Page 1

NEUE GRUPPE NEWS Heft 36 +++ Herbst 2010

36 2 Glückwünsche 3 Editorial KURSBERICHTE: 4 B. Klaiber: Composite – Möglichkeiten und Grenzen minimalinvasiver Verfahren 6 M. Fradeani: Die ästhetische Rehabilitation 7 A. Devigus: Swiss Quality with Italien style, Cerec und dentale Fotografie 10 Finanzplanung 14 Prof. Hämmerle: Implatatsbehandlung 16 Dreidimensionale Diagnostik

TRADITION +INNOVATION WWW.NEUE-GRUPPE.COM


Glückwünsche Die besten Glückwünsche gehen an Knud Schmidt-Diemel, der am 15. Februar seinen 85. Geburtstag feierte. Für den 75. Geburtstag gehen unsere besten Wünsche an 2 Jubilare: Ralph Stöhr am 4. und Eckhard Jacobi am 27. Januar. Unserer Past-Präsidentin Rose Marie Lohmiller gratulieren wir herzlich zu ihrem Ehrentag, den sie am 5. April feierte. Zu seinem 65. Geburtstag gratulieren wir Peter Diedrich, der diesen besonderen Tag am 24. Februar erlebte. Den 60. Geburtstag feierte unser Freund Hans-Georg von der

Präsident: Dr. Alessandro Devigus Gartematt 7 CH 8180 Buelach Vizepräsident: ZA Jan Hendrik Halben Isestraße 3 20144 Hamburg Schatzmeister: Dr. Wolf-Diether Gabriel Katharinenufer 2 54290 Trier Generalsekretärin Dr. Brigitte Simon Panoramastraße 3 70174 Stuttgart Beirat: Dr. Raphael Borchard Hoyastraße 1 D-48147 Münster Dr. Ernst Vöpel Blumenstraße 46 42853 Remscheid Dr. Andreas Röhrle Goethestr. 1 D-73525 Schwäbisch Gmünd

Ohe, der zusätzlich noch die Freuden und Pflichten eines Großvaters übernommen hat. Wir gratulieren von Herzen. Bei den 50. Ehrentagen herrscht dieses Jahr Inflation! Unsere besten Glückwünsche zum halben Jahrhundert gehen an Frank Beck, 23. Dezember, Peter Wetzelaar, 5. Februar, Hans-Dieter John, 3. März, Norbert Mack, 13. März und last but not least an unseren zukünftigen Präsidenten Jan Hendrik „nur-der-HSV“ Halben, 17. April. Wir wünschen allen Jubilaren Gesundheit und Glück !

Impressum Copyright 2010 NEUE GRUPPE News. Herausgeber: NEUE GRUPPE, wissenschaftliche Vereinigung von Zahnärzten. Redaktionelle Leitung: Dr. Ernst Vöpel Das NEUE GRUPPE News umfasst zwei Ausgaben pro Jahr. Das Journal und alle in ihm enthaltenen Beiträge sind urheberrechtlich geschützt. www.neue-gruppe.com ernst.voepel@dr-voepel.de Konzeption, Gestaltung und Produktion: Graphicon GmbH, Frankfurt am Main


Editorial

NEUE GRUPPE NEWS / Heft 36 / Herbst 2010

3

Editorial

Liebe Freunde der Neuen Gruppe, Je nach dem, wie Sie die aktuelle Ausgabe der „NewsProgrammheft Kombination“ in die Hände genommen haben, ist dies das erste oder das zweite Vorwort, das Sie vor sich haben. Lassen Sie mich Ihnen an dieser Stelle unseren Freundeskreis etwas näher vorstellen.

erwarten. Die Aufnahme als Mitglied der NEUEN GRUPPE unterliegt einem Auswahlverfahren und verpflichtet jedes Mitglied regelmäßig an Fortbildungsveranstaltungen der Vereinigung teilzunehmen und mit eigenen wissenschaftlichen und praktischen Beiträgen aktiv mitzuarbeiten.

Vielleicht kennen Sie die NEUE GRUPPE, eine kleine wissenschaftliche Vereinigung, die bereits in Ihrem 44 „Lebensjahr“ steht. Namhafte internationale Referenten aus den verschiedensten Fachgebieten teilten über all die Jahre ihr Wissen mit einer Gruppe wissbegieriger und motivierter Kolleg(in)en. Bildung sollte dabei aber nicht nur konsumiert sondern miteinander aktiv erarbeitet werden. Persönliche Gespräche und Diskussionen helfen das Gelernte besser zu verstehen und auch umzusetzen. Dieser kollegiale Austausch in freundschaftlicher Atmosphäre erklärt auch den Zusammenhalt innerhalb unserer „Familie“.

Über diesen wissenschaftlichen Hintergrund hinaus betrachtet sich die NEUE GRUPPE als Freundeskreis, der nicht beliebig vergrößert werden kann, ohne den angestrebten Charakter zu verlieren. Daher ist eine Mitgliedschaft bzw. Präsentation auf Antrag nicht möglich, sondern es bedarf zweier Bürgen aus dem Kreis der Mitglieder, die eine Eignung als Kandidat befürworten. Viel hat sich über all die Jahre getan, verändert oder erneuert. Ein Anliegen der NEUEN GRUPPE bleibt es, Tradition und Innovation zu pflegen. Aus dieser Motivation heraus veranstalten wir neben Praxiskursen auch einmal im Jahr einen mehrtägigen Kongress, der einem aktuellen Thema gewidmet ist.

Ziele unserer Fortbildung sind: • Artikulation von Methoden und Trends in der Zahnmedizin, • Förderung des Austausches von Ideen und Erfahrungen, • Integration von interessierten Zahnärzten.

Ich freue mich auf die gemeinsamen Tage, angeregte Diskussionen fachlicher und privater Couleur und ein Kennenlernen in Zürich.

Durch die Teilnahme an Veranstaltungen, Kursen und Jahrestagungen haben Sie Gelegenheit, sich in unserem Kreis bekannt zu machen, möglichst viele Mitglieder kennen zu lernen und Aktivitäten zu zeigen, die wir von unseren Mitgliedern

Herzlichst Ihr

Alessandro Devigus


4

Kursberichte: Composite mit Prof. Dr. Klaiber

COMPOSITE – Möglichkeiten und Grenzen minimalinvasiver Verfahren

VON ART TIMMERMEISTER

Für Kenner ist der Kurs aus dem Repertoire von Prof. Bernd Klaiber auch bekannt unter dem Titel „Frontzahnkurz“. Ein Klaiber Klassiker, den mittlerweile schon viele Zahnmediziner erleben durften und der richtiggehende Fans hervorgebracht hat, die den Kurs in regelmäßigen Abständen erneut besuchen. Für die Neue Gruppe konnte Dr. Ernst Vöpelaus Remscheid, Herrn Prof. Klaiber, selbst Mitglied der Neuen Gruppe , in das Ruhrgebiet locken. Dr. Vöpel nutzte auch seine privaten Kontakte aus Freiburger Studienzeiten , um ein freies Wochenende in dem prall gefüllten Terminkalender von Herrn Prof. Klaiber für den Neue Gruppe Kurs zu reservieren. Die Anziehungskraft zwischen der Neuen Gruppe und Prof. Klaiber zeigte sich bereits in den Anmeldezahlen, weshalb Herr Dr. Vöpel den Kurs nicht wie geplant in seiner Praxis durchführen konnte, sondern Improvisationstalent beweisen musste

