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www.convenienceshop.de

2020

hp - 24.03.2020 07:24

ISM SHOWSTARS FEUERWERK DER INNOVATIONEN

HANDEL UND WANDEL TOTAL STARTET MIT BONJOUR DURCH SCHWEIZ Interview mit Migrol-Chef Daniel Hofer

EUROSHOP Wanzl und Tegut testen den Mobiliy Store

TABAKWAREN Industrie setzt auf Produkt, Packaging, Platzierung und Preis


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EDITORIAL

Unterstützen Sie Ihre Kunden! In dieser Ausgabe haben wir darauf verzichtet, Sie mit vermeintlichen Tipps im Umgang mit dem CoronaVirus zu versorgen. Die prasseln ohnehin schon zahlreich auf Sie ein! Und Sie wissen bestimmt, wie Sie jetzt Vorsichtsmaßnahmen treffen können. Ich will stattdessen einfach die Gelegenheit nutzen, noch einmal darauf hinzuweisen, dass der Begriff Convenience nicht einfach eine „Terminus Technikus“ ist. Er zielt im Kern darauf, den Menschen die Erfüllung ihrer täglichen Konsumwünsche so schnell, bequem und angenehm wie möglich zu gestalten. Kümmern Sie sich bitte jetzt besonders um die Sorgen und Nöte Ihrer Kunden und nutzen Sie den direkten Kontakt, wenn es gewünscht ist! Lekkerland-Chef Patrick Steppe hat vor einiger Zeit den englischen Begriff „Enabler“ in dieses Geschäft eingeführt. Ein „Enabler“ ist aus meiner Sicht jemand, der die Bedürfnisse und Möglichkeiten seiner Kunden erkundet, ihnen entsprechende Angebote macht, aber darüber hinaus konkrete Unterstützung anbietet. Das ist das Gebot der Stunde, nicht nur für die Convenience-Branche.

Bleiben Sie gesund! Hans Jürgen Krone hansjuergen.krone@lp-verlag.de

Fotos: Dr. Eckert, Aral Luxembourg, Carsten Hoppen

brandaktuell

Mal zu, mal auf

App: Mehr Wein und Süßes

Shops in Luxemburg

Einen Tag nachdem die Bahnhofsbuchhandlung Ludwig am Leipziger Hbf. vom Ordnungsamt geschlossen wurde, durfte sie am 24.3. ohne Buchabteilung wieder öffnen.

Die Einkaufs-App Bring hat die Einkäufe der Deutschen in den letzten Wochen analysiert: Es wird mehr gekauft, in fast allen Produktkategorien. Klare „Gewinner“ sind Konserven, gefolgt aber auch von Bier, Wein und Süßwaren.

Luxemburger Kunden kaufen in der Virus-Krise gerne Food in den kleinen Tankstellen-Shops ein. Das meldet das „Luxemburger Wort“. Einbußen gab es beim Treibstoff.

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hp - 19.03.2020 13:07

EINVIERTELJAHRHUNDERT

TEILEN SIE IHRE STORY! Bei unserem Jubiläum spielen Sie die Hauptrolle! convenienceshop.de /jubilaeum

Mediaberatung: Birgit Schuld, Telefon: 02631 879-143, E-Mail: cs.mediainfo@lp-verlag.de, convenienceshop.de/jubilaeum, lp-verlag.de

7 2018


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INHALT

CON 2 VENI ENCE SHOP

2020

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NEWS

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06 World of Sweets Onlinehändler verbucht Plus im Januar und Februar 07 OMV Deutsche Stationen stehen derzeit zum Verkauf

SHOW STAR

08 Uniti Expo auf 2021 verschoben 08 Meyer Quick beliefert Hans in Glück

Messe-

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World of Convenience

HANDEL

New

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Pick me Micro-Market-Test mit Tesla

20 Für Frankfurter Catering im Stadion 22 Euroshop Tegut und der Mobile Store

E-Shops 26 Flaschenpost Lieferant aus Münster

TITELSTORY

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me

co

C-Shops 12 Migrol Daniel Hofer über Migrolino

rb

y Con venien

h ce S

op

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28 Fachtagung Handel und Wandel

Fotos: Microlino, Getty Images, Zebra Technologies

Total startet mit neuem Bonjour-Format durch

INDUSTRIE 30 Neue Produkte 38 Tabakwaren Genuss und Gesundheit 46 Internorga Messe im Heft 50 Showstars Neuheiten-Feuerwerk

STANDARDS 03 Editorial 65 Impressum convenienceshop 2/20

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NEWS

BRAN CHEN NEWS

2 2020

Das Shop-Angebot von BP wird im Laufe dieses Jahres um das neue Frische Sortiment von AH To-go erweitert.

Niederlande: BP macht mit Albert Heijn auf To-go

Zweistelliges Plus bei World of Sweets Deutschlands größter Online-Versender für Süßwaren, World of Sweets, wächst weiter. Das Unternehmen erwirtschaftete 2019 einen Umsatz von 19,5 Millionen Euro, 16 Prozent mehr als im Vorjahr. Das EBIT stieg auf eine Million Euro. Markus Heide (Foto), Gründer und alleiniger Geschäftsführer, kommentierte: „Ich habe von Anfang an die Weichen gestellt, um das Geschäftsmodell aus eigener 6

Kraft zügig skalieren zu können.“ Dass habe dazu geführt, dass World of Sweets seit 2004 in allen Bereichen stetig wachse. Seit 2014 gibt es auch Müsli, Kaffee und Tee. „Wir gehen in die Breite“, beschreibt Heide seine Sortiments-Politik. Heute seien über 10.000 Produkte im Angebot. Dazu gehört auch, dass er Anregungen von Kunden aufnimmt, die im Ausland Produkte entdeckt haben, die sie künftig auch zu

Hause genießen wollen. Ein weiterer Trend seien personalisierte und individuell zusammenstellbare Produkte und Mischungen. Für das Jahr 2020 plant Markus Heide ein starkes Wachstum. Für die ersten beiden Monate zeichnete sich bereits ein 20-prozentiges Umsatzplus ab. 2004 eröffnet, stieg die Nachfrage schnell und die Produktpalette wurde erweitert, um Süßes und Salziges aus dem In- und Ausland.

Künftig häufiger in den Niederlanden zu sehen: BP-Tankstelle mit AH To-go.

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Fotos: Albert Heijn, World of Sweet, OMV, BmD

Im Januar und Februar 2020 legte der Umsatz des Online-Händler um 20 Prozent zu, so Gründer und Geschäftsführer Markus Heide.

BP und Albert Heijn weiten ihre Convenience-Kooperation in den Niederlanden aus. „Die Erweiterung der Partnerschaft folgt auf eine erfolgreiche Pilotphase, die 2016 gestartet wurde und in der Albert Heijn an acht BP-Einzelhandelsstandorten „To go“-Läden anbietet“, sagt die Mineralölgesellschaft. Kunden wird hier eine große Auswahl an frisch zubereiteten Speisen und Getränken geboten, darunter Kaffee in Barista-Qualität, Sandwiches, Salate, Croissants und Snacks sowie frische Obst- und Gemüsesäfte. Das bestehende Shop-Angebot von BP wird im Laufe dieses Jahres um das neue Sortiment erweitert, das sich auf das Netzwerk firmeneigener Einzelhandelsstationen konzentriert. „Diese Zusammenarbeit mit BP passt nahtlos zu unsere Wachstumsstrategie. Wir wollen überall für unsere Kunden da sein.“ Das gelte für die Supermärkte, aber auch für unterwegs, zum Beispiel in Krankenhäusern, an Bahnhöfen, Hochschulen und an Tankstellen, sagt Marit van Egmond, CEO von Albert Heijn. „Mit Albert Heijn Togo an unseren Einzelhandelsstandorten erfüllen wir eine wachsende Nachfrage nach Komfort und bieten ein breites, innovatives Angebot. Die Partnerschaft mit Albert Heijn untermauert die Umsetzung unserer Strategie, unser Convenience-Angebot weltweit zu erweitern“, sagt Ruben Beens, CEO von BP Nederland.


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hp - 25.03.2020 11:40

OMV will ihre deutschen Tankstellen verkaufen

Vom Münsterland bis in den Ostalbkreis Erneut hat die Bundesvereinigung multifunktionaler Dorfläden (BmD) während der Internationalen Grüne Woche in Berlin drei Bürgerläden aus Bayern, Baden-Württemberg und Nordrhein-Westfalen ausgezeichnet. Vergeben wurde der Award „Dorfläden des Jahres 2020“ in zwei Kategorien. In der Kategorie „kleine Dörfer“ wurde mit der 2010 gegründeten „Unser Laden“-Bürgergenossenschaft Welbergen ein besonderer Dorfladen aus dem Münsterland prämiert. In der Kategorie „große Dörfer“ kam es un-

ter mehreren Bewerbungen an der Spitze zu einer Punktgleichheit. Deshalb wurden in diesem Jahr mit dem Dorfladen Haag an der Amper aus dem Landkreis Freising und dem Dorfladen Großdeinbach im Ostalbkreis gleich bür-

gernahe Läden ausgezeichnet. Seit 2013 vergibt die BmD auf der Berliner Ernährungs-Messe diese Auszeichnung an besondere Dorfläden, die „von Bürgern für Bürger“ als Selbsthilfeeinrichtungen betrieben werden.

Drei Dorfläden in zwei Kategorien wurden in Berlin ausgezeichnet.

Die österreichische Mineralölgesellschaft OMV überraschte Mitte März damit, dass sie plant, ihr gesamtes Tankstellen-Geschäft in Deutschland zu verkaufen. Der Verkaufsprozess sei gestartet. Unter ihrer Künftig wohl nicht mehr in eigenen Marke betreibt Deutschland zu sehen: OMV-Tankstellen. die Konzerntochter OMV Deutschland ein Netz von 287 Tankstellen im süddeutschen Raum, mit Schwerpunkt in Bayern und Baden-Württemberg. 195 davon mit Shops der Marke Viva Genusswelt. Mit der möglichen Veräußerung des OMV Tankstellen-Geschäfts in Deutschland, wolle die OMV ihr Portfoliomanagement in Richtung eines nachhaltigen und profitablen Wachstums vorantreiben, so das Unternehmen. Neben Kraftstoffen werden an den Stationen zahlreiche Produkte und lokale Dienstleistungen angeboten.

11€ MIT NOCH MEHR INHALT Rauchen ist tödlich


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hp - 25.03.2020 11:41

NEWS

people Jonathan Green ist neuer Geschäftsführer von Juul Labs für Deutschland und Schweiz. Er soll ergänzend zu seiner Rolle als General Manager Schweiz die Verantwortung für das Geschäft in Deutschland übernehmen und Markus Kramer ersetzen. Dieser hat sich laut einer Pressemeldung entschieden, Juul zu verlassen, um eine neue berufliche Herausforderung anzunehmen.

Phil Rumbol, 53-jähriger Brite, der zuletzt der Markenagentur MullenLowe tätig war, wird zum 7. April 2020 CEO von Bahlsen. Das Unternehmen setzt damit erstmals auf einen Firmenchef, der nicht zur Unternehmerfamilie gehört. Rumbol folgt auf Werner M. Bahlsen, der sich 2018 als Vorstandschef zurückgezogen hatte. Miterbin und Tochter Verena Bahlsen wird laut Unternehmen als aktive Gesellschafterin eingesetzt.

Torben Nielsen übernimmt ab Anfang Juni 2020 die Geschäftsführung von PepsiCo Deutschland, Österreich und Schweiz. Er folgt in dieser Rolle auf Tom Albold. Dieser ist seit Anfang April innerhalb des Konzerns zum Vice President Sales Organized Trade Europe aufgestiegen. Er bleibt bis zum Juni interimistischer General General Manager DACH des Unternehmens.

Cornelius Everke wird gegen Ende des Jahres 2020, nach einer Übergangsphase, die Mitte April beginnen soll, Geschäftsführer von Burger King Deutschland, Bis zum Ausscheiden von Carlos Baron aus dieser Position soll Everke gemeinsam mit ihm die Geschäftsführung fortführen. Everke war zuletzt CEO des Gastro-Unternehmens Vapiano. Davor war er als CEO DACH von SSP-The Food Travel Experts tätig.

Jens-Christian Senger ist seit Anfang März dieses Jahres neuer Vorstandsvorsitzender der Exxon Mobil Central Europe Holding GmbH und der Esso Deutschland GmbH. Er folgt damit auf Florian Barsch, der die Gesellschaften seit Mitte 2016 lenkte und seinerseits jetzt auf eine neue Position bei Exxon Mobil in den USA berufen wurde.

Yvon Guérin, der derzeitige Geschäftsführer des Bereichs Bakery Products von Vandemoortele, wird ab Anfang Juli 2020 die Nachfolge des aktuellen CEO Jules Noten antrete. Noten verabschiedet sich nach acht Jahren von dem Unternehmen, bei dem er unter anderem den Geschäftsbereich Bakery Products wieder auf Wachstumskurs gebracht hat. Auf seine Initiative hin entstand auch das Food Experience Center in Gent.

Der Marktführer im Segment Premium-Burger Hans im Glück und Meyer Quick Service Logistics (QSL) arbeiten auch in den kommenden fünf Jahren zusammen. Die Partner haben den Vertrag im Februar unterzeichnet. Er läuft bis 2025. QSL übernimmt weiterhin den operativen Einkauf sowie die Bündelung, Lagerung und Distribution sämtlicher Waren für die Münchner SystemgastronomieKette. Der Friedrichsdorfer Logistikdienstleister versorgt die Restaurants mit allen Waren nach dem One-StopShop-Prinzip. Neben den deutschen Filialen betreut die QSL die Restaurants in Österreich und der Schweiz. „Hans im Glück plant, in weiteren europäischen Märkten zu wachsen. Wir bieten die nötige Infrastruktur und Expertise dafür,“ erklärt QSL-Geschäftsführer Florian Entrich.

Neben den deutschen Filialen betreut die QSL auch Restaurants in Österreich und der Schweiz.

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Uniti Expo wird auf 2021 verschoben

Die Messe für die Tankstellen-Branche soll vom 9. bis 11. Februar 2021 stattfinden.

Die Uniti-Expo findet nicht im Juni 2020 statt. Grund sind die Geschehnisse rund um die Verbreitung des Coronavirus SARS-CoV-2 in Deutschland und Europa sowie der Prognosen zur weiteren Entwicklung der Pandemie. Deshalb haben die Verantwortlichen der Uniti Expo, wie so viele andere auch, den Entschluss gefasst, den Messetermin für die nächste Uniti Expo in Stuttgart 2020 abzusagen. Die Messe für die Tankstellen-Branche soll stattdessen vom 9. bis 11. Februar 2021 stattfinden. Über aktuelle Entwicklungen, auch rund um diese neu geplante Messe, berichtet Convenience Shop weiterhin aktuell. convenienceshop 2/20

Fotos: Bahlsen,Uniti Expo, Klaus Ohlenschläger, Stefan Mugrauer,Hans im Glück, Esso, PepsiCo, Juul, Vandemoortele

Meyer Quick beliefert Hans im Glück


ConvenienceShop/2/2020/CS_2020_02 - Seite 9

hp - 25.03.2020 11:41

Sprint bietet jetzt umweltgerechteren Diesel an.

shortnews Die Karlsberg Brauerei will die Licorne Gruppe (Brasserie Licorne, Karlsbräu CHR und Saverne Transport) an UI Gestion verkaufen. Das Unternehmen legt seinen Fokus weiterhin verstärkt auf die Marken der Karlsberg Brauerei (Karlsberg und Mixery) und der Mineralbrunnen Überkingen-Teinach.

Sprint: Diesel wird klimafreundlicher Mit Diesel Protect25 präsentiert Sprint erstmals einen neu entwickelten Diesel-Kraftstoff, der ohne Umrüstungen von jedem Diesel-Fahrzeug getankt werden könne und die CO2-Emissionen um mindestens 25 Prozent gegenüber rein fossilen Diesel-Kraftstoffen reduziere. Das teilte das Unternehmen kürzlich mit. Der neue Kraftstoff sei das Ergebnis jahrelanger Forschungsarbeit im Bereich alternativer, nachhaltiger und klimafreundlicher Kraftstoffe. Mit einem „optimal abgestimmten Anteil an pflanzlichen Ölen (hydriertes Pflanzenöl, engl. hydrotreated vegetable oil, kurz: HVO)“ repräsentiere Diesel Protect25 den ersten Kraftstoff einer nächsten Generation, sagt Sprint. Das sei nicht nur „gut für den Motor, sondern noch besser für unsere Umwelt“, so das Unternehmen weiter. Diesen neuen Kraftstoff können die Kunden an den Berliner Sprint-Tankstellen in der Kniprodestraße und der Potsdamer Straße tanken. Weitere Verkaufs-Standorte sind laut Unternehmen in der Planung.

Die Störtebeker Braumanufaktur in Stralsund hat 2019 ihren Umsatz kräftig gesteigert. Inhaber Jürgen Nordmann sagte, man blicke auf ein sehr gutes Jahr zurück. Zahlen nannte das Unternehmen nicht. Umsatzsteigerungen gebe es bei den Klassikern und auch bei Spezialitäten und den Bio-Bieren. Zunehmend gefragt sei auch alkoholfreies Bier. Die Heintz van Landewyck GmbH in Trier hat am 1. April 2020 von der Snus AG, einem der führenden Hersteller von Smokefree-Produkten aus Assens in Dänemark (Ink, Sirius, Shiro Nikotin-Pou-

ches) den Deutschland-Vertrieb übernommen. Der Branchenverband Bund Getränkeverpackungen der Zukunft hat die gesetzliche Mehrwegquote von 70 Prozent kritisiert. Bei der Quote würde mit den dadurch zunehmenden Leergut-Fahrten das LKW-Aufkommen für den Getränkebereich um 37 Prozent ansteigen. Das seien 2850 LKW mehr jeden Tag. Umgerechnet käme das einer Menge von 400. 000 Tonnen CO2 gleich. Bei Vapiano ist laut einer Mitteilung von Ende März, „aufgrund des drastischen Umsatz- und EinnahmenRückgangs in Zusammenhang mit der COVID-19-Krise der Insolvenzgrund der Zahlungsunfähigkeit eingetreten. Der Vorstand sei daher nach der Rechtslage verpflichtet, ohne schuldhaftes Zögern, spätestens aber innerhalb von drei Wochen, den Antrag auf Eröffnung eines Insolvenzverfahrens zu stellen.


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hp - 25.03.2020 11:42

NEWS

Corona und Convenience Die Convenience-Branche gehört zu denen, die den Pandemie-Alltag in Deutschland am Laufen halten. Wichtig ist, dass Mitarbeiter und Kunden so sicher wie möglich sind und die Ware in die Shops geliefert wird. Convenience Shop informiert die Branche auch auf seiner Homepage und auf seiner Facebook-Seite.

Die Convenience-Branche hat durch die drohende Pandemie ebenso zu kämpfen, wie viele andere Branchen. Zwar müssen und dürfen die meisten Shops in Deutschland, ebenso wie die in Italien, Österreich und in allen anderen stark betroffen Ländern, weitgehend weiter öffnen. Aber mit Verlusten, insbesondere bei Shops in Bahnhöfen, an Autobahnen und Flughäfen, wegen der stark eingeschränkten Mobilität, ist zu rechnen. Insgesamt wird damit aber auch eindeutig klar, welche gesellschaftliche Relevanz die Convenience-Vertriebskanäle national und weltweit haben. Öffnen mit Risiko Doch wer weiter öffnen darf, steht auch in der Verantwortung: Das Risiko für die Gesundheit von Kunden und Mitarbeitern ist zu minimie10

ren. Hier wird nach dem Eindruck der Convenience-Shop-Redaktion sehr verantwortungsvoll gehandelt. Mit Vorsicht und Hygiene lassen die Betreibergesellschaften und Einzelbetreiber die großmöglichste Sorgfalt walten. Für die Shops ist es natürlich ganz entscheidend, dass sie weiterhin zuverlässig mit Ware beliefert werden. Auf Anfrage von Convenience Shop teilte der Convenience-Großhändler Lekkerland am 20. März 2020 dazu mit: „Lekkerland versorgt auch in der aktuellen Krisensituation seine Kunden, darunter Tankstellen-Shops, Kioske, Convenience-Stores, Bäckereien und Lebensmitteleinzelhändler, zuverlässig mit Produkten für den Unterwegskonsum. Dazu zählen beispielsweise Kaffee, Snacks und Getränke.“ Patrick Steppe, Vorstandsvorsitzender der Lekkerland SE & Co.

KG.: „Wir verzeichnen aktuell keine Lieferschwierigkeiten. Die eingehenden Aufträge können verarbeitet und unseren Kunden zugestellt werden“. Das Unternehmen stehe in engem Austausch mit seinen Lieferanten, um mögliche Lieferengpässe frühzeitig zu erkennen, darauf reagieren und bei Bedarf seine Kunden informieren zu können. „Dass die Corona-Krise bisher keine Auswirkungen auf die Belieferung habe, verdanke das Unternehmen „dem außergewöhnlichen Einsatz unserer Mitarbeiter“, so Steppe weiter. Gleichzeitig habe Lekkerland frühzeitig auf die Krise reagiert und gehandelt. Jeder Mitarbeiter, bei dem es möglich ist, sei angehalten, im Homeoffice zu arbeiten. In den Logistikzentren und bei der Auslieferung sind unter anderem strikte Hygienemaßnahmen eingeführt worden. Ein Krisen-Reaktionsteam prüfe regelmäßig diese Maßnahmen auf Anpassung, so das Unternehmen. Währenddessen hat die Vereinigung Deutscher Autohöfe, VEDA, in einem offenen Brief an ihre Mitglieder, darum gebeten, die Versorgung der LKW-Fahrer in der Corona-Krise soweit es möglich sei, aufrecht zu erhalten. Auch wenn die Regelungen in den verschiedenen Bundesländern eine Öffnung der Gastronomie nicht zuließen, bat der Verband, ein Angebot an To-go Speisen für die Lkw-Fahrer bereit zu halten und Zugang zu den Sanitäranlagen zu gewährleisten. Die Lkw-Fahrer seien eine wesentliche Stütze der täglichen Versorgung. Auch die Tankstellen im Tank & Rast Servicenetz stehen Reisenden weiterhin zur Verfügung, einschließlich der Shops mit ihrem gastronomischen Angebot aus warmen und kalten Snacks sowie Getränken, teilte das Unternehmen mit. E-Zigaretten und Bier Besorgt zeigten sich die Verbände der E-Zigaretten-Branche über die erforderliche Grundversorgung ehemaliger Raucher. Diese sei nicht immer gewährleistet. Sie appellierten, die E-Zigarettenfachhändler in die Ausnahmen der Schließungsverfügungen aufzunehmen. Philip Morris hingegen gab bekannt, seine Iqos-Shops währen der Krise dicht zu machen. Von der Schließung von Restaurants und Kneipen ist die deutsche Braubranche stark betroffen. Veltins spricht von einem „historischen Einschnitt“ und hat seinen Außendienst zurückgezogen. Convenience Shop hält die Branche über alle Entwicklungen aktuell auf dem Laufenden: convenienceshop.de und facebook.com/ convenienceshopmagazin convenienceshop 2/20


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WORLD of Convenience

1 JAPAN

TOKYO Die East Japan Railway eröffnete am Bahnhof Tokio das „Japan Rail Café“. Es dient als Location für ausländische Besucher und bietet saisonale Informationen. Im Café werden saisonale japanische Speisen und Getränke offeriert, beispielsweise „Ekiben“ Lunchpakete und Spezialitäten, die unter Aufsicht des japanischen Teeproduzenten und -händlers „Senchado Tokyo“ exklusiv für das Café zubereitet werden. In dem Café werden Besucher zudem angeleitet, wie man zusammen mit jeder Mahlzeit japanischen Tee genießt.

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2 5

1

3

WORLD of CONVENIENCE Fotos: East Japan Railway, Amazon go, Stefan Mugrauer, El Corte Inglés, Deliveroo

KURZ BERICHTET VON INTERNATIONALEN CONVENIENCE-MÄRKTEN

2 USA

3 USA

SEATTLE

IRVING

Amazon hat seine Technik zum Einkaufen ohne Kassen erstmals in einen größeren Supermarkt gebracht. Das neue Lebensmittel-Geschäft in Seattle hat eine Fläche von gut 960 Quadratmetern und ist damit etwa fünf Mal so groß wie die bisherigen Läden unter der Marke Amazon Go. Die Größe der Ladenfläche sei kein Problem mehr, betonte der zuständige Amazon-Manager Dilip Kumar. In den Amazon-Go-Läden nehmen die Kunden Artikel aus dem Regal und verlassen das Geschäft. Der Preis wird per App abgebucht.

