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Ausgabe 01/10

www.lebenswert.or.at

Postgebühr bar bezahlt

Seite 06-07

Aktuelles 04–05

BIO 06–07

Bauen und Wohnen 09

Klima 16–17

Gesundheit 28–29


lebenswert

Aus dem Inhalt

EDITORIAL

Stimmungsbilder der Gründerzeit: 30 Jahre Bio – Ein Rückblick. Lebenswert hat mit den Begründern der Bio Bewegung und über ihre Anfänge in Kärnten gesprochen.

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Christa Köfler

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Liebe Leserin, lieber Leser!

Das Gift im Haus Ständige Begleiter und Gesundheitsgefahr: Wohngifte. Die häufigsten Krankmacher und was dagegen unternommen werden kann.

Das „Lebenswert“ -Team freut sich, nach der Winterpause wieder für Sie da zu sein und Sie schon in der ersten

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Ausgabe des heurigen Jahres mit jeder Menge toller Infos zu versorgen. Wir möchten uns auch im Jahr 2010

Wie arm sind wir? Armutsgefährdung: in Kärnten ein Tabuthema. Lebenswert hat nachgefragt wie viele, wieso arm sind und nennt alarmierende Zahlen.

speziell auf die Themen Soziales,

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Ein Thema, das mir in dieser Aus-

Bauen & Wohnen, Bio, Gesundheit und Energie konzentrieren und hier besonders den Aspekt der Nachhaltigkeit unterstreichen. gabe besonders am Herzen liegt, ist die Problematik der Scheidungskinder. Ich möchte an dieser Stelle an die Eltern appellieren, im Falle einer

Nach dem Gipfel ist vor dem GipfelDie traurige Bilanz zum Klima Gipfel in Kopenhagen. Über verpatzte und neue Chancen.

Scheidung, Differenzen nicht auf dem Rücken der Kinder auszutragen, die unter den Folgen eines so genannten Rosenkrieges oft ihr Leben lang leiden. Es ist wichtig, Kindern

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die Liebe beider Elternteile zu geben, auch wenn diese beschlossen haben, getrennte Wege zu gehen. Mit unse-

Allnächtliches Schafezählen – Mit den Sorgen steigen auch die Schlafstörungen. Ein Blick auf die Ursachen, Ratschläge und Tipps für mehr Schlafgesundheit.

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ren Beiträgen und den Ratschlägen von Experten möchten wir dabei mithelfen, auch schwierige Situationen im Leben zu meistern. Ein gutes lebenswertes 2010 wünscht Ihnen Ihre Christa Köfler

Impressum: Herausgeberin, Geschäftsleitung und Verlegerin: Christa Köfler · E-Mail: c.koefler@lebenswert.or.at · Tel.: +43(0)676 9374845 Redaktion: Mag. Christa Grünberg · Helga Niemitz · Andreas Raming · Produktion und Redaktionsleitung: Mag. Stephan Fugger · E-Mail: s.fugger@lebenswert.or.at Layout: Gunther Wedenig · Grafik und Typografie: Alice Burger · Druck: Carinthian Druck Beteiligungs-GmbH Fotos: Behindertenanwaltschaft Kärnten, www.delaval.de, Christa Grünberg, fotolia, Gerhard Maurer, Magistrat Klagenfurt, Kilian Müller, www.oekonews.at, Nina Holler&Maximilian Lang, René Puglnig, Petra Spiola, AMS, Katharina Springer · Auflage: 60.000


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lebenswert Das Informationsmagazin für nachhaltige Lebensweise

Stimmungsbilder Im kommenden März feiert Bio Austria Kärnten seinen 30. Geburtstag. Was liegt näher, als sich bei den Kärntner Vätern der Biobewegung umzuhören. Jeder der fünf Befragten, übrigens nicht alles Biobauern, hat hier so seine eigenen Erinnerungen an die Zeit und die Motive für die Vereinsgründung.

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nfang der siebziger Jahre des 20. Jahrhunderts waren von den rund 350.000 landwirtschaftlichen Betrieben nur ca. 30 bis 35 Biobauern. Die Gründe für diese wenigen „Einzelspinner“, wie sie von vielen skeptisch bezeichnet wurden, auf biologische Landwirtschaft umzuschwenken, waren vielfältig und nicht immer war der Pionier gleich zu Beginn von Bio überzeugt. Hans Hofer, der in Lendorf seinen Biorinderhof betreibt und einer der ersten Gründungsmitglieder war, weiß noch, was er 1970 nach seinem ersten Besuch bei einem Vortrag einer biologischen Kräutergärtnerin aus seinem Ort zu seiner Frau sagte: „So eine nette Frau, aber da oben im Kopf passt was nicht.“ Ein Jahr später waren die Lehren derselben Vortragenden und die Überzeugungskraft seiner Frau ausschlaggebend dafür, dass er Bio, vorerst im Gemüsegarten, ausprobierte.

Versuch und Irrtum „Probieren geht über Studieren“ galt als die Devise der damaligen Pionierzeit. Schließlich gab es ja keine Schulen, wo man die biologische Landwirtschaft erlernen konnte. Eine Art Bildungsarbeit leistete in den siebziger Jahren vor allem das Schweizer Ehepaar Hans und Maria Müller, die vor Ort Kurse abhielten. Einer, der 1971 die Reise auf sich nahm und den einwöchigen Lehrgang belegte, war der heutige Demeterbauer Peter Prasser aus Kappel am Krappfeld: „Bereits am dritten Tag war mir klar, dass das der einzig richtige Weg für die Landwirtschaft ist.“ Er war einer der ersten, bei dem sich die anderen Umsteiger Tipps holen konnten. Und bald bildeten die Handvoll Biobauern in Kärnten eine verschworene Gemeinschaft. Sonst als Außenseiter verschrien, waren die Freundschaften der Bioniere untereinander gefestigt und man freute sich immer schon auf das nächste Treffen, auf die

Ein Stück Verbandsgeschichte: Der Werdegang der Logos

Betriebsbesichtigung und den Erfahrungsaustausch. Jedes Mal fand man sich bei einem anderen „Kollegen“ ein, die Jüngeren lernten aus der Erfahrung der Älteren und aus den eigenen „Fehlern“. „ Niemand hat nur die Sonnenseiten präsentiert, wir haben natürlich auch über die Schwierigkeiten gesprochen.“, erinnert sich Hans Hofer. Bei ihm suchte Martin Ertl nach Antworten, als er 1979 von einem Praktikum auf einem bayerischen Biobauernhof zurückkehrte und seine Eltern sofort überzeugen konnte, den elterlichen Rinderzuchtbetrieb auf Bio umzustellen. Der Praktiker der ersten Stunde, wie er sich selbst bezeichnet, war durch die Lage des Hofes am Spittaler Stadtrand immer schon begünstigt, wenn es um den Ab Hof-Verkauf von Biomilch und den Kontakt zu den Verbrauchern ging. „Jeder Biobauer hatte damals seinen eigenen bewussten Konsumenten.“, beschreibt Ertl

treffend das nur vereinzelt bestehende Interesse von Kundenseite.

Schwierige Zeiten Wenn es denn wissbegierige Konsumenten in Kärnten gab, dann lauschten sie sicher auch den Vorträgen von Kilian Müller, einem der wichtigsten Wegbereiter der Biobewegung, nicht nur in Kärnten. Wenngleich nicht Bauer, sondern Lehrer für Betriebswirtschaft an der Landwirtschaftsschule in Althofen, erkannte er bereits 1970, dass die biologische Landwirtschaft die Lösung für die benachteiligten Klein- und Mittelbauern sein könnte. Aber er war ein Prophet im eigenen Lande und wurde wie dieser in seiner Kärntner Heimat nicht entsprechend geschätzt, zumindest was die Behörden anbelangte. Diese in Gestalt von Schuldirektoren oder Kammerfunktionären machten ihm in den folgenden zehn Jahren nicht nur das berufliche Leben schwer. Vor allem versuchten sie seinem regen Wirken - Vortragsreisen, Schriften, Bemühungen um Zukunftswege für Bio u.s.w. - Grenzen zu setzen und ihn lahm zu legen. „In der landwirtschaftlichen Förderung und Beratung wie auch in der Schulung lag der Schwerpunkt auf Rohertragssteigerung, die tragenden Institutionen waren wiederum eng mit den Chemieunternehmen verflochten. In Bio fürchteten letztere eine drohende Konkurrenz und die Bauern sahen darin einen Rückschritt.“, damit glaubt Kilian Müller heute die Schikanen erklären zu können.


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der Gründerzeit Organisierte Gemeinsamkeit Das gestärkte Auftreten als Verband und die beginnende Öffentlichkeitsarbeit waren dann auch ausschlaggebend für dessen Gründung im März 1980. Als Kärntner „Landesverband des Verbandes der organischbiologisch wirtschaftenden Bauern Österreich“ konnten so auch leichter Wissenschaftler für Vorträge daheim gewonnen werden, zu denen man früher in andere Bundesländer reisen musste. Auf jeden Fall wurden manche der übrigen Bauern hellhöriger und es gab mehr Zuspruch als vorher. Warum ausgerechnet Erich Stampfer, Biobauer aus dem Gailtal, der erste Obmann des Vereines wurde, lag wahrscheinlich an

Peter Prasser, Biobauer aus Kappel am Krappfeld und Gründungsmitglied

DI Kilian Müller, Wegbereiter der Biobewegung in Kärnten

seinem Organisationstalent. „Bevor es zur Errichtung des Vereines kam, veranstaltete ich noch zwei Informationsabende in Klagenfurt und Kötschach Mauthen, die zahlreiche Besucher anzogen. Nach diesem erfolg-

Martin Ertl, Biobauer aus Spittal und erster Schriftführer

Hans Hofer, Biobauer aus Spittal und Gründungsmitglied

reichen Startschuss ist mir der Job dann geblieben.“ Bald danach kam es dann zu den ersten Anerkennungen für Biobetriebe. In einem sind sich jedenfalls die Kärntner Bioniere einig: Die Zeiten waren schwierig aber die

Erich Stampfer, Gailtaler Biobauer und erster Obmann

Aufbruchsstimmung half, Berge zu versetzen. Unterstützt von ihren Ehefrauen haben sie letztlich den Weg geebnet, dass Österreich heute Bioland Nummer Eins ist.

Der biologische Landbau bedeutet heute wie damals eine ganzheitliche Lebens- und Denkweise der Bauern.

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Bereits 1974 hatte DI Kilian Müller Weitblick und prangerte in seinen Schriften die Überhandnahme der Spritzmittel in der Landwirtschaft an.