und die Teilnehmer kurzerhand in die Zeche Holland nach Bochum- Wattenscheid einlud. Ein Umstand, der für die Kursteilnehmer unverhofft ein wenig Kulturelles aus den Zeiten von Kohle und Stahl bereit hielt und den Wandel des Ruhrgebiets erleben ließ. Nach der nicht für jeden der 18 Teilnehmer ganz einfachen Anreise durch Schnee und Eis ins Herz des Ruhrgebietes, begann der Theorieteil des Kurses am frühen Freitagnachmittag. Mit einem zu erkennenden Schmunzeln aber auch mit Kritik an der einen oder anderen nicht sehr sachlich geführten Diskussion, griff Prof. Klaiber den Titel des eigenen Kurses auf und führte ihn zugleich mit dem selbst geschaffenen Klimax von Minimalinvasiv, Mikroinvasiv bis hin zum Superlativ Noninvasiv ad absurdum. Damit verdeutlichte er auf seine unkomplizierte, nachdrückliche und unmissverständliche Art und Weise, dass

Foto Dr. Oliver Hartmann

mit B. Klaiber in Bochum


NEUE GRUPPE NEWS / Heft 36 / Herbst 2010 nicht das Material sondern die Ausgangssituation die Vorgabe für eine minimalinvasive Therapie bestimmt. Was das für die Versorgung von Eckaufbauten, den Verschluss von Zahnlücken und „Schwarzen Dreiecken“, aber auch bei der Umformung im Frontzahnbereich bedeutet wurde eindrücklich durch viele, sehr gut dokumentierte und unterschiedliche Patientenbeispiele gezeigt. Dabei ist Prof. Klaiber kein Pionier des Komposites, der mit eigenen Materialien den Dentalmarkt revolutionieren möchte, viel mehr geht es ihm um die richtige Anwendung der bereits in ausreichender Zahl und Qualität vorhandenen Kompositsysteme und dem daraus resultierenden Bewusstseinszuwachs, das Komposite nicht nur eine kostengünstige Alternative für Keramikversorgungen sind. Komposite, in der richtigen Technik angewendet, kann nicht nur gewebeschonender sein, insbesondere für das Parodontium, sondern darüber hinaus das Therapiespektrum erweitern. Dabei zeigte sich erneut das Geheimnis des Erfolges von Prof. Klaiber und seines Kurses. Denn er vermag es mit wenigen Hilfsmitteln, immer gleichen, nur leicht variierten Arbeitsschritten und mit zwei drei Tricks, reproduzierbare Ergebnisse zu erzielen, die höchsten ästhetischen Ansprüchen genügen. Prof. Klaiber, sparte durchaus nicht an Kritik gegenüber seinen eignen Patientenbeispielen, er nutzte einfachste, vorhandene Mittel, wie Wasserglas, Wasserflasche und Din-A4 Papier um die richtige Matritzentechnik am Modell zu veranschaulichen , ging auf Fragen ein und scheute auch nicht die Diskussion mit dem Auditorium. Ein Hochschulprofessor, der den Praxisbezug lebt und sichtlich Spaß an der Vermittlung von Wissen, insbesondere an die postgraduierten Kollegen, hat. Wie überzeugend das Gezeigte ist, kann jeder selbst herausfinden oder einfach die Anzahl der Kollegen zählen, die als Patient in den Patientenbeispielen auftauchen. Dies machte uns Kursteilnehmer hungrig auf die praktische Umsetzung und darauf das Erlernte am Phantommodell selbst in die Tat umzusetzen. Zuvor wurde aber für das leibliche und abermals kulturelle Wohl der Teilnehmer gesorgt und wir verlegten den Aufenthalt vom alten Schacht 3-11, zum Schacht 1 und 2 der Zeche Holland. Die lockere Atmosphäre zwischen den Teilnehmern, aber auch zum Referenten, setzte sich am Abend fort. Geschlossen ging es ins Restaurant / Lounge "Unverwechselbar", wo bei gutem Essen und Getränken der gesellige Part, den ersten, sehr harmonischen Kurstag abrundete. Mit gesteigerter Erwartungshaltung seitens des Referenten an die Neue Gruppe Teilnehmer, fanden diese sich, trotz der einen oder anderen nicht all zu langen Nacht, pünktlich um 9.00 Uhr wieder im Seminarraum ein. Für ein besseres Betreuungsverhältnis standen den Teilnehmern bei den praktischen Übungen zwei Assistenten von Herrn Prof. Klaiber, die Kollegen Biebl und Bauer, mit Rat und Tat zur Seite, die ebenfalls extra aus Würzburg angereist waren. Sehr detailiert und Schritt für Schritt wurde zunächst im Video,

Kursberichte: Composite mit B. Klaiber

5

auf Folien und zum Nachschlagen im Skript, das Vorgehen erläutert. So blieben die Teilnehmer vom Frust verschont mit der eigenen Umsetzung weit hinter den Demonstrationen zu bleiben und es gelang allen respektable Ergebnisse zu erzielen. Da das Prinzip bei den unterschiedlichen Versorgungsformen stets ähnlich ist, konnten die Teilnehmer bereits während des Kurses eine steile Lernkurve bei sich selbst erkennen und die Behandlungsschritte prägten sich bereits nach wenigen Wiederholungen ein. Nach persönlichen Worten zum Ende des Kurses, fiel der Abschied nicht leicht und der Eine oder Andere hätte gerne noch einen Tag angehängt, oder anders ausgedrückt, es waren neue Fans geboren. Beflügelt von dem tollen Erlebnissen und der Gewissheit das Erlernte gleich am kommenden Montag mit in die eigene Patientenbehandlung einfließen lassen zu können, machten sich die Teilnehmer wieder auf die Heimreise durch Eis und noch mehr Schnee.


