2 22.7.2023 Alles Gute zum Geburtstag In dieser Woche gratuliert Oberbürgermeister Marco Steffens folgender Jubilarin: Helene Lerch feiert am 24. Juli ihren 90. Geburtstag. Herzlichen Glückwunsch!
Sonntags- und Nachtdienst der Apotheken 22.7. 23.7. 24.7. 25.7. 26.7. 27.7. 28.7.
Weingartenapotheke Moltkestraße 50 Hirschapotheke Fischmarkt 3 EinhornapothekeCaunes Hauptstraße 88 Apotheke Haaß Ortenberger Straße 13 Apotheke Zunsweier Am Kirchberg 2 Delta-Apotheke Schillerplatz Marienapotheke (Hauptstraße 73, Schutterwald)
29.7. 30.7.
Löwenapotheke Wilhelmstraße 9 Stadtapotheke Hauptstraße 43
Sitzungsplan 24.7.
Gemeinderat 17 Uhr, Reithalle, Moltkestraße 31 26.7. Integrationsbeirat 18 Uhr, Salmen, Lange Straße 52 26.7. Zweckverband Gewerbepark 18 Uhr, Historisches Rathaus, Hauptstraße 90 Download unter ratsinfo.offenburg.de/buergerinfo/infobi.php Tagesordnungen auf Seite 11 und Seite 14.
Nicht wegschauen!
Gewalt gegen Kinder und Frauen: Präventionsprogramm gegen häusliche Gewalt
Jeder dritte Mann soll Gewalt gegen Frauen akzeptabel finden, heißt es in einer Studie im Auftrag von Plan International. Das war für den Verein „Frauen helfen Frauen Ortenau“ Anlass genug, um ein Präventionsprogramm gegen häusliche Gewalt auf den Weg zu bringen. Das OFFENBLATT hat bei der Geschäftsführerin Petra Fränzen hinsichtlich Zielsetzung und Reichweite nachgefragt. Frau Fränzen, das sind ja sehr beunruhigende Zahlen. Haben Sie denn in den vergangenen Jahren einen Anstieg häuslicher Gewalt erlebt? Petra Fränzen: 2020 wurden unsere Frauenhausplätze von 6 auf 20 plus einem Notplatz deutlich erhöht. Es gibt seitdem kaum einen Tag, an dem wir einen Platz frei haben. Auch die Beratungsanfragen in unserer Fachberatungsstelle steigen kontinuierlich auf rund 450 pro Jahr. Das Dunkelfeld, also die Fälle von Häuslicher Gewalt, bei denen wir nicht helfen können, sind deutlich höher.. Ihr Präventionsprogramm setzt schon sehr früh ein – im Kindergartenalter. Können Kinder in dem Alter denn schon ihre Gefühle in Worte fassen? Fränzen: Ja, das können sie sehr wohl. Das emotionale Lernen beginnt schon vor der Geburt und setzt sich in der gesamten Kindheit und darüber hinaus fort. Die größten Schritte macht das Kind dabei in den ersten sechs Lebensjahren. Erlebnisse können aber nur als Herausforderungen – und nicht als Bedrohungen – gesehen wer-
menleben beendet ist. Ein Gruppendurchgang umfasst zwölf Termine von jeweils 1,5 Stunden sowie ggf. begleitende Beratungen mit den Müttern und Fachkräften. Es geht vorrangig um die Stabilisierung der Kinder. Die Gruppe trägt zur psychischen Verarbeitung erlebter Gewalt bei.
Will sensibilisieren. Geschäftsführerin Petra Fränzen. Foto: privat
den, wenn sich das Kind in einem sicheren Netz aus sozialen und emotionalen Beziehungen befindet. Dieses Netz bietet ihm Halt und Schutz. Sich sicher zu fühlen heißt auch, Selbstbewusstsein aufzubauen und zu lernen, auf sich selbst zu vertrauen. Dies soll verdeutlichen, wie eng die emotionale und die soziale Entwicklung zusammenhängen. Sie gehen Hand in Hand; wenn man einem Bereich zu wenig Bedeutung beimisst, wird sich das auf die gesamte kindliche Entwicklung auswirken. . Weiterhin sieht das Programm für Kinder ab der 5. Klasse die Einrichtung von „safe place“-Orten vor. Wie kann man sich das vorstellen? Fränzen: Ausgehend vom Beratungsangebot, aber hiervon auch unabhängig, werden im Rahmen des Begleitungsprozesses Gruppen für Kinder/Jugendliche angeboten, die Häusliche Gewalt erlebt haben. Das Gruppenangebot für betroffene Kinder setzt ein, wenn die Gewalt im Häuslichen Zusam-
Auch Lehrer, Erzieher und Pflegekräfte sollen für das Thema häusliche Gewalt sensibilisiert werden. Werden da Seminare angeboten? Fränzen: Auf Wunsch und Anfrage informieren wir (pädagogische) Fachkräfte über das Thema häusliche Gewalt. Wir erarbeiten mit der Gruppe, wo Grenzverletzung beginnt und wo sich diese bemerkbar machen kann. Wichtig ist, es gibt keinen Kriterienkatalog, den man abhaken kann und am Ende das Ergebnis hat. Es geht um Sensibilisierung, um Hinschauen und Nachfragen. Wenn jede Fachkraft es schafft, nicht wegzuschauen, haben wir viel erreicht. Junge Leute lassen sich ja heute am besten über soziale Medien erreichen. Wie ist denn da Ihr Konzept? Fränzen: All unsere Angebote werden auch über die social media Kanäle kommuniziert. Es gibt einen podcast, über den wir versuchen, die jungen Menschen zu erreichen und dann auch über unsere Präsenz in den Schulen, den Jugendeinrichtungen, unserer Plakataktion, Sticker, QR-Codes und vieles mehr. Weitere Informationen im Internet unter www.fhf-ortenau.de.
Impressum Herausgeberin: Stadt Offenburg Verantwortlich: Gertrude Siefke Redaktion: Leitung: Gertrude Siefke, Telefon 07 81/822 572 • Christoph Lötsch, Telefon 07 81/822 200 • Anja Walz, Telefon 07 81/822 666, offenblatt@offenburg.de, Stabsstelle Presse- und Öffentlichkeitsarbeit, Hauptstraße 90, 77652 Offenburg Veranstaltungskalender: offenblatt@offenburg.de Austräger-Reklamation: Telefon 07 81/82 25 65, Telefax 07 81/82 75 82 Verantwortlich für Anzeigen: Kresse & Discher GmbH, Marlener Straße 2, 77656 Offenburg, Anzeigenverkauf: Claudia Rohm, Telefon 07 81/95 50 63, Telefax 07 81/95 50 563, anzeigen.offenblatt@kresse-discher.de Herstellung: Kresse & Discher GmbH, Marlener Straße 2, 77656 Offenburg Druck: Badisches Druckhaus Baden-Baden GmbH, Flugstr. 9, 76532 Baden-Baden Vertrieb: P.F. Direktwerbung GmbH, Ruster Straße 8, 77975 Ringsheim, Telefon 078 22/44 620, E-Mail info@pf-direktwerbung.net Redaktionsschluss: Montag, 17 Uhr Erscheinungsweise: wöchentlich, jeweils samstags kostenlose Verteilung in alle Haushalte Anzeigenschluss: jeweils Di., 17 Uhr Auflage: 30 515
www.offenblatt.de