeitraumes wurden mehr als 1000 Stück verkauft und noch heute wird diese


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Chili

Kassette von den Fans nachgefragt. (Anfragen bitte an Peter Santoni, St. Leonhard, richten) Auch in den zwei darauffolgenden Jahren trat "Quo Vadis" bei kleineren Konzerten im Land auf. Neue Lieder und Texte wurden einstudiert, da sie jedoch nirgends aufgenommen wurden, sind sie verloren gegangen. Wie bei vielen anderen jungen Bands machten sich nach einiger Zeit .Errnüdungserscheinungen" bemerkbar. Beruf und verschiedene Interessen, waren nicht leicht unter einen Hut zu bringen, und so löste sich die Urformation 1985 auf. Übrig blieben nur zwei "Hartnäckige", der Peter (Fix) Santoni und der Pepi Platter. Sie schlossen sich mit Karin Hofer (Violine) und Stefan Oberprantacher (seit 1989 Elektrobass und Stimme) zusammen. Durch die Umbesetzung hat sich der Musikstil verändert. Die Texte blieben unverändert, die Musik wurde hingegen "akustisch-folkiger". Dass die musikalische Qualität nicht gelitten hatte, zeigte sich 1987. "Quo Vadis" beteiligte sich am Pop-Odrom in Wien, einem Festival für Nachwuchsgruppen aus ganz Europa. In der Sparte Liedermacher-Folk rechnete sie sich keine großen Chancen aus, doch zu ihrer Überraschung konnte .Ouo Vadis" unter nicht weniger als 50 angetretenen Gruppen den ersten Preis erringen. Die Passeirer waren endgültig in den Olymp der besten Südtiroler Bands aufgestiegen. 1987 und 1989 wurde die Gruppe wiederum eingeladen am Projekt "Südtiroler Liederszene" teilzunehmen. Zusammen mit neun anderen Südtiroler Bands und Solosängern wurde eine CD mit Eigenproduktionen aufgenommen

und im Anschluss durch die größeren Ortschaften Südtirols getourt. 1989 kam dann ein weiterer großer Erfolg von "Quo Vadis", nämlich ihr viel umjubelter Auftritt als Vorgruppe bei den Konzerten von Konstantin Wecker und Reinhard Fendrich in Bozen. "Quo Vadis" standen auf dem Höhepunkt ihrer Popularität, doch machten sich gleichzeitig auch Auflösungserscheinungen bemerkbar. Als 1990 Karin Hofer die Band aus Studiengründen verließ, war die "Luft draußen". Hie und da gab es noch ein Konzert, für kurze Zeit trat man zu dritt in Pubs auf. Als Pepi Platter berufsbedingt nur mehr wenig Zeit hatte, war das Ende besiegelt. Stefan Oberprantacher und Peter Santoni entschlossen sich dann etwas Neues zu machen und gründen das Duo "Just fix": Von 1993 bis 2000 traten sie häufig - im Schnitt 3 bis 4 mal pro Monat - in Pubs, Hotels und bei kleineren Festen auf. Gespielt wurde gängiger Rock, Pop und eine Countrymischung wie sie gut als Begleitmusik ankommt. Eigenkompositionen wurden "absichtlich" nicht gespielt. Nur auf Verlangen ließ man sich bereitschlagen einige alte .Ouo Vadis" Lieder zum Besten zu geben. Das Duo war gefragt, hatte jedoch keine größeren Ambitionen und spielte was Spaß machte und gut ankam. "Just fix" löste sich dann im Jahre 2000 auf. Für Stefan Oberprantacher ließen sich häufige Auftritte unter der Woche mit einem geregelten Familienleben schwer vereinbaren. Ihm fehlte durch die elektronische Musik auch der direkte Zugang zum Publikum. Peter Santoni hat das "Just fix" Repertoire als Alleinunterhalter bis heute weiter gespielt.

Peter und Stefan wollten ihre bewährte musikalische Zusammenarbeit jedoch nicht missen und entschlossen sich die Formation "Chili" zu gründen. Martina Pircher aus Meran als Sängerin und Manuel Thoma aus St. Leonhard am Schlagzeug brachten moderne Stilrichtungen ins Programm. Der Rock aus den 80 und 90iger Jahren wurde durch Lieder im Stile von Alain Morrisette ergänzt. Eine Mischung, die beim Publikum sehr gut ankommt. Inzwischen hat Martina die Gruppe wieder verlassen und die 3 Passeirer sind auf der Suche nach einer neuen engagierten Sängerin. Beide sind jedoch in der Zwischenzeit nicht untätig. Stefan Oberprantacher spielt im heurigen Sommer im Unterhaltungsduo "Ost" bei Hochzeiten und Festen. Peter Santoni tritt als Alleinunterhalter auf und ist auch Mitglied bei den .Psayrern", Im letzten Herbst hat Peter eine eigene CD mit dem Titel "Santoni P." herausgebracht, wo er wunderschöne Coverversionen von bekannten Rockstars wie z. B. Zucchero spielt. Fest in Planung ist für Peter auch eine CD mit eigenen Texten und Liedern.

P Santoni an der E-Gitarre

Trotz aller neuen Projekte bleibt für Peter und Stefan die Zeit mit den "Quo vadis" unvergessen. Ihnen beiden sei im Namen vieler "Quo vadis" Fans der Wunsch übermittelt, die Gruppe zu einem Revivalkonzert wiederauferstehen zu lassen. Vielen Freunden aus dem Passeiertal würden sie damit eine große Freunde bereiten.

gz


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Interview mit Stefan Oberprantacher und Peter Santoni dass der Pepi Platter

und kritische Sachen sind dort nicht so gefragt.

Nach "Quo Vadis" kam "Just fix" Für uns beide war das ein wichtiger Schritt. Wir wollten unbedingt weiter spielen und als Duo hatten wir viel mehr Möglichkeiten zu Auftritten, z. B. in Pubs und Hotels. Mit der Musik der "Quo Vadis" waren wir zwar bekannt geworden, zu verdienen gab es bei den eher seltenen Konzertauftritten jedoch nichts.

Bedauert ihr das? Eigentlich nicht. Wichtig ist, dass unsere Musik dem Publikum gefällt. Natürlich spielen wir nur solche Lieder, die uns auch persönlich gefallen.

daran gescheitert, keine Zeit hatte.

Noch heute ist die Band "Quo Vadis" unvergessen. Worauf führt Ihr dies zurück? Viel Einfluss hatten die Texte, diese waren halt einfach gut. Ein Kompliment an den Pepi Platter. Wichtig war auch, dass im Dialekt gesungen und Anliegen, Themen, die damals für die Jungen aktuell waren, angesprochen wurden. Auch heute noch sind einige dieser Lieder bekannt und werden zuweilen verlangt. Von "Muet zin Leben" wurden allein letztes Jahr noch 100 Stück verkauft.