7-Eleven testet in Irving, Texas, einen kassenlosen Store à la Amazon Go. Das 65 Quadratmeter große Geschäft steht während der Pilotphase nur 7-Eleven-Mitarbeitern zur Verfügung. Anhand einer App können die Kunden den Laden betreten, einkaufen und die Bezahlung vornehmen. Die Einführung neuer Filialtechnologien bei 7-Eleven-Mitarbeitern habe sich als sehr produktive Methode zum Testen und Lernen erwiesen, bevor sie einem breiteren Publikum vorgestellt würden.

4 NIEDERLANDE

AMSTERDAM Die AH To Go Convenience-Stores an niederländischen Bahnhöfen dürfen bald keine Tabakwaren mehr verkaufen. Der Schritt sei Teil eines Maßnahmenpakets der niederländischen Eisenbahnen, das das Rauchen unterbinden soll. Albert Heijn verfügt über 45 Filialen an niederländischen Bahnhöfen, die von der Bahn als Franchisegeber betrieben werden. Nun wurde beschlossen, dass der Tabakverkauf an den Bahnhöfen eingestellt wird, weil das Rauchen an Bahnstationen inzwischen verboten ist.

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5 SPANIEN

MADRID El Corte Inglés und Deliveroo sind kurz davor,eine Vereinbarung abzuschließen, wonach der britische Online-Lieferdienst Fertiggerichte für die spanische Warenhauskette zustellt. Wie die Zeitung Expansion berichtet, ist das Bündnis vor dem Abschluss. Beide Unternehmen würden den Test von einem El Corte Inglés-Lagerhaus in Madrid aus starten, aus dem die fertigen Speisen von den Deliveroo-Fahrern ausgeliefert werden. Verläuft der Test positiv, soll der Service auf alle El-Corte Inglés-Standorte ausgedehnt werden.

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„BEDEUTENDE GATTUNG IM SCHWEIZER DETAILHANDEL“ 12

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Fotos: Migrol, Daniel Hager Photography, Jonas Kuhn

Die Migrol-Tankstellen in der Schweiz sind heutzutage gut aufgestellt.

Die Migrol ist 1954 von Gottlieb Duttweiler in der Schweiz gegründet worden. Mitte der 90er war sie in Sachen Convenience schon gut aufgestellt. Zum Jubiläum von CS ein Update der Story von 1995. INTERVIEW HANS JÜRGEN KRONE

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Schon früh im Gründungsjahr von Convenience Shop, in der zweiten Ausgabe, kümmerte sich die Redaktion auch um den Schweizer Tankstellen- und ConvenienceMarkt. Mit der Vorreiter-Rollen bei der Einführung von bleifreiem Benzin beispielsweise, hatte sich die Mi-

grol in diesem Markt gut etabliert. Damals wurden aber noch keine Migros-Eigenmarken verkauft und man hatte noch Bedenken, dass zu viel Werbung für das Angebot der Tankstellen-Shops , das Gewerbeaufsichtsamt auf den Plan rufe. Schon damals sprach die Redaktion 13


ConvenienceShop/2/2020/CS_2020_02 - Seite 14

von CS mit dem „für Tankstellen und Betriebe zuständigen Denker und Lenker“ Daniel Hofer. Dieser ist als Unternehmensleiter nach wie vor an Bord und war im Jubiläumsjahr von Convenience Shop gerne zu einem Update bereit. Herr Hofer, als wir Sie 1995 interviewten, hatte die Migrol als Tochterunternehmen der Migros 150 Tankstellen mit Shops. Die Shops hatten Größen von 20 bis 100 Quadratmetern. 34 Objekte waren Eigenbetriebe. Was sind seitdem die wichtigsten Entwicklungslinien bei den Migrol-Tankstellen?

Hofer: Heute befinden sich immer noch rund 150 Tankstellen mit Shop in unserem Tankstellennetz, 100 davon sind jedoch Convenience Stores von Migrolino, der Schwestergesellschaft aus der Migros-Gruppe. Diese Tankstellen werden im Franchisesystem und nicht mehr als Filialbetriebe mit Migrol-Personal betrieben. Was sind die Veränderungen im Schweizer Tankstellenmarkt?

Die Bedeutung der Convenience Stores, also der kleinen Supermärk14

Der Blick in moderne Migrolino-Shops zeigt eine sehr ansprechende Verkaufsstelle mit viel Frische.

„Die Bedeutung der Convenience Stores hat massiv zugenommen.“ DANIEL HOFER, MIGROL

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te an den Tankstellen, hat massiv zugenommen. Der ConvenienceMarkt an Hochfrequenzlagen wie Bahnhöfen oder Tankstellen ist eine vollwertige und bedeutende Gattung im schweizerischen Detailhandel geworden. Wie haben sich die Shop-Sortimente entwickelt. Damals gab es ein Grundsortiment von 4.000 Artikeln, das dann noch durch regionale Angebote angereichert wurde. Wie ist das heute?

Diese Zahl hat sich in den Convenience Stores stark ausgeweitet. Im Gegensatz zu früher gibt es vielmehr saisonale Produkte, Frischwaren und Gastroprodukte. Die Gesamtsortimentsliste umfasst rund 20.000 Artikel, wenn auch nie alle Artikel gleichzeitig in den Läden verfügbar sind. Damals haben wir bereits darüber gesprochen, dass Sie gerne die in der Schweiz sehr beliebten MigrosEigenmarken ins Geschäft integrieren wollen, was sich aber schwierig gestaltete. Was wurde später aus diesem Wunsch?

Mit dem Migrolino-Konzept wurde dieser Wunsch Wirklichkeit. In jedem Migrolino-Shop besteht ein wichtiger Teil des Sortiments aus Migros-Produkten. Sie sprachen sich damals gegen zu viel Werbung für die Shops aus, weil diese gerade auch für den Shop-Bereich das Gewerbeaufsichtsamt auf den Plan locke, da nur bestimmte Artikel außerhalb der gesetzlichen Öffnungszeiten verkauft werden dürften. Hat sich diese Situation entspannt?

Die Ladenöffnungszeiten wurden inzwischen teilweise liberalisiert und an einfachere Kriterien geknüpft als die Sortimentsauswahl. In vielen Kantonen gibt es für Tankstellen-Shops mit langen Öffnungszeiten Begrenzungen der Verkaufsfläche, beispielsweise 100 oder 120 Quadratmeter. Andere Kantone sind vollständig liberal und kennen für keine Ladenart Einschränkungen der Öffnungszeiten wie etwa Baselland oder Zürich von Montag bis Samstag. Beschränkungen gibt es aber von Seiten des Arbeitsrechts für angestellte Mitarbeitende. convenienceshop 2/20

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Welche Sortimente stehen bei Ihnen aktuell besonders im Fokus, oder ist es bei den Schwerpunkten Zigaretten, Zeitschriften, Süßigkeiten und Getränken geblieben?

Presseerzeugnisse sind eher rückläufig, Tabak ist weit gehend gleich bleibend. Dagegen haben die Umsätze mit Lebensmitteln und Haushaltprodukten, also Food und Near Food, massiv zugenommen, so dass die großen Shops ihren Umsatz markant ausweiten konnten. Obst und Gemüse erteilten Sie damals eine Absage: ‚Der Benzingeruch würde der Qualität der Waren schaden.‘ Haben Frische-Angebote heute eine Chance bei Ihnen und den Kunden?

Bei den Lebensmitteln sind es gerade die Frischprodukte, die sehr gut nachgefragt werden. Auffallend ist dabei die Entwicklung von frisch gebackenem Brot, ohne das ein Convenience Store heute nicht mehr denkbar wäre. Die heutigen Convenience Stores sind kleine Supermärkte geworden. 1995 stellten Sie bereits fest, dass einige Shops schon „Bistro-Charakter“ hätten. Wie hat sich das Gastro-Geschäft inzwischen an Migrol-Stationen entwickelt und funktionieren bei Ihnen auch noch diejenigen Shops gut , die sich weitestgehend auf das Retail-Angebot beschränken?

Es gibt ein bescheidenes Gastrokonzept, das sich weit gehend auf den Verkauf von Kaffee mit Zusatzsorti-

„Die heutigen Convenience Stores sind kleine Supermärkte geworden.“ DANIEL HOFER UNTERNEHMENSLEITER MIGROL

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Mit der Story in der 2. Ausgabe von CS 1995 (o.) sahen wir uns erstmals den Schweizer Markt an.

Der langjährige Tankstellen- und ConvenienceFachmann ist weiter dabei: Daniel Hofer.

ment konzentriert. Mehr und mehr kommen weitere Produkte zum Sofortverzehr hinzu und die Planung läuft nun bereits hin zu kleinen Gaststätten. Bei der Betreibung setzten Sie schon Mitte der 90er Jahre vor allem auf qualifizierte Einzelhändler mit Kenntnissen aus der Lebensmittelbranche. Wie hat sich das Thema bei Ihnen entwickelt? Ha-

ben Sie noch diesen Anspruch an Ihre Partner in diesem Geschäft?

Das ist gleich geblieben. Mit dem zusätzlichen Sortiment und der steigenden Komplexität der Bewirtschaftung sind zusätzlich betriebswirtschaftliche Kenntnisse sehr stark gefragt. Unternehmen in der Schweiz sorgen ja dafür, dass Ihr Land ganz vorne mit dabei ist, wenn es um die Entwicklung moderner Technik-Konzepte, zum Beispiel kassenlose Shops, im Convenience-Geschäft geht. Kundenkarten mit denen im Shop bezahlt werden konnte, hatten Sie damals schon. Was sind aktuelle Entwicklungen beispielsweise bei Technik, Zahlungsverkehr und so weiter in Ihrem Hause?

Die gängigen Zahlungsmittel wie Debit-, Kredit- und Kundenkarten sind bei uns selbstverständlich im Gebrauch. Wir akzeptieren auch Applepay, Samsungpay, Twint und die eigenen Kundenkarten sowie an gewissen Standorten zusätzlich diejenige von Shell. Zudem bieten wir eine App für alle Smartphone-Typen an, die mit Aktionen, aktuellen Tankstellen- und Heizölpreisen in Echtzeit und anderen Informationen bespielt wird. convenienceshop 2/20


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HANDEL C-Store

Fotos: Migrolino

Schweizer Test: Pick me 24/7 Ob ein C-Store zum E-Loading passt, testet Migrolino in Zusammenarbeit mit Tesla. An den Ladesäulen für die E-Autos gibt es jetzt Pick-me 24/7, ein Vending basierter Micro-Market. convenienceshop 2/20

Dass man bei Migrolino in Sachen Convenience weit über die MigrolTankstellen hinausdenkt, zeigt jüngst ein Test, der für Aufsehen sorgt: Migrolino eröffnete in Kooperation mit Tesla die ersten Pick-me 24/7-Station an einem „Supercharger“-Ladeplatz für E-Autos in Dietikon. Tesla hat mit 24 Ladeplätzen hier seinen bisher größten Standort in der Schweiz gebaut und bietet auch eine der seltenen Tesla-Lounges an. An der voll automatisierten Einkaufsstati-

So könnte die Zukunft der ConvenienceVersorgung auf E-Loading-Parkplätzen aussehen.

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HANDEL C-Store

on Pick-me 24/7 können Tag und Nacht Artikel des täglichen Bedarfs eingekauft werden. „Gleichzeitig wird sinnvoll die Wartezeit überbrückt, während das E-Fahrzeug aufgeladen wird“, erklärt das Unternehmen den Zusammenhang. Rund 430 Artikel des täglichen Bedarfs finden die Kunden im umgebauten Container vor. „Ins Sortiment gehören gesunde Produkte in hoher Qualität zum Sofortverzehr wie frische Sandwiches, Salate und Birchermüslis zu marktüblichen Preisen“, wird das Konzept beschrieben. Dazu komme ein breites Sortiment der beliebtesten Migros Produkte zu Migros Preisen, Frischeartikel wie Früchte, Gemüse, Fleisch, Milch oder Brote und auch Tabakwaren für volljährige Kunden. Weitere Standorte geplant Kunden wählen ihre Produkte per App oder vor Ort am Touchdisplay des Pick-me 24/7. Sie bezahlen via EC- oder Kreditkarte, scannen ihren Abholschein und sollen ihre Ware innerhalb von weniger als einer Minute erhalten. Im Inneren arbeiten zwei Roboterarme in zwei Klimazonen und transportieren die bezahlte Waren zum Kunden. Die Smartphone App läuft auf Android- und iOS-Basis

und steht gratis bei Google Play und im App Store zum Download bereit. Währenddessen beäugen die Schweizer Medien das Projekt relativ skeptisch. Ein Beispiel dafür ist ein Artikel der Schweizer Zeitung Blick. Sie berichtet, dass einer ihrer sogenannten „Leserreporter“ bei einem Test der Anlage zwar bezahlte, aber keine Ware bekam. Einstiegs-Probleme „Im Moment zickt der Automat aber noch“ zitierte ihn die Zeitung. Er habe ein Snickers und einen Energydrink bestellt und auch bezahlt. Das Geld sei von seiner Karte abgebucht worden, die Ware anschließend aber nicht ausgegeben worden, sagt er. Bei der auf der Quittung genannten Hotline habe sich anschließend niemand gemeldet. Nach dem sich Blick bei Migrolino gemeldet hatte, bestätigte das Unternehmen offenbar den Vorfall auf Anfrage. „Bei jeder Innovation gibt es zu Beginn Kinderkrankheiten. Aktuell sind weniger als ein Prozent der Bestellungen betroffen“, zitierte Blick das Unternehmen. Man arbeite mit dem Softwarepartner daran, diese Quote weiter zu minimieren. „Mit der Lancierung des smarten Pick-me 24/7 will Migrolino das Angebot für seine

Da kein Mitarbeiter vor Ort ist, wird das ganze Prozedere hier ausführlich beschrieben.

Corona-Zeiten an Bahnhöfen

„Das Ziel ist ganz klar der landesweite Rollout.“ MARKUS LAENZLINGER, MIGROLINO

Wie die Aargauer Zeitung berichtet, hat die Bahn die Mindestöffnungszeiten für den Großteil ihrer Mieter aufgehoben. Ausgenommen von der Lockerung seien

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allerdings Lebensmittelläden, Kioske und Apotheken. Sie müssen in den Bahnhöfen weiterhin von Montag bis Sonntag von 9 bis mindestens 18 Uhr geöffnet sein, um

die Grundversorgung sicherzustellen. Auch Convenience-Shops wie etwa Migrolino-Läden, müssten deshalb die neuen Mindest-Öffnungszeiten einhalten.

Kunden weiter ausbauen und zukunftsgerichtete Ladenkonzepte testen. Weitere Standorte sind geplant“, sagt das Unternehmen selbst. Dieser Test soll aber zunächst einmal nur bis Mai laufen, ob die Corona-Krise die Termine verändert, ist nicht absehbar. Auch an der Tankstelle? Das Thema Tankstelle ist dabei nicht so weit weg: Nach der Testphase, so sagte kürzlich Migrolino-Chef Markus Laenzlinger gegenüber der Handelszeitung, könnten zunächst kleinere Tankstellen und danach auch Wohngebiete angesteuert werden. Das Ziel sei „ganz klar der landesweite Rollout“. „Migrolino steht für SofortKonsum, für den Frische-Einkauf und für Genuss“, sagt das Unternehmen selbst über sich. Die Migrolino AG war 2009 aus der Trennung eines Joint Ventures mit der Valora AG entstanden und ist eine hundertprozentige Tochtergesellschaft des Migros Konzerns. Sie ist heute an mehr als 320 Standorten in der Schweiz vertreten und betreibt ihre Shops mit Franchisepartnern als Stand-alone sowie an Tankstellen zusammen mit Unternehmen wie Migrol, Shell, Socar oder Piccadilly. Unter dem Namen Migrolino-Wholesale werden seit rund sechs Jahren ihre Logistik- und Servicedienstleistungen auch Retail-Partnern außerhalb des eigenen Konzerns angeboten. jk convenienceshop 2/20


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HANDEL Casualfood

Heimat-Catering für die Eintracht Travel Retail und Catering im Frankfurter Stadion gehen in neue Hände über. Auch wenn wegen des Corona-Virus der Zeitpunkt unglücklich scheint, gehen die bekannten Gründer der neuen Hospitality-Gesellschaft optimistisch an ihr Projekt heran. TEXT MARTIN HEIERMANN

Stefan Weber und Michael Weigel, die beiden Gründer und geschäftsführenden Gesellschafter von Casualfood, haben zu Jahresbeginn zwei neue Investitionen öffentlich gemacht. Zum einen haben sie – in diesem Fall als Verantwortliche bei Casualfood – gemeinsam mit dem Duty-Free-Spezialisten Gebrüder Heinemann ein 50/50 Joint Venture gegründet. Das gemeinschaftliche Unternehmen wird Shops der Marke „Smartseller“ betreiben. Dafür sollen die Kernkompetenzen beider Partner gebündelt und ein Angebot für kleine und mittelgroße Flughäfen geschnürt werden. 20

Smartseller sei eine Kombination aus Gastronomie und Retail: To-GoGenussinseln sollen mit Duty-Freeund Travel-Value-Angeboten kombiniert werden. Casualfood bringe seine Kompetenz in der Verkehrsgastronomie ein, Gebr. Heinemann sein Knowhow im Bereich Duty Free-Einzelhandel und -Distribution. Mehr wollen beide Unternehmen zu diesem Zeitpunkt noch nicht zu dem Joint Venture sagen. „Das Konzept befindet sich zurzeit noch in der finalen Ausgestaltung,“ teilt eine Sprecherin von Gebr. Heinemann dazu mit. Im Laufe des Jahres könne man mehr sagen.

„Der Vertrag für den Betrieb des Caterings im Frankfurter Stadion wurde über zehn Jahre geschlossen,“ MICHAELWEIGEL, COGRÜNDER SSH

Wurde das neue Unternehmen speziell für das Catering im Frankfurter Stadion gegründet? Stefan Weber: Das ist richtig. Wir

haben für die Übernahme und den Betrieb des Caterings im Frankfurter Stadion gemeinsam das Unternehmen Supreme Sports Hospitality Frankfurt an den Start gebracht. Michael Weigel: Darüber hinaus haben wir zeitgleich die Supreme Sports Hospitality International GmbH gegründet, die – insbesondere in Hinsicht auf künftige Entwicklungen – künftig als Muttergesellschaft fungieren wird. Können Sie konkretisieren, was das Konzept ‚Heimatküche und Ein-

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Fotos: Caualfood, SSH, Anja Hahn

KP Kofler, Stefan Weber und Michael Weigel (v.l.) übernehmen gemeinsam das Catering fürs Frankfurter Station.

Frankfurter Heimat-Catering fürs Frankfurter Stadion Zum anderen haben sich Stefan Weber und Michael Weigel mit Klaus Peter, genannt KP, Kofler, dem Gründer und CEO der Kofler Group, zusammengetan. Diesmal agieren Weber und Weigel nicht als Casualfood-Geschäftsführer. Sie gründeten jetzt zu dritt das neue Unternehmen „Supreme Sports Hospitality Frankfurt GmbH“, SSH. Mit der SSH haben sie den Zuschlag für den gastronomischen Betrieb des Stadions in Frankfurt erhalten. Mit der Partnerschaft sollen in der SSH die Kompetenzen aus Hospitality und Hochfrequenz-Gastronomie mit den Gefühlswelten aus sogenannter „Heimatküche und Eintracht-Herz“ verschmelzen. Die Kombination verspreche besondere Synergien im deutschen Stadion-Catering. Dafür werde die SSH signifikante Investitionen in die Infrastruktur der Public- und Hospitality-Bereiche des Stadions vornehmen. Die Geschäftsführung übernimmt der Frankfurter Florian Schütz, der bis dahin als General Manager für das Hotel Sofitel an der Frankfurter Oper tätig war. Die Implementierung der neuen Gastronomie erfolge phasenweise ab Sommer 2020. KP Kofler ist zufrieden, dass er nach internationalen Projekten zurück in der „Heimat“ das Catering des Frankfurter Stadions neu aufstellen könne. Convenience Shop stellte den Gründern dazu einige Fragen.

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Stadion wurde über zehn Jahre geschlossen, mit Option auf fünf weitere Jahre.

tracht-Herz‘ genau bedeutet? Was erwartet die Fans künftig an speziellen Gastro-Angeboten und Sortimenten im Stadion? Stefan Weber: Wir haben im Rah-

men unserer Zusammenarbeit umfangreiche und sehr spannende gastronomische Konzepte für das Frankfurter Stadion entwickelt, wir sind ja alle drei selbst Frankfurter Jungs und Eintracht-Fans. So viel sei verraten: Alle Konzepte werden im Zeichen des Adlers stehen. KP Kofler: Darüber hinaus wird das Thema Europa bei der Umsetzung eine Rolle spielen. Und unter dem Schlagwort ‚Heimatherz‘ werden natürlich Speisen aus der Region im gastronomischen Angebot zu finden sein. Außerdem werden wir überall dort, wo es möglich ist, Produkte aus der Region beziehen. Viel mehr wollen wir zu diesem Zeitpunkt noch nicht verraten. Wir werden die ein-

Ist an die Übernahme des Caterings und der Unterwegs-Gastronomie darüber hinaus in anderen deutschen Stationen gedacht? Gibt es also Expansionspläne? Michael Weigel: Im ersten Schritt

Casualfood, hier ein Shop des Unternehmens, hat gemeinsam mit Gebr. Heinemann „Smartseller“ gegründet.

zelnen Konzepte sukzessive ab Übernahme im Sommer 2020 vorstellen. Sie dürfen gespannt sein. Für welche Laufzeit wurde der aktuell der Kontrakt für das Frankfurter Station geschlossen? Michael Weigel: Der Vertrag für den

Betrieb des Caterings im Frankfurter

werden wir uns mit voller Energie darauf konzentrieren, mit der SSH Frankfurt unser neues Catering-Konzept im Frankfurter Stadion zu implementieren. Die Umsetzung erstreckt sich über mehrere Phasen und ein längeres Zeitfenster. Stefan Weber: Die SSH International haben wir zusätzlich gegründet, um uns schon jetzt für die Folgejahre aufzustellen. Wir sehen den Catering-Betrieb von Stadien als interessantes skalierbares Geschäftsmodell für die Zukunft.

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HANDEL Euroshop

EIN MIX DER TECHNOLOGIEN Die führende Messe für Investitionen im RetailBereich, die Euroshop, fand statt, bevor die Welle der Absagen über die Messelandschaft hereinbrach. Innovationen, auch für die Convenience-Branche nutzbar, gab es dort einige. Ein Beispiel bietet Wanzl.

Eine der letzten Messen, die in Deutschland noch vor Beginn der Pandemie und fast ohne Einschränkungen über die Düsseldorfer Bühne ging, war die diesjährige Euroshop. Es kamen laut Messegesellschaft rund 94.000 Besucher in die 16 Messehallen an den Rhein. Gezeigt wurde ein breites Spektrum an Produkten, Trends und Konzepten für den Handel und seine Partner, angefangen beim Ladenbau bis über die neuesten technologischen Entwicklungen bis hin zum Thema Digitalisierung. Präsentiert wurden die Neuheiten und Innovationen auf der Messe in Düsseldorf von etwa 2.300 Ausstellern aus 57 Nationen. Kontakte und anschließende Geschäftsabschlüsse waren zu diesem Zeitpunkt noch nicht vom Corona-Virus und seinen wirtschaftlichen Auswirkungen geprägt. Entsprechend positiv äußerte sich Erhard Wienkamp, Geschäftsführer der Messe Düsseldorf, über den Verlauf der führenden Fachausstellung für den Handel: „Wir sind sehr erfreut, dass die Euroshop einmal mehr unter Beweis stellen konnte, dass sie die wichtigste Plattform für die globale Retail-Szene in Sachen Trends, Inspiration und Networking ist“, lässt er sich zitieren. Den Ausstellern spricht er für ihre Loyalität ein Lob aus: Sie seien mit ihrer Innovationskraft wieder einmal der Magnet für eine ganze Branche gewesen.