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lebenswert Das Informationsmagazin für nachhaltige Lebensweise

Bio – Ins rechte Licht gerückt Etabliert sich ein rasch wachsender Trend, treten nicht selten selbsternannte „Missionare“ auf den Plan, die sich dazu berufen fühlen, den Menschen die ganze Wahrheit näher zu bringen. Auch der Bio-Boom der letzten Jahre zeigte solche Tendenzen – die Bio-Skeptiker krochen aus ihren Löchern. Serie Bio Teil 4

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m steigenden Konsum von Bioproduketen ist vermutlich die Werbung nicht ganz unbeteiligt. Wiewohl zum Beispiel das sprechende Schweinchen der Ja!Natürlich Produkte von Billa/Merkur ein

wirklich gelungenes Sujet ist. Den meisten Konsumenten ist aber klar, Bewundernswerte damit will man Ziele aber keine auffallen, nicht Lüge: Die Werte der Biobauern. etwa die heile Welt des Biolandbaus vorgaukeln. Um wirklich zu begreifen, was die Unterschiede zwischen konventionell und biologisch sind, braucht es eine tiefer gehende Auseinandersetzung mit der biologischen Landwirtschaft, z.B. mit Hilfe von Fachliteratur oder durch Gesprächen mit Bio-

bauern. Weniger geeignet dazu sind Bücher wie z.B. „Die 50 größten Bio-Lügen“ (vom österreichischen Autorenduo Markus Groll und Gernot Loitzl) oder „Biokost & Ökokult“ (von den deutschen Autoren Dirk Maxeiner und Michael Miersch). Sie werden den Geist eher verwirren als erhellen. Populärwissenschaftlich wird dort nämlich erklärt, dass Bio mehr Schein als Sein ist. Es wird allerdings nicht klar, von wem die dort angeprangerten Lügen ausgehen. Während die Werbung übertreiben darf, werden Biobauern informieren, zum Beispiel über kontrollierte Richtlinien, die

Ein ganz „anderer“ Bauer Abseits der Monokulturen hat Adolf Hudelist seine eigene Vorstellung vom Biobauernhof verwirklicht – mit dem Anbau ausgefallener Kräuter und der Zucht „vergessener“ Gemüsesorten.

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m 200-Seelen-Dorf Salchendorf baute Hudelist bis vor wenigen Jahren Getreide und Mais auf konventionellem Weg an, um sie an sei-

ne Tiere zu verfüttern oder zu verkaufen. Durch seine Krebserkrankung wurde er Vegetarier und begann er sich intensiv mit Lebensmitteln auseinanderzusetzen. Er verkaufte die Schweine und stellte nach seiner Genesung auf biologischen Anbau um. Sein Wissen über Kräuter und deren Einsatz, wollte er nutzen und erschuf sich einen speziellen Kräutergarten, dessen Beete wie ein Blatt auf einem Sonnenhang angelegt, ins Auge stechen. Auch Reben züchtet er mit Erfolg und ohne Einsatz von Düngern. Er weiß sehr viel über alte und fast vergessene, wertvolle


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es ihren Tieren ermöglichen, artgerechter zu leben und zu fressen – und vielleicht auch glücklicher zu sein. Nicht geflunkert wird auch beim Thema Schlachtung. Der Biobauer ist darauf bedacht, den Transportweg zum Schlachthof so kurz wie möglich zu halten, die Tötung selber wird auf konventionelle Art vorgenommen. Im Idealfall gibt es einen Schlachtraum direkt am Hof und die Tiere können relativ stressfrei zur Schlachtung geführt werden. Aufmerksame Zuhörer werden in der Regel nie von Biobauern hören, dass Menschen, die sich von Bio-Lebensmitteln ernähren, automatisch gesünder sind als andere. Wohl aber haben mehr als 200 wissenschaftliche Studien belegt, dass diese Nahrungsmittel einige gesundheitliche Vorteile haben. Wenn also Bio Austria, der größte österreichische Biobauernverband, den Biolandbau als “Die Basis für gesunde Lebensmittel“ bezeichnet, dann ist das ein Slogan mit wahrem Hintergrund.

Gemüsesorten und ist Mitglied im Verein „Arche Noah“, der altes Saatgut erhält und pflegt. Ein Gegentrend zu den überzüchteten Hybridpflanzen, und auch viel besser im Geschmack. Hudelist ist „Erdäpfelbauer“ der Sonderklasse, er hat 21 verschiedene Sorten, von den winzigen „Bamberger Hörnchen“ bis zu riesigen „Blaue Schweden“, die nur mit Klee gedüngt

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Ich wollte mir nicht mehr durch Förderungen und Forderungen bestimmen lassen, was ich auf meinem eigenen Grund und Boden anbauen darf.« werden dürfen. Sein Kräutergarten ist bepflanzt mit Ysop, Anisminze, Zitronenverbene, Eberraute, Marien- und Hanfblatt, Ananassalbei, Schafgarbe und einer Vielzahl anderer Kräutlein. Eine Duftwolke zieht über das Feld hin

Die Massage tut sichtlich gut – das Bild einer vielleicht „glücklichen“ Kuh.

zum Stall, der zum Gewächshaus für 70 verschiede Sorten Tomaten umgebaut wurde. Mit den Setzlingen, Gemüse und Kräutersäften, sowie Sirups findet man Adolf Hudelist jeden Freitag am Biobauernmarkt in Klagenfurt. Seine Marke nennt sich „Gidosa“ (für Gitti, Dolfi und Salchendorf) und garantiert liebevollen Anbau, Ernte und Verarbeitung. Die Kräuterfarm veranstaltet Ende Juni ein Gartenfest, wo der Hausherr selbst Führungen macht, zur Stärkung gibt es eigene Säfte und ein kühles Hanfbier. Für Interessierte bietet er auch Papierschöpferkurse an, ein Hobby für den Winter, wenn er die Stängel seiner Kräuter mit einer selbstgebauten Maschine verarbeitet. Ein Tausendsassa und wirklich ein ganz „anderer“ Bauer! Kontaktadresse: Aromagarten GiDoSa Adolf Hudelist 9064 Salchendorf 6 Telefon (0 69 9) 100 88 807

re zept ErdäpfelPolentaLaibchen Zutaten: 150 g Polenta, 300 ml Wasser, 1/2 kg mehlige Kartoffeln (Agria, Planta), 80 g geriebener Käse, Salz, Kräuter, Pfeffer, Sesam, Olivenöl zum Braten

Die Polenta im gesalzenen Wasser aufkochen dann auskühlen lassen. Zeitgleich Erdäpfel kochen, schälen und pressen. Lauwarm mit Polenta und restlichen Zutaten vermengen. Aus dem Teig Knödel formen, glattdrücken und gleichmäßige Laibchen formen. In Sesam wälzen. Olivenöl erwärmen und bei mittlerer Hitze beidseitig anbraten, vorsichtig wenden. Dazu passt grüner Salat und ein Joghurt-Kräutersauce mit Knoblauch.

Foto: www.delaval.de

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lebenswert Das Informationsmagazin für nachhaltige Lebensweise

Energie|Kolloquien 2010 Am 25. Januar stand das Casineum Velden ganz im Zeichen von Erneuerbaren Energien. Das erste Energie|Kolloquien sorgte bei rund 300 Besuchern für einen energiegeladenen Nachmittag.

2010 | Ein Jahr voller Energie Über das Jahr verteilt finden noch weitere Energiethemen den Weg in den öffentlichen Diskurs. Wissenschaftler und Experten werden zu folgenden Themen referieren:

Bgm. Gerhard Visotschnig (Gemeinde Neuhaus), LHStv. Ing. Reinhart Rohr (Energiereferent, Initiator „Kärnten voller Energie“) und Zweiter Landtagspräsident Rudolf Schober beim 1. Energie|Kolloquium in Velden. Foto: arco GmbH – keine Kosten

22. März 2010 Energie|Innovation – Wo liegen unsere Chancen heute und morgen? 31. Mai 2010 Energie|Autarkie – Ist Energieautarkie möglich und sinnvoll? 27. September 2010 EnergieVersorgung – Gilt das Prinzip der Nachhaltigkeit immer noch?

26. November 2010 Energie|Ethik – Nehmen wir unsere gesellschaftliche Verantwortung wahr? Die Energie|Kolloquien finden jeweils von 14-17 Uhr im Casineum Velden statt. Die Teilnahme ist kostenlos, es ist nur eine Anmeldung erforderlich. Alle Informationen und Anmeldung auf www.energie.ktn.gv.at

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Kärnten, lebt Regionalmobilität bereits aktiv vor und Erwin Smole von PricewaterhouseCoopers hat in einer Studie die Voraussetzungen für Elektromobilität in Österreich aufgezeigt.

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astgeber Energiereferent LHStv. Ing. Reinhart Rohr und Moderator Werner Freudenberger durften prominente Referenten begrüßen: Professor Dirk Westermann aus Ilmenau aus Deutschland ist maßgeblich am Großprojekt E-Energy beteiligt und berichtete von wissenschaftlichen Erkenntnissen und ersten Praxiserfahrungen. Werner Wilhelm gehört zu den Pionieren der Mobilitätsforschung in Europa. Oliver Hromada, Obmann von EUROSOLAR


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Das Gift im Haus Ständige Begleiter und Gesundheitsgefahr: Wohngifte. Lebenswert zählt die häufigsten Krankmacher auf und was dagegen unternommen werden kann.

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ie sind unter uns: Wohngifte. Sie stecken in Baumaterialien, Lacken, Kunststoffen, Geräten, Teppichen, Textilien, Möbeln, Reinigunsmitteln,... Die Liste könnte (fast) unendlich weiter geführt werden. Zu den häufigsten Stoffen zählen das gasförmige Formaldehyd (in Spanplatten), synthetische Pyrethroide wie Permethrin und Deltamethrin (als Insektenschutzmittel in Teppichen), Phthalate (als Weichmacher in Kunststoffen, Kosmetika und Lacken und Klebestoffen) sowie Flammschutzmittel und Isocyanate in Matratzen, Spannplatten, und Möbeln. Alle diese Chemikalien können zu Allergien, Atemwegserkrankungen, Hautreizungen Kopfschmerzen und im schlimmsten Fall zu chronischen Erkrankungen und Krebs führen.

Lüften & Verzichten Was tun? Auf chemische Gifte so gut es geht verzichten. Anstatt

(de)chlorpyrifoshaltiger Mottenschutzmittel, Lavendelsäckchen oder ätherische Öle verwenden. Holzlasuren mit Bio Siegel oder IBO Gütezeichen verwenden. Tägliches Stosslüften verbessert die Raumluft. Schimmel, anstatt

mit scharfen Reinigern, mit Essigessenz, Wasserstoffperoxid oder Alkohol entfernen. Zimmerpflanzen können Giftstoffe aus der Luft filtern. Neue Möbel mindestens zwei Wochen auslüften lassen. Sind erste Anzei-

inter view Was macht ein Baubiologe? Armin Rebernig: Ein Baubiologe berät über natürliche Bauweise und schadstofffreies Wohnen. Kurz gesagt, alles rund ums nachhaltige Bauen und Wohnen. Weiters führt der Baubiologe Messungen durch, wobei Innnenräume auf physikalische, chemische und mikrobiologische Auffälligkeiten geprüft werden. Er liefert die notwendige Information für den Arzt und Patienten, um gezielt behandeln und handeln zu können.

Armin Rebernig, Baubiologe und Messtechniker IBN/SBM

Was sind die häufigsten Erkrankungen durch Wohngifte? Zumeist sind es Allergien, Atem-

wegserkrankungen, Schleimhautund Augenreizungen, Befindlichkeitstörungen sowie Konzentrationsschwächen und Kopfschmerzen, die durch Wohngifte ausgelöst werden. Oft ist auch Therapieresistenz die Folge von Schadstoffbelastung. Bei schwerflüchtigen Stoffen, wie Holzschutzwirkstoffen, ist eine Krebserkrankung nicht untypisch. Wie unterscheiden sich Schadstoffe in ihrer Wirkungsweise? Leichtflüchtige Stoffe gasen leicht aus. Diese kann man mit einem Lüftungskonzept sehr gut reduzieren. Schwerflüchtige Stoffe

chen von Allergien, Befindlichkeitsstörungen oder Erkrankungen zu verzeichnen: sofort zum Arzt! Eine baubiologische Messung gibt Aufschluss welcher Stoff, wieso krankmacht und wie weiter vorgegangen wird.

haften am Oberflächenstaub, der eingeatmet wird. Daher entnimmt man in Innenräumen Proben vom Hausstaub, die dann im Labor analysiert werden.

