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Holzbulletin 106/2013 Freizeit Bären-Waldhaus im Tierpark Dählhölzli, Bern Sternwarte, Schaffhausen Aufstockung der Infrastrukturbauten des Campings Sutz, Sutz-Lattrigen Umbau und Erweiterung Jugendherberge St. Alban, Basel Berghütte ‹Le Goûter›, Saint-Gervais (F) Forum Mont-Noble, Nax Naturzentrum Thurauen, Flaach

Raumhohe Verglasungen schaffen im Erweiterungsbau der Jugendherberge St. Alban in Basel einen unmittelbaren Bezug zum Aussenraum. Architektur: Buchner Bründler AG Architekten BSA, Basel


Raum gestalten für die freie Zeit Was ist Freizeit? Der Begriff ist nur vor dem Hintergrund gesellschaftlicher Werte und Strukturen fassbar. Das moderne europäische Denken definiert Freizeit als Gegenpol zur Arbeit, die für alle im Zentrum des täglichen Handelns steht. Im Sinne arbeitsfreier Zeit umfasst sie nach unseren Vorstellungen die Zeitabschnitte, über die der einzelne nach Gutdünken verfügen kann und nichts Vorgeschriebenes tun muss. Diese Frei-Zeit steht für die Erholung von den Anstrengungen beruflicher und sonstiger Art zur Verfügung. Freizeit wird aber nicht nur dafür, sondern auch für vielfältige andere Tätigkeiten genutzt – um so mehr, als die arbeitsfreie Zeit über die Jahrzehnte stetig zugenommen hat. Arbeitete man vor hundert Jahren noch durchaus zehn oder elf Stunden pro Tag, sind es heute noch acht oder höchstens neun. Der Sonntag als ehemals einziger freier Tag ist schon seit Jahrzehnten um einen freien Samstag ergänzt. Und wer heutzutage nur vier und nicht fünf Wochen Ferien zugute hat, wird schon beinahe bemitleidet. Freizeitaktivitäten schaffen unter diesen Vorzeichen gesamtwirtschaftlich betrachtet wesentlich Arbeit und Verdienst. Die Ökonomen kommen fast einhellig zum Schluss, dass sich die Freizeit seit den siebziger Jahren zu einem wichtigen Wachstumsmarkt entwickelt hat. Als Beispiel sei nur Deutschland genannt, wo heute die Freizeit als grösster Arbeitgeber gilt. Gemäss Statistik arbeitet in unserem nördlichen Nachbarland jeder sechste Bürger für die Freizeit der anderen. In der Schweiz werden Freizeitaktivitäten im dritten Sektor erfasst, also bei den Dienstleistungen, die seit 1990 ein jährliches Wachstum der Bruttowertschöpfung von 1–6% ausweisen, mit einer Ausnahme im Jahr 2009. Etwas über 70% der Bruttowertschöpfung werden in der Schweiz in diesem Sektor erbracht. Aufgrund der grossen Vielfalt an Partizipanten lässt sich die Bruttowertschöpfung der Freizeit von Herrn und Frau Schweizer als Ganzes nicht so einfach ableiten. Wirtschaftliche Tätigkeiten, die sich direkt der Freizeit zuordnen lassen, verteilen sich über verschiedenste Branchen, vom Handel z.B. mit Büchern oder Musikdatenträgern über Verkehr und Kommunikation, Gastgewerbe und Beherbergung bis hin zu Kunst, Unterhaltung und Erholung. Indirekt sind noch weit mehr Branchen Freizeit-Teilhaber, etwa die Energieversorgung oder der Infrastrukturbau. Als Anhaltsgrösse kann aber der Tourismus dienen. Allein ausländische Gäste bringen knapp 4% der Bruttowertschöpfung im Dienstleistungssektor, was rund 15 Milliarden Franken entspricht. Damit landet die Schweiz im europäischen Vergleich auf Platz fünf, hinter Griechenland, Spanien, Frankreich und Italien – und knapp vor Deutschland. Das wachsende Verlangen nach Nutzung der freien Zeit schlägt sich nicht nur in einer hohen Freizeitmobilität nieder, sondern auch in einem Bedürfnis nach spezifischen Bauten, von der Badeanstalt und dem Spa über das Theater, den Konzertsaal, den Zoo und das Museum bis zum Sportstadion oder dem Freizeitgelände – vom kleinen Massstab der Kletterwand oder des Baumseilparks bis hin zur Erlebnislandschaft und dem veritablen Disneyland. Bauen für die Freizeit hat deswegen nicht nur architektonische und im weiteren städtebauliche Aspekte, sondern kann durchaus auch grossräumliche Fragen aufwerfen. Was trägt der Einsatz von Holz bei Bauten für die Freizeit spezifisch zum Gelingen bei? Fast selbstverständlich ist, dass der Holzbau die Forderung nach schnellem und leichtem Bauen in Kombination mit höchster Energieeffizienz erfüllt, wenn diese im Vordergrund steht. Energieeffizenz ist bei der Hütte am Mont Blanc essentiell, jedoch klar kein Thema beim Bären-Waldhaus in Bern oder beim Freilufttheater in Nax. Wesentlich ist jedoch immer die besondere Fähigkeit des Materials Holz zum architektonischen Ausdruck. Aus unserer Sicht stehen alle in diesem Heft dokumentierten Projekte in einem sehr starken Bezug zu den besonderen Qualitäten ihrer Umgebung und zeigen sich so als Signatur des Ortes. Welch besseres Vermögen kann ein Baumaterial zeigen als genau dieses? Roland Brunner Technische Kommunikation Lignum

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Bären-Waldhaus im Tierpark Dählhölzli, Bern Das Bären-Waldhaus sucht das Wesen des weiten Waldes, des ursprünglichen Lebensraums der Bären, architektonisch einzufangen. Seine Essenz erschliesst sich aus dem Wechsel der Richtungen, dem Licht- und Schattenspiel, der Haptik von Holz und Stein und den stets wechselnden Höhen der Räume, welche sich unter dem Dach auftun. Alles entspringt dieser Haltung: steter Wandel, authentischer Charakter, starke Gefühle. Die russische Präsidentengattin überreichte 2009 dem Berner Stadtpräsidenten die beiden Bärenwaisen Misha und Masha als Staatsgeschenk. Dieses galt es zu würdigen; so knapp war der Auftrag an den Architekten formuliert. In der Interpretation bedeutete dies, im Dählhölzli eine zeitgemässe, attraktive, naturnahe und sichere Umgebung für die Bären zu schaffen. Die zwei russischen Braunbären sollten ganzjährig in einer Freilandhaltung eine möglichst naturnahe Umgebung in Form eines abwechslungs- und betätigungsreichens Lebensraums vorfinden. Dafür wurde ein reich gestaltetes Waldareal von mehr als 6000 m2 am Rand des Dählhölzliwaldes bestimmt, das unter anderem mit verschiedenen Bademöglichkeiten für die Tiere ausgestattet wurde. Um die Sicherheit zu gewährleisten, entstand ringsum ein vier Meter hoher Zaun mit tiefem Untergrabschutz. So können sich die Tiere den ganzen Tag frei in der Anlage bewegen. Zu einem späteren Zeitpunkt sollen auch Wölfe die Waldanlage mitbenutzen können. Nebst dem Bären-Waldhaus, das den Besuchern dient, befindet sich ein kleiner Stall im Norden des Geländes. Da noch intakt und zukunftstauglich, wurde auch das Stallgebäude mit der ‹Burg›, der ursprünglichen Bärenanlage, in das Projekt integriert. Die Anlage ist verbunden mit der ehemaligen, heute zum Biofilter umgenutzten Pin­ guinanlage und schliesst mit einer grosszügigen Wasserfläche und dem angrenzenden Erlenbruchwald die entstandene Lücke im Waldsaum.