Die Euroshop war eine der letzten Messen, die bisher in diesem Jahr noch stattfinden konnte. Die Resonanz auf Besucherseite war erneut groß.

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Zusammenspiel der Technologien Diese Charakterisierung trifft sicherlich auch auf die interessanten Shopkonzepte zu, die der Retail-Dienstleister Wanzl mit nach Düsseldorf brachte. Klaus Meier-Kortwig, Vorsitzender der

Fotos: Euroshop, Zebra Technologies

TEXT MARTIN HEIERMANN

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Der Mobile Store im Container stellt laut Wanzl eine flexible, Platz sparende und vollwertige Einkaufswelt für seine Kunden bereit.

Geschäftsführung von Wanzl, formulierte es so: „Unser Messeauftritt war laut den zahlreichen Standbesuchern sehr inspirierend.“ Einerseits konnten die Messebesucher bei Wanzl das Zusammenspiel der Technologien bei den insgesamt sechs neuen Shop-Formaten, beispielsweise im Urban Store, live erleben. Andererseits wurde aber auch die funktionale Stärke der Produktinnovationen dort deutlich. Für die Convenience-Branche stellt der sogenannte „Mobile Store“ von Wanzl sicherlich ein interessantes Shop-Konzept dar, zumal das auf der Euroshop gezeigte Format schon für die Pilotphase reif ist. Der Mobile Store im Container soll laut Anbieter eine flexible, Platz sparende und vollwertige Einkaufswelt bereitstellen. Innerhalb kürzester Zeit könne der kleinflächige Shops designt, gefertigt, montiert und in Betrieb genommen werden. Er stellt, wenn man der Einschätzung des Herstellers Wanzl folgt, eine passende Alternative, einerseits für die Versorgung ländlicher Gegenden, andererseits aber auch für den schnellen Einkauf an hochfrequentierten Plätzen wie Universitäten oder Firmengeländen dar. Oder er kann dort eingesetzt werden, wo es keine anderen Einkaufsmöglichkeiten für den täglichen Bedarf mehr gibt. Adäquat zur jeweiligen Ziel- und Warengruppe will Wanzl den Look & Feel der Container Mobile Stores anpassen.

Überall in Deutschland ganz nah: + Tabacon Tabakwaren + Hinrich Wolters + Tabakwaren Union Barkow + Tabakwaren Union + Hall Tabakwaren + wagro Tabakwaren + Bernhard Hagemannn + Tabak Lomberg + Willi Weber + Huissel Tabak + Tabacon Oberbayern DTV Tabakwaren + TVT Tabakwarenvertriebsges. Thüringen

Tegut testet Mobile Store Mit dem hessischen Lebensmittel-Einzelhändler Tegut gibt es bereits einen ersten Interessenten für den Mobile Store. Sowohl am Tegut-Firmensitz in Fulda als auch am Standort von Wanzl wurde ein solcher Container-Shop etabliert. Laut einem Sprecher des Lebensmittelhändlers erwarte man von den Mitarbeitern beider Unternehmen, die den Store nun einem Praxistest unterziehen, einigen Input. Man wolle durch diese Art der Marktforschung in Erfahrung bringen, ob das Konzept schlüssig sei. Erst

anschließend werde es unter der Regie von Tegut einen regelrechten Test gebe. Wohl frühestens im Sommer wird dieser an den Start gehen. Tegut ist in vielen Regionen Deutschlands Nahversorger, zum einen mit dem „Lädchen für alles“, zum anderen mit den Nah&Gut-Läden. Der Mobile Store kann entsprechend der gewünschten Kundenklientel hip, leger, klassisch, rustikal oder auch traditionell gestaltet werden. Der Betreiber entscheidet über die Farbinszenierung, die Dekoration und die zu verwendenden Ladenbau-Materialien im Shop. Zutritt er-

Warum über 15.000 Einzelhändler und Tankstellenshops mit DTV Tabak arbeiten: Servicenote Sehr gut (1,7)* *Quelle: Einzelhandelsumfrage der Handelszeitung DIREKT, Januar 2020 Weitere Ergebnisse:

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HANDEL Euroshop

Mit Tegut gibt es bereits einen ersten Interessenten für den Mobile Store

„Unser Messeauftritt war laut den zahlreichen Standbesuchern sehr inspirierend.“

Das System System Smart Sight scannt Fehlmengen in den Regalen und entlastet Mitarbeiter.

KLAUS MEIER-KORTWIG, GESCHÄFTSFÜHRER WANZL

halten laut Wanzl Personen mit Kundenkarte oder einer entsprechenden App auf dem Smartphone. Der Store bietet Produkte des täglichen Bedarfs, die App-Besitzer während des Einkaufs selbstständig scannen können. Für Kunden ohne App steht ein Self-Check-out im Kassenbereich zur Verfügung. Bevor dieser betreten werden kann, müssen sich alle Kunden authentifizieren. Sobald der Bezahlvorgang per Kreditkarte, EC-Karte oder über ein Kundenkonto abgeschlossen ist, kann der Shop mit Hilfe eines QR-Codes dann wieder verlassen werden.

Der im Test befindliche Mobile Store bietet den Kunden vor allem Produkte des täglichen Bedarfs,

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Investitionen in Food-Stores steigen Einen Blick auf die gesamte Handels-Branche und natürlich auch auf den Lebensmittelhandel warf das EHI Retail Institute mit seinem Shopper Monitor 2020. Besonders wachstumsstark bei den Investitionen in Ladenoptik und Technik zeigten sich dabei auch die verschiedenen Formate des Food-Handels. 735 Euro pro Quadratmeter Verkaufsfläche und damit 15 Prozent mehr als vor drei Jahren investierte der Lebensmittelhandel im vergangenen Jahr. Insbesondere das Trend-Sortiment Convenience, mehr gastronomische Angebote und

fortgesetzte Trading-up-Maßnahmen bestimmen, das berichtet die Studie, zusammen mit den Aufwendungen für eine energieeffiziente Kältetechnik das Investitionsverhalten auch in den C-Stores. Aber auch die Entlastung der Mitarbeiter in Zeiten, in denen eine Neurekrutierung nicht leichter wird, erfordert Investitionen. Dafür bietet beispielsweise Zebra Technologies Automatisierungslösung, die den Front-of-Store-Betrieb verbessern sollen. Das System Smart Sight nutzt maschinelles Sehen und Lernen. Kontrolliert werden Fehlmengen, Preisinkonsistenzen und Planogramm-Probleme im Regal. Die Regale werden autonom gescannt und zugleich werden Aufgaben für die Filialmitarbeiter ermittelt, die anschließend den Warenbestand rechtzeitig auffüllen oder aktualisieren können. Auf diese Weise haben Kunden die Möglichkeit, mehr Produkte zu kaufen. Außerdem können die Preisstabilität und die Planogrammausführung verbessert werden. Die Lösung kann auf Basis eines Abonnements installiert werden. Das heißt, die Roboter werden zur Verfügung gestellt und zu einem Monatspreis vermietet. Den Service und die Datenpflege übernimmt der Hersteller. convenienceshop 2/20


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NACS HANDEL

Global und regional aktiv Anfang 2020 hatte die NACS zum ersten Convenience Leaders Exchange D-A-CH nach Hamburg eingeladen und dort Erkenntnisse zum globalen und europäischen Convenience-Markt geteilt.

Foto: NACS

Die Zeiten als nur einmal im Jahr Besucher aus Gesamt-Europa und besonders aus Deutschland zur Convenience-Messe NACS-Show in die USA reisten und dort, ob der Themen, die sie interessierten, mit einer Mischung aus Erstaunen und Unverständnis empfangen wurden, sind offensichtlich vorbei. Unter der Führung von Henry Amour hat sich der US-Verband auf den Weg zu einem globalen Ansprechpartner für die Branche der Convenience-Stores gemacht, auch in Deutschland. Als Voraussetzung für diese Entwicklung hat man sich international mit Fachleuten für die jeweiligen Länder und Regionen verstärkt. Hier zu Lande sind das beispielsweise Mark Wohltmann und Christian Warning. Auch werden von den USA über Europa bis Asien Daten und Erkenntnisse zum Convenience-Markt gesammelt und aufbereitet, um die für die Branche relevanten Themen identifizieren zu können und entsprechend zu unterstützen.

Globale Gemeinsamkeiten Aufgrund ihrer Aufstellung kann die NACS derzeit sowohl Feststellungen zur globalen als auch zur regionalen Entwicklung in Europa treffen. Zu den globalen Convenience-Fakten gehören demnach beispielsweise: ■ Daten sind ein Schmiermittel wie Öl und bringen den Handel leichter voran. ■ Disruption kann in diesem Geschäft eine Gefahr oder eine Chance sein, je nachdem, ob man Bestehendes verteidigt oder die neue Entwicklung annimmt. ■ Einkaufserlebnis steht heute für die Kunden immer im Mittelpunkt. ■ Differenzierung ist wichtig, dafür ist stetig an den Stellschrauben des Handels zu drehen. ■ Reibungsverluste müssen durch ständige Anstrengungen immer weiter verringert werden.

Erkenntnisse zum Convenience-Markt werden gesammelt und für die Branche aufbereitet.

Gute Laune bei den Teilnehmern des ersten Convenience Leaders Exchange: Die Probleme durch den Virus waren zu diesem Zeitpunkt in ihrem Ausmaß noch nicht erkennbar.

Das Kaffeegeschäft ist in allen Convenience-Märkten weltweit wichtig und wird es bleiben. Neben diesen globalen Einsichten hat die NACS in einigen Bereichen europäische Erfahrungen der ConvenienceBranche auf den Punkt gebracht und festgestellt, dass: ■ Kundenloyalität eine ständige Reise und kein Ziel ist. ■ Innovation für C-Stores wichtig ist, vor allem auch bei der Digitalisierung. ■ Soziale und ökologische Verantwortung von C-Stores übernommen werden muss, indem sie sich beispielsweise um die Reduzierung von Plastik kümmern. ■ Veränderungen in Sachen Mobilität bis 2030 von den Convenience-Betreibern vorausgedacht und die wichtigsten Herausforderungen identifizieren werden müssen . ■ Elektro-Mobilität zur Massennachfrage nach Produkten führen wird und zu erwarten ist, Der nächste NACS Convenience Leadership Exchange D-A-CH findet 2021 statt, ebenso wie das NACS Convenience Summit Europe, das von 2020 auf 2021 verschoben wurde.

Erstes Treffen in Deutschland Im Januar 2020 hatte die NACS erstmals nach Hamburg zum so genannten „Convenience Leaders Exchange“ eingeladen. Neben Vorträgen einzelner Unternehmen stellte die NACS bei dieser Gelegenheit die aus ihrer Sicht aktuell wichtigsten Erkenntnisse zum globalen Convenience-Markt im allgemeinen und zum europäischen Convenience-Markt im Besonderen vor. Dabei lautet die wichtigste Erkenntnis der Verantwortlichen offenbar, dass es bei den Convenience Retailer so gut wie keine einzigartigen Probleme gibt. Sie sind weltweit ähnlich. Die Händler erleben aber in ihren Ländern und Regionen unterschiedlichen Zeitphasen im Lebenszyklus dieser Problemstellungen. convenienceshop 2/20

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HANDEL Lieferdienst

Die Auslieferung erfolgt mit einer eigener FahrzeugFlotte. Dadurch entstehen keine Mehrkosten.

ter Büchl und Unternehmens-Chef Stephen Weich gegenüber Convenience Shop deutlich: „Flaschenpost heißt Getränke kaufen, ohne dabei Kisten zu schleppen und ohne lästige Pfandrückgabe, und das Ganze lieferkostenfrei“.

60.000 Getränkekisten liefert Flaschenpost im Durchschnitt täglich an seine Kunden aus. Und das an sechs Tagen in der Woche, betont der Getränkelieferdienst. Derzeit stehen die Zeichen auf Expansion. TEXT MARTIN HEIERMANN

Einfach online ordern: Seit Herbst vergangenen Jahres ist nun auch die Zustellung von Getränken in Frankfurt am Main möglich. Denn im Oktober startete Flaschenpost.de in der Mainmetropole mit seinem Lieferdienst. Damit versorgt Deutschlands erster Getränkesofortlieferdienst derzeit Kunden in 125 Städten in Deutschland. Bestellt wird über den Webshop des Unternehmens, der online oder via App zu erreichen ist. Die Idee, die hinter Flaschenpost steht, ist eigentlich naheliegend: Viele Verbraucher, die auf Mehrweg-Getränke – seien es Mineralwasser, Softdrinks oder auch Bier – nicht verzichten wollen, denen das Schleppen der Kästen aber zu schwer und umständlich ist, weil sie dies nicht können oder wollen, finden in den Getränke-Onlinehändler eine Alternative. Das machen Firmengründer Die26

Expansion in urbanen Zentren Die Idee setzten die Gründer vor vier Jahren, 2016, kurzerhand in die Tat um. Der Startschuss fiel im westfälischen Münster. Die Flaschenpost wurde schnell über die Stadtgrenzen hinaus bekannt. Heute ist der Onlinehändler am Gründungsort viel frequentiert und schreibt dort eine Erfolgsgeschichte. Und nicht nur das: Mittlerweile beliefert der Getränkeonlinedienst von 19 Lagerstandorten im Bundesgebiet sein Kunden. Allerdings vor allem in urbanen Verdichtungsräumen. Geplant sei eine weitere Expansion in den wichtigsten Ballungsgebieten Deutschlands, teilt CEO Stephen Weich mit. Die Getränkebestellung erfolgt per Online-Auftrag oder über die Flaschenpost-App innerhalb von 120 Minuten.

„Durch die hohe Effizienz in der Tourenplanung können im Schnitt sechs bis zehn Kunden mit einer Auslieferungsfahrt beliefert werden.“ STEPHEN WEICH, CEO FLASCHENPOST

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Fotos: Flaschenpost

Pünktlicher als die Post


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Flaschen und Fakten Der Onlinehändler und Lieferdienst Flaschenpost bringt täglich im Durchschnitt rund 60.000 Getränkekisten zu seinen Kunden an die Haustür. Mehr als zwei Millionen Bestellungen gehen pro Jahr bei dem Unternehmen ein, das derzeit jeweils bis zu 400 Mitarbeiter an 19 Standorten in ganz Deutschland beschäftigt. Eine weitere Expansion hat das Unternehmen aus Münster bereits angekündigt. Um die Zustellung der Getränke und der Zusatzprodukte zu gewährleisten, verfügt jeder Standort über bis zu 150 Fahrzeuge. Das Liefergebiet jedes Standortes ist etwa 7.500 Quadratkilometer groß.

Grundsätzlich kann rund um die Uhr bestellt werden – das Internet macht es möglich. „Die Auslieferung erfolgt von Montag bis Samstag zwischen 9 und 23 Uhr,“ sagt Weich. Der Kunden könne zwischen einer Sofortbestellung oder einer Vorbestellung auswählen. Die Lieferung erfolge dann bis zur Wohnungstür und im persönlichen Wunschzeitraum, ohne das dem Besteller dadurch zusätzliche Lieferkosten berechnet würden. Auch für den ländlichen Raum? Die eigentliche Herausforderung für die Flaschenpost ist also die logistische Leistung. An den einzelnen Lagerstandorten, die im Schnitt bis zu 80.000 Getränkekisten fassen, arbeiten nach Unternehmensangaben jeweils rund 350 Mitarbeiter daran, dass die Ware kommissioniert und innerhalb von 120 Minuten ausgeliefert wird. Ermöglicht werde die schnelle Lieferung zudem durch ein IT-System, das die Bestellungen zu intelligent geplanten Touren zusammenfasst und im Lager automatisiert vorbereitet. „Durch die hohe Effizienz in der Tourenplanung können im Schnitt sechs bis zehn Kunden mit einer Auslieferungsfahrt beliefert werden“, erläutert der Flaschenpost-Chef. Das spare nicht nur Zeit, sondern entlaste auch den Stadtverkehr und die Umwelt. Das Geschäftsmodell setzt allerdings auch voraus, dass genügend potenzielle Kunden im Umkreis eines Lagerstandortes zu erreichen sind. Ausgesprochen ländliche und dünn besiedelte Gegenden sind dagegen für den Getränke-Onlinehändler wohl nicht attraktiv, weil sich hier eine Zustellung nicht rechnet. Um die Umweltbelastungen durch die Auslieferungsfahrten weiter zu reduzieren, hat Flaschenpost einen Testlauf mit Elektro-Fahrzeugen auf den Weg gebracht. In Kooperation mit Mercedes-Benz geht das Unternehmen mit dem neuen Elektro-Transporter E-Vito ans Netz. Zielgruppe der Münsteraner ist so gut wie jedermann: Familien, Singles, Rentner, Studenten oder auch Firmen. Über 60.000 Kisten werden insgesamt täglich an den 19 Lagerstandorten ausgeliefert. Doch nicht nur Getränkekisten können die Kunden anfordern. Neben Wasser, Bier und Softdrinks gibt es auch Wein, Eiswürfel, Putzmittel, Blumenerde oder Toilettenpapier, alles Artikel, die mühselig nach Hause transportiert werden müssten. Die gängigsten Artikel sind laut Onlinehändler allerdings Getränke: Mineralwasser, gefolgt von Softdrinks und Bier. Die Preise im Shop liegen im Durchschnitt auf Supermarktniveau. convenienceshop 2/20

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HANDEL E-Shop

„NOCH KEINE SACHE, BEI DER WIR GELD VERDIENEN“

Der Lieferservice für Lebensmittel wachse weiterhin und schneller als der stationäre Handel. Das bestätigte Rewe-Chef Lionel Souque kürzlich in einem Interview mit dem Kölner Express. „Wir haben in Köln eines der modernsten Lager Europas mit einer Top-Auswahl aus 20.000 Artikeln. Jedes Jahr haben wir zweistelliges Wachstum“, so Souque, dessen Unternehmen sich im E-Commerce mit Rewe.de sowie Zooroyal.de, Wein freunde.de und Koelner-Weinkeller. de online betätigt. Allerdings, so seine ehrliche Auskunft, sei dies „noch kei28

Gerade in Zeiten der Pandemie wird dieses Bild eines Lebensmittel-Lieferanten immer mehr zum Alltag werden.

ne Sache, bei der wir Geld verdienen. Aber es ist eine wichtige Investition in die Zukunft“. Die neue Generation werde immer mehr Lebensmittel online kaufen und dabei drei Dinge erwarten: Pünktlichkeit, Vollständigkeit und Qualität der Lieferungen. Es sei gerade diese letzte Meile zum Kunden, die das Unternehmen am meisten Geld koste. Was derzeit zum Online-Verkauf an Zahlen kursierten, muss man sich laut Souque ebenfalls genauer ansehen: „Generell sagt man: Der Lebensmittelanteil im Onlinehandel liegt

derzeit bei einem Prozent. Das stimmt, ist aber auch eine falsche Zahl. Bei Obst, Gemüse und Fleisch liegt der Anteil bei unter 0,1 Prozent. Bei Drogerieartikeln und Tiernahrung eher bei zehn Prozent. Das ist sehr unterschiedlich“, sagte der Rewe-Chef. Die Corona-Krise, so ist aktuell überall zu hören, könnte dieses Geschäft jetzt deutlich nach vorne bringen. Sie „beschert dem Onlinehandel mit frischen Nahrungsmitteln einen ungeahnten Boom“, schrieb kürzlich beispielsweise die Tageszeitung „Die Welt“. Dabei könnten jetzt gerade die convenienceshop 2/20

Fotos: Rewe

Die Rewe baut ihr Online-Geschäft weiter aus, auch wenn sie damit bisher wohl kaum etwas verdient, wie Rewe-Chef Lionel Souque kürzlich dem Kölner Express sagte. Für die Supermärkte wird der Abholdienst weiter ausgebaut. Die Corona-Krise könnte dieses Geschäft befördern.


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„Wir haben in Köln eines der modernsten Lager Europas mit einer Top-Auswahl aus 20.000 Artikeln. Jedes Jahr haben wir zweistelliges Wachstum.“ LIONEL SOUQUE, REWE

älteren Menschen ins Spiel kommen, die bisher deutlich zurückhaltender waren. Sie werden jetzt zumindest animiert, wenigstens mal den Versuch zu machen, diesen Service zu nutzen. Das könnte ein entscheidender Schritt sein“. So meint auch „Die Welt“, dass ältere Menschen die Vorzüge des E-Commerce entdecken: „Das dürfte auch nach der Krise so bleiben, schätzen Experten.“

Die Corona-Krise könnte den E-Food-Lieferanten wie Rewe.de auf Dauer einen Boom bescheren.

Abholung bei Rewe-Märkten Es scheint daher auch völlig richtig zu sein, dass immer mehr Rewe-Märkte in Deutschland den Kunden den Einkauf wenigstens ein Stück weit bequemer machen und damit dem Onlinehandel zusätzlich Paroli bieten. Motto: Smart einkaufen, Lebensmittel bequem online bestellen und im Supermarkt abholen, wann es passt. Ausgangspunkt für diesen Service ist

Beteiligung an „Durststrecke“ Die Rewe Gruppe beteiligt sich an dem Kölner Startup Durststrecke GmbH – kurz „Durst“ – und steigt damit auch in den wachsenden Online-Getränke-Home-DeliveryMarkt ein. Durst wurde 2017 als Bestell- und Lieferplattform gegründet und verknüpft bestehende Logistikstrukturen des Getränkefachgroßhan-

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dels mit Endkunden. Diese „Plattform zur Bestellvermittlung von Getränken“ soll jetzt die bestehenden Strukturen der Rewe Group und der mit ihr kooperierenden Für Sie Handelsgenossenschaft ergänzen. Die Geschäftsleitung hat der dort bereits als Geschäftsführer tätige Niklas Müller übernommen. Aus Sicht der Rewe Group habe Durst ein

wesentliches Innovationsmerkmal: „Das Geschäftsmodell bietet für Endkunden eine einfache Bestellung über App oder Webshop, die bequeme Auswahl eines Lieferfensters und die zeitgemäße Bezahlung mit modernen Zahlungsmitteln, wie Paypal, SEPA-Verfahren oder Kreditkarte.“ Diese Vorteile verbinde Durst mit den bestehenden

Strukturen und dem logistischen Knowhow des deutschen Getränkefachgroßhandels, so die Botschaft. Den Händlern würde die notwendige technische Infrastruktur, weit reichende Marketingdienstleistungen sowie ein automatisierter Prozess zur Auslieferung und Abwicklung der Kundenbestellungen geboten.

Die Fahrzeugflotte des E-FoodAnbieters Rewe.de dürfte in diesen Tagen richtig gut ausgelastet sein.

auch Rewe.de. Dort oder in der App wird eine Postleitzahl eingegeben und dann „Abholservice“ ausgewählt. Anschließend werden beim entsprechenden Markt die Bestellungen eingegeben. Die Kunden haben online meist die Auswahl aus mehreren tausend Artikeln, darunter auch Tiefkühlprodukte, frisches Obst und Gemüse, Fleisch- und Wurstwaren sowie Molkereiprodukten, Trockenwaren und Getränken. Die bestellte Ware kann später am Tag innerhalb eines frei wählbaren, zweistündigen Zeitfensters abgeholt werden. An der Abholservicekasse des jeweiligen Marktes übergibt dann ein Mitarbeiter dem Kunden den Einkauf. Zwei Euro müssen für die Onlinebestellung vom Nutzer an die jeweilige Filiale extra bezahlt werden. Im Herbst 2019 lag die Zahl der in diesem Lieferdienst aktiven Märkte noch bei etwa 380. Diese Anzahl wird sich schnell erhöhen. Man wolle bis Ende 2020 rund 650 Abholmärkte etabliert haben, sagte der zuständige Rewe-Vorstand Jan Kunath im Herbst 2019 gegenüber dem Handelsblatt. 29


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TITELSTORY Kongress

Handel und Wandel:

Während der Fachtagung stellte Total seine Shop-Pläne vor.