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Der Baubiologie liefert die notwendige Information zum Handeln.«

Baubiologie Rebernig Armin Rebernig Unterberg 19 9560 Feldkirchnen www.bau-biologie.at 04276/8242 0676-7766250


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lebenswert Das Informationsmagazin für nachhaltige Lebensweise

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Ich rechne mit einer hohen Zahl der in der Grauzone Lebenden, die aus Scham nicht zu uns kommen.«

Fotos: Maurer

Ferdinand Mosegger

Wie arm sind wir? In Kärnten sind 76.000 (!) Menschen armutsgefährdet. Was es heisst „latent arm“ zu sein, wer hauptsächlich betroffen ist und wie sich Armut anfühlt zeigt Lebenswert.

Manifeste Armut bedeutet, dass man existentielle Grundbedürfnisse nicht mehr ausreichend befriedigen kann, das heißt keine neue Kleidung kaufen, die Wohnung warm halten oder dringende medizinische Behandlungen bezahlen kann. In Österreich sind davon überdurchschnittlich viele Alleinverdiener, Familien mit drei oder mehr Kindern, Pensionisten und Migranten betroffen. Im europäischen Vergleich liegt Österreich mit 12 % Armutsgefährdung zwar im Mittelfeld, aber die damit verbundene soziale Ausgrenzung gibt Denkanstöße in einem der reichsten Länder der Welt. Die Spirale Arbeitslosigkeit, Alko-

holismus, Entfernung vom Freundeskreis und vielen Freizeitaktivitäten treibt arme Menschen immer weiter in die Depression und Isolation.

und Einkommensverschlechterung, Scheidung, Trennung, versuchte Selbständigkeit, Wohnraumbeschaffung, schlagend werdende Bürgschaften und falscher Umgang mit Geld genannt. Auch die Lage am Arbeitsmarkt bleibt angespannt: 29.050 Arbeitslose wurden im Jänner 2010 in Kärnten gezählt, um 12 % mehr als 2009. Tendenz gleichbleibend. Ernüchternde Zahlen, die auf ein rasches, unbürokratisches Handeln der Politik hoffen lassen für ein Thema mit Priorität.

Fass ohne Boden Es ist bitterkalt, Dezember 2009 in Klagenfurt. Eine schier endlose Menschenschlage stellt sich vor der Landesregierung an, um 100 bis 150 Euro vom „Landesvater“ in die Hand gedrückt zu bekommen – der Teuerungsausgleich, ein Tropfen auf den heißen Stein. Im Vorjahr wurde er an über 25.000 Kärntner ausbezahlt. Trotz Müttergeld, gratis Kindergartenjahr, Schulstartgeld und Babygeld scheint die Absicherung der sozialen Mindeststandards ein Fass ohne Boden zu sein. Und die

Ein abstrakter Begriff Verschuldung steigt: Die Schuldnerberatung Kärnten wurde 2009 von etwa 4.000 Kärntner Familien in Anspruch genommen. Als Gründe werden Arbeitslosigkeit

Armut lässt sich nicht erklären, aber mit Schicksalen beschreiben. Der Besuch im Sozialmarkt und in der pro-mente-Tagesstätte und Gespräche mit Betroffenen

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Wer ist betroffen?


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zeigen, wie vielschichtig das Phänomen ist. Wie etwa Samira H. (50 Jahre): „Ich bin seit 10 Jahren in Österreich. Wir kommen aus Mazedonien. Mein Mann und ich arbeiteten im Hotel, bevor ich psychische Probleme bekam. Mir droht täglich die Abschiebung. Mein Mann ist inzwischen arbeitslos. Mit Notstandshilfe und Beihilfe für die 45 m2-Wohnung ist es immer noch zu wenig.“ Oder mit Rosina K. (61 Jahre): „Ich habe momentan kein Geld, weil ich von meinem gewalttätigen Mann erst nach der Scheidung einen Unterhalt bekomme. 20 Jahre dauerte es, bevor ich einen Schlussstrich zog. Das Sozialamt hilft mir nun. An meinem Geburtstag wollte ich zum Friseur, gab das Geld dann aber meine Tochter. Sie ist auch arbeitslos.“ Das sind nur zwei von unzähligen Beispielen, die aufzeigen, wie schnell man von einer gesicherten Existenz in die Armut abrutscht.

Fakten zum Nachdenken

inter view

Ferdinand Mosegger ist Abteilungsleiter für Soziales im Magistrat Klagenfurt „Wir sind die letzte Anlaufstelle für Menschen, die sonst durch das soziale Netz fallen. Wir bezahlen an 140 Personen dauerhaft die

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Mindestsicherung aus, weitere 1.000 kommen unregelmäßig, wenn sie Geld fürs Krankenhaus, Zahnersatz oder Heizung benötigen. Circa 1/3 davon sind Migranten, 30% sind AMS-Leistungsbezieher, das letzte Drittel gibt als Wohnadresse das Obdachlosenheim an. Wir bemerken einen deutlichen Anstieg der Anfragen freiwilliger Leistungen, wie dem Weihnachtstausender. Die Anzahl der Esser in der Volksküche hat sich zuletzt verdoppelt. Überdurchschnittlich ist auch die Quote der Mindestpensionisten, die verarmen, vereinsamen und als „Messie-Fälle“ bekannt werden. In 17 Jahren am Schalter habe ich immer wieder dieselben Ursachen für Verarmung gehört: Frauen mit abgebrochener Lehre, frühe Mutterschaft, Unterhaltszahlungen, Vorstrafen und die Tatsache, dass Armut vererbt wird.“

Erschreckend ist vor allem die Anzahl jener, die trotz Erwerbstätigkeit als „working poor“ bezeichnet werden, also weniger als 1.000 Euro brutto verdienen – 28.000 sind es inzwischen. Hauptsächlich Frauen in Teilzeitjobs. Wenn sie den Arbeitsplatz verlieren liegen sie mit AMS-Bezug oder Notstandshilfe unter dem, was man zum Überleben braucht. Forderungen für eine Mindestsicherung von 958 Euro werden laut, momentan beträgt sie 2010 für Alleinstehende 506 Euro, dazu kommen für Anspruchsberechtigte Miet- und Heizzuschüsse, sowie etwaige „freiwillige Leistungen“ der Sozialämter, die massiv eingespart werden. In Kärnten werden an etwa 1.600 Menschen dauerhaft Mindestsicherungen ausbezahlt, im Vergleich dazu sind es in der Steiermark zehnmal so viele. Auch innerhalb der Bezirke gibt es große Unterschiede.


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lebenswert Das Informationsmagazin für nachhaltige Lebensweise

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UNSERE

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UKUNF kinder der liebe

Beratungsstellen für Kinder und Jugendliche in Kärnten

Familie – auch nach der Trennung

Rainbows – für Kinder in stürmischen Zeiten Kath. Familienwerk Tarviserstraße 30 9020 Klagenfurt a. WS Tel.: 0463/5877-2441 Fax: 0463/5877-2399 rainbows@kath-kirche-kaernten.at www.rainbows.at

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Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes Kärnten Adlergasse 18 9020 Klagenfurt a. WS Service-Hotline: 0800-221708 Tel.: 050-536-31355 Fax.: 050-536-31340 Öffnungszeiten: Mo – Do 8.00 – 16.00 Uhr Fr 8.00 – 13.00 Uhr bzw. nach Vereinbarung kija@ktn.gv.at www.kija.ktn.gv.at

PPD - Psychologisch-Psychotherapeutischer Dienst der AVS in allen Bezirksstädten z.B. Bezirk Klagenfurt Stadt Fischlstraße 40 9021 Klagenfurt a. WS Tel.: 0463/ 512035-511 oder: 0664/83 27 848 Fax: 0463/512035-117 www.avs-sozial.at Institut für Familienberatung und Psychotherapie (IFP) des Kärntner Caritasverbandes an mehreren Standorten z.B. Kolpinggasse 6 9020 Klagenfurt a. WS Tel.: 0463/500667 Fax: 0463/56777-20 ifp-klagenfurt@caritas-kaernten.at www.caritaskaernten.at/index.php/ifp/C82/

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Kinder haben ein Recht auf beide Eltern und brauchen auch beide Eltern!« Astrid Liebhauser so weit kommt, kann man sich bei einer Vielzahl an Familienberatungsstellen Hilfe holen. Eine, an die sich sowohl Eltern als auch Kinder wenden können, ist die Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes Kärnten. „Wir kommen dann ins Spiel, wenn es um die Gestaltung der Beziehung vom Kind zu den Eltern geht. Dabei versuchen wir, wenn irgendwie möglich, auch im direkten Kontakt mit dem Kind oder dem Jugendlichen, herauszuarbeiten, wie das Kind sich in

Referate (Abteilung) für Jugend und Familie (Jugendämter) in allen Bezirkshauptmannschaften und Magistraten

Mag. Astrid Liebhauser, Kinder- und Jugendanwaltschaft des Landes Kärnten der Trennungssituation zu Recht findet. Wenn es eine Veränderung herbeiführen will, dann fungieren wir als Sprachrohr des Kindes.“, beschreibt Astrid Liebhauser ihre Arbeit und setzt hinzu: „Ziel der Eltern müsste es immer sein, dem Kind, trotz Trennung, beide Elternteile zu erhalten.“

Männerberatung des Kärntner Caritasverbandes in Klagenfurt und Villach Beratungsstelle für Männer und Burschen Kolpinggasse 6 9020 Klagenfurt a. WS Tel.: 0463/599500 Öffnungszeiten: Mo, Di und Do 9.00 – 11.00 Uhr und Mi 17.00 bis 19.00 Uhr bzw. nach Vereinbarung sowie Außenstelle Villach Karlgasse 3 Tel.: 0676/843888310 maennerberatung@caritas-kaernten.at www.caritas-kaernten.at/maennerberatung

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Kinderschutzzentren in Klagenfurt, Villach und Wolfsberg Kinderschutzzentrum Kärnten Tei.: 0463/56767 Fax: 0463/501705 kinderschutzzentrum.kaernten@utanet.at www.kinderschutzzentrum-kaernten.at Kinderschutzzentrum Delfi Villach Tel.: 04242/28068 Fax: 04242/28068-20 beratung@kisz-villach.at www.kisz-villach.at Kinderschutzzentrum Delfi Wolfsberg Tel.: 04352/30437 Fax: 04352/30437 - 5 beratung@kisz-wolfsberg.at www.kisz-wolfsberg.at

ie streiten schon wieder, obwohl ich den Papa eh so selten sehe. Und dann ist die Mama wieder grantig….“ Solche oder ähnliche Gedanken mögen Kinder oder Jugendliche haben, wenn Eltern in Trennung leben. Um wie viel schöner wäre es für die Kinder, wenn sie solche Streitigkeiten gar nicht erst miterleben würden. Oder wie sähe ihre Welt aus, wenn nach wie vor ein Miteinander reden möglich wäre und ein respektvoller Umgangston zwischen Eltern herrschte. In Fällen, wo dies nicht denkbar ist, werden Kinder oft zum Werkzeug der elterlichen Macht. Häufig bemerken die Eltern erst spät, wie sehr ihre Kinder darunter leiden. Damit es gar nicht erst

