Page 1

Holzbulletin 89/2008 Schulen Neubau Primarschulhaus mit Turnhalle, Ossingen Umbau und Erweiterung des Schulhauses Hatzenbühl, Nürensdorf Sekundarschulhaus Seymaz, Chêne-Bourg Neubau Kreisschule, Neuendorf Schulhaus Arnon, Fiez

Das zweigeschossige Sekundarschulhaus Seymaz in Chêne-Bourg bietet Platz für rund 650 Schülerinnen und Schüler. Architektur: Bureau d’architectes P. Boecklin, N. Maeder, W. Meleshko, Genf


Holz macht Schule

Schulen stehen, vielleicht mehr als jedes andere öffentliche Gebäude, für den Entwicklungswillen einer Gemeinde und die Zukunft der Gesellschaft. Ob gross oder klein, ob mit einer Holzfassade oder transluzent verkleidet: Eine Schule beeinflusst mit ihrer Erscheinung ihre Umgebung. Das gilt besonders für den baulich stark überprägten städtischen Raum. Angesichts der heutigen Umweltsituation, welche von der Klimadiskussion und Energiesorgen bestimmt ist, hat Holz gute Argumente für einen Auftritt gerade in diesem tonangebenden Umfeld. Denn Holz bindet in seinem Werden Kohlendioxid, das mengenmässig wichtigste Treibhausgas. Das in diesem Heft vorgestellte Sekundarschulhaus Seymaz in Chêne-Bourg nahe Genf ist mit einer quadratischen Grundfläche von 112 x 112 m Abmessung eines der grössten Schweizer Bauwerke in Holz. Es speichert schätzungsweise 3500 Tonnen CO2 in Form von Holz und Holzwerkstoffen. Die Menge Holz, die für einen solchen Bau benötigt wird, wächst im Schweizer Wald in gerade mal fünf Stunden heran. Der Rohstoff Holz entsteht allein mit Sonnenenergie im Wald, wird mit geringem Energieaufwand geerntet und verarbeitet und in Gebäuden nach aktuellen Energiestandards verbaut. Andere Baumaterialien erfordern für ihre Bereitstellung deutlich mehr Energie. Aufgrund dieser Tatsache hilft Holz als Baumaterial dem Klima gleich noch einmal: Jede Tonne Holz, die anstelle anderer, energieintensiverer Stoffe verbaut wird, erspart der Atmosphäre etwa eine Tonne CO2. Doch zurück zum Fokus dieses Heftes, den Schulbauten. Sie entstehen aufgrund der oft angespannten Finanzsituation der öffentlichen Hand regelmässig unter dem Imperativ des Sparens, während zugleich der Fahrplan für die Erstellung links und rechts vom Schulbetrieb eingeengt wird. Dank Vorfabrikation und kurzer Bauzeit bringt Holz als Baumaterial auch unter diesem Aspekt gute Karten ins Spiel. Ob allein angewandt oder in Kombination mit Beton, Glas und Metall – die damit gefundenen Lösungen sind ästhetisch überzeugend, technisch innovativ und zugleich wirtschaftlich. Die heutige Vielfalt an Holzwerkstoffen schafft im übrigen eine fast unbegrenzte Palette an Farben und Texturen für die Hülle. Und die Nutzer, im Falle von Schulbauten die Kinder, was halten sie vom Holz? Wenn man sie durch die Gänge und über den Pausenplatz wirbeln sieht, merkt man: Ihnen gefällt es. Auch wenn sie die Zusammenhänge in der Klimadiskussion noch nicht verstehen.

Roland Brunner und Denis Pflug Technische Kommunikation Lignum

1770


Neubau Primarschulhaus mit Turnhalle, Ossingen Die Inbetriebnahme der neuen Schulanlage ist das Resultat eines Prozesses, der im Jahr 2002 mit dem Gewinn des offenen Projektwettbewerbes seinen Anfang nahm. Nachdem das Neubauprojekt nach Abschluss des Wettbewerbs hinsichtlich Standort einer eingehenden Prüfung unterzogen worden waren, fiel der Entscheid, am jetzigen Ort festzuhalten, womit die eigentliche Planungsphase beginnen konnte. Die neue Primarschulanlage südlich der Guntibachstrasse bildet durch Lage, Gliederung und Ausrichtung der Volumen und Aussenräume das Gegenstück zur bestehenden Schulanlage Orenberg. Mit dem Neubau der Primarschule ist ein eigentliches Schulquartier entstanden, das durch den bestehenden Kindergarten und die neue Bibliothek ergänzt wird. Die Umwandlung und Aufwertung der Guntibachstrasse zur Begegnungszone ermöglichte die Schaffung eines fussgänger- und kinderfreundlichen Areals. Pausenplatz und Hauptzugang des neuen Primarschulhauses öffnen sich auf diese Zone der Begegnung. Sitzbänke und in einigen Jahren schattenspendende Bäume gliedern den Pausenbereich. Ein Velounterstand fasst den Aussenraum und schafft Distanz zum Kindergarten. Ausgehend vom Pausenplatz, vorbei an Kulturhof, Spielplatz und Spielwiese, führt ein Weg zu den Parkplätzen am südlichen Rand des Schulhausareals. Das Erdgeschoss des Schulhauses wird über einen gedeckten Pausenbereich betreten. Ein grosszügiges, lichtdurchflutetes Foyer erschliesst den Sing- und Mehrzwecksaal sowie die Bibliothek. Diese auch ausserhalb des Schulbetriebs genutzten Räume können mittels