6

Kursberichte: Fradeani-Kurs in Pesaro

Die ästhetische Rehabilitation Reisebericht: Kurs bei M. Fradeani 30./31.10.2009 in Pesaro VON FRITZ MAIER Pesaro liegt etwas abseits der großen Metropolen, daher erreichten die Teilnehmer (Raphael Borchard, Guido Singer, Reinhold Rathmer, Arndt Happe, Stefan Sonner und Fritz Maier von der Neuen Gruppe, die Kollegen Mathias Müller, Kai Krüger, Stefan Kanehl, Volker Arndt aus Hamburg, Dirk Zipprich aus Aschaffenburg, Olga Iankovitch aus Amsterdam sowie die ZTM Ralf Krähe-Grube, Stepahn Marzok und Simone Lübbert von der Cuspiduskilinik in Hamburg) ihr Ziel auf verschiedenen Wegen per Auto, Zug oder Flug via Bologna oder Rimini und trafen sich nach und nach am Donnerstag Abend in der Osteria La Guercia im Zentrum Pesaros – einer alten Osteria mit zum Teil alten authentischen Gerichten der Region – zu einem ersten Wiedersehen oder Kennenlernen. Am Freitag Morgen wurden wir von Mauro Fradeani in seiner, in einem typischen Altstadthaus gelegenen, Praxis empfangen. So unscheinbar das äußere Ambiente erschien, so topmodern zeigte sich das neu renovierte A (advanced) C (continuing) E (education) Institut. Insbesondere die Präsentationstechnik erwies sich auf Spitzenniveau (9/16 HD-Beamer), sodass alle Teilnehmer die kompletten beiden Tage immer wieder (nicht nur fachlich) begeistert von den gebotenen Bildern waren. Zu Beginn erhielten wir einen kurzen Überblick über Pesaro: an der Adria gelegen zwischen Rimini und Ancona, Hauptstadt der Region Marken, 92.000 Einwohner – mit Umland ca 150.000. Geburtsort des Komponisten G.Rossini sowie Heimatstadt des vielfachen Motoradweltmeisters Valentino Rossi. Im Sommer touristisch sehr überlaufen, gute Wirtschaftskraft, landschaftlich sehr schönes Hinterland. Das Programm des Kurses war aufgeteilt in die Schwerpunkte: Ästhetische- und Funktionsanalyse, Wax Up und Laborkommunikation, Provisorientechnik, Praeprothetische/Parodontale Vorbehandlung, sowie Überführung provisorische Versorgung in die endgültige Restauration, wobei die Übergänge fließend waren. Größten Wert wird von Mauro Fradeani auf die Ästhetische Analyse gelegt und in einem vierseitigem Formblatt festgehalten, bestehend aus Photos, Patientenansprüchen, Gesichts-, dentolabiale, phonetische Zahn- und Modellanalysen in zentrischer Montage. Zur Erstellung des Behandlungsplanes erfolgt grundsätzlich ein Wax Up, welches in Verbin-

dung mit den obigen Analysen zur der Erstellung einer wiederum vierseitigen Laborcheckliste führt. Zwischendurch und auch am Samstag wurden uns immer wieder anwesende Recall-Patienten vorgestellt, die belegen, dass die sehr aufwendige Behandlungsplanung zu hervorragenden Ergebnissen führt. Gegen Ende des ersten Tages wurde noch die Provisorienherstellung erörtert. Mauro Fradeani arbeitet mit einer von ihm modifizierten Schalentechnik, bei der imponierte, dass auch hauchdünne Veneerprovisorien einer mehrwöchigen Tragedauer standhielten. Der Abend klang aus in dem hoch über dem Meer gelegenen Restaurant Alcea, bei guten Gesprächen zu einem mehrgängigen Menü mediterraner Fischspezialitäten. Samstag Vormittag begann mit Bildern über die Abdrucknahme, sie wird grundsätzlich dreifach durchgeführt. Danach folgte ein praktischer Teil: Mauro zeigte uns an einem Teilnehmer, wie er den Unterkiefer zur Bestimmung der Zentrik führt. Der Probant war geduldig genug, die verschiedenen „Griffe“ aller Teilnehmer zu ertragen und auch zu kommentieren. Danach unterzog sich ein Vorstandsmitglied unserer Neuen Gruppe einer ausführlichen ästhetischen Analyse, wie am Vortag eingehend besprochen, und mit dem Ergebnisse eingeschränkter Verbesserbarkeit. Der Tag klang aus mit einem Vergleich verschiedener Keramiksysteme und deren Indikationen, wobei sich zeigte, dass Mauro Zirkonoxid noch reserviert gegenübersteht. Zu den vielen Fragen bezüglich der Verbesserung der Haftfähigkeit durch Strahlen oder den Chippingproblemen u.a. ergab sein Statement, dass viele Fragen zum jetzigen Zeitpunkt einfach noch nicht wissenschaftlich ausreichend beantwortet sind. Da einige Teilnehmer schon wieder die weite Heimreise antreten mussten, traf man sich in kleinem Kreise zum Ausklang. Ein fachlich hochstehender Kurs mit einem sympatischen Referenten und einem schlüssigen Konzept, der mehr Teilnehmer verdient gehabt hätte, wird dem Verfasser neben einem wunderschönen Heimflug über die Alpen in Erinnerung bleiben. Dank sei den Organisatoren Raphael Borchard und vor allem auch Guido Singer, der uns die hervorragenden Restaurants reservierte und das Menü dank seiner einheimischen Sprachkenntnisse bestens zusammenstellte.


Kursberichte: Alessandro Devigus

NEUE GRUPPE NEWS / Heft 36 / Herbst 2010

7

Swiss Quality with Italien style, Cerec und dentale Fotografie Zwei Tage Alessandro Devigus in Hamburg Der Präsident der Neuen Gruppe referierte über Cerec und dentale Fotografie in Hamburg.

FERDINAND TIECK Die chairside CAD CAM Technik hat sich in den letzten Jahren weiter entwickelt und erlaubt die Fertigung einer Vielzahl keramischer Versorgungen, wie Inlays, Onlays, Kronen, Veneers und temporärer Brücken in einer Sitzung direkt am Patienten. Mit Alessandro Devigus erwartete die Kursteilnehmer ein Referent, der nicht nur als virtuoser Cerec-Spezialist gilt, sondern auch als Anwender der ersten Stunde. Somit verfügt er über einen Erfahrungsschatz von mehr als 20 Jahren auf diesem Gebiet. Aufgrund dieser Qualifikation nimmt auch die Universität Zürich seine Fähigkeiten als Cerec-Instructor in Anspruch. Bereits am Abend zuvor fand ein spezielles „NEUE GRUPPE Event“ im Hamburger Volkspark statt: das Europa-League Hinspiel des HSV gegen PSV Eindhoven. Da auch Raphael Borchard an diesem Wochenende einen Vortrag in Hamburg zu halten hatte, konnte er genauso dabei sein, wie Dieter Edinger, Clemens Bargholz und Martin Brüsehaber. Das Spiel endete 1:0.

Mit Schweizer Pünktlichkeit startete der Kurs am Freitagmittag in der Praxis von Jan Halben in der Isestraße. Dr. Devigus führte die Kursteilnehmer über die Entwicklung der letzten Jahre im CAD CAM Bereich, den faszinierenden Hightech Details zur effizienten Anwendung des Systems.

Cerec ist ein allein stehendes Behandlungskonzept und dient nicht der Ergänzung prothetischer Konzepte (laborgefertigt). Um das System wirtschaftlich umzusetzen bedarf es einer auf Cerec zugeschnitten Praxisstruktur. Damit gemeint ist sowohl der konsequente Abschluss der Behandlung in einer Sitzung, als auch eine geschickte Marketingstrategie. Gemäß seiner Philosophie „Swiss Quality with Italian Style“ und anhand seiner Praxisstruktur erläuterte Alessandro ausführlich, wie dies realisierbar ist (Cerec liefert 75% seines Gesamtumsatzes). Der Eindruck, dass Cerec eine nüchterne Kosten-Nutzen-


8

Kursberichte: Cerec und dentale Fotografie / Alessandro Devigus

Kalkulation erfordert, ließ sich nicht von der Hand weisen. Aktuelles System ist das Cerec Acquisition Center (AC). Unverändert in der Behandlungs-systematik wird nach der Präparation digital abgeformt und der virtuelle Zahn analysiert. Nach dem Einzeichnen der Präparationsgrenze und Definition der Einschubachse erfolgt die biogenerische Rekonstruktion

der Okklusion. Anschliessend lassen sich mit verschiedenen Werkzeugen die Approximalkontakte und die Okklusion individuell anpassen. Die Keramikblöcke zur Fertigung der Restauration sind monochrom und mehrschichtig verfügbar. Durch die Positionierung innerhalb eines geschichteten Blockes lassen sich Farbverläufe oder optische Effekte erzielen.