Mit der neuen Formation "Chili" habt ihre euch musikalisch weiterentwickelt? Wir wurden moderner und rockiger. Wir haben damit sicher das jüngere Publikum angesprochen. Einige "Altfans" haben diese Entwicklung bedauert. Wir selber hatten ein gutes Gefühl dabei und bedauern den Gang der Dinge überhaupt nicht. Auch in der Musik sollte man nicht stehen bleiben.

"Just fix" hat dann nur mehr Coverversionen gespielt. Warum? Das hat sich so ergeben, weil Eigenkompositionen mehr bei Konzerten gefragt sind. Dort hören die Leute auch zu, in den Pubs geht es mehr um Unterhaltung

Habt Ihr schon daran gedacht die Urformation für ein Revival wieder auferstehen zu lassen? Ja, der Heli von der "Gompm Alm" wollte das organisieren, es ist leider

Das Interview

führte Gottfried Zagler

In der zweiten Juniwoche starten in den Bibliotheken St. Leonhard und St. Martin wieder die Sommeröffnungszeiten, gültig bis 16. September 2002. ÖFFENTLICHE

BIBLIOTHEK ST. MARTIN

Sommeröffnungszeiten

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9.00 - 12.00 Uhr

Mi

9.00 - 12.00 Uhr

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Fr

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BIBLIOTHEK

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MO

Sommerleseaktion der Bibliotheken: Zauberer, Hexen

Gespenster

Mßgisehes

Die Bibliotheken St. Leonhard und St. Martin laden alle Grundund MitteIschüler ein, sich an der heurigen Sommerleseaktion zu beteiligen. Es handelt sich hierbei um ein Lesequiz mit

~omm~rl~s~quiz 2002

für 6{z..,~rvon 6'14 DLt8'bl;Q'kät~~Bu"99,."fU(UI'I"" & d,eSladlb,bliollld.Meron

50 ausgewählten Büchern rund um das Thema Magie. Viele lustige und gruselige Geschichten über Hexen, Zauberer und Gespenster finden sich hierbei für Leselehrlinge (6- 10 Jahre alt) und Lesemeister (10-14 Jahre alt). Teilnahmeberechtigt am Lesequiz ist jeder, der über die Sommermonate hinweg mindestens 3 der ausgewählten Bücher liest und die Fragen dazu richtig beantwortet. Die Leseaktion dauert von Juni bis Oktober. Alle interessierten Kinder und Jugendlichen können sich ein Quizheft in ihrer Bibliothek abholen und sofort mit dem Lesen beginnen.

Ein kleine Lesekostprobe: """'..... ,.'"~ ",,~"w~

Hexenzank mit Merrilu

""""'I

LACHNER, Dorothea: Hexenzank mit Merrilu Merrilu, die fröhliche, kleine Hexe, entdeckt ein knallrotes Automobil mitten im Wald. Mit der alten Hupe


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lockt sie aber ungewollt ihre Hexenfreundinnen an. Und jede möchte aus dem Auto etwas ganz Tolles für sich selber machen - ein echter Hexenstreit droht. Aber mit etwas Hexerei und einer ganz tollen Idee schafft es Merrilu, dass am Schluss alle zufrieden sind. Lustiger Lesespass mit schönen Illustrationen! tür Leselehrlinge 6-7 Jahre BUEHNER, Caralyn: Ein Job tür Wittilda Siebenundvierzig Katzen hat die tierliebe Hexe Witthilda zu versorgen aber eines Tages sind ihre Vorräte bis zur letzten getrockneten Ratte aufgebraucht. Da heißt es Geld verdienen! Aber wie? Witzige Bilder voller Details erzählen von Hexe Wittildas abenteuerlicher Jobsuche und wie alles dann doch noch ein gutes Ende nimmt. tür Leselehrlinge 6-7 Jahre

HOWE, Deborah: Kanicula Wieso liegt jeden Morgen weißes, ausgetrocknetes Gemüse im Kühlschrank? Und ist es Zufall, dass Kanicula, das Kaninchen ausgerechnet während eines Draculafilms im Kino gefunden wurde und dabei auch noch einen Zettel in ausländischer, vielleicht rumänischer Sprache um den Kaninchenhals trug? Die Katze Chester und der Hund Harold beschließen, der Sache auf den Grund zu gehen und stoßen dabei auf einige höchst MW"!9Ni ,' ......, I MJKI .. unheimliche Dinge ... tür Leselehrlinge 8-10 Jahre THURBER, James: Die 13 Uhren Die dreizehn Uhren stehen seit Jahr und

Tag auf zehn Minuten vor fünf - der böser Herzog hat die Zeit einfrieren lassen und deshalb ist es in dem düsteren Schloss, wo er die Prinzessin Saralinda gefangen hält, immer Damals und niemals Jetzt. Nur ein tapferer und mutiger Prinz, kann die Uhren wieder zum Schlagen bringen und damit die Hand der Prinzessin gewinnen. Doch muss er dazu eine schreckliche Probe bestehen ... tür Leselehrlinge 8-10 Jahre Ii"Ii""",,"iiIi""

... :::;;;;;;- STOKER,

Bram: Dracula Bram Stokers Dracula ist die berühmteste und Furcht erregendste Vampirgeschichte aller Zeiten. Woher der VampirMythos stammt und auf welche reellen Daten und Geschehnisse er sich stützt, wird in diesem schön illustriertem und gut strukturiertem Sachbuch anschaulich erklärt. tür Lesemeister 10-14 Jahre

Auszeichnung für verdiente Bergretter

Im Februar 2002 konnte die Bergrettung Moos vier Mitgliedern das Abzeichen für 25 Jahre Mitgliedschaft bei der Bergrettung verleihen. Diese sind: Günther Fischer, Martin Fontana, Albin Lanthaler und Mathias Raffl. Dem Bergrettungsmitglied Albert Raich konnte diese Auszeichnung schon vor drei Jahren gegeben werden. Diese Männer haben sehr viel zum Aufbau der Bergrettung Moos beigetragen. Albin Lanthaler zum Beispiel war 17 Jahre lang Rettungsstellenleiter und hat sich immer bemüht junge Burschen für das Bergsteigen zu begeistern und hat Bergtouren im In- und Ausland organisiert. Danach hat Martin Fontana die Rettungsstelle Moos über sechs Jahre hinweg geleitet. Die Bergrettung Moos bedankt sich bei den Geehrten für ihren wertvollen Einsatz und für die gute Kameradschaft. Zu erwähnen ist, dass sie trotz der vielen Verpflichtungen, die sie in anderen Vereinen (Feuerwehr, Kirchenchor, Musikkapelle, Sportclub, Firngleiterverein) noch haben, sehr pflichtbewusst mitarbeiten. Im Namen der Dorfgemeinschaft gebührt ihnen ein entsprechender Dank. Ihr Idealismus und ihre Einsatzfreudigkeit kann für viele ein Vorbild sein. Bergrettung