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Fotos und Grafik: Willi Nothers/Euroforum, Total

Total startet mit Bonjour durch


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Noch vor der Virus-Krise, die auch die Convenience-Branche nachhaltig beeinflussen wird, konnte dieses Jahr die Fachtagung „Handel und Wandel in Tankstellen und Convenience-Shops“ stattfinden. Eine bemerkenswerte Ankündigung dort: Total plant eine Weltpremiere mit einem neuen Bonjour-Format. TEXT MARTIN HEIERMANN

Was werden die kommenden Wochen, Monate und Jahre bringen? Diese Frage konnte noch nie mit Sicherheit beantwortet werden. Auch nicht für den Convenience-Markt auf der jährlichen Branchen-Veranstaltung „Handel und Wandel“. Doch derzeit fällt eine Antwort auf diese Frage wegen der Virus-Krise unsicherer denn je aus. Wegen der Pandemie drängen sich weitere sorgenvolle Fragen natürlich auch für die Convenience-Stores auf. Welche kurz-, mittelund langfristigen Folgen hat die Pandemie für Deutschland und Europa im Gepäck? Werden die Tankstellen-Shops, wie es bei Redaktionsschluss der Fall war, weiter geöffnet bleiben und werden sie aus diesem Grund einigermaßen gut durch die Krise kommen? Auch Nahversorger und Kioske haben gegenwärtig weiter geöffnet und dürfen dies auch, um die Grundversorgung aufrecht zu erhalten. Wie aber überleben die Travel-Retail-Anbieter und Verkehrs-Gastronomen an Flughäfen und Bahnhöfen den näher rückenden Stillstand des öffentlichen Lebens? Gelingt es den Großhändlern die Versorgungsketten stabil zu halten? Und was ist mit den Shop-Betreibern in den Stadien, in Veranstaltungshallen, Unternehmen, Schulen, Universitäten und Krankenhäusern? Alle diese Fragen waren während der diesjährigen Fachtagung „Handel und Wandel in Tankstellen und Convenience-Shops“ noch nicht aktuell. Das Branchentreffen fand in diesem Jahr wie gewohnt in der ersten Februarhälfte mit gut 200 Teilnehmern in Berlin statt. Vom Krisenmodus war noch nichts zu spüren. Im Hintergrund stand zwar die Frage: Wie geht es mit den Aral Tankstellen-Shops weiter, die auf das Format Rewe-To-go umgestellt worden sind und bis auf weiteres wohl auch künftig umgestellt werden? Manche Tagungsteilnehmer, waren der Meinung die Rewe-To-go-Shops bringen die Branche als Ganzes weiter. Aral werde den Rollout zügig vorantreiben. Dann sickerte durch, dass innerhalb der verantwortlichen Kreise in der Mineralölgesellschaft offenconvenienceshop 2/20

bar geplant wird, Shop und Bistro an den Tankstellen in Eigenregie zu führen. Auch in diesem Bereich sollen die Pächter wohl nur noch ein Agenturgeschäft betreiben. Ob in Zeiten von Krise und Hamsterkäufen Aral weiterhin frische Lebensmittel aus den Shop-Regalen und BistroTruhen im großen Umfang wegwerfen lässt, wie es viele Pächter offenbar gegenüber den Medien bestätigt haben, muss offenbleiben. Erfolg mit Star Connect Allerdings standen im Februar weder Aral noch die Muttergesellschaft BP auf der offiziellen Tagesordnung von „Handel und Wandel“. Vielmehr waren beispielsweise Torsten Rieger, Ma-

nager Non Fuel Business von Orlen Deutschland, oder auch Steffen Eckert, Leiter Marketing Shop, Food, Services bei Total Deutschland, auf dem Podium. Rieger berichtete vom Rollout des neuen Shop-Konzeptes Star Connect, der im Großen und Ganzen ein Erfolg gewesen sei. Es sei mittlerweile gelungen, das Format an über hundert Standorten umzusetzen. Durch das neue Konzept sei der Schwerpunkt des ShopGeschäfts weiter Richtung Foodservice verschoben worden, so der Orlen-Manager. Es gebe jetzt maximal fünf verschiedene Arten von Sitzplätzen in den Stores, die Sanitäranlagen seien deutlich aufgewertet worden und Orlen setze Digital Signature strategisch ein.

Das neue Bonjour soll noch genauer die Bedürfnisse von vier bedeutenden Zielgruppen befriedigen. Geplant war, das neue Format in diesem Frühjahr an den Start zu schicken.

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TITELSTORY Kongress

Auch auf der Berliner Bühne Torsten Eichinger Geschäftsführer MCS – Marketing und Convenience – Shop System Roger Vogt CEO Retail Valora Gruppe Sönke Kleymann Geschäftsführer Carissa Einzelhandelund Tankstellenservice Robert Kronekker Geschäftsführer und Gründer Hafervoll Paula Thomas Chief Content Officer Liquid Barrcodes Mark Wohltmann Director Europe NACS Christian Warning Geschäftsführer The Retail Marketeers Frank Beard Analyst/Evangelist for Convenience Store Trends, Gas-Buddy Andrew Isaac Thornton Owner Thornton’s Budgens

Neue Total-Shops, weltweit Die eigentliche Überraschung aber präsentierte Steffen Eckert in Berlin. Die französische Mineralölgesellschaft, die weltweit agiert, hat für ihr Format Bonjour eine Weiterentwicklung erarbeitet. Die Stores sollen noch spitzer auf die vier Zielgruppen zugeschnitten werden, die das Unternehmen auch bisher schon mit seinen Convenience-Angeboten erreicht. Zusammen mit seiner Mitarbeiterin Julia Hanot, verantwortlich für das Marketing rund um das Total Shop- und Food-Geschäft, stellte Eckert die Planungen vor. Und nicht nur das: Während der Veranstaltung gab er bekannt, dass die ersten beiden Pilotshops schon Anfang April einerseits in Deutschland in der Bundeshauptstadt andererseits in Mexiko City an den Start gehen werden. Ob es bei diesen Eröffnungsdaten bleibt, war jedoch bei Redaktionsschluss angesichts der sich zurzeit zuspitzenden krisenhaften Situation fraglich. Wahrscheinlich kommt es zu einer Verschiebung, war auch von Seiten des Unternehmens zu erfahren. Ob es beim Ausrollen des neuen Formates im April und Mai bleibt, in den unterschiedlichen Ländern, in denen Total aktiv ist, bleibt abzuwarten, kann aber wohl bezweifelt werden. Näher an den Zielgruppen Jedenfalls ist es das Ziel der Mineralölgesellschaft, den zwar fiktiven aber typischen Tank32

Talkrunde: Moderation Hans Jürgen Krone, Chefredakteur Convenience Shop. Mit dabei (v.l.): Mark Wohltmann, Torsten Rieger, Peter Hack (Hack AG) und Torsten Eichinger (MCS).

Markus Preiß präsentierte das Retail-Geschäft am Münchener Flughafen.

stellen-Kunden „Petra, Harry, Thomas und Lisa“ ein noch passgenaueres Angebot bei Bonjour zu machen. Petra steht für die Pendler, die vor allem in den Morgenstunden die Stores aufsuchen und es eilig haben. Sie wollen hier beispielsweise einen Kaffee plus Croissant kaufen und schnell auschecken. Für sie gibt es im Pilotshop den Self-Checkout. Ein anderes Bedürfnis hat Harry, der Berufskraftfahrer oder auch Handwerker, der regelmäßig auch unterschiedliche Total-Stationen aufsucht. Er bekommt einen schnellen Snack oder ein Meal Deal, kann

Punkte sammeln über den „Total Club“ und eventuell auch Gutscheinkarten einlösen. Der Geschäftsmann Thomas sucht vor allem einen Rückzugsort an dem er sich unterwegs versorgen kann und wo er jederzeit erreichbar ist sowie wichtige Informationen abrufen kann. Für ihn und auch für Lisa ist das Café Bonjour mit seinen Sitzgelegenheiten besonders wichtig an der Tankstelle. Lisa, die City-Kundin, nutzt darüber hinaus, gerne auch rund um die Uhr, die von den Total-Verantwortlichen neue entwickelte „Mobility Wall“. Dort werden elektroniconvenienceshop 2/20


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„Ein Zentrum des neuen BonjourFormats ist die Mobility-Box.“ JULIA HANOT, TOTAL DEUTSCHLAND

„Der Rollout des neuen Shop-Formats startet in Berlin und in Mexiko City.“ STEFFEN ECKERT, SHOP-CHEF TOTAL DEUTSCHLAND

sche Zusatzprodukte rund um Smartphone, Tablet und Laptop offeriert. „Mobility Box“ und Café Bonjour Entsprechend dem Standort der Shops, könne jeder der vier Bereiche modular vergrößert oder verkleinert werden. Das Zentrum des neuen Formats bleibe aber immer die sogenannte „Mobility Box“ mit einem Café Bonjour in der Mitte, erläuterten Eckert und Hanot auf der Berliner „Handel und Wandel“-Bühne. Weitere Bestandteile seien eine Selbstbedienung- und Togo-Theke, eine Fast-Line und im Retail-Bereich viel Frische und unverpackte Produkte. Hinzu komme ein neues Kaffee-Konzept, das Total gemeinsam mit Lavazza entwickelt hat. Weitere Service-Angebote stellte Eckert auf der Fachtagung ebenfalls vor: Wlan, eine Paket-Station und ein speziell zusammengestelltes französisches Weinangebot. Zum Abschluss seiner Präsentation verriet der Shop-Chef von Total Deutschland, dass das Mineralöl-Unternehmen zudem „ein Nahversorgerkonzept in der Pipeline“ habe. 42,500 Quadratmeter Verkaufsfläche Doch nicht nur um Tankstellen-Shops ging es bei der diesjährigen “Handel und Wandel”-Tagung. Auch der unter der momentanen Ausnahmesituation leidende Travel Retail Bereich kam mit Markus Preiß, dem Teamleiter Marketing des Geschäftsbereichs Commercial Activities convenienceshop 2/20

Business Development & Marketing am Flughafen München, zu Wort. Seit der Eröffnung 1992 sei der Flughafen München einer der passagierstärksten in Europa, die Nummer zwei in Deutschland und international auf den vorderen Plätzen, präsentierte er seinen Arbeitgeber. „Die Airport City bietet den Passagieren und Kunden unter anderen rund 150 Shops, 60 Restaurants und Bars, Hotels, zwei Tankstellen sowie eine Brauerei,“ so Preiß. 42,500 Quadratmeter Verkaufsfläche stehen zur Verfügung. Der Flughafen München ist der erste Fünf-SterneFlughafen Europas. Bereits zum zwölften Mal in den vergangenen 14 Jahren hätten ihn die Passagiere wie auch 2019 mit dem World Airport Awards ausgezeichnet. Preiß konnte im Februar noch feststellen, dass der Airport Travel Retail und der Bereich Global-Duty-Free Wachstumsmärkte seien. Er prognostizierte bis zum Jahr 2022 für den Airport Travel Retail ein Wachstum von plus 7,9 Prozent in Deutschland und 5,3 Prozent in Europa. Besonders gut laufen an Flughäfen demnach vor allem auch Spirituosen und Confectionery & Fine Food mit zweistelleigen Zuwächsen. Allerdings, berichtete Preiß, müsse man sich als Flughafenbetreiber auch eine Strategie im Verhältnis zum Onlinehandel erarbeiten. Dazu gehören beispielsweise Vorbestell- und Lieferoptionen, Verknüpfung von Produktangeboten über mehrere Flughäfen hinweg oder auch On-

line-Shops. 45 Prozent der Befragten einer Studie gaben an, dass sie mehr Läden am Flughafen besuchen würden, wenn sie bereits im Vorhinein das Produktsortiment online sehen könnten. Die „Reise“ der Kunden Als Dienstleister für die Branche empfahlen Robert Lettau und Jens Tarnowski ihre Agentur Syndicate Design. Der Creative- und der Account-Director aus Hamburg wollen Marken, also auch Handelsmarken, und ihre Kunden bei der gemeinsamen Reise durch die Convenience-Welt begleiten: „mit passenden Strategien, zielgerichteten Ideen und klarem Design“, wie beide betonten. Es gehe dabei insgesamt um die ,,Reise“ eines potenziellen Kunden über verschiedene Touchpoints mit einer Marke, bis er eine intendierte Zielhandlung, nämlich einen Kauf, durchgeführt habe. Das sei notwendig: Denn Produkte würden immer vergleichbarer immer austauschbarer, immer ähnlicher. „Daher ist die Interaktion mit der Marke heutzutage immer wichtiger“, so die beiden Referenten. Rund zehn weitere Redner versorgten die Teilnehmer mit frischen Branchen-Infos. Hinzu kamen Gründer von Startups mit ihren Innovationen und einige Aussteller. Alle berichteten von neuen Herausforderungen. Mit der aktuellen Situation rund um die aktuelle Corona-Bekämpfung hatte wohl keiner gerechnet. 33


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NEWS Products

POWER MIT GESCHMACK Mit der neuen Produktreihe XD Power setzt Rockstar auf Performance und Verzehranlässe.

Snack-Theken, Bistro und To-go beleben die Shops. Und im Foodservice ist reichlich Platz für Neuheiten.

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Dr. Oetker

Mit einer weiteren Sorte erweitert Dr. Oetker seine mediterrane Range Intermezzo. Die kleine Mahlzeit bietet drei Käse mit Frühlingszwiebeln und Sauerrahm. Emmentaler, Provolone und geräucherter Gouda finden auf dem ovalen Intermezzo-Boden Platz. Je nach Sorte, wird Intermezzo in acht bis zwölf Minuten bei 220 Grad Celsius Ober- und Unterhitze aufgebacken.

2.

JTI

Mit Camel hat der Tabakhersteller JTI eine Markenikone im Portfolio. Jetzt zeigt Camel mit einer limitierten Edition, dass die Marke auch anders kann. An die Stelle des Kamels rücken Bären, Zebras und Wildkatzen. Die neuen Hauptdarsteller werden auf den Camel Yellow und Blue zu sehen sein. Darüber hinaus erhalten diese Marken Motive, die ebenfalls tierisch im Trend liegen: Die Camel Blue wird als viertes Motiv mit einem Alpaka geziert und die Camel Yellow mit einem Gorilla.

Die XD Power-Range versorgt Konsumenten mit Koffein aus natürlichen Quellen sowie der neuen Trendzutat BCAA aus den USA und fährt eine Geschmacksvielfalt auf: XD Power ist ab sofort in den Sorten „Waldmeister Boost, „Hardcore Appl“, und „Berry Blast“erhältlich. Ob Fitness, Gaming, Lernen oder Arbeiten – mit der Einführung von XD Power fokussiert sich Rockstar Energy auf die Hauptverzehranlässe von Energydrinks und setzt dabei auf Geschmacksinnovationen. Alle XD Power-Sorten beinhalten außerdem 1000 Milligramm BCAA, verzweigtkettige Aminosäuren. Darüber hinaus sind zudem Vitamin B 6 und 32 mg Koffein aus natürlichen Quellen pro 100 Milliliter enthalten.

NEWS GASTRO

1.

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Reemtsma

Für mehr Frische in seinem Zigarettensortiment sorgt Reemtsma mit den neuen Rizla Aroma Cards in den Varianten „Ice“ und „Menthol“. Das Prinzip ist simpel erklärt: Einfach eine Aroma Card in die Packung

KRAFT HEINZ Mit den zwei neuen Ketchup-Varianten „Tomatenketchup salz- und zuckerreduziert“ im 10 Liter-Eimer sowie „Tomatenketchup Bio“ im 875 ml-Format will die Marke den Anforderungen an eine gesündere Ernährung entsprechen. Sie bietet eine Besonderheit: Kraft Heinz ist einer der ersten Hersteller, der diese Sorten auch im Großformat anbietet.

ALPENHAIN Die neuen Back-Camembert Donuts sind außen knusprig und innen mit cremigem Camembert gefüllt. Sie sind ein schnell zubereiteter Snack, oder eine ausgefallene vegetarische Beilage ohne Zusatzstoffe. Paniert und vorgebacken zu 25 Gramm pro Stück, sind sie ideal für die Bistrotheke.

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Sorten an. Nuii Salted Hazelnut & Tanzanian Coffee setzt auf die Kaffeeliebe der Deutschen. Es bietet Kaffee-Eiskrem mit gemahlenen tansanischen Kaffeebohnen aus Fair-Trade-Anbau. Es ist von einer Schokoladensauce durchzogen und von Zartbitterschokolade umhüllt.

6. Almdudler 6 4

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schieben, mindestens 60 Minuten warten. Je länger die Aroma Card in der Packung ist, desto intensiver das Aroma. Anschließend werden die Zigaretten wie gewohnt geraucht. Die neuen Rizla Aroma Cards sind verpackt erhältlich.

4.

SCHNE-FROST Mit den „Hash Brown Fries crispy Rösti-Stäbchen“ im rustikalen HandmadeStyle bietet Schne-frost eine Snackalternative. Die Hash Brown Fries lassen sich in der Fritteuse, im Backofen oder Combidämpfer zubereiten und sollen auch bei langer Standzeit ihre Konsistenz behalten. Das Produkt gibt es in viermal 1.500 GrammGebinden. Es ist tiefgekühlt und auch für das Shop-Bistro ready to serve.

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OSCAR WEIL Abrazo bietet jetzt vollverseifte Mini-Pads aus Stahlwolle. Die Reinigungskissen verhelfen kleinen Küchengadgets wie Spiralschneidern, Käsereiben, Nudelschöpfern & Co. zu neuem Glanz. Basierend auf pflanzlichen Rohstoffen, soll Abrazolino dem Schmutz zu Leibe rücken: chemiefrei, vegan und 100 Prozent kompostierbar.

Radeberger Gruppe

Jever Fun startet jetzt mit seiner zweiten Variante Blutorange. Der alkoholfreie Biermix vereint den Charakter des friesisch-herben Jever Fun mit fruchtignaturtrüber Blutorangen-Limonade. Er ist ohne künstliche Süßungsmittel, nur mit natürlichen Aromen versehen. Der Neuzugang kommt auch im Sechserträger in den Handel. Um Jever Fun Blutorange bekannt zu machen, wird die nationale Jever Pilsener-Kampagne um einen Kurzspot ergänzt.

5.

Froneri

Das neue Nuii Salted Hazelnut & Tanzanian Coffee soll jetzt Ostafrika-Feeling in die Tiefkühltruhen bringen. Damit wächst die Eismarke von Froneri Schöller auf fünf

Für einen Energieschub auch in den C-Stores will die neue Sorte Almdudler Mate & Guarana in der 0,33 Liter Glas-Mehrweg-Longneckflasche sorgen. Almdudler Original trifft hier auf belebenden Mate- und Guarana-Extrakt. Das Energiebündel hat 32 Milligramm natürliches Koffein pro 100 Milliliter. Das entspricht 1,5 Tassen Espresso. Zudem enthält der Functional Drink 30 Prozent weniger Zucker als herkömmliche Energydrinks.

7.

Franken Brunnen

Mit den kohlesäurefreien Sorten Honigmelone Aprikose und Drachenfrucht Erdbeere sind ab sofort zwei neue Fruit2go-Varianten von Frankenbrunnen im Handel. Das Duo in Hellgelb und Rot will mit Geschmack und farblicher Abwechslung für neue Kaufimpulse sorgen. Promotion-Maßnahmen unterstützen die Einführung am PoS. Bei Vorabtests hätten sie im Geschmack mit Bestnoten überzeugt.

8.

Houdek

Der Wurstsnack Knabber Spaß kommt jetzt mit Verpackung in die Shops. Zu diesem Zweck hat das Traditionsunternehmen aus Bayern eine neues Outfit mit farbigem Schriftzug entworfen. Mit 25 Gramm pro Stück bieten die Würstchen eine angemessene Verzehrmenge auch für Kinder. Damit eignen sie sich als Snack am Nachmittag oder am Abend. Es gibt sie in den zwei Sorten Klassik und Heumilchkäse,

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NEWS Products

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Quarkwerk

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Das Startup Quarkwerk startet mit einem Quarkriegel in den Markt. Der Riegel präsentiert Quark, umhüllt von einer Kakaoglasur. Innen ist er weich, außen knackig. Und er setzt auf Eiweiß. Der Riegel ist Bio-zertifiziert, ohne Farb- und Konservierungsstoffe und mit wenig Zucker. Die Zutaten kommen laut Hersteller aus dem Norden der EU, wo die Produkte in einer prämierten Molkerei hergestellt werden. Der Riegel ist Begleiter zum Espresso oder für die Pause.

10.

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Hövelmann

Mit der neuen Geschmacksrichtung Limette-Minze will Hövelmann an den Erfolg von Rheinfels Quelle Lemon anknüpfen. Limette-Minze ist ein kalorienfreies Getränk mit herber Limette, einem Hauch kühler Minze und basiert auf Mineralwasser. Abgefüllt wird Limette-Minze in die 0,75 Liter Einwegflasche. Sie entspricht dem Trend zu kleineren Einweggebinden für zuhause und für unterwegs.

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11.

12. Gerolsteiner

Passend zum Wechsel der Jahreszeiten, gibt es Gerolsteiner Mineralwasser in einer Frühlingsedition. Ab sofort präsentieren sich die drei Varianten Gerolsteiner Sprudel, Medium und Naturell für diese Limited Edition mit einem besonderen Etikettendesign, die einen Hauch von Frühling in die C-Stores bringen. Das Gebinde ist die 0,75-Liter-PET-Einwegflasche.

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LIMO ULTRA LEICHT Die Limo von Granini hat ein Produktkonzept mit nur neun Kalorien pro 100 Millilitern für den Impuls-Markt Die Innovation sei ein echter Geschmackstrendsetter, so der Hersteller. Es gibt sie in der Sorte Kokoswasser-Zitrone. Die Limonade ist kalorienarm und ohne Süßungsmittel und sei damit einzigartig im Limonadenmarkt. Außerdem will die Ultra-Leicht-Variante durch ihr modernes Auftreten überzeugen. Damit erweitert Granini die Range „Die Limo“. Gesundheitsorientierung sei längst keine Nische mehr, sondern ein Megatrend, begründet das Unternehmen die Neueinführung.

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Well Plus Trade

Der Hersteller von Sportlernahrung hat einen neuen Gesamtauftritt seiner Marken erarbeitet. Auch die Marke Power Systems erfuhr einen Relaunch. Power System-Enjoy Protein soll künftig die „gesündere“ Alternative zur Süßigkeit sein. Der Riegel bietet Inhaltsstoffe für aktive Menschen. Auch Verbraucher, die in ihrem Lifestyle auf pflanzliche Produkte setzen, sind hier richtig. Daneben gibt es die Varianten Professional Performance für alle Leistungssportler und Active Lifestyle für Hobbysportler.

Convivo

Mit Take Off Hanf erweitert die Lekkerland-Tochter Convivo ihre Energydrink-Eigenmarke. Mit der Innovation will man den Shop-Betreibern ein Produkt bieten, das die Trends Energydrinks und Produkte mit Hanfsamen-Extrakt vereint. Die neue Geschmacksrichtung Hanf enthält, neben den Zutaten der Energy-Rezeptur, Hanfsamen-Extrakt ohne das Rauschmittel Tetrahydrocannabinol. Der Extrakt schmeckt leicht süßlich und verleiht dem Getränk eine nussige Note. Abgefüllt wird die Sorte in einer grünen Dose, auf der neben dem roten Take Off Button illustrierte Hanf-Blätter abgebildet sind.

14. Coca

Cola

Eine neue Variante Minze der Marken-Range Honest Bio Tee Minze stellte Coca Cola vor. Die Neuenführung ist, wie alle Getränke aus der deutschen Produktfamilie, ausschließlich in der 330 ml Mehrweg-Glasflasche erhältlich. Die Innovation ist ein kalorienarmer grüner Bio-Tee, der mit Minze und etwas Bio-Zucker verfeinert wird. Honest Bio Tee ist ein aufgebrühter und kalorienarmer Tee. Ab Mitte 2020 werden alle Honest Bio Tees zusätzlich Fairtrade-zertifiziert sein.

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NEWS INDUSTRIE

BRAN CHEN NEWS

2020

Veltins stärkt WintersportEngagement Die Brauerei C. & A. Veltins, Meschede-Grevenstein, verstärkt ihr Engagement bei großen nationalen und internationalen Wintersport-Events. Bis zum Saisonende 2021/2022 wird die Marke Veltins weiterhin Partner der Vierschanzentournee sowie zahlreicher Weltcups im Skisprung, in der Nordischen Kombination und im Langlauf sein. Dazu kommen viele weitere Maßnahmen. Marketingdirektor Herbert Sollich: „Die furiosen Zahlen unterstreichen die Begeisterung für den Wintersport in Deutschland. Das ist eine hilfreiche Ergänzung zu unseren Maßnahmen im Fußball“.

Hövelmann ist zuversichtlich

Das System von Sell & Pick meldet beispielsweise, wenn es irgendwo im Convenience-Store hakt. So ist schnelle Abhilfe möglich.