„Keramikchallenge: Mensch oder Maschine?!“ II Nach der theoretischen Einführung folgten die Kursteilnehmer ins Behandlungszimmer um live zu erleben, wie CAD CAM chairside funktioniert. Parallel wurde im Nachbarzimmer ein laborgefertigtes Keramikonlay (Labor: Prandtner, München) von Jan Halben eingesetzt. Somit ging die „Keramikchallenge: Mensch oder Maschine?!“ (Neue Gruppe News / Heft 32 / Herbst 2008) in die zweite Runde. Dr. Devigus formte nach der Präparation eines unteren Molaren digital ab und konstruierte mit beeindruckend spielerischer Sicherheit via Mausklick die virtuelle Restauration. Die Schleifeinheit benötigte 11 Minuten für die Ausarbeitung des Keramikonlays. Nach Applikation von Kofferdam erfolgte zeitgleich in beiden Zimmern die Einproben, Kontrolle der Approximalkontakte und der Okklusion. Die Restaurationen wurden mit Flusssäure


NEUE GRUPPE NEWS / Heft 36 / Herbst 2010 geätzt und anschließend silanisiert. Alessandro Devigus verwendete zum Einsetzen vorgewärmtes Hybridkomposit (Enamel HFO), Jan Halben benutzte dualhärtendes Rely X ARC. Nach Entfernen von Überschüssen und Politur konnten die Kursteilnehmer die Ergebnisse in Bezug auf Funktion und Ästhetik miteinander vergleichen sowie Passung und Ästhetik intensiv diskutieren. Unter Anleitung von Alessandro Devigus wurde anschließend an den Cerec-Einheiten ausprobiert, virtuell modelliert und gefräst. Ansatzweise deutlich wurde hierbei, in wieweit ein versierter Anwender die Trickkiste von Sirona auszuschöpfen vermag. Zur abschließenden Diskussion standen nun Ästhetik, Kosten, Effizienz, Zeitmanagement und der Bedarf des Patienten in der absehbaren Zukunft. Gefräste Arbeiten, die mit anspruchsvollen, laborgefertigten Restauration ästhetisch auf Augenhöhe mitspielen wollen, erfordern eine Individualisierung mittels Überbränden durch den Zahntechniker. Dr. Devigus zeigte eine Reihe von Fällen, in denen so verfahren wurde, die auch im Frontzahnbereich mit beeindruckender Ästhetik überzeugten. Letztendlich ist Cerec im Vergleich mit laborgefertigten Restaurationen beinahe kein direkter Konkurrent mehr in Bezug auf Passgenauigkeit und Funktion. Eher stellt sich die Frage der Behandlungsphilosophie, der Praxisstruktur und des Konzeptes, welches der Behandler individuell umsetzen möchte.

Kursberichte: Alessandro Devigus

Die digitale Fotografie hat als wichtigstes Kommunikationsmittel (Patient, Techniker, etc.) einen festen Platz in der täglichen Praxis. Als Editor in Chief des „European Journal of Esthetic Dentistry“ gibt es nur wenige vergleichbar kompetente Referenten für diesen Bereich. Auch im Bereich der täglichen dentalen Fotografie nimmt Effizienz einen übergeordneten Stellenwert ein. Die schlechtesten Fotos sind die, die wir bedauern nicht gemacht zu haben. Ziel

9


10

Kursberichte: Alessandro Devigus / Finanzplanung

muss es also sein, Bilder in einem reproduzierbar hochwertigen qualitativen Standard anzufertigen ohne sich im Detail zu verlieren. Zu Beginn führte Dr. Devigus durch die theoretischen Grundlagen. Was für eine Kamera kommt in Betracht in Kombination mit welchem Objektiv und Blitzsystem. Ausführlich erläutert wurden Funktion und Konfiguration der Grundeinstellung an der Kamera selbst. Geduldig justierte Alessandro die Grundeinstellungen der mitgebrachten Kameras von allen Teilnehmern. Nachzulesen sind diese Basiskonfigurationen unter http://dentist.ch/forum/digitale-fotografie oder im Heft 32/2008 unter „Update Digitale Dentalfotografie“. Auch die „Post-Produktion“, eingegliedert in den Digitalen Workflow der Praxis, wurde ausführlich dargestellt. So gibt es mittlerweile Speicherkarten mit integriertem WLAN-Adapter (http://uk.eye.fi/). Ein zeitraubendes Umstecken der Speicherkarten für den Datentransfer ist nicht weiter nötig. Sehr interessant ist auch ein kostenloses Programm für die Verwaltung der Fotos namens Picasa (http://picasa.google.com/intl/de/). Es zeichnet sich durch eine übersichtliche Oberfläche aus und ermöglicht eine sehr einfache Archivierung sowie schnellen Zugriff auf die Daten. Auch bei der Hauptdatensicherung für seine Praxis beschreitet Dr. Devigus neue Wege. Carbonite (http://www.carbonite.com/) ist ein Online-Datensicherungsdienst, der mittels einer auf dem Server installierten Software ständig nach Datenveränderung sucht und diese dann automatisch verschlüsselt und online sichert. Insgesamt waren es 2 informative Tage in freundschaftlicher Atmosphäre, die durch effizientes Lernen geprägt waren.

FINANZPLANUNG 16. bis 17. April in Lembach

NORBERT MACK

„Finanzplanung ist die Kunst, mit seinem Geld das Richtige zu tun“ war der Titel der Fortbildung, zu der wir uns vom 16. bis 17. April in Lembach trafen. Wie für die ursprünglich von Pit Beyer und nun in „Amtsnachfolge“ von Jürgen Menn in Lembach organisierten Fortbildungen üblich, keine rein fachbezogene, zahnmedizinische Weiterbildung, mit aber dennoch deutlichen Auswirkungen sowohl in unseren privaten als auch beruflichen Bereich hinein. Gedacht war das Ganze als eine Art Analyse der wirtschaftlichen Folgen der durch den „Lehman Crash“ ausgelösten Weltwirtschaftskrise, der sich durch Griechenland anbahnenden Probleme in der Eurozone und der möglichen Auswirkungen auf evt. bereits bestehende Kapitalanlagen. Es sollte geklärt werden, welche Fehler in der Vergangenheit gemacht wurden, ob und wenn ja wie diese in Zukunft zu vermeiden sind und ob, wie und wo in Zukunft noch angelegt werden sollte. Hierfür hatte Jürgen diesmal sogar fünf sachkundige Referenten gewinnen können, die jeweils für ihren Fachbereich sprachen und uns somit einen extrem informativen „Rundumblick“ verschaffen konnten. Zum „Eröffnungs-Abend“ in der „Rösselstub“ des Cheval Blanc bin ich selbst leider erst verspätet erschienen, so dass ich nur noch den „Sacker“ bei „Madelaine“ in der „Soleil“, die inzwischen erfreulicherweise auch zur Nichtraucherkneipe mutierNorbert Mackt ist, miterleben konnte Am Freitagmorgen kurz nach 9 Uhr (wie für NG-Kurse üblich: mitten in der Nacht!) startete nach einer kurzen Einleitung das Fortbildungsprogramm mit Prof. Dr. Manfred Goeke von der DHBW Stuttgart, der über „Financial Behavior“ referierte. Hierunter versteht man eine Finanztheorie, die den Einfluss der