Moos

v.l.n.r. vorne: Albert Raich, Martin Fontana stehend: Mathias Raffl, Albin Lanthaler, Günther Fischer


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50 Jahre Haflingerpferdezucht Im Passeiertal Jubiläumsschau

Bereits vor fünfzig Jahren wurde in Pfelders die "Haflingerpferdezuchtgenossenschaft", wie sie damals hieß, gegründet. Es hat sich allerdings in diesen fünf Jahrzehnten Pferdezucht einiges verändert: vom einfachen Arbeitstier des Bergbauern, hat sich der Haflinger zum idealen Partner in Freizeit und Sport entwickelt. Den runden Geburtstag feierte der Zuchtverein am 1. Mai am Sandhof mit einer eindrucksvollen Jubiläumsschau. Schon nach dem Einzug vom Dorf mit Festwägen, Reiterinnen und Reitern, gefolgt von Pferden mit ihren Fohlen und den Jungstuten, sah man, dass die vielen Besucher am Festplatz einem großen .Rossertaq" entgegenfieberten. Die 66 Ausstellungstiere, die sich in den verschiedenen Altersklassen und Kategorien im Ring präsentierten, wurden vom Rasseinspektor Dr. Gerhard Rainer, vom Züchtervertreter Richard Gamper und von Erich Kofler vom Tierzuchtamt bewertet und gereiht. Im Anschluß daran nahm Kooperator Benedikt aus St. Leonhard die Pferdesegnung vor. Unter den Ehrengästen befanden sich Landesrat Michl Laimer, die Landtagsabgeordnete Martina Ladurner und Landtagsvizepräsident Hermann Thaler, der zugleich Obmannstellvertreter des Haflingerpferdezuchtverbandes ist. Weiters anwesend waren Josef Mahlknecht, Obmann des Haflingerpferdezuchtverbandes, die Bürgermeister des

Tales sowie viele Züchterinnen und Züchter aus dem In- und Ausland. In ihren Grußworten lobten die Ehrengäste den Verein, die Organisatoren und die Züchterinnen und Züchtern des Tales. Nach dem Festakt wurden Siegerin und Reservesiegerin jeder Kategorie in den Ring geführt, um die Gesamtsiegerin dieser Jubiläumsschau zu ermitteln. Den ersten Platz belegte die Stute .Anni" aus dem Besitz von Alois Brun-

Siegers tute "Anni"

ner aus Pfelders. Zweite Siegerin wurde die Stute .Uska" der Petra Rieder vom Sandhof. Ein großer Dank gilt den vielen Ausstellern, die ihre Pferde gut gepflegt und vor allem sehr professionell den Richtern vorführten. Den Höhepunkt der gelungenen Veranstaltung bildete der Hengstauftrieb, welchen die Zuschauer mit großer Begeisterung verfolgten. Hubert Pöhl

mit Besitzer Brunner Alois, Pfelders

Wir gratulieren! Der Sport- und Fitnessclub Passeier gratuliert "Alex Frick" zur bestandenen Ausbildung als Ernährungstrainer im Bereich Fitness! Die Ausbildung absolvierte er bei der BSA-Akademie in München. Die Prüfung reichte von medizinischer-, leistungs- und ernährungsphysiologischen Grundlagen, über den Stellenwert von Sport bei Gewichtsreduktion bis hin zur Energiegewinnung in der Zeile ... und wurde von Alex mit Bravour gemeistert. Des weiteren möchten wir uns bei Alex auch im Namen der Eltern für seine sehr gute Arbeit mit den Kindern, die im Fitnessstudio von ihm trainiert werden, bedanken!

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Armin Reinstadler hat bereits mit 23 Jahren das Studium der Rechtswissenschaften abgeschlossen und nun nach dreijährigem Praktikum in einer Rechtskanzlei die Prüfung zum Anwalt erfolgreich bestanden. Dazu gratuliert ihm die Redaktion des Passeirer Blattes recht herzlich und wünscht ihm für seine weiteren Pläne viel Erfolg!

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Die Schüler der 4. Klasse der Grundschule von Saltaus haben zum dritten Mal in Kastelbell am Sonnin Folge bei den VSS Südtiroler Volleyball-Meisterschaften tag, 2. Juni 2002, den Titel errungen. Die Mädchen belegten dabei den ehrenvollen zweiten Platz.


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Zur Vollendung des 90. Lebensjahres Wer kennt sie nicht, Frau Martha Haller? Hat sie doch 52 Jahre tagtäglich die Kunden im Lebensmittel-Konfektionsgeschäft und Tabaktrafik aufmerksam und freundlich bedient. Geboren ist die Jubilarin am 10.05.1912 auf Schloss Brandis in Lana. Marthas Vater war nämlich Kutscher beim Grafen von Brandis und hat mit seiner Familie dort gewohnt. Martha war das fünfte von acht Kindern. Sie wäre wohl ein Grafenfräulein geworden, wenn ihre Mutter die Bitte von Frau Gräfin von Brandis erfüllt hätte. Sie trat nämlich mit der Bitte an Frau Schwarz heran, sie möge ihr doch die Tochter Martha verkaufen, denn die Gräfin hatte nicht das Glück Mutter zu werden. "Frau Gräfin, das würde ich wohl tun", sprach die Mutter, "wenn ich von dem Kind nichts wüsste." Als Martha ein Jahr alt war kam sie zu ihrer Patin nach Niederlana auf den Stauderhof, denn ihr Vater übernahm den elterlichen Hof, den Kennenhof in Quellenhof. Martha besuchte den Kindergarten und die Volksschule in Lana. Als sie dreizehn Jahre alt war, musste sie heim gehen und dort überall zupacken. Die älteren Geschwister wollten sich nun etwas verdienen. So war nun Martha dran den Eltern im Stall, Haus und Feld an die Hand zu gehen. Martha aber hatte noch ein Schuljahr vor sich. Dieses letzte Schuljahr machte sie in Saltaus. Sie war den Schülern aber ein Jahr voraus, deswegen musste sie des öfteren Herrn Lehrer Niederstätter vertreten, der von Meran kam, es aber oft wegen schlechten Wetters nicht konnte. Es war nur ein Fahrrad mit dem er angefahren kam. Martha arbeitete aber auch schon oft im Gasthaus Quellenhof und mit 15-16 Jahren stieg sie richtig ins Gastgewerbe ein, da ihre jüngeren Geschwister soweit waren, Vater und Mutter zu helfen. Martha arbeitete in verschiedenen Hotels, zuletzt am Sandhof, da ihre Schwester Burgl den Saltauserwirt heiraten wollte und das nicht konnte, bevor sie nicht einen Ersatz für den Sandhof hatte. Martha ist eingesprungen, kam aber durch die Option nach Steinach am Brenner. Die sangesfreudige Martha, die auch Gitarre spielte, hat da draußen viele Liedlein gesungen, die bis zur Serles hin klangen. Ihrem Verlobten, dem Peppi Haller, dem letzten UrUrenkel von Andreas Hofer war das Steinach aber zu weit entfernt. Außerdem brauchte er eine Geschäftsfrau. So wurde 1940 geheiratet. Aber Martha hatte kein Visum und am Samstag sollte die Hochzeit sein. Das Visum wurde ihr verweigert. Sie hätte es wohl nicht sobald erhalten, wäre der Konsul nicht