Schiebetor vom übrigen Schulhaus abgetrennt werden. Sie orientieren sich nach Süden auf den vielfältig nutzbaren Kulturhof, der durch ein langes Sitzelement und eine Baumreihe gefasst wird. Der Lehrerbereich und das Sekretariat mit Schulleitung ergänzen die Nutzung des Erdgeschosses. Aus dem Foyer führt eine Treppe kaskadenartig ins Untergeschoss zu Turnhalle und zugehörigen Nebenräumen. Dieses Geschoss kann auch über einen separaten Zugang betreten werden. Im Obergeschoss und im Dachgeschoss sind südseitig hinter einer schattenspendenden Balkonschicht die Klassenzimmer und an der Nordseite die Gruppenräume angeordnet. Die Klassenzimmer öffnen sich auf den vor dem Schulhaus liegenden Grünraum und lassen den Blick in die Ferne schweifen. Im Gegensatz dazu orientieren sich die Gruppenräume auf die neue Begegnungszone. Nach aussen wirken sie wie grosse Schaufenster, die der Umwelt einen Einblick in den Schulalltag erlauben. Alle Bauteile im Bereich der Klassenzimmer wurden in Holzelementbauweise erstellt. Treppenhaus, Untergeschoss und Erschliessungszonen sind massiv, mehrheitlich in Sichtbeton ausgeführt. Eine hinterlüftete Fassadenbekleidung aus Weisstanne, mit einer Vorbewitterungslasur behandelt, umhüllt den neuen Gebäudekörper. Der Neubau ist an das bestehende Fernwärmenetz angeschlossen. Alle Räume sind natürlich belüftet, der Sing- und Mehrzwecksaal sowie die Garderoben der Turnhalle sind zusätzlich mit einer mechanischen Lüftung versehen. Dank dem Einbau eines Lifts sind alle Räume behindertengerecht erschlossen.

Situation

1771


Querschnitt

Untergeschoss

Erdgeschoss

Obergeschoss

1772

20 m


1773


Ort Guntibachstrasse, 8475 Ossingen Bauherrschaft Primarschulgemeinde Ossingen Architektur götz partner architekten ag, Schaffhausen Bauingenieur WRS Bauingenieure, Schaffhausen Holzbauingenieur merz kley partner AG, Altenrhein Holzbau Baltensperger AG, Seuzach, und Robert Schaub AG, Andelfingen Materialien Konstruktionsholz: Vollholz 25 m3, Brettschichtholz 45 m3, Brettstapelelemente 180 m3; Holzwerkstoffplatten 40 m3; Fassadenbekleidung: Schalung in Weisstanne 1100 m2 Baukosten BKP 2 CHF 6,05 Mio. Gebäudevolumen SIA 116 Schulhaus 6837 m3, Turnhalle 7081 m3 Kubikmeterpreis SIA 116 (BKP 2) Schulhaus CHF 516.–, Turnhalle CHF 356.– Bauzeit September 2005–Juni 2006 Fotograf Heinz Hasler, Schaffhausen

Dachaufbau von aussen: Eindeckungssystem in Aluminium Mineralwolldämmung 200 mm Dampfsperre Brettstapel 160 mm mit Profilierung Aufbau Boden im Putzbalkon von oben: Faserzementplatten 15 mm auf Gummiprofil gelagert Aufbau Decke von oben über EG: Belag in Polyurethan 3 mm Unterlagsboden 87 mm Trennlage Trittschalldämmplatte 20 mm Sandschüttung 50 mm/Gartenplatten Rieselschutz Brettstapel 260 mm mit Profilierung Aufbau Decke von oben über UG: Belag in Polyurethan 3 mm Unterlagsboden 87 mm Trennlage Trittschalldämmplatte 20 mm Sandschüttung 50 mm/Gartenplatten Rieselschutz Brettstapel 260 mm mit Profilierung Abhängesystem/Installationsraum Gipskartonplatten gelocht

