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Offenblatt 13/2024

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UNSER AMTSBLATT

14. April 2024 Foto: Siefke

www.offenblatt.de Foto: Keil

Ausgabe Nr. 13

Getauft auf den Namen „Offenburg“: der neue Batteriezug. Seite 4

Alles rund um die Wahlen: Seite 3

Augenweide auch nachts Zwingerpark an der Stadtmauer: Nominierung für Lichtdesign-Preis 2024

Stimmungsvoll auch in der Nacht: der Zwingerpark.

Zwischen dem Mühlbach und der bis zu neun Meter hohen Stadtmauer bildet der Zwingerpark den eindrucksvollsten Abschnitt des Grüngürtels um die Altstadt. Helleckes Landschaftsarchitekten aus Karlsruhe sorgten mit einer umfangreichen Sanierung für eine identitätsstiftende Aufenthaltsqualität. Darüber hinaus entstand mit dem Lichtplanungsbüro „studioteilchenwelle“ aus Karlsruhe eine faszinierende Abendstimmung. Eine entscheidende Komponente war die Abstimmung der Beleuchtung auf die Veränderung der Umgebung in den Abendund Nachtstunden. So stehen am frühen Abend noch Mensch und Stadtraum im Vordergrund. Es folgen mehrere Übergangsphasen, bis die Beleuchtung in der Nacht auf ein Minimum reduziert wird und nur noch der Laufweg beleuchtet ist. Berücksichtigt wurde auch die Lichtfarbe. Sie beträgt im Regelfall 2200 Kelvin und in den hervorgehobenen Akzentbereichen

2700 Kelvin. „Kelvin“ ist in diesem Fall die Einheit für die Farbtemperatur. Je „wärmer“ das Licht erscheint, desto niedriger ist der Wert in Kelvin. Ein prägendes Element der Parkgestaltung ist die Lindenreihe entlang des 500 Meter langen Hauptweges am Mühlbach. In das Baumraster fügen sich Masten ein, welche mit engstrahlenden Spots eine Beleuchtung mit geringer Blendung ermöglichen. Lichtflächen auf dem Weg reihen sich mit weichem Kontrast aneinander und spiegeln so den Duktus der Baumreihe wider. Das Lichtkonzept berücksichtigt auch die „Zeugenbäume“, die Anfang der 1870er Jahre entlang des Mühlbachs gepflanzt wurden. Ein Spiel mit dem Schatten macht ihr Blattwerk auf dem Boden sichtbar. Unbeleuchtet bleibt der mauerseitige Weg – mit Ausnahme einzelner Lichtakzente auf Sitznischen und Statuen. Zusammen mit der Aufhellung der Stadtmauer betont dies die Tiefe des Raumes.

Foto: Iris Rothe

Ortskundigen Offenburger*innen ist es längst aufgefallen: Der historische Zwingerpark bietet auch in den Abendstunden hohe Aufenthaltsqualität. Denn seit einiger Zeit erstrahlt er in neuem Licht. Das fein abgestimmte Beleuchtungskonzept ist eine Augenweide. Das findet jetzt auch eine offizielle Würdigung: Vor Kurzem ist die Anlage für den Deutschen Lichtdesign-Preis 2024 nominiert worden.

+++ Zum 75. Geburtstag des Grundgesetzes läuft in Offenburg einiges SEITE 2 +++ Bühne frei für Senior*innen SEITE 5 +++ Der BadenovaLauftag findet am 5. Mai statt SEITE 7 +++ Konzeptvergabe für das Pfarrhaus in Bühl SEITE 12 +++

Bummeln & testen Am heutigen 14. April ist wieder verkaufsoffener Sonntag in der Stadt. Von 13 bis 18 Uhr haben viele Geschäfte geöffnet. Gleichzeitig findet der „Autosalon“ statt. Es werden Neuheiten und Klassiker von zwölf Autohäusern gezeigt. 125 verschiedene Modelle stehen bereit.

Schäuble-Biografie

Die bessere Wahrnehmung des Umfelds erhöht gleichzeitig das Sicherheitsempfinden. Im Fokus stand auch die Umweltverträglichkeit der neuen Beleuchtung. Wo früher die Mastleuchten am Mühlbach noch undifferenziert in alle Richtungen und somit auch in den Gewässerrandstreifen strahlten, wird das Licht heute auf die nötige Ausleuchtung der Wege und einzelne Abschnitte der Mauer beschränkt. Stefan Lotze vom Lichtplanungsbüro „studioteilchenwelle“ hatte das Projekt im vergangenen Jahr für den Deutschen Lichtdesign-Preis 2024 eingereicht. Nach einer Vor-Ort-Begehung hat es das Beleuchtungsprojekt nun in die nächste Stufe der Nominierung geschafft. In der Kategorie „Außenbeleuchtung/öffentliche Bereiche“ steht der Zwingerpark in Konkurrenz mit zwei anderen Projekten, der Lichtplanung des Gildehoftunnels in Essen und der Altstadtbeleuchtung von Burgdorf (Schweiz).

„Meine Leben in der Politik“ heißen die vor wenigen Tagen posthum erschienenen Memoiren des im Dezember verstorbenen Offenburger Ehrenbürgers Wolfgang Schäuble. Auf über 600 Seiten zieht er Bilanz eines über 80-jährigen Lebens als Staatsmann, Parlamentarier und leidenschaftlicher Demokrat. Bis kurz vor seinem Tod hatte Schäuble an dem Werk gearbeitet.


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