ihr Schwager gewesen. Als sie an den herantrat, wegen des Visums, war das Problem behoben. In Absam war die kirchliche Trauung. Und in Patsch wurde mit Eltern und Geschwister ganz schlicht gefeiert. Die Feier war nur möglich, weil Martha in dem Gasthof oft ausgeholfen hatte und die Wirtin ihr deswegen entgegen kam. Es gab ja alles nur auf Karten. Sogar ihr einfaches Hochzeitskleidchen bekam die Braut auf Karten. Und hätte ihr die Schwester Thea damit nicht ausgeholfen, hätten sie für das Hochzeitskleid nicht gereicht. Dann wurde Martha Geschäftsfrau, Postmeisterin wie man sie heute noch nennt. Ihr Mann, der Peppi, ist der Sohn des einstigen Postmeisters. Und der Vater der Martha war, bevor er Kutscher des Grafen von Brandis wurde, Kutscher beim Postmeister Haller in St. Leonhard. Martha wurde Mutter von drei Kindern - Inge, Gerda und Josef. Josef wurde genau am 26. April 1945, am Tage, als der zweite Weltkrieg zu Ende ging, geboren. Sein Vater, der Peppi, der auch zum Krieg eingezogen worden war, konnte seinen Sohn nicht in die Arme schließen. Martha wusste gar nicht wo er sich befand. Peppi wurde gefangen genommen und kehrte erst im Dezember 1946 heim. Für Martha war es eine schwere Zeit. Die Kinder, der Haushalt, das Geschäft, alles lastete auf ihren Schultern. Aber sie hat alles wunderbar gemeistert. Nun hat sie 90 Lebensjahre, 62 Ehejahre sowie 52 Geschäftsjahre hinter sich. Vor zwei Jahren konnte das Ehepaar Haller das seltene Feste der Diamantenen Hochzeit feiern. In Absam, wo sie sich einst das Jawort gegeben, sprachen sie zum zweiten mal ein freudiges

Ja. Nun genießen sie den wohlverdienten Lebensabend. Langeweile kennen sie keine. Wenn sie am Balkon sitzen, haben sie den Blick auf die Dorfbrücke, die ja fast das Zentrum der Marktgemeinde St. Leonhard ist.

Gerne suchen sie schattige Waldwege und ab und zu wird im Postmeisterhaus auch ein Watter gemacht. Gerne erzählt die Jubilarin von Sang und Klang mit der Pirpamer Luise. Martha und Peppi freuen sich des Lebens. So möge es bleiben. Das wünschen die lieben Angehörigen sowie der große Bekannten- und Freundeskreis von Herzen. Anna Lantha/er


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Hansrudi Brugger:

Ein vielversprechendes Fußballtalent aus unserem Tal Als schönste Nebensache, als erfolgreichstes Theater oder gar als weItumfassende Krankheit wird das Fußballspiel zuweilen betitelt. Besonders das männliche Geschlecht scheint ihm verfallen zu sein, und wenn wieder eine Weltmeisterschaft ansteht, herrscht in vielen Län-

Minuten lang von hinten Druck macht und sich im Dienste der Mannschaft "abrackert", ist bei seinen Mitspielern beliebt. Für jeden Trainer ist solch ein Spieler mit "Charakter" ein Glücksfall. Dass er als rechter Außenverteidiger, der höchst selten zu einem Torschuss

'HAns R'Uäi Brugger 100Suiele :für Fe Si.i.d:f:irol

Der

Bozen, ~3.

JAnuar

2002

dern Ausnahmezustand. Nur in Südtirol war das Fieber bisher etwas gedämpft, es fehlten die Stars und erfolgreiche Mannschaften mit denen man sich identifizieren konnte. Der Fußball stand bei uns immer im Schatten des viel erfolgreicheren Skisports. Mit den Erfolgen des FC Südtirol scheint sich nun auch bei uns eine Wende anzubahnen und ein Passeirer hat erfreulicherweise maßgeblich Anteil an diesem Aufschwung. Hans-Rudi Brugger, ein sympathischer, ruhiger, bescheidener 21-jähriger aus St. Leonhard gilt als Südtiroler Fußballhoffnung. Er ist einziger einheimischer Stammspieler beim FC Südtirol, dem Profifußballverein in unserem Land. Er hatte es sicher nicht leicht sich durchzusetzen, doch auf dem Fußballfeld kann Hans-Rudi seine Stärken ausspielen, die ihn bei den Südtiroler Fußballfans rasch bekannt und populär machten. Sein Erfolgsgeheimnis sind neben dem fußballerischen Können vor allem Einsatzwillen, Trainingsfleiß, Disziplin und eine Lebenseinstellung wie sie bei jungen Leuten eher selten anzutreffen ist. Für sein sportliches Weiterkommen ist er immer bereit auf Annehmlichkeiten zu verzichten. Das Kämpferherz, das 90

Präsident

Leopold Goller kommt, inzwischen zu den beliebtesten und bekanntesten Südtiroler Sportlern gehört, ist bemerkenswert. Seine herausragende Platzierung bei der Südtiroler Sportlerwahl gibt davon Zeugnis. 1980 in St. Leonhard geboren, wuchs Hans-Rudi dort auf und besuchte die Grund- und Mittelschule. Dann begann er eine Tischlerlehre. Seine Jugend wurde überschattet vom schweren Unfall des Vaters, der diesen an den Rollstuhl fesselte. Mit 6 Jahren begann er seine Laufbahn bei der Jugend des SC Passeier, und mit 16 stand er in der ersten Mannschaft. Er spielte für "Hunger und Durst" gerne Fußball und seine Trainer Erwin Schwienbacher und Walter