Weitere Beratungsstellen


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Ohne die aktive Arbeitsmarktpolitik wäre die Arbeitslosigkeit um 22 Prozent höher gewesen.«

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Mag. Josef Sibitz, Geschäftsführer des AMS Kärnten

Mag. Josef Sibitz

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ir blicken auf ein schreckliches Jahr zurück“, resümiert Mag. Josef Sibitz, Geschäftsführer des AMS Kärntens, bei der Pressekonferenz „Der Arbeitsmarkt in Kärnten“. Die Jahresbilanz 2009, arbeitsmarktpolitische Schwerpunkte und die Arbeitsmarktvorschau und Ziele für 2010 waren die Themen der Pressekonferenz. „Noch nie hatten wir ein Jahr mit so tiefen Einbrüchen am Arbeitsmarkt“, beschreibt Josef Sibitz das vergangene Jahr. Männer (+40%) waren im Vergleich zu Frauen (+16,6%) besonders stark betroffen. Insgesamt ist die Arbeitslosigkeit im letzten Jahr auf 9,3% gestiegen. Kärnten ist somit im Bundesländerranking „Rekordhalter“. Die größte Zunahme der Arbeitslosigkeit war am Produktionssektor zu verzeichnen. In der Metall- und Elektrobranche hat sie sich fast verdoppelt. „Es gibt keine Gewinner“, muß Josef Sibitz zugeben. In den Bezirken hat in

allen regionalen Geschäftsstellen des AMS die Beschäftigung im Jahresdurchschnitt abgenommen. In Feldkirchen waren es 2009 0,6 Prozent und in Wolfsberg 3,6 Prozent. Der höchste Anstieg der Arbeitslosigkeit war mit 41,8 Prozent in Wolfsberg und der niedrigste Anstieg mit 23,8 Prozent in Spittal/Drau. Auch in der Wirtschaftskrise hat das AMS seine mittelfristigen arbeitsmarktpolitischen Ziele umsetzen können. Zu den konkreten Zielen zählten das Kurzhalten der Arbeitslosigkeit von Jugendlichen und Älteren, die Verhinderung und Bekämpfung der Langzeitarbeitslosigkeit, die Schulung und Beschäftigung von Wiedereinsteigerinnen, die Erhaltung der Schulungseffektivität und die Sicherung der Einschaltung des AMS am Stellenmarkt. „Ohne die aktive Arbeitsmarkpolitik wäre die Arbeitslosigkeit um 22 Prozent höher gewesen“ betont Josef Sibitz. Durch Förderung am Arbeitsmarkt wurden 60 Millio-

nen Euro umgesetzt. Damit wurde auch die Kurzarbeit finanziert, ohne die 700 Jahresstellen verloren gegangen wären. Da die Jugendarbeitslosigkeit um 30 Prozent gestiegen ist, hat das AMS Kärnten unter anderem das Projekt „Horizont“ ins Leben gerufen, um diesen Negativtrend abzuschwächen.

Horizont: Maßgeschneiderte Zusatzqualifikation „Horizont” ist ein Qualifizierungsprojekt des AMS Kärnten für junge Menschen bis 25 Jahre. Juni 2009 war der Start von „Horizont I”, das bis Mai 2010 läuft. Im März beginnt „Horizont II”, das bis April 2011 reicht. „Neu ist daran, dass wir mit den Jugendlichen eine Perspektivenentwicklung machen und sie erst dann ihre Ausbildung absolvieren.“, erläutert Josef Sibitz. Nach einem individuellen Karrie-

recheck können die Jugendlichen aus 29 Fachmodulen wählen. Das Angebot reicht vom EDV Bereich, dem Wirtschaftsund Computerführerschein über die Bereiche Betriebsschutz, Brandsicherheit, Qualitätssicherung, Hubstapler-, Laufbock-, Bock- und Portalkranführer, Verkaufstrainings, TÜV Schweißerprüfung und Technik bis zum Tourismus. Dadurch können sich junge Menschen spezifische Zusatzkenntnisse aneignen. „Horizont I und II“ wird in allen Bezirken angeboten. Die Teilnahme am Projekt „Horizont” dauert jeweils 61 Wochentage und umfasst 305 Stunden. Die Kosten für die Ausbildung werden vom Arbeitsmarktservice und dem Land Kärnten finanziert. Insgesamt 800 Ausbildungsplätze sind mit „Horizont“ verbunden. „Ab März stehen weitere 300 neue Ausbildungsplätze zur Verfügung“, erklärt Josef Sibitz. Die Gesamtkosten für beide Projekte betragen 2,3 Millionen Euro. „Wir sehen, dass wir mit Programmen im Bereich der Jugendarbeitslosigkeit Erfolge haben. Die Arbeitslosigkeit war im Jänner 2010 geringer als ein Jahr zuvor“ sagt der AMSGeschäftführer. Wer seinen Horizont sprichwörtlich erweitern will, kann nähere Infos in jeder AMS Regionalstelle bei seinem Betreuer einholen.

»Hatten noch kein Jahr mit solchen Einbrüchen«

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Von 2008 auf 2009 ist die Arbeitslosenquote in Kärnten auf 9,3 Prozent gestiegen. Das Programm „Horizont“ ist eine der Gegenmaßnahmen, die das AMS Kärnten für eine Kehrtwendung am Arbeitsmarkt getroffen hat.


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Internationaler Frauentag

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„Gläserne Decke durchbrechen“ Frauenreferent LR Peter Kaiser: „Die gläserne Decke, an die Frauen trotz allen Einsatzes in ihrer Karriere immer wieder stoßen, muss zum Zerbersten gebracht werden!“

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andesrat Peter Kaiser und Frauenbeauftragte Helga Grafschafter laden anlässlich des Internationalen Frauentages zur Diskussion „Gläserne Decke durchbrechen“. „Denn die gläserne Decke lässt sich als großes Hindernis beschreiben, das subtil und kaum messbar den Weg von Frauen in das gehobene Management verhindert“, erklärt Frauenreferent LR Peter Kaiser.

Männer dominieren „Die gläserne Decke wirkt nach

wie vor. Wie sonst erklärt es sich, dass es in den 132 Kärntner Gemeinden nur 3 Bürgermeisterinnen gibt oder nur 8,7% Frauen in österreichischen Aufsichtsräten sitzen“, sagt Frauenbeauftragte Helga Grafschafter.

Maßnahmen und Strategien „Wo und wie wirkt die gläserne Decke, welche Maßnahmen und Strategien müssen angewendet werden? Das wollen wir heuer in promenierter Runde am Interna-

tionalen Frauentag diskutieren. Damit wir gemeinsam die gläserne Decke zum Zerbersten brin-

PODIUMSDISKUSSION „GLÄSERNE DECKE DURCHBRECHEN“ 8. März 2010 · Kärntner Landesarchiv St. Ruprechter Straße 7, Klagenfurt am Wörthersee 19.00 Uhr: Diskussion mit Dr.in Helga Konrad Frauenministerin a.D. aus dem Kärntner Landtag: Wilma Warmuth Dr.in Beate Prettner Annemarie Adlassnig Dr.in Barbara Lesjak Moderation: Antonia Gössinger, Kleine Zeitung Anmeldung unter Tel. 050 536 53005 oder E-Mail: servicestelle@ktn.gv.at

Schulungsprogamm wird ausgeweitet Über 600 Kursen für mehr als 15.000 TeilnehmerInnen sind geplant. Das AMS Kärnten bietet branchenübergreifende Ausund Weiterbildungsangebote an.

sind geplant; 23,5 Millionen Euro hat das AMS Kärnten dafür budgetiert. Die Schwerpunkte des Kursprogrammes liegen in Ausund Weiterbildungen in EDV-Berufen und im Bürobereich, sowie

in der Metall-, Elektro- und Elektronik-Branche. Darüber hinaus wird stark auf individualisierte Qualifizierungen gesetzt und auf Berufsfindung und Berufsorientierung.

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ie Zahl der Jobsuchenden stieg in Kärnten 2009 im Vorjahresvergleich um rund 29 Prozent. Das Arbeitsmarktservice Kärnten hat als Gegensteuerung zur negativen Entwicklung auf dem Arbeitsmarkt u.a. sein Schulungsprogramm für 2010 deutlich ausgeweitet. Rund 600 Kurse für mehr als 15.000 TeilnehmerInnen

gen!“, so Frauenbeauftragte Helga Grafschafter und LR Peter Kaiser.

Wer heute die Zeit zur Weiterbildung nutzt, hat morgen mehr Jobchancen. Foto: AMS, Petra Spiola

Spezielle Angebote Für Unternehmen hat das AMS spezielle Angebote zur Bewältigung von Auftrags- und Beschäftigungsschwankungen entwickelt. Qualifizierungsförderungen für Beschäftigte, Eingliederungsbeihilfen, die Kurzarbeitsbeihilfe oder die Bildungskarenz sind dabei nur einige Produkte. Insgesamt profitieren heuer mehr als 35.000 Arbeitsuchende und Beschäftigte vom Angebot des AMS Kärnten an Aus- und Weiterbildungen sowie maßgeschneiderten Schulungen in Unternehmen. Infos zu den Qualifizierungsangeboten gibt es in jeder AMS-Regionalstelle und im Internet unter www.ams.at/ktn

Arbeitsmarktservice Kärnten Rudolfsbahngürtel 42 9020 Klagenfurt ams.kaernten@ams.at www.ams.at/ktn

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Frauenreferent LR Peter Kaiser und Frauenbeauftragte Helga Grafschafter im Einsatz für Chancengleichheit. Foto: Gernot Gleiss


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Mit Rat und Tat hilfreich zur Seite stehen Nach zwei Jahren ist die Position der BehindertenanwältIn in Kärnten wieder besetzt. Wir sprachen mit Isabella Scheiflinger über ihre Aufgaben und die Hauptanliegen der Betroffenen, ziehen mit ihr Bilanz der zehnmonatigen Amtszeit und machen einen Blick auf zukünftige Projekte. Zu den Anliegen und möglicher Hilfestellung: „So komplex und vielfältig die Schwierigkeiten von Menschen mit Behinderungen auch sind, Schwerpunkte lassen sich erkennen. Ein großer Teil der Anfragen bezieht sich auf finanzielle Fördermöglichkeiten. Auch die derzeitige Arbeitssituation bietet viel Raum für Probleme wie z.B. zu wenig Arbeitsangebote, vermehrter Arbeitsdruck oder Mobbing. Nachdenklich stimmt mich, dass viele KlientInnen einen langen Leidensweg hinter sich haben. Daher versuchen wir, diese Menschen im Sinne eines „Case-Management Prozesses“ über einen längeren Zeitraum zu begleiten. Ein Beispiel: Ein Arbeitnehmer

»

Sozialarbeit kann nur Erfolge bringen, wenn alle Beteiligten an einem Strang ziehen.« Mag. Isabella Scheiflinger

mit Behinderung fühlt sich vom Arbeitgeber gemobbt. Wir informieren zuerst über MobbingMerkmale und Hilfen und laden dann zu einem gemeinsamen Gespräch mit dem Dienstgeber ein, um die Situation zu bespre-

chen und Lösungen zu vereinbaren. Damit der Arbeitnehmer auch während seiner fortgesetzten Tätigkeit Unterstützung findet, weisen wir auf ein Coaching-Angebot hin und stellen den Kontakt dazu her.“

Interessierte können sich mit ihren Anliegen gratis und anonym an die Behindertenanwältin und ihr Team wenden (Email: behindertenanwaltschaft@ktn.gv.at, Tel.: 050 536 413 72)

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Zur Bilanz der bisherigen Amtszeit: „Seit 1. April 2009 haben sich über 600 verschiedene Klienten an uns gewandt und wir konnten zumeist erfolgreich intervenieren. In nur relativ kurzer Zeit ist es uns gelungen, ein umfassendes Netzwerk und eine gute Kooperation mit Partnerinstitutionen wie z.B. dem Bundessozialamt, der Pensionsversicherungsanstalt und Interessenvertretungen aufzubauen, was gerade für rasche Entscheidungen im Sinne der Betroffenen besonders wichtig ist. Dennoch müssen wir auch unsere Grenzen akzeptieren: Diese liegen meist bei Leistungen ohne Rechtsanspruch, von denen im neuen Kärntner Chancengleichheitsgesetz einige vorhanden sind. Darüber hinaus gibt es leider auch noch Baustellen in Kärnten. So werden z.B. dringend Kurzzeitbegleitungsangebote benötigt, aber auch Wohn- und Tagesangebote für Jugendliche und Erwachsene mit schweren Behinderungsarten.”