Fassadenschnitt Süd

1774


Aufbau Querfassaden von innen: Gipsfaserplatte 15 mm Ständer 160 mm/Dämmung Diffusionsoffene, mitteldichte Holzfaserplatte 16 mm Lattung 2 x 80 mm, gekreuzt/Dämmung Luftdichtigkeitsbahn Lattung 2 x 30 mm, gekreuzt Fassadenbekleidung vertikal 30 x 45 mm/offene Fugen 10–12 mm

Schnitt Giebelfassade

1775


Umbau und Erweiterung des Schulhauses Hatzenbühl, Nürensdorf Der bestehende Bau ist ein schönes Beispiel der Schulhausarchitektur der siebziger Jahre, modular aufgebaut und in seiner Erscheinung wohlproportioniert im Gelände eingefügt. Analysiert man das bestehende Gebäude von innen und aussen, so erkennt man, dass die damaligen Planer bereits eine Erweiterung nach Norden voraussahen. Erweiterung durch Improvisation zu einem gegebenen Thema ist somit der Grundgedanke dieser Schulraumerweiterung in der Hügellandschaft von Nürensdorf nördlich von Zürich. Für den Erweiterungsbau mit dem Mehrzwecksaal im Erdgeschoss und seinen zusätzlichen Klassenzimmern auf dem oberen Niveau drängte sich dasselbe Innenraumkonzept förmlich auf; er bildet so funktional wie architektonisch eine harmonische Weiterführung des Bestehenden. Um den Schulbetrieb während der Bauphase so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, wurde der Neubau als sanfte Andockung an das bestehende Gebäude konzipiert. Das Konstruktionsprinzip des Neubaus basiert auf einer Mischbauweise mit Stahl und Beton für das Erdgeschoss sowie Holz für das Obergeschoss. Wo immer möglich wurde eine Trockenbauweise gewählt, um die Bauzeit zu verkürzen. Die Decke über dem Erdgeschoss besteht aus einem geprüften Verbunddeckensystem aus Stahlträgern, Verbundelementen aus Kopfbolzendübeln und Blechprofiltafeln sowie einem Überbeton. Diese starre Scheibe liegt auf acht eingespannten Stützen in Beton. Der Raumabschluss nach aussen erfolgt mit einem Pfosten-Riegel-System aus Graualuminium. Über diesem Unterbau sind alle weiteren Bauteile als vorfabrizierter Holzelementbau ausgeführt, wobei die Holzrahmenbauweise

1776

für die Aussen- und Trennwände zur Anwendung kam und Kastenelemente die Tragkonstruktion des Flachdaches ausbilden. Die primäre Lastabtragung aus dem Dach erfolgt über ein Raster von Stützen in der Ebene der Fassadenelemente und der Trennwände zwischen Klassenzimmer und Korridor. Da das auskragende Stahl-Beton-Deckensystem überhöht wurde, mussten die Fassadenelemente so zwischen die Stützen eingebaut werden, dass diese nach dem Aufbringen der Dachlasten (Kies) nochmals nachgerichtet und genau ausgelotet werden konnten. So wurden die unterschiedlichen Höhen bis 10 mm der Elemente aufgefangen und ausgeglichen. Da das Schulhaus Hatzenbühl in der Anflugschneise des Flughafens Zürich liegt, bestehen hohe Anforderungen an den Schutz gegen Luftschall von aussen. Dem wurde man durch einen geeigneten Schichtaufbau der Fassadendämmung sowie mit einer hohen Masse durch die erhöhte Kiessschicht von 100 mm auf dem Flachdach gerecht. Zudem wurde das ganze Schulhaus im alten und neuen Teil mit einer mechanischen Belüftung ausgerüstet. So wird die Schalldämmung trotz Leichtbauweise vollkommen erfüllt. Für die Fassadenbekleidung des Obergeschosses kommen gestrichene Dreischichtplatten zum Zug. Für den konstruktiven Holzschutz sind die Vordächer entsprechend weit ausgebildet und die Oberkanten der einzelnen Platten mit optisch nicht wahrnehmbaren Aluminiumstreifenabdeckungen geschützt. Da eine Rissbildung bei den grossformatigen Fassadenplatten aber nicht generell ausgeschlossen werden kann, werden sie nach zweijährigem Einsatz nochmals komplett gestrichen. Mit dieser Massnahme wird eine deutlich höhere Lebensdauer der Fassadenbekleidung

angestrebt. Generell wurde bei diesem Bau der Minimierung des Unterhaltsaufwandes grosses Augenmerk geschenkt. So sind alle Komponenten mit kürzerer Lebensdauer so eingebaut, dass sie einfach auswechselbar sind – ein Beitrag zur Nachhaltigkeit.