Pixner förderten ihn nach Kräften. Als er mit 15 in die Jugend-Regionalauswahl berufen wurde, galt er als vielversprechendes Talent, und die größeren Vereine des Landes wurden auf ihn aufmerksam. Werner Seeber, der Sportdirektor des FC Südtirol, holte ihn 1998 nach Brixen, um ihn in der Juniorenmannschaft einzusetzen. Es waren anstrengende Zeiten für Hans-Rudi. Von sechs bis 12 Uhr Schichtdienst in der Tischlerei, dann ein rascher Aufbruch, um rechtzeitig nach Brixen zum Training zu kommen. Ohne den Vater, der für ihn den "Chauffeur" spielte und ihn nach Kräften unterstützte, wäre dieser Wechsel kaum möglich gewesen. Hans-Rudi spielte so gut, dass man ihn sofort in die 1. Mannschaft nahm und er im letzten Jahr zum Stammspieler des inzwischen in die C2 aufgestiegenen FC Südtirol aufrückte. Er bekam einen Profispielervertrag und kann sich nun ganz auf das Fußballspielen konzentrieren. Der schon immer laufstarke Hans-Rudi, konnte sich auch technisch stark verbessern und zum kompletten Spieler reifen. In der Presse wird er inzwischen hoch gehandelt und es stehen ihm sportlich viele Optionen offen. Ein Aufstieg mit dem FC Südtirol in die C1 ist ebenso möglich wie ein Wechsel zu Vereinen im In- oder Ausland. Als 22jähriger steht er erst am Beginn seiner Laufbahn und er möchte die ihm sich bietenden Gelegenheiten wahrnehmen. Sein Erfolg ist ihm jedoch nicht zu Kopf gestiegen und er bleibt gelassen und bescheiden. Der Fußball ist und bleibt sein Traumberuf. Auch das Bewusstsein, dass Fußballkarrieren nicht ewig dauern und eine einzige schwere Verletzung diese abrupt beenden könnte, halten ihn nicht davon ab, täglich mit Herz und vollem Einsatz zu spielen. Die Fans haben ihn dafür in ihr Herz geschlossen.

Interview mit Hans-Rudi Brugger Kannst du uns verraten, wie bei dir der Ablauf einer Fußballwoche aussieht? Am Montag habe ich frei. Dienstag Nachmittag beginne ich mit einem zweistündigen Training. Mittwoch Vormittag und Nachmittag wird je 2 Stunden trainiert. Donnerstags haben wir immer ein Freundschaftsspiel und am Freitag

Nachmittag trainieren wir wieder. Auswärtsspielen fahren wir schon Samstag an den Austragungsort übernachten dort. Am Sonntag wird Meisterschaftsspiel ausgetragen.

Bei am und das

Pb: Bleibt noch Freizeit? Oie Freizeit ist bei mir ganz dem Fußball untergeordnet. Ich schaue auch auf


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die Ernährung, und am Abend gehe ich meist früh ins Bett. PB: Die Spieler von Profivereinen werden heute von überallher zusammengekauft. Kann sich überhaupt in einer solchen Truppe der viel beschworene Mannschaftsgeist entwickeln? Das ist heute in Profi vereinen einfach üblich. Die Zuschauer würden lieber einheimische Spieler sehen, doch sind gute leider Mangelware. Wichtig ist in einem Verein, dass nicht gestritten wird, sonst bleibt der Erfolg aus. Natürlich mag man manche Mannschaftskollegen lieber, andere weniger gern. Schlimm ist es nur, wenn sich innerhalb der Mannschaft feste Cliquen bilden und alle anderen zu Außenseitern machen. Für das Klima im Verein ist auch der Trainer sehr wichtig. Für mich und die anderen jungen Spieler ist er eine Vaterfigur und wenn ich spüre, dass er mich fördert und mir vertraut, kann ich viel befreiter aufspielen.

PB: Du giltst als lauftechnisch und körperlich starker Spieler. In weIchem Bereich möchtest du dich noch verbessern? Sicherlich noch im technischen und taktischen Bereich. Ich kann aber sagen, dass ich seit meiner Zeit beim FC Südtirol große Fortschritte gemacht habe; ich werde allerdings nie ein filigraner Techniker sein. Das ist auch nicht meine Aufgabe. Als rechter Außenverteidiger muss ich Tore verhindern und die Mannschaft nach vorne treiben. Pb: Gibt es noch Ziele die du erreichen möchtest? Ich fühle mich beim FC Südtirol wohl, als Fußballer hat man aber den Traum, in einer höheren Liga zu spielen. Um das zu erreichen, muss man konstant gut spielen und verletzungsfrei bleiben. Gute Kontakte und das berühmte Quäntchen Glück dürfen jedoch nicht fehlen. Pb: Wie kommt denn ein Vereinswechsel zustande? Ich habe einen Manager, der mich vermittelt und Angebote entgegennimmt.

Fit

ein Hit!

Wenn man gut spielt, bekommt man viele Angebote und hat dann die Qual der Wahl. Attraktiv ist ein Angebot, wenn ein Verein gut geführt ist, ein attraktives Umfeld hat und Aussicht hat, im oberen Drittel mitzuspielen. Selbstverständlich sollte meine Spielmentalität in die neue Mannschaft passen und irgendwie müssen auch die Finanzen stimmen. Pb: Sportliche Vorbilder? Als Junge war Lothar Matteus mein Vorbild, da ich Bayern-Fan bin. Jetzt fasziniert mich die Spielkunst eines Ronaldo und Zidane. Pb: Ein Tipp für die Fußballweltmeisterschaft? Die Favoriten sind sicher Argentinien, Brasilien und Italien. Auch der Newcomer Kamerun könnte ganz vorne mitspielen. Überhaupt gehört dem afrikanischen Fußball die Zukunft. Deutschland könnte überraschen, wenn es seine Stärken konsequent ausspielt. Das Interview

führte Gottfried Zagler

Der Winter ist vorbei, mit Keksen, Krapfen und Schweinernem mit Kraut, vor kurzem der fatale Schritt auf die Waage - es hat mich beinahe umgehaut! Fett um die Hüften, ein bemerkenswerter Bauchansatz - oh Schreck und oh Graus nur von der Seite sehe ich noch einigermaßen akzeptabel aus. Einst hatte ich einen Körper wie Rambo, auf jedem Wiesenfest ein Star, doch inzwischen ist es wohl vorbei mit wunderbar. Aber jetzt reicht es, es ist genug - ich bin bekannt für meinen eisernen Willen und werde jetzt all meine Fettpölsterchen binnen kürzester Zeit killen! Mit Pillen habe ich es schon versucht und mit einer Diät - welch eine Tortur alles kam dabei heraus, nur keine Traumfigur! Aber mit Sport werde ich es schaffen, wie in den Medien beschrieben und bald werden mich die Frauen wieder von Kopf bis Fuß lieben. Dabei zähle ich natürlich auf mein großes Talent und meine Begabung, schon früher fehlte mir auf die Weltklasse nur ein kleiner Sprung. Es gibt heutzutage nur ein Problem mit den vielen Sportarten: mit welcher Disziplin soll ich denn eigentlich starten? Beim Laufen stört mich der Gegner lautes Schnaufen und hinterher das unaufhörliche Mineralwasser-Saufen. Im Bergsteigen bin ich super, beim Kraxeln einfach toll, aber leider trinke ich anschließend auf den Hütten meist zu viel Alkohol! Auch beim Radfahren bin ich klasse, jeden Pass bezwinge ich, nur beim Allerwertesten bin ich leider extrem empfindlich. Die ganzen modernen Sachen wie Inlineskaten, Aerobic und Wassertreten interessieren mich nicht die Bohne, da kann ich ja gleich im Garten jäten. Es ist nur gut, dass ich täglich sechs Stunden fern seh, denn eine ausgeklügelte Werbung verriet mir den neuesten Dreh! Ich werde mir wie die Hollywoodstars ein Apparatlein organisieren und damit Fett verbrennen und meine Muskeln stimulieren. So werde ich muskelbepackt und bin stets voll gut drauf, auch wenn ich nebenbei im Liegen ein paar coole Bierchen sauf! Ja, so müsste es hinhauen, so macht Fitness wirklich Spaß und ich werde Weltmeister im Extrem-Couchliegen, der Rest ist eh nur Kas! Der seil uane


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KC Passeier erfolgreich wie nie zuvor!