Hack kooperiert mit Sell & Pick

Die RheinfelsQuellen H. Hövelmann GmbH & Co. KG konnte sich 2019 der allgemein rückläufigen Branchenentwicklung nicht entziehen und blieb unter dem Rekordabsatz des Vorjahres. Das teilt das Unternehmen kürzlich mit. Mit 681,3 Mio. Liter (2018: 713,7 Mio. Liter) lag der Gesamtabsatz um 4,5 Prozent niedriger. Die Anzahl der gefüllten Flaschen belief sich auf 753 Mio. (2018: 782 Mio.). Das Familienunternehmen belegt damit weiter den 6. Platz auf der Rangliste der größten deutschen Mineralbrunnen. Mit seiner starken Mehrwegorientierung übertrifft das Unternehmen auch die gesetzlich verankerte Mehrwegquote. So waren im Jahre 2019 rund 85 Prozent der abgesetzten Gebinde Mehrwegflaschen. Der Anteil der Glasflaschen am Mehrwegabsatz stieg im betreffenden Zeitraum von 49 auf 53 Prozent. Der Geschäftsentwicklung im laufenden Jahr sieht die geschäftsführende Gesellschafterin Heidrun Hövelmann zuversichtlich entgegen: „Wir sind gut gestartet und gehen für 2020 von einer positiven Absatzentwicklung aus.“

Fotos: PepsiCo, Hack AG

PepsiCo: Marken für Sprudler Der Technologie-Dienstleister Sell & Pick startet gemeinsam mit der Bakery Solution, einer Tochter der Hack AG, eine neue Beratungsleistung für Tankstellen und den PoS. Durch das Projekt würden alle verfügbaren Daten in Echtzeit zusammengeführt und als Nutzer werde dem Shopbetreiber, mitgeteilt, wenn es irgendwo in seinem Laden „hakt“. Dafür fließen interne und externe Daten aus dem Kassensystem, der Warenwirtschaft, Personalplanung, Rechnungsmanagement, HACCP-Software, von Mystery Checks ebenso wie der aktuelle Wetterbericht und regionale Feriendaten automatisiert über eiconvenienceshop 2/20

ne zentrale Schnittstelle zusammen. Sie werden direkt in Handlungsempfehlungen übersetzt. „Das Stichwort lautet ‚Data into Insighs into Action‘“, sagt Sell & Pick- Chef Andreas Steinbeißer. „Jeder Nutzer bekommt von der KI-Software eine individuelle Ausspielung der für seinen Verantwortungsbereich relevanten Analyseergebnisse.“ Gemeinsam wollen der TechnologieDienstleister und Hack den Service der 30 Außendienstmitarbeiter auf eine neue Qualitätsstufe heben. Die Initiative helfe der Tankstellen- und Convenience-Branche auch, die Beratungsarbeit vor Ort effektiver zu gestalten.

PepsiCo will jetzt mit Sodastream auch das wichtige Softdrink-Segment im deutschen Sprudler-Markt markengerecht umgestalten. Das Unternehmen kommt deshalb ab Mai 2020 in Deutschland mit einer kompletten Sirup-Range der PepsiCo-MarMit vielen Marken geht PepsiCo ken für Sprudler in den jetzt auch in den Sprudler-Markt. Handel. Mit den Pepsi-Sirups wage das Unternehmen nun den Schritt aus der Flavour-Nische in den Großflächenmarkt, sagt der PepsiCo-Partner Rüdiger Koppelmann, Geschäftsführer von Sodastream Deutschland/Österreich zu diesem Schritt des Herstellers. Zehn Sirup-Sorten à 440 ml ermöglichen ab dem Frühling das Sprudeln von je 9 Litern Fertiggetränk: Pepsi, Pepsi Max, 7up, 7up free, Mirinda, Mirinda Light, Schwip Schwap, Schwip Schwap Zero, Mountain Dew und Moutain Dew No Sugar. 37


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INDUSTRIE Tabakwaren

Fotos: Getty Images, Juul, JTI,Heintz Van Landewyck, Reemtsma, Phillip Morris, Hauser, Gizeh

Für Genuss und Gesundheit

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Produkt, Packaging, Platzierung und Preis sind die Ansatzpunkte der Industrie, das Geschäft mit Zigaretten und Tabak in einem herausfordernden Umfeld positiv zu entwickeln. Gleichzeitig kämpfen die Anbieter der Next Generation Products gegen eine Stimmungseintrübung auf Grund von „Fake News“. Was beide Kategorien eint, ist der Trend zur Individualisierung der Genusswünsche. TEXT BRUNO REIFERSCHEID

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E-Zigaretten sind nicht harmlos, aber sie sind weniger gesundheitsschädlich, meinen auch Wissenschaftler.

Der Absatz von Zigaretten im Jahr 2019 war stabil bis leicht rückläufig. Im Feinschnittsegment gab es einen leichten Absatzrückgang, im Bereich Zigarren und Zigarillos allerdings ein größeres Minus. Doch es gab auch Gewinner. Zu diesen zählt nach eigenen Angaben beispielsweise der Anbieter Pöschl Tabak im bayerischen Geisenhausen. Man freue sich über das starke Wachstum der Pöschl-Marke Pueblo Blue, die hinter Pueblo Classic nun auf Platz zwei im Segment „additivfreier Feinschnitt“ liegt. „Auch einige Schnupftabake wie zum Beispiel unser Ga-

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INDUSTRIE Tabakwaren

Das Marktsegment der E-Zigaretten entwickelt sich weiterhin dynamisch.

„Die aktive Förderung der Kategorie E-Zigaretten durch den Handel ist absolut erfolgskritisch.“ TOBIAS GERLACH, PUBLIC POLICY & COMMUNICATIONS DIRECTOR BEI JUUL

„Potenziell risiko-reduzierte Produkte werden langfristig weiter an Bedeutung gewinnen.“ HEIKE MARIA LAU, LEITERIN POLITIK & KOMMUNIKATION BEI JTI

„Wir sehen uns in der Pflicht, unsere Handelspartner zu unterstützen, ihr Wissen an den Endverbraucher weitergeben zu können.“ STEFAN MORANDINI, MARKETINGLEITER HEINTZ VAN LANDEWYCK

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with Original und JBR Green, haben sich positiv entwickelt“, berichtet Firmensprecher Alexander Dalli. Zufriedenheit herrscht auch bei JT International Germany, JTI: „Das Gesamtabsatzvolumen ist gestiegen, so dass wir einen Zuwachs von mehreren Prozentpunkten verzeichnen konnten. Ein wesentlicher Teil des gesteigerten Volumens entfällt dabei auf die Marke Winston“, berichtet Heike Maria Lau, die verantwortliche Leiterin Politik & Kommunikation bei JTI. Ideen und Innovationen Fest steht aber auch, dass in einem schwierigen Marktumfeld die Tabakwarenbranche unter (Innovations-) Druck steht. Beim Tabakwarenanbieter Heintz van Landewyck, in Trier, war 2019 deshalb das Jahr der Produkt-Relaunches. „Im Fokus standen die Marken Ducal und Elixyr. Der Ducal Premium-Stopftabak in der runden 200 Gramm-Dose ist nun dank neuem Design noch deutlicher als Fünf-Sterne-Tabak zu erkennen“, erklärt Stefan Morandini, Marketingleiter des Unternehmens. „Auf eckige Dosen setzen wir fortan bei den Elixyr-Volumentabaken, die ein frisches, modernes Image vermitteln.“ Dabei wurde aus dem bisherigen Farbton Purple jetzt Red, „um am POS noch deutlicher hervorzustechen.“ Als weitere wichtige Neuerung nennt Morandini die Grammatur-Erhöhung beim Elixyr-Eimer um 330 Gramm, der für attraktive 45 Euro erhältlich ist. „Jede Platzierung profitiert vom aktiven Ansprechen der Kunden. Hier sehen wir uns in der Pflicht, unsere Handelspartner zu unterstützen, ihr Wissen und damit ihre Beratungskompetenz an den Endverbraucher weitergeben zu können. Zudem lohnt es sich immer, das Vollsortiment im Regal zu platzieren, um auf jeden Kundenwunsch eingehen zu können.“ Wissen und Beratung von Reemtsma Auch bei Reemtsma, unter anderem mit den Marken John Player Special, Gauloises und West, sieht man eine funktionierende Partnerschaft mit dem Handel als Schlüsselfaktor für weitere Markterfolge an. Man wolle den Handel dabei unterstützen, am Point of Sale Produktwissen mit Beratungsleistung zu verknüpfen. So beispielsweise beim Thema „Mentholverbot“. Denn ab dem 20. Mai 2020 ist der Verkauf von Rauchtabakprodukten mit Menthol und anderen Aromen europaweit untersagt. Auch Tabakerhitzer mit Menthol sind davon betroffen. E-Zigaretten mit Menthol bleiben jedoch weiterhin erlaubt. „Aus Konsumentenbefragungen wissen wir, dass ein Großteil der Menthol-Raucher auch nach dem 20. Mai bei klassischen Tabakprodukten bleiben wird, während rund jeder Zehnte den Umstieg auf E-Zigaretten plant“, sagt Bernd Lutter, Market Manager Deutschland bei Reemtsma. Das zeige zweierlei: Zum einen müssen Händler geconvenienceshop 2/20


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BAT: Invest von vier Milliarden US-Dollar „BAT fokussiert sich seit Langem darauf, eine Auswahl an Produkten mit hohem Zufriedenheits- und Genussfaktor anzubieten, die im Vergleich mit Zigaretten potenziell risikoreduziert sind,“ erläutert Daniel Terveen-Strunck, B2B Manager bei British American Tobacco Germany, gegenüber Convenience Shop. Seit der Einführung der ersten E-Zigarette im Jahr 2013 in Großbritannien habe BAT eine bemerkenswerte Entwicklung vollzogen: Das Unternehmen sei heute mit seinem großen Angebot an innovativen Produkten in mehr als 40 Ländern auf der ganzen Welt vertreten. BAT habe in den zurückliegenden Jahren über vier Milliarden US-Dollar in die Entwicklung, Herstellung und Vermarktung dieser Produkte investiert.

Wahrer Tabakgenuss


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INDUSTRIE Tabakwaren

„Es gibt einen wachsenden Wunsch nach vielfältigeren Produkten mit verschiedenen Risikopotenzialen.“ BERND LUTTER, MARKET MANAGER DEUTSCHLAND BEI REEMTSMA

„Wir glauben an eine rauchfreie Zukunft und damit natürlich auch an den Erfolg risikoreduzierter Produkte.“ CHRISTIAN GARRELS, LEITER KOMMUNIKATION PHILIP MORRIS

nau wissen, welche Produkte vom Mentholverbot betroffen sind. Zum anderen muss dieses Wissen auch in Beratungsleistung übersetzt werden, um allen betroffenen Kunden konkrete Alternativen bieten zu können. Das gilt sowohl für Kunden, die gern weiterhin bei klassischen Tabakprodukten bleiben möchten und künftig etwa bei der neuen West Polar fündig werde als auch für wechselwillige Kunden. An diese richtet sich Reemtsma mit den verschiedenen Varianten der E-Zigarette unter der Marke von Myblu oder dem Kautabak Skruf. Falscher Alarm bei E-Zigaretten Zwar ist der Markt mit E-Zigaretten im vergangenen Jahr von 400 auf 500 Millionen Euro gewachsen sein, wie das Bündnis für Tabakfreien Genuss berichtet, und werde sein „dynamische Wachstum in den nächsten Jahren weiter fortsetzen“, so Tobias Gerlach, Public Policy & Communications Director bei Juul Labs Germany. Allerdings gab es für die Anbieter im zweiten Halbjahr 2019 auch Rückschläge zu verarbeiten. Grund waren Berichte über Todesfälle und Erkrankungen in den USA, die auf die Nutzung von E-Zigaretten zurückgeführt wurden. Einerseits ärgerlich, andererseits erfreulich für die Branche: Die Ergebnisse der Studie zu gesundheitlichen Risiken von E-Zigaretten haben sich mittlerweile als unseriös erwiesen. Denn wie Anfang März 2020 bekannt wurde, hat das renommierte „Journal of the American Heart Association“ (JAHA) die Studie zu angeblichen gesundheitlichen Schäden durch E-Zigaretten des Center for Tobacco Control Research and Education an der University of California von der Veröffentlichung zurückgezogen. Denn die Ergebnisse, die vielfach als wissenschaftlicher Beleg für die angeblich hohe Schädlichkeit von E-Zigaretten angeführt wurden, stehen deutlich im krassen Gegensatz zur tatsächlichen Datenlage. Bei Philip Morris, Hersteller und Anbieter auch des Tabakerhitzer Iqos, begrüßt man die Entscheidung des JAHA und fordert „eine faktenbasierte Auseinandersetzung mit risikoreduzierten Alternativen in Medien und Öffentlich-

Hauser: Guter Preis für „The King“

Preis und Qualität müssen stimmen: Die Marke „The King“ von Hauser.

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International sind die Zigarettenpreise in den vergangenen Jahren stark angestiegen. Konsumenten suchen deshalb nach Qualitätsprodukten zu einem Preis, der noch zu ihrem verfügbaren Einkommen passt. Davon ist der Tabakwaren-Hersteller Hermann Hauser in Augsburg

überzeugt. Das Unternehmen sieht sich deshalb als Lieferant der preisattraktiven Zigarettenmarke „The King“ gut aufgestellt. Die Marke stehe für zeitgemäßes Design und internationale Qualität zu einem erschwinglichen Preis und hat sich nach Firmenangaben international schnell etab-

liert. Das gelte auf den europäischen Märkten Italien, Frankreich, Spanien, Österreich und der Tschechien. Die Marke werde in der EU hergestellt und entspreche EU-Standards. Sie wurde in Deutschland 2019 eingeführt, und hat verfügt eine mehr als 70jährige Geschichte. convenienceshop 2/20


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keit, die sich an der Lebenswirklichkeit der Raucher und nicht an ideologischen Grabenkämpfen orientiert.“ Es seien wissenschaftlich gesicherte Fakten mit Halbwahrheiten und Fehlinformationen vermischt worden. „Die Folge ist eine emotionale Diskussion, die kaum dazu beiträgt, Rauchern weniger gesundheitsschädliche Alternativen aufzuzeigen“, heißt es unter Verweis auf das Deutsche Krebsforschungszentrum (DKFZ). „E-Zigaretten sind nicht harmlos, aber sie sind deutlich weniger gesundheitsschädlich als herkömmliche Zigaretten, das ist ein wissenschaftlicher Konsens“, so Ute Mons, Leiterin der Stabsstelle Krebsprävention des DKFZ. Zudem seien sie eine Möglichkeit, Raucher von der Zigarette wegzubekommen. Reemtsma: für Qualitätsversprechen Bei Reemtsma verweist man in diesem Zusammenhang zusätzlich auf eine Klarstellung des Bundesinstituts für Risikobewertung (BfR) von Ende Januar 2020. Diese besagte, dass von geschlossenen E-Zigarettensystemen wie Myblu von Reemtsma keine Gefahr für schwerwiegende Lungenkrankheiten ausgeht, die Ende 2019 in den USA auftraten und in den Zusammenhang mit der Nutzung von E-Zigaretten gebracht wurde. „In einem so dynamischen Marktsegment wie der E-Zigarette haben die tragischen Vorfälle in den USA auch spürbare Auswirkungen auf den deutschen Markt gehabt. Daher begrüßen wir die jüngste Stellungnahme des BfR ausdrücklich“, so Reemtsma-Manager Lutter. „Als Marktführer bürgen wir dafür mit dem Reemtsma-Qualitätsversprechen. Durch das BfR sehen wir uns nun einmal mehr bestätigt.“ Kautabak kommt Der Trend hin zu einem gesundheitsbewussteren Konsum hat auch bei Reemtsma eine Feinjustierung der eigenen Positionierung bewirkt. Diese Entwicklung soll mit mehr Auswahl und vielfältigeren Produkten und verschiedenen Risikopotenzialen beantwortet werden. „Vor diesem Hintergrund haben wir unser Portfolio im Jahr 2019 weiter ausgebaut und differenziert, zum Beispiel durch neue Aromen für unsere E-Zigarette Myblu und durch den Launch unserer Kautabak-Marke Skruf – als erster Anbieter unter den großen Tabakfirmen im deutschen Markt“, so Reemtsma-Manager Bernd Lutter. „Damit bieten wir erwachsenen Konsumenten heute bereits eine Vielzahl von Produktinnovationen und Wahlmöglichkeiten – mit und ohne Tabak, mit und ohne Rauch sowie mit verschiedenen Nikotinstärken bis hin zu nikotinfrei.“ Bemerkenswert sei die Entwicklung im Bereich Kautabak, einer im deutschen Markt noch relativ unbekannten

Mehr als 250 geladene Gäste, feierten mit dem Deutschland-Chef von Philip Morris, Markus Essing, die Eröffnung der neuen Markenwelt in Berlin.

Ein Flagship-Store für Iqos Vis-a-vis der KaiserWilhelm-Gedächtniskirche in Berlin hat der Tabakwaren-Hersteller Philip Morris den mit 257 Quadratmetern Ausstellungsfläche weltweit größten Iqos-FlagshipStore eröffnet. Hier können sich erwachsene Raucher ab sofort über den Tabakerhitzer Iqos informieren. „Wir arbeiten mit vollem Einsatz und großer Leidenschaft daran, den Menschen eine rauchfreie Zukunft zu ermöglichen“, so Markus

Essing, Vorsitzender der Geschäftsführung bei Philip Morris . „Und wir sind stolz darauf, ab sofort mit dem neuen Iqos-Store eine attraktive Plattform zu haben, über die Kunden unser Produkt kennenlernen und sich über eine schadstoffreduzierte Alternative zur Zigarette informieren können.“ Mit der Vision einer rauchfreien Zukunft und der Einführung des Tabakerhitzers Iqos Ende Mai 2017, durchläuft Philip Morris

aktuell die größte Transformation seiner Geschichte. Um das Ziel einer rauchfreien Zukunft Realität werden zu lassen, arbeiten etwa 430 Wissenschaftler, Ingenieure und Techniker an neuen Produkten, die das Risiko des Rauchens minimieren sollen. Der Store ist in „normalen Zeiten“ von 10 bis 20 Uhr geöffnet, außer sonntags. Neben diesem Store gibt es bundesweit 50 weitere Iqos-Stores und Corners.


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INDUSTRIE Tabakwaren

Kategorie, die jedoch stetig wachse. Bei Reemtsma verweist man auf Daten der Nielsen-Marktforschung. Demnach wurden im Jahr 2019 im traditionellen Einzelhandel rund 51 Tonnen Kautabak abgesetzt. „Im Vergleich zum Vorjahr hat sich der Absatz somit mehr als verdoppelt, so Lutter. Mit der Marke Skruf habe man seit Einführung in Deutschland binnen kürzester Zeit beachtliche Marktanteile gewonnen und ist aktuell die Nummer zwei im deutschen Kautabakmarkt.

Die Ducal-Dosehat ein neues rotes Design erhalten.

Der FeinschnittMarkt ist stabil. Das gilt auch für American Spirit.

JTI setzt weiterhin auf seine starke Marke Winston.

Für Raucher leicht zu handhaben: Iqos von Philip Morris.

Zum Thema Iqos Heets klärt Philip Morris auch in seinen Shops auf.

Gizeh: Blättchen-Markt stabil Der Markt für Blättchen zum Selbstdrehen ist „konstant und im Trend bemerkenswert stabil“, sagt Christian Hinz, Geschäftsführer Gizeh Raucherbedarf in Gummersbach. Deutlich besser als ursprünglich erwartet, hätten sich Gizeh Black Fine Blättchen im Magnetbüchel entwickelt. Dieses Produkt aus der Black-Linie ist schon seit einigen Jahren auf dem 44

Markt und habe im vergangen Jahr überdurchschnittlich viele Verwender gewonnen. Hinz beobachtet einen Trend zu immer größerer Individualisierung von Genuss. Man werde darauf mit regelmäßigen Innovationen in einem tief ausgestalteten, vielfältigen Portfolio an Blättchen, Filtern und Filterhülsen reagieren, so die Ankündigung des Firmenchefs.

Für Christian Hinz, Geschäftsführer von Gizeh, wird Tabakgenuss individueller.

Jugendschutz groß geschrieben Auch beim E-Zigaretten-Anbieter Juul Labs Germany mit Sitz in Hamburg und aktuell rund 10.000 Verkaufspunkten in Deutschland beobachtet man grundsätzlich ein hohes Interesse und eine hohe Nachfrage der Konsumenten nach Alternativen zur klassischen Zigarette. „Man sollte nicht vergessen, dass es nach wie vor rund 18 Millionen Raucher in Deutschland gibt. Wir gehen daher davon aus, dass viele dieser Raucher in den nächsten Jahren von Tabakzigaretten zu weniger gesundheitsschädlichen Alternativen wechseln werden“, analysiert Tobias Gerlach, Public Policy & Communications Director des Unternehmens. „Dabei ist es wichtig, dass Raucher zwischen verschiedenen Alternativen wählen können, unter anderem auch E-Zigaretten die gemäß einer im Januar 2019 im New England Journal of Medicine veröffentlichten Studie doppelt so wirksam sind wie andere Nikotinersatzmittel, wenn es darum geht, ausstiegsbereite Raucher bei der Abkehr von Tabakzigaretten zu unterstützen.“ Zielgruppe seien ausschließlich erwachsene Raucher und nicht Menschen, die aktuell kein Nikotin konsumieren. Um den Konsum durch Minderjährige zu bekämpfen, befolge man nicht nur die lokalen gesetzlichen Vorschriften, sondern geht – wo erforderlich – sogar deutlich darüber hinaus. So umfassen die Jugendschutz-Maßnahmen von Juul Labs in Deutschland insbesondere ■ sichtbare Nikotin-Warnhinweise auf allen PoS- und Marketingmaterialien, ■ die Adressierung aller Marketingmaßnahmen ausschließlich an erwachsene Raucher über 30 Jahre, ■ eine doppelte Altersverifizierung bei Online-Käufen im Juul-Webshop, ■ ein umfassendes Testkaufprogramm mit strikten Sanktionen im Falle von wiederholten Verstößen sowie ■ einen absoluten Verzicht auf Social Media-Aktivitäten. Handelskunden unterstütze man mit vielfältigen Verkaufsförderungs-Tools wie Displays, Visibility Tools etc. sowie mit einem Team von Produktspezialisten und Kundenbetreuern, die mit Produktwissen und Platzierungsempfehlungen beratend zur Seite stehen könnten. Allerdings: „Die aktive Förderung der Kategorie E-Zigaretten durch den Handel ist absolut erfolgskritisch“, formuliert Gerlach. Laut Umfragen seien rund 60 Prozent der erwachsenen Raucher interessiert an alternativen Produkten. „Wir sind daher überzeugt, dass die VapingKategorie für den Handel eine große geschäftliche Chance darstellt und eine hohe Sichtbarkeit und Präsenz in ihren Shops verdient.“ convenienceshop 2/20

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Mit vereinten Kräften? Der Bundesverbandes der Tabakwirtschaft und Neuartiger Erzeugnisse (BVTE) versucht, die Interessen der Tabakwarenbranche zu bündeln. Dazu einige Fragen an Hauptgeschäftsführer Jan Mücke.

Jan Mücke ist überzeugt, dass der BVTE der gesamten Branche Vorteile bringt.

INTERVIEW MARTIN HEIERMANN

Zigarren-, Pfeifen- und Wasserpfeifentabakmarkt und bei neuartigen Erzeugnissen wie der E-Zigarette. Wir sind optimistisch, zu wachsen. Wie wird sich aus Ihrer Sicht der Markt entwickeln?

Fotos: BVTE

Wozu bedarf es im deutschen Markt Ihres Verbandes?

Jan Mücke: Der BVTE versteht sich als Bundesverband für die gesamte Wertschöpfungskette der Tabakund E-Zigarettenwirtschaft, beginnend bei den Tabakpflanzern, über die Maschinenbauer hin zu den Tabakwarenherstellern, den Logistikern und schließlich dem Handel. Wir sind mit 13 Gründungsmitgliedern im September gestartet und haben schon einige weitere Mitgliedsunternehmen und Verbände, die dem BVTE demnächst beitreten werden. Wir sind vom Einzelunter-

nehmer, über das inhabergeführte Familienunternehmen bis hin zum weltweit agierenden Konzern für alle Unternehmensgrößen da und sind stolz darauf, dass wir diese manchmal sehr unterschiedlichen Interessen bündeln können. Wie viel Prozent der Marktteilnehmer vertreten Sie?