NEUE GRUPPE NEWS / Heft 36 / Herbst 2010

Psychologie auf die Entscheidung der Anleger und damit auf die Finanzmärkte untersucht. So soll unter anderem geklärt werden, warum es z.B. immer wieder zu „Masseneuphorien“ oder „Panikverkäufen“ kommt, die mit objektiven Analysemethoden nicht zu erklären sind und die teilweise zu Kursentwicklungen führen, die sogar entgegen der Markterwartung der Analysten verlaufen. Mit Hilfe von „Heuristiken“ wurden 12 klassische „Anlagefehler“ erläutert. „Welche Todesursache in den USA ist wahrscheinlicher? Von einem Hai angefallen oder von herabfallen Flugzeugteilen getroffen zu werden?“ Mit solchen Beispielen versuchte Prof. Goeke uns die psychologischen Gründe für menschliches, leider häufig aber „irrationales“ Verhalten und die daraus resultierenden Fehleinschätzungen und Anlagefehler plastisch vor Augen zu führen. Die Antwort lautete bei fast allen Befragten und natürlich auch bei uns: der Haiangriff, obwohl die Wahrscheinlichkeit von herabfallenden Flugzeugteilen getroffen zu werden ca. 30-mal größer ist. Langsam wurde uns klar warum Anleger beispielsweise oft zu riskofreudig sind wenn sie sich in einer „Verlustphase“ befinden und sich in einer Gewinnphase eher risikoscheu verhalten. Zusammen mit anderen Fehlern (z. B. rel. Bewertung von Gewinnen und Verlusten, Dispositionseffekt oder dem Streben nach Dissonanzfreiheit) kann dies dann dazu führen, dass schlechte Anlagen evtl. zu lange gehalten und gute Anlagen dafür zu früh verkauft werden. Das Ausmaß des psychologischen Einflusses auf die Entscheidungsfindung hängt zwar von der jeweiligen individuellen Bereitschaft ab, d.h. es gibt Unterschiede, je nachdem ob es

Kursberichte: Finanzplanung

11

sich um einen Bauch- Kopf- oder Herzmenschen handelt, aber leider sind auch bei den „Profis“ die oben genannten Einflüsse nicht unmaßgeblich beteiligt. Besonders erschreckend war für mich , dass gerade die „Broker“ leider eher „Bauchmenschen“ sind, was dann dazu führt, dass gerade in dieser „Schlüsselposition“ die Wahrscheinlichkeit psychisch oder emotional beeinflusster und dadurch natürlich oft auch falscher Entscheidungen deutlicher höher ist als z.B. bei den Analysten (eher Kopfmenschen) oder Anlageberatern (eher Herzmenschen). Mit dem Resümee, dass man sich trotz aller Psychologie einfach gut beraten lassen sollte, leitete Prof. Goeke dann zum nächsten Vortrag über. Der Titel des zweiten Vortrages lautete: „Finanzplanung ist Lebensplanung“ und wurde von Herrn Rolf Scheidt, Vorstand der Credo-AG, einer Tochter der Hoerner Bank AG, gehalten. Nach kurzer „Selbst- und Unternehmensdarstellung“ erläuterte uns Herr Scheidt die Unterschiede Provision und Honorar basierter Beratungen. Wie schon Herr Dr. Richter vor einigen Jahren, konnte auch er eindrucksvoll belegen, dass sich eine „Honorarberatung“ wegen der Unabhängigkeit des Beraters von Anbieter und Anlageform, sowie der i.d.R. deutlich günstigeren provisionsfeien Anlagetarife sowohl mittel- als vor allem langfristig sicher als günstiger herausstellt und damit das „Beratungshonorar“ schnell wieder einspielt. Seine Aussagen werden auch durch verschiedene Testberichte renommierter Organisationen (Zeit, Wiso, Warentest etc.) untermauert. Im Weiteren stellte Herr Scheidt dann den Ablauf einer solchen Beratung dar.


12

Kursberichte: Finanzplanung

Ähnlich wie schon von Herrn Dr. Richter (übrigens auch Mitglied in u. g. Verband) vor einigen Jahren vorgestellt, steht am Anfang zunächst einmal eine ordentliche Analyse der „IstSituation“ (Vermögen, Einkünfte und Verbindlichkeiten) und der Liquiditätserwartung für die Zukunft / das Alter. Daraus errechnet sich dann die „Deckungslücke“, die in aller Regel, und wie ich bei mir selbst auch erfahren musste, erschreckend hoch ist. Gemeinsam mit dem Mandanten muss dann versucht werden durch geeignete „Stellschrauben“ wie Trennung von unrentablen Anlagen, Diversifikation der Kapitalanlagen oder aber Reduktion der eigenen Erwartungen diese Lücke zu schließen. Der Einfluss von Inflation, Zinssätzen und Steuern auf die Bemühungen der Kapitalbildung wurden plastisch an Hand entsprechender Beispielberechnungen erläutert. Ebenso wurde eine Möglichkeit demonstriert die Renditen der eigenen oder von „Beratern“ angebotenen Kapitalanlagen mit dem sogenannten „Volksrechner“, einem speziellen Taschenrechner der Laufzeit, Zins und Zinseszins etc. berücksichtigt, nachzukontrollieren. Fazit: Egal wie und wo, lassen sie sich möglichst von einem unabhängigen Berater z.B. eines Mitgliedes des Verbundes deutscher Honorarberater beraten. Achten sie auf eine ihrem Anlagetyp entsprechende Streuung und berücksichtigen sie steuerliche bzw. inflationsbedingte Einflüsse. Nach dem gewohnt exzellenten Mittagsessen in der Rösselstub (übrigens ebenso wie alle „Pausensnacks und Getränke und auch dem Flammkuchenessen nebst Getränken im Kurspreis enthalten!) ging es dann gegen 14 Uhr mit Herrn Jürgen Herman seines Zeichens „Portfoliomanager“ und Geschäftsführer der Hoerner Vermögensverwaltung GmbH weiter. Sein Thema war: „Erfolgreiche Kapitalanlage & Vermögensverwaltung, Rückblick auf die Finanzkrise und Ausblick auf 2010“. Im Nachhinein, da waren sich alle Teilnehmer einig, sicher sowohl von der Präsentation, der Person des Referenten selbst als auch vom Inhalt eines wenn nicht sogar das Highlight der Fortbildung. Herr Herman erläuterte wie , wenn die Anlageentscheidung selbst erst einmal getroffen ist, das weitere Procedere ist. Dazu wurde zunächst das aktuelle Umfeld für Anlagen, die Entwicklung der Staatsanleihen, Rentenanlagen und deutschen Aktien seit 1970 bis heute dargestellt. Danach erklärte uns Herr Herman die verschiedenen Anlageformen (Aktien und Aktienfonds, Renten und Rentenfonds, Immobilienfonds, Rohstoffaktien und -fonds, Edelmetallaktien und -fonds usw.) sowie deren Stärken und Schwächen. Im Anschluss folgte dann die Anlagestrategie im Allgemeinen und die von Herrn Herman selbst angewendete im Speziellen. Ziel ist natürlich immer die Optimierung von Ertrag und Risiko (Asset Allocation, Portfoliooptimierung, Portfoliotheorie, Portfolio-SelectionModell, Cost Averige Effekt um nur einige Schlagworte zu nennen) um letztlich doch eine möglichst bessere Performance zu erzielen als der Markt. Hier ist besonders der Ansatz von Herrn Hermann hervorzuheben, der sich in der Bewertung / Ein-