Mit großartigen Leistungen ließ in der vergangenen Saison der KC Passeier in der Südtiroler Kegelszene aufhorchen. Die 1. Mannschaft stieg erstmals in die höchste Leistungsklasse (A1) Italiens auf und die 2. Mannschaft gewann ebenfalls ihre Meisterschaft und stieg somit in die A2-Meisterschaft auf. Eine überragende Leistung bot dabei das Aushängeschild des Vereins, Hans-Peter Pfitscher, der mittlerweile in den Kreis der Nationalmannschaft berufen wurde und 940 Kegel Meisterschaftsschnitt spielte. Maßgeblichen Anteil am Aufstieg hatte auch Oswald Kofler, der zu Beginn der Saison zum KC Passeier stieß, wobei aber auch alle übrigen Akteure eine hervorragende Saison spielten. Zu erwähnen bleibt natürlich noch die jahrzehntelange Erfahrung des Sportkapitäns Sepp Pamer, die in kritischen Situationen stets gefragt war. Der Ausschuss um den rührigen Präsidenten Erwin Marth ist natürlich immer bemüht, seine Kegelbegeisterung weiterzugeben

und es jedem Interessierten zu ermöglichen, regelmäßig zu trainieren und eine Meisterschaft zu spielen. So bestritten heuer zu den bereits erwähnten zwei Mannschaften noch zwei weitere Erwachsenen-Mannschaften sowie eine Jugendmannschaft ihre Meisterschaften. Dass dabei die Jugendmannschaft sehr erfolgreich war, ist sicherlich der Hauptverdienst ihres Trainers Adolf Hainz. Den größten Erfolg erzielte Martin Pixner. Der Passeirer Jugendvereinsmeister wurde in Bozen auch Südtiroler Landesmeister, wobei seine Mitstreiter aber ebenfalls beachtliche Ränge belegten. Gregor Zöschg wurde 5., Armin Schwienbacher 6. und Daniel Mair 12. Dass der Kegelsport inzwischen erwachsen geworden ist und von einem einstmals belächelten "Gasthaussport" längst zu einer leistungsorientierten Disziplin aufgestiegen ist, zeigt sich nicht nur in der gezielten Jugendarbeit. Der Kegelsport befindet sich in ganz Südti-

rol im Aufwind und ist beinahe ein Ganzjahresport. Zweimal die Woche wird auf der Kegelbahn trainiert, dazu kommt das Konditionstraining im Sommer.

Oie erfolgreiche

Oie 1. Mannschaft

des KC Passeier

Jugendmannschaft

Die Wettkampfsaison beginnt im September mit den Pokalspielen, anschließend folgt die Meisterschaft mit 11 Hinbzw. Rückspielen. Bisher wurde in St. Leonhard gekegelt, aber bis Ende August sollte die neue Kegelanlage in der Mittelschul- Turnhalle von St. Martin fertiggestellt sein, auf der dann einige Mannschaften ihre Meisterschaftsspiele abhalten könnten. Im Herbst wird vom KC Passeier wieder eine Aktion für die Jugend gestartet, denn auf die Jugendarbeit möchte man weiterhin großen Wert legen. Demzufolge besuchten einige Spieler der 1. Mannschaft auch Trainingslehrgänge um ihr Können und Wissen weiter zu vertiefen und es an die Nachwuchsspieler weitergeben zu können. Der KC Passeier möchte sich im folgenden bei allen Gönnern, freiwilligen Helfern und Unterstützenden, besonders aber beim Hauptsponsor Itas, recht herzlich bedanken, denn nur durch die Mithilfe aller waren die großen Erfolge des vergangenen Jahres möglich! kg


Passeirer Blatt / Juni 2002

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Sport- und Fitnessmesse

.

In Essen

Vor kurzem war es wieder so weit! Die "Fibo 2002", die Weltmesse für Fitness, öffnete ihre Tore. Ge-

~

meinsam mit "Pro Fitness", dem Ge-

schäft für Fitness~'/ ~ freaks In Meran, ~ fuhren auch sechs Passeirer mit nach Essen. Dort wurde wieder alles geboten, was das Fitnessherz begehrt: neueste Trends, Shows und Stars zum Anfas-

~ )",..".-

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paziöse Anfahrt rasch vergessen! Florian, Markus, Helli, Hubert, Roman und Peter

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Rangglverein Passeier: Die neue Saison gut begonnen

Seit Mitte Jänner wird zweimal wöchentlich wieder fleißig trainiert. Ungefähr dreißig Ranggier, darunter zwanzig Jungranggier, kann der Passeirer Ranggierverein aufweisen. Mann kann nun wirklich sagen, dass es ein Passeirer Verein ist, da die Ranggier von Tall, Schweinsteg, Saltaus, Riederberg, Matatz, Mörre, Prantach, Windegg, St. Martin, Walten, St. Leonhard, Gomion und auch aus Moos stammen. Im Februar 2002 wurde die Südtiroler Jahreshauptversammlung in Sarntal abgehalten: dabei wurden die drei besten Ranggier der jeweiligen Klasse geehrt. 11 von 21 Passeirer wurden prämiert, darunter alle fünf Enkel von Hans Pichler (Holzer Hans). Sicherlich ein einmaliger Erfolg. Als Vorbereitung wurden heuer schon drei Ranggelturniere mit ausschließlich Südtiroler Beteiligung ausgetragen. Dabei errangen die Passeirer Ranggier zwei Drittel aller Preise. Seit Herbst sind auch einige Mooser im Rangglverein. In der Klasse 6-8 Jahre ist ein großer Aufschwung bemerkbar, hier gingen die jeweils ersten Preise an die Mooser. Beim internationalen Eröffnungsranggeln in Piesendorf (Salzburg) konnten drei Preise und in Zell am Ziller (Gauderranggeln) vier Preise erkämpft werden. In Südtirol werden noch 11 Rangglturniere stattfinden. In Passeier am 15. August die Passeirer Meisterschaft und anschließend ein Pokalranggeln auf der Gompm Alm (TalI); am 29. September ein Südtiroler Mannschaftsranggeln und am 27. Oktober das Alpenländische Abschlussranggeln, jeweils auf der überdachten Festwiese in St. Martin.