Der BVTE vertritt schon heute als Dachverband rund 60 Prozent des Zigarettenmarktes und mehr als 60 Prozent des Feinschnittmarktes. Seine Mitgliedsunternehmen verfügen über signifikante Marktanteile am

„Die neuartigen Produkte haben ihre beste Zeit noch vor sich. Der Markt wird wieder wachsen.“ JAN MÜCKE HAUPTGESCHÄFTSFÜHRER BVTE

Der klassische Tabakmarkt wird sich weiter leicht rückläufig darstellen. Wir wollen, dass diese Produkte weiter ihren Platz behaupten. Aber wir möchten auch die Geschäftsmodelle der Zukunft absichern, deshalb wird der Bereich der neuartigen Erzeugnisse wie der E-Zigarette weiter wachsen. Die durch gepanschte THC-Öle in E-Liquids verursachte Verbraucher-Verunsicherung wird durch uns aktiv angegangen. Wir werden stärker aufklären, die Produktsicherheit in den Vordergrund rücken. Diese Produkte haben ihre beste Zeit noch vor sich.

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INDUSTRIE Internorga

InternorgaMesse im Heft Trotz abgesagter Internorga geht das Geschäft in den C-Stores mehr oder weniger weiter. Wir stellen Ihnen auf den folgenden Seiten Innovationen von Herstellern vor, die Sie sonst auf der Messe getroffen hätten.

MEIKO GREEN BIO MASTER FLEX KOMMT

PORRIDGE UND MILCHSHAKE Mit zwei Neuheiten bringt Milram Food-Service ab sofort starke Impulse in den Außer-Haus-Markt. Als erster Anbieter präsentiert der Marktführer das Trendprodukt Porridge als voll conveniente Lösung. Das Neuprodukt aus Milch, Vollkornhafer und Stärke ist glutenfrei und wird ohne zusätzlichen Zucker hergestellt. Es lässt sich deshalb sowohl süß als auch herzhaft zubereiten.

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Weiteres Highlight ist die neue Milram MilchshakeBasis, die die Herstellung von Milchshakes ganz ohne Speiseeis ermöglicht. Mit der Innovation lassen sich hausgemachte Milchshakes im Standmixer zubereiten: Einfach die flüssige Milchshake-Basis mit Crushed Ice oder Eiswürfeln, frischen Früchten, Espresso, Schoko- oder Karamellsoße, Cookies oder Kuchen mixen und anrichten.

NORDCAP SCHOCKFROSTER SERIE SKF/SKF PLUS „Mithilfe unserer innovativen Gerätschaften können Sie ein Höchstmaß an Hygiene und eine schonende Behandlung der Lebensmittel erreichen“, lautet die Botschaft von Nordcap zur Einführung der neuen Schnellfroster-Serie SKF. Auch für kleine Produktmengen ermöglichen sie eine schnellstmögliche Abkühlung der Lebensmittel und deren korrekte Lagerung. Neben den klassischen Aufgabenbieten haben die Geräte, besonders die SKF Plus-Serie, interessante Zusatzfunktionen.

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Fotos: Internorga, Hersteller

MILRAM FOOD-SERVICE

Meiko, Marktführer rund um das Sammeln und Verwerten von Nassmüll, hat die Präsentation der neuen Eingabestation Bio Master Flex, die 2020 auf den Markt kommt, zunächst einmal mit der Internorga vertagt. „Das Bewusstsein für die Prägnanz einer hygienischen und wirtschaftlichen Handhabe von Speiseresten und organischen Küchenabfällen nimmt spürbar zu“, ist das junge Unternehmen überzeugt. Der einfache und saubere Umgang mit Lebensmittelabfällen sei ein weltweites wichtiges Thema, um das sich gekümmert werden müsse.


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EIPRO GENIESSER OMLETT

MKN FLEXICHEF 2.0 Mit dem FlexiChef 2.0 präsentiert MKN eine neue Generation des Multifunktionsgerätes. Es soll für Profiküchen und Köche der „Optimierer für Zeit, Platz, Effizienz, Qualität, Wirtschaftlichkeit und Motivation“ sein, so der Hersteller. Die Touch-Bedienung Magic Pilot soll so intuitiv und dynamisch funktionieren, dass auch ungeübte Köche erfolgreich damit arbeiten könnten. Unterstützung in der Praxis soll außerdem das MKN Guided Cooking leisten.

Laut Eipro sind die Trends der Foodwelt für 2020: „Proteine – Convenience – Snacks“. Das Unternehmen will für jeden Anlass eine conveniente Lösung rund um das Thema Ei bieten. Neu ist das Eifix Genießer Omelett. Es ist pfannenfertig und für leichte Omeletts ausgerichtet. Das Produkt ergänzt das Sortiment, zu dem Eifix Schlemmer Rührei und Snegg, der runde Rührei-Snack, die frischen Teige sowie das Schalen-Ei Peggys zählen.

DELIFRANCE KLASSIKER UND INNOVATIONEN Délifrance hat einen Snack-Klassiker zum zeitgemäßen Trendsetter aufgepeppt: Heritage Käse-Schinken-Croissant mit Dinkel. Die Aspekte Authentizität und Premium hätten bei der Entwicklung des neuen Produkts im Mittelpunkt gestanden, sagt das Unternehmen. Für das

neue Brownie-Swirl hat Délifrance eine schokoladige Brownie-Füllung gewählt, die von Butterblätterteig umhüllt ist. Gehackte Haselnüsse als Topping runden das „trendige Hybrid-Produkt“ ab. Der Brownie-Swirl wiegt 90 Gramm und eignet sich als Zwischenmahlzeit oder Frühstück, auch To-go.

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INDUSTRIE Internorga

KURZ UND KOMPAKT WMF FRONERI SCHÖLLER

VOLLAUTOMAT WMF 1300 S

ERFRISCHENDE NEUHEITEN Bei FroneriSchöller gibt es wieder viele Neuheiten für die Impulseistruhe. Seit Februar 2020 will das neue Nuii Salted Hazelnut & Tanzanian Coffee noch mehr Entdecker-Feeling in die Tiefkühltruhen bringen. Vor allem erfrischen soll Pirulo Frutti. Bei dem farbenfrohen Newcomer trifft Apfelfruchteis auf Orangensorbet, fruchtiges Erdbeerwassereis und kakaohaltige Fettglasurstückchen. Daraus entsteht ein cooles Eis in ObstspießOptik. Seine beliebte

Kaktus-Range erweitert um einen Newcomer: SpritzigSaurer Kaktus. Hier gibt es Zitronenfruchteis, süßes und saures Apfelwassereis sowie eine Spitze aus grüner Fettglasur und sauren Knisterbrausebonbonsplittern. In Frankreich nach Unternehmensangaben bereits die Nummer Eins unter den Waffeleismarken kommt „Extrême“ jetzt auch nach Deutschland. Waffeleisfans dürfen sich dabei auf insgesamt fünf spannende Sorten freuen.

Bei WMF steht der neue Vollautomat WMF 1300 S im Fokus. Mit einer Tagesleistung von bis zu 120 Tassen und bis zu drei Behältern soll die Spezialitätenmaschine zuverlässiger Begleiter für jedes Kaffeeangebot sein. „Die leistungsstarken Milchsysteme garantieren gleichbleibend hohe Getränkequalität, ob kalte und heiße Milch oder heißer Milchschaum“, sagt das Unternehmen. Ergänzt wird die Ausstattung durch weitere Optionen, beispielsweise für Service,-Design und Technik der neuen Kaffeemaschine.

TULIP FOODSERVICE CONVENIENCE SNACK IDEEN In diesem Frühjahr wartet Tulip Foodservice mit vier neuen Convenience-Ideen auf. Gesetzt wird dabei auf die Kernkompetenzen Bacon, Hackfleischprodukte und Slow Cooking. So kommt Tulip Bacon jetzt als Flakes. Mit den Fully Cokked Bacon Flakes sind die fertig gebratenen und zerkleinerten Stücke direkt einsatzbereit. Auf Geflügelbasis sind die neuen 80 Gramm-Geflügel-Hacksteals mediterrane Art mit entsprechenden Gewürzen und Gemüse entstanden. Neue gefüllte Fleischklößchen bietet Tulip Fingerfood an, als Vorspeise, Beilage oder einfach so. TK-Klößchen aus Schweine- und Rindfleisch gibt es mit Ratatouille- oder Cheddar-Käse Füllung. Dazu kommen die neuen Convenience-Produkte Pulled Eisbein und Spareribs.

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Echte Strohhalme sollten wieder sein dürfen, was sie waren. Deshalb bringt die Berliner OS-Original Strohhalm GmbH natürliche Trinkhalme auf den Markt. Diese natürlichen Trinkhalme sind ein Beiprodukt der Getreideernte, schonend sterilisiert und zu 100 Prozent kompostierbar, teilt das Unternehmen mit. Die Strohhalme seien optimal für Kaltgetränke geeignet, weichten nicht auf und enthalten keine Gluten. Erhältlich sind sie im B2B Shop: www.echte-strohhalme.de Pockets von Bürger sind Päckchen aus Nudelteig mit besonderen, vegetarischen Füllungen. Es gibt sie in den drei Zutaten-Kombinationen: Rote Beete-Süßkartoffel, Linsen-Karotte und ZiegenkäseMango. Sie sind tiefgekühlt, einzeln entnehmbar und einfach in Kombidämpfer oder Pfanne zuzubereiten. Dip Fries, eine Innovation zum Snacken und Dippen, stellt Agrarfrost vor. Damit setzt des Unternehmen den beliebten Klassiker Pommes Frites neu in Szene. Als kleiner Snack mit würzigem oder fruchtigem Dip für zwischendurch, als Fingerfood oder für mehrteilige Gerichte aus verschiedenen Beilagen. Bull‘s Eye, die Premium-Sauce von Kraft Heinz Foodservice , hat einen intensiven und rauchigen Geschmack, basierend auf dem amerikanischen Originalrezept für BBQ-Saucen. Jetzt kommt das Produkt im neuen zwölf Kilo Eimer. Dieser biete dem Foodservice-Bereich eine sehr gute Grundlage für vielfältige Anwendungen, sagt das Unternehmen. Flexichef 2.0 ist die neue Generation der MultifunktionsKochgeräte von MKN. Die Touch-Bedienung MagicPilot soll dafür sorgen, dass auch ungeübte Köche erfolgreich damit arbeiten können. Unterstützung leistet auch das MKN Guided Cooking.

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ISM INDUSTRIE

Viele Kunden wissen sehr genau, dass in Süßwaren viel Zucker steckt, was während der ISM oft zu hören war.

der Kunden möglichst nahe kommen will, bestätigte auch der Koblenzer Edeka-Kaufmann Dirk Goerzen: „Die Diskussion um weniger Zucker, mehr Protein oder ähnliches geht für mich jedenfalls am Kunden vorbei. Denn dieser weiß doch, dass in Süßwaren oder Getränken Zucker ist, oft viel Zucker – und er greift trotzdem zu. Wir Händler sind doch nur die Dealer, die das Gewünschte vorhalten. Der Kunde ist doch erwachsen.“

Genuss mit Anspruch

Fotos: Koelnmesse

Die Ansprüche der Verbraucher in Sachen Süßwaren machen das Geschäft nicht leichter. Das wurde auf der Süßwarenmesse ISM im Rahmen eines Round Tables der Lebensmittel Praxis diskutiert.

Genuss und gesellschaftliche Werte unterschiedlichster Art unter einen Hut zu bringen, das ist die Hauptaufgabe, der sich die Hersteller von Süßwaren und der Handel gemeinsam stellen müssen. Darüber diskutierten im Rahmen der Kölner Süßwarenmesse ISM Vertreter der Industrie und des Handels im Rahmen eines Round Tables auf Einladung des Fachmagazins Lebensmittel Praxis. Diskutiert wurde unter den Branchenvertretern, wie erfolgreiches Süßwarengeschäft heute geht. Im Zentrum der Anstrengungen bei den Herstellern muss dabei immer noch der Geschmack stehen, das wurde schnell deutlich. Vielleicht eine Binsenweisheit, aber wer sie ignoriert, wird wahrscheinlich von den Kunden abgestraft. „Der Geschmack steht im convenienceshop 2/20

Vordergrund, dazu muss dann eine Funktion kommen“, sagte Joachim Mann vom Hersteller Seeberger. Keine Perfektion Dass gerade die Süßware angesichts der relevanten gesellschaftlichen Werte wie Nutzen, gesunde Ernährung und Nachhaltigkeit dennoch nicht immer perfekt sein muss, wurde ebenfalls klar. „Unter Genuss verstehe ich, dass wir Produkte für den Konsumenten bieten, der auch ein bisschen sündigen will, der nicht perfekt ist. Wir wollen erreichbar sein als Marke, nicht abgehoben, sondern auf Augenhöhe mit dem Konsumenten. Man darf eine Marke nicht evangelisieren“, sagte Daniel Bloch von Camille Bloch. Den Zwiespalt in dem sich die Branche befindet, wenn sie dem Wunsch

Genuss bedeutet wohl immer auch, dass der Verbraucher ganz bewusst ein wenig sündigt.

Aktiv für gesunde Ernährung Trotz dieser Probleme wird von Seiten der Industrie mit Hochdruck an allen Stellschrauben vermeintlich gesünderer Ernährung gedreht Die Kunden sind offensichtlich gesundheitsorientierter und wollten Produkte mit weniger Fett und Zucker, ohne Palmöl und zu vielen Zusatzstoffen. Hoch im Kurs stehen Low Carb, Low Fat und Bio-Produkte. Am Thema Nachhaltigkeit kommt inzwischen auch die Süßwarenbranche nicht mehr vorbei: „Nachhaltigkeit geht über einen Trend wie es Protein oder Zuckerreduktion sind, weit hinaus. Sie ist die Basis allen unseren Wirtschaftens und wird alle Aktivitäten künftig bestimmen,“ sagte Jürgen Brandstetter von Wicklein. Dabei betrifft das Thema sowohl die Produkte – wo und wie sie hergestellt werden – als auch die Verpackung. Schwierig sei in diesem Zusammenhang allerdings, zu gewährleisten, wie sich das rechnen rechnen könne. „Ein Kunde möchte das Richtige tun, sich nachhaltig, ökologisch und korrekt verhalten“, sagte Alfred Schrott vom Süßwarenhersteller Manner. Es dürfe aber nicht so viel kosten. „Mehr bezahlen für eine nachhaltige Verpackung möchte der Kunde nicht,“ sagte auch Händler Goertzen. Im Verhältnis zwischen Industrie und Handel passt, so machte der Round Table schließlich deutlich, bei der Verbindung von Genuss und Anspruch viel zusammen. Konterkariert wird diese Übereinstimmung offenbar in der Praxis immer noch zu oft vom Ringen um Handelskonditionen. 49


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INDUSTRIE ISM

Der ZuckerwattenAutomat baut richtige kleine Kunstwerke.

Messe-

SHOW STAR

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SÜßE VORREITER Auf der diesjährigen ISM in Köln gab es wieder ein wahres Feuerwerk von ProduktInnovationen der Süßwaren-Hersteller. Diejenigen Produkte, die aus unserer Sicht für das Geschäft der Convenience-Shops besonders vielversprechend und nützlich sein können, zeichnen wir wieder mit unserem „Showstar“ aus.

Eduard Edel Zur Erinnerung an Deutschland Zusammen mit der Firma Deli Memo hat die Eduard Edel Bonbonfabrik die Bonbon-Serie Delicious Memories of Germany entwickelt. Sie wird in 80-Gramm-Giebelboxen verkauft, die typische Stadtoder Themenmotive darstellen. Dafür gibt es den Showstar in der Kategorie Travel. Erinnerungen sollen aber auch durch den Geschmack der Bonbons geweckt werden. Auch mit außergewöhnlichen Sorten wie Kölsch, Alt-Bier, Sauerkraut und Curryketchup.

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PCO

KUNSTWERKE AUS ZUCKERWATTE Der Automat hat das Zeug, besonders an Tourismusorientierten ConvenienceStandorten, und dort besonders für Kinder, zu einem Kundenmagnet zu werden. Mit seinem Cotton Candy Roboter macht der Popcorn-Specialist PCO ein besonderes Angebot. Dafür gibt es den Showstar in der Kategorie Vending. Der Clou: Der Automat baut auf einem Zuckerwatte-Stab aus Papier nicht die üblichen

Zuckerwatte-Ballons auf, sondern gestaltet richtige kleine Kunstwerke, so genannte Candy Flowers, die schon auf der ISM die Zuschauer begeisterten. Dazu kommt die Geschmacksvielfalt der Zuckerwatte in den Sorten Tutti Frutti, Bubblegum, Strawberry und Vanille. Die ermöglichen auch eine farbliche Vielfalt der Zuckerwatte-Blumen, Das Gerät wird über einen Touchscreen bedient.

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Cavendish & Harvey Tradition hilft Moderne Was früher vor allem traditionell daherkam, kann in Zeiten, in denen Nachhaltigkeit eine wichtige Rolle spielt, wieder Gold wert sein. Deshalb rückt Cavendish & Harvey die Tatsache in den Mittelpunkt, dass seine Bonbon-Dosen und Gläser zu 99 Prozent recyclebar sind. „Love Taste. Recycle Waste“, heißt seine neue Kampagne. Dafür gibt es den Showstar in der Kategorie Verpackung. Die Kampagne mit einem eigenen Symbol wird auf Dosen, Gläsern und Displays kommuniziert. Es wurden auch Ideen für die Wiederverwendbarkeit der Verpackungen beispielsweise als Vasen oder Stiftehalter entwickelt, die online kommuniziert werden.

Lambertz Junges Snacking im Blick Das Traditionsunternehmen Lambertz stellte auf der ISM ein neue Snack Range vor: Henry’s Snacks, im wiederverschließbaren Snackbeutel zu 75 Gramm. Dafür gibt es den Showstar in der Kategorie Snacking. „Henry’s Snacks Choco Crunchies vereinen knackig-crosse Flakes mit zartschmelzender Schokolade und aromatischen Fruchtstückchen“, so Lambertz. Das Sortiment der Marke besteht aus sechs Produkten im trendgerechten One-Bite-Format und zielt nach Angaben des Unternehmens vor allem auf den Zwischendurch-Genus.

Edgy Food GmbH Für langen Genuss Die Edgy Food GmbH betont, dass in ihrem Unternehmen „Erfahrung und Knowhow auf

GENUPORT

Krüger Group

Minis mit großem Geschmack Die neuen „Marabou Bites“, die Genuport auf den deutschen Markt bringt, sind laut Unternehmen „kleine Leckerbissen mit großem Geschmack“. Für das Produkt gibt es den Showstar in der Kategorie Minis. Die Innovation soll für ein echtes Snacking-Erlebnis sorgen. Das Produkt, wird ab dem zweiten Quartal 2020 in drei Sorten: Crisp Bites (140 Gramm), Daim Bites (145 Gramm) und Oreo Bites (140 Gramm) eingeführt.

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Innovativer Klassiker Ludwig Schokolade mit den Marken Schogetten, Trumpf und Fritt ist Teil der Krüger Group und bringt per Kaubonbon unter der Traditionsmarke Fritt nach eigenen Angaben „den ersten Smoothie zum Anbeißen“ auf den Markt. Dafür gibt es den Showstar in der Kategorie Markenkraft. Nach Angaben des Unternehmens hatte die Range im vergangenen Jahr zunächst eine „Feuerprobe“ zu bestehen und war in drei Sorten nur kurze Zeit verfügbar. Jetzt sollen die Produkte, deren Verpackungen wieder bunt und lustig daherkommen, ganzjährig im Sortiment bleiben. Fritt Smoothie Style gibt es in den Geschmacksrichtungen Kokos-Maracuja, Apfel-Johannisbeere und Erdbeer-Himbeer.

junge Gründer-Dynamik“ treffen. Mit Your Daily Protein hat Edgy eine Produktfamilie entwickelt, die sich „an den Ernährungstrends und Wünschen der Verbraucher orientiert“. Dazu gehören auch die Protein-Chips, in drei verschiedenen Geschmacksrichtungen. Es handelt sich dabei um ungewöhnliche, so genannte Longchips. Dafür gibt es den Showstar in der Kategorie Format. Edgy Food setzt auf Ei-Protein. Die Logchips haben laut Edgy Food bis zu 40 Prozent weniger Fett und nahezu das Vierfache an Protein herkömmlicher Kartoffelchips.

Rübezahl-Riegelein Unbeschwerter Knabberspaß Die Rübezahl-Riegelein-Unternehmensgruppe baut ihre Sun Rice Range aus. Die vier Sun Rice-Riegel im neuen Look eignen sich besonders für dass Convenience-Geschäft. Dafür gibt es den Showstar in der Kategorie To go. Es gibt die 40 Gramm-Varianten Original, Chrunchy Milch + Cerealien, Crunchy Kakao + Flakes sowie Crunchy Nuss. Kartonagen und Displays (24 St./Kt.) wurden neu gestaltet. Das Sunrise-Sortiment wird jetzt unter „Sweet Snacking“ positioniert. Alle Produkte sind UTZ-zertifiziert und mit Palmöl aus nachhaltigem Anbau hergestellt.

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INDUSTRIE WMF

Die japanische Convenience-Store-Kette Family Mart erweitert ihre digitale Customer Experience-Strategie. Jetzt ist der langjährige Maschinenpartner WMF Professional Coffee Machines mit einem neuen Konzept dabei. Gemeinsam mit WMF entwickelte die japanischen Convenience StoreKette Family Mart für seine hochfrequenten Standorte in Taiwan ein integriertes Self Service- und E-PaymentKonzept. Seit Ende 2019 versorgen nun WMF-Kaffeevollautomaten vom Typ 5000 S die Gäste in zwei Stores in Taipeh mit Kaffee-Spezialitäten. Der gesamte Kaufprozess verläuft dabei vollständig digital. Mit der unternehmenseigenen Family Mart-App werden Espresso und Co. mobil über das Smartphone bestellt. Bei der Ankunft reicht ein kur-

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zer Barcode-Scan an der Maschine, um das Getränk zubereiten zu lassen. Die Bezahlung erfolgt währenddessen ganz automatisch im Hintergrund. Mit über 24.000 Filialen weltweit und 3.500 Standorten in Taiwan, ist die Convenience-Store-Kette Family Mart ein wichtiger Treiber der neuen Geschäftsmodelle. Ganzheitliches Erlebnis So soll die Smartphone-App „FamilyMart“ ein ganzheitliches Einkaufsund Serviceerlebnis bieten– von Promotionsangeboten und Bonuspunkte-

Die Bestellung erhalten, ohne Warteschlangen, Hektik und KleingeldSuche.

WMF-Installation bei Family Mart: der schnelle Kaffee, digital bezahlt.

Neuartige Themen „In enger Zusammenarbeit mit WMF wird Family Mart die Bereiche SelfService und digitales Bezahlen nachhaltig verändern“, teilt WMF mit: „Neuartige Bezahlsysteme und Selbstbedienungs-Lösungen sind bestimmende Themen unserer Zeit – und nirgendwo gilt dies so sehr wie auf den asiatischen Märkten. Digitale Anwendungen wie Alipay und WeChat Pay sind hier beispielhaft für die große Verbreitung und Akzeptanz“. Für den lokalen Vertrieb und Service in Taiwan zeichnet der WMF-Partner Feco Corp verantwortlich. Schnittstelle entwickelt Zum Start der Planungsphase des „smarten“ C-Stores begannen die WMF-Ingenieure im Oktober 2018 mit der Entwicklung einer entsprechenden Schnittstelle für die Kaffeevollautomaten. Dabei gab es klare Anforderungen: Kunden sollten über die App jederzeit ihr gewünschtes Getränk auswählen können, um dann im Store innerhalb kürzester Zeit ihre Bestellung zu erhalten – ohne Warteschlangen, Hektik und Kleingeldsuche. Auch sollten Rabattaktionen und Customer-Loyalty-Programme auf den Maschinen abzubilden sein. Die Bezahlung der ausgewählten Kaffeespezialitäten sollte digital und außerdem auch ohne weitere Eingaben des Kunden ablaufen. „Seit dem Grand Opening des neuen FamilyMart-Standorts Ende Oktober, läuft das neue SB-Konzept wie am Schnürchen“, bilanziert man jetzt bei WMF erfreut. „In enger Zusammenarbeit mit WMF wird Family Mart die Bereiche Self-Service und digitales Bezahlen nachhaltig verändern“, ist man hier überzeugt. convenienceshop 2/20

Foto: WMF

JETZT DIGITAL: WMFSERVICE IN TAIWAN

programmen über einen Store-Finder bis hin zum bargeldlosen Bezahlsystem. Seit zwölf Jahren vertraut das Unternehmen bei der Umsetzung seiner Kaffeekonzepte auf die Kompetenz des süddeutschen Herstellers. Rund 5.000 Vollautomaten sind in den Family-Mart-Stores im Einsatz. Die mit der neuen Technologie ausgestatteten Stores in Taipeh sollen der Startschuss für einen breit angelegten Rollout mit etwa 150 weiteren E-PaymentMaschinen in Taiwan sein.


