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#183: Brenva

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Herausgegeben von der Distel Vereinigung Nr. 183 - 2025 www.kulturelemente.org info@kulturelemente.org redaktion@kulturelemente.org

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Jessie Pitt, Glacier Series

Inhalt

Gletscherforschen im Klimawandel Georg Kaser

2025 wurde auf Anregung Tadschikistans von den Vereinten Nationen zum Jahr der Erhaltung der Gletscher ausgerufen. Tadschikistan beherbergt, neben einer Reihe anderer großer Gletscher, mit dem 70 km langen Fedtschenko-Gletscher den längsten der Welt außerhalb der Eischilde auf Grönland und in der Antarktis.1 August 1979, 46°47‘41‘‘N, 10°45‘58‘‘E: Es ist ganz still während der letzten Nachtstunden. Nicht einmal von den Graten über mir oder vom Tal tief unten dringt ein Geräusch hierher. Nur wenn ich von einer Messstelle zur anderen gehe, bricht die von der trockenen Luft raue, fragile Eiskruste unter meinen Bergschuhen mit lautem Knirschen. Schritt für Schritt von Messbehälter zu Messbehälter, rund 15 Minuten lang. Dann sitze ich wieder auf meiner Zargeskiste, beobachte die Eisoberfläche, mache Aufzeichnungen und versuche, in der Stille irgendein Geräusch auszumachen. Vergeblich zuerst, seit sich bald nach Mitternacht der leichte Luft-

zug aus den Hängen über mir gelegt hatte. Zur nächsten vollen Stunde beginne ich, dann im ersten Tageslicht, wieder meine Messrunde. Dann plötzlich erglühen die ersten Gipfel im Sonnenlicht und schnell tastet dieses sich die Hänge herab und bald umfließt mich seine Wärme. Im selben Augenblick beginnt ein Knistern um mich herum, zuerst zaghaft, dann bestimmt, immer lauter und aufgeregter. Eisstückchen brechen an der Gletscheroberfläche und beginnen zu schmelzen. Unvermittelt mischt sich da und dort ein Gurgeln in das Rascheln, wird lauter, bald flächendeckend, nimmt immer öfter einen Schwall fernen Rauschens von den Hängen her auf und steigert sich unmittelbar zu einem großen, das ganze Gletscherbecken einnehmend lauten, schwankenden Rauschen. Eine Unzahl von kleinen Bächen leitet das immer mehr werdende Schmelzwasser über das Eis in die nächste Spalte, in eine Gletschermühle weiter unten und ins Tal. Wieder hat ein schöner Sommertag begonnen. Bald steige ich

Der Gletscherschwund macht für Johannes Schmidl Unsichtbares sichtbar.

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Von menschlichen Behausungen im ewigen Eis berichtet Giorgio Azzoni.

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Franz Jäger erörtert das einstige Leben in der dämonischen Natur von Gletschern.

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Stephanie Falkeis berichtet im Interview über ihren Film Elegy for A Glacier.

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Über das Buch als künstlerisches Medium sprechen Christian Lübbert und Arnold Mario Dall'O.

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Die SAAVANNEN werden von Texten und Zeichnungen aus dem Gedichtband DunstLicht von Martin Streitberger bevölkert.

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Drei Sommerlektüre-Tipps gibt Lydia Zimmer.

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GALERIE Gletscher als uralte Zeugen der Naturgeschichte bildet Daniela Brugger im Licht der Gegenwart ab. BILDSTRECKE Jessie Pitt malt das Gletschereis im Ötztal.


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