Kernstück der Anlage ist das Bären-Waldhaus, gleichzeitig auch örtlicher Abschluss weiterer Zoobauten. Vor dem Bau liegt ein quadratischer, chaussierter Platz mit grossen Waldbäumen. Links die alte Bärenburg, daneben das neue Haus aus Stein und Holz. Zwei enge Gänge führen hinein ins Bauwerk. Die Wände haben den Charakter archaischer Schutzwälle oder stämmiger Holzbauten. Die Gänge sind verschlungen. Man gelangt von einer Schicht zur nächsten, findet Nischen und Höhlen mit Informationen zu den Bären oder folgt dem Ton und findet das kleine Kino, wo zwei Filme den Herkunftsort der Bären vorstellen, der ferne Osten Russlands. Die Raumschicht am Eingang des Bären-Waldhauses birgt die Geheimnisse der Bären und des Waldes. Sie animiert zum Suchen, verbirgt das Eigentliche und thematisiert das Unsagbare, den Geist des Waldes, der Bären, Russlands, woraus sich die Architektur des Baus entwickelte. Denn im Wald gelten andere Regeln. Geräusche und Düfte sowie das Licht- und Schattenspiel bestimmen die Ordnung. Weitab von Strassen und Wegen, ohne Sicht auf den Horizont, nimmt die Wichtigkeit des Sehsinnes ab. Gehör und Nase gewinnen an Bedeutung, Gerüche und Geräusche berühren unmittelbar. Jedes Knacken im Unterholz, das Summen von Fliegen und der Geruch von Pilzen und Moosen wird von starken Gefühlen begleitet. Sie helfen, die Orientierung aufrechtzuerhalten und allfällige Gefahren einzuschätzen. Die Bären sind mit ihrem tausendfach besseren Geruchssinn als der des Menschen bestens für dieses Leben im Wald gerüstet. Sie sind wie suchende ‹Nasen im Wald›. Dagegen ist die Erfahrung des grossen Waldes den meisten Besuchern nicht mehr vertraut, die im Alltag schnellen visuellen Reizen folgen. So bietet ihnen das Bären-Waldhaus zur Begegnung mit den Wildtieren einen Ort, der Halt und Schutz bietet, wo man gerne verweilt und den Moment geniesst. Das Haus führt die Besuchenden direkt an Glasscheiben heran, wo ein fast hautnaher Kontakt mit den Bären möglich wird.

Das Haus ist ganz aus Stein und Holz gebaut. Alles wurde von Hand aufgeschichtet, Balken für Balken, Stein um Stein. Manchmal wird ein Knacken in den Blockbauwänden zu hören sein, oder der Wind pfeift durch die Lichtluken im Dach. Die Räume im Bären-Waldhaus verbreiten eine Stimmung von Ruhe und selbstverständlicher Würde. Gebaut wurde nach den Regeln des Handwerks, in beharrlicher Kleinarbeit. Die Konstruktion besteht aus einem Verbund von Trockensteinmauerwerk, welches mit Läufer- und Binderbalken stabilisiert ist. Darüber liegt ein Dachraum aus Blockwänden, scheinbar mit Ornamenten verziert und tatsächlich Konstruktion der mit Hartholz-Schubdübeln verbundenen Vollholzbalken.

Situation

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Erdgeschoss/Besucherebene

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10 m


Ansicht Fassade Südost

Querschnitt

Längsschnitt durch die Gänge

Längsschnitt vor dem Ausblick in den Bären-Wald

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Detailschnitt Nischen

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Detailschnitt Durchgang

Detailschnitt voller Block


Dachkonstruktion

Ort Tierpark Dählhölzli, 3005 Bern Bauherrschaft Tierpark Dählhölzli und Stadtbauten Bern Architektur Architekturbüro Patrick Thurston, Bern; Mitarbeiter: Cyrill Pfenninger, Michael Wehrli Schriftbalken Beat Sterchi, Bern (Schriftsteller), und Karina Akopian, Biel (Schriftstellerin) Bauingenieur Diggelmann & Partner, Bern Holzbauingenieur Indermühle Bauingenieure, Thun Ausführung Gfeller Holzbau, Worb (Montage), E + F Abbundwerk, Wangen an der Aare (Fertigung), und Stoneworks Lippert, Evilard (Trockenmauern) Materialien Bauholz: Vollholz in Weisstanne 180 m3 und in Eiche 2 m3; Dachschalung in Tanne 50 mm 490 m2 Baukosten BKP 1–9 CHF 2,85 Mio. Baukosten BKP 2 CHF 1,59 Mio. davon BKP 214 CHF 429 100.– Grundstücksfläche SIA 416 6100 m2 Geschossfläche SIA 416 370 m2 Gebäudevolumen SIA 416 2125 m3 Kubikmeterpreis SIA 416 (BKP 2) CHF 746.– Bauzeit Juni 2011 – März 2012 Fotograf Ralph Hut, Zürich

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Sternwarte, Schaffhausen Die alte öffentliche Sternwarte Steig in Schaffhausen entstand 1960. Ihre zentrale Lage kam dem Publikum entgegen, hatte aber auch eine Kehrseite: Die Freude am Sterngucken litt schon bald unter Lichtsmog. Zudem verdeckten kräftig wachsende Bäume in der Umgebung immer mehr Teile des Himmels. Drängend wurde im Lauf der Jahrzehnte aber auch eine bauliche Erneuerung. So erhielten die Architekten 2009 vom Trägerverein einen Direktauftrag für einen Neubau an anderem Ort. Der Neubau der Sternwarte befindet sich nordwestlich von Schaffhausen, etwas hangaufwärts gelegen. Hier steht sie auf einem offenen Feld und scheint dabei ihrer Aufständerung und des dunklen Sockels wegen über dem Kornfeld zu schweben. Am neuen Ort ist der unverstellte Ausblick Richtung Sterne seit Mai 2012 möglich. Die neue Sternwarte besteht aus drei Gebäudeteilen, die mit einer umlaufenden Holzfassade gefasst sind. Gegen Norden sind die beheizten Räume angeordnet, mit Foyer respektive Aufenthaltsbereich, Schulungsraum, Planetarium, WC-Anlagen und Technikräumen im Erdgeschoss sowie Aufenthaltsraum und Lüftungszentrale im Obergeschoss. Dieser Teil ist in Holzrahmenbauweise ausgeführt, fundiert auf einer Betonplatte, und mit einer vertikalen Lattung und Aluminiumblechen bekleidet. Die Beobachtungsplattform mit den Teleskopen ist gegen Süden ausgerichtet, steht auf Stützen und ist thermisch vom übrigen Gebäude getrennt. Die zwei Teleskope, komplett freistehend und unabhängig vom Gebäude fundiert, um Schwingungsübertragungen der Besucher zu vermeiden, sind mit einem Schiebedach aus Stahl und Aluminium vor der Witterung geschützt. Dazwischen befindet sich ein offener, aber relativ gut geschützter Bereich in Form einer Dachterrasse, der für diverse Aktivitäten genutzt werden kann. Der Zwischenraum erlaubt ein Wechselspiel zwischen dem Gebäude, der Natur und dem Sternenhimmel. Die Holzbauteile wurden möglichst einfach gehalten. So sind beispielsweise alle OSB-Beplankungen der Kastenelemente von Dach und Decken oder der Wandelemente im Raum sichtbar und gestrichen. Wo notwendig, wurden auf-