Aus Österreich und Bayern werden die Passeirer sicherlich auch noch einige Preise mitnehmen. Durch die Unterstützung vom Land, der Gemeinden St. Leonhard und St. Martin, der Raika St. Martin und St. Leonhard, der Sparkasse, des Passeirer Skiclubs und privater Spender wird sicher auch in Zukunft vom alten Brauchtumssport zu hören und zu lesen sein. Die Vereinsleitung wünscht allen Rangglern eine verletzungsfreie Saison 2002

Einige Passeirer Ranggier 2002

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und den Zuschauern kämpfe.

spannende Wett-

Der neue Ausschuss

besteht aus:

Gottfried Pichler Elfriede Pichler Öttl Alberich Pichler Luis Haller Heini Haspinger

(Obmann) (Vize und Kassier) (Schriftführer) (Ausschussmitglied) (Ausschussmitglied) Elfriede

Öttl


Passeirer Blatt / Juni 2002

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Ranggeln Nicht die gesetzten Ranggier des Passeiertales, sondern viel mehr die Jugend ist es, welche zur Zeit das Rangglgeschehen im Passeier bestimmt und die Preise einheimst. Einer dieser kleinen Großen ist Alexander Bortolotti, welcher zur Zeit das Rangglgeschehen für sich bestimmt und kaum ohne Sieg nach Hause kehrt. Alexander, 11 Jahre kämpft in der Kategorie 11-12 Jahre. Schon mit 5 Jahren begann er mit dem Ranggisport. Dies war nur ein Zufall, der in Alexander aber den Ranggisport zum Wesentlichen seiner Freizeittätigkeit werden ließ. Der Kampfsport verlangt dem Sportler das ganze Ranggljahr hindurch großen Einsatz und Technik ab. Dies kann nur durch fleißiges Training (zweimal bis dreimal in der Woche) erreicht werden. Auf dem Programm 2002 stehen nicht weniger als 20 Rangglveranstaltungen. Diese verstreuen sich auf einen sehr weitem Gebiet (Südtirol, Nordtirol, Ostirol, Salzburg und Bayern) und es müssen jedesmal lange Anfahrtsstrecken gemacht werden.

Jugend gibt den Ton an

Alexander Bortolotti bei der Überreichung der Ehrenurkunde als Hundsteinsieger durch Sportassessor Heinrich Dorfer und Obmann Gottfried Pichler.

Dies alles aber scheint dem jungen Ranggier nichts anzutun, denn seine Ergebnisse sind eindeutig und klar: Im Jahr 2001 konnte Alexander bei 24 Rangglveranstaltungen nicht weniger als 27 Pokale einhausen. Er war in seiner Klasse Pseirer- und Südtirol-Meister. Beim Hundssteinranggeln auf dem Hundstein bei Zell am Ziller (Salzburg) konnten Alexander Bortolotti, Benjamin Pichler und Florian Haspinger die ersten Preise des gesamten Alpenraumes in ihren Altersklassen erringen. Am 14 April 2002 wurde diesen jungen Rangglern dann bei einer Rangglveranstaltung in der Haselstaude die Ehrenurkunde eines Hundsteinsiegers (siehe beiliegendes Fotos) vom Sportassessor Heinrich Dorfer und Rangglobmann Gottfried Pichler überreicht. Hoffen wir, dass Alexander und die jungen Passeirer Ranggier noch viele große Preise erringen können und somit im Passeier die alte Tradition des Ranggisports in verdienter und gebührender Weise weiterleben lassen.

3-Hütten- Trophäe 2002 Schneeberg (2.355 m): gültige Zeitperiode vom 25. Mai bis 10. Oktober (139 Tage). Stettiner Hütte (2.875 m): gültige Zeitperiode vom 1. Juli bis 30. September (92 Tage). Zwickauer Hütte (2.989 m): gültige Zeitperiode vom 1. Juli bis 30. September (92 Tage). Einzelwertungen: Gezählt werden die zu Fuß durchgeführten Besuche während der genannten Zeitperioden (getrennt für jede Hütte; maximal 1x pro Tag; der Ausgangspunkt ist nicht vorgeschrieben). Jeder Teilnehmer muss jedes Mal seine Ankunft an der Theke melden! Kombination: Jede Hütte muss mindestens 4x besucht werden! Es zählt die Summe der Einzelwertungen (die Besuche auf der Zwickauer und Stettiner Hütte zählen wegen des größeren Zeitaufwandes doppelt). Die Preisverteilung (getrennt für Passeirer und Gäste, Damen und Herren) findet am Samstag, 12. Oktober 2002 um 16 Uhr am Schneeberg nach einer gemeinsamen Messfeier statt. Außerdem werden unter den anwesenden Teilnehmern zahlreiche Sachpreise und Gutscheine verteilt, wobei die Punktezahl berücksichtigt wird. Wertung 2001: An der 3-Hütten- Trophäe 2001 nahmen 119 Personen teil, die

insgesamt 805.451 Höhenmeter (im Aufstieg) und 9.972 km Wegstrecke zurücklegten. In der folgenden Tabelle

sind jene Teilnehmer aufgelistet, die mindestens 10 Punkte aufweisen oder den 1., 2. oder 3. Platz belegen.

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1 2 3 4 S 6 7 8

pfelders Oistelgrube Faltmaralm Grünbo<hmhüUe Faltschnalalm Erensee _ Faltschnaljdchl

1622m 2388 m 1732 m 2000 m 1872 m 1782m 2290 m 2419 m

1~ Joch 11 llizinser Alm 12StettinerHütte 13 Hohe Weiße 14 Hohe Wilde lS Schneidalm 16 Zwickauer Hülte 17 S~lenkogel 18 Auf Imest 19 Kreuzjo<h 20 Rauhes100h 21 Innl,',hütl

~~ ~ 1858 m 2875m 3281 m 3480 m 2159 m 2989 m 3470 m 2060 m 2443 m 2926 m 1444 m

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Seite 47 / Nr. 34

Passeirer Blatt / Juni 2002

Kat. Name des Teilnehmers

Wohnort

Stettiner Platz

H端tte

Aufstiege

Zwickauer Platz

H端tte

Aufstiege

Schneeberg Platz Aufstiege

Gesamtergebnis Kombination Punkte

Raich Albert

Moos

4.

5

4.

9

1.

72

1.

100

Pircher Leonhard

St. Leonhard

3.

6

1.

16

3.

40

2.

84

Auer Andreas

Moos

2.

9

2.

10

5.

29

3.

67

Ploner Albert

Moos

4.

5

5.

5

2.

45

4.

65

Kofler Thomas

Rabenstein

1.

13

6.

4

8.

13

5.

47

Hofer Kilian

Moos

4.

37

....

Pion er Helmut

Moos

6.