schätzung der Anlagen nicht so sehr von den Prognosen der Analysten, oder der Person des jeweiligen Fondsmanagers leiten lässt, sondern primär von den 5-Jahresergebnissen einer Anlage. Hierbei wertet er die Ergebnisse der unterschiedlichsten Investments nach 1 und nach 6 Monaten sowie nach 1, 3 und 5 Jahren aus. Bei dieser Auswertung wir die sogenannte „Sharpe Ratio“, die das Verhältnis der Rendite zum Risiko beschreibt doppelt gewertet. Das bedeutet, dass er keine Anlage ohne „Vergangenheit“ anbietet bzw. empfiehlt und auf ein möglichst ausgewogenes, gutes Risiko / Rendite Verhältnis wert legt. Hier konnte er uns dann schon einige Tipps für weitere, zukünftige Investments geben, die nach seiner Analyse hier durchaus überproportional gut abgeschnitten haben. Leider darf ich die hier nicht nennen, da sie als „Insiderinfos“ natürlich ausschließlich für die Kursteilnehmer gedacht waren. Zum Abschluss des Tages erläuterte uns Herr Herman dann noch die Einflüsse der Zinsen und natürlich der Inflation auf die Anlagen und die daraus resultierenden Verluste an Geldwert. Im Anschluss daran stellte er dann die daraus resultierenden möglichen „Gegenmaßnahmen“ vor. Mit dem Hinweis auf den am nächsten Tag folgenden 2. Teil seines Vortrages endete der offizielle Teil des 1. Tages, wie immer ein wenig später als geplant. Nach kurzer Pause ging es dann zunächst ins Rathaus! Der Bürgermeister hatte nämlich Pit zu Ehren zu einem kleinen Sektempfang dorthin geladen, um sich beim Ehrenbürger Pit Beyer für dessen Engagement und seinen Vortrag über seine Flucht aus der DDR im letzten Jahr zu bedanken. Gut für uns, denn dabei erhielten wir dann, neben Kuchen und Sekt, aus berufenem Munde viele Informationen zur Historie von Lembach im Allgemeinen und dem Cheval Blanc im Speziellen, sowie eine kleine Broschüre über Lembach, seine Historie und die entsprechenden Rund- und Wanderwege. Pünktlich um 19 Uhr fuhr dann der Bus vor um ins in die gewohnte und von allen „Lembach-Veteranen“ geliebte Flammkuchenstube nach Pfaffenbronn zu fahren. Wie immer ein echt uriger Gaumenschmaus und, wie oben bereits erwähnt, incl. aller Getränke bereits im Kurspreis enthalten! Nach einem kleinen „Abschlußsacker“ wiederum traditionell bei Madelaine, endete der 1. Tag. Nach dem bewährt köstlichen Frühstück bei Madame Zimmermann ging es morgens wieder um 9 Uhr s.t. (also wieder mitten in der Nacht) mit Herrn Peter Beck (STB) sowie Frau Jasmin Möhlmann (RA) und ihrem Thema „Ruhestands- und Nachfolgeplanung rechtlich korrekt und steuerlich optimal“ los. Es war schon sehr erschreckend zu erfahren wie viel Konfliktpotential, Probleme und Handlungsbedarf das Erb- und das Steuerrecht für den Todesfall und / oder die Praxisübergabe an Familienmitglieder oder den Praxisverkauf an nichtverwandte Personen so bieten. Schnell wurde auf Grund der Komplexizität der Materie klar, dass auch hier eine individuelle Beratung durch Fachleute und klare testamentarische bzw. vertragliche Regelungen nötig sind um Ärger und / oder unnötige Steuern zu vermeiden. Nachdem uns ob so viel erbrechtlicher, gesetzlicher und steuerlicher Regeln gegen Mittag der


NEUE GRUPPE NEWS / Heft 36 / Herbst 2010 Kopf brummte, kam die Unterbrechung durch das Mittagessen, traditionell in Form eines „Buffets der Köstlichkeiten“ direkt vor Ort eingenommen, gerade Recht. Unnötig darauf hinzuweisen, dass die „Kleinigkeiten“ die uns da aus der Küche des Cheval Blanc kredenzt wurden, ebenso wie der dazu gereichte Riesling, hervorragend und von höchster Qualität waren. Überflüssig sicher auch der Hinweis darauf, das dies ebenfalls im Kurspreis enthalten war! Nach der Stärkung und einer kleinen Pause kam dann zur Krönung noch einmal Herr Herman zu Wort um uns unter der Überschrift: „Ausblick, Trends und Märkte“ die aktuelle Situation an den Finanzmärkten, die Trends, die Frage nach einer möglichen Inflation oder gar Deflation und die möglichen Auswirkungen auf die Investments zu analysieren. Das Fazit hier war: solange der Arbeitsmarkt und die Konjunktur vor allem in Amerika sich nicht erholt haben, ist aus seiner Sicht wohl nicht mit einer massiven Inflation zu rechnen. Die Einbeziehung von Sachwerten (Rohstoffe, Edelmetalle, Immobilien etc.) macht sicher einen Sinn. Ansonsten gilt: „es gibt keine Anlage, die in allen möglichen Szenarien gleichermaßen profitiert“ und daraus resultierend dann die Forderung nach „Diversifikation und Risikoüberwachung“. Damit endete dann um 15 Uhr der offizielle Teil der Fortbildung. Einige Mitglieder unserer Gruppe haben ja bereits, wie ich selber auch, im wesentlichen auf Grund früherer Fortbildungen und Analysen von und mit Dr. Jörg Richter ebenfalls in Lembach, schon verschiedenste Kapitalanlagen in ihrem Portfolio. Schön war es deshalb für mich feststellen zu können, dass diese Anlagen, auch nach den Erkenntnissen der beiden Tage, offensichtlich gut gewählt und die durch den Börsencrash verursachten Verluste Gott sei Dank eher unterdurchschnittlich waren. Etwas peinlich berührt war ich, als ich wieder zu Hause angekommen, beim prüfenden Blick in meine Unterlagen feststellen musste, dass ich von Herrn Hermann bereits einige Anlagen in meinem Portfolio befinden ohne dass mir dies in Lembach bewusst war. Gott sei Dank war ich mit dieser „Wissenslücke“ nicht alleine! Den Nachmittag nutzte dann jeder so wie er wollte. Entweder man fuhr nach Lobsan um seine Hausbar mit entsprechenden Destillaten aus dem Hause Hoeffler aufzufüllen, oder man erkundete ein wenig die Gegend oder aber man entspannte einfach nur durch Abhängen. Den krönenden Abschluss zu dem leider nicht mehr alle bleiben konnten oder wollten, dafür aber andere (Pits Tochter Katja und die Ehefrau von Dr. Bükers) extra anreisten, bildete dann das festliche Menü im Cheval Blanc. Hierzu kann ich, da ich mich nicht zu den wirklichen Gourmets zählen darf, nur feststellen: es war wie immer grandios sowohl in Bezug auf die hier dokumentierte hohe Kochkunst als auch auf das Ambiente. Gemessen am Preisniveau verschiedener deutscher „Fresstempel“ zeigt sich hier sicher ein sehr, sehr gutes PreisLeistungsverhältnis (ausgewogene „Sharpe Ratio“). Fazit: eine rund herum gelungene Fortbildung mit vielen neuen Erkenntnissen und heißen Tipps rund ums liebe Geld aber auch wieder mit einer tollen Stimmung unter den Teilnehmern. Ob der Grund dafür in der einzigartigen Landschaft und dem