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grund der Forderung nach Nichtbrennbarkeit Gipsfaserplatten als Beplankung oder Bekleidung eingesetzt. Die Sternwarte wird mit einer Erdsonden-Wärmepumpe beheizt. Die Wärmeverteilung erfolgt über die Bodenheizung im Erdgeschoss. Entsprechend den Anforderungen ist eine einfache Komfortlüftung im Betrieb. Für die Beleuchtung sind Minergie-FL-Leuchten und kleine LEDLeuchten eingebaut, grösstenteils von der 5-kWp-Fotovoltaikanlage gespeist. Mit dieser Gebäudetechnik-Konzeption funktioniert die Sternwarte energetisch praktisch autonom. Als beachtenswert an der neuen Sternwarte darf gelten, dass die Planung und Umsetzung konsequent auf das Wesentliche fokussierte. Nichts ist überflüssig, überinstrumentiert oder gar luxuriös ausgeführt. Trotzdem wurde der Minergie-Standard problemlos erreicht.

Situation


Querschnitt

Längsschnitt

Erdgeschoss

Obergeschoss

20 m

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Ort Weiherweg 1, 8200 Schaffhausen Bauherrschaft Naturforschende Gesellschaft Schaffhausen Architektur Sandri Architekten, Peter Sandri, Schaffhausen; Mitarbeit: Tina Wilck, Susanne Näf, Christoph Roost Bauingenieur Wüst Rellstab Schmid AG, Schaffhausen Haustechnikplaner Rolf Mäder, Schaffhausen, und Daniel Meister, Schaffhausen Elektroplaner Kurt F. Oetterli AG, Schaffhausen Planetarium SkySkan Europe GmbH, München Holzbau Renggli AG, Sursee Materialien Bauholz: Rahmenbaukanteln 32 m3, Furnierschichtholz 3 m3; Platten: OSB 15 mm 375 m2 und 22 mm 520 m2, Gipsfaserplatten 15 mm 350 m2 Baukosten BKP 1–9 CHF 1,55 Mio. Baukosten BKP 2 CHF 1,25 Mio. davon BKP 214 CHF 218 700.– Grundstücksfläche SIA 416 1290 m2 Gebäudegrundfläche SIA 416 337 m2 Geschossfläche SIA 416 451 m2 Gebäudevolumen SIA 416 1521 m3 Kubikmeterpreis SIA 416 (BKP 2) CHF 822.– Bauzeit September 2011 – Mai 2012 Fotografie Peter Sandri und Christoph Roost, Sandri Architekten, Schaffhausen

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Dachaufbau von aussen: Kies 40 mm Bitumen-Dichtungsbahnen 10 mm Dämmung 160 mm Dampfbremse Kastenelement: OSB 22 mm Rippen 280 mm/Dämmung 60 mm OSB 22 mm, gestrichen Gipsfaserplatte 15 mm (je nach Bauteillage) Deckenaufbau von oben: Gehbelag 2 mm Unterlagsbahn 5,4 mm Gipsfaserplatte 15 mm Kastenelement: OSB 22 mm Rippen 280 mm/Dämmung 60 mm OSB 22 mm, gestrichen Aufbau Aussenwand von innen: OSB 22 mm, gestrichen, oder je nach Bauteillage Gipsfaserplatte 15 mm Dampfbremse Ständer 220 mm/Dämmung OSB 15 mm Windpapier Lattung 30 mm, vertikal Lattung 30 mm, horizontal Schalung 30 mm, vertikal Aufbau Boden EG: Zementunterlagsboden 80 mm, eingefärbt, inkl. Fussbodenheizung Dampfbremse Dämmung 160 mm Dichtungsbahn Stahlbeton 250 mm Magerbeton 50 mm Kies 250 mm

Fassadenschnitt Foyer-Eingang

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Aufstockung Infrastrukturbau D3 Camping Sutz, Sutz-Lattrigen Die 2012 als zweite Etappe realisierte Aufstockung beherbergt eine Unterkunft für den Campingplatz der Burgergemeinde Sutz am Bielersee. Diese wurde auf das 2004 in einer ersten Etappe erbaute Sockelgeschoss gestellt. Da die Aufstockung bereits in der ersten Etappe angedacht wurde, gab es insbesondere für die Erschliessung und die Haustechnik, aber auch für die Fassadengestaltung gefestigte Parameter. ‹Häuptling› wird das Gebäude mit Signatur D3 von den Architekten genannt. Mit diesem Übernamen nehmen sie Bezug auf den besonderen Schmuck, den sie dem Bauwerk aufgesetzt haben: Über dem massiven Erdgeschoss bekleiden in enger Reihung Rundholzstäbe das Obergeschoss. Die Erscheinung erinnert an das Bild eines Indianerhäuptlings mit Federschmuck und lässt das Leben im Tipi anklingen, aber auch Assoziationen zu Natur und Freiheit oder Selbständigkeit und Autorität werden wach. Die Unterkunft im Obergeschoss verfügt neben den acht Mehrbett- und den vier Hotelzimmern mit Bad und Loggia auch über einen Mehrzweckraum mit Küche und grosszügiger Terrasse. Zusätzlich ist ein Büro für die Verwaltung untergebracht. Der Zugang nach oben erfolgt über den Durchgang im Erdgeschoss. Hinter einer Glastür führt eine einläufige Treppe zum Obergeschoss. In der Mitte des Gebäudes erstreckt sich ein durch unterschiedliche Breiten strukturierter Korridor. An den Stirnseiten versorgen Öffnungen hinter Rundholzstäben den nüchtern materialisierten Erschliessungsraum mit gebrochenem Licht. Im Gegensatz dazu geben in den Zimmern grosszügige Bandfenster den Blick in die nahe und weitere Umgebung frei. Die verschiedenen Raumfunktionen erhalten durch farblich voneinander abgesetzte Unterlagsböden ihre individuelle Prägung. Wenige, präzis gestaltete Ausbauten, wie die hellgrau