4

6.

4

6.

16

6.

32

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Schweigl Alexander

Moos

6.

4

6.

4

10.

8

7.

24

Haller Harald

St. Martin

2.

10

Graf Reinhard

Rabenstein

11.

1

6.

16

18

Schwarz Hans

St. Leonhard

Kofler Sepp

....

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37

20

10.

2

9.

3

15.

6

16

Saltaus

9.

3

11.

1

12.

7

15

Marth Hansj旦rg

Moos

6.

4

18.

5

13

Moser Erich

St. Leonhard

Plangger Kassian

St. Martin

10.

Raich Erich

St. Martin

10.

Lanthaler Florian

Rabenstein

Plangger Isidor

St. Martin

....

Mair Armin

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11.

1

9.

10

12

2

10.

2

27.

3

11

2

11.

1

18.

5

11

11.

1

10.

8

10

11.

1

22.

4

10

M端hlbach

1.

22

22

Holzmann Jan

Ridnaun

2.

19

19

Rainer Gabriel

Ridnaun

2.

19

19

Rainer Andreas

Ridnaun

4.

16

16

Burgmann Martina

St. Leonhard

2.

35

Pirpamer Martine

St. Leonhard

1.

36

36

Kind Christine

Moos

2.

3

2.

4

4.

17

31

Scherer Helga

St. Leonhard

6.

1

3.

3

3.

21

29

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Trompedeller

Moos

4.

17

17

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Kofler Dora

St. Leonhard

Staschitz Wally

St. Martin

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Weger Andrea

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Margareth

10.

1.

2

4

1.

6

1.

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4.

1

7.

14

16

4.

1

8.

12

16

St. Martin

6.

15

15

Fontana Julia

Moos

9.

11

11

Gufler Christine

St. Martin

9.

11

11

Pfitscher Berta

St. Martin

3.

2

14.

5

11

Gufler Bernadette

St. Leonhard

3.

2

12.

6

10

Pixner Judith

St. Martin

3.

2

18.

3

7

Braunhofer

Ridnaun

1.

9

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Villanders

2.

6

6

Ridnaun

2.

6

6

Isabella

Untermarzoner Amrain Helga

Petra

6.

1

4.

1


Passeirer Blatt / Juni 2002

Seite 48 / Nr. 34

Aus: FABIAN GRASL Deutsch-Schularbeit, Klasse 2C - Mittelschule St. Leonhard

Was ich als Henne hörte und sah Heute ist der schönste Tag in meinem Leben, denn heute bin ich aus dem Ei geschlüpft. Über mir sitzt eine riesige Henne: meine Mutter. Drei Wochen, Tag und Nacht hat sie unsere Eier warm gehalten. Vier Geschwister sind schon geschlüpft, ich bin das fünfte Küken. Erst ab zirka zweieinhalb Monaten erkenne ich, ob ich ein Hahn oder eine Henne bin. Als ich so zwei Stunden unter meiner Mutter war, kam der Bauer und hob meine Mutter auf, um zu sehen, ob viele Küken geschlüpft wären. Aber zum Glück setzte er meine Mutter wieder auf uns, bei den warmen Federn trocknen wir auch schneller. Die Nacht habe ich gut verbracht und bin jetzt trocken. Der Bauer trug uns alle in einen trocknen und warmen Raum im Stall. In eine Pfanne gab er seltsame Körner hinein. "Wir essen sie jetzt", sagte unsere Mutter und so begann unser Leben. Von Tag zu Tag wuchsen wir. Das beste war natürlich das frische saftige Gras auf der Wiese. Wir wuchsen sehr schnell und erkannten an einem Montag, ob wir ein Hahn oder eine Henne sind. Ich habe drei Brüder und eine Schwester. Ich wollte eine Henne sein - und bin eine Henne. Darauf kam der Bauer und sagte: "Ja ja, zwoa rebete Gigger und uan weißer Gigger, a schwarze Bulle und arebete Bulle." Heute sind wir zum ersten Mal ohne Mutter auf der Wiese, weil wir jetzt ohne sie leben. Schon in der ersten Nacht spürte ich etwas Seltsames. Jetzt ist Frühstückszeit. Da sah ich, dass ich mein erstes Ei gelegt hatte. Der Bauer trug mich zu dem Hennenstall hinauf, weil ich jetzt eine Henne bin. Ich glaube, der Bauer ist mit mir zufrieden, weil ich große Eier lege. Die erste Nacht im Hennenstall war sehr aufregend, denn schon am Morgen hat der Hahn die ganzen Körner gefressen. Heute werde ich mein erstes Ei im Stadel legen, weil ich selber auch gerne junge Küken hätte. Tag für Tag legte ich ein Ei in das Nest. Jetzt habe ich drei-

zehn Eier unter mir und fange an zu brüten. Ganz oben im Stadel ist ein Loch, das zum Hühnerstall führt. Da gehe ich hinaus trinken und fressen. Vom Hahn muss ich mich schützen, denn der läuft mir gerne nach. Als ich wieder zu meinem Nest gehe, ist der Bauer mit seinem Jungen da und er sagt zu ihm: "Da giemer gien a par Enten - Gaggeier unter tien, weil mir hatten gern junge Enten." Das ist mir egal, ich sitze doch drauf. Jetzt sind schon drei Wochen herum und immer tut sich noch nichts. Aber auf einmal spüre ich etwas Seltsames. Schnell schaue ich unter mir hinein und sehe sieben junge schöne Enten. Ich kam nun in den sei ben Stall, wo ich mit meiner Mutter einst war, aber jetzt bin ich mit meinen jungen Enten da. Sie wachsen sehr ~ schnell und können bald selber Nahrung suchen. Ich freue mich schon auf die nächste Brutzeit.

Klasse 2C

Schuljahr

2001/2002 ~~

Menü

04.06.2002 Aus der HexenkÜche: Götterspeise

"WackeIzahn ,.

Karze ntatzen in Kräuterquark "Vogelspinne">

Pudding

Hexensalat Dessert:

Im Schuljahr 2002 gestaltete die Klasse 2C der Mittelschule von St. Leonhard das ganze Schuljahr über die DienstagNachmittage auf besondere Art- und Weise, u.a. mit Aktivitäten und Aktionen im Projektunterricht. Anbei ein Ausschnitt aus der Menükarte beim gemeinsamen Fest mit der 5. Klasse der Grundschule. Thema: "ZauberSchüler" mit Tricks und Kniffligem aus der Welt des Zaubers und der Schule. Das Fest diente aber in erster Linie dem besseren Kennenlernen zwischen den Schülern des Schulsprengels. Lydia Pfitscher

Froschaugen Tellfelsherz

mir Schokoladensauce

Aus der Giftbar: Glibbermoorpunsch Rurnpumpelsekt Teufelsgebräu

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Schulsprengel Passeier

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Passeirer Blatt  

Ausgabe 02/2002

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