Kursberichte: Finanzplanung

13

Lebensgefühl des Elsass zu suchen ist oder der etwas anderen Thematik dieser Fortbildungen zu verdanken ist vermag ich nicht zu sagen. Wahrscheinlich ist es ein bisschen von alledem. Jedenfalls ist es umso trauriger, dass zwar mit Eric Galler ein zukünftiger Kandidat aber mit Pit Beyer, Jürgen Menn, Brigitte Simon, Uli Gaa und mir nur fünf Mitglieder der Neuen Gruppe am Kurs teilgenommen haben. Ohne den unermüdlichen persönlichen Einsatz von Pit und Jürgen in der Akquise externer Teilnehmer wäre dieser Kurs wohl nicht zu Stande gekommen. Dafür und natürlich für die Organisation selbst vielen, vielen Dank euch Beiden! Es ist für mich nicht nachvollziehbar, warum bei Themen, die gerade die jüngeren und „mittelalten“ Mitglieder der Neuen Gruppe in besonderer Weise interessieren müssten, so wenig Resonanz zu verzeichnen ist. Vielleicht sollten sich alle, die noch nicht in Lembach waren, doch einmal prüfen, ob außer parodontalen, implantologischen, minimal invasiven oder microchirurgischen Fortbildungen von denen die Mehrzahl der Mitglieder unserer Gruppe sicher mehr als genug Kurse besucht hat und ja auch in Zukunft gerne weiter besuchen soll, nicht Platz ist für eine nicht zahnmedizinische Fortbildung im Jahr, bei der es aber um nicht minder interessante Themen geht und auch um das freundschaftliche und verbindende Miteinander der Kursteilnehmer. Zumindest sollte jeder einmal einen persönlichen Test in Lembach wagen. Wir alle befassen uns sicher deutlich mehr als 50-60 Std. in der Woche mit der Zahnmedizin, da muss doch einfach auch noch etwas Raum sein für andere Dinge des täglichen Lebens! Ich jedenfalls bin froh, dass mich Pit Anfang 2000 mit sanftem Druck zu meinem ersten Kurs überredet hat. Auch bei mir galt bis dahin Lembach als reine Ess- und Vergnügungsveranstaltung, die mir dafür einfach viel zu teuer erschien. Ich habe seither jedenfalls keine Fortbildung in Lembach verpasst und mein Urteil von damals sehr schnell korrigieren müssen! Lembach war jedes Mal hoch interessant und informativ und es war immer eine super Stimmung unter den Teilnehmern. Ich hoffe dieser Bericht führt zu einem gewissen „Umdenkprozess“ in unserer Gruppe, die doch sowohl von der Aktivität ihrer Mitglieder beim Besuch und in der Organisation eigener Fortbildungen, aber eben auch von der Freundschaft und Verbundenheit der Mitglieder untereinander lebt. Es wäre mehr als schade, wenn eine alternative Fortbildung wie Lembach auf Grund fehlender Teilnehmer aus den eigenen Reihen aufgegeben werden müsste!


14

Kursberichte: Fortgeschrittene Implantatsbehandlung mit Prof. Hämmerle

SCHWEIZER PERFEKTION! Fortgeschrittene Implantatsbehandlung mit Prof. Hämmerle 10. bis 12. Mai in Zürich

DR. CHRISTIAN VON SCHILCHER

Eine Gruppe aktiver Zahnärzte traf sich bereits am Montag vor der Frühjahrstagung auf dem Zürichberg in der legendären Universitäts-Zahnklinik Zürich. Schon der erste Eindruck war ein Zeugnis von Perfektion. Die Architektur der neuen Zahnklinik -ein Glaskubus der von allen Seiten seine Offenheit zeigt und von allen Seiten Einblicke gewährt- spiegelte diesen Eindruck wieder. Alle Mitarbeiter waren über das Maß hinaus bemüht uns ihr Behandlungskonzept vorzustellen. Das Behandlungskonzept: klar strukturiert, und wissenschaftlich fundiert. Genau wie die Architektur des Gebäudes: außen geradlinig und offen und innen praktisch und zweckmäßig. Die Fortbildung: von Montag 8:30 bis Mittwoch 17:00 Uhr. Keine Minute blieb ungenutzt und es kam keinerlei Langeweile auf. Es hat mich begeistert welch tolles Team uns in Zürich erwartet hat. Die Vielzahl der Referenten und Helfer stellten sich bei uns vor Antritt des Kurses vor. Das Team hat dann im weiteren Verlauf perfekt wie ein Schweizer Uhrwerk zusammen gearbeitet und uns in aller Hinsicht als gelungenes Vorbild gedient. Fachlich gesehen hat der Kurs uns einen Rundumschlag über die aktuelle Implantologie gegeben. Ich denke der Kurs hat die Erwartungen aller Teilnehmer vollends erfüllt. Für mich stellten sich folgende neue Strömungen in der Implantologie heraus: Prof. Hämmerle propagierte ein Umdenken bezüglich der Länge der Implantate. Nach der derzeitigen Studienlage empfahl er eher auf kürzere Implantate zurückzugreifen um auf-

wendige Konchenaugmentationen zu vermeiden. Die großen Augmentate bürgen in seinen Augen ein höheres Risiko des Implantatverlustes als die Verwendung von kurzen Implantaten mit geeigneten Oberflächen. In diesem Zusammenhang wurde die Diskussion aufgebracht über die Kombination von Implantaten und natürlichen Zähnen innerhalb einer prothetischen Rekonstruktion nachzudenken. Diese Rekonstruktionen wiesen zwar eine etwas schlechtere Langzeitprognose auf, sprach sich Herr Prof. Hämmerle für die häufigere Verwendung dieser gemischt getragenen Rekonstruktionen aus. Dies käme vor allem dann in Betracht wenn hierfür große augmentative Maßnahmen eingespart werden könnten. Auch über eine Extensionsbrücke auf Implantaten sei nachzudenken, um eine größere Augmentation zu umgehen. Dennoch ist höchste Vorsicht geboten, da bei diesen Konstruktionen doppelt so hohe Hebelkräfte wie Kaukräfte auf die Rekonstruktion wirken. Erneut wurde darauf hingewiesen nicht jeden fehlenden Zahn zwangsläufig durch ein Implantat zu ersetzen, sondern eine Inseration nur an strategisch wichtigen Positionen vorzunehmen. Neu war für mich auch die Definition von einphasigen und zweiphasigen Implantaten. Als einphasiges Implantat wurde ein Implantat bezeichnet, welches oberhalb der Gingiva mit einem Abutment verschraubt wird. Als einphasiges Implantat wird zum Beispiel ein klassisches Straumann Implantat (Tis-