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gestrichenen Türen und Einbauschränke oder das eigens für die Unterkunft entworfene Mobiliar aus Multiplexplatten, kontrastieren mit der Rohbauästhetik der Räume und verleihen diesen Würde. Zur Einhaltung der kurz bemessenen Bauzeit wurde die Holzelementbauweise gewählt. Aus den Möglichkeiten des Materials und der unmittelbaren Konstruktion leiten sich nun die Architektur und die Atmosphäre der Räume ab. Dreischichtplatten als innere Beplankung der Holzrahmen stellen die Aussteifung der vorgefertigten Elemente sicher und übernehmen zugleich die Funktion der fertigen Wand- und Deckenoberflächen. Das Fügungsprinzip der Dreischichtplatten verleiht durch das Zusammenspiel von Fensterbrüstung und Brusttäfer sowie Fenstersturz und Blende den Räumen eine differenzierte Masstäblichkeit. Die sehr einfache Bauweise unter Verzicht auf eine zusätzliche innere Vorsatzschale bedingte zur Verhinderung von bauphysikalischen Risiken dampfdiffusionsoffene Bauteilaufbauten. So sind sämtliche Wand- und Deckenelemente mit Zellulosefasern gedämmt. Die äussere Beplankung der Elemente besteht aus einer Diagonalschalung in Fichte/Tanne, welche die notwendige Diffusionsoffenheit zeigt. Im Gegensatz zur hinterlüfteten Fassade wurde das Dach als Warmdach konstruiert. Der Problematik des Dampfdrucks wurde mit einer Dampfsperre und einer Überdämmung von mindesten 60 mm Rechnung getragen. Das Objekt bringt zum Ausdruck, dass es den Architekten wichtig war, Entwurf und Kons­ truktion in intensiver Zusammenarbeit mit dem Holzbauer als gleichberechtigte Themen zu entwickeln. Manchmal scheint es sogar, dass die konstruktive Logik massgebend die Architektur beeinflusst, immer mit dem Anspruch, ein selbstverständliches Ganzes zu schaffen. Situation


Ort Kirchrain 40, 2572 Sutz-Lattrigen Bauherrschaft Burgergemeinde Sutz-Lattrigen; Projektleitung: André Wälti Architektur Bart & Buchhofer Architekten AG, Biel; Projektteam: Stephan Buchhofer, Florian Wittwer Holzbau schaerholzbau AG, Altbüron Materialien Vollholz 35 m3; Platten: Dreischichtplatten 19 mm und 27 mm 1260 m2; Holzschalung 22 mm 740 m2; Fassadenbekleidung: Halbrundhölzer 670 Stück Baukosten BKP 2 CHF 1,7 Mio. (Aufstockung) davon BKP 214 CHF 370 000.– (Aufstockung) Grundstücksfläche SIA 416 504 m2 (Aufstockung) Gebäudevolumen SIA 416 1885 m3 (Aufstockung) Kubikmeterpreis SIA 416 (BKP 2) CHF 900.– (Aufstockung) Bauzeit März–Juli 2012 Fotograf Thomas Jantscher, Colombier

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Querschnitt

Längsschnitt

Obergeschoss Aufstockung

Erdgeschoss Bestand

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Dachaufbau von aussen: Extensive Begrünung 80 mm Wasserdichtung Dämmung 60 mm, mit Gefälle Dampfbremse Kastenelement: Holzschalung 22 mm, diagonal, sägeroh Rippen 240 mm/Dämmung Luftdichtigkeitsbahn Dreischichtplatte 27 mm, sichtbar Aufbau Aussenwand von innen: Dreischichtplatte 19 mm, sichtbar Ständer 220 mm/Dämmung Holzschalung 22 mm, diagonal, sägeroh Winddichtung Lattung 10 mm, vertikal Lattung 40 mm, horizontal, druckimprägniert Halbrundholz mit d = 100 mm, druckimprägniert Aufbau Decke von oben über Bestand: Anhydritmörtel 70 mm Trittschalldämmplatte 20 mm Leichtbeton 175 mm Stahlbeton 220 mm, bestehend

Fassadenschnitt

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Umbau und Erweiterung Jugendherberge St. Alban, Basel Mit seinen grossen, hellen Arbeitssälen galt das 1850/51 erbaute, klassizistische Fabrikgebäude als Musterbau der damaligen Seidenbandfabrikation. 1979/80 folgte der Umbau in eine Jugendherberge, bei dem bis auf den ehemaligen Färberkeller praktisch das gesamte Innere entfernt wurde. Die äussere Fassadenschicht blieb weitgehend unverändert. Nach einem Studienauftrag im 2007 mit sechs eingeladenen Büros realisierten Buchner Bründler den Umbau mit Erweiterung. Der Leitgedanke der architektonischen Intervention lag neben der geforderten räumlichen Erweiterung in der Klärung der innenräumlichen Bezüge und dem Hervorbringen der direkten kontextuellen Qualitäten des Gebäudes. Dabei betrifft der wesentlichste Eingriff die Erschlies­ sung der Jugendherberge. Das Gebäude orientiert sich neu zum öffentlichen Raum hin und wird vom Maja-Sacher-Platz über eine Brücke erschlossen. Es wendet sich seiner spezifischen Umgebung zu und macht deren Qualitäten für den Besucher schon vor Eintritt ins eigentliche Gebäude erfahrbar. Auch der St.-Alban-Teich liegt nicht länger im Rücken des Gebäudes, sondern wird durch Brücke und Steg als wesentliches atmosphärisches Element kenntlich gemacht. Der Holzsteg verläuft parallel zum Teich entlang der nördlichen Gebäudelängsseite. An dessen Ende liegt der neue halböffentliche Terrassenraum der Jugendherberge. Eichenlamellen binden Brücke, Steg und Erweiterungsbau zusammen und bilden eine hölzerne Klammer, die sich um den steinernen Altbau legt. Ähnlich den Stämmen und Ästen des dichten Baumbestandes der Umgebung vermitteln diese vertikalen Elemente zwischen Innen- und Aussenraum. Im Innern der Jugendherberge schafft die Neu­ organisation der Erschliessung im Eingangsgeschoss Grosszügigkeit. Alle Räume von funktionaler Bedeutung wie Büro, Seminarraum und

Vertikalerschliessung wurden neu hangseitig angeordnet. Die Grundstruktur mit den Gewölben des Färberkellers und den bestehenden Stützen wurde freigelegt, trennende Einbauten verschwanden. Dadurch ergibt sich für den Gast ein durchgehend erlebbares Raumkontinuum, von der Reception über den Färberkeller bis hin zum gedeckten Aussenraum am Gebäudeende. Bodengleiche Fenstertüren erlauben die komplette Öffnung des oberen Foyers zum Steg hin und ermöglichen, dieses temporär bis an den Teich zu vergrössern. Die insgesamt 48 Zimmer (195 Betten) des Altbaus wurden komplett neu organisiert. Jedem Zimmer ist neu eine in lasiertem Seekiefersperrholz ausgeführte Vorzone als Puffer zwischen öffentlichem Korridor und intimem Gastraum vorgelagert. Sie bietet Platz für eine Waschgelegenheit mit Lavabo sowie Gepäckfächer und ist mit einer Schiebetür vom eigentlichen Zimmer abtrennbar. Trotz kleinen Zimmerproportionen ermöglichen diese ein grösstmögliches Raumempfinden für den Gast. Die komplette Struktur der Bettengeschosse wurde in weiss lasiertem Kalksandstein-Mauerwerk ausgeführt. Neben den hölzernen Einbauten und den rohen Stahl­ türen der Gemeinschaftsduschen prägt das Eichenholz der in den Korridor eingerückten Zimmertüren wesentlich den Raumeindruck der hell gehaltenen Geschosse. Der Erweiterungsbau nimmt insgesamt 21 Zimmer (42 Betten) auf. Sichtbeton und Eichenholz sind hier die dominierenden Materialien. Jedem Doppelzimmer ist ein kleines Bad zugeordnet. Durch die raumhohe Verglasung der ansonsten schlichten Zimmer steht man als Gast in unmittelbarer Beziehung zum umgebenden Aussenraum, der mit seinen kräftigen Baumkronen die Raum- und Lichtstimmung in den Zimmern wesentlich beeinflusst. Die durch den vertikalen Holzfilter gegliederte Fassade bietet dem Gast eine erhöhte Intimität sowie den kleinen Luxus