A

Situation

B


Erdgeschoss

Obergeschoss

L채ngsschnitt

20 m

Querschnitt

1777


Ort Hatzenbühlstrasse, 8309 Nürensdorf Bauherrschaft Schulgemeinde Nürensdorf Architektur Heinrich O. Matthias + Luiza H. Kitanishi, AKM, Zürich Bauingenieur Bosshard Hauser Kocher, Dübendorf Bauphysik und Akustik Braune Roth AG, Binz HLS-Ingenieur Kalt und Halbeisen AG, Kleindöttingen Elektroningenieur Hege AG, Zürich Stahlbau Schneider Stahlbau AG, Jona Holzbauingenieur Pirmin Jung Ingenieure für Holzbau GmbH, Rain Holzverarbeitung Spaltenstein oa.sys AG, Bassersdorf (Holzbau), Ernst Weiss, Nürensdorf (Innenausbau), Schlittler Bodenbeläge, Bassersdorf (Parkett) Materialien Konstruktionsholz: Duobalken 12 m3, Brettschichtholz 27 m3; Platten: Dreischichtplatten 27 mm 1665 m2, Massivholzplatten 60 mm 200 m2, Gipsfaserplatten 1850 m2, Holzfaserdämmplatten 60 mm 150 m2; Fassadenbekleidung: Dreischichtplatten 27 mm 330 m2 Baukosten BKP 1–9 CHF 4,3 Mio. (Sanierung Alt- und Neubau) davon BKP 214.3 CHF 350 000.– (Holztafelbau Neubau) davon BKP 273 CHF 285 000.– (Schreinerarbeiten Alt- und Neubau) Geschossfläche SIA 416 700 m2 (Neubau) Bauzeit Juni 2006–November 2007 (Umbau und Erweiterung) Fotograf Otto Ammon, St. Gallen

Detail Fenstersturz mit Hauptstütze: Der Fenstersturz ist über Winkelverbinder im rund 3,50 m breiten Dachelement eingebaut. Die Hauptstützen wurden vor Ort auf die genaue Höhe abgeschnitten und mit Winkelverbindern auf die Betondecke montiert.

1778


Dachaufbau von aussen: Kies 100 mm Vlies Wasserdichtung zweilagig Mineralwolldämmung 120 mm Holzfaserdämmung 80 mm Dampfsperre Kastenelemente: Dreischichtplatte 27 mm Rippen 260 mm Dreischichtplatte 27 mm, farblos lasiert Aufbau Aussenwand von innen: Dreischichtplatte 19 mm Dampfbremse Gipsfaserplatte 15 mm Ständer 120 mm/Mineralfaserdämmung Holzfaserdämmplatte 60 mm Lattung 40 mm Dreischichtplatte 27 mm mit Deckbeschichtung Deckenaufbau von oben im Innenbereich: Nadelfilz Zementunterlagsboden 80 mm Trennlage Mineralwolldämmung 80 mm Verbunddecken in Beton und Stahl: Beton mit Profiltafeln in Blech Kopfbolzendübel als Verbundelement Stahlträger HEM 220 und HEM 600, jeweils mit Brandschutzbeschichtung F 30 Deckenbekleidung im Aussenbereich: Stahlträger mit Brandschutzbekleidung F 30 Mineralwolldämmung 80 mm Vlies schwarz Lattung Akustikriemen in Holz 13 mm

Detailschnitt quer

1779


Sekundarschulhaus Seymaz, Chêne-Bourg Wo sich früher Gärten und Obstbäume befanden, steht heute das neue Sekundarschulhaus mit Platz für rund 650 Schülerinnen und Schüler. Das Gebäude liegt am Rande der städtischen Zone und ist das grösste Schulhaus aus Holz in unserem Land. Trotzdem fügt es sich dank seiner Kompaktheit und seiner geringen Höhe diskret in die Landschaft ein. Das zweigeschossige Schulhaus erhebt sich auf einer quadratischen Grundfläche von 112 x 112 m. Dieses Gebäudevolumen wird von insgesamt sieben Innenhöfen belebt und beherbergt unter einem einzigen Dach alle für den Schulbetrieb und das dazugehörige soziale Leben benötigten Räume. Die Klassenzimmer liegen im Obergeschoss auf dem Gebäudeumgang und orientieren sich auf die Umgebung. Unterrichtsräume, die mehr Intimität benötigen, sind gegen die Innenhöfe hin angelegt. Im Erdgeschoss befinden sich die grosszügige Eingangshalle, die Verwaltungsräume, die Aula, der Konferenzraum sowie die Mensa und – aus Lärmgründen etwas abgelegen – Musikzimmer und Werkstatt. Drei vom Erdgeschoss her einsehbare Turnhallen wurden zur Hälfte ins Untergeschoss verlegt. Sie sind von aussen direkt zugänglich. Mit Ausnahme der Betonkerne, welche die sanitären Einrichtungen beherbergen, besteht das Gebäude vollständig aus Holz. Die Stabilität des Baus wird einerseits von diesen Betonkernen, andererseits von den 160 mm