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hp - 25.03.2020 11:50

Bitburger INDUSTRIE

Mit Alkohol – ohne Gluten Rolle;“ so ihr Statement. Daher habe eine Tochtergesellschaft der Gruppe, die Gesellschaft für Importbiere und Bierspezialitäten, den Vertrieb ihres glutenfreien Pionier-Pilseners Ende 2019 eingestellt. Das Bier kam 2016 auf den deutschen Markt. Doch am Ende habe sich die Zielgruppe am Ende als zu klein erwiesen.

Fotos: Bitburger

Der Trend zu „Frei von-Produkten“ im Markt ist ungebrochen. Nun bringt die erste größere Brauerei ein glutenfreies Bier auf den deutschen Markt. Die Frage ist, ob es auch ausreichend Konsumenten gibt, die danach greifen. Der Markt für glutenfreie Lebensmittel wächst seit Jahren. Vielfältige Medienberichte und auch veränderte Konsumgewohnheiten nicht zuletzt vieler Prominenter haben den Trend befördert. Jetzt kommen nach und nach die ersten Biere in die Regale, die ohne das Klebereiweiß Gluten auskommen, das auch in Braugerste enthalten ist. Mit dabei ist auch die Bitburger Brauerei aus der Eifel. Sie hat ein glutenfreies Bier entwickelt, das jetzt deutschlandweit zu kaufen ist und dauerhaft zum Sortiment gehören soll. „Immer mehr Menschen müssen oder wollen in ihrer Ernährung auf Gluten verzichten“, begründet Axel Dahm, der Sprecher der Geschäftsführung der Bitburger Braugruppe, den Schritt. Mehr als zwei Jahre haben die Brauer in der Eifel an dem hellen Lagerbier getüftelt. convenienceshop 2/20

Ein Nischenmarkt? Bitburger sei die erste große Brauerei, die das glutenfreie Bier unter ihrer Marke anbiete, sagt Dahm. Branchenexperten bestätigten diese Aussage. Allerdings gibt es bereits ein paar kleinere Anbieter von glutenfreien Bieren auf dem Markt. Beispielsweise die bayerische Bio-Brauerei Neumarkter Lammsbräu. Sie bietet zwei glutenfreie Bier-Spezialitäten an. Beide Produkte hätten sich über die vergangenen Jahre gut entwickelt, so Geschäftsführer Johannes Ehrnsperger. Allerdings sind glutenfreie Biere ein Nischenmarkt. Das meint auch eine Sprecherin der Radeberger Gruppe: „Mit einem geschätzten Marktanteil von unter einem halben Prozent am Gesamtbier-Markt spielen glutenfreie Biere in Deutschland kaum eine

Mit dem glutenfreien hellen Lagerbier setzt Bitburger auf eine spezielle Zielgruppe. Auch hier bietet die Brauerei Premium, wie beim Pilsener.

Offenbar schon ungeduldig von den Kunden erwartet: das glutenfreie Bítburger.

Start mit dem Sixpack Bitburger hofft zum Start des glutenfreien Bieres, das zunächst im Sixpack erhältlich ist, auf ein Zusatzgeschäft. Bereits im Vorfeld habe es viele Anfragen von Verbrauchern gegeben, wann das Bier in den Handel komme, sagte eine Sprecherin der Braugruppe. „Das haben wir so noch nie gehabt.“ Entsprechend groß wird die Nachfrage eingeschätzt. Andere Brauer stehen offenbar ebenfalls mit glutenfreien Bieren in den Startlöchern. Von einer Glutenunverträglichkeit, der sogenannten Zöliakie, sind nach Angaben medizinischer Fachkreise jedoch nur etwas mehr als 800 000 Menschen in Deutschland betroffen. Das entspricht ungefähr einem Prozent der Bevölkerung. Hinzu kommen Personen, die eine Gluten-Sensitivität haben und solche, die als Trend auf Gluten verzichten. Für diese Verbraucher sind glutenfreie Produkte natürlich eine Erleichterung. Entsprechend positiv ist die Reaktion ihrer Interessenvertreter. Suche nach Bedürfnissen Ob der Markt allerdings groß genug ist und Wachstumspotenzial aufweist, wird sich zeigen. Die Brauereien allerdings sind auf der Suche nach neuen Produkten, denn der Absatz im Biermarkt geht seit Jahren zurück. Umso wichtiger sei es, „Konsumentenbedürfnisse“ mit neuen Produkten zu bedienen, heißt es. Die Brauereien in Deutschland haben im Jahr 2019 so wenig Bier verkauft, wie seit vielen Jahren nicht mehr. Mit einem Absatz von 9,22 Milliarden Litern wurde der bisherige Minusrekord aus dem Jahr 2017 unterboten, berichtete das Statistische Bundesamt. 53


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hp - 25.03.2020 11:50

INDUSTRIE Bier

Zeit für kreative Vielfalt Bier bleibt für die meisten ConvenienceStores ein bedeutsames Produkt. Aber das Geschäft mit einem der beliebtesten Getränke der Deutschen wird immer herausfordernder. Die Hersteller reagieren deshalb auf einen Markt im Wandel.

Der Brauerei-Gigant AB Inbev hatte einfach Pech: Lange Zeit war das Corona-Bier eine der finanziell attraktivsten Biermarken der Welt. Aber seit die Welt im Bann des Virus steht, ist der Umsatz eingebrochen: Wer willdenn schon beim Biergenuss die ganze Zeit an die neue Lungenkrankheit erinnert werden? Der Corona-Virus macht aber nicht nur AB Inbev zu schaffen. Die gesamte Brauwirtschaft leidet unter ihm, weil viele Menschen Veranstaltungen und gesellige Zusammenkünfte meiden, auf denen anderenfalls so mancher Liter Bier die Kehlen herunter gelaufen wäre. Die Absage der Fußball-Europameisterschaft für dieses Jahr, die die Brauer sicher nach vorne gebracht hätte, macht die Situation für die Branche noch ärgerlicher. Dafür stärkt sie dann vielleicht das kommende Jahr umso mehr. Doch schon „vor Corona“ hatten es diejenigen nicht leicht, die mit Bier Geld verdienen möchten. Zwar bleibt der deutsche Biermarkt hinsichtlich 54

der Produktionsmenge und mit mehr als 6.500 verschiedenen Biermarken mit großem Abstand die Nummer Eins in Europa und die Zahl der Brauereien stieg im vergangenen Jahr sogar von 1.542 auf 1.548 Betriebe. Aber beim Absatz zeigte die Entwicklung kontinuierlich nach unten. Nach Angaben des Statistischen Bundesamtes wurden 2019 von den Brauereien mit Sitz in Deutschland rund 92 Millionen Hektoliter Bier ausgestoßen. Damit sank der Bierabsatz gegenüber dem Vorjahr mit seinem ausgesprochen warmen Sommer um 1,8 Millionen Hektoliter beziehungsweise 1,9 Prozent. Das Minus ist kein Ausrutscher Beim Inlandsabsatz wurden mit 76 Millionen Hektolitern 2,1 Prozent weniger erfasst. Dieses Minus war kein Ausrutscher. 1993 trat die Neufassung des Biersteuergesetzes in Kraft. Seitdem verringerte sich der Bierabsatz im Laufe der Jahre um 20 Millionen Hektoliter beziehungsweise um 17,8

Partner: Oettinger bringt Molson Coors Biere aus den USA nach Deutschland.

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Prozent der Biertrinker in Deutschland haben schon mal Craftbier getrunken.

Prozent. Ein wesentlicher Grund dafür ist auch die demografische Entwicklung in der Bundesrepublik: Die Menschen zwischen 20 und 40 Jahren sind besonders ausgehfreudig. Doch deren Zahl nahm innerhalb eines Jahrzehnts um drei Millionen ab. Authentizität ist gefragt Klar ist: Auf bessere Zeiten zu hoffen und zu warten, ist keine Option. Produkt-Innovationen beleben auch in schwierigen Zeiten den Markt. Zugleich sind die Brauereien offenbar gefordert, sich stärker voneinander zu unterscheiden und zu profilieren. Das geht zumindest aus einer Imageanalyse des Marktforschungsinstitutes Splendid Research hervor. Diese beconvenienceshop 2/20

Fotos: Krombacher, Oettinger, Veltins, Guinness, Getty Images

TEXT THOMAS KLAUS


Ð

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Für neun Prozent der Biertrinker ist Krombacher die Marke der Wahl.

sagt, dass die meisten Marken in den Kategorien Einzigartigkeit und Authentizität keinesfalls überzeugen können. Ausnahmen seien speziellere Marken wie etwa Guinness oder Andechser. Die Entscheider in den Convenience-Shops könnten die Brauereien durch eine offene, kreative Politik im Sachen Produktplatzierung auf ihrem schwierigen Weg unterstützen – und gleichzeitig für Differenzierung im eigenen Shop sorgen. Gewinner und Verlierer Land- und Kellerbiere gelten mit einem Absatzplus von 3,1 Prozent als große Gewinner im Biermarkt. Auf der Siegerstraße ist ebenfalls die Sorte Hell mit einem Plus von 2,4 Prozent convenienceshop 2/20

unterwegs. Und trotzdem kann den Bieren Pilsener Brauerart so schnell niemand etwas anhaben: Ihr Marktanteil beträgt knapp 50 Prozent. Weizenbier scheint sich dagegen zurzeit eher auf einem absteigenden Ast zu befinden. In diesem Segment lag das aktuelle Minus im vergangenen Jahr bei 6,3 Prozent. Laut Marktforschungsinstitut Splendid Research sind die bekanntesten Marken gleichzeitig am beliebtesten: Für neun Prozent der Biertrinker ist Krombacher die Marke der Wahl, dicht gefolgt von Beck´s mit acht Prozent und Bitburger mit sechs Prozent. Das mit Abstand populärste Mischgetränk ist Schöfferhofer Grapefruit mit 15 Prozent. Unter den alkoholfreien Bieren nehmen Krombacher 0,0% mit 13 Prozent und Erdinger Alkoholfrei mit 12 Prozent die Spitzenplätze ein. Craftbier bleibt in der Nische Und was ist mit dem viel gepriesenen Craftbier? Umfragen und Prognosen des Marktforschungsinstitutes Splendid Research aus dem Oktober des vergangenen Jahres heben bei aller Popularität in Szene-Kreisen und den Medien den Nischen-Charakter hervor. Diese handwerklich hergestellten Biere werden in erster Linie von Männern getrunken, die zwischen 20 und 40 Jahre alt sind. Allerdings greifen sie lediglich wenige Male im Jahr oder noch seltener zu Spezialitäten wie einem Craftbier. Marktverschärfend wirkt es sich aus Sicht der Marktforscher von Splendid Research aus, dass immer häufiger die großen Brauereien spezielle Bierprodukte auf den Markt bringen. Diese firmieren dann unter „Craftbier“. Mit dem ursprünglichen Anspruch, den die der Herstellung kleiner Mengen in kleinen, regionalen Brauereien für sich formulieren, haben sie jedoch nicht mehr viel zu tun.

hp - 25.03.2020 11:50

Heineken vertreibt Gösser Mitte April übernimmt Heineken Deutschland von der österreichischen Schwestergesellschaft Brau Union Export die kaufmännische Verantwortung für Gösser. In das Portfolio aufgenommen wurden Gösser Naturradler Zitrone, Gösser Naturradler Zitrone alkoholfrei, Gösser Naturradler Kräuter, Gösser Export und Gösser Gold. Gösser Naturradler hat sich zu einem der beliebtesten Radler in der Bundesrepublik entwickelt; Nielsen gibt entsprechend das Umsatzwachstum für 2019 mit 47 Prozent an.

Vom Fass in die Flasche Ab sofort bringt die irische Brauerei Guinness ihre Innovation Hop House 13 in den deutschen Handel. Das Produkt wird gebraut mit drei Aromahopfen: Galaxy, Mosaic und Topaz. Genauso wie mit irischer Gerste und der Guinness Hefe. Die Neuheit Hop House 13 ist ein Premium-Lager aus der St. James‘s Gate Brauerei. Jetzt kommt das bisher ausschließlich vom Fass erhältliche Produkt in die Flasche. Der nationale Roll-out von Hop House 13 startet im Sechserträger.

Helles im Pülleken Anfang Mai führt Veltins das „Helle Pülleken“ mit 5,2 Prozent Alkohol ein. Dieses vollmundige Bier erhält nach Unternehmensangaben seinen Charakter über Spezialmalze, wie dem Wiener Malz. Versprochen werden malzige Aromen mit nussigen Anklängen und einer floralen Hopfennote. Hinzu kommen ein Hauch von Karamell, Honig und gelber Frucht. Pülleken kommt als Drittel-Flasche-Gebinde, das gut in der Hand liegt und noch besser schmecken soll.

Kein Softdrink Mit dem Limobier in der 0,5-Liter-Dose will Krombacher den Trend zu Produkten mit einem geringen Alkoholgehalt bedienen. Konzipiert ist das Produkt nach Unternehmensangaben als „limonadiges und spritziges Geschmackserlebnis mit 1,5 Prozent Alkohol für alle, die eine Abwechslung zu Soft-Drinks und herkömmlichen Biermixen suchen“. Konkret besteht das Bier aus 70 Prozent naturtrüber Limonade und 30 Prozent Krombacher Pils.

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INDUSTRIE Bier

FORSCHER WITTERN INNOVATIONEN Welche Ansätze für Innovationen es gibt und welche Produkte exemplarisch dafür stehen, das lässt sich dem Bericht „2020: Ein Jahr der Innovation bei Bier und Apfelwein“ des Marktforschers Mintel entnehmen. TEXT THOMAS KLAUS

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ner“ mit dem Geschmack von Passionsfrucht und Roter Beete. Nach den Erkenntnissen der Mintel-Experten können Biermarken erfolgreicher vermarktet werden, wenn sie den Ansprüchen an recycelbare und umweltfreundliche Verpackungen genügen.

JoyBräu ist ein alkoholfreies Protein Bier aus Estland, da Hop House die Konsumenten mit viel Protein, L-Carnitin und Beta-L-Alanin versorgt.

schen nach intensiven Erlebnissen, auch beim Bierkauf, die ihre Sinne stimulieren. Als Beispiel benennen die Marktforscher das Bier „Bådin & Wettre Bryggeri Umami Urchin Stout“ aus Norwegen. Dabei handelt es sich um ein sattes, kräftiges, dunkles Malz mit der salzigen Süße

frisch gefangener Seeigel und dem Umami-Feeling von Trüffel-Algen aus der Region. Zwei weitere Beispiele sind der „Somersby Basil Flavored Cider“ aus der Ukraine mit erfrischendem Basilikum-Geschmack und das spanische Bier „Brewski Passionate Beating Berli-

Verpackungen müssen nachhaltiger werden Sie müssen darüber hinaus „nachhaltiger“ auftreten: „Bier- und Apfelweinmarken müssen also einen ganzheitlicheren Ansatz für Nachhaltigkeit verfolgen, von der Beschaffung lokaler und biologischer Inhaltsstoffe bis hin zur Beschaffung erneuerbarer Energien.“ Ein Beispiel ist das „Edelweiss Original Mountain Herbs Flavored White Beer“ aus Frankreich. Die Flasche besteht zu 72 Prozent aus recyceltem Glas, während sich die Verpackung zu 15 Prozent aus Kartonabfällen zusammensetzt sowie aus Holz, das aus nachhaltig bewirtschafteten Wäldern stammt. Weiteres Beispiel aus den Niederlanden: Der Erlös aus dem Verkauf des „Kompaan Honey Highway Wannabe Weißbieres“ finanziert den Anbau von Wildblumenkernen; so werden Bienenpopulationen unterstützt. Letztes Beispiel aus Großbritannien: Das „Toast Session IPA“ wird mit überschüssigem Brot hergestellt. Das soll ein Beitrag gegen Lebensmittelverschwendung, aber auch zum Klimaschutz sein. convenienceshop 2/20

Foto: JoyBräu

Die Mintel-Forscher verweisen darauf, dass die Verbraucher tendenziell immer bewusster und achtsamer Alkohol konsumieren. Daraus ergeben sich für Markenhersteller große Chancen, indem sie alkoholfreie Getränkevarianten pushen, die in dieses Schema passen. Ein Beispiel ist das „Browar“-Bier aus Polen. Dieses ungefilterte und pasteurisierte Bier ohne Alkohol enthält Natrium, Kalzium und Vitamin K. Das „Zatec Mamma-Bier“ aus der Tschechischen Republik wird von Mintel als das erste Bier beschrieben, das speziell für Frauen mit Brustkrebs kreiert wurde. Aufgrund seines süßeren Geschmacks soll es für Patientinnen schmackhafter sein, die sich einer Chemotherapie unterziehen. Und das „JoyBräu alkoholfreies Protein Bier“ aus Estland wartet mit 21 Gramm Protein und 10 Gramm BCAA mit L-Carnitin und BetaL-Alanin auf. „Innovative Aromen“, wird in dem Mintel-Bericht ausgeführt, „können das Interesse der Verbraucher wecken und sie dazu veranlassen, neue Marken und Angebote auszuprobieren. Auf Regal-Ebene lassen sich Verbraucher von der Aufregung und dem Neuigkeitswert mitreißen, die von einem aufmerksamkeitsstarken Geschmack ausgehen.“ So werde der von Mintel prognostizierte Trend „Sense of the Intense“ aufgegriffen: Dieser Trend beschreibt den Wunsch der Men-


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Dem Himmel so nah. In Lich gebraut nach benediktinischer Originalrezeptur für die Benediktiner Weissbräu GmbH, Ettal. www.benediktiner-weissbräu.de


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INDUSTRIE Energydrink

Platz für starke Sorten

Im deutschen Convenience-Markt war Monster Energy nicht nur 2019 erfolgreich. Nun bringt das Unternehmen aus Skandinavien und USA so genannte „Performance Energy Drinks“ in die Stores. TEXT MARTIN HEIERMANN

Monster Energy konnte das vergangene Jahr mit einem Plus abschließen. Vor allem Neueinführungen, wie der Launch des ersten Ready-To-Drink-Eiskaffees Espresso Monster, trugen zu dem Ergebnis bei. Aber auch im stark wachsenden Flavored Energy-Segment war das Unternehmen mit Mango Loco innovativ. Inzwischen ist er das drittstärkste Produkt im Portfolio. „In Summe konnten wir im vergangenen Jahr um neun Prozent wachsen,“ teilt Greta Busch mit, die für den Außer-Haus-Markt bei Monster Energy mitverantwortlich zeichnet. Mehr als Klassiker Energy Drinks seien sehr gefragt. Hierbei wachse nicht nur die Produktgruppe – beim Hersteller wird sie Plattform genannt – der klassischen Energy Drinks. Um die auch in diesem Segment immer differenzierter werdenden Kundenbe58

Die sogenannten „Five Must Stock“, die erfolgreichsten der verschiedenen Produktgruppen, sollten in den C-Stores nicht fehlen.

dürfnisse zu bedienen, bietet Monster Energy eine Reihe unterschiedlichen Produktplattformen an. So reicht das Sortiment von der klassischen Sorte „Monster Green“ über zucker- und kalorienfreie Produkte aus der „Ultra“-Range bis hin zu Saft- und Tee-basierten Geschmacksrichtungen. „Mit der sogenannten ‚Five Must Stock‘-Strategie verfolgt das Unternehmen das Ziel, aus jeder Produktplattform die absatzstärkste Variante in den Regalen verfügbar zu machen,“ erläutert Busch. Im Convenience-Markt

spielen, so berichtet sie weiter, für Monster Energy insbesondere Tankstellen-Shops eine wichtige Rolle. Hier seien die „Five Must Stocks“ bereits umsatzstärker als der zweitgrößte Wettbewerber in Gänze, macht sie deutlich, und bezieht sich dabei auf Angaben des Marktforschers AC Nielsen zum Tankstellen-Sektor. Besonders die zucker- und kalorienfreien Energy Drinks und Sorten mit Geschmack sind demnach Wachstumstreiber für die gesamte Kategorie. In den USA, dem am

weitesten entwickelten EnergyMarkt, ist Monster Energy vor allem mit der Kaffee-Range sehr erfolgreich. Diese Produkte wurden im vergangenen Jahr 2019 auf den deutschen, stark wachsenden Ready-To-Drink-Eiskaffee-Markt übertragen. Mit den drei Espresso Monster Produkten „Espresso and Milk“, „Vanilla Espresso“ und „Salted Caramel“ bietet das Unternehmen seit Dezember drei Ready-toDrink-Kaffees an. Mit 60 Milligramm Koffein pro 100 Millilitern entsprechen diese dem Koffeingehalt eines frisch gebrühten Kaffees. Die Espresso-Rezeptur soll neue Zielgruppen mit weniger Zucker und Kalorien als vergleichbare Produkte gewinnen. Zusätzlich enthält Espresso Monster Taurin und B-Vitamine und liefert den Energy-Kick. „Gekühlt und neben den Hauptwettbewerbern platziert, wird Espresso Monster zum Erfolgsgarant im Convenience-Markt,“ verspricht die Managerin. Funktionale Trendprodukte 2020 wird zudem die Produktpalette um die Sorten „Ultra Paradise“ und „Pacific Punch“ erweitern. Darüber hinaus steigt das Unternehmen mit den beiden Marken „HydroSport“ und „Reign“ in das neue Segment „Performance Energy“ ein. Der Trend kommt aus den USA und Skandinavien. Die neuen Energy Drinks mit funktionellen Zusatzstoffen sollen unterschiedliche Zielgruppen ansprechen. Während „HydroSport“ für alle Freizeitsportler vor, während und nach dem Sport konzipiert ist, richtet sich „Reign“ vor allem an Sportler, die Krafttraining machen. Monster Energy tritt mit dem Claim „Unleash the Beast“ an. „Durch das Engagement in den Bereichen Action und Motor Sport, Gaming sowie Rock und Heavy Metal Musik erreichen wir unsere junge Kernzielgruppe“, betont Greta Busch. Repräsentativ dafür sei das deutsche Event Rock im Park. convenienceshop 2/20

Fotos: Monster Energy, Marius Kempf

Beim Nürnberger Event „Rock im Park“ erreicht Monster Energy seine Zielgruppe.


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Startups INDUSTRIE

Kloster Kitchen

Gründer Mario Fürst bietet jetzt zwei verschiedene „Trinks“ an: Ingwer und Kurkuma.

Kurkuma zum Ingwer Am Anfang stand ein Hallo-wach-Erlebnis des Gründers Mario Fürst: Er probierte ein einzigartiges Getränk mit Ingwerstückchen anstatt mit Ingwerpüree, -presssaft oder -konzentrat. Sofort war ihm klar: So geht Geschmack. Fünf Jahre später hat er mit nun bereits 26 Kolleginnen und Kollegen. Und in Zeiten der Virus-Krise steigt die Nachfrage nach den „Ingwer Trinks“ der Marke Kloster Kitchen stark an. Das Startup hat deshalb die Produktion verstärkt. Kloster Kitchen spielt darauf an, dass die Mixtur aus den überlieferten Rezept einer Klosterküche stammt. 2020 will das Startup in die Geschmacksoffensive gehen und ergänzt den Ingwer um einen Kurkuma-Drink. Diese dem Ingwer artverwandte Knolle enthält neben Eisen, Zink und Magnesium auch den Inhaltsstoff Curcumin. Die Wurzel gibt es jetzt als Kurkuma Trink Bigshot und als Kurkuma Trinkshot mit 30 Millilitern für unterwegs. Wie gewohnt bei Kloster Kitchen: 100 Prozent Bio und vegan. Das Ergebnis: ein neuer Organic Power Drink mit dem sanftem Geschmack von Kurkuma und dem Kick von Ingwer.