eines Aussenraumes. Durch diese Staffelung entsteht eine Raumtiefe, welche die eigentliche Fassade von aussen betrachtet nahezu im dichten Grün verschwinden lässt. Bei allen Eingriffen in den Bestand sowie der Gestaltung der Erweiterung stand eine direkte, robuste und haptische Materialisierung im Vordergrund. In Anlehnung an die industrielle Vorgeschichte des Gebäudes wurde ein roher, unverstellter architektonischer Ausdruck gesucht, der einerseits den funktionalen und pragmatischen Anforderungen der Bauaufgabe Jugendherberge Rechnung trägt und andererseits eine unmittelbare Materialerfahrung ermöglicht.

Situation

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Querschnitt

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Erdgeschoss

1. Obergeschoss

Ansicht

20 m

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Details zum Verlauf des Steges: Die HEB-Träger sind im Mauerwerk eingespannt. Dar­über ist ein Rost aus Eichenbrettern mit 40 mm Stärke aufgebaut. Ein Gewebe in Chromstahl bildet das Geländer, befestigt an die Eichenlamellen mit Querschnitten von 80 x 240 mm.

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Ort St.-Alban-Kirchrain 10, 4052 Basel Bauherrschaft Schweizerische Stiftung für Sozialtourismus, Zürich Architektur und Bauleitung Buchner Bründler Architekten, Basel; Partner: Daniel Buchner, Andreas Bründler; Projektleitung: Sebastian Pitz, Thomas Klement; Mitarbeit Studienauftrag: Hellade Miozzari, Christoph Hiestand, Beda Klein; Mitarbeit Projektierung und Realisierung: Jenny Jenisch, Hellade Miozzari, Daniel Dratz, Florian Rink, Claudia Furer, Annika Stötzel, Konstantin König, Oliver Teiml Bauingenieur Walter Mory Maier Bauingenieure AG, Münchenstein Akustik applied acoustics GmbH, Gelterkinden Bauphysik Gartenmann Engineering AG, Basel Heizungs- und Lüftungsplaner Zurfluh Lottenbach GmbH, Luzern Elektro- und Sanitärplaner Ingenieurbüro Hanimann, Zweisimmen Brandschutzingenieur Makiol + Wiederkehr, Beinwil am See Holzbau Hürzeler Holzbau AG, Magden (Steg und Lamellen), Schreinerei Schneider AG, Pratteln (Fenster), Bach Heiden AG, Heiden (Innentüren), Lachenmeier AG, Basel (Raumtrennelemente, Fronten, Schiebetüren, Schränke, Reception) Materialien Vollholz und Rost in Eiche 17,7 m3; Sperrholzplatten in Seekiefer 21 mm und 24 mm 1500 m2; Innentüren 103 Stück Baukosten BKP 1–9 CHF 10,5 Mio. Baukosten BKP 2 CHF 9,3 Mio. Grundstücksfläche SIA 416 1164 m2 Überbaute Fläche 950 m2 Geschossfläche SIA 416 4039 m2 (total), 835 m2 (Neubau), 3204 m2 (Altbau) Gebäudevolumen SIA 416 11 520 m3 Kubikmeterpreis SIA 416 (BKP 2) CHF 810.– Bauzeit Januar 2009 – März 2010 Fotograf Ruedi Walti, Basel

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Berghütte ‹Le Goûter›, Saint-Gervais (F) Zur Hälfte überhängend und auf einem schmalen Grat am legendären ‹Königsweg› gelegen, welcher auf den Gipfel des Mont Blanc führt, erscheint die neue Berghütte ‹Le Goûter› wie ein futuristisches Ei. Mit dem Bau steht den Alpinisten eine einladende Unterkunft zur Verfügung, bei deren Erstellung sowohl in baulicher als auch in energetischer Hinsicht die allerneusten Technologien und Materialien eingesetzt wurden. Das erste Gebäude auf dem Grat ‹Le Gôuter› wurde 1854 errichtet: Eine einfache Steinhütte als Zuflucht für alle Berggänger, welche die Besteigung des Mont Blanc auf dieser Route versuchten, die etwas weniger anspruchsvoll ist als der direkte Aufstieg von Chamonix aus. Im Laufe des letzten Jahrhunderts wurde die Berghütte laufend vergrössert, bis hin zum Bauwerk aus dem Jahre 1962, welches seinerzeit als Avantgarde-Konstruktion galt. Aber auch dieser Bau erwies sich angesichts der ständig zunehmenden Zahl von Gästen bald als zu klein. Da auch der Anbau aus den neunziger Jahren bloss eine Notlösung darstellte, beschloss der Bauherr, der Französische Alpenclub, den Bau einer neuen, modernen und komfortablen Berghütte mit ausreichender Kapazität. Nach dem Realisationsentscheid benötigten die Planer rund sechs Jahre, bis mit der Ausführung begonnen werden konnte. Dank seines eiförmigen Grundrisses bietet das Gebäude dem Wind, der hier auf dem Grat Geschwindigkeiten bis zu 240 km/h erreichen kann, ein Minimum an Angriffsfläche. Angesichts der aufwendigen Materialtransporte auf diese Höhe war das Holz wegen seines geringen Gewichtes als Baumaterial gesetzt. Aus ökologischen Gründen entschied man sich für eine lokale Herkunft des Materials, wobei vorwiegend zertifizierte Fichte sowie Lärche und Douglasie für der Witterung ausgesetzte Bauteile zum Einsatz kamen.

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Ein Fachwerk aus Stahl, halb überhängend im Fels plaziert, dient als Fundation für die nutzbaren Geschosse in Holzbauweise. Das Holztragwerk bilden Rahmen in Brettschichtholz aus, welche in den Knoten mit eingeklebten Gewindestangen verbunden sind. Die Decken sind als Kastenelemente aufgebaut, mit einem logistisch optimalen Verhältnis von Tragfähigkeit und Masse. Im Erdgeschoss der Hütte befinden sich der Eingangsbereich, die Garderoben sowie die Technik­ räume. Das erste Obergeschoss beherbergt den Speisesaal mit 120 Plätzen, die Küche, die Reception und die Bar. Im zweiten und dritten Obergeschoss schliesslich befinden sich die Schlafräume und die Wohnung des Hüttenwartes. Das gesamte Sicherheitskonzept wurde objektspezifisch ausgearbeitet, insbesondere hinsichtlich Brandschutz an diesem nur schwer zugänglichen Ort, wo die Evakuation der Gäste schwierig sein kann. So ist das ganze Tragwerk auf 60 Minuten Feuerwiderstand bemessen, und der Bau aus den neunziger Jahren, heute unbenutzt, dient im Notfall als Schutzunterkunft. Für die aus rautenförmigen Teilen aufgebaute Aussenbekleidung wurde aus Gründen der Dauerhaftigkeit ein spezielles Edelstahlblech verwendet. Um dem Wind möglichst wenig Angriffs­ fläche zu bieten, sind die Verbindungen der einzelnen Blechpaneele in Vertiefungen angebracht. Darunter sorgen Holzfaserplatten für die Wärmedämmung, welche sich unter den extremen klimatischen Bedingungen stabilisierend (hohe Wärmespeicherkapazität) und robust (Vermögen an Feuchteaufname und -abgabe) zeigen wird. Für den Bau der Anlage wurden drei Jahre benötigt, da pro Jahr nicht mehr als fünf Monate lang gearbeitet werden konnte. Die extremen klimatischen Bedingungen auf dieser Höhenlage mit einer Durchschnittstemperatur von nur gera-

