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Offenblatt 11/2024

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UNSER AMTSBLATT

Ausgabe Nr. 11

24. März 2024 Foto: Burda

www.offenblatt.de

Gedenken an das Massaker vor 79 Jahren: Seite 3

OB Steffens besucht Burda: Seite 2

Baukulturelles Erbe

Historisches bewahren heißt, stadtbildprägende Elemente zu erhalten

Buntglasfenster als Sichtschutz

war, die vor gut 120 Jahren im Jugendstil die Erkerfenster gebaut und eingepasst hat. Große Buntglasfenster dienten damals als Sichtschutz, zugleich erhielt das Innere der Häuser viel Licht. Zum Restaurieren mussten die Holzrahmen samt der glasigen Foto: Stadtarchiv

Charme des Stadtbildes zu erhalten und auch um das Klima zu schützen, gilt es wo immer es möglich ist, baukulturelles Erbe zu bewahren. Ein Beispiel für gelungenen Denkmalschutz zeigen die Buntglasfenster des Hauses Franz-Volk-Straße 19. Darum gekümmert hat sich die Landesdenkmalpflege und die untere Denkmalbehörde der Stadt Offenburg. „Leider weiß keiner mehr, wann das Haus erbaut wurde und wer der Bauherr war“, erzählt Dieter Gruner, der jetzige Besitzer. „Es war wohl irgendwann zwischen 1902 und 1904.“ Die Buntglasfenster zu sanieren, war eine „riesen Arbeit“, erinnert sich die Glasmalermeisterin Manuela Bijanfar aus Oberkirch. Für die Stadt Offenburg hat sie schon viele Glasarbeiten restauriert. „Die Fenster sind typisch für die Zeit des Jugendstils“, erklärt sie und blättert dabei in ihren Fachbüchern. Sie tippt, dass es die Firma „Schell und Vittali“

FOTO: MATTHIAS SCHUMACHER

DENKMALSCHUTZ sam Um den

Historische Ansicht von 1904: Rechts außen das Haus Franz-Volk-Straße 19.

Pflanzenornamente ausgebaut werden. Bijanfar weiß, wie sie jedes einzelne Glas herausgelöst, bearbeitet, zerbrochene Gläser durch historisch passende Gläser ersetzt hat. Ein Schreinerbetrieb hat die alten Holzfenster saniert. Dann wurden die Gläser mit Kitt und Blei wieder neu gefasst. Die meisten erhaltenswerten Denkmal-Objekte stammen aus der Epoche zwischen dem Beginn der Gründerzeit und dem Beginn des ersten Weltkriegs (1871 bis 1914), erklärt Daniel Ebneth, Fachbereichsleiter Baurecht. Die vom Landesamt für Denkmalpflege vorliegende Liste von Kulturdenkmalen in Offenburg umfasst zurzeit 685 Objekte. Dazu gehören auch die Galgenfeldsiedlung als Ensemble oder die Alte Spinnerei. Entsprechend dem Denkmalschutzgesetz ist ein Objekt dann ein Kulturdenkmal, wenn aus künstlerischen, wissenschaftlichen oder heimatgeschichtlichen Gründen ein öffentliches Interesse an seinem Erhalt besteht. „Bestehen Zweifel“, so Daniel Ebneth, „ist es immer ratsam, erst die untere Denkmalschutzbehörde anzufragen.“ Vorteil: Eigentümerinnen können für Baumaßnahmen zum Erhalt oder für die sinnvolle Nutzung ihrer denkmalgeschützten Gebäude attraktive Förderungen erhalten. Dies hat steuerrechtliche Vorteile und betrifft auch direkte Förderungen durch das Landesamt für Denkmalpflege.

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Auf dem Prüfstand Der Netzbetreiber Terranets will in den kommenden sechs Wochen die Ummantelung der Gashochdruckleitung am Kinzigdamm (zwischen OttoHahn-Straße und Helmersteg bei Elgersweier) überprüfen. Dazu wird stellenweise an der Gas-Trasse ein Loch gegraben, deren Ummantelung überprüft und das Loch wieder verfüllt. Diese Arbeiten sind im Rahmen der Planung des Radschnellwegs zwischen Offenburg und Gengenbach nötig. Der Radschnellweg soll am landeinwärts liegenden westlichen Kinzig-Dammfuß entlang führen. Da dort auch die Gasleitung liegt, muss vor dem Einsatz von schweren Baggern und Baumaschinen sichergestellt sein, dass die Gashochdruckleitung gut geschützt ist.

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