Zu Projekten im Arbeitsjahr 2010 und persönlichen Ein- und Ansichten: „Neben der Einrichtung einer Gratis-Telefonhotline und der Ausweitung der Sprechtage steht auch die Fertigstellung und Freischaltung unserer barrierefreien Homepage – ein Projekt mit der HTL Villach – auf dem Programm. Außerdem planen wir eine Veranstaltung über die UN-Konvention betreffend die Rechte der Menschen mit Behinderung. Zwischen diesen Rechten und ihrer praktischen Umsetzung besteht eine große Kluft, die es zu überwinden gilt. Dazu müssen wir Menschen mit Behinderungen als ExpertInnen in eigener Sache anerkennen und sie in den Entscheidungsprozess mit einbeziehen, nach dem Motto: Nichts für uns ohne uns.”


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Kopenhagen war zwar bereits die 15. Weltklimakonferenz aber sicher noch lange nicht der letzte Klimagipfel, bei dem die Staaten dieser Erde versuchen werden, eine Einigung über verpflichtende Maßnahmen zur Eindämmung der Erderwärmung zu erzielen. Über verpatzte und neue Chancen.

Nach dem Gipfel vor dem Gipfel E

s scheint, als ob der Klimawandel vor Dezember 2009 nur Umweltschützer, eine kleine Minderheit an Politikern und die Mehrheit der Wissenschaftler interessiert hätte. Mit der Klimakonferenz in Kopenhagen ist er auf jeden Fall auch in die Köpfe der Massen gedrungen. Nie zuvor waren Presse, Fernsehen, Radio und das Internet so voll mit Berichten, Reportagen und Interviews dazu. Jetzt ist es wieder still geworden im Blätterwald. Dabei gibt es gerade nach dem so kläglich abgelaufenen Kopenhagen-Gipfel viele offene Fragen.

Zahlenspiele der Mächtigen Zum Beispiel geht es da um die bis 2020 geplanten Reduktionsziele für

die von den Staaten verursachten Treibhausgase bzw. CO2 Emissionen. Fristgerecht haben es bis Ende Jänner 2010 55 Länder geschafft, ihre unverbindlichen Ziele zu melden. Nachbesserungen gegenüber Kopenhagen gab es allerdings keine: So bleibt die EU – sie steht für 15 Prozent der Weltemissionen – bei ihrer Reduktion um 20 Prozent. Gegenüber Japan, dessen Beitrag zum weltweiten Ausstoß sich auf nur vier Prozent beläuft und das um 25 Prozent reduzieren will, klingt das EU-Ziel eigentlich bescheiden. Die meisten Staaten möchten eine Senkung gegenüber dem Jahr 1990 herbeiführen, die USA allerdings nennen 2005 als Basisjahr und 17 Prozent Reduktion als Ziel.

Die Folgen des ungebremsten Klimawandels: Zunehmende Dürrekatastrophen und …

Umgerechnet auf 1990 bedeutet das aber nur eine Senkung der Emissionen um vier Prozent. Hier wird gekonnt getrickst. Denn bei einigen Staaten wie eben der USA oder China waren die Emissionen 2005 wesentlich höher als 1990, zum Teil aus Wirtschaftswachstumsgründen. Dementsprechend besser sieht dann natürlich auch eine Reduktion aus. Jene Staaten aber, die ihre Emissionen seit 1990 bereits reduzieren oder eindämmen konnten, wollen 1990 als Bezugsjahr. Sollten beide Bezugsjahre belassen werden, bleiben aber die Vergleichbarkeit und objektive Überprüfbarkeit auf der Strecke. Und das ist nur eine von vielen scheinbar unüberwindbaren Uneinigkeiten innerhalb der Weltstaatengemeinschaft.

… schmelzende Gletscher. Für viele Menschen bedeutet das Hungersnöte und Wasserknappheit.

Eines ist sicher, es gibt eine nächste Chance, sich auf verbindliche Ziele und Maßnahmen zu einigen: Nach einer Zwischenkonferenz im Juni in Bonn findet der nächste Klimagipfel vom 29. Jänner bis 10. Dezember 2010 in der mexikanischen Küstenstadt Cancún statt. Eventuell tragen die wärmeren Gefilde dazu bei, dass die globale Erwärmung letztlich auch für Politiker der Industriestaaten spürbar wird. Vielleicht sind sie dann endlich bereit, Taten zu setzen – sowohl im Hinblick auf drastische und verbindliche Reduktionsziele als auch hinsichtlich der Umsetzung nationaler Klimaschutzstrategien.

Umstritten ist, ob verstärkt auftretende Taifune mit dem Klimawandel in Verbindung stehen.


ist

Von Pannen, erschütterter Glaubwürdigkeit und Skeptikern Die einen sehen sich derzeit in ihrer Glaubwürdigkeit gefährdet, die anderen fühlen sich in ihrer lang gehegten Meinung bestätigt – die Rede ist einerseits von der weltweiten Mehrheit der Klimaforscher und andererseits von den so genannten „Klimaskeptikern“ oder genauer gesagt den „Klimawandelskeptikern“. In den letzten Wochen und Monaten traten vermehrt Mängel in den Methoden und Arbeitsweisen des Weltklimarates (Intergovernmental Panel on Climate Change, kurz IPCC) zutage, die eine Reform des Gremiums notwendig machen. Gerade die Wissenschaftler des IPCC sollten ihre Recherchen sorgfältig überprüfen und offen legen, denn sie liefern in ihren Sachstandsberichten die Grundlagen für politische Entscheidungen. Wenngleich das Hinterfragen von Aussagen nie falsch sein kann, sollte man es allerdings nicht den Klimawandelskeptikern gleichtun, die sogar den von Menschen verursachten Treibhauseffekt anzweifeln.

»

Die Seriosität wissenschaftlicher Aussagen lebt davon, dass die Methoden in Ordnung sind“ Hans von Storch, deutscher Klimaforscher und ein Wissenschaftler zwischen den Fronten von „Alarmisten“ und „Klimaskeptikern“«


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Ein Coach für alle Fälle Eine Ausbildung zum Mediator oder Coach macht sich nicht nur für externe Berater bezahlt. Auch firmenintern sind im Sozialen Management geschulte Mitarbeiter gefragter denn je.

B

einahe in jedem Unternehmen gibt es Konflikte – mit Kunden, mit Kollegen oder mit Mitarbeitern. An sich nichts Negatives, denn Konflikte gelten auch als Triebfeder für Veränderungen. Problematisch wird’s nur, wenn eine Lösung scheinbar nur mehr auf Kosten des jeweils anderen erreicht werden kann. In solchen Fällen werden oft externe Coaches und Mediatoren als neutrale Vermittler zu Rate gezogen. Und das mit Erfolg: Denn meist gelingt es, das Problem rasch und im allgemeinen Einverständnis zu lösen. Was nicht nur Zeit, sondern auch viel Geld spart. Es sind aber nicht nur Experten von außen, die bei Konflikten innerhalb von Unternehmen

helfen können: Entsprechend ausgebildete Mitarbeiter mit - so genannten -„Leadership“-Qualitäten tragen dazu bei, emotional verfahrene Karren wieder aus dem Dreck zu ziehen. Und sie können dem Entstehen neuer Krisenherde oft sogar firmenin-

tern vorbauen. Immer mehr Führungskräfte, HR-Manager und Verkaufsverantwortliche nützen daher die Werkzeuge des Coaching und der Mediation, um im Konfliktfall mit Mitarbeitern und Kunden besser agieren zu können.

Tipp Das bfi-Kärnten bietet gemeinsam mit der ARGE Bildungsmanagement die Master-Lehrgänge „Coaching und Organisationsberatung“, „Mediation und Konfliktregelung“ sowie „Leadership und Soziales Management“ an. Im Anschluss an die 3-semestrige Ausbildung universitären Charakters ist ein Upgrade zum Master möglich.

Info bfi-Kärnten, 057878-2000 info@bfi-kaernten.or.at www.bfi-kaernten.or.at.

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Generalsanierung des Körpers mit Panaceo W

enn unser Körper es nicht mehr schafft, mit all dem fertig zu werden, ist es ratsam, den Körper regelmäßig bei Entschlackung, Reinigung und Regeneration zu unterstützen. Die kurmäßige Anwendung von Panaceo Medizinprodukten bietet dafür eine einfache und effiziente Hilfe.

Wie aber funktioniert PANACEO? PANACEO Produkte basieren auf dem Mineral Natur-ZeolithKlinoptilolith, ein intelligentes vulkanisches Mineral, das durch

ein spezielles Verfahren der österreichischen Herstellerfirma noch zusätzlich aktiviert wird. Die Intelligenz des Minerals macht die einzigartige Ionenaustauschfähigkeit aus: Der PANACEO Zeolith bindet ausschließlich schädliche Stoffe wie Ammonium, Blei, Cadmium, Cäsium oder Übergangsmetalle und leitet diese aus dem Körper aus. Im Gegenzug werden erwünschte Ionen wie Magnesium, Natrium, Kalium oder Calcium abgegeben. Durch die besonders gute Bindung von Ammonium wird die Leber stark entlastet. Freie Radikale entstehen

Prof. Baldur Preiml: „Versuchet alles und das Beste behaltet! Dieses Motto begleitet mich seit langem in meinem eigenen Gesundheitsbemühen und ließ mich

Wer profitiert daher von der Anwendung von PANACEO Medizinprodukten? Alle Menschen, die ihren Körper im Kampf gegen belastende Stoffe unterstützen wollen, die unter besonderem physischen oder psychischen Stress stehen, Sportler, Menschen in der Rekonvaleszenz nach Erkrankungen, Menschen mit Osteoporose oder Reizdarmsyndrom, während einer Chemo- oder Strahlentherapie, Menschen mit Krankheitsbildern, die in Zusammenhang mit oxidativem Stress stehen (z.B. Atherosklerose, Diabetes, grauer Star, rheumatische Erkrankungen, vorzeitige Alterung, neurodegenerative Erkrankungen, entzündliche Erkrankungen).