starken Holzwänden sichergestellt, welche die Klassenzimmer von den Gängen trennen; sie sind aus mehrschichtigen Massivholzplatten aufgebaut. Ausser einer leicht pigmentierten Lasur erhielten diese Platten keine weitere Oberflächenbehandlung oder zusätzliche Bekleidung. Da die zur Verfügung stehende Raumhöhe ausreichend war, besteht die Deckenkonstruktion aus Balkenlagen. Zur Reduktion der Schwingungsanfälligkeit und zur Verbesserung der Schalldämmung wurde die ganze Deckenfläche mit Betonplatten beschwert. Die tragende Fassadenstruktur besteht aus Holzstützen in einem Raster von 1,3 m Abstand. Sie laufen über beide Stockwerke durch. Das relativ einfache und repetitive Tragsystem ermöglichte eine Vorfabrikation der einzelnen Elemente. Dadurch liess sich die Gesamtbauzeit auf zwei Jahre verkürzen. Die Gebäudehülle bilden Fassaden aus Glas und Metall und einem integrierten Sonnenschutz. Sie bewahrt das darunter liegende Holz optimal vor der Witterung. Ein Lüftungssystem aus Glaslamellen und ständigen Gebäudeöffnungen sorgt zudem dafür, dass man sich im Gebäude auch im Sommer wohl fühlt. Nebst der Verwendung von Holz als Baustoff wurden beim Bau auch noch weitere Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigt. Das nicht unterkellerte Gebäude liegt direkt auf der Bodenplatte aus Beton, wodurch sich die Erdbewegungen auf ein Minimum reduzieren liessen. Die Dachbegrünung schafft wieder ein Stück Natur.

Trotz seiner Grösse hat das Gebäude einen menschlichen Massstab bewahrt, und das allgegenwärtige Naturlicht, die grosszügigen Gänge und Räume sowie die verwendeten Materialien sorgen für eine freundliche Atmosphäre.

Situation


Ort 36 Avenue de Mirany, 1225 Chêne-Bourg Bauherrschaft Kanton Genf, Département des technologies et de l’information, DCTI Architektur Bureau d’architectes P. Boecklin, N. Maeder, W. Meleshko, Genf Bau- und Holzbauingenieur EDMS SA, Carouge Holzbau JPF SA, Bulle Materialien Konstruktionsholz: Vollholz 40 m3, Brettschichtholz 1020 m3, Massivholzplatten fünfschichtig 160 mm 1940 m3; Platten: Dreischichtplatten 4500 m2, Akustikbekleidungen beschichtet 7150 m2, zementgebundene Holzwerkstoffplatten 25 mm 7500 m2, Holzwerkstoffplatten 7815 m2; Bodenbelag: Parkett in Eiche 22 mm 7815 m2 Baukosten BKP 2 CHF 38,5 Mio. davon BKP 214 CHF 9 Mio. Gebäudevolumen SIA 416 76 400 m3 Kubikmeterpreis SIA 116 (BKP 2) CHF 444.– Bauzeit Juli 2005–Juni 2007 Fotografin Corinne Cuendet, Clarens


Untergeschoss

40 m


Erdgeschoss

Obergeschoss


Fassadenschnitte


Dachaufbau von aussen: Extensive Begrünung Entwässerungsschicht 100 mm Schutzschicht Wasserdichtung Mineralwolldämmung 200 mm Dampfsperre Rippenplatten: Dreischichtplatten 60 mm Rippen 500 mm/Dämmung 30 mm/Akustikbekleidung Trennwand Korridor–Klasse: Massivholzplatte fünfschichtig 160 mm, gestrichen Lattung 25 mm/Dämmung 15 mm Holzwerkstoffplatte 16 mm Deckenaufbau von oben: Parkett in Eiche 23 mm Holzwerkstoffplatte 22 mm Trittschalldämmung 10 mm Betonplatten 40 mm Trennlage 5 mm Dreischichtplatten 60 mm Balken 500 mm/Dämmung 80 mm/Metallattung/Gipsfaserplatte 12,5 mm Abhängesystem und Lattung/Dämmung 30 mm Akustikbekleidung 16 mm Fassade von innen: Stütze 160 x 400 mm, Abstand 4000 mm Festverglasung 20 mm (4/12/4 mm) Sonnenschutz vertikal