de –7 °C stellten für die Handwerker eine gewaltige Herausforderung dar und zwangen sie bisweilen, die Arbeiten zu unterbrechen. Im Winter, wenn die Arbeit auf der Baustelle nicht möglich war und der Berg seiner eisigen Einsamkeit überlassen werden musste, wurden unten im Tal in den Werkstätten die Elemente für den nächsten Sommer vorfabriziert. Die neue Berghütte auf dem Grat von Le Goûter ist nicht nur wegen der verarbeiteten Baustoffe ein ökologisches Vorzeigeobjekt, sondern auch wegen ihrer energetischen Autarkie. Das Warmwasser wird mittels thermischer Solarkollektoren erzeugt, und Fotovoltaik-Paneele erzeugen die Elektrizität für das Gebäude und die Schneeschmelzanlage, welche die Hütte mit Trinkwasser versorgt.

Situation


Ort Aiguille du Goûter, 74170 Saint-Gervais (F) Bauherrschaft FFCAM (Fédération Française des Clubs Alpins et de Montagne), Paris (F) Architektur Groupe H, Paris (F), und Deca-Iaage, Chamonix (F) Bauingenieur Betech Sàrl, Annemasse (F) Holzbauingenieur Schoch Reibenschuh AG, Volketswil Bauingenieur Urech Bärtschi Maurer, Zürich Holzbauingenieur Charpente Concept France SAS, St. Pierre-en-Faucigny (F); Projektleiter: Thomas Büchi Holzbau Labat & Sierra, Silligny (F), CBA Montagne, Saint-Jean-d'Avelanne (F), und Dasta Charpentes Bois SA, Plan-les-Ouates Materialien Bauholz: Brettschichtholz in Lärche und Douglasie 45 m3 sowie in Fichte 400 m3; OSB 15 mm 1300 m2; Kastenelemente 685 m2 Baukosten BKP 2 CHF 6,0 Mio. davon BKP 214 CHF 2,7 Mio. Geschossfläche SIA 416 681 m2 Gebäudevolumen SIA 416 3040 m3 Kubikmeterpreis SIA 416 (BKP 2) CHF 1970.– Bauzeit Juni 2009 – August 2012 Fotograf Lucien Fortunati, Epagny (F)

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Zugangsgeschoss

1. Obergeschoss

Längsschnitt

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2. Obergeschoss

3. Obergeschoss

20 m

Querschnitt

2313


Deckenaufbau von oben: Gehbelag OSB 25 mm Dämmung 80 mm Dichtungsbahn OSB 25 mm Brettschichtholz-Träger 240 x 520 mm/  Kastenelement 250 mm, ausgedämmt

Detail

Aufbau Aussenwand von innen: OSB 18 mm Dampfbremse Stützen 200 mm/Holzfaserdämmung Holzfaserdämmung 80 mm Fassadenbahn Lattung 27 mm, vertikal Lattung 120 mm, horizontal Dreischichtplatte 27 mm Bekleidung in Edelstahlblech Innenbekleidung der Aussenwand im Speisesaal: Holzschalung 15 x 120 mm mit 15 mm Abstand Leinenbahn schwarz Dämmung 30 mm Dachaufbau von aussen: OSB 18 mm Dampfbremse Rippen 250 mm/Dämmung OSB 22 mm Holzfaserdämmung 80 mm Dichtungsbahn Lattung 27 mm Lattung 120 mm Dreischichtplatte 27 mm Bekleidung in Edelstahlblech

2314


Axonometrie des Tragwerkes

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Forum Mont-Noble, Nax Auf der Hochebene von Tsébetta in der Unterwalliser Gemeinde Mont-Noble ist ein Mehrzweckgebäude für sommerliche Freilicht-Theateraufführungen und Ausstellungen entstanden. Zusammen mit dem benachbarten Naturhaus vervollständigt der Neubau das Kultur- und Freizeitzentrum des Naturraums Mont-Noble. Das Gebäude, einfach und raffiniert zugleich, ermöglicht Theateraufführungen im Einklang mit der Umgebung und vor der imposanten Kulisse der Alpen. Die Gemeinde Mont-Noble, am Eingangstor zum Val d’Hérens im Kanton Wallis gelegen, entstand 2011 aus der Fusion der drei Gemeinden Nax, Vernamiège und Mase. In der Folge beabsichtigte die Stiftung Tsébetta, deren Zweck die Erhaltung und Entwicklung der gleichnamigen Hochebene als Naturlandschaft sowie als Freizeit- und Erholungsgebiet ist, die Erstellung eines vielfältig nutzbaren Gebäudes. Damit wollte man die bestehende Infrastruktur der neuen Gemeinde mit einem Raum für kulturelle Veranstaltungen ergänzen. Bei der Projektierung ging es in erster Linie darum, den vorhandenen Platz optimal auszunützen und gleichzeitig aus Kostengründen eine einfache Lösung zu finden. Auf eine Wärmedämmung und auf eine kostspielige Infrastruktur wurde verzichtet, und man beschränkte sich auf ein vielfältig nutzbares Freiluft-Gebäude für Theateraufführungen und Ausstellungen, welches gleichsam eine Verlängerung des umgebenden Naturraumes darstellt. Aus diesem Grund besteht die Fassade in Richtung Alpen und Rhonetal nicht aus einer opaken Bekleidung. Textile Rollos auf der Innenseite der Stützen schliessen ausserhalb der Betriebszeiten des Forums die Fassade, unterstützen mit dem Einbezug der Umgebung die Inszenierung von Aufführungen oder schützen die Bühne und die Zuschauer vor der Unbill der Witterung. Zwischen Forum und Umgebung gibt es keine Niveauabstufung, was Aufführungen direkt mit der Umgebung verbindet. Im Innern besteht der Bodenbelag aus einer geölten Tannenschalung, aussen ist der Boden bekiest. Den Übergang

2316

bildet das nur wenige Zentimeter hervortretende, betonierte Streifenfundament. Der konstruktive Schutz der Einzelteile trägt den klimatischen Besonderheiten des kalten und trockenen Standortes Rechnung. Die Stützen stehen beispielsweise direkt auf dem leicht überstehenden Betonfundament, fixiert auf eingeschlitzten Stahlteilen. Gegen Westen hin sind die Stützen zurückversetzt und werden mit weit auskragendem Vordach vor der Witterung geschützt. Die Bestuhlung ist sozusagen ein Recyclingprodukt; die Sitze wurden für einen symbolischen Franken gekauft. Sie sind im leicht ansteigenden hinteren Bereich mit Aussicht auf die Umgebung angeordnet, wobei auch die Ostseite offen, jedoch verglast gestaltet ist. Gegenüber dieser Fassade liegt das Volumen mit der Bar. Dieses schirmt die Zuschauer vom Zwischentrakt ab, wo die Tische und Bänke zur Aussenbestuhlung gelagert werden. Auf der Rückseite grenzt das