Prof. Baldur Preiml: „Ich habe die PANACEOProdukte als treue Wegbegleiter schätzen gelernt.”

PANACEO Produkte In Tabletten, Kapseloder Pulverform.

in unserem Körper unweigerlich durch Stoffwechselvorgänge, ungünstige Ernährung, diverse Medikamente und Umwelteinflüsse. Sie bereiten einer Unzahl von degenerativen und entzündlichen Erkrankungen den Weg und unterhalten das Krankheitsgeschehen. Durch PANACEO wird die Neubildung von Freien Radikale im Magen-Darm-Bereich reduziert und somit oxidativem Stress vorgebeugt.

vor einigen Jahren mit PANACEO Bekanntschaft machen: Schnell wieder frisch und voller Energie nach körperlichen Anstrengungen bei Sport oder nach der Arbeit, harmonischer ablaufende Verdauungsvorgänge und keine Blähungen. Ich habe die PANACEO-Produkte als treue Wegbegleiter schätzen gelernt.”

Tun Sie ihrer Gesundheit durch eine reinigende Kur mit PANACEO etwas Gutes. PANACEO Sport entlastet den Körper und senkt die Laktatwerte, PANACEO Guarana ist der natürliche Muntermacher, PANACEO OPC+C ist die Kombination von Antioxidantien, PANACEO Basic filtert Schadstoffe aus dem Körper.

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Unsere Lebensart bringt für den Organismus jeden Tag eine Menge belastender Einflüsse mit sich: Schadstoffe aus der Umwelt, ungesunde Ernährung, Alkohol oder Tabak, UVStrahlung, Medikamente, Infektionen und Stress.


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Jogging bringt Geist und Körper auf Tour

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ental- und Motivationstrainer schwören darauf. Laufen ist die einfachste Form der schnellen Fortbewegung und löst im

Yoga für optimale Entspannung und Ausgleich

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ie Lehre des Yoga ist vor rund 4000 Jahren in Indien entstanden und bedeutet weithin Beherrschung und Kontrolle aller Lebens-

impulse. Um dies zu erreichen, müssen grundsätzlich die wichtigsten Yoga-Regeln wie z.B. Konzentration, richtiges Atmen u.a. eingehalten und erlernt werden. Voraussetzungen: keine, vom Schulkind bis zum Greis, erlernbar in Kursen, Übungen zu Hause ohne Aufwand nachzumachen, Vorteil: keine Ausrüstung erforderlich.

Körper die Ausschüttung von Glückshormonen aus. 15 Minuten reichen schon für Anfänger. Die positive Wirkung stellt sich rasch ein. Ausrüstung: gute Laufschuhe, eventuell Pulsmesser. Überall zu machen. Nicht zu empfehlen bei Gelenksproblemen und Übergewicht.

Radfahren in den Alltag einbauen

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s muss nicht immer das teuerste Rennrad sein. Ein einfaches Citybike mit Gepäckträger lässt sich prima im Alltag für kleine Besorgungen nutzen, also öfters mal das Auto stehen lassen. Radfahren ist ein idealer Sport für Anfänger und

wenig Trainierte, der zudem sehr viel Spaß macht. Wichtig dabei: Helm nicht vergessen. Kostenpunkt: Erstinvestition – lange „Haltbarkeit“.

Ars Mobilis – Die Kunst der Bewegung G

esellschaftstanz ist wieder in Mode. Seit „Dancing Stars“ erlebt es eine Wiederauferstehung. Tanzen ist nicht nur ein schöner und geselliger Zeitvertreib, bei dem man Leute kennenlernt, sondern auch sehr positiv für die Fitness. Der Kalorienverbrauch ist ganz erstaunlich, die Kondition verbessert sich. Kostenpunkt: in einen Tanzkurs investieren und viel, viel üben. Gutes Schuhwerk.

Leider ist regelmäßige Bewegung nicht die beliebteste Betätigung der Österreicher, denn mehr als 60 % der Bevölkerung sind laut einer aktuellen Studie zufolge inaktiv oder höchstens 1 bis 2 Mal pro Monat körperlich tätig.


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Immer in Bewegung bleiben

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ichtstun ist zu wenig – stellen die Mediziner fest. Der Mensch ist als Herdentier für ständige Bewegung gebaut und seine „Konstruktion“ leidet unter vorwiegend sitzender Tätigkeit und nicht mobilem Freizeitvergnügungen. Gezielte, richtig dosierte und regelmäßige Bewegung sorgen für Wohlbefinden in jedem Alter. Bewegungsarmut ist, neben anderen Risikofaktoren, mit verantwortlich für eine ganze Reihe von so genannten Zivilisationserkrankungen. Daher hat Lebenswert eine Auswahl an Sportarten zusammengefasst, die mit wenig

Aufwand und günstig betrieben werden können.

Kletternnicht nur im Gelände

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in gutes Training für den ganzen Körper. Durch die ständig wechselnde Rechts-LinksKoordination vernetzt es rechte und linke Gehirnhälfte. Hilft Kindern mit Konzentrationsschwierigkeiten. Sicherheit hat hier Vorrang, Ausrüstung wichtig.

Wandern geht überall

K

lettern, Wandern und Nordic Walking sind keine neuen Erfindungen, sondern wiederentdeckte Freizeitvergnügen, mit wenig Aufwand und gut eingekaufter Ausrüstung für viele Saisonen haltbar. Wandern und Walking gefällt allen Altersgruppen.

Wie ein Fisch im Wasser

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er in der Nähe eines Sees wohnt, kann theoretisch die Saison von Mai bis September ausnutzen und im Winter ins Hallenbad gehen. Es verbraucht die meisten Kalorien aller erläuterten Sportarten. Kostenpunkt: Eintrittskarte, für Krauler: Brille.

In vielen Bädern gibt es Aquafitness

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it Musik geht alles leichter und wenn das Wasser einen trägt, bekanntlich auch. Wassergymnastik ist der perfekte Sport für Übergewichtige und Menschen mit Gelenksproblemen. Ausrüstung: Badeanzug, Schwimmnudel und auf geht’s!


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Die Früherkennung von Legasthenie Die Semesterferien sind vorbei, das Zeugnis noch druckfrisch und voll mit „ernüchternden“ Resultaten. Manche Eltern fragen sich, ob die Ursache dafür,speziell im Grundschulalter, eine Lese- und Rechtschreibschwäche ist.

W

as sind die Gründe für eine Lese- und Schreibschwäche? Lebenswert hat darüber mit Dr. Gert Lach, Abteilungsleiter des Landesreferat Schulpsychologie, gesprochen.

Lebenswert: Ab wann lässt sich Legasthenie diagnostizieren? Dr. Gert Lach: Der Begriff Legasthenie ist veraltet. Die Feststellung einer Lese-Rechtschreib-Schwäche (LRS) kann erst im Alter von 8 Jahren festgestellt werden (oder in der 2. Schulstufe), wenn der Grundlehrgang des Lesens abgeschlossen ist. Sie liegt vor, wenn bei einer durchschnittlichen Intelligenzsituation eine auffallende Häufigkeit von Fehlern messbar ist. Welches sind die zentralen Indikatoren für eine Früherkennung? Bei der Früherkennung wird in erster Linie die Sprachentwicklung beobachtet. Ist diese verzögert und macht die Sprach- und Lautbildung Probleme, wird schlecht artikuliert,

oder die grammatische Struktur entwickelt sich nicht, so bemerkt man das an der Ausdrucksfähigkeit und Länge von Sätzen und sprachlichen Äußerungen. Eine weniger ausgeformte, weniger bunte, weniger facettenreiche und restriktive Ausdrucksweise können auch Anzeichen dafür sein. Wie kann man dem entgegenwirken? Das sprachliche Umfeld ist wichtig sowie die Auseinandersetzung mit dem Kind, durch Sprechen und Hören. Wir stellen fest, dass Kinder sich sprachverarmter entwickeln. Kinder, die medial bezogen aufwachsen, entwickeln eine andere Sprache, als jene, die Bücher vorgelesen bekommen. Ich bin schockiert t über Eltern die meinen, ihre Kinder brauchen nicht mehr rechtschreiben zu lernen, weil der

Computer ja automatisch korrigiert. Genauso wie die Aussage: „Mein Kind ist stundenlang voll konzentriert beim Nintendo Spiel, aber nicht bei der Hausübung.“ Was tun, wenn eine LRS diagnostiziert wird? Die Akzeptanz der Eltern ist oft ein großes Problem. Jedes Kind hat Stärken und Schwächen. Kinder mit einem guten Selbstwertkonzept können damit besser umgehen – vermittelte Schwachstellen, müssen durch ein solides Fundament gefestigt werden. Machen Sie Ihrem Kind klar: „Du bist in Ordnung!“ Nicht schimpfen, sondern eine liebevolle, geduldige Auseinandersetzung mit dem Kind ist oberstes Prinzip. HR Dr. Gert Lach (Abteilungsleiter Landesreferat Schulpsychologie)

Mehr zum Thema unter: www.schulpsychologie-kaernten.ksn.at

Dr. Lach: „Nicht schimpfen! Liebevolle, geduldige Auseinandersetzung mit dem Kind ist oberstes Prinzip.“


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Im Februar ist der Startschuss für die längste Eisblockwette der Welt in Himmelberg gefallen. 200 Tage lang soll ein zwei Kubikmeter großer Eisblock aus dem Goggausee in 30 Centimeter Passivhausdämmung überdauern.

Eine eiskalte Klima Kalkulation Die Energiesparer von morgen haben begriffen worum’s beim Klimaschutz geht.

D

ie gesamte Volksschule und viele Schaulustige fanden sich am 5. Februar am Himmelberger Hauptplatz ein, um bei einer eiskalten Verhüllung dabei zu sein. Anschaulicher kann Unterricht zum Thema Klimaschutz auch nicht stattfinden. Denn die Verpackung von zwei KubikmeterEis aus dem Goggausee soll die Effizienz von guter Wärmedämmung trotz steigender Temperaturen symbolisieren. Damit die Volksschüler auch wirklich wissen, worum´s bei der Wette geht, hat das klimabündnis Kärnten vorab einen zweitägigen Workshop veranstaltet. Denn die Kinder sollen einmal die Energiesparer von morgen sein.

Heimo Rinösl will mit der Aktion in seiner Gemeinde auf das Thema Klimaschutz und Energiesparen aufmerksam machen.

Bewusstsein schärfen Die Idee der Eisblockwette wurde bereits im Vorjahr vom klima-

bündnis Kärnten und der Plattform Nachhaltigkeit Feldkirchen nach Kärnten geholt. Christian Finger vom klimabündnis Kärnten und Norbert Nau von der Plattform Nachhaltigkeit Feldkirchen wollen mit der außergewöhnlichen Aktion zum

Nachdenken anregen und bei den Menschen das Bewusstsein zum Thema Klima und Umwelt schärfen.Während der gesamten verpackten Zeit kann man bei den umliegenden Betrieben seinen Tipp abgeben, um wieviel Prozent der Eisblock geschmolzen ist. Im Vorjahr blieben bei der Feldkirchner Eisblockwette nach vier Monaten 76 Prozent vom verpackten Eis übrig. Damit auch die Energiesparer von heute informiert sind, lädt das klimabündnis Kärnten die Himmelberger Bevölkerung am 3.März zu einem kostenlosen Energiesprechtag um 19h in die Volksschule ein.