Neubau Kreisschule, Neuendorf Die Planungsgeschichte des Kreisschulhauses geht auf einen Wettbewerb von 1997 zurück. Nach einem Projektstopp 1999–2002 konnte ab 2003 mit der definitiven Planung und Umsetzung begonnen werden. Im Laufe dieser Zeit mussten einige Anpassungen und Ergänzungen beim Raumprogramm zur Berücksichtigung von Anforderungen neuer Lehrpläne miteinbezogen werden. Am Konzept des Projektes und der Grundidee des haushälterischen Umgangs mit Landreserven und Ressourcen hat sich bis zuletzt nichts geändert. Das neue Schulgebäude ist in Ost-WestRichtung längs des Chessiweges angeordnet, westlich der bestehenden Mehrzweckhalle. Das Schulhaus ist als kompakter, zweispänniger Baukörper aufgebaut. Es besteht aus einem Untergeschoss mit Werkräumen und Reserveklassenräumen, die über einen flach geneigten Lichthof auf der Südseite belichtet werden. Im Nordbereich befinden sich Lagerräumlichkeiten. Im Erdgeschoss erreicht man über einen gedeckten Pausenbereich via Eingangshalle, welche zur Mehrfachnutzung ausgelegt ist, zwei Klassenzimmer und zwei naturwissenschaftliche Unterrichtsräume mit den entsprechenden Vorbereitungszimmern. Betriebsräumlichkeiten und Lehrerzimmer sowie Toiletten sind auf der anderen Seite der Erschliessung untergebracht. Im Obergeschoss befinden sich fünf weitere Klassenzimmer mit Vorbereitungs- sowie Gruppenarbeits- und Halbklassenräumen. Eine Bibliothek/Mediothek liegt im gleichen Geschoss über dem Eingangsbereich. Die vertikale Erschliessung erfolgt über eine offene Treppenanlage im Eingangsbereich und eine zweite, auch als Fluchtweg dienende Treppe. Eine Liftanlage für Behinderte und Material-

1786

transport verbindet das Untergeschoss mit dem Erd- und Obergeschoss. Die Gebäudehülle mit der hinterlüfteten und transluzenten Glasverkleidung bietet insofern Vorteile, als sie eine sehr unterhaltsfreundliche und gestalterisch interessante Fassade ermöglicht. Das Spiel von Licht und Schatten im Wechsel von Tages- und Jahreszeiten bringt immer wieder neue, interessante Oberflächenreflektionen hervor. Die Betonung der Horizontalen mit den Fensterbändern, die aus einer Holz-Metall-Konstruktion bestehen, verleiht dem Gebäude Leichtigkeit. Ein automatisiertes Beschattungssystem schützt die Innenräume des Gebäudes vor Überhitzung im Sommer und gewährleistet den Blendschutz sowie die Verdunkelung. Im Innenausbau werden die eingesetzten Materialien und Konstruktionen wo immer möglich in ihrer natürlichen Form gezeigt. Die profilierten Untersichten der Holzdecken im Erd- und Obergeschoss sorgen so nicht nur für ein angenehmes Raumklima, sondern bilden auch eine gut absorbierende Oberfläche für die Raumakustik. Farbige Kautschukböden und eingefärbte Holzbekleidungsplatten schaffen zusätzliche Akzente in den Räumen. Der wichtige Grundsatzentscheid der Konstruktionswahl wurde sehr früh gefällt, um die Planung und Kostenermittlung für den Baukörper in die richtigen Bahnen zu lenken. Der Entscheid fiel aufgrund von Besichtigungen und Variantenvergleichen von verschiedenen Konstruktionsarten. Unter Berücksichtigung von Kriterien wie Kosten, architektonische Gestaltung und Ökologie wurde eine HolzbetonVerbundkonstruktion mit Brettstapelelementen für die Deckenkonstruktion sowie eine vorgefertigte Holzrahmenkonstruktion für die Wände ausgewählt. Über dem in Massivbauweise ausgeführten Untergeschoss sind die

Kernzonen sowie die Korridorwände in Sichtbeton ausgeführt. Der Korridor übernimmt denn auch die Gesamtstabilisierung in Längsrichtung. Daran angehängt sind die knapp 8,50 m frei tragenden Holzbeton-Verbunddecken und Dachelemente, wobei Stützen in Brettschichtholz mit einem Abstand von rund 3 m für die Lastabtragung vor den Längsfassaden sorgen. Die Giebelwände und einzelne Trennwände der Schulzimmer tragen mit der massiven Erschliessung zur Querstabilisierung bei. Die Verteilung der Wärmeenergie aus einer Fernwärmestation erfolgt über eine Unterstation auf die Niedertemperaturheizkörper in den Brüstungsbereichen der Aussenwände. Dem Prinzip von Low-Tech folgend werden die Klassenzimmer über Fensterflügel und im Obergeschoss zusätzlich über Oberlichter natürlich belüftet. Einzig die Werkräume und alle innliegenden Räume sind mit einer mechanischen Lüftungsanlage ausgerüstet.