Situation

Podium im Obergeschoss an den Regiebereich und an verschiedene Technikräume, während das Untergeschoss als Lagerraum von der Gemeinde beansprucht wird. Das neue Gebäude nimmt, in angepasster Art und Weise, das Motiv der vertikalen Lamellen auf, welche bereits die Fassade des benachbarten Naturhauses bilden. Der offene Hauptteil des Baus mit der Bühne und dem Zuschauerraum ist ein Rahmenbau aus Brettschichtholz. Die Holzrahmen bilden eine durchlässige Fassade mit klarer Struktur und unterteilen den Raum, ohne ihn einzuengen. Zur Stabilisierung dienen Stahlstangen zwischen den Stützen. Diese fügen sich dank ihrer kon­ struktiven Logik perfekt in die Gesamtheit des Baus ein. Das Holz wurde bewusst ohne Schutzbehandlung angewandt, denn Alterung und Verfärbung des Holzes sollen integrierender Bestandteil der Inszenierung des Ortes sein.


Längsschnitt

Erdgeschoss

Obergeschoss

10 m

2317


Dachaufbau von aussen: Dichtungsbahn Dreischichtplatte 42 mm Pfetten 140 x 330 mm Träger 140 x 460 - 1000 mm Aufbau Aussenwand von innen: Dreischichtplatte 27 mm Stützen 80 x 160 mm Deckenaufbau von oben: Dreischichtplatten 27 mm Balkenlagen 140 x 240 mm

Fassadenschnitt

Ort Hochebene Tsébetta, 1973 Nax Bauherrschaft Stiftung Tsébetta, Nax Architektur Schmid + Jimenez architectes, Nax Bauleitung Schmid + Jimenez architectes, Nax, und Blanc & Schmid SA, Nax Bauingenieur Bertrand Granges ingénieurs conseil SA, Sion Holzbauingenieur Bertrand Granges ingénieurs conseil SA, Sion Holzbau Astori Frères SA, Sion (Holzbau), und Pralong Moix & Cie SA, Euseigne (Schreinerei) Materialien Brettschichtholz und schichtverleimtes Vollholz 64 m3; Platten: Dreischichtplatten 970 m2, OSB 200 m2; Schalung in Weisstanne 210 m2 Baukosten BKP 2 CHF 612 000.– davon BKP 214 CHF 241 000.– (Holzbau) und CHF 91 000.– (Schreinerei) Geschossfläche SIA 416 616 m2 Gebäudevolumen SIA 416 2781 m3 Kubikmeterpreis SIA 416 (BKP 2) CHF 220.– Bauzeit Mai –  Juli 2010 Fotograf Alexandar Kortus, Genf

2318


2319


Naturzentrum Thurauen, Flaach Um das Zürcher Thurtal vor Überschwemmungen zu schützen, wurde die Zürcher Thur zwischen 1983 und 2005 in fünf Etappen naturnah saniert. Seit 2006 wird der sechste und letzte Abschnitt bis voraussichtlich 2020 bearbeitet, die fünf Kilometer zwischen Kleinandelfingen und dem Rhein. Hier durchquert der Fluss die Thurauen, das grösste Auengebiet des Schweizer Mittellandes. Die Sanierungs- und Renaturierungsmassnahmen bringen vier Ziele in Einklang: das Gebiet der Thurauen zwischen Ellikon am Rhein und Flaach gegen Hochwasser zu schützen, die Thurauen zu revitalisieren, die landwirtschaftlichen Produktionsbedingungen im Elliker- und im Flaacherfeld zu verbessern sowie die Auen als Erholungs­ gebiet unter Entflechtung der Interessen von Mensch und Natur zu erhalten. Das für das Flaachtal sehr bedeutende Projekt gliedert sich in mehrere Teile: die Badeanlage mit dem Garderobengebäude im Süden, in der Mitte das auf den Rhein ausgerichtete Restaurant und das Naturzentrum mit Ausstellung sowie im nördlichen Bereich den Campingplatz mit dem Empfangsgebäude und den zwei Sanitärgebäuden. Für den ganzen Planungsperimeter wurde eine übergeordnete Umgebungsgestaltung mit Rodungs- und Wiederaufforstungskonzept erarbeitet. Eine nachhaltige und standortgerechte Bepflanzung wurde erstellt. Die Zufahrt zum Gebiet erfolgt über eine breite Strasse mit eigener Standspur für Camper. Ein Buswendeplatz ermöglicht die spätere öffentliche Erschlies­sung.

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In unmittelbarer Nähe zu den Gebäuden gibt es Gästeparkplätze für Fahrräder und Personenwagen. In der Badeanlage wurde das Schwimmbecken saniert und vertieft. Ein neues Garderobengebäude entstand; einige Einrichtungen zur Attraktivitätssteigerung des Badeerlebnisses kamen dazu, und die Wasseraufbereitung ist nun auf dem aktuellen Stand der Technik. Das Restaurant mit Campingladen und Kiosk wurde neu gebaut. Der Speisesaal bietet für 100 Gäste Platz, auf der gedeckten Terrasse können sich 80 Personen niederlassen. Von der gemütlich eingerichteten Lounge aus lässt sich die Rheinlandschaft in vollen Zügen geniessen. Im Obergeschoss befinden sich ein Schulungsraum für 40 Personen und Büros für Ranger und Geschäftsführer. Im Naturzentrum ist eine permanente, für jedermann zugängliche Dauerausstellung zu den Thur­auen untergebracht; in einem Teil des 270 m2 grossen Inforaumes können Wechsel­ ausstellungen stattfinden. Ein zentraler Empfang leitet die Besucher des ganzen Zentrums. Am Gebäude angeschlossen ist auch eine Brücke, über welche der 14 m hohe Aussichtsturm direkt vom Dach des Naturzentrums zu erreichen ist. Von oben geht der Blick über den Rhein und den nahen Auenwald, und über eine Treppe erreicht man einen Auenlehrpfad. Das neue Empfangsgebäude des Touring Clubs Schweiz ist Anlaufstelle für seine CampingGäste. Es umfasst einen grosszügigen Aufenthaltsraum sowie Serviceräume mit Garderoben, Küche, Aufenthalt und Büros für den Camping-

wart. Ein zusätzliches Sanitärgebäude bietet das zu einem Vier-Sterne-Campingplatz gehörende Angebot. Die Architektur wurde für alle Hochbauten so gewählt, dass sie sich in die grossartige Natur und insbesondere in den bestehenden Baumbestand eingliedert. Für das Auge dominieren die Materialien Holz, Beton und Glas. Für die mehrheitlich in Holzbauweise realisierten Hochbauten wurden grosse Mengen an Föhren- und Weisstannenholz verwendet. Konstruktion und Bekleidung bestehen aus Föhrenholz. Grosse Vordächer, abgestützt auf geschälten Weisstannenstämmen, laden zum Verweilen ein. Aussenund Innenraum verschmelzen durch grosse, raumhohe Verglasungen, so dass sich der grosszügige, weiträumige Charakter der Landschaft in der gewählten Formensprache widerspiegelt. Ursprung des Holzes ist hauptsächlich der Wald der Thurauen, eingeschnitten und weiter ver­ arbeitet wurde es in un­mittelbarer Nähe. Die gesamte Verarbeitung wurde konsequent nach Mondphasen datiert. Nach der Lufttrock­nung konnte das Holz zu Brettschichtholz, Schnittholz und Brettern verarbeitet werden oder wurde in Stammform zur Montage vorbereitet. Das Beheizen der Bauten erfolgt mit einer Wärmepumpe, die ihr Wasser aus dem Rhein bezieht. Zudem entspricht das ganze Projekt den neusten Standards für Menschen mit Handicap.