Aussen warm – Innen kalt Während es im Laufe der Zeit in der Natur immer wärmer wird, steht der Eisblock gut isoliert in seinem Haus. Am 22. August ist es dann soweit und das Eis, oder besser gesagt, was davon übrig ist, wird der Öffentlichkeit präsentiert. Dann zeigt sich, wie gut das Dämmstoff-Häuschen das Eis isoliert hat. „Ein Experte hat gemeint, dass wir nicht überrascht sein sollen, wenn beim Rekordversuch gar nichts mehr über bleibt“, spekuliert Christian Salmhofer vom klimabündnis Kärnten über das Endergebnis. Optimistischer gibt sich Himmelbergs Bürgermeister Heimo Rinösl. Der Bürgermeister tippt darauf, dass 40 Prozent vom Eis im August noch da sein werden.

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Die Kinder der Volksschule Himmelberg, Norbert Nau (Plattform Nachhaltigkeit Feldkirchen), Christian Finger (klimabündnis Kärnten), Christian André (STO), Bgm. Heimo Rinösl, Vzbgm. Johann Roblek


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Am Puls der Zeit Nachhaltigkeit ist beim St.Veiter Uhrenproduzent Jacques Lemans kein Fremdwort. Lebenswert hat mit Jacques Lemans Chef Alfred Riedl über die Zukunft, Erfolg und die Zeit gesprochen. Lebenswert: Was ist Ihrer Meinung nach das Geheimnis ihres Erfolgs? Alfred Riedl: Das Geheimnis unseres Erfolges liegt sicher vor allem darin, dass wir Uhren in höchster Qualität zu einem unschlagbaren Preis-/ Leistungsverhältnis anbieten. Dem Grundsatz „Top-Qualität zu fairen Preisen“ bleiben wir schon seit vielen Jahren treu und sind damit sehr erfolgreich.

»

Es ist notwendig, langfristig zu denken.« Alfred Riedl

Unsere Kollektionen sind natürlich auch absolut up-to-date in Design und Technik, unsere hauseigenen Designer suchen weltweit nach Trends, die sie dann perfekt in den Jacques Lemans Uhren umsetzen. Wir bringen auch sehr regelmäßig neue Modelle und Kollektionen heraus und liegen damit immer am „Puls der Zeit.“ Welches Ihrer Produkte spiegelt den Gedanken der Nachhaltigkeit am ehesten wider? Wir haben viele klassische Modelle, die zeitlos elegant sind und so ihre Wirkung lange behalten. Aber auch die HIGH TECH Keramik Serie ist ein besonders schönes Beispiel für

Nachhaltigkeit. Jacques Lemans’ Kompetenz und jahrzehntelange Erfahrung mit HIGH TECH Keramik Uhren machen die Modelle dieser Kollektion zu edlen Uhren, die nie ihre Wirkung verlieren.

Wie wichtig ist es für Jacques Lemans in einer globalisierten Welt lokal zu agieren und zu investieren? So wie jedes internationale Unternehmen haben auch wir regionale und lokale Verantwortung, daher ist es uns auch wichtig regional/

Was ist Ihr Verständnis von Nachhaltigkeit? Im Konsumgüter-/Luxusbereich bedeutet Nachhaltigkeit, wertvolle Produkte herzustellen, die dem Konsumenten auch noch in vielen Jahren Freude bereiten und auch im Laufe der Zeit ihre Qualität und Klasse nicht verlieren. Wir produzieren Uhren, die aufgrund ihrer Qualität und des Designs auch noch in einigen Jahren gerne getragen werden. Unser oberstes Ziel ist Kundenzufriedenheit. Das gelingt uns am besten durch qualitativ hochwertige Uhren. Als Uhrenproduzent sind Sie Experte für das Thema „Zeit”. Wie viel Zeit bleibt uns noch, um für eine zukunftsfähige Welt zu sorgen? Wenn jeder seinen Beitrag leistet, bleibt uns sicher noch Zeit, um für eine zukunftsfähige Welt zu sorgen. Wichtig ist, dass hier das Bewusstsein geschärft wird. Es ist notwendig, langfristig zu denken. Jeder Mensch ist gefordert, im Rahmen seiner Möglichkeiten mitzuhelfen.

Jacques Lemans Eigentümer und Geschäftsführer Alfred Riedl

lokal zu investieren. Wir unterstützen viele Vereine und Veranstaltungen, regionale Künstler und Sportler und tragen so zu einer lokalen kulturellen und sportlichen Vielfalt bei. Bei Investitionen berücksichtigen wir heimische Firmen und vergeben Aufträge durchaus auch lokal. Wir sehen das als Teil einer sozialen Verantwortung gegenüber unserer Region. Wieso sind Ihnen Sponsoring und Charity so wichtig? Sponsoring ist ein integrativer Bestandteil unserer gesamten Kommunikationsstrategie, sicher wesentlich mehr als reine Imagewerbung. Besonders Sport-Sponsoring hat bei Jacques Lemans lange Tradition, seit einiger Zeit ist Jacques Lemans Sponsor des ÖFB, des österreichischen Eishockey Meisters EC KAC und des Biathlon Weltmeisters Dominik Landertinger. Aber auch der Bereich Jugendförderung im Sport ist uns sehr wichtig, regelmäßig unterstützen wir Nachwuchssportler aus verschiedenen Disziplinen. Kultur und Social Sponsoring haben ebenfalls einen hohen Stellenwert für Jacques Lemans, hier werden im Kulturbereich sowohl einzelne Künstler, als auch Veranstaltungen unterstützt.


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Sieben Milliarden Liter bestes Trinkwasser an 60.000 Haushalte im Jahr. Mehr als 400 Untersuchungen pro Jahr bestätigen den enormen Aufwand, den die STW für den Wasserschutz betreibt.

A

us 33 Brunnenanlagen, die sich auf 963 Hektar Schutzgebiet befinden, sprudelt Wasser aus den Gewinnungsanlagen Rain, Straschitz und Zwirnawald. Weitere Daten: 18 Hochbehälter mit einem Fassungsvermögen von 31.126 Kubikmetern , wobei der gigantische Hochbehälter Spitalberg alleine 25.000 Kubikmeter fasst. 23 Druckverstärkungsanlagen, 561 Kilometer Haupt-Rohrnetzlänge und 140 Kilometer für 18.000 Hausanschlussleitungen

und 1.423 Hydranten. Der Hochbehälter Spitalberg wird demnächst generalsaniert – mit Millionenaufwand! Ständig werden Leitungen erneuert. Bei Rohrbrüchen stellen die 40 engagierten STW-Wasserwerkmitarbeiter betroffenen Klagenfurtern im Rahmen eines 24-Stunden-Dienstes stilles Tafelwasser gratis zur Verfügung. Die STW führten – wie in anderen Gemeinden üblich – eine Bereitstellungsgebühr ein. Acht Jahre zuvor gab es keine Änderung bei der Gebühr! Das

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Das blaue Quelle der Wasserwerke Klagenfurt: geprüfte Nachhaltigkeit!

Geld fließt direkt in Sanierung und Ausbau der Wasseranlagen. 1000 Liter (rund 10 volle Badewannen) kosten jetzt so viel wie zehn Zigaretten oder zwei Mineralwasserflaschen (je 1,5 Liter). Der durchschnittliche Tagesverbrauch des Klagenfurters beträgt 150 Liter. Das entspricht preislich einem Ei. Laut Verbraucherindex

(2005) gibt der Lindwurmstädter nur 0,2 Prozent beim Haushaltsbudget für Wasser aus. Die Geschäftsbedingungen mussten aus juristischen Gründen neu formuliert werden. Über 97 Prozent der Klagenfurter haben das akzeptiert. Mit jenen 2,7 Prozent der Kunden, die das vorerst beeinsprucht haben, werden individuell Gespräche geführt. Etliche Abnehmer haben deshalb Einsprüche schon zurückgezogen. Andere Kärntner Gemeinden führten sogar eine Mindestabnahme von 100 Kubikmetern ein. Für Sozialhilfeempfänger gibt es in Klagenfurt den Wasserscheck des Bürgermeisters – ca. 30 Euro direkt beim Bürgerservice der Stadt!

Die STW Klagenfurt – Partner fürs Leben! PR

STW Klagenfurt sichern Wasser für Generationen!

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Nassfeld – Hermagor – Presseggersee: Immer ein Genuss!

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chneesicher, sonnig, südlich – das Nassfeld - Kärntens größtes Skigebiet und eine der Top-10 Wintersportregionen Österreichs. Weite Pisten, urige Hütten, Spaß beim AprèsSki und Schmankerlküche aus dem Dreiländereck Österreich, Italien, Slowenien – für den perfekten Winterurlaub nicht genug. Am Nassfeld gibt’s den besten Service im besten Schnee noch dazu.

Nulltarif für Kids Ein großes Herz beweist das Nassfeld für Kids & Co.: Kinder bis 8 Jahre lädt das Nassfeld einfach zum Skifahren ein. Vom 27.03. bis 11.04.2010 schlafen die Kleinen gratis im Elternzimmer (inkl. Verpflegung) und erhalten Skipass, Skikurs und Ausrüstung ebenfalls umsonst. Buchung unter: www.nassfeld.at Eingebettet im zweitgrößten Schilfgürtel Österreichs, liegt der Naturjuwel des Gailtales- der Pressegger See. Mit bis zu 28 Grad zählt er zu den wärmsten Badeseen in Österreich. Selbstverständlich hat sein Wasser Trinkwasserqualität und dank der "fleißigen" Sonne zählt

er zu den wärmsten Badeseen Österreichs. Das Gailtal bietet allen Feinschmeckern traditionelle Köstlichkeiten – vom würzigen, nach Kräutern duftenden, Gailtaler Almkäse bis hin zum mürben Gailtaler Speck. Den süßen Abschluss bildet der original Gailtaler Honig. Mehr Infos unter: www.hermagor.info

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Ganz gleich, wann Sie sich für einen Urlaub in der Region entscheiden es wird ein Urlaub der Extraklasse!


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Uwe Scheuch: Das Kärntner Jugendstartgeld – bis zu 1.000 Euro für Dich!