Situation


Querschnitt

L채ngsschnitt

20 m

Untergeschoss

Erdgeschoss

Obergeschoss

1787


Ort Chessiweg 18, 4623 Neuendorf Bauherrschaft Zweckverband Kreisschule Gäu Architektur A + P Architekten AG, Egerkingen; Kurt Roschi und Urs Latscha Architekten FH/SIA Landschaftsarchitektur Schneider und Partner Landschaftsarchitekten BSLA Olten Örtliche Bauleitung Kurt Steiner Bauleitungen, Härkingen Bauingenieur KFB AG, Egerkingen Holzbauingenieur Makiol + Wiederkehr, Beinwil am See Holzbau Wenger Holzbau + Schreinerei AG, Unterseen, Von Rohr Holzbau, Egerkingen, U. Büttiker Holzbau AG, Wolfwil, und Kissling Holzbau AG, Wolfwil Materialien Konstruktionsholz: Brettschichtholz 113 m3, Brettstapelelemente 219 m3; Platten: OSB 620 m2, Dreischichtplatten 1450 m2, Holzfaserdämmplatten 20 mm 1040 m2, Gipsfaserplatten 15 mm und 18 mm 100 m2; Blindschalung 1940 m2; Deckenbekleidungen mit Leisten 1040 m2 Baukosten BKP 2 CHF 5,91 Mio. davon BKP 214 CHF 1,07 Mio. (Montagebau in Holz) Bruttogeschossfläche 2850 m2 Gebäudevolumen SIA 416 12 091 m3 Kubikmeterpreis SIA 416 (BKP 2) CHF 489.– Kubatur SIA 116 13 700 m3 Kubikmeterpreis SIA 116 (BKP 2) CHF 431.– Bauzeit Februar 2004–Juni 2005 (Gesamtbauzeit), Mai–September 2004 (Korridorwände und Sanitärkerne in Sichtbeton, Brettstapeldecken, Wände und Dach in Holz) Fotograf Hansruedi Aeschbacher Fotografie, Egerkingen

1788


Dachaufbau von aussen: Doppelfalzdach Chromstahl Blindschalung 27 mm Schalenelemente: Hinterlüftung 100 mm Unterdachbahn Holzfaserdämmplatte 19 mm Dämmung 240 mm Rippen 80 x 360 mm Dreischichtplatte 27 mm Dampfbremse Lattung 40 mm/Dämmung Vlies schwarz Akustiktäfer 15 mm Aufbau Aussenwand von innen: Gipsfaserplatte 18 mm Dampfsperre

Detail Deckenauflager Fassade: Der Träger mit 240 x 380 mm Querschnitt in Brettschichtholz ist mit zwei verschweissten Profilen LNP versehen, an dem halbe IPE-300-Teile angeschweisst sind. Nach der Montage dieses Trägers an die Brettstapelelemente wurde das ganze Bauteil auf die Auflager (Betonwand und Stützen) verlegt.

Ständer 200 mm/Dämmung OSB 25 mm, luftdicht, gestrichen Glasbekleidung hinterlüftet Aufbau Giebelwand von innen: Gipsfaserplatte 18 mm Dampfsperre Dreischichtplatte 27 mm Ständer 180 mm/Dämmung OSB 25 mm, luftdicht, gestrichen Glasbekleidung hinterlüftet Deckenaufbau von oben: Bodenbelag 10 mm Unterlagsboden 60 mm Trittschalldämmung 40 mm Holzbeton-Verbundelemente: Überbeton 120 mm Brettstapel 220 mm

Fassadenschnitt Süd

1789


Schulhaus Arnon, Fiez Wegen ihrer Nähe zu den städtischen Zentren von Yverdon und Neuenburg und dank der neuen Autobahn erlebt der nördliche Teil des Kantons Waadt heute eine starke Bevölkerungszunahme. Im Jahr 2007 errichtete deshalb die Gemeinde Fiez ein neues Primarschulhaus für sich und die umliegenden Gemeinden. Für eine derart kleine Gemeinde – Fiez zählt lediglich 390 Einwohner – ist ein solcher Bau zweifellos eine grosse Herausforderung. Zudem ist ein Schulhaus immer auch ein einschneidendes Vorhaben, sowohl in finanzieller Hinsicht als auch wegen des Ortsbildes. Das aus einem Architekturwettbewerb hervorgegangene Objekt befindet sich am Dorfrand und vermag sich so weit auf die Landschaft zu öffnen. Die Architekten liessen sich von der typischen ländlichen Bauweise der Region inspirieren und entwarfen einen nüchternen Baukörper, dessen Fassade an die Holzbekleidungen der Bauernhäuser im Dorf erinnert. Im Innern wechselt das Bild: In heiteren, lebhaften Farben gehaltene Gänge empfangen die Schülerinnen und Schüler und geleiten sie zu den vier Klassenzimmern im Obergeschoss. Im Erdgeschoss befinden sich ein modulierbares Klassenzimmer für verschiedenste Anlässe und Aufführungen, das Lehrerzimmer, die Bibliothek sowie ein kleines Krankenzimmer. Auf der Nordostseite wurde die Fassade zu-