START UPS

www.klosterkitchen.com

Der neue Shot eignet sich besonders für unterwegs.

INNOVATIONEN, DIE SIE NICHT ÜBERSEHEN SOLLTEN UND DIE FÜR SIE NÜTZLICH SEIN KÖNNTEN.

Wisefood

Vom Trinkhalm zum Superhalm Philipp Silbernagel, Patricia Titz und Maximilian Lemke: Sie sind Wisefood. Sie hatten gemeinsam eine Idee und haben mit dem so genannten Superhalm einen plastikfreien Trinkhalm entwickelt. Er ist, so das Startup, nachhaltig und essbar sowie ausschließlich aus natürlichen Zutaten produziert. Neben Getreide besteht der Superhalm aus Fruchtfasern und ist demnach komplett biologisch abbaubar. Auf dem Kompost zersetzt er sich nach Angaben des Unternehmens immerhin schon in bis zu drei Wochen. Die Fruchtfasern werden aus einem Reststoff gewonnen, der bei der Apfelsaftproduktion anfällt, dem Tresconvenienceshop 2/20

Die Gründer Philipp Silbernagel, Patricia Titz und Maximilian Lemke setzen auf Trinkhalme, vor allem aus Apfeltrester.

ter. Die Fruchtfasern und das Getreide stammen aus Deutschland. Hier wird der Superhalm auch vorwiegend produziert. Das spart unnötige Transport-Wege und schont so die Umwelt. Geeignet ist der Superhalm nach Angaben der Gründer für Säfte und Softdrinks. Aber auch für warme Getränke kann er verwendet werden sowie für Cocktails oder Longdrinks. Die Halme gibt es in der Packung mit 30 Stück. Angeboten werden sie im einschlägigen Großhandel.

Für den schnellen Schluck unterwegs: Es bleibt kein Müll.

www.wisefood.eu

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hp - 25.03.2020 11:51

INDUSTRIE Suppen

Die Käufer stellen hohe Ansprüche an die flüssigen Sattmacher.

Flüssige Sattmacher, die auch schmecken

TEXT SABINE WYGAS

In Deutschland wurden im vergangenen Jahr allein im ConvenienceMarkt rund 16 Millionen Portionen Suppen verzehrt. Zu diesem Ergebnis kommt das Crest Konsumentenpanel des Marktforschungsunternehmens Npd-Group. Demnach hat der Suppenkonsum in diesem Markt im vergangenen Jahr im Vergleich zum Vorjahr deutlich zugelegt. „Das ist insofern besonders beachtlich, da im Gegensatz dazu im gesamten deutschen Außer-Haus- sowie Gastronomie-Markt der Suppenkonsum im gleichen Zeitraum rückläufig war“, so Andreas Lauszat von Npd-Group. So erfreuten sich Suppe in den Convenience-Stores vor allem bei weiblichen Konsumenten sowie jungen Erwachsenen von 25 bis 34 Jahren besonders hoher Beliebtheit. Ein Grund ist, so Lauszat, auch das gestiegene Angebot im Markt, also zum Beispiel die Verfügbarkeit von Suppen an Bahnhöfen oder Flughäfen. Zudem passten die Produkte ideal zur Ziel60

gruppe, die vorwiegend jung, mobil, berufstätig und unter Zeitdruck sei. Qualität und Transparenz Dabei stellen die Käufer hohe Ansprüche an die flüssigen Sattmacher. Der Trend geht zu Produktneuheiten, die gleichzeitig mit besserem Geschmack, ausgewogenen Zutaten und einer einfachen Zubereitung aufwarten können. so die Bundesvereinigung der Deutschen Ernährungsindustrie (BVE). Doch auch wenn Gesundheit und Nachhaltigkeit wichtige aufstrebende Trends bei der Produktentwicklung seien, müssten sie stets mit dem wichtigsten Innovationstreiber, dem Komfort, vereinbar sein. Die Verbraucher achten mehr und mehr darauf, was in ihrem Essen wirklich steckt, haben aber gleichzei-

„Das besondere an unseren Suppen ist, dass sie handwerklich gekocht werden, wie bei Oma am Herd, nur der Topf ist etwas größer.“ MANFRED KNEIFEL, GESCHÄFTSFÜHRER MÜCHNER SUPPENKÜCHE,

tig immer weniger Zeit, selbst zu kochen“, sagt Daniel Gibisch einer der beiden Gründer des Bio-SuppenStartups Little Lunch. „Der Wunsch nach Qualität und Transparenz steht definitiv im Vordergrund. Unsere Kunden möchten ein ehrliches Produkt, das nachhaltig produziert ist.“ Ein weiterer klar erkennbarer Trend sei, dass auch beim schnellen Lunch mit Kollegen inzwischen bewusst darauf geachtet wird, weniger Müll zu produzieren. „Wir tragen aktiv dazu bei, indem alle Produkte in Mehrweggläsern verkauft werden.“ Neben verzehrfertigen Suppen in Geschmacksrichtungen wie zum Beispiel Süßkartoffel Curry, Thai Curry oder Kürbis Mango sowie in klassischen Varianten wie Linsen-, Kartoffel oder Gulaschsuppe, bietet das Unternehmen auch Brühen und Fonds. Lust auf Bio-Suppen „Klar erkennbar ist, dass der Absatz an konventionellen Suppen sinkt, allerdings im Bio-Bereich stetig steigt“, sagt Gibisch von Little Lunch. In Deutschland gebe es mittlerweile mehr als neun Millionen Vegetarier und Veganer. Dazu kommen Unverträglichkeiten wie auf Gluten oder Laktose. „Little Lunch bietet 100 Prozent Bio mit dem Fokus auf bester Qualität.“ Das Unternehmen habe einen Marktanteil von 58,1 Prozent im Segment Bio-Suppen ungekühlt und convenienceshop 2/20

Fotos: Little Lunch, Münchner Suppenküche, Nissin, Getty Images

Schnell und unkompliziert zubereitet und auch gegessen: Ob To go oder To stay, Suppen boomen auch im Außer-HausMarkt. Aber auch gesund, lecker und nachhaltig müssen sie sein.


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INDUSTRIE Suppen

ist laut Nielsen Handelspanel 2019 Marktführer in diesem Bereich. Auf den „authentischen Geschmack Asiens“, der in der europäischen Küche verbreitet werden soll, setzt Instant-Nudel-Hersteller Nissin Foods Group, dessen Produkte auch online erhältlich sind, beispielsweise bei Amazon oder – je nach Region – in den Portalen der bekannten Lebensmittelmärkte. „Unsere Zielkäufergruppe sind die Generation Z und Millennials, die an Themen wie Asien, der asiatische Küche, Reisen, und so weiter interessiert sind“, berichtet Tomomitsu Taue, Marketing Director Europe des Unternehmens. „Hungrig auf das Leben“ Die Marke Cup Noodles wolle diejenigen ansprechen, die „hungrig auf das Leben“ und ständig in Bewegung sind sowie danach streben, das Beste aus ihrem Leben zu machen. Das CupNoodles-Sortiment bietet demnach sowohl Suppen als auch Fertiggerichte im Wok-Style in insgesamt 13 authentisch asiatischen Geschmacksrichtungen. Unterwegs schnell, gesund und ausgewogen essen: Immer mehr

ZahlenSuppe Im vergangenen Jahr 2019 wurden in Deutschland rund 475 Millionen Euro allein mit Nassfertigsuppen

62

umgesetzt. Das gesamte Umsatzvolumen mit Suppen hier zu Lande summierte sich in diesem Zeitraum auf rund 1,5 Milliarden Euro. Das ergab eine aktuelle

Tankstellen, To-Go-Shops oder Kioske haben den Trend erkannt und bieten ihren Kunden Suppen to stay. Die Handelsgastronomie ist laut EHI Retail Institute zum konzeptionellen Bestandteil vieler Einkaufsstätten geworden. Auch der gestresste Büromensch finde ein passendes Angebot für seine Mittagspause. Das EHI stellt in einer Verbraucherbefragung in Kooperation mit den Marktforschern von GfK fest, dass sich die Handelsgastronomie etabliert hat und prognostizierte für das vergangene Jahr einen Gesamtumsatz von 10 Milliarden Euro. „Wenn Konsumenten frische, verzehrfertige Speisen im Handel kaufen, geben Sie dafür durchschnittlich etwa 22 Euro im Monat aus.“, sagt Olaf Hohmann, Geschäftsleitung und Handelsgastronomie-Experte beim EHI. Fast jeder zweite Kunde der Handelsgastronomie kaufe bei der Gelegenheit auch andere Artikel im Handel vor Ort ein. Für ihre kulinarische Pause hält sich demnach rund ein Viertel der Kunden über 20 Minuten im Handel auf. Weitere 42 Prozent nehmen sich hierfür bis zu 20 Minu-

Erhebung von Statista. Die Zustimmung der Verbraucher zu Fertiggerichten als vollwertige Mahlzeit ist ungebrochen hoch, so die Bundesvereini-

gung der Deutschen Ernährungsindustrie . So bestätigte demnach knapp 82 Prozent der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren 2019 ganz oder teilweise

Ob von der Münchner Suppenküche, von Little Lunch oder Nisin fürs Regal oder Bistro kreiert: Suppen müssen Besonderes bieten, um die Konsumenten zu erreichen.

„Suppen sind bei Frauen beliebt.“ ANDREAS LAUSZAT, NPD-GROUP

die Aussage „Fertiggerichte bedeuten für mich eine große Erleichterung“. Doch die Gerichte sollen auch geschmackliche Abwechslung bieten.

ten Zeit und nur bei 15 Prozent nimmt die Essenspause lediglich bis zu 10 Minuten in Anspruch, ergab die Erhebung. Suppen auch für C-Stores Auch das Unternehmen Münchner Suppenküche hat das große Potenzial von Suppen erkannt und bietet seine Suppen-, Eintopf- und Brühekreationen nicht nur in eigenen Restaurants oder im Catering, sondern auch im Frischebecher in Supermärkten und To-Go-Läden an. Zu den Kunden zählen auch die Einzel- und Systemgastronomie sowie Hotellerie. „Das besondere an unseren Suppen ist, dass sie noch handwerklich gekocht werden, wie bei Oma am Herd, nur der Topf ist etwas größer“, erklärt Geschäftsführer Manfred Kneifel. Für die Herstellung verwende man ausschließlich hochwertige Zutaten und keine künstlichen Aromen oder Konservierungsstoffe. So entstehen Produkte wie Karotte-Kokos-Ingwer-, Sizilianische Tomatensuppe, Altbayerische Kartoffel- suppe oder Tom Kha Gai mit Hähnchenfleisch. Laut EHI-Erhebung müsse das kulinarische Außer-Haus-Angebot in erster Linie schmecken, und die Atmosphäre sollte ansprechend sein. Außerdem gelte eine Unterbrechung im Alltag wie eine Pause im Büro als willkommen. In zweiter Linie spielten Zeitmangel und Bequemlichkeit eine Rolle. Ob die Kunden im Geschäft speisen oder das Zubereitete mitnehmen, hänge häufig davon ab, wo sie sich in angenehmerer Gesellschaft befänden und wie viel Zeit letzendlich zur Verfügung stehe. convenienceshop 2/20


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Zeitschriften INDUSTRIE

Deutschland € 5,70 · Österreich € 6,50 · Schweiz sfr. 11,– · BeNeLuxx € 6,70 · Italien € 7,40 7 40 · 5832 · www.reiterrevue.de 7,

Fotos: Reiter Revue, Getty Images

Spezielle Zielgruppen im Shop anzusprechen und mit einem Angebot langfristig zu binden, ist keine einfache Aufgabe, aber essenziell für den Erfolg in der Convenience-Branche. Eine wichtige Strategie in diesem Zusammenhang ist es nach wie vor und immer wieder, die richtigen PresseProdukte für den Standort des Shops und die damit anzusprechende Kundenklientel zu finden. Deshalb lohnt es sich, in Zusammenarbeit mit dem Presse-Grosso immer mal wieder genau hinzusehen und hier und da auch Produkte herauszustellen, die für besondere Aufmerksamkeit der Kunden sorgen könnten.

Relaunch der Reiter Revue Einen Anlass dafür, sich mit der in manchen Gebieten sehr großen Kunden-Klientel der Reiter auseinander zu setzen, ist der Relaunch der Zeitschrift Reiter Revue. Deren Macher sind davon überzeugt, dass sich Reiter stetig fortbilden müssen, weil sie immer wieder auf Herausforderungen stoßen. „Genau hier setzt Reiter Revue International in Zukunft noch stärker an – als persönlicher Begleiter für gutes Reiten und gesunde Pferde. Ab der Mai-Ausgabe wird das Magazin in seinen Themen noch praxisnäher und prägnanter. Von Reitern für Reiter“, sagt Redaktionsleiterin Sarah

Rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland steigen regelmäßig aufs Pferd.

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Fellwechsel sinnvoll unterstützen

Mit Special Interest-Titeln wie der Reiter Revue bleibt das Presse-Sortiment im Shop interessant. Das Magazin für die Reiter will ab der Mai-Ausgabe moderner, frischer und innovativer daherkommen.

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April 2020

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Reiter gezielt ansprechen

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Der Härtete

Das Balance-Problem Nummer 1

Vorhandlastig ✔ Warum es Bändern, Sehnen und Gelenken schadet ✔ 6 Übungen, die aus der Misere helfen ✔ Warum Sie heute damit starten sollten

Der Relaunch der Reiter Revue setzt darauf, dass eine stetige Fortbildung notwendig ist.

Schnieder. „Es gibt das Sprichwort: Das Leben ist zu kurz, um richtig reiten zu lernen. Doch wir sind davon überzeugt, dass gutes Reiten darauf basiert, sich von den Besten etwas abzuschauen und die Augen für neue Anregungen immer offen zu halten,“ so Schnieder weiter. 4 Mio. Reiter in Deutschland Laut der Deutschen Reiterlichen Vereinigung gibt es hier zu Lande fast vier Millionen aktive Reiter, Fahrer und Voltigierer. Wie eine Studie der Allensbacher Markt- und Werbeträgeranalyse (AWA) bereits vor einigen Jahren bestätigte, steigen dabei rund 1,3 Millionen Menschen in Deutschland regelmäßig aufs Pferd. Der weit überwiegende Teil dieser Reiter sind weiblich. Das sorgt dafür, dass auch die Kernzielgruppe der Reiter Revue weiblich ist. Das Alter der Leserinnen liegt im Schnitt bei Mitte bis Ende 30. Schnieder: „Seit über 60 Jahren steht Reiter Revue International für höchste Fachkompetenz in den Themenbereichen Gesundheit, Haltung und Ausbildung von Pferden. Hier möchten wir in Zukunft weitere Schwerpunkte setzen. Aber modern, frisch und innovativ. Quasi direkt aus dem Stall“. 63


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COM MUN ITY

hp - 25.03.2020 11:52

„Handel und Wandel“ findet jetzt seit über zwanzig Jahren statt.

Event

ZUM KONGRESS HANDEL & WANDEL IN TANKSTELLEN UND IN CONVENIENCE SHOPS TRAF SICH DIE BRANCHE IM FEBRUAR IN BERLIN. NEBEN NEUEN INFORMATIONEN WAR DAS NETWORKING WICHTIG. WO TRIFFT MAN SONST SO VIELE BRANCHENPLAYER!

An zwei Tagen sprachen Referenten über neue Entwicklungen: Hier Steffen Eckert und Julia Hanot von Total.

Wie in den vergangenen Jahren auch moderierte CS-Chefredakteur Hans Jürgen Krone erneute den diesjährigen Kongress. Er begrüßte über 200 Teilnehmer und zahlreiche Aussteller zu der Branchen-Veranstaltung, noch vor dem richtigen Ausbruch der Virus-Krise.

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Viele Gespräche und Kontakte: In Berlin wurden die Branchen-Informationen noch Face-to-Face ausgetauscht. Die Aussteller boten die Möglichkeit, Produkte und Innovationen, auch von interessanten Startups, zu probierten.

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ConvenienceShop/2/2020/CS_2020_02 - Seite 65

hp - 25.03.2020 11:52

IMPRESSUM www.convenienceshop.de LPV GMBH Amtsgericht Münster, HRB 16530 Hülsebrockstr. 2-8, 48165 Münster Rechnungseingang bitte per E-mail: rechnungseingang@lp-verlag.de Redaktionsadresse: Hülsebrockstr. 2-8, 48165 Münster Tel. (02501) 801-8786) Tel.(0 2501) 801-8785 Verlagsstandort Neuwied: Niederbieberer Straße 124, 56567 Neuwied

Unten: Mark Wohltmann (l.), NACS, mit Robert Lettau (r.) und Jens Tarnowski von der Syndicate Design AG.

REDAKTION Hans Jürgen Krone, Chefredakteur, Objektleiter, (jk) -8785, hansjuergen.krone@lp-verlag.de Martin Heiermann (hm) -8786, martin.heiermann@lp-verlag.de

LAYOUT Carsten Hoppen -114, Anne Kremer -172, Claudia Krumm -169, Elfriede Münk -115, Benjamin Richter -136, Nina Vahrenkampf -116

VERLAG

Torsten Rieger, Shop-Chef bei Orlen Deutschland, nimmt seit vielen Jahren regelmäßig an Handel und Wandel teil. Diesmal auch auf der Bühne.

Geschäftsführung: Dr. Thorsten Weiland Leiter Media & Sales: Torsten Zelleröhr -144 Mediaberatung: Birgit Schuld -143, Judith Schuhmacher -210, Irene Schaible -208, Anzeigenverwaltung: Christiane Bock -133, Dorothe Scherer -146 Online: Regina Kofler -194 Marketing-Leitung: Marcus Schmidt -216 Vertrieb: LV-Service-Center, Tel. (0 25 01) 801 44 82; vertrieb@lp-verlag.de

„Die Interaktion des Kunden mit der Marke wird heutzutage immer wichtiger.“

ANZEIGENVERTRETUNGEN Nielsen 1, 5, 6, 7, Dänemark: Volker Geuer Verlagsvertretung, Röpckes Mühle 2, 25436 Uetersen, Tel. (0 41 22) 9 99 79-11 Nielsen 2, Niederlande: Holger Grossmann c/o RegioSales Solutions Graf-Recke-Str. 18, 40239 Düsseldorf Tel.: (02 11) 55 85 60, Mobil: (01 75) 63 30 782 Nielsen 3 a: adwork GmbH Günter Scheffel, Straßheimer Weg 49, 61191 Rosbach, Tel. (0 60 03) 82 901 80 Nielsen 3 b, 4: mediavertretung,annette weller Carl-Orff-Weg 3, 82008 Unterhaching, Tel. (089) 54 84 35 04 Schweiz, Österreich: Cornelia Tahotny, Tel. (02 02) 76 90 26 04

JENS TARNOWSKI, SYNDICATE DESIGN

Gültiger Anzeigentarif vom 01.01.2020

Bezugspreis: Einzelheft 3,80 EUR Jahresabo Inland: 31,20 EUR; Ausland: 39,40 EUR Kein Anspruch auf Rückgabe des Bezugsgeldes bei Ausfall der Lieferung durch höhere Gewalt. Nachdruck, auch von Auszügen, nur mit Genehmigung des Verlages.

GESAMTHERSTELLUNG Dierichs Druck+Media GmbH & Co. KG Frankfurter Straße 168, 34121 Kassel

Immer gut für eine Überraschung: Währen des Kongresses berichten die Referenten über Entwicklungen in ihren Unternehmen.

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Fotos: Willi Nothers / Euroforum

Einer Teilauflage dieser Ausgabe liegt die Beilage der EWE AG, 26122 Oldenburg, bei. Wir bitten um freundliche Beachtung!

Mitglied im

BUNDESVERBAND DER DEUTSCHEN VENDING-AUTOMATENWIRTSCHAFT E.V. G13952

ISSN 0948-8855

Titelfoto: Shutterstock Titelgestaltung: Frank Majer

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ConvenienceShop/2/2020/CS_2020_02 - Seite 66

hp - 25.03.2020 11:52

COMMUNITY Vorschau

COM MUN ITY

Maike (l.) und Sina Fahrer vom Tankstellen-Unternehmen EVA mit Laudator Thomas Cebulla, Geschäftsführer Rheinland Kraftstoff.

Szene Treff

EIN BLICK ÜBER DIE BRANCHE, JENSEITS DER ALLTÄGLICHEN ARBEIT.

Next Generation Award vergeben. Im Rahmen des NACS Convenience Leaders Exchange 2020 wurde erstmals der The Retail Marketeers Next Generation Award vergeben. Dieser Award soll außergewöhnliche Leistungen der Nachfolgegeneration in der Tankstellen-Branche würdigen. Die ersten Gewinnerinnen der Auszeichnung sind Maike und Sina Fahrer vom Karlsruher Tankstellen-Unternehmen EFA. „Die Fusion von Bäckerei und Tankstellen-Geschäft führen Maike und Sina Fahrer zu einer Erfolgsformel zusammen, die als bemerkenswertes Vorbild im Außer Haus und Tankstellen-Markt gesehen werden kann“, begründet Christian Warning, Gründer der The Retail Marketeers, die Preisverleihung.

Versorgung gesichert TRIB‘S am Flughafen Frankfurt

In den vergangenen Wochen versorgten Orlen Deutschland und seine lokalen Star Tankstellen nach eigenen Angaben gemeinsam mit dem Partner Edeka LKW-Fahrer an der deutsch-polnischen Grenze mit Lebensmitteln und Getränken.

Lagardère Travel Retail Deutschland eröffnete kürzlich den ersten Trib‘s am Frankfurter Flughafen. „Damit bringen wir dieses bereits in vier Ländern mit mehr als 25 Outlets erfolgreiche Quick-Service-Konzept von Lagardère Travel Retail erstmals an den größten Flughafen Deutschlands und versorgen die Reisenden einfach, bequem und mit allem, was sie vor oder nach ihrer Flugreise brauchen“, sagt Jochen Halfmann, CEO des Unternehmens (Foto: Mitte).

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Fleisch und Snacks

Spirituosen-Drinks

Tiefkühlkost

Allen öffentlichen Medienberichten und vielen Konsumtrends zum Trotz, bleibt Fleisch bei den meisten Deutschen weiter populär. Doch der Gegenwind verlangt nach neuen Impulsen. Halal-Produkte und zertifizierte Fleischsnacks könnten solche sein.

Die warme Jahreszeit steht vor der Tür. Trotz angespannter Lage greifen die Konsumenten jetzt zu erfrischenden Getränken. Das gilt auch für Spirituosen. Shop-Betreiber bieten deshalb spritzige Mixgetränke an. Die Hersteller haben dazu eine breite Auswahl im Portfolio.

Auch in Krisenzeiten sind TK-Produkte wie Pizza eine passende Grundversorgung in verschiedenen Situationen im Alltag. Rund 47 Kilogramm konsumierten Bundesbürger durchschnittlich davon, so das Deutsche Tiefkühlinstitut, mit steigender Tendenz.

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Fotos: Orlen, Lagardére, NACS

VORSCHAU HEFT 3 -20


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hp - 19.03.2020 13:05

1,3 Millionen Pferdesportbegeisterte suchen Rat: In Ihrem Regal!

Reiter Revue International ist DER PERSÖNLICHE BEGLEITER für gutes Reiten und gesunde Pferde. www.reiterrevue.de


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hp - 19.03.2020 13:05

Setzen Sie auf die Kraft des NRW Marktführers! NEU Rheinfels Quelle Lemon hat erfrischende Argumente: Ein Hauch Geschmack in reinem, natürlichen Mineralwasser ohne Zucker und ohne Süßungsmittel Marktführer in NRW im Segment aromatisierter Mineralwässer mit CO2* Absatzsteigerung von 63%** im Vergleich 2018 vs. 2019* 0,75 L PET-EW Flasche eignet sich perfekt für unterwegs Neue Geschmacksrichtung Limette-Minze setzt weitere Impulse Profitieren auch Sie vom Wachstumspotenzial und platzieren Sie Rheinfels Quelle Lemon und Limette-Minze in 0,75 L Einweg. * Nielsen LEH+GAM 1. Hj. 2019 ** Interne Statistik Rheinfels Quelle Lemon 0,75 L PET-EW

Profile for LPV GmbH

Convenience Shop 02 2020  

Handel und Wandel Total startet mit Bonjour durch

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