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ie Jugend ist das größte Potential unseres Landes – doch der Weg ins Erwachsenenleben fällt oft schwer. Zur Unterstützung refundiert das Land Kärnten ab sofort einen Teil deiner Kosten – mit dem Jugendstartgeld! Eine gut ausgebildete, selbständig agierende Jugend ist vor allem in der Krise der Schlüssel zu einer positiven Zukunft unseres Landes. „Daher haben wir in Kärnten eine Österreichweit einmalige Aktion beschlossen, mit der den jungen Leuten mehr Eigenständigkeit und Unabhängigkeit gegeben werden soll“, so Jugendreferent LHStv. Uwe Scheuch. Am 1.1.2010 startet die einzigartige Unterstützungsmaßnahme zur Stärkung der Eigenständigkeit der Kärntner Jugend. Das Kärntner Jugendstartgeld hilft über die

ersten finanziellen Hürden am Weg ins Erwachsenenleben. Mit bis zu 1.000 Euro. Für die Stärkung der Eigenständigkeit unserer Jugendlichen. Weil wir es versprochen haben! „Bei allen Spargedanken sehe ich das Jugendstartgeld als notwendige Vorleistung in die Zukunft unseres Landes. Wir brauchen unsere Jugend und wir sind auch bereit, Geld für sie in die Hand zu nehmen. Wir investieren damit in die Zukunft Kärntens!“, betont Jugendreferent LHStv. Uwe Scheuch, der Initiator des Jugendstartgeldes. Mit dem Kärntner Jugendstartgeld wird gleich dreimal geholfen: Der Jugend, weil gerade sie den Anreiz bekommen soll auch künftig in Kärnten zu lernen und zu leben. Den Familien, weil es zu einer deutlichen Entlastung des

elterlichen Budgets führt und der heimischen Wirtschaft, weil nur Leistungen von Kärntner Unternehmen gefördert werden. Damit bleibt die Wertschöpfung in Kärnten, was jährlich ca. 6 Millionen Euro sein werden. Gefördert werden vier Bereiche – die Führerscheinausbildung (Klasse B), Mitzuschüsse für Schüler und Lehrlinge, Ausbildungskosten bei einem Kärntner Bildungsträger (nicht im Rahmen der schulischen Ausbildung und während der Unterrichtszeiten), sowie Heimkosten für Lehrlinge für den Besuch der Berufsschule. „Im heurigen Jahr gilt die Antragstellung für den Jahrgang 1991, alle Infos gibt es unter www.jugendstartgeld.at oder unter der Info-Hotline 050 536 3000“, so Jugendreferent Scheuch.

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Mit dem Jugendstartgeld haben wir in Kärnten eine Österreichweit einmalige Aktion beschlossen, mit der den jungen Leuten mehr Eigenständigkeit und Unabhängigkeit gegeben werden soll « LHStv. Uwe Scheuch Initiator des Kärntner Jugendstartgeldes

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LH Gerhard Dörfler und LHStv. Uwe Scheuch: „Mit dem Kärntner Jugendstartgeld die Jugend unterstützen!“


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Ein gutes Gespür für Wetter und Eis Um den Klimawandel auch in Kärnten zu erkennen, braucht man „nur“ Erfahrung, Beobachtungsgabe und Liebe zur Natur.

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in windstiller Sommerabend, im Wörthersee spiegelt sich die Abendröte – morgen ist Schönwetter angesagt. So oder so ähnlich könnte eine Wetterprognose von Georg Flaschberger vulgo „Fischerbartl”

lauten. Zugegeben, wenn man so wie er, von Geburt an in Pörtschach direkt am See aufgewachsen ist und inzwischen mehr als sechs Jahrzehnte dort lebt, ist das wahrscheinlich nicht weiter schwierig. Aber Georg Flaschberger kann noch mehr. Die seit seiner Kindheit und zu jeder Jahreszeit täglich durchgeführten und aufgezeichneten Messungen von Luft- und Wassertemperatur sowie der Eisdicke im Winter unterstützen seit vielen Jahren auch die Regionalstelle Klagenfurt Flughafen der Zentral-

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Georg Flaschberger vulgo „Fischerbartl” aus Pörtschach, ist Hobbymeteorologe und kennt den Wörthersee wie seine Westentasche, im Sommer und im Winter.

anstalt für Meteorologie und Geodynamik, und das nicht nur bei ihren Wettervorhersagen. „Ich habe in den letzten fünfzig

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Der Klimawandel findet auch hier in Kärnten, vor unserer Haustüre, statt.« Georg Flaschberger

Jahren einige Beobachtungen gemacht, die mir Aufschluss darüber geben, dass sich das Klima auch hier bei uns verändert. Zum Beispiel werden Gewit-

terstürme und Starkregen heftiger und häufiger. Im Gegensatz zu früher regnet es jetzt auch im Hochwinter und das sogar in hohen Lagen. Die Durchschnittstemperatur des Wörthersees im Sommer stieg in den vergangenen 30 Jahren an und lag im Vorjahr zwischen 23 und 24 Grad Celcius.“ Vor allem aber der, wenn überhaupt, immer später und kleinflächiger zufrierende See, zeigt dem begeisterten Eisläufer, dass die Uhr tickt und nicht mehr viel Zeit bleibt, um den Klimawandel aufzuhalten.


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Expertinnen rat Schlaflosigkeit, egal ob in Seattle oder sonst wo auf der Welt, rührt uns nur in seltensten Fällen zu Tränen. Die meiste Zeit bereitet sie uns Sorgen und körperlichen Verfall. Obwohl wir den ganzen Tag wie das sprichwörtliche nasse Handtuch herumgeistern, zählen wir des Abends wieder die Blumen auf der Tapete. Dr. med. Maria Korak-Leiter Ärztin für Allgemeinmedizin Fachärztin für Anästhesie Sipperstraße 33 9161 Maria Rain

„Nicht in Panik verfallen“

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ngst um den Arbeitsplatz, Sorgen wegen der wirtschaftlichen Situation oder der allgemein steigende Druck - all diese Belastungen bringen unser seelisches Gleichgewicht aus den Fugen. Neben anderen Gründen, führen diese Faktoren zu Schlafstörungen und sind Vorboten eines Burn-outs. Tägliche Erschöpfungszustände führen in dieselbe Sackgasse. Ob nun Depressionen zu Schlafstörungen führen oder umgekehrt. Am Ergebnis ändert das nichts. Es geht um das Durchbrechen eines Teufelskreislaufes. Der Mensch muss sein Problem erkennen und akzeptieren. Erst dann können Gegenmaßnahmen gesetzt werden. Je nach Schwere der Störung kann mit einfachen Mitteln, wie abendlichen Ritualen, autogenem Training und einer generellen Lebensstiländerung, begonnen werden. In schwereren Fällen sollte aber auf ärztlichen oder psychologischen Rat nicht verzichtet werden. Ist kein anderer Weg mehr möglich, als medikamentös einzugreifen, kommt meiner Meinung nach, nur die Verabreichung von Melatonin in Frage. Dieser körpereigene Stoff führt nicht zur Abhängigkeit und sollte anderen Präparaten vorgezogen werden. Grundsätzlich gilt: Nicht in Panik verfallen. Eine Schlafstörung, ist oftmals ein Vorbote diverser Problem und kann erfolgreich behandelt werden. Die Ehrlichkeit zu sich selbst zu stehen, ist nicht nur in diesem Fall, der erste Schritt zu einer Verbesserung seiner Befindlichkeit.

Allnächtliches Schafezählen S

chlafstörungen sind Abweichungen vom gesunden Schlafverhalten. So einfach wird uns das Problem erklärt. Es ist aber ernster! Die Folgen reichen von „normaler“ Gereiztheit und Konzentrationsschwäche bis hin zu Depressionen und erhöhter Suchtanfälligkeit. Wie so oft und ebensooft vernachlässigt, lohnt sich ein Blick auf die Ursachen. Ohne Sorgen können wir auf alters- oder schmerzbedingte Schlafstörungen blicken. Kleinkinder schaffen den Umstieg vom Tagschlaf auf den Nachtschlaf mit unterschiedlichem Erfolg und viele ältere Menschen sollten einfach akzeptieren, dass sie weniger Schlaf brauchen. In

Einschlaftipps Die Großelterngeneration erzählt von warmer Milch bis Schäfchenzählen so einiges. Alle Rituale, welche Ruhe, Wohlbehagen und sogar Belohnung darstellen, lassen uns einen Gang zurückschalten. Alle Gedanken, welche mit „Ja, aber...“ beginnen, kann man mit einem „Mach’ ich morgen“ abwürgen. Die Zeit, in welcher man sich im Bett wälzt, ist verloren - lesen, Fotos sortieren, einen längst fälligen Brief schreiben bringt Müdigkeit und Glücksgefühle. Sanfte Musik sorgt für ruhigen Schlaf.

der gewonnenen Zeit kann man tätig sein. Die Problemgruppe sind jedoch Menschen, die es ihrem Gehirn, bewusst oder unbewusst, nicht erlauben, Ruhe zu geben. Ob man nun verliebt nächtelang an den (hoffentlich) zukünftigen Partner denkt, ob wirtschaftliche Sorgen an der Psyche nagen, ob man unter Erfolgsdruck steht oder (immer verbreiteter) finanzielle Sorgen im Zeitalter der Wirtschaftskrise die Zukunft unsicher erscheinen lassen. Die Aufzählung der Gründe, welche unser Gehirn auf Hochtouren laufen lassen könnte ewig weitergeführt werden. Und endlich im Bett kann unser Hauptorgan ohne störende


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Nebenaktivitäten an eben genannten Themen arbeiten. Das funktioniert aber nicht im Schlaf und schon beginnt die Spirale. Bleich und übermüdet bemerken wir, dass wir den Problemen noch weniger Herr werden können, daher – noch mehr Sorgen usw. Freund Pharma weiß Rat und liefert gleichzeitig aufputschendes Material für den Morgen. Die Gefahr für den Körper, egal ob durch Medikamente oder Alkohol, ist enorm. Betrachten wir jedoch die Wirkung wird vieles klarer. Diverse Substanzen lassen dem Gehirn keine Möglichkeit weiterzuarbeiten, dann ruht es eben.

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Morgen ist auch noch ein Tag – daran muss man glauben.«

Dieselbe Wirkung kann, allerdings mit etwas Übung, durch einen diszipliniert geführten Tagesablauf erreicht werden. Genauso wie wir essen, trinken usw. meistens zur ungefähr selben Zeit ausführen, kann man auch seine Gehirn wie einen Computer ausschalten. „Morgen ist auch noch ein Tag“ – an diesen Satz muss man glauben und danach leben. Das Hirn hat Sorgenpause, es ist Zeit für ein Buch, die Familie, Freunde, einen guten Film oder die blödeste Soap – je nach Begeisterung.

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AVISO

buch tipp

Die nächste Ausgabe erscheint am 26.März:

Achtung Schuldenfalle! Allergien: Wenn das Immunsystem verückt spielt. Warum leiden immer mehr Menschen an Allergien? Wie am sinnvollsten bekämpfen? Was sagen ExpertInnen?

Kötschach Mauthen – Die Vorzeigegemeinde in Sachen Energieunabhängigkeit. Wie setzt die Gemeinde ihre nachhaltigen Ziele um? Welche Herausforderungen gibt es?

Bio Gartln – Der Frühling kann kommen! Alles über biologischen Anbau im eigenen Garten, naturnahes Düngen und wie man ohne Chemie schädlingsfrei bleibt.

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it dem Titel „Schulden vermeiden Schulden abbauen/ Hilfe zur Selbsthilfe“, der im Linde Verlag erschienen ist, bieten Beate Gelbmann und Michael Lackenberger Gernot Pirolt von eine Hilfestellung an, Heyn empfiehlt: wie man wieder aus „Schulden der Schuldenfalle vermeiden – Schulden abbauen” kommt. Praxisnah und verständlich geben die Autoren Antworten auf Fragen rund um das Thema Schulden und zeigen, wie man den Überblick über die eigenen Finanzen gewinnt und Fallen beim Umgang mit Banken, Versicherungen oder beim Hausbau vermeidet. Eine Vielzahl von Beispielen, Tipps, Weblinks, Checklisten und Formularen bieten Hilfe zur Selbsthilfe.

Die Buchhandlung Heyn verlost drei Exemplare. Einsendungen an: gewinnspiel@lebenswert.or.at mit Betreff: Buchtipp oder Postkarte an: Lebenswert Gärntnergasse 55A 9020 Klagenfurt.

Ihre Christa Köfler

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Lebenswert Ausgabe 01/10