1790

rückversetzt. Dadurch entstand ein gedeckter Schulhof, wo die Schülerinnen und Schüler bei schlechtem Wetter die Pausen verbringen können. Mit Ausnahme des Treppenhauses im nördlichen Teil, wo sich auch die sanitären Einrichtungen befinden, und der Bodenplatte aus Beton ist das Schulhaus vollständig aus Holz gebaut. Die Geschossdecke über dem Erdgeschoss besteht aus vorfabrizierten Elementen in Holzbeton-Verbundbauweise. Die Wände sind in Holzrahmenbauweise errichtet und innen mit lasierten und lackierten Gipskartonplatten bekleidet. An den Decken bilden Bekleidungen aus zementgebundenen Holzwollplatten die notwendige Absorptionsfläche für eine gute Raumakustik. Die Aussenbekleidung, deren Abdeckleisten mit ihren grossen Querschnitten die Fassade strukturieren, erhielt eine farblose Oberflächenbehandlung. Dadurch behält sie ihr natürliches Aussehen, ohne Gefahr zu laufen, mit der Zeit grau zu werden. Auf der Ost- und Westseite befinden sich grosszügige Fensterfronten. Diese werden jeweils zur Hälfte von den Abdeckleisten der Bekleidung bedeckt, was die Fassade belebt. Dazu trägt auch die versetzte Anordnung in den Geschossen bei. Das Dach mit einer Eindeckung aus ZinkTitan unterstreicht die Klarheit des Gebäudeentwurfs. In seinem Konzept ist der Bau bescheiden geblieben. Er zeichnet sich durch eine sensible

Behandlung der Aussenbekleidung sowie durch die Grosszügigkeit der Innenräume aus. Einer nachhaltigen Energieversorgung wurde grosses Gewicht beigemessen, weshalb eine Pelletsheizung installiert wurde.

204

185

207

228

196 13

FUTURE SALLE DE GYM

313b 287b

313a

283

287a

297

316a

309

282*

Situation


Querschnitt

10 m

Erdgeschoss

Obergeschoss

Ort Route du Village, 1420 Fiez Bauherrschaft Gemeinde Fiez, Kreisschulverband Grandson Architektur Bureau d’architectes Esposito & Javet, Lausanne; verantwortlicher Mitarbeiter: O. Trinca; Bauleiter: R. Delaporte Bau- und Holzbauingenieure Perret-Gentil + Rey & Associés SA, Yverdon; verantwortlicher Mitarbeiter: M. Burkhard Ingenieure HLK AZ Ingénieurs SA, Lausanne Holzbau Michel Porchet, Fiez, und Charpente Kurth SA, Orbes Materialien Konstruktionsholz: Vollholz 5 m3, Brettschichtholz 98 m3; Platten: Dreischichtplatten 110 m2, OSB 490 m2, MDF 180 m2; Bodenbeläge: Eichenparkett 550 m2; Fassadenbekleidung: Schalung in Fichte, sägeroh, oberflächenbeschichtet 521 m2 Baukosten BKP 2 CHF 2,797 Mio. davon BKP 214 CHF 606 000.– Gebäudevolumen SIA 116 5043 m3 Kubikmeterpreis SIA 116 CHF 554.– Bauzeit Oktober 2006–August 2007 Fotograf Thomas Jantscher, Colombier

1791


Lignum Holzwirtschaft Schweiz Economie suisse du bois Economia svizzera del legno

Falkenstrasse 26 CH-8008 Zürich Tel. 044 267 47 77 Fax 044 267 47 87 info@lignum.ch www.lignum.ch

Holzbulletin, Dezember 2008 Herausgeber Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, Zürich Christoph Starck, Direktor

Verantwortlich Roland Brunner Redaktion Roland Brunner, Lignum, Mélanie Pittet-Baschung und Denis Pflug, Lignum-Cedotec Gestaltung BN Graphics, Zürich Druck Kalt-Zehnder-Druck AG, Zug Administration, Abonnemente, Versand Andreas Hartmann, Lignum

ISSN 1420-0260

Das Holzbulletin erscheint viermal jährlich in deutscher und französischer Sprache. Jahresabonnement CHF 48.– Einzelexemplar CHF 20.– Sammelordner (10 Ausgaben) CHF 100.– Sammelordner leer CHF 10.– Preisänderungen vorbehalten. Lignum-Mitglieder erhalten das Holzbulletin und die technischen Informationen der Lignum, Lignatec, gratis. Die Rechte der Veröffentlichung für die einzelnen Bauten bleiben bei den jeweiligen Architekten. Alle Angaben stammen von den Bauplanern. Lignum-Hotline: 044 267 47 83 Benutzen Sie unsere Fachberatung am Telefon von 8–12 Uhr, die täglich von Montag bis Freitag gratis zur Verfügung steht.

Holzbulletin 89/2008  

Schulen

Holzbulletin 89/2008  

Schulen