Legende zum Übersichtsplan A Badi Flaach (Betriebsgebäude) B Restaurant C Naturzentrum Thurauen D Brücke und Aussichtsturm E Erlebnispfad F Empfangsgebäude TCS G Sanitärgebäude TCS H Campingareal I Rhein

Übersichtsplan

2321


2322


Ort Steubisallmend 2, 8416 Flaach Bauherrschaft Gemeinde Flaach (Betriebsgebäude Badi), Kanton Zürich (Naturzentrum), Stiftung PanEco, Berg am Irchel (Restaurant, Campingladen, Kiosk, Erlebnispfad, Brücke und Turm), und TCS Camping (Empfangsgebäude und Sanitäranlagen); Bauherrenvertreter PanEco: Urs Tappolet, Rüdlingen Architektur Aluba AG, Flaach (Restaurant, Campingladen, Kiosk und Naturzentrum), Christian Schüpbach AG, Alten (Empfangsgebäude und Sanitäranlagen), Hunziker Betatech AG, Winterthur (Betriebsgebäude Badi und Badeanlage), sowie Josef Kolb AG, Romanshorn, und Ueli Rhiner, Sax (Brücke und Turm) Landschaftsarchitektur Semalit Landschaftsarchitektur AG, Winterthur Innenarchitekt/Ausstellung Martin Birrer Design, Bern (Restaurant, Campingladen, Kiosk und Naturzentrum) Bauingenieur Hunziker Betatech AG, Winterthur (Betriebsgebäude Badi, Restaurant, Campingladen, Kiosk, Naturzentrum, Empfangsgebäude und Sanitäranlagen), Wagner + Brühwiler AG, Gossau (Turm) Elektroplaner WKS Elektroplanung AG, Schaffhausen (Betriebsgebäude Badi, Naturzentrum, Restaurant, Campingladen, Kiosk, Empfangsgebäude und Sanitäranlagen) Haustechnikingenieur Müller + Pletscher AG, HLKK-Ingenieure, Winterthur (Betriebsgebäude Badi, Naturzentrum, Restaurant, Campingladen, Kiosk, Empfangsgebäude und Sanitäranlagen) Holzbauingenieur Josef Kolb AG, Romanshorn (Betriebsgebäude Badi, Restaurant, Campingladen, Kiosk, Naturzentrum, Brücke und Turm, Empfangsgebäude und Sanitäranlagen) Holzbau Bosshard Söhne AG, Buch am Irchel (Betriebsgebäude Badi, Restaurant, Campingladen, Kiosk, Naturzentrum), Kaufmann Oberholzer, Schönenberg/Roggwil (Deckenelemente für Restaurant, Campingladen, Kiosk und Naturzentrum), Knecht AG, Oberwil (Brücke und Turm, Empfangsgebäude und Sanitäranlagen)

Materialien Bauholz: Brettschichtholz 148 m3, schichtverleimtes Vollholz 46 m3, Vollholz in Föhre 30 m3, Rundholzstützen 11 m3; Platten: Dreischichtplatten 27 mm 2800 m2, Furnierschichtholz 27 mm 740 m2, OSB 15 mm und 18 mm 1330 m2, Gipsfaserplatten 15 mm 1000 m2; Schalung in Föhre 1690 m2 (Betriebsgebäude Badi, Restaurant und Naturzentrum) Baukosten BKP 2 CHF 3,23 Mio. (Restaurant), CHF 0,88 Mio. (Naturzentrum), CHF 0,95 Mio. (Empfangsgebäude), CHF 0,83 Mio. (Sanitärgebäude), CHF 0,34 Mio. (Brücke und Turm) davon BKP 214 CHF 580 000.– (Restaurant), CHF 320 000.– (Naturzentrum), CHF 253 000.– (Empfangsgebäude), CHF 243 000.– (Sanitärgebäude), CHF 228 000.– (Brücke und Turm) Geschossfläche SIA 416 1026 m2 und 993 m2 (Restaurant und Naturzentrum, innen und aussen), 218 m2 (Empfangsgebäude), 253 m2 (Sanitärgebäude) Gebäudevolumen SIA 416 5702 m3 (Restaurant und Naturzentrum), 1516 m3 (Empfangsgebäude), 1138 m3 (Sanitärgebäude) Bauzeit Oktober 2010 – August 2011 (Betriebsgebäude Badi, Restaurant, Naturzentrum und Empfangsgebäude), März – Mai 2012 (Sanitärgebäude), Juli – August 2012 (Brücke und Turm) Fotografie Stiftung PanEco, Berg am Irchel, Urs Tappolet, Rüdlingen, Josef Kolb AG, Romanshorn, Christian Schüpbach AG, Alten, und Boris Golz, Arnsberg (D)

2323


Empfangsgebäude: Erdgeschoss 10 m

2324


Brücke und Turm: Grundriss

Brücke und Turm: Ansicht

20 m

Brücke und Turm: Querschnit

2325












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Naturzentrum und Restaurant: Erdgeschoss

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Naturzentrum und Restaurant: Obergeschoss


Naturzentrum und Restaurant: Querschnitt

20 m

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Lignum Holzwirtschaft Schweiz Economie suisse du bois Economia svizzera del legno Mühlebachstrasse 8 CH-8008 Zürich Tel. 044 267 47 77 Fax 044 267 47 87 info@lignum.ch www.lignum.ch

Redaktion Roland Brunner, Lignum, und Denis Pflug, Lignum-Cedotec Gestaltung BN Graphics, Zürich

Administration, Abonnemente, Versand Andreas Hartmann, Lignum

Lignum-Mitglieder erhalten das Holz­bulletin und die technischen Informationen der Lignum, Lignatec, gratis. Die Rechte der Veröffentlichung für die einzelnen Bauten bleiben bei den jeweiligen Architekten. Alle Angaben stammen von den Bauplanern.

ISSN 1420-0260

Lignum-Hotline: 044 267 47 83 Benutzen Sie unsere Fachberatung am Tele­fon von 8–12 Uhr, die täglich von Montag bis Freitag gratis zur Verfügung steht.

Druck Kalt-Zehnder-Druck AG, Zug

Holzbulletin, März 2013 Herausgeber Lignum, Holzwirtschaft Schweiz, Zürich Christoph Starck, Direktor

Das Holzbulletin erscheint viermal jährlich in deutscher und französischer Sprache. Jahresabonnement CHF 48.– Einzelexemplar CHF 20.– Sammelordner (10 Ausgaben) CHF 140.– Sammelordner leer CHF 10.– Preisänderungen vorbehalten.

Holzbulletin 106/2013  

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