NEUE GRUPPE NEWS / Heft 36 / Herbst 2010

suelevel) bezeichnet. Dem gegenüber gibt es zweiphasige Implantate, bei denen das Abutment auf Knochenniveau verschraubt wird (z.B. Straumann Bonelevel). Für mich war außerdem interessant, dass es bei der Verwendung von zweiphasigen Implantaten zu einer geringeren Knochenresorption an der Übergangsstelle von Implantat zu Abutment käme. Es wurden im Verlauf des Kurses evidenzbasierte Behandlungskonzepte vorgestellt: betreffend des Implantationszeitpunktes, des Zeitpunktes der Belastung und der Entscheidung wann eine weich- oder eine hartgewebliche Augmentationsmethode indiziert ist. Es wurden uns Ergebnisse präsentiert die Hoffnung machen, dass Oxidkeramiken sich weiter in der Zahnmedizin etablieren werden. Sowohl die CAD CAM Technik würde immer präziser, als auch der Werkstoff Zirkonoxid sei besser zu verarbeiten. Der Ausblick in die navigierte Implantologie hingegen scheint noch ausbaufähig zu sein. Wohingegen mich der Ausblick auf neue Membrantechniken in Form eines Gels neugierig gemacht hat und die Entwicklung solch neuer Augmentationstechniken sehr aufmerksam verfolgt werden sollte. Das Rahmenprogramm war ein weiteres Highlight. Am Montag wurden wir von Prof. Hämmerle in den Uniturm zum Dinner gebeten. Der Uniturm ist ein Wahrzeichen der Stadt Zürich und ragt am Zürichberg über die gesamte Stadt. Von dort oben hat man einen einmaligen Bick über die Stadt Zürich mit seinen schönen Kirchtürmen mit ihren wunderbaren gigantisch großen Kirchturmuhren die den Big Ben neidisch werden lassen.

Kursberichte: Prof. Hämmerle

15

Streift man seinen Blick weiter breitet sich der Zürichsee vor der Stadt aus und gibt den Blick frei auf die hochalpine Bergwelt des Kantons Graubünden. Der Aperitiv wurde auf dem Außenrundgang des Turms gereicht, sodass der faszinierende Blick bereits eine Einstimmung auf das Nachtmahl bot. Im Glas hatten wir einen herb, fruchtigen Wein aus der Region, welcher repräsentativ für die ganze Veranstaltung war. Es wurde nie die Bodenhaftung verloren, es wurde sich auf das alt bewährte besonnen, dieses jedoch raffiniert neu interpretiert und dargestellt. Das imposante Restaurant hoch über den Dächern der Stadt bot die Grundlage für eine Vielzahl an fachlichen Gesprächen, sei es zum Erfahrungsaustausch oder Diskussionen über die Evidenz unseres Handelns. Besonders möchte ich erwähnen, dass die Referenten geschlossen anwesend waren und jedem Rede und Antwort standen. Herzlichen Dank für diesen tollen Kurs!


16

Kursberichte: Dreidimensionale Diagnostik

Dreidimensionale Diagnostik und ihre Anwendung in der zahnärztlichen Praxis VON STEFAN SONNER

Dr. Raphael Borchard hatte zu einem Praxiskurs nach Münster eingeladen. An dem Samstag mit herrlichem Spätsommerwetter sollten wir in Münster in einer kleinen Gruppe die Möglichkeit bekommen, die Grundlagen der DVT-Technik und deren Relevanz für die einzelnen Fachgebiete in der Zahnheilkunde kennenzulernen. Nach der Begrüßung der Teilnehmer durch Dr. Borchard startete sein Mitarbeiter Dr. Friedrich Gockel mit einer Einführung in die Grundlagen der 3D-Bildgebung. Er stellte die grundsätzlichen Unterschiede zwischen CT und DVT dar. Anhand von klinischen Beispielen gingen die beiden Referenten nach dem theoretischen Teil durch das Indikationsspektrum der neuen Technik. Mit intraoperativen Bildern, DVT-Standbildern und Filmsequenzen zeigten sie die Nervlokalisation vor 8er-Entfernung, die dreidimensionale Beurteilung von Knochendefekten vor parodontalchirurgischen Eingriffen und die Ausdehnung von apikalen Läsionen vor Endodontie oder WSR. Dabei stellten sie die 3D-Aufnahmen dem OPTG und Zahnfilm gegenüber. Die Grenzen des DVTs wurden dabei ebenso deutlich. Kariesdiagnostik oder die Beurteilung von Zahnersatz ist auf den DVT-Aufnahme nicht möglich. Systembedingte Auslöschungsartefakte im Bereich von metallischen Objekten erschweren außerdem eine Kontrolle des Knochens um Implantate.

Die Referenten wiesen immer wieder auf die Unterschiede zwischen 2D- und 3D-Diagnostik hin. Selbst für in der 2D-Diagnostik erfahrenen Behandler ist ein aufwendiges Umlernen und Umdenken erforderlich. Nach dem ersten Vortragsteil und der Frühstückspause wurde uns das praxiseigene DVT vorgeführt und die Einstellungsmöglichkeiten erklärt. An den verschiedenen Praxisrechnern konnten wir dann unter Anleitung von Dr. Borchard und Dr. Gockel die ersten Schritte in der Befundung von DVT-Datensätzen machen. Dabei wurde uns klar, was Dr. Borchard mit seiner Bemerkung über die extrem flache Lernkurve bei der kritischen Beurteilung von dreidimensionalen Daten meinte. Im Anschluss an die Mittagspause bei westfälischer Kartoffelsuppe mit Würstchen sollten wir uns am Nachmittag mit der dreidimensionalen Implantatplanung beschäftigen. Dr. Gockel stellte zuerst die verschiedenen statischen und dynamischen Implantatplanungssysteme vor, um dann auf die statischen 3D-geplanten Bohrschablonen näher einzugehen. Anhang klinischer Beispiele wurde uns dann die Herstellung von laborgefertigten Bohrschablonen näher gebracht. Um die Zusammenarbeit zwischen Labor und Zahnarzt besser darstellen zu können, war inzwischen Zahntechnikermeister Richard Schindler vom Dental-Labor Borchard hinzugekommen. Somit hatten wir auch die Möglichkeit die nötigen Arbeitschritte von zahntechnischer Seite aus kennenzulernen.


NEUE GRUPPE NEWS / Heft 36 / Herbst 2010

Nach dem Vortragsteil und dem Kuchenbüffet waren wir wieder an der Reihe und konnten an Rechnern das Planungsprogramm coDiagnstiX unter Anleitung von Dr. Borchard und Dr. Gockel selber testen. In seiner Zusammenfassung stellte Raphael Borchard die höhere Planungssicherheit des chirurgischen Eingriffs und die höhere Vorhersagbarkeit des prothetischen Ergebnisses als Hauptvorteile der 3D-Planung heraus. Aus strahlenhygienischen Gründen sollte dabei in der zahnärztlichen Radiologie das DVT gegenüber dem CT bevorzugt werden.

Kursberichte: Dreidimensionale Diagnostik

17

Neben diesen objektiven Faktoren sind die mehr subjektiven Argumente wie Visualisierung und ein erhöhte Sicherheitsgefühl für den Patienten nicht zu vernachlässigen. „Erst grübeln, dann dübeln“ mit dem Satz von Heinz Erpenstein, dem Ehrenmitglied der Neuen Gruppe und seinem ehemaligen Partner, schloss Raphael Borchard diesen überaus informativen Samstag in Münster mit netten Kollegen.

NEUE GRUPPE NEWS - Heft 36 - Herbst 2010  

TRADITION+INNOVATION

Read more
Read more
Similar to
Popular now
Just for you