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#178: Traditionen im Wandel

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Herausgegeben von der Distel Vereinigung Nr. 178 - 2024 www.kulturelemente.org info@kulturelemente.org redaktion@kulturelemente.org

Euro 3,50 Poste Italiane s.p.a. Spedizione Abbonamento Postale – 70 % NE Bolzano Bianca Lugmayr und Alex Kranabetter Sewing Trumpet – Visual Audio Tracks

FOTO Flyle

Re-Setting Culture. Vom Gebrauch und den Brüchen bei Bräuchen

Inhalt Die Dynamik zwischen Wahrung und Veränderung von Tradition: ein Fallbeispiel von Simon Terzer.

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Die musikalischen Traditionen des italienischen Judentums bespricht Mauro Sperandio mit Piergabriele Mancuso.

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Was hält Bräuche am Leben und wann sind sie tot? Roland Angerer im Gespräch. Mit der Frage, ob Jodeln zur hessischen Tradition gehöre, beginnt Markus Prieth seine Überlegungen zum Brauchtum.

Elsbeth Wallnöfer

Von Ritualen und religiösem Brauchtum in der Bronze- und Eisenzeit berichtet Hubert Steiner. Der Bräuche gibt es viele allüberall.

Wenn wir über Bräuche reden, berührt das unseren Gefühlshaushalt. Wir denken an die in unserem Umfeld „gelebten“ und „tradierten“ Bräuche. Wir denken an jahreszyklisch auftretende, kollektiv stattfindende Ereignisse wie Fronleichnam, Herz-Jesu-Sonntag, an Scheibenschlogn, an den Traminer Egetmann. Allerlei pittoreske Bilder davon schaffen es, idealtypische Idyllen in unserm Kopf hervorzurufen. Oft werden diese Ereignisse, die mittlerweile fester Bestandteil der Tourismuswerbung geworden sind, selbstgewiss von einer „Geschichte“, einem Narrativ, begleitet. Wie selbst erforscht, scheint jeder ein Experte oder eine Expertin in Sachen Bräuchen zu sein. Dabei verhält es sich meist so, dass wir oftmals die eigene Er-

Ermanno Cristini fragt, ob die 60. Biennale von Venedig künstlerisch dem inhaltlichen Anspruch genügt? fahrung ins Treffen führen, oder (wissenschaftshistorisch unkritische) Geschichten übernehmen, weil es der Rede vom „Sinn der Tradition“ entspricht. Wer auch immer die Brauchgeschichte in Umlauf gebracht hat, sobald sie uns gefällt – und das heißt nichts anderes, als dass sie unseren Empfindungen entspricht oder sich mit unseren Erfahrungen deckt –, akzeptieren wir sie. Wie eine unveränderliche Tatsache, wie eine eigene erlebte oder gar selbst recherchierte Geschichte. Bräuche sind dennoch nichts mehr als eine menschliche Entäußerung, eine anthropologische Konstante innerhalb der Entwicklung der Menschheit generell. Sie sind Phänomene, die im Charakter banales Verhalten

SAVANNEN: ein Textausschnitt aus dem Theatertext Blutbrot von Miriam Unterthiner. Lydia Zimmer präsentiert Kurzgeschichten, die tiefe Einsichten und starke Emotionen vermitteln.

FOTOSTRECKE Flyle war bei der Performance von Bianca Lugmayr und Alex Kranabetter dabei. GALERIE Mit the lost opening zeigt Ivo Corrà einige besondere Momente der Eröffnungen der Biennale di Venezia.

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